Cannabisbesitz ist auch in der Schweiz derzeit noch illegal. Doch dies könnte sich nun ändern – dank einem jungen Jura-Studenten, über den wir erst im vergangenen September berichteten, als er in Zürich vor Gericht einen Freispruch für einen Freund erwirkte, der mit acht Gramm Marihuana von der Polizei erwischt wurde.

 

Damals war der Jura-Student (oder Jus-Student wie es in der Schweiz heißt) im ersten Semester und wurde vor Gericht zunächst noch belächelt. Doch am Ende seiner Ausführungen gratulierte ihm der Richter sogar: Acht Gramm Cannabis seien eine geringe Menge und demnach nicht strafbar. Die Ordnungsbuße, die sein Freund ursprünglich zahlen sollte, sei demnach nicht zu zahlen. Besonders schön: die Stadtpolizei Zürich musste sich vom Gericht anhören, ungesetzlich gehandelt zu haben.

 

Und darauf will der Student namens Till Eigenheer, der inzwischen bei der Rechtsanwaltskanzlei Bühlmann & Fritschi in Zürich arbeitet, nun aufbauen, wie „watson.ch“ berichtet: denn seine erfolgreiche Argumentation vor Gericht stützte sich vergangenes Jahr auf Artikel 19b im schweizerischen Betäubungsmittelgesetz. Dieser Artikel besagt, dass geringe Mengen für die „Vorbereitung“ von Eigenkonsum straffrei bleiben. Unklar ist jedoch, was diese Vorbereitung genau darstellen soll, und auch, was eine geringe Menge ist.

 

Derzeit ist es in der Schweiz so, dass jeder, der mit Cannabis unter zehn Gramm aufgegriffen wird, eine Ordnungsbuße von 100 Franken zahlen muss – dies ist sogar bei legalem CBD-Gras aus der Schweiz immer wieder vorgekommen, wie wir berichtet haben. Doch diesen Umstand möchte Eigenheer nun ändern. Er vertritt nun einen Mandanten, der zweimal von der Stadtpolizei Zürich mit Cannabismengen unter zehn Gramm erwischt wurde.

 

Wie bei „watson.ch“ zu lesen ist, sieht der Plan des jungen Anwalts vor, dass das Bezirksgericht sein Urteil von 2016 bestätigt und das Stadtrichteramt daraufhin Einspruch einlegt. Dies würde zu einem Grundsatzentscheid des Obergerichts des Kantons Zürich führen. Dass das Stadtrichteramt mitspielt ist wahrscheinlich, da der Gemeinderat ebenfalls an einem Grundsatzentscheid interessiert ist.

 

Auch einen Gang bis vors Bundesgericht möchten Eigenheer und sein Mandant nicht ausschließen – dann müsste allerdings ein Kollege mithelfen, denn als Jus-Student kann Eigenheer nicht zur Verteidigung zugelassen werden. Eine Entscheidung des Bundesgerichts würde allerdings nicht nur Auswirkungen auf den Kanton Zürich, sondern die ganze Schweiz haben – die über 19.000 Ordnungsbußen für Cannabisbesitz, die 2016 in der Schweiz verhangen wurden, könnten sich dann in Zukunft auf null reduzieren.

 

Bis es so weit wäre, müssen allerdings noch ein oder zwei Jahre ins Land ziehen – zunächst einmal wird vor dem Bezirksgericht Zürich verhandelt werden, was im kommenden Monat der Fall ist.

Im zurückliegenden Jahr 2016 starben über 1.300 Menschen an Drogen, wie die Bundesregierung nun meldete. Damit stieg diese Zahl bereits das vierte Jahr in Folge. Diese Zahl hätte auch noch ein paar Nullen mehr, wenn die jährlich produzierten Alkohol- und Tabaktoten ebenfalls Eingang in diese Statistik finden würden. Dennoch ist das Ganze natürlich sehr traurig und teilweise auch vermeidbar: denn 98 dieser Drogentode wurden durch die sogenannten Legal Highs hervorgerufen, die durch rechtliche Tricksereien verkauft werden dürfen.

 

Diese Legal Highs zielen vor allem auf Cannabiskonsumenten, die aus verschiedenen Gründen kein Cannabis konsumieren wollen oder können – allesamt Gründe, die mit der herrschenden Gesetzgebung aus dunkleren Zeiten zusammenhängen: Angst vor dem Führerscheinverlust, Angst vor Polizeirepressalien, Angst vor Ärger im Job – oder aber keine Möglichkeit, ungestrecktes Marihuana kaufen zu können. All diese Faktoren würden bei einer Legalisierung von Cannabis hinfällig werden.

 

Böse Zungen werden diese 98 Drogentoten der deutschen Bundesdrogenbeauftragten Marlene Mortler (CSU) und ihrer heiß gebliebten Cannabis-Prohibition ankreiden. Dass ihre teils Jahrzehnte alten „Argumente“ keinerlei Bestand haben, ist nun in vielen Fällen auch endlich durch die amerikanischen Cannabislegalisierungen schwarz auf weiß belegt: Cannabis schadet nicht – im Gegenteil! Mehr Jobs, mehr Steuern, weniger Verkehrstote, weniger kiffende Jugendliche, weniger verschreibungspflichtige Medikamente. Dies ist das bisherige Fazit der US-Legalisierungen.

Cannabis ist schädlich, schlecht, böse und eine Legalisierung von Cannabis in Deutschland, Österreich und der Schweiz würde das Ende der Welt bedeuten. So die herrschenden Politik-Verbrecher hierzulande. Dass die ganze Anti-Cannabis-Propaganda reine Lüge ist, ist vielen Menschen schon lange bewusst. Durch die Legalisierungswellen in den USA werden die Verantwortlichen aber in den letzten Jahren immer wieder ganz offiziell Lügen gestraft.

 

Nun gibt es auch wieder eine äußerst positive Meldung aus Colorado, wo die Steuereinnahmen, die aus Verkäufen von legalem Cannabis generiert wurden, seit Beginn im Jahr 2014 immer wieder sinnvoll eingesetzt werden (wir berichteten mehrfach). In 2017 sollen 475.000 Dollar, von denen 425.000 Dollar aus Cannabisverkäufen stammen, an finanziell benachteiligte Studenten vergeben werden, wie „Boston 25 News“ meldet. 300 bis 400 Studenten bekommen 1.000 Dollar, Überschüsse werden nach den Nöten und Noten verteilt. So werden auch junge Menschen studieren können, die ansonsten keine Möglichkeit dazu hätten.

 

Das müssen sie also sein, die schlimmen Effekte der Cannabis-Legalisierung – vermutlich wachsen so weitere schlaue und mündige Bürger heran, die keinen Sinn in einer Kriminalisierung von Cannabis sehen. So wie inzwischen bereits 68 Prozent aller Amerikaner.

Legales Cannabis in Kanada? Erst vor einem Monat berichteten wir davon, dass Marc Emery und Jodie Emery, die beiden bekanntesten Cannabis-Aktivisten Kanadas, verhaftet wurden, da sie die von Premierminister Justin Trudeau versprochene, aber bislang nicht umgesetzte Cannabis-Legalisierung einfach kurzerhand selbst ausgerufen haben und in Ladengeschäften Marihuana an Volljährige verkauften.

 

Ob damit im Zusammenhang stehend oder nicht – nun meldete sich die kanadische Regierung zu Wort und verkündete ein amtliches Datum für die bevorstehende Cannabis-Legalisierung. Oder besser gesagt, ein Datum, bis zu dem die Legalisierung spätestens umgesetzt werden wird: bis zum 1. Juli 2018. Die entsprechende Gesetzesvorlage wurde vergangenen Donnerstag eingereicht.

 

Erwachsene ab 18 Jahren dürfen vier Pflanzen anbauen und bis zu 30 Gramm Cannabis kaufen. Den einzelnen Provinzen bleibt es überlassen, die Altersgrenze auch anzuheben. Wer Minderjährigen Marihuana verkauft, wird mit bis zu 14 Jahren Haft bestraft.* Wie in der „taz“ zu lesen war, sagte Kanadas Premierminister Trudeau: „Es ist für unsere Jugendlichen zu leicht, an Marihuana zu kommen. Wir werden das ändern.“

 

Ralph Goodale, Kanadas Minister für öffentliche Sicherheit, räumte ein, dass die Cannabis-Prohibition in Kanada komplett versagt hat: Die Polizei wende jedes Jahr umgerechnet etwa zwischen 1,5 und 2 Milliarden Euro auf, um gegen Cannabiskonsumenten zu ermitteln „und trotzdem zählen kanadische Teenager zu den eifrigsten Konsumenten in der westlichen Welt.“

 

* Wer Tabak oder Alkohol an Minderjährige verkauft, kommt aber weiterhin mit einer Geldstrafe davon.

Cannabis-Legalisierung in Uruguay – diese Meldung ging bereits Ende 2013 durch die ganze Welt. Als erstes lateinamerikanisches Land beschloss Uruguay die komplette Legalisierung von Marihuana und Haschisch. Doch gut Ding will Weile haben – erst vor etwa einem halben Jahr wurde der Verkaufspreis von Cannabis in Uruguay beschlossen. Dieser liegt umgerechnet etwa bei 1,20 Euro pro Gramm Marihuana.

 

Zwar ist bereits der Eigenanbau einiger Pflanzen oder die gemeinsame Zucht in einem angemeldeten Cannabis Social Club in Uruguay möglich, allerdings wartet die Bevölkerung nun seit über drei Jahren auf den Start des regulären Cannabishandels. Nun erklärte der stellvertretende Leiter der Präsidialadministration Uruguays, dass ab dem 1. Juli in den Apotheken Uruguays Marihuana gekauft werden kann. Zum Verkaufsstart soll eine landesweite Werbekampagne gestartet werden, die vor den möglichen Gefahren des Marihuanakonsums warnt.

 

Zunächst werden 16 Apotheken-Ketten das begehrte Kraut anbieten. Die Einwohner können bis zu 40 Gramm monatlich kaufen. Dazu müssen sie sich allerdings als Cannabiskonsumenten registrieren lassen – diese Registrierung wird ab dem 2. Mai möglich sein. Ausländer schauen übrigens in die Röhre: Cannabis wird nur an die Bewohner Uruguays ausgegeben.

 

Cannabis hat auf den amerikanischen Kontinenten in den letzten Jahren ordentlich an Boden gutgemacht. Auch Uruguays Nachbar Argentinien lockerte vor wenigen Tagen teile seiner Cannabispolitik: Dort kann nun Cannabisöl an schwer kranke Patienten verschrieben werden.

Weitere Informationen zur geplanten Unterschriftenaktion hinsichtlich einer Legalisierung von Cannabis in der Schweiz, die seit dem 20. April 2017 durchgeführt wird, erhaltet ihr direkt auf der Website zu diesem Unterfangen: https://wemakeit.com/projects/cannabislegalisierungs-crowd

Update: Die Drogen-Demo des grünen Abgeordneten Thomas Schremmer (Grüne) im Landtag bleibt ohne strafrechtliche Folgen. Der Politiker vermutet: „Draußen wäre das mit Sicherheit anders ausgegangen.“ (Quelle: neuepresse.de)

 

Cannabis ist überall zu finden – sogar in deutschen Landtagen. In Niedersachsen gab es dort am Donnerstag eine Sitzung des Sozialausschusses zum Thema Cannabis. Die Anhörung wurde von der niedersächsischen FDP mit der Forderung nach einem kontrollierten Verkauf von Marihuana und Haschisch an Volljährige beantragt.

 

Der Grünen-Politiker Thomas Schremmer geht mit dieser Forderung d’accord und hatte daher eine richtig gute Idee, um dem Landtag die nicht funktionierende Cannabis-Prohibition vor Augen zu führen. Zu diesem Zweck ging er vor der Landtagssitzung auf den Straßen Hannovers ein knappes Gramm Marihuana kaufen, dass er im Landtag auch vorzeigte.

 

„Ich habe eine Dreiviertelstunde gebraucht – obwohl ich in der Szene niemanden kenne“, äußerte sich der 56-jährige Thomas Schremmer. Obwohl dies eine äußerst gelungene Untermauerung seiner Forderung nach einem legalen und kontrollierten Verkauf von Cannabis an Erwachsene darstellt, gab es unverständlicherweise Kritik an seiner Methode.

 

Die sozialpolitische Sprecherin der Fraktion, Sylvia Bruns (FDP), beschwerte sich: „Das führt nicht zu einer Versachlichung der Diskussion.“ Christian Pantazis von der SPD blies ins gleiche Horn, wie bei der „Neuen Presse“ zu lesen war: „Wir wollen sachlich über Cannabis diskutieren. Das war dem Thema nicht angemessen.“

 

Soll vermutlich heißen, man will also lieber weiter im Kämmerchen seine Sprüchlein aufsagen und sich nicht mit der Realität konfrontieren lassen. Aus diesem Grund möchte die niedersächsische SPD auch weiterhin eine Freigabe von Marihuana verhindern.

 

Die CDU lebt sowieso in ihrer eigenen Welt, was deren Mitglied Max Matthiesen auch aufzeigte, der Schremmers Marihuana-Provokation so kommentierte: „Das ist eine Verharmlosung. Das ist nicht richtig.“

Cannabis und Kokain: Sollen Drogen freigegeben werden? – So lautet der Titel der heutigen Maischberger-Show, die um Mitternacht in der ARD ausgestrahlt werden wird. Gerne würden wir dies ja bedenkenlos als TV-Tipp präsentieren, allerdings lässt die Liste der eingeladenen Personen teilweise wieder Schlimmes zu befürchten. Ein auch nur kleiner Sieg für die Cannabis-Bewegung ist jedenfalls in keinster Weise zu erwarten.

 

Zur Diskussion eingeladen sind:

Jenke von Wilmsdorff (RTL-Fernsehjournalist)

Melanie Huml, CSU (Bayerische Gesundheitsministerin)

André Schulz (Bund Deutscher Kriminalbeamter)

Jörg Böckem (Journalist und Ex-Junkie)

Werner Bartens (Medizinjournalist)

Sabrina Kästner (Privatperson, war Crystal-Meth-süchtig)

 

Die gescheitesten Meinungen sind hier sicherlich noch von Jörg Böckem sowie André Schulz zu erwarten, der wie folgt zitiert werden darf: „Der Krieg gegen Drogen ist verloren. Die aufwändige und ressourcenintensive Arbeit der Polizei ist weder besonders effektiv noch zielführend.“

 

Weitere Informationen zur Sendung gibt es hier: www.daserste.de/...

Frau in Bremen isst Hasch-Kuchen und tötet danach 420 Babys mit ihrer angespitzten Hasch-Pfeife! Noch gar nichts von gehört? Ist nicht schlimm – wir denken uns jetzt einfach unsere eigenen News aus. Machen alle anderen Zeitungen ja auch, wenn es um Cannabis geht...

 

Was ist das für eine Welt, in der wir leben? Schon als Jugendlichen wird uns, sofern wir Cannabiskonsumenten sind, noch früher als anderen Menschen klar, dass der Staat uns Lügen erzählt (vor allem, wenn es um Cannabis geht).

 

Dies führt dazu, dass wir der Polizei nicht mehr vertrauen können, denn sie jagt uns, obwohl wir überhaupt nichts gemacht haben – außer eine Pflanze zu inhalieren. Mit unseren Ärzten können wir in der Regel nicht über unseren Cannabiskonsum sprechen, dabei wäre dies in Einzelfällen sogar besonders wichtig.

 

Und dann gibt es da noch die Journalisten – diejenigen, die eigentlich eine Kontrollfunktion des Staats darstellen sollten. Aber diese käuen auch im Jahr 2017 noch die alten Cannabislügen wieder, als wären sie total verblödet.

 

Seit gestern geht die schöne Nachricht rum, ein Flüchtling habe zwei Frauen mit – Tusch! – einem Cannabiskuchen vergiftet. Und zwar so, dass eine von beiden nun in Lebensgefahr schwebt.

 

Muss ja ziemlich heftiges Cannabis gewesen sein. Das erste Cannabis auf dieser Erde, das Menschen in Lebensgefahr bringt. Interessant, dass die letzten 5.000 Jahre noch niemand von so einem Cannabis wusste.

 

Nun scheint ein minderjähriger Flüchtling in Bremen endlich eine tödliche Version von Cannabis entwickelt zu haben. Schwups in einen Kuchen damit und zwei seiner Betreuerinnen vergiftet. So oder so ähnlich behaupten es diese Woche zumindest unter anderem Bild, Stern, Hannoversche Allgemeine, B.Z. Berlin, Die Welt, Nordwest-Zeitung, Spiegel, FAZ, Sächsische Zeitung, Mitteldeutsche Zeitung, Kölner Stadt-Anzeiger, Tiroler Tageszeitung, Hildesheimer Allgemeine und Focus.

 

Jetzt liegt eine 25-Jährige im Sterben und die Medien dieses Landes wollen uns erzählen, Cannabis sei daran Schuld. Eine Droge, an der noch nie jemand gestorben ist. Was auch durch den Umkehrschluss bereits unendlich oft nachgewiesen wurde.

 

Auch wenn es unwahrscheinlich ist: Dass in dem Kuchen eventuell wirklich nur Cannabis und nicht noch allerhand anderes gewesen ist, mag sein. Dann war das Cannabis aber mit extremsten Giften gestreckt, sodass man den dazugehörigen Dealer direkt mit einer Mordanklage versorgen sollte.

 

Und die Bundesregierung gleich dazu: denn mit legalem Gras würde so etwas niemals passieren.

 

Dann lieber einen Wodka trinken. Aber nicht mehr als eine halbe Flasche! Denn: „Ein Joint wirkt wie eine halbe Flasche Wodka“, behauptet die Kölnische Rundschau. Im Jahr 2017. Lächerlich.

Cannabis ist in Kanada eigentlich per se kein großes Ding: Medizinisches Marihuana ist dort recht weit verbreitet und in kaum einem anderen Land haben Marihuana und Haschisch einen solch großen Rückhalt bei der Bevölkerung – 70 Prozent der Kanadier sind für die Legalisierung von Cannabis.

 

Und so war es auch keine große Kunst für Justin Trudeau, Vorsitzenden der Libertären Partei, mit dem Wahlkampfversprechen, Cannabis zu legalisieren, auf Stimmenfang zu gehen. Und so ist er seit November 2015 Premierminister Kanadas. Von seinem Versprechen aber, die Cannabislegalisierung bis 2017 umgesetzt zu haben, scheint er weit entfernt zu sein.

 

Ja, im Gegenteil: Zu dem Thema gab es seit weit über einem Jahr praktisch nichts Neues mehr zu vermelden. Dies wollte das weltberühmte Aktivistenpärchen Marc und Jodie Emery, die auch das kanadische Magazin „Cannabis Culture“ herausgeben, nicht hinnehmen und daher eröffneten sie in den letzten Wochen einige Cannabis-Shops unter dem Markennamen Cannabis Culture. Dort wurde feinstes Gras zu moderaten Preisen bei bester Beratung für alle Volljährigen angeboten.

 

Denn versprochen ist versprochen, nicht wahr? Und schließlich haben wir inzwischen 2017, auch wenn Cannabis in Kanada immer noch nicht legalisiert wurde. Doch anstatt dass sich die kanadische Regierung dank dieser freundlichen Erinnerung darum bemühen würde, die Cannabislegalisierung nun endlich voranzutreiben, ließ sie die Cannabis-Shops der Emerys durch die Polizei schließen und die beiden verhaften.

 

Jodie Emery teilte „CBC News“ mit, dass sie von der Polizei schikaniert wurde, sich nackt auszuziehen. Zudem wurde ihr gegen ihren Willen Blut abgenommen. Marc Emery dürfte das Ganze einen Tick entspannter angegangen sein, schließlich war dies bereits seine 30. Verhaftung. Der Marihuana-Aktivist wurde zuletzt erst im Dezember 2016, kurz nach der Eröffnung des ersten Cannabis-Culture-Shops, mit 18 Kilogramm Cannabis festgenommen.

 

Besonders bekannt ist Marc Emery Ende der 2000er-Jahre geworden, als er von der kanadischen Regierung an die USA ausgeliefert wurde, da er mit Cannabissamen gehandelt und diese auch in die Vereinigten Staaten exportiert hatte. Nach fünf Jahren Gefängnis kehrte er 2014 nach Kanada und zu seiner Frau Jodie zurück.

 

Inzwischen sind die beiden auch nach der neuesten Verhaftung auf Kaution entlassen worden – theoretisch blühen ihnen allerdings lebenslange Haftstrafen für den Verkauf von Cannabis. Also genau die Art von Behandlung, gegen die sie schon ihr ganzes Leben durch friedlichen Protest kämpfen.