Ja liebe Leser, heute ist der 18. – und nicht etwa der 1. April. An dem haben wir euch, wie es sich gehört, mit einem schönen Aprilscherz versorgt. Aber heute (und allen anderen 363 Tagen) ist es mal wieder bitterer Ernst. Auch wenn es zum Lachen ist.

 

Aber von vorne: Vergangenen Mittwoch begab es sich, dass in einer Indoor-Cannabis-Aufzucht in Wien ein 40-jähriger Mann bei der Cannabisernte war. Irgendwie scheint er aber nicht ganz bei der Sache gewesen zu sein, denn wie „heute.at“ berichtete, muss er sich dabei seine Ernte-Schere versehentlich in den Oberschenkel gerammt haben.

 

Das war schon mal dämlich. Noch dämlicher war es aber, aufgrund der Schmerzen wie ein Bekloppter zu brüllen. Denn das rief die Nachbarn auf den Plan, welche die Polizei über das große Geschrei informierten.

 

Diese rückte an, fand den blutenden Schreihals – und aber leider auch 65 Cannabispflanzen sowie 3,5 Kilogramm Marihuana. An der Wohnanschrift des Manns wurden weitere 30 Pflanzen und 600 Gramm Cannabis aufgefunden, sodass er sich nun in Untersuchungshaft befindet.

 

Messer, Gabel, Schere, Licht... na ihr wisst schon Bescheid.

Cannabis-Komödien gibt es inzwischen einige und auch die Kiffer-Serien sind stark auf dem Vormarsch. Vor einer Woche kam die neue deutsche Cannabis-Hoffnung „Lommbock“ in die Kinos (wir berichteten ausgiebig). Am 20. April (dem 4/20 nach amerikanischer Schreibweise) kommt nun der Film „Grow House“ heraus.

 

Dieser wurde geschrieben von DJ Pooh, der sich schon an den Drehbüchern von „Friday“ (mit Ice Cube und Chris Tucker) und seinen beiden Nachfolgern versuchen durfte (wo er auch die Rolle des Red übernahm). Wie es sich für eine gute Kiffer-Komödie gehört, ist mal wieder ein männliches Buddy-Duo für die Hauptrollen gesetzt.

 

Und zwar beschließen die beiden Freunde Pat (DeRay Davis) und Darius (Lil Duval), ihr Glück als Grower auf dem Markt für medizinisches Marihuana zu versuchen. Doch vom Weed-Raucher zum Weed-Grower ist es doch ein etwas größerer Schritt, als es sich die beiden ausgemalt haben.

 

Und auch Snoop Dogg darf mal wieder auftauchen und spielt sich im Film selbst. Neben dem US-Start am 20. April gibt es noch keinen Termin für eine deutsche Veröffentlichung. Mit Sicherheit ist aber wenn mit einem direkten DVD-Vertrieb zu rechnen, ein Kino-Release scheint äußerst unwahrscheinlich.

 

Doch genug geredet, schaut euch den Trailer einfach selbst an:

Marihuana rauchen macht friedlich und freundlich. Das ist nicht von der Hand zu weisen. Weed rauchende Menschen mit gutem Einkommen spenden mit Sicherheit auch zumindest nicht weniger als Menschen, die kein Marihuana konsumieren.

 

Aber die folgende Geschichte, ist doch recht merkwürdig: Als Mitarbeiter einer Sozialeinrichtung im amerikanischen Bundeststaat Washington am Montag die eingegangen Sachspenden der letzten Zeit durchgingen, machten sie einen interessanten Fund. Jemand hatte eine Kühlbox abgegeben, in der sich 1,7 Kilo Marihuana befanden.

 

Wie SWR3 berichtete, riefen die Mitarbeiter der Organisation „Goodwill“ umgehend die Polizei, die das Marihuana an sich nahm und nun nach dem netten Spender sucht. Dieser sollte sich aber tunlichst nicht bei ihnen melden – denn mehr als 28 Gramm Marihuana sind für eine Einzelperson auch in Washington nicht erlaubt.

Wären wir kein Cannabismagazin, würden wir jetzt zu naheliegenden Einleitungen greifen, etwa das Kiffen vergesslich mache oder dergleichen. Aber wer hat noch nicht seine Mütze, sein Handy oder den Koffer mit sämtlichen Bankunterlagen mal irgendwo liegen lassen?

 

Dennoch sollte man nicht für möglich halten, was aller Wahrscheinlichkeit nach einem 30-jährigen Österreicher passiert ist (auch wenn er dies gegenüber den Behörden abstreitet): Bereits im Oktober vergangenen Jahres vergaß jemand (vermutlich der 30-jährige Student) in einem Zug der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) eine Tasche mit einem Inhalt von mehr als zwei Kilogramm Marihuana, wie „heute.at“ berichtet.

 

Und was macht man dann später, wenn einem dieses Mißgeschick aufgefallen ist? Na klar: Man ruft seinen Kollegen an – in diesem Fall den 32-jährigen Tomas J. –, ob dieser nicht mal bei den ÖBB nach einer verlorenen Tasche fragen könnte.

 

Die war aber natürlich schon längst von der Polizei geöffnet worden.

 

Ergebnis: Anzeige gegen Tomas J. Doch dieser schob alles auf den 30-jährigen Studenten. Dieser habe ihn gebeten, sich nach der Tasche zu erkundigen. Also Freispruch für Tomas J. und Anklage gegen den 30-Jährigen. Doch auch dieser wird vor Gericht freigesprochen – keine Beweise.

 

Und wenn sie nicht gestorben sind (zum Beispiel an Hasch-Kuchen), dann leben sie noch heute.

Dumm und asozial – diese Beschreibung passt wohl auf die meisten Nazis. Ober-Nazi der Woche, der uns heute diese lustigen Nachrichten beschert, ist Sven P. aus Großröhrsdorf, wo auch immer das liegen mag.

 

Da sein Gehirn mit den alles zersetzenden Nazi-Viren infiziert ist, war er sich nicht zu blöd auf Facebook Fotos von seinem großen Idol Adolf Hitler zu posten und mit kecken Sprüchen zu garnieren. Doch das ist in Deutschland verboten.

 

Marihuana übrigens auch, wenn auch zu unrecht. Und davon verkaufte der typisch nazi-deutsch mehrfach vorbestrafte und von Crystal Meth abhängige Sven P. wohl 64 Kilogramm, um sich seinen Lebensunterhalt zu finanzieren.

 

Blöd nur, dass die Polizei keinen Bock mehr auf seine Hitler-Fotos bei Facebook hatte. Nachdem er ein Foto von diversen Hitler-Toasts gepostet hatte, wurde er von den Beamten in seiner Wohnung aufgesucht. Wo er auch sein Gras lagerte.

 

Der Facebook-Post von Sven P.

 

Nun ist Sven P. wieder auf dem Weg in den Knast und die Medien auf der ganzen Welt von Brasilien bis Indien lachen ihn aus.

Na, da war aber einer ein großer „Lammbock“-Fan! In der deutschen Kifferkomödie von 2001 betreiben die beiden Protagonisten Kai und Stefan (Moritz Bleibtreu und Lucas Gregorowicz in den Hauptrollen) die Pizzeria Lammbock. Wer dort die „Pizza Gourmet“ bestellt bekommt nicht nur eine Pizza ins Haus geliefert, sondern direkt auch noch ein Päckchen Marihuana unter der Salamischeibe.

 

Eigentlich eine gute Idee, dachte sich ein 20-Jähriger aus dem österreichischen Amstetten und ahmte den Film-Plot mit einigen seiner Kollegen nach. Wie die „Niederösterreichischen Nachrichten“ berichteten, wurde das Marihuana in Wien besorgt und in Amstetten angeboten – und zwar ganz wie im filmischen Vorbild:

 

Die Kunden nahmen Kontakt mit ihrem Pizza- und Marihuana-Dealer auf und bestellten direkt beides. So fuhr der 20-Jährige im Dienst seiner Pizzeria los und versorgte die überwiegend jugendliche Kundschaft mit feiner Rauchware und was Leckerem für den Fresskick danach. Insgesamt sollen so über fünf Kilo Marihuana klein-klein verkauft und ein Erlös von 30.000 Euro erwirtschaftet worden sein.

 

Diese Meldung passt übrigens gut in diesen Monat, denn am 23. März kommt „Lommbock“, der langersehnte Nachfolger von „Lammbock“, nach 16 Jahren in die Kinos. Wir von der Highway-Redaktion durften den Film natürlich schon im Vorfeld ansehen und haben ihn in unserer aktuellen Ausgabe ausführlich besprochen. Außerdem haben wir uns mit den Hauptdarstellern Lucas Gregorowicz und Moritz Bleibtreu zum Interview getroffen – und einen fetten Joint mit ihnen geraucht. Das alles und viel mehr findet ihr in Highway – Das Cannabismagazin 02/2017:

 

Das ganze Interview sowie unser Lommbock-Spezial inklusive Film-Besprechung findet ihr ab sofort für lächerliche 2,60 Euro an jedem gutsortierten (Bahnhofs-)Kiosk, Grow- und Headshop.

Weblink: Highway am Kiosk finden

Kaum etwas ist für den gemeinen Cannabiskonsumenten ärgerlicher als mit ein paar Gramm Marihuana aufgegriffen zu werden und dann neben einem eingestellten Verfahren oder ein paar Euro Geldstrafe anschließend die richtige Strafe zu kassieren: den Führerscheinentzug, das Druckmittel der menschenverachtenden deutschen Cannabispolitik.

 

Das dachte sich wohl auch ein 47-jähriger Rheinländer. Wie die „Augsburger Allgemeine“ berichtete, wollte er dem neuen Freund seiner Ex-Freundin eins auswischen. Dazu brach er im bayrischen Senden dessen Auto auf und deponierte 35 Gramm Marihuana beim Fahrersitz des Fahrzeugs. Anschließend rief er bei der Polizei an und informierte diese, dass angeblich jemand aus einem Auto heraus mit Marihuana handele.

 

Dies geschah bereits im Januar. Die Polizei rückte auch direkt aus, um nach dem Auto zu sehen. Dieses war aber nicht aufzufinden. Daher wurde dieser Fall zunächst nicht weiter groß beachtet. Nun meldete sich kürzlich aber ein Fahrzeughalter – der neue Freund der Ex-Freundin des Rheinländers –, dass er in seinem Auto ein verdächtiges Päckchen gefunden habe.

 

Dabei handelte es sich natürlich um die im Januar dort versteckten 35 Gramm Marihuana. Der Mann und die Polizisten, die ihm nach Ermittlungen glaubten, dass er nichts damit zu tun hatte, standen somit vor einem Rätsel.

 

Dieses wurde durch den fingierten Notruf aus dem Januar dann gelöst: Die Beamten erinnerten sich an diesen und hörten sich den Notruf immer wieder an – bis ihnen auffiel, dass der Anrufer kein Bayer war, sondern einen pfälzischen Dialekt hatte. Und so fiel der Verdacht nach weiteren Erkundigungen auf den Ex-Freund aus dem Rheinland.

 

Diesen erwarten nun Anzeigen wegen Besitz von Betäubungsmitteln, Vortäuschen einer Straftat, Sachbeschädigung und falscher Verdächtigung.

Wer hätte das gedacht? Weed ist im Jahr 2017 schon praktisch Mainstream. Jemand, der auch einen nicht zu vernachlässigenden Anteil daran geleistet hat, ist die Rap-Ikone Snoop Dogg. Er dürfte nicht nur einer der bekanntesten Rapper, sondern auch einer der bekanntesten Marihuana-Konsumenten auf dieser Erde sein.

 

Vor allem wegen Erstgenanntem ist er eine äußert gefragte Werbefigur der amerikanischen Industrie. Und auch die Telekom, die auch in den Vereinigten Staaten sehr aktiv auf dem Mobilfunksektor unterwegs ist, hat Snoop Dogg für ihren neuesten Werbeclip engagiert. Und nicht für irgendeinen Werbeclip – Erstausstrahlung war das Super-Bowl-Finale vergangenen Monat.

 

Doch in diesem Werbeclip dreht sich alles vor allem um Snoops Image als Oberkiffer. Zusammen mit „Amerikas bester Hausfrau“ Martha Stewart, einer sehr bekannten Fernsehmoderatorin, drehte Snoop Dogg die Weed-Werbung ab.

 

Die 75-jährige Martha Stewart fragt Snoop dort: „Ist T-Mobile nicht fantastisch, Snoop?“ – und zählt die Vorzüge der Telekom auf (unbegrenztes Datenvolumen, Steuern und Gebühren bereits enthalten). Darauf antwortet Snoop Dogg: „You might even say it's all and a bag of –“ („Du könntest sogar sagen, es ist all das und eine Tüte voll –“) und beginnt in seinen Taschen zu wühlen.

 

Daraufhin versucht Martha Stewart auf verschiedene Weisen seinen Satz zu vollenden – immer mit Bezug auf Weed: So wirft sie unter anderem „purple cushy throw pillows“, „herb-roasted lamb chops“, einfach nur einen roten „Pot“ oder eine „can of bisque“ ein.

 

Aber seht euch den Clip nun einfach selbst an. Wir sagen: Telekom, das habt ihr gut gemacht.

Der himmlische Geruch von Marihuana: Als echter Cannabisenthusiast kann man dem intensiv-süßlichen Dunst nur schwer widerstehen. Leider gilt dies auch für Polizei- und Zollbeamte – steigt ihnen der prägnante Duft in die Nasen, können sie einfach nicht anders als zu durchsuchen, zu konfiszieren und zu verhaften. Was könnte man – so haben sich schon unzählige erfinderische Cannabisfreunde gefragt – also gegen das Riech-Risiko unternehmen? Wie könnte man den Geruch wirkungsvoll überdecken? Mit Katzenpipi? Kaffeepulver? Deodorant? Umso wichtiger wird eine Lösung des Odeur-Problems, befindet man sich gerade im restriktiven Bayern.

 

So wie der 32-jährige Mann, der kürzlich in Lindau am Bodensee mit seinem unter anderem mit Marihuana gefüllten Rucksack über den Bahnhof schlenderte. Seine vermeintliche Lösung ist so einfach wie naheliegend: Neben anderen Lebensmitteln hatte der junge Mann mehrere Packungen mit stark riechendem Käse im Gepäck. Und genau in diesen versteckte er sein verbotenes Kraut.

 

Ob es sich bei den Polizeibeamten, denen der Mann auffiel und die ihn folglich durchsuchten, um ausgewiesene Käseliebhaber handelte oder ob ihnen ein derartiger Schmuggelverusch schon öfter unterkam, ist nicht bekannt – jedenfalls ließen sie sich durch die List nicht täuschen und fanden das Gras. Und wurden in den Lokalgazetten – wie originell – für ihren guten Riecher gefeiert…

 

Statt Gras gab es für den jungen Mann eine Strafanzeige. Zumindest seinen Käse, oder das, was davon übrig war, durfte er behalten.

Cannabis im Legoland? Kein Scherz! Im Legoland Windsor in England wurde eine nach Polizeiangaben „riesige“ Cannabis-Aufzucht gefunden. Damit ist schon einmal ausgeschlossen, dass die Ganja-Plantage von kleinen Legomännchen angelegt wurde. Nein, es waren Menschen aus Fleisch und Blut, die im fröhlichen Legoland Indoor-Cannabis anbauen wollten.

 

Die Aufzucht wurde von Legoland-Mitarbeitern entdeckt, wie BBC berichtet. Festgenommen wurden ein 40-jähriger und ein 34-jähriger Mann, die wohl beide nicht zu den Mitarbeitern des Legolandes gehören. Zugang zum Gelände verschafften sie sich über das neben dem Legoland liegende Grundstück – und das gehört der Queen von England. Die Männer wurden bis zu ihrem Prozess auf Kaution entlassen.