Schon klar: Nur ein Bruchteil aller Cannabiskonsumenten überhaupt entwickelt jemals eine Psychose. Aber auch klar ist, dass es natürlich Kiffer gibt, die leider derart erkranken. Aber ist ein bestimmtes Gen in vielen Fällen für den Ausbruch von Psychosen bei Cannabiskonsumenten zuständig? Englische Wissenschaftler förderten in einer Studie mit 442 jungen und gesunden Cannabisrauchern nun derartige Ergebnisse zutage und veröffentlichten diese im Journal „Translational Psychiatry“.

 

Es wurde ein Gen entdeckt, dass vermutlich in Beziehung mit der Entstehung von Psychosen beim Menschen steht. Die Studie ergab nun: Auch wenn die Cannabiskonsumenten ansonsten vollständig gesund sind, haben sie eine erhöhte Gefahr, nach dem Konsum eine psychotische Reaktion zu erleben, wenn sie den „AKT1 Genotyp“ in sich tragen. Und häufige psychotische Reaktionen und Paranoia können langfristig zu einer ausgewachsenen Psychose führen.

 

Interessant ist, dass durch diese Erkenntnisse in Zukunft Testverfahren möglich wären, die einem Interessierten mitteilen, ob er dieses Gen in sich trägt und ob er daher besser kein Cannabis zu sich nehmen sollte. Übrigens ist laut den Forschern das Risiko für eine Psychose bei Menschen ohne dieses Gen, die aber jeden Tag kiffen, doppelt so hoch wie bei abstinenten Personen.

 

Interessanter Nebeneffekt der Forschung: Es wurden Anzeichen dafür ausgemacht, dass das Kurzzeitgedächtnis von Frauen nach der Aufnahme von THC schwerer beeinträchtigt wird als das von Männern.