Es ist schon selten, dass die deutsche Polizei mal ihre Schusswaffen bemüht – und das ist auch gut so. Aber dennoch werden dann und wann die Pistolen ausgepackt und sogar auch mal auf wegrennende Cannabis-Händler geschossen – eine absolute Unverschämtheit und Frechheit, denn es ist kein Fall bekannt, wo dies jemals nötig gewesen wäre. Ja, in Bayern tötet die Polizei sogar unbewaffnete Cannabis-Händler von hinten mit Schüssen in den Kopf, behauptet anschließend, man hätte auf die Beine gezielt, und wird dann von den Kollegen beschützt: Verfahren eingestellt. Ekelig!

 

Aber auch die Polizei in Thüringen ballert gerne auf flüchtende Cannabis-Dealer: Am Mittwoch kam es zu einem Einsatz gegen einen mutmaßlichen Weed- und Hasch-Dealer am Erfurter Hauptbahnhof. Wie die „Frankfurter Rundschau“ berichtet, wurde dabei ein 28-jähriger Mann und eine 34-jährige Frau verhaftet. Der Mann riss sich allerdings los und gab Fersengeld – daraufhin gaben die beteiligten Polizisten vier Schüsse ab: drei Warnschüsse und einen Schuss in den Oberkörper des Mannes, der ihn in der Schulter traf. Die Polizei behauptet, vorher per Funk darauf hingewiesen worden zu sein, dass der Mann eine Schusswaffe bei sich trage – das stimmte allerdings nicht.

 

Im Auto der Frau wurden etwa 25 Kilogramm Marihuana und Haschisch gefunden. Zwei weitere Männer im Alter von 23 und 25 Jahren wurden im Zuge der Ermittlungen ebenfalls festgenommen. Gegen den Polizisten, der den Flüchtenden anschoss, wurde nun ein Ermittlungsverfahren mit dem Anfangsverdacht der Körperverletzung im Amt eingeleitet – aber wie das wohl ausgehen wird, ist nicht schwer zu erraten. Das Ermittlungsverfahren stellt somit genauso eine Steuerverschwendung dar wie Ermittlungen gegen per Gesetz kriminalisierte Cannabis-Händler.

Ob riesige Mauer oder nicht – mexikanische Drogenbanden werden vermutlich niemals aufhören, Weed und andere Dinge über die amerikanische Grenze zu schmuggeln. Das Geschäft ist einfach zu lukrativ und die sonstigen Verdienstmöglichkeiten auf der mexikanischen Seite der Grenze zu schlecht.

 

Anfang des Jahres berichteten wir hier über einen Katapult, mit dem Marihuana von Mexiko in die Vereinigten Staaten geschossen wurde. Wie „El Universal“ meldete, haben die mexikanischen Weed-Lieferanten nun anscheinend aufgerüstet und eine Kanone zusammengezimmert, die das Weed über die Grenze ballert.

 

In der mexikanischen Stadt Agua Prieta konfiszierten Generalstaatsanwaltschaft und Militär eine an eine Bazooka erinnernde Kanone, die in einem Auto installiert wurde. Auf der anderen Seite der Stadt liegt die amerikanische Stadt Douglas. Fürs Erste brauchen die Einwohner dort nun keine Sorge zu haben, von riesigen Gras-Paketen erschlagen zu werden. Auch 825 Kilogramm Munition in Form von Marihuana wurden einkassiert.

 

Allein auf der amerikanischen Seite sind inzwischen 20.000 Grenzwächter im Einsatz, die auf Jagd nach Drogenschmugglern sind.

 

Bereits im Jahr 2016 war in Mexiko eine in einem Auto installierte Gras-Bazooka entdeckt worden, wie dieses Video von „ABC News“ zeigt:

Nach zwei langen Monaten Wartezeit ist ab heute endlich die neue Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin an allen (Bahnhofs-)Kiosken, Grow- und Headshops erhältlich. Für schlappe 2,60 Euro (2,99 Euro in Österreich, 4,20 Franken in der Schweiz oder sogar nur 1,89 als E-Paper, beispielsweise bei Amazon) erhaltet ihr die volle Ladung Infos zu Cannabis, Legalisierung, Anbau indoor und outdoor und vieles mehr.

 

Eine Auswahl der Artikel der aktuellen Ausgabe:

 

Titelstory Warum LED-Leuchten zu bevorzugen sind Der Ertrag einer Cannabispflanze kann am besten über eine Optimierung der Lichtmenge gesteigert werden, das gilt besonders für den Innenraumanbau. Doch hier buhlen verschiedenste Technologien um die Gunst der Käufer – dabei haben inzwischen die LED-Leuchten die Nase vorn. --> hier eine Vorschau des Artikel ansehen

 

 

Titelstory LED-Technologien: Überblick und Ausblick Von Anfang an war die LED-Technologie recht vielversprechend, doch die Cannabisindustrie schien sich lange nicht richtig davon überzeugen zu lassen. Nun sind LED-Lampen weitverbreitet und auch innerhalb des LED-Sektors gibt es die verschiedensten Moden und Entwicklungen. --> hier eine Vorschau des Artikel ansehen

 

 

Offener Brief Dr. Franjo Grotenhermen gegen Rick SimpsonRick Simpson behauptet seit gut 15 Jahren, dass mit Cannabisöl nach seiner Formel Krebs geheilt werden könne. Innerhalb der deutschsprachigen Cannabisszene wird Rick Simpson größtenteils sehr positiv besprochen, dabei gäbe es auch massive Kritikpunkte zu nennen. Ein Offener Brief.

 

 

Hausbesuch Delta 9 Labs – Wie sieht es hinter den Kulissen einer Seedbank aus und welche Arbeit steckt wirklich hinter dem Züchten einer Cannabissorte? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, haben wir uns nach Amsterdam begeben, um die Seedbank Delta 9 Labs zu besuchen und ihren Besitzer Ed Borg um Antworten zu bitten.

 

 

Story Wem gehört die Tasche mit den dreieinhalb Kilo Weed?Autor Donald Denzler berichtet in dieser Ausgabe von seiner Zeit als Cannabishändler in Deutschland, als es in der Schweiz so aussah, als hätte die goldene Zeit der Cannabislegalisierung gerade begonnen, und man dort kiloweise Marihuana zu Spottpreisen erwerben konnte.

 

 

Story Die Simpsons und das Kiffen – Dieser Artikel setzt sich mit der bekanntesten Zeichentrickfamilie der Welt auseinander. Denn in den bald 30 Jahren ihres Bestehens sind die Simpsons schon des Öfteren mit Cannabis in Berührung gekommen. Und auch vor den Fernsehern lässt sich das Kiffen ganz gut mit den Simpsons kombinieren...

 

Recht Wie fliegt man am schnellsten von der Schule? – Rechtsanwalt Steffen Dietrich betrachtet einen interessanten Fall, bei dem ein Schüler des Gymnasiums verwiesen wurde, da ihm mehrfach Cannabiskonsum während der Schulzeit nachgewiesen wurde. Gegen diesen Beschloss zog der Neuntklässler vor Gericht.

 

 

 

Weitere Artikel Film: Für das Leben eines Freundes +++ Sortenportrait: CannaSutra +++ Kiffertypen: Der Minimalist +++ Produkttest: Vaporizer „Dreamwood Dobby Classic“ +++ High Five: Licht und Lampen +++ Goodies: 420-Bears +++ und vieles mehr...

 

 

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Wer kennt es nicht? Schnell das Weed angebaut und dann auf dem Wäscheständer zum Trocknen aufgehängt – doof nur, wenn man sich während des Trockenprozesses derart laut streitet, dass die Nachbarn die Polizei rufen. Auf diese Art und Weise liefern sich übrigens immer wieder Konsumenten, Dealer und Grower selbst ans Messer.

 

Dieses Mal traf es einen 36-jährigen Mann und seine 31-jährige Freundin in Simbach am Inn in Niederbayern. Dienstagabend gegen 20 Uhr wurde die Polizei zu der Wohnung der beiden gerufen, da sie sich lautstark stritten. Nachdem sich die Lage wieder beruhigte, entdeckten die Beamten einen Wäscheständer der speziellen Art: 1,6 Kilogramm Marihuana war dort mit bunten Wäscheklammern zum Trocknen aufgehängt.

 

Wie die „Welt“ berichtete, machten die beiden keinerlei Angaben zur Herkunft des Weeds und wurden nach polizeilichen Maßnahmen der Kripo Passau und nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Landshut am Mittwoch wieder auf freien Fuß gesetzt.

Mal wieder recht herzlich willkommen zu unserer beliebten Rubrik: „Selbst verarscht – mit Cannabis.“ Dieses Mal berichten wir über den 20 Jahre alten Jeffery Kirk aus Milwaukee, USA. Dieser postete über 40 Minuten lang ein Facebook-Live-Video, in dem zu sehen war, wie er mit seinem Auto durch die Gegend fuhr und Weed verkaufte und zwischendurch mit seinen Zuschauern interagierte.

 

Wie die „High Times“ berichtete, zeigte das Video zu allem Überfluss nicht nur seine Gras-Deals, sondern auch direkt am Anfang eine halbautomatische 9-Millimeter, eine Kel-Tec SUB-2000. Über Facebook Live gab er seine Standorte durch, die er mit dem Auto abfuhr, und verkaufte dort mehrere Päckchen mit Marihuana. Nach dem dritten Deal ist zu sehen, wie er eine weibliche Person anruft, die er „Mom“ nennt und die ihm weiteres Weed zum Verkaufen bringen soll.

 

Und ja: jemand meldete den Vorgang an die Polizei. Aber eigentlich kann man nicht anders als zu behaupten, dass die folgende Verhaftung ganz alleine auf die Kappe des 20-Jährigen ging. Diese zog sich übrigens einen ganzen Monat hin, obwohl der Facebook-Account alle Informationen zum Verdächtigen lieferte. Bei der Hausdurchsuchung wurden dann zwei Waffen, 1.400 Dollar und weiteres Marihuana gefunden.

Cannabis und Rap – das gehört zusammen seitdem der Hip-Hop erfunden wurde. In den Vereinigten Staaten beschränkt sich die Kollaboration schon länger nicht mehr nur auf diverse Liebesbekundungen der Rap-Musiker ans grüne Kraut, nein, Stars wie Snoop Dogg, Kurupt, Wiz Khalifa und viele andere haben ihre eigenen Weed-Strains auf dem Markt, die dort in den Dispensaries und/oder als Samen verkauft werden.

 

Praktisch zeitgleich haben nun ein deutscher Rapper und ein Rap-Duo aus Deutschland bekanntgegeben, ebenfalls ins Weed-Geschäft einzusteigen und mit ihren guten Namen zukünftig für eine Cannabissorte zu stehen: Die beiden Rapper Plusmacher und Botanikker, die zusammen „Die Kushhunters“ bilden, kündigten in der vergangenen Woche an, dass sie nun die ersten deutschen Rapper mit eigener Grassorte seien. Bei ihrer Sorte handelt es sich um einen reinen CBD-Strain, der somit in der Schweiz legal verkauft werden darf, jedoch keine berauschende Wirkung bietet. Erhältlich ist diese Sorte über den Mr. Nice Shop in Basel (www.misternice.ch).

 

Rapper Herzog annoncierte hingegen, dass er seinen eigenen – THC-haltigen – Strain in Samenform auf den Markt bringen wird: „Ich freue mich euch mitteilen zu können, dass ich der erste deutsche Rapper bin, der seinen eigenen THC-Strain als Samen auf den Markt bringt. Das gute Pflänzchen hört auf den wundervollen Namen ,HERZ OG‘ und ist in Zusammenarbeit mit Exotic Seed aus Madrid in Spanien in den letzten 1 1/2 Jahren entstanden. Es handelt sich um die potente Kreuzung von Larry OG & Kosher Kush – kalifornische Genetiken, die bereits diverse Preise und Cups eingeheimst haben. Die Samen werden international vertrieben, es folgen weitere Infos und der Vorverkauf startet demnächst.“

 

Du möchtest mehr Informationen über Cannabis und den Anbau von Cannabis? Wir können dir helfen: An jedem gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk sowie Head- und Growshop kannst du die brandneue Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin für lächerliche 2,60 Euro (2,99 Euro in Östereich, 4,20 CHF in der Schweiz) erwerben:

 

Am 24. September wird in Deutschland zur Bundestagswahl gebeten. Und vieles spricht dafür, dass Merkel in eine weitere Runde geht. Gerade aus Sicht von Cannabiskonsumenten ist dies jedoch mit die schlechteste Wahl, die man nur treffen kann. Denn wenn von der CDU/CSU eins nicht zu erwarten ist, dann die Legalisierung oder auch nur Tolerierung von Cannabis und seinen Konsumenten. Um einen CDU-Sieg zu verhindern, sollte jeder Cannabisfreund am Wahlsonntag daher auch tatsächlich wählen gehen und irgendeine andere Partei wählen. Doch welche bloß? Wir haben uns die großen Parteien mit reellen Chancen auf einen Einzug in den Bundestag einmal kurz hinsichtlich ihrer Einstellung zu Cannabis angeschaut und geben eine Einschätzung.

 

DIE LINKE (Legalisierungs-Potential: 4/5)

Die vollmundigsten Versprechen hinsichtlich Cannabis und einer baldigen Legalisierung bieten Die Linke sowie Bündnis 90/Die Grünen, wobei die Linken noch entschlossener scheinen und von uns auch deutlich mehr Credibility zugesprochen bekommen. Böse Zungen mögen behaupten, dass dies wohl allein daran liegen mag, dass die Linken bislang noch keine Gelegenheit hatten, an der Regierungsbildung beteiligt zu werden. Da der Einzug in den Bundestag aber praktisch feststeht, stellt Die Linke unsere erste Wahl hinsichtlich einer menschenfreundlichen und sinnvollen Cannabispolitik dar.

 

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Legalisierungs-Potential: 3/5)

Auf dem zweiten Platz unseres Rankings finden sich Die Grünen ein, allerdings schon nur noch mit einer mittleren Bewertung. Ginge es allein nach den Aussagen, die von den Grünen zur Cannabisthematik gemacht werden, sollte die Bewertung eigentlich etwas besser ausfallen, allerdings haben sie während ihrer Regierungsbeteiligung von 1998 bis 2005 unter Beweis gestellt, dass die damaligen Wahlversprechen von einer vernünftigen Cannabispolitik nicht umgesetzt wurden. Dennoch dürften die Wählerstimmen hier zumindest besser aufgehoben sein, als bei den folgenden Parteien.

 

SPD (Legalisierungs-Potential: 2/5)

An der dritten Stelle unserer Einstufung steht die SPD. Das ist aber kaum der Verdienst derselben, sondern liegt eigentlich nur daran, dass die folgenden Parteien Cannabis noch feindlicher gegenüberstehen. Auch mit der SPD war während ihrer Regierungszeit von 1998 bis 2005 keine Cannabislegalisierung zu machen – wenigstens hatte sie es aber vorher auch nicht versprochen. Der diesjährige Entwurf der Grünen eines Cannabiskontrollgesetzes wurde von der SPD abgelehnt, somit ist auch weiterhin kein Kurswechsel zu erwarten. Bei einer Koalition von Linken, Grünen und SPD wäre die Chance theoretisch da, auch wenn die SPD nicht für eine Legalisierung, sondern bloß für Modellprojekte wäre.

 

FDP (Legalisierungs-Potential: 2/5)

Auch die FDP erntet eine tendenziell eher schlechte Bewertung, auch wenn inzwischen einige Mitglieder lautstark nach einer besseren Cannabispolitik rufen. Doch konkrete Pläne gibt es keine, viele Mitglieder sehen die Sache auch ganz anders und zudem hat die FDP schon bei verschiedenen Themen gezeigt, dass sie sich gerne einmal mit dem Wind dreht und somit auch keine Probleme hat, in Kürze das Gegenteil zu behaupten. Von daher sind von dieser Partei eher keine ehrlichen Verbesserungen der Cannabispolitik zu erwarten, auch wenn damit gelegentlich Stimmenfang betrieben wird.

 

AFD (Legalisierungs-Potential: 2/5)

Was die AFD nun genau will, weiß sie auch beim Thema Cannabis nicht so ganz genau. Die Positionen innerhalb der Partei gehen stark auseinander, allerdings sind die negativen Stimmen doch in der Überzahl. Hier warten viele Nichts-Checker aller Kaliber auf ihren Einsatz auf der großen politischen Bühne und das Thema Cannabis könnte auch dazu eingesetzt werden, um sich bei den Cannabis-Gegnern statt Cannabis-Freunden beliebt zu machen. Eine klare Linie ist jedenfalls nicht zu erwarten und die Gesamtsituation in der Partei eher gegen Cannabis eingestellt. Wir raten ab.

 

CDU/CSU (Legalisierungs-Potential: 1/5)

Die einzige Partei, die ganz offen und kollektiv Cannabis und seine Konsumenten verachtet, ist die CDU/CSU. Keine andere Partei reitet so auf dem Thema herum oder fordert gleich noch größere Ächtung und noch schlimmere Strafen für Cannabiskonsumenten. Keine andere Partei verbreitet solch schändlichen Lügen über Cannabis – und das auch noch mit voller Absicht (was diversen Lobbyisten in die Hände spielen dürfte). Mit dieser Partei wird es keine Legalisierung und keinen Fortschritt geben – und dies ist die Partei, die nach den letzten Prognosen mit bis zu 40 Prozent der Stimmen die Wahl gewinnen wird. Deswegen unsere dringende Bitte: Geht zur Wahl und wählt irgendwen, bloß nicht die CDU.

Ein Mann in Winterberg hat einen merkwürdigen Fund in seiner eigenen Garage gemacht. Vergangenen Montagmorgen entdeckte er dort eine fremde Sporttasche (schwarz, Marke Runaway). Nachdem er hineinblickte, stellte er fest, dass diese randvoll mit mehr als vier Kilogramm Marihuana war. Nach Angaben des Manns steht seine Garage tagsüber offen, sodass praktisch jeder die Tasche dort deponiert haben könnte. Der Mann informierte die Kriminalpolizei und diese sucht nun nach dem ursprünglichen Besitzer der Tasche, wie die Westfalenpost meldet.

 

Wir fragen uns übrigens, wie viele nicht gemeldeten Funde auf solche Meldungen kommen. Denn viele Leute hätten sicherlich nicht die Polizei verständigt...

Einer der größten Nachteile der Prohibitionspolitik ist die Tatsache, dass man oft keine Garantie hat, dass das gerade gekaufte Cannabis frei von verunreinigenden Stoffen ist. Denn immer wieder gerät Marihuana in Umlauf, das mit teilweise stark gesundheitsschädlichen Stoffen versetzt ist. Unser Autor Chuck Lore kennt die gängigsten Streckmittel und hilft dabei, die schädlichen Streckmittel zu identifizieren.

 

Im Folgenden erhaltet ihr einen Einblick in den Streckmittel-Artikel der gerade frisch erschienenen Ausgabe 05/2017 von Highway – Das Cannabismagazin:

 

Immer wieder kommt es vor, dass Marihuana durch Streckmittel verunreinigt ist. Dies machen Hersteller und Zwischenhändler, um entweder eine bessere Qualität vorzutäuschen, oder aber um die Masse des Materials auf Kosten der Güte künstlich zu erhöhen. Gängige Streckmittel sind Sand, Zucker, Haarspray, Glassplitter, Gewürze oder Talkum. Manchmal finden sich auch Bleiverbindungen, Brix oder andere, undefinierbare Stoffe in dem begehrten Gras. Das Problem ist nun, dass der Hanffreund die angebotene Probe kaum auf alle Stoffe untersuchen kann. Die wenigsten haben ein entsprechendes Labor mit den nötigen Reagenzien und Apparaturen. Was hilft, sind verschiedene Versuche, die auf eine eventuelle Verunreinigung hinweisen. Der Schwerpunkt der hier vorgestellten Testverfahren liegt daher auf sensorische Kontrollen, insbesondere durch Sehen, Riechen, Schmecken und Fühlen. Zwar sagen die aufgezeigten Verfahren nur grob etwas über die möglichen Verschnittstoffe aus, sie helfen aber dennoch, die Reinheit zu bestimmen. Darüber hinaus lassen sich die allermeisten Verunreinigungen mit ihnen zuverlässig erkennen. Besonders aussagekräftig ist übrigens die Brennprobe. Sie zeigt die meisten Unregelmäßigkeiten bereits im ersten Versuch. Für die folgenden Verfahren ist es zudem sehr hilfreich, wenn der Prüfer weiß, wie reines Marihuana aussieht, wie es sich anfühlt und wie es riecht. So kann er vergleichen und das verdächtige Material mit höherer Sicherheit aussortieren.

 

Sichtprüfung

Jeder Konsument sollte wissen, wie gutes Marihuana aussieht. Es ist meist grün mit bräunlichen Blütenstempeln und die hellen Trichome sind mit der Lupe gut erkennbar. Finden sich Objekte, die zu groß, zu klein oder gar eckig sind, ist das ein sicheres Indiz für Verunreinigungen. Das Gleiche gilt für unnatürlich wirkende Überzüge, die auf Haarspray oder Mehl hinweisen. Besonders hilfreich ist bei der Untersuchung eine starke Lupe oder ein Taschenmikroskop, die Anschaffung lohnt sich definitiv! Als weitere Methode der Sichtprüfung hat sich das einfache Fallenlassen einer Blüte aus geringer Höhe auf ein weißes Blatt Papier bewährt. Purzeln aus der Probe Stoffe, die nicht zu der Pflanze gehören, dann hat man das Streckmittel schon gefunden. Feines Pulver, grobe Kristalle oder gar Metallspäne zählen in jedem Fall dazu.

 

Geruchsprüfung

Reines Marihuana riecht angenehm nach Hanf. Es ist ein frischer, einladender Geruch, der sehr markant ist. Stören Aromen, ist definitiv etwas nicht in Ordnung. Muffiger Gestank deutet auf Schimmel hin und chemisches Aroma auf irgendeine Substanz, die sicherlich nicht konsumiert werden sollte. Auch säuerliche oder penetrant süße Gerüche verraten das gestreckte Material. Ebenso ist bei völliger Geruchslosigkeit Obacht geboten, denn dies deutet auf mit Kunststoff überzogenes oder durch Ausspülen gereinigtes Marihuana hin (siehe Highway-Magazin 02/2017).

 

Geschmacksprüfung

Auch hier gilt äußerste Vorsicht, wenn die Probe bitter, säuerlich oder süßlich schmeckt. Knirscht es beim Zerkauen zwischen den Zähnen, befindet sich mit großer Wahrscheinlichkeit Sand oder Glas in dem Marihuana, was beim Rauchen die Lunge enorm schädigt.

 

Tastprüfung

Wenn beim Zerkleinern mit den Fingern ein unnatürliches Knirschen zu hören ist, stimmt auch etwas nicht. Ebenso, wenn sich das Gras beim Anfassen nicht klebrig anfühlt. Fehlt jedes klebrige Gefühl, obwohl Trichome sichtbar sind, ist die Probe mit einem bereits getrockneten Streckmittel überzogen. Klebt es hingegen unnatürlich stark, ist der Überzug noch frisch oder von Natur aus harzig. Kunstharz macht das Gras schmierig und auch eine Behandlung mit Haarspray ist fühlbar.

 

Brennprobe/Aschetest

Dieser Test ist der wichtigste und sollte bei dem kleinsten Zweifel an der Qualität in jedem Fall durchgeführt werden. Dazu wird eine kleine Probe des Materials genommen und auf einen Streifen Aluminiumfolie gelegt. Diese Probe wird von unten mit einer Flamme, Feuerzeug oder Kerze so lange erhitzt, bis sich das pflanzliche Material komplett zersetzt hat. Schon der aufsteigende Rauch und besonders die zurückbleibende Asche geben vielerlei Hinweise auf die Bestandteile der Probe. Ist der Rauch nicht hell und riecht er nicht aromatisch nach Hanf, ist ein begründeter Anfangsverdacht auf Verunreinigungen gegeben. Bei deutlich erkennbarem dunklen Qualm und auffälligem Geruch sollte das Gras in keinem Fall konsumiert werden, eine Verunreinigung ist sehr wahrscheinlich. Ähnliches gilt für die zurückbleibende Asche: ist diese nicht nahezu weiß und fluffig, oder fühlt sie sich beim Verteilen in der Handfläche nicht weich und luftig an, ist äußerste Vorsicht geboten. Finden sich gar Körner oder harte Teile in der Asche, dann ist der Befund auf Streckmittel eindeutig.

 

...an dieser Stelle müssen wir leider abbrechen, aber keine Sorge: den vollständigen Artikel mitsamt allen Informationen zu den Streckmitteln Blei, Brix, Düngemittel, Glas, Haarspray, Pflanzenmaterial wie Gewürzen, Mehl, Pilzen und anderen Drogen, Sand, Schimmel, Talkum und Zucker sowie viele weitere Inhalte und News rund ums Kiffen und den Cannabisanbau findet ihr in der aktuellen Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin:

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Was passt besser zusammen als Filme gucken und Gras zu rauchen? Richtig: wenig. Das hat sich jetzt auch einer der absoluten Top-Player im Film-Business gedacht. Netflix, der bekannte und beliebte Streamingdienst, der eine wahre Gefahr für das klassische Fernsehen darstellt, hat nun angekündigt, zehn eigene Grassorten auf den Markt zu bringen. Der Clou daran: jede Sorte ist sozusagen auf eine der eigenproduzierten Netflix-Serien zugeschnitten.

 

„Jede Sorte wurde mit einer speziellen Serie im Sinn konzipiert und versucht deren Stimmung zu berücksichtigen. Alberne Shows wurden beispielsweise mit mehr Indica-Anteilen bedacht, während Dramedies eher sativa-dominant sind, um eindrücklichere Szenen besser zu untermauern“, äußerte sich Netflix in einem Statement.

 

 

Die Serie „Arrested Development“ bekommt die Sorte „Banana Stand Kush“ spendiert, „Camp Firewood“ soll zur Serie „Wet Hot American Summer“ passen, „Moon 13“ zur neu aufgelegten Serie „Mystery Science Theater 3000“. Weitere Serien, die ihre eigenen Serien spendiert bekommen, sind „Grace & Frankie“ („Peyotea 73“), „Orange is the New Black“ („Poussey Riot“), „Bojack Horseman“, „Santa Clara Diet“ und „Lady Dynamite“. Die neue Kiffer-Comedy „Disjointed“, über die wir erst kürzlich wieder berichteten, bekommt gleich drei Weed-Strains zur Auswahl.

 

Dass die Sorten nicht in Deutschland verfügbar sein werden, haben sich die meisten wohl bereits gedacht. Doch auch in Amerika ist die Auswahl recht eingeschränkt: Die Netflix-Kollektion ist einzig mit einer Medical-Marijuana-Card in Los Angeles, wo auch Hollywood liegt, zu beziehen – und das auch nur für ein einziges Wochenende. Damit kann man durchaus behaupten, dass es sich bloß um einen PR-Gag handelt. Andererseits wird am 1. Januar 2018 in ganz Kalifornien für alle Erwachsenen legal (wir berichteten), vielleicht handelt es sich bei der Aktion auch nur um einen kleinen Testlauf für zukünftige Geschäfte...