Gut, gerade erst haben wir vom Weed-Dealer berichtet, der sich mithilfe eines Livestream selbst überführte, jetzt können wir von einem 34-jährigen Cannabiskonsumenten aus Düsseldorf berichten, der sich sich mehr oder weniger selbstverschuldet in Kontakt mit der Polizei gebracht hat.

 

Vergangenen Montagmittag fuhr der Düsseldorfer mit dem ICE von Düsseldorf nach Essen, eine Fahrt von durchschnittlich 30 Minuten. Und wie vertreibt man sich da am besten die Zeit? Na klar, mit einem schönen Joint auf der Zugtoilette. Das blieb erstaunlicherweise nicht unbemerkt und so kam die Bundespolizei, um ihm seinen Joint wegzunehmen, wie „Der Westen“ berichtete.

 

Dabei stellte sich dann auch heraus, dass der Mann außerdem auch keine Fahrkarte für den Zug hatte. Da bleibt uns nur, viel Glück für den weiteren Lebensweg zu wünschen.

Cannabis in der Öffentlichkeit rauchen? In Berlin ist das auch ohne Rezept und sogar häufig mit Polizei in der Nähe ungestört möglich. In Bayern ist dies praktisch undenkbar.

 

Dennoch zündete sich im Juni der 35-jährige Berliner Tobias G. einen Joint in einem Münchner Café an – quasi legal, denn laut „Bild.de“ hat ihm sein Arzt wegen schwerer Schmerzen nach einer Wirbelsäulen-OP 60 Gramm Marihuana pro Monat verschrieben.

 

In Bayern kommt aber die Polizei, wenn einer einen Joint raucht. Und so durfte er sich vier Stunden lang verhören lassen. Nun bekam er einen Brief von der Staatsanwaltschaft: 9.600 Euro Geldstrafe oder alternativ vier Monate Gefängnis.

 

Das Rauchen von Cannabis ist für Patienten in der Öffentlichkeit eigentlich nicht verboten, davon ausgenommen sind aber alle Örtlichkeiten, in denen auch kein Tabak geraucht werden darf, wie zum Beispiel Cafés.

Cannabis kurios in Österreich: in Traun wurde am Montag ein 24-Jähriger mit seinem Auto von der Polizei angehalten, dabei rochen die Beamten Cannabis. Darauf angesprochen, erklärte der junge Mann den staunenden Polizisten, dass er gerade auf dem Weg zu einem Verhör bei der Polizei sei. Darüber sei er so nervös gewesen, dass er einen Joint geraucht habe.

 

Zu dem Verhör wird er wohl zu spät erschienen sein – denn wie „liferadio.at“ meldete, musste er noch an Ort und Stelle Führerschein und Autoschlüssel abgeben.

 

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Marihuana legal – ein Traum, wie ihn inzwischen Millionen von US-Amerikanern leben können. Dieser in der neueren Geschichte mehr oder weniger neue Zustand ruft natürlich auch die verschiedensten Forscher auf den Plan, die die Auswirkungen der Legalisierung untersuchen. Das Forschungsinstitut „Consumer Research Around Cannabis“ widmete sich nun einer interessanten Frage: welche Auswirkungen hat der legale Cannabiskonsum auf die diversen Fast-Food-Ketten des Landes? Basis der Auswertung war eine Onlineumfrage unter 27.500 legalen Cannabiskonsumenten.

 

Erst einmal vorab: Von den amerikanischen Kiffern gehen grundsätzlich (nüchtern oder dicht) 43 % zu McDonald's, 20 % zu Taco Bell und 8,7 % zu Subway. Die hohe Anzahl an McDonald's-Besuchern hat auch sicherlich mit der extremen Verbreitung der Filialen in den Vereinigten Staaten zu tun. Wenn die Befragten jedoch Cannabis konsumieren, ändern sich die Präferenzen: nach einem Joint ist es zu 40 % wahrscheinlicher, dass sie in einer Taco-Bell-Filiale landen, als ohne Konsum. Auch die Wahrscheinlichkeit, bei McDonald's aufzuschlagen, nimmt nach dem Kiffen um 10 % zu. Die Beliebtheit von Subway nimmt im dichten Zustand hingegen noch einmal ab: es wird zu 10 % unwahrscheinlicher, dass die Cannabisfans nach dem Konsum dort etwas zu sich nehmen.

Cannabis kurios – die heutige Meldung ist für erfahrene Konsumenten kaum zu glauben und mal wieder ein gefundenes Fressen für die Nicht-Cannabis-Presse, etwa den „Telegraph“: Eine Gruppe von vier Wanderern in England war am Samstag aufgebrochen, um den höchsten Berg Englands, den Scafell Pike, zu besteigen. Dieser ist mit einer Höhe von 978 Metern wahrlich kein Ungetüm, sodass man hier durchaus von einer Wanderung sprechen kann, nicht etwa von Bergsteigen oder ähnlichem.

 

Die Vierergruppe setzte jedenfalls gegen halb sieben Uhr abends einen Notruf ab – sie hätte auf dem Scafell Pike Cannabis geraucht und nun seien sie nicht mehr in der Lage zu gehen. Na hat man so etwas schon gehört? Maximal von 13-Jährigen, die vor der ersten Schulstunde zwei Gramm Haze geraucht haben, um ihre Freunde zu beeindrucken. Wäre am anderen Ende der Strippe ein passionierter Kiffer gewesen, er hätte wohl kommentarlos aufgelegt. Aber tatsächlich, es musste eine über dreistündige Rettungsaktion durchgeführt werden, in die die Bergwacht, die Luftrettung und Dutzende Freiwillige eingebunden waren.

 

Aber zugegeben: wenn man einmal von Cannabis schlecht drauf kommt, kann die Wahrnehmung doch temporär schon recht weit von der Realität entfernt sein und diverse Schreckensszenarien ungemein überhöhen. Dass dies allerdings vier Leuten kollektiv geschieht, die sich dann alle nicht mehr in der Lage sehen, weiterzugehen, ist schon äußerst kurios. Das hört sich eigentlich eher nach einem Rausch der Marke „Legal High“ an.

 

Die Polizei warnte anlässlich dieses Vorfalls davor, bei Bergwanderungen Alkohol oder Drogen zu konsumieren und erinnerte noch einmal daran, genügend Nahrung und die richtige Ausrüstung mitzunehmen.

Cannabis und Rap – das gehört zusammen seitdem der Hip-Hop erfunden wurde. In den Vereinigten Staaten beschränkt sich die Kollaboration schon länger nicht mehr nur auf diverse Liebesbekundungen der Rap-Musiker ans grüne Kraut, nein, Stars wie Snoop Dogg, Kurupt, Wiz Khalifa und viele andere haben ihre eigenen Weed-Strains auf dem Markt, die dort in den Dispensaries und/oder als Samen verkauft werden.

 

Praktisch zeitgleich haben nun ein deutscher Rapper und ein Rap-Duo aus Deutschland bekanntgegeben, ebenfalls ins Weed-Geschäft einzusteigen und mit ihren guten Namen zukünftig für eine Cannabissorte zu stehen: Die beiden Rapper Plusmacher und Botanikker, die zusammen „Die Kushhunters“ bilden, kündigten in der vergangenen Woche an, dass sie nun die ersten deutschen Rapper mit eigener Grassorte seien. Bei ihrer Sorte handelt es sich um einen reinen CBD-Strain, der somit in der Schweiz legal verkauft werden darf, jedoch keine berauschende Wirkung bietet. Erhältlich ist diese Sorte über den Mr. Nice Shop in Basel (www.misternice.ch).

 

Rapper Herzog annoncierte hingegen, dass er seinen eigenen – THC-haltigen – Strain in Samenform auf den Markt bringen wird: „Ich freue mich euch mitteilen zu können, dass ich der erste deutsche Rapper bin, der seinen eigenen THC-Strain als Samen auf den Markt bringt. Das gute Pflänzchen hört auf den wundervollen Namen ,HERZ OG‘ und ist in Zusammenarbeit mit Exotic Seed aus Madrid in Spanien in den letzten 1 1/2 Jahren entstanden. Es handelt sich um die potente Kreuzung von Larry OG & Kosher Kush – kalifornische Genetiken, die bereits diverse Preise und Cups eingeheimst haben. Die Samen werden international vertrieben, es folgen weitere Infos und der Vorverkauf startet demnächst.“

 

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Cannabis in der Tasche? Wenn es weniger als 10 Gramm sind, ist dies im Schweizer Kanton Zürich ab sofort kein Problem mehr. Wie die Polizei mitteilte, wird augenblicklich von der Praxis abgesehen, volljährige Cannabiskonsumenten mit Bußen zu versehen, wenn sie weniger als zehn Gramm Marihuana oder Haschisch mit sich führen.

 

Im September 2016 setzte der Schweizer Jura-Studenten Till Eigenherr – damals noch im ersten Semester seines Jura-Studiums! – vor Gericht einen Freispruch für einen Freund von ihm durch, der in Zürich mit acht Gramm Marihuana aufgegriffen worden war (wir berichteten). Die ursprünglich angeordnete Ordnungsbuße von 100 Franken für den Besitz (zuzüglich 150 Franken für Gebühren), wurde aufgehoben, die Stadtpolizei Zürich musste sich sogar vom Gericht anhören, ungesetzlich gehandelt zu haben.

 

Denn Eigenherrs Argumentation vor Gericht stützte sich auf Artikel 19b im schweizerischen Betäubungsmittelgesetz. Dieser Artikel besagt seit 2013, dass geringe Mengen Cannabis bis zu 10 Gramm für die „Vorbereitung“ von Eigenkonsum straffrei bleiben. Zuletzt vertrat Eigenherr erfolgreich einen Mandanten, der zweimal von der Stadtpolizei Zürich mit Cannabismengen von jeweils unter zehn Gramm aufgegriffen und mit Geldbußen bedacht worden war. Eigenherrs Plan sah vor, dass das Stadtrichteramt vor das Obergericht zieht, um so einen Grundsatzentscheid herbeizuführen.

 

Doch dies ist ist nun durch die Klagen eines Cannabiskonsumenten aus Basel geschehen, der bis vor das Bundesgericht zog, um gegen die Verfahrenskosten, die ihm für den Besitz einer geringen Menge Cannabis aufgetragen wurden, zu klagen – schließlich sei der Besitz straffrei, so das Argument. Und tatsächlich, das Bundesgericht in Lausanne gab dem Mann recht: der Besitz von Cannabismengen unter zehn Gramm bleibt straffrei, lautete das Urteil.

 

Die bisherigen Folgen lassen sich gut an: Die Stadtrichterämter Zürich und Winterthur haben bereits beschlossen, dass sie „Verfahren wegen blossen Besitzes einer geringfügigen Menge Cannabis bei Erwachsenen“ nicht mehr annehmen und einstellen, wie der „Tagesanzeiger“ berichtet. Und auch die Polizei in Zürich ließ jetzt verlautbaren: „Die Polizeien im Kanton Zürich passen ihre Praxis beim Besitz geringfügiger Mengen von Cannabis bei Erwachsenen vorläufig an.“

 

Wer in Zürich mit geringen Mengen Gras erwischt wird, hat also nichts mehr von der Polizei zu befürchten. Anders sieht es hingegen aus, wenn man beim Konsum von Cannabis erwischt wird. Denn der Konsum ist, anders als in Deutschland, verboten und wird weiterhin mit 100 Franken Ordnungsbuße belegt. Minderjährige, die mit (geringen) Mengen Marihuana oder Haschisch aufgegriffen werden, werden an die Jugendanwaltschaft gemeldet.

Am 24. September wird in Deutschland zur Bundestagswahl gebeten. Und vieles spricht dafür, dass Merkel in eine weitere Runde geht. Gerade aus Sicht von Cannabiskonsumenten ist dies jedoch mit die schlechteste Wahl, die man nur treffen kann. Denn wenn von der CDU/CSU eins nicht zu erwarten ist, dann die Legalisierung oder auch nur Tolerierung von Cannabis und seinen Konsumenten. Um einen CDU-Sieg zu verhindern, sollte jeder Cannabisfreund am Wahlsonntag daher auch tatsächlich wählen gehen und irgendeine andere Partei wählen. Doch welche bloß? Wir haben uns die großen Parteien mit reellen Chancen auf einen Einzug in den Bundestag einmal kurz hinsichtlich ihrer Einstellung zu Cannabis angeschaut und geben eine Einschätzung.

 

DIE LINKE (Legalisierungs-Potential: 4/5)

Die vollmundigsten Versprechen hinsichtlich Cannabis und einer baldigen Legalisierung bieten Die Linke sowie Bündnis 90/Die Grünen, wobei die Linken noch entschlossener scheinen und von uns auch deutlich mehr Credibility zugesprochen bekommen. Böse Zungen mögen behaupten, dass dies wohl allein daran liegen mag, dass die Linken bislang noch keine Gelegenheit hatten, an der Regierungsbildung beteiligt zu werden. Da der Einzug in den Bundestag aber praktisch feststeht, stellt Die Linke unsere erste Wahl hinsichtlich einer menschenfreundlichen und sinnvollen Cannabispolitik dar.

 

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (Legalisierungs-Potential: 3/5)

Auf dem zweiten Platz unseres Rankings finden sich Die Grünen ein, allerdings schon nur noch mit einer mittleren Bewertung. Ginge es allein nach den Aussagen, die von den Grünen zur Cannabisthematik gemacht werden, sollte die Bewertung eigentlich etwas besser ausfallen, allerdings haben sie während ihrer Regierungsbeteiligung von 1998 bis 2005 unter Beweis gestellt, dass die damaligen Wahlversprechen von einer vernünftigen Cannabispolitik nicht umgesetzt wurden. Dennoch dürften die Wählerstimmen hier zumindest besser aufgehoben sein, als bei den folgenden Parteien.

 

SPD (Legalisierungs-Potential: 2/5)

An der dritten Stelle unserer Einstufung steht die SPD. Das ist aber kaum der Verdienst derselben, sondern liegt eigentlich nur daran, dass die folgenden Parteien Cannabis noch feindlicher gegenüberstehen. Auch mit der SPD war während ihrer Regierungszeit von 1998 bis 2005 keine Cannabislegalisierung zu machen – wenigstens hatte sie es aber vorher auch nicht versprochen. Der diesjährige Entwurf der Grünen eines Cannabiskontrollgesetzes wurde von der SPD abgelehnt, somit ist auch weiterhin kein Kurswechsel zu erwarten. Bei einer Koalition von Linken, Grünen und SPD wäre die Chance theoretisch da, auch wenn die SPD nicht für eine Legalisierung, sondern bloß für Modellprojekte wäre.

 

FDP (Legalisierungs-Potential: 2/5)

Auch die FDP erntet eine tendenziell eher schlechte Bewertung, auch wenn inzwischen einige Mitglieder lautstark nach einer besseren Cannabispolitik rufen. Doch konkrete Pläne gibt es keine, viele Mitglieder sehen die Sache auch ganz anders und zudem hat die FDP schon bei verschiedenen Themen gezeigt, dass sie sich gerne einmal mit dem Wind dreht und somit auch keine Probleme hat, in Kürze das Gegenteil zu behaupten. Von daher sind von dieser Partei eher keine ehrlichen Verbesserungen der Cannabispolitik zu erwarten, auch wenn damit gelegentlich Stimmenfang betrieben wird.

 

AFD (Legalisierungs-Potential: 2/5)

Was die AFD nun genau will, weiß sie auch beim Thema Cannabis nicht so ganz genau. Die Positionen innerhalb der Partei gehen stark auseinander, allerdings sind die negativen Stimmen doch in der Überzahl. Hier warten viele Nichts-Checker aller Kaliber auf ihren Einsatz auf der großen politischen Bühne und das Thema Cannabis könnte auch dazu eingesetzt werden, um sich bei den Cannabis-Gegnern statt Cannabis-Freunden beliebt zu machen. Eine klare Linie ist jedenfalls nicht zu erwarten und die Gesamtsituation in der Partei eher gegen Cannabis eingestellt. Wir raten ab.

 

CDU/CSU (Legalisierungs-Potential: 1/5)

Die einzige Partei, die ganz offen und kollektiv Cannabis und seine Konsumenten verachtet, ist die CDU/CSU. Keine andere Partei reitet so auf dem Thema herum oder fordert gleich noch größere Ächtung und noch schlimmere Strafen für Cannabiskonsumenten. Keine andere Partei verbreitet solch schändlichen Lügen über Cannabis – und das auch noch mit voller Absicht (was diversen Lobbyisten in die Hände spielen dürfte). Mit dieser Partei wird es keine Legalisierung und keinen Fortschritt geben – und dies ist die Partei, die nach den letzten Prognosen mit bis zu 40 Prozent der Stimmen die Wahl gewinnen wird. Deswegen unsere dringende Bitte: Geht zur Wahl und wählt irgendwen, bloß nicht die CDU.

Anfang der Woche wurde Martin Schulz, Kanzlerkandidat der SPD, von YouTubern zu verschiedenen Themen befragt. Das ganze war ähnlich langatmig wie das nur kurz zuvor stattgefundene „Kanzlerduell“ mit Schulz und Angela Merkel (CDU). Medienübergreifend war das „Highlight“ der YouTuber-Fragerunde, auf das sich alle stürzten, Schulz’ Aussage, er würde sich als Kanzler dafür einsetzen, dass nach der Wahl die Abgeordneten im Bundestag ohne Rücksicht auf ihre Parteilinie abstimmen könnten, ob die Cannabis-Prohibition aufrecht erhalten bleiben soll oder nicht.

 

Ob er das tatsächlich tun würde, ist dahingestellt – genau wie die Frage, ob solch eine Abstimmung überhaupt die von den Legalisierungsbefürwortern erwünschten Ergebnisse bringen würde. Allein schon eine Kanzlerschaft von Martin Schulz ist nach den aktuellen Prognosen nicht die wahrscheinlichste Variante.

 

Heiße Luft oder nicht – ein Kommentar der deutschen Drogenbeauftragten Marlene Mortler (CSU), die erst vor wenigen Tagen vom Deutschen Hanfverband (DHV) erst wieder der Lüge und Lobbyarbeit überführt worden war, ließ nicht lange auf sich warten: „Die Entscheidung über den richtigen Umgang mit Cannabis ist nun wirklich keine Gewissensfrage, Ich habe keine Ahnung, was die SPD beim Thema Cannabis eigentlich will. Manche treten für die Legalisierung ein, andere sind dagegen, und Herr Schulz weiß nicht, wie er entscheiden soll“, zitiert die „Pharmazeutische Zeitung“ Frau Mortler.

 

Na, liebe Leserinnen und Leser – Lust auf noch ein paar Jahre Frau Mortler? Nein, nicht? Dann geht bloß am 24. zur Bundestagswahl und wählt irgendwen außer CDU/CSU. Ihr wisst nicht wen? In der aktuellen Ausgabe von Highway haben wir die größten deutschen Parteien hinsichtlich ihrer Einstellung zu Cannabis überprüft:

 

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Einer der größten Nachteile der Prohibitionspolitik ist die Tatsache, dass man oft keine Garantie hat, dass das gerade gekaufte Cannabis frei von verunreinigenden Stoffen ist. Denn immer wieder gerät Marihuana in Umlauf, das mit teilweise stark gesundheitsschädlichen Stoffen versetzt ist. Unser Autor Chuck Lore kennt die gängigsten Streckmittel und hilft dabei, die schädlichen Streckmittel zu identifizieren.

 

Im Folgenden erhaltet ihr einen Einblick in den Streckmittel-Artikel der gerade frisch erschienenen Ausgabe 05/2017 von Highway – Das Cannabismagazin:

 

Immer wieder kommt es vor, dass Marihuana durch Streckmittel verunreinigt ist. Dies machen Hersteller und Zwischenhändler, um entweder eine bessere Qualität vorzutäuschen, oder aber um die Masse des Materials auf Kosten der Güte künstlich zu erhöhen. Gängige Streckmittel sind Sand, Zucker, Haarspray, Glassplitter, Gewürze oder Talkum. Manchmal finden sich auch Bleiverbindungen, Brix oder andere, undefinierbare Stoffe in dem begehrten Gras. Das Problem ist nun, dass der Hanffreund die angebotene Probe kaum auf alle Stoffe untersuchen kann. Die wenigsten haben ein entsprechendes Labor mit den nötigen Reagenzien und Apparaturen. Was hilft, sind verschiedene Versuche, die auf eine eventuelle Verunreinigung hinweisen. Der Schwerpunkt der hier vorgestellten Testverfahren liegt daher auf sensorische Kontrollen, insbesondere durch Sehen, Riechen, Schmecken und Fühlen. Zwar sagen die aufgezeigten Verfahren nur grob etwas über die möglichen Verschnittstoffe aus, sie helfen aber dennoch, die Reinheit zu bestimmen. Darüber hinaus lassen sich die allermeisten Verunreinigungen mit ihnen zuverlässig erkennen. Besonders aussagekräftig ist übrigens die Brennprobe. Sie zeigt die meisten Unregelmäßigkeiten bereits im ersten Versuch. Für die folgenden Verfahren ist es zudem sehr hilfreich, wenn der Prüfer weiß, wie reines Marihuana aussieht, wie es sich anfühlt und wie es riecht. So kann er vergleichen und das verdächtige Material mit höherer Sicherheit aussortieren.

 

Sichtprüfung

Jeder Konsument sollte wissen, wie gutes Marihuana aussieht. Es ist meist grün mit bräunlichen Blütenstempeln und die hellen Trichome sind mit der Lupe gut erkennbar. Finden sich Objekte, die zu groß, zu klein oder gar eckig sind, ist das ein sicheres Indiz für Verunreinigungen. Das Gleiche gilt für unnatürlich wirkende Überzüge, die auf Haarspray oder Mehl hinweisen. Besonders hilfreich ist bei der Untersuchung eine starke Lupe oder ein Taschenmikroskop, die Anschaffung lohnt sich definitiv! Als weitere Methode der Sichtprüfung hat sich das einfache Fallenlassen einer Blüte aus geringer Höhe auf ein weißes Blatt Papier bewährt. Purzeln aus der Probe Stoffe, die nicht zu der Pflanze gehören, dann hat man das Streckmittel schon gefunden. Feines Pulver, grobe Kristalle oder gar Metallspäne zählen in jedem Fall dazu.

 

Geruchsprüfung

Reines Marihuana riecht angenehm nach Hanf. Es ist ein frischer, einladender Geruch, der sehr markant ist. Stören Aromen, ist definitiv etwas nicht in Ordnung. Muffiger Gestank deutet auf Schimmel hin und chemisches Aroma auf irgendeine Substanz, die sicherlich nicht konsumiert werden sollte. Auch säuerliche oder penetrant süße Gerüche verraten das gestreckte Material. Ebenso ist bei völliger Geruchslosigkeit Obacht geboten, denn dies deutet auf mit Kunststoff überzogenes oder durch Ausspülen gereinigtes Marihuana hin (siehe Highway-Magazin 02/2017).

 

Geschmacksprüfung

Auch hier gilt äußerste Vorsicht, wenn die Probe bitter, säuerlich oder süßlich schmeckt. Knirscht es beim Zerkauen zwischen den Zähnen, befindet sich mit großer Wahrscheinlichkeit Sand oder Glas in dem Marihuana, was beim Rauchen die Lunge enorm schädigt.

 

Tastprüfung

Wenn beim Zerkleinern mit den Fingern ein unnatürliches Knirschen zu hören ist, stimmt auch etwas nicht. Ebenso, wenn sich das Gras beim Anfassen nicht klebrig anfühlt. Fehlt jedes klebrige Gefühl, obwohl Trichome sichtbar sind, ist die Probe mit einem bereits getrockneten Streckmittel überzogen. Klebt es hingegen unnatürlich stark, ist der Überzug noch frisch oder von Natur aus harzig. Kunstharz macht das Gras schmierig und auch eine Behandlung mit Haarspray ist fühlbar.

 

Brennprobe/Aschetest

Dieser Test ist der wichtigste und sollte bei dem kleinsten Zweifel an der Qualität in jedem Fall durchgeführt werden. Dazu wird eine kleine Probe des Materials genommen und auf einen Streifen Aluminiumfolie gelegt. Diese Probe wird von unten mit einer Flamme, Feuerzeug oder Kerze so lange erhitzt, bis sich das pflanzliche Material komplett zersetzt hat. Schon der aufsteigende Rauch und besonders die zurückbleibende Asche geben vielerlei Hinweise auf die Bestandteile der Probe. Ist der Rauch nicht hell und riecht er nicht aromatisch nach Hanf, ist ein begründeter Anfangsverdacht auf Verunreinigungen gegeben. Bei deutlich erkennbarem dunklen Qualm und auffälligem Geruch sollte das Gras in keinem Fall konsumiert werden, eine Verunreinigung ist sehr wahrscheinlich. Ähnliches gilt für die zurückbleibende Asche: ist diese nicht nahezu weiß und fluffig, oder fühlt sie sich beim Verteilen in der Handfläche nicht weich und luftig an, ist äußerste Vorsicht geboten. Finden sich gar Körner oder harte Teile in der Asche, dann ist der Befund auf Streckmittel eindeutig.

 

...an dieser Stelle müssen wir leider abbrechen, aber keine Sorge: den vollständigen Artikel mitsamt allen Informationen zu den Streckmitteln Blei, Brix, Düngemittel, Glas, Haarspray, Pflanzenmaterial wie Gewürzen, Mehl, Pilzen und anderen Drogen, Sand, Schimmel, Talkum und Zucker sowie viele weitere Inhalte und News rund ums Kiffen und den Cannabisanbau findet ihr in der aktuellen Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin:

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