Anfang der Woche wurde Martin Schulz, Kanzlerkandidat der SPD, von YouTubern zu verschiedenen Themen befragt. Das ganze war ähnlich langatmig wie das nur kurz zuvor stattgefundene „Kanzlerduell“ mit Schulz und Angela Merkel (CDU). Medienübergreifend war das „Highlight“ der YouTuber-Fragerunde, auf das sich alle stürzten, Schulz’ Aussage, er würde sich als Kanzler dafür einsetzen, dass nach der Wahl die Abgeordneten im Bundestag ohne Rücksicht auf ihre Parteilinie abstimmen könnten, ob die Cannabis-Prohibition aufrecht erhalten bleiben soll oder nicht.

 

Ob er das tatsächlich tun würde, ist dahingestellt – genau wie die Frage, ob solch eine Abstimmung überhaupt die von den Legalisierungsbefürwortern erwünschten Ergebnisse bringen würde. Allein schon eine Kanzlerschaft von Martin Schulz ist nach den aktuellen Prognosen nicht die wahrscheinlichste Variante.

 

Heiße Luft oder nicht – ein Kommentar der deutschen Drogenbeauftragten Marlene Mortler (CSU), die erst vor wenigen Tagen vom Deutschen Hanfverband (DHV) erst wieder der Lüge und Lobbyarbeit überführt worden war, ließ nicht lange auf sich warten: „Die Entscheidung über den richtigen Umgang mit Cannabis ist nun wirklich keine Gewissensfrage, Ich habe keine Ahnung, was die SPD beim Thema Cannabis eigentlich will. Manche treten für die Legalisierung ein, andere sind dagegen, und Herr Schulz weiß nicht, wie er entscheiden soll“, zitiert die „Pharmazeutische Zeitung“ Frau Mortler.

 

Na, liebe Leserinnen und Leser – Lust auf noch ein paar Jahre Frau Mortler? Nein, nicht? Dann geht bloß am 24. zur Bundestagswahl und wählt irgendwen außer CDU/CSU. Ihr wisst nicht wen? In der aktuellen Ausgabe von Highway haben wir die größten deutschen Parteien hinsichtlich ihrer Einstellung zu Cannabis überprüft:

 

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Peinlich, peinlicher, CDU: dass die selbsternannten Suchtexperten der CDU/CSU keinerlei Ahnung von Cannabis und Co. haben, wurde schon unzählige Male unter Beweis gestellt – besonders eindrücklich manifestiert durch die Besetzung des Postens der deutschen Drogenbeauftragten durch die Person Marlene Mortler.

 

Doch es geht immer noch peinlicher: Der Berliner Linken-Politiker Niklas Schrader entdeckte im Abgeordnetenhaus eine Anti-Cannabis(?)-Kampagne der Berliner CDU, die auf Postkarten abbildet, wie ein Mensch für den unerhörten Preis von 100 Euro ein paar Gramm Salbei ersteht (siehe Foto über dem Artikel).

 

So viel Ahnung hat die CDU also von Cannabis: gar keine. Sie kann nicht einmal Marihuana von Salbei unterscheiden. Und diese Partei fühlt sich berufen, Millionen von Cannabiskonsumenten ihre sinnlosen Gesetze aufzuzwingen. Bitter! Zusätzlich verhöhnt sie noch alle an sinnvoller Drogenpolitik Interessierten, indem sie das Motiv untertitelt: „In Berlin regiert das Klientelinteresse vor Gemeinwohl“. – Und genau so ist es auch! Denn die Alkohol- und Pharmalobby möchte keine Cannabislegalisierung. Auch wenn die CDU hier irgendetwas anderes zu meinen scheint.

 

Das Traurige an der Sache: diese Partei wird bei der kommenden Bundestagswahl am 24. September vermutlich den größten Teil aller Stimmen abbekommen und weiterhin für die Gesetzgebung hinsichtlich Cannabis zuständig sein. Menschen, die nicht nur keine Ahnung haben, sondern auch keine Besserung für die Gesellschaft und die Millionen Cannabiskonsumenten in Deutschland wollen.

 

Daher wie so oft in den letzten Wochen unsere Bitte: geht am 24. September wählen und wählt irgendwen außer der CDU.

 

Ach ja, unsere Grafik hat es sich natürlich nicht nehmen lassen, der CDU-Berlin einige Alternativen zur Gestaltung ihrer Postkarten anzubieten...

Immer weniger Jugendliche rauchen und trinken Alkohol – der Cannabiskonsum steigt bei jungen Deutschen allerdings. Anstatt sich darüber zu freuen, dass die Jugendlichen von den beiden tödlichsten Drogen der Menschheitsgeschichte ablassen und stattdessen zu einer Droge greifen, die erwiesenermaßen noch nie jemanden getötet hat und im Gegensatz zu Alkohol in keinster Weise dumm, aggressiv oder sonst wie gemeingefährlich macht, hetzt die deutsche Drogenbeauftragte Marlene Mortler (CSU) mit ihren üblichen Lügenmärchen gegen Cannabiskonsumenten.

 

Anlässlich des Erscheinens des neuen Drogen- und Suchtberichts tauchte Mortler gestern in diversen Zeitungen auf und sagte sinngemäß: „Cannabis ist böse, bla, bla, Einstiegsdroge, bla, bla, junge Gehirne, bla, Gras ist tausendmal krasser als noch 3.000 vor Christus, bla, bla, Schnaps ist viel gesünder für kleine Kinder als kiffen, bla, bla, bla.“

 

Wir warnen daher eindringlich vor Marlene Mortler, denn ihr Wirkstoffgehalt (Schnaps) ist heutzutage fünfmal höher als noch vor 30 Jahren! Und wenn wieder keine intelligenten Menschen zur Bundestagswahl am 24. September gehen, dann haben wir den Quatsch für fünf weitere Jahre an der Backe. Wollt ihr das? Nein? Dann geht um Himmels Willen nächsten Monat wählen – irgendwen, bloß nur nicht CDU/CSU. Euch ist die Legalisierung aber egal? Dann bedenkt wenigstens, dass der Umgang mit Cannabiskonsumenten in Deutschland nicht nur besser, sondern auch wieder schlimmer werden kann!

Na ist schon wieder Weihnachten – oder Wahlkampf? Cem Özdemir (Grüne) fordert heute öffentlichkeitswirksam in einem offenen Brief an die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler (CSU) die kontrollierte Freigabe von Cannabis an Volljährige. Die Politik von Marlene Mortler sei fehlgeschlagen, gar „krachend gescheitert“.

 

Ja, das Zeugnis für Frau Mortler fällt nicht gut aus – so Özdemir weiter: „Es fehlen jegliche Impulse für eine grundlegende Reform der Drogenpolitik in Deutschland. Ja, es fehlt sogar der Wille, ehrlich der Frage nachzugehen, ob die heutige Drogenpolitik überhaupt ihre Ziele erreicht.“

 

Der komplette offene Brief Özdemirs an Frau Mortler kann übrigens auf der Website von „Zeit Online“ eingesehen werden: interactive.zeit.de/2017/pdfs/brief_cem_oezdemir_frau_mortler.pdf

 

Mit Auslöser für den Brief ist sicherlich die heute im Bundestag stattfindende Abstimmung über den Gesetzesentwurf der Grünen zu einem Cannabiskontrollgesetz, das eine regulierte Abgabe an Erwachsene vorsieht und so laut Özdemir den Schwarzmarkt zerstören und den Jugendschutz dadurch verbessern würde.

 

Vielleicht waren wir einfach zu lange auf dem Schwarzmarkt, aber wir sehen für die Abstimmung jedenfalls CSU-schwarz: dass heute Cannabis legalisiert wird, ist so unwahrscheinlich wie eine sachliche, ehrlich am Wohl der Bürger interessierte Frau Mortler.

Cannabis ist angeblich ein schwer suchterzeugendes Suchtgift, glaubt man der deutschen Drogenbeauftragten Marlene Mortler. Aber ein Blick in ihre trüben Augen genügt eigentlich, um zu wissen, dass man ordentlich angelogen wird, wenn man solchem Unsinn Glauben schenkt.

 

Ja im Gegenteil: Cannabis bekommt immer mehr den Ruf eines wirksamen Substituts, dass erfolgreich bei verschiedenen Suchterkrankungen genutzt werden kann, um sich von diesen zu lösen. Bereits vor drei Monaten berichteten wir von einer Studie aus Kanada, die auf Befragungen basierte – das Ergebnis zeigte auf, dass Marihuana und Haschisch anscheinend wirksam gegen Alkohol- und Opiatsucht eingesetzt werden kann.

 

Nun wurde im „Journal of Drug Policy“ eine neue kanadische Studie der beiden Studienautoren vorgestellt – die erste Studie, die einen umfassenden Überblick zu kanadischen Medizinalcannabis-Patienten liefert. Und auch eine der ersten größeren Studien, die den Zusammenhang von Cannabis und Substanzabhängigkeiten untersucht.

 

Die Ergebnisse lassen einen jeden Cannabis-Freund aufhorchen: Denn in der Studie heißt es, dass Cannabis keinesfalls eine „gateway drug“, also eine Einstiegsdroge sei, was seit Jahrzehnten von realitätsfernen oder auch einfach nur stumpf lügenden Politikern immer wieder verbreitet wird – so auch von der deutschen Drogenbeauftragten Mortler. Auch wird Cannabis hervorragende Wirksamkeit als Medikament „gegen verschiedene Leiden, allen voran Schmerzen und mentale Probleme“ attestiert.

 

In der neuen Studie wurden 271 Cannabismedizin-Patienten untersucht und mit 107 Fragen befragt. Dabei kam heraus, dass 63 Prozent der Marihuana-Konsumenten mit dieser Medizin verschreibungspflichtige Medikamente ersetzen. Von dieser Gruppe ersetzte fast jeder Dritte ein Opiat durch Cannabis. 16 Prozent der Nutzer ersetzten ihre Benzodiazepine durch Cannabisprodukte und 12 Prozent griffen auf Marihuana und Hasch anstelle von Antidepressiva zurück. Alkohol wurde in 25 Prozent und Tabak in 12 Prozent der Fälle durch Cannabis ausgetauscht.

 

Nebenerkenntnis der Studie ist, dass 42 Prozent der kanadischen Cannabismedizin-Patienten gelegentlich oder regelmäßig darauf angewiesen sind, ihre Medizin vom Schwarzmarkt zu beziehen. Zumindest immer noch besser als in Europa, wo annähernd 100 Prozent ihre Medizin auf dem Schwarzmarkt kaufen müssen.

Heuchling. (Ja, richtig gelesen: Heuchling – der Name ist Programm.) Marlene Mortler aus Dehnberg, von ihren Parteikollegen wenig liebevoll „Der Marlene“ genannt (Quelle: n-land.de), tritt zum fünften Mal für die CSU als Direktkandidatin im Bundestagswahlkreis Roth an. Dies wurde von der Delegiertenversammlung mit Parteivertretern aus den Landkreisen Nürnberger Land und Roth im Wollnersaal in Heuchling klargemacht: 151 von 152 Stimmen fielen auf „Der Marlene“. Einen Gegenkandidaten gab es nicht. So wird in Bayern Politik gemacht.

 

„Der Marlene“ ist seit Januar 2014 die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Deutschland und möchte auch nach der Bundestagswahl 2017 weiter als Ober-Drogenheini ihr Unwesen treiben: Cannabis soll verboten bleiben und irgendwas mit Bauern, so lautet das Programm von Mortler. Wichtigste Säule ihrer Drogenpolitik: Repressionen und Bestrafungen! Bei so viel Einsatz kann Mortler viel Lob einheimsen: Sie ist eine „Perle für unsere Landkreise“ schwarwenzelt Norbert Dünkel von der CSU.

 

Vom Parteienzwist zwischen CDU und CSU möchte „Der Marlene“ aber nichts wissen: „Wer glaubt, es ginge anders, der spielt nur Rot-Rot-Grün in die Hände“, wird sie vom „Nürnberger Land“ zitiert. Wer also eine vernünftige Cannabispolitik möchte, weiß zumindest schon mal, wen sie oder er 2017 nicht wählen sollte. Aber das war wohl auch schon vorher klar...

Mit fast 20 Millionen Cannabiskonsumenten rechnet der Drogenbericht 2015 des Internationalen Suchtstoffkontrollrats – ein unabhängiger Rat, der die Einhaltung der internationalen Drogen-Kontrollabkommen der Vereinten Nationen überwacht.

 

Tagesschau.de zitiert den Suchtbericht dahingehend, dass im vergangenen Jahr 2015 19,3 Millionen Menschen im Alter zwischen 15 und 64 Jahren Cannabis konsumiert haben sollen. Hierbei kann zusätzlich vermutlich immer noch von einer gewissen Anzahl von Cannabisenthusiasten, die nicht in dieser Statistik auftauchen, ausgegangen werden.

 

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler sieht die deutsche Drogen- und Suchtpolitik leider bestätigt und meldet, der Internationale Suchstoffbericht „gibt uns Recht“. Es gehe nicht um einen „Krieg gegen die Drogen“. „Wir setzen die international diskutierte Philosophie um, das Angebot illegaler Drogen auf der einen Seite zu verringern und auf der anderen Seite die Nutzung für medizinische Zwecke im Sinne der Patienten zu fördern“, so Mortler.

 

Werner Sipp, Präsident des Suchtstoff-Kontrollrats der Vereinten Nationen, hob hervor, dass der Cannabisgebrauch – außerhalb medizinischer und wissenschaftlicher Zwecke – nicht in Übereinstimmung mit den internationalen Drogenkontrollabkommen stehe. Trotzdem gäbe es genug nationale Flexibilität, um unterschiedlich auf den illegalen Gebrauch von Cannabis zu reagieren und ihn strafrechtlich zu bewerten.

 

Nach dem Report soll in der EU fast jeder vierte Erwachsene mindestens einmal in seinem Leben illegale Drogen ausprobiert haben. Die höchsten Quoten diesbezüglich werden aus Dänemark, Frankreich und Großbritannien gemeldet. Besorgt äußert sich der Bericht über die Zunahme neuer psychoaktiver Substanzen, darunter auch viele zugelassene Medikamente.

 

Weiterführende Informationen der Bundesregierung zum Suchstoff-Kontrollrat:

Der Suchtstoff-Kontrollrat der Vereinten Nationen hat die Aufgabe, die weltweite Drogenproduktion, den Handel und die Verteilung zu überwachen. Jährlich legt er einen Bericht zur weltweiten Drogensituation vor, entsendet Missionen in verschiedene Länder und steht im Dialog mit den Regierungen.

 

Seit 1961 gibt es das „Einheitsabkommen über die Betäubungsmittel“. Dieser internationale Vertrag hat das Ziel, die Verfügbarkeit von Drogen einzuschränken. Über 180 Staaten sind an diesen Vertrag gebunden. Betäubungsmittelsucht stelle für den Einzelnen ein Übel und für die Menschheit eine wirtschaftliche und soziale Gefahr dar, so ist es in der Präambel des Vertrages zu lesen. Der Vertrag setzt daher vor allem auf die Bekämpfung des Anbaus und der Herstellung. Er verbietet jeden nichtmedizinischen und nichtwissenschaftlichen Gebrauch von Drogen. 1971 und 1988 gab es weitere internationalen Drogenkontrollabkommen der Vereinten Nationen.