Anfang der Woche wurde Martin Schulz, Kanzlerkandidat der SPD, von YouTubern zu verschiedenen Themen befragt. Das ganze war ähnlich langatmig wie das nur kurz zuvor stattgefundene „Kanzlerduell“ mit Schulz und Angela Merkel (CDU). Medienübergreifend war das „Highlight“ der YouTuber-Fragerunde, auf das sich alle stürzten, Schulz’ Aussage, er würde sich als Kanzler dafür einsetzen, dass nach der Wahl die Abgeordneten im Bundestag ohne Rücksicht auf ihre Parteilinie abstimmen könnten, ob die Cannabis-Prohibition aufrecht erhalten bleiben soll oder nicht.

 

Ob er das tatsächlich tun würde, ist dahingestellt – genau wie die Frage, ob solch eine Abstimmung überhaupt die von den Legalisierungsbefürwortern erwünschten Ergebnisse bringen würde. Allein schon eine Kanzlerschaft von Martin Schulz ist nach den aktuellen Prognosen nicht die wahrscheinlichste Variante.

 

Heiße Luft oder nicht – ein Kommentar der deutschen Drogenbeauftragten Marlene Mortler (CSU), die erst vor wenigen Tagen vom Deutschen Hanfverband (DHV) erst wieder der Lüge und Lobbyarbeit überführt worden war, ließ nicht lange auf sich warten: „Die Entscheidung über den richtigen Umgang mit Cannabis ist nun wirklich keine Gewissensfrage, Ich habe keine Ahnung, was die SPD beim Thema Cannabis eigentlich will. Manche treten für die Legalisierung ein, andere sind dagegen, und Herr Schulz weiß nicht, wie er entscheiden soll“, zitiert die „Pharmazeutische Zeitung“ Frau Mortler.

 

Na, liebe Leserinnen und Leser – Lust auf noch ein paar Jahre Frau Mortler? Nein, nicht? Dann geht bloß am 24. zur Bundestagswahl und wählt irgendwen außer CDU/CSU. Ihr wisst nicht wen? In der aktuellen Ausgabe von Highway haben wir die größten deutschen Parteien hinsichtlich ihrer Einstellung zu Cannabis überprüft:

 

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Einer der größten Nachteile der Prohibitionspolitik ist die Tatsache, dass man oft keine Garantie hat, dass das gerade gekaufte Cannabis frei von verunreinigenden Stoffen ist. Denn immer wieder gerät Marihuana in Umlauf, das mit teilweise stark gesundheitsschädlichen Stoffen versetzt ist. Unser Autor Chuck Lore kennt die gängigsten Streckmittel und hilft dabei, die schädlichen Streckmittel zu identifizieren.

 

Im Folgenden erhaltet ihr einen Einblick in den Streckmittel-Artikel der gerade frisch erschienenen Ausgabe 05/2017 von Highway – Das Cannabismagazin:

 

Immer wieder kommt es vor, dass Marihuana durch Streckmittel verunreinigt ist. Dies machen Hersteller und Zwischenhändler, um entweder eine bessere Qualität vorzutäuschen, oder aber um die Masse des Materials auf Kosten der Güte künstlich zu erhöhen. Gängige Streckmittel sind Sand, Zucker, Haarspray, Glassplitter, Gewürze oder Talkum. Manchmal finden sich auch Bleiverbindungen, Brix oder andere, undefinierbare Stoffe in dem begehrten Gras. Das Problem ist nun, dass der Hanffreund die angebotene Probe kaum auf alle Stoffe untersuchen kann. Die wenigsten haben ein entsprechendes Labor mit den nötigen Reagenzien und Apparaturen. Was hilft, sind verschiedene Versuche, die auf eine eventuelle Verunreinigung hinweisen. Der Schwerpunkt der hier vorgestellten Testverfahren liegt daher auf sensorische Kontrollen, insbesondere durch Sehen, Riechen, Schmecken und Fühlen. Zwar sagen die aufgezeigten Verfahren nur grob etwas über die möglichen Verschnittstoffe aus, sie helfen aber dennoch, die Reinheit zu bestimmen. Darüber hinaus lassen sich die allermeisten Verunreinigungen mit ihnen zuverlässig erkennen. Besonders aussagekräftig ist übrigens die Brennprobe. Sie zeigt die meisten Unregelmäßigkeiten bereits im ersten Versuch. Für die folgenden Verfahren ist es zudem sehr hilfreich, wenn der Prüfer weiß, wie reines Marihuana aussieht, wie es sich anfühlt und wie es riecht. So kann er vergleichen und das verdächtige Material mit höherer Sicherheit aussortieren.

 

Sichtprüfung

Jeder Konsument sollte wissen, wie gutes Marihuana aussieht. Es ist meist grün mit bräunlichen Blütenstempeln und die hellen Trichome sind mit der Lupe gut erkennbar. Finden sich Objekte, die zu groß, zu klein oder gar eckig sind, ist das ein sicheres Indiz für Verunreinigungen. Das Gleiche gilt für unnatürlich wirkende Überzüge, die auf Haarspray oder Mehl hinweisen. Besonders hilfreich ist bei der Untersuchung eine starke Lupe oder ein Taschenmikroskop, die Anschaffung lohnt sich definitiv! Als weitere Methode der Sichtprüfung hat sich das einfache Fallenlassen einer Blüte aus geringer Höhe auf ein weißes Blatt Papier bewährt. Purzeln aus der Probe Stoffe, die nicht zu der Pflanze gehören, dann hat man das Streckmittel schon gefunden. Feines Pulver, grobe Kristalle oder gar Metallspäne zählen in jedem Fall dazu.

 

Geruchsprüfung

Reines Marihuana riecht angenehm nach Hanf. Es ist ein frischer, einladender Geruch, der sehr markant ist. Stören Aromen, ist definitiv etwas nicht in Ordnung. Muffiger Gestank deutet auf Schimmel hin und chemisches Aroma auf irgendeine Substanz, die sicherlich nicht konsumiert werden sollte. Auch säuerliche oder penetrant süße Gerüche verraten das gestreckte Material. Ebenso ist bei völliger Geruchslosigkeit Obacht geboten, denn dies deutet auf mit Kunststoff überzogenes oder durch Ausspülen gereinigtes Marihuana hin (siehe Highway-Magazin 02/2017).

 

Geschmacksprüfung

Auch hier gilt äußerste Vorsicht, wenn die Probe bitter, säuerlich oder süßlich schmeckt. Knirscht es beim Zerkauen zwischen den Zähnen, befindet sich mit großer Wahrscheinlichkeit Sand oder Glas in dem Marihuana, was beim Rauchen die Lunge enorm schädigt.

 

Tastprüfung

Wenn beim Zerkleinern mit den Fingern ein unnatürliches Knirschen zu hören ist, stimmt auch etwas nicht. Ebenso, wenn sich das Gras beim Anfassen nicht klebrig anfühlt. Fehlt jedes klebrige Gefühl, obwohl Trichome sichtbar sind, ist die Probe mit einem bereits getrockneten Streckmittel überzogen. Klebt es hingegen unnatürlich stark, ist der Überzug noch frisch oder von Natur aus harzig. Kunstharz macht das Gras schmierig und auch eine Behandlung mit Haarspray ist fühlbar.

 

Brennprobe/Aschetest

Dieser Test ist der wichtigste und sollte bei dem kleinsten Zweifel an der Qualität in jedem Fall durchgeführt werden. Dazu wird eine kleine Probe des Materials genommen und auf einen Streifen Aluminiumfolie gelegt. Diese Probe wird von unten mit einer Flamme, Feuerzeug oder Kerze so lange erhitzt, bis sich das pflanzliche Material komplett zersetzt hat. Schon der aufsteigende Rauch und besonders die zurückbleibende Asche geben vielerlei Hinweise auf die Bestandteile der Probe. Ist der Rauch nicht hell und riecht er nicht aromatisch nach Hanf, ist ein begründeter Anfangsverdacht auf Verunreinigungen gegeben. Bei deutlich erkennbarem dunklen Qualm und auffälligem Geruch sollte das Gras in keinem Fall konsumiert werden, eine Verunreinigung ist sehr wahrscheinlich. Ähnliches gilt für die zurückbleibende Asche: ist diese nicht nahezu weiß und fluffig, oder fühlt sie sich beim Verteilen in der Handfläche nicht weich und luftig an, ist äußerste Vorsicht geboten. Finden sich gar Körner oder harte Teile in der Asche, dann ist der Befund auf Streckmittel eindeutig.

 

...an dieser Stelle müssen wir leider abbrechen, aber keine Sorge: den vollständigen Artikel mitsamt allen Informationen zu den Streckmitteln Blei, Brix, Düngemittel, Glas, Haarspray, Pflanzenmaterial wie Gewürzen, Mehl, Pilzen und anderen Drogen, Sand, Schimmel, Talkum und Zucker sowie viele weitere Inhalte und News rund ums Kiffen und den Cannabisanbau findet ihr in der aktuellen Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin:

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In unserer Titelstory von Highway – Das Cannabismagazin 05/2017 berichtet Mr. Haze Amaze von der BHO-Kultur in Amsterdam, zu denen die Gruppe von BHO-Produzenten namens Ambrosia Extracts zu einem guten Teil beiträgt. In den USA ist BHO schon seit einigen Jahren einer größeren Konsumentengruppe bekannt und in den Legalisierungs-Staaten ein beliebtes und viel produziertes Produkt. Doch nicht alle Konsumenten wollen BHO rauchen, aber dennoch Cannabisextrakte konsumieren – auch schrecken viele Konsumenten aufgrund der möglichen Gefahren davor zurück, BHO selbst herzustellen. Abhilfte schafft hier beispielsweise die Rosin-Technologie, die unser Autor Light Addict in diesem Artikel näher betrachtet.

 

Im Folgenden erhaltet ihr einen Einblick in den Rosin-Artikel der gerade frisch erschienenen Ausgabe 05/2017 von Highway – Das Cannabismagazin:

 

Rosin ist eine weitere Form von Cannabisextrakt, die sich im Endergebnis nicht groß von anderen Extraktionsformen unterscheidet, dafür aber schon mit einfachen Mitteln umgesetzt werden kann und dabei sehr sicher ist. Die Extraktion geschieht völlig ohne Lösungsmittel und erzeugt innerhalb von Minuten ein brauchbares Produkt. Die Extraktion mit der Rosin-Technik hat sich in den letzten Jahren daher weit verbreitet. Dabei wird nur Hitze und Druck genutzt, um das Harz aus dem Cannabismaterial zu pressen. Mit dieser einfachen Methode kann man schnell und mit simplem und kostengünstigem Equipment gute Erfolge erzielen. Die folgenden Erläuterungen sollen nur als grobe Informationsgrundlage dienen – die Herstellung von Rosin ist immer noch ein mechanischer Prozess mit verschiedenen Variablen, bei dem Interessierte viel Zeit mit Herumexperimentieren verbringen können.

 

Benötigte Materialien:

  • Backpapier, um das Extrakt aufzufangen (darf auf keinen Fall gewachst sein)

  • Ein Glätteisen (günstig zu erstehen) oder jede andere Art aufheizbarer Zange oder Presse (als Hitzequelle)

  • Rasierklinge oder entsprechendes Dabbing-Zubehör (um das Extrakt einzusammeln)

  • Cannabis -- in welcher Form auch immer

  • Knoblauchpresse (um die Blüten zu komprimieren)*

  • Klemmzwinge (um zusätzlichen Druck zu erzeugen, nur bei Glätteisen nötig)*

  • Leere, feinmaschige Teebeutel (zur Vermeidung von Verunreinigungen)*

*die drei letztgenannten Materialien sind nicht zwingend notwendig.

 

Temperatur, Zeit und Druck

Wie bei den meisten Extraktionsverfahren kann die Hitze das fertige Produkt auch negativ beeinflußen. Daher muss nach der richtigen Balance gestrebt werden. Generell kann zu den Temperaturen gesagt werden, dass man niemals über 165 Grad gehen sollte. Bewegt man sich in niedrigeren Temperaturbereichen von etwa 115 bis 150 Grad, bleiben mehr Terpene und Cannabinoide erhalten, wodurch Geschmack und Potenz verbessert werden. Diese Temperaturen geben auch ein festeres Produkt mit hellerer Farbe, jedoch können die Erträge bei niedrigen Temperaturen leiden, sodass man eventuell etwas länger und wenn möglich auch fester pressen sollte. Eine etwas kürzere Zeitspanne pressen sollte man hingegen bei höheren Temperaturen zwischen 150 und 165 Grad. Diese erbringen höhere Erträge, allerdings wird die Qualität ein bisschen beeinträchtigt. Das Produkt wird etwas dunkler und saftiger als bei niedrigeren Temperaturen. Die Farbe des Rosins hängt aber auch davon ab, welche Art von Cannabis gepresst wird.

 

Blütenextraktion

Kleine Mengen Marihuana sind für die Blütenextraktion am besten geeignet, vor allem bei Nutzung eines Glätteisens. Andere Arten von Pressen können natürlich gegebenenfalls weitaus größere Mengen an Material verarbeiten. Unglücklicherweise haben die meisten Glätteisen eine Minimumtemperatur von etwa 150 Grad, sodass das Pressen mit niedrigen Temperaturen mit solch einem Gerät eventuell nicht möglich ist. Eine Möglichkeit ist es, das Gerät vor dem Pressen vom Strom zu trennen, damit es abkühlen kann, allerdings kann dies natürlich unterschiedlichste Ergebnisse liefern, sodass man damit herumexperimentieren muss.

 

Um zu starten, sollte man alle Stängel von dem Blütenmaterial entfernen. Ein halbes Gramm oder etwas mehr ist eine gute Menge zum Ausprobieren. Nun wird ein wenig (ungewachstes) Backpapier so in die Knoblauchpresse eingelegt, dass die Enden herausschauen. Die gewünschte Menge Marihuana wird dann eingelegt und feste gedrückt. An den Papierenden kann das halb zerdrückte Blütenmaterial aus der Knoblauchpresse entnommen werden: nun hat man eine kleine Scheibe kompressiertes und gleichmäßig verteiltes Marihuana. Dieser Zwischenschritt ist jedoch keine Voraussetzung, um Rosin herzustellen – auch ganz normale, nicht vorbereitete Blüten können genutzt werden.

 

Nach der Vorbereitung des Marihuanas... ...an dieser Stelle müssen wir leider abbrechen, aber keine Sorge: den vollständigen Artikel (Blütenextraktion, Exraktion aus Trim, Haschisch und Kief, Infos zu Erträgen, größeren Vorhaben, zur Qualität und den Vorteilen gegenüber BHO) sowie viele weitere Inhalte und News rund ums Kiffen und den Cannabisanbau findet ihr in der aktuellen Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin:

 

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Das „Dabbing“ erfreut sich immer größerer Beliebtheit, insbesondere in den USA, wo der Trend seinen Anfang fand. Begriffe wie Dab, Torch, Nail und viele andere verwirren jedoch jeden unwissenden Konsumenten und dabei ist dies nur ein Bruchteil des Fachchinesisch. Die wichtigsten Begriffe und Informationen liefert daher an dieser Stelle Mr. Haze Amaze, der für seine Recherche zum Thema Dabbing bei den Experten des niederländischen Extraktionsteams Ambrosia Extracts genauer nachgefragt hat.

 

Im Folgenden erhaltet ihr einen Einblick in die Titelstory der gerade frisch erschienenen Ausgabe 05/2017 von Highway – Das Cannabismagazin:

 

Bevor es losgeht, eine kurze Erklärung vorab, damit auch jeder folgen kann: Was ist Dabbing? Ganz grob gesagt, ist es eine spezielle Art, ein Cannabisextrakt zu konsumieren. Dazu wird ein Dab auf einem vorher erhitzen Nail platziert, der auf einer sogenannten Rig thront. Der entstehende Rauch wird inhaliert. Ein Dab (englisch: Klecks oder Tupfen) ist sozusagen eine Portion des Extrakts. Leider kann man da keine pauschale Größenangabe machen. Normalerweise hat ein Dab etwa die Größe einer Erbse, doch die Amerikaner neigen oftmals zur Übertreibung, indem sie die Extrakte fast schon löffelweise auf ihre Nails schmieren. Ein Nail (englisch: Nagel) ist ein Aufsatz für Bongs, üblicherweise mit einem „weiblichen“ Stecker ausgestattet, der auf das „männliche“ Gegenstück der Bong gesetzt wird. Allerdings gibt es hier auch Ausnahmen, manche Nails können auch in das Loch der Bong gesteckt werden. Diese Variante ist die günstigere und passt auch wesentlich besser zum eigentlichen Namen, da sie wie ein dicker Nagel mit einer kleinen Pfanne oben drauf aussieht. Des Weiteren gibt es auch noch sogenannte Swings, also Schaukeln, und Bangers, aber das würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Ein Nail besteht aus Keramik, Borosilikatglas oder Titan, wobei letzteres am beliebtesten ist. Alle drei Materialien vertragen sehr hohe Temperaturen, was uns direkt zum nächsten Punkt mitsamt der Torch bringt. Eine Torch ist nichts anderes als ein kleiner Bunsenbrenner, wie er auch zum Flambieren oder für Crème brûlée verwendet wird. Mit dieser Torch wird der Nail erhitzt, bis er leicht zu glühen beginnt, denn das Extrakt soll dann auf diesem heißen Nagel platziert werden, um zu verdampfen. Ist der Nagel also erhitzt, wird das Extrakt mittels eines Dabbers, einem Dabbing-Tool, das ein wenig an ein Gerät eines Zahnarztes erinnert, aufgenommen und auf den glühenden Nagel gepackt. Daraufhin beginnt das Extrakt augenblicklich zu verdampfen und einen dichten weißen Rauch zu erzeugen, zeitgleich wird an der Rig gezogen. Eine Rig ist eine Bong mit dem benötigten, oben genannten „männlichen“ Schliff. Meistens sind Rigs etwas kleiner als normale Bongs. Das hat den Grund, dass das Extrakt nach dem Erhitzen und Verdampfen durch die Wasserkühlung der Bong wieder kondensiert. Das bedeutet also, je größer die Rig, desto mehr Extrakt wird auf dem Weg durch das Glaslabyrinth zurückbleiben und als schmieriger Rückstand in der Rig kleben bleiben.

 

Kreationen von Ambrosia Extracts

 

Um dem Ganzen noch etwas weiter auf den Grund zu gehen, habe ich mich mit Godsnectar420 (so sein Instagram-Nickname) von Ambrosia Extracts getroffen. Die Mitglieder der Gruppe Ambrosia Extracts stellen nun seit einigen Jahren dabbares Material – BHO – selbst her und haben bereits viel Wissen zu diesem Thema gesammelt. Ich sitze gerade noch im Amsterdamer Coffeeshop 1eHulp in der Marnixstraat und unterhalte mich mit ein paar Einheimischen darüber, welcher Coffeeshop denn nun der beste ist, da bekomme ich eine Nachricht, dass Godsnectar420 auch schon dort sitzt und auf mich wartet. Da die Jungs gerne anonym bleiben möchten, ist es natürlich schier unmöglich, ihn zu erkennen. Nach einem kurzen Hin und Her finden wir uns doch und setzen uns in den unteren Teil des Coffeeshops. Godsnectar420 ist ein gewöhnlicher junger Mann in Hip-Hop-Klamotten. Wir kommen direkt ins Gespräch über Dabs und Cannabis, während wir einen Joint rauchen. Er fragt mich, ob ich schon häufiger gedabbt habt, was ich verneinen muss, da ich bisher nur einmal auf einer Dabbing-Veranstaltung, der Dab-A-Doo, war. Für das Interview wechseln wir den Standort, da die Musik etwas stört. In einer kleinen Bar angekommen, setzen wir uns nach draußen. Als erstes möchte ich direkt von ihm wissen, was denn BHO jetzt eigentlich genau ist. „BHO ist eine Abkürzung für Butan Honey Oil. Es ist ein Produkt, das durch die Extraktion von THC mittels Butangas gewonnen wird. Theoretisch kann man sagen, dass es eines der reinsten und stärksten Extrakte in Bezug auf die Potenz ist, da durch die Butanextraktion nur die Cannabinoide von der Pflanze gelöst werden. Bei einer ordentlichen Extraktion geht die Masse des im Extrakt enthaltenen pflanzlichen Materials gegen null.“ Er holt einige kleine beschriftete Gläschen aus einer Tasche und stellt sie vor mich hin: „Mach sie ruhig mal auf und riech dran.“

 

In den Gläschen kleben gelbliche Klumpen, die mich rein äußerlich ein wenig an einen Schwamm erinnern, denn Öl ist es nicht, sondern es hat eine eher solide Form. „Butan Honey Oil ist ja auch sozusagen die Vorstufe. Direkt nach der Extraktion ist es noch flüssig, da das Butan ja auch in flüssiger Form durch das Cannabis geleitet wird. Danach ist die wichtigste Aufgabe, so viel Butan wie möglich aus dem Extrakt zu entfernen, denn niemand hat Lust auf ein brennendes, gesundheitsschädliches Extrakt.” Das Entfernen des Butans geschieht durch das sogenannte „Purging“ beziehungsweise Reinigen, auf das wir gleich noch zu sprechen kommen werden. Der Geruch ist jedenfalls unglaublich penetrant, aber zugleich auch frisch, zitronig und süßlich – einfach umwerfend. „Bei der Butangas-Extraktion gehen durch die extreme Kälte auch keine Terpene verloren, die für Geruch und Geschmack zuständig sind”, erklärt mir Godsnectar420 lächelnd, als er den begeisterten Ausdruck auf meinem Gesicht sieht. Schnell drehe ich die Döschen zu und gebe sie ihrem Besitzer zurück, der nun merklich seine Stimme senkt: „Man muss leider immer noch sehr vorsichtig sein, es ist schließlich illegal.“ Er verstaut die Behälter wieder in seiner Tasche und ich schaue ihn verwundert an. Illegal? Aber das ist doch auch nur Cannabis. „Das stimmt zwar, aber aufgrund der Konzentration wird es hier in den Niederlanden offiziell als harte Droge eingestuft. Es gibt aber auch noch andere Gründe dafür. Einer davon ist beispielsweise die Gefahr bei der Herstellung. Du machst nur einen unüberlegten Schritt, etwa dir eine Kippe oder einen Joint während der Extraktion anzuzünden, und schon reißt es dir die Hauswand weg. Butan ist schließlich ein sehr reaktives Gas, leicht entzündlich und hochexplosiv. Wäre es legal, gäbe es sicher mehr Leute, die versuchen würden, BHO herzustellen – und das steigert die Wahrscheinlichkeit für solche Unfälle. Zudem habe ich die Vermutung, dass die Niederlande sich nicht mehr als Mekka für Cannabis sehen wollen. Die Legalisierung von starken Extrakten wie BHO hätte zur Folge, dass noch mehr Leute in die Niederlande kommen würden, einfach nur, um hochprozentige Cannabisextrakte zu kaufen.“...

 

...an dieser Stelle müssen wir leider abbrechen, aber keine Sorge: den vollständigen Artikel, den Begleitartikel zur Rosin-Technologie sowie viele weitere Inhalte und News rund ums Kiffen und den Cannabisanbau findet ihr in der aktuellen Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin:

 

 

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Es ist zu begrüßen, dass Wissenschaftler im Zug der weltweiten Legalisierungswelle immer öfter auch an unser aller Lieblingspflanze und ihren Wirkstoffen forschen. Seriös durchgeführte Studien können dabei helfen, verschiedene Wirkweisen nachzuweisen und so weitverbreitete Vorurteile zu entkräften (oder zu belegen).


Das dachten sich wohl auch die Wissenschaftler der University of South Australia: Das Institut veröffentlichte nun eine (zugegebenermaßen skurril klingende) Studie im „Journal Drug and Alcohol Dependence“, die nahe legt, dass sich die Gangart von Cannabiskonsumenten von Nichtkonsumenten unterscheidet: So neigen Kiffer offenbar dazu, beim Gehen ihre Schultern weniger, ihre Ellbogen hingegen aber mehr zu bewegen. Auch verzeichneten die Forscher schneller schwingende Knie beim Kiffergang. Gleichgewichtssinn und neurologische Bewegungsfaktoren blieben von den Rauchgewohnheiten der Probanden unbeeinflusst.


Da die Studie lediglich 44 Teilnehmer umfasste (davon die eine Hälfte Cannabiskonsumenten), pocht das Forscherteam nun darauf, die Untersuchungen auszuweiten, um herauszufinden, inwiefern beispielsweise variierende Konsummengen und Gangartsveränderungen korrelieren. „Es ist wichtig, die Langzeiteffekte von Cannabiskonsum genau zu verstehen…“, so einer der beteiligten Forscher.

Peinlich, peinlicher, CDU: dass die selbsternannten Suchtexperten der CDU/CSU keinerlei Ahnung von Cannabis und Co. haben, wurde schon unzählige Male unter Beweis gestellt – besonders eindrücklich manifestiert durch die Besetzung des Postens der deutschen Drogenbeauftragten durch die Person Marlene Mortler.

 

Doch es geht immer noch peinlicher: Der Berliner Linken-Politiker Niklas Schrader entdeckte im Abgeordnetenhaus eine Anti-Cannabis(?)-Kampagne der Berliner CDU, die auf Postkarten abbildet, wie ein Mensch für den unerhörten Preis von 100 Euro ein paar Gramm Salbei ersteht (siehe Foto über dem Artikel).

 

So viel Ahnung hat die CDU also von Cannabis: gar keine. Sie kann nicht einmal Marihuana von Salbei unterscheiden. Und diese Partei fühlt sich berufen, Millionen von Cannabiskonsumenten ihre sinnlosen Gesetze aufzuzwingen. Bitter! Zusätzlich verhöhnt sie noch alle an sinnvoller Drogenpolitik Interessierten, indem sie das Motiv untertitelt: „In Berlin regiert das Klientelinteresse vor Gemeinwohl“. – Und genau so ist es auch! Denn die Alkohol- und Pharmalobby möchte keine Cannabislegalisierung. Auch wenn die CDU hier irgendetwas anderes zu meinen scheint.

 

Das Traurige an der Sache: diese Partei wird bei der kommenden Bundestagswahl am 24. September vermutlich den größten Teil aller Stimmen abbekommen und weiterhin für die Gesetzgebung hinsichtlich Cannabis zuständig sein. Menschen, die nicht nur keine Ahnung haben, sondern auch keine Besserung für die Gesellschaft und die Millionen Cannabiskonsumenten in Deutschland wollen.

 

Daher wie so oft in den letzten Wochen unsere Bitte: geht am 24. September wählen und wählt irgendwen außer der CDU.

 

Ach ja, unsere Grafik hat es sich natürlich nicht nehmen lassen, der CDU-Berlin einige Alternativen zur Gestaltung ihrer Postkarten anzubieten...

Was passt besser zusammen als Filme gucken und Gras zu rauchen? Richtig: wenig. Das hat sich jetzt auch einer der absoluten Top-Player im Film-Business gedacht. Netflix, der bekannte und beliebte Streamingdienst, der eine wahre Gefahr für das klassische Fernsehen darstellt, hat nun angekündigt, zehn eigene Grassorten auf den Markt zu bringen. Der Clou daran: jede Sorte ist sozusagen auf eine der eigenproduzierten Netflix-Serien zugeschnitten.

 

„Jede Sorte wurde mit einer speziellen Serie im Sinn konzipiert und versucht deren Stimmung zu berücksichtigen. Alberne Shows wurden beispielsweise mit mehr Indica-Anteilen bedacht, während Dramedies eher sativa-dominant sind, um eindrücklichere Szenen besser zu untermauern“, äußerte sich Netflix in einem Statement.

 

 

Die Serie „Arrested Development“ bekommt die Sorte „Banana Stand Kush“ spendiert, „Camp Firewood“ soll zur Serie „Wet Hot American Summer“ passen, „Moon 13“ zur neu aufgelegten Serie „Mystery Science Theater 3000“. Weitere Serien, die ihre eigenen Serien spendiert bekommen, sind „Grace & Frankie“ („Peyotea 73“), „Orange is the New Black“ („Poussey Riot“), „Bojack Horseman“, „Santa Clara Diet“ und „Lady Dynamite“. Die neue Kiffer-Comedy „Disjointed“, über die wir erst kürzlich wieder berichteten, bekommt gleich drei Weed-Strains zur Auswahl.

 

Dass die Sorten nicht in Deutschland verfügbar sein werden, haben sich die meisten wohl bereits gedacht. Doch auch in Amerika ist die Auswahl recht eingeschränkt: Die Netflix-Kollektion ist einzig mit einer Medical-Marijuana-Card in Los Angeles, wo auch Hollywood liegt, zu beziehen – und das auch nur für ein einziges Wochenende. Damit kann man durchaus behaupten, dass es sich bloß um einen PR-Gag handelt. Andererseits wird am 1. Januar 2018 in ganz Kalifornien für alle Erwachsenen legal (wir berichteten), vielleicht handelt es sich bei der Aktion auch nur um einen kleinen Testlauf für zukünftige Geschäfte...

Anfang vergangenen Jahres berichteten wir über die Planungen einiger Schweizer Städte, Cannabis zu Studienzwecken für eine Anzahl von wenigen Tausend Probanden sozusagen zu legalisieren, um die Auswirkungen dieses Schritts wissenschaftlich ermitteln zu können.

 

Nun wird gemeldet, dass auch die Stadt Luzern beschlossen hat, das von der Stadt und der Uni Bern getragene Experiment zu wagen: 700 Luzerner sollen aus bereits kiffenden Menschen per Los ausgewählt werden. Über eine Haarprobe muss nachgewiesen werden, dass man bereits Cannabiskonsument ist. Die Luzerner Testpersonen müssen zudem über 18 Jahre alt sein und dürfen nicht schwanger oder in psychiatrischer Behandlung sein oder Psychopharmaka zu sich nehmen.

 

Für die Dauer der vermutlich auf vier Jahre angelegten Studie, deren genauer Startschuss noch nicht bekannt (da noch nicht gesichert) ist, der aber in naher Zukunft erfolgen soll, wird den Teilnehmern erlaubt, im Privaten legal Cannabis zu konsumieren. Das Cannabis dürfen und sollen sie dabei zu am Schwarzmarkt orientierten Preisen in dafür eingesetzten Apotheken erwerben. Umsonst gibt es dabei nichts – die Bezahlung müssen die Probanden selbst übernehmen, um möglichst realistische Bedingungen für die Studie zu schaffen. Maximal dürfen bis zu 24 Gramm pro Monat erworben werden. Der THC-Gehalt der angebotenen Ware soll bei zwölf Prozent liegen, der Anbau würde in der Schweiz stattfinden.

 

Einziger Wermutstropfen: Noch fehlt die Bewilligung des Bundesamts für Gesundheit (BAG) für die Studie. Der Entscheid wird in den nächsten Monaten erwartet.

Manche Leute verstauen ihr Weed in einer Box oder im Rucksack, andere in ihren Socken. Im März wurde ein 22-Jähriger aus Hannover vor einem Club mit 14 kleinen Päckchen Weed aufgegriffen, die er allesamt in seinen Socken verstaut hatte. Vergangene Woche stand er deswegen vor Gericht, wie bei der „Hannoverschen Allgemeinen“ berichtet wurde.

 

Während der Verhandlung wunderte sich der Richter über Marihuana-Geruch im Gerichtssaal und fragte den Angeklagten, der im Übrigen zu einer Geldstrafe von 1.800 Euro verurteilt wurde, ob er Marihuana dabei habe. Dies wurde vom Angeklagten verneint, doch nach der Verhandlung wurde er im Gerichtssaal von einem Polizisten untersucht: und schon wieder hatte er Weed an seinen Füßen versteckt. Somit wartet auf ihn nun der nächste Prozess.

 

Der Richter erschnüffelt übrigens nicht zum ersten Mal einen Cannabisbesitzer – vergangenes Jahr machte er einen Polizisten auf einen jungen Mann, der mit einem Rucksack über die Straße ging, aufmerksam, weil er meinte, Marihuana gerochen zu haben. Und tatsächlich hatte er auch in diesem Fall recht. Recht mit der Tatsache, dass der Mann Gras dabei hatte, nicht damit, dass man einfach harmlose Passanten anzinkt und die Polizei auf sie hetzt. Wir sagen: Pfui, Herr Richter!

Wie die Internationale Arbeitsgemeinschaft für Cannabinoidmedikamente (IACM) berichtete, war in einer großen Studie mit 28.813 Patienten des staatlichen Trauma-Registers von Arizona, die wegen eines Traumas auf eine Intensivstation kamen, ein positiver Test auf Cannabis mit einem verbesserten Überleben assoziiert. Es wurden 2.678 Patienten in eine Analyse aufgenommen, von denen 1.339 cannabispositiv und 1.339 cannabisnegativ waren. Das mittlere Alter war 31 Jahre. Es gab keinen statistisch signifikanten Unterschied zwischen den beiden Gruppen in den Krankenhaustagen (6,4 gegenüber 5,4 Tage) oder in den Tagen auf der Intensivstation (drei gegenüber vier Tage). 55,3 Prozent der cannabispositiven und 32 Prozent der cannabisnegativen Patienten erhielten eine künstliche Beatmung. Von den Patienten, die eine künstliche Beatmung erhielten, wiesen die cannabispositiven eine höhere Zahl der Beatmungstage (zwei gegenüber einem Tag) und eine geringere Sterblichkeit (7,3 % gegenüber 16,1 %) auf als die cannabisnegativen. Die Autoren folgern, dass „ein positives Marihuana-Screening mit einer geringeren Sterblichkeit bei erwachsenen Traumapatienten, die auf eine Intensivstation verlegt werden, assoziiert ist“.

 

Quellen: www.cannabis-med.org (IACM), www.ncbi.nlm.nih.gov (Studie)