In Zeiten der globalen Corona-Pandemie müssen viele Unternehmen (und deren Angestellte) um ihre Existenz kämpfen. Doch die Lasten der Maßnahmen sind ungleich verteilt: denn neben den Verlieren gibt es doch auch einige Branchen, die 2020 große Gewinnzuwächse verzeichnen konnten. Zu diesen Gewinnern zählen zweifellos auch große Teile der legalen Cannabisindustrie.  

 

Klar, Lockdown und Kiffen, das passt eben gut zusammen. Diese Vermutung belegen nun erste Zahlen aus den USA: im (ersten) Krisenjahr 2020 kauften amerikanische Konsumenten stolze 67 % Prozent mehr Cannabisprodukte als noch 2019, wie Leafly berichtet. Nach einem kleinen Einbruch im März vergangenen Jahres kam der heftige Ausbruch im April, worauf eine Stagnation auf sehr hohem Niveau folgte, die mehr oder weniger bis heute anhält.  

 

Möglich wurde dieser geschäftliche Erfolg vor allem durch die Entscheidung der staatlichen Behörden, Cannabis als systemrelevant einzustufen und den Shopbetreibern dementsprechend eine durchgehende Öffnung zu erlauben. Tja, so kann´s gehen – nach einem Jahrhundert teils erbitterter Dämonisierung ist Weed nun also auf einmal eine der tragenden Säulen der US-Gesellschaft.  

 

Nicht nur in den USA hatte man sich dazu entschieden, das Cannabusiness laufen zu lassen, auch etwa in den Niederlanden hatte man schnell erkannt, dass es Vorteile haben könnte, die Coffeeshops von den Beschränkungen auszunehmen.

In der kalifornischen Metropole San Francisco gucken Raucher bald ganz schön in die Röhre. Geplant ist ein Gesetz, nach dem auch in den „eigenen“ vier Wänden ein Rauchverbot für Zigaretten gilt. Die stinkenden Glimmstengel sind vielleicht noch verschmerzbar, aber worauf müssen sich Cannabisfreunde nun einstellen? Auf gar nichts, wie es aussieht, denn: ausdrücklich ausgenommen von dem Verbot ist das Rauchen von Cannabisprodukten wie etwa Joints. Begründet wird das „cannabisfreundliche“ Vorgehen damit, dass Cannabis-Liebhaber außer dem eigenen Zuhause keine legale Möglichkeit hätten, um zu konsumieren.

 

In San Francisco sind zwar sowohl medizinisches als auch Freizeit-Marihuana freigegeben, allerdings darf in der Öffentlichkeit kein Weed geraucht bzw. gevapt werden. Abegesehen davon ist es in den Staaten (im Gegensatz zu weiten Teilen Europas) absolut nicht verbreitet, Cannabis und Tabak im Joint zu mischen, sodass die allermeisten Stoner ihre (Miet-)Wohnung sowieso tabakfrei halten dürften. Zuwiderhandlungen gegen das neue Gesetz, das bereits 30 Tage nach der erwarteten Absegnung durch den Bürgermeister in Kraft treten kann, können mit Geldstrafen von bis zu 1.000 US-Dollar geahndet werden.

 

Bei der Wahl zum amerikanischen Präsidenten am 3. November wurden nebenher auch noch einige andere Wahlen abgehalten, so etwa in New Jersey, Arizona, South Dakota und Montana, wo die Bevölkerung darüber abstimmen durfte, ob man sich an das Cannabis-Verbot, das eigentlich in den Vereinigten Staaten von Amerika angeordnet ist, halten möchte – oder lieber nicht. Die Bürger entschieden sich in allen Staaten mit mehrheitlich dafür, Cannabis komplett freizugeben und zu legalisieren.

 

Somit haben in den USA nun bereits 15 Staaten (Alaska, Arizona,Colorado, Illinois, Kalifornien, Maine, Massachusetts, Michigan, Montana, Nevada, New Jersey, Oregon, South Dakota, Vermont, und der Staat Washington) sowie der District of Columbia (Washington, D.C.) und die US-Außengebiete Guam und die Nördlichen Marianen Cannabis zum Freizeitgebrauch vollständig legalisiert.

 

16 weitere Bundesstaaten und die Amerikanischen Jungferninseln haben den Freizeitgebrauch von Cannabis inzwischen dekriminalisiert. Der medizinische Gebrauch (mit Rezept) ist in 35 der 50 Staaten, vier der fünf Außengebiete der USA sowie dem District of Columbia legalisiert. Mississippi ist der neueste Zugang auf medizinischer Ebene, ebenfalls als Resultat der Wahl vom 3. November. Die übrigen Staaten haben bis auf Idaho und Nebraska zumindest CBD freigegeben. Somit gibt es praktisch kaum noch Staaten in den USA, wo man nicht Cannabis in der ein oder anderen Form legal erwerben kann.

 

In Oregon gab es auch weitere interessante Abstimmungen zur Behandlung von Drogen bzw. Drogenkonsumenten. Nicht nur wurden dort geringe Mengen Kokain und Heroin dekriminalisiert, sondern es wurde auch Psilocybin legalisiert, der Bestandteil sogenannter Magic Mushrooms.

 

Kassandra Frederique von der Interessensvertretung Drug Policy Alliance sagte, die Verabschiedung dieser Maßnahmen in Oregon zeige, dass die Wähler auf einen neuen Ansatz in der Drogenpolitik erpicht seien, um sie als Gesundheitsproblem zu behandeln und der Behandlung von Konsumenten Vorrang einzuräumen. Sie sagte, sie erwarte, dass andere Staaten dem Beispiel folgen würden, und erwähnte Bemühungen in Staaten wie Kalifornien, Vermont und Washington.

Auf einer Landstraße in Molalla, Oregon bot sich Polizeibeamten am Dienstag ein kurioser Anblick: mitten in der Nacht, gegen halb vier Uhr, erblickten sie vier mit Matsch beschmierte Gestalten, die, am Straßenrand hintereinander aufgereiht, ganz offensichtlich große Teile von Cannabispflanzen „spazieren führten“. Einer der Jungs trug einen dicken Sack, aus dem das Kraut nur so herausplatzte, die anderen hatten sich das Cannabis wie von Sinnen in alle erdenklichen Hosen- und Jackentaschen gestopft.

 

Die Bande hatte das Cannabis kurz zuvor von einer nahe gelegenen, legalen Grow-Anlage entwendet. Mit etwa 30 bis 40 Kilogramm Beute machten sich die Tatverdächtigen auf den Heimweg. Wahrscheinlich freuten sie sich schon darauf, zuhause erst mal mit einem dicken Joint die halbgefrorenen Glieder wiederaufzuwärmen. Doch selbst, wenn sie von der Polizei, die von misstrauischen Anwohnern alarmiert worden war, nicht auf halbem Wege erwischt worden wären: früher oder später hätten sie auf jeden Fall eine böse Überraschung erlebt, denn bei den gestohlenen Pflanzenteilen handelt es sich laut Presseberichten bloß um THC-freien Industriehanf im Wert von gerade einmal etwa 2.000 Euro.

 

Trotz der unberauschenden Natur des Diebesguts haben die vier Cannabis-Diebe, die zwischen 19 und 22 Jahre alt sind, dennoch etwas von ihrer aufregenden Nachtwanderung: eine handvoll Anzeigen wegen Diebstahls und Einbruchs.

Das amerikanisch-mexikanische Grenzgebiet rund um Brownsville, Süd-Texas, ist ein beliebter Anlaufpunkt für Schmuggler und illegale Einwanderer aus Lateinamerika. Aus Geldnot und Verzweiflung versuchen die Menschen nicht selten, den Golf von Mexiko in improvisierten Flößen, zum Beispiel aus alten Autoteilen und Plastikflaschen, zu überqueren und hoffen, auf diesem riskanten Weg unentdeckt in die Vereinigten Staaten zu gelangen, um ein neues Leben zu beginnen.

 

Die US-Küstenwache berichtet nun von einer ungewöhnlichen Überfahrt, in der abermals eine Art selbst gebautes „Floß“ eine wichtige Rolle spielte. Die vier Männer aus Mexiko und Honduras, die von den Beamten aufgegriffen wurden, nutzten als Schwimmkörper große, mit Marihuana gefüllte Behälter, die laut Polizeibericht einen eindeutigen Geruch verströmten. Insgesamt befanden sich in den Behältnissen etwa 146 Kilogramm Weed. Die Festgenommenen gaben an, man habe ihnen ein paar hundert Dollar für den Schmuggel des Marihuana in Aussicht gestellt. Falls die Angaben korrekt sind, muss man sich ernsthaft die Frage stellen, wie verzweifelt diese Menschen sind, um ein solches Wagnis für Leib und Leben einzugehen – und das für ein paar lächerliche Kröten. Wie schlimm muss es um ihre Heimat stehen, dass selbst die USA unter Trump ein derart verlockendes Ziel darstellen?

Im Jahr 2016 sah eine Gruppe von Cannabis-Enthusiasten aus Humboldt, Kalifornien, eine einzigartige Gelegenheit, auf dem Markt, der hauptsächlich von Blüten, Vapes und Edibles dominiert wird, ein neuartiges Produkt einzuführen. Die Idee, inspiriert von den in nordischen Ländern weit verbreiteten Snus-Tabakbeuteln, war einfach, aber zu dieser Zeit überraschenderweise noch nicht existent. Die Gründer erkannten das Potenzial und begannen schnell mit der Entwicklung des ersten rauchfreien CBD-Beutels (Pouch), das THC-, tabak- und nikotinfrei ist – heute bekannt als Cannadips.

 

Was sind CBD-Pouches von Cannadips?

Cannadips CBD-Pouches sind kleine Faserbeutel, die zwischen der oberen Innenlippe und dem Zahnfleisch eingeklemmt werden, wobei die durchlässige Oberfläche die Freisetzung des Inhalts ermöglicht. Die Inhaltsstoffe im Inneren bestehen aus Breitspektrum-CBD, gepaart mit sorgfältig entwickelten Aromastoffen, die rein natürlich, gentechnikfrei, vegan und frei von Pestiziden sind. Die empfohlene Anwendungsdauer beträgt mindestens 30 bis 45 Minuten, um die Freisetzung des gesamten CBD zu ermöglichen, während die Aromen sogar bis zu zwei Stunden anhalten können. Die CBD-Pouches von Cannadips sind derzeit in den Sorten Natural Mint, Tangy Citrus und American Spice erhältlich – jeder dieser Pouches bietet ein geschmackliches Profil getreu seinem Namen, um den vollen Genuss sicherzustellen.

 

Warum Pouches?

Die in Cannabis enthaltenen Cannabinoide sind fettlöslich, was bedeutet, dass die Verbindungen entweder verbrannt oder in eine einnehmbare Form gebracht werden müssen, damit sie vom Konsumenten auch tatsächlich aufgenommen werden können. Methoden wie Rauchen und auch Vapen sind jedoch im Allgemeinen mit schädlichen Auswirkungen konnotiert und eine solche Einnahme erfordert eine längere Verarbeitung durch den Körper, wodurch gegenüber einem oralen Konsum Wirksamkeit verloren gehen kann.

Um also Abhilfe zu schaffen, arbeitete Cannadips eng mit ausgewählten Chemikern zusammen, die eine Methode entwickelten, um die Cannabinoide in den Pouches wasserdispergierbar zu machen. Mit anderen Worten, der CBD-Gehalt in Cannadips ist in Flüssigkeit bzw. in diesem Fall in Speichel löslich. Dieses wasserlösliche Format steigert die Bioverfügbarkeit des CBD und die Wirksamkeit der Absorption noch weiter. Tatsächlich ist die Bioverfügbarkeit von Cannadips CBD laut Cannadips etwa drei- bis viermal so hoch wie die von traditionellen CBD-Ölen oder -Tinkturen. Ein Beutel mit 10 Milligramm wasserdispergierbarem (oder wasserlöslichem) CBD, das im Mund absorbiert wird, ist demzufolge wirksamer als eine gleiche Menge CBD auf Ölbasis, die über den Mund eingenommen wird.

 

Die Vorteile des Pouch-Formats

Auch wenn die CBD-Pouches von Cannadips ursprünglich vom Snus-Tabakbeutel inspiriert wurden, wurde lediglich das Konzept des Beutels im Mund vollständig übernommen. Durch den Einsatz eines Beutels (Pouches) definierte Cannadips eine neue Marktnische für diejenigen, die CBD ohne jegliche Form der Inhalation und ohne unnötige Kalorienzufuhr (mit Essbarem) genießen möchten oder vielleicht einfach kein Liebhaber des Geschmacks oder der Einnahmeform von Ölen und Tinkturen sind. Die diskrete Verwendung von Beuteln gibt den Benutzern auch die Freiheit, sie jederzeit und überall zu nutzen, ohne jemanden in der Umgebung dadurch zu stören. Darüber hinaus können die Benutzer ihren CBD-Konsum nach eigenem Ermessen besser steuern, da sie die Dosierung jedes Pouches genau kennen.

 

THC-frei und laborgeprüft – bei voller Transparenz

Cannadips verwendet ein firmeneigenes Verfahren, das die wertvollen Terpen- und Flavonoidverbindungen, die in dem genutzten amerikanischen Hanf enthalten sind, bewahrt, und das enthaltene THC vollständig extrahiert, um ein hochwertiges, breitbandiges und THC-freies Endprodukt zu gewährleisten. Jede CBD-Dose von Cannadips wird mit 15 Beuteln geliefert, wobei jeder Beutel 10 Milligramm CBD enthält.

Für Cannadips ist es äußerst wichtig, die Verbraucher umfassend darüber zu informieren, was sich in jedem Beutel befindet. Daher wird jede Charge von Cannadips-CBD-Produkten ausführlich getestet, um das Cannabinoidprofil und die Potenz der Wirkstoffe zu bestimmen. Die Laborergebnisse sind online unter Cannadips.eu anhand der Chargennummer, die auf der Rückseite jeder Dose zu finden ist, leicht zu finden und jederzeit einsehbar. Jeder Laborbericht enthält auch detaillierte Angaben zu allen Inhaltsstoffen und ihren Herstellern, um den Verbrauchern vollständige Transparenz zu bieten.

 

Ein SpectrumLeaf-Unternehmen in Europa

Cannadips Europe gehört in Europa zu SpectrumLeaf, einem Unternehmen, das sich der Auswahl und Beschaffung hochwertiger CBD-Produkte verschrieben hat und sich ständig den Kundenbedürfnissen anpasst.

Die amerikanische Drogenbehörde DEA (Drug Enforcement Administration) hat über Nacht weitreichende neue Befugnisse erhalten, um „verdeckte Überwachungen durchzuführen“ und Informationen über Personen zu sammeln, die an Protesten wegen der Ermordung von George Floyd, der letzte Woche durch eine Gruppe US-Polizisten auf offener Straße zu Tode gefoltert wurde, teilnehmen.

Floyds Tod „hat im ganzen Land weit verbreitete Proteste hervorgerufen, die in einigen Fällen Gewalt und Plünderungen einschlossen“, heißt es in einem DEA-Memorandum, das „BuzzFeedNews“ vorliegt, und weiter: „Polizeibehörden in bestimmten Gegenden des Landes haben darum gekämpft, die Ordnung aufrechtzuerhalten und/oder wiederherzustellen“. Mit diesem Memo wurden am Wochenende vorübergehend weitreichende Sondervollmachten beantragt und am Sonntagnachmittag genehmigte ein hoher Beamter des Justizministeriums diese.

Zusätzlich zur „verdeckten Überwachung“ von Protestierern sind DEA-Agenten nun befugt, Informationen mit örtlichen und staatlichen Strafverfolgungsbehörden auszutauschen, einzugreifen, um sowohl Teilnehmer als auch Zuschauer der Proteste zu „schützen“, Befragungen und Durchsuchungen von Protestierern durchzuführen und Protestierende festzunehmen.

Die DEA ist eigentlich per Gesetz auf die Durchsetzung von drogenbezogenen Bundesverbrechen beschränkt und ist oft genug selbst im Fokus von Berichten über Polizeigewalt und unverhältnismäßige Einsätze. Doch am Sonntag erhielt Timothy Shea, ein ehemaliger US-Anwalt, der im vergangenen Monat zum amtierenden Verwalter der DEA ernannt wurde, von dem stellvertretenden Generalstaatsanwalt Bradley Weinsheimer die Genehmigung, über das Mandat der Behörde hinauszugehen, „um andere Strafverfolgungsaufgaben zu erfüllen“, die ganz allein Generalstaatsanwalt William Barr „für angemessen hält“ – dieser sucht die aktuellen Probleme im Land übrigens bei „anarchistischen und extrem linken Extremisten“. Okay, Grandaddy Boomer.

„Drogenvollzugsbeamte sollten keine verdeckte Überwachung der Proteste und der durch den ersten Verfassungszusatz geschützten Rede durchführen“, sagte Hugh Handeyside, ein leitender Anwalt der Bürgerrechts-Organisation American Civil Liberties Union: „Diese Art der Überwachung und des Informationsaustausches kann durchaus eine ungerechtfertigte Untersuchung von Personen darstellen, die ihr verfassungsmäßiges Recht ausüben, Gerechtigkeit zu suchen. Die Exekutive läuft weiterhin kopfüber in die falsche Richtung“.

Drei DEA-Quellen sagten gegenüber BuzzFeed News, dass sie von dem Memo beunruhigt seien und es als Beispiel dafür ansehen, dass das Justizministerium seine Macht missbraucht, um die Proteste zu diskreditieren und gegen geschützte Aktivitäten des Ersten Verfassungszusatzes vorzugehen.

Einen Tag nach der Genehmigung sagte der inzwischen schwer von seiner Geisteskrankheit gezeichnete US-Präsident Trump, dass er „alle verfügbaren Bundesressourcen – zivile und militärische – mobilisiere, um die Unruhen und Plünderungen zu stoppen, die Zerstörungen und Brandstiftungen zu beenden und die Rechte gesetzestreuer Amerikaner zu schützen, einschließlich ihrer Rechte nach dem zweiten Verfassungszusatz.“

Es gibt eine lange Geschichte, in der US-Bundesbehörden Protestgruppen infiltriert und überwacht haben – allein in den letzten Jahren zuhauf. So wurden während der Occupy-Wall-Street-Protestbewegung deren Anhänger durch das FBI überwacht. Während der Proteste in Baltimore im Jahr 2015 wegen des Todes von Freddie Gray, der in Polizeigewahrsam starb, überwachte das Heimatschutzministerium Twitter und andere soziale Medienplattformen, um „Informationen“ über die Protestierenden zu erhalten. In Ferguson, Missouri, ließ das Ministerium während der Proteste von 2014 wegen der Ermordung von Michael Brown durch einen weißen Polizeibeamten, Bundesbeamte die Protestierenden infiltrieren, um sie zu überwachen und Informationen zu sammeln.

 

Es ist mein Gesicht, Mann

Ich hab nichts Schlimmes gemacht, Mann

Bitte

Bitte

Bitte, ich kann nicht atmen

Bitte, Mann

Bitte, irgendjemand

Bitte, Mann

Ich kann nicht atmen

Ich kann nicht atmen

Bitte

(unverständlich)

Mann, ich kann nicht atmen, mein Gesicht

Stehen Sie auf

Ich kann nicht atmen

Bitte, ein Knie auf meinem Nacken

Ich kann nicht atmen

Scheiße

Ich werde

Ich kann mich nicht bewegen

Mama

Mama

Ich kann nicht

Mein Knie

Mein Nacken

Ich kann nicht mehr

Ich kann nicht mehr

Ich habe Platzangst

Mein Bauch tut weh

Mein Nacken tut weh

Alles tut weh

Ein Schluck Wasser oder so was

Bitte

Bitte

Ich kann nicht atmen, Officer

Bringen Sie mich nicht um

Sie werden mich umbringen, Mann

Kommen Sie schon, Mann

Ich kann nicht atmen

Ich kann nicht atmen

Die werden mich umbringen

Die werden mich umbringen

Ich kann nicht atmen

Ich kann nicht atmen

Bitte, Sir

Bitte

Bitte

Bitte, ich kann nicht atmen.

 

Das waren die letzten Worte von George Floyd. Zu diesem Zeitpunkt erstickte der Polizist Derek Chauvin George Floyd bereits genüsslich seit 5 Minuten und 53 Sekunden. Nach diesen letzten Worten drückte er weitere 2 Minuten und 53 Sekunden sein Knie in George Floyds Hals, der gar nichts mehr sagte und sich nicht mehr bewegte.

Schlimme Bilder gehen derzeit von den USA aus um die Welt. In vielen Teilen des Landes herrschen gerade schon fast bürgerkriegsähnliche Zustände: brennende Straßen, Plünderungen und gewalttätige Aufstände überziehen amerikanische Großstädte mit Chaos. Nachdem unmenschlichste Polizeigewalt erneut einen Afroamerikaner, George Floyd, das Leben gekostet hatte, brach der in Amerika schon lange schwelende Rassenkonflikt in Minneapolis erneut auf und dass in einer lange nicht gesehenen Heftigkeit. Die Corona-Krise, die die USA nicht zuletzt aufgrund ihres maroden Sozialsystems, härter getroffen hat (und nach wie vor trifft) als andere Länder, dürfte ebenfalls ihren Teil zur apokalyptischen Stimmung beitragen haben.

 

Im Zuge der Plünderungen hat es auch die Cannabis-Shops schlimm erwischt, wenig überraschend gehören sie zur der Art Geschäft, das man nur allzu gern mitnimmt, wenn man sich denn schon gerade einmal auf Plünderzug befindet. Social-Media-Posts zeigen verwüstete Stores, zerbrochene Scheiben und leere Regale, so etwa im Falle einer MedMen-Dispensary in Los Angeles. Wie man es jedoch von Cannabisfreunden gewohnt ist, reagieren viele Betreiber angesichts der zerstörten Ladenlokale gelassen und verweisen auf die generelle Notwendigkeit der Proteste. „Wir können unsere Stores wieder aufbauen, aber ein Menschenleben kann man nicht so einfach zurückbringen“, so etwa Berner, seines Zeichens Rapper und Chef der beliebten Cannabis-Kette „Cookies“. Bleibt zu hoffen, dass die vielen Kilos an gestohlenen Cannabis-Produkten nun wenigstens dazu beitragen können, die Lage zu beruhigen und wieder in friedlichere Bahnen zu lenken.

Trotz Corona-Pandemie wurden im US-Bundestaat Florida bereits vor zwei Wochen die öffentlichen Badestrände wiedereröffnet. Nach den Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen war der Andrang der Menschen verständlicherweise groß. Doch nicht nur Schwimmer und Sonnenanbeter bevölkerten alsbald wieder die Strände, auch „Schatzsucher“, oft mit Metalldetektoren ausgerüstet, waren neugierig, was in den Wochen der Sperrung so angespült wurde. Tatsächlich wurde einer von ihnen in der in den Keys gelegenen Stadt Marathon fündig, auch wenn es vielleicht nicht die Art Schatz war, auf den er gehofft hatte: ein großes blaues Plastikfass war angespült worden. Was sich wohl darin befand?

 

Der Inhalt: etwa 41 Kilo gut verpacktes Marihuana, das wohl für den Schwarzmarkt in der Gegend bestimmt war. Anhand der Bilder lässt sich der Zustand des Weeds nur erahnen: es wurde offenbar stark gepresst, doch die zentrale Frage ist natürlich, wieviel Salzwasser es auf seiner Reise „schlucken“ musste. In Florida ist Cannabis nur zu medizinischen Zwecken legal, die sogenannte „recreational use“, also der Freizeitgebrauch, ist dagegen illegal. Anstatt also eine zeitversetzte 420-Party am Strand zu feiern, entschied sich der ehrliche Finder stattdessen dafür, umgehend die Polizei zu informieren. Die sind derartiges Strandgut schon fast gewohnt, insbesondere zur Hurricane Saison wird immer wieder eine ganze Menge Drogen an die Strände gespült, vermutlich aus Richtung Südamerika. Zuletzt berichtete Highway im Juni 2018 von einem ähnlichen, noch spektakuläreren Vorfall.

 

Es ist kein Wunder, dass die Gruppe der Über-65-Jährigen oft große Berührungsängste beim Thema Cannabis hat. Die mediale Dämonisierung hat in den Köpfen gerade der Ältesten natürlich ihre Spuren hinterlassen. Auch in Deutschland weisen die Senioren in den entsprechenden Legalisierungs-Umfragen stets die niedrigsten Zustimmungswerte auf.

 

In den Vereinigten Staaten ändert sich das gerade. Im Zuge des legalisierungsbedingten Image-Wandels kommen viele Ältere langsam auf den Trichter, dass am verpönten „Teufelskraut“ vielleicht doch etwas dran sein könnte und dass gerade geriatrische Beschwerden wie Arthrose mit der richtigen Dosis Cannabis auf schonendem Wege gelindert werden können.

 

Mit einer auf dem Datenmaterial des National Survey on Drug Use and Health basierenden Studie (befragt wurden 14.000 Senioren) wird das Ausmaß des Umschwungs nun deutlich: war es im Jahr 2006 noch eine verschwindende Minderheit, nämlich 0,5 Prozent, die nach eigenen Angaben Cannabisprodukte nutzten, belief sich die Zahl der betagten Nutzer im Jahr 2018 bereits auf 4,2 Prozent aller Befragten. Mehr Details zur Studie, die im wissenschaftlichen Journal „JAMA Internal Medicine“ veröffentlicht wurde, gibt es hier (Login erforderlich).

 

Wer sich einen Eindruck davon machen möchte, wie schamlos Cannabis einst geächtet wurde, der kann sich unten den mittlerweile kultigen und unfreiwilllig komischen Propagandafilm „Reefer Madness" in voller Länge ansehen.