Cannabisfreunden wird ja generell (durchaus nicht immer zurecht) nachgesagt, nur ungern die heimische Couch zu verlassen, es sei denn, es steht der obligatorische Gang zum Dealer beziehungsweise der Dispensary an.

 

Doch sogar diesen können sich zumindest einige amerikanische Stoner in Zukunft vielleicht sparen. Denn mit der Virtual-Reality-App Weed VR soll die Shopping-Tour in der Cannabisausgabestelle möglich werden, ohne dafür extra das Haus verlassen zu müssen. In einer virtuellen Dispensary kann man sich nicht nur über verschiedenste Cannabissorten informieren und diese dank einer hochwertigen Grafik im Detail begutachten, wie unten stehendes Video zeigt – Der Clou an der Sache ist, dass man sein Lieblingsweed dann auch direkt über die App tatsächlich bestellen kann. Zu diesem Zweck arbeiten die Entwickler von Weed VR an Kooperationen mit real existierenden Weed-Shops, die sich sozusagen ein virtuelles Regal für ihre Ware innerhalb der virtuellen Realität mieten können.

 

Nun muss sich zeigen, ob dieses innovative Konzept die Szene überzeugen kann, denn schließlich ist die Auswahl und der Kauf des geliebten Marihuanas auch ein Erlebnis für die Sinne, auf das manch einer wohl nur ungern verzichten will. Weed VR steht in den USA kurz vor der Veröffentlichung und wird für Oculus Rift und HTC Vive erscheinen. Tja, so kann es aussehen, wenn zwei Zukunftsmärkte verschmilzen…

Wiz Khalifa, der erfolgreiche US-Rapper, der aus seiner Vorliebe fürs grüne Kraut schon lange keinen Hehl mehr macht, hat für seine Anhängerschaft und alle cannabisaffinen Zocker (von denen es bekanntlich einige gibt…) etwas Besonderes im Gepäck: „Wiz Khalifa’s Weed Farm", eine Art Grower- beziehungsweise Aufbausimulation für Android und iOS.

In Anlehnung an etwa das ähnlich gelagerte „Weed Farmer" hat der Spieler die Aufgabe, eine eigene Cannabisplantage aufzuziehen und beständig auszubauen. Je höher die Erträge, desto mehr kann der Spieler in besseres Equipment wie zum Beispiel Lampen investieren, was wiederum die Erntemenge vergrößert.

Khalifa selbst ist von dem Spiel mehr als angetan (welche Überraschung!), wie man auf seinem Instagram-Account erfahren kann: „Es ist ein unterhaltsames Spiel und ich zock es die ganze Zeit. Besser als Pokémon!“ Doch wie man sich im Gameplay-Video (siehe unten) überzeugen kann, macht das Ganze tatsächlich einen mehr als soliden Eindruck.

Passend zum Inhalt des Spiels ist der Veröffentlichungstermin gewählt worden: Das Spiel erscheint offiziell am 20. April, dem Weltkiffertag. Doch aufgepasst: Wer schon jetzt in den Genuss des Spiels kommen will, kann sich auf der Website für eine Testversion bewerben und mit etwas Glück auch noch ein Meet & Greet mit Wiz Khalifa im Kifferparadies Colorado gewinnen (natürlich inklusive Flug und Übernachtung).

Wer hätte das gedacht? Weed ist im Jahr 2017 schon praktisch Mainstream. Jemand, der auch einen nicht zu vernachlässigenden Anteil daran geleistet hat, ist die Rap-Ikone Snoop Dogg. Er dürfte nicht nur einer der bekanntesten Rapper, sondern auch einer der bekanntesten Marihuana-Konsumenten auf dieser Erde sein.

 

Vor allem wegen Erstgenanntem ist er eine äußert gefragte Werbefigur der amerikanischen Industrie. Und auch die Telekom, die auch in den Vereinigten Staaten sehr aktiv auf dem Mobilfunksektor unterwegs ist, hat Snoop Dogg für ihren neuesten Werbeclip engagiert. Und nicht für irgendeinen Werbeclip – Erstausstrahlung war das Super-Bowl-Finale vergangenen Monat.

 

Doch in diesem Werbeclip dreht sich alles vor allem um Snoops Image als Oberkiffer. Zusammen mit „Amerikas bester Hausfrau“ Martha Stewart, einer sehr bekannten Fernsehmoderatorin, drehte Snoop Dogg die Weed-Werbung ab.

 

Die 75-jährige Martha Stewart fragt Snoop dort: „Ist T-Mobile nicht fantastisch, Snoop?“ – und zählt die Vorzüge der Telekom auf (unbegrenztes Datenvolumen, Steuern und Gebühren bereits enthalten). Darauf antwortet Snoop Dogg: „You might even say it's all and a bag of –“ („Du könntest sogar sagen, es ist all das und eine Tüte voll –“) und beginnt in seinen Taschen zu wühlen.

 

Daraufhin versucht Martha Stewart auf verschiedene Weisen seinen Satz zu vollenden – immer mit Bezug auf Weed: So wirft sie unter anderem „purple cushy throw pillows“, „herb-roasted lamb chops“, einfach nur einen roten „Pot“ oder eine „can of bisque“ ein.

 

Aber seht euch den Clip nun einfach selbst an. Wir sagen: Telekom, das habt ihr gut gemacht.

So, jetzt sind die wahren Experten unter euch gefragt! Wer hat das magische Auge und kann sagen, wie viel Gramm Weed (auf eine Nachkommastelle) hier auf der Waage liegen? Auf unserer Facebook-Seite könnt ihr euren Tipp in die Kommentare schreiben. Außerdem findet ihr dort ein weiteres Foto aus einer anderen Perspektive. Die Lösung wird um 16.20 Uhr als Bild in die Facebook-Kommentare gepostet. Die ersten fünf richtigen Antworten gewinnen die aktuelle Highway-Ausgabe. Viel Spaß beim Mitraten!

 

Ab zur Highway-Facebook-Seite und mitraten!

 

 

 

 

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Die verbotene Ware möglichst schnell und unauffällig vernichten oder zumindest loswerden: Hat man gerade zufälligerweise einen ordentlichen Batzen Weed am Mann und bereits die Aufmerksamkeit der Gesetzeshüter auf sich gezogen, ist das natürlich ein naheliegender Gedanke. Und was, wenn man gerade bei voller Fahrt über den Highway heizt? Umso besser, mögen sich die Delinquenten an dieser Stelle gedacht haben, schließlich bringt man auf diese Weise ganz schnell kilometerweise Abstand zwischen sich und die brisanten Pakete. Dumm nur (aber auch durchaus zu erwarten), ist die Tatsache, dass der ganze Vorgang durch die eingebaute Kamera des Polizeiwagens festgehalten wurde... zu sehen im untenstehenden Video:

Anfang des Monats berichteten wir von dem kleinen Scherz, der zum Jahreswechsel die gesamte Cannabis-Welt (und auch darüber hinaus) verzückte: Der weltberühmte Hollywood-Schriftzug wurde in der Nacht zum 1. Januar 2017 von einem großen Cannabis-Fan von Hollywood in Hollyweed umgeändert. Dass Weed nicht nur in Amerika für Marihuana steht, müssen wir unseren Lesern dabei wohl nicht mehr erklären.

 

Jetzt gibt es zwei neue Erkenntnisse im Hollyweed-Vorfall: Und zwar bekannte sich der Verursacher dieser Aktion – es war der 30-jährige Zachary Cole Fernandez, der das „WOOD“ mithilfe einiger Plastikfolien in „WEED“ umänderte. Er erschien in Begleitung seines Anwalts auf dem Polizeirevier. Am 15 Februar muss Zach Fernandez nun vor Gericht erscheinen und sich dort vermutlich zunächst wegen unerlaubtem Betreten fremder Grundstücke rechtfertigen. Als Gründe für seine Tat gab Fernandez an, etwas Positives in die Welt bringen und an die praktisch gleiche Aktion des Kunststudenten Daniel Finegood aus dem Jahr 1976 erinnern zu wollen.

 

Twitter

 

Unterm Strich wird sich diese Weed-Aktion für ihn aber gelohnt haben – denn die Strafe wird nicht all zu hoch ausfallen. Die Belohnung hingegen schon: Nicht nur, dass Cannabis-Schwergewicht Tommy Chong den jungen Mann zum Weed rauchen eingeladen hat, was schon Belohnung genug wäre, nein, außerdem schenkte Chong dem Hollyweed-Guy auch noch ein Pfund Marihuana. Na wenn sich der Ausflug mal nicht gelohnt hat...

Weed in Hollywood – Dank der kalifornischen Bürger wurde im November 2016 beschlossen, dass dies nun eine legale Angelegenheit ist. Zum Neujahrswechsel hat das ein Unbekannter zum Anlass genommen, den weltberühmten Hollywood-Schriftzug mithilfe schwarzer und weißer Folien abzuändern. Und so wurde aus Hollywood Hollyweed – im Gegensatz zum Gras selbst ist diese Aktion allerdings illegal und so wird derzeit nach dem Verursacher gefahndet.

 

Der Hollywood-Schriftzug besteht seit 1923 und war damals der größte und teuerste Werbebanner der Welt. Übrigens wurde genau der gleiche Scherz schon einmal im Jahr 1976 gemacht – der Unbekannte damals wurde nicht erwischt. Vielleicht hat der Scherzbold aus diesem Jahr ja ebenfalls Glück... oder war es eventuell sogar dieselbe Person?

 

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Nach Jahrzehnten der Prohibition hat die Legalisierung von Cannabis im US-Bundesstaat Oregon eine Goldgräberstimmung ausgelöst. Der Unternehmer Jeremy Plumb kifft seit seiner Jugend. Nun will er die Droge neu erfinden und damit weltweit eine medizinische Revolution auslösen. Eine Reportage von Dominik Wurnig.

 

Jeremy Plumb wandert mit schnellen Schritten zwischen den kleinen Tischen der Little-T-Bäckerei im Südosten von Portland hin und her. Am Handy spricht er hektisch mit seinem Geschäftspartner – es gilt, schnell Entscheidungen zu treffen. Mit seiner engen Hose, dem lockeren Hemd und der großen Hornbrille sieht er aus wie einer der vielen Hipster hier in Portland. Als er endlich das Telefon zur Seite legt und mich – den Journalisten aus Deutschland – begrüßt, wird er noch aufgeregter. Er will mich von seiner Vision überzeugen: der Neuerfindung von Cannabis. Wie ein Wasserfall strömen die Modeworte über mich (start healing yourself, enhancement drug, re-shaping the conversation, organic, sustainable, craft revolution, cannabis culture, once in a lifetime opportunity).

 

Während mein Eistee ausgetrunken und mein Mohnkuchen längst aufgegessen ist, hat Plumb sein Getränk noch nicht mal angerührt. Zu beschäftigt ist er damit, mir von seinem Plan zu erzählen. Jeremy Plumb ist kein 08/15-Unternehmer – er ist legaler Grasdealer, betreibt ein Cannabis-Labor, und ein hochmodernes Glashaus zum Marihuana-Anbau wird demnächst gebaut. Plumb hat als Start-up-Gründer gelernt, innerhalb kurzer Zeit sein Gegenüber von seinen Plänen zu überzeugen. „Ich habe alles andere aufgegeben, um an dieser Innovation zu arbeiten“, sagt Plumb. „Dieses Modell der kleinen, handwerklichen Marihuana-Bauern, das wir in Oregon erschaffen wollen, kann weltweit wiederholt und exportiert werden.“ Nach einer Stunde greift er schließlich wieder zum Telefon, um die eingegangen Nachrichten abzuarbeiten. Zu viel steht auf dem Spiel, um sich aufhalten zu lassen.

 

Kiffen ist in Oregon erlaubt

Nach der Legalisierung von medizinischem Marihuana dürfen seit Oktober 2015 Erwachsene im Westküsten-Bundesstaat Oregon Gras auch für die Freizeitnutzung (Englisch: recreational use) anbauen, verkaufen und konsumieren. Obwohl nun erlaubt, ist der Kampf aber noch nicht gewonnen. Denn was hier legal ist, bringt einen in den meisten Bundesstaaten der USA noch immer ins Gefängnis. Die Bundesregierung könnte auch theoretisch jederzeit ihre Haltung ändern und den Grasbauern und -dealern durch die Bundesdrogenpolizei DEA die Geschäftsgrundlage zerstören. Denn nach dem Bundesgesetz ist Marihuana nach wie vor strafbar. Die Cannabis-Verkaufsläden in Oregon sind mit enormen bürokratischen und steuerlichen Hürden konfrontiert, da die Bundesregierung sich weiter gegen die Freigabe von Marihuana stellt. Wie die Entwicklung im Jahr 2017 unter dem neuen Präsidenten Donald Trump weitergeht, wird sich noch zeigen. Parallel zu seiner Wahl wurde am 8. November in vielen weiteren Staaten Cannabis zu freizeitlichen und medizinischen Zwecken legalisiert (wir berichten in der aktuellen Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin ausführlich darüber), was den Druck auf die neue Regierung unter Trump, Marihuana flächendeckend zu legalisieren, erhöhen dürfte, beziehungsweise ihm diese Entscheidung leichter machen könnte.

 

Noch fehlt es an klaren Regeln, denn die ersten Erfahrungen im Umgang mit erlaubtem Cannabis werden nach Jahrzehnten der Prohibition gerade erst gemacht. Die nächsten Jahre werden entscheiden, ob die liberale Drogenpolitik einiger Bundesstaaten (neben Oregon auch Colorado, Alaska und Washington State sowie die Hauptstadt Washington, D.C.) erfolgreich ist und womöglich für die ganzen USA, aber auch Deutschland zum Vorbild werden könnte. Seit dem 8. November 2016 steht nun fest, dass auch Kalifornien, Maine, Massachusetts und Nevada Cannabis für Erwachsene freigeben. Wenn allerdings das liberale Experiment Probleme schaffen sollte, statt sie zu lösen, könnte es auch schnell wieder vorbei sein. Die Protagonisten der Cannabis-Szene in Portland sind sich des engen Zeitfensters bewusst: Jetzt oder nie gilt es, die Grundlagen zu schaffen für einen modernen Umgang mit der Droge. Ein biologisches, nachhaltiges und lokal produziertes Qualitätsprodukt schwebt Jeremy Plumb und seinen Partnern vor. Das Feld soll weder den großen Pharmakonzernen noch der Tabakindustrie überlassen werden. In der Hipster-Hauptstadt Portland, wo jeder Craftbeer trinkt, es zum guten Ton gehört, seine eigenen Bio-Hühner zu halten, wo Vintage-Kleidung sowie Bärte schick sind, da wird Gras wie ein guter Wein verkauft: Weg vom Kiffer-Image hin zum Lifestyle-Produkt, das die Gemütslage steuert und Spaß macht.

 

Gras aus der Edelboutique

Ein grün leuchtendes Kreuz im Schaufenster und ein kleines rotes Schild: Man könnte leicht an Farma“ vorbeifahren, denn das Understatement ist Programm. Die Dispensary (so heißen die lizenzierten Gras-Läden in den Vereinigten Staaten) von Plumb und seinen drei Partnern ist das Herzstück ihres Plans, Cannabis neu zu erfinden. Das Geschäft sieht anders aus, als es sich jemand ohne Berührungspunkte, aber dafür mit den gängigen Klischees im Kopf, vorstellen würde: Bob-Marley-Poster, Kiffer-Devotionalien, Reggaemusik und verruchte Atmosphäre sucht man hier vergeblich. Stattdessen weiße Wände, blitzblankes Glas, dunkles Holz, elektronische Musik: Farma erinnert eher an einen Apple-Laden. Die Verkäufer sind kompetent, redegewandt, freundlich, und nebenbei sehen sie auch noch ziemlich gut aus: bemalte Haut, getrimmte Bärte, gepiercte Haut. Die Wochenzeitung „Williamette Week“ beschreibt Farma so: Bring deine Babyboomer-Eltern an diesen Ort, dann verstehen sie, dass Cannabis tatsächlich eine Medizin ist – und werden es lieben.

 

Ziel all dieser Bemühungen ist es, das Image von Cannabis zu ändern. Im Narrativ der Prohibition war Cannabis etwas Trauriges, Gefährliches und Negatives, sagt der Mitbegründer von Farma, Sam Heywood: „Wir haben viel Zeit damit verbracht, den Schaden wieder gutzumachen.“ Dass es nun nicht mehr verboten und verpönt ist, macht Cannabis nur für kurze Zeit interessant. Aber Gras soll nicht darüber definiert werden, was es nicht ist. „Aber was ist Cannabis?“, fragt Heywood und gibt die Antwort direkt selbst: „Ein Werkzeug, um das Leben der Leute zu verbessern. Es soll helfen, ein gesünderes und glücklicheres Leben zu führen.“ Das neue Branding von Cannabis soll auch Spaß vermitteln. Und romantisch sein. „Cannabis bringt Leute zusammen, liefert tolle Erkenntnisse über sich und andere, Musik klingt damit besser. Es gibt viele Arten, wie Cannabis eine wunderbare Erfahrung hervorruft. Das ist der andere Teil des Narrativs“, sagt Heywood.

 

Im Eingangsbereich bei der Ausweiskontrolle – nur wer über 21 Jahre alt ist, darf in den Laden – kommt es an diesem Mittwochnachmittag bei Farma es immer wieder zu Warteschlangen. Nacheinander: Ein junges Touristenpärchen, ein einbeiniger Rollstuhlfahrer, ein bärtiger Mann in den Zwanzigern, zwei ältere Frauen mit Gehstock, ein Paar mit Hund. Die Kunden lassen sich grob in zwei Gruppen teilen: die Jungen, die Spaß suchen, und jene, die das Gras brauchen, weil sie Schmerzen haben, zum Beispiel, weil sie gerade eine Chemotherapie durchlaufen. „Was für ein Erlebnis suchst du?“, fragen die Farma-Verkäufer üblicherweise am Anfang des Verkaufsgesprächs. Die meisten Kunden wollen eine Sorte Gras, welches sie lustig stimmt, glücklich macht und zum Kichern anregt. Wichtig ist den Kunden auch, dass das Kraut keine Angstzustände hervorruft. „Purple Kush ist mein persönlicher Favorit. Es entspannt ein bisschen, zieht dich aber nicht zu sehr runter. Auch im Kopf macht es dich ein klein wenig high“, sagt der Verkäufer Sean Mager zu dem Kunden Joshua Justice, während er nie den Augenkontakt verliert. Drei Qualifikationen müssen die Verkäufer mitbringen: Menschen lieben, einen Bezug zu Marihuana haben und neugierig sein, mehr über die Pflanzen zu lernen. Jede Woche gibt es Fortbildungen, die Verkäufer sollen zu „Weed-Ninjas“ ausgebildet werden, wie es Heywood schmunzelnd nennt...

 

...dies stellt nur den Einstieg der kompletten Reportage dar. In Highway – Das Cannabismagazin 01/2017 berichten wir auf 10 Seiten ausführlichst und mit vielen Fotos über die Farma-Dispensary. Außerdem findest du in Highway – Das Cannabismagazin weitere Infos über den Cannabis-Anbau, News und Entertainment. Die neue Ausgabe (01/2017) ist seit vorgestern für schlappe 2,60 Euro im gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk und Growshop erhältlich.

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Seit 2014 haben ja bereits eine handvoll Bundesstaaten in den USA Cannabis legalisiert und gestern kamen noch vier weitere dazu (wir berichteten). Sozusagen über Nacht hat sich damit die Population der Amerikaner, die nun legal Gras kaufen können, verdreifacht. Die legalen Cannabisausgabestellen („Dispensaries“) gepaart mit dem heutigen Informationszeitalter geben genaue Aufschlüsse darüber, wie der durchschnittliche Konsument von legalem Gras aussieht und wie viel Geld er für Gras ausgibt.

 

Wie Bloomberg berichtete, ist der durchschnittliche Käufer von legalem Weed zu Freizeitzwecken 37 Jahre alt und kommt alle 19,5 Tage in die Dispensary, um Weed zu checken. Dabei lässt er im Jahr 647 Dollar in den Dispensaries. Junge Menschen zwischen 21 und 34 bilden hingegen über 50 Prozent der Käuferschicht, kommen häufiger in die Cannabisläden (alle 16 Tage) und lassen im Schnitt 27 Dollar pro Einkauf da.

 

Das gezeichnete Bild lässt sich auch auf ältere Personengruppen übertragen: Je älter die Kunden werden, desto seltener kommen sie, aber desto mehr kaufen sie bei ihren Besuchen. Die meiste Kohle für legales Cannabis lassen dabei die 40- bis 50-Jährigen da, die jährlich 823 Dollar ausgeben, direkt danach folgen die 50- bis 60-Jährigen Cannabiskonsumenten mit 753 Dollar pro Jahr.

 

Dass der durchschnittliche Kiffer in den USA nur knapp 650 Dollar für Gras im Jahr ausgeben soll, ist allerdings nicht so ganz zu glauben: Viele Leute werden vermutlich gelegentlich auf den Schwarzmarkt ausweichen, der in den Nachbarstaaten durch die Prohibition noch blüht und daher auch niedrige Preise als die für legales Marihuana anbieten kann. Zudem sind vermutlich auch Touristen in den Statistiken erfasst, die in ihren eigenen Bundesstaaten sowieso auf den Schwarzmarkt angewiesen sind. Auch darf nicht vergessen werden, dass in den Staaten mit legalem Marihuana auch der Eigenanbau von zumeist sechs Pflanzen gleichzeitig erlaubt ist, was natürlich auch von vielen Menschen liebend gerne in Anspruch genommen wird.

„Weed oder Walmart?“ – Dieser Fragestellung hat der ein oder andere Amerikaner sicherlich schon nachgehangen, der nur noch einen Zehner in der Tasche hatte. Doch im Fall von Miley Cyrus bekommt diese Frage eine neue Dimension, denn hier ging es sicherlich nicht nur um einen Zehner.

 

Miley Cyrus hat eine Klamottenlinie entworfen, der nächste logische Schritt des TV- und Musikstars, um noch mehr Geld zu verdienen. Tausende kleine Mädchen müssen aber nun vorläufig darauf verzichten, Hosen und Shirts ihres Idols anzuziehen. Denn Walmart stellte plötzlich fest, dass Miley Cyrus wohl ganz gerne Gras raucht... dieser Fakt ist zwar schon seit Langem bekannt (schon mal in ihren Twitter- oder Instagram-Account geguckt?), aber nun gut.

 

Daher stellte Walmart Miley vor die Wahl: „Weed oder Walmart?“ Da musste sie nicht lange überlegen, wie sie Dienstag bei Twitter mitteilte:

Miley Cyrus auf Twitter

 

Ich hatte meine eigene Kollektion bei Walmart, aber wurde jetzt rausgeworfen, weil sie gesagt haben, ich solle mich zwischen Weed und Walmart entscheiden – und ihr seht, was ich getan habe. Ich habe mich für Weed entschieden.“

 

Brave Miley!

 

Aber ganz ehrlich: Das war auch kein Wunder... vor geraumer Zeit sollte sie sich schon zwischen ihrem Freund und Weed entscheiden (wir berichteten). Und auch auf der Bühne wurde sie sowohl schon in diversen Marihuana-Outfits gesichtet, als auch Joints rauchend, wie etwa in diesem Video zu sehen ist:

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