Nach Hinweisen und mit einem ausgestelltem richterlichem Beschluss ausgestattet, drangen Polizeibeamte vergangenen Freitagmorgen in die Wohnung eines 63-jährigen Manns und seiner 66-jährigen Ehefrau in Moers ein. Dort fand sich neben verschiedenen Waffen auch eine Cannabis-Aufzucht im Keller. Des Weiteren war in der Wohnung über ein Kilo Marihuana, teilweise verkaufsbereit portioniert. Der Mann wurde verhaftet. Seine Ehefrau erschreckte sich laut „Rheinischer Post“ bei dem Einsatz so sehr, dass sie in ein Krankenhaus gebracht werden musste.

 

Währenddessen wurde nach fast zweijähriger Verhandlung am Wieder Landgericht ein 61-jähriger Mann zu 15 Jahren Haft verurteilt, da er als führendes Mitglied einer kriminellen Organisation seit 2004 mehr als 500 Kilogramm Cannabisprodukte von Spanien nach Österreich geschmuggelt haben soll.

Update vom 2.4.: Viele haben es schon geahnt... April, April!

 

Glück im Unglück – oder doch eher Unglück im Glück? Ein Cannabis-Grower im beschaulichen Rodaun bei Wien erlebte etwas, was vermutlich noch nicht vielen vor ihm passiert ist: er sperrte sich versehentlich in seinem selbst gebauten Grow-Schrank ein – und das für über zwei Monate und drei Wochen.

 

Was sich im ersten Moment wie ein großer Spaß anhört, war tatsächlich ein großer Schock: „Nach zwei, drei Tagen bekam ich Todesangst. Aber schon nach einer Woche war mir nur noch langweilig – ab der Blütephase gab es dann auch zwölf Stunden am Tag Dunkelheit, einfach nur ätzend“, so der 43-jährige Grower Kai W.

 

Eigentlich wird die Anlage komplett automatisch betrieben, Grower Kai wollte sich nur an seinen jungen Pflanzen ergötzen, die er kurz zuvor eingesetzt hatte. Eigentlich ist er auf seinen Grow-Schrank Marke Eigenbau immer ziemlich stolz gewesen, doch die Türen mit den magnetischen Verschlüssen erwiesen sich im Nachhinein als reichlich schlechte Idee.

 

Als diese zufielen, begann Kais Leben mit den Pflanzen. Und die große Langeweile. Denn mit im Grow-Schrank hatte er nur Ed Rosenthals „Marijuana Grower’s Handbook“, zwei Tafeln Ritter Sport und ein paar Gramm Gras. „Feuer hatte ich in der Tasche, aber keine Papers. So musste ich das gute Grow-Buch Stück für Stück zum Joint-Rauchen nehmen – und natürlich auch noch für etwas anderes...“

 

Die Versorgung mit Trinkwasser war immerhin sichergestellt: „Aber ich konnte nur alle sechs Stunden trinken, wenn die Bewässerung einsetzte. Gott sei Dank dünge ich direkt die Erde und nicht über das Wasser.“ Die Schokolade teilte er sich von Anfang an sehr gut ein: „Ach das war kein Problem, ich war noch nie ein großer Esser.“

 

Aber das Gras reichte nicht so lange: „In der Blütephase habe ich dann immer Stück für Stück die Blüten schon abgebrochen und stundenlang unter die Lampen gehalten, damit sie ein bisschen trocknen. So konnte ich immer ein bisschen kiffen.“

 

Seine Ehefrau hatte Kai W. als vermisst gemeldet: „Dass er die ganze Zeit in der Wohnung war! In diesem Schrank da! Das konnte doch keiner ahnen. Ich wusste ja auch gar nicht wofür der Schrank gut war.“

 

Kais Pech, dass der Grow-Schrank komplett schallisoliert war – so konnte er sich nicht bemerkbar machen. Entdeckt wurde er schließlich, als die Polizei noch einmal zur Befragung der Ehefrau in der Wohnung war und dabei den Grow-Schrank entdeckte und fragte, ob sie einen Blick hinein werfen dürfe. Die nur von außen zu öffnenden Türen befreiten endlich den armen Grower – fast drei Monate waren seitdem vergangen.

 

Deutlich unterernährt und schwer genervt wurde Kai W. zunächst in ein Krankenhaus gebracht, das er aber nach einer Untersuchung gleich wieder verlassen durfte. Eine Anzeige von der Polizei muss er auch nicht befürchten: alle Blüten hatte er aufgeraucht, Blätter und Zweige in seiner Verzweiflung aufgegessen.

 

James Franco sicherte sich bereits die Filmrechte an dieser Geschichte und kündigte bereits an, den unglückseligen Grower in einer möglichen Verfilmung selbst spielen zu wollen.

Ja liebe Leser, heute ist der 18. – und nicht etwa der 1. April. An dem haben wir euch, wie es sich gehört, mit einem schönen Aprilscherz versorgt. Aber heute (und allen anderen 363 Tagen) ist es mal wieder bitterer Ernst. Auch wenn es zum Lachen ist.

 

Aber von vorne: Vergangenen Mittwoch begab es sich, dass in einer Indoor-Cannabis-Aufzucht in Wien ein 38-jähriger Mann bei der Cannabisernte war. Irgendwie scheint er aber nicht ganz bei der Sache gewesen zu sein, denn wie „heute.at“ berichtete, muss er sich dabei seine Ernte-Schere versehentlich in den Oberschenkel gerammt haben.

 

Das war schon mal dämlich. Noch dämlicher war es aber, aufgrund der Schmerzen wie ein Bekloppter zu brüllen. Denn das rief die Nachbarn auf den Plan, welche die Polizei über das große Geschrei informierten.

 

Diese rückte an, fand den blutenden Schreihals – und aber leider auch 65 Cannabispflanzen sowie 3,5 Kilogramm Marihuana. An der Wohnanschrift des Manns wurden weitere 30 Pflanzen und 600 Gramm Cannabis aufgefunden, sodass er sich nun in Untersuchungshaft befindet.

 

Messer, Gabel, Schere, Licht... na ihr wisst schon Bescheid.

Während des Sommers mussten wir in der Highway-Redaktion über allerlei durchgeknallte Typen berichten, die sich auf den unmöglichsten Wege selbst gebustet haben: Beispielsweise flogen dieses Jahr Cannabisplantagen auf, weil Grower ihr Essen auf dem Herd verbrennen ließen, eine Plantage am Ort einer Zwangsräumung betrieben, Selfies vor den Pflanzen machtensich gegenseitig blutig schlugen oder den entlaufenen Hund von der Polizei wiederbringen ließen.

 

Wir dachten eigentlich, dass solche Vorfälle mit dem heißen Wetter zusammenhingen, aber oft scheint da auch eine grundsätzliche Verwirrung der Beteiligten Personen im Spiel zu sein. Im Juli berichteten wir über einen Fall aus Wien, der besonders abstrus wirkte: Ein 33-jähriger Mann warf nachts seinen Fernseher und allerlei andere Elektrogeräte aus dem sechsten Stock, betrieb aber in derselben Wohnung eine größere Cannabisaufzucht, die dadurch natürlich aufflog.

 

Nun gibt es anscheinend einen Nachahmungstäter aus Wien, wie beim ORF zu lesen war. Am Allerheiligen-Abend gegen 18 Uhr warf ein 44-jähriger Wiener aus der Troststraße in Wien-Favoriten diverses Zeug aus seinem Wohnungsfenster und beschallte die Straße durch seine Schreie. Ein eher weniger nachvollziehbares Verhalten, wenn man in derselben Wohnung 812 Gramm Marihuana aufbewahrt und dort zudem 144 Cannabispflanzen großzieht.

 

Das fand auch die Polizei komisch und kassierte die gesamte illegale Ware ein. Den amtsbekannten Vorbesitzer stufte die Polizei als verwirrt ein. Dieser erklärte den Polizisten, das ganze Gras sei einzig und allein für den Eigenbedarf gedacht – seit er unter einem Bandscheibenvorfall leide, rauche er 40 Joints mit jeweils einem Gramm Marihuana pro Tag. Hinweise auf eine Verkaufstätigkeit wurden in seiner Wohnung tatsächlich nicht gefunden.

Als passionierter Grower registriert man das Wachstum seiner Babies natürlich mit Wohlwollen. Schließlich fiebert man gespannt der Ernte und den damit verbundenen Annehmlichkeiten entgegen. Gerade unerfahrene Grower sind aber auch einfach fasziniert vom Wachstumsprozess an sich: Tägliche Veränderungen der Pflanze werden gespannt beobachtet, hier sprießen neue Blätter, dort wächst ein neuer Zweig, was sind das bloß für seltsame gelbe Flecken? Und endlich, sie beginnt zu blühen, tausende und abertausende Kristalle glitzern im Grün. Eine Pflanze lebt, und daran teilzuhaben kann genauso spannend sein wie die zu erwartende Ernte.


Wer sich in dieser Beschreibung wiedererkennt, für den sind die Videos der Hemp Embassy Vienna genau das Richtige: Mit staatlicher Genehmigung werden in Wien Cannabispflanzen verschiedenster Herkunft und Art (nur) zu Ausstellungszwecken zur Blüte getrieben. Und das kann man sich entweder live vor Ort in Wien anschauen oder eben direkt als Clip im Web. Denn da die Pflanzen der Hemp Embassy 24/7 gefilmt werden, gibt es prächtige Zeitraffer-Videos von den verschiedenen Grows zu bestaunen. Knapp vierzig davon können sich Interessierte auf der Website zur Zeit ansehen, von Breedern wie Dinafem, Sensi Seeds oder Humboldt Seeds, von Atomical Haze bis Pineapple Skunk.

 

In der im Dezember erscheinenden Ausgabe Highway 01/2017 werden wir ausführlich über die Hemp Embassy berichten.

 

Weblink: Website der Hemp Embassy Vienna

Mitten in Wien existierte ein Supermarkt der ganz besonderen Art. Zwei Wiener im Alter von 40 und 42 Jahren hatten sich als Geschäftsmodell wohl eine Mischung aus Coffeeshop und Walmart vorgestellt – und das ganze auch tatsächlich in die Tat umgesetzt, ungeachtet der Tatsache, dass auch in Österreich bis auf Alkohol und Tabak keine Drogen verkauft werden dürfen.

 

Kaum zu glauben, aber wahr: In der Grohgasse im Wiener Bezirk Margareten mieteten die beiden eine alte Fabrikhalle an und eröffnen ihren Drogen-Supermarkt – inklusive ganz normaler Öffnungszeiten: Montag, Dienstag und Freitag von 12 bis 18 Uhr, Donnerstags eine Stunde länger. Der Mittwoch war Ruhetag und wurde unter anderem genutzt, um neue Kundschaft in Clubs anzusprechen, wie „heute.at“ berichtet.

 

Und das Geschäft lief richtig gut! Teilweise standen Kunden bis zu 30 Minuten in der Schlange an, um die Einkäufe zu bezahlen. Die beiden Dealer verzichteten auf Handys und andere elektronische Kommunikation und operierten in beide Richtungen nur durch mündliche Absprachen. So ging das Ganze trotz riesigem Publikum tatsächlich über ein Jahr lang gut, auch niemand aus der Kundschaft verpfiff die beiden jemals. Aufgeflogen ist der Supermarkt, da die Polizei einige Kunden observierte und so zufällig auf den Supermarkt stieß.

 

Auch wenn andere Drogen verkauft wurden, bestand die größte Nachfrage doch nach Gras und Hasch. Beim Zugriff durch die Polizei wurden sieben Kilo Weed entdeckt, laut Ermittlern wanderten insgesamt etwa 27 Kilo Marihuana und 2,5 Kilo Haschisch über die Ladentheke. Und wie es sich für einen ordentlichen Supermarkt gehört, war natürlich auch das Sortiment nicht zu verachten: Permanent waren zwischen zehn und 15 verschiedene Sorten Gras auf Lager.

Ein Justizwachebeamter der Justizanstalt Simmering in Wien steht seit gestern unter anderem wegen Missbrauchs der Amtsgewalt vor Gericht, da er laut Anklage 18 Mobiltelefone in die Haftanstalt geschmuggelt und an Häftlinge abgegeben haben soll. Der Angeklagte räumte den Schmuggel von fünf Telefonen ein, alles andere sei Übertreibung. Im Gegenzug soll er für seine Handlungen insgesamt 27 Gramm Marihuana von zwei Häftlingen erhalten haben, wie die „Tiroler Tageszeitung“ berichtet: Die Häftlinge auf Freigang besorgten sowohl Telefone als auch das Gras und übergaben beides dem Beamten. Dieser behielt das Marihuana und reichte die Handys wie gewünscht an Gefängnisinsassen weiter. Die Verhandlung wird Mitte Juni fortgesetzt. Schon jetzt ist allerdings klar, dass den Schließer die paar Gramm Gras äußerst teuer zu stehen kommen – suspendiert ist er bereits und eine Verurteilung ist auch mehr als wahrscheinlich.

Legal, illegal, scheißegal? Dies dachten sich wohl zwei 17 und 20 Jahre alte Jungs, die sich seit November in Wien aufhalten. Stolze Statistik seitdem: Der Ältere wurde nun zum vierten, der Jüngere nun zum fünften Mal verhaftet – immer mit Drogen im Gepäck. Das hat die beiden allerdings nicht daran gehindert, in einem Wiener Callshop in der Lerchenfelder Straße derart ungeniert Gras zu verkaufen, dass gleich mehrere Zeugen die Polizei informierten. Die beiden Dealer wurden nun am Sonntag mit insgesamt über 300 fertig abgepackten Weed-Baggies aufgegriffen. Der 20-Jährige ist nun in Untersuchungshaft, wie mit dem Jüngeren verfahren wird, ist noch nicht entschieden, meldete der „Kurier“.

Der Trend geht eindeutig zum Familienunternehmen. Vergangene Woche berichteten wir auf unserer Website bereits über den Bonner Gras-Opa, der gemeinsam mit seinen Enkelinnen dealte, und das Mutter-Tochter-Gespann aus Oberösterreich, das jahrelang angebaut und gedealt haben soll. Nun meldete „nachrichten.at“ den Fall eines 45-jährigen Wieners, der laut Polizei in den vergangenen zweieinhalb Jahren etwa 400 Cannabispflanzen angebaut haben soll. Daraus, so schätzt die Polizei, habe er fünf Kilogramm Marihuana gewonnen und diese verkauft. Pikanterweise sollen zwei Kilo für seine 20-jährige Tochter bestimmt gewesen sein, die diese teilweise weiterverkaufte. Bei der Hausdurchsuchung bei dem Vater wurden vierzig erntereife Pflanzen aufgefunden.

Tja, die alte Menschheitsfrage – Fenster auf versus Aktivkohlefilter – hat erneut zwei Opfer gefordert: Wie die „Tiroler Tageszeitung“ berichtete, war eine Streife der Bereitschaftseinheit der Wiener Polizei am Dienstagabend in der Andersengasse patrouillieren, als ihnen wohlbekannter Geruch entgegenschlug. Durch ein offenes Fenster erschnüffelten sie, was sich später als 170 Gramm Marihuana sowie 60 Stecklinge herausstellte. Als die Beamten durch das offene Fenster hereinriefen, ließen die beiden Anwesenden (22 und 23 Jahre alt) die Polizei mit der Ankündigung, es sei nichts Illegales zu finden, herein: Da die Beamten allerdings trotzdem fündig wurden, setzte es zwei Anzeigen für die beiden, die allerdings nicht die Mieter der Wohnung sein sollen.

 

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