Wem die mediale Dauerbeschallung zum Thema Corona-Virus mittlerweile zum Hals raushängt, dem sei die Instagram-Seite von Lloyd Kanchan wärmstens ans Herz gelegt. Unter dem Künstlernamen „rapoleon_dynamite“ betreibt der Diorama-Künstler aus San Bernadino, USA, einen der nostalgischsten und kreativsten Cannabis-Accounts überhaupt. In seinen gewitzten Miniatur-Szenarien treffen Ikonen der Popkultur, wie zum Beispiel die „Ninja Mutant Hero Turtles“, „Rick und Morty“ und diverse Horrorfilm-Bösewichte (von Michael Myers bis zum guten alten Candyman) auf übergroße Buds und riesige Joints. Da kann es schon mal passieren, dass Ash aus dem Horrorklassiker „The Evil Dead“ und Auftragskiller Jules aus „Pulp Fiction“ nebeneinander auf der Couch chillen und die Qualität einer Cannabis-Blüte begutachten. Und auf dem Couchtisch liegt der sagenumwobene schwarze Aktenkoffer aus Quentin Tarantinos großem Kinoerfolg von 1994.

 

Diese inhaltliche Liebe zum Detail ist es, die einen Großteil der Faszination von Kanchans Bildern ausmacht, aber auch rein von handwerklicher Seite sind sie absolut sehenswert und eine wohltuende Abwechslung vom üblichen 420-Einerlei. Außerdem dürften sich die Liebhaber von Action-Spielfiguren gar nicht satt sehen können an den Plastik-Protagonisten seiner Inszenierungen. Willkommener Nebeneffekt: beim Scrollen durch Lloyds Profil kann man das ganze Corona-Chaos einfach mal für ein paar Minuten vergessen und sich an vergangene, einfachere Zeiten zurückerinnern.

 

Wer vom ganzen Corona-Bingewatchen inzwischen noch nicht genug hat (und mal ehrlich, das dürfte eher die Minderheit der Cannabisfreunde sein), der sollte der neuen Simpsons-Folge vielleicht mal eine Chance geben. Ja, die Simpsons, das Adult-Cartoon-Urgestein hält sich nach wie vor tapfer in der Gunst der Zuschauer und geht mittlerweile in die 31. Staffel. Besonders interessant ist die neue Folge „Highway to Well“ für Cannabisenthusiasten vor allem deshalb, weil das Thema Cannabis-Legalisierung erstmals in Folgenlänge aufgegriffen wird. Sicher, Seitenhiebe zum Thema Marihuana und Kiffen mag es schon in früheren Geschichten rund um die gelbe Familie gegeben haben, außerdem sei an eine (immer wieder gern gesehene) Folge aus Staffel 13 erinnert, in der sich Homer medizinisches Marihuana verschreiben lässt.

 

Doch in „Highway to Well“ geht es nun erstmals direkt in die Untiefen des legalen Cannabusiness: Marge wird „Budtender“ in einer schicken Dispensary und verkauft Buds, Edibles, Extrakte und Tinkturen an das Who´s who der Kiffer-Szene Springfields. Homer ist von der Abgabestelle, die von den Kunden aufgrund ihres cleanen Looks immer wieder mit einem Apple-Store verwechselt wird, allerdings weniger begeistert und zieht zusammen mit Bartender Moe eine Art Coffeeshop für die Oldschool-Konsumenten im altbewährten Schmuddel-Look auf, sozusagen ganz klassisch mit abgeranzter Couch und Spielkonsole. Neben Busfahrer Otto, der natürlich in jeder Episode mit Cannabisbezug seinen Auftritt haben muss, gibt es übrigens auch ein Wiedersehen mit einem populären Ex-Boxchampion mit Tribal-Gesichtstattoo, der mit einer Wellness-Ranch ganz groß ins legale Cannabusiness einsteigen will. Inhaltlich steht ganz klar der holprige Weg der Cannabis-Branche aus der Illegalität und der daraus resultierende Konflikt zwischen Professionalität und Authentizität im Mittelpunkt.

 

Und auch wenn die Simpsons ihre besten Zeiten wohl so langsam aber sicher hinter sich haben, dürfte man sich von der neuen Folge nur allzu gern für eine knappe halbe Stunde an die Couch fesseln lassen. Wer jetzt neugierig geworden ist, kann sich die Folge (in englischer Originalfassung) über untenstehende YouTube-Playlist direkt ansehen.

 

Dass viele Cannabiskonsumenten gerne mal high mit ihrem Partner ins Bett steigen, ist bekannt und ob der stimulierenden Wirkung nicht überraschend. Auch Studien, die eine Kausalität zwischen Cannabiskonsum und gesteigerter Libido nahe legen, stellen einen Zusammenhang zwischen Cannabis und Sexualität her. Der Fall eines Mannes aus dem US-Bundestaat Georgia allerdings ist so ungewöhnlich, dass selbst die, was kuriose Cannabis-Storys angeht, recht abgehärtete Highway-Redaktion zunächst an einen verfrühten Aprilscherz glaubte.

 

Der 32-Jährige Mann, der im Mittelpunkt dieses merkwürdigen Falles steht, war mehrfach mit starken Schmerzen in die Notaufnahme gekommen, die durch stundenlang andauernde Erektionen hervorgerufen wurden – und das ohne jede sexuelle Aktivität oder die Einnahme von Potenzmitteln. Nach eingehender Untersuchung des Mannes (und der Gabe einer lindernden, abschwellenden Spritze) fanden die Mediziner zunächst keine Ursache für die Beschwerden. Bei der Anamnese fiel ihnen dann aber doch noch etwas Merkwürdiges auf. Im „Journal of Cannabis Research“ veröffentlichten sie ihre Theorie, was ihrer Meinung nach wahrscheinlich zu dem Priapismus (Dauererektion) des Mannes geführt habe: Cannabis soll schuld gewesen sein! Der Patient hatte angegeben in den letzten Monaten regelmäßig Marihuana geraucht zu haben und verwundert festgestellt, dass sein bestes Stück sozusagen „high“ werde. Die Erektionen seien zunächst immer relativ schnell wieder abgeklungen, bis sie jedoch irgendwann auch über Stunden nicht mehr schwächer wurden und die Sache anfing, richtig schmerzhaft zu werden.

 

Es ist der erste bekannte Fall eines Priapismus in Verbindung mit Cannabis bei einem Patienten bei dem alle anderen bekannten Ursachen ausgeschlossen werden konnten, erklärten die Ärzte des Coliseum Medical Centers in Macon. Da der Patient zu weiteren Folgeuntersuchungen nicht mehr erschienen war, ist unklar, wie genau der Cannabiskonsum die Erektionen auslösen konnte.

 

 

 

 

Im US-Bundestaat Tennessee ticken die Uhren (nicht nur) bezüglich Cannabis etwas langsamer als in manch anderem Teil der Vereinigten Staaten. Von daher kann es vielleicht gar nicht schaden, den dortigen Behörden mal ein wenig Kontra zu geben. In einem Gerichtssaal in der Stadt Lebanon hat das nun ein junger Mann getan, der wegen des Besitzes von Cannabis angeklagt war. Keine so große Sache, mag sich der 20-Jährige, der optisch ein wenig an den "Dude" erinnert, gedacht haben, da geht noch was. Vor den ungläubigen Augen des Richters und dem peinlich berührten Gekicher der anwesenden Zuschauer zog er doch tatsächlich einen Joint aus der Tasche und zündete ihn an. Bevor er von den überrumpelten Gerichtsbeamten abgeführt wurde, gelang es dem Cannabisfreund, noch einige Züge zu nehmen und ein paar Sätze über die seiner Meinung nach dringend nötige Cannabislegalisierung anzubringen.

 

Den Vorsitzenden konnte er damit allerdings naturgemäß nicht überzeugen, stattdessen gab es eine weitere Anzeige wegen des Besitzes von Cannabis. Darüber hinaus muss der Angeklagte wegen Missachtung des Gerichts die nächsten zehn Tage hinter Gittern verbringen. Wer weiß, vielleicht hat sich die öffentlichkeitswirksame Aktion für ihn nichtsdestotrotz gelohnt, denn die internationale Aufmerksamkeit ist ihm auch dank des viral gegangenen Videos (siehe unten) gewiss. Und mit ein bisschen Glück wartet vielleicht ja schon der ein oder andere Werbevertrag mit einem Cannabisunternehmen auf den unerschrockenen Cannabisenthusiasten, wenn er entlassen wird…

 

Im US-Bundesstaat Michigan ist der private Anbau von Cannabis für den Eigenbedarf zwar inzwischen legal, allerdings ist die erlaubte Anzahl auf zwölf Pflanzen begrenzt. Den meisten Cannabisfreunden dürfte das für den abendlichen Entspannungs-Joint ausreichen, doch natürlich gibt es auch Leute, die sich eigenmächtig über diese Regelung hinwegsetzen und größere Cannabisaufzuchten betreiben.

 

Laut Angaben der Stadträtin Linda Nelson wird das im Ort Bessemer gerade zu einem Problem. Und zwar zu einem olfaktorischen. Nelson sorgt sich um Bewohner, die nicht mehr in ihrem Garten sitzen können, da der Weed-Gestank so stark sei. Man könne zum Leidwesen vieler „überall Marihuana riechen“ Gut, wenn es weiter nichts ist, könnte man jetzt einwerfen – schließlich verpesten beispielsweise Autofahrer mit ihren Abgasen die Atemluft in sehr viel größerem Ausmaß. Und die stinken nicht nur, die sind auch noch ziemlich ungesund. Aber das ist wohl eine andere Geschichte. Nun eilt die Polizei zu Hilfe – mithilfe eines Gadgets, das den Beamten den Weg zur nächstgelegenen übergroßen Cannabispflanzung weisen soll. Das Gerät, eine Art Megafon für die Nase, sieht im Einsatz zwar überaus dämlich aus, soll aber funktionieren.

 

In Denver, Colorado, sozusagen der Wiege der US-Legalisierung, befindet es sich bereits seit Jahren im Einsatz. Damit der „Nasal Ranger“ zukünftig auch in ästhetischer Hinsicht überzeugen kann, hat die Design-Redaktion des Highway ein paar Entwürfe erarbeitet, wie man es besser machen könnte.

 

 

 

 

 

 

Ja, Ja, der kleinkarierte Spießbürger hat es wahrlich nicht leicht. Gefahren für Leib, Leben und Sitte lauern ja überall im Alltag, jeder will einen irgendwie übers Ohr hauen – und, sowieso, früher hätte es das nicht gegeben. Aber was sich gerade in und um die Löwen-Apotheke in München abspielt, schlägt dem Fass endgültig den Boden aus. Wie diverse Lokalblätter berichten, zeigen sich die Kunden des längjährig ansässigen Geschäfts zunehmend verstimmt.

 

Und das wahrlich aus gutem Grund! Denn laut Außenbeschriftung gibt es dort doch tatsächlich „Drogen“! Wie bitte? Drogen in der Apotheke? Der Viertelgott in Weiß ein Dealer? Ja, richtig gelesen! Ein Blick auf das Artikelfoto beweist es. Was ist bloß aus dieser Welt geworden? Kann man jetzt seine Kinder etwa nicht mal mehr ohne Bedenken in die Apotheke schicken? Die Löwen-Apotheke versucht aufklärend einzuschreiten und zu retten, was zu retten ist: mit „Drogen“ seien natürlich Arzneimittel gemeint, in einer „Drogerie“ gebe es ja schließlich auch keine Drogen. Man möchte noch hinzufügen, dass beispielsweise im englischen Sprachgebrauch Drogen und Arzneimittel nicht umsonst synonym verwendet werden. Oder dass etwa Heroin Ende des 19. Jahrhunderts als Hustensaft entwickelt wurde und in der Apotheke regulär erhältlich war. Doch gegen die Verunsicherung des empörten Bürgers kommt man halt schwer an, so dass die seit den 1970er-Jahren hängende Beschilderung nun abgenommen werden muss. Jetzt könnte man sich natürlich die Frage stellen, was sich in den letzten Jahrzehnten getan hat, dass die Stimmung jetzt auf einmal so hochkocht. Aber wenn die Kunden wegbleiben, ist ja schließlich auch keinem geholfen. Sonst wäre man hinterher noch gezwungen, sich zwei Blocks weiter zur nächsten Apotheke zu schleppen, um den nötigen Vorrat an Valium, Promethazin und Tramadol zu beschaffen.

 

Für Cannabisfreunde hält die ganze Story sogar noch eine besondere Pointe parat: viele über den Fall berichtenden Zeitungen lassen es sich nicht nehmen, pflichtschuldig darauf hinzuweisen, dass es in der Löwen-Apotheke aber tatsächlich auch Drogen gibt. Cannabis nämlich.

Die Bewohner des 6.000-Seelen Dorfs Snowflake im US-Bundesstaat Arizona dürften nicht schlecht gestaunt haben, als sie vergangenen Freitagmorgen gen Nacht- bzw. Morgenhimmel blickten. Ein violettes Leuchten färbte das Firmament in geradezu psychedelischer Art und Weise. Ein ebenso faszinierender wie apokalpyptischer Anblick, der selbstverständlich viele Fragen aufwarf. Ist das der Klimawandel? Kommen jetzt die Aliens? Hab ich gestern vielleicht doch etwas zu viel geraucht?

 

Dabei bestand, wie sich inzwischen herausstellte, überhaupt kein Grund zur Aufregung. Denn auch wenn Cannabis-Hater und „Suchtexperte“ (hüstel) Rainer Thomasius neuerdings gerne von Turbo-Cannabis schwadroniert, das eine halluzinogene Wirkung vergleichbar der von LSD entfalte, handelte es sich bei dem Spekatakel keineswegs um eine drogeninduzierte Wahnvorstellung. Und doch hat das Phänomen in der Tat etwas mit Cannabis zu tun. Genauer gesagt mit dem Cannabisanbau. Denn das spektakuläre Leuchten wurde durch die Grow-LEDs einer Farm für medizinisches Marihuana ausgelöst, die sich am Rand des Städtchens befindet. Aufgrund spezieller Wetterverhältnisse reflektierte der nebelige Winterhimmel das Licht der ultravioletten Gewächshausbeleuchtung und so kam es zu dem frühmorgendlichen Schauspiel.

Drogenaufklärung in der Schule haftet ja oft etwas Dämonisierendes an, mit dem Ziel, die lieben Kleinen so lange wie möglich vor der Welt der bösen Drogen zu beschützen. Dagegen ist natürlich grundsätzlich nichts zu sagen, jedoch schießt man mit diesem Ansatz auch oft über das Ziel hinaus und bewirkt eher, dass die Jugendlichen erst recht neugierig werden.

 

Ein Vertretungslehrer aus dem US-Bundesstaat Massachusetts verfolgte wohl einen gänzlich anderen Ansatz: vor der versammelten Klasse zündetet er sich in aller Ruhe einen Joint an und rauchte ihn genüsslich, bevor er anfing, mit den Schülern über den Konsum von Marihuana zu diskutieren. Wie der Mann schnell feststellen musste, fiel auch dieser mehr als zweifelhafte Aufklärungs-Ansatz bei den Schülern durch. Es dauerte nicht lange bis einige von ihnen sich beim Rektor beschwert hatten und der Vertretungslehrer seinen Job los war. Und zwar endgültig: einer Schule darf sich der Mann auf Lebenszeit jedenfalls nicht mehr nähren.

Wenn der britische Star-Regisseur Guy Ritichie ruft, dann kommen die Stars aus den Löchern bzw. aus ihren Villen gekrochen. Das war nicht immer so, denn den Ruf als der kultigste Tarantino-Verschnitt von der Insel, den Richtie sich mit seinem Debütfilm „Bube, Dame, König, GrAS“ und dem artverwandten Nachfolger „Snatch“ erarbeitet hatte, versenkte er wenig später mit der mediterranen Liebeskomödie „Swept Away“ (nominiert für zahlreiche Razzie Awards als schlechtester Film des Jahres) in den Untiefen des Mittelmeers.

 

Doch spätestens seit seinem Sherlock Holmes-Revival mit Rober Downey Jr. gilt Ritchie in Hollywood als rehabilitiert, was ein Blick auf das Ensemble seiner neuen Gangsterkomödie „The Gentleman“ eindrucksvoll unterstreicht. Die Teilnahme von Darstellern wie Hugh Grant, Charlie Hunnam, Colin Farrell, Henry Golding und nicht zuletzt Matthew McConaughey in der Hauptrolle lassen auf ein stargespicktes Filmvergnügen schließen.

 

Aus Stoner-Perspektive ebenfalls sehr zu begrüßen ist die Tatsache, dass Ritchie thematisch wieder back to the roots geht. Das ist durchaus wörtlich zu nehmen, denn nachdem auch in „Bube, Dame, König, GrAS" das grüne Kraut eine zentrale Rolle spielte stehen auch hier die Geschäfte und Verwicklungen eines Cannabis-Barons (McConaughey) im Mittelpunkt des, vermutlich mal wieder recht wendungsreichen, Plots. Der Trailer, den man unten auf dieser Seite begutachten kann, macht auf jeden Fall schon einmal Lust auf mehr! Als deutscher Kinostart ist übrigens der 27. Februar 2020 anvisiert.

Ein paar schöne Steinpilze oder eine handvoll gold-gelber Pfifferlinge – das sind häufig die schönsten Funde im Leben eines nordeuropäischen Pilzsammlers. Ein 40-Jähriger in Stuttgart-Hedelfingen machte, wie nun bekannt wurde, bereits im November einen spektakulären Fund ganz anderer Art. Der Mann, der bereits seit Jahren den Stuttgarter Frauenkopf zum Pilze sammeln durchforstet, entdeckte dort eine große Plastiktüte, in der ein verschmutztes blaues Plastikfass steckte. Und was befand sich wohl darin?

 

Die meisten Leser werden es wohl bereits ahnen: eine ganze Menge Marihuana befand sich im Fass, die Polizei, die der Pilzfreund unmittelbar nach dem Fund benachrichtigt hatte, spricht von 2,74 Kilogramm. Wem das Cannabis gehört bzw. wer es versteckt hat, ist bisher unklar, klar dürfte hingegen sein, dass es sich wohl um den wertvollsten Fund handelt, der dem schwäbischen Pilzliebhaber jemals untergekommen ist.