Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen in Mittelfranken ist die Polizei leider mal wieder auf eine größere Cannabis-Anlage gestoßen.

 

Angefangen hatte alles schon Mitte März, als Beamte im Zuge einer Verkehrskontrolle etwa 300 Gramm Marihuana in einem Fahrzeug fanden. Man hatte zuvor Hinweise über die beiden Insassen, einen 33-Jährigen Mann und seine 26-jährige Beifahrerin erhalten, nach denen eine Drogen-Lieferung kurz bevorstehe. Im weiteren Verlauf der Ermittlungen kam es zur Durchsuchung des gemeinsam bewohnten Anwesens in Ellingen, bei der ein weiterer Verdächtiger sowie etwa 720, offenbar hauptsächlich junge Cannabispflanzen gefunden wurden. Die nach Polizeiangaben „professionell“ betriebene Anlage befand sich im Keller des Hauses. Des Weiteren wurden noch sechs Kilo Marihuana-Blüten und 45.000 Euro Bargeld beschlagnahmt.

 

Die festgenommenen Tatbeteiligten müssen sich nun auf eine Anklage wegen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge einstellen müssen.

 

Wem die mediale Dauerbeschallung zum Thema Corona-Virus mittlerweile zum Hals raushängt, dem sei die Instagram-Seite von Lloyd Kanchan wärmstens ans Herz gelegt. Unter dem Künstlernamen „rapoleon_dynamite“ betreibt der Diorama-Künstler aus San Bernadino, USA, einen der nostalgischsten und kreativsten Cannabis-Accounts überhaupt. In seinen gewitzten Miniatur-Szenarien treffen Ikonen der Popkultur, wie zum Beispiel die „Ninja Mutant Hero Turtles“, „Rick und Morty“ und diverse Horrorfilm-Bösewichte (von Michael Myers bis zum guten alten Candyman) auf übergroße Buds und riesige Joints. Da kann es schon mal passieren, dass Ash aus dem Horrorklassiker „The Evil Dead“ und Auftragskiller Jules aus „Pulp Fiction“ nebeneinander auf der Couch chillen und die Qualität einer Cannabis-Blüte begutachten. Und auf dem Couchtisch liegt der sagenumwobene schwarze Aktenkoffer aus Quentin Tarantinos großem Kinoerfolg von 1994.

 

Diese inhaltliche Liebe zum Detail ist es, die einen Großteil der Faszination von Kanchans Bildern ausmacht, aber auch rein von handwerklicher Seite sind sie absolut sehenswert und eine wohltuende Abwechslung vom üblichen 420-Einerlei. Außerdem dürften sich die Liebhaber von Action-Spielfiguren gar nicht satt sehen können an den Plastik-Protagonisten seiner Inszenierungen. Willkommener Nebeneffekt: beim Scrollen durch Lloyds Profil kann man das ganze Corona-Chaos einfach mal für ein paar Minuten vergessen und sich an vergangene, einfachere Zeiten zurückerinnern.

 

Schwache Wurzeln sind am Ende nicht nur zu einem großen Teil mitverantwortlich, wenn die Ernte nicht wie gewünscht ausfällt, sondern stellen auch ganz klar eine Verschwendung von Dünger dar, denn bei schwachen Wurzeln kann man den Dünger auch gleich wegkippen. Pflanzen, die über kein gut entwickeltes Wurzelsystem verfügen,  haben nichts, womit sie den Dünger aufnehmen könnten. Daher sollte der Wurzelentwicklung also besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt werden. Dies gilt auch für erfolgreiche Grower, denn keine Ernte ist so gut, als dass sie nicht noch besser sein könnte. Die regelmäßige Kontrolle der Wurzeln hilft jedem Gärtner auf dem Weg zu den besten Ernten.

 

Vertrauen ist gut...

Diejenigen Grower, die Erde und ähnliche Medien verwenden, haben es bei der Kontrolle am schwersten. Während des Vegetationszyklus wird niemand eine Pflanze herausziehen, um zu erfahren wie die Wurzeln entwickelt sind. Die Verwendung eines leichteren Substrates (unter Zugabe von Perlit, Keramsit oder Rockwool) nutzt nicht nur den Pflanzen selbst, sondern auch den Growern, die den Wurzeln mehr Beachtung schenken wollen. Korrekt ausgebildete Wurzeln finden ihren Weg zum Boden des Anbaugefäßes, aus welchem sie dann herausschauen. Eine gesunde Wurzel ist schneeweiß und hat weiche, weiße Härchen. Wenn eine gelbliche, unterentwickelte oder sogar faulige Wurzel herausschaut, ist mit den Wurzeln etwas nicht in Ordnung. Man sollte auf jeden Fall die Unterschiede der Wurzelsysteme der verschiedenen Pflanzen verfolgen. Wenn aus einem Pflanzengefäß eine schöne weiße Wurzel herausschaut, aus dem anderen aber nicht, dann ist definitiv etwas nicht in Ordnung.

 

Für den Fall, dass die Wurzeln aus irgendeinem Grund nicht zum Boden des Gefäßes gelangen, bleibt nichts anderes übrig, als mit der Bewertung der Entwicklung bis zum Ende der Ernte zu warten. Es mag dem ein oder anderen sinnlos erscheinen, die Stärke und den Gesundheitszustand der Wurzeln nach der Ernte zu begutachten, aber das kann durchaus auf dem Weg zu besseren Ergebnissen bei den folgenden Ernten helfen. Wenn man feststellt, dass die Wurzeln zu schmal oder verfault sind oder die Masse der Wurzeln nicht im richtigen Verhältnis zur Pflanze steht, muss der Anbauvorgang beim nächsten Mal abgeändert werden: Zunächst sollte mehr Wert auf den Gießvorgang gelegt werden. Es kommt häufig vor, dass Anbauer bewährte Methoden für das Gießen und die Wasseranpassung benutzen und aufhören, den pH-Wert, den EC-Wert oder die Feuchtigkeit im Anzuchtmedium zu messen, da davon ausgegangen wird, dass sich bei einer gleichen Dosierung auch die gleichen Werte wie beim vorherigen Grow ergeben. Sorgfältigkeit zahlt sich beim Anbau aber sehr aus und deshalb ist es notwendig, diesen Werten die gebührende Aufmerksamkeit zu widmen. Bei einer Reihe von Growern hat sich das Gießen von unten als günstig erwiesen. Die Pflanzen fühlen die Feuchtigkeit von unten. Die Wurzeln versuchen zu ihr zu gelangen, wachsen deshalb schneller und schauen eher aus den Pflanzengefäßen heraus. Eine Bewässerung von unten nutzen zum Beispiel auch passive Bewässerungssysteme.

 

Gärtner, die Hydrokulturen verwenden, haben eine deutlich bessere Möglichkeit, die Wurzeln während der gesamten Vegetationszeit zu verfolgen. Rockwoolmatten lassen sich problemlos anheben, durch Keramsit wachsen die Wurzeln einfach hindurch und in Luft- und NFT-Systemen bietet sich der Blick auf die Wurzel direkt. Die Kontrolle der Wurzeln ist in jedem System Pflicht. Oft werden die Wurzeln aber erst beachtet, wenn eine Ursache für ein Problem gesucht wird. Wenn eine Pflanze schön aussieht, heißt das aber nicht, dass ihr Wurzelsystem keine Unterstützung braucht.

 

...Kontrolle ist besser

Super Wurzeln gewünscht? Dann muss auch schon bei den Sämlingen beziehungsweise Stecklingen begonnen werden, darauf zu achten. Die Anfangsphase des Wurzelwachstums ist sehr wichtig. Wenn schon die Steckis oder Sämlinge beschädigte, schwache oder strukturlose Wurzeln haben, bilden sie nur schwer einen schönen Wurzelballen aus. Mit schlechtem Tabak dreht sich schließlich auch keine gute Zigarette. Es muss dringend auf Eindringlinge im Anzuchtmedium geachtet werden. Jeder Parasit kann nicht wiedergut zumachende Schäden verursachen. Gefährlich sind vor allem Trauermücken, die ihre Eier in das Substrat legen. Die geschlüpften Larven greifen sofort die Wurzeln an und die Folgen können fatal sein. Es existieren aber verschiedene Mittel, um sie zu bekämpfen. Während der gesamten Vegetationszeit sollte ein qualitativ hochwertiger Wurzelstimulator gegeben werden.

 

In der Blüte reicht es, diesen bei jedem zweiten Gießen hinzuzugeben. Zwei bis drei Wochen vor der Ernte wird die Gabe dann eingestellt. Das Gießwasser sollte mit einem Gebläse belüftet werden – die Wurzeln benötigen Sauerstoff, also sollen sie diesen auch bekommen. Die Wurzeln sollten während der Vegetationszeit und nach der Ernte kontrolliert und die Wurzelsysteme von sehr erfolgreichen Pflanzen mit denen der anderen verglichen werden. Dies sollte auch hinsichtlich dem Standort der jeweiligen Pflanzen geschehen – eventuell hat das Bewässerungssystem kleine Fehler, die es zu erkennen gilt. Durch eine sorgfältige Analyse kann man durchaus erkennen, dass es an einigen Stellen des Systems den Wurzeln gut geht und an anderen nicht. Darauf folgt die Suche nach den Ursachen. Bei der nächsten Runde haben dann vielleicht schon alle Pflanzen starke Wurzeln!

 

Dieser Artikel von Grow-Experte Mr. José erschien erstmals in Highway-Ausgabe 03/17.

 

 

 

 

Vor kurzem ging das Video eines jungen Mannes aus Tennessee viral, der sich als Angeklagter vor Gericht einen Joint rauchte, um Aufmerksamkeit für eine seiner Meinung nach dringend notwendige Cannabislegalisierung zu schaffen. Der Clip ging um die Welt, vielleicht hat ihn auch der 20-Jährige gesehen, um den es nun geht. Einen Joint hat der junge Mann, der sich gerade vor dem Amtsgericht Wetter verantworten musste, zwar nicht ausgepackt, sein uneinsichtiges Verhalten vor dem Richter schlug aber in dieselbe Kerbe. Angeklagt war der junge Mann aus Herdecke für den Besitz von Sage und Schreibe einem Gramm Marihuana. Leider hatte er zuvor schon aufgrund eines Cannabisdelikts eine Geldstrafe bekommen, deshalb kam der erneute Fund trotz geringer Menge beim Jugendrichter gar nicht gut an.

 

„Wenn ich jeden Tag eine Flasche Wodka saufe, interessiert das keine Sau“, konterte der Angeklagte die Belehrungen des Gerichts und konstatierte trocken, dass er die Cannabisgesetzgebung für „schwachsinnig“ halte. Tja, dem wäre eigentlich nicht mehr viel hinzuzufügen, doch der Richter sah das naturgemäß anders (Das ist verboten!“) und verordnete drei Drogenscreenings, 50 Sozialstunden und eine sechsmonatige Betreuungsweisung.

 

Auf den „Mein Schiff“-Linern, die im Auftrag von TUI Cruises die Weltmeere durchkreuzen, gilt laut AGB „Keine Macht den Drogen“ – für Alkohol und Arzneimittel gilt die Regelung aber natürlich nicht.

 

Dass man aber auch im Falle von Cannabis keine Ausnahme macht, durfte nun ein junger Mann aus Mannheim am eigenen Leib erfahren. Dieser hatte sich im Rahmen eines Landgangs in Jamaica mit etwa 30 Gramm Marihuana eingedeckt, das er, zurück an Bord, gleich im Safe seiner Kabine einschloss, wie er in einem Gespräch mit der Highway-Radaktion versicherte. Leider vergaß er einen angerauchten Joint, den er auf seinem Privat-Balkon im Aschenbecher abgelegt hatte. Diesen entdeckte wohl das Reinigungspersonal, denn als der Passagier nach einem weiteren Landgang wieder an Bord kommen wollte, löste seine Karte beim Abscannen einen Alarm aus und ein Security-Team nahm sich seiner mit der Frage nach illegalem Drogenkonsum an. Nach der Durchsuchung der Kabine, in dessen Verlauf die Blüten im Safe gefunden wurden, wurde der Fall in Absprache mit der Reiseleitung umgehend an die mexikanische Polizei weitergeleitet. Die interessierte sich allerdings herzlich wenig für den Fall, da dort der Privatkonsum von Cannabis entkriminalisiert wurde.

 

Schon sah es so aus, als würde der Betroffene noch mal mit einem blauen Auge davonkommen, denn die Reiseleitung wollte es mit dem Hinweis, das Zeug beim nächsten Mal doch lieber an Land zu rauchen, bei einer Verwarnung belassen. In einem Fall wie diesem hat allerdings der Kapitän das letzte Wort und das fiel gnadenlos aus: er verwies den Mann noch in Mexiko kurzerhand des Schiffes und legte ab. Dass der Pechvogel das Marihuana zu medizinischen Zwecken zur Linderung der Symptome seiner ADHS-Erkrankung konsumierte, half letztendlich auch nicht weiter, da sich eine entsprechende Bescheinigung zum damaligen Zeitpunkt noch nicht in seinem Besitz befand. Inzwischen ist der Mannheimer auch ganz offiziell Cannabispatient, was die ganze Sache rückblickend gesehen natürlich noch ärgerlicher macht.

 

Kopfschmerzen bereiten auch die Facebook-Kommentare auf der „Mein-Schiff“-Facebookseite, wo der Zurückgelassene seinem Unmut Luft machte. Leider konnte er nicht auf die Solidarität der TUI-Fans und Mitreisenden zählen, stattdessen gab es Lob für den Kaptitän und seine Entscheidung. Es scheint jedenfalls für den durchschnittlichen deutschen Kreuzfahrtgast (und Kleingeist) nichts Schlimmeres zu geben als den herüberwehenden Marihuanageruch vom benachbarten Kabinenbalkon riechen zu müssen.

 

TUI Cruises hat sich zu dem Vorfall bisher leider nicht geäußert.

Das Stoner-Movie „So High“ mit den Wu-Tang-Rappern Method Man und Redman in den Hauptrollen dürfte vielen Cannabisfreunden ein Begriff sein. Für alle, die die Kiffer-Komödie noch nicht kennen: in dem Film wird eine Cannabispflanze mit der Asche eines Verstorbenen gedüngt, was dazu führt, dass dem Konsumenten beim Genuss dieses speziellen Marihuanas dessen Geist erscheint. Jeder, der den Film gesehen hat, wird sich wohl an die entsprechenden Szenen erinnern können. Zu den Fans des Films zählt möglicherweise auch ein 26-Jähriger aus dem US-Bundestaat Wisconsin.

 

Der junge Mann, dem Handeltreiben mit Betäubungsmitteln vorgeworfen wird, wurde von der Polizei mit einer Hausdurchsuchung überrascht, nachdem ein Informant der Behörden Marihuana bei ihm gekauft hatte. Die Beamten fanden beim Verdächtigen dann auch tatsächlich etwa 70 Gramm Cannabisblüten, eine kleine Menge MDMA, eine Waage und eine Auswahl an Bongs. Besondere Aufmerksamkeit erregte jedoch ein unidentifizierbares Pulver, das die Ermittler zunächst vor ein Rätsel stellte. Handelte es sich bei der unbekannten Substanz etwa um Streckmittel? Tja, wie soll man sagen: ja und nein. Der Verdächtige gab zu, dass es sich tatsächlich um die Asche seiner vor einem Jahr verstorbenen Mutter handele. Zwar konnte bisher nicht geklärt werden, ob der Mann damit auch das für den Verkauf bestimmte Marihuana versetzt hat, aber die Aussage, zumindest seinen Eigenbedarf mit der toten Mutter „gestreckt“ zu haben, lässt das Schlimmste erahnen. Mit den Mitgliedern seines Kundenkreises möchte man jetzt auf jeden Fall nicht tauschen...

Als damals am ersten Tag des neuen Jahres 2014 in Colorado die ersten legalen Cannabis-Shops ihre Pforten öffneten, war das öffentliche Interesse riesengroß. Journalisten und Politiker aus aller Welt schauten auf den US-Bundesstaat, der sich auf unbekanntes Terrain wagte und Cannabis auch für den Freizeitkonsum zuließ. Am Ende des Verkaufstags waren Cannabisprodukte im Wert von einer Million US-Dollar umgesetzt worden.

 

Nun ist auch Bundesstaat Illinois den Schritt gegangen, seit dem ersten Januar 2020 darf man auch hier Cannabis kaufen, um es zu Genusszwecken zu konsumieren. Und die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: 3,2 Millionen Dollar wurden allein am ersten Verkaufstag umgesetzt, verteilt auf stolze 77.128 Transaktionen. Lange Warteschlangen wie auf dem Bild oben (ein Post eines US-Hanfaktivisten) waren keine Seltenheit im neujährlichen Stadtbild. Illinois ist der elfte US-Bundesstaat (Regierungssitz Washington D.C. einmal ausgenommen), der die vollständige Legalisierung umsetzt. Dem geneigten Bürger ist damit nun erlaubt, bis zu 30 Gramm Blütenmaterial und fünf Gramm Konzentrate zu besitzen.

 

In einer schönen Aktion, die der Legalisierung an Silvester vorausging, wurden außerdem gut 11.000 Menschen begnadigt, die aufgrund leichterer Cannabis-Delikte verurteilt worden waren.

Drogenaufklärung in der Schule haftet ja oft etwas Dämonisierendes an, mit dem Ziel, die lieben Kleinen so lange wie möglich vor der Welt der bösen Drogen zu beschützen. Dagegen ist natürlich grundsätzlich nichts zu sagen, jedoch schießt man mit diesem Ansatz auch oft über das Ziel hinaus und bewirkt eher, dass die Jugendlichen erst recht neugierig werden.

 

Ein Vertretungslehrer aus dem US-Bundesstaat Massachusetts verfolgte wohl einen gänzlich anderen Ansatz: vor der versammelten Klasse zündetet er sich in aller Ruhe einen Joint an und rauchte ihn genüsslich, bevor er anfing, mit den Schülern über den Konsum von Marihuana zu diskutieren. Wie der Mann schnell feststellen musste, fiel auch dieser mehr als zweifelhafte Aufklärungs-Ansatz bei den Schülern durch. Es dauerte nicht lange bis einige von ihnen sich beim Rektor beschwert hatten und der Vertretungslehrer seinen Job los war. Und zwar endgültig: einer Schule darf sich der Mann auf Lebenszeit jedenfalls nicht mehr nähren.

Bereits am 4. November wurde ein Schweizer auf Bali mit 30 Gramm Cannabis erwischt. Dem jungen Mann aus Lausanne wird nun Schmuggel vorgeworfen. Aus Datenschutzgründen sind Detailinformationen zu dem Fall rar gesät, allerdings gelangte eine Fotografie in Umlauf (siehe oben), die den 40-jährigen Eidgenossen mit blassem Gesicht und abgemagertem Körper in oranger Häftlingskleidung beim Abtransport durch maskierte Polizisten zeigt.

 

Die Schweizer Botschaft in Jakarta steht mit den lokalen Behörden in Verbindung und tut alles, was im Rahmen des konsularischen Schutzes möglich ist. In Anbetracht der rigiden Drogengesetzgebung in Indonesien tut das auch wirklich Not. Nicht nur, dass die indonesischen Haftbedingungen, gelinde gesagt, nicht zu den Besten gehören: wie vielen westlichen Cannabisliebhabern bekannt sein dürfte, zählt Südostasien global gesehen zu den drogenfeindlichsten Regionen überhaupt und setzt die strikte Verbotspolitik kompromisslos um.

 

Innerhalb von Südostasien wiederum nimmt Indonesien einen der ganz vorderen Plätze in Sachen Repressivität und Härte in Bezug auf Drogendelikte ein. Marihuana gehört hier zur Drogen-Kategorie 1 und steht in einer Reihe mit Heroin und Kokain. Tatsächlich werden bei Vergehen, die Substanzen dieser Kategorie betreffen, immer wieder Todesstrafen verhängt, wobei die indonesische Regierung auch nicht davor zurückschreckt, ein Exempel an Ausländern und Touristen zu statuieren. Es bleibt zu hoffen, dass sich der Betroffene junge Mann auf einen guten Rechtsbeistand verlassen kann und vielleicht auch in Lage ist, mithilfe von Freunden oder Verwandten auf größere Geldbeträge zurückgreifen zu können.

Wenn der britische Star-Regisseur Guy Ritichie ruft, dann kommen die Stars aus den Löchern bzw. aus ihren Villen gekrochen. Das war nicht immer so, denn den Ruf als der kultigste Tarantino-Verschnitt von der Insel, den Richtie sich mit seinem Debütfilm „Bube, Dame, König, GrAS“ und dem artverwandten Nachfolger „Snatch“ erarbeitet hatte, versenkte er wenig später mit der mediterranen Liebeskomödie „Swept Away“ (nominiert für zahlreiche Razzie Awards als schlechtester Film des Jahres) in den Untiefen des Mittelmeers.

 

Doch spätestens seit seinem Sherlock Holmes-Revival mit Rober Downey Jr. gilt Ritchie in Hollywood als rehabilitiert, was ein Blick auf das Ensemble seiner neuen Gangsterkomödie „The Gentleman“ eindrucksvoll unterstreicht. Die Teilnahme von Darstellern wie Hugh Grant, Charlie Hunnam, Colin Farrell, Henry Golding und nicht zuletzt Matthew McConaughey in der Hauptrolle lassen auf ein stargespicktes Filmvergnügen schließen.

 

Aus Stoner-Perspektive ebenfalls sehr zu begrüßen ist die Tatsache, dass Ritchie thematisch wieder back to the roots geht. Das ist durchaus wörtlich zu nehmen, denn nachdem auch in „Bube, Dame, König, GrAS" das grüne Kraut eine zentrale Rolle spielte stehen auch hier die Geschäfte und Verwicklungen eines Cannabis-Barons (McConaughey) im Mittelpunkt des, vermutlich mal wieder recht wendungsreichen, Plots. Der Trailer, den man unten auf dieser Seite begutachten kann, macht auf jeden Fall schon einmal Lust auf mehr! Als deutscher Kinostart ist übrigens der 27. Februar 2020 anvisiert.