Ahhh... wir als Cannabismagazin leiden gelegentlich darunter, dass wir Nachrichten veröffentlichen müssen, bei denen wir befürchten, dass sie uns keiner glaubt (wir veröffentlichen jedoch übrigens ausschließlich jedes Jahr am 1. April unsere liebgewonnenen Fake-News). Aber die Welt ist verrückt – und Cannabis ist so sehr verbreitet, dass immer wieder merkwürdige Meldungen auftauchen. So auch heute...

 

Folgendes geschah vor wenigen Tagen in Mexiko-Stadt: die 37-jährige Gloria C. suchte ein Krankenhaus auf, gab Bauchbeschwerden an und sagte den Ärzten, sie würde ihr ungeborenes „Baby“ nicht mehr spüren. Nachdem die Ärzte keinen Herzschlag des Babys feststellen konnten, wurde sie unmittelbar in eine Spezialklinik verlegt und notoperiert.

 

Dabei stellten die Ärzte Erstaunliches fest – ein Baby gab es in der Frau nicht zu finden, jedoch über ein Kilo mit Klebeband umwickeltes Marihuana, das teilweise mit Erdklumpen versetzt war und in der Vagina und dem Bauch der Frau steckte.

 

Die Frau wurde festgenommen und vor ein Gericht gebracht, um sich wegen „Verbrechen gegen die Gesundheit“ zu verantworten, aber der Richter ließ sie frei, da ihre Festnahme illegal gewesen sei. Laut Berichten der „Daily Mail“ wurde sie in den Jahren 2010 und 2015 bereits aufgrund desselben Vergehens verurteilt.

 

Einfach nur seltsam.

Ob riesige Mauer oder nicht – mexikanische Drogenbanden werden vermutlich niemals aufhören, Weed und andere Dinge über die amerikanische Grenze zu schmuggeln. Das Geschäft ist einfach zu lukrativ und die sonstigen Verdienstmöglichkeiten auf der mexikanischen Seite der Grenze zu schlecht.

 

Anfang des Jahres berichteten wir hier über einen Katapult, mit dem Marihuana von Mexiko in die Vereinigten Staaten geschossen wurde. Wie „El Universal“ meldete, haben die mexikanischen Weed-Lieferanten nun anscheinend aufgerüstet und eine Kanone zusammengezimmert, die das Weed über die Grenze ballert.

 

In der mexikanischen Stadt Agua Prieta konfiszierten Generalstaatsanwaltschaft und Militär eine an eine Bazooka erinnernde Kanone, die in einem Auto installiert wurde. Auf der anderen Seite der Stadt liegt die amerikanische Stadt Douglas. Fürs Erste brauchen die Einwohner dort nun keine Sorge zu haben, von riesigen Gras-Paketen erschlagen zu werden. Auch 825 Kilogramm Munition in Form von Marihuana wurden einkassiert.

 

Allein auf der amerikanischen Seite sind inzwischen 20.000 Grenzwächter im Einsatz, die auf Jagd nach Drogenschmugglern sind.

 

Bereits im Jahr 2016 war in Mexiko eine in einem Auto installierte Gras-Bazooka entdeckt worden, wie dieses Video von „ABC News“ zeigt:

Ideen muss man haben! Mexiko ist bekannt dafür, allerhand Drogen – darunter auch viele Tonnen an Marihuana – in die Vereinigten Staaten zu exportieren, illegalerweise versteht sich. Und auch wenn aufgrund der Legalisierungen in den USA der Marihuana-Markt für die Mexikaner schon ganz schön geschrumpft ist und sich die Drogenkartelle daher wieder vermehrt auf Heroin und Kokain konzentrieren, wird immer noch eine Menge Weed nach Amerika geschmuggelt.

 

Oft geschieht dies in Tunneln, aber vielleicht wollten sich einige Mexikaner schon einmal auf die riesengroße, von US-Präsident Donald Trump angekündigte Mauer vorbereiten. Denn einige findige Marihuana-Schmuggler bauten einen Katapult, mit dem Weed-Packen über die Grenze geschleudert werden sollten – und auch tatsächlich wurden.

 

Dies ist der Original-Katapult, um den es sich handelt.

 

Doch gerade als die Weed-Schmuggler am vorvergangenen Freitag dabei waren, ihre heiße Ware durch die Gegend zu schießen, näherten sich auf der amerikanischen Seite (im Bundesgebiet Arizona) zufällig einige Grenzschützer. Dies veranlasste die Menschenmenge auf der mexikanischen Seite zur unmittelbaren Flucht, wie die amerikanische Grenzschutzbehörde CBP meldete.

 

Daher schauten die US-Grenzwächter dort nach dem Rechten und entdeckten den Katapult auf der mexikanischen Seite. Daraufhin wurde die amerikanische Seite abgesucht und tatsächlich wurden über 23 Kilogramm Marihuana gefunden, die mit diesem Gerät rübergeschossen wurden. Das Weed kam in zwei Paketen herüber. Wie viel eventuell aber schon abtransportiert wurde und ob die Lieferung eigentlich noch viel größer werden sollte, ist nicht bekannt.

 

MEHR BOCK AUF CANNA-NEWS? AB MORGEN GIBT ES DIE NEUE AUSGABE VON HIGHWAY AN JEDEM GUT SORTIERTEN (BAHNHOFS-)KIOSK UND HEAD- UND GROWSHOP FÜR SCHLAPPE 2,60 EURO.

Wie Reuters berichtet, kann angenommen werden, dass der mexikanische Kongress im Mai den medizinischen Einsatz von Cannabis freigeben wird, da verschiedene Parteien die geplante Gesetzesänderung befürworten. Die Bevölkerung Mexikos geht sogar auch noch weiter und wünscht sich in der Mehrheit eine komplette Legalisierung von Cannabis. Das ist von der Regierung jedoch nicht vorgesehen. Die amerikanische Firma Privateer Holdings schätzt den Cannabismarkt in Mexiko bei einer kompletten Legalisierung auf annähernd zwei Milliarden Dollar pro Jahr.