Die sechs Angreifer waren als Polizisten verkleidet, setzten Störsender ein und schossen mit einer Schrotflinte auf die beiden Aufpasser einer Cannabisplantage mit knapp 10.000 Cannabispflanzen in Altstätten in der Schweiz: Wie wir berichteten, überfielen am 6. Februar 2015 sechs Männer im Alter zwischen 22 und 39 Jahren eine ebenso professionelle wie illegale Cannabisplantage – der ursprüngliche Plan sah vor, die Wachen zu fesseln, was auch geschah, und Geld und Gras von ihnen zu verlangen. Als die Angreifer aber bemerkten, dass einer der beiden Angeschossenen mit dem Tod kämpfte, zogen sie sich ohne Beute zurück und alarmierten den Notarzt.

 

Daraufhin ermittelte die Polizei sowohl wegen des Überfalls als auch wegen der riesigen Cannabisplantage. Nach der Tat gab es 28 Verhaftungen und 38 Hausdurchsuchungen. Auch wurden sechs weitere Anlagen zur Produktion von Cannabis ausgehoben. Die vier Hauptbetreiber der Riesenplantage mussten sich bislang noch nicht vor Gericht verantworten, sind aber bereits angeklagt. Drei Arbeiter der Plantage, unter anderem die Wache, die lebensgefährlich verletzt wurde, sind bereits verurteilt worden.

 

Am Montag startet nun nach fast zwei Jahren der Prozess gegen die sechs Beteiligten, die den Überfall ausgeübt haben. Diese müssen sich unter anderem wegen Raub, Freiheitsberaubung und mehrfach versuchter Körperverletzung verantworten. Unter den Angeklagten ist auch einer der Haupttäter des spektakulären Postraubs in Zürich aus dem Jahr 1997. Dieser ist wohl auch der Schütze der Schrotflinte.

 

Der Prozess ist auf sechs Tage angelegt, wir berichten hier an dieser Stelle, wenn die Urteile verkündet wurden.

HEUTE AM 24. DEZEMBER IM ADVENTSKALENDER: LED-Easdesy Hydro Vario 50 W – 210 W von i-grows im Wert von 690 Euro

 

Highway – Das Cannabismagazin und i-grows wünschen frohe Weihnachten! Heute ist es endlich so weit, der Weihnachtsmann ist im Anmarsch – doch vorher muss noch das letzte Türchen im Highway-Adventskalender geöffnet werden:

 

Und hinter Türchen Nummer 24 verbirgt sich ein dicker Hauptpreis, eine LED-Leuchte für Profis: Wir verlosen heute das Modell LED-Easdesy Hydro Vario 50 W – 210 W aus dem Hause i-grows, einem jungen, innovativen Unternehmen aus der Schweiz, das High-End-LED-Leuchten und neue Klima- und Energiemanagementsysteme vertreibt.

 

Die LED-Easdesy Hydro Vario 50 W – 210 W, die es heute zu gewinnen gibt, ist eine Neuentwicklung aus dem Bereich der LEDs, die durch verschiedene Auswahlmöglichkeiten sehr energieeffizient arbeitet und so dem Einsatzbereich optimal angepasst werden kann. Durch die sehr niedrige Birnentemperatur von 55 °C kann die Lampe theoretisch bis auf zwei Zentimeter über die Pflanzen gehängt werden. Verwendbar und auch installierbar ist die Easdesy Hydro Vario sowohl horizontal wie auch vertikal.

 

Den Vergleich mit anderen Leuchtmitteln muss die Leuchte nicht scheuen: Im Gegensatz zu Hochdruck-Gasentladungslampen und typischen anderen LEDs hat die Easdesy Hydro Vario keine Reflektor- oder Linsenverluste zu vermelden. Auf 20.000 Stunden gesehen hat die Easdesy fünf Prozent Ausfälle – etwa zehnmal weniger als Hochdrucklampen. Mit zwei der LEDs kann eine 600-Watt-NDL komplett ersetzt werden – bei selbem Ertrag und über fünfzig Prozent weniger Energieeinsatz.

 

Durch ein geschütztes System mit Fokussierung auf die sogenannte diffuse Strahlung konnten die Hersteller von i-grows eine um 35 Prozent erhöhte Strahlungsaufnahme gegenüber herkömmlichen Leuchten erreichen: Je mehr Lichtpunkte man über eine bestimmte Fläche verteilt, desto mehr diffuses Licht hat man generiert. Daher setzt i-grows Hunderte mittelstarke LEDs statt wenige sehr starke ein. Durch das diffuse Licht hat man viel weniger Schatten und die gleichmäßig bestrahlte Fläche kann so von einer verbesserten Photosynthese profitieren.

 

Mehr Informationen zu den LEDs von i-grows findet ihr unter www.i-grows.ch

 

Und nun wollen wir den Heiligabend eines oder einer Glücklichen besonders hell erleuchten und verlosen eine Easdesy Hydro Vario 50 W – 210 W im Wert von 690 Euro. Alles, was ihr tun müsst, um zu gewinnen, ist folgende Frage zu beantworten:

 

Gewinnfrage:

Wer ist der Sponsor des heutigen Gewinns im Adventskalender?

a) Apple

b) i-grows

c) Marlene Mortler

 

Alle richtigen Antworten bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Extra-Gewinnchance: Jeder Teilnehmer, der uns seinen Facebook-Namen in der E-Mail mitteilt und unter unserem heutigen Adventskalender-Facebook-Post zwei bis fünf Freunde im Kommentarbereich verlinkt, steigert seine Gewinnchancen um das 2-, 3-, 4- oder sogar 5-fache!

 

Gestern gewonnen (Pax 3) hat: Laura K.

 

Viel Glück und eine frohe Weihnachtszeit an alle Leser!

Eure Highway-Redaktion

 

Teilnahmebedingungen: Alle Teilnehmer müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Außerdem sollten die Teilnehmer im Idealfall direkt ihre Anschrift mitsenden, andernfalls haben sie 48 Stunden Zeit auf die Gewinnbenachrichtigung zu reagieren, sonst geht der Preis an den nächsten. Die Teilnahme ist bis Mitternacht des heutigen Tages möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

HEUTE AM 16. DEZEMBER IM ADVENTSKALENDER: Bio Bloom Stimulator im Wert von 129 Euro von A&C Fertilizer

 

Was ist der A&C Bio Bloom Stimulator von A&C Fertilizer? Es handelt sich dabei um einen Düngerzusatz, der für jedes Substrat geeignet ist. Durch die Gabe des Stimulators wird der Pflanzenwachstum begünstigt und eine frühere und höhere Ernte herbeigeführt.

 

Der Bio Bloom Stimulator ist dabei für jedes Substrat geeignet und führt zu keinerlei EC-Wert-Erhöhungen – Mineralien und Glucose wird gleichmäßig verteilt und eine bessere Balance der Elemente innerhalb der Pflanzen erreicht. So werden die Pflanzen stärker und widerstandsfähiger gegen Krankheiten.

 

Der Bio Bloom Stimulator von A&C Fertilizer wird in Verpackungsgrößen von 0,125, 0,25, 0,5, 1 und 5 Litern vertrieben. Angewandt wird der Stimulator bei jeder Bewässerung. Pro 100 Liter Nährlösung werden 20 bis 40 Milliliter des Bio Bloom Stimulators beigefügt. Bestandteile sind Pflanzen- und Fruchtextrakte, ätherische Öle sowie Raps- und Sonnenblumenöl.

 

Mehr Informationen zum Bio Bloom Stimulator findet ihr unter www.ac-fertilizer.com

Bestellen könnt ihr den Stimulator (und einiges weitere) zum Beispiel bei www.sowandgrow.ch

(mit dem Promo-Code Highway17 bekommt ihr 10 % Rabatt auf das gesamte Sortiment!)

 

Ein Glücklicher oder eine Glückliche kommt heute im Zuge unseres Adventskalenders kostenlos in den Genuss von 250 Milliliter Bio Bloom Stimulator von A&C Fertilizer. Zusätzlich ist dem Preis noch ein großer Roll Tray von Vision Seeds beigelegt.

 

Um zu gewinnen, muss nur folgende Frage beantwortet werden:

 

Gewinnfrage:

Wer ist der Hersteller des A&C Bio Bloom Stimulators?

 

a) A&A Fertilizer

b) A&B Fertilizer

c) A&C Fertilizer

 

Alle richtigen Antworten bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Extra-Gewinnchance: Jeder Teilnehmer, der uns seinen Facebook-Namen in der E-Mail mitteilt und unter unserem heutigen Adventskalender-Facebook-Post zwei bis fünf Freunde im Kommentarbereich verlinkt, steigert seine Gewinnchancen um das 2-, 3-, 4- oder sogar 5-fache!

 

Gestern gewonnen (Edelholzpfeife „Pisko“) hat: Christoph F.

 

Viel Glück und eine frohe Weihnachtszeit an alle Leser!

Eure Highway-Redaktion

 

Teilnahmebedingungen: Alle Teilnehmer müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Außerdem sollten die Teilnehmer im Idealfall direkt ihre Anschrift mitsenden, andernfalls haben sie 48 Stunden Zeit auf die Gewinnbenachrichtigung zu reagieren, sonst geht der Preis an den nächsten. Die Teilnahme ist bis Mitternacht des heutigen Tages möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Am Ende gratulierte der Richter dem Jura-Studenten: Dessen Freund, ein Jugendlicher aus Zürich, der größten Stadt in der Schweiz, wurde dort kürzlich mit acht Gramm Marihuana von der Polizei aufgegriffen. Dafür gab es eine Ordnungsbuße von 100 Franken für den Besitz und obendrauf noch 150 Franken für Gebühren, so berichteten es die „Südtirol News“.

 

Aber war da nicht was? Steht nicht im Schweizer Betäubungsmittelgesetz vom 1. Oktober 2013, dass nicht strafbar ist, wer nur eine geringfügige Menge eines Betäubungsmittels für den eigenen Konsum vorbereitet? Und studiert nicht eigentlich der eine Kollege Rechtswissenschaft an der Universität Zürich? Warum den nicht mal anrufen... und so kam es, dass dieser gemeinsam mit seinem mit acht Gramm Gras erwischten Freund vor Gericht zog.

 

Und dort wurde er zunächst noch belächelt, doch am Ende seiner Ausführungen, gratulierte ihm der Richter sogar: Acht Gramm Cannabis seien eine geringe Menge und demnach nicht strafbar. Die Ordnungsbuße und Gebühren seien demnach nicht zu zahlen. Besonders nett obendrauf: die Stadtpolizei Zürich musste sich vom Gericht anhören, ungesetzlich gehandelt zu haben.

 

Doch was bedeutet dies für die Zukunft? Das Magazin „watson“ hat sich Thomas Hansjakob, den ersten Staatsanwalt des Kantons St. Gallen, geschnappt und dazu befragt. Auf den ersten Blick sind seine Antworten für Cannabisfreunde eher frustrierend. Auf den zweiten aber auch nicht, denn wer weiß schon wohin die Reise geht und ob nicht einfach nur heiße Luft hinter seinen Aussagen steht.

 

So fragte „watson“ unter anderem, ob sich nun nicht jeder Schweizer Cannabisfreund, der mit weniger als zehn Gramm Marihuana erwischt würde, vor Gericht gegen seine Ordnungsbuße vorgehen könne. Die Antwort des Staatsanwalts lautet, dass jedes Gericht jederzeit anders entscheiden könne und man dann am Ende noch mehr Kosten als die Ordnungsbuße und Gebühren übernehmen müsse. Wir von Highway – Das Cannabismagazin sind der Meinung, da könnte der ein oder andere es doch einfach mal drauf ankommen lassen und sich im Zweifel bei anderslautenden Urteilen durch die Instanzen klagen.

 

Die Entwicklungen in der Schweiz werden wir jedenfalls weiterhin mit großem Interesse verfolgen und darüber berichten. Erst vergangenes Wochenende waren wir bei Zürich auf der Fachmesse Cannatrade, um dort unsere neue Ausgabe Highway 04/2016 vorzustellen. Diese ist seit vergangener Woche an jedem gut sortierten Kiosk und Growshop erhältlich:

 

 

Weblink: Highway am Kiosk finden

Weblink: Highway 04/2016 als E-Paper kaufen

Cannabis ist immer weiter auf dem Vormarsch und auch das legale Cannabusiness in Europa boomt. Dieses Jahr sind in allen drei großen deutschsprachigen Ländern Cannabismessen abgehalten worden oder kommen noch auf uns zu. Nach der Mary Jane in Berlin (wir berichteten) steht als nächstes die Cannatrade in der Schweiz auf dem Plan – eine Messe, die schon seit über 15 Jahren im Geschäft ist. 2001 wurde sie erstmals in Bern durchgeführt, zog 2008 nach Basel und findet seit 2012 im Zweijahresrhythmus in der Stadthalle Dietikon bei Zürich statt.

 

 

Am Freitag, den 2. September ist es soweit und ab 11 Uhr öffnen sich die Pforten für die Besucher, die sich dann das ganze Wochenende an allen drei Tagen bis Sonntagabend über Hanf in all seinen Formen informieren können. Es haben sich bislang schon über 100 Aussteller aus allen möglichen Ländern angemeldet, um die Besucher über ihre Produkte aus den Bereichen Gartenbedarf, Paraphernalia, Natur und Medizin zu informieren.

 

 

Aber auch abseits der Stände wird ein großes Rahmenprogramm geboten: Eine Outdoor-Area lädt zum Verweilen ein, Tombola und Joint-dreh-Wettbewerb zum Mitmachen und Live-Glasbläserei zum Staunen. Daneben gibt es einige Vorträge und Referate einschlägiger Szenegrößen.

 

 

Cannatrade

Termin: 2. September 2016 bis 4. September 2016

Öffnungszeiten: Freitag 11-19 Uhr, Samstag 11-20 Uhr, Sonntag 11-18 Uhr

Veranstaltungsort: Stadthalle Dietikon bei Zürich (Fondlistraße 15, 8953 Dietikon)

Preis: Tagesticket 15 CHF im Vorverkauf, 19 CHF regulär; 3-Tagesticket 35 CHF im Vorverkauf, 39 CHF regulär (Vorverkauf: www.starticket.ch)

Website: www.cannatrade.ch

Eine große Online-Umfrage unter den Schweizer Bürgern ergab ein deutliches Votum für den Wunsch nach einer liberaleren Cannabispolitik und zeigte, dass sich die meisten der Teilnehmer eine Legalisierung von Cannabis wünschen würden.

 

Der Zusammenschluss „Newsnet“, der die vier Schweizer Tageszeitungen „Basler Zeitung“, „Berner Zeitung“, „Der Bund“ und „Tages-Anzeiger“ vereint, führte nun eine nicht repräsentative Umfrage unter der Schweizer Leserschaft durch, um zu erfahren, was diese von der aktuellen Cannabispolitik hält (Links am Ende des Artikels). 6.232 Teilnehmer folgten dem Aufruf und klickten sich durch die Fragen. 35,6 % von ihnen gaben dabei an, noch nie oder nur ein einziges Mal Cannabis konsumiert zu haben. 27,4 % der Befragten stuften sich selbst als tägliche oder wöchentliche Konsumenten ein.

 

Das Ergebnis erstaunt vermutlich gar nicht besonders viele Menschen, weder auf Seiten der Befürworter noch der Legalisierungsgegner: 83,8 % der Umfrageteilnehmer sind für eine Liberalisierung von Cannabis und auch eine regulierte Abgabe von Marihuana und Haschisch in der Schweiz wird mit einer großen Mehrheit von 71,5 % befürwortet. Der Wunsch nach einer Liberalisierung wird vor allem mit der Aushebelung des Schwarzmarkts (79 %) und der Entkriminalisierung der Konsumenten (88,9 %) begründet. Die Freigabe-Gegner begründeten ihre Sorgen mit Angst um die Jugendlichen (62,3 %), Angst um steigende Konsumentenzahlen (36 %), ganz allgemein dem Wunsch nach einer drogenfreien Gesellschaft (25,2 %) und mit der unsäglichen Einstiegsdrogen-Theorie (46,9 %). Eine ärztliche Verordnung von Cannabisprodukten lehnten allerdings nur 3,8 % der Umfrageteilnehmer ab.

 

Besonders interessante Ergebnisse: 13,1 % der Konsumenten gaben Eigenanbau als Bezugsquelle für Marihuana an. Für den Fall einer Freigabe durch die Schweizer Regierung sahen über die Hälfte (52,2 %) aller Befragten ihr favorisiertes Abgabemodell im Freien Markt, also einer Behandlung ähnlich der von Tabak. 29,2 % stimmten für die Produktion und den Vertrieb durch nicht gewinnorientierte Organisationen. Staatliche Produktion und Abgabe konnten sich nur 18,6 % der Befürworter vorstellen.

 

Alle Umfrageergebnisse gibt es hier zu finden:

Weblink: „Tages-Anzeiger“ – Cannabis-Umfrage: Die Resultate

Weblink: SurveyGizmo – Auswertung der Cannabis-Umfrage

Manch einem mag diese Idee abstrus vorkommen, der ein oder andere hat vielleicht aber auch schon mal, aus welchem Grund auch immer, darüber nachgedacht: Marihuana, das aussieht, riecht und schmeckt wie ganz normales Gras, das allerdings über kein THC verfügt.

 

Das Schweizer Unternehmen Medropharm produziert als einzige Firma in der Schweiz Cannabisblüten, die alles mit gewöhnlichem Marihuana gemeinsam haben – bis auf den Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC), der hauptsächlich für den Cannabisrausch zuständig ist. Die weiteren Wirkstoffe sind allerdings nicht herausgezüchtet worden, die Konsumenten können also die beruhigenden Wirkungen des Cannabidiol (CBD) erfahren ohne sich zu berauschen.

 

Hintergrund der Entwicklung des jungen Unternehmens ist der Einsatz als Ersatzstoff für diejenigen, die gerne mit dem Cannabis rauchen aufhören möchten, sich dazu aber nicht in der Lage sehen. Hauptzielgruppe sollen Jugendliche sein, wie das Schweizer Portal „20 Minuten“ berichtet. Diese könnten so in ihrem gewohnten Umfeld Cannabis konsumieren und die entsprechenden Rituale pflegen, allerdings ohne sich zu berauschen. Nach einigen Wochen oder Monaten können sie dann das Rauchen ganz einstellen, so der Plan.

 

Gerne würde das Unternehmen auch sehen, dass das THC-freie Marihuana auch im Zuge der geplanten Schweizer Modellprojekte (Highway berichtete) eingesetzt wird.

Die sechs Angreifer waren teilweise als Polizisten verkleidet, setzten Störsender ein und schossen mit einer Schrotflinte auf die beiden Aufpasser der Plantage, die daraufhin lebensgefährlich verletzt wurden – am 16. Februar vergangenen Jahres überfielen sechs Männer im Alter zwischen 22 und 39 Jahren eine ebenso professionelle wie illegale Cannabisplantage in Altstätten in der Schweiz. Der ursprüngliche Plan sah vor, die Aufpasser zu fesseln, was auch geschah, und Geld und Gras von ihnen zu verlangen. Als die Angreifer aber bemerkten, dass einer der beiden Angeschossenen mit dem Tod kämpfte, zogen sie sich ohne Beute zurück und alarmierten den Rettungsdienst, sodass alle Beteiligten mit dem Leben davonkommen konnten.

 

Die Polizei ermittelte nun in zwei Richtungen – einmal musste der Überfall aufgeklärt werden und auf der anderen Seite sah sich die Schweizer Polizei mit einer riesigen Plantage von über 10.000 Cannabispflanzen konfrontiert. Die Ermittlungen bezüglich der Plantage führten schlussendlich zu der Festnahme von 28 größtenteils Schweizer Personen und der Aushebung von sechs weiteren Plantagen. Gegen den Betreiber der ursprünglichen Riesenaufzucht läuft noch das Verfahren.

 

Nun stehen auch die sechs Angreifer vor Gericht, wie „toponline.ch“ berichtet. Die Vorwürfe decken neben anderen Anklagen Raub, mehrfache versuchte Körperverletzung, Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, Nötigung und Amtsanmaßung ab. Die Staatsanwaltschaft forderte neben Geldzahlungen Freiheitsstrafen zwischen zweieinhalb und vier Jahren für die Angreifer. Der Schütze wurde zusätzlich wegen Waffendelikten und mehrfacher versuchter Tötung angeklagt. Für ihn hat die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von elf Jahren gefordert.

Einen Schritt vor und zwei Schritte zurück – oder doch lieber umgekehrt? Die Schweizer Volkspartei (SVP) möchte am liebsten alle Cannabiskonsumenten in den Knast schicken. Eigentlich gab es in der letzten Zeit wieder ein bisschen Erfreulicheres aus der Schweiz zu vermelden: Zuletzt waren Pilotprojekte für legale Cannabisausgabestellen im Gespräch (Highway berichtete). Und bereits Ende 2013 wurde das Betäubungsmittelgesetz dahingehend geändert, dass Erwachsene, die mit weniger als 10 Gramm Cannabis aufgegriffen werden, „nur“ noch mit Geldbussen belegt werden, statt sich eine Anzeige einzuhandeln.

 

Doch die rechtspopulistische SVP, die in der Schweiz leider die größte Fraktion der Bundesversammlung stellt, möchte das jetzt ändern. Wie „20 minuten“ heute berichtet, will die SVP die Revision des Betäubungsmittelgesetzes rückgängig machen und am liebsten noch verschärfen und reichte einen entsprechenden Vorstoß im Nationalrat ein, der im März debattiert werden wird.

 

Ganz klar soll damit das geplante Projekt der Cannabis-Clubs im Keim erstickt werden: Die Ausgabestellen dürften dann das Cannabis zwar verkaufen, aber niemand dürfte es bei sich führen oder gar rauchen. Begründet wird der Vorstoß der SVP damit, die Umstellung auf Geldbussen statt Anzeigen hätte sich nicht bewährt – eine gewagte Aussage, nach gerade einmal zweieinhalb Jahren.

Wie bereits zum Wochenende vorvergangener Woche von uns gemeldet, trafen sich Vertreter der Schweizer Städte Basel, Bern, Genf, Winterthur und Zürich, um über Modellprojekte für eine kontrollierte, legale Cannabisabgabe zu beratschlagen. Wie nun das Schweizer Radio SRF meldete, sind die Städte bis auf Winterthur gewillt, den legalen Verkauf von Cannabis in die Wege zu leiten. Startschuss soll bereits im kommenden Jahr sein.

 

Hier die Fakten im Überblick:

 

  • maximal 2.000 „Versuchspersonen“ dürfen an dem Experiment teilnehmen (von geschätzt über 500.000 Schweizer Konsumenten)

  • zwei der vier Städte wollen auch Cannabis an Jugendliche ausgeben

  • Ein großer Teil der Teilnehmer soll aus Freizeitkonsumenten bestehen, die ihren Konsum weitestgehend im Griff haben

  • Die Freizeitkonsumenten werden per Los ausgewählt

  • Die anderen Versuchsteilnehmer bestehen aus „Problemkonsumenten“ sowie Menschen, die Cannabis als Medizin nutzen (wollen)

  • Alle Teilnehmer werden wissenschaftlich begleitet

  • Das Pilotprojekt ist auf vier Jahre ausgelegt

 

Das ganze Projekt muss allerdings auch noch von Regierung und Bundesamt für Gesundheit genehmigt werden, was mit Sicherheit kein Selbstläufer sein wird.

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