Wer gerade am Mittagtisch sitzt, sollte diese Nachricht lieber mit Vorsicht genießen! Es war wahrlich ein schwarzer Tag für einen Mann aus Cashmere, Washington. Der bereits mehrfach vorbestrafte 27-Jährige durchlebte den Albtraum eines jeden Mannes: während er eine scharfe Pistole in seiner Hose verstauen wollte, löste sich ein Schuss und verletzte Hoden und Penis schwer. Stark blutend fuhr er mit seiner Freundin in ein Krankenhaus und lag nur wenig später auf dem Operationstisch. Glück im Unglück, könnte man jetzt sagen, doch die Pechsträhne des jungen Mannes riss nicht ab.

 

Denn während der Operation ploppte ein mit Marihuana gefüllter Ballon aus dem Anus des Patienten und fiel dem erstaunten Chirurgen sozusagen in Hände. Die eintreffende Polizei, die bei Schussverletzungen umgehend vom Krankenhauspersonal verständigt werden muss, konfiszierte das Cannabis und fand zu allem Überfluss noch weitere Drogen in der blutverschmierten Jacke des Verletzten.

 

Bereits Mitte Mai erlebte ein Pärchen aus den Niederlanden einen schwarzen Tag auf dem Weg von Den Haag nach Recklinghausen. Wie nun bekannt wurde, wurde die Polizei auf einem Autobahn-Rastplatz nahe Hamminkeln auf die 38-jährige Frau und ihren 56-jährigen Begleiter aufmerksam. Von den Beamten auf ihr Reiseziel angesprochen, zeigten sich die beiden sichtlich nervös. Den Polizisten fielen sogleich die zitternden Hände auf, als die Fahrzeug- und Ausweisdokumente zur Kontrolle überreicht wurden. Es kam, wie es kommen musste: der Wagen des Pärchens wurde einer Kontrolle unterzogen, wobei im Kofferraum ein gutes Kilogramm Haschisch sowie sage und schreibe 2787 Joints gefunden wurden. Für welchen Anlass beziehungsweise Zweck (abgesehen vom Konsum) insbesondere die enorme Menge an Joints bestimmt war, ist unklar. Für das Pärchen aus endete der Trip wenig überraschend mit einer Festnahme.

 

Der Schmuggel verbotener Substanzen via Fernbus boomt. Keine Woche vergeht ohne eine entsprechende Meldung in den Lokalblättern. Diesmal fanden Stuttgarter Zollbeamte im Fernbus von Amsterdam nach München bei einer Kontrolle ein scheinbar herrenloses Gepäckstück, auf das der Spürhund angeschlagen hatte und das auf Nachfrage keinem der Fahrgäste gehörte. Schnell wurde klar, warum sich niemand zu dem Trolley bekennen wollte: im Inneren befanden sich sieben Kilogramm Marihuana und etwa 300 Gramm Kokain. Der unglückliche Schmuggler hatte versucht, den Geruch mit einigen Packungen reifen Käses zu übertünchen. Zeugenaussagen (und vielleicht auch der Käse) lenkten den Verdacht auf einen Mann aus den Niederlanden, der jedoch jede Beteiligung abstritt. Trotzdem wurde er wegen des Verdachts auf unerlaubte Einfuhr von Betäubungsmitteln festgenommen und vorerst in Untersuchungshaft gesteckt.

 

 

Stolze 30 Kilogramm Marihuana entdeckte die Polizei in Baden-Württemberg im Raum Stuttgart. Ein schwarzer PKW, bis zum Anschlag gefüllt mit eingeschweißtem Weed (siehe Bild), wurde von den Beamten vor einem Ladengeschäft in Stuttgart-Feuerbach, in dem wohl die Übergabe stattfinden sollte, eingesackt. Kurios: das vollgepackte Auto musste aufgrund einer Panne von einem Abschleppwagen zum Übergabeort gezogen werden. In dem Laden wurden bei der Dursuchung 100.000 Euro in Bar gefunden, dazu ein Kilogramm Kokain.

 

Neun Männer und eine Frau zwischen 22 und 27 Jahren werden verdächtigt, fünf von ihnen befinden sich bereits in Untersuchungshaft. Besonders pikant an dem Fall: bei einem der Mitglieder der Bande, die sich wohl schon seit geraumer Zeit im Visier der Ermittler befanden, handelt es sich um einen 23-jährigen Polizeikommissaranwärter aus Hessen. Dies war der Öffentlichkeit zunächst vorenthalten worden, wurde aber nun von der Staatsanwaltschaft Stuttgart bestätigt. Nicht bestätigt wurde, dass es sich bei dem Polizei-Azubi um den Fahrer des Wagens handelte. So oder so, der Polizeischüler wurde bereits aus dem Beamtenverhältnis entlassen und wird seine Ausbildung nicht fortsetzen können.

 

Da ist der Ausflug nach Holland aber gründlich schiefgegangen! Ein 17-Jähriger wurde nachts am Osterwochenende an einem Bahnsteig in Hamm von der Polizei mit 115 Gramm Cannabis erwischt, die er, ganz klassisch, in einer Sporttasche bei sich trug.

 

Der junge Mann war der Polizei aufgefallen, da er sich in der Nähe seiner Tasche sichtbar unwohl fühlte und sie, während er in einigen Metern Entfernung eine (Entspannungs-)Zigarette rauchte, an einer schlecht einsehbaren Stelle hinter einer Säule abgestellt hatte. Einigen Lesern dürfte dieses an den Nerven zerrende Gefühl nur allzu gut bekannt sein. Da man den starken Marihuana-Geruch trotz Vorkehrungen oft nur schwer in den Griff bekommt, liegt es eben nahe, so zu tun als gehöre einem die Tasche nicht. Wobei das natürlich auch immer ein Drahtseilakt ist, denn andererseits darf dem kostbaren Inhalt der Tasche auch nichts passieren, sodass man doch stets mindestens ein Auge darauf haben muss. Aus diesem Zwiespalt ergibt sich dann oft ein ziemlich merkwürdiges Verhalten, das geschulten Beamten auffällt. Auf die Tasche angesprochen, gab der Junge dann auch konsequenterweise an, dass er nicht wisse, wem die Tasche gehöre, nur um nach weiteren Nachfragen der Polizisten schließlich doch alles zuzugeben. In Anbetracht permanenter Videoüberwachung hätte es die Beamten wohl sowieso nur Minuten gekostet, das Gegenteil zu beweisen.

 

Den jungen Mann erwartet jetzt eine Anzeige wegen der Einfuhr einer nicht geringen Menge an Betäubungsmitteln.

 

 

Wenn es darum geht, verbotene Substanzen unbemerkt von A nach B zu transportieren, also zu schmuggeln, kennt die Kreativität der Verantwortlichen keine Grenzen. Vom menschlichen Darm bis zum Überraschungsei – nichts, was nicht schon einmal als Drogenversteck herhalten musste. Im vorliegenden Fall waren die Schmuggler allerdings weniger kreativ als dreist – und dazu verdammt nah am Zeitgeist.

 

In Zeiten, in denen sich „Obst“ und „Gemüse“ (siehe z. B. 187 Strassenbande, Marvin Game), ausgehend von der Hip-Hop-Kultur, als Codes für verbotene Substanzen wie Kokain oder Marihuana etabliert haben, muss man wohl einen ganz besonderen Humor haben, sein Weed zwischen Melonen, Pfirsichen und Karotten zu verstecken. Zumal es nicht um ein paar hundert Gramm ging, sondern mutmaßlich um insgesamt etwa eine Tonne Blütenmaterial, dass in insgesamt zehn Schmuggelfahrten mit jeweils 100 Kilo Marihuana von Spanien nach Köln bzw. Berlin verfrachtet worden sein soll.

 

Das ganze ereignete sich bereits im vergangenen Jahr, doch erst vergangenen Freitag, als der Fall längst aufgeklärt war, wurde die Öffentlichkeit durch eine DPA-Meldung informiert.  Der mutmaßliche Chef der Schmugglerbande, der im Verdacht steht, auch den Weiterkauf des Marihuanas organisiert zu haben wurde bereits am 10. Januar dieses Jahres in Köln festgenommen, ein weiterer Drahtzieher wurde eine Woche später in Berlin festgenommen.

Der Name Antonio Bascaro dürfte den wenigsten Cannabisfreunden etwas sagen. Doch der Exil-Kubaner hätte die Aufmerksamkeit der Cannabiscommunity rund um den Globus mehr als verdient. Denn der 84-Jährige hat die letzten 39 Jahre wegen Cannabisschmuggels in einem US-Gefängnis verbracht und ist damit der am längsten einsitzende Cannabis-Häftling der westlichen Welt.

 

Bascaro wurde 1980 wegen des Schmuggels von 600.000 Pfund Marihuana in den Vereinigten Staaten verhaftet. In der Hochzeit des „War on Drugs“ bekam der ehemalige Air-Force-Pilot für seine (gewaltlosen) Vergehen die volle Härte der amerikanischen Justiz zu spüren. Laut seiner Tochter, die mehrmals pro Woche mit ihm telefoniert, verbringt der Senior heute seine Tage mit dem Lesen von Zeitungen und dem Schauen von Nachrichtensendungen. An den Rollstuhl gefesselt bleibt er dabei meistens für sich. Besonders bitter: der Drogenbaron, für den Bascaro damals arbeitete, ist inzwischen längst wieder auf freiem Fuß.

 

Aicha Bascaro startete eine Petition zur Begnadigung ihres Vaters, die es bisher auf knapp 110.00 Unterschriften gebracht hat. Wer ebenfalls unterschreiben möchte, kann dies hier tun.

Spektakulärer Fund am internationalen Hafen Malta Freeport! Der Container, um den es geht, war aus Spanien gekommen und dem Zoll gleich als verdächtig aufgefallen. Mit verschiedenen Scannern war die Fracht durchleuchtet worden, wobei den zuständigen Zollbeamten einige Unstimmigkeiten sozusagen „spanisch“ vorgekommen waren. Der Verdacht erwies sich als berechtigt, denn in der physischen Untersuchung, die folgte, konnte man nichts Geringeres als den zweitgrößten Fall von Drogenschmuggel aufdecken, den Malta jemals erlebt hat. Ganze fünf Tonnen Cannabis-Resin, sorgfältig in Schaumstoff eingewickelt und im Inneren von mehreren großen Plastikrohren verstaut wurden von den Zollbeamten zu Protokoll gegeben. Wie man in den lokalen Medien allerdings auf den angegebenen Warenwert von 450.000 Euro kommt, bleibt schleierhaft. Der wahre Wert der Cannabisextrakte dürfte wohl um einiges darüber liegen. Bleibt zu hoffen, dass zu den Feiertagen trotzdem niemand auf seinen Weihnachts-Dab verzichten muss.

Bei einer Razzia in einem Privathaus im Südwesten von Laurel County im US-Bundesstaat Kentucky vergangenen Samstag konnten Polizei und FBI etwa 30 Kilo an Cannabisprodukten und einige Schusswaffen erbeuten respektive sicherstellen.

 

FBI-Agenten berichteten von etwa vier bis fünf Kilo Haschöl, gut sieben Kilo Marihuana (wohl kalifornischer Herkunft), 14 Kilo Edibles und etwa 350 vorbefüllten Vape-Pens. Als Hauptverdächtiger gilt ein 16(!)-jähriger Heranwachsender, der nach Polizeiangaben vorhatte, die Ware in lokalen High und Middle Schools an den Mann, beziehungsweise den Teenager, zu bringen. Kentucky ist einer der restriktivsten Bundesstaaten der USA, was die Cannabisgesetzgebung betrifft, Dekriminalisierung ist hier ein Fremdwort.

 

Dem Tatverdächtigen drohen nun harte Strafmaßnahmen, die bis zu einer zehnjährigen Gefängnisstrafe reichen können, je nachdem, ob Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht angewendet wird.

 

Du möchtest mehr Informationen über Cannabis und den Anbau von Cannabis? Wir können dir helfen: An jedem gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk sowie Head- und Growshop kannst du ab morgen, Dienstag, den 22. Oktober, die brandneue Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin für lächerliche 2,60 Euro erwerben:

Link: Highway am Kiosk finden (Deutschland) Link: Highway 06/2018 als E-Paper (PDF) kaufen Link: Highway 06/2018 für Kindle bei Amazon kaufen Link: Inhaltsvorschau Highway 06/2018

Für Cannabisfreunde, die entlang der Küste des US-Bundesstaats Florida leben, könnte es sich dieser Tage lohnen, gleich bei Sonnenaufgang aufzustehen und den Tag mit einem ausgedehnten Strandspaziergang zu beginnen. Nicht nur, um die Atmosphäre zu genießen, sondern um Weed zu sammeln. Das wächst zwar natürlich nicht am Strand, wird aber zurzeit immer wieder, in wasserdichten Paketen verpackt, an der Küste angespült. Insbesondere in den letzten Tagen, nachdem Hurrikan „Florence“ über die Region hinweggefegt war und so gab es offenbar einen regelrechten Andrang von Spaziergängern, die über die wertvollen Päckchen herfielen.

 

 

Sogar zu einer Festnahme kam es, als sich ein 61-jähriger Mann (siehe Foto) mit einem Fünf-Kilo-Batzen davon stehlen wollte, ohne die Polizei zu informieren und den Fund abzugeben. Nach eigenen Angaben hatte er nur vorgehabt, so lange auf das Paket aufzupassen, bis die Gesetzeshüter einträfen. Auch andere Strandbesucher hatten sich daran gemacht, die Pakete zu öffnen und sich mit dem kostbaren Inhalt aus dem Staub zu machen. Der zuständige Sheriff gab an, dass im Bereich Flagler County allein seit Dienstag circa 50 Kilogramm Marihuana an den Stränden angespült wurden.

 

Du möchtest mehr Informationen über Cannabis und den Anbau von Cannabis? Wir können dir helfen: An jedem gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk sowie Head- und Growshop kannst du die brandneue Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin für lächerliche 2,60 Euro erwerben:

 

  Link: Highway am Kiosk finden (Deutschland) Link: Highway 05/2018 als E-Paper (PDF) kaufen Link: Highway 05/2018 für Kindle bei Amazon kaufen Link: Inhaltsvorschau von Highway 05/2018

Facebook