Ja, Ja, der kleinkarierte Spießbürger hat es wahrlich nicht leicht. Gefahren für Leib, Leben und Sitte lauern ja überall im Alltag, jeder will einen irgendwie übers Ohr hauen – und, sowieso, früher hätte es das nicht gegeben. Aber was sich gerade in und um die Löwen-Apotheke in München abspielt, schlägt dem Fass endgültig den Boden aus. Wie diverse Lokalblätter berichten, zeigen sich die Kunden des längjährig ansässigen Geschäfts zunehmend verstimmt.

 

Und das wahrlich aus gutem Grund! Denn laut Außenbeschriftung gibt es dort doch tatsächlich „Drogen“! Wie bitte? Drogen in der Apotheke? Der Viertelgott in Weiß ein Dealer? Ja, richtig gelesen! Ein Blick auf das Artikelfoto beweist es. Was ist bloß aus dieser Welt geworden? Kann man jetzt seine Kinder etwa nicht mal mehr ohne Bedenken in die Apotheke schicken? Die Löwen-Apotheke versucht aufklärend einzuschreiten und zu retten, was zu retten ist: mit „Drogen“ seien natürlich Arzneimittel gemeint, in einer „Drogerie“ gebe es ja schließlich auch keine Drogen. Man möchte noch hinzufügen, dass beispielsweise im englischen Sprachgebrauch Drogen und Arzneimittel nicht umsonst synonym verwendet werden. Oder dass etwa Heroin Ende des 19. Jahrhunderts als Hustensaft entwickelt wurde und in der Apotheke regulär erhältlich war. Doch gegen die Verunsicherung des empörten Bürgers kommt man halt schwer an, so dass die seit den 1970er-Jahren hängende Beschilderung nun abgenommen werden muss. Jetzt könnte man sich natürlich die Frage stellen, was sich in den letzten Jahrzehnten getan hat, dass die Stimmung jetzt auf einmal so hochkocht. Aber wenn die Kunden wegbleiben, ist ja schließlich auch keinem geholfen. Sonst wäre man hinterher noch gezwungen, sich zwei Blocks weiter zur nächsten Apotheke zu schleppen, um den nötigen Vorrat an Valium, Promethazin und Tramadol zu beschaffen.

 

Für Cannabisfreunde hält die ganze Story sogar noch eine besondere Pointe parat: viele über den Fall berichtenden Zeitungen lassen es sich nicht nehmen, pflichtschuldig darauf hinzuweisen, dass es in der Löwen-Apotheke aber tatsächlich auch Drogen gibt. Cannabis nämlich.

Die Bewohner des 6.000-Seelen Dorfs Snowflake im US-Bundesstaat Arizona dürften nicht schlecht gestaunt haben, als sie vergangenen Freitagmorgen gen Nacht- bzw. Morgenhimmel blickten. Ein violettes Leuchten färbte das Firmament in geradezu psychedelischer Art und Weise. Ein ebenso faszinierender wie apokalpyptischer Anblick, der selbstverständlich viele Fragen aufwarf. Ist das der Klimawandel? Kommen jetzt die Aliens? Hab ich gestern vielleicht doch etwas zu viel geraucht?

 

Dabei bestand, wie sich inzwischen herausstellte, überhaupt kein Grund zur Aufregung. Denn auch wenn Cannabis-Hater und „Suchtexperte“ (hüstel) Rainer Thomasius neuerdings gerne von Turbo-Cannabis schwadroniert, das eine halluzinogene Wirkung vergleichbar der von LSD entfalte, handelte es sich bei dem Spekatakel keineswegs um eine drogeninduzierte Wahnvorstellung. Und doch hat das Phänomen in der Tat etwas mit Cannabis zu tun. Genauer gesagt mit dem Cannabisanbau. Denn das spektakuläre Leuchten wurde durch die Grow-LEDs einer Farm für medizinisches Marihuana ausgelöst, die sich am Rand des Städtchens befindet. Aufgrund spezieller Wetterverhältnisse reflektierte der nebelige Winterhimmel das Licht der ultravioletten Gewächshausbeleuchtung und so kam es zu dem frühmorgendlichen Schauspiel.

Drogenaufklärung in der Schule haftet ja oft etwas Dämonisierendes an, mit dem Ziel, die lieben Kleinen so lange wie möglich vor der Welt der bösen Drogen zu beschützen. Dagegen ist natürlich grundsätzlich nichts zu sagen, jedoch schießt man mit diesem Ansatz auch oft über das Ziel hinaus und bewirkt eher, dass die Jugendlichen erst recht neugierig werden.

 

Ein Vertretungslehrer aus dem US-Bundesstaat Massachusetts verfolgte wohl einen gänzlich anderen Ansatz: vor der versammelten Klasse zündetet er sich in aller Ruhe einen Joint an und rauchte ihn genüsslich, bevor er anfing, mit den Schülern über den Konsum von Marihuana zu diskutieren. Wie der Mann schnell feststellen musste, fiel auch dieser mehr als zweifelhafte Aufklärungs-Ansatz bei den Schülern durch. Es dauerte nicht lange bis einige von ihnen sich beim Rektor beschwert hatten und der Vertretungslehrer seinen Job los war. Und zwar endgültig: einer Schule darf sich der Mann auf Lebenszeit jedenfalls nicht mehr nähren.

Wenn der britische Star-Regisseur Guy Ritichie ruft, dann kommen die Stars aus den Löchern bzw. aus ihren Villen gekrochen. Das war nicht immer so, denn den Ruf als der kultigste Tarantino-Verschnitt von der Insel, den Richtie sich mit seinem Debütfilm „Bube, Dame, König, GrAS“ und dem artverwandten Nachfolger „Snatch“ erarbeitet hatte, versenkte er wenig später mit der mediterranen Liebeskomödie „Swept Away“ (nominiert für zahlreiche Razzie Awards als schlechtester Film des Jahres) in den Untiefen des Mittelmeers.

 

Doch spätestens seit seinem Sherlock Holmes-Revival mit Rober Downey Jr. gilt Ritchie in Hollywood als rehabilitiert, was ein Blick auf das Ensemble seiner neuen Gangsterkomödie „The Gentleman“ eindrucksvoll unterstreicht. Die Teilnahme von Darstellern wie Hugh Grant, Charlie Hunnam, Colin Farrell, Henry Golding und nicht zuletzt Matthew McConaughey in der Hauptrolle lassen auf ein stargespicktes Filmvergnügen schließen.

 

Aus Stoner-Perspektive ebenfalls sehr zu begrüßen ist die Tatsache, dass Ritchie thematisch wieder back to the roots geht. Das ist durchaus wörtlich zu nehmen, denn nachdem auch in „Bube, Dame, König, GrAS" das grüne Kraut eine zentrale Rolle spielte stehen auch hier die Geschäfte und Verwicklungen eines Cannabis-Barons (McConaughey) im Mittelpunkt des, vermutlich mal wieder recht wendungsreichen, Plots. Der Trailer, den man unten auf dieser Seite begutachten kann, macht auf jeden Fall schon einmal Lust auf mehr! Als deutscher Kinostart ist übrigens der 27. Februar 2020 anvisiert.

Ein paar schöne Steinpilze oder eine handvoll gold-gelber Pfifferlinge – das sind häufig die schönsten Funde im Leben eines nordeuropäischen Pilzsammlers. Ein 40-Jähriger in Stuttgart-Hedelfingen machte, wie nun bekannt wurde, bereits im November einen spektakulären Fund ganz anderer Art. Der Mann, der bereits seit Jahren den Stuttgarter Frauenkopf zum Pilze sammeln durchforstet, entdeckte dort eine große Plastiktüte, in der ein verschmutztes blaues Plastikfass steckte. Und was befand sich wohl darin?

 

Die meisten Leser werden es wohl bereits ahnen: eine ganze Menge Marihuana befand sich im Fass, die Polizei, die der Pilzfreund unmittelbar nach dem Fund benachrichtigt hatte, spricht von 2,74 Kilogramm. Wem das Cannabis gehört bzw. wer es versteckt hat, ist bisher unklar, klar dürfte hingegen sein, dass es sich wohl um den wertvollsten Fund handelt, der dem schwäbischen Pilzliebhaber jemals untergekommen ist.

Ältere Leser werden das Artwork vielleicht noch aus ihrer Sturm-und-Drang-Zeit wiedererkennen: der Comic-Strip mit dem klingenden Namen „Stoned Again!“ von Underground-Comic-Ikone Robert Crumb ist ein echtes Stück Cannabiskultur und zierte als Print in den 1970er-Jahren nicht wenige Wohn- und Jugendzimmer. Kein Wunder, der raue Charme der Zeichnung dürfte viele Kiffer ansprechen und Erinnerungen an die ein oder andere etwas aus dem Ruder gelaufene Session wecken.

 

Die augenzwinkernde Zeichnung zeigt die verschiedenen Stadien des Dichtheitsgrades von angenehm high bis zur totalen Gesichtsschmelze. Ja, da werden Erinnerungen wach! Am vergangenen Wochenende wurde dieses berühmte Comic-Kunstwerk auf der Comics & Comic Art Auction in Dallas, USA versteigert. Von Experten auf etwa eine Viertelmillion US-Dollar geschätzt, kam das gute Stück letztendlich für stolze 690.000 US-Dollar unter den Hammer. Für den heiligen Gral crumbscher Comickunst (laut Experten) und eine Sternstunde der psychedelischen Kunst kann man mal aber auch echt mal was springen lassen.

 

Bleibt nur zu hoffen, dass Robert Crumb selbst, der in finanziellen und Lizenzdingen nach eigenen Angaben nie besonders geschickt war, wenigstens einen kleinen Teil des Auktionserlöses auf seinem eigenen Konto wiederfinden konnte. Eine relativ hoch aufgelöste digitale, kolorierte Version zum Selbstausdrucken findet man übrigens hier.

 

 

 

Auch wenn die USA in den letzten Jahren von Legalisierungsbefürwortern rund um den Globus verstärkt als Positivbeispiel für einen liberalen Umgang mit Cannabis herangezogen werden und die gesellschaftliche Akzeptanz in vielen Bundesstaaten schon weit fortgeschritten ist, hat auch die dortige Szene immer wieder mit Hindernissen zu kämpfen, die ihnen von der Politik und der Justiz in den Weg gelegt werden.

 

Zuletzt sorgte ein großer Fang der New Yorker Polizei (NYPD) und das dazugehörige Polizeifoto für Ärger in der Cannabisbranche, aber, zugegeben, auch für den ein oder anderen Schmunzler. Auf der Facebook-Seite des NYPD brüstete man sich mit dem Fund und der Beschlagnahmung von knapp 50 Kilogramm Marihuana. Diese Zurschaustellung in den sozialen Netzwerken ist ja leider mittlerweile gängige Praxis, doch diesmal erntete die Truppe vor allem Hohn und Spott. Zu Recht, denn die fetten Baggies, zwischen denen sich vor allem einer der beiden Cops in cooler Pose in Szene setzt, so als sei er die Reinkarnation von Charlie Bronson höchstpersönlich, enthielten gar kein Marihuana, sondern völlig legalen, komplett THC-freien Hanf des lizenzierten Produzenten Fox Holler Farms aus Vermont.

 

Das pikierte Unternehmen ließ mit einer Reaktion nicht lange auf sich warten und verlautete, ebenfalls über Facebook, unter anderem das Folgende: „Dieses Bild frustriert uns und macht uns Sorgen. (…) Warum sind sich die Menschen der Gesetze, mit deren Schutz sie betraut sind, nicht bewusst?“ Tja, eine durchaus berechtigte Frage, zumal die im „Hemp Farming Act“ bundesweit geregelte Legalisierung von Hanf erst vor einigen Monaten prominent durch alle US-Medien ging.

US-Rapper Snoop Dogg ist weltweit bekannt dafür, den 420-Lifestyle so zu leben wie kein anderer. Mittlerweile kann er es sich leisten, überall mit einem Joint zwischen den Lippen aufzukreuzen, sogar vor dem Wohnsitz des amerikanischen Präsidenten, dem Weißen Haus in Washington D.C., sah man den mittlerweile 48-Jährigen schon mit einer Lunte zwischen den Fingern. Man würde sich wohl eher wundern, wenn man ihn mal ohne Joint anträfe. Der Cannabiskonsum gehört zu Marke „Snoop Dogg“ einfach dazu.



In einer amerikanischen Talkshow verriet der Star nun, dass er sogar jemanden eingestellt habe, der die alleinige Aufgabe habe, den Maestro mit Joints und Blunts zu versorgen. Das Jahresgehalt, dass er dem Mann zahle, verriet er gleich mit: satte 50.000 Dollar streicht der „Baumeister“ im Jahr für seine Dienste ein. Ob es für aufwändigere Konstruktionen wie Cross-Joints Zuschläge gibt, ist dagegen unklar.



Das Geld scheint gut angelegt zu sein. Denn nicht zur die technischen Fähigkeiten des Drehens an sich seien nötig, um erfolgreich zu sein. „Timing. Das Timing dieses Motherfuckers ist tadellos. Das ist sein Job, sein Beruf“, so Snoop Dogg über die weitere notwendige Fähigkeit, die den jetzigen Angestellten so unverzichtbar mache. Der Joint muss also nicht nur gut gebaut werden, sondern auch genau im richtigen Augenblick hervorgeholt werden.



Auch Seth Rogen, Hollywood-Schauspieler mit Cannabis-Passion und zusammen mit Snoop Doog auf dem Talkshow-Sofa, denkt jetzt ebenfalls darüber nach, eine derartige Stelle auszuschreiben. Wer weiß, vielleicht tut sich da gerade ein weiteres lukratives Geschäftsfeld im Zuge der Cannabis-Legalisierung im US-Bundesstaat Kalifornien auf...

 

Na also, da haben wir's: so cannabisfeindlich ist die CSU gar nicht! All die Hass-Tiraden auf Cannabiskonsumenten, all die Verunglimpfungen, war das etwa alles nur Fassade? Wird in den Hinterzimmern der Partei etwa heimlich am Joint gezogen oder gar Haschisch gespritzt?

Die CSU wird zur Kifferpartei? Unglaublich! Aber wie ist es sonst zu erklären, dass CSU-Kreistagskandidatin Susanne Linhart auf einer Kreisdelegiertenversammlung zur Unterstützung von Landrat Rober Niedergesäß ein Schild hochhält, auf dem ein Hanfblatt-Aufkleber prangt, der zu allem Überfluss auch noch das stolze Wappentier von Grafing beim Joint-Rauchen zeigt?



Ok, aus Sicht aller Cannabisfreunde hätte der Sticker gerne noch etwas größer sein können, aber dass es der Täter (oder einer seiner Follower) überhaupt unbemerkt geschafft hat, die Grafik auf dem Schild anzubringen, verdient unsere Anerkennung. Denn natürlich ist die CSU nicht über Nacht zur Legalisierungspartei geworden (leider), vielmehr handelt es sich um die Tat eines Unbekannten, der unter dem Instagram-Profil „Der_Gaertner_von_Grafing“ aktiv ist und seine Sticker im ganzen Grafinger Stadtgebiet verteilt.

Dem CSU-Kreisverband Eberswalde blieb nichts weiter übrig, als die Sache mit Humor zu nehmen. Über einen Instagram-Kommentar ließ man lapidar verkünden: „Die CSU Ebersberg macht sich eben auch für die heimische Gartenbauszene stark, jedenfalls so lange der THC-Gehalt der Pflanzen im gesetzlichen Rahmen bleibt.“ Die Razzien, die zurzeit mal wieder viele süddeutsche Head-und Growshopbesitzerinnen und -besitzer an den Rand des Ruins treiben, sprechen eine andere Sprache

Eine einigermaßen peinliche Story wurde gerade vor dem Augsburger Jugendgericht aufgerollt. Es ging um den (vermeintlichen) Verkauf von 30 Gramm Haschisch, Ausgangspunkt der Ermittlungen war eine Hausdurchsuchung gewesen, bei der die Beamten das Haschisch-Paket gefunden hatten. Allerdings, und das hatte der unglückliche 20-jährige Käufer erst im Nachhinein entdeckt, handelte es sich in Wirklichkeit gar nicht um Haschisch, sondern um handelsübliche Erde. Bezahlt wurde der Dreck aber nicht mit Spielgeld, nein, es wechselten 300 harte Euro den Besitzer. Tja, das einzige, was noch ärgerlicher ist, als auf so einen alten Trick hereinzufallen, ist wohl, solch eine unrühmliche Episode auch noch vor Gericht ausbreiten zu müssen.

 

Der 18-jährige Schlawiner, auf dessen Kappe der betrügerische Verkauf mutmaßlich ging, legte zwar kein Geständnis ab, doch der Gerichtsvorsitz sah seine Schuld als erwiesen an. Er muss nun ein Bußgeld von 600 Euro zahlen und darf ein Jahr lang nachweislich keine Drogen konsumieren. Die Richterin machte klar, dass die Tat als Drogengeschäft gewertet werde, obwohl genau genommen überhaupt keine illegalen Substanzen im Spiel gewesen sind.