Cannabis-Komödien gibt es inzwischen einige und auch die Kiffer-Serien sind stark auf dem Vormarsch. Vor einer Woche kam die neue deutsche Cannabis-Hoffnung „Lommbock“ in die Kinos (wir berichteten ausgiebig). Am 20. April (dem 4/20 nach amerikanischer Schreibweise) kommt nun der Film „Grow House“ heraus.

 

Dieser wurde geschrieben von DJ Pooh, der sich schon an den Drehbüchern von „Friday“ (mit Ice Cube und Chris Tucker) und seinen beiden Nachfolgern versuchen durfte (wo er auch die Rolle des Red übernahm). Wie es sich für eine gute Kiffer-Komödie gehört, ist mal wieder ein männliches Buddy-Duo für die Hauptrollen gesetzt.

 

Und zwar beschließen die beiden Freunde Pat (DeRay Davis) und Darius (Lil Duval), ihr Glück als Grower auf dem Markt für medizinisches Marihuana zu versuchen. Doch vom Weed-Raucher zum Weed-Grower ist es doch ein etwas größerer Schritt, als es sich die beiden ausgemalt haben.

 

Und auch Snoop Dogg darf mal wieder auftauchen und spielt sich im Film selbst. Neben dem US-Start am 20. April gibt es noch keinen Termin für eine deutsche Veröffentlichung. Mit Sicherheit ist aber wenn mit einem direkten DVD-Vertrieb zu rechnen, ein Kino-Release scheint äußerst unwahrscheinlich.

 

Doch genug geredet, schaut euch den Trailer einfach selbst an:

Wer hätte das gedacht? Weed ist im Jahr 2017 schon praktisch Mainstream. Jemand, der auch einen nicht zu vernachlässigenden Anteil daran geleistet hat, ist die Rap-Ikone Snoop Dogg. Er dürfte nicht nur einer der bekanntesten Rapper, sondern auch einer der bekanntesten Marihuana-Konsumenten auf dieser Erde sein.

 

Vor allem wegen Erstgenanntem ist er eine äußert gefragte Werbefigur der amerikanischen Industrie. Und auch die Telekom, die auch in den Vereinigten Staaten sehr aktiv auf dem Mobilfunksektor unterwegs ist, hat Snoop Dogg für ihren neuesten Werbeclip engagiert. Und nicht für irgendeinen Werbeclip – Erstausstrahlung war das Super-Bowl-Finale vergangenen Monat.

 

Doch in diesem Werbeclip dreht sich alles vor allem um Snoops Image als Oberkiffer. Zusammen mit „Amerikas bester Hausfrau“ Martha Stewart, einer sehr bekannten Fernsehmoderatorin, drehte Snoop Dogg die Weed-Werbung ab.

 

Die 75-jährige Martha Stewart fragt Snoop dort: „Ist T-Mobile nicht fantastisch, Snoop?“ – und zählt die Vorzüge der Telekom auf (unbegrenztes Datenvolumen, Steuern und Gebühren bereits enthalten). Darauf antwortet Snoop Dogg: „You might even say it's all and a bag of –“ („Du könntest sogar sagen, es ist all das und eine Tüte voll –“) und beginnt in seinen Taschen zu wühlen.

 

Daraufhin versucht Martha Stewart auf verschiedene Weisen seinen Satz zu vollenden – immer mit Bezug auf Weed: So wirft sie unter anderem „purple cushy throw pillows“, „herb-roasted lamb chops“, einfach nur einen roten „Pot“ oder eine „can of bisque“ ein.

 

Aber seht euch den Clip nun einfach selbst an. Wir sagen: Telekom, das habt ihr gut gemacht.

Einen rauchen und dabei gemütlich eine Serie schauen, das geht eigentlich immer. Das haben mittlerweile auch die Medienriesen in den Staaten erkannt und dementsprechend wirkt sich der US-Cannabis-Hype auch immer stärker auf die Kino- und Fernsehlandschaft aus: Allein in den letzten Monaten bekamen drei hochwertig produzierte, stargespickte Projekte grünes Licht von ihren jeweiligen Produktionsfirmen. Disjointed zum Beispiel, geschrieben von Two-and-a-Half-Men-Autor Chuck Lore (wir berichteten) oder das Crime-Drama Humboldt mit John Malkovich (auch darüber berichteten wir natürlich).

 

Ganz neu und gestern Abend in den USA erstmals ausgestrahlt ist die Serie Mary+Jane. Angesiedelt zwischen Comedy und Drama folgt die Show den beiden Twentysomethings Jordan und Paige, die beschließen einen Cannabis-Lieferservice in Los Angeles aufzuziehen. Das führt in der Folge natürlich zu zahlreichen amüsanten Verwicklungen, stellt aber auch die Freundschaft der beiden unterschiedlichen Frauen auf die Probe. US-Kritiker, denen bereits die ersten drei Folgen vorgelegt wurden, ziehen übrigens ein durchwachsenes Fazit mit leicht positiver Tendenz, wobei insbesondere die Chemie zwischen den beiden charmanten Hauptdarstellerinnen Scout Durwood (Jordan) und Jessica Rothe (Paige) hervorgehoben wird.

 

Naheliegend, dass auch Snoop Dogg den Trend nutzt, um sein Weed-Imperium, das neben der Cannabis-Website merryjane.com auch eine eigene Linie von Vaporizern umfasst, weiter anzukurbeln. In Zusammenarbeit mit MTV entwickelte der Rapper daher den Titelsong der Serie und wird auch als Gaststar in dieser auftreten.

Außenstehende und auch gerade Cannabis-Konsumenten können oft ihren Ohren nicht trauen, wenn sie erfahren, dass MMA-Kämpfer oft und gerne Gras rauchen, teilweise sogar vor dem Kämpfen. Nicht nur, dass sich einige Konsumenten nicht vorstellen können, dann noch angemessen auf die Flut der Schläge und Tritte reagieren zu können – viele Menschen würden sich schon so niemals freiwillig in einen Mixed-Martial-Arts-Ring oder -Käfig trauen, geschweige denn dicht.

 

Hört man sich in der Szene um, ist aber immer wieder mal davon die Rede, dass der Cannabiskonsum die benötigte Konzentration im Kampf fördert oder sogar, dass Gras prophylaktisch oder im Anschluss an einen Kampf geraucht wird, um die Schmerzen zu verringern. Vergangenes Jahr wurde erst einer der berühmtesten Kämpfer der großen amerikanischen MMA-Organisation Ultimate Fighting Championship (UFC), Nick Diaz, zu einer Sperre von fünf Jahren verurteilt. Er wurde bereits das dritte Mal positiv auf Marihuana getestet. Anfang 2016 wurde diese Sperre dann allerdings auf anderthalb Jahre reduziert.

 

Auch sein Bruder Nate Diaz, ebenfalls ein großartiger MMA-Kämpfer, scheint ein Cannabisfreund in vielerlei Hinsicht zu sein. Nach dem langersehnten Rückkampf gegen Conor McGregor vergangene Woche, den Nate Diaz durch die Stimmen der Ringrichter verlor, gab es eine für Sportereignisse interessante Pressekonferenz: Denn während Nate Diaz die Fragen der Journalisten beantwortete, zückte er eine Art E-Zigarette und zog daran. Natürlich kam die Frage von den Rängen, was er denn da rauche. Die Antwort: „Das ist CBD-Öl, es hilft beim Heilungsprozess, es macht das Leben besser.“ Im untenstehenden Video ist die Passage der Pressekonferenz zu sehen.

 

Obwohl Nate Diaz den Kampf verlor, war sein Kontrahent McGregor noch etwas lädierter. Dies lies Nate, der kein Freund von McGregor ist, auf derselben Pressekonferenz zu dieser Aussage hinreissen: „Conor geht ins Krankenhaus, ich gehe mit meinem Bruder auf die Aftershowparty.“ Wir wissen nicht, ob er dort mit Snoop Dogg zusammentraf, jedoch sind vor einigen Tagen auf Nates Instagram-Account Fotos von Snoop und ihm aufgetaucht, auch ein Foto von einem riesigen Joint geisterte durchs Netz. Man weiß nicht, ob Nate auch zu THC statt CBD gegriffen hat, das wäre aber auch nicht schwer zu glauben. Ob seine Augen auf dem Foto mit Snoop Dogg noch vom Kampf so geschwollen waren oder ob es vielleicht doch woanders dran lag, bleibt sein Geheimnis...

 


Nate Diaz / Instagram

 

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Snoop Dogg hatte keine Lust, sich auf der diesjährigen Grammy-Verleihung blicken zu lassen. Und das aus zwei guten Gründen: Zum einen wurde er bereits 17 mal nominiert, konnte aber nie einen der begehrten Preise gewinnen. Zum anderen kann man auf der Verleihung vermutlich nicht all zu gut kiffen. Deswegen teilte Snoop per Instagram mit: „Weniger Grammy, mehr Gramm“ und veröffentlichte eine Zeichnung, die ihn mit Grammophon und Weed-Beutel zeigt.

Wir beginnen unsere neue Serie mit den besten Filmen für Kiffer und von Kiffern mit einem der großen Klassiker der 1990er-Jahre. Hauptdarsteller und Hauptdrehbuchautor Dave Chappelle ist zwar rückblickend ein weniger traurig, da er meint, mit diesem Film wäre noch viel mehr (Humor) möglich gewesen, aber dennoch genießt Half Baked in vielen Kreisen ziemlichen Kultstatus. Wer diesen Film bislang verpasst hat, sollte zumindest einmal hereinschauen. Protagonist Thurgood und seine Freunde müssen aus dem Labor gestohlenes Marihuana verkaufen, um ihren Freund Kenny aus dem Knast auszulösen, da dieser versehntlich ein an Diabetes erkranktes Polizeipferd zu Tode gefüttert hat. Zudem verliebt sich Thurgood auch noch in die militante Anti-Kifferin Mary Jane Potman. Gastauftritte von Celebrities wie Tommy Chong als Hörnchenmeister, von Snoop Dogg als Schmarotzerkiffer oder Bob Saget als Kokser runden das Ganze ab.

Rapper Snoop Dogg berichtete kürzlich in einer Ausgabe der amerikanischen TV-Sendung Cocktails with Khloe mit Khloe Kardashian, dass er durch sein Engagement in der von ihm gegründeten Jugend-Football-Liga Snoop League dazu gebracht wurde, für ein halbes Jahr mit dem Weed Rauchen aufzuhören: Er sei eines Tages dicht zum Training mit einigen Kindern gegangen. Eines der Kinder sagte zu Snoop: „Trainer, du riechst wie der Freund meiner Mutter.“

 

Dieses Ereignis führte nach eigenen Aussagen bei Snoop Dogg zu einer Rauchpause von sechs Monaten: „Das machte mich zum besseren Trainer und zu einer besseren Person.“ Nun rauche er jedes Jahr drei Monate lang nicht – immer solange er mit den Kindern zusammen ist. Bekannt wurde Snoop Dogg durch seine Rap-Musik, inzwischen ist er aber auch in der amerikanischen Cannabisindustrie sehr umtriebig und hat zuletzt seine eigenen Grassorten herausgebracht.