Wird das Weiße Haus unter Donald Trump zum Angriff auf die in von verschiedenen Bundesstaaten legalisierte Cannabis-Industrie blasen? Trumps Sprecher Sean Spicer kündigte genau das Donnerstagabend an.

 

Viele Amerikaner dachten, Trump hätte bei dem ganzen rassistischen Verhalten, Lügen und Grabschen gar keine Zeit sich um Kleinigkeiten wie Gras wieder zu verbieten zu kümmern.

 

Aber das ist offenbar falsch: Auf einer Pressekonferenz am Donnerstag sprach sein Presse-Sprecher Sean Spicer schockierende Worte für die amerikanische Cannabisindustrie. Zwar im üblichen Trump-Duktus, also drohend, lügend und reichlich unkonkret, sodass noch Platz für Hoffnungen bleibt, aber dennoch sind dies äußerst schlechte Nachrichten.

 

Lange Zeit war unklar, welche Position Donald Trump als Präsident zu Cannabis einnehmen wird. Zwar ließ sein sonstiges Verhalten und die Wahl seiner Berater und Untergebenen nichts Gutes erwarten, allerdings war Trump schon einmal positiv bezüglich medizinischem Marihuana zitiert worden und Anfang der 1990er-Jahre hatte er sogar öffentlich die Legalisierung sämtlicher Drogen gefordert.

 

Zudem sorgt legales Marihuana für hohe Steuereinnahmen und erschafft neue Arbeitsplätze, während es praktisch keinerlei Probleme verursacht. Eigentlich alles Dinge, die jemandem wie Trump gefallen sollten.

 

Aber von wegen. Trumps Sprecher Sean Spicer kündigte nun an, dass mit umfassenden Razzien gegen die Freizeit-Cannabis-Industrie gerechnet werden müsse. „Recreational marijuana“ sei im Gegensatz zu medizinischem Marihuana vom Weißen Haus unerwünscht und man könne von Maßnahmen durch die Drogenbehörde DEA und das Justizministerium der USA ausgehen, auch wenn die letzte Entscheidung dort gefällt werden soll.

 

Der neue Justizminister Jeff Sessions, der seit dem 9. Februar im Amt ist, ist allerdings ein Wunschkandidat Trumps, der in letzter Zeit mit unangenehmen Äußerungen aufgefallen ist, so etwa: „Gute Menschen rauchen kein Marihuana.“ oder aber „Wir brauchen in Washington endlich Erwachsene, die sagen: Marihuana ist nichts, was legalisiert werden sollte, sondern ist in Wirklichkeit etwas sehr Gefährliches.“ Traurige Berühmtheit erlangte Jeff Sessions mit dieser Aussage: „Ich dachte der Ku-Klux-Klan wäre okay, bis ich herausgefunden habe, dass sie Marihuana rauchen.“

 

Der Hintergrund ist, dass auch wenn Cannabis – teilweise bereits seit 2014 – in acht der fünfzig amerikanischen Bundesstaaten sowie in der Bundeshauptstadt Washington, D.C. vollständig legalisiert wurde, dies auf Bundesebene nicht geschehen ist. Und die Bundesebene der Vereinigten Staaten von Amerika sticht in diesem Fall sozusagen die Entscheidungen der einzelnen Staaten. Theoretisch könnte (und konnte auch in der Vergangenheit) die Bundesdrogenbehörde DEA jederzeit in alle Unternehmen, die in direktem Zusammenhang mit der Produktion und dem Verkauf von Marihuana stehen, einfallen, alles konfiszieren und zerstören und damit das Experiment von legalem Cannabis in den USA um viele, viele Schritte zurückwerfen.

 

Dies wäre im Bereich des medizinischen Marihuanas nicht so ohne Weiteres möglich, allerdings trennte Spicer hier auch scharf und machte deutlich, dass seine Drohungen nicht das Thema medizinisches Marihuana betreffen würden. Das macht seine Aussagen aber kaum besser.

 

Im Gegenteil – es kam sogar noch schlimmer. Allen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Trotz behauptete er, dass Marihuana schuld an der derzeitigen landesweiten Heroin-Epidemie sei. Nicht die Industrie-finanzierte Ärzteschaft, die viel zu viele Opiate verschreibt, wird dafür verantwortlich gemacht, sondern Marihuana sei verantwortlich dafür, dass die Menschen ihre Schmerzmittel überdosierten und in die Heroin-Sucht rutschten. Solche Aussagen im 21. Jahrhundert sind wirklich zum Verzweifeln.

 

Eigentlich wäre unsere heutige Meldung auch gewesen, dass die Cannabis-Industrie in den Vereinigten Staaten neuesten Berechnungen zufolge in den nächsten drei Jahren 300.000 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen wird. Aber Donald Trump, der ankündigte zuhauf neue Arbeitsplätze zu schaffen, scheint diese lieber serienweise zerstören zu wollen.

 

Es bleibt zu hoffen, dass dies ein leeres Versprechen bleibt, auch wenn die Zeichen schlecht zu stehen scheinen. Die Marihuana-Industrie ist der mit Abstand am schnellsten wachsende Industriezweig der USA und produziert Millionen über Abermillionen an Steuereinnahmen. Auch gibt es Millionen von Cannabisrauchern, die sich dies mit Sicherheit nicht bieten lassen möchten. Und einige aus der Cannabis-Industrie würden mit Sicherheit vor die Gerichte ziehen, was zusammen mit zu erwartenden Protesten für einige längere Medienaufmerksamkeit sorgen könnte.

 

Umfragen zufolge sind 71 Prozent der Amerikaner für eine vollständige Legalisierung von Marihuana. Dies bedeutet, dass auch mindestens 40 Prozent der Trump-Wähler für eine Cannabislegalisierung sind. Und da die Zustimmungswerte des Präsidenten zuletzt bei mageren 41 Prozent standen, bleibt die Hoffnung, dass er diese durch solch wahnsinnigen Schritte nicht noch weiter senken lassen möchte.

 

Quellen:

Hightimes.com – White House Warns: Fed Crackdown on Recreational Marijuana Coming

Merryjane.com – Trump Administration Signals a Crackdown on Recreational Marijuana

Marijuana.com – Sean Spicer: Expect Greater Enforcement on Recreational Marijuana

Ideen muss man haben! Mexiko ist bekannt dafür, allerhand Drogen – darunter auch viele Tonnen an Marihuana – in die Vereinigten Staaten zu exportieren, illegalerweise versteht sich. Und auch wenn aufgrund der Legalisierungen in den USA der Marihuana-Markt für die Mexikaner schon ganz schön geschrumpft ist und sich die Drogenkartelle daher wieder vermehrt auf Heroin und Kokain konzentrieren, wird immer noch eine Menge Weed nach Amerika geschmuggelt.

 

Oft geschieht dies in Tunneln, aber vielleicht wollten sich einige Mexikaner schon einmal auf die riesengroße, von US-Präsident Donald Trump angekündigte Mauer vorbereiten. Denn einige findige Marihuana-Schmuggler bauten einen Katapult, mit dem Weed-Packen über die Grenze geschleudert werden sollten – und auch tatsächlich wurden.

 

Dies ist der Original-Katapult, um den es sich handelt.

 

Doch gerade als die Weed-Schmuggler am vorvergangenen Freitag dabei waren, ihre heiße Ware durch die Gegend zu schießen, näherten sich auf der amerikanischen Seite (im Bundesgebiet Arizona) zufällig einige Grenzschützer. Dies veranlasste die Menschenmenge auf der mexikanischen Seite zur unmittelbaren Flucht, wie die amerikanische Grenzschutzbehörde CBP meldete.

 

Daher schauten die US-Grenzwächter dort nach dem Rechten und entdeckten den Katapult auf der mexikanischen Seite. Daraufhin wurde die amerikanische Seite abgesucht und tatsächlich wurden über 23 Kilogramm Marihuana gefunden, die mit diesem Gerät rübergeschossen wurden. Das Weed kam in zwei Paketen herüber. Wie viel eventuell aber schon abtransportiert wurde und ob die Lieferung eigentlich noch viel größer werden sollte, ist nicht bekannt.

 

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Gras vom Schwarzmarkt kann natürlich immer verunreinigt sein. Aber wer sein Marihuana aus der Apotheke oder einer legalen Ausgabestelle bezieht, erwartet eigentlich, dass es sich um geprüfte oder zumindest saubere Ware handelt. Aus Kanada wurde aber nun Erschreckendes gemeldet. Dort wurde mit Pestiziden verseuchtes Marihuana in Umlauf gebracht und an Patienten ausgegeben, die legales medizinisches Marihuana einkauften.

 

Gleich drei große Cannabisproduzenten (Mettrum, OrganiGram und Aurora Cannabis) riefen ihre Ware zurück, als entdeckt wurde, dass in großen Mengen ihrer Cannabisblüten das verbotene Pestizid Myclobutanil enthalten war. Dies darf nicht erhitzt werden, da es sonst krebserregend und anderweitig gesundheitsschädlich ist – natürlich schlecht beim Produkt Marihuana. Ein ehemaliger Mitarbeiter der Firma Mettrum berichtete der Zeitung „The Globe and Mail“, dass dies seit 2014 Methode hat.

 

Nun wurde also verseuchtes Marihuana im Wert von über einer Million kanadischer Dollar vernichtet. Für die Zukunft wurde von der kanadischen Gesundheitsbehörde angekündigt, stichprobenartig bei den insgesamt 38 lizenzierten Cannabisproduzenten den Einsatz verbotener Substanzen zu überprüfen. Das hört sich nicht gerade nach starken Kontrollen auch, auch wenn es besser ist, als die bisherige Regelung: Denn da wurde einfach gar nicht geprüft.

 

So ähnlich verhält es sich in den USA. Wie die „Pharmazeutische Zeitung“ meldet, kam eine Untersuchung jetzt zu dem Ergebnis, dass medizinisches Marihuana aus den USA häufig mit Bakterien und Pilzen kontaminiert ist, was sich beim Rauchen natürlich schlecht auf die Gesundheit der nun mal bereits gesundheitlich geschädigten Personen auswirkt. Dieser Umstand ist darauf zurückzuführen, dass es keine bundeseinheitlichen Kontrollen zur Qualität von medizinischem Cannabis gibt.

 

Auch wenn die Regelungen für medizinisches Cannabis, das ja nun auch in den nächsten Wochen in Deutschland auf Rezept kommen wird, in Deutschland vermutlich um einiges strenger gestaltet sein werden als in manchen amerikanischen Bundesstaaten, gibt es doch einen Vorteil für das deutsche Cannabis zu vermelden: Laut der „Pharmazeutischen Zeitung“ wird medizinisches Cannabis in Deutschland in pharmazeutischer Qualität vorliegen müssen, um von der Cannabisagentur vertrieben werden zu können. Dies schließt natürlich eine Belastung durch Schadstoffe und Keime aus.

Klar, als regelmäßige/r und langjährige/r Cannabiskonsument/in kennt man das Problem vermutlich im Grundsatz: Man hat gerade einen superdicken Joint geraucht und dann – das Telefon klingelt, jemand steht vor der Tür, der Briefkasten quillt über. Irgendjemand möchte etwas von einem, aber man selbst ist da gegenteiliger Meinung. Also: Klingel Klingel sein lassen, Telefon auf lautlos und am Briefkasten mit gesenktem Blick vorbeigeschlichen. Keine dauerhafte Lösung, aber für den Moment total praktisch.

 

Manch einer ignoriert sogar die Steuerbehörden auf diese Art. Doch das ist eine ziemlich schlechte Idee, wie ein aktuelles Beispiel aus dem US-Bundesstaat Washington zeigt: Eines der 955 Unternehmen, die eine Cannabisanbau-Lizenz erhalten haben, namentlich Nine Point Growth Industries, startete 2014 mit der Produktion von Marihuana. Es war erst die zweite Firma mit einer Lizenz zum Anbau von Cannabis in Washington und verdiente in der Anfangszeit ab 2014 einiges Geld mit dem Verkauf von Marihuana an die Dispensaries.

 

Auch bis letzten Monat liefen die Geschäfte bei Nine Point Growth Industries eigentlich gut. Aber ans Steuern zahlen hat sich dort anscheinend niemand gewöhnt: Laut der Zeitung „Kitsap Sun“ hatte die Firma insgesamt Schulden von 112.000 Dollar aus dem Verkauf von Marihuana im Wert von knapp einer Million Dollar. Man zahlte immer nur ein kleines bisschen davon und lies den Schuldenberg ansteigen – insgesamt gab es acht Verwarnungen für das Unternehmen von der Steuerbehörde.

 

Im Januar gab es dann eine vorletzte Verwarnung: 29.000 Dollar her oder der Laden wird dicht gemacht. Und? Genau... keine Reaktion von Nine Point Growth Industries. Also wurde die allerletzte Warnung verschickt: Verkauft alles, was ihr auf Lager habt und gebt uns das Geld. Aber auch das geschah nicht.

 

Also marschierten nun die Beamten in dem Unternehmen ein und nahmen 2.000 Cannabispflanzen mit, die anschließend wie in den besten Zeiten des Kriegs gegen die Drogen verbrannt wurden. Und die Moral von der Geschicht? Bist du dicht – zahl trotzdem.

 

Wir haben zwar kein Video von der Verbrennungs-Aktion aus Washington am Start, aber dafür können wir euch vielleicht mit diesem Video erheitern: der Grasberg, der verbrannt wird, ist zwar um einiges kleiner, aber dem Bullen fliegt trotzdem der Hut vom Kopf...

Cannabis sollte auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz schnellstens legalisiert werden – mindestens für medizinische Zwecke. Morgen wird es im deutschen Bundestag eine Abstimmung zu Cannabis als Medizin geben. Ab dem frühen Nachmittag werden wir euch direkt hier auf unserer Website über diese Cannabis-Entscheidung informieren.

 

In den USA ist Cannabis schon in einigen Bundesstaaten legalisiert, medizinisches Cannabis steht sogar grob der Hälfte der Bevölkerung zur Verfügung. Dies führt nicht nur zu schönen Gefühlen und Erlebnissen, sondern auch zu schönen Statistiken:

 

Forscher der Universität von Iowa untersuchten den Cannabiskonsum der über 50-jährigen Amerikaner. Dabei kam heraus, dass während im Jahr 2000 bloß ein Prozent der über 50-Jährigen Marihuana und Haschisch konsumierte, waren 2012 bereits 3,9 Prozent der älteren Semester Cannabiskonsumenten. Eine Umfrage des „National survey of drug use and health“ ergab, dass sogar 5 Prozent der Ü50-Generation Cannabis konsumieren würden.

 

Dass die aktuelle Generation der Menschen über 50 Jahren sozusagen schon von Haus aus eine lockerere Einstellung zu Hasch und Marihuana hat (etwa durch die Hippiezeit), soll aber nicht der einzige Grund für den großen Zuwachs an Cannabisfreunden unter älteren Menschen sein. Da Cannabis in Amerika als Medizin für die verschiedensten Einsatzzwecke anerkannt ist, sollen über 10 Prozent der Konsumenten Cannabis auf ärztlichen Rat nutzen. Über die Hälfte der älteren Menschen nutzen Marihuana und Haschisch hingegen ausschließlich zur Entspannung. Die meisten der Cannabiskonsumenten über 50 Jahren gebrauchen Cannabis übrigens nicht öfter als jeden zehnten Tag.

Anfang des Monats berichteten wir von dem kleinen Scherz, der zum Jahreswechsel die gesamte Cannabis-Welt (und auch darüber hinaus) verzückte: Der weltberühmte Hollywood-Schriftzug wurde in der Nacht zum 1. Januar 2017 von einem großen Cannabis-Fan von Hollywood in Hollyweed umgeändert. Dass Weed nicht nur in Amerika für Marihuana steht, müssen wir unseren Lesern dabei wohl nicht mehr erklären.

 

Jetzt gibt es zwei neue Erkenntnisse im Hollyweed-Vorfall: Und zwar bekannte sich der Verursacher dieser Aktion – es war der 30-jährige Zachary Cole Fernandez, der das „WOOD“ mithilfe einiger Plastikfolien in „WEED“ umänderte. Er erschien in Begleitung seines Anwalts auf dem Polizeirevier. Am 15 Februar muss Zach Fernandez nun vor Gericht erscheinen und sich dort vermutlich zunächst wegen unerlaubtem Betreten fremder Grundstücke rechtfertigen. Als Gründe für seine Tat gab Fernandez an, etwas Positives in die Welt bringen und an die praktisch gleiche Aktion des Kunststudenten Daniel Finegood aus dem Jahr 1976 erinnern zu wollen.

 

Twitter

 

Unterm Strich wird sich diese Weed-Aktion für ihn aber gelohnt haben – denn die Strafe wird nicht all zu hoch ausfallen. Die Belohnung hingegen schon: Nicht nur, dass Cannabis-Schwergewicht Tommy Chong den jungen Mann zum Weed rauchen eingeladen hat, was schon Belohnung genug wäre, nein, außerdem schenkte Chong dem Hollyweed-Guy auch noch ein Pfund Marihuana. Na wenn sich der Ausflug mal nicht gelohnt hat...

Marihuana gratis! Und zwar nicht zu knapp! Mindestens ein Kilo des edlen Krauts der Cannabispflanze wird am Tag der Amtseinführung von Donald Trump als Präsident der Vereinigten Staaten (am 20. Januar) verschenkt. Aus diesem Kilo werden exakt 4.200 Joints gedreht, die dann durch die Legalisierungs-Initiative DCMJ auf dem Dupont Circle, einem Platz in der Innenstadt von Washington, D.C. kostenlos verteilt werden.

 

Die Initiative DCMJ ist maßgeblich für die Legalisierung in der Bundeshauptstadt Washington, D.C. (nicht zu verwechseln mit dem Bundesstaat Washington, wo Cannabis ebenfalls legalisiert wurde) verantwortlich. Allerdings ist in Washington, D.C. der Verkauf immer noch nicht gestattet – der Anbau und das Verschenken allerdings schon, sodass die Aktion bis zu dieser Stelle komplett legal ist.

 

Allerdings wird auf der oben verlinkten Website von DCMJ dazu aufgefordert, genau wenn die Rede des neuen Präsidenten Trump bei 4 Minuten und 20 Sekunden angelangt ist, die Joints dann auch anzuzünden (übrigens um etwa 10 Uhr morgens). Dies ist dann allerdings illegal, da der Konsum von Cannabis in der Öffentlichkeit verboten ist.

 

Sinn und Zweck dieser Aktion ist das Aufmerksammachen auf den schweren Stand, den Cannabis trotz vieler Erfolge in den letzten paar Jahren in Amerika immer noch hat. Denn auch wie Trumps Meinung zu Cannabis aussieht, ist noch unklar – medizinisches Marihuana scheint er in Ordnung zu finden, Cannabis zum Freizeitspaß ist ihm aber anscheinend doch nicht so geheuer. Auch die Benennung von Jeff Sessions zum Justizminister ist ein schlechtes Zeichen für Cannabis in den USA.

 

In der aktuellen und gerade erschienenen Print-Ausgabe unseres Magazins Highway – Das Cannabismagazin widmen wir uns zu großen Teilen den neuen Cannabis betreffenden Entwicklungen in den USA, etwa mit den Ergebnissen der Volksabstimmungen aus dem November, den neuen Legalisierungsstaaten, die 2017 Cannabis legalisieren, oder wie man sich in einer amerikanischen Cannabis-Dispensary benimmt (und wie besser nicht). Eine solche Dispensary haben wir auch in Oregon für euch besucht und berichten im aktuellen Magazin ausführlich für euch darüber. Dies und vieles mehr findet ihr hier:

 

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Cannabis ist Medizin! Und zwar eine die wirkt – sogar indirekt: denn eine Studie der New Yorker Columbia-Universität zeigt nun auf, dass in den amerikanischen Bundesstaaten, in denen medizinisches Marihuana legalisiert wurde, die Zahl der Verkehrstoten gegenüber dem Durchschnitt um 11 Prozent sinkt.

 

Wie die „Washington Post“ berichtet, ist der größte Rückgang unter den Verkehrstoten in der Altersgruppe zwischen 15 und 44 Jahren auszumachen. Silvia Martins – eine der Autorinnen der Studie – vermutet, dass durch die Legalisierung von medizinischem Cannabis der allgemeine Gebrauch von Alkohol zurückgeht, was sich wiederum positiv auf die Zahl der Verkehrsunfälle auswirkt.

 

Die Studie wertete Daten der Jahre 1985 bis 2014 aus und berücksichtigte zahlreiche Faktoren wie Geschwindigkeitsgrenzen, Handy-Verbote, gesetzliche Regelungen zum Anschnallen und dergleichen. Die Abweichungen zwischen den verschiedenen Legalisierungs-Staaten sind teilweise recht hoch – in manchen der 23 Staaten plus Washington, D.C. ist kein Rückgang der Verkehrstoten zu vermelden, wohingegen in Kalifornien die Anzahl um 16 und in New Mexico sogar um 17,5 Prozent sank.

 

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Nach Jahrzehnten der Prohibition hat die Legalisierung von Cannabis im US-Bundesstaat Oregon eine Goldgräberstimmung ausgelöst. Der Unternehmer Jeremy Plumb kifft seit seiner Jugend. Nun will er die Droge neu erfinden und damit weltweit eine medizinische Revolution auslösen. Eine Reportage von Dominik Wurnig.

 

Jeremy Plumb wandert mit schnellen Schritten zwischen den kleinen Tischen der Little-T-Bäckerei im Südosten von Portland hin und her. Am Handy spricht er hektisch mit seinem Geschäftspartner – es gilt, schnell Entscheidungen zu treffen. Mit seiner engen Hose, dem lockeren Hemd und der großen Hornbrille sieht er aus wie einer der vielen Hipster hier in Portland. Als er endlich das Telefon zur Seite legt und mich – den Journalisten aus Deutschland – begrüßt, wird er noch aufgeregter. Er will mich von seiner Vision überzeugen: der Neuerfindung von Cannabis. Wie ein Wasserfall strömen die Modeworte über mich (start healing yourself, enhancement drug, re-shaping the conversation, organic, sustainable, craft revolution, cannabis culture, once in a lifetime opportunity).

 

Während mein Eistee ausgetrunken und mein Mohnkuchen längst aufgegessen ist, hat Plumb sein Getränk noch nicht mal angerührt. Zu beschäftigt ist er damit, mir von seinem Plan zu erzählen. Jeremy Plumb ist kein 08/15-Unternehmer – er ist legaler Grasdealer, betreibt ein Cannabis-Labor, und ein hochmodernes Glashaus zum Marihuana-Anbau wird demnächst gebaut. Plumb hat als Start-up-Gründer gelernt, innerhalb kurzer Zeit sein Gegenüber von seinen Plänen zu überzeugen. „Ich habe alles andere aufgegeben, um an dieser Innovation zu arbeiten“, sagt Plumb. „Dieses Modell der kleinen, handwerklichen Marihuana-Bauern, das wir in Oregon erschaffen wollen, kann weltweit wiederholt und exportiert werden.“ Nach einer Stunde greift er schließlich wieder zum Telefon, um die eingegangen Nachrichten abzuarbeiten. Zu viel steht auf dem Spiel, um sich aufhalten zu lassen.

 

Kiffen ist in Oregon erlaubt

Nach der Legalisierung von medizinischem Marihuana dürfen seit Oktober 2015 Erwachsene im Westküsten-Bundesstaat Oregon Gras auch für die Freizeitnutzung (Englisch: recreational use) anbauen, verkaufen und konsumieren. Obwohl nun erlaubt, ist der Kampf aber noch nicht gewonnen. Denn was hier legal ist, bringt einen in den meisten Bundesstaaten der USA noch immer ins Gefängnis. Die Bundesregierung könnte auch theoretisch jederzeit ihre Haltung ändern und den Grasbauern und -dealern durch die Bundesdrogenpolizei DEA die Geschäftsgrundlage zerstören. Denn nach dem Bundesgesetz ist Marihuana nach wie vor strafbar. Die Cannabis-Verkaufsläden in Oregon sind mit enormen bürokratischen und steuerlichen Hürden konfrontiert, da die Bundesregierung sich weiter gegen die Freigabe von Marihuana stellt. Wie die Entwicklung im Jahr 2017 unter dem neuen Präsidenten Donald Trump weitergeht, wird sich noch zeigen. Parallel zu seiner Wahl wurde am 8. November in vielen weiteren Staaten Cannabis zu freizeitlichen und medizinischen Zwecken legalisiert (wir berichten in der aktuellen Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin ausführlich darüber), was den Druck auf die neue Regierung unter Trump, Marihuana flächendeckend zu legalisieren, erhöhen dürfte, beziehungsweise ihm diese Entscheidung leichter machen könnte.

 

Noch fehlt es an klaren Regeln, denn die ersten Erfahrungen im Umgang mit erlaubtem Cannabis werden nach Jahrzehnten der Prohibition gerade erst gemacht. Die nächsten Jahre werden entscheiden, ob die liberale Drogenpolitik einiger Bundesstaaten (neben Oregon auch Colorado, Alaska und Washington State sowie die Hauptstadt Washington, D.C.) erfolgreich ist und womöglich für die ganzen USA, aber auch Deutschland zum Vorbild werden könnte. Seit dem 8. November 2016 steht nun fest, dass auch Kalifornien, Maine, Massachusetts und Nevada Cannabis für Erwachsene freigeben. Wenn allerdings das liberale Experiment Probleme schaffen sollte, statt sie zu lösen, könnte es auch schnell wieder vorbei sein. Die Protagonisten der Cannabis-Szene in Portland sind sich des engen Zeitfensters bewusst: Jetzt oder nie gilt es, die Grundlagen zu schaffen für einen modernen Umgang mit der Droge. Ein biologisches, nachhaltiges und lokal produziertes Qualitätsprodukt schwebt Jeremy Plumb und seinen Partnern vor. Das Feld soll weder den großen Pharmakonzernen noch der Tabakindustrie überlassen werden. In der Hipster-Hauptstadt Portland, wo jeder Craftbeer trinkt, es zum guten Ton gehört, seine eigenen Bio-Hühner zu halten, wo Vintage-Kleidung sowie Bärte schick sind, da wird Gras wie ein guter Wein verkauft: Weg vom Kiffer-Image hin zum Lifestyle-Produkt, das die Gemütslage steuert und Spaß macht.

 

Gras aus der Edelboutique

Ein grün leuchtendes Kreuz im Schaufenster und ein kleines rotes Schild: Man könnte leicht an Farma“ vorbeifahren, denn das Understatement ist Programm. Die Dispensary (so heißen die lizenzierten Gras-Läden in den Vereinigten Staaten) von Plumb und seinen drei Partnern ist das Herzstück ihres Plans, Cannabis neu zu erfinden. Das Geschäft sieht anders aus, als es sich jemand ohne Berührungspunkte, aber dafür mit den gängigen Klischees im Kopf, vorstellen würde: Bob-Marley-Poster, Kiffer-Devotionalien, Reggaemusik und verruchte Atmosphäre sucht man hier vergeblich. Stattdessen weiße Wände, blitzblankes Glas, dunkles Holz, elektronische Musik: Farma erinnert eher an einen Apple-Laden. Die Verkäufer sind kompetent, redegewandt, freundlich, und nebenbei sehen sie auch noch ziemlich gut aus: bemalte Haut, getrimmte Bärte, gepiercte Haut. Die Wochenzeitung „Williamette Week“ beschreibt Farma so: Bring deine Babyboomer-Eltern an diesen Ort, dann verstehen sie, dass Cannabis tatsächlich eine Medizin ist – und werden es lieben.

 

Ziel all dieser Bemühungen ist es, das Image von Cannabis zu ändern. Im Narrativ der Prohibition war Cannabis etwas Trauriges, Gefährliches und Negatives, sagt der Mitbegründer von Farma, Sam Heywood: „Wir haben viel Zeit damit verbracht, den Schaden wieder gutzumachen.“ Dass es nun nicht mehr verboten und verpönt ist, macht Cannabis nur für kurze Zeit interessant. Aber Gras soll nicht darüber definiert werden, was es nicht ist. „Aber was ist Cannabis?“, fragt Heywood und gibt die Antwort direkt selbst: „Ein Werkzeug, um das Leben der Leute zu verbessern. Es soll helfen, ein gesünderes und glücklicheres Leben zu führen.“ Das neue Branding von Cannabis soll auch Spaß vermitteln. Und romantisch sein. „Cannabis bringt Leute zusammen, liefert tolle Erkenntnisse über sich und andere, Musik klingt damit besser. Es gibt viele Arten, wie Cannabis eine wunderbare Erfahrung hervorruft. Das ist der andere Teil des Narrativs“, sagt Heywood.

 

Im Eingangsbereich bei der Ausweiskontrolle – nur wer über 21 Jahre alt ist, darf in den Laden – kommt es an diesem Mittwochnachmittag bei Farma es immer wieder zu Warteschlangen. Nacheinander: Ein junges Touristenpärchen, ein einbeiniger Rollstuhlfahrer, ein bärtiger Mann in den Zwanzigern, zwei ältere Frauen mit Gehstock, ein Paar mit Hund. Die Kunden lassen sich grob in zwei Gruppen teilen: die Jungen, die Spaß suchen, und jene, die das Gras brauchen, weil sie Schmerzen haben, zum Beispiel, weil sie gerade eine Chemotherapie durchlaufen. „Was für ein Erlebnis suchst du?“, fragen die Farma-Verkäufer üblicherweise am Anfang des Verkaufsgesprächs. Die meisten Kunden wollen eine Sorte Gras, welches sie lustig stimmt, glücklich macht und zum Kichern anregt. Wichtig ist den Kunden auch, dass das Kraut keine Angstzustände hervorruft. „Purple Kush ist mein persönlicher Favorit. Es entspannt ein bisschen, zieht dich aber nicht zu sehr runter. Auch im Kopf macht es dich ein klein wenig high“, sagt der Verkäufer Sean Mager zu dem Kunden Joshua Justice, während er nie den Augenkontakt verliert. Drei Qualifikationen müssen die Verkäufer mitbringen: Menschen lieben, einen Bezug zu Marihuana haben und neugierig sein, mehr über die Pflanzen zu lernen. Jede Woche gibt es Fortbildungen, die Verkäufer sollen zu „Weed-Ninjas“ ausgebildet werden, wie es Heywood schmunzelnd nennt...

 

...dies stellt nur den Einstieg der kompletten Reportage dar. In Highway – Das Cannabismagazin 01/2017 berichten wir auf 10 Seiten ausführlichst und mit vielen Fotos über die Farma-Dispensary. Außerdem findest du in Highway – Das Cannabismagazin weitere Infos über den Cannabis-Anbau, News und Entertainment. Die neue Ausgabe (01/2017) ist seit vorgestern für schlappe 2,60 Euro im gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk und Growshop erhältlich.

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Ab sofort ist die aktuelle Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin erhältlich. Für schlappe 2,60 Euro findet ihr das brandneue und schon jetzt heiß geliebte Cannabismagazin an jedem Bahnhof und Flughafen, in vielen Head- und Growshops und auch an einigen Tausend Kiosken in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Eine Übersicht der deutschen Kioske, die Highway führen findet ihr bei mykiosk.com – alternativ könnt ihr Highway auch preisgünstig als E-Paper erwerben. Highway bedient keine Vorurteile, sondern räumt mit ihnen auf!

 

Inhalte von Highway Ausgabe 01/2017 (Auswahl):

 

Titelstory Legalisierungen in den USA In den USA wurde gewählt – nicht nur, wer neuer Präsident wird, sondern auch wie die Zukunft von Marihuana und Haschisch aussieht. Zumindest im letzteren Fall gibt es viel Positives zu vermelden: 4 von 4 US-Staaten stimmten für vollständige Legalisierungen, 4 von 5 für medizinische Freigaben.

 

 

Hausbesuch Zu Gast in einer amerikanischen Marihuana-Ausgabestelle – Die Legalisierung von Cannabis im US-Bundesstaat Oregon hat eine Goldgräberstimmung ausgelöst. Der Unternehmer Jeremy Plumb kifft seit seiner Jugend. Nun will er die Droge neu erfinden und so zu einer weltweiten medizinischen Revolution beitragen. Reportage.

 

 

High 5 Spezial Dos & Don’ts in einer Cannabis-Dispensary – Die Amerikaner: wenn es um Gras geht, ein beneidenswertes Völkchen. Einfach in die Dispensary reinspazieren und ein bisschen Weed kaufen, hoffentlich geht das auch bald in Europa. Wer die weite Reise nach Amerika nicht scheut, dem sei hiermit die richtige Etikette mit auf den Weg gegeben.

 

 

High School Vaporizer einfach selbst bauen – Einer, der sich immer wieder mit der Thematik des Selbermachens beschäftigt, ist Highway-Autor Chuck Lore. Dass er dem Titel des Do-it-yourself-Experten gerecht wird, beweist er auch diesmal wieder, indem er aufzeigt, wie man sich in Kürze einen einfachen Vaporizer in Eigenregie zusammenbaut.

 

 

Who’s Who Spezial Mark Williams & FireflyVom iPhone zum Taschenvaporizer – Technik ist einfach sein Ding. Und so hat es der ehemalige Angestellte von Apple-Boss Steve Jobs, Mark Williams, vom Telefon-Designer zum Erfinder eines der angesagtesten THC-Verdampfer, dem Firefly, gebracht. Bericht und Interview.

 

 

Growing Anbau auf kleinstem Raum: OG Kush & Northern Lights – Kein Platz in der Bude? Bedeutende Entscheidungen müssen getroffen werden – Waschmaschine oder Grow-Schrank? Es geht auch mit minimalem Platz, wenn es um die Selbstversorgung geht. Der Beweis wird in einer Ein-Zimmer-Wohnung erbracht. Grow-Report.

 

 

Growing Warum sterben die Stecklinge? – Ein häufiges Problem von Growern ist der Anfang des Vegetationszyklus selbst. Ein typisches Beispiel dafür ist das Einsetzen von Stecklingen in ein vorbereitetes System, wenn man dann durch welkende und vergilbende Pflanzen überrascht wird. Oft liegt es nicht an den Stecklingen selbst. Lösungsvorschläge.

 

 

Weitere Artikel in Highway 01/2017 Growing: Air Drying +++ Spiel: Grow A Million +++ Hausbesuch: Vor Ort bei der Hemp Embassy in Wien +++ Kiffertypen: Der Experte +++ Film: Die Highligen drei Könige +++ Sortenportrait: American Dream +++ u.v.m.

 

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