Erst vor ein paar Tagen berichteten wir über eine cannabisaffine 72-jährige Rentnerin, die in ihrer Wohnung kleine Portionen Marihuana verkaufte. Nun erreichen uns aus Süddeutschland, genauer gesagt aus Füssen, erneut Nachrichten über eine betagte, allerdings ungewollte Cannabisliebhaberin.

 

Doch der Reihe nach: Polizeibeamten fiel während einer Streife ein Balkon auf, auf dem ohne jeden Sichtschutz oder dergleichen ein paar Cannabispflanzen seelenruhig vor sich hin wuchsen. Erstaunt über den Leichtsinn des Growers, klingelten die Beamten in der entsprechenden Wohnung und staunten nicht schlecht, wer ihnen da die Tür öffnete. Eine 72-jährige Seniorin nämlich, die so gar nicht nicht die Erwartungen der Gesetzeshüter erfüllen konnte. Doch dem Anschein nach lag der Dame nichts ferner, als Profit aus ihrer Ernte zu schlagen, vielmehr war sie sich gar nicht darüber bewußt, was da in ihren Blumenkübeln heranwuchs. Die Frau hatte lediglich die Gewohnheit, Reste von Vogelfutter, das Nutzhanfsamen enthalten kann, in ihrer Blumenerde zu entsorgen.

 

Dementsprechend hatte das gefundene Cannabis auch keine berauschende Wirkung und die Polizisten konnten sich mit der Entsorgung der Pflanzen begnügen. Die rüstige Rentnerin kam mit dem Schrecken davon.

Das sogenannte Guerilla-Growing übt auf Cannabisliebhaber und Growing-Interessierte eine große Faszination aus. Das Risiko erwischt zu werden hält sich in Grenzen und man erlebt ein kleines Abenteuer an der frischen Luft. Und wenn man sich bei der Auswahl des Spots und der richtigen Sorte für den Anbau nicht lumpen lässt, können sich auch die Ergebnisse durchaus sehen lassen.

 

Etwas Ähnliches dachten sich wohl einer oder mehrere Unbekannte aus dem Raum Krefeld. Denn auf einer idyllisch gelegenen Insel im Krefelder Stadtweiher fand die Polizei nun 41 bis zu einem halben Meter hohe, „wilde“ Cannabispflanzen. Ein Spaziergänger hatte die Pflanzen vom anderen Ufer aus erspäht und daraufhin (leider) die Polizei informiert. Die betroffene Insel liegt etwa 20 Meter vom Ufer entfernt, je nach Wasserstand könne man den Ort aber auch fußläufig erreichen, so die zuständigen Beamten der Rauschgiftfahndung.

Im Folgenden präsentieren wir einen Auszug aus einem Artikel, der in Highway – Das Cannabismagazin 02/2018 erschienen ist – den kompletten Text lest ihr in unserem Printmagazin, das gerade frisch erschienen ist und ab sofort in allen gut sortierten Kiosken, Bahnhofsbuchhandlungen und Head- und Growshops in Deutschland, Österreich und der Schweiz für schlappe 2,60 Euro (2,99 Euro, 4,20 SFr) erworben werden kann.

 

 

 

 

Willkommen zu unserer Serie über Schädlinge und Krankheiten, die viele Pflanzen befallen – leider natürlich auch Cannabis. In jeder Ausgabe von Highway werden wir verschiedene Arten von Schädlingen und Krankheiten vorstellen und zeigen, wie sie sich verbreiten und wie man ihr Auftreten verhindert beziehungsweise wie man sie wieder loswerden kann. In Ausgabe 01/2018 haben wir die Serie mit den Blattläusen begonnen und führen sie in Ausgabe 02/2018 mit einem Intimfeind vieler Grower weiter: den Spinnmilben.



Ein Biologe würde sagen, dass Spinnmilben zur Überfamilie der Tetranychoidea gehören, zur Ordnung Trombidiformes mit der Unterordnung Prostigmata und Überordnung Acariformes. Doch das muss uns nicht interessieren: für Normalsterbliche bedeutet das einfach nur, dass Spinnmilben mit Spinnen verwandt sind und zu den Milben gehören. Im Gegensatz zu Spinnen haben Spinnmilben keine Gelenke – ihre acht Beine bestehen im Endeffekt aus einem Stück. Die beiden am häufigsten anzutreffenden Arten von Spinnmilben sind Tetranychus urticae (Gemeine Spinnmilbe oder Bohnenspinnmilbe) und Panonychus ulmi (Rote Spinne oder Obstbaumspinnmilbe). Spinnmilben sind winzig klein – die ausgewachsene weibliche Gemeine Spinnmilbe wird nicht größer als 0,5 Millimeter, die Männchen sind noch kleiner und schmaler. Erwachsene Obstbaumspinnmilben erreichen bis zu 0,7 Millimeter, sind damit aber immer noch klein genug, um vor den neugierigen Blicken der Grower verborgen zu bleiben.


Ein grundlegender Unterschied zwischen den Lebenszyklen dieser beiden Arten von Spinnmilben besteht darin, dass Panonychus ulmi vor dem Winter Eier legen, aus denen dann Ende April Larven schlüpfen, während die Tetranychus-urticae-Weibchen im Winter versteckt unter Rinde, Steinen oder im Boden überleben und ihre Eier erst im Frühjahr legen. Spinnmilbenpopulationen weisen ein 3-zu-1-Verhältnis zwischen Weibchen und Männchen auf. Dieses Missverhältnis führt unter anderem zu einem raschen Bevölkerungswachstum. Ein Weibchen der Art Tetranychus urticae kann bis zu 200 Eier ablegen, die daraus geschlüpften Spinnmilben können sich bereits nach 15 Tagen selbst fortpflanzen. Das bedeutet, dass, wenn 20 Spinnmilben (15 weibliche und 5 männliche) im Garten oder Grow-Raum auftauchen (was übrigens viel zu wenige Spinnmilben sind, um sie entdecken zu können), bereits nach 15 Tagen etwa 3.000 Spinnmilben die Pflanzen bewohnen. Wenn man dann nicht reagiert, werden nach weiteren 15 Tagen 453.000 Spinnmilben den Garten beziehungsweise den Grow-Raum unsicher machen. Unglaublich, nicht wahr? Panonychus ulmi vermehren sich zumindest ein bisschen langsamer. Ein warmes und trockenes Klima begünstigt die Fortpflanzung der Spinnmilben, deshalb begegnet man ihnen im Freien meist im Sommer. Indoor sind sie jedoch ungern gesehene Begleiter über das ganze Jahr hinweg. Eine höhere Luftfeuchtigkeit kann den Populationsboom der Spinnmilben vermindern, wird aber keine Auswirkungen auf bereits lebende Individuen haben.


Wie schaden Spinnmilben den Pflanzen?

Spinnmilben gehören zu den saugenden Schädlingen. Das heißt, sie stecken ihren Saugapparat in das Gewebe einer Pflanze und saugen daraus Saft. Dadurch wird der Pflanze Energie entzogen. Ein solcher Angriff führt zu einem gestörten Wachstum und einer verminderten Fähigkeit, Blüten und Früchte auszubilden. Spinnmilben konzentrieren sich vor allem auf Blätter, auf denen sie dann kleine, helle Flecken hinterlassen. Sie können aber auch die Blüten direkt attackieren. Wenn größere Mengen von Spinnmilben auftauchen, beginnen sie mit dem Weben von Netzen, die sie bei der Bewegung zwischen verschiedenen Teilen der befallenen Pflanze unterstützen. Diese feinen und festen Netze begrenzen das Wachstum von kleinen Blättern und Trieben, werden von den Spinnmilben aber auch auf größeren und stärkeren Pflanzenteilen angelegt. Ein weiteres Problem im Zusammenhang mit der Anwesenheit von Spinnmilben ist ein erhöhtes Risiko für Pflanzenkrankheiten. Da die Spinnmilben den Saft aus den Blättern saugen, können sie auch Krankheiten verbreiten, die von anderen Pflanzen stammen – sowohl beim Outdoor-Anbau als auch beim Grow unter künstlichem Licht.

 

Wie erkennt man Spinnmilben?

Erste Anzeichen für das Vorhandensein von Spinnmilben sind helle Flecken auf den Blättern, die auch von oben sichtbar sind, obwohl Spinnmilben meistens von der Unterseite der Blätter aus saugen. Manchmal sieht es so aus, als ob die Blätter von Weißfäule befallen wurden, da sie sich blass färben und es so scheint, als ob sich eine weiße Schicht auf ihnen bilden würde. Spinnmilben befallen in der Regel zuerst die Blätter im unteren Bereich der Pflanzen. Ihre Anwesenheit zu erkennen ist recht schwierig, da sie sich auf der Unterseite der Blätter fortbewegen. Die überwiegende Mehrheit saugender Schädlinge wendet diese Strategie an, um ein Entdecktwerden zu vermeiden. Wenn einem also merkwürdige Flecken oder kleine Punkte auf den Pflanzen auffallen, sollte man sich zuerst die Unterseite der betroffenen Blätter näher anschauen. Wenn man winzige, sich bewegende Flecken entdeckt, handelt es sich höchstwahrscheinlich um Spinnmilben. Die Farben der Spinnmilben können dabei durchaus variieren, von orange über gelb-grün bis rot. Letzteres ist typisch für Panonychus ulmi. Tetranychus urticae zeigen zwei markante Flecken an den Seiten. Sie sind etwas behaart, was durch ein Mikroskop oder eine Lupe gut zu erkennen ist. Spinnmilben sind leicht an ihren acht Beinen von anderen Störenfrieden zu unterscheiden, denn diese Anzahl Beine ist bei Pflanzenschädlingen eher selten. Ihre Netze können ebenfalls dabei helfen, sie zu identifizieren. Diese sind weiß und fein, aber dennoch ziemlich kräftig.

Doch nicht nur wegen der Anzahl ihrer Beine sind Spinnmilben ziemlich schwer mit anderen Schädlingen zu verwechseln, denn sie sind besonders klein und tauchen dazu im Überfluss auf. Die einzige Art, die ihnen ähnelt und an denselben Pflanzen vorkommt, ist die Phytoseiulus persimilis – eine Raubmilbe mit acht Beinen und einem roten Körper. Sie ist allerdings ein natürlicher Feind der Spinnmilbe: sowohl die Larven als auch die ausgewachsenen Tiere ernähren sich ausschließlich von Tetranychus urticae. Sie leben jedoch nicht in besonders großen Populationen. Wer also eine kleine rote Spinne findet, die auf den Pflanzen umherwandert, kann sich freuen, dass es keine Spinnmilbe ist, sondern im Gegenteil einer ihrer größten Feinde.

 

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Um den Artikel weiterzulesen, müssten wir euch bitten, für kleines Geld die aktuelle Ausgabe 02/2018 unseres Print-Magazins Highway am Kiosk oder als E-Paper zu erwerben. Im weiteren Verlauf des Artikels ist zu erfahren, wie man sich am besten vor Spinnmilben schützt und wie man diese am besten beseitigt, wenn sie doch einmal auftreten...

 

Dies alles (und viel mehr) könnt ihr in unserem Printmagazin Highway – Das Cannabismagazin 02/2018 durchlesen, das gerade frisch erschienen ist und ab sofort in allen gut sortierten Kiosken, Bahnhofsbuchhandlungen und Head- und Growshops in Deutschland, Österreich und der Schweiz für schlappe 2,60 Euro (2,99 Euro, 4,20 SFr) erworben werden kann:

 

 

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Nach zwei langen Monaten Wartezeit ist ab heute endlich die neue Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin an allen (Bahnhofs-)Kiosken, Grow- und Headshops erhältlich. Für schlappe 2,60 Euro (2,99 Euro in Österreich, 4,20 Franken in der Schweiz oder sogar nur 1,89 als E-Paper, beispielsweise bei Amazon) erhaltet ihr die volle Ladung Infos zu Cannabis, Legalisierung, Anbau indoor und outdoor und vieles mehr.

 

Eine Auswahl der Artikel der aktuellen Ausgabe:

 

Titelstory Die 10 besten Outdoor-Strains 2018 Das neue Jahr ist noch jung, doch wer in unseren Breitengeraden plant, sich auf sichere, gesunde und kostenschonende Art und Weise selbst mit Marihuana zu versorgen muss sich langsam an die Vorbereitungen machen. Highway stellt die 10 besten Outdoor-Cannabissorten für das Jahr 2018 vor.

 

 

Interview Trettmann – Inzwischen bereits seit einigen Jahren als Dancehaller-Sänger und Rapper (teilweise sogar mit ostdeutschem Akzent) unterwegs, kommt Trettmann gerade zu großer Berühmtheit und Features mit vielen bekannten Künstlern, etwa der 187 Straßenbande. Highway traf sich mit dem Musiker und Cannabisaktivisten zum Interview.

 

 

TV-Tipp Die Cannabis-Serie: Disjointed – Cannabis ist in aller Munde und wird nach und nach immer breiter akzeptiert. Dies äußert sich nicht zuletzt in einigen neuen Kiffer Serien, die von verschiedenen Sendern und Firmen produziert werden. Chuck Lorre (Two and a Half Man, Big Bang Theory) produzierte für Netflix Disjointed. Eine Kritik.

 

 

High School Moonrocks – Die weltweite Cannabisszene entwickelt sich immer schneller immer weiter und kreiert in den verschiedensten Bereichen neue Produkte. Moonrocks sind zum Konsum gedacht und bestehen aus Marihuana, Cannabisöl und Kief eine potente und auch teure Mischung, die von Highway in Amsterdam unter die Lupe genommen wurde.

 

 

Growing Gefahr im Garten – Was bringen die besten Outdoor-Strains, die in der Titelstory vorgestellt werden, wenn Schädlinge die Pflanzen peinigen? Im zweiten Teil der Serie „Gefahr im Garten“ wird ein ganz besonderer Feind der Cannabis-Grower vorgestellt und analysiert: die Spinnmilbe, die schon ganze Plantagen dem Untergang geweiht hat.

 

 

Story Mein erstes Mal – Innerhalb weniger Ausgaben konnte Autor und Lebenskünstler Donald Denzler mit seinen Erlebnisberichten aus 40 Jahren kiffen und dealen bereits viele Fans unter den Lesern gewinnen – dieses Mal geht er ganz zurück an den Anfang seiner Lebensgeschichte und berichtet von seiner Jugend und seinem ersten Joint überhaupt.

 

 

Kiffertypen Die Kifferfreundin – Unsere beliebte Serie der Kiffertypen widmet sich heute erstmals einer rein weiblichen Variante, nachdem der männliche Autor bislang nur männliche Kiffertypen vorstellte: der Kifferfreundin, die schon per Definition zum nachgeordneten Anhang des Mannes zu werden droht – sicher eine Verdrehung von gelebter Beziehungswirklichkeit.

 

 

Weitere Artikel Film: Das große Fressen +++ Sortenportrait: Sour Diesel +++ Goodies: Hanf-Liquid mit CBD +++ Produkttest: LED-Leuchte Rail 120 +++ High Five: Historische Kiffer +++ und vieles mehr...

Cannabis anzubauen ist in Deutschland derzeit noch verboten und daher auch mit gewissen Risiken behaftet. Daher entscheiden sich immer wieder Cannabisgrower, ihre Pflanzen außerhalb der heimischen Gefilde anzubauen. Seit Jahrzehnten beliebte Taktik ist es, Cannabispflanzen in Maisfeldern zu verstecken. Dabei ist übrigens zu beachten, dass Silomais zwischen Mitte September und Anfang Oktober geerntet wird, Körnermais zwischen Ende September und Ende November.

 

Ende September begab es sich auch, dass ein Landwirt in Altomünster sein Maisfeld ernten wollte, wie nun bekannt wurde. Wie in der „Süddeutschen Zeitung“ zu lesen ist, staunte er dabei nicht schlecht, als er auf einer 300 Meter langen Fläche insgesamt 190 Cannabispflanzen entdeckte. Die verständigte Kriminalpolizei rückte an und erntete die Cannabispflanzen in stundenlanger Arbeit.

 

So einen Fund hat man nicht alle Tage. Das ist schon außergewöhnlich“, sagte der Pressesprecher des zuständigen Polizeipräsidiums. Was wir von Highway – Das Cannabismagazin hingegen außergewöhnlich finden, sind die weiteren Informationen, die die Polizei zu diesem Fall veröffentlichte: denn die 190 Cannabispflanzen sollen laut Polizei „420 Kilogramm Biomasse“ ergeben haben (aus der 60 Kilogramm Blüten heraussortiert wurden).

 

Wir begrüßen es natürlich sehr, wenn Praktikanten bei Lokalzeitungen und dergleichen immer wieder die sozusagen offizielle Kifferzahl 420 in Artikeln unterbringen, aber wenn sich auch schon die Polizei solche Späße erlaubt... ist das nun ein gutes Zeichen für die Zukunft oder nicht? Wer verarscht hier eigentlich wen?

Cannabis anzubauen gelingt outdoor oder im Gewächshaus umso besser, je mehr Sonne zur Verfügung steht. Somit ist die spanische Insel Teneriffa natürlich auch ein beliebter Ort, um Gras anzubauen.

 

Wie „Teneriffa News“ berichtet, wurde bereits im April die Polizei bei Guía de Isora im Westen Teneriffas auf ein ambitioniertes Anbau-Projekt aufmerksam: insgesamt 4.500 Quadratmeter Anbaufläche wurden dort von fleißigen Cannabis-Growern in Gewächshäusern bewirtschaftet – also die Fläche eines kleinen Fußballfelds.

 

Um eine dauerhafte Versorgung mit Cannabisprodukten zu gewährleisten, wurden die Ernten zeitversetzt eingefahren. Nach einigen Monaten der Beobachtung, als genug Beweise gesammelt und die Verkaufsrouten ermittelt worden waren, schlug die Polizei nun zu und nahm zwei Männer im Alter von 40 und 45 Jahren fest.

In Nordkalifornien wüten die schlimmsten Waldbrände seit langer Zeit – es wurden bereits 1.500 Gebäude, Tausende Bäume und 500 Quadratkilometer Land zerstört, auch kam es bereits zu mindestens 31 Todesfällen, weitere Opfer werden befürchtet. 30.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen.

 

All das betrifft auch die Cannabisindustrie. Kalifornien steuert nach der kürzlichen Legalisierung derzeit auf die erste legale Cannabisernte des Staats zu. Laut „High Times“ werden für das erste Jahr der Legalisierung in Kalifornien Ernten von insgesamt 6.500 Tonnen erwartet – von denen allerdings 80 Prozent in andere Staaten weiterverkauft werden sollen.

 

Doch nun sind viele Grower in Sorge, denn die Feuer bedrohen auch Cannabisfarmen. Züchter nördlich von San Francisco haben bereits Evakuierungs-Aufforderungen erhalten, doch die Pflanzen sich selbst oder gar dem Feuer zu überlassen, könnte insgesamt Millionen über Millionen Dollar Verlust für die Produzenten bedeuten. Insgesamt könnten bis zu 9.000 Farmen bedroht sein.

 

Die Grower machen sich jedoch nicht nur wegen des Feuers Sorgen, auch der Rauch bereitet ihnen Kummer. Denn sollten die Cannabispflanzen vom Feuer direkt verschont bleiben, besteht immer noch die Gefahr, dass das Marihuana unverkäuflich wird, wenn der starke Rauch sich in den Blüten festsetzt. Dadurch können Konsumenten abgeschreckt werden, aber so steigt auch die Anfälligkeit der Cannabispflanzen gegenüber Schimmel, Mehltau und Pilzen.

 

Auch davon abgesehen, wird es noch spannend werden, wie viel der ersten legalen kalifornischen Outdoor-Ernte durch die harten Testkontrollen kommt, die durchlaufen werden müssen, um das Cannabis verkaufen zu dürfen.

Ein Spaziergänger in einem Wald bei Augsburg wunderte sich über Blumenkübel, die dort herumstanden. Auch die darin befindlichen Pflanzen kamen ihm merkwürdig vor – es handelte sich um Cannabis, wie er durch eigene Recherchen herausfand, meldete „region-muenchen.de“. Wie es sich für einen braven bayrischen Bürger gehört, wurde der Fund natürlich gleich der Polizei gemeldet.

 

Diese rückte an und fand an verschiedenen Stellen im Haunstetter Wald weitere Kübel mit Cannabispflanzen – insgesamt 275 Stück. Besonders bemerkenswert ist dabei der Umstand, dass ein großer Teil der Cannabispflanzen nicht auf dem Waldboden positioniert wurde, sondern dass viele Pflanzen in den Baumkronen des Waldes positioniert wurden – auf rund 25 Metern Höhe!

 

Ob dies gemacht wurde, damit die Pflanzen mehr Sonne abbekommen oder damit sie nicht entdeckt werden, ist unklar – der oder die Cannabisgrower konnten bislang nicht ermittelt werden.

Cannabis gefunden und die Polizei lacht sich kaputt? Nein, nicht weil sie sich zu viel davon gegönnt hat oder weil sie schon die Dollarzeichen für den Weiterverkauf in den Augen hat. Sondern schlicht und einfach, weil sie sich über die Grower lustig macht.

 

Bereits vor etwa drei Wochen hatten wir eine ähnliche Meldung zur englischen Polizei. Diese entdeckte eine Outdoor-Anzucht von Cannabispflanzen und hinterließ eine Nachricht an die Besitzer: „Oops! Tut uns leid, dass wir uns verpasst haben, aber ruft uns einfach jederzeit unter 101 an, um einen Deal auszuhandeln. Viel liebe, Küsschen – eure Polizei.“

 

Facebook-Post der niederländischen Polizei

 

Dem wollte die niederländische Polizei wohl in nichts nachstehen und überlegte sich nun einen eigenen Scherz, als sie nach der Entdeckung eines kleinen Foliengewächshauses in einem Wald bei Epe (Provinz Gelderland) fünf Cannabispflanzen entdeckte, die dort in Kübeln aufgezogen wurden. Nach der Entfernung der Pflanzen des unbekannten Growers pflanzte die Polizei schließlich Kiefern in die nun frei gewordenen Kübel und feierte sich und diesen grandiosen Scherz auf Facebook. „Reich werden die Grower damit zwar nicht, aber in einen Wald gehören nun einmal Kiefern“, ließ sie dort verkünden.

 

Wir wissen mal wieder nicht, ob wir es traurig oder lustig finden sollen, dass selbst die Polizei den ganzen sinnlosen Strafverfolgungsquatsch um Cannabis nicht mehr ernst nehmen kann...

Wir freuen uns mit Donald Denzler einen neuen Autor an Bord begrüßen zu dürfen, der über einige Jahre an internationaler Cannabis-Erfahrung verfügt und sich uns und euch in der aktuellen Ausgabe unseres Magazins Highway – Das Cannabismagazin zur Begrüßung mit einer Passage aus seinem Leben vorstellt, die er Gras anbauend in den Niederlanden verbracht hat. An dieser Stelle präsentieren wir euch einen kleinen Auszug – den ganzen Artikel könnt ihr in der aktuellen Ausgabe von Highway lesen.

 

Während meiner Flucht vor den deutschen Behörden habe ich von 2003 bis Ende 2005 in Helmond gewohnt, erst bis 2004 in einem kleinen und dann bis Dezember 2005 in einem größeren Bauernhof. Wie überall habe ich auch in Helmond zunächst indoor unter Lampen und dann später auch im Garten mein Ganja angebaut. Der Bauernhof hatte etwa 80 bis 100 Quadratmeter Fläche und hatte einen ersten Stock.


Fred, der zuständige Wijkagent, so etwas wie ein Kontaktbereichsbeamter oder Revieroberkommisar, war ein freundlicher Mann der seine ersten 17 Jahre in Deutschland verbracht hatte – sein Vater war dort stationiert. Seine Meinung zur deutschen Drogenpolitik war ausgesprochen deutlich und er fand das Verhalten seiner „Kollegen“ äußerst unbegreiflich und schien selbst sehr tolerant. Er kam alle drei bis vier Wochen mal zum Kaffee vorbei und wir haben auf der Terrasse gesessen und geklönt. Ich habe ihm von Rastafari und meinem Verhältnis zu Cannabis erzählt und von den deutschen Grundrechtsverletzungen, wegen denen ich in den Niederlanden Asyl suche, doch da konnte er mir nicht weiterhelfen – zumindest auch kein Gedanke daran, mich auszuliefern; er erklärte sich sogar bereit, meinen Pass zu checken, um mich wegen möglicher Kontrollen in Holland eventuell beruhigen zu können. Da damals noch kein internationaler Haftbefehl gegen mich vorlag, kam er mit der freudigen Nachricht, dass ich in Holland keine Probleme haben werde, wenn ich kontrolliert werde – er habe persönlich alle drei Datenbanken gecheckt. Normalerweise checkt die Polizei nur zwei davon – alles clean.


Im Winter 2004/2005 hatte ich in einem großen Zimmer im Erdgeschoss sieben Lampen hängen und acht Kübel mit je fünf bis sieben Pflanzen von etwa einem Meter Höhe drunter, alles in der Blüte. Eines Tages kommt Fred und fragt, ob ich Weed hab, es sei so ein Geruch wahrzunehmen auf der Straße. Ich sage: „Ja, heb ik“. Ob er das mal sehen darf. Klar, sage ich. Vor der Tür wurde mir bewusst, dass Fred als Cop eine Knarre trägt. Ich teilte ihm mit, dass ich keine Waffen im Haus haben will und schlug vor, ihm den Vorhang vor dem Fenster von innen zu öffnen, damit er die Pflanzen durchs Fenster sehen könne. Doch das war ihm nicht genug und er schlug vor, seine Waffe zu entladen und das Magazin in seiner Aktentasche zu bewahren. Und so habe ich dem Vorschlag zugestimmt und wir sind in den Growroom. Er schaute sich die hängenden Lampen und die Kübel an und sah darin keine professionelle Anlage, so kam er denn auch zu dem Schluss: „Das ist privat, das ist kein Problem.“ Wir tranken Kaffee und er ging.


Mit dem heranrückenden Frühjahr 2005 habe ich ihn einmal gefragt, ob er damit ein Problem habe, wenn ich im Garten anpflanze. Er meinte nur, solange es nicht mehr ist als drinnen, wäre das okay. Um die nötige Erde und so weiter herbeizuschaffen, habe ich mir einen Anhänger für das Fahrrad gebaut. Da mir als Material nur Holzbretter von Paletten und Nägel zur Verfügung standen, habe ich also aus diesen Brettern einen Hänger mit Mittelachse von zwei Metern Länge und 80 Zentimetern Breite gebaut. Zwei Vorderräder sind in Holland nicht schwer zu finden. Als Anhängerkupplung ein dickes Tau durch ein Loch in einer Holzplatte am Hänger und am Gepäckträger des Fahrrades und oben und unten einen Knoten – funktioniert vorzüglich. Damit habe ich in tagelanger Arbeit von einer benachbarten Farm alten Pferdemist geholt. Immer vier bis fünf dicke Kübel voll und feste strampeln. Dazu Algenkalk, Brenneseln, Kombucha-Algensud und Urin in die Erde eingearbeitet. Kurz: der Acker war bereit und das Frühjahr konnte kommen – Growen mit polizeilicher Erlaubnis!


Durch meine eigenen Kreuzungen und selbstgemachten Steckis hatte ich Anfang 2005 rund 50 Jungpflanzen von sieben verschiedenen Sorten: Amnesia Haze, Lavender, Diesel sowie meine Kreuzungen K1, K3, K4 und Sweedish Summer. Wenn ich aus Samen growe, mache ich von jeder Pflanze schon ganz früh zwei oder drei Stecklinge, die ich zur Bestimmung des Geschlechtes benutze. Sobald die Wurzeln gezogen haben, setze ich sie unter eine Lampe mit zehn Stunden Licht und in wenigen Tagen sehe ich so, ob es sich bei der Mutter um eine Mutter oder einen Vater handelt. So muss ich nicht bis zum Herbst ein Männchen pflegen. Auf diese Weise konnte ich schnell die männlichen Pflanzen bereits im Frühjahr aussortieren. Es blieben 47 Pflanzen, eine erwies sich später als Zwitter...

 

...die Fortsetzung des Artikels findet ihr in der aktuellen Ausgabe von Highway, außerdem viele weitere News und Infos zu Cannabis und dem Anbau von Cannabis. Die neue Ausgabe von Highway könnt ihr an jedem gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk in Deutschland, Österreich und der Schweiz (oder als (Amazon-)E-Paper) für lächerliche 2,60 Euro (bzw. 1,89 Euro) erwerben:

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