„Wenn die Bienen verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben." Dieses alarmierende Zitat, das Albert Einstein zugerechnet wird, hört man in letzter Zeit immer häufiger. Denn weltweit warnen Entomologen, aber auch Wissenschaftler verwandter Fachrichtungen vor einem zunehmenden Insektensterben. Insbesondere bereitet das Verschwinden der Bienen große Sorgen, denn die erfüllen durch den Akt der Bestäubung bekanntermaßen eine besonders wichtige Funktion innerhalb eines Ökosystems.

 

Monokulturen, der Einsatz von Pestiziden, zunehmende Betonierung, Lichtverschmutzung: das sind nur einige der zahlreichen Faktoren der modernen Agrarwirtschaft, die es den Bienen zunehmend schwerer machen, ihrer Aufgabe nachzugehen.

 

Doch eine neue Studie der Cornell Universität New York, veröffentlicht im wissenschaftlichen Fachmagazin „Environmental Entomology“, sieht Grund zur Hoffnung. Im Zuge der Legalisierung und anschließenden schnellen Verbreitung von Industriehanfkulturen in den Vereinigten Staaten haben Forscher untersucht, wie verschiedene Bienenarten auf Hanfpflanzen reagieren. Zu diesem Zweck wurden im Sommer 2018 elf Hanffarmen unterschiedlicher Größe (vom Acker bis zur zehntausende Quadratmeter umfassenden Plantage) untersucht. Das Ergebnis: Bienen lieben Hanf. Und zwar vor allem männlichen Hanf, der zwar keine Blüten ausbildet, aber eine ganze Menge Pollen produziert. Gleich 16 verschiedene Bienenarten konnten auf den untersuchten Kulturen nachgewiesen werden. Wie beliebt die einzelnen Kulturen bei den Bienen waren, hing vor allem von der Beschaffenheit der umgebenden Landschaft ab (je intensiver die Landschaft agrarwirtschaftlich genutzt wurde, desto weniger attraktiv war sie für die Bienen) und der Größe der Pflanzen ab (je größer, desto mehr Pollen). Die Wirkung der Cannabinoide stellt für die Bienen übrigens keinerlei Beeinträchtigung dar, da Insekten kein Endocannabinoidsystem besitzen.

 

Die federführenden Wissenschaftler warnen Farmer und Politiker davor, sich die aufkeimende Chance zur Regeneration des Bienenvorkommens durch die Entwicklung angepasster Pestizide nicht direkt wieder zu verbauen.

 

Gras vom Schwarzmarkt kann natürlich immer verunreinigt sein. Aber wer sein Marihuana aus der Apotheke oder einer legalen Ausgabestelle bezieht, erwartet eigentlich, dass es sich um geprüfte oder zumindest saubere Ware handelt. Aus Kanada wurde aber nun Erschreckendes gemeldet. Dort wurde mit Pestiziden verseuchtes Marihuana in Umlauf gebracht und an Patienten ausgegeben, die legales medizinisches Marihuana einkauften.

 

Gleich drei große Cannabisproduzenten (Mettrum, OrganiGram und Aurora Cannabis) riefen ihre Ware zurück, als entdeckt wurde, dass in großen Mengen ihrer Cannabisblüten das verbotene Pestizid Myclobutanil enthalten war. Dies darf nicht erhitzt werden, da es sonst krebserregend und anderweitig gesundheitsschädlich ist – natürlich schlecht beim Produkt Marihuana. Ein ehemaliger Mitarbeiter der Firma Mettrum berichtete der Zeitung „The Globe and Mail“, dass dies seit 2014 Methode hat.

 

Nun wurde also verseuchtes Marihuana im Wert von über einer Million kanadischer Dollar vernichtet. Für die Zukunft wurde von der kanadischen Gesundheitsbehörde angekündigt, stichprobenartig bei den insgesamt 38 lizenzierten Cannabisproduzenten den Einsatz verbotener Substanzen zu überprüfen. Das hört sich nicht gerade nach starken Kontrollen auch, auch wenn es besser ist, als die bisherige Regelung: Denn da wurde einfach gar nicht geprüft.

 

So ähnlich verhält es sich in den USA. Wie die „Pharmazeutische Zeitung“ meldet, kam eine Untersuchung jetzt zu dem Ergebnis, dass medizinisches Marihuana aus den USA häufig mit Bakterien und Pilzen kontaminiert ist, was sich beim Rauchen natürlich schlecht auf die Gesundheit der nun mal bereits gesundheitlich geschädigten Personen auswirkt. Dieser Umstand ist darauf zurückzuführen, dass es keine bundeseinheitlichen Kontrollen zur Qualität von medizinischem Cannabis gibt.

 

Auch wenn die Regelungen für medizinisches Cannabis, das ja nun auch in den nächsten Wochen in Deutschland auf Rezept kommen wird, in Deutschland vermutlich um einiges strenger gestaltet sein werden als in manchen amerikanischen Bundesstaaten, gibt es doch einen Vorteil für das deutsche Cannabis zu vermelden: Laut der „Pharmazeutischen Zeitung“ wird medizinisches Cannabis in Deutschland in pharmazeutischer Qualität vorliegen müssen, um von der Cannabisagentur vertrieben werden zu können. Dies schließt natürlich eine Belastung durch Schadstoffe und Keime aus.

Wenig Zeit? Unter dem Artikel gibt es die Zusammenfassung in einem Satz.

 

Kann man allergisch auf Cannabis beziehungsweise Marihuana reagieren? In seltenen Fällen schon, allerdings ist eine Cannabis-Allergie oft auch nicht der Grund, der hinter verschiedenen realen Allergiesymptomen wie zum Beispiel Schnupfen und Niesen steckt, die der ein oder andere aufs Gras selbst schiebt.

 

Einige Cannabiskonsumenten haben tatsächlich verschiedene allergische Reaktionen im Zusammenhang mit Cannabis aufzuweisen – einige Kiffer berichten von laufender Nase und Niesanfällen, die schon beim Zerkleinern des Grases oder dann beim Rauchen auftreten. Menschen, die regelmäßig mit größeren Mengen Cannabis hantieren oder sich des Öfteren als Erntehelfer verdingen, berichten von leichten Rötungen oder sogar Ausschlägen an Händen und Armen.

 

Wie beim amerikanischen Onlineportal „merryjane.com“ berichtet wurde, arbeitet der amerikanische Arzt Dr. Sean Darcy von der Hollywood Easy Clinic seit 2010 mit Patienten, denen medizinisches Marihuana verschrieben wurde, zusammen und befasste sich ausführlich mit der Thematik einer möglichen Marihuana-Allergie. Das Phänomen ist jedoch nicht nur Medizinpatienten, sondern natürlich auch illegalen Freizeitkonsumenten auf dieser Seite des Atlantiks bekannt.

 

Doch gibt es wirklich eine Allergie auf Cannabis? Dr. Sean Darcy sagt, dass dies schon vorkommen kann, grundsätzlich ist theoretisch jederzeit eine Allergie gegen alles mögliche denkbar. Aber von hundert Konsumenten mit Allergiesymptomen haben laut Darcy nur etwa ein Prozent tatsächlich eine Cannabis-Allergie. Weitaus relevanter aber: Von hundert Konsumenten mit Allergiesymptomen, seien achtzig Prozent dieser Symptome auf Schimmel zurückzuführen. Daher sollte bei entsprechenden Reaktionen immer zunächst einmal das Gras genau untersucht werden.

 

Natürlich besteht aber auch die Gefahr, dass allergische Reaktionen auf diverse Streckmittel, die im Straßenhandel auftauchen, zurückzuführen sind. Ein unsachgemäßer Grow oder eine Behandlung mit Pestiziden kann natürlich auch allergische Symptome auslösen. Aber auch allergische Reaktionen auf Mittel, die eigentlich im Sinne einer unbedenklichen Behandlung von Cannabispflanzen eingesetzt werden, könnten natürlich ein Auslöser sein, da Menschen theoretisch gegen so ziemlich alles allergisch sein können – bis hin zur extrem seltenen Wasserallergie. Eine ursprünglich nicht vorhandene Allergie gegen Cannabis kann sich auch über einen längeren Zeitraum entwickeln, wenn man viel damit arbeitet. Daher sollten Grower auch immer ihre Haut schützen und für eine gute Ventilation sorgen – Schimmel kann sich auch schon bei noch lebenden Pflanzen bilden.

 

Die meisten allergischen Reaktionen dürften sich bei Konsumenten allerdings schon durch qualitativ besseres Gras legen. Hier darf mal wieder den europäischen Damen und Herren Politikern gedankt werden, die angeblich im Sinne des Gesundheitsschutzes eine Legalisierung verhindern und somit vielen Menschen die Möglichkeit nehmen, ein gesundes Cannabisprodukt zu erwerben. Dennoch gilt: Genauso wie man niemals Legal Highs konsumieren sollte, sollte man auch niemals schimmeliges Gras rauchen. Da Schimmel nicht immer mit bloßem Auge zu erkennen ist, kann ein – bereits sehr günstig zu erwerbendes Mikroskop – weiterhelfen.

 

Zusammenfassung: Eine Cannabis-Allergie ist möglich, aber sehr selten – 80 Prozent der allergischen Reaktionen unter Konsumenten können auf Schimmel zurückgeführt werden.

 

Die Cannabisseite „CannabisPodcast.de“ hat ein Video zur Erkennung von Schimmel bei Cannabisblüten veröffentlicht, das wir euch an dieser Stelle nicht vorenthalten möchten: