Marihuana auf Deutschlands Straßen – wenn man sich nicht gerade im Süden des Landes rumtreibt, ist es eigentlich in jeder größeren Stadt problemlos möglich, sich von Unbekannten auf der Straße mit Cannabisprodukten versorgen zu lassen. Besonders problemlos gelingt dies in Berlin oder den Städten in NRW. Auch auf dem Kölner Ebertplatz kann man anscheinend Gras und Co. erwerben. Denn wie der „General-Anzeiger“ mitteilte, trug sich Dienstagabend ein für deutsche Verhältnisse recht ungewöhnlicher Vorfall zu.

 

 

 

Ein Zivilpolizist der Kölner Polizei bemerkte, dass eine Gruppe junger Männer mutmaßlich Drogen am Ebertplatz verkaufte oder verkaufen wollte und erteilte ihnen einen Platzverweis, dem sie zunächst auch nachkamen. In einem Beet fand der Polizist dann aber verkaufsfertige Marihuana-Beutel, die sich die Männer nicht von einem Zivilpolizisten abnehmen lassen wollten. Durch ihr zunehmend aggressives Verhalten beunruhigt, sah sich der Polizist derart bedroht, dass er seine Dienstwaffe zückte und einen Warnschuss abgab, um die Marihuana-Händler zum Ablassen zu bewegen. Die herbeigefunkte Unterstützung konnte anschließend zwei Tatverdächtige im Alter von 19 und 26 Jahren stellen, der Rest der Truppe floh – zusammen mit dem zuvor eigentlich bereits sichergestellten Marihuana...

 

Darsteller für Lommbock gesucht! Nächsten Monat beginnen die Dreharbeiten für den Nachfolger von Lammbock, alleine schon mangels Konkurrenz der deutsche Kifferfilm überhaupt. Und für den Dreh werden noch Komparsen gesucht, jeder ab 16 Jahren kann sich bewerben.

 

Schon seit geraumer Zeit kursierte das Gerücht um einen Nachfolger von Lammbock. Wie wir in Highway 01/2016 berichteten, wurde Anfang des Jahres vom Team um Regisseur Christian Zübert Lommbock, so der Name des Lammbock-Nachfolgers, angekündigt. Die beiden Hauptdarsteller Moritz Bleibtreu und Lucas Gregorowicz sind wieder beide mit dabei und schlüpfen in die Rollen von Kai und Stefan. Letzterer ist in der Fortsetzung nach Dabei gezogen, während Kai (Bleibtreu) in Würzburg den asiatischen Lieferservice „Lommbock“ betreibt – daher auch der Name des neuen Films. Weitere Fakten zum Film sind bislang rar gesät, allerdings gibt es eine heiße Info für alle Film-Fans.

 

Denn jeder, der möchte, kann sich bewerben, um eine Komparsenrolle im Film zu ergattern. Bewerben kann man sich sowohl für den Drehort Würzburg als auch für den Drehort Köln, an dem unter anderem Szenen, die in den Vereinigten Arabischen Emiraten spielen, abgedreht werden. Der Tageslohn für Komparsen liegt bei 85 Euro, Drehbeginn ist bereits im Juli.

 

Bewerbungen gehen an die Agentur Producer’s Friend. Mehr Informationen erhaltet ihr auch auf der Website „tvtickets.de“:

 

Weblink: tvtickets.de

Weblink: p-f.tv/komparsen

Das waren ideale Bedingungen für den Global Marijuana March (GMM) 2016 in Deutschland: Feinstes Wetter in allen Städten sorgte für gute Laune und auch bestimmt für den ein oder anderen Besucher, der sich den Marsch bei Regen gespart hätte. In 23 deutschen Städten wurden GMMs abgehalten – die Österreicher und vereinzelte deutsche Städte ziehen am kommenden Samstag noch nach (schaut euch hier die Termine auf unserer Karte an).

 

Insgesamt gingen am Samstag Tausende für die Legalisierung von Cannabis auf die Straße. Teilnehmende Städte waren Augsburg, Berlin, Braunschweig, Bremen, Dresden, Duisburg, Erfurt, Erlangen, Flensburg, Frankfurt am Main, Freiburg, Hannover, Heidelberg, Kempten, Köln, München, Osnabrück, Rostock, Stuttgart, Tübingen, Ulm und Viersen.

 

Die meisten Veranstaltungen starteten gegen 14 Uhr und die Redaktion von Highway war für euch in Köln unterwegs, um die Stimmung einzufangen: Treffpunkt war der Heumarkt direkt in der Innenstadt. Dort warteten eine Bühne sowie Infostände, etwa von Cannabis Colonia e.V. oder der Piratenpartei auf die Interessierten, aber auch auf eine Menge Passanten.

 

Anzumerken ist, das bereits eine halbe Stunde nach offiziellem Beginn der Veranstaltung und somit auch noch ein gutes Stück bevor sich der Marsch überhaupt in Bewegung setzte, viele Mitarbeiter diverser Presseorgane bereits verschwunden waren. 30 Minuten vor Ort, ein Foto und ein Zitat abgreifen und schnell in die Sonne legen – ganz ehrlich: so lesen sich viele Artikel zum Thema Cannabis auch. Eine Kein-Bock-Einstellung scheint also keine Spezialität von Cannabiskonsumenten zu sein. Interessant in diesem Zusammenhang auch, dass der „Kölner Stadt-Anzeiger“ am späten Samstag meldete, dass in Berlin ein Global Marijuana March stattgefunden habe, Köln hingegen gar nicht erwähnt wird.

 

 

Das gute Wetter, das auch in Köln herrschte, hatte jedenfalls etwa fünfhundert Leute angelockt, die sich für eine baldige Cannabislegalisierung stark machen wollten. Zum Auftakt gab es verschiedene Redebeiträge von beispielsweise Cannabis Colonia, den Piraten, den jungen Liberalen, der Linken oder vom Deutschen Hanfverband (DHV). Zuletzt stieg Kai Langenberger, der auch im Anschluss den Marsch anleitete, auf die Bühne und beschalte den Heumarkt mit deutschsprachigen Cannabis-Songs, etwa zu den Melodien von Kölner Karnevalsliedern, Halleluja oder O Tannenbaum. Auch wenn diese Musikauswahl vielleicht nicht jedermann zu hundert Prozent zusagte, konnte er zumindest alle Teilnehmer des GMM charmant um den Finger wickeln. So lag es auch an ihm, die Stimmung des kurz vor vier Uhr gestarteten Marschs anzuheizen. Diesen Job erledigte er vom vorausfahrenden Wagen aus mit Bravour. Die Teilnehmer des Marschs wurden zum Skandieren diverser Parolen angeleitet und konnten dementsprechend viel Aufmerksamkeit beim Zug durch die Kölner Innenstadt erfahren. Dabei gab es je nach Standort kleine Anekdoten zu erfahren, vor einer Bank etwa, dass 30 Prozent eines Geldscheins aus Hanf bestehen. Natürlich wurde auch die Breite Straße besonders gewürdigt, als der Zug diese passierte. Immer wiederkehrendes Mantra der Truppe: „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns das Ganja klaut!“

 

 

Die Polizei ließ das Treiben praktisch ungestört zu. Zu Beginn am Heumarkt waren nur vereinzelt Beamte anzutreffen, die sich auch sehr schnell in den Hintergrund zurückzogen. Der Zug selbst wurde durch voranfahrende Polizisten begleitet, die aber zum Zweck eines reibungslosen Ablaufes eingeteilt waren, und nicht etwa, um die Teilnehmer zu schikanieren. Daher und dank der Sonne waren viele Demonstrationsteilnehmer auch schon recht angedichtet, als der Zug startete. Die Energie des Anheizers ließ sich aufgrund dessen nicht kontinuierlich auf die Masse der Marschierenden übertragen. So wurden die Rufe während der zweiten Hälfte des Marschs etwas schwächer und beim großen Finale direkt am Kölner Dom zeigten sich doch bei dem ein oder anderen sowohl leichte Ermüdungs- als auch Einschüchterungserscheinungen, sodass das Motto „Wir sind hier, wir sind laut“ teilweise nicht mehr ganz passen wollte.

 

 

Allerdings muss man sagen, dass der Demonstrationszug von den Passanten durchgehend äußerst freundlich begrüßt wurde. Jeder schien Sympathien für die Cannabisfreunde aufzubringen, Kritik am Zug konnte nicht ausgemacht werden. Es folgten sogar einige Bürger den Aufrufen aus den Lautsprechern, sich dem Zug anzuschließen. Allerdings wurden auch umstehende Jugendliche mit Hanfblatt-Kappen ausgemacht, die sich über die ganze Veranstaltung lustig gemacht haben – es bleibt also noch viel Aufklärungsarbeit zu betreiben.

 

 

Der Zug endete wieder am Heumarkt, wo THC-freie Hanf-Joints verteilt wurden. Dies nahm die Polizei zum Anlass, doch noch einmal darum zu bitten, keine „richtigen“ Joints zu rauchen und anzukündigen, bei Verstößen nun gegen diese vorzugehen. Diese Nachricht läutete dann auch gleich sozusagen das inoffizielle Ende des Kölner GMMs ein, da einige sie zum Anlass nahmen aufzubrechen.

 

Spätestens in den Abendstunden endeten dann die Märsche überall in Deutschland und erfreulicherweise gab es nichts Negatives zu berichten, etwa aus Reihen der Polizei. Der DHV meldete Samstagabend 400 Demonstranten in Rostock, jeweils über 300 in Berlin, Erfurt, Stuttgart und Ulm, etwa je 200 in Frankfurt und Tübingen, 150 in Osnabrück und 100 in Kempten. Die sowohl erstmals in Viersen als auch in Flensburg abgehaltenen GMMs kamen beide jeweils auf immerhin 25 Marschierende. Spitzenreiter waren die Dresdner mit circa 750 Teilnehmern, gefolgt von Bremen mit grob 700 und Freiburg mit über 600 Demonstranten.