Die deutsche Cannabispolitik ist mehr als weltfremd und so sind es praktisch von Berufs wegen auch viele deutsche Richter. Dieser Umstand kam nun am Dienstag einen 28-jährigen Mann teuer zu stehen, der vor Gericht angeklagt war, im Landkreis Aichach-Friedberg Marihuana und Haschisch verkauft zu haben.

 

Wie bei der „Augsburger Allgemeinen“ zu lesen war, gab es um die Größe seiner Einkäufe wohl keine Zweifel (dreimal 50 Gramm Marihuana, je einmal 150 und 180 Gramm Marihuana sowie zweimal 100 Gramm Haschisch). Dies wurde wohl vom Angeklagten, der angab etwa drei Joints täglich zu rauchen, auch eingeräumt.

 

Doch die Staatsanwaltschaft wollte ihm Dealerei unterstellen, während er auf Eigenbedarf plädierte. Und mal ganz im ernst: viele Leute, die ein halbwegs passables Einkommen haben, kaufen sich 50 oder 100 Gramm zum Eigenbedarf. Es geht ja auch niemand jeden Tag in den Supermarkt (okay – niemand unter 70 Jahren), um sich mit Lebensmitteln für nur einen einzigen Tag einzudecken. Ganz davon abgesehen, dass der Kurs für Marihuana und Haschisch sich schon mal um das Doppelte unterscheiden kann, abhängig davon, ob man sich nun ein oder hundert Gramm kauft.

 

Doch einen riesigen Fehler hat der Angeklagte gemacht: er wohnt in Bayern! Hier wird nicht die Realität verhandelt, sondern unerträgliche Sinnlosigkeiten. Der junge Cannabiskonsument verstaute, wie so viele, sein Gras in einer Box. Und das wurde ihm zum Verhängnis.

 

Der vorsitzende Richter Walter Hell verurteilte ihn, obwohl laut dem Bericht der „Augsburger Allgemeinen“ ansonsten keinerlei Beweise dafür vorlagen, wegen einer angeblichen Tätigkeit als Dealer und nicht etwa als vorausschauenden Cannabisraucher. Begründung: „Größere Mengen Marihuana gehören in den Kühlschrank oder in den Tiefkühlschrank, so was weiß man. Es sei denn, man verkauft es gleich wieder weiter.“ Für diese völlig abstruse Behauptung gab es dann 2 Jahre und 6 Monate Haft – ohne Bewährung.

 

Der gleiche Richter verurteilte übrigens im März einen 33-Jährigen, der einem 15-jährigen Mädchen Masturbationsvideos und Ähnliches schickte zu 16 Monaten auf Bewährung – und vergangenen Monat ließ er einen 34-Jährigen, der mit 2,3 Promille zwei Autos anfuhr und versuchte, eine komplette Polizeiwache auseinanderzunehmen, zu einer lächerlichen Geldstrafe von 3.900 Euro – und das, obwohl der Richter selbst anmerkte, dass es bei seiner Aktion durchaus Tote hätte geben können.

 

Also alles wie gehabt in Bayern: Sexuelle Kontakte mit Kindern und Leute fast totfahren – nicht so schlimm, ein bisschen Gras kaufen – Knast!

Marihuana ist Medizin – nun auch in Puerto Rico! Die Nachbarinsel der Dominikanischen Republik, die das größte US-amerikanisches Außengebiet darstellt und daher auch wohl oder übel Donald Trump als Staatsoberhaupt akzeptieren muss, hat immerhin einen etwas intelligenteren Gouverneur.

 

Denn Puerto Ricos republikanischer Gouverneur mit dem schönen Namen Ricky Rosselló ist seit Jahresbeginn im Amt und hat nun ein Gesetz unterzeichnet, dass die medizinische Verwendung von Marihuana und anderen Cannabisprodukten legalisiert. Seine Vorgänger hätten diesen Schritt vermieden, ohne jemals auf die Diskussionen und die Forderungen verschiedener Gruppen und Volksvertreter zu hören, zitiert ihn „Karibik News“. Als Wissenschaftler sehe er die vielen Vorzüge von Marihuana.

 

Zehn Prozent der Erlöse aus dem Verkauf von medizinischem Marihuana gehen an das medizinische Trauma-Zentrum Rio Piedras in San Juan.

Die Reutlinger Polizei suchte am Montagabend nach einem 15-jährigen Mädchen, dass als vermisst gemeldet wurde. Im Zuge dessen klingelte die Polizei bei einer Anlaufadresse des Mädchens, bei einer 23-jährigen Reutlingerin und ihrem gleichaltrigen Mitbewohner. In der Wohnung der beiden befand sich nicht nur tatsächlich das vermisste Mädchen, sondern es roch auch stark nach Marihuana, wie die Polizei bemerkte.

 

Und das lag wohl am Marihuana. Denn in der Wohnung befanden sich auch noch ein 17-jähriger Junge und ein 30-Jähriger Mann, wie beim „Schwäbischen Tagblatt“ zu lesen war. Letzterer warf beim Eintreffen der Polizei eine Tasche und einen Rucksack aus dem Fenster, was aber bemerkt wurde. Darin fanden sich über ein Kilogramm Marihuana, mehr als 2.000 Euro und weitere Drogen. Die anschließende Hausdurchsuchung bei dem Mann brachten weitere 100 Gramm Marihuana und eine Indoor-Zuchtanlage für Cannabis zutage.

 

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Als weiterer europäischer Staat hat sich Griechenland nun zu einer grundsätzlichen Zulassung von Marihuana als Medikament ausgesprochen, wie die englischen Zeitungen „Express“ und „Independent“ berichteten.

 

Ministerpräsident Alexis Tsipras sagte vergangene Woche, dass griechische Ärzte in Kürze dazu in der Lage sein werden, Cannabis für verschiedene medizinische Einsatzzwecke verschreiben zu können.

 

Wie das medizinische Marihuana vertrieben werden wird und ob es durch einen Anbau im Land oder durch Importe gedeckt werden wird, wurde ebenfalls noch nicht genau bekanntgegeben.

 

Auch die staatliche Einstufung von Cannabis als Droge der höchsten Gefahrenklasse soll wohl zukünftig korrigiert werden.

 

 

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Marihuana ohne Ende – da gehen einem schon einmal die Nerven durch. Wir reden nicht von übermäßigem Konsum, sondern von kiloweise Weed, das einen in höheren Größenordnungen auch schon einmal recht schnell ins Gefängnis führen kann. Wer auf beutelweise Marihuana sitzt, der ist teilweise übernervös.

 

Und genau das wurde für zwei Dealer aus Hessen nun richtig, richtig teuer, wie bei der „Frankfurter Rundschau“ zu lesen war. In dem Städtchen Maintal saßen die beiden in einer Bunkerwohnung und packten gerade Marihuana ab – 63 Kilogramm um genau zu sein. Doch dann kam auf einmal die Polizei ins Haus. Was die beiden nicht wussten: diese war auf der Suche nach anderen Bewohnern des Hauses, um sie wegen einer Verkehrssache zu befragen.

 

Während die Befragung gerade stattfand, bemerkte einer der Befragten, dass just in diesem Moment zwei Personen über das vor dem Haus stehende Baugerüst fliehen würden. Die Polizisten, die einen Wohnungseinbruch vermuteten, stiegen ihrerseits das Gerüst hoch in den dritten Stock, wo die Balkontür offenstand.

 

Die Einrichtung der Wohnung war allerdings recht karg und bestand im Wesentlichen aus einer Softair-Waffe, zweieinhalb Litern Testosteron und den bereits erwähnten 63 Kilogramm Marihuana. Die beiden Dealer konnten unerkannt fliehen. Nach ihnen fandet die Polizei nun.

Das Pfropfen ist in der Welt der Blumen und Früchte ein bekanntes und beliebtes Verfahren. Die Cannabis-Community beschäftigt sich jedoch praktisch gar nicht mit diesem Thema. Dies ist merkwürdig, wenn man bedenkt, mit welchen Hindernissen nicht-kommerzielle Züchter häufig zu kämpfen haben – so zum Beispiel mit räumlichen Einschränkungen oder aber auch einer regulierten und nur geringen Menge an Cannabispflanzen, die in manchen Ländern legal angebaut werden darf. Im Folgenden wird unser neuer Autor Light Addict aus England, der Erfinder des Fluxings, erklären, wie Cannabis gepfropft wird.

 

Unser neuer Autor Light Addict

 

Was ist eigentlich Pfropfen? Pfropfen bedeutet nichts anderes, als dass man einen Zweig von einer Pflanze nimmt (in diesem Zusammenhang – das – Pfropfreis genannt) und auf einer anderen Pflanze aufsetzt (auf den sogenannten Wurzelstock). Theoretisch bietet die Pfropftechnik so sogar die Möglichkeit, verschiedene Cannabis-Strains auf einer einzigen Mutterpflanze zu züchten. So können daheim trotz Einschränkungen hinsichtlich Platz oder einer Obergrenze erlaubter Pflanzen viele verschiedene Cannabissorten angebaut werden.

 

Die Grundausstattung für das Pfropfen von Cannabis

  • Skalpell oder Rasierklinge

  • PTFE-Band/Klempnerband (sauber, formbar und dichtet perfekt ab)

  • Durchsichtiges Klebeband, um die Pfropfung auszurichten (optional)

  • Verschließbare Plastikbeutel (für kleine Feuchtigkeits-Zelte)

  • Gartendraht (mit Plastikverkleidung)

  • Glas Wasser

 

Um mit dem Pfropfen loszulegen, sollte man eine gesunde Spenderpflanze, die das Pfropfreis stellt, wählen. Für das Gegenstück wird eine ebenfalls gesunde Pflanze als Wurzelstock benötigt – sozusagen die Pfropfunterlage. Dafür kann theoretisch sogar eine männliche Pflanze gewählt werden, wenn es denn gewünscht werden sollte. Hat man seine Wahl getroffen, sollte man an beiden Pflanzen nach Zweigen mit ähnlicher Länge und ähnlichem Umfang suchen. Dies ist wichtig, da die beiden unterschiedlichen Pflanzengewebe im Folgenden miteinander verbunden werden sollen, was dadurch erleichtert wird. Jeweils ein Zweig beider Pflanzen bilden gemeinsam ein Pfropf-Paar. Anschließend muss man sich nur noch für eine der verschiedenen Pfropftechniken entscheiden. Ich habe mit den beiden beim Pfropfen verbreitetsten Methoden experimentiert und finde, dass die Kopulieren genannte Technik, die mit einem einzelnen schrägen Schnitt an den Zweigen arbeitet, hinsichtlich Handhabung und Geschwindigkeit am besten funktioniert.

 

So wird das Pfropfen mittels Kopulation vorbereitet

 

Die andere weitverbreitete Methode des Pfropfens ist das Spaltpfropfen, bei dem der Wurzelstock V-förmig eingeschnitten wird und dementsprechend das korrespondierende Ende in V-Form angespitzt wird. Dann werden beide zusammengesteckt und verbunden. Ich benötige für diese Methode jedoch wesentlich mehr Zeit und es wird eine sehr ruhige Hand für das Ausführen der Arbeit benötigt. Zudem kann die Verbindungsstelle bei dieser Technik öfter austrocknen.

 

So sieht das Spaltpfropfen aus

 

Daher möchte ich mich in diesem Artikel ausschließlich dem Kopulieren widmen. Um dieses durchzuführen, sollte man dafür sorgen, dass beide Pflanzen – also sowohl die Spenderpflanze, der das Pfropfreis entnommen wird, als auch die Pflanze, die den Wurzelstock bereitstellt – mindestens eine Stunde vor der Aktion ordentlich gewässert wurden. Dann sollte man sein Werkzeug (siehe oben) bereitlegen. Ich persönlich bereite meine neue Rasierklinge dann vor, indem ich sie ein paar Mal durch ein bisschen übriggebliebenes Cannabispflanzenmaterial fahren lasse. So säubere ich sie weitaus besser als mit einer fremden Substanz. Auch sollte man vorbereitete, also vorgeschnittene Teile des PTFE-Bands zur Seite legen. Wenn man das Kopulieren nutzt, ist Schnelligkeit äußerst wichtig, denn je kürzer die frischen Schnittstellen der Luft ausgesetzt werden, desto besser. Für die Schnittstellen selbst nutze ich den geraden Teil des Zweigs (Internodium) zwischen zwei Knoten (Nodi).

 

Das aufzusteckende Pfropfreis wird vorbereitet, indem... Den vollständigen Artikel zur Outdoor-Spotsuche findet ihr in der druckfrischen Ausgabe unseres Magazins Highway – Das Cannabismagazin, das für schlappe 2,60 Euro an jedem gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk und Head- und Growshop erhältlich ist. Im Heft gibt es den kompletten Artikel sowie viele weitere nützliche Informationen zum Cannabisanbau.

 

 

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Na, das ist doch mal ein Schnäppchen! Wie wir Anfang des Monats berichteten, wurde aktuell die Aufzucht von 2,5 Tonnen Marihuana vor Gericht verhandelt, die in Sundern (NRW) und Umgebung in den Jahren 2003 bis 2007 angebaut wurden. Einer der Beteiligten, ein 46-jähriger Familienvater aus Kroatien wurde nun zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt – die Staatsanwaltschaft hatte fünfeinhalb Jahre Haft gefordert. Dafür, dass ihm eine tragende Rolle zugestanden wurde und die Menge für deutsche Verhältnisse enorm war, kann der 46-Jährige damit durchaus zufrieden sein.

 

Unzufrieden wird er allerdings weiterhin mit der Art und Weise sein, wie die Polizei ihm und seinen elf Mitbeschuldigten auf die Schliche kam: Schuld war höhere Gewalt – eine Überschwemmung, durch die eine 3.500 Quadratmeter große Lagerhalle, die den Herrschaften zur Aufzucht des Marihuanas diente, versehentlich aufflog, als sich die Feuerwehr Zutritt verschaffte.

Medizinisches Marihuana ist aus diesem noch neuen Jahrtausend nicht mehr wegzudenken. Nachdem sich dieses und vergangenes Jahr auch Deutschlands Politik verschärft mit dem Thema Cannabis als Medizin beschäftigt hat, stand gestern auch eine Abstimmung über die Zulassung von medizinischem Marihuana in Polens Unterhaus an.

 

Das Ergebnis ist als erfreulich einzustufen: Mit breiter Mehrheit stimmten am Donnerstag 440 polnische Abgeordnete für die Teillegalisierung von Marihuana als Medikament, wie unter anderem die „Tiroler Tageszeitung“ berichtete.

 

Dagegen stimmten allein zwei Abgeordnete, zudem gab es eine Enthaltung. Vorgesehen ist, dass Cannabisprodukte von Kranken genutzt werden dürfen, wenn ein Arzt diese verschrieben hat. Der Bedarf wird aus importiertem Marihuana gedeckt werden – der ursprüngliche Plan, auch in Polen Cannabisanbau zuzulassen, wurde abgelehnt. Bevor das neue Gesetz in Kraft treten kann, muss es noch den Senat durchlaufen und vom Präsidenten unterzeichnet werden.

Vergangene Woche wurde ein 36-jähriger Autofahrer im österreichischen St. Martin im Mühlkreis angehalten und von der Polizei kontrolliert, da er während der Fahrt Bier trank. Ein Drogentest auf der Polizeiwache schlug dann auch neben dem Alkohol-Wert von 0,6 Promille positiv auf Cannabis und Kokain an. Wie „ORF“ berichtete, kam daraufhin der Polizeiarzt, der eine Fahruntauglichkeit feststellte, sodass der Führerschein des 36-Jährigen direkt eingezogen wurde.

 

Ganz unmenschlich ist man bei der Polizei ja aber auch nicht und daher wurde der Mann wieder in den Streifenwagen gesetzt, um ihn zurück zu seinem Wohnsitz zu bringen. Als sich die Polizisten allerdings mit dem 36-Jährigen wieder in den Streifenwagen setzten, kam ihnen starker Marihuanageruch entgegen. Denn sein Marihuana hatte der junge Mann bereits auf dem Hinweg zur Polizeiwache unter dem Rücksitz versteckt. Nach ein, zwei Stündchen im Auto war der Geruch jedoch nicht mehr zu leugnen.

 

Und so ging die Reise dann weiter: Die Polizei wollte daraufhin einmal bei dem Mann daheim nachschauen – und warum auch immer, gestattete dieser die Untersuchung. Dabei wurde noch ein wenig Marihuana, fünf Cannabispflanzen und ein paar Paraphernalien aufgefunden.

Ein Gericht in Puerto del Rosario auf Fuerteventura (Spanien) hat ein wegweisendes Urteil gesprochen: nach Razzien hatte die Staatsanwaltschaft Anklage gegen zwei Personen erhoben, die mit 12 beziehungsweise 9,7 Kilogramm Marihuana erwischt worden waren. Gefordert wurden jeweils bis zu vier Jahre Haft für die Beschuldigten.

 

Die Anwälte der beiden argumentierten jedoch mit Eigenbedarf – das Marihuana sei für die Bekämpfung chronischer Schmerzen gedacht gewesen. Um dies zu untermauern, wurden diverse ärztliche Gutachten vorgelegt, wie „Atlantis FM“ berichtete.

 

Und siehe da: Das Gericht sprach beide Angeklagten frei. Damit stellen 12 Kilogramm Marihuana nun die höchste jemals als Eigenbedarf akzeptierte Menge in Spanien dar.