Trotz Corona-Pandemie wurden im US-Bundestaat Florida bereits vor zwei Wochen die öffentlichen Badestrände wiedereröffnet. Nach den Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen war der Andrang der Menschen verständlicherweise groß. Doch nicht nur Schwimmer und Sonnenanbeter bevölkerten alsbald wieder die Strände, auch „Schatzsucher“, oft mit Metalldetektoren ausgerüstet, waren neugierig, was in den Wochen der Sperrung so angespült wurde. Tatsächlich wurde einer von ihnen in der in den Keys gelegenen Stadt Marathon fündig, auch wenn es vielleicht nicht die Art Schatz war, auf den er gehofft hatte: ein großes blaues Plastikfass war angespült worden. Was sich wohl darin befand?

 

Der Inhalt: etwa 41 Kilo gut verpacktes Marihuana, das wohl für den Schwarzmarkt in der Gegend bestimmt war. Anhand der Bilder lässt sich der Zustand des Weeds nur erahnen: es wurde offenbar stark gepresst, doch die zentrale Frage ist natürlich, wieviel Salzwasser es auf seiner Reise „schlucken“ musste. In Florida ist Cannabis nur zu medizinischen Zwecken legal, die sogenannte „recreational use“, also der Freizeitgebrauch, ist dagegen illegal. Anstatt also eine zeitversetzte 420-Party am Strand zu feiern, entschied sich der ehrliche Finder stattdessen dafür, umgehend die Polizei zu informieren. Die sind derartiges Strandgut schon fast gewohnt, insbesondere zur Hurricane Saison wird immer wieder eine ganze Menge Drogen an die Strände gespült, vermutlich aus Richtung Südamerika. Zuletzt berichtete Highway im Juni 2018 von einem ähnlichen, noch spektakuläreren Vorfall.

 

Wer sich auch schon nur einmal kurz mit der Cannabisaufzucht beschäftigt hat – und ja vielleicht sogar, wer sich noch nie damit beschäftigt hat – weiß: nach der Ernte kommt das... Einlegen in Wasser? Moment, hier stimmt was nicht. Doch, richtig gelesen, statt das Gras zu trocknen, tut es manchereiner in einen Wassereimer. Zweck des Ganzen soll entweder das Spülen oder gar die Veredelung sein. Mr. Haze Amaze hat sich im Folgenden mit der Thematik befasst.

 

Jeder weiß, dass Wasser eine der essentiellen Grundlagen für das Leben und das Wachstum von allen Pflanzen ist. Ohne Wasser würden selbstverständlich auch unsere schönen Lieblingspflänzchen keinen Zentimeter wachsen und gar nicht erst aus ihrer Schale herausspringen. In der Blütephase brauchen sie zudem noch mal eine ganze Portion mehr vom lebensspendenden Element, um ihre Knospen „aufzupumpen“ und die Nährstoffe an die richtigen Stellen zu befördern. Und auch wenn das Leben der Pflanzen sich dem Ende nähert und es auf die Ernte zugeht, geht der geübte Grower zu dem sogenannten Flushing/Spülen des Mediums und somit auch der Pflanze über. Dabei werden die Pflanzen mit einer noch größeren Menge an reinem Wasser ohne Zusätze gegossen, um so die restlichen Nährstoffe und Salze aus dem Medium und den Zellen der Pflanze zu befördern. Nach der Ernte geht es dann im Regelfall darum, so viel Wasser wie möglich aus dem Material zu ziehen. Das geschieht dann über den Trocknungsprozess, welcher sich über mehrere Tage oder Wochen erstreckt. Doch was, wenn wir den wichtigen Bestandteil Wasser noch etwas länger und sogar erst nach der Ernte in diesen Prozess integrieren? Bei vielen läuten da sicher im ersten Moment alle Alarmglocken: zusätzliche Feuchtigkeit oder Wasser nach der Ernte? Da erhöht sich doch die Schimmelgefahr! Im Grunde ist das auch vollkommen korrekt und die Achtsamkeit für Schimmel sollte eigentlich schon ab der zweiten Blütewoche einer Cannabispflanze gegeben sein. Doch natürlich würde dieser Artikel nicht geschrieben worden sein, wenn die Ernte danach als Schimmelklumpen enden würde. Nachfolgend sollen somit die Themen Bud-Washing und die sogenannte „Wasserfermentation“, das Water Curing, beleuchtet werden.

 

 

Wer das erste Mal über das Thema Bud-Washing stolpert, wird vermutlich nicht schlecht staunen. Beim Bud-Washing geht es darum, seine Blüten nacheinander in drei unterschiedliche Wassereimer zu tauchen und zu schwenken. Ein Eimer ist gefüllt mit einer Mischung aus Wasser, Zitronensaft und Backpulver, also einer „Reinigungslösung“ auf Biobasis. Die anderen zwei Eimer sind mit kaltem und warmem Wasser gefüllt. Nun steht jedoch die Frage im Raum: Blüten waschen, warum sollte ich sowas tun? Eine schöne Erläuterung von Fans lautet, man würde ja auch einen Bio-Salat, der frisch vom Beet gepflückt wurde, mindestens einmal kurz abwaschen. Dadurch spülen wir den groben Schmutz von den Salatblättern und werden auch Ungeziefer oder ihre Hinterlassenschaften los. Wieso also nicht auch den groben Schmutz und Insekten(reste) von den Blüten spülen? In manchen Foren wird sogar behauptet, dass man so auch die letzten Nährstoffe und Salze aus der Pflanze ziehen kann. Das ist jedoch Unfug, denn um Nährstoffe aus einer Pflanze zu entziehen, benötigt es deutlich mehr Zeit als ein kurzes Eintauchen in drei Wasserbecken. Zudem kommt hinzu, dass man den Salat nach dem Waschen direkt verzehren würde, die Blüten muss man allerdings erst noch trocknen, da sie sonst nicht rauchbar sind. Der Aspekt der oberflächlichen Reinigung ist allerdings nicht ganz falsch. Insbesondere nach einem Schädlingsbefall sind selbst nach erfolgreicher Bekämpfung oft noch sehr viele Überbleibsel wie Insektenhüllen und Kot auf den Blättern und Blüten vorhanden, wenn man nicht jedes Insekt einzeln abgelesen hat. Bei solchen Pflanzen kann es tatsächlich sinnvoll sein, eine derartige Spülung durchzuführen, wobei allerdings von der Zitronen-Backpulver-Mischung eher abzuraten ist. Es ist dabei immer zu bedenken, dass die Ernte danach extrem nass ist und somit gerade in den ersten Stunden und Tagen des Trocknungsprozesses schnell an Feuchtigkeit verlieren muss. Auch die Temperatur muss zu Beginn stetig kontrolliert werden, da man sonst ein wahres Schimmelparadies erschafft. Grundsätzlich sollte man jedoch wohl tendenziell eher vom Bud-Washing abraten, da insbesondere für Ungeübte die Schimmelgefahr um ein Vielfaches steigt und eine Cannabispflanze generell nicht so dreckig sein sollte, dass sie eine derartige Behandlung nötig hätte.

Das zweite Thema ist die sogenannte „Wasserfermentation“. Hierbei ist es so, dass die Blüten direkt nach der Ernte manikürt und dann in ein Gefäß mit (destilliertem) Wasser gelegt werden. So wird das Gefäß bis zum Rand mit Knospen und Wasser gefüllt und luftdicht verschlossen, wobei darauf zu achten ist, dass alle Blüten unter Wasser sind. Dann wird die Ernte für fünf bis zehn Tage gelagert, wobei jeden Tag das Wasser gewechselt werden muss. Der Wasserwechsel ist nötig, da bei dieser Art der Lagerung tatsächlich noch Nährstoffe, Salze und Chlorophyll aus dem Pflanzenmaterial herausgezogen werden, die schlussendlich im Wasser landen und entsorgt werden können. Das Herausziehen der Stoffe geschieht durch das Osmose-Verfahren, das dem ein oder anderen aus dem Biologie-Unterricht noch bekannt sein könnte. Kurz gesagt, es findet ein Austausch von Nährstoffen aus den Pflanzenzellen ins Wasser statt – so lange bis ein Gleichgewicht herrscht. Wenn also bestenfalls destilliertes Wasser genutzt wird, das keinerlei Nährstoffe enthält, so werden direkt beim ersten Durchgang theoretisch fünfzig Prozent der Stoffe aus der Pflanze ins Wasser übergeben. In der Praxis sind solche Werte nicht wirklich Gesetz, aber sie ermöglichen eine grobe Vorstellung. Das Endergebnis dieses Procederes sollen Buds sein, deren Rauch deutlich angenehmer und weniger kratzig ist. Allerdings muss auch hier wieder ein Nachteil erwähnt werden, denn durch das lange Wasserbad können leider auch Stoffe herausgelöst werden, die Geruch und Geschmack beeinflussen. Und auch bei diesem Verfahren müssen die Blüten im Anschluss natürlich getrocknet werden. Nach einer Wasserfermentation startet man also wieder mit einem deutlich höheren Feuchtigkeitsgehalt im Pflanzenmaterial in den Trocknungsprozess und erhöht somit die Schimmelgefahr. Nach einem von mir durchgeführten Test kann für den Einzelfall bestätigt werden, dass die Blüten nicht an Potenz, dafür aber stark an Geschmack und Geruch verloren haben. Allerdings waren diese Knospen tatsächlich sehr angenehm zu rauchen und erzeugten keinen Hustenreiz, weder in der Bong, noch im Vapo oder Joint.

 

Eine dritte und interessante Methode der „Veredelung“ erläuterte ein erfahrener Gärtner einmal so: „Was tun Schnittblumen, wenn man sie ins Wasser stellt? Richtig, sie sterben nicht einfach ab, sondern sie nutzen die letzten Reserven an Nährstoffen, die sie dem Wasser und ihren eigenen Zellen entnehmen können, um am Leben zu bleiben.“ Darauf basiert der Tipp, direkt nach der Ernte die abgeschnittenen Äste für etwa zwei bis fünf Tage wie einen Blumenstrauß in ein Gefäß mit Wasser an einen dunklen Ort zu stellen. Da auch eine Cannabispflanze im Grunde nichts anderes als eine Art Blume ist, funktioniert dieser Trick auch hier und bewirkt, dass die Pflanze ihre letzten Kräfte mobilisiert und somit Nährstoffe verbraucht, die somit am Ende nicht in der trockenen Ernte landen. Hinzu kommt auch hier der Osmose-Effekt, der noch weiter Nährstoffe aus den abgeschnitten Stängeln ziehen kann. Anschließend kann ganz normal getrocknet werden, wobei die Blüten über die Tage bereits etwas Feuchtigkeit verloren haben sollten. Somit ist diese Praktik sehr leicht umzusetzen, bietet keine nennenswerten Nachteile und soll ein besseres und sauberes Ergebnis liefern. Eine wirklich deutliche Verbesserung der Ernte durch diese Methode konnte von mir im Vergleich mit einer „normal“ durchgeführten Ernte im Test jedoch nicht erkannt werden. Aber das soll nicht heißen, dass diese Methode sinnlos ist, denn die Test-Pflanzen waren schon zuvor gut vorbereitet: Bio-Grow, nur organische Dünger, zehn Tage mit klarem Wasser gespült, vier Tage ohne Licht und Wasser und alle großen und kleineren Blätter ohne THC wurden entfernt. Wenn man seine Pflanze beispielsweise mit mineralischem Dünger behandelt hat oder keine Zeit mehr zum Spülen hatte, dann kann dieser Tipp also sicherlich einiges an Qualitätsverbesserung bewirken.

Wenn man den geneigten Cannabisdealer nach seinen Hass-Kunden fragt, dann hört man vielleicht vom berühmt-berüchtigten Fünfer-Käufer, der jeden Cent dreimal umdreht, vom ungeduldigen Telefonterroristen, der auf ewig den Weltrekord im Dauerklingeln hält, vom Klassiker, dem übervorsichtigen Paranoiker – oder eben von dessen noch schlimmeren Gegenteil, dem gedanken- und sorglosen Lautsprecher, für den Vorsicht ein Fremdwort ist. Das sind die Kunden, die einen echt in die Bredouille bringen können – wie zum Beispiel am gestrigen Donnerstagnachmittag in einer Grünanlage in Recklinghausen.

 

Nachdem die Polizei Hinweise über einen Drogendealer in dem Park erhalten hatte, checkte sie die Lage vor Ort und wurde bei einem 46-Jährigen fündig. Während der Kontrolle des Mannes kam es zu einer Durchsuchung seines Rucksacks und zum Vorschein kamen 30 gefüllte Zehner-Baggys sowie 195 Euro Bargeld. Einen Kunden, der sicherlich dem oben angesprochenen leichtsinnigen Typ angehören dürfte, konnte die Polizeiaktion aber nicht davon abhalten, den in dem Moment verständlicherweise unpässlichen Dealer aufdringlich nach etwas Ware zu fragen – und das obwohl die Beamten zu allem Überfluss auch noch klar erkennbar uniformiert waren. Die erstaunten Polizisten versäumten es zwar, den potenziellen Käufer festzuhalten, dennoch dürfte der Vorfall dem Dealer-Pechvogel nicht gerade zum Vorteil gereichen...

 

Eine absurde Story trug sich in der Nacht zum Mittwoch in Rheinland-Pfalz im Landkreis Bad Dürkheim zu. Ausgehend vom 3.000-Seelen-Örtchen Hettenleidelheim spielte sich eine wahrhaft kinoreife Autoverfolgungsjagd ab. Nur über die überraschende Wendung am Ende wird wohl nicht jedem schmecken.

 

Dabei begann alles noch relativ harmlos mit einer geplanten Verkehrskontrolle: Polizeibeamten fiel ein Wagen mit drei jungen, männlichen Insassen auf, die wohl irgendwie einen verdächtigen Eindruck hinterlassen haben müssen. Zu einer Überprüfung kam es aber gar nicht erst, da der 19-Jährige Fahrer des betroffenen Vehikels offenbar nicht daran dachte, auszusteigen. Stattdessen legte er den Fuß aufs Gaspedal und drückte ordentlich durch. Seine beiden Mitfahrer ließ der junge Mann zwischenzeitlich noch schnell aussteigen, doch selbst Warnschüsse der Beamten sowie Schüsse auf die Reifen des Fluchtfahrzeugs konnten den Fahrer nicht dazu bringen, einzulenken. Auf einem Feldweg kam der 19-Jährige schließlich abrupt zum Stehen, ein Polizeiwagen konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr hinten auf.

 

Sämtliche Insassen blieben aber zum Glück unverletzt, im Nachhinein hätte sicherlich keiner der Beteiligten in dieser irren Nacht seine Gesundheit riskieren wollen: denn bei dem 19-Jährigen Fluchtfahrer wurde bei der Durchsuchung nichts weiter gefunden als drei lächerliche Gramm Marihuana. Ob sich der junge Mann mit dem Bleifuß einfach nur panisch verhalten oder während der Verfolgungsfahrt vielleicht unbemerkt eine größere Menge Marihuana aus dem Autofenster geworfen hat, ist unklar.

 

Corona überall – das führt unter anderem zu Langeweile sowie fehlenden Möglichkeiten, die neue Ausgabe von eurem Lieblings-Cannabismagazin Highway zu erwerben: die Bahnhofskioske Deutschlands sind verwaist, einige Grow- und Headshops vorerst geschlossen. Daher haben wir in der Highway-Redaktion beschlossen, beide Probleme anzugehen und unsere aktuelle, heute erschienene Ausgabe 03/2020 komplett kostenlos als E-Paper für alle zum Download freizugeben!

 

So braucht ihr nicht durch die virusverseuchte Gegend zu irren, um in den Genuss von Highway zu kommen – und weil jeder gerade zu kämpfen hat, verschenken wir diese Ausgabe auch noch dazu! Somit ist das Problem der Beschaffung erledigt und mit dem vorliegenden Magazin habt ihr auch gleich ein probates Mittel gegen Langeweile in der Hand.

 

Und wir können uns einfach mal die an dieser Stelle ansonsten übliche Inhaltsvorschau sparen – denn unten auf dieser Seite kann jeder Interssierte über den Yumpu-Player gleich mit der Lektüre (der übrigens mit 80 Seiten dicksten Highway-Ausgabe aller Zeiten) starten. Viel Spaß beim Lesen!

Jawoll, da darf sich die Exekutive mal wieder kräftig selbst auf die Schulter klopfen! Einmal mehr ist die Bundesrepublik durch die Beschlagnahme von Marihuana deutlich sicherer und lebenswerter geworden und die subversiven Objekte, die es bei sich trugen, konnten ebenfalls dingfest gemacht werden. Dass dabei die Verhältnismäßigkeit einmal mehr auf Strecke geblieben ist und eine ganze Menge an Steuergeldern noch dazu, na ja, sei´s drum.

 

Beamte der Görlitzer Polizei hatten in der Nacht zum Donnerstag vier Männer zwischen 20 und 30 aufgegriffen und Cannabisblüten bei zweien von ihnen gefunden. In den Stunden zuvor hatte eine aufwendige Verfolgung der Personen in dem Gebiet rund um das an der Neiße gelegene Wasserkraftwerk stattgefunden, an der nicht nur Beamten am Boden, sondern auch ein Polizeihubschrauber maßgeblich beteiligt gewesen war. Ist doch klar, wer Ergebnisse will, darf nicht kleckern, der muss klotzen! Die beiden Personen, bei denen das Marihuana gefunden wurde, dürfen sich auf eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelrecht freuen, alle vier haben zusätzlich gegen die aktuell geltende Corona-Schutzverordnung verstoßen.

 

Der im Artikel der Lausitz News geäußerte Verdacht, dass es sich um professionelle Schmuggler aus Polen handele, dürfte einen derart aufwendigen Polizeieinsatz für lächerliche neun Gramm (!) jedenfalls auch nicht rechtfertigen. Zumal, wer vier Leute dafür benötigt, um eine Handvoll Marihuana zu schmuggeln, und sich dann dabei dann auch noch erwischen lässt, kann so professionell nicht sein. Vielleicht ist es auch einfach so, dass den Dorfpolizisten in Zeiten der Corona-Ausgangsbeschränkungen ein wenig langweilig ist. Und wenn man gerade nur wenig Arbeit hat, dann muss man sich eben welche schaffen.

Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen in Mittelfranken ist die Polizei leider mal wieder auf eine größere Cannabis-Anlage gestoßen.

 

Angefangen hatte alles schon Mitte März, als Beamte im Zuge einer Verkehrskontrolle etwa 300 Gramm Marihuana in einem Fahrzeug fanden. Man hatte zuvor Hinweise über die beiden Insassen, einen 33-Jährigen Mann und seine 26-jährige Beifahrerin erhalten, nach denen eine Drogen-Lieferung kurz bevorstehe. Im weiteren Verlauf der Ermittlungen kam es zur Durchsuchung des gemeinsam bewohnten Anwesens in Ellingen, bei der ein weiterer Verdächtiger sowie etwa 720, offenbar hauptsächlich junge Cannabispflanzen gefunden wurden. Die nach Polizeiangaben „professionell“ betriebene Anlage befand sich im Keller des Hauses. Des Weiteren wurden noch sechs Kilo Marihuana-Blüten und 45.000 Euro Bargeld beschlagnahmt.

 

Die festgenommenen Tatbeteiligten müssen sich nun auf eine Anklage wegen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge einstellen müssen.

 

Wem die mediale Dauerbeschallung zum Thema Corona-Virus mittlerweile zum Hals raushängt, dem sei die Instagram-Seite von Lloyd Kanchan wärmstens ans Herz gelegt. Unter dem Künstlernamen „rapoleon_dynamite“ betreibt der Diorama-Künstler aus San Bernadino, USA, einen der nostalgischsten und kreativsten Cannabis-Accounts überhaupt. In seinen gewitzten Miniatur-Szenarien treffen Ikonen der Popkultur, wie zum Beispiel die „Ninja Mutant Hero Turtles“, „Rick und Morty“ und diverse Horrorfilm-Bösewichte (von Michael Myers bis zum guten alten Candyman) auf übergroße Buds und riesige Joints. Da kann es schon mal passieren, dass Ash aus dem Horrorklassiker „The Evil Dead“ und Auftragskiller Jules aus „Pulp Fiction“ nebeneinander auf der Couch chillen und die Qualität einer Cannabis-Blüte begutachten. Und auf dem Couchtisch liegt der sagenumwobene schwarze Aktenkoffer aus Quentin Tarantinos großem Kinoerfolg von 1994.

 

Diese inhaltliche Liebe zum Detail ist es, die einen Großteil der Faszination von Kanchans Bildern ausmacht, aber auch rein von handwerklicher Seite sind sie absolut sehenswert und eine wohltuende Abwechslung vom üblichen 420-Einerlei. Außerdem dürften sich die Liebhaber von Action-Spielfiguren gar nicht satt sehen können an den Plastik-Protagonisten seiner Inszenierungen. Willkommener Nebeneffekt: beim Scrollen durch Lloyds Profil kann man das ganze Corona-Chaos einfach mal für ein paar Minuten vergessen und sich an vergangene, einfachere Zeiten zurückerinnern.

 

Schwache Wurzeln sind am Ende nicht nur zu einem großen Teil mitverantwortlich, wenn die Ernte nicht wie gewünscht ausfällt, sondern stellen auch ganz klar eine Verschwendung von Dünger dar, denn bei schwachen Wurzeln kann man den Dünger auch gleich wegkippen. Pflanzen, die über kein gut entwickeltes Wurzelsystem verfügen,  haben nichts, womit sie den Dünger aufnehmen könnten. Daher sollte der Wurzelentwicklung also besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt werden. Dies gilt auch für erfolgreiche Grower, denn keine Ernte ist so gut, als dass sie nicht noch besser sein könnte. Die regelmäßige Kontrolle der Wurzeln hilft jedem Gärtner auf dem Weg zu den besten Ernten.

 

Vertrauen ist gut...

Diejenigen Grower, die Erde und ähnliche Medien verwenden, haben es bei der Kontrolle am schwersten. Während des Vegetationszyklus wird niemand eine Pflanze herausziehen, um zu erfahren wie die Wurzeln entwickelt sind. Die Verwendung eines leichteren Substrates (unter Zugabe von Perlit, Keramsit oder Rockwool) nutzt nicht nur den Pflanzen selbst, sondern auch den Growern, die den Wurzeln mehr Beachtung schenken wollen. Korrekt ausgebildete Wurzeln finden ihren Weg zum Boden des Anbaugefäßes, aus welchem sie dann herausschauen. Eine gesunde Wurzel ist schneeweiß und hat weiche, weiße Härchen. Wenn eine gelbliche, unterentwickelte oder sogar faulige Wurzel herausschaut, ist mit den Wurzeln etwas nicht in Ordnung. Man sollte auf jeden Fall die Unterschiede der Wurzelsysteme der verschiedenen Pflanzen verfolgen. Wenn aus einem Pflanzengefäß eine schöne weiße Wurzel herausschaut, aus dem anderen aber nicht, dann ist definitiv etwas nicht in Ordnung.

 

Für den Fall, dass die Wurzeln aus irgendeinem Grund nicht zum Boden des Gefäßes gelangen, bleibt nichts anderes übrig, als mit der Bewertung der Entwicklung bis zum Ende der Ernte zu warten. Es mag dem ein oder anderen sinnlos erscheinen, die Stärke und den Gesundheitszustand der Wurzeln nach der Ernte zu begutachten, aber das kann durchaus auf dem Weg zu besseren Ergebnissen bei den folgenden Ernten helfen. Wenn man feststellt, dass die Wurzeln zu schmal oder verfault sind oder die Masse der Wurzeln nicht im richtigen Verhältnis zur Pflanze steht, muss der Anbauvorgang beim nächsten Mal abgeändert werden: Zunächst sollte mehr Wert auf den Gießvorgang gelegt werden. Es kommt häufig vor, dass Anbauer bewährte Methoden für das Gießen und die Wasseranpassung benutzen und aufhören, den pH-Wert, den EC-Wert oder die Feuchtigkeit im Anzuchtmedium zu messen, da davon ausgegangen wird, dass sich bei einer gleichen Dosierung auch die gleichen Werte wie beim vorherigen Grow ergeben. Sorgfältigkeit zahlt sich beim Anbau aber sehr aus und deshalb ist es notwendig, diesen Werten die gebührende Aufmerksamkeit zu widmen. Bei einer Reihe von Growern hat sich das Gießen von unten als günstig erwiesen. Die Pflanzen fühlen die Feuchtigkeit von unten. Die Wurzeln versuchen zu ihr zu gelangen, wachsen deshalb schneller und schauen eher aus den Pflanzengefäßen heraus. Eine Bewässerung von unten nutzen zum Beispiel auch passive Bewässerungssysteme.

 

Gärtner, die Hydrokulturen verwenden, haben eine deutlich bessere Möglichkeit, die Wurzeln während der gesamten Vegetationszeit zu verfolgen. Rockwoolmatten lassen sich problemlos anheben, durch Keramsit wachsen die Wurzeln einfach hindurch und in Luft- und NFT-Systemen bietet sich der Blick auf die Wurzel direkt. Die Kontrolle der Wurzeln ist in jedem System Pflicht. Oft werden die Wurzeln aber erst beachtet, wenn eine Ursache für ein Problem gesucht wird. Wenn eine Pflanze schön aussieht, heißt das aber nicht, dass ihr Wurzelsystem keine Unterstützung braucht.

 

...Kontrolle ist besser

Super Wurzeln gewünscht? Dann muss auch schon bei den Sämlingen beziehungsweise Stecklingen begonnen werden, darauf zu achten. Die Anfangsphase des Wurzelwachstums ist sehr wichtig. Wenn schon die Steckis oder Sämlinge beschädigte, schwache oder strukturlose Wurzeln haben, bilden sie nur schwer einen schönen Wurzelballen aus. Mit schlechtem Tabak dreht sich schließlich auch keine gute Zigarette. Es muss dringend auf Eindringlinge im Anzuchtmedium geachtet werden. Jeder Parasit kann nicht wiedergut zumachende Schäden verursachen. Gefährlich sind vor allem Trauermücken, die ihre Eier in das Substrat legen. Die geschlüpften Larven greifen sofort die Wurzeln an und die Folgen können fatal sein. Es existieren aber verschiedene Mittel, um sie zu bekämpfen. Während der gesamten Vegetationszeit sollte ein qualitativ hochwertiger Wurzelstimulator gegeben werden.

 

In der Blüte reicht es, diesen bei jedem zweiten Gießen hinzuzugeben. Zwei bis drei Wochen vor der Ernte wird die Gabe dann eingestellt. Das Gießwasser sollte mit einem Gebläse belüftet werden – die Wurzeln benötigen Sauerstoff, also sollen sie diesen auch bekommen. Die Wurzeln sollten während der Vegetationszeit und nach der Ernte kontrolliert und die Wurzelsysteme von sehr erfolgreichen Pflanzen mit denen der anderen verglichen werden. Dies sollte auch hinsichtlich dem Standort der jeweiligen Pflanzen geschehen – eventuell hat das Bewässerungssystem kleine Fehler, die es zu erkennen gilt. Durch eine sorgfältige Analyse kann man durchaus erkennen, dass es an einigen Stellen des Systems den Wurzeln gut geht und an anderen nicht. Darauf folgt die Suche nach den Ursachen. Bei der nächsten Runde haben dann vielleicht schon alle Pflanzen starke Wurzeln!

 

Dieser Artikel von Grow-Experte Mr. José erschien erstmals in Highway-Ausgabe 03/17.

 

 

Vor kurzem ging das Video eines jungen Mannes aus Tennessee viral, der sich als Angeklagter vor Gericht einen Joint rauchte, um Aufmerksamkeit für eine seiner Meinung nach dringend notwendige Cannabislegalisierung zu schaffen. Der Clip ging um die Welt, vielleicht hat ihn auch der 20-Jährige gesehen, um den es nun geht. Einen Joint hat der junge Mann, der sich gerade vor dem Amtsgericht Wetter verantworten musste, zwar nicht ausgepackt, sein uneinsichtiges Verhalten vor dem Richter schlug aber in dieselbe Kerbe. Angeklagt war der junge Mann aus Herdecke für den Besitz von Sage und Schreibe einem Gramm Marihuana. Leider hatte er zuvor schon aufgrund eines Cannabisdelikts eine Geldstrafe bekommen, deshalb kam der erneute Fund trotz geringer Menge beim Jugendrichter gar nicht gut an.

 

„Wenn ich jeden Tag eine Flasche Wodka saufe, interessiert das keine Sau“, konterte der Angeklagte die Belehrungen des Gerichts und konstatierte trocken, dass er die Cannabisgesetzgebung für „schwachsinnig“ halte. Tja, dem wäre eigentlich nicht mehr viel hinzuzufügen, doch der Richter sah das naturgemäß anders (Das ist verboten!“) und verordnete drei Drogenscreenings, 50 Sozialstunden und eine sechsmonatige Betreuungsweisung.

 

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