Daniela Ludwig war fleißig und strebsam, quatschte jeden CSU-Quatsch nach, den man von ihr verlangte. Alle Wege schienen ihr offenzustehen – die Eltern sahen für ihre Tochter eine Karriere als Hopfenbäuerin voraus. „Sie war ein Sonnenkind“, erinnert sich Mama Laura. Doch vergangenes Jahr aus der Traum: die 44-Jährige kommt nicht mehr regelmäßig zum Schlafen nach Hause, ist im Deutschen Bundestag auffällig und überdreht, wirkt in ihren immer merkwürdiger werdenden Tweets und Insta-Stories teils bedrohlich…

 

Die Ferndiagnose von Twitter-Nutzern ein Schock für Danielas Eltern: schizophrene Psychose im Zusammenhang mit regelmäßigem Konsum von Cannabis-Tweets bei Twitter! Eine Social-Media-App, die gemeinhin als harmlos gilt, aber bei Politikern irreversible Schäden anrichten und das Leben der Bürger auf den Kopf stellen kann. „Ich war verzweifelt“, sagt Mama Laura, die wie ihr Mann, Papa Stefan, nie zuvor mit dem Thema in Berührung gekommen war.

 

Diverse Studien zeigen: Politiker lügen noch mehr als normale Menschen es tun. Gerade Drogenbeauftragte haben es schwer – viele haben keine anständige Ausbildung in diese Richtung genossen und werden von ihren Mit-Politikern nur als ausführende Objekte angesehen, die beliebig ersetzbar sind. „Das Gehirn ist da eine Großbaustelle und besonders irritierbar und leicht aus der Balance zu bringen“, sagte der Vizepräsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte zu einem völlig anderen Thema.

Niemand weiß, ob Daniela Ludwig zuerst mit Twitter in Berührung kam oder zuerst eine Karriere als Schaumschlägerin anvisierte. Nicht nur, dass sie rechtspopulistischen „Zeitungen“ wie der Bild Interviews gibt, auch quatscht sie – obwohl Drogenbeauftragte der Bundesregierung – geistlose Anti-Cannabis-Lügen in die ihr hingestellten (wenn nicht gleich von ihr beorderten) Mikrophone.

 

Wider besseren Wissens phantasiert sie etwa Erzählungen wie diese herbei: „Cannabis tötet nicht direkt, aber... bla bla... Psychosen... bla“, die an das Lieblings-Bonmot eines jeden Rassisten erinnern: „Ich bin zwar kein Rassist, aber...“

 

Psychosen, wie auch manche Leute unterstellen, dass Daniela sie hat, sind Störungen der Wahrnehmung: Betroffene glauben, sich in einem Film zu befinden oder dass kiffen impotent machen würde. In schlimmen Fällen glauben selbst erwachsene Menschen, dass Cannabiskonsum sogar für fehlende Urinkontrolle sorgen würde. Diesen Wahrnehmungen ist eines gemeinsam: sie haben mit der Realität nichts zu tun. Daniela, ein pudeliger Typ, meint etwa, solche Aussagen entsprächen der Realität. Niemand kann sie von dem Gegenteil überzeugen.

 

 

Nach Ansicht des Reporters Gregor Fröhlich ist der Fall daher klar: „Daniela Ludwig fehlen meiner Meinung nach gewisse kognitive Fähigkeiten. Ihren Aussagen nach vermute ich, dass sie mindestens sechs bis zehn IQ-Punkte unter dem IQ von Marlene Mortler liegt. Das ist schon traurig.“

 

Dieser Artikel ist keine Auftragsarbeit von dpa. (Weitere Informationen hier.)

In diesen Tagen bestimmt der Coronavirus unser Leben. Liebgewonnene Gewohnheiten werden plötzlich zum No-Go, was noch bis vor ein paar Monaten selbstverständlich schien, ist heute undenkbar. Besonders hart trifft es die Organisatoren von Großveranstaltungen, aber eben auch die vielen Tausend Besucher, die sich schon auf ihr Lieblings-Event gefreut haben. Ein in Los Angeles ansässiges Tech Start-Up verspricht Abhilfe und gibt zudem einen beunruhigenden Ausblick auf das Leben in einer verseuchten Welt.

 

Das Unternehmen steckt gerade mitten in der Entwicklung eines Virenschutzanzugs insbesondere geeignet für Festival-Gänger und Besucher ähnlich gelagerter Veranstaltungen. Das wichtigste Feature des sogenannten „Micrashell“-Anzugs: an das Versorgungsystem des Helmes, das ein wenig an eine Gasmaske erinnert, kann eine Art Vape-Cartridge angeschlossen werden. So man man genüßlich seine Lieblingssorte vapen, ohne den Helm abzuziehen. Auch ein Bier-Aufsatz ist für das Versorgungssystem verfügbar. Des weiteren sind in dem Anzug eine Kamera und eine Art Daten-Port für das Smartphone angebracht. Es könnte also sein, dass die Zeit der Wohnzimmerkonzerte dank des High-Tech-Bier-Helms bald endlich ein Ende findet – also, „Suit up“!

 

Was für eine Aktion! Hat da jemand etwa eine Wette verloren? Oder haben wir es mit einem eisenharten Aktivisten zu tun? Oder vielleicht doch nur mit einem Verwirrten?

 

Doch der Reihe nach: Montag Nacht gegen halb drei erschien ein Mann auf dem 1. Polizeirevier in Wiesbaden, um eine Anzeige zu erstatten. Auf die dringende Bitte des 41-Jährigen hin, zeigten ihm die vor Ort zuständigen Beamten aber erst einmal den Weg zur Toilette. Klar, in so einer aufregenden Situation kann es durchaus helfen, in Ruhe Wasser zu lassen. Als der Mann sich jedoch auch nach einigen Minuten nicht wieder blicken ließ, wurden die Beamten misstrauisch und näherten sich unter mehrfacher lauter Nachfrage dem WC-Raum im Wartebereich. Als sie plötzlich einen süßlich-würzigen Geruch bemerkten, war klar, dass der Mann tatsächlich Entspannung gesucht hatte: nicht aber durch das Verrichten seines Geschäfts, sondern durch den Konsum von Marihuana.

 

Das Erstaunen der Beamten über seine Aktion konnte der Joint-Raucher laut Polizeimeldung nicht wirklich nachvollziehen. Auch eine medizinische Erlaubnis lag wohl nicht vor und so muss der Mann leider mit einer baldigen Strafanzeige rechnen.

Wem die mediale Dauerbeschallung zum Thema Corona-Virus mittlerweile zum Hals raushängt, dem sei die Instagram-Seite von Lloyd Kanchan wärmstens ans Herz gelegt. Unter dem Künstlernamen „rapoleon_dynamite“ betreibt der Diorama-Künstler aus San Bernadino, USA, einen der nostalgischsten und kreativsten Cannabis-Accounts überhaupt. In seinen gewitzten Miniatur-Szenarien treffen Ikonen der Popkultur, wie zum Beispiel die „Ninja Mutant Hero Turtles“, „Rick und Morty“ und diverse Horrorfilm-Bösewichte (von Michael Myers bis zum guten alten Candyman) auf übergroße Buds und riesige Joints. Da kann es schon mal passieren, dass Ash aus dem Horrorklassiker „The Evil Dead“ und Auftragskiller Jules aus „Pulp Fiction“ nebeneinander auf der Couch chillen und die Qualität einer Cannabis-Blüte begutachten. Und auf dem Couchtisch liegt der sagenumwobene schwarze Aktenkoffer aus Quentin Tarantinos großem Kinoerfolg von 1994.

 

Diese inhaltliche Liebe zum Detail ist es, die einen Großteil der Faszination von Kanchans Bildern ausmacht, aber auch rein von handwerklicher Seite sind sie absolut sehenswert und eine wohltuende Abwechslung vom üblichen 420-Einerlei. Außerdem dürften sich die Liebhaber von Action-Spielfiguren gar nicht satt sehen können an den Plastik-Protagonisten seiner Inszenierungen. Willkommener Nebeneffekt: beim Scrollen durch Lloyds Profil kann man das ganze Corona-Chaos einfach mal für ein paar Minuten vergessen und sich an vergangene, einfachere Zeiten zurückerinnern.

 

Wer vom ganzen Corona-Bingewatchen inzwischen noch nicht genug hat (und mal ehrlich, das dürfte eher die Minderheit der Cannabisfreunde sein), der sollte der neuen Simpsons-Folge vielleicht mal eine Chance geben. Ja, die Simpsons, das Adult-Cartoon-Urgestein hält sich nach wie vor tapfer in der Gunst der Zuschauer und geht mittlerweile in die 31. Staffel. Besonders interessant ist die neue Folge „Highway to Well“ für Cannabisenthusiasten vor allem deshalb, weil das Thema Cannabis-Legalisierung erstmals in Folgenlänge aufgegriffen wird. Sicher, Seitenhiebe zum Thema Marihuana und Kiffen mag es schon in früheren Geschichten rund um die gelbe Familie gegeben haben, außerdem sei an eine (immer wieder gern gesehene) Folge aus Staffel 13 erinnert, in der sich Homer medizinisches Marihuana verschreiben lässt.

 

Doch in „Highway to Well“ geht es nun erstmals direkt in die Untiefen des legalen Cannabusiness: Marge wird „Budtender“ in einer schicken Dispensary und verkauft Buds, Edibles, Extrakte und Tinkturen an das Who´s who der Kiffer-Szene Springfields. Homer ist von der Abgabestelle, die von den Kunden aufgrund ihres cleanen Looks immer wieder mit einem Apple-Store verwechselt wird, allerdings weniger begeistert und zieht zusammen mit Bartender Moe eine Art Coffeeshop für die Oldschool-Konsumenten im altbewährten Schmuddel-Look auf, sozusagen ganz klassisch mit abgeranzter Couch und Spielkonsole. Neben Busfahrer Otto, der natürlich in jeder Episode mit Cannabisbezug seinen Auftritt haben muss, gibt es übrigens auch ein Wiedersehen mit einem populären Ex-Boxchampion mit Tribal-Gesichtstattoo, der mit einer Wellness-Ranch ganz groß ins legale Cannabusiness einsteigen will. Inhaltlich steht ganz klar der holprige Weg der Cannabis-Branche aus der Illegalität und der daraus resultierende Konflikt zwischen Professionalität und Authentizität im Mittelpunkt.

 

Und auch wenn die Simpsons ihre besten Zeiten wohl so langsam aber sicher hinter sich haben, dürfte man sich von der neuen Folge nur allzu gern für eine knappe halbe Stunde an die Couch fesseln lassen. Wer jetzt neugierig geworden ist, kann sich die Folge (in englischer Originalfassung) über untenstehende YouTube-Playlist direkt ansehen.

Dass viele Cannabiskonsumenten gerne mal high mit ihrem Partner ins Bett steigen, ist bekannt und ob der stimulierenden Wirkung nicht überraschend. Auch Studien, die eine Kausalität zwischen Cannabiskonsum und gesteigerter Libido nahe legen, stellen einen Zusammenhang zwischen Cannabis und Sexualität her. Der Fall eines Mannes aus dem US-Bundestaat Georgia allerdings ist so ungewöhnlich, dass selbst die, was kuriose Cannabis-Storys angeht, recht abgehärtete Highway-Redaktion zunächst an einen verfrühten Aprilscherz glaubte.

 

Der 32-Jährige Mann, der im Mittelpunkt dieses merkwürdigen Falles steht, war mehrfach mit starken Schmerzen in die Notaufnahme gekommen, die durch stundenlang andauernde Erektionen hervorgerufen wurden – und das ohne jede sexuelle Aktivität oder die Einnahme von Potenzmitteln. Nach eingehender Untersuchung des Mannes (und der Gabe einer lindernden, abschwellenden Spritze) fanden die Mediziner zunächst keine Ursache für die Beschwerden. Bei der Anamnese fiel ihnen dann aber doch noch etwas Merkwürdiges auf. Im „Journal of Cannabis Research“ veröffentlichten sie ihre Theorie, was ihrer Meinung nach wahrscheinlich zu dem Priapismus (Dauererektion) des Mannes geführt habe: Cannabis soll schuld gewesen sein! Der Patient hatte angegeben in den letzten Monaten regelmäßig Marihuana geraucht zu haben und verwundert festgestellt, dass sein bestes Stück sozusagen „high“ werde. Die Erektionen seien zunächst immer relativ schnell wieder abgeklungen, bis sie jedoch irgendwann auch über Stunden nicht mehr schwächer wurden und die Sache anfing, richtig schmerzhaft zu werden.

 

Es ist der erste bekannte Fall eines Priapismus in Verbindung mit Cannabis bei einem Patienten bei dem alle anderen bekannten Ursachen ausgeschlossen werden konnten, erklärten die Ärzte des Coliseum Medical Centers in Macon. Da der Patient zu weiteren Folgeuntersuchungen nicht mehr erschienen war, ist unklar, wie genau der Cannabiskonsum die Erektionen auslösen konnte.

Im US-Bundestaat Tennessee ticken die Uhren (nicht nur) bezüglich Cannabis etwas langsamer als in manch anderem Teil der Vereinigten Staaten. Von daher kann es vielleicht gar nicht schaden, den dortigen Behörden mal ein wenig Kontra zu geben. In einem Gerichtssaal in der Stadt Lebanon hat das nun ein junger Mann getan, der wegen des Besitzes von Cannabis angeklagt war. Keine so große Sache, mag sich der 20-Jährige, der optisch ein wenig an den "Dude" erinnert, gedacht haben, da geht noch was. Vor den ungläubigen Augen des Richters und dem peinlich berührten Gekicher der anwesenden Zuschauer zog er doch tatsächlich einen Joint aus der Tasche und zündete ihn an. Bevor er von den überrumpelten Gerichtsbeamten abgeführt wurde, gelang es dem Cannabisfreund, noch einige Züge zu nehmen und ein paar Sätze über die seiner Meinung nach dringend nötige Cannabislegalisierung anzubringen.

 

Den Vorsitzenden konnte er damit allerdings naturgemäß nicht überzeugen, stattdessen gab es eine weitere Anzeige wegen des Besitzes von Cannabis. Darüber hinaus muss der Angeklagte wegen Missachtung des Gerichts die nächsten zehn Tage hinter Gittern verbringen. Wer weiß, vielleicht hat sich die öffentlichkeitswirksame Aktion für ihn nichtsdestotrotz gelohnt, denn die internationale Aufmerksamkeit ist ihm auch dank des viral gegangenen Videos (siehe unten) gewiss. Und mit ein bisschen Glück wartet vielleicht ja schon der ein oder andere Werbevertrag mit einem Cannabisunternehmen auf den unerschrockenen Cannabisenthusiasten, wenn er entlassen wird…

 

Im US-Bundesstaat Michigan ist der private Anbau von Cannabis für den Eigenbedarf zwar inzwischen legal, allerdings ist die erlaubte Anzahl auf zwölf Pflanzen begrenzt. Den meisten Cannabisfreunden dürfte das für den abendlichen Entspannungs-Joint ausreichen, doch natürlich gibt es auch Leute, die sich eigenmächtig über diese Regelung hinwegsetzen und größere Cannabisaufzuchten betreiben.

 

Laut Angaben der Stadträtin Linda Nelson wird das im Ort Bessemer gerade zu einem Problem. Und zwar zu einem olfaktorischen. Nelson sorgt sich um Bewohner, die nicht mehr in ihrem Garten sitzen können, da der Weed-Gestank so stark sei. Man könne zum Leidwesen vieler „überall Marihuana riechen“ Gut, wenn es weiter nichts ist, könnte man jetzt einwerfen – schließlich verpesten beispielsweise Autofahrer mit ihren Abgasen die Atemluft in sehr viel größerem Ausmaß. Und die stinken nicht nur, die sind auch noch ziemlich ungesund. Aber das ist wohl eine andere Geschichte. Nun eilt die Polizei zu Hilfe – mithilfe eines Gadgets, das den Beamten den Weg zur nächstgelegenen übergroßen Cannabispflanzung weisen soll. Das Gerät, eine Art Megafon für die Nase, sieht im Einsatz zwar überaus dämlich aus, soll aber funktionieren.

 

In Denver, Colorado, sozusagen der Wiege der US-Legalisierung, befindet es sich bereits seit Jahren im Einsatz. Damit der „Nasal Ranger“ zukünftig auch in ästhetischer Hinsicht überzeugen kann, hat die Design-Redaktion des Highway ein paar Entwürfe erarbeitet, wie man es besser machen könnte.

 

 

 

 

 

 

Ja, Ja, der kleinkarierte Spießbürger hat es wahrlich nicht leicht. Gefahren für Leib, Leben und Sitte lauern ja überall im Alltag, jeder will einen irgendwie übers Ohr hauen – und, sowieso, früher hätte es das nicht gegeben. Aber was sich gerade in und um die Löwen-Apotheke in München abspielt, schlägt dem Fass endgültig den Boden aus. Wie diverse Lokalblätter berichten, zeigen sich die Kunden des längjährig ansässigen Geschäfts zunehmend verstimmt.

 

Und das wahrlich aus gutem Grund! Denn laut Außenbeschriftung gibt es dort doch tatsächlich „Drogen“! Wie bitte? Drogen in der Apotheke? Der Viertelgott in Weiß ein Dealer? Ja, richtig gelesen! Ein Blick auf das Artikelfoto beweist es. Was ist bloß aus dieser Welt geworden? Kann man jetzt seine Kinder etwa nicht mal mehr ohne Bedenken in die Apotheke schicken? Die Löwen-Apotheke versucht aufklärend einzuschreiten und zu retten, was zu retten ist: mit „Drogen“ seien natürlich Arzneimittel gemeint, in einer „Drogerie“ gebe es ja schließlich auch keine Drogen. Man möchte noch hinzufügen, dass beispielsweise im englischen Sprachgebrauch Drogen und Arzneimittel nicht umsonst synonym verwendet werden. Oder dass etwa Heroin Ende des 19. Jahrhunderts als Hustensaft entwickelt wurde und in der Apotheke regulär erhältlich war. Doch gegen die Verunsicherung des empörten Bürgers kommt man halt schwer an, so dass die seit den 1970er-Jahren hängende Beschilderung nun abgenommen werden muss. Jetzt könnte man sich natürlich die Frage stellen, was sich in den letzten Jahrzehnten getan hat, dass die Stimmung jetzt auf einmal so hochkocht. Aber wenn die Kunden wegbleiben, ist ja schließlich auch keinem geholfen. Sonst wäre man hinterher noch gezwungen, sich zwei Blocks weiter zur nächsten Apotheke zu schleppen, um den nötigen Vorrat an Valium, Promethazin und Tramadol zu beschaffen.

 

Für Cannabisfreunde hält die ganze Story sogar noch eine besondere Pointe parat: viele über den Fall berichtenden Zeitungen lassen es sich nicht nehmen, pflichtschuldig darauf hinzuweisen, dass es in der Löwen-Apotheke aber tatsächlich auch Drogen gibt. Cannabis nämlich.

Die Bewohner des 6.000-Seelen Dorfs Snowflake im US-Bundesstaat Arizona dürften nicht schlecht gestaunt haben, als sie vergangenen Freitagmorgen gen Nacht- bzw. Morgenhimmel blickten. Ein violettes Leuchten färbte das Firmament in geradezu psychedelischer Art und Weise. Ein ebenso faszinierender wie apokalpyptischer Anblick, der selbstverständlich viele Fragen aufwarf. Ist das der Klimawandel? Kommen jetzt die Aliens? Hab ich gestern vielleicht doch etwas zu viel geraucht?

 

Dabei bestand, wie sich inzwischen herausstellte, überhaupt kein Grund zur Aufregung. Denn auch wenn Cannabis-Hater und „Suchtexperte“ (hüstel) Rainer Thomasius neuerdings gerne von Turbo-Cannabis schwadroniert, das eine halluzinogene Wirkung vergleichbar der von LSD entfalte, handelte es sich bei dem Spekatakel keineswegs um eine drogeninduzierte Wahnvorstellung. Und doch hat das Phänomen in der Tat etwas mit Cannabis zu tun. Genauer gesagt mit dem Cannabisanbau. Denn das spektakuläre Leuchten wurde durch die Grow-LEDs einer Farm für medizinisches Marihuana ausgelöst, die sich am Rand des Städtchens befindet. Aufgrund spezieller Wetterverhältnisse reflektierte der nebelige Winterhimmel das Licht der ultravioletten Gewächshausbeleuchtung und so kam es zu dem frühmorgendlichen Schauspiel.