Wird das Weiße Haus unter Donald Trump zum Angriff auf die in von verschiedenen Bundesstaaten legalisierte Cannabis-Industrie blasen? Trumps Sprecher Sean Spicer kündigte genau das Donnerstagabend an.

 

Viele Amerikaner dachten, Trump hätte bei dem ganzen rassistischen Verhalten, Lügen und Grabschen gar keine Zeit sich um Kleinigkeiten wie Gras wieder zu verbieten zu kümmern.

 

Aber das ist offenbar falsch: Auf einer Pressekonferenz am Donnerstag sprach sein Presse-Sprecher Sean Spicer schockierende Worte für die amerikanische Cannabisindustrie. Zwar im üblichen Trump-Duktus, also drohend, lügend und reichlich unkonkret, sodass noch Platz für Hoffnungen bleibt, aber dennoch sind dies äußerst schlechte Nachrichten.

 

Lange Zeit war unklar, welche Position Donald Trump als Präsident zu Cannabis einnehmen wird. Zwar ließ sein sonstiges Verhalten und die Wahl seiner Berater und Untergebenen nichts Gutes erwarten, allerdings war Trump schon einmal positiv bezüglich medizinischem Marihuana zitiert worden und Anfang der 1990er-Jahre hatte er sogar öffentlich die Legalisierung sämtlicher Drogen gefordert.

 

Zudem sorgt legales Marihuana für hohe Steuereinnahmen und erschafft neue Arbeitsplätze, während es praktisch keinerlei Probleme verursacht. Eigentlich alles Dinge, die jemandem wie Trump gefallen sollten.

 

Aber von wegen. Trumps Sprecher Sean Spicer kündigte nun an, dass mit umfassenden Razzien gegen die Freizeit-Cannabis-Industrie gerechnet werden müsse. „Recreational marijuana“ sei im Gegensatz zu medizinischem Marihuana vom Weißen Haus unerwünscht und man könne von Maßnahmen durch die Drogenbehörde DEA und das Justizministerium der USA ausgehen, auch wenn die letzte Entscheidung dort gefällt werden soll.

 

Der neue Justizminister Jeff Sessions, der seit dem 9. Februar im Amt ist, ist allerdings ein Wunschkandidat Trumps, der in letzter Zeit mit unangenehmen Äußerungen aufgefallen ist, so etwa: „Gute Menschen rauchen kein Marihuana.“ oder aber „Wir brauchen in Washington endlich Erwachsene, die sagen: Marihuana ist nichts, was legalisiert werden sollte, sondern ist in Wirklichkeit etwas sehr Gefährliches.“ Traurige Berühmtheit erlangte Jeff Sessions mit dieser Aussage: „Ich dachte der Ku-Klux-Klan wäre okay, bis ich herausgefunden habe, dass sie Marihuana rauchen.“

 

Der Hintergrund ist, dass auch wenn Cannabis – teilweise bereits seit 2014 – in acht der fünfzig amerikanischen Bundesstaaten sowie in der Bundeshauptstadt Washington, D.C. vollständig legalisiert wurde, dies auf Bundesebene nicht geschehen ist. Und die Bundesebene der Vereinigten Staaten von Amerika sticht in diesem Fall sozusagen die Entscheidungen der einzelnen Staaten. Theoretisch könnte (und konnte auch in der Vergangenheit) die Bundesdrogenbehörde DEA jederzeit in alle Unternehmen, die in direktem Zusammenhang mit der Produktion und dem Verkauf von Marihuana stehen, einfallen, alles konfiszieren und zerstören und damit das Experiment von legalem Cannabis in den USA um viele, viele Schritte zurückwerfen.

 

Dies wäre im Bereich des medizinischen Marihuanas nicht so ohne Weiteres möglich, allerdings trennte Spicer hier auch scharf und machte deutlich, dass seine Drohungen nicht das Thema medizinisches Marihuana betreffen würden. Das macht seine Aussagen aber kaum besser.

 

Im Gegenteil – es kam sogar noch schlimmer. Allen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Trotz behauptete er, dass Marihuana schuld an der derzeitigen landesweiten Heroin-Epidemie sei. Nicht die Industrie-finanzierte Ärzteschaft, die viel zu viele Opiate verschreibt, wird dafür verantwortlich gemacht, sondern Marihuana sei verantwortlich dafür, dass die Menschen ihre Schmerzmittel überdosierten und in die Heroin-Sucht rutschten. Solche Aussagen im 21. Jahrhundert sind wirklich zum Verzweifeln.

 

Eigentlich wäre unsere heutige Meldung auch gewesen, dass die Cannabis-Industrie in den Vereinigten Staaten neuesten Berechnungen zufolge in den nächsten drei Jahren 300.000 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen wird. Aber Donald Trump, der ankündigte zuhauf neue Arbeitsplätze zu schaffen, scheint diese lieber serienweise zerstören zu wollen.

 

Es bleibt zu hoffen, dass dies ein leeres Versprechen bleibt, auch wenn die Zeichen schlecht zu stehen scheinen. Die Marihuana-Industrie ist der mit Abstand am schnellsten wachsende Industriezweig der USA und produziert Millionen über Abermillionen an Steuereinnahmen. Auch gibt es Millionen von Cannabisrauchern, die sich dies mit Sicherheit nicht bieten lassen möchten. Und einige aus der Cannabis-Industrie würden mit Sicherheit vor die Gerichte ziehen, was zusammen mit zu erwartenden Protesten für einige längere Medienaufmerksamkeit sorgen könnte.

 

Umfragen zufolge sind 71 Prozent der Amerikaner für eine vollständige Legalisierung von Marihuana. Dies bedeutet, dass auch mindestens 40 Prozent der Trump-Wähler für eine Cannabislegalisierung sind. Und da die Zustimmungswerte des Präsidenten zuletzt bei mageren 41 Prozent standen, bleibt die Hoffnung, dass er diese durch solch wahnsinnigen Schritte nicht noch weiter senken lassen möchte.

 

Quellen:

Hightimes.com – White House Warns: Fed Crackdown on Recreational Marijuana Coming

Merryjane.com – Trump Administration Signals a Crackdown on Recreational Marijuana

Marijuana.com – Sean Spicer: Expect Greater Enforcement on Recreational Marijuana

So, jetzt sind die wahren Experten unter euch gefragt! Wer hat das magische Auge und kann sagen, wie viel Gramm Weed (auf eine Nachkommastelle) hier auf der Waage liegen? Auf unserer Facebook-Seite könnt ihr euren Tipp in die Kommentare schreiben. Außerdem findet ihr dort ein weiteres Foto aus einer anderen Perspektive. Die Lösung wird um 16.20 Uhr als Bild in die Facebook-Kommentare gepostet. Die ersten fünf richtigen Antworten gewinnen die aktuelle Highway-Ausgabe. Viel Spaß beim Mitraten!

 

Ab zur Highway-Facebook-Seite und mitraten!

 

 

 

 

Ab zur Highway-Facebook-Seite und mitraten!

Die Highway-Redaktion wurde eingeladen, sich schon einmal im Vorfeld die neue Kiffer-Komödie Lommbock anzuschauen, die ab dem 23. März in den Kinos läuft. Da haben wir uns natürlich nicht zweimal bitten lassen und sind direkt nach Hamburg gefahren, um uns Lommbock, den Nachfolger der legendären Kiffer-Komödie Lammbock, mit Moritz Bleibtreu und Lucas Gregorowicz reinzuziehen.

 

Doch das war nicht alles, was wir uns reingezogen haben: Denn nach dem Film haben wir uns mit Moritz Bleibtreu und Lucas Gregorowicz getroffen in einem Hamburger Hotel getroffen. Unmittelbar nachdem wir von Lucas und Moritz freundlich begrüßt wurden, verschwindet Moritz Bleibtreu kurz im Nebenraum und kehrt mit einem Stück schwarzen Haschisch wieder – „endlich einmal fachkundige Interviewer“, freut er sich und beginnt einen Hasch-Joint zu drehen.

 

Da aber große Teile der Highway-Redaktion nur pur rauchen, beschließen wir, einen Joint aus den Highway-Reserven zu drehen, damit auch jeder daran ziehen kann. Rein zufällig haben wir Gras der Marke „genmanipulierte Haze-Scheiße“ am Start – eine Formulierung, wie sie im neuen Film Lommbock des Öfteren vorkommt. Denn Kai (Moritz Bleibtreu) und Stefans Vater (gespielt von Elmar Wepper) beschweren sich in der neuen deutschen Kifferkomödie des Jahres 2017 mehrfach über die „genmanipulierte Haze-Scheiße“ und reminiszieren über Cannabissorten vergangener Tage, die nur einen geringeren THC-Anteil aufwiesen.

 

Sollten wir uns eigentlich wundern, dass einer der größten deutschen Schauspieler einen Joint mit uns raucht? Nein, sollten wir nicht, wir gehen eigentlich davon aus, dass das Kiffen unter Filmstars mindestens so stark verbreitet ist wie in der restlichen Bevölkerung und machen uns daher direkt daran, mit unserem Interview loszulegen.

 

Highway: Jungs, ihr verkörpert in Lommbock zwei „klassische“ Cannabiskonsumenten. Was macht für euch denn einen Kiffer aus?

 

Lucas Gregorowicz: Der muss auf jeden Fall kiffen.

 

Moritz Bleibtreu: Lucas hat so einen Lauf, du ahnst nicht, was er eben rausgehauen hat...

 

Highway: Das stimmt natürlich, aber seht ihr auch noch andere Konstanten? Uns ist vor allem aufgefallen, dass der „Klischee-Kiffer“ in beiden Filmen angesprochen wird – und nicht all zu gut dabei wegkommt.

 

Moritz Bleibtreu: Also, ich persönlich war noch nie ein Freund des Klischee-Kiffer-Bildes. Das Bild an sich kommt bestimmt auch dadurch zustande, dass das Kiffen eben durch die Art und Weise, wie es wirkt, eher eine introvertierte Droge ist – eine Droge, die eher nachdenklich macht, manche Leute auch paranoid oder wer weiß, was alles. Es ist keine Droge, die zu Selbstüberschätzung führt oder die dich hemmungslos macht oder dir ein falsches Selbstwertgefühl vermittelt, so wie beispielsweise Alkohol. Und ich glaube, das ist auch der große Unterschied zwischen Cannabis und eigentlich allen anderen Drogen: es ist eine Droge, die dich mehr zu dir selbst führt und dir nichts vorspielt. Und deswegen ist Cannabis im Gesamtkontext nicht besonders beliebt in der profitorientierten Gesellschaft. Sicher auch, weil es eine Droge ist, die eher dazu führt, dass man auf der Couch sitzen bleibt und Fünfe gerade sein lässt.

 

Lucas Gregorowicz: Cannabis macht halt meist nicht gerade effizient.

 

Moritz Bleibtreu: Genau! Anstatt dass du wie auf Kokain oder Crystal Meth vier Tage durchballerst und arbeitest und ein produktives Mitglied dieser Gesellschaft bist. Ich glaube, es hat auch viel damit zu tun, dass Cannabiskonsumenten stigmatisiert werden.

 

Moritz Bleibtreu zeigt seine Jointbau-Fähigkeiten

 

Highway: Natürlich hätten wir auch direkt gefragt, ob ihr selbst Cannabis konsumiert. Moritz, dass du es tust, sehen wir gerade – aber wie sieht es bei dir aus, Lucas? Kiffst du gar nicht oder nur selten?

 

Lucas Gregorowicz: Also ich habe kurz vor dem Drehbeginn des ersten Teils aufgehört zu kiffen – und seitdem, bis auf ein paar Versuche, die auch mächtig schief gegangen sind, einfach beschlossen, dass das keine Droge für mich ist. Weil sie mit mir Dinge macht, die ich nicht gut finde und über die ich keine Kontrolle habe. Ich kann es einfach nicht, ich komm davon nicht gut drauf. Trotzdem finde ich ein Verbot und eine Verteufelung überhaupt nicht gut, da so eine verruchte Aura entsteht, wo Jugendliche sich vielleicht genötigt fühlen, mitzumachen, um dazuzugehören. Und das macht es den Leuten, die damit nicht klarkommen, schwerer, sich das einzugestehen. Und solche Leute gibt es ja. Ich habe jedenfalls irgendwann beschlossen, dass das nicht meine Droge ist. Also ich kenne Leute, die werden dann irgendwie entspannt, denen tut das gut, denen macht es Spaß und die werden wirklich lustig. Und ich denke mir währenddessen: Oh Mann, der einzige Ausweg aus dieser Situation ist der Freitod. Und daher habe ich überhaupt kein Problem damit, auch damals schon, einfach zu sagen: ich mach es halt nicht. Weil es mir nicht guttut. Und diese Freiheit muss man haben, aber im Gegenzug sollte auch jeder die Mündigkeit haben dürfen, sich dafür zu entscheiden.

 

Highway: Das wäre auch im weiteren Verlauf eine unserer Fragen gewesen, ob Ihr auch schon mal schlechte Erlebnisse mit Cannabis gehabt habt.

 

Lucas Gregorowicz: Also ich kann das leider gar nicht, auch wenn ich es eigentlich super fände – ich rieche es gerne, ich finde den Vorgang toll, ich würde theoretisch auch ganz gerne mal ab und zu kiffen...

 

Moritz Bleibtreu: Also Lucas hat es jetzt beim zweiten Teil wieder ein paar Mal probiert. Wir haben den Film gedreht und ein, zwei Mal hab ich ihm dann ein kleines Eckchen mitgegeben, aber es ging nicht. Lucas kam dann am nächsten Morgen, ich hab ihn gefragt, wie es war – und er nur wieder so: „Kurz vor Freitod!“ Also, ich glaub wir lassen das. (Beide lachen)

 

...all zu viel wollen wir aber an dieser Stelle natürlich nicht verraten, da ihr das komplette sechsseitige Interview in der neuen Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin lesen könnt. Im weiteren Verlauf des Interviews geht es weiter rund um Cannabis und Lommbock: Moritz Bleibtreu verrät, was und wo er am liebsten raucht, wieso Kiffen für ihn gut ist (und Lucas Gregorowicz verrät ausführlich, warum es für ihn nicht gut ist), wie er zur Legalisierung von Cannabis steht, seine Erfahrungen mit Oral konsumiertem Marihuana, wie es ist, wenn man vor der Schule schon Bong raucht – und natürlich, ob die beiden bei den Dreharbeiten für Lammbock und Lommbock echtes Gras geraucht haben.

 

Das ganze Interview sowie unser kleines Lommbock-Spezial inklusive unserer Film-Besprechung findet ihr ab sofort für lächerliche 2,60 Euro an jedem gutsortierten (Bahnhofs-)Kiosk, Grow- und Headshop.

Weblink: Highway am Kiosk finden

Ideen muss man haben! Mexiko ist bekannt dafür, allerhand Drogen – darunter auch viele Tonnen an Marihuana – in die Vereinigten Staaten zu exportieren, illegalerweise versteht sich. Und auch wenn aufgrund der Legalisierungen in den USA der Marihuana-Markt für die Mexikaner schon ganz schön geschrumpft ist und sich die Drogenkartelle daher wieder vermehrt auf Heroin und Kokain konzentrieren, wird immer noch eine Menge Weed nach Amerika geschmuggelt.

 

Oft geschieht dies in Tunneln, aber vielleicht wollten sich einige Mexikaner schon einmal auf die riesengroße, von US-Präsident Donald Trump angekündigte Mauer vorbereiten. Denn einige findige Marihuana-Schmuggler bauten einen Katapult, mit dem Weed-Packen über die Grenze geschleudert werden sollten – und auch tatsächlich wurden.

 

Dies ist der Original-Katapult, um den es sich handelt.

 

Doch gerade als die Weed-Schmuggler am vorvergangenen Freitag dabei waren, ihre heiße Ware durch die Gegend zu schießen, näherten sich auf der amerikanischen Seite (im Bundesgebiet Arizona) zufällig einige Grenzschützer. Dies veranlasste die Menschenmenge auf der mexikanischen Seite zur unmittelbaren Flucht, wie die amerikanische Grenzschutzbehörde CBP meldete.

 

Daher schauten die US-Grenzwächter dort nach dem Rechten und entdeckten den Katapult auf der mexikanischen Seite. Daraufhin wurde die amerikanische Seite abgesucht und tatsächlich wurden über 23 Kilogramm Marihuana gefunden, die mit diesem Gerät rübergeschossen wurden. Das Weed kam in zwei Paketen herüber. Wie viel eventuell aber schon abtransportiert wurde und ob die Lieferung eigentlich noch viel größer werden sollte, ist nicht bekannt.

 

MEHR BOCK AUF CANNA-NEWS? AB MORGEN GIBT ES DIE NEUE AUSGABE VON HIGHWAY AN JEDEM GUT SORTIERTEN (BAHNHOFS-)KIOSK UND HEAD- UND GROWSHOP FÜR SCHLAPPE 2,60 EURO.

Gras vom Schwarzmarkt kann natürlich immer verunreinigt sein. Aber wer sein Marihuana aus der Apotheke oder einer legalen Ausgabestelle bezieht, erwartet eigentlich, dass es sich um geprüfte oder zumindest saubere Ware handelt. Aus Kanada wurde aber nun Erschreckendes gemeldet. Dort wurde mit Pestiziden verseuchtes Marihuana in Umlauf gebracht und an Patienten ausgegeben, die legales medizinisches Marihuana einkauften.

 

Gleich drei große Cannabisproduzenten (Mettrum, OrganiGram und Aurora Cannabis) riefen ihre Ware zurück, als entdeckt wurde, dass in großen Mengen ihrer Cannabisblüten das verbotene Pestizid Myclobutanil enthalten war. Dies darf nicht erhitzt werden, da es sonst krebserregend und anderweitig gesundheitsschädlich ist – natürlich schlecht beim Produkt Marihuana. Ein ehemaliger Mitarbeiter der Firma Mettrum berichtete der Zeitung „The Globe and Mail“, dass dies seit 2014 Methode hat.

 

Nun wurde also verseuchtes Marihuana im Wert von über einer Million kanadischer Dollar vernichtet. Für die Zukunft wurde von der kanadischen Gesundheitsbehörde angekündigt, stichprobenartig bei den insgesamt 38 lizenzierten Cannabisproduzenten den Einsatz verbotener Substanzen zu überprüfen. Das hört sich nicht gerade nach starken Kontrollen auch, auch wenn es besser ist, als die bisherige Regelung: Denn da wurde einfach gar nicht geprüft.

 

So ähnlich verhält es sich in den USA. Wie die „Pharmazeutische Zeitung“ meldet, kam eine Untersuchung jetzt zu dem Ergebnis, dass medizinisches Marihuana aus den USA häufig mit Bakterien und Pilzen kontaminiert ist, was sich beim Rauchen natürlich schlecht auf die Gesundheit der nun mal bereits gesundheitlich geschädigten Personen auswirkt. Dieser Umstand ist darauf zurückzuführen, dass es keine bundeseinheitlichen Kontrollen zur Qualität von medizinischem Cannabis gibt.

 

Auch wenn die Regelungen für medizinisches Cannabis, das ja nun auch in den nächsten Wochen in Deutschland auf Rezept kommen wird, in Deutschland vermutlich um einiges strenger gestaltet sein werden als in manchen amerikanischen Bundesstaaten, gibt es doch einen Vorteil für das deutsche Cannabis zu vermelden: Laut der „Pharmazeutischen Zeitung“ wird medizinisches Cannabis in Deutschland in pharmazeutischer Qualität vorliegen müssen, um von der Cannabisagentur vertrieben werden zu können. Dies schließt natürlich eine Belastung durch Schadstoffe und Keime aus.

Cannabis kurios – uns gehen inzwischen die Einleitungen aus, für die Fälle, in denen sich irgendwelche Spezialisten selbst ins Gefängnis gebracht haben. Am Donnerstag berichteten wir erst von dem Luxemburger, der im Zug einen Joint vor den Augen der Polizei drehte und im Endeffekt mit knapp zwei Kilo Marihuana erwischt wurde.

 

Auch der heutige Vollprofi kommt aus Luxemburg: Mittwochabend, kurz vor Mitternacht, bemerkte die Polizei in Moesdorf einen leicht bekleideten Fußgänger und sprach diesen an, ob er eine Mitfahrgelegenheit benötige. Dieser erklärte den Beamten, den Bus verpasst zu haben und nahm das Angebot dankbar an.

 

Doch kaum saß er im Wagen, hatten die Polizisten Marihuanageruch in der Nase. Da dieser Geruch nur von einer Person ausgehen konnte, wurde der Fußgänger durchsucht und es wurden 1,8 Kilogramm Marihuana bei ihm gefunden.

 

Zu allem Überfluss beschuldigte der Mann auch noch einen Bekannten, der Besitzer des Marihuanas zu sein, der kurz darauf eine Hausdurchsuchung über sich ergehen lassen musste, wie beim „Tageblatt Lëtzebuerg“ zu lesen war. Dabei kamen weitere 300 Gramm Marihuana zutage.

 

Wir müssen sagen: eine interessante Variante des Selbst-Fickens!

Joint drehen im Zug? Das hat bestimmt schon mal der ein oder andere gemacht. Nach so einer langen Fahrt will man schließlich direkt losrauchen und nicht erst draußen auf dem kalten Bahnsteig eine Tüte drehen müssen...

 

So oder so ähnlich hat es sich vermutlich ein Fahrgast auf dem Weg nach Differdingen (Luxemburg) vorgestern gedacht: Seelenruhig drehte er sich vor den Augen aller Fahrgäste einen Joint. Eigentlich hat dies auch niemanden gestört, wieso auch – so ein selbstgedrehter Joint ist schließlich was Feines und tut niemandem weh.

 

Doch dann kam die Polizei, die im Zug eine Kontrolle durchführte, und erspähte den jungen Mann beim Joint drehen. Darauf angesprochen, händigte der Fahrgast den Beamten direkt den Joint aus und dazu noch ein Tütchen mit Marihuana.

 

Wie „lokalo.de“ meldete, kam dies den Polizisten aber ein wenig zu kooperativ vor. Daher nahmen sie den Joint-Dreher mit auf die Wache und untersuchten ihn gründlich. Dabei tauchten noch weitere 14 Tütchen mit Marihuana auf – insgesamt 60 Gramm, also genug Gras für einige Joints.

 

Und so ging die Geschichte weiter, die mit einem harmlosen Joint im Zugabteil angefangen hatte: Denn nun ordnete die Staatsanwaltschaft eine Hausdurchsuchung an. Neben einigen Waffen wurden dabei knapp zwei Kilo Marihuana gefunden.

 

Die vorerst letzte Station für den Fahrgast ist somit seit gestern die Untersuchungshaft. Wir lernen daraus: Einen Joint im Zug zu drehen ist nicht immer so schlau. Aber es geht auch noch dämlicher – und zwar wenn man, wie kürzlich geschehen, direkt seine Cannabispflanzen mit in die Bahn nimmt...

Marihuana von A nach B zu bringen kann so einfach sein. Leider aber auch manchmal sehr schwierig. Es mag verschiedene Gründe geben, warum man seine Cannabisprodukte nicht mit dem eigenen Auto durch die Gegend fährt. Auch mit der Bahn ist es nicht immer besonders schlau, wie wir kürzlich erst berichteten. Flugzeuge fallen zum Schmuggeln größerer Mengen Marihuana auch eigentlich grundsätzlich raus.

 

Warum also nicht mal einen Fernbus ausprobieren? Das dachte sich zumindest ein junger Mann, der am Donnerstagmorgen in Berlin einen solchen bestieg. Mit im Gepäck: 35 Kilogramm Marihuana, die nach Wien transportiert werden sollten. Und so viel Cannabis riecht schon mal. Also viel Folie drum und ein paar Päckchen mit Kaffee dazu und gut ist? Nein leider nicht: Denn dem Busfahrer, der die so gefüllten Koffer verstauen wollte, kam der Geruch sehr merkwürdig vor.

 

Daher bat er laut „Tagesspiegel“ seine Kollegin, den Besitzer der Koffer, der schon im Bus saß, zu ermitteln. Dieser meldete sich und stieg mit aus, ließ aber die Koffer Koffer sein und machte sich ohne das Marihuana-Gepäck auf zum nächsten Taxi-Stand. Doch ein weiterer Mitarbeiter der Busfirma alarmierte die Taxifahrer und auch die Polizei, sodass der Unbekannte Cannabisschmuggler seine Flucht zu Fuß antrat. Einziger Pluspunkt für ihn an der Geschichte: Er wurde nicht gefasst. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen...

Marihuana und Haschisch steht hoch im Kurs. Das war schon immer so und daran wird sich auch so schnell nichts ändern. Doch anscheinend ist das Faible der Hamburger Bevölkerung für Cannabisprodukte besonders stark ausgeprägt, wie der NDR berichtete: Eine Suchtmittelstudie, die durch die Hamburger Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) vorgestellt wurde, ergab, dass 14 % der Hamburger zumindest gelegentlich kiffen.

 

Damit sollen unter der Hamburger Bevölkerung doppelt so viele Cannabiskonsumenten sein wie im Bundesdurchschnitt. (An dieser Stelle möchten wir kurz die Frage stellen, warum das Kiffen eigentlich immer noch nicht legalisiert wurde, wenn doch so viele Menschen gerne Cannabis rauchen. Was könnte man Steuergelder einnehmen, was könnte man die Gesundheit der Cannabiskonsumenten ernsthaft schützen, indem es kontrollierte Qualität gäbe – der Jugendschutz würde endlich wirksam umgesetzt werden können...)

 

Nichtsdestotrotz ist aber eine Droge auch unter den Hamburgern die Nummer Eins – und zwar der Alkohol: Beinahe jeder fünfte Erwachsene trinkt in Hamburg täglich mindestens zwei Bier, vierzig Prozent saufen sich mindestens einmal im Monat so richtig dicht. Fast 18 Prozent der Hamburger zwischen 18 und 64 Jahren konsumieren gesundheitsschädliche Mengen Alkohol. Dann doch bitte lieber kiffen... Cannabis hilft sogar beim Alkoholentzug!

Vier Personen, Cannabis schmuggelnde Personen wohlgemerkt, machten sich am vergangenen Dienstag auf den Weg von den Niederlanden nach Deutschland. Mit an Bord des extra für Schmuggeleien umgebauten Fahrzeugs: 12 Kilogramm Marihuana.

 

Blöd für die Herrschaften: Ein anonymer Anrufer informiert das Hessische LKA und das Zollfahndungsamt Frankfurt über den anstehenden Cannabis-Schmuggel. Die Damen und Herren Beamten ließen sich nicht zweimal bitten, suchten das genannte Fahrzeug auf der Autobahn und verfolgen es schließlich bis in einen Frankfurter Hinterhof.

 

Als zwei Personen beginnen, die Ware auszuladen, schlagen die Beamten zu und beschlagnahmen die nach Deutschland eingeführten 12 Kilo Weed. Auf dem Hinterhof fand sich aber noch ein weiteres Cannabisprodukt – 10 Kilogramm Haschisch, die in einem anderen Fahrzeug gelagert waren. Ebenfalls durch die Polizisten erbeutet: 7.000 Euro Bargeld, mehrere Mobiltelefone sowie ein Totschläger. Wie „op-online.de“ berichtet, wurden alle vier Personen wegen Cannabisdelikten verhaftet, drei von ihnen wurden dem Haftrichter vorgeführt.

 

Bleibt die Frage offen, wer die Polizei über den anstehenden Cannabis-Schmuggel informiert hat. War es eine enttäuschte Ex-Freundin, die Konkurrenz der Schmuggler oder haben etwa die holländischen Verkäufer während des so provozierten Einsatzes direkt einen ganzen LKW voller Marihuana über die Grenze geschickt? Wir werden es wohl nie erfahren...