Der ein oder andere Bewohner des US-Bundesstaats Michigan blickt wohl voller Neid nach Colorado oder Kalifornien, wo Cannabis inzwischen komplett freigegeben ist. In Michigan selbst ist zwar zumindest der medizinische Konsum gestattet, allerdings scheinen die Polizeibehörden gar nicht gut auf Marihuana zu sprechen zu sein. Diese bittere Erfahrung musste nun eine 80-jährige (!) Dame machen, die die Polizei aufgrund des gestohlenen Smartphones ihres Enkels zu sich gerufen hatte. Doch anstatt sich um den Diebstahl zu kümmern, rochen die Beamten einen herb-süßlichen Duft im Innern des Hauses. Die Neugier geweckt, fanden die Gesetzeshüter auch sogleich ein paar Grämmchen Weed, vier Joints, Pfeifen und einen Ausweis, dessen Besitz die Trägerin zum Konsum von medizinischem Marihuana befähigt. Leider hatte die alte Dame es versäumt, ihn rechtzeitig erneuern zu lassen und so musste sie die geballte Wut der Deputies über sich ergehen lassen. Die verhafteten die Omi ohne zu zögern und – obwohl eine simple Verwarnung auch dem Gesetz nach angebrachter gewesen wäre – und sperrten die 80-Jährige in eine Gefängniszelle, in der sie tatsächlich auch die Nacht verbringen musste. Natürlich musste die Anklage im Nachhinein wieder fallengelassen werden, einmal weil die Seniorin ihre Konsumerlaubnis erneuerte und pikanterweise auch deshalb, weil die Beamten die Oma nicht über ihre Rechte aufgeklärt hatten…

In Kalifornien sind Waldbrände eine alljährlich wiederkehrende Gefahr. Bei durchschnittlichen Tagestemperaturen von 30 Grad und ausbleibendem Regen breiten sich die Feuersbrünste rasend schnell aus und hinterlassen auf ihrem Weg bloß Zerstörung, Ruß und Asche. Im Norden des Bundesstaats, der übrigens Anfang des Jahres Cannabis legalisierte, wütete gerade ein Brand riesigen Ausmaßes, als die verdutzten Feuerwehrmänner, mitten in der evakuierten Zone, auf drei Männer trafen, die sich weigerten, ihre Cannabisplantage zu verlassen und verzweifelt versuchten, ihre Pflanzen zu kühlen. Die Outdoor-Grower, die sich in der Zone eigentlich gar nicht hätten aufhalten dürfen, befanden sich gerade einmal 18 Meter von der Feuerlinie entfernt. Den Feuerwehrmännern blieb nichts anderes übrig, als die Cannabisfreunde zu ihrem eigenen Glück zu zwingen und die Polizei zu Hilfe zu rufen, um die Männer abtransportieren zu lassen. Sie wurden aufgrund der Behinderung von Löscharbeiten und des Aufenthaltes in einer Evakuierungszone vorläufig festgenommen.

William Wrigley Jr II, Urenkel des Wrigley´s-Gründers, hatte sich bereits 2008 aus dem Süßigkeiten-Geschäft verabschiedet, als er den Verkauf des Familienunternehmens an den Mars-Konzern begleitete. Sein erstes Investment im Cannabusiness tätigte der Erbe bereits im September 2017, als er in das Medizinalcannabis-Startup Surterra Wellness aus Kalifornien investierte. „Als ich die enormen Vorteile [der Cannabispflanze] verstand, änderte sich meine Meinung über die Branche. Die Chance, als einer der ersten eine gerade erst entstehende Industrie maßgeblich zu prägen, kommt so schnell nicht wieder“, kommentierte Wrigley seine Entscheidung, sein Investment noch zu forcieren und zukünftig als Aufsichtsratsvorsitzender zu fungieren. Der Unternehmer ist davon überzeugt, dass die Legalisierung in Kanada auch zu einer weiteren Lockerung der Cannabisgesetze in den USA führen werde.

Eine illegale Aufzuchtsanlage, die die Bezeichnung „Plantage“ mal wirklich verdient hat, wurde in Navarro County, Texas entdeckt: auf über fünf Acre (etwa 20.000 Quadratmeter) wuchsen circa 10.000 Outdoorpflanzen, die die Polizei dank des Einsatzes einer Drone ausfindig machen konnte. Das umgebende Gelände erwies sich als derart unwegsam, dass ein Bulldozer zu Hilfe genommen werden musste, um zu den Pflanzen und dem dazugehörigen Camp vordringen zu können. Clever: mithilfe einer „Vogelscheuche“, die mit einer Maschinengewehrattrappe ausgestattet worden war (siehe Bild in der Mitte), hatten die Betreiber versucht, die Anlage zusätzlich abzusichern und eventuelle Eindringlinge abzuschrecken. Laut den Behörden handelte es sich um die größte illegal betriebene Cannabisplantage der jüngeren texanischen Geschichte.

Cannabisfreunde, Rechts-, und Strafvervolgungsexperten führen als eines der Top-Argumente für eine Legalisierung gerne an, dass die Behörden endlich mehr Kapazitäten freihätten, um sich um richtige Verbrechen kümmern zu können. Eine neue Studie der Washington University, die kürzlich im Magazin "Police Quarterly" veröffentlicht wurde, unterstützt diese Prognose. Die Autoren selbst sprechen anhand ihrer Erhebungen davon, dass die Cannabislegalisierung einen nachhaltig positiven Effekt auf die Erfolgsrate der Polizei erbracht hat. Anhand von Polizeidaten aus Colorado und Washington (Abstimmungen über die Legalisierungen Ende 2012) zeigt sich ein deutlicher Trend. Die Aufklärungsrate von Verbrechen im Zusammenhang mit Gewalt, die sich in beiden Bundesstaaten in den Jahren vor der Legalisierung stark rückläufig zeigte, konnte sich in Colorado ab etwa 2013 stabilisieren, in Washington ist sogar ein deutlicher Aufwärtstrend abzulesen. Noch deutlicher fiel hingegen der Aufwärtstrend bei den Auklärungen von Vermögensdelikten in Colorado aus. In Washington gab es auf diesem Sektor zunächst einen kurzen Schub, dann wurde jedoch weiter dem bisherigen Trend gefolgt. In beiden Staaten konnten seit Ende 2012 deutlich mehr Einbrüche und Fahrzeugdiebstähle aufgeklärt werden als im Landesdurchschnitt. Die Forscher stellten außerdem klar, dass es keine Verbrechenstypen gab, die von der Legalisierung profitiert haben.

Eine wunderbar blöde Cannabis-Story erreichte uns mal wieder aus den USA, genauer aus Teller County, Colorado. Stephen H. schaute sich gerade auf der Kleinanzeigen-Website Craigslist um, als sein Blick auf ein schickes Dirt-Bike fiel, das von einem jungen Mann in der Nähe angeboten wurde. Da es dem 26-jährigen Interessenten aber wohl gerade am nötigen Kleingeld mangelte, nicht aber an einem ordentlichen Vorrat Marihuana, bot er dem 17 Jahre alten Verkäufer einfach dieses zum Tausch gegen das Fahrzeug an. Man einigte sich auf einen „Verkaufspreis“ von 8,5 Unzen, was etwa 240 Gramm Weed entspricht.

 

Blöd für Käufer Stephen H., dass der junge Verkäufer gleichzeitig der Sohn des örtlichen Sheriffs ist und seinem Vater in puncto Gesetzestreue gewissenhaft nacheiferte. Will heißen, er informierte seinen Papa über das illegale Angebot, der seinerseits sofort Maßnahmen in die Wege leitete und ein Verkaufstreffen arrangierte, das natürlich von verdeckten Ermittlern observiert wurde. So kam es, wie es kommen musste: bei der Übergabe des Krauts schlugen die Beamten zu und Stehphen H. durfte sich von seinem Dirt-Bike ziemlich schnell wieder verabschieden. Interessanterweise sind Tauschangebote wie dieses in Colorado scheinbar nicht selten. Besagter Sheriff deckte bereits vor etwa einem Jahr einen ähnlich unsauberen Cannabis-Deal über Craigslist auf. Cannabis wurde in Colorado Anfang 2014 zwar komplett legalisiert, Privatpersonen jedoch ist der Besitz von mehr als einer Unze (etwa 28 Gramm) Marihuana allerdings gesetzlich untersagt.

 

 

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Oh, welch Verschwendung! Im Zuge einer rückwirkend zum 1. Juli greifenden Regel müssen in Kalifornien Schätzungen zufolge Cannabisblüten-und Produkte im Wert von 350 Millionen Dollar vernichtet werden. Der Vorgang, von Dispensary-Betreibern auch „Marihuanapocalypse of 2018" genannt, war aufgrund einer Regelung nötig geworden, die zukünftig bestimmte Qualität- und Fertigungsstandards für kalifornisches Cannabis sichern soll. Ein „Seed to Sale" genannter Trackingstandard soll für bestmögliche und sauberste Qualität sorgen. Ein gutes halbes Jahr ab dem Stichtag der kompletten Legalisierung (1. Januar 2018) ließen die kalifornischen Behörden den Cannabis-Unternehmern Zeit, sich darauf einzustellen. Währenddessen durften auch Cannabisprodukte verkauft werden, die nicht dem „Seed to Sale"-Goldstandard entsprachen. Mit dem 1. Juli endete schließlich die Übergangsfrist und alles, was nicht bis zu diesem Termin verkauft wurde, muss nun systematisch vernichtet werden. Dementsprechend lieferten sich die Ausgabstellen zur Freude ihrer Kundschaft im Vorfeld der Deadline regelrechte Rabattschlachten.

Was für Familienverhältnisse! Hausarrest als Strafe für Kinder und Jugendliche mag ja schon fragwürdig sein, aber die Erziehungsmethoden dieses lesbischen Paars aus Indiana, USA, sind wirklich das Allerletzte. Melissa B. (auf dem Foto links) und ihre Lebenspartnerin Susan G. belohnten und bestraften Burtons Sohn mit der Gabe beziehungsweise dem Entzug von Marihuana. Um die 50 Mal in den letzten drei Monaten verabreichten die beiden dem Kind Marihuana. Sie brachten ihm auch das Drehen von Joints bei. Der Großvater des Sohns sprach gegenüber der Polizei von schrecklichen, auch von häuslicher Gewalt geprägten Lebensumständen. Die beiden Rabeneltern, zur Zeit auf Kaution frei, werden sich wohl wegen Kindesmissbrauchs vor Gericht verantworten müssen.

 

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Fürs Angeln fehlt es den meisten Menschen ja an Muße. Stundenlang mehr oder weniger still sitzen und auf den Ozean starren ist für viele wohl eher eine Geduldsprobe als ein Freizeitvergnügen. Und man kann sich noch nicht mal darauf verlassen, etwas zu fangen, wenn man mal von ein paar Seegurken und tonnenweise Plastikmüll absieht. Im schlechtesten Fall heißt es dann nach sechs Stunden Langeweile mit leeren Händen die Heimreise anzutreten. Doch es geht auch anders: deutlich spannender verlief der Angeltrip des Fotografen und Kameramanns Jorge Bustamante, der sein Boot vor der Küste Floridas bei Pompano Beach, vor Anker setzte. Zu seiner Überraschung entdeckte Bustamante nämlich ein merkwürdiges Paket, das in der Nähe seines Schiffs durch den Ozean trieb und seine Neugier weckte. In dem Paket befand sich, wie könnte es anders sein, etwa ein Kilogramm wasserdicht verpacktes Marihuana, das vermutlich bei einer Schmuggelaktion abhandengekommen war. Der Glückspilz informierte sogleich die Küstenwache und übergab seinen Fund ordnungsgemäß den Behörden. Aber er ließ es sich zumindest nicht nehmen, vorher noch das obligatorische Trophäenfoto für seinen Instagram-Account zu schießen und fälschlicherweise dem King of Cocaine“, Pablo Escobar, für das „frühe Weihnachtsgeschenk“ zu danken

 

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In Colorado, dem ersten US-Bundestaat, der neben der medizinischen Nutzung auch den Genusskonsum legalisiert hat, sind die Preise für ein amerikanisches Pfund (etwa 450 Gramm) Marihuana-Blüten erstmals auf unter 1.000 Dollar gesunken. Und zwar deutlich drunter: zum 1. Juli wird der Großhandelspreis bei 846 Dollar liegen. Zum Vergleich: in den Anfangstagen der freizeitlichen Legalisierung im Januar 2014 lag er noch bei 1.876 Dollar pro Pfund. Steve Ackermann, Dispensary-Besitzer, sieht darin eine Folge von Überproduktion aufgrund einer zu hohen Zahl an Marktteilnehmern und erwartet eine Marktbereinigung durch die fallenden Preise, die nur die am effizientesten wirtschaftenden Unternehmen der Branche überleben werden. Die genaue Preisentwicklung seit der Legalisierung zeigt unterstehende Tabelle. Beeindruckende Notiz am Rande: die Legalisierung hat der Cannabisbranche in Colorado von 2014 bis heute einen Umsatz von insgesamt knapp fünf Milliarden Dollar beschert.

Preisentwicklung von Marihuana-Blüten in Colorado von 2014 bis Juli 2018:

Januar 2014: 1.876 Dollar
Juli 2014: 1.876 Dollar
Januar 2015: 2.007 Dollar
Juli 2015: 1.868 Dollar
Januar 2016: 1.948 Dollar
Juli 2016: 1.816 Dollar
Januar 2017: 1.471 Dollar
Juli 2017: 1.298 Dollar
Januar 2018: 1.265 Dollar
Juli 2018: 846 Dollar

 

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