Es geht weiter in die richtige Richtung! Auch in diesem Jahr führte der Deutsche Hanfverband (DHV) in Kooperation mit dem Trendforschungsinstitut Infratest dimap eine Umfrage zum Thema Cannabislegalisierung in Deutschland durch. Die Umfrage wurde mittels Telefoninterviews unter einer repräsentativen Zufallsauswahl aus 1.055 Teilnehmern durchgeführt.

 

 

 

Die Ergebnisse, das sind die guten Nachrichten, haben sich im Vergleich zur letztjährigen Erhebung einmal mehr pro Legalisierung verbessert. Allerdings befinden sich die Legalisierungsbefürworter nach wie vor in der Minderheit. 46 Prozent der Befragten sprachen sich demnach für einen legalen und regulierten Verkauf an Volljährige aus, das sind immerhin sieben Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Leider heißt das, dass noch immer 52 Prozent gegen eine Freigabe eingestellt sind. Schlüsselt man die Ergebnisse nach Bevölkerungsgruppen auf, gibt es keine großen Überraschungen: je jünger und je männlicher die Befragten, desto höher der Bildungsgrad, desto klarer die Zustimmung zu einer Legalisierung.

 

 

In der Frage nach einer Dekriminalisierung geringer Cannabis-Mengen schlägt das Trendbarometer mit 59 Prozent Zustimmung immerhin eindeutig in Richtung Pro aus. Im Vorjahr waren es noch 6 Prozent weniger.

Umfragen sind immer interessant, vor allem wenn es um Drogen geht. „Der Standard“ präsentierte die Auswertung der 3.900 Teilnehmer aus Österreich, die beim Global Drug Survey 2018 mitgemacht haben – zwar kein repräsentativer Querschnitt der Gesamtbevölkerung Österreichs (beispielsweise hatten 44 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Hochschulabschluss), aber dennoch für einige aufschlussreiche Zahlen gut.

 

Wenig überraschend: auch in Österreich ist Alkohol Droge Nummer Eins. 19 von 20 befragten Personen konsumierten in den zwölf Vormonaten mindestens einmal Alkohol. Mehr als ein Viertel würde gerne weniger trinken, jeder Zehnte denkt sogar darüber nach, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

 

55 Prozent der Österreicher konsumierten auch illegale Drogen, davon fast alle (auch) Cannabis: 47,3 Prozent aller Befragten rauchten in den letzten zwölf Monaten vor der Umfrage Gras oder Hasch. 61,3 Prozent probierten es zumindest einmal in ihrem Leben. Diejenigen, die konsumieren, tun es auch sehr regelmäßig: ein Drittel aller Teilnehmer wurde als regelmäßige Konsumenten eingestuft, ein Viertel konsumierte sogar im vergangenen Jahr an mehr als 200 Tagen.

 

„Der regelmäßige Konsum von Cannabis ist für viele Menschen Normalität. Hier stellt sich die Frage, ob Österreich unter der aktuellen Regierung zu einem Wandel in der Drogenpolitik bereit ist oder weiterhin die durchaus schädlicheren Produkte der Tabak- und Alkoholindustrie unterstützt“, sagt Larissa Maier, Ko-Autorin der Untersuchung. Dennoch, ähnlich wie beim Alkohol, gaben 28,3 Prozent der Cannabiskonsumentinnen und -konsumenten aus Österreich an, in Zukunft gerne weniger Cannabis zu sich nehmen zu wollen. Unerwünschte Effekte auf die Motivation und Stimmung sind die Hauptgründe dafür.

 

61 Prozent der Antworten aus Österreich kamen von Männern. Das Durchschnittsalter lag bei 28 Jahren. Etwa vier von zehn Befragten waren jünger als 24 Jahre (44 Prozent). Bei 66 Prozent der österreichischen Stichprobe handelte es sich um Erwerbstätige, der Rest entfiel auf arbeitslose Menschen.

Zwar sind Umfragen in Deutschland oft gefälscht und so gar nicht zuverlässig, wie „Der Spiegel“ kürzlich ermittelte, aber dennoch sind dies immer wieder gern gebrachte Meldungen, zeigen sie doch angeblich, wie die Bevölkerung tickt. Heute wurde eine Yougov-Umfrage in diversen Medien veröffentlicht, die recht interessant ausfällt. Das Thema: Cannabis und Kiffen.

 

68 Prozent der Befragten (und sogar 71 Prozent der befragten Frauen) gaben an, dass sie noch niemals gekifft hätten. Bei solchen Ergebnissen fragt man sich als rechtschaffener Kiffer schon, ob man vielleicht doch in einer Blase lebt... aber es kommt noch besser: zwei von drei Bürgern behaupten angeblich, dass sie nicht glauben, dass irgendjemand in ihrem Freundeskreis Marihuana oder Haschisch konsumieren würde. Besonders süß: 82 Prozent der befragten Eltern berichteten, dass Cannabis im Alltag ihrer Kinder unter 18 Jahren keine größere Rolle spiele – auch nicht durch Freunde, Medien oder Musik.

 

Auch die Frage nach einer Legalisierung von Cannabisprodukten wurde mal wieder gestellt – dieses Mal kam dabei Folgendes heraus: 35 Prozent dafür, 33 Prozent dagegen, 22 Prozent egal. Na dann bis zur nächsten Umfrage!

Cannabis legal in Deutschland? Das wollen anscheinend nicht alle Bürger. Seit gestern geistert eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa durch die Medien, die danach fragte, ob Erwachsene Cannabis künftig als Rauschmittel zum Eigengebrauch in ausgewählten Fachgeschäften erwerben können sollten. Diese Frage wurde von 63 Prozent der Befragten abgelehnt.

 

Auch der Deutsche Hanfverband gab wie jedes Jahr im Herbst über Infratest dimap eine Umfrage in Arbeit, die mit der Aussage „Cannabis sollte für Volljährige legal und reguliert erhältlich sein, zum Beispiel über Fachgeschäfte wie in Colorado“ aufwartete. Dies wurde nur von 58 Prozent der Befragten abgelehnt, was aber dennoch keine Mehrheit für die Legalisierung bedeutet.

 

Eine Mehrheit konnte allerdings bei der Aussage „Der Besitz geringer Cannabis-Mengen zum Eigenverbrauch sollte nicht mehr strafrechtlich verfolgt werden“ erreicht werden. 52 Prozent der Befragten stimmten dieser Aussage zu. Zu dem Thema wurden 1.000 (Forsa) beziehungsweise 1.013 (Infratest dimap) Menschen befragt.

Umfragen in den drei amerikanischen Bundesstaaten Florida, Ohio und Pennsylvania haben ergeben, dass die Legalisierung von Cannabis weitaus höher im Kurs steht als irgendeiner der Anwärter auf die Präsidentschaftskandidatur. In allen drei Staaten wurde die Legalisierung von über der Hälfte der Bewohner gewünscht (Florida 56 %, Ohio 52 %, Pennsylvania 57 %). Die Zustimmung unter Anhängern der Demokraten betrug zwischen 63 % und 67 %, bei Anhängern der Republikaner zwischen 30 % und 41 %. Die Zustimmung medizinisches Cannabis betreffend ist sogar sehr hoch und beträgt in Florida 80 % und in Ohio 90 %. In Pennsylvania wurde diese Frage nicht gestellt.

 

Mit so einer hohen Unterstützung konnten die Präsidentschaftskandidaten nicht mithalten. Die Zustimmung mit den Ansichten der Kandidaten war bei den Umfrageteilnehmern jedenfalls überall deutlich geringer als bei der Frage nach einer Cannabislegalisierung. Hillary Clinton kam in keinem der drei Staaten über 37 % hinaus, Donald Trump konnte nicht mehr als maximal 39 % herausholen und nur Bernie Sanders konnte immerhin zwischen 43 % und 50 % Zustimmung vorweisen.

 

Weblink: Umfrage 10. Mai 2016 auf qu.edu

Weblink: Umfrage 11. Mai 2016 auf qu.edu

Eine große Online-Umfrage unter den Schweizer Bürgern ergab ein deutliches Votum für den Wunsch nach einer liberaleren Cannabispolitik und zeigte, dass sich die meisten der Teilnehmer eine Legalisierung von Cannabis wünschen würden.

 

Der Zusammenschluss „Newsnet“, der die vier Schweizer Tageszeitungen „Basler Zeitung“, „Berner Zeitung“, „Der Bund“ und „Tages-Anzeiger“ vereint, führte nun eine nicht repräsentative Umfrage unter der Schweizer Leserschaft durch, um zu erfahren, was diese von der aktuellen Cannabispolitik hält (Links am Ende des Artikels). 6.232 Teilnehmer folgten dem Aufruf und klickten sich durch die Fragen. 35,6 % von ihnen gaben dabei an, noch nie oder nur ein einziges Mal Cannabis konsumiert zu haben. 27,4 % der Befragten stuften sich selbst als tägliche oder wöchentliche Konsumenten ein.

 

Das Ergebnis erstaunt vermutlich gar nicht besonders viele Menschen, weder auf Seiten der Befürworter noch der Legalisierungsgegner: 83,8 % der Umfrageteilnehmer sind für eine Liberalisierung von Cannabis und auch eine regulierte Abgabe von Marihuana und Haschisch in der Schweiz wird mit einer großen Mehrheit von 71,5 % befürwortet. Der Wunsch nach einer Liberalisierung wird vor allem mit der Aushebelung des Schwarzmarkts (79 %) und der Entkriminalisierung der Konsumenten (88,9 %) begründet. Die Freigabe-Gegner begründeten ihre Sorgen mit Angst um die Jugendlichen (62,3 %), Angst um steigende Konsumentenzahlen (36 %), ganz allgemein dem Wunsch nach einer drogenfreien Gesellschaft (25,2 %) und mit der unsäglichen Einstiegsdrogen-Theorie (46,9 %). Eine ärztliche Verordnung von Cannabisprodukten lehnten allerdings nur 3,8 % der Umfrageteilnehmer ab.

 

Besonders interessante Ergebnisse: 13,1 % der Konsumenten gaben Eigenanbau als Bezugsquelle für Marihuana an. Für den Fall einer Freigabe durch die Schweizer Regierung sahen über die Hälfte (52,2 %) aller Befragten ihr favorisiertes Abgabemodell im Freien Markt, also einer Behandlung ähnlich der von Tabak. 29,2 % stimmten für die Produktion und den Vertrieb durch nicht gewinnorientierte Organisationen. Staatliche Produktion und Abgabe konnten sich nur 18,6 % der Befürworter vorstellen.

 

Alle Umfrageergebnisse gibt es hier zu finden:

Weblink: „Tages-Anzeiger“ – Cannabis-Umfrage: Die Resultate

Weblink: SurveyGizmo – Auswertung der Cannabis-Umfrage