Nach zwei langen Monaten Wartezeit ist ab heute endlich die neue Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin an allen (Bahnhofs-)Kiosken, Grow- und Headshops erhältlich. Für schlappe 2,60 Euro (2,99 Euro in Österreich, 4,20 Franken in der Schweiz oder sogar nur 1,89 als E-Paper, beispielsweise bei Amazon) erhaltet ihr die volle Ladung Infos zu Cannabis, Legalisierung, Anbau indoor und outdoor und vieles mehr.

 

Eine Auswahl der Artikel der aktuellen Ausgabe:

 

Titelstory Aus dem Alltag eines Coffeeshop-Chefs Viele Cannabiskonsumenten haben eines Abends auf dem Sofa schon einmal beschlossen: „Ich mache einen Coffeeshop auf!“ Aber wie ist es, wenn man tatsächlich Chef eines solchen ist? Wir haben einen Shop-Besitzer aufgetrieben, der uns Rede und Antwort stand und aus seinem Leben berichtet.

 

 

Vor Ort Cannabis Normal! – Die Konferenz – Der Deutsche Hanfverband veranstaltete seine erste Konferenz und viele namhafte Experten in Form von Politikern, Kriminalbeamten, Juristen, Aktivisten, Wissenschaftlern und Medizinern kamen nach Berlin, um die Legalisierung und die Professionalisierung der Szene voranzutreiben.

 

 

Interview André Schulz, Bundesvorsitzender des Bunds Deutscher Kriminalbeamter – André Schulz ist Vorsitzender einer der drei deutschen Polizei-Gewerkschaften und spricht sich für eine Entkriminalisierung von Cannabis aus. Wir haben ein aufschlussreiches Interview mit ihm geführt und auch etwas über Marihuana in Polizeikasernen gelernt.

 

 

Growing One Woman Show – Uns erreichte interessante Post, die wir niemandem vorenthalten möchten: Einer unserer Leser hat ein System entwickelt, mit dem eine einzelne Cannabispflanze ganz einfach selbst aufgezogen werden kann – und das mithilfe einer halben Stunde Bastelarbeit anstelle von dreistelligen Investitionen in Grow-Zubehör.

 

 

Story Die Weed-Insel im Schilf – Donald Denzler berichtet erneut aus seiner Zeit in den Niederlanden. Die holländische Polizei verlangte in einem Jahr ausnahmsweise, sich an das erlaubte Anbau-Maximum von fünf Cannabispflanzen zu halten und gab Donald eine Woche, die überschüssigen verschwinden zu lassen. Die Lösung: eine schwimmende Insel.

 

 

Growing Gefahr im Garten – In unserer neuen Serie beschäftigt sich Grow-Guru Mr José mit den Plagegeistern des Cannabisgartens: Schädlinge und Krankheiten werden betrachtet und Hinweise gegeben, wie man sich (im Vorfeld und bei akutem Befall) gegenüber diesen Ärgernissen wehrt. Die Serie startet mit einem Dauergast in vielen Gärten – der Blattlaus.

 

 

Recht Haschisch an Bord – Ein Haschisch-Kurier muss regelmäßig davon ausgehen, dass ihm mehr Haschisch zum Transport übergeben wird als behauptet – sagt der Bundesgerichtshof. Rechtsanwalt Steffen Dietrich aus Berlin schaut sich den Sachverhalt für Highway anhand eines Fallbeispiels genauer an und klärt auf, was das bedeutet.

 

 

Weitere Artikel Film: Beim ersten Mal +++ Sortenportrait: Kosher Kush +++ Goodies: Rauch-Ringe +++ Kiffertypen: Der Medizinalhanf-Kiffer +++ Growing: Verschiedene Wege, Samen keimen zu lassen +++ High Five: Dichte Weihnachten +++ u. v. m.

 

 

 

 

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Auch wenn viele Stoner es nicht wahrhaben wollen: für den Durchschnittsmenschen sind Cannabis und Alkohol teilweise schon austauschbar. Unumstritten aber natürlich, dass Alkohol die weitaus gefährlichere Droge für Geist und Körper ist. Vom volksgesundheitlichen Standpunkt her ist daher natürlich ein höherer Cannabiskonsum einem höheren Alkoholkonsum vorzuziehen.

 

Bereits 2016 berichteten wir, dass die Legalisierung von Cannabis sich negativ auf Bierverkäufe auswirkt – nun wurde eine Studie veröffentlicht, die den Alkoholverkauf der Jahre 2006 bis 2015 in US-Staaten mit legalisiertem medizinischen Marihuana mit dem Alkoholverkauf in US-Staaten ohne legale Möglichkeiten zum Marihuana-Erwerb vergleicht.

 

Dabei kam heraus, dass sich legales medizinisches Marihuana ungünstig auf die Einnahmen von Alkohol-Produzenten auswirkt: der Verkauf von Bier sank um 13,8 Prozent, der Verkauf von Wein um gar 16,2 Prozent. Die Autoren der Studie schreiben, dass diese Ergebnisse „Besorgnisse über mögliche Auswirkungen der Gesetze zu medizinischem Marihuana auf die Verwendung anderer Substanzen, die zu den negativen gesundheitlichen und sozialen Konsequenzen beitragen könnten, thematisieren. Denn die Beziehung zwischen diesen Substanzen ist ein wichtiges Thema für die öffentliche Gesundheit.“

 

Bier-Hersteller Constellation Brands (Corona) reagierte bereits vor Kurzem und sicherte sich als erster Alkohol-Produzent weltweit eine Beteiligung von 10 Prozent an dem kanadischen Unternehmen Canopy Growth, das Cannabis produziert.

Der ein oder andere Cannabiskonsument kennt das Gefühl vielleicht: das war das halbe Gramm zu viel, auf einmal ist die Wahrnehmung nicht mehr fröhlich, sondern eher beängstigend, das Herz schlägt plötzlich so schnell, ist das normal, war das schon immer so, hat da wer geklopft, wer ruft mit unbekannter Nummer an? Hilfe!

 

Okay, viele Konsumenten kennen diese Gefühle auch nicht – und können die folgende Geschichte, die sich so vorgestern in Erfurt zugetragen hat, wohl noch viel weniger nachvollziehen: ein 30-jähriger Mann rief am Montagabend den Notruf und berichtete, zu viel Cannabis konsumiert zu haben, sodass es ihm nun schlecht gehen würde.

 

Neben dem angeforderten Rettungswagen kam natürlich auch die Polizei mit, die bereits im Treppenhaus Cannabisgeruch erschnüffelte und in der Wohnung des Mannes dann auch gleich 110 Gramm Marihuana, einige Cannabispflanzen sowie zwei Schreckschusswaffen entdeckte.

 

Vielleicht hätte der Anrufer es doch lieber mit einem großen Glas Orangensaft und ein paar Folgen seiner favorisierten Sitcom probieren sollen...

Da musste sogar der Innenminister Thüringens anrücken: Im Spind eines Polizeianwärters in der Polizeischule in Meiningen fand sich Cannabis. Drei Männer und eine Frau zwischen 18 und 20 Jahren stehen im Verdacht, Cannabis konsumiert zu haben. Zwei der Verdächtigen haben ihren Dienst bereits quittiert, gegen die beiden anderen läuft ein Diziplinarverfahren, wie die „Leipziger Volkszeitung“ berichtet. Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) sprach mit sämtlichen Schülern der Polizeischule und erklärte: „Wer Polizist werden möchte, kann keine Drogen konsumieren.“

 

 

Legales CBD-Gras aus der Schweiz boomt und sorgt dort für hohe Umsätze und Cannabis-Konsumenten ohne Rauschwirkung – außerdem sorgt es für Verwirrung bei der Schweizer Polizei, denn es kann ohne Tests praktisch gar nicht von THC-haltigem und damit psychoaktivem Marihuana unterschieden werden.

 

Und was die Polizei nicht kann, kann auch die Armee nicht. Aus diesem Grund ist es Schweizer Soldaten nun sowohl während Arbeits- als auch Ruhezeiten verboten, CBD-Gras zu konsumieren. Offiziell wird dies damit begründet, dass der geringe THC-Gehalt von unter einem Prozent, der in legalem CBD-Weed enthalten ist, genügen könnte, um die Grenzwerte für das Führen von Fahrzeugen zu überschreiten.

 

Der „Tages-Anzeiger“ berichtet, dass zumindest der Konsum und Besitz für Soldaten, die Ausgang haben oder sich um Urlaub befinden, allerdings weiterhin erlaubt ist.

„Mortler verteufelt Cannabis und bringt Schande über Deutschland“ – mit diesem Titel machte hanfjournal.de am 21. August 2017 auf und servierte seiner Leserschaft eine Polemik, die nicht mit Angriffen auf die deutsche Drogenbeauftrage Marlene Mortler geizte.

 

Marlene Mortler ist jedem, der sich in Deutschland mit Drogen beschäftigt, bekannt und im gleichen Zug ein Dorn im Auge. Ihr Kreuzzug gegen Cannabis nimmt teilweise sehr merkwürdige Züge an und ihre Argumentationen gegen Cannabis und eine Legalisierung scheinen in der Regel gut und gerne 80 Jahre alt zu sein – und dementsprechend auf alten Lügen und Märchen zu basieren.

 

Das sieht man wenig überraschend auch bei der in Berlin herausgegebenen Zeitung „Hanf Journal“ so, die etwa in Head- und Growshops kostenlos verteilt wird. Daher beschwert man sich beim „Hanf Journal“ (so wie auch wir bei Highway und bei anderen Magazinen und Legalisierungsbefürwortern) immer wieder über Drogen-Mortler.

 

Nun gab es allerdings einen Strafantrag wegen Beleidigung gegen das „Hanf Journal“, wie heute auf dessen Website bekanntgegeben wurde. Auslöser war der oben genannte Artikel „Mortler verteufelt Cannabis und bringt Schande über Deutschland“, der tatsächlich nicht mit deutlichen Worten gegenüber Frau Mortler geizt:

 

„Das kriegslüsterne Flintenweib“, „Seehofers Mädchen“, „ein bis ins Mark verdorbener und böser Mensch“ wird sie im Artikel genannt und als Lügnerin charakterisiert, die „mehr Blut und Tote“ sehen möchte. Zum Abschluss fallen dann noch einmal weitere deutliche Worte: „Sie hat in nur vier Jahren so viel Schuld auf ihre schwarze Seele geladen wie sonst nur Berufsverbrecher. Es wäre nur gerecht, wenn die Vollstreckerin des Bösen für all ihre Missetaten zu einer hohen Haftstrafe und Aberkennung der Bürgerrechte verurteilt würde.“

 

Ein köstlicher Artikel vom „Hanf Journal“, der sicherlich vielen Menschen ein Lachen entlockt hat. Bloß bei Frau Mortler kam er nicht so gut an. Daher wurden gegen den Autor des als Polemik gekennzeichneten Artikels, Sadhu von Hemp, der laut „Hanf Journal“ auch für das Satiremagazin „Eulenspiegel“ schreibt, ein Strafantrag wegen Beleidigung gestellt. Herausgeber Emanuel Kotzian wurde zudem aufgefordert, den entsprechenden Artikel aus dem Netz zu nehmen. Doch dieser ließ die Frist verstreichen, sodass der Strafantrag wegen Beleidigung nun auch auf ihn ausgeweitet wurde.

 

Auch wenn erst heute publik geworden, spielte sich das alles bereits im September ab. Doch seitdem ist auch nichts mehr passiert: die Staatsanwaltschaft hat sich bislang nicht um den Fall gekümmert und nicht einmal den Klarnamen des Verfassers der Polemik angefragt. Daher rechnet man Emanuel Kotzian vom „Hanf Journal“ auch mit einer Einstellung des Verfahrens. Ansonsten sei man aber bereit, die Angelegenheit auszufechten und „gerichtlich klären zu lassen, inwiefern im Fall von Frau Mortler die Überzeichnung menschlicher und politischer Schwächen eine Herabwürdigung darstellt.“

 

Du möchtest mehr Informationen über Cannabis und den Anbau von Cannabis? Wir können dir helfen: An jedem gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk sowie Head- und Growshop kannst du die brandneue Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin für lächerliche 2,60 Euro (2,99 Euro in Östereich, 4,20 CHF in der Schweiz) erwerben:

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Diese Zeilen werden mit Tränen in den Augen geschrieben. Nicht etwa Tränen, weil sich unsere herrschenden Politiker mal wieder komplett unprofessionell zu Cannabis äußern, nein Lachtränen, weil das hier vorgestellte Video einfach zu hart ist.

 

Der amerikanische Cannabis-Lieferservice Briteside hat einen Werbespot für das US-Fernsehen abgedreht, der die Dienste des Unternehmens bewirbt, dabei aber auch vergleichbare Werbespots für herkömmliche Medizin auf die Schippe nimmt – und sich selbst nicht zu ernst.

 

Ja, sogar überhaupt nicht ernst: die Familie, die in der Werbung die Hauptrollen einnimmt, wird in den anderthalb Minuten des Spots als völlig zugedröhnte, aber äußerst zufriedene Kundschaft dargestellt.

 

Besonders genial sind allerdings die Feinheiten des Spots: die schreiende Soccer-Mom am Anfang, das entrückte Gesicht der Familienmutter, die die Gras-Lieferung an der Haustür annimmt – und der dort stehende Lieferant, der leicht irritiert die Augenbraue hebt, da er das Strahlen der Frau nicht ganz zu deuten weiß. Dazu der Familienvater, der in höchster Ekstase sein Müsli reinschaufelt...

 

...das Ganze am Ende gekrönt mit Hinweisen auf die Nebenwirkungen, etwa Fressflashs, Kicheranfällen oder ein besonderes Gespür für coole Musik. Kein Wunder, dass im Werbespot noch schnell erwähnt wird: „Dies ist eine echte Firma.“ Doch seht selbst:

Halloween ist auch im deutschsprachigen Raum mittlerweile nicht mehr aus dem jährlichen Festivitäten-Kalender wegzudenken. In der Nacht zum ersten November werden sich wieder unzählige Feierwütige auf den Kostümpartys versammeln. Doch dazu gehört natürlich in erster Linie ein gelungenes Kostüm. Der gute alte Jack Sparrow hat ausgedient und Horror-Clowns haben auch trotz „Es“ ihren Zenit auch so langsam überschritten. So wird das mit dem Preis fürs beste Kostüm bestimmt wieder nichts. Außerdem hat das ja alles nix mit Cannabis zu tun und der moderne Stoner möchte mit seiner Verkleidung ja vielleicht auch gleichzeitig ein grünes Statement setzen. Wir haben uns in die Welt der 420-Kostüme begeben und wollen an dieser Stelle einfach mal zeigen, womit sich andere Kiffer heute Abend so auf die Straße trauen.



1. Die Blüte

Kann man schon fast als Klassiker unter den 420-Kostümen bezeichnen. Und wie ein Blick auf das zweite Exemplar zeigt, funktioniert es durchaus auch in der trashigen self-made-Variante. Fast noch besser sogar.

 

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2. Das Baggy

Ein solides, mit relativ wenig Aufwand herzustellendes Kostüm. Der begeisterte Gesichtsausdruck des stolzen Trägers spricht Bände. Ein Knaller wird diese Verkleidung, wenn man echtes Weed für die Füllung benutzt. Spätestens dann sollte man sich vor der Aufmerksamkeit der Anwesenden kaum retten können.

 

 

3. Der Blunt

Hier gilt ähnliches wir für das Baggy. Günstig und einfach herzustellen. In der Low-Budget-Variante eigentlich noch charmanter.

 

 



4. Die Bong

Das gute alte Bong-Kostüm reiht sich in die Reihe der klassischen Cannabis-Kostüme ein, wirkt aber etwas angestaubt und klobig.

 

 



5. Towelie

Ein großartiges Kostüm, das für zahlreiche Lacher sorgen wird, denn das dauerdichte Handtuch aus South Park war schon immer ein Fan-Liebling. Nur mit dem Kiffen wird es aufgrund des bedeckten Gesichts schwierig.

 



6. Der Dude

Ganz klar der Favorit des Autors. Stilvoll und im besten Sinne leger. Hervorragende Partytauglichkeit dank maximaler Beinfreiheit, dem obligatorischen, stets mitzuführenden White Russian und dunkler Sonnenbrille für spätere Stunden.

 

 



7. Grim Reefer (außer Konkurrenz)

Was zur Hölle? Ok, gruselig ist es, aber eventuelle Party-Flirts kann man sich wohl abschminken...

 

Cannabiskonsumenten sind faul und antriebslos? Das sind alte Verleumdungen aus der Mottenkiste der Prohibition. Klar, fast jeder kennt jemanden, dem das Kiffen vielleicht nicht so gut tut – aber jeder kennt auch jemanden, dem das Saufen, das Playstation-Spielen oder die vielen Besuche bei McDonald’s und Burger King nicht bekommen. Das bedeutet ja im Umkehrschluss aber nicht, dass die Millionen Kiffer, die kein Problem mit ihrem Cannabiskonsum haben, „beschützt“ oder gleich bestraft werden müssen.

 

Im Gegenteil – dass der Konsum von Marihuana oder Haschisch verschiedene Vorteile bietet, weiß jeder, der es ausprobiert hat. Nun berichten Mediziner der Stanford-Universität im Fachmagazin „Journal of Sexual Medicine“ von einer besonders interessanten Korrelation: Kiffer haben mehr Sex als Menschen, die nicht Marihuana oder Haschisch konsumieren. Aber auch dies sollte nicht zum Umkehrschluss verleiten, dass ein Joint oder eine Bong zu mehr Sex verhelfen – vielleicht sind Cannabiskonsumenten auch einfach die attraktiveren oder geselligeren Menschen.

 

Allerdings ergab die Studie tatsächlich, dass je mehr Cannabis konsumiert wird, auch die Häufigkeit des Geschlechtsverkehrs steigt. Insgesamt haben Kiffer etwa 20 Prozent häufiger Sex – die Angaben von über 50.000 Personen besagen, dass Frauen, die täglich Marihuana rauchen, im Schnitt 7,1-mal Sex in einem Monat haben, abstinente Frauen hingegen nur sechsmal. Bei den männlichen Dauerkonsumenten ergab sich eine Quote von 6,9-mal Sex im Monat, bei den abstinenten Männern bloß 5,6-mal.

Am Dienstag ist die neueste Print-Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin erschienen und kann ab sofort in allen gut sortierten Kiosken, Bahnhofsbuchhandlungen und Head- und Growshops für schlappe 2,60 Euro erworben werden.

 

Unter anderem beschäftigen wir uns in der aktuellen Ausgabe mit dem selbsternannten Wunderheiler Rick Simpson, der behauptet, mit seinem Cannabis-Öl Krebs heilen zu können. Aber wir beschäftigen uns im Magazin auch mit den gelben Namensvettern, die ansonsten aber gar nichts mit ihm zu tun haben – den Simpsons, der wohl bekanntesten und beliebtesten Zeichentrickfamilie der Welt. Denn in den bald 30 Jahren ihres Bestehens sind die Simpsons schon des Öfteren mit Cannabis in Berührung gekommen. Und auch vor den Fernsehern lässt sich das Kiffen ganz gut mit den Simpsons kombinieren...

 

Es gibt wohl nur wenig Genialeres als entspannt die Simpsons anzuschauen, ganz besonders wenn man angenehm stoned ist und ein paar Tütchen und Bongs intus hat. Dabei sind die Simpsons keineswegs nur eine Kindersendung, sondern sie sind vor allem eine bitterböse Satire auf Werte, Bräuche, Verhaltensweisen und Systemstrukturen der USA. Der Schöpfer Matt Groening hat ganz ohne Zweifel ein subversives, mit beißendem Humor gespicktes Meisterwerk der US-amerikanischen Popkultur geschaffen. Für Stoner, aber auch jeden anderen Simpsons-Konsumenten, steckt die Genialität der Fernsehserie in der Multidimensionalität des Geschehens, den unglaublichen Jokes, die so dicht am Alltag dran sind, dass sie beinahe schon wieder absurd scheinen und den skurrilen und doch realistisch erscheinenden Akteuren. Denn bei aller Gelbheit und nur vier Fingern an einer Hand: einen Homer, eine Marge, einen Bart, eine Lisa, eine Maggie, einen Ned Flanders, einen Chief Wiggum oder einen Otto kennt doch wirklich jeder – auch hierzulande. Natürlich könnte die Liste beliebig lang fortgesetzt werden, denn alle in den Simpsons vertretenen Charaktere kommen einem irgendwie aus dem eigenen Leben bekannt vor.

 

In vielen Folgen der Simpsons sind Drogen folgenimmanent ein heißes Eisen. Beschränken wir uns in diesem Artikel aber einmal ganz profilscharf auf Weed und Dope. Im Folgenden handelt es sich um eine subjektiv getroffene Auswahl an Personen und Folgen, die jeder Leser nach eigenem Gusto ergänzen oder fortsetzen kann. Der Dauerklassiker des Kiffers, der typische Stoner bei den Simpsons, ist ganz klar Schulbusfahrer Otto. Von Beginn der Simpons an war klar, dass Otto ein Dauerkiffer vor dem Herrn ist, obwohl doch gerade er den verantwortungsvollen Beruf hat, die Schulkinder von Springfield sicher von ihren Wohnorten zur Schule und zurück zu bringen. Dabei wird Otto in den allermeisten Folgen als stoned dargestellt, was sich nicht zuletzt an seinen fragwürdig bis gefährlichen Fahrkünsten zeigt. Otto funktioniert dabei so wie viele Daueruser: Mit einem gewissen Quantum intus funktioniert er perfekt, aber wehe, man würde ihn auf THC-Entzug setzen – dann müssten die Eltern von Springfield wirklich um die Sicherheit ihrer Kinder bangen. Das tut der Beliebtheit Ottos aber keinen Abbruch. Er ist für alle der „Dude“ oder der „Man“ und alle seine Sätzen enden eben mit einem dieser beiden Begriffe. Insbesondere der ohnehin zu allen Varianten subversiven Verhaltens neigende Bart pflegt ein ganz besonders inniges Verhältnis zu Otto. Nicht selten bemerken die Kinder oder Lehrer einen eigenartigen Cannabis-Geruch im Schulbus, wenn Otto seine Kleider seit Tagen nicht mehr gewechselt hat oder wenn er kurz vor Fahrtantritt im Gefährt tüchtig einen durchgezogen hat, damit ihn die kleinen Satansbraten nicht so nerven. Trotz dieses per se wirklich nicht ungefährlichen Verhaltens, scheint der Schutzheilige aller Kiffer Otto wohlgesonnen zu sein, denn bisher ist es ihm immer gelungen, seine Fahrten ohne Tote oder Schwerverletzte zu einem guten Ende zu bringen, auch wenn der Schulbus das eine oder andere Mal schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde.

 

Während Otto der einzige offen bekennende Dauerkiffer bei den Simpsons ist, zieht sich das Phänomen des THC-Rauschs dennoch durch alle Gesellschaftsschichten und betrifft alle Altersgruppen und Geschlechter. Denn zum Beispiel auch Homer ist ein Stoner. In der „Barthood“-Episode der 27. Staffel steht Barts Heranwachsen im Fokus. Dabei erwischt er – von seltsamen Grasgerüchen aus dem Schlafzimmer seiner Eltern angelockt – zu seinem großen Entsetzen seinen Vater Homer, wie der tüchtig eine Bong durchzieht und, typisch für so manchen Konsumenten, vor sich hin philosophiert. Bart reagiert für seine Verhältnisse beinahe paranoid und fragt, was denn passieren würde, wenn jetzt plötzlich die Staatsmacht käme, nur um dann noch erstaunter festzustellen, dass der adipöse Polizeichef Wiggum bereits im Schlafzimmer sitzt und gemeinsam mit Homer die Bong durchzieht, während er sich köstlich entspannt. Damit wird der Rollentausch perfekt, denn Bart wird zum Moralapostel und warnt seinen Vater eindringlich vor den Folgen des Kiffens. Aber, liebes Autorenteam, manchmal kann man es auch übertreiben. Denn diesen Rollenwechsel nimmt Bart niemand ab – Adoleszenz-Prozesse hin oder her. Hier wäre im doppeldeutigen Sinne mehr Realismus angebracht. Denn es mag schon sein, dass Homer an der Bong klebt, wie die Fliege an der Scheiße, aber folgerichtig wäre eigentlich ein Bart, der seinem Vater das verbliebene Gras abzieht, um sich selbst ein paar chillige Augenblicke zu gönnen. Dennoch bleibt Homer zu wünschen, dass er öfter mal sein ansonsten über alles geliebtes Duff-Bier im Kühlschrank stehen lässt und sich weiter zum kiffenden Hippie-Opa entwickelt.

 

Dabei ist das bei Weitem nicht die einzige Folge, in der Homer einen durchzieht... den vollständigen und umfassenden Artikel könnt ihr in Highway – Das Cannabismagazin 06/2017 lesen.

 

 

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