In den Niederlanden geht es in den letzten Jahren hin und her – die Cannabispolitik macht zwei Schritte zurück, drei vor, einen zurück und so weiter. Doch schon im November meldeten wir gute Neuigkeiten aus Holland: Die Regierungspartei VVD stimmte intern mit über 86 Prozent für eine Legalisierung von Cannabis. Auch 70 Prozent der niederländischen Bevölkerung sind für die vollständige Legalisierung von Marihuana und Haschisch in Holland.

 

Gestern gab es nun eine Abstimmung im niederländischen Unterhaus. Wie die „Deutsche Welle“ berichtete, wurde dort gestern über einen Gesetzesentwurf der Partei D66 um Vera Bergkampf abgestimmt. Dieser Entwurf sieht vor, dass in den Niederlanden der großflächige Anbau von Cannabis legalisiert werden soll – also praktisch der Weg für einen legalen, gewerblichen Cannabishandel geöffnet wird.

 

Der Kauf und Besitz von 5 Gramm für den Eigenbedarf sind in Holland zwar seit 1976 entkriminalisiert und Coffeeshops unter strengen Auflagen geduldet, aber das war es auch schon mit dem vermeintlichen Cannabisparadies Niederlande. Vor allem der Anbau, der ja nun mal nötig ist, ist abseits von kleinen privaten Züchtungen bis zu fünf Pflanzen illegal. Dennoch gibt es schätzungsweise etwa 30.000 gewerbliche Cannabisplantagen in den Niederlanden.

 

Nicht nur der Anbau ist illegal, sondern auch der Verkauf an die Coffeeshops, die dann das illegal gekaufte Gras an der Vordertheke unter strengen Bedingungen an die Konsumenten verkaufen dürfen – die sogenannte Hintertürregelung. Und dass diese Hintertürregelung ziemlicher Schwachsinn ist, ist schon lange bekannt: Produzenten und Verkäufer werden kriminalisiert, Qualitätskontrolle ist nicht vorhanden und ein Großteil der Einnahmen landet steuerfrei in den Händen der illegalen Produzenten.

 

Und nun stimmte das niederländische Unterhaus also gestern mit 77 Stimmen (bei 72 Gegenstimmen) für das vorgeschlagene Gesetz, dass eine Legalisierung des großflächigen Cannabisanbaus bringen soll. Allerdings muss das Gesetz auch noch im Oberhaus besprochen werden und auch dort könnte es eine sehr knappe Entscheidung werden.

 

Da am 15. März in den Niederlanden landesweit gewählt wird – was auch die politische Zusammensetzung der Regierung noch einmal ein wenig durcheinanderwirbeln könnte –, kommt es vermutlich erst nach der Wahl zu dieser Abstimmung. Wir berichten, sobald sich etwas ergibt.

 

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Nur falls es jemand noch nicht wissen sollte: In den Niederlanden ist Cannabis nicht legal. Klar, es gibt Coffeeshops und man kann auch in Ruhe am Amsterdamer Hauptbahnhof einen Joint rauchen, aber dennoch: Gras ist in den Niederlanden höchstens toleriert – und das gilt auch nur für die Konsumenten und dann zumindest den Verkaufsraum betreffend auch noch die Coffeeshops (wenn diese nicht mehr als 500 Gramm lagern und niemand mit harten Drogen dort angetroffen wird).

 

Ansonsten sind Gras und Hasch auch in den Niederlanden illegal. Das betrifft auch den Anbau (es gibt schätzungsweise etwa 30.000 gewerbliche Cannabisplantagen in den Niederlanden) und den Verkauf an die Coffeeshops, die dann das illegal gekaufte Gras an der Vordertheke tolerierterweise an die Konsumenten verkaufen dürfen – die sogenannte Hintertürregelung. Und dass diese Hintertürregelung ziemlicher Schwachsinn ist, ist schon lange bekannt: Produzenten und Verkäufer werden kriminalisiert, Qualitätskontrolle ist nicht vorhanden und ein Großteil der Einnahmen landet oft in den Händen der Kriminialisierten – die sich dann auch entsprechend kriminell benehmen. Das nutzt praktisch niemandem.

 

Das hat nun mit einiger Verspätung auch die niederländische Regierungspartei VDD erkannt, wie die Website „NiederlandeNet“ heute berichtet. Am Samstag traf man zum Parteitag zusammen und nahm sich auch dieser Problematik an. Erfreuliches Ergebnis für alle Cannabisfreunde: 86,1 Prozent der Parteimitglieder stimmten für eine faktische Legalisierung von Marihuana und Haschisch. Es soll nach dem Willen der VDD eine landesweite Regelung eingeführt und werden, anstatt weiter im Kleinen Experimente einzelner Gemeinden und andere Alleingänge auszutesten.

 

Die niederländische Bevölkerung steht eindeutig hinter diesem Beschluss: Über 70 Prozent der Bevölkerung unterstützen eine „richtige“ Legalisierung. Dies wird der VDD vielleicht noch einige Extra-Stimmen für die Parlamentswahl in den Niederlanden, die am 15. März 2017 stattfinden wird, bescheren. Vermutlich wird die VDD aber so oder so wieder die meisten Stimmen der Wähler erhalten und somit steht dann der baldigen, flächendeckenden und kompletten Legalisierung von Cannabis in den Niederlanden nichts mehr im Wege.

 

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Augenscheinlich nach einer der berühmtesten Waffen der Welt benannt, hat es auch die Grassorte AK-47 (oder AK47) zu beachtlicher Verbreitung gebracht. Den Namen verdankt die Sorte ihren Qualitäten als schnellem Ausschalter – sei es von Schmerzen oder aber auch von unvorsichtigen Coffeeshop-Besuchern in den Niederlanden. Zu den Vorfahren der AK-47 zählen klassische Afghani-, Thai-, Columbian- und Mexican-Strains. Diese Hybrid-Sorte (65 % Sativa, 35 % Indica) wurde im Jahr 1992 von der niederländischen Samenbank Serious Seeds entwickelt und ruft einen vornehmlich Sativa-lastigen Zustand hervor. Diese Sorte sowie zahlreiche Varianten sind aber auch von vielen anderen Samenbanken erhältlich. Relativ einfach zu growen, erreicht AK-47 eine durchschnittliche Höhe und blüht nach grob 60 Tagen. Der CBD-Gehalt liegt zwischen 0 und 2 Prozent. Mit einem THC-Gehalt um die 20 Prozent ist AK-47 ein wahres „One-Hit-Wonder“. Der hohe THC-Anteil und das beim Rauchen zum Tragen kommende fruchtige Aroma sind zwei Gründe für die weltweite Beliebtheit. Insgesamt konnte diese Sorte schon zwanzig verschiedene Preise einheimsen, etwa den dritten Platz für Hybride beim Amsterdamer Cannabis Cup 2011. Bei AK-47 handelt es sich um eine klassische Indoor-Sorte, die aber theoretisch auch draußen angebaut werden kann und dort im Laufe des Oktobers fertig werden müsste.

 

 

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