Mittwochmorgen gegen 3.20 Uhr riefen Anwohner im Ort Peine die Polizei, denn sie wurden durch den Lärm einiger Jugendlicher auf dem REWE-Parkplatz in der Celler Straße gestört. Als die Polizei jedoch an Ort und Stelle nachsah, konnte sie niemanden ausfindig machen. Allerdings hörten sie mehrere Leute, die sich lautstark unterhielten.

 

Eine Recherche auf dem Gelände ergab dann, dass die Stimmen aus einem großen grünen Papiercontainer stammen mussten. Als die Beamten den Deckel öffneten, kam ihnen eine große Qualmwolke aus Cannabis entgegen: im Inneren saßen drei Jungs im Alter von 17, 18 und 19 Jahren, die den Papiercontainer in eine Hotbox umfunktioniert hatten. Trotz des Lachers für die Beamten gab es eine Anzeige...

Ein Thema, zwei Meinungen und 90 Minuten Zeit um zu überzeugen: Die österreichische Fernsehsendung „Im Namen des Volkes“ mit Ex-OGH-Präsidentin Irmgard Griss ging am Wochenende in die dritte Runde. Das Thema war dieses Mal die Legalisierung von Cannabis. Dabei wurden medizinische, psychologische und strafrechtliche Aspekte diskutiert, um den Zuschauern die beste Entscheidungsgrundlage zu liefern. Denn das besondere an diesem TV-Format: die Zuschauer stimmen am Ende der Diskussion darüber ab, welche der beiden vortragenden Parteien sie überzeugt (oder ihre bereits bestehende Meinung bestätigt) hat.

 

Das „Ja“-Lager, die Befürworter einer Cannabis-Legalisierung, wurden von Toni Straka, dem Obmann des Hanfinstituts angeführt. Er war jahrelang Finanz-Journalist und -Analyst, wurde dann wegen Cannabisbesitz zu zwei Jahren bedingter Haft verurteilt. Cannabis-Rauchen ist für ihn eine opferlose Tätigkeit und harmlos im Vergleich zu Alkohol. Er bekam Unterstützung von Anwalt Gottfried Hudl und der Ärztin Dagmar Zidek.

 

Das „Nein“-Lager wurde angeführt von Eleonore Hübner, Assistenz-Professorin am Institut für Strafrecht der Uni Salzburg und Co-Autorin des Berichts „Soziale Kosten des Drogenmissbrauchs“. Sie hält Cannabis-Konsum für wesentlich gefährlicher als dargestellt. Ihre Experten sind der Richter Helmut Wlasak und der Psychiater und Autor Kurosh Yazdi, der vor Kurzem das unsägliche Buch „Die Cannabis-Lüge: Warum Marihuana verharmlost wird und wer daran verdient“ veröffentlicht hat, das völlig zu Recht bei Amazon auf ziemlich knappe 2 von 5 Sternen Durchschnittsbewertung kommt (hier klicken, um das Buch zu bestellen oder zu bewerten).

 

Ex-OGH-Präsidentin und Ex-Bundespräsidentschaftskandidatin Irmgard Griss führte durch den Wettkampf der Argumente. Mit Hilfe von Experten, Kreuzverhören und Video-Zuspielern versuchen Straka und Hübner die Zuschauer von ihrer Sicht der Dinge zu überzeugen. Das von OGM repräsentativ ausgewählte Österreich-Panel entschied am Ende darüber, welche Seite die besseren Argumente hatte. Und per Social Media und Telefon-Hotline konnte ganz Österreich seine Meinung kundtun.

 

Die komplette, 90-minütige Sendung kann auf der Website des Fernsehsenders Puls 4 eingesehen werden (klick!).

 

Wer sich nicht die ganze Sendung oder nur Auszüge anschauen möchte, kann im Folgenden auch unsere Zusammenfassung sowie die Ergebnisse der Zuschauerabstimmung erfahren (Achtung Spoiler).

 

Die beiden Parteien wurden hauptsächlich von den „Anführern“ Toni Straka und Eleonore Hübner vertreten, die einzelne Fragen der Moderatorin beantworteten und sich redlich bemühten, sich nicht gegenseitig ins Wort zu fallen. Toni Straka gebührt an dieser Stelle das weitaus größere Lob, denn er musste sich den ganzen alten Quatsch anhören, den selbst unsere Großmütter nicht mehr glauben.

 

Eleonore Hübner kramte so tief wie möglich in der Schwachsinnskiste und präsentierte halt den üblichen Schmarrn, den man ansonsten von Alkohol- und Pharma-Lobbyisten hört: Cannabis löst überall und dauern Psychosen aus, Cannabis ist eine Einstiegsdroge und der Jugendschutz kann nur durch ein Verbot aufrecht erhalten „bleiben“. Jeder, der sich anständig mit dieser Thematik beschäftigt, kann bei diesen Passagen nur müde lächeln – oder aber auch herzergreifend weinen.

 

Doch es kam noch schlimmer: Sogar das Flashback-Argument, das wir eigentlich seit Mitte der Neunzigerjahre für ausgestorben hielten, wurde angeführt (und wie auch in den Neunzigern, wurde gerne mal von Flashback, mal von Backflash geschwafelt). Lächerlich bis zum geht nicht mehr. Aber was soll man von einer Person erwarten, die des Weiteren ernsthaft behauptete, dass man nicht arbeiten gehen könne, wenn man ein Kiffer ist oder von Cannabis als „das Gift, das das Leben zerstört“ faselt.

 

Toni Straka entgegnete eigentlich schon zu Beginn alles, was man dazu sagen müsste, wenn ein guter Teil der Menschheit nicht seit Anfang des letzten Jahrhunderts durch solch miese Gehirnwäsche schon auf dumm gepolt worden wäre. Denn er führte an, dass sich die Cannabis-Prohibition auf Jahrzehnte alte Gesetze stützt, deren Grundlagen seit Mitte des letzten Jahrhunderts nicht mehr überprüft wurden – beziehungsweise nicht vom Gesetzgeber überprüft wurden, denn die Gegenargumente Strakas trafen alle ins Schwarze.

 

Und so sah Eleonore Hübner nur noch eine Möglichkeit, ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen: den Rest der Sendung darauf hinweisen, dass Tausende Leben von Jugendlichen durch Cannabis zerstört würden – immer und immer wieder. So wurde die Diskussion leider kaputt gemacht, aber Frau Hübner konnte so vermutlich noch einige Stimmen aus der nicht zu vernachlässigenden Gruppe der Eltern auf ihre Seite ziehen. Alle anderen, die nicht emotional an die Sache herangingen, konnten sehen, dass sie keinerlei stichhaltigen Argumente hatte, die gegen eine Cannabislegalisierung sprechen würden.

 

Das Ergebnis fiel dann interessant aus: Nur Sekunden, nachdem ein Moderator verkündete, dass im äußerst unwahrscheinlichen Fall, dass die Abstimmung der Österreicher über die Cannabis-Frage 50 zu 50 ausgehen würde, die Nein-Fraktion gewonnen hätte, da die Befürworter einer Gesetzesänderung die Mehrheit der Bevölkerung überzeugen müssten, wurde das Ergebnis bekanntgegeben: 50 zu 50!

 

Auch wenn es nach dem Reglement die denkbar knappste Niederlage für die Cannabis-Befürworter war, war es im Endeffekt doch ein riesiger Erfolg: dass 50 Prozent der Österreicher für eine Cannabislegalisierung stimmen würden, wurde von großen Teilen beider Seiten wohl nicht unbedingt vermutet.

 

Die Abstimmung mit 50 Prozent Ja- und 50 Prozent Nein-Stimmen schlüsselte sich im Detail unter anderem so auf:

 

Frauen: 46 % JA, 54 % NEIN

Männer: 56 % JA, 44 % NEIN

16 – 29 Jahre alt: 54 % JA, 46 % NEIN

30 – 49 Jahre alt: 47 % JA, 53 % NEIN

Über 50 Jahre alt: 51 % JA, 49 % NEIN

Eltern mit Kindern bis 18 Jahren: 42 % JA, 58 % NEIN

Städte über 50.000 Einwohner: 46 % JA, 54 % NEIN

Gemeinden bis 2.000 Einwohner: 70 % JA, 30 % NEIN

 

Damit stach einzig das Abstimmungsergebnis der Gemeinden bis 2.000 Einwohner heraus, alle anderen Werte pendelten grob in der Mitte. Von den Moderatoren befragt, wie dies wohl zustande kommen könne, antwortete Toni Straka, dass man sich in so kleinen Dörfern halt besser gegenseitig kenne als in den Städten und daher auch genauer wisse, dass die Kiffer auch nicht dümmer oder fauler sind als die Nicht-Kiffer.

 

Auf der Facebook-Seite des Senders Puls 4 war die Entscheidung übrigens noch deutlich deutlicher: 86 Prozent stimmten hier für eine Legalisierung von Cannabis, nur 14 Prozent störten sich an dem Gedanken.

 

Die komplette, 90-minütige Sendung kann auf der Website des Fernsehsenders Puls 4 eingesehen werden (klick!).

 

Du möchtest mehr Informationen über Cannabis und den Anbau von Cannabis? Wir können dir helfen: An jedem gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk in Deutschland, Österreich und der Schweiz kannst du die brandneue Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin für lächerliche 2,60 Euro erwerben:

Link: Highway am Kiosk finden (Deutschland) Link: Highway 04/2017 als E-Paper (PDF) kaufen Link: Highway 04/2017 für Kindle bei Amazon kaufen Link: Inhaltsvorschau von Highway 04/2017

Diese Meldung hat es in sich: Die Vereinten Nationen (UN) sowie die Weltgesundheitsbehörde (WHO) haben sich nun öffentlich dafür ausgesprochen, jegliche Strafverfolgung von Drogenkonsumenten einzustellen!

 

Die Begründung: durch die Strafverfolgung von Drogenkonsumenten entstehen ausschließlich negative Folgen für die Gesundheit der Betroffenen – anstatt dass ihnen damit in irgendeiner Form geholfen sei.

 

Besonders pikant: Sowohl UN als auch WHO sagen, dass inzwischen durch die Faktenlage erwiesen ist, dass die seit 1961 im Strafrecht verankerte Drogenpolitik mehr Schaden als Nutzen erbracht hat.

 

Theoretisch sind nun alle Mitgliedstaaten verpflichtet, ihre Drogenpolitik neu zu überdenken und auch dementsprechende Änderungen umzusetzen. Schauen wir einmal, was die Zukunft bringt...

 

Weblink: Original-Statement der WHO

 

Du möchtest mehr Informationen über Cannabis und den Anbau von Cannabis? Wir können dir helfen: An jedem gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk kannst du die brandneue Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin für lächerliche 2,60 Euro erwerben:

 

 Link: Highway am Kiosk finden (Deutschland) Link: Highway 04/2017 als E-Paper (PDF) kaufen Link: Inhaltsvorschau von Highway 04/2017

Cannabis Social Clubs gibt es in Spanien inzwischen bereits etwa 1.200 Mal, gut 200 davon in Barcelona und Umgebung. Der erste „moderne“ Cannabis Social Club in Spanien wurde 2001 eröffnet. In diesen Clubs kann praktisch jeder Volljährige Cannabisprodukte wie Marihuana oder Haschisch erwerben – zwar ist dies eigentlich illegal, aber Spanien hat den Konsum von Haschisch (und in den letzten Jahren natürlich auch Marihuana) eigentlich immer schon geduldet. Eine feine Sache, dass auch die Cannabis-Clubs bislang geduldet werden.

 

Aber zwischen Duldung und einem legalen Geschäft liegen immer noch Welten. Daher freuen sich die Spanier in Katalonien nun umso mehr, dass die autonome Gemeinschaft nun gestern ganz offiziell die Cannabis Social Clubs legalisierte: mit überwältigender Mehrheit stimmte das Regionalparlament dafür. Dies kann als großer Erfolg für die Club-Betreiber wie die Kunden verbucht werden. Wir sind gespannt auf die weiteren Entwicklungen hinsichtlich Cannabis in Spanien.

 

Du möchtest mehr Informationen über Cannabis und den Anbau von Cannabis? Wir können dir helfen: An jedem gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk kannst du die brandneue Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin für lächerliche 2,60 Euro erwerben:

 

 Link: Highway am Kiosk finden (Deutschland) Link: Highway 04/2017 als E-Paper (PDF) kaufen Link: Inhaltsvorschau von Highway 04/2017

Cannabis macht dumm, doof, müde? Cannabis macht antriebsschwach, impotent und blöde? Schon gemerkt? Es ist 2017, die Zeiten als man auch abseits von bayrischen Stammtischen Cannabiskonsumenten solchen Unsinn ankreiden wollte, sind zu großen Teilen vorbei.

 

Jeder kennt ein Dutzend Kiffer, die sich nicht von Cannabis runterziehen lassen, sondern erfolgreich Beruf und Familie bewältigen. Oft sogar erfolgreicher als andere Menschen, natürlich besonders im Gegensatz zu regelmäßigen Alkoholkonsumenten.

 

Und das dies nicht nur gefühlt so ist, wurde nun durch eine Studie aus Kalifornien und Colorado in den USA, wo Cannabis komplett legalisiert wurde, wissenschaftlich untermauert: BDS Analytics befragte 2.000 Teilnehmer, die grundsätzlich in Konsumenten und Nichtkonsumenten unterschieden wurden.

 

Und siehe da: die Cannabiskonsumenten lagen in allen untersuchten Bereichen vorne. 20 Prozent der Kiffer hatten einen Master-Abschluss, bei den Nichtkonsumenten waren es nur 12 Prozent. Auch das durchschnittliche Einkommen von Cannabisfreunden lag deutlich über dem Durchschnittseinkommen der Nichtkiffer – letztere verdienen durchschnittlich exakt 70.000 Dollar jährlich, wohingegen die Konsumenten von Cannabis ein durchschnittliches Einkommen von 93.800 Dollar vorweisen konnten.

 

Von den Cannabis konsumierenden Beschäftigten, waren 64 Prozent in Vollzeit angestellt, von den nicht Cannabis konsumierenden Beschäftigten hingegen nur 55 Prozent. Aber auch die allgemeine Zufriedenheit war unter den sogenannten Kiffern höher: fünf von zehn Befragten waren zufriedener als ein Jahr zuvor, von den Cannabis-Verweigerern nur vier von zehn.

 

Und um das Paket rund zu machen: die Studie belegt auch deutlich, dass Cannabiskonsumenten die sozialeren Menschen sind: 38 Prozent der Cannabisfreunde in Kalifornien betreiben in irgendeiner Form ehrenamtliche Arbeit, bei den Nichtkonsumenten sind es bloß 25 Prozent.

 

36 Prozent der Grasraucher schätzen sich selbst als „sehr sozial“ ein, bei den Nichtrauchern waren es nur 28 Prozent. So wundert auch nicht, dass 64 Prozent der Cannabis rauchenden Befragten Eltern sind, während die Nichtkiffer nur zu 55 Prozent Kinder bekommen haben.

 

Die Moral von der Geschichte: Schluss mit den Lügen über Cannabis! Es ist Zeit für die Legalisierung!

Wenn es Gefangenen in der Regeln an einem nicht mangelt, dann an Weed und Hasch, um sich den tristen Knastalltag schönzueimern. Da dichte Gefangene in der Regel auch ruhigere Gefangene sind, wird gerne schon einmal weggeschaut. Doch auch im Gefängnis ist das Kiffen illegal und die Wege, wie die Rauchware hereingelangen können, sind begrenzt.

 

Doch die moderne Technik hat eine neue Möglichkeit eröffnet. War der Luftraum bislang nur mit einer Zwille zu überbrücken, können heutzutage Drohnen die gewünschten Pakete viel zielgenauer an den Empfänger bringen. Wie der „Tagesspiegel“ heute berichtet, wurden im vergangenen Jahr mindestens zwei Vorfälle in Berliner Gefängnissen aktenkundig, bei denen es zu einer Cannabislieferung mithilfe von Drohnen kam:

 

In der JVA Moabit fielen 6 Gramm Weed und 11 Gramm Haschisch vom Himmel und in der Frauenhaftanstalt Lichtenberg wurde ein Überflug bemerkt.

Ein Gericht in Puerto del Rosario auf Fuerteventura (Spanien) hat ein wegweisendes Urteil gesprochen: nach Razzien hatte die Staatsanwaltschaft Anklage gegen zwei Personen erhoben, die mit 12 beziehungsweise 9,7 Kilogramm Marihuana erwischt worden waren. Gefordert wurden jeweils bis zu vier Jahre Haft für die Beschuldigten.

 

Die Anwälte der beiden argumentierten jedoch mit Eigenbedarf – das Marihuana sei für die Bekämpfung chronischer Schmerzen gedacht gewesen. Um dies zu untermauern, wurden diverse ärztliche Gutachten vorgelegt, wie „Atlantis FM“ berichtete.

 

Und siehe da: Das Gericht sprach beide Angeklagten frei. Damit stellen 12 Kilogramm Marihuana nun die höchste jemals als Eigenbedarf akzeptierte Menge in Spanien dar.

Na ist schon wieder Weihnachten – oder Wahlkampf? Cem Özdemir (Grüne) fordert heute öffentlichkeitswirksam in einem offenen Brief an die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler (CSU) die kontrollierte Freigabe von Cannabis an Volljährige. Die Politik von Marlene Mortler sei fehlgeschlagen, gar „krachend gescheitert“.

 

Ja, das Zeugnis für Frau Mortler fällt nicht gut aus – so Özdemir weiter: „Es fehlen jegliche Impulse für eine grundlegende Reform der Drogenpolitik in Deutschland. Ja, es fehlt sogar der Wille, ehrlich der Frage nachzugehen, ob die heutige Drogenpolitik überhaupt ihre Ziele erreicht.“

 

Der komplette offene Brief Özdemirs an Frau Mortler kann übrigens auf der Website von „Zeit Online“ eingesehen werden: interactive.zeit.de/2017/pdfs/brief_cem_oezdemir_frau_mortler.pdf

 

Mit Auslöser für den Brief ist sicherlich die heute im Bundestag stattfindende Abstimmung über den Gesetzesentwurf der Grünen zu einem Cannabiskontrollgesetz, das eine regulierte Abgabe an Erwachsene vorsieht und so laut Özdemir den Schwarzmarkt zerstören und den Jugendschutz dadurch verbessern würde.

 

Vielleicht waren wir einfach zu lange auf dem Schwarzmarkt, aber wir sehen für die Abstimmung jedenfalls CSU-schwarz: dass heute Cannabis legalisiert wird, ist so unwahrscheinlich wie eine sachliche, ehrlich am Wohl der Bürger interessierte Frau Mortler.

Kiffen in Frankreich – wer schon einmal dort war, mag eventuell gar nicht glauben, dass Frankreich eines der härtesten Cannabisgesetze Europas hat. Frankreich ist eines der sechs verbleibenden EU-Länder, die das Kiffen an sich, den Konsum von Cannabis, unter Strafe stellen. Und wie! Die gesetzliche Höchststrafe fürs Kiffen liegt bei einem Bußgeld von 3.750 Euro sowie einer Haft von einem Jahr – nur für das Rauchen eines Joints!

 

Dass Franzosen für simples Kiffen in den Knast gesteckt werden können, soll nun geändert werden. Bis Jahresende soll die Haftstrafe als gesetzliche Möglichkeit zur Sanktionierung von Cannabiskonsum abgeschafft werden. Dies war eines der Wahlversprechen des neuen französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Christophe Castaner, der Regierungssprecher Frankreichs, äußerte sich allerdings dahingehend, dass niemand eine Entkriminalisierung des Kiffens zu erwarten habe.

 

Immerhin ist die Abschaffung von Haftstrafen für Cannabiskonsum jedoch ein erster Schritt in die richtige Richtung. So sieht dies auch einer der Sprecher der französischen Polizeigewerkschaft, den „euronews.com“ wie folgt zitiert: „Es ist eine gute Idee, die sich an der Realität orientiert. Die meisten Polizisten, die jemanden beim Rauchen von Cannabis erwischen, sagen der Person, sie soll den Joint wegwerfen – aber verfolgen es nicht weiter.

 

Manchmal ziehen die Polizisten sogar vorher noch am Joint, um zu „überprüfen“, ob es sich auch wirklich um Cannabis handelt, wie uns schon mehrfach aus Frankreich berichtet wurde. Dies wurde vom Polizeisprecher allerdings nicht erwähnt...

 

Weitere Cannabis-News und Cannabis-Entertainment sowie viele Informationen zum Anbau und zur Verarbeitung von Cannabis, Marihuana und Haschisch findet ihr ab sofort in der brandneuen Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin. Erhältlich für lächerliche 2,60 Euro an jedem gutsortierten (Bahnhofs-)Kiosk, Grow- und Headshop.

 

Highway am Kiosk finden // Highway 03/2017 als E-Paper kaufen // Mehr über Highway 03/2017 erfahren

Cannabis in aller Munde – in der heutigen Zeit raucht gefühlt jeder Marihuana. Leute, die etwas dagegen haben, scheinen uralt zu sein oder aus Bayern oder den Philippinen zu stammen. Doch was sind die schönsten Gefühle gegen klare Fakten? Mit zu diesen beitragen möchte, wie auch bereits in den vergangenen Jahren, die Drogenumfrage von „Zeit Online“, deren 2016er-Ergebnisse gestern präsentiert wurden.

 

Befragt wurden knapp 36.000 Leser von „Zeit Online“ aus Deutschland, die der Redaktion verraten haben, wie oft sie was konsumieren. Voraussetzung war allerdings, dass man auch Drogen nimmt – dazu wurden jedoch auch etwa Viagra oder Energydrinks gezählt. 69 Prozent der Befragten waren männlich, dementsprechend 31 Prozent weiblich. Das Durchschnittsalter betrug 31 Jahre. Dem „Zeit“-Klientel entsprechend hat fast die Hälfte der Teilnehmer einen Uni-Abschluss, während ein knappes Viertel noch studiert.

 

Wenig überraschend: Alkohol war mal wieder der Gewinner der Veranstaltung. 94 Prozent der Befragten haben 2016 Alkohol konsumiert (jeder siebte Mann und vier Prozent der Frauen kommen dabei auf mindestens monatliche Filmrisse). Auf dem Silbertreppchen findet sich dann aber direkt Cannabis in all seinen Spielformen, das von 51 Prozent der Umfrageteilnehmer im vergangenen Jahr konsumiert wurde. Am häufigsten wurde dabei Marihuana konsumiert, vor allem in Form eines Joints – noch vor Tabak (45 Prozent) oder Energydrinks (40 Prozent).

 

Ein Drittel der Cannabiskonsumenten kiffte dabei mindestens jeden dritten Tag. 0,3 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, den Notruf aufgrund ihrer Cannabiserfahrung gerufen zu haben. Ebenfalls interessant: Angegeben wurde, dass 41 Prozent den ersten Zug am Joint frühestens fünf Stunden nach dem Aufstehen zu sich nehmen – im Umkehrschluss würde dies bedeuten, dass über die Hälfte der Cannabiskonsumenten dies vorher tut. Diese Aussage findet sich jedoch in dieser Form nicht in der Ergebnispräsentation der „Zeit“. Die Hälfte der Befragten raucht den letzten Joint des Tages ein bis zwei Stunden vor dem Schlafengehen.