Der Gründer des weltberühmten „Cirque du Soleil“, Guy Laliberté, wurde Presseangaben zufolge in Französisch-Polyniesien von der Polizei festgenommen. Der Grund: Cannabisanbau in „beträchtlichem“ Ausmaß. Denn wie es sich für einen Milliardär gehört, fand der Anbau nicht etwa im heimischen Schuppen oder im Growzelt statt, sondern auf der eigenen Privatinsel.

 

Das Atoll mit dem Namen Nukutepipi umfasst eine Fläche von 0,6 Quadratkilometern und ist mitten im Pazifischen Ozean gelegen. Der 60-Jährige kaufte sich das ausgesprochen idyllische Stück Land im Jahr 2007. Seitdem vermietet er es für knapp 200.000 Dollar pro Woche an gut betuchte Erholungssuchende und nutzt offenbar einen Teil der Fläche zum Anbau von medizinischem Cannabis, das ausschließlich für „streng persönliche“ Zwecke bestimmt gewesen sei (so das offizielle Statement). Ganze elf Gärtner sollen sich um die Outdoor-Anlage gekümmert haben, von daher ist davon auszugehen, dass der Kanadier ziemlich ausgeprägte Ansprüche an seinen persönlichen Bedarf stellt.

 

Aber auch wenn mit der Cannabisgesetzgebung von Französisch-Polynesien eigentlich nicht zu spaßen ist (es gelten die rigiden französischen Gesetze), kann man davon ausgehen, dass der Beschuldigte aufgrund seiner Beziehungen und seiner finanziellen Möglichkeiten (glücklicherweise) mit einer verhältnismäßig milden Strafe davonkommen wird.

 

 

Auf einem schwer einsehbaren Grundstück nahe Wangen fanden Polizeibeamte mehrere Hanfpflanzen mit einer beachtlichen Größe von bis zu 3,5 Metern. Bei dem Besitzer und Bewohner handelt es sich um einen 85-jährigen Mann, der angab, die Pflanzen seien aus den Resten von Vogelfutter rein zufällig und ohne sein Zutun gewachsen. Bekannte des Senioren hatten den Mann davor gewarnt die Pflanzen einfach sprießen zu lassen.

 

Doch dem Hanf-Opa war das egal, er mochte die Pflanzen und statt sie abzuschlagen, hegte und pflegte er sie nach bestem Wissen und Gewissen. Ob die Geschichte des Verdächtigen so stimmt, bleibt unklar, wilder Hanf aus Vogelsamen ist jedenfalls keine Seltenheit, alte Menschen, die ein paar Pflanzen zur Schmerzlinderung hochziehen aber natürlich auch nicht. Wer sollte es ihnen auch verdenken? Ach ja, der deutsche Staat zum Beispiel, der auch in diesem Fall hart blieb und Polizisten schickte, um die Gewächse restlos abzuernten und dem Rentner ein Ermittlungsverfahren anzuhängen...

Nanu, was ist denn das? Im verschlafenen Städtchen Pößneck in Thüringen staunte ein Passant am Mittwochabend nicht schlecht, als er sich einmal genauer ansah, was da einsam und verlassen an einer Bushaltestelle stand: zwei ordentlich eingetopfte Cannabispflanzen, etwa 40 cm hoch zierten dort den Bürgersteig. Und weit und breit niemand in der Nähe, dem sie gehörten oder der sonstwie Licht ins Dunkel bringen könnte.

 

Angeblich war der Finder sich ob der Art der Pflanzen nicht sicher, aber eine vage Vermutung bestärkte den Mann darin, die Polizei um Hilfe zu rufen. Die bestätigte, dass es sich um Cannabis handele und versucht nun herauszufinden, wem die Gewächse gehören und warum sie an einem öffentlichen Platz zurückgelassen wurden.

 

 

Das sogenannte Emerald Triangle (etwa: smaragdgrünes Dreieck), die Region um Humboldt County, Mendocino und Trinity County sorgt für einen nicht unbedeutenden Teil der nordamerikanischen Marihuanaproduktion. Bereits seit der Hochzeit der Hippie-Bewegung in den 1960er-Jahren werden hier Marihuanapflanzen im großen Stil angebaut. Legal, illegal, scheißegal: das Growen ist für die hier lebenden Menschen traditionell ein wichtiger Bestandteil ihres ganz speziellen Way of Life. So ziemlich jeder, den man in dieser Gegend trifft, hat direkt oder indirekt mit der Cannabisindustrie zu tun. Und obwohll Marihuana in Kalifornien inzwischen komplett legalisiert wurde, im Emerald County wird, auch aufgrund hoher Zulassungsbeschränkungen für „legales“ Weed, bei weitem nicht nur mit Lizenz angebaut.

 

Eine neue Netflix-Doku mit dem reißerischen Titel „Murder Mountain“ gibt dem Zuschauer nun Einblick in diese besondere Welt. Wie der Name der Show bereits verrät, legen die Macher den Schwerpunkt auf die Schattenseiten des vermeintlichen Stoner-Schlaraffenlands. Dazu gehören zum Beispiel beispielsweise hohe Vermisstenzahlen, ausgebeutete Trimmer und rücksichtslose Guerilla-Grower, die ihre versteckten Felder mit teils lebensgefährlichen Fallenkonstruktionen ohne Rücksicht auf Verluste zu sichern versuchen. Als roter Faden der sechsteiligen Dokumentation fungiert der Fall um einen spurlos verschwunden jungen Surfer, der sich mit der Plantagenarbeit etwas dazuverdienen wollte. Ein ausführliches Review zu Murder Mountain findet ihr in der nächsten Print-Ausgabe des Highway.

Eine illegale Aufzuchtsanlage, die die Bezeichnung „Plantage“ mal wirklich verdient hat, wurde in Navarro County, Texas entdeckt: auf über fünf Acre (etwa 20.000 Quadratmeter) wuchsen circa 10.000 Outdoorpflanzen, die die Polizei dank des Einsatzes einer Drone ausfindig machen konnte. Das umgebende Gelände erwies sich als derart unwegsam, dass ein Bulldozer zu Hilfe genommen werden musste, um zu den Pflanzen und dem dazugehörigen Camp vordringen zu können. Clever: mithilfe einer „Vogelscheuche“, die mit einer Maschinengewehrattrappe ausgestattet worden war (siehe Bild in der Mitte), hatten die Betreiber versucht, die Anlage zusätzlich abzusichern und eventuelle Eindringlinge abzuschrecken. Laut den Behörden handelte es sich um die größte illegal betriebene Cannabisplantage der jüngeren texanischen Geschichte.

Es sei an dieser Stelle noch einmal festgehalten, nur um alle Klarheiten zu beseitigen: Gras anzubauen ist in den meisten Ländern nach wie vor illegal. Diese bittere Erfahrung musste kürzlich leider auch eine 50-jährige Italienerin aus der Provinz Nero in Sardinien machen, nachdem sie aufgrund der Pflanzung von Cannabis angezeigt wurde. Nach der Durchsuchung ihres Gartens durch die Carabinieri hatte die unauffällig wirkende Frau zugegeben, dass sie selbst für die Pflanzung verantwortlich gewesen sei und dass sie die benötigten Samen zuvor via Internet bestellt hatte. Kurios: die Cannabis-Liebhaberin zeigte sich ernsthaft überrascht darüber, dass sie nun mit einer Strafe zu rechnen habe und dass ihre Pflanzen beschlagnahmt wurden. Sie war nach eigenen Angaben fest davon ausgegangen, der Anbau von Gras sei mittlerweile ganz legal. Eine Erklärung, die durchaus glaubhaft wäre, wenn es sich um ein, zwei Pflänzchen auf dem Balkon gehandelt hätte und nicht, wie im vorliegenden Fall, um eine ausgewachsene Outdoor-Anlage, die knapp 450 etwa eineinhalb Meter hohe Cannabispflanzen umfasste…

 

Du möchtest mehr Informationen über Cannabis und den Anbau von Cannabis? Wir können dir helfen: An jedem gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk sowie Head- und Growshop kannst du die brandneue Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin für lächerliche 2,60 Euro erwerben:

 

 

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Nach zwei langen Monaten Wartezeit ist ab heute endlich die neue Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin an allen (Bahnhofs-)Kiosken, Grow- und Headshops erhältlich. Für schlappe 2,60 Euro (2,99 Euro in Österreich, 4,20 Franken in der Schweiz oder sogar nur 1,89 als E-Paper, beispielsweise bei United Kiosk oder für Kindle bei Amazon) erhaltet ihr die volle Ladung Infos zu Cannabis, Legalisierung, Anbau indoor und outdoor und vieles mehr.

 

Eine Auswahl der Artikel der aktuellen Ausgabe:

 

Titelstory YouTube gegen Cannabis Internationale Technik-Riesen wie Google und Facebook vertreten im Zweifel die vorherrschende Meinung – und die ist noch häufig gegen Cannabis eingestellt. Denn es kann solche Unternehmen durchaus Geld kosten, wenn sie zu liberal agieren. Neuestes (und besonders ärgerliches) Beispiel: YouTube...

 

Growing Sea of Green & Screen of Green Über eine große Ernte wird sich wohl niemand beschweren. Ein möglichst ertragreicher Indoor-Grow kann auch forciert werden: je nach Anbaubedingungen eignen sich dafür beispielsweise die beiden Technik- Klassiker „Sea of Green“ (SOG) und „Screen of Green“ (SCROG), über die dieser Artikel aufklärt.

 

Story Cannatoons – „Die Simpsons und das Kiffen – die perfekte Mischung“, so betitelten wir neulich einen Artikel über Cannabis-Referenzen bei den Simpsons. Dieses Mal wollen wir jedoch über den gelben Tellerrand schauen und uns ansehen, wie andere Cartoons mit der Cannabis-Thematik umgehen, beispielsweise Fritz the Cat, Futurama oder South Park.

 

Interview Plusmacher – Mit Plus kann man kein Minus machen, so verkündet es der Berliner Straßenrapper Plusmacher, der seit 2012 seine Musik unters Volk bringt. Vergangene Woche ist sein neues Album Hustlebach erschienen, das den Sommer-Soundtrack für alle Kush-Raucher liefert. Wir haben ihn im Vorfeld interviewt...

 

Growing Gefahr im Garten Teil 4: Trauermücken – In Teil 4 der Reihe konzentrieren wir uns auf einen der größten Feinde aus dem Insektenheer: die auch Sciaridae genannten Trauermücken. Die Kenntnis über den Feind ist entscheidend – wie man sich am besten gegen Sciaridae wappnet, kann daher in dieser Ausgabe von Highway erfahren werden.

 

Gesellschaft Weniger paffen, mehr machen? – Cannabis hat verhältnismäßig wenige Nebenwirkungen. Aber einige kennen sicherlich den Gedanken, dass es sich manchmal so anfühlt, als würde man übertreiben. Dann hilft beispielsweise eine Konsumpause weiter. Ein fiktiver Artikel, der auf wahren Begebenheiten und Erfahrungen beruht.

 

Story Odyssee ins Rif-Gebirge Teil 2 – In der vorherigen Highway-Ausgabe berichtete Donald Denzler von seiner überstürzten Flucht nach Amsterdam, da in Deutschland wieder Knast aufgrund Marihuana drohte. Nach einer temporären Zuflucht in einem besetzen Gebäude, macht er sich jedoch auf die Suche nach einer anderen Verweilmöglichkeit...

 

Weitere Artikel Film: The Big Lebowsky +++ Sortenportrait: S.A.G.E. +++ Kiffertypen: Der Verheimlicher +++ Goodies: Koko Nuggz +++ High Five: Geheimtipps: Weed-Serien +++ und vieles mehr...

Erst vor ein paar Tagen berichteten wir über eine cannabisaffine 72-jährige Rentnerin, die in ihrer Wohnung kleine Portionen Marihuana verkaufte. Nun erreichen uns aus Süddeutschland, genauer gesagt aus Füssen, erneut Nachrichten über eine betagte, allerdings ungewollte Cannabisliebhaberin.

 

Doch der Reihe nach: Polizeibeamten fiel während einer Streife ein Balkon auf, auf dem ohne jeden Sichtschutz oder dergleichen ein paar Cannabispflanzen seelenruhig vor sich hin wuchsen. Erstaunt über den Leichtsinn des Growers, klingelten die Beamten in der entsprechenden Wohnung und staunten nicht schlecht, wer ihnen da die Tür öffnete. Eine 72-jährige Seniorin nämlich, die so gar nicht nicht die Erwartungen der Gesetzeshüter erfüllen konnte. Doch dem Anschein nach lag der Dame nichts ferner, als Profit aus ihrer Ernte zu schlagen, vielmehr war sie sich gar nicht darüber bewußt, was da in ihren Blumenkübeln heranwuchs. Die Frau hatte lediglich die Gewohnheit, Reste von Vogelfutter, das Nutzhanfsamen enthalten kann, in ihrer Blumenerde zu entsorgen.

 

Dementsprechend hatte das gefundene Cannabis auch keine berauschende Wirkung und die Polizisten konnten sich mit der Entsorgung der Pflanzen begnügen. Die rüstige Rentnerin kam mit dem Schrecken davon.

Das sogenannte Guerilla-Growing übt auf Cannabisliebhaber und Growing-Interessierte eine große Faszination aus. Das Risiko erwischt zu werden hält sich in Grenzen und man erlebt ein kleines Abenteuer an der frischen Luft. Und wenn man sich bei der Auswahl des Spots und der richtigen Sorte für den Anbau nicht lumpen lässt, können sich auch die Ergebnisse durchaus sehen lassen.

 

Etwas Ähnliches dachten sich wohl einer oder mehrere Unbekannte aus dem Raum Krefeld. Denn auf einer idyllisch gelegenen Insel im Krefelder Stadtweiher fand die Polizei nun 41 bis zu einem halben Meter hohe, „wilde“ Cannabispflanzen. Ein Spaziergänger hatte die Pflanzen vom anderen Ufer aus erspäht und daraufhin (leider) die Polizei informiert. Die betroffene Insel liegt etwa 20 Meter vom Ufer entfernt, je nach Wasserstand könne man den Ort aber auch fußläufig erreichen, so die zuständigen Beamten der Rauschgiftfahndung.

Im Folgenden präsentieren wir einen Auszug aus einem Artikel, der in Highway – Das Cannabismagazin 02/2018 erschienen ist – den kompletten Text lest ihr in unserem Printmagazin, das gerade frisch erschienen ist und ab sofort in allen gut sortierten Kiosken, Bahnhofsbuchhandlungen und Head- und Growshops in Deutschland, Österreich und der Schweiz für schlappe 2,60 Euro (2,99 Euro, 4,20 SFr) erworben werden kann.

 

 

 

 

Willkommen zu unserer Serie über Schädlinge und Krankheiten, die viele Pflanzen befallen – leider natürlich auch Cannabis. In jeder Ausgabe von Highway werden wir verschiedene Arten von Schädlingen und Krankheiten vorstellen und zeigen, wie sie sich verbreiten und wie man ihr Auftreten verhindert beziehungsweise wie man sie wieder loswerden kann. In Ausgabe 01/2018 haben wir die Serie mit den Blattläusen begonnen und führen sie in Ausgabe 02/2018 mit einem Intimfeind vieler Grower weiter: den Spinnmilben.



Ein Biologe würde sagen, dass Spinnmilben zur Überfamilie der Tetranychoidea gehören, zur Ordnung Trombidiformes mit der Unterordnung Prostigmata und Überordnung Acariformes. Doch das muss uns nicht interessieren: für Normalsterbliche bedeutet das einfach nur, dass Spinnmilben mit Spinnen verwandt sind und zu den Milben gehören. Im Gegensatz zu Spinnen haben Spinnmilben keine Gelenke – ihre acht Beine bestehen im Endeffekt aus einem Stück. Die beiden am häufigsten anzutreffenden Arten von Spinnmilben sind Tetranychus urticae (Gemeine Spinnmilbe oder Bohnenspinnmilbe) und Panonychus ulmi (Rote Spinne oder Obstbaumspinnmilbe). Spinnmilben sind winzig klein – die ausgewachsene weibliche Gemeine Spinnmilbe wird nicht größer als 0,5 Millimeter, die Männchen sind noch kleiner und schmaler. Erwachsene Obstbaumspinnmilben erreichen bis zu 0,7 Millimeter, sind damit aber immer noch klein genug, um vor den neugierigen Blicken der Grower verborgen zu bleiben.


Ein grundlegender Unterschied zwischen den Lebenszyklen dieser beiden Arten von Spinnmilben besteht darin, dass Panonychus ulmi vor dem Winter Eier legen, aus denen dann Ende April Larven schlüpfen, während die Tetranychus-urticae-Weibchen im Winter versteckt unter Rinde, Steinen oder im Boden überleben und ihre Eier erst im Frühjahr legen. Spinnmilbenpopulationen weisen ein 3-zu-1-Verhältnis zwischen Weibchen und Männchen auf. Dieses Missverhältnis führt unter anderem zu einem raschen Bevölkerungswachstum. Ein Weibchen der Art Tetranychus urticae kann bis zu 200 Eier ablegen, die daraus geschlüpften Spinnmilben können sich bereits nach 15 Tagen selbst fortpflanzen. Das bedeutet, dass, wenn 20 Spinnmilben (15 weibliche und 5 männliche) im Garten oder Grow-Raum auftauchen (was übrigens viel zu wenige Spinnmilben sind, um sie entdecken zu können), bereits nach 15 Tagen etwa 3.000 Spinnmilben die Pflanzen bewohnen. Wenn man dann nicht reagiert, werden nach weiteren 15 Tagen 453.000 Spinnmilben den Garten beziehungsweise den Grow-Raum unsicher machen. Unglaublich, nicht wahr? Panonychus ulmi vermehren sich zumindest ein bisschen langsamer. Ein warmes und trockenes Klima begünstigt die Fortpflanzung der Spinnmilben, deshalb begegnet man ihnen im Freien meist im Sommer. Indoor sind sie jedoch ungern gesehene Begleiter über das ganze Jahr hinweg. Eine höhere Luftfeuchtigkeit kann den Populationsboom der Spinnmilben vermindern, wird aber keine Auswirkungen auf bereits lebende Individuen haben.


Wie schaden Spinnmilben den Pflanzen?

Spinnmilben gehören zu den saugenden Schädlingen. Das heißt, sie stecken ihren Saugapparat in das Gewebe einer Pflanze und saugen daraus Saft. Dadurch wird der Pflanze Energie entzogen. Ein solcher Angriff führt zu einem gestörten Wachstum und einer verminderten Fähigkeit, Blüten und Früchte auszubilden. Spinnmilben konzentrieren sich vor allem auf Blätter, auf denen sie dann kleine, helle Flecken hinterlassen. Sie können aber auch die Blüten direkt attackieren. Wenn größere Mengen von Spinnmilben auftauchen, beginnen sie mit dem Weben von Netzen, die sie bei der Bewegung zwischen verschiedenen Teilen der befallenen Pflanze unterstützen. Diese feinen und festen Netze begrenzen das Wachstum von kleinen Blättern und Trieben, werden von den Spinnmilben aber auch auf größeren und stärkeren Pflanzenteilen angelegt. Ein weiteres Problem im Zusammenhang mit der Anwesenheit von Spinnmilben ist ein erhöhtes Risiko für Pflanzenkrankheiten. Da die Spinnmilben den Saft aus den Blättern saugen, können sie auch Krankheiten verbreiten, die von anderen Pflanzen stammen – sowohl beim Outdoor-Anbau als auch beim Grow unter künstlichem Licht.

 

Wie erkennt man Spinnmilben?

Erste Anzeichen für das Vorhandensein von Spinnmilben sind helle Flecken auf den Blättern, die auch von oben sichtbar sind, obwohl Spinnmilben meistens von der Unterseite der Blätter aus saugen. Manchmal sieht es so aus, als ob die Blätter von Weißfäule befallen wurden, da sie sich blass färben und es so scheint, als ob sich eine weiße Schicht auf ihnen bilden würde. Spinnmilben befallen in der Regel zuerst die Blätter im unteren Bereich der Pflanzen. Ihre Anwesenheit zu erkennen ist recht schwierig, da sie sich auf der Unterseite der Blätter fortbewegen. Die überwiegende Mehrheit saugender Schädlinge wendet diese Strategie an, um ein Entdecktwerden zu vermeiden. Wenn einem also merkwürdige Flecken oder kleine Punkte auf den Pflanzen auffallen, sollte man sich zuerst die Unterseite der betroffenen Blätter näher anschauen. Wenn man winzige, sich bewegende Flecken entdeckt, handelt es sich höchstwahrscheinlich um Spinnmilben. Die Farben der Spinnmilben können dabei durchaus variieren, von orange über gelb-grün bis rot. Letzteres ist typisch für Panonychus ulmi. Tetranychus urticae zeigen zwei markante Flecken an den Seiten. Sie sind etwas behaart, was durch ein Mikroskop oder eine Lupe gut zu erkennen ist. Spinnmilben sind leicht an ihren acht Beinen von anderen Störenfrieden zu unterscheiden, denn diese Anzahl Beine ist bei Pflanzenschädlingen eher selten. Ihre Netze können ebenfalls dabei helfen, sie zu identifizieren. Diese sind weiß und fein, aber dennoch ziemlich kräftig.

Doch nicht nur wegen der Anzahl ihrer Beine sind Spinnmilben ziemlich schwer mit anderen Schädlingen zu verwechseln, denn sie sind besonders klein und tauchen dazu im Überfluss auf. Die einzige Art, die ihnen ähnelt und an denselben Pflanzen vorkommt, ist die Phytoseiulus persimilis – eine Raubmilbe mit acht Beinen und einem roten Körper. Sie ist allerdings ein natürlicher Feind der Spinnmilbe: sowohl die Larven als auch die ausgewachsenen Tiere ernähren sich ausschließlich von Tetranychus urticae. Sie leben jedoch nicht in besonders großen Populationen. Wer also eine kleine rote Spinne findet, die auf den Pflanzen umherwandert, kann sich freuen, dass es keine Spinnmilbe ist, sondern im Gegenteil einer ihrer größten Feinde.

 

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Um den Artikel weiterzulesen, müssten wir euch bitten, für kleines Geld die aktuelle Ausgabe 02/2018 unseres Print-Magazins Highway am Kiosk oder als E-Paper zu erwerben. Im weiteren Verlauf des Artikels ist zu erfahren, wie man sich am besten vor Spinnmilben schützt und wie man diese am besten beseitigt, wenn sie doch einmal auftreten...

 

Dies alles (und viel mehr) könnt ihr in unserem Printmagazin Highway – Das Cannabismagazin 02/2018 durchlesen, das gerade frisch erschienen ist und ab sofort in allen gut sortierten Kiosken, Bahnhofsbuchhandlungen und Head- und Growshops in Deutschland, Österreich und der Schweiz für schlappe 2,60 Euro (2,99 Euro, 4,20 SFr) erworben werden kann:

 

 

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