Cannabisbesitz ist auch in der Schweiz derzeit noch illegal. Doch dies könnte sich nun ändern – dank einem jungen Jura-Studenten, über den wir erst im vergangenen September berichteten, als er in Zürich vor Gericht einen Freispruch für einen Freund erwirkte, der mit acht Gramm Marihuana von der Polizei erwischt wurde.

 

Damals war der Jura-Student (oder Jus-Student wie es in der Schweiz heißt) im ersten Semester und wurde vor Gericht zunächst noch belächelt. Doch am Ende seiner Ausführungen gratulierte ihm der Richter sogar: Acht Gramm Cannabis seien eine geringe Menge und demnach nicht strafbar. Die Ordnungsbuße, die sein Freund ursprünglich zahlen sollte, sei demnach nicht zu zahlen. Besonders schön: die Stadtpolizei Zürich musste sich vom Gericht anhören, ungesetzlich gehandelt zu haben.

 

Und darauf will der Student namens Till Eigenheer, der inzwischen bei der Rechtsanwaltskanzlei Bühlmann & Fritschi in Zürich arbeitet, nun aufbauen, wie „watson.ch“ berichtet: denn seine erfolgreiche Argumentation vor Gericht stützte sich vergangenes Jahr auf Artikel 19b im schweizerischen Betäubungsmittelgesetz. Dieser Artikel besagt, dass geringe Mengen für die „Vorbereitung“ von Eigenkonsum straffrei bleiben. Unklar ist jedoch, was diese Vorbereitung genau darstellen soll, und auch, was eine geringe Menge ist.

 

Derzeit ist es in der Schweiz so, dass jeder, der mit Cannabis unter zehn Gramm aufgegriffen wird, eine Ordnungsbuße von 100 Franken zahlen muss – dies ist sogar bei legalem CBD-Gras aus der Schweiz immer wieder vorgekommen, wie wir berichtet haben. Doch diesen Umstand möchte Eigenheer nun ändern. Er vertritt nun einen Mandanten, der zweimal von der Stadtpolizei Zürich mit Cannabismengen unter zehn Gramm erwischt wurde.

 

Wie bei „watson.ch“ zu lesen ist, sieht der Plan des jungen Anwalts vor, dass das Bezirksgericht sein Urteil von 2016 bestätigt und das Stadtrichteramt daraufhin Einspruch einlegt. Dies würde zu einem Grundsatzentscheid des Obergerichts des Kantons Zürich führen. Dass das Stadtrichteramt mitspielt ist wahrscheinlich, da der Gemeinderat ebenfalls an einem Grundsatzentscheid interessiert ist.

 

Auch einen Gang bis vors Bundesgericht möchten Eigenheer und sein Mandant nicht ausschließen – dann müsste allerdings ein Kollege mithelfen, denn als Jus-Student kann Eigenheer nicht zur Verteidigung zugelassen werden. Eine Entscheidung des Bundesgerichts würde allerdings nicht nur Auswirkungen auf den Kanton Zürich, sondern die ganze Schweiz haben – die über 19.000 Ordnungsbußen für Cannabisbesitz, die 2016 in der Schweiz verhangen wurden, könnten sich dann in Zukunft auf null reduzieren.

 

Bis es so weit wäre, müssen allerdings noch ein oder zwei Jahre ins Land ziehen – zunächst einmal wird vor dem Bezirksgericht Zürich verhandelt werden, was im kommenden Monat der Fall ist.

Was die Champions League für die Fußballer ist, das ist die National Joint League (kurz NJL) für Joint-Künstler. Hier treten die fantasievollsten, kreativsten und geschicktesten Bauer gegeneinander an und kämpfen mit Weed und Blättchen um die Gunst der anspruchsvollen Cannabis-Fans. Und trotz des "National" im Namen darf von jedem Land aus teilgenommen werden.

 

Denn im Rahmen eines gut besuchten Instagram-Accounts kann hier jeder durch Kommentieren zum Jury-Mitglied werden und seine Stimme für den favorisierten Joint abgeben. Das Werk, das die meisten Stimmen für sich verbuchen kann, kommt eine Runde weiter und muss sich einem neuen Joint-Gegner stellen. Über 30.000 Fans verfolgen die NJL auf Instagram, an den Abstimmungen beteiligen sich regelmäßig hunderte Joint-Kritiker. Den NJL-Instagram-Account, über den ihr auch an den Abstimmungen teilnehmen könnt, findet ihr hier. (Übrigens hat auch Highway einen Instagram-Account, den ihr hier begutachten könnt.)

 

Vor gut einem Monat wurde übrigens der Gewinner von Saison 7 der National Joint League bekanntgegeben: Eine kunstvoller Iron-Man-Joint von Artist „FlipU4Real“ (siehe unten).

 

Der Gewinner-Joint von Saison 7

 

Ein weiters Kunstwerk von FlipU4Real

 

 

 

Jointbau-Profis bei der Arbeit

Solche Leute braucht das Land! Gestern stand ein 30-Jähriger gestern in Düsseldorf vor Gericht. Nach elf Vorstrafen war er erneut mit einer geringen Menge Haschisch zum Eigenkonsum erwischt worden. Vor Gericht schimpfte er heftig auf die deutsche Justiz: „Ich habe gebettelt, dass ich eine frühere Strafe von drei Monaten endlich absitzen kann. Ich will einen Schlussstrich, alles vom Tisch haben, dann kann ich einen Job und eine Wohnung suchen“, zitiert ihn „RP Online“ heute.

 

„Bewährung bringt mich keinen Schritt weiter!“, verkündete er weiter vor Gericht. Mit der drohenden Inhaftierung, die nach seiner Ansicht sowieso kommen würde, könne er sich derzeit kein Leben aufbauen: „Irgendwann muss ich die Strafe sowieso verbüßen, weil das Haschischrauchen werde ich nicht lassen.“

 

Er habe sogar bereits absichtlich Gerichtsauflagen verletzt, um inhaftiert zu werden, was bislang aber noch nicht geschehen war. Doch die gestrige Richterin zeigte sich einsichtig und erfüllte dem jungen Mann seinen Wunsch: fünf Monate Haft ohne Bewährung!

 

Weitere Cannabis-News und Cannabis-Entertainment sowie viele Informationen zum Anbau und zur Verarbeitung von Cannabis, Marihuana und Haschisch findet ihr ab sofort in der brandneuen Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin. Erhältlich für lächerliche 2,60 Euro an jedem gutsortierten (Bahnhofs-)Kiosk, Grow- und Headshop.

 

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Cannabis in Deutschland: Alltag? Normalität? Ja! Außer ein paar rechten Dumpfbacken sowie ein paar alten Leutchen jenseits der 70 Jahre gibt es praktisch niemanden mehr, der Cannabiskonsumenten in Deutschland Böses will. Warum auch? Praktisch niemanden?

 

Ja – nur der Staat hat aufgrund seiner Verpflichtungen der Alkohol- und Pharmamafia gegenüber ein berechtigtes Interesse daran, sogenannte Kiffer zu verfolgen und dafür zu bestrafen, dass sie eine friedlich machende Pflanze rauchen. Und wie! Im Jahr 2016 wurden so viele reine Cannabiskonsumenten in Deutschland verfolgt wie niemals zuvor, wie du nun veröffentlichte Polizeiliche Kriminalstatistik 2016 aufzeigt. 182.399 Cannabis-Delikte wurden von der deutschen Polizei vergangenes Jahr aufgenommen – davon entfielen genau 80 Prozent auf reine Konsum-Delikte, also Kleinstmengen.

 

Seit den 1990er-Jahren, in denen vermutlich grob in etwa genau so viel Cannabis konsumiert wurde wie heutzutage, haben sich die Fallzahlen mehr als verdoppelt. Ein absolutes Armutszeugnis für die deutsche Regierung und Polizei. Pfui!

Jetzt wird es ernst für alle Freunde des aromatisierten Blunts. Ob Banana Split, Cherry Vanilla oder Blueberry – die aromatisierten Tabakblätter in der bunten Verpackung werden ab dem 20. Mai aus den Regalen der Kioske und Head-Shops verschwinden. Bereits am 25. Februar 2016 hatte der Bundestag das neue Tabakgesetz, die Tabakproduktrichtlinie TPD2, mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD verabschiedet. Nun bleiben allen Blunt-Liebhabern noch 17 Tage, um sich mit ihren Lieblingssorten einzudecken. Denn im Gegensatz zum Verkauf wird der Besitz weiterhin straffrei bleiben. Das Aromaverbot betrifft jedoch nicht nur die Blunt-Wraps und Rolling Papers mit Geschmack, auch wurden für aromatisierte Liquids für E-Zigaretten Einschränkungen angekündigt.

 

Während sich die Koalitionsparteien für ihren Beschluss auf die Schulter klopften, gab Frank Tempel (Die Linke) zu bedenken, dass gerade dadurch der eigentliche Präventionsgedanke des Gesetzes konterkariert werden könnte. Tempel befürchtet, dass durch die Einschränkungen in Zukunft weniger Zigarettenraucher aufs (immerhin) gesundheitsschonendere Dampfen umsteigen werden und vermutet dahinter einen Deal mit der Tabakindustrie. Und bedenkt man die jahrzehntelange Dämonisierung von Cannabis durch die Regierungsparteien, klingt das leider tatsächlich alles andere als abwegig. Wer sich für den Gesetzestext im Einzelnen interessiert, findet ihn hier.

Welches Unheil hat die Religion nicht schon über die Menschheit gebracht? (Glaubens-)Kriege, Folter, Terrorismus, systematischer Kindesmissbrauch – die Liste der im Namen Gottes verübten Grausamkeiten ist nicht gerade kurz. Da stellt sich natürlich nicht zu unrecht die Frage, ob eine weitere religiöse Organisation gerade das ist, was die Menschheit wirklich braucht.

 

Doch Gräueltaten und Fanatismus sind von der International Church of Cannabis, die am 20. April, dem Welkiffertag, in Denver, Colorado, ihre Pforten öffnen wird, eher nicht zu erwarten. Die Elevationalists, so nennen sich die Mitglieder der Kirche, sehen ihr oberstes Ziel in der Selbstfindung und -optimierung – und das Rauchen von Marihuana ist auf diesem steinigen Weg ihr höchstes und wichtigstes Sakrament. Die Elevationalists vergleichen dabei ihren religiösen Cannabiskonsum mit der zeremoniellen Darreichung von Wein, wie es in beispielsweise in der katholischen Kirche zu bestimmten Anlässen brauch ist.


Die Stadtverwaltung Denvers, wo Cannabis nicht nur medizinisch, sondern auch zum Freizeitgebrauch erlaubt ist, sieht die Organisation und ihr Vorhaben kritisch. Für sie ist das Vorhaben der Elevationalists nur ein geschmackloses Ausnutzen einer gesetzlichen Grauzone, um das Verbot des öffentlichen Marihuanakonsums zu umgehen – unter dem Deckmantel der freien Religionsausübung.


Einen Mangel an Fleiß und Engagement kann man den Elevationalists jedenfalls nicht vorwerfen. Das Hauptgebäude der International Church of Cannabis, ein 113 Jahre altes Kirchengebäude, wurde ohne Kosten und Mühen zu scheuen liebevoll und durchaus spektakulär renoviert und verziert, wovon man sich in diesem Video überzeugen kann:

Zweieinhalb Monate sind nun seit der Amtseinführung von Donald Trump als Präsident der USA vergangen. Und wie wir berichteten, gab es bereits Ankündigungen seines Sprechers, gegen die bundesstaatlichen Legalisierungen von Cannabis in nun immerhin acht Bundesstaaten plus der Hauptstadt Washington, D.C. vorzugehen.

 

Bislang gab es aber noch keine staatlichen Aktionen gegen Cannabisbetriebe in den USA, die – obwohl die Cannabisfirmen und -shops legal sind – vereinfacht gesagt noch legaler wären. Denn Bundesgesetz sticht die Gesetze der einzelnen Bundesstaaten. So hält die Cannabisbranche derzeit den Atem an.

 

Doch an der Grenze hat ein ultrahartes Eingreifen gegen Cannabis, besser gesagt gegen Cannabiskonsumenten, schon Bestand. Bereits unter Barack Obama gab es diese Praxis: Wie Leafly vergangene Woche meldete, wurden Ausländern, Greencard-Besitzern sowie Menschen, die eine US-Staatsbürgerschaft beantragt haben, Touristen- und Business-Visa verweigert, wenn sie den Grenzschützern gegenüber Marihuanakonsum zugaben oder von diesen auf andere Weise überführt wurden. Sogar in den Fällen, in denen es sich um medizinisches oder legales Cannabis handelte.

 

Einreisende werden nicht nur gefragt, ob sie Cannabis konsumiert haben, sondern es wird gezielt nach den kleinsten Hinweisen gesucht. Dies umfasst auch die Sichtung von Fotos in Mobiltelefonen, Social-Media-Accounts, E-Mails und aller anderen digitalen Spuren, die auf PC oder Smartphone zu finden sind.

 

Unter Trump sind derartige Kontrollen von persönlichen Elektronikgeräten bereits auf über 5.000 Kontrollen im Monat gestiegen. Immigrations-Experten befürchten außerdem eine weitere starke Zunahme solcher Kontrollen und Einreiseverbote. Wer eine derartige Untersuchung verweigert, kann ebenfalls an der Einreise in die USA gehindert werden. Und das bloß wegen Cannabis. Zwar kann man theoretisch sein Smartphone-Passwort „vergessen“, aber diese Taktik ist nicht ernsthaft zu empfehlen.

 

Traurig, aber für den Moment nicht zu ändern. Wer in die USA reist, ist daher dringend aufgefordert, alle Marihuana-Spuren vom Smartphone zu tilgen. Denn die Einreiseverbote, die aufgrund von Cannabis – auf dem Smartphone! Nicht etwa im Koffer! – verhängt werden, können sogar lebenslange Gültigkeit aufweisen. Daher sollte auch die aktuelle Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin oder der Hanfblatt-Button am Hemd dringend daheim gelassen werden. Schon das kleinste Anzeichen kann offenbar genügen, um sich ein Einreiseverbot aufzuhalsen.

Ab heute läuft endlich der Lammbock-Nachfolger Lommbock im Kino! Wir durften den Film bereits im Januar sehen (und einen Joint mit Moritz Bleibtreu rauchen). Unsere Filmkritik und das Interview mit Moritz und Lucas findet ihr in unserem aktuellen Heft. Hier gibt es schon einmal eine Vorschau auf die einzige Lommbock-Kritik aus der Cannabis-Szene.

 

Vor 16 Jahren kam mit Lammbock ein besonderer Film in die deutschsprachigen Lichtspielhäuser, der die Herzen aller Cannabisfreunde (und darüber hinaus) im Sturm eroberte. Es war der erste und einer der ganz wenigen Versuche der deutschen Film- und Fernsehindustrie, das in den USA längst etablierte Genre der Kiffer-Komödie auch hierzulande populär zu machen. Komödien produzieren die deutschen Filmstudios seit den Neunzigerjahren ja quasi wie am Fließband. Meistens mit seichtem romantischem Anstrich, günstig produziert und in den Hauptrollen bewährte Zugpferde wie Katja Riemann, Til Schweiger oder Matthias Schweighöfer, die die Menschen in Scharen ins Kino locken sollen.


Doch zurück ins Jahr 2001, denn diese Komödie war anders – keiner der üblichen Verdächtigen auf der Besetzungsliste, schnoddrig im Tonfall, kein romantischer Unterbau, immer nur einen Schritt vom Abgründigen und Unappetitlichen entfernt. Und natürlich: Joints werden im Akkord gedreht und geraucht und es wird rumgelabert – ganz so, als ob Quentin Tarantino oder Kevin Smith selbst die Drehbuchfeder geschwungen hätten. Doch der Drehbuchautor und Regisseur hieß eben nicht Tarantino oder Smith, sondern Christian Zübert. Mit Lammbock legte er nicht nur einfach sein Debüt hin, sondern schuf im gleichen Atemzug auch einen, wenn nicht den deutschen Kultfilm der 2000er-Jahre. Und nun, 16 Jahre später, Teil 2: Auf Lammbock folgt Lommbock!...


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Bleibtreu und Gregorowicz haben mit ihrer Spielfreude bereits Lammbock zum Leben erweckt. Der Spaß, den die beiden offensichtlich bei den Dreharbeiten hatten, überträgt sich schnell auf den Zuschauer. Dass die Chemie zwischen den beiden aber auch abseits der Dreharbeiten stimmt, davon konnten wir uns während unseres Interviews mit den beiden (ab Seite 34) überzeugen. Noch wichtiger aber ist natürlich die Frage, ob die Chemie nach wie vor auch auf der Leinwand stimmt. Und das tut sie! Bleibtreu und Gregorowicz blödeln, witzeln, diskutieren und kiffen immer noch so charmant und ungekünstelt, als wären seit dem Vorgänger nicht 16 Jahre, sondern nur 16 Minuten vergangen.


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Lommbock beginnt in Dubai, wo Stefan gerade drauf und dran ist, seinen Traum von der Strandbar zu verwirklichen, irgendwie zumindest. Okay, mit der Karibik hat es nicht ganz hingehauen und rein formal ist auch nicht er der Chef, sondern der wohlhabende Schwiegervater seiner Verlobten. Aber man kann halt nicht alles haben. Zumindest bietet das Etablissement karibisches Flair und kostenlose Marihuana-Imitat-Joints. Für seine kurz bevorstehende Hochzeit benötigt Stefan einige Dokumente vom Standesamt seiner Heimatstadt Würzburg und so bietet sich auch die Möglichkeit, Freunde und Familie wiederzusehen. Standesgemäß wird Stefan von Kai am Flughafen mit einer großen „Pizza Gourmet“ empfangen und das Dream-Team des deutschen Kifferfilms ist endlich wieder vereint. Kai lebt inzwischen mit seiner Freundin und ihrem pubertierendem Sohn zusammen und hat die Pizzeria Lammbock zum völlig legalen, aber nur mau laufenden Asia-Imbiss Lommbock umgebaut.


Stefans Wochenendtrip in Würzburg weitet sich gezwungenermaßen zum ausgewachsenen Heimaturlaub aus, als Stefan und Kai mit einer dicken Tüte von der Polizei erwischt werden. Aus Angst vor einem drohenden Drogentest im wenig Kiffer-freundlichen Dubai verlängert Stefan seinen Aufenthalt und startet unter Kais professioneller Anleitung den Versuch, sämtliche THC-Rückstände aus seinem Körper zu spülen...

 
Mehr von der Handlung soll an dieser Stelle nicht verraten werden, obgleich die wahre Stärke von Lommbock, wie auch die des Vorgängers, nicht der Plot, sondern die vielen aberwitzigen Wortgeplänkel zwischen den unterschiedlichen Freunden Kai und Stefan darstellen. Dabei wurde an der bewährten Grundkonstellation aus Lammbock nichts geändert: Kai ist immer noch der großmäulige, aber gutherzige Kindskopf und Lebenskünstler, der eine obskure (Verschwörungs-)Theorie nach der anderen raushaut, Stefan dagegen der nachdenkliche Typ, der versucht, sein Leben endlich in geordnete Bahnen zu lenken, aber von Kai immer wieder in die absurdesten Situationen gebracht wird.


Bleibtreu und Gregorowicz sind dabei einmal mehr große Klasse in ihren Rollen. Sie meistern den Spagat zwischen körperlichem Slapstick, absurden Nonsens-Dialogen und nicht zuletzt tragischen Momenten scheinbar mühelos. Und so wird Lommbock, ganz wie der Vorgänger, im Kern zu einem Film über die Freundschaft zwischen zwei grundverschiedenen Charakteren, die nicht mit, aber erst recht nicht ohne einander können und dabei eine ganze Menge Joints rauchen. Dass der spätpubertäre Vibe, den der Film an der ein- oder anderen Stelle ausstrahlt, selten forciert wirkt und niemals ins Peinliche abgleitet, verdankt Lommbock in der Hauptsache dem sympathischen Spiel seiner beiden Stars. Zübert weiß derartige Klippen aber auch dadurch geschickt zu umschiffen, indem er Stefan und vor allem Kai immer wieder mit dessen pubertierendem Stiefsohn (Jungstar Louis Hofmann) konfrontiert – Szenen, wie die, in denen der verzweifelte Kai versucht, sich durch exzessiven Gebrauch von vermeintlicher Jugendsprache beim Sohnemann Gehör zu verschaffen, unterstreichen einerseits das mittlerweile doch fortgeschrittene Alter der Protagonisten auf witzige Weise und sorgen andererseits für einen willkommenen Bruch und die nötige Erdung des Geschehens.

 

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Sowieso hat es sich Christian Zübert nicht nehmen lassen, unzählige Referenzen und Querverweise auf den Vorgängerfilm Lammbock einzubauen. Von Selbstzitaten bis hin zu verschiedenen Cameoauftritten, ist alles vorhanden, was das Fan-Herz höher schlagen lässt. Wer den Film aufmerksam schaut, erhält eine Antwort darauf, was aus dem Zivil-Polizisten aus dem ersten Teil oder Stefans Schwester wurde. Lommbock ist – und das ist wohl auch der einzig vernünftige Weg, einen Kultfilm fortzusetzen – ein Geschenk an die Fans und es empfiehlt sich dementsprechend auf jeden Fall vor dem Kinobesuch des Sequels das Original kennenzulernen beziehungsweise es sich erneut anzuschauen, falls das letzte Mal schon ein Weilchen zurückliegt.

 

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*die ausgelassenen Passagen sowie den Rest unserer Lommbock-Kritik, aber auch unser Interview mit Moritz Bleibtreu, mit dem wir in einem Hamburger Hotel einen Joint geraucht haben, findet ihr in der aktuellen Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin.

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Frau in Bremen isst Hasch-Kuchen und tötet danach 420 Babys mit ihrer angespitzten Hasch-Pfeife! Noch gar nichts von gehört? Ist nicht schlimm – wir denken uns jetzt einfach unsere eigenen News aus. Machen alle anderen Zeitungen ja auch, wenn es um Cannabis geht...

 

Was ist das für eine Welt, in der wir leben? Schon als Jugendlichen wird uns, sofern wir Cannabiskonsumenten sind, noch früher als anderen Menschen klar, dass der Staat uns Lügen erzählt (vor allem, wenn es um Cannabis geht).

 

Dies führt dazu, dass wir der Polizei nicht mehr vertrauen können, denn sie jagt uns, obwohl wir überhaupt nichts gemacht haben – außer eine Pflanze zu inhalieren. Mit unseren Ärzten können wir in der Regel nicht über unseren Cannabiskonsum sprechen, dabei wäre dies in Einzelfällen sogar besonders wichtig.

 

Und dann gibt es da noch die Journalisten – diejenigen, die eigentlich eine Kontrollfunktion des Staats darstellen sollten. Aber diese käuen auch im Jahr 2017 noch die alten Cannabislügen wieder, als wären sie total verblödet.

 

Seit gestern geht die schöne Nachricht rum, ein Flüchtling habe zwei Frauen mit – Tusch! – einem Cannabiskuchen vergiftet. Und zwar so, dass eine von beiden nun in Lebensgefahr schwebt.

 

Muss ja ziemlich heftiges Cannabis gewesen sein. Das erste Cannabis auf dieser Erde, das Menschen in Lebensgefahr bringt. Interessant, dass die letzten 5.000 Jahre noch niemand von so einem Cannabis wusste.

 

Nun scheint ein minderjähriger Flüchtling in Bremen endlich eine tödliche Version von Cannabis entwickelt zu haben. Schwups in einen Kuchen damit und zwei seiner Betreuerinnen vergiftet. So oder so ähnlich behaupten es diese Woche zumindest unter anderem Bild, Stern, Hannoversche Allgemeine, B.Z. Berlin, Die Welt, Nordwest-Zeitung, Spiegel, FAZ, Sächsische Zeitung, Mitteldeutsche Zeitung, Kölner Stadt-Anzeiger, Tiroler Tageszeitung, Hildesheimer Allgemeine und Focus.

 

Jetzt liegt eine 25-Jährige im Sterben und die Medien dieses Landes wollen uns erzählen, Cannabis sei daran Schuld. Eine Droge, an der noch nie jemand gestorben ist. Was auch durch den Umkehrschluss bereits unendlich oft nachgewiesen wurde.

 

Auch wenn es unwahrscheinlich ist: Dass in dem Kuchen eventuell wirklich nur Cannabis und nicht noch allerhand anderes gewesen ist, mag sein. Dann war das Cannabis aber mit extremsten Giften gestreckt, sodass man den dazugehörigen Dealer direkt mit einer Mordanklage versorgen sollte.

 

Und die Bundesregierung gleich dazu: denn mit legalem Gras würde so etwas niemals passieren.

 

Dann lieber einen Wodka trinken. Aber nicht mehr als eine halbe Flasche! Denn: „Ein Joint wirkt wie eine halbe Flasche Wodka“, behauptet die Kölnische Rundschau. Im Jahr 2017. Lächerlich.

Harte Nachrichten aus Passau, die heute bekanntgemacht wurden: Am Samstag zeigte ein 14-Jähriger seine eigenen Eltern, also den 33-jährigen Vater und die 39-jährige Mutter an, da sie – mal wieder – Cannabis konsumierten. Dies scheint regelmäßig in seinem Beisein passiert zu sein.

 

Daraufhin lief der Junge am Samstag von zu Hause weg und wandte sich an die Passauer Polizei. Dort gab er an, dass die Eltern Drogen nehmen würden und er es nicht mehr aushalte. Wie die „Passauer Neue Presse“ heute berichtet, ordnete die Staatsanwaltschaft daraufhin eine Durchsuchung der elterlichen Wohnung an.

 

Die Durchsuchung brachte Marihuana und Konsumutensilien zutage. Daraufhin wurde der 14-Jährige von der Polizei zur Verwahrung in ein Kinderheim gebracht.