In Bayern nimmt die Cannabis-Repression bekanntlich oft absurde Formen an. Da muss man für das Rauchen eines Joints schon mal knapp 10.000 Euro latzen oder bekommt wegen des Verkaufs von Marihuana hinterrücks einen Kopfschuss verpasst. Naja, wo gehobelt wird, da fallen eben Späne und Gesetz ist und bleibt schließlich Gesetz, oder?

 

Das bekam jetzt auch ein 23-jähriger junger Mann aus Kempten zu spüren. Glücklicherweise ging die Sache für ihn im Vergleich zu oben genannten Beispielen eher glimpflich aus. Polizeibeamte, die eigentlich bloß zu Ermittlungen in einem Mehrfamilienhaus gerufen worden waren, nahmen vor der Wohnung des unbeteiligten jungen Mannes Marihuana-Geruch wahr. OMG! Der Mieter öffnete bereitwillig die Tür und gab an, kein Cannabis zu besitzen. Die Reste des Joints, den bis gerade noch genüsslich geraucht hatte, hatte er aus Angst einfach aufgegessen (kann man so machen, aber wieso dann der Polizei davon erzählen?) und ansonsten befänden sich keinerlei illegale Substanzen in seiner Wohnung. Die Beamten, die sogleich die gesamte Wohnung auf den Kopf stellten, mussten dem jungen Mann schließlich recht geben: sie hatten bei der Durchsuchung rein gar nichts gefunden.

 

Den 23-Jährigen erwartet nun nichtsdestotrotz ein kostenaufwändiges Strafverfahren. Und das für einen quasi nicht existenten Joint, dessen Reste höchstwahrscheinlich längst irgendwo in der Kemptener Kanalisation versickert sind

Was für ein Schreck! Da hat man nichts weiter vor, als in Ruhe etwas rauchen und ein wenig zu entspannen und dann sowas: ein Stoner (einige Medien berichten von einer Frau, andere von von einer Gruppe von Kiffern, die Überzahl aber spricht von einer Einzelperson) aus Houston, Texas, hatte sich in ein Abrisshaus geschlichen, um in Ruhe etwas Weed zu rauchen.

 

Und während sich der Autor an dieser Stelle fragt, ob so ein verlassenes und verfallenes Haus wirklich so eine tolle Umgebung ist, um in aller Ruhe einen durchzuziehen, ist in der Realität alles noch viel schlimmer: denn im Inneren des Hauses wird der neugierige Cannabisfreund doch tatsächlich von einem ausgewachsenen Tiger erschreckt. Ihr habt richtig gelesen, Tiger.

 

Die etwa 150 Kilogramm schwere Raubkatze war in einem viel zu kleinen Käfig eingesperrt, aber offenbar gut im Futter. Neben dem Käfig befanden sich außerdem einige Rationen abgepackten Fleischs. Der erstaunte Eindringling behielt die Ruhe und tätigte einen anonymen Notruf. Die Polizei, die zunächst von einem Streich oder von drogeninduzierten Halluzinationen ausging, ließ das Tier unter großem Andrang von Schaulustigen umgehend in einer Aufnahmestation unterbringen.

Nanu, was ist denn das? Im verschlafenen Städtchen Pößneck in Thüringen staunte ein Passant am Mittwochabend nicht schlecht, als er sich einmal genauer ansah, was da einsam und verlassen an einer Bushaltestelle stand: zwei ordentlich eingetopfte Cannabispflanzen, etwa 40 cm hoch zierten dort den Bürgersteig. Und weit und breit niemand in der Nähe, dem sie gehörten oder der sonstwie Licht ins Dunkel bringen könnte.

 

Angeblich war der Finder sich ob der Art der Pflanzen nicht sicher, aber eine vage Vermutung bestärkte den Mann darin, die Polizei um Hilfe zu rufen. Die bestätigte, dass es sich um Cannabis handele und versucht nun herauszufinden, wem die Gewächse gehören und warum sie an einem öffentlichen Platz zurückgelassen wurden.

 

 

Da hat es die Dresdner Polizei zum Jahreswechsel mal so richtig krachen lassen: bereits am 4. Januar wurde ein sogenannter „Großeinsatz zur Bekämpfung der Straßen- und Betäubungsmittelkriminalität“ unterstützt von der sächsischen Bereitschaftspolizei in der Dresdner Innenstadt durchgeführt. Die Bilanz des Einsatzes fällt ernüchternd aus: ganze 12 Gramm Cannabisprodukte im Wert von etwa 100 Euro konnten beschlagnahmt werden.

 

Fünf Personen im Alter zwischen 17 und 24 Jahren, auf die sich die gefundenen zwölf Gramm aufteilten, müssen sich nun wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten. Insgesamt eine ziemlich traurige Ausbeute, vor allem, wenn man die anfallenden Einsatzkosten für den Steuerzahler bedenkt: bei 40 am Einsatz beteiligten Polizisten liegen die bei schätzungsweise ungefähr 17.000 Euro. Ein Betrag, der sogar noch weiter steigen wird, wenn es für die Verdächtigen demnächst vor Gericht gehen sollte

Aktuell müssen sich zwei Männer wegen einer illegalen Cannabisanlage vor dem Landgericht München verantworten. Klingt jetzt erst mal nicht weiter spannend, doch der Fall hat eine Besonderheit:

 

Denn es konnten überhaupt keine Pflanzen gefunden werden, als ein SEK-Kommando einen Keller in Krailing stürmte. Angeblich konnte nur ein einziges, abgestorbenes Cannabisblatt gefunden werden. Nichtsdestotrotz sitzen die beiden Angeklagten jetzt bereits seit rund einem Jahr in Untersuchungshaft. Während der ältere der beiden Männer (36) bisher zu allen Vorwürfen geschwiegen hat, hat sein etwas jüngerer Cousin (30) ausführlich ausgesagt.

 

 

Unter anderem auch, warum die Beamten keine Pflanzen finden konnten. Der Grow ist nämlich gründlich schiefgegangen, denn nachdem die Raumtemperatur auf 64 Grad Celsius angestiegen war, gingen alle Cannabispflanzen ein. Von etwa 1200 Pflanzen ist die Rede, die von den Verdächtigen schließlich in einem Waldstück entsorgt wurden. Die Gesetzeshüter haben die Cannabispflanzung jedoch nur auf einem Foto zu Gesicht bekommen.

 

Gutachtern der Anklage reichte das aber voll aus, um von einer Ernte von zehn Kilo Blütenmaterial und einem geplanten „gewinnbringenden Handel“ auszugehen. Der Rechtsanwalt der Angeklagten hingegen verfolgt die Strategie, nachzuweisen, dass die Tat der beiden Männer überhaupt erst durch die Anstiftung des eingangs erwähnten V-Manns zustande gekommen ist.

 

 

Diese Uber-Fahrt wird der US-Amerikaner M. Mollett wohl nicht so schnell vergessen! Denn der junge Mann aus Philadelphia musste nach dem Aussteigen aus dem Auto feststellen, dass er seine Tasche im Fahrzeug zurückgelassen hatte. Und diese enthielt leider zwei Pfund Marihuana, eingeschweißt in zwei transparenten Vakuum-Beuteln.

 

Obwohl dem 21-Jährigen klar gewesen sein musste, dass er sich Ärger mit dem Gesetz einhandeln würde (in Philadelphia bzw. Pennsylvania ist nur der medizinische Konsum von Cannabis legal), versuchte er, die Tasche durch einen Anruf bei seinem Uber-Fahrer zurückzubekommen. Der hatte das Blütenmaterial aber schon entdeckt und bereits die Polizei alarmiert. Die kontaktierte den Pechvogel inkognito und arrangierte ein Treffen mit einem Undercover-Beamten, der sich als Molletts Fahrer ausgeben sollte. In einem Diner sollte die Tasche übergeben werden, doch dazu kam es natürlich nicht. Nachdem der verdeckte Polizist sich mehrmals versichert hatte, dass die Cannabis-Tasche auch wirklich dem Verdächtigen gehörte, schnappte die Falle zu und Mollett wurde verhaftet.

 

Nun sitzt er im Gefängnis und muss sich bald wegen Drogenbesitzes und der kriminellen Nutzung eines Kommunikationsdienstes vor Gericht verantworten.

Was ist denn da nun wieder passiert? Eine Story, so seltsam und bescheuert, dass man am liebsten die Hände über dem Kopf zusammenschlagen möchte.

 

Doch eins nach dem anderen. Ort des Geschehens ist Karlsruhe, genauer gesagt ein örtliches Polizeirevier. Am Dienstag, gegen zehn Uhr vernahmen die Beamten der Nachtschicht das Schrillen der Türklingel. Etwas spät, doch sicher noch nichts ungewöhnliches – doch dann nimmt die Geschichte eine unerwartete Wendung. Um Einlass bat nämlich ein junger Mann und offenbarte den Beamten über die Gegensprechanlage sein dringliches Anliegen: der 21-Jährige wollte unbedingt Marihuana rauchen – in der Polizeistation. Die Polizisten ließen sich nicht lange bitten und holten den Störenfried herein, um ihn einer Durchsuchung zu unterziehen. Das hatte sich der Mann, der Angaben zufolge einen etwas benebelten Eindruck machte, wohl anders vorgestellt und nahm Kampfstellung ein, um die Prozedur zu verhindern. Letztlich wurde er von drei Beamten überwältigt und muss sich nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verantworten.

 

Und als ob das alles nicht schon bekloppt genug gewesen wäre, stellten die Polizisten mit einem Blick in die Daten fest, dass der Täter bereits vorbestraft war – wegen Handels mit Betäubungsmitteln.

 

 

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Ein 23-Jähriger, der sich wegen unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln und Handeltreibens vor Gericht verantworten musste, hatte eine ungewöhnliche Erklärung parat, um den zuständigen Richter davon zu überzeugen, dass er kein Dealer sei. In der Wohnung des Wolfratshauseners wurden nämlich mehr als 300 Gramm Marihuana und Haschisch gefunden und beschlagnahmt, da lag der Verdacht für den Richter natürlich nahe. Von wegen, alles Eigenbedarf! Die Sammlung „verschiedener Sorten, verschiedener Geschmäcker, verschiedener Wirkungen“ habe er als unkonventionelles Hobby angelegt, gepflegt und mit der Zeit immer weiter aufgebaut.

 

Tatsächlich hatten die Beamten bei der Durchsuchung zum Beispiel mit Marihuanablüten gefüllte Gläschen mit der Aufschrift „Das Beste vom Besten“ gefunden. Der Angeklagte, der ursprünglich bei einer Routine-Verkehrskontrolle aufgeflogen war und einem Urintest zugestimmt hatte, hatte bei seiner Verhaftung noch angegeben, Teile seines Cannabisvorrats für jemanden aufbewahren zu müssen. Wie es zu dem Umschwung im Narrativ kam, blieb ungeklärt. Klar ist bloß, dass es nun 15 Monate auf Bewährung und eine Geldstrafe für den vermeintlichen Gourmet-Kiffer gibt.

Über eine aus cannabisfreundlicher Sicht schöne Aktion dürfen wir aus dem süddeutschen Heidelberg berichten. Dort wurden zwei Streifenwagen der lokalen Polizei am Heck mit Aufklebern „dekoriert“. Das Witzige daran: es handelte es sich um Aufkleber des Deutschen Hanfverbands (DHV) mit der unter Cannabisfreunden sicherlich bekannten Losung „Schluss mit Krimi. Cannabis normal!“.

 

Die Beamten fanden die Aktion wohl nicht so gelungen und suchen jetzt per Pressemitteilung nach den Tätern. Es ist ja auch ein Unding! Schließlich haben die Aufkleber „die Lackierung der Fahrzeuge in Mitleidenschaft gezogen“, so der O-Ton der Gesetzeshüter. Zu allem Überfluss wird nun um Mithilfe der Bevölkerung geboten und eine Hotline für Hinweise eingerichtet. Ach ja, das Leben schreibt halt immer noch die besten Geschichten!

Zu einem ungeheuerlichen Vorgang kam es bereits Mitte Dezember in der Schweiz. Erst jetzt dringen die Umstände des Falls an die Öffentlichkeit. Betroffen sind ein Mitarbeiter der eidgenössischen Grenzwacht und ein junger Mann, der sich mit der Bahn auf dem Heimweg von einem Besuch bei seiner Freundin befand.

 

Der 18-Jährige trug nach eigenen Angaben etwas Marihuana bei sich, wie viel genau ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt. Es ist allerdings davon auszugehen, dass es sich mit höchster Wahrscheinlichkeit um eine geringe Menge handelte. Verständlicherweise bekam er es trotzdem mit der Angst zu tun, als er Grenzwächter im Zug erspähte und wagte einen Fluchtversuch, um einer möglichen Kontrolle zu entgehen. Die drei Beamten aber überwältigten den Jungen und legten ihm äußerst unsanft Handschellen an. Ein ärztliches Gutachten stellte im Nachhinein mehrere Prellungen und Schürfwunden fest, die zweifelsohne von der Festnahme herrührten.

 

Doch da fing der Albtraum für den Heranwachsenden erst an: auf der Wache verpasste ihm, noch immer in Handschellen, einer der drei Grenzwächter mehrere Faustschläge ins Gesicht, gefolgt von weiteren Schlägen mit der flachen Hand. Und das ganze wegen etwas Marihuana! Als der Leidtragende nach dem Vorfall versuchte, Anzeige zu erstatten, wurden ihm Steine in den Weg gelegt. Erst wurden Anfragen und E-Mails schlichtweg ignoriert, dann riet man ihm, den Vorfall doch lieber zu vergessen.

 

Erst als mit der Presse gedroht wurde, ging auf einmal alles ganz schnell: gegen den Schläger in Uniform wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Der Sprecher der Zollverwaltung räumte zudem gegenüber Medien ein: „Im Laufe der Ereignisse ist es zu einem Fehlverhalten durch einen unserer Mitarbeiter gekommen.“ Mit Hinweis auf das laufende Verfahren wurden weitere Auskünfte, wie zum Beispiel die Frage nach der genauen Marihuana-Menge, fürs Erste zurückgehalten…