Vorgestern auf einer ganz normalen Straße in Indiana hält die Polizei einen 2017er-Ford an, da der Fahrer nicht in der Fahrspur bleibt. Bei der Kontrolle stellen die Cops fest, dass der gesamte SUV vollgepackt mit Marihuana ist – fast 40 Kilo wurden in den Kofferraum gestopft. Gegen den 51-jährigen Fahrer und seinen 42-jährigen Beifahrer wird nun ermittelt.

 

Unklar ist noch, ob das Gras aus Colorado stammt, wo der Fahrer sesshaft ist. Denn das könnte dann ein Indiz dafür sein, dass eventuell eigentlich (in Colorado) legales Cannabis über die Grenzen in amerikanische Bundesstaaten ohne eine Cannabislegalisierung gebracht werden könnte.

 

Die Polizei freute sich jedenfalls über ihren Bust und twitterte ganz aus dem Häuschen ein Foto des einkassierten Autos (siehe Foto oben) und garnierte dieses mit dem flotten Spruch: „Somebody’s 4/20 celebration is canceled“ – ja, danke auch!

56 Personen wurden im Monat März im US-Bundesstaat Illinois mit rätselhaften Symptomen in die Krankenhäuser eingeliefert. Viele der Personen bluteten aus Augen, Ohren, hatten Blut im Urin und litten zudem an Zahnfleischbluten. Eine Person (die Welt berichtet gar von zweien) starb sogar an den Folgen ihrer inneren Blutungen.

 

Für die Ärzte ist die Ursache der schaurigen Blutungssymptome nach anfänglicher Ratlosigkeit mittlerweile klar: sie gehen davon aus, dass es sich um die Folgen des Konsums von synthetischen Cannabinoiden handelt. Alle 56 Personen, die die merkwürdigen Symptome aufwiesen, hatten angegeben, zuvor eben diese konsumiert zu haben. In neun Fällen konnte man im Körper der Betroffenen die hochgiftige chemische Verbindung Brodifacoum nachweisen, im Volksmund besser bekannt als Rattengift. Der Stoff behindert die Bildung von Vitamin K im Körper, das eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung spielt. Das Illinois Departement of Public Health (IDPH) fand tatsächlich in mindestens drei Fällen Brodifacoum in synthetischen Cannabinoiden.

 

Synthetische Cannabinoide sorgten in der Vergangenheit immer wieder für Todesfälle, sind in den USA aber nach wie vor frei verkäuflich.

Immer mal wieder stolpert man im Netz über Videos von kranken Kindern, deren Zustand mit einer Dosis Cannabis verbessert werden kann. In besonderen Härtefällen kann es also durchaus die richtige Entscheidung sein, seinem Kind Cannabis als Medizin zu verabreichen, Ausnahmeregelungen vonseiten des Gesetzgebers (wie zum Beispiel im Fall einer Sechsjährigen aus Texas) bestätigen dies.



Was sich eine Mutter aus Raleigh in den USA geleistet hat, hat mit medizinischer Notwendigkeit allerdings (nach jetzigem Kenntnisstand) so ziemlich gar nix zu tun: ohne Not und begleitet von ermutigendem Gelächter, drückt die Zwanzigjährige ihrem Baby mehrfach den Blunt auf die Lippen. Schlimmer noch, dem Anschein nach handelt es sich um eine schon mehrfach durchgeführte Routine zwischen Mutter und Kind, die vergnügten Laute des Sprösslings und dessen versierte Art zu ziehen und den Rauch wieder auszublasen, lassen zumindest darauf schließen.



Da die Erziehungsberechtigte zudem tatsächlich so grenzdebil war, die Clips von ihrem kiffenden Kind auf der eigenen Facebook-Seite zu veröffentlichen, mehrten sich ziemlich schnell die Anrufe bei der zuständigen Polizeidienststelle und die Rabenmutter wurde verhaftet. Ihr steht nun eine Anklage wegen Kindesmissbrauchs und unerlaubten Besitzes von Marihuana bevor, die Kaution wurde auf 100.000 Dollar festgesetzt.

Die von Cannabis-Prohibitionisten angekündigten negativen Auswirkungen von Cannabis-Legalisierungen sind bislang nirgendwo eingetreten. Immer mehr Länder und amerikanische Bundesstaaten legalisieren Weed, ohne dass schädliche Folgen irgendwelcher Art eintreten. Nun ja, deutsche Politiker rechts der Mitte wird dies nicht darin hindern, weiterhin ihren erbärmlichen Schwachsinn in die Mikrofone zu quatschen. Aber gut, das deutsche Volk hat seine Stimme abgegeben und will die große Koalition – Glückwunsch noch einmal!

 

Die Amerikaner haben sich – dank des dortigen Wahlsystems: Hillary Clinton bekam etwa drei Millionen mehr Wählerstimmen – ebenfalls für Politik fernab der Realität entschieden und Donald Trump ins Amt gehievt. Dennoch hat dies bislang nichts an der De-facto-Cannabispolitik geändert: in 30 der 50 Bundesstaaten sowie im Regierungssitz Washington, D.C. ist der Gebrauch von Marihuana und Hasch in irgendeiner Form erlaubt.

 

Eine Studie von New Frontier Data, einem Analyse-Unternehmen für die Cannabis-Industrie, untersuchte, welche finanziellen Auswirkungen zu erwarten seien, falls Cannabis auf der Stelle in allen 50 Bundesstaaten der Vereinigten Staaten legal werden würde. Die Ergebnisse sind recht beeindruckend. Unter diesen Umständen wären bis zum Jahr 2025 eine Million Arbeitsplätze sowie Steuereinnahmen in Höhe von 105 Millionen Dollar zu erwarten.

 

Somit bleibt zu hoffen, dass die landesweite Legalisierung wahrscheinlicher ist, als ein diesbezüglicher Rückschritt, der von Trump und Justizminister Sessions angekündigt – aber bis auf Weiteres nicht umgesetzt – wurde.

Noch am Wochenende berichtete Highway über einen Polizeiobermeister aus dem Saarland, der unter anderem wegen Haschischs in seinem Spind und weiterer Drogendelikte suspendiert und letztendlich aus dem Dienst entlassen wurde.

In den USA, genauer im beschaulichen Lumberton, Mississippi, spielt sich gerade ein ähnlicher Fall ab: der Polizeichef des 2.000-Seelen-Kaffs, Shane Flynt, wurde, ganz wie sein deutscher Kollege, aufgrund von Cannabis-Konsum suspendiert. Was den Fall allerdings eine ganze Ecke spektakulärer macht, ist die Tatsache, dass doch tatsächlich ein Video existiert, das Polizeichef Flynt mit einem Bubbler oder einem Chillum beim ausgelassenen Kiffen zeigt (siehe Video ab 00:41 Min.).

Doch damit nicht genug: Der sichtlich angeheiterte Polizeibeamte wird in dem Clip nicht müde, seinen Cannabiskonsum zu feiern und sogar damit anzugeben. „Ich bin der einzige Polizeichef in Lumberton, der Weed raucht. Wer ist der Coolste hier? Ich bin der Coolste hier!“, so der scheinbar tiefenentspannte Gesetzeshüter. Detail am Rande: auf dem Video ist übrigens klar und deutlich Flynts Uniform zu erkennen, die hinter ihm an der Garderobe hängt. Den Job als Polizeichef bekleidet der Gute übrigens erst seit September 2017. Wer das Video filmte und wer es schließlich an die Öffentlichkeit brachte, ist bislang unklar.

Während die Behörden nun das aufgetauchte Video ausgiebig prüfen wollen, bleibt der reuige Polizeichef, der zerknirscht auf eine zweite Chance hofft, bis auf Weiteres bei vollen Bezügen suspendiert.

Girl Scout Cookies – so heißt eine der berühmtesten Cannabis-Sorten der Welt, die vor allem in den Vereinigten Staaten besonders beliebt ist. Die USA, das ist auch der Ort, wo die „echten“ Girl Scout Cookies herkommen. Das sind nämlich ins Deutsche übersetzt eigentlich nichts anderes als Pfadfinderinnen-Kekse. Und in Übersee ist es seit 1917 Tradition, dass die Pfadfinderinnen zu bestimmten Terminen massenweise durchs Land ziehen und ihre Kekse verkaufen, um ihren Verband zu unterstützen und Preise für die fleißigsten Verkäuferinnen einzuheimsen.

 

Und solch einen Preis wollte eine kleine Pfadfinderin aus der Nähe von San Diego wohl dringend gewinnen. Normalerweise ziehen die Girl Scouts von Haus zu Haus, um ihre Ware an den Mann und die Frau zu bringen. Doch offenbar überlegte sich das Mädchen genau, wie man die Umsätze steigern kann – ihre Idee: dort hingehen, wo die Kiffer sind und diesen die Kekse anbieten. Denn Kiffer sind hungrig, Kiffer sind freundlich und Kiffer lieben Girl Scout Cookies und Wortspiele.

 

So ließ sich die Pfadfinderin laut „San Diego Union-Tribune“ von ihrem Vater vor die Dispensary „Urbn Leaf“ in San Diego fahren und bot vor der Tür ihre Ware feil. Mit extremen Erfolg: 312 Boxen mit den Pfadfinderinnen-Keksen konnte sie dort verkaufen. Doch ob sie nun einen Preis für fleißiges Verkaufen bekommen wird oder nicht, hängt von der derzeitigen Untersuchung des Pfadfinderinnen-Verbandes ab – denn sollte sie sich auf dem Gelände der Dispensary aufgehalten haben, und nicht auf der davorliegenden Straße, hätte sie gegen die Verkaufsregeln verstoßen.

Diese Woche berichtete die „Washington Post“ von einem Vorfall aus New Mexico in den USA: eine neunjährige Schülerin brachte Bonbons mit in die Schule – doch nicht irgendwelche, sondern THC-haltige, die den Eltern der Fünftklässlerin verschrieben wurden (was in New Mexico seit 2007 möglich ist).

 

Nicht, dass die Eltern ihr die Bonbons gegeben hätten, aber als die Schülerin diese entdeckte, nahm sie sie mit in die Schule, ohne zu wissen, dass es sich um Cannabisprodukte handelte. Einige der Edibles verschenkte sie an insgesamt fünf Mitschüler, sie selbst gönnte sich gleich fünf der THC-Fruchtgummis.

 

Damit hatte sie auch am meisten intus und so wurde ihr während des Unterrichts recht schnell schwindelig, sodass sie zur Schulkrankenschwester musste, die den Zusammenhang dann herstellte. Das war aber erfreulicherweise auch schon die schlimmste Nebenwirkung, die die Kinder erleiden mussten.

 

Denn von den anderen fünf Kindern, die ausgemacht und befragt wurden, äußerte sich nur ein weiteres über Unwohlsein, die anderen vier merkten erstaunlicherweise entweder überhaupt nichts oder waren lediglich ein wenig alberner als üblich.

 

Wir hoffen, wir müssen niemandem unserer Leser erklären müssen, dass das nicht lustig ist und erst recht nicht, dass man seine (in Mitteleuropa ja eh rar gesäten) Edibles auf keinen Fall dort lagern sollte, wo Kinder rankommen könnten.

Zum Jahresanfang hat gerade erst der größte Bundesstaat der USA, Kalifornien, die komplette Legalisierung von Cannabis für alle Volljährigen umgesetzt (wir berichteten) – ein eigentlich tolles Signal für die gesamte Legalisierungsbewegung weltweit, wäre doch Kalifornien nach den USA im Ganzen, China, Japan und Deutschland die fünftstärkste Wirtschaftsmacht der Erde, wenn es ein eigenes Land wäre.

 

Doch im Laufe des gestrigen Tages gab es wirklich schlechte Nachrichten aus den Vereinigten Staaten zu vermelden. Wie wir kurz nach der Amtseinführung von Donald Trump als Präsident der USA im Februar 2017 berichteten, kündigte dieser beziehungsweise sein damaliger Sprecher Sean Spicer an, gegen den Verkauf von Freizeit-Cannabis im Land vorzugehen. Seitdem gab es allerdings keine Schritte gegen die blühende Cannabis-Legalisierung und weitere Bundesstaaten haben in der Zwischenzeit Legalisierungen beschlossen oder umgesetzt.

 

Doch nun machte Jeff Sessions, amtierender Justizminister der USA und bekannt für noch moderate Aussagen wie „gute Menschen rauchen kein Marihuana“, am gestrigen Tag eine Direktive der Obama-Regierung (das „Cole Memo“) aus dem Jahr 2013 rückgängig, die alle Angestellten des Justizministeriums, also die Staatsanwälte im ganzen Land, anhielt, nicht gegen Cannabis-Unternehmen vorzugehen. Denn wie bekannt ist, ist Cannabis in den USA auf Bundesebene nicht legal – sondern nur von den jeweiligen Bundesstaaten legalisiert. Dieser Widerspruch wurde bislang durch die Direktive gelöst: jeder (Bundesstaat) durfte machen, was er wollte.

 

Doch ab sofort darf theoretisch das FBI oder die DEA wieder jederzeit in jedem Cannabis-Unternehmen einfallen, Gras und Gelder beschlagnahmen und die Angestellten in den Knast stecken. Ob und in welchen Ausmaßen das passieren wird, muss die nächste Zeit zeigen. Dass negative Änderungen anstehen, möchte aber anscheinend niemand so recht glauben: der Cannabis Stock Index, der die Preise von 75 börsennotierten Cannabis-Unternehmen zusammenfasst, fiel nach der Schreckensnachricht bloß um 13,3 Prozent.

Wie es bis Jahresanfang schien, ist der Vormarsch von Cannabis in den USA nicht mehr aufzuhalten (nun gab es jedoch nach wenigen Tagen im Jahr doch auch schlechte Nachrichten zu vermelden). Seit dem 1. Januar dürfen jedenfalls auch die Bürger des größten US-Bundesstaats Kaliforniens ganz legal ihrer Vorliebe für Marihuana frönen. Wie zu erwarten war, ist der Andrang riesig und Tausende neue Arbeitsplätze (sind im Begriff zu) entstehen. Unzählige Stars und Promis haben in den letzten Jahren Flagge gezeigt und kräftig mitgeholfen, das durch konservative Propaganda angekratzt Image der vielfältigen Nutz- und Heilpflanze Hanf wieder geradezurücken.

 


Dies tat auch CNN-Nachrichtensprecherin Randi Kaye aus Denver in Colorado, als sie während einer Live-Schaltung am Silvesterabend von den Feierlichkeiten berichtete: denn in ihrer Hand hielt die gut gelaunte Moderatorin einen schönen Joint, den sie auch noch demonstrativ in Richtung der Fernsehzuschauer reichte. Wie zu erwarten war, gab es für die Aktion aus rechter Ecke einigen Gegenwind. So verkündete unter anderem beispielsweise Fox-News-Moderatorin Laura Ingraham auf Twitter öffentlich ihren Unmut, was in Anbetracht des zutiefst reaktionären Senderprofils aber keinen überraschen dürfte. Letztendlich sollten sich alle Beteiligten mal wieder etwas beruhigen, schließlich hat Kaye ja noch nicht mal einen Zug genommen.

 

Und wenn doch, hätte sie bestimmt nicht inhaliert…

Und der nächste Promi steigt ins Cannabusiness ein: Ex-Schwergewichts-Weltmeister Mike Tyson möchte auch am legalen Cannabis-Boom partizipieren und sicherte sich in Kalifornien, wo seit gestern die Legalisierung von Marihuana und Haschisch in die Tat umgesetzt wurde, eine Anbaufläche in der Größe von 35 Football-Feldern. Dort soll in Zukunft Marihuana angebaut werden, wie „sport.de“ berichtete. Außerdem soll auf dem Gelände auch eine Art Cannabis-Uni mit Anbau-Kursen ins Leben gerufen werden. Berührungsängste mit dem Thema Betäubungsmittel scheint der Ex-Boxer, der nach wie vor den Rekord als jüngster Schwergewichts-Weltmeister hält, sowieso nicht zu haben: In seiner Autobiografie gesteht Iron Mike, einige Profikämpfe unter dem Einfluss von Kokain und Marihuana bestritten zu haben.