Im Schweizer CBD-Business wird anscheinend mit harten Bandagen gekämpft, nichts anderes lässt diese unschöne Meldung vermuten: wie nun bekannt wurde, wurde bereits vor etwa einer Woche ein komplettes Hanffeld des CBD-Hanf-Produzenten Tell Hemp zerstört. „Es wurden über 4.000 Hanfpflanzen ausgerissen und auf der Erde liegen gelassen“, so Geschäftsführer Tony Peruzzo. Schlimm genug, doch das ist leider längst nicht alles. Auf dem betroffenem Feld, das etwa ein Drittel der unternehmenseigenen Anbaufläche ausmacht, wurden außerdem unzählige Samen männlicher Hanfpflanzen gesät. Wer sich ein wenig mit dem Thema Growing auskennt, weiß, dass nur weibliche Pflanzen die begehrten Blüten ausbilden, die aber durch eine Befruchtung durch die männlichen Pflanzen letztlich genau so unbrauchbar werden, wie die Männchen selbst. Seit Peruzzo, der erst Hanfgegner im Verdacht hatte, die nachwachsenden männlichen Pflanzen entdeckt hat, ist er sich sicher, dass nur seine Konkurrenz für die Sabotage verantwortlich sein kann. Seine Theorie ist angesichts des Umstands, dass die Luft auf dem CBD-Markt nach dem ersten großen Boom so langsam dünner wird, nicht ganz von der Hand zu weisen. Interessant: auf sachdienliche Hinweise, die zur Aufklärung des Falls beitragen, setzt Tell Hemp eine Belohnung von 10.000 Schweizer Franken aus.

 

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Unsere liebste Drogenbeauftragte meldet sich mal wieder zu Wort, um in einem Interview mit der „Welt“ vor den riesigen Gefahren des Cannabiskonsums zu warnen. Wie zu erwarten war, hat sich an Mortlers vorgestriger Einstellung bezüglich Marihuana wenig geändert. Zu jeder Gelegenheit brüstet sie sich mit dem Medizin-Gesetz von 2017, das aber auch gerne als Anbauverhinderungsgesetz verschmäht wird und auch davon unabhängig noch ausbaufähig wäre. Einer kompletten Legalisierung stellt sie sich nach wie vor mit ebenso altbekannten wie widerlegten „Argumenten“ entgegen.

 

Das CSU-Mitglied, immer das Wohl der Bevölkerung im Blick und niemals Lobbyinteressen, befürchtet eine gefährliche Verharmlosung des Rausch- und Arzneimittels als trendiges Lifestyle-Produkt. Als Beispiel dafür nennt Mortler den CBD-Hype in der Schweiz, wo man die THC-freien Blüten problemlos in Kiosk und Supermarkt erstehen kann. Die Bundestagsabgeordnete und Meisterin der Hauswirtschaft gibt weiterhin zu bedenken, dass „wegen keiner anderen illegalen Droge heute so viele Menschen behandelt werden müssen wie wegen Cannabis“. Hmm, okay. Eine schwammige Feststellung, die leider im Zuge des kritiklosen Wiederkäuens in anderen Blättern der Mainstream-Presse über die nächsten Tage sicher noch öfter auftauchen wird. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich natürlich, wie schwachbrüstig und irreführend ein solcher Satz ist. Zum einen ist die Zahl derjenigen Suchtpatienten, die durch gerichtliche Maßnahmen zu einer Therapie gezwungen oder gedrängt werden, obwohl diese eigentlich nicht nötig wäre, nicht zu unterschätzen. Zum anderen ist Cannabis aber auch die mit großem Abstand weitverbreitetste illegale Droge, da sollte es nicht wundern, dass eben auch dementsprechend mehr Menschen Suchtproblematiken entwickeln.

 

Bei all dieser geballten Unkenntnis (oder Verleumdung) kann man als Cannabisliebhaber ja schon fast froh sein, dass Marlene Mortler sich in ihrer zweiten Amtszeit verstärkt dem Thema Medikamentenmißbrauch widmen möchte. Obwohl, Cannabis ist ja nun auch Medizin…

Online-Versandhäuser verfügen über umfangreiche Retouren-Abteilungen. Immer wieder mal liegen den zurückgeschickten Paketen Dinge bei, die eigentlich besser bei ihren Besitzern geblieben wären, etwa Schlüssel oder Geldbörsen.

 

Doch dieses Mal wunderten sich die Angestellten des Lehner Versands, einem Shop aus der Schweiz, doch sehr: ein Retouren-Paket landete bei ihnen und nach dem Öffnen kamen zwei riesige Beutel Marihuana zum Vorschein, insgesamt 3,4 Kilogramm.

 

Die herbeigerufene Polizei konnte aber recht schnell ermitteln, dass es sich bei den Blüten um in der Schweiz legales CBD-Weed handelte. Auch wie das Paket bei dem Versandhandel – statt beim richtigen Empfänger – landen konnte, wurde aufgeklärt:

 

der Versender nutzte einen alten Karton des Versandhandels, auf dem er die ursprünglichen Etiketten nicht entfernte. Der eigentliche Empfänger wunderte sich über das – anscheinend nicht bestellte – Paket und schickte dieses an den Lehner Versand zurück. Inzwischen wurde ihm das bestellte und völlig legale Gras aber zugestellt.

Ach, die Schweizer! Sie bekommen einfach nicht genug vom CBD-Weed.

 

Nun setzt auch die Supermarktkette Lidl auf das rauschfreie Cannabis und bringt in Kooperation mit dem Thurgauer CBD-Start-Up „The Botanicals“ zwei Cannabisprodukte (fast) ohne THC in die (schweizer) Regale. Lidl bezeichnet die Hanfblüten, die seit dem 19. April zum Preis von 17,99 (für 1,5 Gramm Indoor-Hanf) beziehungsweise 19,99 Franken (für drei Gramm Gewächshaus-Hanf) angeboten werden, als Tabakersatz. Gemeinsam haben beide Produkte, dass sie ausschließlich aus in der Schweiz angebautem Hanf bestehen und wohl den ein oder anderen deutschen Lidl-Kunden neidisch machen werden.

 

Fragt sich noch, warum man anstatt dem 19. April dann nicht konsequenterweise direkt den Four-Twenty-Day für die offizielle Produkteinführung gewählt hat.

Die Schweizer Cannabismesse CannaTrade findet nach etwa anderthalb Jahren wieder in Zürich statt. Bereits 2001 erstmals in Bern veranstaltet, wurde sie seit 2012 im Zweijahresrhythmus nahe Zürich durchgeführt. Dieses Jahr zieht sie jedoch ins Zentrum von Zürich und wird dort in der Halle 622 genannten Location abgehalten – ab sofort wechselt die CannaTrade dann auch wieder in den Jahresrhythmus: im Mai 2019 wird sie in Lausanne stattfinden. Und das kommt nicht von ungefähr – der Schweizer CBD-Hype, der seit Sommer 2016 grassiert, hat unzählige Cannabis-Unternehmen hervorgebracht, von denen sich sicherlich auch einige gerne auf der Messe präsentieren möchten. Doch auch viele internationale Firmen und Betriebe aus dem deutschsprachigen Umfeld haben sich bereits als Aussteller angekündigt, insgesamt sind bereits über 150 Aussteller angemeldet.

 

Am letzten Aprilwochenende lädt die CannaTrade also nach Zürich und öffnet ab Freitag, den 27. April ihre Pforten, um dann drei Tage lang interessierte Besucher und Fachbesucher in allen Facetten über das Thema Cannabis zu informieren. Der Eintritt ist ab einem Alter von 18 Jahren gestattet. Im Zuge der CannaTrade wird auch erstmals seit vielen Jahren wieder der CannaSwissCup abgehalten (wir berichteten), der aufgrund der Gesetzeslage die letzten Jahre nicht mehr stattfand. Nun ist er aber wiederbelebt, auf CBD-Produkte umgestellt und in die CannaTrade eingepflegt: 35 verschiedene CBD-Sorten der Kategorien indoor, outdoor und Gewächshaus werden von einer Jury bewertet und prämiert. Wer auch eine Jury-Box mit allen 35 Sorten bekommen und die Strains bewerten möchte, kann auch ein Kombi-Paket zusammen mit Eintrittskarten für die Messe ergattern. Mehr Informationen dazu und im Allgemeinen findet ihr auf der Website der CannaTrade.

 

Cannatrade

Termin: 27. April 2018 bis 29. April 2018

Öffnungszeiten: Freitag 11-19 Uhr, Samstag 11-20 Uhr, Sonntag 11-18 Uhr

Veranstaltungsort: „Halle 622“ in Zürich, Schweiz

Preis: Tagesticket 15 CHF im Vorverkauf, 19 CHF regulär; 3-Tagesticket 35 CHF im Vorverkauf, 39 CHF regulär (Vorverkauf: www.starticket.ch)

Website: www.cannatrade.ch

Moderne Zeiten: heutzutage kann jeder im Internet kiloweise Marihuana bestellen und einen Großhandel mit der weichen Droge aufziehen. Wie die „Niederösterreichischen Nachrichten“ heute meldeten, wurde beispielsweise gerade ein Pensionist aus Hainburg überführt, mindestens 50 Kilogramm Gras über Facebook in Tschechien bestellt und in Österreich verkauft zu haben.

 

Den klassischeren Weg, um Weed über die Grenze zu bringen, ging vergangenen Donnerstag eine internationale Schmugglerbande: ein LKW mit spanischem Kennzeichen wurde nur wenige Meter vor der Schweizer Grenze in Italien gestoppt und der Frachtraum durchsucht. Wie „blick.ch“ berichtet, wurden dabei 100 Kilo Cannabis und ein mit Weihnachtspapier umwickelter Schuhkarton mit 100.000 Euro in bar zutage gefördert.

 

Zeitgleich wurde ein Lager in der italienischen Provinz Varese durchsucht, wo weitere 300 Kilo Cannabis beschlagnahmt wurden. Beide Aktionen waren von langer Hand geplant, denn die dahinter steckende Bande wurde schon länger überwacht. Daher wissen die Beamten auch, dass die 100 Kilo Cannabis in dem LKW von den Empfängern mit Bitcoin bezahlt werden sollten. Moderne Zeiten...

Für Cannabis-Freunde, -Konsumenten und -Patienten ist der momentan in der Schweiz herrschende CBD-Gras-Hype natürlich eine tolle Sache. Mittlerweile gibt es den legalen Industriehanf (so wird er in Polizeikreisen bezeichnet) an jeder Straßenecke legal zu kaufen, am Züricher Hauptbahnhof wird einfach mal der mit 15 Metern größte Space-Cake (natürlich auch aus CBD-Weed) der Welt verköstigt und im Wohnzimmer hängt zur Weihnachtszeit der Marihuana-Adventskalender.

 


Ein Problem mit diesem Trend hat bisher vor allem die Strafverfolgung. Denn natürlich lassen sich CBD-Blüten rein äußerlich nicht von den THC-haltigen unterscheiden. Das bisherige Prozedere bestand darin, gefundenes Marihuana in jedem Fall erst einmal einzukassieren und anschließend einer aufwendigen und dementsprechend teuren Laboruntersuchung zu unterziehen. Handelte es sich tatsächlich nur um CBD-Gras, mussten die Kosten für den Test vom Steuerzahler übernommen werden.

 


Doch nun werden die Beamten des Kantons Zürich erstmals mit Schnelltests für die Hosentasche ausgerüstet. Gleich vor Ort können die Beamten dann mit dem handlichen Test-Kit feststellen, ob Marihuana größere Mengen an THC enthält oder nicht. Und das geht ganz einfach: Einfach etwas Blüten- oder Blattmaterial (kleinste Mengen reichen schon aus) in den Plastikbeutel geben und ihn mit den Fingern zerdrücken. In dem Beutel finden sich zwei kleine Ampullen mit Chemikalien, die bei Druck aufplatzen und ihren Inhalt freigeben, der sich mit dem Marihuana vermischt. Anhand der folgenden Verfärbung (rosa: CBD, blau: THC), kann man leicht sagen, um welche Art Weed es sich handelt. Nur in absoluten Grenzfällen muss nun noch eine Untersuchung im Labor durchgeführt werden.

Diesen Sonntag wird einem am Züricher Hauptbahnhof ein besonderes Spektakel geboten: Im Zuge des grassierenden CBD-Hypes wird im Rahmen einer PR-Aktion des Hanfanbieters Zuya der wohl größte Space-Cake der Welt präsentiert und zur Verköstigung angeboten.

 

Roger Vollenweider, Schweizer Hanfpionier und -aktivist, zeichnet sich mit für die Aktion verantwortlich. Er ist der Meinung, dass „ein Stück von diesem Cake (…) jedem guttun“ wird. Bei dem Getümmel im Hauptbahnhof „kommt die beruhigende Wirkung des CBD gerade richtig. Ein Stück von diesem Cake macht es möglich, im Trubel der Vorweihnachtszeit den inneren Frieden zu finden.“, so der 56-jährige Vollenweider.

 

Die Zutatenliste für den monströsen CBD-Weed-Kuchen liest sich beeindruckend: 160 Eier, 40 Kilo Zucker, 40 Liter Milch, 32 Kilo Mehl, acht Kilo Schokolade und sechs Kilo Butter werden für das Rezept benötigt. Fehlt natürlich noch die Hauptzutat, ein ganzes Kilogramm CBD-Cannabis. Das fertige Backwerk soll sage und schreibe 15 Meter messen und in 1850 einzelne Portionen aufgeteilt werden. Also, keine Panik, es ist wohl genug für alle da.

 

Leider wurde es versäumt, die Aktion rechtzeitig beim Guinness-Buch der Rekorde anzumelden, denn rekordverdächtig ist der Kuchen in jedem Fall. Und die Frage, ob ein CBD-Kuchen trotz mangelnder Psychoaktivität wirklich als Space-Cake bezeichnet werden darf, wurde auch noch nicht abschließend geklärt. Nichtsdestotrotz wird Highway euch in dieser Sache weiter auf dem Laufenden halten...

Legales Gras in der Schweiz – das ist seit dem Sommer 2016 wieder möglich. Gut, zugegeben, der THC-Gehalt darf ein Prozent nicht übersteigen, aber dennoch ist das Schweizer CBD-Weed ein riesiger Verkaufserfolg und das rauschfreie Kraut konnte viele Fans gewinnen. Unter den Produzenten tobt eine wahre Schlacht – Dutzende Unternehmen drängen auf den Markt. Der richtige Zeitpunkt also, um eine Schweizer Institution wiederzubeleben, die die letzten Jahre repressionsbedingt im Dornröschenschlaf verweilte: gemeint ist der CannaSwissCup.

 

Der CannaSwissCup geht zurück bis ins Jahr 1998. Damals waren in der Schweiz die Zeiten in Bezug auf Gras noch deutlich rosiger: „Duftkissen“ mit THC-haltiger Cannabisfüllung konnten frei ver- und gekauft werden und auch die Ausrichtung eines Wettbewerbs der besten Sorten war anfangs problemlos möglich. Doch das änderte sich schnell wieder und nach einigen Jahren musste der Cup pausiert werden – um nun, dank des CBD-Booms, mit leicht veränderten Vorzeichen wiederzukehren.

 

Am 1. Dezember startet der Vorverkauf für die Jury-Boxen des CannaSwissCups. Jede und jeder Volljährige kann zum Preis von 245 Schweizer Franken die Jury-Box anfordern und mitentscheiden, welche der Weed-Sorten eine Auszeichnung gewinnen sollen. Die Bestellung der Jury-Box ist über die Website des Cups, die unter cannaswisscup.ch zu erreichen ist, möglich. Allerdings wird eine Postanschrift in der Schweiz vorausgesetzt, da die Boxen ansonsten aus rechtlichen Gründen nicht zugestellt werden können.

 

In den Jury-Boxen sind insgesamt jeweils ein Gramm von 35 verschiedenen Cannabissorten von 18 verschiedenen Produzenten enthalten, die sich auf die Kategorien Indoor (15 Sorten), Outdoor (10 Sorten) und Treibhaus (10 Sorten) verteilen. Mit enthalten sind zwei Eintrittskarten für die Cannabismesse CannaTrade, die vom 27. bis 29. April 2018 in Zürich stattfindet und wo auch die Preisverleihung des CannaSwissCups abgehalten werden wird.

 

Weitere Informationen und Kauf der Jury-Box unter: cannaswisscup.ch

Legales CBD-Gras aus der Schweiz boomt und sorgt dort für hohe Umsätze und Cannabis-Konsumenten ohne Rauschwirkung – außerdem sorgt es für Verwirrung bei der Schweizer Polizei, denn es kann ohne Tests praktisch gar nicht von THC-haltigem und damit psychoaktivem Marihuana unterschieden werden.

 

Und was die Polizei nicht kann, kann auch die Armee nicht. Aus diesem Grund ist es Schweizer Soldaten nun sowohl während Arbeits- als auch Ruhezeiten verboten, CBD-Gras zu konsumieren. Offiziell wird dies damit begründet, dass der geringe THC-Gehalt von unter einem Prozent, der in legalem CBD-Weed enthalten ist, genügen könnte, um die Grenzwerte für das Führen von Fahrzeugen zu überschreiten.

 

Der „Tages-Anzeiger“ berichtet, dass zumindest der Konsum und Besitz für Soldaten, die Ausgang haben oder sich um Urlaub befinden, allerdings weiterhin erlaubt ist.