Update: Die Drogen-Demo des grünen Abgeordneten Thomas Schremmer (Grüne) im Landtag bleibt ohne strafrechtliche Folgen. Der Politiker vermutet: „Draußen wäre das mit Sicherheit anders ausgegangen.“ (Quelle: neuepresse.de)

 

Cannabis ist überall zu finden – sogar in deutschen Landtagen. In Niedersachsen gab es dort am Donnerstag eine Sitzung des Sozialausschusses zum Thema Cannabis. Die Anhörung wurde von der niedersächsischen FDP mit der Forderung nach einem kontrollierten Verkauf von Marihuana und Haschisch an Volljährige beantragt.

 

Der Grünen-Politiker Thomas Schremmer geht mit dieser Forderung d’accord und hatte daher eine richtig gute Idee, um dem Landtag die nicht funktionierende Cannabis-Prohibition vor Augen zu führen. Zu diesem Zweck ging er vor der Landtagssitzung auf den Straßen Hannovers ein knappes Gramm Marihuana kaufen, dass er im Landtag auch vorzeigte.

 

„Ich habe eine Dreiviertelstunde gebraucht – obwohl ich in der Szene niemanden kenne“, äußerte sich der 56-jährige Thomas Schremmer. Obwohl dies eine äußerst gelungene Untermauerung seiner Forderung nach einem legalen und kontrollierten Verkauf von Cannabis an Erwachsene darstellt, gab es unverständlicherweise Kritik an seiner Methode.

 

Die sozialpolitische Sprecherin der Fraktion, Sylvia Bruns (FDP), beschwerte sich: „Das führt nicht zu einer Versachlichung der Diskussion.“ Christian Pantazis von der SPD blies ins gleiche Horn, wie bei der „Neuen Presse“ zu lesen war: „Wir wollen sachlich über Cannabis diskutieren. Das war dem Thema nicht angemessen.“

 

Soll vermutlich heißen, man will also lieber weiter im Kämmerchen seine Sprüchlein aufsagen und sich nicht mit der Realität konfrontieren lassen. Aus diesem Grund möchte die niedersächsische SPD auch weiterhin eine Freigabe von Marihuana verhindern.

 

Die CDU lebt sowieso in ihrer eigenen Welt, was deren Mitglied Max Matthiesen auch aufzeigte, der Schremmers Marihuana-Provokation so kommentierte: „Das ist eine Verharmlosung. Das ist nicht richtig.“

Das ist wirklich doof gelaufen: In Köln-Porz wurden einem Mann ein Smartphone und ein Laptop aus dem Auto gestohlen. Ärgerlich. Es ist gar nicht bekannt, ob der Besitzer überhaupt Anzeige erstattete, denn der Dieb wurde von der Polizei bereits kurz darauf während einer Routine-Kontrolle ausfindig gemacht: Wie die „Kölnische Rundschau“ berichtete, kontrollierte die Polizei den Mann Freitagabend vergangener Woche und stellte fest, dass er mit Haftbefehl gesucht war. Die Gegenstände, die der junge Dieb bei sich hatte, konnten einem 44-jährigen Mann aus Köln-Porz zugeordnet werden.

 

Und das war schlecht für den Kölner. Denn am nächsten Morgen stand die Polizei vor seiner Tür und präsentierte ihm sein gestohlenes Smartphone. Und die Bilder, die darauf gespeichert waren. Darauf waren 100 Cannabispflanzen zu sehen, die offensichtlich zu dem Smartphone-Besitzer passten. Dieser stritt an der Wohnungstür alles ab, bat die Beamten aber herein. Nach Aussagen der Polizisten war der Geruch aus einem der Wohnungsräume dann allerdings eindeutig – dahinter verborgen sich auch tatsächlich 100 Cannabispflanzen.

 

Die Vernehmung wurde dann auf der Wache fortgesetzt, die er anschließend aber verlassen durfte. Handy und Laptop erhielt er wieder, die Cannabispflanzen nicht.

Cannabis kurios – uns gehen inzwischen die Einleitungen aus, für die Fälle, in denen sich irgendwelche Spezialisten selbst ins Gefängnis gebracht haben. Am Donnerstag berichteten wir erst von dem Luxemburger, der im Zug einen Joint vor den Augen der Polizei drehte und im Endeffekt mit knapp zwei Kilo Marihuana erwischt wurde.

 

Auch der heutige Vollprofi kommt aus Luxemburg: Mittwochabend, kurz vor Mitternacht, bemerkte die Polizei in Moesdorf einen leicht bekleideten Fußgänger und sprach diesen an, ob er eine Mitfahrgelegenheit benötige. Dieser erklärte den Beamten, den Bus verpasst zu haben und nahm das Angebot dankbar an.

 

Doch kaum saß er im Wagen, hatten die Polizisten Marihuanageruch in der Nase. Da dieser Geruch nur von einer Person ausgehen konnte, wurde der Fußgänger durchsucht und es wurden 1,8 Kilogramm Marihuana bei ihm gefunden.

 

Zu allem Überfluss beschuldigte der Mann auch noch einen Bekannten, der Besitzer des Marihuanas zu sein, der kurz darauf eine Hausdurchsuchung über sich ergehen lassen musste, wie beim „Tageblatt Lëtzebuerg“ zu lesen war. Dabei kamen weitere 300 Gramm Marihuana zutage.

 

Wir müssen sagen: eine interessante Variante des Selbst-Fickens!

Die verbotene Ware möglichst schnell und unauffällig vernichten oder zumindest loswerden: Hat man gerade zufälligerweise einen ordentlichen Batzen Weed am Mann und bereits die Aufmerksamkeit der Gesetzeshüter auf sich gezogen, ist das natürlich ein naheliegender Gedanke. Und was, wenn man gerade bei voller Fahrt über den Highway heizt? Umso besser, mögen sich die Delinquenten an dieser Stelle gedacht haben, schließlich bringt man auf diese Weise ganz schnell kilometerweise Abstand zwischen sich und die brisanten Pakete. Dumm nur (aber auch durchaus zu erwarten), ist die Tatsache, dass der ganze Vorgang durch die eingebaute Kamera des Polizeiwagens festgehalten wurde... zu sehen im untenstehenden Video:

Cannabis wird immer angesagter – sogar bei den Polizisten. Erst vor wenigen Tagen berichteten wir vom Polizeichef der Anti-Drogen-Einheit in Helsinki, der des Schmuggels von 800 Kilo Haschisch überführt wurde. Nun erreichte uns eine interessante News aus Spanien:

 

Die Kleinstadt Isla Mayor nahe Sevilla hat etwa 6.000 Einwohner und acht Polizisten. Jetzt hat sich herausgestellt, dass vier dieser acht Polizisten – also die halbe Truppe der Stadt – in einen großangelegten Schmuggel von Haschisch verstrickt waren. Über die Straße von Gibraltar und den Fluss Guadalquivir schmuggelten sie Haschisch von Marokko nach Spanien. Der Bürgermeister des kleinen Örtchens zeigte sich entsetzt, wie die „Limmattaler Zeitung“ berichtete.

 

Da bleibt nur noch die Frage offen, ob die verbliebenen vier Polizisten nun ihre Kollegen verhaften mussten.

 

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Cannabis – also Marihuana und Haschisch: für viele Menschen ist das keine schlimme Droge. Inzwischen dürfte den meisten klar sein, dass das Verbot von Gras und Hasch ziemlich sinnlos ist. Sogar viele Polizisten sind dieser Meinung, auch wenn sie sich – wenn überhaupt – erst nach ihrem Ruhestand dazu bekennen. Gründe, die für eine Legalisierung sprechen, sind auch für viele Polizisten logisch – nicht zuletzt könnten sie mal echte Arbeit verrichten, wenn sie nicht andauernd Cannabiskonsumenten drangsalieren müssten.

 

Auch der finnische Polizeichef des Drogendezernats in Helsinki kam auf diesen Trichter, allerdings noch zu seinen aktiven Zeiten. Aber anstatt sich in seiner Position für eine Liberalisierung oder sogar flächendeckende Legalisierung von Cannabis in Finnland einzusetzen, nutze er seine Ansichten, dass Gras und Hasch nicht so schlimm sind, für seine persönliche Bereicherung. Ebenfalls eine gute Möglichkeit, die ihm seine Position bot.

 

Denn 30 Jahre lang war der gute Mann im Amt. Der heute 58-jährige Jari Aarnio leitete von 1999 bis 2013 die Anti-Drogen-Einheit Helsinkis. Seit wann der Polizeichef in Drogenschmuggel verwickelt war, ist unbekannt – nachgewiesen wurde ihm nun jedenfalls die Beteiligung am Schmuggel von insgesamt 791 Kilogramm Haschisch aus den Niederlanden, die in den Jahren 2011 und 2012 nach Finnland gebracht wurden. Er soll seine Position rücksichtslos ausgenutzt haben und Ermittlungen über Lagerstätten beeinflusst und Schmuggler geschützt haben.

 

Wie „n-tv“ berichtete, wurden seine Kollegen auf den Mann aufmerksam, weil er häufig mit großen Summen in bar bezahlte. Bei der „Westfalenpost“ war hingegen zu lesen, dass ihm zum Verhängnis wurde, dass sich seine Kollegen sicher waren, im Zuge mehrerer Verhaftungen im Jahr 2011 nicht den Kopf der Schmugglerbande erwischt zu haben – Handyortungen ergaben daraufhin, dass sich der Polizeichef stets in der Nähe der festgestellten Drogengeschäfte aufhielt.

 

Jari Aarnio bestritt vor Gericht alle Taten. Die Staatsanwaltschaft forderte die Höchststrafe von 13 Jahren Haft, das Gericht servierte dem Ex-Polizisten „bloß“ zehn Jahre Gefängnis sowie eine Strafzahlung von 1,3 Millionen Euro – das entspricht dem geschätzten Gewinn aus seinen Schmuggelgeschäften.

Langsam gehen uns die Einleitungen für solche Begebenheiten aus. Schon mehrfach in diesem nun ausklingenden Jahr haben wir Artikel auf unserer Website mit Auflistungen begonnen, auf welche Art und Weise sich Cannabiskonsumenten und -dealer im Jahr 2016 selbst in die Gefängnisse gebracht haben – die letzte Meldung dieser Art ist erst von gestern, wo wir von einem 21-jährigen Weed-Dealer berichteten, der zu faul war, die Treppe herunterzugehen und das Gras einfach aus dem Fenster warf.

 

Nun ja, auch heute haben wir wieder Lach- und Sachgeschichten aus der Realität mitgebracht: Zu verdanken haben wir diese schöne Story der „Passauer Neuen Presse“, die zuerst über diesen Fall berichtete, sowie zwei Spezialisten aus dem Raum Ringelai, einem bayrischen Dorf mit exakt 1.899 Einwohnern. Die beiden Männer hatten vergangene Woche bei einem dort ansässigen Marihuana-Dealer Gras für 100 Euro bestellt und fühlten sich nach der Übergabe betrogen, es sei zu wenig gewesen.

 

Also fuhren die beiden, natürlich nach einer kleinen Kostprobe der Ware, mit dem Auto zu dem Wohnsitz des Dealers und klingelten bei ihm, allerdings öffnete niemand die Tür. Außer sich vor Wut fällten die beiden einen Entschluss, der wirklich in keinster Weise nachzuvollziehen ist: Sie riefen die Polizei und meldeten einen Betrug. Einen Gras-Betrug. Sie hätten zu wenig Gras fürs Geld erhalten. Da staunte die Polizei nicht schlecht und rückte gleich mal aus.

 

Das Ergebnis der Polizeiaktion erstaunt hingegen wenig: Sowohl der Dealer als auch die beiden Käufer müssen sich nun nach dem Betäubungsmittelgesetz verantworten. Und das in Bayern. Außerdem durfte der Autofahrer noch zum Drogentest, der natürlich positiv ausfiel und somit zu Fahrverbot sowie Strafzahlungen führen wird.

 

Darum treten wir nach wie vor für die Legalisierung ein! Denn auch die total Verblödeten sollen nicht unter der Prohibition leiden müssen.

 

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Wieder Erhellendes aus der Rubrik „Selbst Schuld im Sensi-Business“: Zunächst – warum fährt jemand aus Bremen nach Bayern zum Weed checken oder ticken? Dafür mag es vielleicht noch gute Gründe geben, aber für den Rest der Geschichte dann wohl eher nicht...

 

Wie die „Süddeutsche Zeitung“ nicht ohne eine Augenzwinkern berichtete, stritt sich ein 37-jähriger Mann aus Bremen, der in München mit einem 25-Jährigen aus Kaufering zusammenkam, mitten auf der Landsberger Straße so heftig, dass er meinte die Polizei rufen zu müssen. Als die Polizei dann erschien, hatten die beiden sich aber schon wieder beruhigt. Daraufhin wollte die Streife zumindest wissen, was denn in der Tasche und dem Rucksack sei, die neben den beiden standen.

 

Und was war in Tasche und Rucksack? 550 Gramm Marihuana, eine Waage, Tütchen und Einweghandschuhe. Und wer war kurz darauf in Untersuchungshaft? Die beiden streitenden Dealer. Hoffentlich müssen sie sich dort nicht eine Zelle teilen...

Immer ärgerlich, wenn man gerade mit einem Riesenbeutel Gras durch die Gegend fährt und dann in eine Verkehrskontrolle kommt. Viele denken dran, doch nur wenige tun es: Vollgas geben. So geschehen zuletzt am 9. November, wie die Polizei laut „Hildesheimer Allgemeinen“ nun erst mitteilte.

 

Der 9. November war ein Mittwochmorgen und die zwei Fahrzeuginsassen waren vermutlich beflügelt von den Legalisierungsmeldungen aus den Vereinigten Staaten locker-beschwingt mit 5 Kilo Marihuana in ihr Auto eingestiegen. Blöd nur, dass sich gegen 11:25 Uhr ein Streifenwagen in Alfeld auf der Hildesheimer Straße hinter sie setzte und eine Kontrolle ankündigte.

 

Der Fahrer, ein 26-Jähriger ohne Wohnsitz in Deutschland, trat daraufhin aufs Gaspedal und lieferte sich eine Verfolgungsjagd mit der Polizei, die allerdings schon nach kurzer Zeit zu Fuß fortgesetzt werden musste – der flüchtende Wagen kam rechts von der Fahrbahn ab und wurde durch ein parkendes Auto und eine Steinmauer gebremst.

 

Der Fahrer und der Beifahrer, ein 39-jähriger Alfelder, verließen das Auto und flüchteten. Der Beifahrer wurde gefasst, als er eine verschlossene Kellertür öffnen wollte, der Fahrer war zunächst erfolgreich verschwunden, wurde dann aber durch herbeigerufene Unterstützung hinter Mülltonnen versteckt entdeckt.

 

Grund der Flucht war wohl der Inhalt des Kofferraums – fünf Kilo Marihuana. Der 26-Jährige wurde zudem mit Haftbefehl gesucht und war außerdem nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Das Amtsgericht Hildesheim ordnete Untersuchungshaft für die beiden Männer an.

 

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An Halloween wurden Wilhelm „Willi“ Wallner, Obmann des Cannabis Social Clubs (CSC) Salzburg, zum bereits achten Mal medizinische Cannabispflanzen umgeschnitten, die Wohnung verwüstet und alle Vermögenswerte beschlagnahmt: Handys, Computer, Navis, Dokumente – alles von der Polizei beschlagnahmt, weil ein kranker Mensch anderen kranken Menschen helfen will. Nachstehend veröffentlichen wir an dieser Stelle die diesbezügliche Pressemitteilung des Hanf-Instituts (www.hanfinstitut.at).

 

Ein exemplarisches Beispiel für die Sinnlosigkeit der Verfolgung kranker Menschen, die sich mit Cannabis erfolgreich selbst behandeln, lieferte die österreichische Exekutive während Halloween und an Allerheiligen.

 

Das Haus und Vereinslokal des CSC Salzburg in Henndorf am Wallersee wurde am vergangenen Montag im Zuge eine Hausdurchsuchung durch niederösterreichische Kriminalpolizisten verwüstet.

 

Die Polizisten waren bei diesem Besuch nach Angaben des Clubobmanns Wilhelm Wallner sehr unfreundlich und fast brutal. „Jetzt habe ich schon acht Hausdurchsuchungen hinter mir. Aber so eine Verwüstung haben die Eugendorfer Polizisten nie angerichtet“, wundert sich Wallner, dessen Verein über 140 betagte und schwerkranke Menschen versucht, mit der Medizin ihrer Wahl zu versorgen.

 

Wilhelm „Willi“ Wallner, Obmann des CSC Salzburg

 

Diese bereits achte Hausdurchsuchung und Beschlagnahme von 78 Hanfpflanzen sowie einem Kilogramm Hanfbutter endete damit, dass die Behörden den Clubobmann und chronischen Schmerzpatienten Wilhelm Wallner zuerst während des fünf Stunden langen Verhörs seine Cannabis-Medizin vorenthielten. Als der in Agonie liegende Wallner im Zuge der Einvernahme meinte, dass nach der Verwüstung seines Hauses und der Konfiskation der Gärtnerei-Ausstattung alles keinen Sinn mehr mache, verfrachtete die Polizei den haftunfähigen Cannabis-Aktivisten wegen ‚Selbstgefährdung‘ in eine psychiatrische Klinik, wo er sich aktuell noch immer auf Weisung der Behörden befindet, aber immerhin Kontakt zur Aussenwelt hat.

 

Halloween-Horror: Hausdurchsuchungen bei mehreren Cannabis Social Clubs

 

Auch der Obmann des CSC Wien, Markus Winter, erhielt an Allerheiligen unerwünschten Blaulicht-Besuch. „Zwei Hünen in Uniform standen vor meiner Tür. Konfisziert wurde außer einem Fläschchen mit (legalem) Cannabidiol-Öl aber nichts“, sagte Winter dem Hanf-Institut. Auch für andere Cannabis-Patienten wurde der 31. Oktober zum Halloween-Horror – nicht weil Horror-Clowns sie terrorisierten, sondern da schwer bewaffnete Polizei-Einheiten im Rahmen weiterer Hausdurchsuchungen ihr oft lebensnotwendiges Heilmittel beschlagnahmten.

 

 

Kann sich Österreich diese Milliarden-Kosten leisten?

 

„Die Republik Österreich muss immer noch ein sehr reiches Land sein, wenn sie sich derart unverhältnismäßige Maßnahmen im sinnlosen Krieg gegen Schwerstkranke leisten kann“, kommentierte Hanf-Institutsobmann Toni Straka am Mittwoch den neu aufgeflammten Cannabis-Krieg gegen die wertvollste Heilpflanze dieser Erde.

 

Nach Schätzungen des Hanf-Instituts kostet jede polizeiliche Aktion gegen HanffreundInnen mindestens 15.000 Euro. „Wenn niederösterreichische Kriminalbeamte Kapazitäten für eine Landpartie nach Salzburg wegen ein paar ungiftiger Pflanzen haben, zeugt das von mangelnder Kooperation der Landespolizei-Direktionen. Wilhelm Wallner ist ja der Salzburger Exekutive von sieben früheren Hausdurchsuchungen gut bekannt“, sagte Straka weiter.

 

„Während die Legalisierung in Colorado im Jahr 2015 über 25.000 neue Arbeitsplätze schuf, kostet die gesetzliche Zwangsbehandlung von Zehntausenden HanffreundInnen in Österreich den Steuerzahler jährlich insgesamt über eine Milliarde Euro durch unnötige Ausgaben für die Verfolgung durch Justiz, Exekutive und Gesundheitsbehörden, zu denen noch dazu entgangene Steuereinnahmen in etwa derselben Höhe hinzukommen“, wies Straka wiederholt auf den ganzen Irrsinn im Namen eines Gesetzgebers hin, „der tausendfache Beweise über die Nützlichkeit von Hanf als nebenwirkungsarmes Heil- und ungiftiges Genussmittel weiter ignoriert. Die Erde ist aber ebensowenig eine Scheibe wie Cannabis ein ‚Suchtmittel‘ ist.“

 

Auch Mario Danne vom Netzwerk Cannabis Social Clubs Austria hat kein Verständnis für die harte Vorgehensweise: „Wir finden diese Spielchen mit Patienten, Menschen die täglich Schmerzen erleiden müssen, einfach unmenschlich. Man ist einer Behördenwillkür ausgeliefert, was einer Folter gleichkommt. Ob das Ziel ist, die Menschen auf Dauer mürbe zu machen oder gar egal ist, ob sie daran sterben? Wir rufen dazu auf, euch noch mehr für Patienten einzusetzen, schließt euch an, werdet selbst aktiv, wir dürfen dem nicht länger zusehen!“

 

Quelle der Pressemitteilung: www.hanfinstitut.at

Weblink zur Website des CSC Salzburg: www.csc-salzburg.at