Moderne Zeiten: heutzutage kann jeder im Internet kiloweise Marihuana bestellen und einen Großhandel mit der weichen Droge aufziehen. Wie die „Niederösterreichischen Nachrichten“ heute meldeten, wurde beispielsweise gerade ein Pensionist aus Hainburg überführt, mindestens 50 Kilogramm Gras über Facebook in Tschechien bestellt und in Österreich verkauft zu haben.

 

Den klassischeren Weg, um Weed über die Grenze zu bringen, ging vergangenen Donnerstag eine internationale Schmugglerbande: ein LKW mit spanischem Kennzeichen wurde nur wenige Meter vor der Schweizer Grenze in Italien gestoppt und der Frachtraum durchsucht. Wie „blick.ch“ berichtet, wurden dabei 100 Kilo Cannabis und ein mit Weihnachtspapier umwickelter Schuhkarton mit 100.000 Euro in bar zutage gefördert.

 

Zeitgleich wurde ein Lager in der italienischen Provinz Varese durchsucht, wo weitere 300 Kilo Cannabis beschlagnahmt wurden. Beide Aktionen waren von langer Hand geplant, denn die dahinter steckende Bande wurde schon länger überwacht. Daher wissen die Beamten auch, dass die 100 Kilo Cannabis in dem LKW von den Empfängern mit Bitcoin bezahlt werden sollten. Moderne Zeiten...

Für Cannabis-Freunde, -Konsumenten und -Patienten ist der momentan in der Schweiz herrschende CBD-Gras-Hype natürlich eine tolle Sache. Mittlerweile gibt es den legalen Industriehanf (so wird er in Polizeikreisen bezeichnet) an jeder Straßenecke legal zu kaufen, am Züricher Hauptbahnhof wird einfach mal der mit 15 Metern größte Space-Cake (natürlich auch aus CBD-Weed) der Welt verköstigt und im Wohnzimmer hängt zur Weihnachtszeit der Marihuana-Adventskalender.

 


Ein Problem mit diesem Trend hat bisher vor allem die Strafverfolgung. Denn natürlich lassen sich CBD-Blüten rein äußerlich nicht von den THC-haltigen unterscheiden. Das bisherige Prozedere bestand darin, gefundenes Marihuana in jedem Fall erst einmal einzukassieren und anschließend einer aufwendigen und dementsprechend teuren Laboruntersuchung zu unterziehen. Handelte es sich tatsächlich nur um CBD-Gras, mussten die Kosten für den Test vom Steuerzahler übernommen werden.

 


Doch nun werden die Beamten des Kantons Zürich erstmals mit Schnelltests für die Hosentasche ausgerüstet. Gleich vor Ort können die Beamten dann mit dem handlichen Test-Kit feststellen, ob Marihuana größere Mengen an THC enthält oder nicht. Und das geht ganz einfach: Einfach etwas Blüten- oder Blattmaterial (kleinste Mengen reichen schon aus) in den Plastikbeutel geben und ihn mit den Fingern zerdrücken. In dem Beutel finden sich zwei kleine Ampullen mit Chemikalien, die bei Druck aufplatzen und ihren Inhalt freigeben, der sich mit dem Marihuana vermischt. Anhand der folgenden Verfärbung (rosa: CBD, blau: THC), kann man leicht sagen, um welche Art Weed es sich handelt. Nur in absoluten Grenzfällen muss nun noch eine Untersuchung im Labor durchgeführt werden.

Diesen Sonntag wird einem am Züricher Hauptbahnhof ein besonderes Spektakel geboten: Im Zuge des grassierenden CBD-Hypes wird im Rahmen einer PR-Aktion des Hanfanbieters Zuya der wohl größte Space-Cake der Welt präsentiert und zur Verköstigung angeboten.

 

Roger Vollenweider, Schweizer Hanfpionier und -aktivist, zeichnet sich mit für die Aktion verantwortlich. Er ist der Meinung, dass „ein Stück von diesem Cake (…) jedem guttun“ wird. Bei dem Getümmel im Hauptbahnhof „kommt die beruhigende Wirkung des CBD gerade richtig. Ein Stück von diesem Cake macht es möglich, im Trubel der Vorweihnachtszeit den inneren Frieden zu finden.“, so der 56-jährige Vollenweider.

 

Die Zutatenliste für den monströsen CBD-Weed-Kuchen liest sich beeindruckend: 160 Eier, 40 Kilo Zucker, 40 Liter Milch, 32 Kilo Mehl, acht Kilo Schokolade und sechs Kilo Butter werden für das Rezept benötigt. Fehlt natürlich noch die Hauptzutat, ein ganzes Kilogramm CBD-Cannabis. Das fertige Backwerk soll sage und schreibe 15 Meter messen und in 1850 einzelne Portionen aufgeteilt werden. Also, keine Panik, es ist wohl genug für alle da.

 

Leider wurde es versäumt, die Aktion rechtzeitig beim Guinness-Buch der Rekorde anzumelden, denn rekordverdächtig ist der Kuchen in jedem Fall. Und die Frage, ob ein CBD-Kuchen trotz mangelnder Psychoaktivität wirklich als Space-Cake bezeichnet werden darf, wurde auch noch nicht abschließend geklärt. Nichtsdestotrotz wird Highway euch in dieser Sache weiter auf dem Laufenden halten...

Legales Gras in der Schweiz – das ist seit dem Sommer 2016 wieder möglich. Gut, zugegeben, der THC-Gehalt darf ein Prozent nicht übersteigen, aber dennoch ist das Schweizer CBD-Weed ein riesiger Verkaufserfolg und das rauschfreie Kraut konnte viele Fans gewinnen. Unter den Produzenten tobt eine wahre Schlacht – Dutzende Unternehmen drängen auf den Markt. Der richtige Zeitpunkt also, um eine Schweizer Institution wiederzubeleben, die die letzten Jahre repressionsbedingt im Dornröschenschlaf verweilte: gemeint ist der CannaSwissCup.

 

Der CannaSwissCup geht zurück bis ins Jahr 1998. Damals waren in der Schweiz die Zeiten in Bezug auf Gras noch deutlich rosiger: „Duftkissen“ mit THC-haltiger Cannabisfüllung konnten frei ver- und gekauft werden und auch die Ausrichtung eines Wettbewerbs der besten Sorten war anfangs problemlos möglich. Doch das änderte sich schnell wieder und nach einigen Jahren musste der Cup pausiert werden – um nun, dank des CBD-Booms, mit leicht veränderten Vorzeichen wiederzukehren.

 

Am 1. Dezember startet der Vorverkauf für die Jury-Boxen des CannaSwissCups. Jede und jeder Volljährige kann zum Preis von 245 Schweizer Franken die Jury-Box anfordern und mitentscheiden, welche der Weed-Sorten eine Auszeichnung gewinnen sollen. Die Bestellung der Jury-Box ist über die Website des Cups, die unter cannaswisscup.ch zu erreichen ist, möglich. Allerdings wird eine Postanschrift in der Schweiz vorausgesetzt, da die Boxen ansonsten aus rechtlichen Gründen nicht zugestellt werden können.

 

In den Jury-Boxen sind insgesamt jeweils ein Gramm von 35 verschiedenen Cannabissorten von 18 verschiedenen Produzenten enthalten, die sich auf die Kategorien Indoor (15 Sorten), Outdoor (10 Sorten) und Treibhaus (10 Sorten) verteilen. Mit enthalten sind zwei Eintrittskarten für die Cannabismesse CannaTrade, die vom 27. bis 29. April 2018 in Zürich stattfindet und wo auch die Preisverleihung des CannaSwissCups abgehalten werden wird.

 

Weitere Informationen und Kauf der Jury-Box unter: cannaswisscup.ch

Legales CBD-Gras aus der Schweiz boomt und sorgt dort für hohe Umsätze und Cannabis-Konsumenten ohne Rauschwirkung – außerdem sorgt es für Verwirrung bei der Schweizer Polizei, denn es kann ohne Tests praktisch gar nicht von THC-haltigem und damit psychoaktivem Marihuana unterschieden werden.

 

Und was die Polizei nicht kann, kann auch die Armee nicht. Aus diesem Grund ist es Schweizer Soldaten nun sowohl während Arbeits- als auch Ruhezeiten verboten, CBD-Gras zu konsumieren. Offiziell wird dies damit begründet, dass der geringe THC-Gehalt von unter einem Prozent, der in legalem CBD-Weed enthalten ist, genügen könnte, um die Grenzwerte für das Führen von Fahrzeugen zu überschreiten.

 

Der „Tages-Anzeiger“ berichtet, dass zumindest der Konsum und Besitz für Soldaten, die Ausgang haben oder sich um Urlaub befinden, allerdings weiterhin erlaubt ist.

Cannabis in der Tasche? Wenn es weniger als 10 Gramm sind, ist dies im Schweizer Kanton Zürich ab sofort kein Problem mehr. Wie die Polizei mitteilte, wird augenblicklich von der Praxis abgesehen, volljährige Cannabiskonsumenten mit Bußen zu versehen, wenn sie weniger als zehn Gramm Marihuana oder Haschisch mit sich führen.

 

Im September 2016 setzte der Schweizer Jura-Studenten Till Eigenherr – damals noch im ersten Semester seines Jura-Studiums! – vor Gericht einen Freispruch für einen Freund von ihm durch, der in Zürich mit acht Gramm Marihuana aufgegriffen worden war (wir berichteten). Die ursprünglich angeordnete Ordnungsbuße von 100 Franken für den Besitz (zuzüglich 150 Franken für Gebühren), wurde aufgehoben, die Stadtpolizei Zürich musste sich sogar vom Gericht anhören, ungesetzlich gehandelt zu haben.

 

Denn Eigenherrs Argumentation vor Gericht stützte sich auf Artikel 19b im schweizerischen Betäubungsmittelgesetz. Dieser Artikel besagt seit 2013, dass geringe Mengen Cannabis bis zu 10 Gramm für die „Vorbereitung“ von Eigenkonsum straffrei bleiben. Zuletzt vertrat Eigenherr erfolgreich einen Mandanten, der zweimal von der Stadtpolizei Zürich mit Cannabismengen von jeweils unter zehn Gramm aufgegriffen und mit Geldbußen bedacht worden war. Eigenherrs Plan sah vor, dass das Stadtrichteramt vor das Obergericht zieht, um so einen Grundsatzentscheid herbeizuführen.

 

Doch dies ist ist nun durch die Klagen eines Cannabiskonsumenten aus Basel geschehen, der bis vor das Bundesgericht zog, um gegen die Verfahrenskosten, die ihm für den Besitz einer geringen Menge Cannabis aufgetragen wurden, zu klagen – schließlich sei der Besitz straffrei, so das Argument. Und tatsächlich, das Bundesgericht in Lausanne gab dem Mann recht: der Besitz von Cannabismengen unter zehn Gramm bleibt straffrei, lautete das Urteil.

 

Die bisherigen Folgen lassen sich gut an: Die Stadtrichterämter Zürich und Winterthur haben bereits beschlossen, dass sie „Verfahren wegen blossen Besitzes einer geringfügigen Menge Cannabis bei Erwachsenen“ nicht mehr annehmen und einstellen, wie der „Tagesanzeiger“ berichtet. Und auch die Polizei in Zürich ließ jetzt verlautbaren: „Die Polizeien im Kanton Zürich passen ihre Praxis beim Besitz geringfügiger Mengen von Cannabis bei Erwachsenen vorläufig an.“

 

Wer in Zürich mit geringen Mengen Gras erwischt wird, hat also nichts mehr von der Polizei zu befürchten. Anders sieht es hingegen aus, wenn man beim Konsum von Cannabis erwischt wird. Denn der Konsum ist, anders als in Deutschland, verboten und wird weiterhin mit 100 Franken Ordnungsbuße belegt. Minderjährige, die mit (geringen) Mengen Marihuana oder Haschisch aufgegriffen werden, werden an die Jugendanwaltschaft gemeldet.

Anfang vergangenen Jahres berichteten wir über die Planungen einiger Schweizer Städte, Cannabis zu Studienzwecken für eine Anzahl von wenigen Tausend Probanden sozusagen zu legalisieren, um die Auswirkungen dieses Schritts wissenschaftlich ermitteln zu können.

 

Nun wird gemeldet, dass auch die Stadt Luzern beschlossen hat, das von der Stadt und der Uni Bern getragene Experiment zu wagen: 700 Luzerner sollen aus bereits kiffenden Menschen per Los ausgewählt werden. Über eine Haarprobe muss nachgewiesen werden, dass man bereits Cannabiskonsument ist. Die Luzerner Testpersonen müssen zudem über 18 Jahre alt sein und dürfen nicht schwanger oder in psychiatrischer Behandlung sein oder Psychopharmaka zu sich nehmen.

 

Für die Dauer der vermutlich auf vier Jahre angelegten Studie, deren genauer Startschuss noch nicht bekannt (da noch nicht gesichert) ist, der aber in naher Zukunft erfolgen soll, wird den Teilnehmern erlaubt, im Privaten legal Cannabis zu konsumieren. Das Cannabis dürfen und sollen sie dabei zu am Schwarzmarkt orientierten Preisen in dafür eingesetzten Apotheken erwerben. Umsonst gibt es dabei nichts – die Bezahlung müssen die Probanden selbst übernehmen, um möglichst realistische Bedingungen für die Studie zu schaffen. Maximal dürfen bis zu 24 Gramm pro Monat erworben werden. Der THC-Gehalt der angebotenen Ware soll bei zwölf Prozent liegen, der Anbau würde in der Schweiz stattfinden.

 

Einziger Wermutstropfen: Noch fehlt die Bewilligung des Bundesamts für Gesundheit (BAG) für die Studie. Der Entscheid wird in den nächsten Monaten erwartet.

Cannabis in aller Munde – sei es als gerollter Joint oder auch doch nur im Gespräch. Eins ist jedenfalls klar: das Thema lässt niemanden kalt, auch in der Schweiz nicht. Und auch in der Schweiz ist die Bevölkerung weitaus fortschrittlicher als die Regierenden. Während am 30. November 2008 bei einer Volksabstimmung noch 63 Prozent der Bevölkerung gegen die Cannabis-Legalisierung stimmten, würde bei einer Neuauflage heutzutage wohl eher ein gedrehtes Ergebnis zu erwarten sein.

 

Denn rund zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung möchten nicht weiter am Cannabis-Verbot festhalten. Das Institut GFS-Zürich führte im Auftrag des Fachverbands Sucht eine repräsentative Befragung mit 1.200 Teilnehmern durch, die ergab, dass 66 Prozent der Schweizer für ein Ende der Cannabis-Prohibition wären, wenn gewährleistet ist, dass Minderjährige kein Cannabis konsumieren dürfen und auch das Autofahren im Rauschzustand untersagt bleibt. Die Ergebnisse waren stabil und unterschieden sich kaum zwischen den Altersgruppen oder den Wohnorten (Stadt oder Land).

 

Auch die Schweizer Grünen wollen die Cannabis-Legalisierung und forderten im Mai ein Bundesgesetz zur Hanfregulierung, das eine geregelte Freigabe von Cannabis vorsieht. Zunächst wird sich die nationalrätliche Kommission für Soziale Sicherheit und Gesundheit mit dem Vorschlag der Grünen beschäftigen, allerdings frühestens im November oder sogar erst im nächsten Jahr. Die Nationalrätin der Grünen, Maya Graf, ist laut „20min.ch“ zuversichtlich, dass das Parlament die Chance wahrnehmen könnte: „Wenn der politische Wille da ist, kann ein solches Gesetz in zwei bis drei Jahren stehen.“

Cannabisblüten kann man in der Schweiz, eingestuft als Tabakersatzprodukt, mittlerweile in jedem Headshop und an vielen Kiosken ganz einfach legal kaufen – vorausgesetzt, es handelt sich um CBD-Gras, dessen THC-Gehalt unter 1 % liegt.


Betrachtet man die große mediale Aufmerksamkeit um das legale Gras und das rege Käuferinteresse, verwundert es nicht weiter, dass die große Supermarktkette Coop jetzt auf den Zug aufspringt und ein ähnliches Produkt in ihr Sortiment aufnimmt. Ab dem 20. Juli bietet Coop Hanfzigaretten der Marke „Heimat“ an: Die Glimmstengel bestehen aus einem Tabak-CBD-Hanf-Gemisch und werden komplett in der Schweiz produziert. Eine Packung enthält rund 4 Gramm CBD-Hanf und wird 19,90 Franken kosten (umgerechnet ca. 18 Euro).

 

Das Coop-Management verspricht sich viel von der Produkteinführung und verweist optimistisch auf andere erfolgreiche Produkte aus dem Coop-Regal, wie Hanfeistee oder Hanfblütenbier, die von den Kunden hervorragend angenommen werden.

 

 

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Cannabisbesitz ist auch in der Schweiz derzeit noch illegal. Doch dies könnte sich nun ändern – dank einem jungen Jura-Studenten, über den wir erst im vergangenen September berichteten, als er in Zürich vor Gericht einen Freispruch für einen Freund erwirkte, der mit acht Gramm Marihuana von der Polizei erwischt wurde.

 

Damals war der Jura-Student (oder Jus-Student wie es in der Schweiz heißt) im ersten Semester und wurde vor Gericht zunächst noch belächelt. Doch am Ende seiner Ausführungen gratulierte ihm der Richter sogar: Acht Gramm Cannabis seien eine geringe Menge und demnach nicht strafbar. Die Ordnungsbuße, die sein Freund ursprünglich zahlen sollte, sei demnach nicht zu zahlen. Besonders schön: die Stadtpolizei Zürich musste sich vom Gericht anhören, ungesetzlich gehandelt zu haben.

 

Und darauf will der Student namens Till Eigenheer, der inzwischen bei der Rechtsanwaltskanzlei Bühlmann & Fritschi in Zürich arbeitet, nun aufbauen, wie „watson.ch“ berichtet: denn seine erfolgreiche Argumentation vor Gericht stützte sich vergangenes Jahr auf Artikel 19b im schweizerischen Betäubungsmittelgesetz. Dieser Artikel besagt, dass geringe Mengen für die „Vorbereitung“ von Eigenkonsum straffrei bleiben. Unklar ist jedoch, was diese Vorbereitung genau darstellen soll, und auch, was eine geringe Menge ist.

 

Derzeit ist es in der Schweiz so, dass jeder, der mit Cannabis unter zehn Gramm aufgegriffen wird, eine Ordnungsbuße von 100 Franken zahlen muss – dies ist sogar bei legalem CBD-Gras aus der Schweiz immer wieder vorgekommen, wie wir berichtet haben. Doch diesen Umstand möchte Eigenheer nun ändern. Er vertritt nun einen Mandanten, der zweimal von der Stadtpolizei Zürich mit Cannabismengen unter zehn Gramm erwischt wurde.

 

Wie bei „watson.ch“ zu lesen ist, sieht der Plan des jungen Anwalts vor, dass das Bezirksgericht sein Urteil von 2016 bestätigt und das Stadtrichteramt daraufhin Einspruch einlegt. Dies würde zu einem Grundsatzentscheid des Obergerichts des Kantons Zürich führen. Dass das Stadtrichteramt mitspielt ist wahrscheinlich, da der Gemeinderat ebenfalls an einem Grundsatzentscheid interessiert ist.

 

Auch einen Gang bis vors Bundesgericht möchten Eigenheer und sein Mandant nicht ausschließen – dann müsste allerdings ein Kollege mithelfen, denn als Jus-Student kann Eigenheer nicht zur Verteidigung zugelassen werden. Eine Entscheidung des Bundesgerichts würde allerdings nicht nur Auswirkungen auf den Kanton Zürich, sondern die ganze Schweiz haben – die über 19.000 Ordnungsbußen für Cannabisbesitz, die 2016 in der Schweiz verhangen wurden, könnten sich dann in Zukunft auf null reduzieren.

 

Bis es so weit wäre, müssen allerdings noch ein oder zwei Jahre ins Land ziehen – zunächst einmal wird vor dem Bezirksgericht Zürich verhandelt werden, was im kommenden Monat der Fall ist.