Kiffen ist Mainstream. Genau wie Fußball. Dass beides zusammen natürlich auch funktioniert, versuchte erste kürzlich Bayern-Star David Alaba zu beweisen, wie wir berichteten. Doch die Fans seiner Mannschaft FC Bayern München zeigten nun am Freitag wie man es richtig macht (bzw. auch nicht):

 

Die Mannschaft aus München musste im Freitagabendspiel bei Bayer Leverkusen antreten. Im Bus von 55 Bayern-Ultras der Gruppierung „Schickeria“ roch es jedoch verdächtig nach Gras, als die Polizei mit einem Drogenspürhund am Parkplatz der BayArena herumschlich. Der Hund schlug an und so wurde der Bus durchsucht – 300 Gramm Marihuana und einige Gramm Amphetamin wurden dabei zutage gebracht. Nach dem Spiel kamen alle 55 Insassen des Busses zunächst in Gewahrsam, um ihre Personalien festzustellen.

 

Warum die Polizei in ersten Meldungen behauptete, es wären 1,5 Kilogramm Marihuana gefunden worden, und wie dann daraus anschließend bloß 300 Gramm wurden, bleibt wohl das Geheimnis der Polizei...

 

Auch im gegnerischen Lager wurde übrigens auf Kifferjagd gegangen: Bei einem Leverkusen-Fan wurde vor einer Fan-Kneipe Drogenbesitz festgestellt, was zur Hausdurchsuchung führte. Dabei wurden über zwei Kilo Weed aufgefunden.

Marihuana sorgt ja doch immer wieder für teils merkwürdige Meldungen: gestern erreichte die deutschsprachigen Medien eine Geschichte aus Tschechien, die sich dort an Weihnachten zugetragen hat. Die Großmutter einer Familie, die Marihuana zu medizinischen Zwecken konsumiert, richtete das Weihnachtsmal an – Entenbraten.

 

Doch leider sorgt Marihuana in der Regel nicht dafür, dass auch die Augen besser werden. Und so verwechselte die gute Dame Majoran und Marihuana und setzte ihren Lieben eine ziemlich psychoaktive Ente vor. Besonders blöd dabei, dass auch zwei Kinder im Alter von drei und sechs Jahren mit am Tisch saßen.

 

Nach dem Essen klagten alle Anwesenden (außer der Oma) über Übelkeit, Schwindel, Erbrechen, Kopfschmerzen und „Halluzinationen“ – nicht nur ein Krankenwagen musste anrücken, auch ein Expertenteam kam, um sich auf die Suche nach einem Gasleck zu machen, das die Symptome eventuell hätte auslösen können. Schlussendlich stand aber doch recht schnell fest, dass die Ente für den Schreck sorgte. Die tschechische Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren gegen die Großmutter ein.

An irgendeinen verrauchten Abend auf dem Sofa hat vermutlich jeder schon einmal den Entschluss gesfasst: irgendwann, irgendwie mache ich einen Coffeeshop auf! Doch wie ist es, wenn man tatsächlich Chef eines niederländischen Coffeeshops ist? Wir haben einen Shop-Besitzer aufgetrieben, der uns Rede und Antwort stand und aus seinem Leben berichtet.

 

Im Folgenden präsentieren wir einen Auszug aus der Titelstory von Highway – Das Cannabismagazin 01/2018 – die komplette Story lest ihr in unserem Printmagazin, das gerade frisch erschienen ist und ab sofort in allen gut sortierten Kiosken, Bahnhofsbuchhandlungen und Head- und Growshops in Deutschland, Österreich und der Schweiz für schlappe 2,60 Euro (2,99 Euro, 4,20 SFr) erworben werden kann.

 

Aus dem Alltag eines Coffeshop-Chefs: Zwischen guten Geschäften und der Sorge vor dem Aus (Teaser aus dem neuen Heft)

Welcher leidenschaftliche Cannabiskonsument hat nicht schon einmal (oder mehrfach) davon geträumt, einen Coffeeshop aufzumachen und so das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden? Legal ist dies in den Niederlanden möglich und so führte uns unsere Reportage nach Südholland, denn wir wollten uns gerne einmal mit einem Coffeshop-Besitzer über seinen Beruf unterhalten und herausfinden, ob dies wirklich ein solch erstrebenswertes Berufsbild ist, wie man im ersten Moment vielleicht vermutet. Unser Autor Dr. Dope hat sich für Highway auf den Weg gemacht und das Interview geführt.

 

[...]

 

Wie löst ihr denn überhaupt das Problem der Lagerung und des ständigen Zuflusses?“, möchte ich wissen. „Ich kann da nur generell und nicht für mich antworten. Die niederländischen Logistik-Fähigkeiten sind beachtlich. Es gibt Fälle, in denen alles in einem Auto in einer Garage gebunkert wird. Das ist sozusagen ein bewegbarer Stash. In manchen Städten nimmt die Polizei die Problematik mit den 500 Gramm, die jeder Coffeeshop ,legal‘ besitzen darf, nicht so genau. In anderen hingegen wieder sehr. Manchmal drücken sie auch alle Augen zu, obwohl sie genau wissen, dass ein Coffeeshop-Besitzer einen Großteil der Ware über seinem Shop bunkert. Und dann gibt es da noch die geniale Lösung einer Art Terminwarengeschäft. Ich kaufe eine Ernte beziehungsweise Lieferung, aber sie bleibt in den Händen der Zulieferer, bis ich sie benötige. Damit bleibe ich legal und auf der sicheren Seite. Das ist etwas teurer und erfordert gegenseitiges Vertrauen. Manchmal lassen niederländische Richter Coffeeshop-Besitzer mit einer geringfügigen Strafe davon kommen, wenn sie mit 50 oder 100 Kilogramm erwischt werden. Es kann aber auch sein, dass man dafür ein paar Jahre in den Knast einfährt.“

 

Anschließend führt er noch einmal aus, was das Einmaleins im Coffeeshop-Business ist: Vertrauen, Respekt und keine Gier. Das gelte auch für die Angestellten seines Shops. Mohammed bezahlt ihnen mehr als nötig, damit er eine vertrauensvolle Basis mit ihnen herstellen kann. Dennoch gibt es hin und wieder Probleme mit dem Personal und dieses wechselt auch recht häufig. Zum Glück für ihn gibt es in seiner Stadt relativ wenige Coffeeshops, sodass die Konkurrenz untereinander recht gering ist und niemand dem anderen Steine in den Weg legt. Auf meine Frage hin, wen er mehr fürchte, die Polizei oder Kriminelle, schüttelt er den Kopf. „Weder noch. Was mir Sorgen und Angst bereitet, sind die oberen Offiziellen – Politiker, Staatsanwälte, Richter, hohe Polizeibeamte. Die können von einem Tag auf den anderen die Entscheidung treffen, jeden beliebigen Coffeeshop zu schließen, wenn sie wollen. Da reicht als Begründung aus, dass mein Gehweg schmutzig sei. Also gilt für mich die überlebenswichtige Devise: Ich muss zu allen Seiten freundlich und politisch äußerst korrekt sein.“ – „Bestechung?“, möchte ich wissen. Mohammed winkt ab: „Keine Chance. Das gibt es hier nicht. Ich weiß nicht, ob es so etwas bei den Zollbehörden gibt. Vielleicht, aber dann im ganz großen Stil. Eventuell gibt es auf den ganz oberen Ebenen so etwas wie ,Old-Boys-Netzwerke‘. Die kennen sich vom Studium von den Elite-Universitäten. Und die sind einander schon mal einen Gefallen schuldig. Sowas könnte hier laufen. Aber in solche Kreise kommt man gar nicht rein. Und dazu sind die Niederlande so klein und überschaubar, dass wirklich beinahe jeder alles von jedem anderen weiß. Das ist der Nachteil von solch einem kleinen und flachen Land mit wenigen Einwohnern (lacht). Jemand wie ich sollte nicht einmal im Traum daran denken. Was viel mehr hilft als jegliche Bestechung, ist quasi ein Diplom in Public Relations. Ich bemühe mich, hohe diplomatische Qualitäten an den Tag zu legen und bisher hat das immer gut funktioniert.“

 

Auch wenn Mohammed sich weitaus größere Sorgen über Funktionäre als Kriminelle macht, berichtet er dennoch von einer Geschichte, die er erlebt hat und auf die er sicher auch gerne verzichtet hätte. Denn diese Schilderung hört sich so gar nicht nach Traumberuf oder Berufung an. Aber sie ist bittere Realität. Und zwar nicht in den Vereinigten Staaten von Amerika, wo so etwas zum Alltag gehören soll, sondern mitten in Europa, ja sogar in einem der reichsten Länder Europas, den Niederlanden: „Sie kamen am frühen Abend. Ich war mit meiner Freundin allein zu Hause. Es ist nicht selbstverständlich, dass man schon mit Ende zwanzig ein eigenes Haus besitzt, aber es ist auch nichts Ungewöhnliches. Normalerweise mache ich kein Geheimnis aus meinem Beruf. Es gibt keinen Grund, sich dafür zu schämen. Aber ich annonciere auch nicht, wo ich wohne. Für Leute, die rauskriegen wollen, wo ich wohne, dürfte das aber dennoch kein Problem sein. Kriminelle Elemente haben ja genug Zeit und Energie, um so etwas herauszufinden. Als wir es uns vor dem Fernseher gemütlich gemacht haben, hat es an der Haustüre geklingelt. Da wir noch Besuch erwartet haben, hat meine Freundin geöffnet, ohne durch den Spion zu sehen. Und da standen dann vier Typen, furchteinflößende Schränke in schwarzen Anzügen und mit Sturmhauben an. Sie drängten meine Freundin ins Wohnzimmer und als ich ihr zur Hilfe eilen wollte, schlugen sie mich mit Brecheisen und Baseballknüppeln zusammen. Beinahe bewusstlos musste ich mit anschauen, wie die Kriminellen meine Freundin auf einem Stuhl brutal fesselten. Immer wieder habe ich versucht mich zu wehren, aber es waren zu viele und sie hatten Schlagwerkzeuge. „Wo hast du das Zeug gebunkert?“, wollte der Anführer wissen. Kein ausländischer Akzent. Perfektes Niederländisch. Ich antwortete wahrheitsgemäß, dass ich weder Gras noch Hasch im Hause hatte. Das glaubten sie mir aber nicht. So hagelte es immer wieder Schläge. Ich blutete an verschiedenen Stellen und drohte immer wieder ohnmächtig zu werden. Den Typen gelang es aber, mich bei Bewusstsein zu halten. Zwei gingen systematisch vor und durchsuchten unser Haus, während zwei uns martialisch bewachten. Das schlimmste war, dass ich meiner Freundin nicht zu Hilfe eilen konnte. Nach einer gefühlten Ewigkeit kamen die Typen zurück und schüttelten den Kopf. Kein gutes Zeichen. Aber was sollte ich machen? Selbst wenn ich gewollt hätte, hätte ich ihnen nichts anbieten können. Dann gingen die Schläge wieder los. Einer zückte ein Messer und drohte, mir zuerst mein Gesicht zu zerschneiden und sich dann zum Hals vorzuarbeiten. Aber das zog nicht. Als sie erkannten, dass sie mich umbringen mussten, versuchten sie es mit einer anderen Strategie. Sie drohten jetzt, meine Freundin zu vergewaltigen. Plötzlich stand ich Todesängste aus. Solange nur das eigene Leben betroffen ist, kann man das aushalten. Wenn es aber um das Leben eines geliebten Menschen geht, ist das eine andere Sache. Ich habe keinerlei Zweifel, dass sie ihre Drohung wahrgemacht hätten. Und dann passierte das Wunder, das uns rettete. Die Türklingel ertönte. Unser erwarteter Besuch war da. Und da es ein wichtiger Termin war, ließ er sich nicht abwimmeln und klingelte Sturm, da er wusste, dass wir zu Hause sein mussten. Das entmutigte dieses kriminelle Pack. Sie bekamen es mit der Angst zu tun. Und dann flüchteten sie durch die Balkontür zum Garten hinaus. Ich bin überzeugt, dass sie mich umgebracht hätten, wenn sie nicht gestört worden wären. Das waren wirklich die furchtbarsten Minuten in meinem Leben.“ Mein Gegenüber atmet tief durch und nimmt genussvoll einen Schluck Kaffee. Dennoch ist zu klar zu erkennen, wie sehr in diese Geschichte immer noch mitnimmt.

 

[…]

 

Das war ein kleiner Teil unserer umfangreichen Titelstory. Den Anfang und das Ende könnt ihr in unserem Printmagazin Highway – Das Cannabismagazin 01/2018 durchlesen, das gerade frisch erschienen ist und ab sofort in allen gut sortierten Kiosken, Bahnhofsbuchhandlungen und Head- und Growshops in Deutschland, Österreich und der Schweiz für schlappe 2,60 Euro (2,99 Euro, 4,20 SFr) erworben werden kann:

 

 

 

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Für Cannabis-Freunde, -Konsumenten und -Patienten ist der momentan in der Schweiz herrschende CBD-Gras-Hype natürlich eine tolle Sache. Mittlerweile gibt es den legalen Industriehanf (so wird er in Polizeikreisen bezeichnet) an jeder Straßenecke legal zu kaufen, am Züricher Hauptbahnhof wird einfach mal der mit 15 Metern größte Space-Cake (natürlich auch aus CBD-Weed) der Welt verköstigt und im Wohnzimmer hängt zur Weihnachtszeit der Marihuana-Adventskalender.

 


Ein Problem mit diesem Trend hat bisher vor allem die Strafverfolgung. Denn natürlich lassen sich CBD-Blüten rein äußerlich nicht von den THC-haltigen unterscheiden. Das bisherige Prozedere bestand darin, gefundenes Marihuana in jedem Fall erst einmal einzukassieren und anschließend einer aufwendigen und dementsprechend teuren Laboruntersuchung zu unterziehen. Handelte es sich tatsächlich nur um CBD-Gras, mussten die Kosten für den Test vom Steuerzahler übernommen werden.

 


Doch nun werden die Beamten des Kantons Zürich erstmals mit Schnelltests für die Hosentasche ausgerüstet. Gleich vor Ort können die Beamten dann mit dem handlichen Test-Kit feststellen, ob Marihuana größere Mengen an THC enthält oder nicht. Und das geht ganz einfach: Einfach etwas Blüten- oder Blattmaterial (kleinste Mengen reichen schon aus) in den Plastikbeutel geben und ihn mit den Fingern zerdrücken. In dem Beutel finden sich zwei kleine Ampullen mit Chemikalien, die bei Druck aufplatzen und ihren Inhalt freigeben, der sich mit dem Marihuana vermischt. Anhand der folgenden Verfärbung (rosa: CBD, blau: THC), kann man leicht sagen, um welche Art Weed es sich handelt. Nur in absoluten Grenzfällen muss nun noch eine Untersuchung im Labor durchgeführt werden.

Ein weiteres Land hat sich für den Einsatz von medizinischem Cannabis entschieden – dieses Mal ein Nachbar Deutschlands: Das Parlament in Kopenhagen hat am Freitag einstimmig beschlossen, für vier Jahre den Einsatz von Cannabis als Medikament zu erproben. Der Einsatz ist für Schmerzpatienten, Teilnehmer von Chemotherapien sowie für unter Multipler Sklerose und Rückenmarksschäden leidende Patienten angedacht.

 

Der dänischen Zeitung „Jyllands-Posten“ zufolge dürfen Ärzte aber auch Marihuana bei anderen Krankheiten verschreiben, wenn sie es angebracht halten. „Mit dem Versuch helfen wir einer Reihe sehr kranker Menschen zu einem besseren Leben“, sagte Dänemarks Gesundheitsministerin Ellen Trane Nørby.

Medizinisches Marihuana in Südamerika: Paraguay ist nun neben Argentinien, Chile, Kolumbien, Peru und Uruguay der sechste südamerikanische Staat, der medizinisches Cannabis in der ein oder anderen Form legalisiert.

 

Dieses Jahr wurde in Paraguay bereits der Import von Cannabisöl für medizinische Zwecke genehmigt, nun wurde ein Gesetz verabschiedet, dass die Einfuhr von Cannabissamen und die Herstellung von Marihuana für medizinische Zwecke erlaubt.

Dass Stars sich für eine vermeintlich gute Sache einspannen lassen, ist keine Seltenheit. Die Idee dahinter ist natürlich, dass die Idole ihren Vorbildcharakter nutzen, um insbesondere leicht beeinflussbare Teenager auf den richtigen Weg zu führen: Gemüse essen, verantwortungsbewusst trinken, keine Drogen nehmen etc

 

Auch die Helden der in der 80er-Jahren sehr populären Actionserie Knight Rider, Michael Knight (David Hasselhoff) und sein sprechendes Auto KITT, ließen es sich nicht nehmen, auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs ein derartiges Belehrungsvideo zu veröffentlichen. Nun ist aber so, dass die Serie inzwischen nicht nur leicht angestaubt ist, sondern längst die Grenze zum kultigen Trash überschritten hat. Dementsprechend trashig wirkt auch das Aufklärungsvideo aus heutiger Sicht, in dem David Hasselhoff mit seiner Karre diskutiert, wie man die Kids am besten vom Kiffen abhalten könnte. Während die künstliche Intelligenz KITT naturgemäß einen statistischen Ansatz vorschlägt, stellt sein Herrchen mit entschlossener Miene am Ende des Clips ganz einfach klar: „Illegal drugs are bad news, dont mess with them!“

 

Ein paar Jahrzehnte später erschien Hasselhoff (diesmal spielte er sich selbst) übrigens ein weiteres Mal in einem abschreckenden Anti-Drogen-Clip. Diesmal jedoch ging es um Alkoholkonsum und das Video hat tatsächlich einen höchst verstörenden Inhalt: Hasselhoffs Teenager-Tochter filmte ihren alkoholkranken Vater dabei, wir er sturzbetrunken versucht, einen fetten Burger in sich reinzustopfen. Im Gegensatz zu dem unfreiwillig komischen Marihuana-Video handelt es sich aber hier wirklich um echtes Albtraum-Material!

Wie der „Bayrische Rundfunk“ und andere Medien berichteten, wurde am Münchner Flughafen ein 65-jähriger Mann aus Australien erwischt, der unter anderem 15 Kilogramm Marihuana in seinem Gepäck hatte. Aus Barcelona kommend war der Mann auf Weiterreise nach Tallinn, der estnischen Hauptstadt. Das Marihuana war mit mehreren Folien und einem in Kaffee getränkten Handtuch umwickelt. Dies hielt den anwesenden Drogenspürhund allerdings nicht davon ab, den wahren Inhalt zu erspüren.

 

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Legal, illegal, scheißegal – Weihnachten! So ungefähr muss der Gedanke beim kanadischen Versandhändler Coast to Coast Medicinals ausgesehen haben – denn obwohl Marihuana in Kanada noch für mindestens einige Monate illegal bleibt (bevor es dann im Laufe des Jahres 2018 flächendeckend legalisiert wird), wurde auf der Website des Unternehmens ein Adventskalender mit Weed hinter den Türchen angeboten.

 

Insgesamt 26 Gramm Marihuana stecken in dem Weihnachtskalender. Lorilee Fedler von Coast to Coast Medicinals sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass sie mit der Auslieferung kaum hinterhergekommen seien – sie hätten mit 20 bis 30 Bestellungen des knapp 150 Euro teuren Adventskalenders gerechnet, tatsächlich gab es allerdings über 3.000 Bestellungen, von denen einige nicht mehr rechtzeitig beliefert werden konnten.

 

Und die kanadische Polizei? Die weiß davon. Und ihr ist es egal. Legal, illegal, scheißegal – Weihnachten!

 

 

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Der Kampf hat sich gelohnt: vor wenigen Tagen wurde durch die Unterschrift des Präsidenten Pedro Pablo Kuczynski in Peru die medizinische Legalisierung von Cannabisprodukten im Gesetz verankert. „Wir brechen hier mit einigen Mythen“, sagte er hinsichtlich dem in manchen Kreisen immer noch verbreiteten Ruf von Marihuana als gefährlicher Droge – und weiter: „Peru macht mehrere Schritte auf einmal in Richtung Modernität.“ Der Peruanische Kongress hat nun bis Mitte Januar Zeit, um die neuen Regelungen auszuarbeiten.

 

Besonders gratulierte Präsident Kuczynski den Kongressmitgliedern, die hart für das neue Gesetz gekämpft hatten. Auch waren bei der Unterzeichnung des Gesetzes einige Mitglieder der Eltern-Initiative Buscando Esperanza (zu deutsch: „Auf der Suche nach Hoffnung“) zugegen, die ebenfalls mitverantwortlich für die medizinische Legalisierung sind: wie wir auf unserer Website berichteten, schlossen sich 80 Eltern in Peru zusammen, um Cannabis anzubauen und damit ihre Kinder, die unter Epilepsie und anderen Krankheiten leiden, zu versorgen. Da dies aber bis zum neuen Gesetz noch illegal war, kam es im Februar zu einem Polizei-Zugriff, bei dem die Cannabis-Aufzucht der Elterninitiative auseinandergenommen wurde. Präsident Kuczynski kündigte unmittelbar nach dieser Aktion die neuen Gesetze an, die nun umgesetzt wurden. Dennoch sehen sich drei Mitglieder der Initiative nach der alten Gesetzgebung noch möglichen Gefängnisstrafen gegenüber.