Im Osten Australiens wüten seit Wochen schlimme Waldbrände. Mehr als tausend Häuser wurden bereits zerstört, doch es entstand leider nicht nur Sachschaden, auch Todesopfer haben die Flammen bereits gefordert. Die Bilder der brennenden Koala-Bären, die nicht in der Lage, sind vor dem Feuer zu fliehen, gingen um die Welt. Und leider ist keine Besserung in Sicht, besonders im Bundesstaat New South Wales (der bevölkerungsreichste Australiens) lassen katastrophale Wetterbedingungen (Temperaturen knapp unter 50 Grad Celsius) vermuten, dass sich die Situation wohl noch weiter verschlimmern wird. Umso dankbarer kann man den vielen tapferen Einsatzkräften sein, die unter Einsatz ihres Lebens versuchen, der Flammen Herr zu werden.

 

Mitglieder des NSW Rural Fire Service entdeckten nun in einem von den Bränden bedrohten Waldstück nahe der Satdt Tahmoor eine illegale Cannabis-Plantage. Der Anblick der Pflanzen ließ die Feuerwehrleute scheinbar einen Moment lang die Katastrophe um sie herum vergessen – mit einem Social-Media-Post hielten sie den, aus ihrer Sicht wohl bizarren Moment fest. Angesichts der schmunzelnden Einsatzkräfte auf einem der Bilder stellt sich die Frage, ob möglicherweise schon einige Pflanzen in Anwesenheit der Männer verbrannt sind bzw. wurden. Klar ist, dem Grower, der das Feld angelegt hatte, dürfte dagegen so gar nicht zum Lachen zumute sein. Vielleicht hatte er seinen Pflanzen noch Chancen eingeräumt, das Feuer irgendwie unbeschadet zu überstehen. Doch nach dem viel beachteten Fund dürften die Feuersbrünste nun das geringste Problem sein...

Die spanische Polizei hat eine gewaltige Cannabisplantage entdeckt. Im Nordosten Spaniens, in der Region Aragon, wo sich duftende Pinienwälder kilometerweit erstrecken, fanden Beamte zwei große Cannabisfelder, die die stolze Anzahl von 16.000 Pflanzen umfassten. Die Outdoor-Anlagen waren gut versteckt im abgelegenen Hinterland und nur mit allerhand Strapazen zugänglich. Ohne Offroad-Fahrzeug, um die Hauptwege verlassen zu können und einen beschwerlichen Fußmarsch über Stock und Stein gab es keine Chance, überhaupt auf die Pflanzungen zu stoßen.

 

Die Grower hatten massenweise Pinien abgeholzt, um Platz zu schaffen und ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem mit Pumpen und Elektrogeneratoren zur Versorgung der Pflanzen konstruiert. Die Polizei war der Anlage unbeabsichtigt auf die Spur gekommen: bei der Observation einer Bande, die mit zahlreichen Diebstahlfällen in Bars und Tankstellen der Region in Verbindung gebracht wurde, entdeckte man die Cannabis-Anlagen, die von Behördenseite als größter Cannabisfund aller Zeiten in Aragon bezeichnet werden. Mittlerweile wurden die einzelnen Mitglieder der sechsköpfigen Bande, die unter dringendem Verdacht stehen, auch für die Cannabisplantagen verantwortlich zu sein, von der Polizei gestellt und identifiziert.

Der Gründer des weltberühmten „Cirque du Soleil“, Guy Laliberté, wurde Presseangaben zufolge in Französisch-Polyniesien von der Polizei festgenommen. Der Grund: Cannabisanbau in „beträchtlichem“ Ausmaß. Denn wie es sich für einen Milliardär gehört, fand der Anbau nicht etwa im heimischen Schuppen oder im Growzelt statt, sondern auf der eigenen Privatinsel.

 

Das Atoll mit dem Namen Nukutepipi umfasst eine Fläche von 0,6 Quadratkilometern und ist mitten im Pazifischen Ozean gelegen. Der 60-Jährige kaufte sich das ausgesprochen idyllische Stück Land im Jahr 2007. Seitdem vermietet er es für knapp 200.000 Dollar pro Woche an gut betuchte Erholungssuchende und nutzt offenbar einen Teil der Fläche zum Anbau von medizinischem Cannabis, das ausschließlich für „streng persönliche“ Zwecke bestimmt gewesen sei (so das offizielle Statement). Ganze elf Gärtner sollen sich um die Outdoor-Anlage gekümmert haben, von daher ist davon auszugehen, dass der Kanadier ziemlich ausgeprägte Ansprüche an seinen persönlichen Bedarf stellt.

 

Aber auch wenn mit der Cannabisgesetzgebung von Französisch-Polynesien eigentlich nicht zu spaßen ist (es gelten die rigiden französischen Gesetze), kann man davon ausgehen, dass der Beschuldigte aufgrund seiner Beziehungen und seiner finanziellen Möglichkeiten (glücklicherweise) mit einer verhältnismäßig milden Strafe davonkommen wird.

 

 

Auf einem schwer einsehbaren Grundstück nahe Wangen fanden Polizeibeamte mehrere Hanfpflanzen mit einer beachtlichen Größe von bis zu 3,5 Metern. Bei dem Besitzer und Bewohner handelt es sich um einen 85-jährigen Mann, der angab, die Pflanzen seien aus den Resten von Vogelfutter rein zufällig und ohne sein Zutun gewachsen. Bekannte des Senioren hatten den Mann davor gewarnt die Pflanzen einfach sprießen zu lassen.

 

Doch dem Hanf-Opa war das egal, er mochte die Pflanzen und statt sie abzuschlagen, hegte und pflegte er sie nach bestem Wissen und Gewissen. Ob die Geschichte des Verdächtigen so stimmt, bleibt unklar, wilder Hanf aus Vogelsamen ist jedenfalls keine Seltenheit, alte Menschen, die ein paar Pflanzen zur Schmerzlinderung hochziehen aber natürlich auch nicht. Wer sollte es ihnen auch verdenken? Ach ja, der deutsche Staat zum Beispiel, der auch in diesem Fall hart blieb und Polizisten schickte, um die Gewächse restlos abzuernten und dem Rentner ein Ermittlungsverfahren anzuhängen...

Nanu, was ist denn das? Im verschlafenen Städtchen Pößneck in Thüringen staunte ein Passant am Mittwochabend nicht schlecht, als er sich einmal genauer ansah, was da einsam und verlassen an einer Bushaltestelle stand: zwei ordentlich eingetopfte Cannabispflanzen, etwa 40 cm hoch zierten dort den Bürgersteig. Und weit und breit niemand in der Nähe, dem sie gehörten oder der sonstwie Licht ins Dunkel bringen könnte.

 

Angeblich war der Finder sich ob der Art der Pflanzen nicht sicher, aber eine vage Vermutung bestärkte den Mann darin, die Polizei um Hilfe zu rufen. Die bestätigte, dass es sich um Cannabis handele und versucht nun herauszufinden, wem die Gewächse gehören und warum sie an einem öffentlichen Platz zurückgelassen wurden.

 

 

Das sogenannte Emerald Triangle (etwa: smaragdgrünes Dreieck), die Region um Humboldt County, Mendocino und Trinity County sorgt für einen nicht unbedeutenden Teil der nordamerikanischen Marihuanaproduktion. Bereits seit der Hochzeit der Hippie-Bewegung in den 1960er-Jahren werden hier Marihuanapflanzen im großen Stil angebaut. Legal, illegal, scheißegal: das Growen ist für die hier lebenden Menschen traditionell ein wichtiger Bestandteil ihres ganz speziellen Way of Life. So ziemlich jeder, den man in dieser Gegend trifft, hat direkt oder indirekt mit der Cannabisindustrie zu tun. Und obwohll Marihuana in Kalifornien inzwischen komplett legalisiert wurde, im Emerald County wird, auch aufgrund hoher Zulassungsbeschränkungen für „legales“ Weed, bei weitem nicht nur mit Lizenz angebaut.

 

Eine neue Netflix-Doku mit dem reißerischen Titel „Murder Mountain“ gibt dem Zuschauer nun Einblick in diese besondere Welt. Wie der Name der Show bereits verrät, legen die Macher den Schwerpunkt auf die Schattenseiten des vermeintlichen Stoner-Schlaraffenlands. Dazu gehören zum Beispiel beispielsweise hohe Vermisstenzahlen, ausgebeutete Trimmer und rücksichtslose Guerilla-Grower, die ihre versteckten Felder mit teils lebensgefährlichen Fallenkonstruktionen ohne Rücksicht auf Verluste zu sichern versuchen. Als roter Faden der sechsteiligen Dokumentation fungiert der Fall um einen spurlos verschwunden jungen Surfer, der sich mit der Plantagenarbeit etwas dazuverdienen wollte. Ein ausführliches Review zu Murder Mountain findet ihr in der nächsten Print-Ausgabe des Highway.

Eine illegale Aufzuchtsanlage, die die Bezeichnung „Plantage“ mal wirklich verdient hat, wurde in Navarro County, Texas entdeckt: auf über fünf Acre (etwa 20.000 Quadratmeter) wuchsen circa 10.000 Outdoorpflanzen, die die Polizei dank des Einsatzes einer Drone ausfindig machen konnte. Das umgebende Gelände erwies sich als derart unwegsam, dass ein Bulldozer zu Hilfe genommen werden musste, um zu den Pflanzen und dem dazugehörigen Camp vordringen zu können. Clever: mithilfe einer „Vogelscheuche“, die mit einer Maschinengewehrattrappe ausgestattet worden war (siehe Bild in der Mitte), hatten die Betreiber versucht, die Anlage zusätzlich abzusichern und eventuelle Eindringlinge abzuschrecken. Laut den Behörden handelte es sich um die größte illegal betriebene Cannabisplantage der jüngeren texanischen Geschichte.

Es sei an dieser Stelle noch einmal festgehalten, nur um alle Klarheiten zu beseitigen: Gras anzubauen ist in den meisten Ländern nach wie vor illegal. Diese bittere Erfahrung musste kürzlich leider auch eine 50-jährige Italienerin aus der Provinz Nero in Sardinien machen, nachdem sie aufgrund der Pflanzung von Cannabis angezeigt wurde. Nach der Durchsuchung ihres Gartens durch die Carabinieri hatte die unauffällig wirkende Frau zugegeben, dass sie selbst für die Pflanzung verantwortlich gewesen sei und dass sie die benötigten Samen zuvor via Internet bestellt hatte. Kurios: die Cannabis-Liebhaberin zeigte sich ernsthaft überrascht darüber, dass sie nun mit einer Strafe zu rechnen habe und dass ihre Pflanzen beschlagnahmt wurden. Sie war nach eigenen Angaben fest davon ausgegangen, der Anbau von Gras sei mittlerweile ganz legal. Eine Erklärung, die durchaus glaubhaft wäre, wenn es sich um ein, zwei Pflänzchen auf dem Balkon gehandelt hätte und nicht, wie im vorliegenden Fall, um eine ausgewachsene Outdoor-Anlage, die knapp 450 etwa eineinhalb Meter hohe Cannabispflanzen umfasste…

 

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Eine Auswahl der Artikel der aktuellen Ausgabe:

 

Titelstory YouTube gegen Cannabis Internationale Technik-Riesen wie Google und Facebook vertreten im Zweifel die vorherrschende Meinung – und die ist noch häufig gegen Cannabis eingestellt. Denn es kann solche Unternehmen durchaus Geld kosten, wenn sie zu liberal agieren. Neuestes (und besonders ärgerliches) Beispiel: YouTube...

 

Growing Sea of Green & Screen of Green Über eine große Ernte wird sich wohl niemand beschweren. Ein möglichst ertragreicher Indoor-Grow kann auch forciert werden: je nach Anbaubedingungen eignen sich dafür beispielsweise die beiden Technik- Klassiker „Sea of Green“ (SOG) und „Screen of Green“ (SCROG), über die dieser Artikel aufklärt.

 

Story Cannatoons – „Die Simpsons und das Kiffen – die perfekte Mischung“, so betitelten wir neulich einen Artikel über Cannabis-Referenzen bei den Simpsons. Dieses Mal wollen wir jedoch über den gelben Tellerrand schauen und uns ansehen, wie andere Cartoons mit der Cannabis-Thematik umgehen, beispielsweise Fritz the Cat, Futurama oder South Park.

 

Interview Plusmacher – Mit Plus kann man kein Minus machen, so verkündet es der Berliner Straßenrapper Plusmacher, der seit 2012 seine Musik unters Volk bringt. Vergangene Woche ist sein neues Album Hustlebach erschienen, das den Sommer-Soundtrack für alle Kush-Raucher liefert. Wir haben ihn im Vorfeld interviewt...

 

Growing Gefahr im Garten Teil 4: Trauermücken – In Teil 4 der Reihe konzentrieren wir uns auf einen der größten Feinde aus dem Insektenheer: die auch Sciaridae genannten Trauermücken. Die Kenntnis über den Feind ist entscheidend – wie man sich am besten gegen Sciaridae wappnet, kann daher in dieser Ausgabe von Highway erfahren werden.

 

Gesellschaft Weniger paffen, mehr machen? – Cannabis hat verhältnismäßig wenige Nebenwirkungen. Aber einige kennen sicherlich den Gedanken, dass es sich manchmal so anfühlt, als würde man übertreiben. Dann hilft beispielsweise eine Konsumpause weiter. Ein fiktiver Artikel, der auf wahren Begebenheiten und Erfahrungen beruht.

 

Story Odyssee ins Rif-Gebirge Teil 2 – In der vorherigen Highway-Ausgabe berichtete Donald Denzler von seiner überstürzten Flucht nach Amsterdam, da in Deutschland wieder Knast aufgrund Marihuana drohte. Nach einer temporären Zuflucht in einem besetzen Gebäude, macht er sich jedoch auf die Suche nach einer anderen Verweilmöglichkeit...

 

Weitere Artikel Film: The Big Lebowsky +++ Sortenportrait: S.A.G.E. +++ Kiffertypen: Der Verheimlicher +++ Goodies: Koko Nuggz +++ High Five: Geheimtipps: Weed-Serien +++ und vieles mehr...

Erst vor ein paar Tagen berichteten wir über eine cannabisaffine 72-jährige Rentnerin, die in ihrer Wohnung kleine Portionen Marihuana verkaufte. Nun erreichen uns aus Süddeutschland, genauer gesagt aus Füssen, erneut Nachrichten über eine betagte, allerdings ungewollte Cannabisliebhaberin.

 

Doch der Reihe nach: Polizeibeamten fiel während einer Streife ein Balkon auf, auf dem ohne jeden Sichtschutz oder dergleichen ein paar Cannabispflanzen seelenruhig vor sich hin wuchsen. Erstaunt über den Leichtsinn des Growers, klingelten die Beamten in der entsprechenden Wohnung und staunten nicht schlecht, wer ihnen da die Tür öffnete. Eine 72-jährige Seniorin nämlich, die so gar nicht nicht die Erwartungen der Gesetzeshüter erfüllen konnte. Doch dem Anschein nach lag der Dame nichts ferner, als Profit aus ihrer Ernte zu schlagen, vielmehr war sie sich gar nicht darüber bewußt, was da in ihren Blumenkübeln heranwuchs. Die Frau hatte lediglich die Gewohnheit, Reste von Vogelfutter, das Nutzhanfsamen enthalten kann, in ihrer Blumenerde zu entsorgen.

 

Dementsprechend hatte das gefundene Cannabis auch keine berauschende Wirkung und die Polizisten konnten sich mit der Entsorgung der Pflanzen begnügen. Die rüstige Rentnerin kam mit dem Schrecken davon.