An Orten, wo Cannabis legal erworben werden kann, nutzen die Bewohner dieses oft anstatt von Opioiden und Schlafmitteln, um gegen Schmerzen und Schlaflosigkeit vorzugehen. Dies sind die Ergebnisse einer neuen Studie aus Colorado in den USA, wo Cannabis komplett freigegeben wurde. „Das sind zwar nicht die einzigen Gründe für Cannabiskonsum, aber durchaus wichtige“, äußert sich Studienautorin Dr. Gwen Wurm. Von 1.000 Befragten erwachsenen Cannabiskonsumenten gaben 65 Prozent an, Cannabis zu nehmen, um Schmerzen zu lindern, und 74 Prozent gaben an, Cannabis zu nehmen, um den Schlaf zu fördern.

 

Unter den Befragten, die Cannabis gegen Schmerzen einnehmen, gaben 80 Prozent an, dass es dabei sehr oder äußerst hilfreich sei, und die meisten derjenigen, die rezeptfreie Schmerzmedikamente (davon 82 Prozent) oder Opioidanalgetika (davon 88 Prozent) einnahmen, gaben an, die Einnahme dieser Medikamente durch Cannabis reduziert oder abgesetzt zu haben. Unter den Befragten, die Cannabis zum Schlafen konsumieren, gaben 84 Prozent an, es dabei als sehr oder äußerst hilfreich zu empfinden, und die meisten, die rezeptfreie Medikamente (davon 87 Prozent) oder verschreibungspflichtige Schlafmittel (davon 83 Prozent) einnahmen, gaben an, den Konsum dieser Medikamente durch Cannabis reduziert oder eingestellt zu haben.

 

Im Vergleich zu anderen Medikamenten ist Cannabis sicher, glaubt Wurm: im Gegensatz zu Opiaten sind tödliche Überdosierungen und eine schwere Abhängigkeit nicht möglich – und auch Schmerz- wie Schlafmittelkonsum können deutlich schwerere Nebenwirkungen und Abhängigkeiten zutage bringen als Cannabis. „Das bedeutet nicht, dass es keine eigenen Risiken hat“, so Wurm. „Aber bis wir Cannabiskonsum nicht genauer untersucht haben, werden wir einfach nicht wissen, wie wir Patienten am besten beraten können.“

 

Angesichts des CBD-Booms in der Schweiz kann man leicht übersehen, dass bei den Eidgenossen in puncto medizinischem Cannabis noch einiges im Argen liegt. Will heißen, dass man eine besondere Ausnahmegenehmigung des Bundesamts für Gesundheit benötigt, um es zu nutzen. Die wird nur bei besonders schweren Erkrankungen wie Krebs oder Multipler Sklerose (MS) erteilt, nur wessen Lebensqualität schwer beeinträchtigt ist, bekommt die Chance, Cannabis zu medizinischen Zwecken einzunehmen. Und auch nur dann, wenn andere Therapien keine Wirkung geszeigt haben oder aus anderen Gründen unmöglich sind. Dementsprechend konnten sich bisher nur etwa 3.000 Patienten mit ihrem Antrag durchsetzen.

 

Doch in den letzten Jahren ist das Interesse (und da kommt auch wieder der CBD-Boom ins Spiel) an den Sonderbewilligungen konstant angestiegen. Das hat durchaus auch etwas damit zu tun, dass Cannabis, wenn auch nur THC-armes, in der Schweiz eben in aller Munde ist. Selbst in Supermärkten wie Lidl sind CBD-Produkte und -Blüten inzwischen ein ganz normaler Anblick geworden. Das baut natürlich Berührungsängste ab und schafft Akzeptanz.

 

Sicher hat auch der Blick nach Deutschland und sein 2017 in Kraft getretenes Medizin-Gesetz mit dazu beigetragen, dass die Schweizer Regierung nun konkrete Schritte einleitet, um den Zugang zu Cannabismedizin zu erleichtern. Die alten Regelungen seien mittlerweile veraltet und entsprächen nicht mehr dem aktuellen Forschungsstand, teilte das Bundesamt für Gesundheit mit. Wie in der Bundesrepublik werden die Krankenkassen allerdings nicht verpflichtet sein, für die Behandlung mit Cannabis zu zahlen.

 

Dass im Krankenhaus strenges Rauchverbot herrscht, versteht sich eigentlich von selbst. Jedem halbwegs vernunftbegabtem Menschen sollte außerdem klar sein, dass auch das Rauchen von Joints unter das allgemeine Verbot fällt.

 

Trotzdem erschnüffelten Mitarbeiter eines Iserlohner Krankenhauses am Mittwochabend einen merkwürdigen Geruch und begaben sich sogleich auf die Suche nach der Ursache. Nachdem man an einige Krankenzimmertüren geklopft hatte, um den Schuldigen ausfindig zu machen, fand man in einem davon zwei Jugendliche vor, die sich in aller Ruhe einen durchzogen. Zuvor hatten die beiden den Rauchmelder des Zimmers verstopft, um bloß nicht aufzufallen. Gebracht hat es nichts, denn der Pfleger, der die Jungs vorgefunden hatte, war nicht gesprächsbereit, sondern alarmierte die umgehend die Polizei.

 

Der erzählten die 15-und 17-Jährigen, dass sie im Krankenhaus seien, um einem Freund einen Krankenbesuch abzustatten. Als sie den nicht finden konnten, suchten sie sich kurzerhand ein leerstehendes Zimmer, um sich erstmal einen zu rauchen. Vielleicht dachten sie, dass man in einem Krankenhaus ja schließlich nichts gegen die Verwendung von Medizin haben könne. Müßig, zu erwähnen, dass den Heranwachsenden nun Anzeigen wegen Hausfriedensbruchs und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ins Haus stehen.

 

Seit März 2017 ist medizinisches Cannabis in Deutschland legal. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ist Deutschland für die Zulassung von Medikamenten und damit auch für Medizinalcannabis zuständig. Der Präsident der Behörde, Karl Broich, selbst Arzt und Psychiater, ließ nun in einem Interview mit dem Handelsblatt durchblicken, dass er die Ausgabe von Cannabisblüten nur für eine Übergangslösung halte und vielmehr Fertigarzneimittel, die (synthetische) Cannabinoide enthalten, als Weg der Zukunft sehe.

 

„Unser Ziel ist es, dass wir mehr cannabisbasierte Fertigarzneimittel bekommen“, so Broich. Dass er Cannabis als Medizin sowieso für überschätzt halte, verschleiert der Professor gar nicht erst: „Jedes regulär zugelassene Arzneimittel, das solche Nebenwirkungen zeigt, würden wir sofort vom Markt nehmen.“ Starker Tobak und unseres Erachtens nach die reinste Lüge! Gerade für jemanden wie Broich, der erst 2017 in das äußerst dubiose Zulassungsverfahren des Antidepressivums Zoloft verwickelt war. Die Linkspartei wirft Broich vor, als Gutachter zu einer Verschleierung möglicher Nebenwirkungen beigetragen zu haben, um einer möglichst schnellen Zulassung des Medikaments nicht im Wege zu stehen. Konkret ging es darum, inwiefern die Gabe des Medikaments Zoloft mit einer erhöhten Suizidrate unter den Patienten einhergehe und ob die zuständigen Gutachter (u. a. Broich) entsprechende Hinweise darauf in ihrer Bewertung gezielt übersehen hätten.

 

Broich selbst macht aus seiner eigentlichen Aufgabe aber eh keinen Hehl, betonte er doch auf einer Veranstaltung des Verbands der forschenden Arzneimittelhersteller (VFA): „Wir sehen uns als Partner der pharmazeutischen Industrie.“ Sinngemäß fügte er hinzu: was für die Pharmaindustrie gut ist, kommt auch dem Patienten zugute. Und da es der Pharmaindustrie leider nicht zugutekommt, wenn beispielsweise Epileptiker ihr eigenes Cannabis anbauen dürften, kann das für die Patienten natürlich auch nicht gut sein…

 

Da fragt man sich, wer ist hier eigentlich krank?

 

Legalisierungsbefürworter müssen sich so einiges anhören: Cannabis mache dumm und faul, schon ein Joint löse eine Psychose aus (überhaupt konnte bis heute trotz umfangreicher Forschungen kein Zusammenhang zwischen Cannabis und Psychosen belegt werden) – die Liste der Vorurteile ist lang und soll an dieser Stelle nicht noch einmal wiedergekäut werden. Jede/r Leser/in dieser Seite dürfte solche Aussagen zur Genüge kennen. Genauso wie die befürchtete Zunahme der Verkehrstoten nach einer Cannabis-Freigabe, die insbesondere von CDU-Politikern nur allzu gerne prophezeit werden.

 

Die Partei „Die Linke“ hat sich nun des Themas Cannabis und Verkehrsunfälle angenommen und eine sogenannte kleine Anfrage an die Bundesregierung gerichtet. Denn schließlich ist mit der medizinischen Legalisierung im März 2017 die legale Zubereitung und Abgabe von Cannabis um das 50-fache gestiegen. Das müsste sich ja dementsprechend in den Unfallstatistiken widerspiegeln, so die Annahme. Pustekuchen! Aus der Antwort der Regierung ging hervor, dass lediglich 0,6 Prozent aller schwereren Unfälle (mit Verletzten und Toten) von Personen verursacht wurden, die unter dem Einfluss von Cannabis oder irgendeiner (!) aller anderen Drogen abseits von Alkohol standen. Der Wert ist damit gerade mal um 0,1 Prozent höher als noch im Jahr 2012. Eine ganz andere „Hausnummer" zum Vergleich: betrunkene Fahrer waren im Jahr 2017 für 11,7 Prozent aller Unfälle mit Personenschaden oder Verlust von Leben verantwortlich.

 

Einen interessantes Experiment zum Thema „bekifft fahren“ gab es in der Wissenschaftssendung „Quarks & Co.“, das Video könnt ihr euch hier ansehen.

 

 

Welch ein unwürdiges Schauspiel! Kann ein Polizeieinsatz sinnloser sein? Und welche Gefahr für die Öffentlichkeit geht bitte von einem schwer Krebskranken aus, der bloß versucht, seine Schmerzen zu lindern?

 

Doch der Reihe nach: im Mai 2018 erhielt Nolan S. die niederschmetternde Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs. Seitdem liegt der kämpferische Mann im Citizens Memorial Hospital im US-Bundesstaat Missouri und bekommt unter anderem THC in Kapselform, gegen die Schmerzen und zur Appetitanregung. Vergangenen Mittwoch dann der Schock: als ob der Patient nicht genug zu schultern hätte, verschafften sich zwei Polizisten Zugang zum Krankenzimmer und begannen mit der Durchsuchung. Ein Mitglied der Krankenhaus-Security wollte Nolan beim Rauchen eines Joints beobachtet haben (konnte nie nachgewisen werden) und hatte daraufhin umgehend die Beamten alarmiert. Und so kam es, dass die Beamten die wenigen Habseligkeiten eines unheilbar kranken Stufe-4-Krebspatienten durchwühlten, er selbst nennt sie seine „final day things“. Die Officers waren sich tatsächlich nicht zu schade, dem Patienten auch noch mit einer Gerichtsvorladung zu drohen.

 

Der behielt zum Glück die Nerven und startete mit seinem Smartphone einen Live-Stream der geschmacklosen Polizeiaktion. Immerhin konnten so Zuschauer rund um den Globus miterleben, was die Polizisten letztendlich im Krankenzimmer fanden: nichts. Hier könnt ihr euch besagtes Video selbst anschauen und vielleicht den ein oder anderen ermutigenden Kommentar da lassen!

Nach zwei langen Monaten Wartezeit ist ab heute endlich die neue Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin an allen (Bahnhofs-)Kiosken, Grow- und Headshops erhältlich. Für schlappe 2,60 Euro (2,99 Euro in Österreich, 4,20 Franken in der Schweiz oder 2,60 Euro als E-Paper, beispielsweise bei United Kiosk oder für Kindle bei Amazon) erhaltet ihr die volle Ladung Infos zu Cannabis, Legalisierung, Anbau indoor und outdoor und vieles mehr.

 

Eine Auswahl der Artikel der aktuellen Ausgabe:

 

Titelstory Cannabis-Extrakte Druck, Zeit und Temperatur: schon hat man die drei benötigten Voraussetzungen zum Pressen lösemittelfreier Konzentrate, besser bekannt unter dem Namen Rosin, beisammen. Unsere Titelstory verrät alles über Druck, Hitzepressen und empfehlenswertes Zubehör für die Produktion von Rosin.

 

 

Interview Open Mind / Simon Ruane – Über 200 Videos zu und über die verschiedensten Drogen, Tripberichte inklusive, wurden von Simon Ruane bereits bei YouTube veröffentlicht, über 400.000 Abonnenten folgen dem jungen Mann. Wir trafen uns mit ihm und haben mal ein ernstes Wörtchen mit ihm über seinen Drogenkonsum geredet...

 

 

Patientenbericht Morbus CrohnCannabis ist kein Allheilmittel, das garantiert jede Krankheit kuriert, wie manch Scharlatan behauptet, aber in manchen Fällen ist es auch tatsächlich die letzte Rettung. Wir schildern den Fall eines Cannabispatienten, erkrankt an Morbus Crohn, einer chronisch-entzündlichen Darmentzündung.

 

 

Musik Weed-Rapper Herzog: OG mit Herz Herzog, Deutschlands erster Rapper mit eigenem THC-haltigem Strain, veröffentlicht nächsten Monat sein viertes Album „OG mit Herz“. Wer zur Spannabis reist, kann ihn dort persönlich antreffen, für alle anderen haben wir stellvertretend mit ihm geplaudert...

 

 

Growing Gefahr im Garten Teil 8 – Im letzten Teil der Reihe Gefahr im Garten von Grow-Guru Mr. José stehen weitere Gefahren im Garten im Vordergrund, die nicht durch Tiere verursacht werden. Im Fokus stehen dieses Mal Algen und verschiedene Pilzerkrankungen, die gehörigen Schaden anrichten können.

 

 

Grow-Report Royal DwarfAch man würde ja so gerne. Nur ein bisschen Gras auf dem Balkon ziehen. An manchen Orten ist das ja sogar erlaubt. Warum nicht ein Bonsai-Bäumchen mit nur ein paar Gramm dran, ganz zweifelsfrei Eigenbedarf? Taugen solche Sorten? Autorin Alice Wunder hat zum Test Royal Dwarf auf dem Balkon blühen lassen.

 

 

Weitere Artikel TV-Tipp: Murder Mountain ++ News: 79 Firmen im Kampf um die Anbau-Lizenzen für Deutschland ++ Goodies: CBD-Test.ch ++ High Court: § 31 BtMG: Verräter-Paragraph oder sinnvolle Regelung? ++ Sortenportrait: Herz OG ++ uvm.

Auch die Halbgötter in Weiß sind vor Fehlern nicht gefeit – das musste nun auch eine Frau feststellen, die wegen ihrer epileptischen Anfälle medizinische Hilfe gesucht hatte. Gemeinsam mit ihrem Mann waren die beiden bei der Recherche auf Cannabis als Medikament gestoßen. Von vielen positiven Erfahrungsberichten ermutigt, wendeten sie sich an die Uniklinik Freiburg, wo man bereit war, die alternative Therapie mithilfe von Cannabinoiden anzutesten.



Dronabinol (isoliertes THC), oral aufgenommen sollte die erwünschte Linderung bringen. Nach den ersten Anwendungen fühlte sich die Patientin gut, wenn auch etwas müde. In der Apotheke aber, wo die unerfahrene Cannabispatientin einen Nachschub an Dronabinol abholen wollte, war man ob der Dosis, die die Ärzte auf dem Rezept angegeben hatten, höchst erstaunt. Die war nämlich deutlich höher als normal – und tatsächlich: es stellte sich etwas später heraus, dass man in der Uniklinik einen dicken Bock geschossen hatte. Denn die Dronabinol-Dosis war in Millilitern und nicht in Milligramm, wie es korrekt gewesen wäre, angegeben worden. Das Resultat war (wenn man den Details der Badischen Zeitung Glauben schenken kann): die gute Frau hat sich auf Verordnung der Ärzte am Tag ein Vielfaches der Normaldosierung an reinem THC eingenommen. Und das als Cannabisneuling!



Zur Wiedergutmachung bot die Uniklinik der Patientin einen alternativen Behandlungsversuch mit CBD an, doch das Ehepaar gab an, dass das Vertrauen in die Klinik doch sehr gelitten habe. Ein Glück, dass die Überdosierung von Cannabisprodukten in der Regel zwar unangenehm, aber, im Gegensatz zu „bewährteren“ Arzneimitteln keinesfalls zu schweren organischen Schäden oder gar zu Lebensgefahr führt!

Spätestens im Juni soll es endlich so weit sein: die Zuschläge für das (erneute) Ausschreibungsverfahren der deutschen Cannabisagentur sollen erteilt werden. Diesmal aber wirklich.

Das Interesse an den Anbaulizenzen ist wieder groß: wie Anfang der Woche bekanntgegeben wurde, nehmen 79 Unternehmen bzw. Bieter am Bewerbungsverfahren teil, mit dem Ziel, Ende des Jahres 2020 die erste legale medizinische Cannabisernte auf deutschem Boden einzufahren. Nachdem sich mehr und mehr gezeigt hatte, dass die benötigte Menge an Marihuana von staatlicher Seite stark unterschätzt wurde, umfasst die Ausschreibung nun 10,4 statt 6,6 Tonnen Cannabis, wie es in der ersten Runde noch der Fall war. Diese 10,4 Tonnen sollen nach Meinung der Cannabisagentur den Vorrat für vier Jahre abdecken. Das entspricht einer Menge von 2,6 Tonnen pro Jahr, die auf 13 Lose zu je 200 Kilogramm aufgesplittet werden. Mehr zum Thema Anbaulizenzen gibt es hier.

Noch ist fraglich, ob im zweiten Versuch endlich alles rund läuft und die Lizenzen auch tatsächlich vergeben werden. Falls nicht, immer mehr fortschrittliche Länder (wie zum Beispiel Kanada und neuerdings auch Israel) warten nur darauf, ihr Cannabis zu exportieren. In etwa 80.000 Fällen hatten deutsche Ärzte ihren Patienten in der ersten Hälfte des Jahres 2018 Cannabis verschrieben.

Das Apothekennetz Zürich, ein Verband von rund 110 Apotheken, macht sich für eine Legalisierung von Cannabis stark. Das betrifft, in einem ersten Schritt, die medizinische Abgabe, die Freigabe zu Genusszwecken soll aber schnell folgen.

 

Die Präsidentin des Verbandes, Valeria Dora, warnt die Politik davor, „die Augen vor der Realität zu verschließen“. Der Konsum von Cannabis sei inzwischen so weit verbreitet, dass er längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen sei. Etwa 60 Tonnen Marihuana werden pro Jahr von den Eidgenossen verkonsumiert. Nach Schätzungen umfasst das Schwarzmarktmarktvolumen etwa 600 Millionen Franken (das entspricht etwa 530 Millionen Euro). Um dem illegalen Verkauf das Wasser abzugraben, sollen volljährige Konsumenten ihr Marihuana „in pharmazeutischer Qualität“ in der Apotheke kaufen können. Von Apothekerseite wird aber betont, dass nicht das Geschäft im Mittelpunkt stünde, sondern die Versorgung der Bevölkerung mit verunreinigungsfreiem Cannabis.

 

Eine verbandsinterne Umfrage zu dem Thema stieß größtenteils auf Zustimmung, was angesichts der jahrzehntelangen Ablehnung durchaus eine gute Nachricht für Cannabisfreunde ist.