Die deutsche Serie „How to Sell Drugs Online (Fast)“ erfreut sich beim Streaming-Dienst Netflix großer Beliebtheit. Was einige bisher vielleicht nicht wußten: die Erlebnisse der jugendlichen Hauptfigur beruhen auf dem spektakulären „Shiny-Flakes“-Fall, in dem es um einen florierenden Drogen-Shop im Darknet ging. 

 

Nun sorgt der Drogenverkauf im dunklen Teil des Netzes erneut für Schlagzeilen: der Gerichtsprozess gegen die Betreiber des Cannabis-Shops „Lenas Bioladen“ startete am vergangenen Montag mit dem Verlesen der Anklageschrift. Den drei mutmaßlichen Tätern, zwei Männer und eine Frau im mittleren Alter wird vorgeworfen, im Zeitraum zwischen 2017 und 2020 mehr als 51 Kilogramm Marihuana in knapp 9.000 Einzelverkäufen an den Mann gebracht zu haben.

 

Täglich sollen zwischen 16 und 48 Marihuana-Sendungen vom Lager aus versendet worden sein. Insgesamt sollen die Darknet-Dealer über 740.000 Euro eingenommen haben, so die Staatsanwaltschaft Bamberg, die in enger Zusammenarbeit mit der Zentralstelle Cybercrime Bayern (siehe Bild) ermittelte. Die zwei männlichen Hauptverdächtigen befinden sich seit Sommer letzten Jahres in Untersuchungshaft, es drohen hohe Haftstrafen zwischen fünf und 15 Jahren.

Cannabis und Führerschein – ein Thema für sich, wie jeder Cannabisfreund weiß. In Anbetracht lächerlich niedriger Grenzwerte und dem drohenden Entzug der Fahrerlaubnis bzw. des Verbots, überhaupt einen machen zu dürfen, gerät man als Cannabisfreund am besten erst gar nicht in eine Verkehrskontrolle – denn ob man vor zehn Minuten am Joint gezogen hat oder vor drei Wochen, das spielt dann unter Umständen gar keine Rolle mehr.    

 

Eine junge Frau aus Nordrhein-Westfalen war sich der Gefahr offenbar bewusst, denn nachdem sie bei Gronau in eine Leitplanke gedüst war, entschied sie sich zur Fahrerflucht. Was sie nicht ahnte: ein Zeuge hatte den Unfallhergang beobachten können und selbst die Polizei alarmiert. Die suchte das Gebiet großräumig nach dem verunfallten Wagen ab, den sie auf einem Gehöft in der Nähe dann auch tatsächlich fand. Von der Fahrerin gab es allerdings zunächst keine Spur.    

 

Zumindest solange, bis einer der Beamten einen Blick in den Kofferaum des Wagens warf – denn darin hatte sich die flüchtige Einundzwanzigjährige versteckt, nach eigenen Angaben, um den Beamten zu entgehen. Schnell wurde klar, warum die Frau so eine Panik vor den Gesetzeshütern hatte: neben der Fahrerflucht selbst muss sich die Frau nun auch noch wegen Fahrens ohne Führerschein und unter Einfluss von Betäubungsmitteln sowie einer kleineren mitgeführten Menge Marihuana verantworten.

Ein ungewöhnliches Vehikel wählte ein Mann aus Lana, Südtirol, um der Polizei zu entkommen.

 

Der bereits wegen mehrerer Drogendelikte vorbestrafte Mann bekam Panik, als Polizeibeamte Zutritt zu seiner Wohnung forderten und rannte zunächst in Richtung Stadtzentrum.Dort fiel die Wahl seines Fluchtfahrzeugs, möglicherweise in Ermangelung an Alternativen, ausgerechnet auf den Traktor seines Bruders. Und tatsächlich konnte der Flüchtige den Beamten fürs erste ein Schnippchen schlagen und davontuckern, tauchte am folgenden Tag aber freiwillig wieder auf und konnte sich seine Anzeige(n) abholen.

 

Die gab es nicht nur für etwa 800 Gramm Marihuana und Haschisch sowie mehrere Cannabispflanzen,  die in der Wohnung des Mannes gefunden wurden, sondern auch wegen des Besitzes einer Armbrust sowie zweier Luftgewehre. Übrigens waren es mal wieder die lieben Nachbarn, die die Polizei überhaupt erst auf die Spur des Ausreißers gebracht hatten...

In Langenfeld, NRW, sah sich die Polizei am vergangenen Donnerstag offenbar gezwungen, schwere Geschütze aufzufahren.

 

Mehrere massive Stahltüren mussten aufgerammt werden, um Zugang zu einer Cannabis-Anlage zu erhalten, die sich auf dem Gelände einer KFZ-Mietwerkstatt befand. Knapp 740 Pflanzen, nach Presseangaben kurz vor der Ernte stehend, umfasste die professionell aufgezogene Pflanzung.

 

Da seitens der Beamten offenbar mit bewaffneter Gegenwehr gerechnet wurde, kam unter anderem ein 168 PS starker Räumpanzer und ein SEK-Team zum Einsatz. Zu Scharmützeln kam es aber dann zum Glück doch nicht, lediglich ein Verdächtiger wurde vor Ort vorläufig festgenommen.

 

Wie teuer der aufwendige Einsatz den Steuerzahler zu stehen kommt, darüber denkt man als Legalisierungbefürworter besser nicht nach...

Cannabis- und Führerschein – das ist ein Thema für sich. Die gerade im Vergleich zum Alkohol übertrieben rigiden Richtlinien sind eines der größten Ärgernisse für hiesige Cannabisfreunde und machen Cannabiskonsum und Führerscheinbesitz im Prinzip unvereinbar. Ein Schelm, wer darin in erster Linie ein mächtiges Repressionsinstrument (gerade im Autoland Deutschland) anstelle eines verhältnismäßigen, zielgerichteten Sanktionierens von fahrlässigem Verhalten sieht. Was sich am Donnerstag in Kaiserlautern ereignet hat, muss daher, trotz der zur Schadenfreude einladenden Kuriosität des Vorfalls, mit Vorsicht genossen werden.  

 

Doch was war überhaupt geschehen? Auf der A6 fiel Polizisten ein junger Mann (20) in einem BMW auf, den sie dementsprechend zur Kontrolle herauszogen. Der durchgeführte Schnelltest signalisierte Cannabis im Körper, weshalb es schnurstracks zum Bluttest auf die Wache ging. Da sich der junge Mann unabhängig vom Ergebnis des zweiten Tests erst einmal nicht mehr hinters Steuer setzen durfte, kam sein 29-Jähriger Cousin zusammen mit einem 23-Jährigen Beifahrer zur Wache, um ihn abzuholen. So weit, so gut.

 

Doch dann kam es knüppeldicke: die Beamten bemerkten bei dem Cousin ebenfalls ein verdächtiges Verhalten und vermuteten Drogenkonsum. Ein weiterer Schnelltest, der ebenfalls Cannabisrückstände fand, bestätigte den Verdacht und führte dazu, dass ein weiterer Führerschein einkassiert wurde. Nun mussten also schon zwei junge Männer nach Hause kutschiert werden. Nur gut, dass auch noch der 23-Jährige Beifahrer des Cousins mit zur Wache gekommen war, könnte man jetzt denken. Doch man ahnt es schon, es kam, wie es kommen musste: ermutigt durch die beiden positiven Tests bei seinen Kumpels wurde nun auch der Dritte im Bunde einem Test unterzogen und auch diesmal war das Resultat positiv, der Führerschein dementsprechend bis auf Weiteres futsch. 

 

Auf die Männer kommt nun wohl ein mehrmonatiges Fahrverbot sowie eine BtmG-Anzeige zu. Wie die drei letztendlich von der Polizeistation nach Hause gekommen sind, oder ob sich inzwischen vielleicht noch weitere ihrer Freunde auf der Wache versammelt haben, ist unklar.

17 Kilo Haschisch in den eigenen vier Wänden aufzubewahren, das kann einen auch ohne paranoide Neigung ganz schön nervös machen. Neugierige Nachbarn „lauern“ buchstäblich an jeder Ecke und selbst der vorsichtigste Cannabisfreund ist vor dem übermächtigen Zufall nicht gefeit.    

 

Wie oft schon haben Feuerwehrmänner und Polizisten etwa nach kleineren Ruhestörungen, Nachbarschaftsstreits oder Wohnungsbränden Cannabis-Anlagen oder Blütenmaterial entdeckt? Da macht es durchaus Sinn, sich einen anderes Plätzchen für die Ware zu suchen, mit dem man selbst nicht so ohne weiteres in Verbindung gebracht werden kann.    

 

Ein Mann aus Berlin sah das offenbar ähnlich und dachte wohl, eine zufriedenstellende, wenn auch geschmacklose Lösung für das Problem gefunden zu haben. Er hinterlegte das verbotene Gut einfach in der Wohnung einer alten Dame aus der entfernteren Verwandtschaft.    

 

Doch genutzt haben alle Vorsichtsmaßnahmen im Endeffekt nichts: nachdem die Wohnung der Seniorin aufgelöst wurde, fand die verdutzte Enkelin am vergangenen Dienstag das in Plastiktüten verpackte Haschisch. Sie informierte umgehend die Polizei, die etwas später in der leeren Wohnung einen Mann antraf, der nun als dringend tatverdächtig gilt. Der Mann, seinerseits Schwager eines Onkels der Finderin, befindet sich in Untersuchungshaft.

In Offenburg dürfte sich jemand gerade so richtig ärgern. Einem jungen Mann unterliefen am Montagabend gleich zwei dicke Cannabis-Fauxpas, die zu einer Menge verschwendeten Marihuanas und einem Ermittlungsverfahren gegen den 28-Jährigen führten.

 

Dabei hatte der Abend so gemütlich angefangen. Gegen 20.00 Uhr saß der Betroffene am Montag mit fünf Freunden im Pfählerpark. Gemeinsam trank die kleine Gruppe Alkohol, hörte Musik und ließ den Tag ausklingen. Gut, jetzt hätte man wissen können, dass das zu Corona- und Lockdown-Zeiten bei der Obrigkeit nicht so gut ankommt, aber lassen wir das. Irgendwo nachvollziehbar, man ist schließlich nur einmal jung.

 

Weniger nachvollziehbar ist es hingegen, seinen mit rund 200 Gramm Cannabis vollgestopften Rucksack zurückzulassen, nachdem man von Streifenpolizisten des Platzes verwiesen worden war. Es dauerte natürlich nicht lange, da hatten die Ordnungshüter das markant duftende Behältnis entdeckt und an sich genommen.

 

Ja, das tut weh, sich auf derart unnötige Weise von so viel Weed trennen zu müssen, aber was soll man machen? Am besten nicht das, was der 28-Jährige tat, nachdem er seinen vergessenen Rucksack bemerkt hatte: mit einer Mischung aus Dummheit und Dreistigkeit, die einem schon fast Respekt abnötigt, kehrte er zum Ort des Geschehens zurück und fragte die Polizisten nach dem verlorenen Eigentum. Den Rest der unglücklichen Geschichte dürfte sich nun jeder selbst zusammenreimen können, nur dem Betroffenen selbst waren die Konsequenzen seines Handelns offenbar nicht bewusst.

 

Im Kreis Höxter scheint es in Relation zu den geringen Einwohnerzahlen cannabistechnisch hoch her zu gehen. Ende 2017 machte machte eine etwa 1.000 Pflanzen umfassende Anlage bundesweit Schlagzeilen, vor allem, weil die Betreiber sich einen wenig geschmackvollen Ort für ihr botanisches Unterfangen gesucht hatten – das sogenannte „Horror-Haus“ von Höxter, in dem ein geisteskrankes Pärchen zwei Frauen zu Tode gequält hatte. 

 

Nun wurden zwei weitere Pflanzungen im Kreis Höxter, genauer in Nieheim-Sommersell und Brakel-Hembsen, gefunden, die laut Polizei wohl miteinander in Verbindung standen. Insgesamt zählten die Beamten auch diesmal wieder etwa 1.000 Cannabispflanzen. 

 

Vier tatverdächtige Personen, drei Männer und eine Frau, wurden vorläufig festgenommen. Sie können nur hoffen, dass in ihrem Fall das Strafmaß milder ausfallen wird – die Mitglieder der Bande, die seinerzeit im Horror-Haus angebaut hatte, bekamen jeweils hohe Haftstrafen zwischen dreieinhalb und acht Jahren aufgebrummt.

Klar, es ist immer ein riskantes Unterfangen, größere Mengen Marihuana mit dem Auto spazieren zu fahren, ob nun in Grenznähe oder nicht.

 

Man kann sich dabei aber wohl definitv weniger leichtsinnig anstellen als die beiden Männer, die auf der A1 nahe Osnabrück von der Polizei kontrolliert wurden. Kaum hatten die Beamten den Wagen am vergangenen Samstag angehalten, strömte ihnen direkt ein starker Cannabisgeruch in die Nase. Kein Wunder, so befand sich im Innenraum des Vehikels doch ein mit stolzen zwei Kilogramm Marihuana gefüllter Plastikeimer. Mit einem verzweifelten Trick hatte einer der beiden Insassen noch versucht, die Polizisten abzulenken: er überreichte ihnen auf Nachfrage ohne großes Lamentieren eine kleine Menge Marihuana, in der Hoffnung, ihnen so eine ausreichende Erklärung für die süßen Duftschwaden bieten zu können.    

 

Die Beamten konnten alsdann beobachten, wie der 31-jährige Beifahrer versuchte, nach einem Eimer zu greifen, möglicherweise beim Versuch, diesen unauffällig verschwinden zu lassen. Das ging aber gründlich schief, denn stattdessen fiel das Behältnis um und heraus kullerten zwei Kilogramm Marihuanablüten. Warum die Ertappten das Cannabis nicht sowieso wenigstens im Kofferraum transportierten, geschweige denn im Fahrzeug verbauten, bleibt bis auf Weiteres unklar...

 

 

Gerade erst berichtete ein US-amerikanisches Branchenmagazin über eine neue Marktforschungsstudie bezüglich der demographischen Zusammensetzung und Konsumvorlieben der dortigen Cannabiskonsumenten. Dabei kam unter anderem überraschenderweise heraus, dass über die Hälfte der Konsumenten älter als 40 Jahre ist. Es ist die Bestätigung eines Trends, den man in den USA schon seit einiger Zeit zumindest erfühlen konnte: die Alten stehen auf Weed!

 

 

Dazu passt auch unsere aktuelle Bust-Meldung. Die kommt allerdings nicht aus Übersee, sondern aus der Region Brandenburg. Bereits am Montag entdeckte die Polizei in einer Scheune in Märkisch-Linden etwa 300 Cannabispflanzen sowie zahlreiche Stecklinge. Das Ungewöhnliche an dem Fall: bei den dringend Tatverdächtigen handelt es sich um ein Ehepaar im hohen Alter. Sowohl die Frau als auch ihr Gatte sind stolze 75 Jahre alt.

 

Die beiden lehnten bisher jede Aussage zu dem Fall ab. Klar ist jedoch mittlerweile, dass die Polizei mal wieder durch den anonymen Hinweis eines übereifrigen „Hilfsheriffs“ auf die Anlage auf dem Heuboden gestoßen war. Es bleibt zu hoffen, dass den beiden Verdächtigen, auch aufgrund ihres hohen Alters, zumindest eine Gefängnisstrafe erspart bleibt.