Ein 21-jähriger Kölner musste sich gerade vor dem Jugendgericht verantworten, nachdem die Polizei ihn im Dezember 2019 mit 40 Gramm Cannabis in seinem Fahrzeug erwischt hatte. Der junge Mann, der nun stilecht in Jogginghose und kiffender-Tupac-Sweater vor der Richterin erschien, stimmte zwar zur Abwechslung als Rechtfertigung mal nicht das beliebte Eigenbedarfs-Liedchen an, ein Händler sei er aber trotzdem nicht: er gab an, das Weed stattdessen als Partyvorrat besorgt zu haben.

 

Es handelte sich um eine ganz besondere Party, wie der Angeklagte dem Gericht eröffnete, die in einen luftzugfreien und abgedichteten Raum stattfinden sollte. Kenner wissen jetzt worum es geht, klar, die gute alte „Hotbox“-Session. Der Einfachheit halber normalerweise im Auto durchgeführt, kann man mithilfe einer größeren Menge Marihuana auch weitläufigere Räume zur „heißen Kiste“ umfunktionieren. Der Batzen Marihuana sollte zu diesem Zwecke mithilfe eines Blasebalgs für Luftmatrazen entzündet werden.

 

Dank der Ausführungen des Partyplaners wissen jetzt jedenfalls auch Staatsanwaltschaft und Richterin ganz genau, was es mit dieser besonderen Konsumform auf sich hat. Dank einer guten Sozialprognose kam der 21-Jährige glücklicherweise mit einer verhältnismäßig milden Strafe (30 Sozialstunden, 300 Euro Geldstrafe) davon.

 

Der Kiffer-Code 420 ist in den USA schon weitaus länger ein „Ding“ als hier in Deutschland, wo nach wie vor eher wenige darüber Bescheid wissen. In Übersee hat sich längst ein veritabler Kult um die Ziffernkombination gebildet. Dementsprechend sind bei US-Cannabisfreunden institutionelle Abbildungen der Zahl äußerst beliebt. Egal ob Meilenschilder auf dem Highway (mittlerweile wurden die besonders begehrten „Mile-420“-Marker tatsächlich durch „Mile 419,99“ ersetzt) oder die Zimmernummern im Hotel – bei nordamerikanischen Kiffern sind sie als eine Art Souvenir sehr beliebt. 

 

Doch auch in Deutschland wird vergleichbares Schindluder getrieben, auch wenn die 420 hierbei weniger eine Rolle spielt: im nordrhein-westfälischen Hennef gibt es nämlich tatsächlich einen Ortsteil mit dem klingenden Namen „Hanf“. Schon seit Jahren hat die Stadtverwaltung dort mit Schilder-Diebstahl zu kämpfen, sodass man mittlerweile gezwungenermaßen dazu übergegangen ist, das begehrte Gut nicht mehr nur mit seinem Rahmen zu verschrauben, sondern extra zu verschweißen.  

 

Doch selbst diese Maßnahme scheint nicht wirklich zu helfen. Nachdem „Hanf“-Schilder in diesem Jahr bereits zweimal verschwanden, schlugen Diebe in einer Nacht-und-Nebel-Aktion kürzlich wieder zu und das gleich fünf Mal. Dabei gingen sie alles andere als vorsichtig vor: die Pfähle wurden gleich komplett aus dem Boden gerissen, woraufhin das beliebte gelbe Schild in aller Ruhe aus dem Rahmen gelöst werden konnte. 

 

Nachdem laut offizieller Seite bereits seit Jahrzehnten jedes Jahr eine Handvoll Hanf-Schilder abhanden kommt, dürfte man wohl von behördlicher Seite so langsam darüber nachdenken, inwieweit man die Beschriftung so anpassen kann, dass Deutschlands Cannabisfreunde sich weniger angesprochen fühlen...

Vergangenen Donnerstag ging es mal wieder heiß her im Bundestag. Vor allem beim guten alten Cannabis-Thema gerieten die Gemüter so richtig in Wallung. Wer sich die Mühe macht, das Plenarprotokoll zu studieren (oder die entsprechende Videoaufzeichnung zu schauen), erkennt schnell, dass die Fraktion der Prohibitionsbefürworter, die ja inzwischen nur noch CDU/CSU/AFD umfasst, komplett ideologiegesteuert „argumentiert“, wobei wissenschaftliche Erkenntnisse ignoriert sowie Zahlen und Statistiken negiert bzw. sogar einfach falsch wiedergegeben werden.  

Wir vom Highway-Magazin haben uns erlaubt, ein paar der irrsinnigsten Zitate dieser Debatte rund um das Cannabis-Kontrollgesetz der Grünen zusammenzustellen und sie mit einem kurzen Kommentar aus der Redaktion zu versehen. Gehen wir also direkt in die vollen mit unserem Liebling Alexander Krauß von der CDU/CSU. Aufmerksamen Highway-Lesern könnte er aufgrund seiner Auslassungen in der Vergangenheit noch in schlechter Erinnerung geblieben sein. Seine Beschreibung San Franciscos, das seiner Meinung nach durch die Cannabislegalisierung zum Höllenpfuhl aus Obdachlosigkeit und Urinfontänen geworden ist, spricht Bände über den geistigen Zustand des gebürtigen Erlabrunners. Aber wie in der aktuellen Debatte klar wird, hat der Gute sein Pulver noch lange nicht verschossen:

 

„Acht von neun Tütchen, kann man sagen, werden weiterhin auf dem [kanadischen] Schwarzmarkt gekauft.“ 

Die Statistik spricht eine andere Sprache. Auch wenn der Schwarzmarkt zugegebenermaßen trotz Freigabe noch Bestand hat, werden laut Bloomberg Canada bereits über fünfzig Prozent des Cannabis auf legalem Weg erworben. Zudem ist die Legalisierung eben auch erst knapp drei Jahre her. 

„Auch die Illusion, es gibt dann ein sauberes Cannabis, ist natürlich unsinnig. Also, Entschuldigung, es gibt doch nicht nur die Wahl zwischen schädlich und schädlicher, sondern die Entscheidung sollte doch sein: Muss ich überhaupt etwas nehmen, was schädlich ist? Da kann ich nur sagen: Man muss überhaupt nichts Schädliches nehmen.“ 

Genau! Es ist doch ganz egal, dass seit Menschengedenken Drogen konsumiert werden. Wenn die CDU der Meinung ist, dass man einfach nichts (angeblich) Schädliches einnehmen muss, dann hat sich die Sache ein für allemal erledigt. Basta! Puh, Glück gehabt, dass Bier, Wein und Schnaps nicht schädlich sind... 

„Ich unterhalte mich sehr gern mit Wissenschaftlern, auch weil sie ein Studium haben, mit den Leuten, die in den Drogenkliniken arbeiten. Das kann ich jedem von Ihnen nur empfehlen. Sprechen Sie einmal mit den Leuten, die dann diese Menschen vor sich haben, etwa einen 28-Jährigen oder einen 30-Jährigen, und verfolgen Sie den Konsum zehn Jahre zurück! Wir hatten im Sächsischen Landtag eine Kollegin der Linkspartei, die mit 18 in den Landtag gewählt worden war, Immunität genoss durch ihr Mandat. Sie war der erste Fall, dass eine junge Frau das Gefühl hatte, sie müsste sich neben Eisenbahnschienen bewegen. Es war unklar, ob man sie für zurechnungsfähig erklären kann oder nicht. Um diese Leute, wenn die 30 Jahre alt sind, kümmern Sie sich dann nicht mehr, die fallen dann bei Ihnen durchs Netz, sind Ihnen dann egal. Ich finde, dass auch diese Menschen, die mit Einstiegsdrogen in diesem Bereich angefangen haben und dann zu härteren Drogen gekommen sind, es verdient haben, dass man ihnen weiterhilft.“ 

Hä? Hat der Alex seine Medizin etwa noch nicht bekommen? Der Arme redet schon wieder wirr, und das vor versammelter Mannschaft. Peinlich! 

„Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir brauchen kein Konjunkturprogramm für Drogendealer. Cannabis gehört weiterhin verboten, weil es der Gesundheit schadet.“ 

Eine komplett sinnlose Umkehrung des tatsächlichen Sachverhalts. Soviel Chuzpe muss man auch erst mal haben!

 

Krauß´ CSU-Kollege Stefan Pilsinger bläst gleich mal in dasselbe Horn: 

„Als Arzt und ebenso als Gesundheitspolitiker kann ich es also nicht verantworten, eine Substanz zu legalisieren, die nachweislich auch schädlich ist.“ 

Was soll man dazu noch sagen? Merken dieses Politkasper eigentlich gar nix mehr? Benötigt an dieser Stelle jemand ernsthaft noch eine Auflistung aller legal in Deutschland erhältlichen Substanzen, deren potenzielles Gesundheitsrisiko wissenschaftlich belegt ist? 

 

CDU/CSU und AFD verstehen sich offenbar bestens, wie man am folgenden Zitat von AFD-Mitglied Detlev Spangenberg sieht: 

„Außerdem ist es für mich erstaunlich, dass ausgerechnet die Fraktion der Grünen hier mit einer Erlaubnis kommt. Die Grünen zeichnen sich doch aus als Verbots-, Schikane- und Gängelpartei. Wieso wollen ausgerechnet Sie hier mal etwas gestatten? Ich habe darüber lange nachgedacht. Ich kann es mir nur so erklären, dass Sie Ihrer Klientel noch mehr das Gehirn vernebeln wollen.“ 

Und das aus dem Mund eines Politikers, dessen eigene Klientel nicht gerade geistige Beweglichkeit bekannt ist? Komplett indiskutable Äußerung, die einer Bundestagsdebatte nicht würdig sein sollte, sich hier aber leider perfekt einfügt. Danke Merkel! 

 

Christoph Ploß ergreift einmal mehr für CDU/CSU das Wort und versucht, sich als sorgenvoller Mahner zu gerieren, dem nur das Wohl der Bevölkerung am Herzen liegt: 

„Wir werden nicht den Weg der Legalisierung gehen; denn er bedeutet unsägliches Leid, er bedeutet, dass es zu Abhängigkeiten kommt, dass es Therapien geben muss, dass viele Menschen darunter leiden. Wir werden stattdessen den Weg der Prävention einschlagen.“ 

Da das Konstrukt aus Prohibition und Prävention ja schon seit einem Jahrhundert nicht funktioniert, sollte man es am besten auch die nächsten 10.000 Jahre auf diesem Weg versuchen, das klingt logisch. Den Zusammenhang zwischen Legalisierung und Prävention muss ihm anscheinend mal jemand genau erklären.  

„Cannabiskonsum ist der Einstieg in das harte Drogengeschäft.“ 

Ah, keine Cannabisdebatte wäre je vollständig ohne die gute alte Einstiegsdrogen-Theorie. Das blöde ist nur, dass sie klipp und klar widerlegt wurde. Das sieht neben dem globalen Wissenschaftsbetrieb übrigens auch das Bundesverfassungsgericht seit den 90er-Jahren so. 

„Nein, die [Zwischenfrage] lasse ich jetzt nicht zu.“ 

„Nein, [keine Zwischenfrage] danke. Wir hatten, glaube ich, schon genügend Austausch.“ 

In einer Debatte keine Fragen zuzulassen, ist immer ein gutes Zeichen. Am liebsten wäre dem Chrissibär wohl ein kompletter Verzicht auf Austausch. Bei seiner lächerlichen Haltung auch kein Wunder. 

 

Angesichts dieser geballten Ignoranz tun dem deutschen Cannabisfreund zurecht Herz und Hirn weh. Schließen wir also wenigstens mit einem versöhnlichen Zitat von Martina Stamm-Fiebig aus den Reihen der SPD: 

„Vor allem soll Cannabis kontrolliert an die Gruppen abgegeben werden, die ihn haben möchten.“ 

Ja genau, gebt endlich den Cannabis frei! Äh... den Hanf natürlich!

Die Nachricht des Tages, ach, des Monats, macht einen dermaßen fassungslos, dass man sich fragen muss, wieso ein Großteil der Medien sich angesichts dessen immer noch mit diesem „Corona“ befasst. Die wagemutigen Reporter der „Augsburger Allgemeinen“ konnten, wahrscheinlich unter Einsatz ihres Lebens, eine Story aufdecken, nach der wohl nichts mehr so sein wird, wie es einmal war. In Königsbrunn, wo sich Weizen und Enzian-Schnaps gute Nacht sagen, ja, da wo die Welt noch in Ordnung ist, spielten sich am vergangenen Samstag tatsächlich unvorstellbare Szenen ab, über die die nichtsahnenden Bundesbürger nur dank des heldenhaften Einsatzes von Polizei und Nachrichtenredakteuren aufgeklärt werden konnten. Doch der Reihe nach: was war überhaupt geschehen?

 

Zartbesaitete sollten sich nun überlegen, ob sie an dieser Stelle wirklich weiterlesen wollen, denn was folgt, ist wahrhaft starker Tobak: an einer Bushaltestelle trafen Polizeibeamte auf einen jungen Mann im Alter von siebzehn Jahren und fanden in seinem Gepäck Marihuanablüten. Und das auch noch im niedrigen einstelligen Gramm-Bereich! Es ist kaum zu glauben: da bewegt sich ein Siebzehnjähriger an einem Wochenendtag mit zwei Gramm Marihuana im Stadtgebiet! Doch das Schlimmste kommt erst noch: der Täter hatte die zwei Gramm Marihuana nicht etwa in einem Tütchen, nein, das Teufelskraut war schockierenderweise gar auf zwei Baggys aufgesplittet. Es liegt nahe, dass die Beamten, ohne es zu ahnen, auf den Kopf eines international agierenden Drogenrings gestoßen sind. Wie sonst könnte man die enorme Drogen-Menge und die verdächtige Aufteilung auf zwei Portionen erklären?

 

Dass es überhaupt zur Enttarnung des Jugendlichen kam, ist einzig und allein dem übermenschlichen Mut der Polizisten zu verdanken: obwohl sie das Marihuana an dem mutmaßlichen Drogenbaron bereits gerochen hatten, entschieden sie sich trotz aller Risiken zum Zugriff. Wer weiß, was alles hätte geschehen können, wenn sich der „Cannabis-Scarface" zur Tatzeit auf einem schlechten Trip, oder noch schlimmer, in einer der berüchtigten „Flashback“-Phasen befunden hätte? Doch die Staatsdiener behielten einen klaren Kopf und konnten die Situation sogar ohne Feuerwaffengebrauch und Kopfschuss bis auf Weiteres entschärfen. Klar, er hätte ein Loch im Kopf natürlich eigentlich verdient gehabt, aber man will ja auch nicht ohne Not die blitzblanken Königsbrunner Gehsteige mit cannabisverseuchtem Blut besudeln. Wie es nun mit den Hintermännern, Kurieren und Lieferanten des Jugendlichen weitergeht, ist bisher noch unklar.

Auf einer Landstraße in Molalla, Oregon bot sich Polizeibeamten am Dienstag ein kurioser Anblick: mitten in der Nacht, gegen halb vier Uhr, erblickten sie vier mit Matsch beschmierte Gestalten, die, am Straßenrand hintereinander aufgereiht, ganz offensichtlich große Teile von Cannabispflanzen „spazieren führten“. Einer der Jungs trug einen dicken Sack, aus dem das Kraut nur so herausplatzte, die anderen hatten sich das Cannabis wie von Sinnen in alle erdenklichen Hosen- und Jackentaschen gestopft.

 

Die Bande hatte das Cannabis kurz zuvor von einer nahe gelegenen, legalen Grow-Anlage entwendet. Mit etwa 30 bis 40 Kilogramm Beute machten sich die Tatverdächtigen auf den Heimweg. Wahrscheinlich freuten sie sich schon darauf, zuhause erst mal mit einem dicken Joint die halbgefrorenen Glieder wiederaufzuwärmen. Doch selbst, wenn sie von der Polizei, die von misstrauischen Anwohnern alarmiert worden war, nicht auf halbem Wege erwischt worden wären: früher oder später hätten sie auf jeden Fall eine böse Überraschung erlebt, denn bei den gestohlenen Pflanzenteilen handelt es sich laut Presseberichten bloß um THC-freien Industriehanf im Wert von gerade einmal etwa 2.000 Euro.

 

Trotz der unberauschenden Natur des Diebesguts haben die vier Cannabis-Diebe, die zwischen 19 und 22 Jahre alt sind, dennoch etwas von ihrer aufregenden Nachtwanderung: eine handvoll Anzeigen wegen Diebstahls und Einbruchs.

Das wurde aber auch Zeit! Der Sommer wäre kein richtiger Sommer, wenn nicht irgendwann die altbekannte Mär von den „Hortensien-Dieben“ durch die Provinz-Zeitungen und Gartenmagazine geistern würde. Wenn suchtgeplagte „Cannabis-Kiffer“, die Augen rot, die Knöchel weiß vor Anspannung, wie im Wahn die Hortensiensträucher argloser Reihenhaus-Rentner plündern, um an den begehrten Stoff zu gelangen, dann hat Tante Erika ordentlich was zu schnacken und Onkel Herbert zieht den Gartenzaun neu auf. Und ganz nebenbei kann man noch dem medialen Sommerloch ein Schnippchen schlagen!

 

Hinterkaipfocker Tageblatt und Zammerhofer General-Anzeiger wissen auch, wieso es die diebischen Kiffer auf die arglosen Hortensien abgesehen haben: getrocknet und geraucht wirkten die nämlich ähnlich wie Marihuana. Echt wahr! Und das, obwohl sie weder THC noch CBD noch sonst irgendwelche psychoaktiven Wirkstoffe enthalten. Aber so sind sie eben die Haschisch-Fixer: sitzen sie mal auf dem Trockenen, schrecken sie nicht einmal davor zurück, die Vorgärten argloser Spießer zu plündern, Getriebene ihrer Sucht, denen jederzeit die Sicherungen durchknallen können. Nicht auszudenken, wenn der Blumen-Dieb bei einem seiner Raubzüge einmal keine blütereifen Hortensien vorfände! In den Dörfern geht die Angst um, dass er dann aus Frust über Hibiskus, Buchsbaum und Orchideen herfallen könnte oder auf der Suche nach einem kleinen bisschen Stoff gleich den ganzen Garten umgräbt.

 

Die Frage ist, warum die Headshops noch nicht auf den Zug aufgesprungen sind und nicht schon längst getrocknete Hortensienblüten, die ja auch nicht dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen, in ihr Sortiment aufgenommen haben. Hortensiensamen, Hortensien-Muffins, Hortensien-Tabakersatz, das alles müsste sich doch verkaufen wie warme Semmeln. Der Grund, warum man derlei Zubehör in den einschlägigen Geschäften nicht bekommt, liegt auf der Hand: weil mindestens 99,999 Prozent der Cannabisfreunde keine Hortensien rauchen und das ganze Phänomen nichts anderes als eine hirnverbrannte Ausgeburt grauhaariger Lokalschreiberlinge ist, die sich über die Jahre auf absurde Weise verselbstständigt hat und in den Sommermonaten immer wieder aufs Neue von einer anderen Dorfpostille nachgeplappert wird. Wir sprechen uns dann nächsten Sommer wieder...

Daniela Ludwig war fleißig und strebsam, quatschte jeden CSU-Quatsch nach, den man von ihr verlangte. Alle Wege schienen ihr offenzustehen – die Eltern sahen für ihre Tochter eine Karriere als Hopfenbäuerin voraus. „Sie war ein Sonnenkind“, erinnert sich Mama Laura. Doch vergangenes Jahr aus der Traum: die 44-Jährige kommt nicht mehr regelmäßig zum Schlafen nach Hause, ist im Deutschen Bundestag auffällig und überdreht, wirkt in ihren immer merkwürdiger werdenden Tweets und Insta-Stories teils bedrohlich…

 

Die Ferndiagnose von Twitter-Nutzern ein Schock für Danielas Eltern: schizophrene Psychose im Zusammenhang mit regelmäßigem Konsum von Cannabis-Tweets bei Twitter! Eine Social-Media-App, die gemeinhin als harmlos gilt, aber bei Politikern irreversible Schäden anrichten und das Leben der Bürger auf den Kopf stellen kann. „Ich war verzweifelt“, sagt Mama Laura, die wie ihr Mann, Papa Stefan, nie zuvor mit dem Thema in Berührung gekommen war.

 

Diverse Studien zeigen: Politiker lügen noch mehr als normale Menschen es tun. Gerade Drogenbeauftragte haben es schwer – viele haben keine anständige Ausbildung in diese Richtung genossen und werden von ihren Mit-Politikern nur als ausführende Objekte angesehen, die beliebig ersetzbar sind. „Das Gehirn ist da eine Großbaustelle und besonders irritierbar und leicht aus der Balance zu bringen“, sagte der Vizepräsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte zu einem völlig anderen Thema.

Niemand weiß, ob Daniela Ludwig zuerst mit Twitter in Berührung kam oder zuerst eine Karriere als Schaumschlägerin anvisierte. Nicht nur, dass sie rechtspopulistischen „Zeitungen“ wie der Bild Interviews gibt, auch quatscht sie – obwohl Drogenbeauftragte der Bundesregierung – geistlose Anti-Cannabis-Lügen in die ihr hingestellten (wenn nicht gleich von ihr beorderten) Mikrophone.

 

Wider besseren Wissens phantasiert sie etwa Erzählungen wie diese herbei: „Cannabis tötet nicht direkt, aber... bla bla... Psychosen... bla“, die an das Lieblings-Bonmot eines jeden Rassisten erinnern: „Ich bin zwar kein Rassist, aber...“

 

Psychosen, wie auch manche Leute unterstellen, dass Daniela sie hat, sind Störungen der Wahrnehmung: Betroffene glauben, sich in einem Film zu befinden oder dass kiffen impotent machen würde. In schlimmen Fällen glauben selbst erwachsene Menschen, dass Cannabiskonsum sogar für fehlende Urinkontrolle sorgen würde. Diesen Wahrnehmungen ist eines gemeinsam: sie haben mit der Realität nichts zu tun. Daniela, ein pudeliger Typ, meint etwa, solche Aussagen entsprächen der Realität. Niemand kann sie von dem Gegenteil überzeugen.

 

 

Nach Ansicht des Reporters Gregor Fröhlich ist der Fall daher klar: „Daniela Ludwig fehlen meiner Meinung nach gewisse kognitive Fähigkeiten. Ihren Aussagen nach vermute ich, dass sie mindestens sechs bis zehn IQ-Punkte unter dem IQ von Marlene Mortler liegt. Das ist schon traurig.“

 

Dieser Artikel ist keine Auftragsarbeit von dpa. (Weitere Informationen hier.)

In diesen Tagen bestimmt der Coronavirus unser Leben. Liebgewonnene Gewohnheiten werden plötzlich zum No-Go, was noch bis vor ein paar Monaten selbstverständlich schien, ist heute undenkbar. Besonders hart trifft es die Organisatoren von Großveranstaltungen, aber eben auch die vielen Tausend Besucher, die sich schon auf ihr Lieblings-Event gefreut haben. Ein in Los Angeles ansässiges Tech Start-Up verspricht Abhilfe und gibt zudem einen beunruhigenden Ausblick auf das Leben in einer verseuchten Welt.

 

Das Unternehmen steckt gerade mitten in der Entwicklung eines Virenschutzanzugs insbesondere geeignet für Festival-Gänger und Besucher ähnlich gelagerter Veranstaltungen. Das wichtigste Feature des sogenannten „Micrashell“-Anzugs: an das Versorgungsystem des Helmes, das ein wenig an eine Gasmaske erinnert, kann eine Art Vape-Cartridge angeschlossen werden. So man man genüßlich seine Lieblingssorte vapen, ohne den Helm abzuziehen. Auch ein Bier-Aufsatz ist für das Versorgungssystem verfügbar. Des weiteren sind in dem Anzug eine Kamera und eine Art Daten-Port für das Smartphone angebracht. Es könnte also sein, dass die Zeit der Wohnzimmerkonzerte dank des High-Tech-Bier-Helms bald endlich ein Ende findet – also, „Suit up“!

 

Was für eine Aktion! Hat da jemand etwa eine Wette verloren? Oder haben wir es mit einem eisenharten Aktivisten zu tun? Oder vielleicht doch nur mit einem Verwirrten?

 

Doch der Reihe nach: Montag Nacht gegen halb drei erschien ein Mann auf dem 1. Polizeirevier in Wiesbaden, um eine Anzeige zu erstatten. Auf die dringende Bitte des 41-Jährigen hin, zeigten ihm die vor Ort zuständigen Beamten aber erst einmal den Weg zur Toilette. Klar, in so einer aufregenden Situation kann es durchaus helfen, in Ruhe Wasser zu lassen. Als der Mann sich jedoch auch nach einigen Minuten nicht wieder blicken ließ, wurden die Beamten misstrauisch und näherten sich unter mehrfacher lauter Nachfrage dem WC-Raum im Wartebereich. Als sie plötzlich einen süßlich-würzigen Geruch bemerkten, war klar, dass der Mann tatsächlich Entspannung gesucht hatte: nicht aber durch das Verrichten seines Geschäfts, sondern durch den Konsum von Marihuana.

 

Das Erstaunen der Beamten über seine Aktion konnte der Joint-Raucher laut Polizeimeldung nicht wirklich nachvollziehen. Auch eine medizinische Erlaubnis lag wohl nicht vor und so muss der Mann leider mit einer baldigen Strafanzeige rechnen.

Wem die mediale Dauerbeschallung zum Thema Corona-Virus mittlerweile zum Hals raushängt, dem sei die Instagram-Seite von Lloyd Kanchan wärmstens ans Herz gelegt. Unter dem Künstlernamen „rapoleon_dynamite“ betreibt der Diorama-Künstler aus San Bernadino, USA, einen der nostalgischsten und kreativsten Cannabis-Accounts überhaupt. In seinen gewitzten Miniatur-Szenarien treffen Ikonen der Popkultur, wie zum Beispiel die „Ninja Mutant Hero Turtles“, „Rick und Morty“ und diverse Horrorfilm-Bösewichte (von Michael Myers bis zum guten alten Candyman) auf übergroße Buds und riesige Joints. Da kann es schon mal passieren, dass Ash aus dem Horrorklassiker „The Evil Dead“ und Auftragskiller Jules aus „Pulp Fiction“ nebeneinander auf der Couch chillen und die Qualität einer Cannabis-Blüte begutachten. Und auf dem Couchtisch liegt der sagenumwobene schwarze Aktenkoffer aus Quentin Tarantinos großem Kinoerfolg von 1994.

 

Diese inhaltliche Liebe zum Detail ist es, die einen Großteil der Faszination von Kanchans Bildern ausmacht, aber auch rein von handwerklicher Seite sind sie absolut sehenswert und eine wohltuende Abwechslung vom üblichen 420-Einerlei. Außerdem dürften sich die Liebhaber von Action-Spielfiguren gar nicht satt sehen können an den Plastik-Protagonisten seiner Inszenierungen. Willkommener Nebeneffekt: beim Scrollen durch Lloyds Profil kann man das ganze Corona-Chaos einfach mal für ein paar Minuten vergessen und sich an vergangene, einfachere Zeiten zurückerinnern.