Da hat die Bundespolizei aber mal echt einen ordentlichen Fang gemacht! Im Zug von Prag nach München erwischten Zollbeamte zwei junge Männer mit wahrlich gefährlicher Fracht. Ein Glück, haben die Fahnder das richtige Näschen bewiesen und konnten durch eine Kontrolle der beiden Reisenden Schlimmeres gerade noch abwenden. Nicht auszudenken, wenn die beiden 18- und 19-Jährigen mit ihrem Gepäck unentdeckt nach Deutschland hätten einreisen dürfen! Mit THC-freien Hanf-Lollis und Cannabis-Eistees haben sich ja bekanntlich schon viele Jugendliche ins Cannabiskoma befördert, auch der Weg zum Heroin wäre quasi schon vorgezeichnet. Und das schlimmste kommt ja erst noch: ganze vier Gramm Suchtgift in Form von Marihuanablüten trug der Jüngere zu allem Überfluss auch noch bei sich.

 

Es wird also einmal mehr deutlich, die Steuergelder der deutschen Staatsbürger werden von der Exekutive anscheinend überaus sinnvoll eingesetzt. Und damit wir alle in Zukunft ruhiger schlafen können, müssen sich die beiden Verbrecher nun mit einer Anzeige wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz auseinandersetzen. Alles in allem kann man also froh sein, dass der Fall dank des beherzten Einsatzes der Ordnungshüter noch einmal glimpflich ausgegangen ist …

Der Schmuggel verbotener Substanzen via Fernbus boomt. Keine Woche vergeht ohne eine entsprechende Meldung in den Lokalblättern. Diesmal fanden Stuttgarter Zollbeamte im Fernbus von Amsterdam nach München bei einer Kontrolle ein scheinbar herrenloses Gepäckstück, auf das der Spürhund angeschlagen hatte und das auf Nachfrage keinem der Fahrgäste gehörte. Schnell wurde klar, warum sich niemand zu dem Trolley bekennen wollte: im Inneren befanden sich sieben Kilogramm Marihuana und etwa 300 Gramm Kokain. Der unglückliche Schmuggler hatte versucht, den Geruch mit einigen Packungen reifen Käses zu übertünchen. Zeugenaussagen (und vielleicht auch der Käse) lenkten den Verdacht auf einen Mann aus den Niederlanden, der jedoch jede Beteiligung abstritt. Trotzdem wurde er wegen des Verdachts auf unerlaubte Einfuhr von Betäubungsmitteln festgenommen und vorerst in Untersuchungshaft gesteckt.

 

 

Wenn sich die Mainstream-Medien dem Thema Cannabis nähern, schrillen bei Cannabisfreunden die Alarmglocken. Erst recht dann, wenn es um das Privatfernsehen geht. Denn nur allzu gern wird die Cannabiskultur wahlweise ins Lächerliche gezogen oder verteufelt.

 

Es ist also Vorsicht angebracht, wenn ProSieben mit seinem „Wissens"-Format „Galileo" ankündigt, dem „größten Headshop Münchens" (O-Ton des Besitzers Manfred Gotzler) einen Besuch abzustatten. Ganz so schlimm wie erwartet war die Berichterstattung dann zum Glück aber doch nicht. Okay, es wird vielleicht mal ein Dab-Rig mit einer Bong verwechselt und natürlich können die Autoren des Beitrags es sich nicht verkneifen, Betreiber Manfred zu fragen, ob er „heute schon einen durchgezogen" habe und ja, auch das Stichwort Psychose muss natürlich auch an einer Stelle fallen, aber gut, was ist man nicht alles gewohnt als Cannabisenthusiast.

 

Ansonsten ist der etwa zehnminütige Bericht (gerade für Cannabisneulinge) nicht uninteressant, vor allem, wenn das leidige Thema Polizeiverfolgung und Staatsanwaltschaft angesprochen wird. Auch interessant, dass der Beitrag zum „Kiffer-Eldorado" (O-Ton Galileo) nur ein paar Tage nach den CBD-Razzien im Raum München, die die Szene ordentlich durchgeschüttelt haben, ausgestrahlt wurde. Übrigens wird auch die CBD-Frage kurz angeschnitten, als Chef Gotzler ein Fläschchen CBD-Öl als sein „umstrittenstes Produkt" präsentiert. Wer jetzt neugierig geworden ist, kann sich die das Video hier in voller Länge ansehen.

 

Vergangene Woche berichteten wir über Rolf Müller, einen Arzt aus München, dessen Patientenakten beschlagnahmt und dessen Räumlichkeiten durchsucht wurden, weil er für den Geschmack der Staatsanwaltschaft ein bisschen zu viel Cannabis an Kranke verschrieben hat.

 

Nun gab es Stellungnahmen sowohl vonseiten der Staatsanwaltschaft als auch dem Arzt selbst. Gegenüber einer Nachrichtenagentur äußerte sich die Staatsanwaltschaft derart zu den Vorwürfen:

 

Die Staatsanwaltschaft führt gegen den Beschuldigten Müller seit dem März 2018 ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen unerlaubten Verschreibens von Betäubungsmitteln. Dem Verfahren liegt der Sachverhalt zugrunde, dass der Beschuldigte, welcher Arzt ist, in einer Vielzahl von Fällen medizinisches Cannabis ohne ärztliche Begründetheit an Patienten verschrieb. So verschrieb er an einem Tag im Stadtgebiet München 85 Patienten unerlaubt medizinisches Cannabis, an einem anderen Tag verschrieb der Beschuldigte mindestens 80 Patienten unerlaubt medizinisches Cannabis. Der Beschuldigte handelte unserer rechtlichen Auffassung nach in der Absicht, sich hierdurch eine Einnahmequelle von einiger Dauer und einigem Umfang zu verschaffen.


Die Staatsanwaltschaft hat wegen obigen Sachverhalts Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichts München für die Arztpraxis sowie die Wohnadresse des Beschuldigten erwirkt. Die Beschlüsse wurden am 15.05.2018 vollzogen. Es wurden zwei scharfe Schusswaffen nebst Munition, ein Teleskopschlagstock sowie geringe Mengen Marihuana sichergestellt. Der Beschuldigte verfügt nicht über eine waffenrechtliche Erlaubnis. Zudem wurden umfangreiche Patientenakten sichergestellt. Die Ermittlungen dauern an, derzeit werden weitere Zeugenvernehmungen durchgeführt, waffentechnische Prüfberichte erstellt sowie die Wirkstoffgutachten erholt.

 

Dazu äußerte sich nun auch Rolf Müller selbst per Pressemitteilung:

 

Die Verschreibung von Cannabis erfolgte nach strengen Vorgaben, niemals ungerechtfertigt, die Voraussetzungen für eine Cannabismedikation sind detailliert auf der Website aufgelistet. Herr Müller hielt steten Kontakt mit dem für Ihn zuständigen Münchener Referat für Umwelt und Gesundheit und legte stets Wert auf die Erfüllung aller Vorgaben. Die Vorwürfe von 80 bis 85 Verschreibungen an einem Tag sind völlig unrealistisch: Bei Erstanamnese (Dauer 30 min) wären bei einem 10-Stunden-Tag gerade mal 20 Rezepte möglich. Bei Folgerezepten (Dauer 15 min) 40 Stück. Laut dem Vorwurf müssten daher im 7,5-Minuten-Takt Folgerezepte ausgestellt worden sein, dies war jedoch nie der Fall und ist schlichtweg frei erfunden, was sich im Laufe des Verfahrens herausstellen wird.

 

Herr Müller wurde von einem ehemaligen Mitarbeiter angezeigt, welcher zuvor das Praxisteam und Herr Müller bedrohte und schließlich Herr Müller, unter Drohung mit einer Anklage, zur Zahlung von nicht vereinbarten Leistungen erpressen wollte. Dieser Mitarbeiter instrumentalisierte die Polizei um seine Forderung gegenüber Herr Müller durchzusetzen, wir werden dagegen gerichtlich vorgehen. Die unter Zwang durchgeführte Beschlagnahmung aller Akten stellt einen massiven Bruch des Patientengeheimnisses dar, nach Absprache mit unseren Anwälten ziehen wir eine Sammelklage in Betracht. Die bei Durchsuchung von Herr Müllers Privaträumen sichergestellten Schusswaffen sind Erbstücke von Herr Müllers Vater. Der sichergestellte Teleskopschlagstock ist legal in DE, dessen Beschlagnahmung war daher überflüssig und rechtswidrig. Das in der Praxis sichergestellte Marihuana war eine Probe CBD-Cannabis, welches in Deutschland frei verkäuflich ist.

 

So wie sich die beiden Stellungnahmen anhören, werden wir schon bald über die weiteren Entwicklungen in diesem Fall berichten...

Dass Ärzte in Deutschland seit der medizinischen Legalisierung nur sehr zögerlich bereit dazu sind, Cannabis zu verschreiben, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Nicht selten erreichen uns in der Highway-Redaktion verzweifelte Anrufe von Patienten, die einfach keinen Mediziner finden, der bereit ist Marihuanablüten zu verschreiben. Das muss allerdings nicht unbedingt an Berührungsängsten oder Ignoranz liegen, sondern kann auch in der Angst vor Regressforderungen der Krankenkassen begründet sein. Dass man seitens des Gesundheitswesens verschreibungswilligen Ärzten durchaus gerne mal Steine in den Weg legt, musste Rolf Müller, Privatarzt für Naturheilverfahren nun am eigenen Leib und in der eigenen Praxis erfahren. Der Arzt, der sich nicht scheut, die Machenschaften der Pharmalobby klar zu benennen und anzuprangern (siehe Video unten), musste gerade mitansehen, wie seine Räumlichkeiten von der Staatsanwaltschaft durchsucht und anschließend seine Patientenakten zu Überprüfungszwecken bis auf Weiteres konfisziert wurden. Nach Cannabis-Koryphäe Dr. Franjo Grotenhermen muss mit Rolf Müller nun ein weiterer Arzt damit rechnen, in einen ernsten Konflikt mit der Staatsanwaltschaft zu geraten. Wie es nun weitergehen wird, bleibt vorerst unklar, doch Highway wird euch über den Fortgang des Falls auf dem Laufenden halten.

Kiffen ist Mainstream. Genau wie Fußball. Dass beides zusammen natürlich auch funktioniert, versuchte erste kürzlich Bayern-Star David Alaba zu beweisen, wie wir berichteten. Doch die Fans seiner Mannschaft FC Bayern München zeigten nun am Freitag wie man es richtig macht (bzw. auch nicht):

 

Die Mannschaft aus München musste im Freitagabendspiel bei Bayer Leverkusen antreten. Im Bus von 55 Bayern-Ultras der Gruppierung „Schickeria“ roch es jedoch verdächtig nach Gras, als die Polizei mit einem Drogenspürhund am Parkplatz der BayArena herumschlich. Der Hund schlug an und so wurde der Bus durchsucht – 300 Gramm Marihuana und einige Gramm Amphetamin wurden dabei zutage gebracht. Nach dem Spiel kamen alle 55 Insassen des Busses zunächst in Gewahrsam, um ihre Personalien festzustellen.

 

Warum die Polizei in ersten Meldungen behauptete, es wären 1,5 Kilogramm Marihuana gefunden worden, und wie dann daraus anschließend bloß 300 Gramm wurden, bleibt wohl das Geheimnis der Polizei...

 

Auch im gegnerischen Lager wurde übrigens auf Kifferjagd gegangen: Bei einem Leverkusen-Fan wurde vor einer Fan-Kneipe Drogenbesitz festgestellt, was zur Hausdurchsuchung führte. Dabei wurden über zwei Kilo Weed aufgefunden.

So stellt man sich als Außenstehender Bayern vor: ein Mensch, der aus medizinischen Gründen Cannabis konsumieren muss, wird währenddessen von der Polizei umstellt, als Junkie beschimpft und bekommt seine Medizin weggenommen – das alles trotz mitgeführtem Betäubungsmittelrezept.
 
Bereits am 8. Mai geschah der Vorfall: am Ufer der Isar in München konsumierte Christoph N. seine Medizin, als er von der Polizei angegangen und durchsucht wird. Durch den Schock verunsichert, entschloss er sich erst spät, Beschwerde bei der Polizei einzureichen, wie er „tz.de“ berichtete:
 
„Nach dem Vorfall war ich wochenlang verängstigt und habe mich erst spät entschieden, Beschwerde einzureichen. Ich wollte nicht akzeptieren, dass Patienten als Kollateralschaden einer ohnehin verfassungsrechtlich fragwürdigen Jagd auf Cannabis-Konsumenten werden und sich entweder entsprechend dem Wunsch des Beamten dauerhaft in ihren Wohnungen verstecken oder regelmäßige körperliche Durchsuchungen über sich ergehen lassen müssen. Dass dabei auch noch Medikamente zerstört werden, ist gerade in Anbetracht der seit Monaten nicht sichergestellten Versorgung in den Apotheken einfach unerhört.“
 
Und tatsächlich: das Polizeipräsidium München muss nun Schadensersatz für das vernichtete Cannabismedikament zahlen – immerhin 6,60 Euro für eine „Konsumeinheit“ Cannabis.

 

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Wie der „Bayrische Rundfunk“ und andere Medien berichteten, wurde am Münchner Flughafen ein 65-jähriger Mann aus Australien erwischt, der unter anderem 15 Kilogramm Marihuana in seinem Gepäck hatte. Aus Barcelona kommend war der Mann auf Weiterreise nach Tallinn, der estnischen Hauptstadt. Das Marihuana war mit mehreren Folien und einem in Kaffee getränkten Handtuch umwickelt. Dies hielt den anwesenden Drogenspürhund allerdings nicht davon ab, den wahren Inhalt zu erspüren.

 

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Cannabis in der Öffentlichkeit rauchen? In Berlin ist das auch ohne Rezept und sogar häufig mit Polizei in der Nähe ungestört möglich. In Bayern ist dies praktisch undenkbar.

 

Dennoch zündete sich im Juni der 35-jährige Berliner Tobias G. einen Joint in einem Münchner Café an – quasi legal, denn laut „Bild.de“ hat ihm sein Arzt wegen schwerer Schmerzen nach einer Wirbelsäulen-OP 60 Gramm Marihuana pro Monat verschrieben.

 

In Bayern kommt aber die Polizei, wenn einer einen Joint raucht. Und so durfte er sich vier Stunden lang verhören lassen. Nun bekam er einen Brief von der Staatsanwaltschaft: 9.600 Euro Geldstrafe oder alternativ vier Monate Gefängnis.

 

Das Rauchen von Cannabis ist für Patienten in der Öffentlichkeit eigentlich nicht verboten, davon ausgenommen sind aber alle Örtlichkeiten, in denen auch kein Tabak geraucht werden darf, wie zum Beispiel Cafés.

Die Spanier haben es in Sachen Cannabis ganz gut, so aus deutschsprachiger Konsumentenperspektive gesehen. Cannabis Social Clubs, lockere Gesetze und eine Kultur der THC-Toleranz und des Wegschauens vonseiten der Polizei. Was macht also ein spanischer Fußballfan, der den Finaleinzug seiner Mannschaft Atlético Madrid nach dem Spiel in der Münchner Allianz-Arena feiern will? Na klar – Party! Und da ist es schon fast gute spanische Gepflogenheit zu nennen, wenn auch der ein oder andere Joint geraucht wird.

 

Aber München ist nicht Madrid und die Münchner Polizei ist nicht gerade dafür bekannt, gerne die Augen zuzudrücken, sondern im Gegenteil dafür, besonders genau hinzusehen. Das war in dem Fall des Atlético-Fans und seiner drei Freunde aber vermutlich nicht mal nötig – laut Bericht der Münchner „Abendzeitung“ fiel der Polizei am Vormittag nach dem Spiel Bayern gegen Atlético in der Hirtenstraße ein Auto auf, dessen Insassen die Party des Vorabends offensichtlich anzusehen war.

 

Ergo: Verkehrskontrolle. Die nahm der Fahrer anscheinend gelassen, denn er begrüßte die Polizisten noch mit Joint im Mund. Diese fanden das allerdings gar nicht lustig und brummten ihm für den Verkehrsdelikt 500 Euro Strafe auf. Da bei ihm auch noch etwas Marihuana gefunden wurde, erwartet ihn zudem ein Strafverfahren.