Wie sagt man so schön? Dreist gewinnt. Nach diesem Motto handelte wohl auch ein Mann aus Wien, der sich dazu entschloss, Cannabispflanzen in seiner Wohnung anzubauen, obwohl sich das Mehrfamilienhaus, in dem er lebte, in unmittelbarer Nachbarschaft zu einer Polizeistation befand. Womöglich hatte er darauf gesetzt, dass niemand auf die Idee käme, neben einem Polizeirevier eine Cannabis-Anlage zu vermuten. Eine zeitlang ging auch tatsächlich alles gut, doch irgendwann stieg Beamten im Innenhof des betroffenen Häuserblocks ein süßlich-würziger Geruch entgegen, den sie nur allzu gut kannten. Ein verdächtig aussehendes, zugeklebtes Fenster wies den neugierig gewordenen Polizisten dann schließlich den Weg zur Wohnung des Growers.

 

32 Pflanzen hatte der 38-Jährige in einem Zelt angebaut, nach eigenen Angaben alles für den Eigenbedarf bestimmt. Die Qualität des Straßen-Weeds sei einfach zu schlecht, versuchte sich der Verdächtige zu rechtfertigen. Die Highway-Redaktion kann ihn da gut verstehen, zumal er ja, wie die meisten Grower, niemandem Schaden zugefügt hatte. Bei den Beamten stieß er mit seiner Erklärung leider naturgemäß auf taube Ohren und muss jetzt mit einer Anzeige rechnen.

 

Die verschiedenen Formen der Cannabisextrakte von Wax bis Öl erfreuen sich auch in Deutschland zunehmender Beliebtheit. Nachdem diese besonderen Zubereitungs- und Konsummethoden noch bis vor einigen Jahren im deutschsprachigen Raum nur dem harten Kern der Szene ein Begriff waren, interessieren sich auch hierzulande immer mehr Cannabisfreunde, auch bedingt durch den Dabbing-Hype in den USA der vergangenen Jahre und den globalen CBD-Siegeszug für „ausgefallenere“ Konsumformen jenseits von Rauchen und Essen. Soweit so gut, schließlich dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben, dass das Cannabisrauchen (mit Tabak) unnötige Gesundheitsrisiken mit sich bringt und auch der Genuss von Edibles aufgrund der Dosierbarkeit und dem zeitverzögerten Wirkungseintritt so seine Tücken haben kann. Cannabisöl zum Beispiel lässt sich mit ein wenig Erfahrung hingegen punktgenau dosieren und jederzeit äußerst diskret einnehmen.

 

Ein Weg, es selbst herzustellen, vor dem auch Highway immer wieder warnt, ist die Extraktion mittels Butangas: theoretisch zwar schnell und günstig durchführbar, birgt die Methode aufgrund der Explosivität des Gases hohe Risiken, insbesondere für naturwissenschaftlich weniger bewanderte Zeitgenossen. In Düren hat sich ein Mann dennoch an diese Art der Extraktion herangewagt, leider mit empfindlichen Folgen: bei dem Versuch kam es zu einer Explosion, die das Hausdach über der Wohnung des 42-Jährigen schwer beschädigte und darüber hinaus mehrere kleinere Brände in den umliegenden Häusern verursachte. Zum Glück kam bei der Aktion jedoch niemand ernsthaft zu Schaden. Ein Glück, dass etwa der deutschsprachige Rapper Dr. Knarf nicht hatte: Anfang 2017 sprengte er sich selbst und einen Freund beim Versuch einer BHO-Extraktion in die Luft und erlitt dabei allerschwerste Verletzungen, unter denen er wohl sein Leben lang leiden wird.

 

Wenn man schon sein halbes Leben lang Joints raucht, dann, das weiß jeder erfahrene Konsument, erhöht man nicht nur die physische und psychische Toleranz, nein, auch die soziale Toleranz wird heraufgesetzt: der ständige Cannabis-Konsum fühlt sich einfach komplett normal und selbstverständlich an (und de facto ist er das ja auch), es schleicht sich eine Abstumpfung ein, die fast schon voraussetzt, dass alle anderen Menschen genauso denken und die das Konfliktpotenzial, das im Zuge des Konsums einer (leider immer noch) illegalen Droge zwangläufig vorhanden ist, völlig ausblendet. Jeder, der sich dazu entscheidet, am Wochenende in der Kneipe ausnahmsweise mal keinen Alkohol zu trinken, kann eine Abwandlung des vorab beschriebenen Effekts an der verdutzt-empörten Reaktion seiner vermeintlichen Saufkumpane erkennen.

 

Ein Mann aus Mülheim, der am frühen (!) Samstagmorgen am Hauptbahnhof eine Polizeistreife bat, ihm doch bitte einen Zehn-Euro-Schein zu wechseln, steckte offenbar bereits tief in seiner Filter-Blase. So kam ihm scheinbar nicht der Gedanke, dass es den Polizeibeamten ein Dorn im Auge sein könne, dass er während seiner Bitte um Kleingeld seelenruhig einen Joint rauchte. Als die Polizisten ihn schließlich darauf hinwiesen, zeigte sich der 43-Jährige regelrecht überrascht. Eine vollkommen unnötige Strafanzeige wird’s nun wohl leider trotzdem geben. Und der Zehner konnte zu allem Überfluss auch nicht gewechselt werden.

 

Ja, eine Zugfahrt, die ist lustig – zumindest solange man sich entspannt zurückgelehnt die vorbeisausende Landschaft anschaut oder eine Runde Karten am Vierertisch zockt. Der 35-Jährige, der am Samstag mit der Bahn von Magdeburg nach Stendal fuhr, konnte die Vorzüge einer beschaulichen Bahnfahrt wohl eher nicht genießen. Denn im Gepäck trug er 69 Cannabis-Pflanzen im Stecklings-Stadium mit sich herum. Klar, mit so einer Fracht kann man leicht nervös werden, zumal auf engstem Raum im Zugabteil natürlich eine besonders große Gefahr von den aufsteigenden Duftschwaden ausgeht.

 

Es ist unklar, ob der Geruch dem Mann selbst nicht aufgefallen war, jedenfalls bemerkten ihn weitere Passagiere und schließlich auch Beamte der Polizei. Als verzweifelten letzten Strohhalm überreichte der Verdächtige den Polizisten eine kleine Dose mit Marihuana, doch das Ablenkungsmanöver schlug spätestens in dem Moment fehl, als das Gepäck des Mannes geöffnet wurde und zwei mit Stecklingen vollgestopfte Blumenkästen zum Vorschein kamen. Nun erwartet den Pechvogel eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

 

Allen Konsumenten sollte klar sein, dass mit dem Rauchen von Cannabis gesundheitliche Risiken verbunden sind. Wird die Droge geraucht, gelangen neben den erwünschten Substanzen zwangsläufig unerwünschte Stoffe in die Lunge und in den Blutkreislauf. Nimmt man Cannabis oral auf, dann besteht die Gefahr einer falschen Dosierung und somit einer ausbleibenden oder zu starken Wirkung. Fachleute sind sich darum einig, dass Cannabisprodukte am besten mittels eines Verdampfers (oder auch Vaporizer genannt) genossen werden sollten. Mittels dieser Hilfsmittel gelangen fast ausschließlich die gewünschten Stoffe, also die Cannabinoide, in den Körper. Verunreinigungen durch Blausäure, Teer, Benzol und etliche andere Materialien wird ein wirksamer Riegel vorgeschoben. Kohlenmonoxid, die wichtigste bluttoxische Substanz, fehlt dadurch sogar völlig. Vor allem aber bleiben die karzinogenen Stoffe außen vor. Diese krebserregenden Substanzen stellen gerade für Cannabisfreunde eine hohe Gefahr dar, weil der Rauch meist tief und lange inhaliert wird. Jede und jeder, die oder der einen verantwortungsvollen Cannabiskonsum anstrebt, sollte über Alternativen zu Joint, Pfeife oder Bong nachdenken. Es ist unverantwortlich, das Risiko des Konsums durch eine unbedachte Einnahme zusätzlich zu erhöhen.    

 

Nachstehend werden zunächst die gängigen Verdampfertypen beschrieben. Nach einigen allgemeinen Anmerkungen wird zum Abschluss dann eine Bauanleitung für einen einfach herzustellenden Do-it-yourself-Verdampfer vorgestellt. So simpel dieser auch aufgebaut ist, er hat alle wesentlichen Eigenschaften, die ein solches Gerät auszeichnet. Verdampfer beziehungsweise Vaporizer werden in zahlreichen Ausführungen angeboten. Für den Freund des Rauschhanfs kommen vorwiegend drei Arten in Betracht.

 

Verdampfer mit direkter Heizung  

Bei diesen Verdampfern wird das Cannabis in einer Heizkammer erwärmt und ist im direkten Kontakt mit dem Heizelement. Das einfache Prinzip ist zusammen mit dem simplen Aufbau der Grund dafür, dass besonders viele günstige Varianten mit Direktheizung arbeiten. Vorteilhaft ist, dass die gewünschte Temperatur schnell erreicht wird, meist binnen weniger Sekunden. Von Nachteil ist, dass die Temperatur nicht gleichmäßig ist und es im schlimmsten Fall zu Verkohlungen kommt. Dennoch sind Verdampfer dieser Art weit verbreitet. Sie sind klein, portabel und für die Besitzer einer E-Zigarette gibt es günstige Erweiterungen. Auch der Verdampfer zum Eigenbau arbeitet nach diesem Prinzip.  

 

Liquid-Verdampfer  

Mit der Verbreitung elektrischer Zigaretten ist dieser Typ mittlerweile auch den meisten Menschen bekannt. Ein Trägermedium, meist eine Mischung aus Glyzerin und Propylenglykol, wird verkocht und inhaliert. Die Inhaltsstoffe dieser Lösung befinden sich auch in dem Dampf und werden bei der Inhalation mit aufgenommen. Für elektrische Zigaretten gibt es käufliche Liquids, die lediglich das Cannabinoid CBD enthalten. In Europa ist man für Komplettextrakte auf den Schwarzmarkt angewiesen oder muss sie selbst herstellen.

 

Verdampfer mit indirekter Heizung  

Die dritte Variante der hier besprochenen Geräte arbeitet aufwendiger. Bei dieser Spielart wird die Luft, die später durch die Kammer mit dem Cannabis geleitet wird, in einer separaten Kammer erhitzt. Dies ermöglicht eine präzisere Temperatureinstellung, ist aber mit deutlich mehr Aufwand bei der Herstellung verbunden. Geräte dieser Art sind teuer und werden bevorzugt von Menschen genutzt, die aus medizinischen Gründen auf eine genaue Dosierung angewiesen sind. Die Herstellung in der eigenen Werkstatt ist nur mit semiprofessioneller Ausrüstung möglich.     Neben den unterschiedlichen Bauarten gibt es noch andere Unterschiede. Die Beheizung kann elektrisch oder mittels einer offenen Flamme erfolgen, es gibt mobile und stationäre Geräte und auch in der Größe gibt es deutliche Unterschiede. Kleine Geräte, die oft in Stiftform mit Akkumulator angeboten werden, können einfach in die Hosentasche gesteckt werden. Noch kleinere Geräte werden mit der Flamme eines Feuerzeugs oder einer Kerze betrieben. Größere Verdampfer beziehen hingegen ihre Energie in der Regel aus dem elektrischen Netz.    

 

Außer den gesundheitlichen Vorzügen sprechen noch andere Gründe für den Einsatz eines Verdampfers. Zu dem Plus des gesünderen Genusses gesellt sich die enorme Ersparnis, die der Einsatz eines solchen Gerätes mit sich bringt. Im Vergleich mit einem Joint, einer Pfeife oder einer Bong werden bis zu dreißig Prozent Pflanzenmaterial gespart. Selbst bei gelegentlichem Konsum gewinnt der Anwender im Laufe eines Jahres viel Geld, die Anschaffungskosten eines einfachen Verdampfers werden meist binnen weniger Wochen gedeckt. Zusätzlich kann auch das Budget für das begehrte Cannabis aufgestockt werden, was für die Genießer eine wirkliche Bereicherung darstellt. Gutes Marihuana schmeckt und wirkt deutlich besser als die übliche Straßenqualität, besonders, wenn es schonend verdampft wird. Dazu kommt das verbesserte Raumklima, durch das der Konsum unauffälliger wird. Und in der Öffentlichkeit ist durch den Einsatz eines Stiftverdampfers oder durch den Genuss von E-Liquid auch mehr Diskretion gewahrt.    

 

Sogar die gewünschte Wirkung kann manipuliert werden. THC verdampft bei etwa 155 Grad Celsius und CBD bei rund 180 Grad Celsius. Unterschiedliche Temperatureinstellungen sorgen deshalb dafür, dass der Dampf vorwiegend die gewünschten Wirkstoffe enthält. Eine geringere Temperatur begünstigt ein geistig-zerebrales Hochgefühl, eine höhere einen körperlich-dämpfenden Rausch, der einen an das Sofa kettet. Wer ein geselliges Miteinander schätzt, wird mit einem Verdampfer auch aus altem, überlagertem Cannabis das THC herausbekommen, das er für ein solches Zusammensein gerne hätte.   

 

Wie versprochen nun die Beschreibung eines einfachen, aber dennoch hervorragend arbeitenden Verdampfers. Folgende Dinge werden benötigt: Für den Verdampfer werden zwei Stück Aluminiumfolie, rund acht mal acht Zentimeter groß, eine Küchentuchhülse aus Pappe und etwas Klebeband gebraucht. An Werkzeug reichen ein Messer und eine Schere aus. Um den Verdampfer in Betrieb zu nehmen, werden eine brennende Kerze und Kräuter der Wahl bereitgehalten.   

 

 

Als Erstes werden die Aluminiumfolien achteckig geschnitten, dazu einfach die Spitzen abschneiden. Mit den beiden Folien (einfach beide Folien übereinander legen) wird eine der Öffnungen der Papprolle abgedeckt, die Ecken werden hochgefaltet und mit dem Klebeband verklebt. Nun wird ein Luftschlitz in die Röhre geschnitten. Ein bis zwei Zentimeter über dem Rand wird dazu ein etwas verbreiteter Schlitz mit der Länge von etwa einem Fünftel des Durchmessers der Papprolle angelegt. Schon ist der Verdampfer fertig!    

 

Um ihn zu testen, wird etwas Pflanzenmaterial fein zerkleinert in die Röhre gegeben. Dann hält man die Seite mit der Aluminiumfolie im Abstand von circa fünf Zentimetern über die brennende Kerze. Vorsicht ist geboten, damit das Pflanzenmaterial nicht zu schwelen beginnt. Sehr bald steigt in der Röhre Dampf auf. Der kann entweder gleich inhaliert oder durch das Abdecken der Öffnung mit der Hand gesammelt werden. Doch Vorsicht! Der Dampf ist deutlich stärker als das, was für gewöhnlich in Rauchform aufgenommen wird. Die Wirkung setzt zeitverzögert ein und der übliche Kick, den Tabak-Jointraucher nach der Inhalation von Rauch aus einer Mischung von Cannabis und Tabak durch das Nikotin erleben, fehlt völlig. Unerfahrene Konsumenten laufen Gefahr, zu viel zu konsumieren. Darum am besten mit kleinen Mengen beginnen und sich langsam an die gewünschte Dosis heran tasten.    

 

Der einzige Makel des hier vorgestellten Gerätes ist die fehlende Temperaturkontrolle, diese wird aber durch aufmerksame Beobachtung ausgeglichen. Zuerst steigt der in der Kräutermischung enthaltene Wasserdampf auf, unmittelbar darauf das THC. Später folgen Dämpfe mit höheren CBD-Anteilen und weniger psychoaktiven Substanzen. Sobald sich das Pflanzenmaterial dunkel verfärbt, ist der Prozess abgeschlossen und das Material kann getrost entsorgt werden.

Zwei mutmaßliche Cannabis-Händler müssen sich bald in Wien vor Gericht verantworten. Die Polizei hatte bei den Verdächtigen eine größere Menge Cannabis im Kilobereich sowie 15.000 Euro Bargeld gefunden. Auf deren Spur kamen die Beamten dank eines Zufalls und dem leichtsinnigen Verhalten der Männer: im Zuge einer Corona-Streife hielten die Polizisten Anfang April in Wien an einer roten Ampel und warfen bei der Gelegenheit einen Blick in das neben ihnen zum Stehen kommende Fahrzeug, in dem gerade der Beifahrer dem Fahrer ein gefülltes (Marihuana-)Baggy zur Geruchsprobe vor die Nase hielt. Die Beamten entschlossen sich, nicht gleich zuzuschlagen, sondern dem verdächtigen Fahrzeug erst einmal weiter zu folgen. Vor den Augen der uniformierten Beobachter holten die Verdächtigen tatsächlich kurze Zeit später eine größere Menge Cannabis aus dem Kofferraum – und der Zugriff erfolgte prompt.

 

Trotz erdrückender Indizienlage gaben sich die Verdächtigen auf der Wache nicht nur äußerst wortkarg, auch ein weiteres Detail an dem Fall dürfte die Ermittler zur Weißglut treiben: denn bei den Smartphones der mutmaßlichen Dealer handelte es sich um speziell „getunte“ Handys, die es jedem unregistrierten Nutzer extrem schwer machen, auf seinen Inhalt zuzugreifen. Handelsübliche Telefonie soll mit diesen Geräten gar nicht möglich gewesen sein, so ergaben Recherchen der Nachrichtenseite Heute.at, die außerdem als Herkunft der Geräte die Niederlande nannte. Stattdessen bleibe nur die Kommunikation über Chat-Nachrichten mithilfe eines speziell angepassten Messenger-Programms. Werde aber der Entsperr-Code dreimal falsch eingegeben, so würden alle Daten unwiderruflich von der Festplatte des Smartphones gelöscht. Auch ein nachträglicher Zugriff auf die Server falle dann weg, denn die befänden sich außerhalb der Reichweite der österreichischen Justiz. Somit haben die Beamten in diesem Fall, der bald vor Gericht landen wird, wohl keine Chance an die wahrscheinlich höchst sensiblen Daten heranzukommen. Hätten die Verdächtigen am Steuer ihres Wagens doch mal genau so eine Vorsicht walten lassen wie mit ihrer Kommunikationstechnik...

Trotz Corona-Pandemie wurden im US-Bundestaat Florida bereits vor zwei Wochen die öffentlichen Badestrände wiedereröffnet. Nach den Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen war der Andrang der Menschen verständlicherweise groß. Doch nicht nur Schwimmer und Sonnenanbeter bevölkerten alsbald wieder die Strände, auch „Schatzsucher“, oft mit Metalldetektoren ausgerüstet, waren neugierig, was in den Wochen der Sperrung so angespült wurde. Tatsächlich wurde einer von ihnen in der in den Keys gelegenen Stadt Marathon fündig, auch wenn es vielleicht nicht die Art Schatz war, auf den er gehofft hatte: ein großes blaues Plastikfass war angespült worden. Was sich wohl darin befand?

 

Der Inhalt: etwa 41 Kilo gut verpacktes Marihuana, das wohl für den Schwarzmarkt in der Gegend bestimmt war. Anhand der Bilder lässt sich der Zustand des Weeds nur erahnen: es wurde offenbar stark gepresst, doch die zentrale Frage ist natürlich, wieviel Salzwasser es auf seiner Reise „schlucken“ musste. In Florida ist Cannabis nur zu medizinischen Zwecken legal, die sogenannte „recreational use“, also der Freizeitgebrauch, ist dagegen illegal. Anstatt also eine zeitversetzte 420-Party am Strand zu feiern, entschied sich der ehrliche Finder stattdessen dafür, umgehend die Polizei zu informieren. Die sind derartiges Strandgut schon fast gewohnt, insbesondere zur Hurricane Saison wird immer wieder eine ganze Menge Drogen an die Strände gespült, vermutlich aus Richtung Südamerika. Zuletzt berichtete Highway im Juni 2018 von einem ähnlichen, noch spektakuläreren Vorfall.

 

Wer sich auch schon nur einmal kurz mit der Cannabisaufzucht beschäftigt hat – und ja vielleicht sogar, wer sich noch nie damit beschäftigt hat – weiß: nach der Ernte kommt das... Einlegen in Wasser? Moment, hier stimmt was nicht. Doch, richtig gelesen, statt das Gras zu trocknen, tut es manchereiner in einen Wassereimer. Zweck des Ganzen soll entweder das Spülen oder gar die Veredelung sein. Mr. Haze Amaze hat sich im Folgenden mit der Thematik befasst.

 

Jeder weiß, dass Wasser eine der essentiellen Grundlagen für das Leben und das Wachstum von allen Pflanzen ist. Ohne Wasser würden selbstverständlich auch unsere schönen Lieblingspflänzchen keinen Zentimeter wachsen und gar nicht erst aus ihrer Schale herausspringen. In der Blütephase brauchen sie zudem noch mal eine ganze Portion mehr vom lebensspendenden Element, um ihre Knospen „aufzupumpen“ und die Nährstoffe an die richtigen Stellen zu befördern. Und auch wenn das Leben der Pflanzen sich dem Ende nähert und es auf die Ernte zugeht, geht der geübte Grower zu dem sogenannten Flushing/Spülen des Mediums und somit auch der Pflanze über. Dabei werden die Pflanzen mit einer noch größeren Menge an reinem Wasser ohne Zusätze gegossen, um so die restlichen Nährstoffe und Salze aus dem Medium und den Zellen der Pflanze zu befördern. Nach der Ernte geht es dann im Regelfall darum, so viel Wasser wie möglich aus dem Material zu ziehen. Das geschieht dann über den Trocknungsprozess, welcher sich über mehrere Tage oder Wochen erstreckt. Doch was, wenn wir den wichtigen Bestandteil Wasser noch etwas länger und sogar erst nach der Ernte in diesen Prozess integrieren? Bei vielen läuten da sicher im ersten Moment alle Alarmglocken: zusätzliche Feuchtigkeit oder Wasser nach der Ernte? Da erhöht sich doch die Schimmelgefahr! Im Grunde ist das auch vollkommen korrekt und die Achtsamkeit für Schimmel sollte eigentlich schon ab der zweiten Blütewoche einer Cannabispflanze gegeben sein. Doch natürlich würde dieser Artikel nicht geschrieben worden sein, wenn die Ernte danach als Schimmelklumpen enden würde. Nachfolgend sollen somit die Themen Bud-Washing und die sogenannte „Wasserfermentation“, das Water Curing, beleuchtet werden.

 

 

Wer das erste Mal über das Thema Bud-Washing stolpert, wird vermutlich nicht schlecht staunen. Beim Bud-Washing geht es darum, seine Blüten nacheinander in drei unterschiedliche Wassereimer zu tauchen und zu schwenken. Ein Eimer ist gefüllt mit einer Mischung aus Wasser, Zitronensaft und Backpulver, also einer „Reinigungslösung“ auf Biobasis. Die anderen zwei Eimer sind mit kaltem und warmem Wasser gefüllt. Nun steht jedoch die Frage im Raum: Blüten waschen, warum sollte ich sowas tun? Eine schöne Erläuterung von Fans lautet, man würde ja auch einen Bio-Salat, der frisch vom Beet gepflückt wurde, mindestens einmal kurz abwaschen. Dadurch spülen wir den groben Schmutz von den Salatblättern und werden auch Ungeziefer oder ihre Hinterlassenschaften los. Wieso also nicht auch den groben Schmutz und Insekten(reste) von den Blüten spülen? In manchen Foren wird sogar behauptet, dass man so auch die letzten Nährstoffe und Salze aus der Pflanze ziehen kann. Das ist jedoch Unfug, denn um Nährstoffe aus einer Pflanze zu entziehen, benötigt es deutlich mehr Zeit als ein kurzes Eintauchen in drei Wasserbecken. Zudem kommt hinzu, dass man den Salat nach dem Waschen direkt verzehren würde, die Blüten muss man allerdings erst noch trocknen, da sie sonst nicht rauchbar sind. Der Aspekt der oberflächlichen Reinigung ist allerdings nicht ganz falsch. Insbesondere nach einem Schädlingsbefall sind selbst nach erfolgreicher Bekämpfung oft noch sehr viele Überbleibsel wie Insektenhüllen und Kot auf den Blättern und Blüten vorhanden, wenn man nicht jedes Insekt einzeln abgelesen hat. Bei solchen Pflanzen kann es tatsächlich sinnvoll sein, eine derartige Spülung durchzuführen, wobei allerdings von der Zitronen-Backpulver-Mischung eher abzuraten ist. Es ist dabei immer zu bedenken, dass die Ernte danach extrem nass ist und somit gerade in den ersten Stunden und Tagen des Trocknungsprozesses schnell an Feuchtigkeit verlieren muss. Auch die Temperatur muss zu Beginn stetig kontrolliert werden, da man sonst ein wahres Schimmelparadies erschafft. Grundsätzlich sollte man jedoch wohl tendenziell eher vom Bud-Washing abraten, da insbesondere für Ungeübte die Schimmelgefahr um ein Vielfaches steigt und eine Cannabispflanze generell nicht so dreckig sein sollte, dass sie eine derartige Behandlung nötig hätte.

Das zweite Thema ist die sogenannte „Wasserfermentation“. Hierbei ist es so, dass die Blüten direkt nach der Ernte manikürt und dann in ein Gefäß mit (destilliertem) Wasser gelegt werden. So wird das Gefäß bis zum Rand mit Knospen und Wasser gefüllt und luftdicht verschlossen, wobei darauf zu achten ist, dass alle Blüten unter Wasser sind. Dann wird die Ernte für fünf bis zehn Tage gelagert, wobei jeden Tag das Wasser gewechselt werden muss. Der Wasserwechsel ist nötig, da bei dieser Art der Lagerung tatsächlich noch Nährstoffe, Salze und Chlorophyll aus dem Pflanzenmaterial herausgezogen werden, die schlussendlich im Wasser landen und entsorgt werden können. Das Herausziehen der Stoffe geschieht durch das Osmose-Verfahren, das dem ein oder anderen aus dem Biologie-Unterricht noch bekannt sein könnte. Kurz gesagt, es findet ein Austausch von Nährstoffen aus den Pflanzenzellen ins Wasser statt – so lange bis ein Gleichgewicht herrscht. Wenn also bestenfalls destilliertes Wasser genutzt wird, das keinerlei Nährstoffe enthält, so werden direkt beim ersten Durchgang theoretisch fünfzig Prozent der Stoffe aus der Pflanze ins Wasser übergeben. In der Praxis sind solche Werte nicht wirklich Gesetz, aber sie ermöglichen eine grobe Vorstellung. Das Endergebnis dieses Procederes sollen Buds sein, deren Rauch deutlich angenehmer und weniger kratzig ist. Allerdings muss auch hier wieder ein Nachteil erwähnt werden, denn durch das lange Wasserbad können leider auch Stoffe herausgelöst werden, die Geruch und Geschmack beeinflussen. Und auch bei diesem Verfahren müssen die Blüten im Anschluss natürlich getrocknet werden. Nach einer Wasserfermentation startet man also wieder mit einem deutlich höheren Feuchtigkeitsgehalt im Pflanzenmaterial in den Trocknungsprozess und erhöht somit die Schimmelgefahr. Nach einem von mir durchgeführten Test kann für den Einzelfall bestätigt werden, dass die Blüten nicht an Potenz, dafür aber stark an Geschmack und Geruch verloren haben. Allerdings waren diese Knospen tatsächlich sehr angenehm zu rauchen und erzeugten keinen Hustenreiz, weder in der Bong, noch im Vapo oder Joint.

 

Eine dritte und interessante Methode der „Veredelung“ erläuterte ein erfahrener Gärtner einmal so: „Was tun Schnittblumen, wenn man sie ins Wasser stellt? Richtig, sie sterben nicht einfach ab, sondern sie nutzen die letzten Reserven an Nährstoffen, die sie dem Wasser und ihren eigenen Zellen entnehmen können, um am Leben zu bleiben.“ Darauf basiert der Tipp, direkt nach der Ernte die abgeschnittenen Äste für etwa zwei bis fünf Tage wie einen Blumenstrauß in ein Gefäß mit Wasser an einen dunklen Ort zu stellen. Da auch eine Cannabispflanze im Grunde nichts anderes als eine Art Blume ist, funktioniert dieser Trick auch hier und bewirkt, dass die Pflanze ihre letzten Kräfte mobilisiert und somit Nährstoffe verbraucht, die somit am Ende nicht in der trockenen Ernte landen. Hinzu kommt auch hier der Osmose-Effekt, der noch weiter Nährstoffe aus den abgeschnitten Stängeln ziehen kann. Anschließend kann ganz normal getrocknet werden, wobei die Blüten über die Tage bereits etwas Feuchtigkeit verloren haben sollten. Somit ist diese Praktik sehr leicht umzusetzen, bietet keine nennenswerten Nachteile und soll ein besseres und sauberes Ergebnis liefern. Eine wirklich deutliche Verbesserung der Ernte durch diese Methode konnte von mir im Vergleich mit einer „normal“ durchgeführten Ernte im Test jedoch nicht erkannt werden. Aber das soll nicht heißen, dass diese Methode sinnlos ist, denn die Test-Pflanzen waren schon zuvor gut vorbereitet: Bio-Grow, nur organische Dünger, zehn Tage mit klarem Wasser gespült, vier Tage ohne Licht und Wasser und alle großen und kleineren Blätter ohne THC wurden entfernt. Wenn man seine Pflanze beispielsweise mit mineralischem Dünger behandelt hat oder keine Zeit mehr zum Spülen hatte, dann kann dieser Tipp also sicherlich einiges an Qualitätsverbesserung bewirken.

Wenn man den geneigten Cannabisdealer nach seinen Hass-Kunden fragt, dann hört man vielleicht vom berühmt-berüchtigten Fünfer-Käufer, der jeden Cent dreimal umdreht, vom ungeduldigen Telefonterroristen, der auf ewig den Weltrekord im Dauerklingeln hält, vom Klassiker, dem übervorsichtigen Paranoiker – oder eben von dessen noch schlimmeren Gegenteil, dem gedanken- und sorglosen Lautsprecher, für den Vorsicht ein Fremdwort ist. Das sind die Kunden, die einen echt in die Bredouille bringen können – wie zum Beispiel am gestrigen Donnerstagnachmittag in einer Grünanlage in Recklinghausen.

 

Nachdem die Polizei Hinweise über einen Drogendealer in dem Park erhalten hatte, checkte sie die Lage vor Ort und wurde bei einem 46-Jährigen fündig. Während der Kontrolle des Mannes kam es zu einer Durchsuchung seines Rucksacks und zum Vorschein kamen 30 gefüllte Zehner-Baggys sowie 195 Euro Bargeld. Einen Kunden, der sicherlich dem oben angesprochenen leichtsinnigen Typ angehören dürfte, konnte die Polizeiaktion aber nicht davon abhalten, den in dem Moment verständlicherweise unpässlichen Dealer aufdringlich nach etwas Ware zu fragen – und das obwohl die Beamten zu allem Überfluss auch noch klar erkennbar uniformiert waren. Die erstaunten Polizisten versäumten es zwar, den potenziellen Käufer festzuhalten, dennoch dürfte der Vorfall dem Dealer-Pechvogel nicht gerade zum Vorteil gereichen...

 

Eine absurde Story trug sich in der Nacht zum Mittwoch in Rheinland-Pfalz im Landkreis Bad Dürkheim zu. Ausgehend vom 3.000-Seelen-Örtchen Hettenleidelheim spielte sich eine wahrhaft kinoreife Autoverfolgungsjagd ab. Nur über die überraschende Wendung am Ende wird wohl nicht jedem schmecken.

 

Dabei begann alles noch relativ harmlos mit einer geplanten Verkehrskontrolle: Polizeibeamten fiel ein Wagen mit drei jungen, männlichen Insassen auf, die wohl irgendwie einen verdächtigen Eindruck hinterlassen haben müssen. Zu einer Überprüfung kam es aber gar nicht erst, da der 19-Jährige Fahrer des betroffenen Vehikels offenbar nicht daran dachte, auszusteigen. Stattdessen legte er den Fuß aufs Gaspedal und drückte ordentlich durch. Seine beiden Mitfahrer ließ der junge Mann zwischenzeitlich noch schnell aussteigen, doch selbst Warnschüsse der Beamten sowie Schüsse auf die Reifen des Fluchtfahrzeugs konnten den Fahrer nicht dazu bringen, einzulenken. Auf einem Feldweg kam der 19-Jährige schließlich abrupt zum Stehen, ein Polizeiwagen konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr hinten auf.

 

Sämtliche Insassen blieben aber zum Glück unverletzt, im Nachhinein hätte sicherlich keiner der Beteiligten in dieser irren Nacht seine Gesundheit riskieren wollen: denn bei dem 19-Jährigen Fluchtfahrer wurde bei der Durchsuchung nichts weiter gefunden als drei lächerliche Gramm Marihuana. Ob sich der junge Mann mit dem Bleifuß einfach nur panisch verhalten oder während der Verfolgungsfahrt vielleicht unbemerkt eine größere Menge Marihuana aus dem Autofenster geworfen hat, ist unklar.