Ja, auch Polizisten mögen Cannabis. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) setzt sich sogar für die komplette Legalisierung ein. Klar, unter der Uniform stecken ja auch nur Menschen wie du und ich, also zumindest teilweise. So wie zuletzt die beiden kanadischen Cops, die nach dem Konsum von Edibles im Dienst einen heftigen Paranoia-Absturz hatten und mittlerweile ihren Job los sind. In diesen Momenten lernen auch Gesetzeshüter den bitteren Geschmack der Prohibition kennen. Während besagte Polizisten die unzweifelhafte Verfehlung begingen, während der Dienstzeit zu konsumieren, gibt der Fall um einen Hamburger Hauptkommissar und Polizeiausbilder schon weniger Anlass zur Schadenfreude. Dieser wurde nämlich in seiner Freizeit erwischt, wie er bei einem Straßendealer etwas Marihuana erstand. Zivilfahnder beobachteten den Deal und griffen ein. Es lässt sich darüber streiten, wie schlau es gewesen ist, das Kraut an einem stadtbekannten Dealer-Hotspot kaufen zu wollen, eigentlich sollte der 47-jährige Hamburger schon einmal von der berüchtigten Balduintreppe gehört haben. Und sollte man von einem erfahrenen Hauptkommissar nicht etwas mehr Beobachtungsgabe und Cleverness erwarten? Wie dem auch sei, ohne Umschweife wurde der Mann von der Akademie abgezogen und an eine andere Dienststelle versetzt, wo er jetzt auf den Beginn der eingeleiteten Straf- und Disziplinarverfahren warten darf.

Ja, auch Polizisten mögen Cannabis. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) setzt sich sogar für die komplette Legalisierung ein. Klar, unter der Uniform stecken ja auch nur Menschen wie du und ich, also zumindest teilweise. So wie zuletzt die beiden kanadischen Cops, die nach dem Konsum von Edibles im Dienst einen heftigen Paranoia-Absturz hatten und mittlerweile ihren Job los sind. In diesen Momenten lernen auch Gesetzeshüter den bitteren Geschmack der Prohibition kennen. Während besagte Polizisten die unzweifelhafte Verfehlung begingen, während der Dienstzeit zu konsumieren, gibt der Fall um einen Hamburger Hauptkommissar und Polizeiausbilder schon weniger Anlass zur Schadenfreude. Dieser wurde nämlich in seiner Freizeit erwischt, wie er bei einem Straßendealer etwas Marihuana erstand. Zivilfahnder beobachteten den Deal und griffen ein. Es lässt sich darüber streiten, wie schlau es gewesen ist, das Kraut an einem stadtbekannten Dealer-Hotspot kaufen zu wollen, eigentlich sollte der 47-jährige Hamburger schon einmal von der berüchtigten Balduintreppe gehört haben. Und sollte man von einem erfahrenen Hauptkommissar nicht etwas mehr Beobachtungsgabe und Cleverness erwarten? Wie dem auch sei, ohne Umschweife wurde der Mann von der Akademie abgezogen und an eine andere Dienststelle versetzt, wo er jetzt auf den Beginn der eingeleiteten Straf- und Disziplinarverfahren warten darf.

Es ist doch immer wieder erstaunlich, wo sich in Deutschland überall ausgewachsene Indoor-Anlagen befinden. Im sogenannten "Horror-Haus" von Höxter wurde angebaut, ebenso in einem Weltkriegsbunker in Bremen. Vor wenigen Tagen wurde nahe der Highway-Redaktion in Wuppertal ein Grow mit 3000 Pflanzen gefunden. Nun wurde die Polizei in Norddeutschland fündig und entdeckte eine große, etwa 2000 erntefähige Cannabispflanzen umfassende Pflanzung in Kiel. In einer Tiefgarage hatten die Betreiber einen abgetrennten und zugemauerten Bereich zu einer Indoor-Plantage umfunktioniert, in der sich nach Polizeiangaben rund 35 Kilogramm Marihuana mit einem Straßenwert von 350.000 Euro befand. Die Betreiber der Anlage konnten Presseangaben zufolge bisher noch nicht ausgemacht werden.

Mit Edibles ist – gerade als unerfahrener Konsument – nicht zu spaßen, selbst alte Cannabis-Hasen muten sich häufig zu viel zu. Man kann, gerade bei gekauften Produkten, weniger präzise dosieren und die Aufnahme über den Verdauungstrakt wirkt einfach stärker. Wenn man aber in seinem Leben noch gar keine Erfahrung mit Weed gemacht hat, ja dann, sollte man tunlichst die Finger von Edibles lassen.

 

Diese bittere Lektion aus dem Stoner-Handbuch musste der kanadische Polizist V. Dominelli bereits im Januar dieses Jahres auf die harte Tour lernen. Der Ordnungshüter ließ bei einer Razzia in einem Weed-Shop in Toronto unbemerkt ein paar berauschende Schokoriegel mitgehen – um sie einige Stunden später während einer Observation zu snacken. Wie wir damals bereits berichtet hatten, ging die Verköstigung gründlich in die Hose und endete für den unglücklichen Protagonisten mit einem ausgewachsenen Paranoia-Trip. Nun wurden die unrühmlichen Ereignisse vor Gericht aufgearbeitet und einige peinliche Details kamen ans Licht: so war Dominelli nach dem Konsum von Teilen der Riegel fest davon überzeugt, nun sterben zu müssen, und ließ sich auch von einer Kollegin nicht davon abhalten, in „Todesangst“ den Polizeinotruf um Hilfe anzuflehen. Classic!

 

Der Richter fand die ganze Angelegenheit aber weniger lustig und bezeichnete Dominelli als „kompletten Idioten“. Dieser musste sich bereits ein für allemal aus dem Polizeidienst verabschieden und wartet nun auf die Anhörung der bei dem Vorfall anwesenden Kollegin.

Einen ungewöhnlichen Platz suchten sich die Betreiber einer riesigen Indoor-Plantage für ihr Unterfangen aus: einen Schutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg. Etwa 10.000 Cannabispflanzen und Anbauzubehör entdeckte die Polizei dort vergangenen Mittwoch bei einer Durchsuchung in Bremen. Über die Täter ist bisher noch nichts bekannt geworden, die Beamten vermuten jedoch, dass es sich um einen Fall von organisierter Kriminalität handelt. Na ja, Eigenbedarf wird’s wohl kaum sein…

Es gibt viele schöne Plätze auf der großen weiten Welt, wo man gemütlich einen rauchen kann. Unzählige Smoke-Spot-Fotos in den sozialen Netzwerken zeugen davon. Ob im herbstlichen Wald, umgeben von Flora und Fauna, ob am Ufer eines idyllischen Sees oder ganz einfach eingemuckelt auf der heimischen Wohnzimmercouch.

Der Hamburger Hauptbahnhof jedenfalls taugt da ganz sicher nicht zur ersten Wahl. Abgesehen davon, dass es einfach kein schöner Ort ist, um mal so richtig abzuschalten, befindet sich dort auch, welche Überraschung, eine Polizeiwache. Genau vor dieser befanden sich ein 50-jähriger Däne und ein Freund, als sie auf die glorreiche Idee kamen, gleich an Ort und Stelle einen durchzuziehen. Die Beamten im Gebäude beobachteten das Treiben eine Weile lang per Überwachungskamera, bevor es ihnen zu bunt wurde und die beiden Cannabisfreunde aus dem hohen Norden zur Kontrolle gebeten wurden.

Das alles hätte möglicherweise noch glimpflich ablaufen können, doch zu allem Überfluss fanden die Polizisten im Rucksack des 50-Jährigen auch noch 80 Gramm Marihuana und einen nicht unerheblichen Bargeldbetrag. Davon wurden sogleich mal gut 2600 Euro als Sicherheitsleistung eingezogen und das Weed wurde natürlich auch konfisziert.

Klar, die deutsche Politik hat sich bisher selten durch Mut zur Veränderung und den Willen zum Fortschritt hervorgetan. Skepsis, Misstrauen und Pessimismus scheinen in der Mentalität der deutschen Volksseele tief verankert zu sein. Egal ob es um das Thema Elektromobilität geht oder um die Herausforderungen der Digitalisierung, das ist Neuland, das die deutschen Eliten scheinbar nur widerwillig und zögerlich betreten. Deutschland scheint bereits jetzt in vielen wichtigen Zukunftsthemen den Anschluss verloren zu haben.

 

Auch in Bezug auf die Legalisierung von Cannabis trifft dies zu. Das mag nichts Neues sein, doch gerade in diesen aufregenden Tagen, in denen Kanada als erster G7-Staat Cannabis vollständig freigegeben hat, fällt der Kontrast umso deutlicher ins Auge. Denn während dort die ersten Gramm ganz legal den Besitzer wechselten, Amnestien für Cannabisdelikte erlassen wurden und die Polizei mit einer augenzwinkernden Twitter-Kampagne davor warnte, sie mit Cannabislappalien zu belästigen, findet sich in mehr als einer deutschen Zeitung oben stehende Meldung (siehe Bild). Treffender kann man die Weltfremdheit und Rückwärtsgewandtheit, die dieses Land in großen Teilen erfasst hat, nicht beschreiben: Da findet eine Frau am alten Rathaus des Ortes Lohr ein Tütchen mit sage und schreibe 1,4 (einskommavier) Gramm Marihuana. Und es finden sich gleich mehrere Lokalpostillen, die sich nicht zu schade sind, über den Fund zu berichten. Die örtliche Polizei schämt sich nicht, ob des Fundes um die Mithilfe der Bevölkerung zu bitten. Gar eine Notfallnummer richten die Gesetzeshüter ein, falls jemand sachdienliche Hinweise bieten kann. Warum nicht gleich eine Belohnung aussetzen? Oder eine Ausgangssperre?

 

Wie groß muss die Unkenntnis und die Ignoranz sein, um im Jahr 2018 einem solchen Vorfall überhaupt nur eine Sekunde seiner Aufmerksamkeit zu schenken? Fragen über Fragen, die eine ganz bestimmt nicht beantworten kann: Unsere Drogenbeauftragte Marlene Mortler, die stattdessen wahrscheinlich darauf verweisen würde, dass „Cannabis verboten ist, weil es illegal ist.“

Eine wahrlich ungewöhnliche Verteidigungsstrategie, die sich ein Leverkusener und sein Verteidiger da zurecht gelegt haben. Der Angeklagte aus dem Ruhrgebiet hatte in seinem Garten Cannabis angebaut, knapp ein Kilogramm fanden die Ermittler bei dem Mann. Doch keinesfalls sei das Blütenmaterial zum Eigengenuss oder gar zum Verkauf bestimmt gewesen, nein. Es diente, so der der Rechtsanwalt, ausschließlich einem anderen, fast schon als gemeinnützig zu bezeichnenden Zweck. Der Angeklagte mischte das Marihuana nämlich bloß ins Futter, um die Hühner, die er auf seinem Grundstück hält, zu beruhigen. Jeder, der schon mal auf einem Bauernhof war, dürfte mitbekommen haben, was für einen Lärm so ein paar Hähne und Hühner beizeiten veranstalten können, doch trotzdem stellt sich die Frage nach der Glaubwürdigkeit. Die Strategie ist aber letztlich aufgegangen, das Schöffengericht verhängte lediglich eine Geldstrafe über 900 Euro wegen Drogen-Besitzes. Also Glückwunsch an den Angeklagten, für die gleiche Menge Cannabis wurden andere schon deutlich harter belangt (auch wenn uns zugegebenermaßen nicht der THC-Gehalt des Kilos bekannt ist)…

Die Posse um die Hanfbar, ein beliebter Hanf- und Bioladen mit zwei Filialen in Braunschweig, erreicht eine neue Eskalationsstufe. Seit Juli war es an beiden Standorten zu drei Razzien gekommen. Stein des Anstoßes war der Verkauf von CBD-Hanfblüten als Tee-Produkt. Highway berichtete bereits mehrfach über die Vorkommnisse rund um die Hanfbar, zum Beispiel hier und hier. Die Betreiber und Geschäftsführer Marcel Kaine und Badia Hatefi ließen sich durch die teilweise recht martialisch durchgeführten Aktionen der Staatsmacht aber nicht einschüchtern, sondern verkauften munter weiter CBD-Ware.

 

Nun kam es, wie es leider kommen musste: Einer der beiden Chefs, Kaine, wurde am gestrigen Donnerstag verhaftet und sitzt seitdem in Untersuchungshaft, da die Staatsanwaltschaft Braunschweig, wohl nicht zu Unrecht, von einer Wiederholungsgefahr ausgeht. Der Anwalt des festgenommenen Hanf-Enthusiasten hingegen sieht die Behörde ganz allgemein im Unrecht und hat bereits Strafbeschwerde eingereicht.

Da staunten die Beamten der Essener Polizeiwache am Hauptbahnhof nicht schlecht. „Guten Tag, ich möchte meine Drogen abgeben“, mit diesen Worten legte eine Frau am Montagabend 7,5 Gramm und einen (ziemlich verunglückten) vorgedrehten Joint auf den Tresen der Wache. Die Polizisten dachten nach eigenen Angaben zunächst an einen Scherz, aber die 28-Jährige meinte es offensichtlich ernst und bat zudem aufgrund sich selbst attestierter gesundheitlicher Probleme um einen Arzt. Die Beamten erfüllten der Frau den Wunsch und ließen sie in eine Essener Klinik einliefern, danach stellten sie gnadenlos eine Anzeige wegen Besitzes illegaler Betäubungsmittel. Ob es für die Dame vom Krankenhaus eventuell gleich direkt weiter in Richtung Psychiatrie ging, ist leider nicht bekannt.