Von Fällen, in denen sich schwere Alkoholiker durch den Konsum von Cannabis selbst von ihrer Sucht therapieren, hört man immer wieder. Auch die Forschung hat sich dem Thema bereits angenommen: In einer US-Studie wurde ermittelt, dass Cannabiskonsum die gravierenden Schäden des Alkoholismus lindern kann.

 

Eine 47-jährige Mutter aus Süddeutschland hatte von derartigen Erkenntnissen vielleicht gelesen, als sie auf die Idee kam, ihren 15-jährigem Sohn etwa ein Jahr lang mit Marihuana zu versorgen, um ihn vom Alkohol abzubringen. Aus Angst davor, er könne auf die schiefe Bahn geraten, zwackte sie vom Weed-Vorrat ihres Verlobten immer wieder etwas ab, um es ihrem Sorgenkind zu geben. Die Angst um das Kind kam nicht von ungefähr, hatte sich der Alkoholkonsum des Teenagers doch in bedenkliche Höhen geschraubt. Bier und Wodka flossen in rauen Mengen, wenn es ganz schlimm kam, musste der Junge schon mittags in volltrunkenem Zustand von der Schule abgeholt werden. Dass auch die anderen Kinder der insgesamt sechsköpfigen Patchwork-Familie teilweise mit Drogen- und Alkoholproblemen zu kämpfen hatten, hat die Mutter wohl zusätzlich alarmiert und zu ihrer ungewöhnlichen Rettungsaktion getrieben.

 

Nun musste sich die Frau vor Gericht verantworten, nachdem der Sohn mit einigen Freunden und dem Gras der Mutter in Tasche von der Polizei aufgegriffen wurde. „Ich dachte, meinen Sohn mit dem Marihuana bremsen zu können, aber das war ein großer Fehler. Das weiß ich jetzt“, so die Mutter, die bisher nicht mit dem Gesetz in Konflikt gekommen war und selbst auch kein Marihuana konsumiert. Der zuständige Richter zeigte allerdings wenig Verständnis für die „absurde Logik" der Mutter und sprach eine zweijährige Bewährungsstrafe zuzüglich einer Geldstrafe von 1.500 Euro aus.

Österreichs Jung-Kanzler Sebastian Kurz und seine ÖVP haben bezüglich der Legalisierung von Cannabis einen klaren Standpunkt: als waschechte Konservative sprechen sie sich klar dagegen aus. Wie weit die Abneigung tatsächlich geht, macht nun eine kuriose Aktion von Kurz’ PR-Team deutlich.

 

Bei einem Treffen von Kurz mit Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ebenfalls ÖVP) in einem zünftigen Gasthaus entstand ein eigentlich völlig harmloses Pressefoto vom Typ „Mächtige Männer diskutieren beim Essen mit ausladenden Gesten die Geschicke der Nation“, wie man es schon ein Dutzend Mal gesehen hat. Eigentlich. Denn durch ein Detail des Fotos sah das PR-Team des Kanzlers anscheinend das Bild des jungen dynamischen Weltpolitikers, das man so gern kommuniziert, über alle Maßen gefährdet. Denn an der Wand hinter Sebastian Kurz hing in der Originalversion des Bilds eine Fotografie, die etwas zeigt, das die ÖVP so gar nicht genehm ist und das man nicht anders als einen riesigen Joint bezeichnen kann. Vielleicht hatte man schon den Social-Media-Spott in den Ohren oder wollte kruden Verschwörungstheorien vorgreifen, jedenfalls entschied man sich zu der radikalen Maßnahme, das Foto wieder zurückzuziehen, zu bearbeiten, und in einer sauberen Version neu zu veröffentlichen. Auf dem neuen Foto ziert nun ein beschauliches und komplett unverfängliches Alpenpanorama die Wand hinter Kurz.

 

Das unzensierte Original-Bild

 

Nun war das Original aber schon etwa eine Woche online und dementsprechend dauerte es nicht lange, bis ein aufmerksamer Nutzer die Cannabis-Zensur in dem retuschierten Bild bemerkte und der befürchtete Shitstorm letztendlich doch ausbrach. Die Social-Media-Community fühlte sich sogleich in ihrer Kreativität herausgefordert und so dauerte nicht lange, bis unter dem Hashtag #bastishop noch weitere, natürlich nicht ganz ernstgemeinte, Varianten der Abbildung den Weg ins Netz fanden.

Wenn der eigene Stash immer kleiner wird, obwohl man selbst gar nicht so viel gepafft hat, stellt sich natürlich die Frage, welche Naschkatze sich denn da heimlicherweise bedient.

 

Überträgt man diese Ausgangsituation auf die Asservatenkammer einer Polizeistation, ergibt sich natürlich erstens ein reges Interesse seitens Presse und Dienstaufsicht. So geschehen im argentinischen Pilar, einer Provinz bei Buenos-Aires. Im Zuge der Inventur im Rahmen der Übergabe einer Polizeistation entdeckte der zuständige Kommissar, dass eine nicht unbeträchtliche Menge Marihuana aus der Asservatenkammer verschwunden war. Die fehlende Menge belief sich auf handfeste 540 Kilogramm Weed. Während der sich entfaltenden Untersuchung des Falls gaben Experten zu bedenken, dass sich die fehlenden Kilos infolge eines Trocknungsprozesse quasi in Luft aufgelöst haben könnten. Andere Mitglieder der Untersuchungskommission halten diesen Hergang in Anbetracht der verschwundenen Menge an Cannabis für äußerst unwahrscheinlich.

 

Allerdings ist diese Theorie wohl immer noch wahrscheinlicher als die unglaubliche, von den Sprechern der betroffenen Polizeiwache tatsächlich im Ernst veröffentlichte Erklärung, dass Ratten das getrocknete Blütenmaterial verspeist hätten. Obwohl die Untersuchung weiter geführt wird, ist zu bezweifeln, dass der Fall jemals zu einer befriedigenden Aufklärung gebracht wird.

 

Update vom 12.4.2018: Es wurden mittlerweile acht der Polizisten entlassen, die behaupteten, dass Mäuse das Gras gefressen hätten. Des Weiteren haben Experten der Universität Buenos Aires erklärt, dass Mäuse die Drogen nicht mit Nahrung verwechseln würden und dass, wenn eine große Gruppe von Mäusen das Cannabis gefressen hätte, eine Menge Kadaver gefunden worden wären.

Jamaika und Marihuana – für viele ist diese Verknüpfung ganz logisch, dabei gibt es auf der Insel auch einen guten Anteil an der Bevölkerung, der Cannabis eher ablehnend gegenübersteht. Die Gesetzeslage sah daher auch keine legalen Cannabisprodukte vor – bislang.

 

Nun eröffnete die erste legale medizinische Cannabis-Ausgabestelle Jamaikas. Wie der „Jamaican Observer“ berichtete, werden ab sofort unter den Namen Kaya Farms, Kaya Herbhouse, Kaya Spa, Kaya Cafe und Kaya Tours verschiedenste Dienste angeboten. Die Eröffnungsfeier wurde musikalisch von Reggae-Größen wie beispielsweise Toots & The Maytals, Ky-mani Marley, Keznamdi oder Jah 9 begleitet.

 

„Es war eine beschwerliche Reise für alle, die daran beteiligt waren, diesen Traum zu verwirklichen. Wir dürfen nicht vergessen, uns bei den Indern, die die Pflanze mitgebracht haben, den Rastafaris, die sich für sie eingesetzt haben, bei der Technischen Universität sowie Regierungsbeamten auf beiden Seiten zu bedanken, die dabei geholfen zu haben, dies durch die politische Landschaft zu steuern. Es ist ein spannender Schritt, da ich mir sicher bin, dass wir eine Industrie aufbauen können, die mit den Kanadiern, den Briten und den Vereinigten Staaten mithalten kann“, sagte der Vorsitzende – und mit dem interessanten Titel „Chief Ganja Officer“ versehene – Balram Vaswani.

 

Die Vorschriften der „Cannabis Licensing Authority“ erlauben ab sofort den Verkauf und die Verwendung von Marihuana in begrenzten Mengen und aus bestimmten Gründen, gemäß der schriftlichen Empfehlung oder Verschreibung eines registrierten Arztes.

 

Die erste legale Cannabis-Kundin seit mehr als Hundert Jahren auf dem Karibik-Eiland war die Jamaikanerin Gloria Palomino, die eine Packung mit Cannabis-Pillen in Empfang nahm, von der sie sich Linderung ihrer Schmerzen verspricht, die durch ihre Lupus-Erkrankung hervorgerufen werden.

Marlene Mortler bleibt weiterhin Drogenbeauftragte Deutschlands (wir berichteten). Zeit also, um mal wieder Signale gegen „die Szene“ zu setzen und der schlimmbösen Rauschgiftkriminalität Einhalt zu gebieten! Also: 60 Polizisten teilweise mit Sturmhauben versehen und in Bremen in die Friedrich-Klippert-Straße schicken, das Grasdealer-Pack ein bisschen aufmischen.

 

Wie „Bild“ berichtet, wurden ein Café, eine Teestube und ein Kiosk sowie 30 Personen durchsucht. Der Kiosk eines hart arbeitenden Mannes wurde verwüstet und so hinterlassen, auch ohne dass Drogen gefunden werden. Insgesamt fand die Polizei auf fünf Tatverdächtige verteilt 100 Gramm Cannabis (oder 100 Gramm Cannabis und Marihuana, wie es bei der Polizei heißt) sowie ein gestohlenes Tablet. Das sind immerhin 1,67 Gramm von diesem Cannabismarihuana, von dem man so viel hört, pro Polizist (sowie 0,0167 gestohlenes Tablet pro Polizist). Festnahmen: keine.

 

Jeder Mensch, der seine Sinne beisammen hat, wird sich für diese schöne, Zigtausende Euro teure und komplett sinnlose Razzia bei der Polizei und der Bundesregierung bedanken. Die Polizei jedoch feiert sich selbst für diesen gelungenen Coup: Laut Polizeiführer Jens Körber war die Razzia „ein weiterer Baustein zur Verunsicherung der Szene“ und „ein wichtiges Signal dafür, dass die Polizei konsequent gegen Straftäter vorgeht.“ Na dann. Applaus!

Das mag komisch klingen, aber auch beim Indoor-Grow kann einem das Wetter einen Strich durch die Rechnung machen. So geschehen vergangenen Freitag in West Yorkshire, wo die Polizei eine Plantage mit Pflanzen im Wert von rund 90.000 Euro hochnahm.



Einen Strich durch die Rechnung machte den Growern sozusagen Sturmtief Emma, das zu der Zeit über Großbritannien hinwegfegte und in einigen Regionen bis zu sechzig Zentimeter Schnee mitbrachte. Dadurch fiel den Gesetzeshütern auf, dass auf dem Dach des betroffenen Hauses, in dem sich die Plantage befand, im Gegensatz zu den Häusern in der Nachbarschaft seltsamerweise nur wenig Schnee lag.



Durch die Hitzeentwicklung der Growlampen, die die rund 322 Pflanzen mit ausreichend Licht versorgen sollten, blieb auf dem Hausdach so gut wie kein Schnee liegen. Als die Polizei zudem auf dem Grundstück einen starken Cannabisgeruch witterte, war der Fall klar und das Haus wurde gestürmt.

 

Da dort jedoch niemand angetroffen werden konnte, läuft nun eine Fahndung nach den Mietern, Angaben der Nachbarn zufolge handelt es sich um zwei etwa dreißigjährige Männer.

Noch am Wochenende berichtete Highway über einen Polizeiobermeister aus dem Saarland, der unter anderem wegen Haschischs in seinem Spind und weiterer Drogendelikte suspendiert und letztendlich aus dem Dienst entlassen wurde.

In den USA, genauer im beschaulichen Lumberton, Mississippi, spielt sich gerade ein ähnlicher Fall ab: der Polizeichef des 2.000-Seelen-Kaffs, Shane Flynt, wurde, ganz wie sein deutscher Kollege, aufgrund von Cannabis-Konsum suspendiert. Was den Fall allerdings eine ganze Ecke spektakulärer macht, ist die Tatsache, dass doch tatsächlich ein Video existiert, das Polizeichef Flynt mit einem Bubbler oder einem Chillum beim ausgelassenen Kiffen zeigt (siehe Video ab 00:41 Min.).

Doch damit nicht genug: Der sichtlich angeheiterte Polizeibeamte wird in dem Clip nicht müde, seinen Cannabiskonsum zu feiern und sogar damit anzugeben. „Ich bin der einzige Polizeichef in Lumberton, der Weed raucht. Wer ist der Coolste hier? Ich bin der Coolste hier!“, so der scheinbar tiefenentspannte Gesetzeshüter. Detail am Rande: auf dem Video ist übrigens klar und deutlich Flynts Uniform zu erkennen, die hinter ihm an der Garderobe hängt. Den Job als Polizeichef bekleidet der Gute übrigens erst seit September 2017. Wer das Video filmte und wer es schließlich an die Öffentlichkeit brachte, ist bislang unklar.

Während die Behörden nun das aufgetauchte Video ausgiebig prüfen wollen, bleibt der reuige Polizeichef, der zerknirscht auf eine zweite Chance hofft, bis auf Weiteres bei vollen Bezügen suspendiert.

Diese Geschichte beginnt zunächst beinahe klassisch: in einem Gebüsch versteckt liegen 500 Gramm Weed gebunkert. Ein Gärtner, der beauftragt ist, dort seiner Arbeit nachzugehen, findet das Paket und nimmt es an sich. So etwas passiert in Deutschland vermutlich täglich. In der Regel passiert dann eine von zwei Möglichkeiten: der Finder nimmt das Gras, hält die Fresse und raucht oder verkauft es – oder der Finder geht zur Polizei und meldet den Fund.

 

Doch in Ottersberg bei Bremen ergab sich nun eine sehr interessante Variante dieser Geschichte: im Mai 2016 entdeckte ein Gärtner während seiner Arbeit auf dem Gelände der Ottersberger Volksbank eine Plastiktüte im Gebüsch. Inhalt: 500 Gramm Marihuana. Diese nahm er mit nach Hause, wo er im Laufe der nächsten Wochen und Monate etwa 300 Gramm davon verbrauchte.

 

So weit, so gut. Doch dann – bereits einige Monate nach seinem Fund! –, wurde er in der Nähe der Bank von zwei jungen Männern angesprochen, ob er vielleicht ein gewisses Päckchen dort gefunden hätte, wie die „Kreiszeitung“ berichtet. Daraufhin reagierte der Gärtner sehr interessant, denn er bejahte die Frage. Das war keine kluge Antwort.

 

Es kam, wie es kommen musste: die beiden Männer verlangten die Herausgabe des Marihuanas. Da dies schon zu großen Teilen aufgeraucht war, überreichte der Gärtner ihnen den Rest sowie einen ausgehandelten Bargeldbetrag für die nicht mehr vorhandenen Blüten. Damit war die Angelegenheit vorerst erledigt.

 

Doch dann, neun Monate später, suchten ihn die beiden wieder in der Öffentlichkeit auf und verlangten eine Art Entschädigung in Höhe von 1.800 Euro – klare Erpressung also. Das wurde dem Gärtner zu blöd, also ging er zur Polizei. Dies führte für die beiden Jung-Dealer nicht nur zu einem Verfahren wegen räuberischer Erpressung, sondern auch zu erfolgreichen Ermittlungen gegen die beiden aufgrund ihres Dealens.

 

Aber auch der Gärtner selbst landete nach dem Gang zur Polizei natürlich vor Gericht. Für ihn gab es acht Monate auf Bewährung – eine Geldstrafe kam nicht dazu, schließlich sei er durch die Zahlung an die Dealer diesbezüglich schon gestraft gewesen, so der Richter. Kleine Anekdote am Rande: der unter einem Bandscheibenvorfall leidende Gärtner berichtete, dass er so viel von dem Marihuana geraucht habe, da es sehr gut gegen seine Schmerzen geholfen habe.

Amsterdam – die Hauptstadt der Niederlande zieht seit jeher Cannabisfreunde aus aller Welt in ihren Bann und in ihre einzigartigen Coffeeshops. Ganz stressfrei aus verschiedenen Sorten wählen und unbehelligt in angenehmer Atmosphäre mit Gleichgesinnten konsumieren – das lockt natürlich nicht nur den Otto-Normal-Kiffer, sondern auch die Stars und Sternchen dieser Welt.

 

So unter anderem auch MMA-Star und Mediensau Conor McGregor, der vor Kurzem dem Coffeshop Prix d'Ami einen Besuch abstattete. Es wurde zwar nicht kolportiert, ob und was der Kampfsportler dort möglicherweise gekauft oder genossen hat, sein verträumter Blick zur Menükarte lädt aber mindestens zu Spekulationen ein.

 

Eine Doping-Strafe hat McGregor von der UFC so oder so nicht zu befürchten: der Verband lockerte seine Regeln hinsichtlich des Cannabiskonsums, mit dem Ergebnis, dass den Athleten außerhalb der Wettkämpfe der Konsum von THC- und CBD-haltigen Genussmitteln gestattet wird.

So eine Hausdurchsuchung ist nichts Schönes – erst recht, wenn man in der heimischen Garage 70 Kilogramm Cannabisprodukte lagert. Wie die Kantonspolizei Bern erst jetzt bekanntgab, hatte sie bereits im September 2017 bei einer Hausdurchsuchung in Madiswil rund 70 Kilo Haschisch und Marihuana aufgefunden.

 

Wie etwa die „Aargauer Zeitung“ berichtete, gerieten zwei Männer durch ein anderes Ermittlungsverfahren in den Verdacht, sich als Cannabis-Dealer zu betätigen. Mehrmonatige Ermittlungen bestätigten dies und führten zu der Durchsuchung und der Beschlagnahmung der Ware. Die beiden Männer im Alter von 46 sowie 48 Jahren wurden in Untersuchungshaft genommen und sind geständig beziehungsweise teilweise geständig, in der Region Bern kiloweise Cannabis verkauft zu haben. Inzwischen wurden die beiden wieder aus der U-Haft entlassen und warten auf ihre Verhandlung.