In Deutschland wurde erst kürzlich gewählt und die Koalitionsverhandlungen sind noch lange nicht abgeschlossen. Die „Süddeutsche“ meldete heute, dass eine Cannabislegalisierung durch die vermutlich ins Haus stehende Jamaika-Koalition durchaus möglich wäre.

 

Mit etwa anderthalbmal soviel Stimmen für die Union aus CDU und CSU halten wir von Highway das allerdings für äußerst unrealistisch. Vor nichts hat die Union mehr Angst als vor Weed und Hasch und erst recht vor dem Anbau von Cannabis – und den Grünen und der FDP kann auch nicht über den Weg getraut werden, wenn es darum geht, die Legalisierung von Cannabis mit allen Mitteln einzufordern und nicht etwa gegen einen schönen Ministerposten einzutauschen. Mit größter Freude würden wir uns aber natürlich bei dieser Einschätzung eines Besseren belehren lassen.

 

Auch in den Niederlanden wurde gewählt – allerdings bereits im März. Nicht zuletzt, da sich vier Parteien zusammenraufen mussten, um eine Regierung bilden zu können, dauerten die Koalitionsverhandlungen nun tatsächlich sieben Monate lang. Die Regierung aus rechtsliberaler VVD, den Christdemokraten des CDA, der linksliberalen D66 und der calvinistischen ChristenUnie hat im Parlament nur einen einzigen Sitz Mehrheit.

 

Für Cannabis-Interessierte und vor allem diejenigen Niederländer, die im legalen oder illegalen Cannabusiness tätig sind, sieht die Koalition eine wichtige Änderung für 2018 vor. Bislang ist es in der Niederlanden bekanntermaßen so, dass die Coffeeshops und ihre Kundschaft toleriert werden, solange nicht mehr als fünf Gramm Cannabis pro Tag und Kunde abgegeben und weitere Regeln eingehalten werden.

 

Die Belieferung der Coffeeshops geschieht jedoch durch die „Hintertür“, das bedeutet, dass der komplette Anbau von Marihuana und die Belieferung der Shops illegal ist. Große Grower aus den Niederlanden kommen zwar gelegentlich äußerst glimpflich davon, wenn sie erwischt werden, andere haben aber wenig Glück und müssen für einige Jahre ins Gefängnis. Auch für die Konsumenten ist diese Regelung nicht befriedigend, weil keine Cannabis-Standards herrschen und die Qualität daher sehr leiden kann, was eventuell auch gesundheitliche Nachteile mit sich bringt.

 

Wie unter anderem „Spiegel Online“ berichtete, soll ab dem kommenden Jahr nun in einigen niederländischen Gemeinden die offizielle, legale und staatlich geprüfte Herstellung von Marihuana und der Vertrieb dieses Materials an die Coffeeshops getestet werden.

Das „Dabbing“ erfreut sich immer größerer Beliebtheit, insbesondere in den USA, wo der Trend seinen Anfang fand. Begriffe wie Dab, Torch, Nail und viele andere verwirren jedoch jeden unwissenden Konsumenten und dabei ist dies nur ein Bruchteil des Fachchinesisch. Die wichtigsten Begriffe und Informationen liefert daher an dieser Stelle Mr. Haze Amaze, der für seine Recherche zum Thema Dabbing bei den Experten des niederländischen Extraktionsteams Ambrosia Extracts genauer nachgefragt hat.

 

Im Folgenden erhaltet ihr einen Einblick in die Titelstory der gerade frisch erschienenen Ausgabe 05/2017 von Highway – Das Cannabismagazin:

 

Bevor es losgeht, eine kurze Erklärung vorab, damit auch jeder folgen kann: Was ist Dabbing? Ganz grob gesagt, ist es eine spezielle Art, ein Cannabisextrakt zu konsumieren. Dazu wird ein Dab auf einem vorher erhitzen Nail platziert, der auf einer sogenannten Rig thront. Der entstehende Rauch wird inhaliert. Ein Dab (englisch: Klecks oder Tupfen) ist sozusagen eine Portion des Extrakts. Leider kann man da keine pauschale Größenangabe machen. Normalerweise hat ein Dab etwa die Größe einer Erbse, doch die Amerikaner neigen oftmals zur Übertreibung, indem sie die Extrakte fast schon löffelweise auf ihre Nails schmieren. Ein Nail (englisch: Nagel) ist ein Aufsatz für Bongs, üblicherweise mit einem „weiblichen“ Stecker ausgestattet, der auf das „männliche“ Gegenstück der Bong gesetzt wird. Allerdings gibt es hier auch Ausnahmen, manche Nails können auch in das Loch der Bong gesteckt werden. Diese Variante ist die günstigere und passt auch wesentlich besser zum eigentlichen Namen, da sie wie ein dicker Nagel mit einer kleinen Pfanne oben drauf aussieht. Des Weiteren gibt es auch noch sogenannte Swings, also Schaukeln, und Bangers, aber das würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Ein Nail besteht aus Keramik, Borosilikatglas oder Titan, wobei letzteres am beliebtesten ist. Alle drei Materialien vertragen sehr hohe Temperaturen, was uns direkt zum nächsten Punkt mitsamt der Torch bringt. Eine Torch ist nichts anderes als ein kleiner Bunsenbrenner, wie er auch zum Flambieren oder für Crème brûlée verwendet wird. Mit dieser Torch wird der Nail erhitzt, bis er leicht zu glühen beginnt, denn das Extrakt soll dann auf diesem heißen Nagel platziert werden, um zu verdampfen. Ist der Nagel also erhitzt, wird das Extrakt mittels eines Dabbers, einem Dabbing-Tool, das ein wenig an ein Gerät eines Zahnarztes erinnert, aufgenommen und auf den glühenden Nagel gepackt. Daraufhin beginnt das Extrakt augenblicklich zu verdampfen und einen dichten weißen Rauch zu erzeugen, zeitgleich wird an der Rig gezogen. Eine Rig ist eine Bong mit dem benötigten, oben genannten „männlichen“ Schliff. Meistens sind Rigs etwas kleiner als normale Bongs. Das hat den Grund, dass das Extrakt nach dem Erhitzen und Verdampfen durch die Wasserkühlung der Bong wieder kondensiert. Das bedeutet also, je größer die Rig, desto mehr Extrakt wird auf dem Weg durch das Glaslabyrinth zurückbleiben und als schmieriger Rückstand in der Rig kleben bleiben.

 

Kreationen von Ambrosia Extracts

 

Um dem Ganzen noch etwas weiter auf den Grund zu gehen, habe ich mich mit Godsnectar420 (so sein Instagram-Nickname) von Ambrosia Extracts getroffen. Die Mitglieder der Gruppe Ambrosia Extracts stellen nun seit einigen Jahren dabbares Material – BHO – selbst her und haben bereits viel Wissen zu diesem Thema gesammelt. Ich sitze gerade noch im Amsterdamer Coffeeshop 1eHulp in der Marnixstraat und unterhalte mich mit ein paar Einheimischen darüber, welcher Coffeeshop denn nun der beste ist, da bekomme ich eine Nachricht, dass Godsnectar420 auch schon dort sitzt und auf mich wartet. Da die Jungs gerne anonym bleiben möchten, ist es natürlich schier unmöglich, ihn zu erkennen. Nach einem kurzen Hin und Her finden wir uns doch und setzen uns in den unteren Teil des Coffeeshops. Godsnectar420 ist ein gewöhnlicher junger Mann in Hip-Hop-Klamotten. Wir kommen direkt ins Gespräch über Dabs und Cannabis, während wir einen Joint rauchen. Er fragt mich, ob ich schon häufiger gedabbt habt, was ich verneinen muss, da ich bisher nur einmal auf einer Dabbing-Veranstaltung, der Dab-A-Doo, war. Für das Interview wechseln wir den Standort, da die Musik etwas stört. In einer kleinen Bar angekommen, setzen wir uns nach draußen. Als erstes möchte ich direkt von ihm wissen, was denn BHO jetzt eigentlich genau ist. „BHO ist eine Abkürzung für Butan Honey Oil. Es ist ein Produkt, das durch die Extraktion von THC mittels Butangas gewonnen wird. Theoretisch kann man sagen, dass es eines der reinsten und stärksten Extrakte in Bezug auf die Potenz ist, da durch die Butanextraktion nur die Cannabinoide von der Pflanze gelöst werden. Bei einer ordentlichen Extraktion geht die Masse des im Extrakt enthaltenen pflanzlichen Materials gegen null.“ Er holt einige kleine beschriftete Gläschen aus einer Tasche und stellt sie vor mich hin: „Mach sie ruhig mal auf und riech dran.“

 

In den Gläschen kleben gelbliche Klumpen, die mich rein äußerlich ein wenig an einen Schwamm erinnern, denn Öl ist es nicht, sondern es hat eine eher solide Form. „Butan Honey Oil ist ja auch sozusagen die Vorstufe. Direkt nach der Extraktion ist es noch flüssig, da das Butan ja auch in flüssiger Form durch das Cannabis geleitet wird. Danach ist die wichtigste Aufgabe, so viel Butan wie möglich aus dem Extrakt zu entfernen, denn niemand hat Lust auf ein brennendes, gesundheitsschädliches Extrakt.” Das Entfernen des Butans geschieht durch das sogenannte „Purging“ beziehungsweise Reinigen, auf das wir gleich noch zu sprechen kommen werden. Der Geruch ist jedenfalls unglaublich penetrant, aber zugleich auch frisch, zitronig und süßlich – einfach umwerfend. „Bei der Butangas-Extraktion gehen durch die extreme Kälte auch keine Terpene verloren, die für Geruch und Geschmack zuständig sind”, erklärt mir Godsnectar420 lächelnd, als er den begeisterten Ausdruck auf meinem Gesicht sieht. Schnell drehe ich die Döschen zu und gebe sie ihrem Besitzer zurück, der nun merklich seine Stimme senkt: „Man muss leider immer noch sehr vorsichtig sein, es ist schließlich illegal.“ Er verstaut die Behälter wieder in seiner Tasche und ich schaue ihn verwundert an. Illegal? Aber das ist doch auch nur Cannabis. „Das stimmt zwar, aber aufgrund der Konzentration wird es hier in den Niederlanden offiziell als harte Droge eingestuft. Es gibt aber auch noch andere Gründe dafür. Einer davon ist beispielsweise die Gefahr bei der Herstellung. Du machst nur einen unüberlegten Schritt, etwa dir eine Kippe oder einen Joint während der Extraktion anzuzünden, und schon reißt es dir die Hauswand weg. Butan ist schließlich ein sehr reaktives Gas, leicht entzündlich und hochexplosiv. Wäre es legal, gäbe es sicher mehr Leute, die versuchen würden, BHO herzustellen – und das steigert die Wahrscheinlichkeit für solche Unfälle. Zudem habe ich die Vermutung, dass die Niederlande sich nicht mehr als Mekka für Cannabis sehen wollen. Die Legalisierung von starken Extrakten wie BHO hätte zur Folge, dass noch mehr Leute in die Niederlande kommen würden, einfach nur, um hochprozentige Cannabisextrakte zu kaufen.“...

 

...an dieser Stelle müssen wir leider abbrechen, aber keine Sorge: den vollständigen Artikel, den Begleitartikel zur Rosin-Technologie sowie viele weitere Inhalte und News rund ums Kiffen und den Cannabisanbau findet ihr in der aktuellen Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin:

 

 

 Link: Highway am Kiosk finden (Deutschland) Link: Highway 05/2017 als E-Paper (PDF) kaufen Link: Highway 05/2017 für Kindle bei Amazon kaufen Link: Inhaltsvorschau von Highway 05/2017

Cannabis gefunden und die Polizei lacht sich kaputt? Nein, nicht weil sie sich zu viel davon gegönnt hat oder weil sie schon die Dollarzeichen für den Weiterverkauf in den Augen hat. Sondern schlicht und einfach, weil sie sich über die Grower lustig macht.

 

Bereits vor etwa drei Wochen hatten wir eine ähnliche Meldung zur englischen Polizei. Diese entdeckte eine Outdoor-Anzucht von Cannabispflanzen und hinterließ eine Nachricht an die Besitzer: „Oops! Tut uns leid, dass wir uns verpasst haben, aber ruft uns einfach jederzeit unter 101 an, um einen Deal auszuhandeln. Viel liebe, Küsschen – eure Polizei.“

 

Facebook-Post der niederländischen Polizei

 

Dem wollte die niederländische Polizei wohl in nichts nachstehen und überlegte sich nun einen eigenen Scherz, als sie nach der Entdeckung eines kleinen Foliengewächshauses in einem Wald bei Epe (Provinz Gelderland) fünf Cannabispflanzen entdeckte, die dort in Kübeln aufgezogen wurden. Nach der Entfernung der Pflanzen des unbekannten Growers pflanzte die Polizei schließlich Kiefern in die nun frei gewordenen Kübel und feierte sich und diesen grandiosen Scherz auf Facebook. „Reich werden die Grower damit zwar nicht, aber in einen Wald gehören nun einmal Kiefern“, ließ sie dort verkünden.

 

Wir wissen mal wieder nicht, ob wir es traurig oder lustig finden sollen, dass selbst die Polizei den ganzen sinnlosen Strafverfolgungsquatsch um Cannabis nicht mehr ernst nehmen kann...

Wir freuen uns mit Donald Denzler einen neuen Autor an Bord begrüßen zu dürfen, der über einige Jahre an internationaler Cannabis-Erfahrung verfügt und sich uns und euch in der aktuellen Ausgabe unseres Magazins Highway – Das Cannabismagazin zur Begrüßung mit einer Passage aus seinem Leben vorstellt, die er Gras anbauend in den Niederlanden verbracht hat. An dieser Stelle präsentieren wir euch einen kleinen Auszug – den ganzen Artikel könnt ihr in der aktuellen Ausgabe von Highway lesen.

 

Während meiner Flucht vor den deutschen Behörden habe ich von 2003 bis Ende 2005 in Helmond gewohnt, erst bis 2004 in einem kleinen und dann bis Dezember 2005 in einem größeren Bauernhof. Wie überall habe ich auch in Helmond zunächst indoor unter Lampen und dann später auch im Garten mein Ganja angebaut. Der Bauernhof hatte etwa 80 bis 100 Quadratmeter Fläche und hatte einen ersten Stock.


Fred, der zuständige Wijkagent, so etwas wie ein Kontaktbereichsbeamter oder Revieroberkommisar, war ein freundlicher Mann der seine ersten 17 Jahre in Deutschland verbracht hatte – sein Vater war dort stationiert. Seine Meinung zur deutschen Drogenpolitik war ausgesprochen deutlich und er fand das Verhalten seiner „Kollegen“ äußerst unbegreiflich und schien selbst sehr tolerant. Er kam alle drei bis vier Wochen mal zum Kaffee vorbei und wir haben auf der Terrasse gesessen und geklönt. Ich habe ihm von Rastafari und meinem Verhältnis zu Cannabis erzählt und von den deutschen Grundrechtsverletzungen, wegen denen ich in den Niederlanden Asyl suche, doch da konnte er mir nicht weiterhelfen – zumindest auch kein Gedanke daran, mich auszuliefern; er erklärte sich sogar bereit, meinen Pass zu checken, um mich wegen möglicher Kontrollen in Holland eventuell beruhigen zu können. Da damals noch kein internationaler Haftbefehl gegen mich vorlag, kam er mit der freudigen Nachricht, dass ich in Holland keine Probleme haben werde, wenn ich kontrolliert werde – er habe persönlich alle drei Datenbanken gecheckt. Normalerweise checkt die Polizei nur zwei davon – alles clean.


Im Winter 2004/2005 hatte ich in einem großen Zimmer im Erdgeschoss sieben Lampen hängen und acht Kübel mit je fünf bis sieben Pflanzen von etwa einem Meter Höhe drunter, alles in der Blüte. Eines Tages kommt Fred und fragt, ob ich Weed hab, es sei so ein Geruch wahrzunehmen auf der Straße. Ich sage: „Ja, heb ik“. Ob er das mal sehen darf. Klar, sage ich. Vor der Tür wurde mir bewusst, dass Fred als Cop eine Knarre trägt. Ich teilte ihm mit, dass ich keine Waffen im Haus haben will und schlug vor, ihm den Vorhang vor dem Fenster von innen zu öffnen, damit er die Pflanzen durchs Fenster sehen könne. Doch das war ihm nicht genug und er schlug vor, seine Waffe zu entladen und das Magazin in seiner Aktentasche zu bewahren. Und so habe ich dem Vorschlag zugestimmt und wir sind in den Growroom. Er schaute sich die hängenden Lampen und die Kübel an und sah darin keine professionelle Anlage, so kam er denn auch zu dem Schluss: „Das ist privat, das ist kein Problem.“ Wir tranken Kaffee und er ging.


Mit dem heranrückenden Frühjahr 2005 habe ich ihn einmal gefragt, ob er damit ein Problem habe, wenn ich im Garten anpflanze. Er meinte nur, solange es nicht mehr ist als drinnen, wäre das okay. Um die nötige Erde und so weiter herbeizuschaffen, habe ich mir einen Anhänger für das Fahrrad gebaut. Da mir als Material nur Holzbretter von Paletten und Nägel zur Verfügung standen, habe ich also aus diesen Brettern einen Hänger mit Mittelachse von zwei Metern Länge und 80 Zentimetern Breite gebaut. Zwei Vorderräder sind in Holland nicht schwer zu finden. Als Anhängerkupplung ein dickes Tau durch ein Loch in einer Holzplatte am Hänger und am Gepäckträger des Fahrrades und oben und unten einen Knoten – funktioniert vorzüglich. Damit habe ich in tagelanger Arbeit von einer benachbarten Farm alten Pferdemist geholt. Immer vier bis fünf dicke Kübel voll und feste strampeln. Dazu Algenkalk, Brenneseln, Kombucha-Algensud und Urin in die Erde eingearbeitet. Kurz: der Acker war bereit und das Frühjahr konnte kommen – Growen mit polizeilicher Erlaubnis!


Durch meine eigenen Kreuzungen und selbstgemachten Steckis hatte ich Anfang 2005 rund 50 Jungpflanzen von sieben verschiedenen Sorten: Amnesia Haze, Lavender, Diesel sowie meine Kreuzungen K1, K3, K4 und Sweedish Summer. Wenn ich aus Samen growe, mache ich von jeder Pflanze schon ganz früh zwei oder drei Stecklinge, die ich zur Bestimmung des Geschlechtes benutze. Sobald die Wurzeln gezogen haben, setze ich sie unter eine Lampe mit zehn Stunden Licht und in wenigen Tagen sehe ich so, ob es sich bei der Mutter um eine Mutter oder einen Vater handelt. So muss ich nicht bis zum Herbst ein Männchen pflegen. Auf diese Weise konnte ich schnell die männlichen Pflanzen bereits im Frühjahr aussortieren. Es blieben 47 Pflanzen, eine erwies sich später als Zwitter...

 

...die Fortsetzung des Artikels findet ihr in der aktuellen Ausgabe von Highway, außerdem viele weitere News und Infos zu Cannabis und dem Anbau von Cannabis. Die neue Ausgabe von Highway könnt ihr an jedem gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk in Deutschland, Österreich und der Schweiz (oder als (Amazon-)E-Paper) für lächerliche 2,60 Euro (bzw. 1,89 Euro) erwerben:

Link: Highway am Kiosk finden (Deutschland) Link: Highway 04/2017 als E-Paper (PDF) kaufen

Link: Highway 04/2017 für Kindle bei Amazon kaufen Link: Inhaltsvorschau von Highway 04/2017

In den Niederlanden geht es in den letzten Jahren hin und her – die Cannabispolitik macht zwei Schritte zurück, drei vor, einen zurück und so weiter. Doch schon im November meldeten wir gute Neuigkeiten aus Holland: Die Regierungspartei VVD stimmte intern mit über 86 Prozent für eine Legalisierung von Cannabis. Auch 70 Prozent der niederländischen Bevölkerung sind für die vollständige Legalisierung von Marihuana und Haschisch in Holland.

 

Gestern gab es nun eine Abstimmung im niederländischen Unterhaus. Wie die „Deutsche Welle“ berichtete, wurde dort gestern über einen Gesetzesentwurf der Partei D66 um Vera Bergkampf abgestimmt. Dieser Entwurf sieht vor, dass in den Niederlanden der großflächige Anbau von Cannabis legalisiert werden soll – also praktisch der Weg für einen legalen, gewerblichen Cannabishandel geöffnet wird.

 

Der Kauf und Besitz von 5 Gramm für den Eigenbedarf sind in Holland zwar seit 1976 entkriminalisiert und Coffeeshops unter strengen Auflagen geduldet, aber das war es auch schon mit dem vermeintlichen Cannabisparadies Niederlande. Vor allem der Anbau, der ja nun mal nötig ist, ist abseits von kleinen privaten Züchtungen bis zu fünf Pflanzen illegal. Dennoch gibt es schätzungsweise etwa 30.000 gewerbliche Cannabisplantagen in den Niederlanden.

 

Nicht nur der Anbau ist illegal, sondern auch der Verkauf an die Coffeeshops, die dann das illegal gekaufte Gras an der Vordertheke unter strengen Bedingungen an die Konsumenten verkaufen dürfen – die sogenannte Hintertürregelung. Und dass diese Hintertürregelung ziemlicher Schwachsinn ist, ist schon lange bekannt: Produzenten und Verkäufer werden kriminalisiert, Qualitätskontrolle ist nicht vorhanden und ein Großteil der Einnahmen landet steuerfrei in den Händen der illegalen Produzenten.

 

Und nun stimmte das niederländische Unterhaus also gestern mit 77 Stimmen (bei 72 Gegenstimmen) für das vorgeschlagene Gesetz, dass eine Legalisierung des großflächigen Cannabisanbaus bringen soll. Allerdings muss das Gesetz auch noch im Oberhaus besprochen werden und auch dort könnte es eine sehr knappe Entscheidung werden.

 

Da am 15. März in den Niederlanden landesweit gewählt wird – was auch die politische Zusammensetzung der Regierung noch einmal ein wenig durcheinanderwirbeln könnte –, kommt es vermutlich erst nach der Wahl zu dieser Abstimmung. Wir berichten, sobald sich etwas ergibt.

 

Weitere Cannabis-News, Cannabis-Entertainment und alles Wichtige rund um den Anbau von Marihuana findest du in Highway – Das Cannabismagazin. Die neue Ausgabe (02/2017) ist jetzt für schlappe 2,60 Euro im gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk, Grow- und Headshop erhältlich.

Weblink: Highway am Kiosk finden

Nur falls es jemand noch nicht wissen sollte: In den Niederlanden ist Cannabis nicht legal. Klar, es gibt Coffeeshops und man kann auch in Ruhe am Amsterdamer Hauptbahnhof einen Joint rauchen, aber dennoch: Gras ist in den Niederlanden höchstens toleriert – und das gilt auch nur für die Konsumenten und dann zumindest den Verkaufsraum betreffend auch noch die Coffeeshops (wenn diese nicht mehr als 500 Gramm lagern und niemand mit harten Drogen dort angetroffen wird).

 

Ansonsten sind Gras und Hasch auch in den Niederlanden illegal. Das betrifft auch den Anbau (es gibt schätzungsweise etwa 30.000 gewerbliche Cannabisplantagen in den Niederlanden) und den Verkauf an die Coffeeshops, die dann das illegal gekaufte Gras an der Vordertheke tolerierterweise an die Konsumenten verkaufen dürfen – die sogenannte Hintertürregelung. Und dass diese Hintertürregelung ziemlicher Schwachsinn ist, ist schon lange bekannt: Produzenten und Verkäufer werden kriminalisiert, Qualitätskontrolle ist nicht vorhanden und ein Großteil der Einnahmen landet oft in den Händen der Kriminialisierten – die sich dann auch entsprechend kriminell benehmen. Das nutzt praktisch niemandem.

 

Das hat nun mit einiger Verspätung auch die niederländische Regierungspartei VDD erkannt, wie die Website „NiederlandeNet“ heute berichtet. Am Samstag traf man zum Parteitag zusammen und nahm sich auch dieser Problematik an. Erfreuliches Ergebnis für alle Cannabisfreunde: 86,1 Prozent der Parteimitglieder stimmten für eine faktische Legalisierung von Marihuana und Haschisch. Es soll nach dem Willen der VDD eine landesweite Regelung eingeführt und werden, anstatt weiter im Kleinen Experimente einzelner Gemeinden und andere Alleingänge auszutesten.

 

Die niederländische Bevölkerung steht eindeutig hinter diesem Beschluss: Über 70 Prozent der Bevölkerung unterstützen eine „richtige“ Legalisierung. Dies wird der VDD vielleicht noch einige Extra-Stimmen für die Parlamentswahl in den Niederlanden, die am 15. März 2017 stattfinden wird, bescheren. Vermutlich wird die VDD aber so oder so wieder die meisten Stimmen der Wähler erhalten und somit steht dann der baldigen, flächendeckenden und kompletten Legalisierung von Cannabis in den Niederlanden nichts mehr im Wege.

 

...für weitere News, Entertainment und alles über den Cannabis-Anbau schaut einfach in die neuste Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin, die gerade erschienen und für schlappe 2,30 Euro im gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk und Growshop erhältlich ist.

Weblink: Highway am Kiosk finden

Augenscheinlich nach einer der berühmtesten Waffen der Welt benannt, hat es auch die Grassorte AK-47 (oder AK47) zu beachtlicher Verbreitung gebracht. Den Namen verdankt die Sorte ihren Qualitäten als schnellem Ausschalter – sei es von Schmerzen oder aber auch von unvorsichtigen Coffeeshop-Besuchern in den Niederlanden. Zu den Vorfahren der AK-47 zählen klassische Afghani-, Thai-, Columbian- und Mexican-Strains. Diese Hybrid-Sorte (65 % Sativa, 35 % Indica) wurde im Jahr 1992 von der niederländischen Samenbank Serious Seeds entwickelt und ruft einen vornehmlich Sativa-lastigen Zustand hervor. Diese Sorte sowie zahlreiche Varianten sind aber auch von vielen anderen Samenbanken erhältlich.

 Relativ einfach zu growen, erreicht AK-47 eine durchschnittliche Höhe und blüht nach grob 60 Tagen. Der CBD-Gehalt liegt zwischen 0 und 2 Prozent. Mit einem THC-Gehalt um die 20 Prozent ist AK-47 ein wahres „One-Hit-Wonder“. Der hohe THC-Anteil und das beim Rauchen zum Tragen kommende fruchtige Aroma sind zwei Gründe für die weltweite Beliebtheit. Insgesamt konnte diese Sorte schon zwanzig verschiedene Preise einheimsen, etwa den dritten Platz für Hybride beim Amsterdamer Cannabis Cup 2011. Bei AK-47 handelt es sich um eine klassische Indoor-Sorte, die aber theoretisch auch draußen angebaut werden kann und dort im Laufe des Oktobers fertig werden müsste.

 

 

Weitere, ausführlichere Sortenportraits findest du in der aktuellen Ausgabe von Highway: Für nur 2,60 Euro an jedem gut sortierten Kiosk oder für 1,89 Euro als E-Paper erhältlich.