Die Outdoor-Growing-Saison klopft in Mitteleuropa bereits an die Tür. Guerilla-Grower (und solche, die es werden wollen) sollten spätestens jetzt mit der Grow-Spot-Suche anfangen. Doch was macht einen guten Platz für einen Guerilla-Anbau aus? Unser Grow-Experte Junior Gong hat sich ausführlich Gedanken zu dieser Thematik gemacht und teilt sie im Folgenden mit der Leserschaft.

 

Als Guerilla-Grow bezeichnet man eine Art des Outdoor-Growings, bei der man im Optimalfall nicht nur einen, sondern gleich mehrere Growplätze sucht, vorbereitet und anschließend mehrere Pflanzen auf diese Grow-Spots verteilt. Doch bevor es mit dem Guerilla-Grow losgeht, sollte man als Grower rechtzeitig mit den Vorbereitungen anfangen, um am Ende nicht hetzen zu müssen. Die Vorbereitung kann hier grob in vier Punkte unterteilt werden: Punkt eins ist das Finden von passenden Grow-Spots, an denen man später seine Pflanzen aussetzen möchte. Punkt zwei ist die Bestimmung des optimalen Zeitpunkts zum Aussetzen, sodass noch genug Zeit für den Einkauf von Cannabissamen und des ganzen Equipments sowie die Vorzucht bleibt. Denn Punkt drei ist das Aussuchen und Bestellen von Cannabissamen, die zu den gewünschten Spots und dem gewünschten Aussaat-Zeitpunkt passen. Punkt vier ist das Kaufen von benötigtem Equipment und Werkzeug.

 

Der erste Punkt – die Suche nach dem oder den passenden Grow-Spots – ist oft der langwierigste Teil der gesamten Vorbereitung. Es ist zwar der aufwendigste Punkt, aber auch der größte Erfolgsfaktor für einen ertragreichen und sicheren Guerilla-Grow. Es sind eine Menge Faktoren, die bei der Auswahl eine Rolle spielen: Zunächst sollte man wissen, dass es nicht DEN perfekten Grow-Spot gibt. Alle Spots haben ihre Vor- und Nachteile, die beachtet werden müssen. Welche Spots am Ende die passenden sind, hängt auch oft von der persönlichen Situation des Growers ab. Steht ein Auto zur Verfügung? Dann kann man auch weiter entfernte Spots in Betracht ziehen. Gleichzeitig muss man aber auch bedenken, dass die Nummernschilder mit dem Besitzer in Verbindung gebracht werden. Wenn man beispielsweise einen Hund hat, hat man auch stets eine Ausrede, falls ein Förster nachfragt, warum man denn mitten im Wald sein Auto abstellt. Im Idealfall beginnt die Spot-Suche für das darauffolgende Jahr bereits zwischen Ende September und Mitte Oktober. Zu dieser Zeit ist noch genügend Sonne da, um die Licht-Situation zu beurteilen. Auch sind Sträucher und Gestrüpp voll ausgewachsen. So kann man sehen, ob sie ausreichend Sichtschutz bieten. Aber auch kurz vor dem Start des Guerilla-Grows ist es noch gut möglich, einen passenden Spot zu finden. Nur dann muss man sich darüber klar sein, dass manche Büsche noch nicht ausgewachsen sind und auch dass viele Unkraut-Pflanzen sich noch nicht dort befinden, wo sie später sprießen werden. Die wohl wichtigste Bedingung für einen Grow-Spot ist, dass er zum Süden – oder noch besser Süd-Osten – hin offen sein sollte. Sonnenlicht aus Süd-Osten hat den Vorteil, dass die Morgensonne das Wachstum der Pflanzen schon früh am Morgen anregt.

 

Als Guerilla-Grower sollte man einkalkulieren, dass im Schnitt einer von vier Spots pro Jahr entdeckt wird. Das passiert sogar Outdoor-Growern mit jahrelanger Erfahrung. Genau voraussagen lässt sich das nicht, denn meist ist es purer Zufall, dass ein Förster oder ein Wanderer auf Abwegen eine Pflanze entdeckt. Diesen Verlust sollte man als Grower einfach hinnehmen und von vornherein einkalkulieren. Vor dem Auskundschaften sollte man wissen, dass bestimmte Areale und Grundstücke absolut tabu sein sollten. Dazu gehören Militär-Übungsgelände, Spots im Fünf-Kilometer-Sichtradius von Jäger-Hochsitzen sowie Spots unmittelbar neben Straßen-Schildern, Zäunen, Zaunpfählen, Stellplätzen, Markierungen, Schlagbäumen. Auch sind Spots tabu, an denen schon einmal Cannabispflanzen gestohlen oder durch Dritte gefunden wurden. Solche Spots sind für mindestens fünf Jahre „verbrannt“ und man sollte einen großen Bogen um sie machen.

 

Mit Einschränkungen geeignet sind Landschafts- und Vogelschutzgebiete. Hier sollten sich Grower informieren, wie oft und zu welchen Zeiten dort Jäger, Förster, Kontrolleure und so weiter verkehren oder ob eventuell der Zugang gänzlich untersagt ist. Auch sollte man beachten, dass Flächen in öffentlichem Besitz stets besser geeignet sind als Privatgelände. Kommunen-Flächen werden in der Regel seltener besucht, wobei es hier durchaus Ausnahmen gibt. Am Ende sollte man sich also informieren, auf was für einer Fläche der potentielle Spot liegt und was die Verwaltung in den nächsten zwölf Monaten dort vor hat. Oft sind solche Informationen den Bürgern öffentlich zugänglich.

 

Den vollständigen Artikel zur Outdoor-Spotsuche findet ihr in der druckfrischen Ausgabe unseres Magazins Highway – Das Cannabismagazin, das für schlappe 2,60 Euro an jedem gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk und Head- und Growshop erhältlich ist. Im Heft gibt es den ganzen Artikel und die Fortsetzungen der wie folgt beginnenden Absätze:

 

Am besten geeignete Bereiche sind beispielsweise Waldränder. Dort finden sich oft...

Die Suche nach passenden Grow-Spots lässt sich am besten in zwei Schritte einteilen....

Ein sicherer Spot sollte möglichst zugewachsen und nicht von außen einsehbar sein. Je dichter und unzugänglicher der Wuchs, desto besser. Zu achten ist zum Beispiel auf...

Hat man nun eine potentielle Lichtung oder Aue entdeckt...

Die Qualität des Bodens wird auch durch sogenannte Zeigerpflanzen klar, die...

Hat man einmal einen ausreichend sicheren und gleichzeitig hinsichtlich Boden und Licht geeigneten Spot gefunden...

 

Ihr möchtet wissen, wie diese Absätze weitergehen? Dann kommt ihr nicht um die neue Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin herum. Ebenfalls im Magazin enthalten sind viele weitere Cannabis-News und Cannabis-Entertainment sowie viele Informationen zum Anbau und zur Verarbeitung von Cannabis, Marihuana und Haschisch. Ab sofort zu finden in der brandneuen Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin. Erhältlich für lächerliche 2,60 Euro an jedem gutsortierten (Bahnhofs-)Kiosk, Grow- und Headshop.

 

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Damit Cannabispflanzen füllige und potente Buds entwickeln, müssen sie optimal mit Nährstoffen versorgt werden. Doch nicht nur die bloße Versorgung spielt eine Rolle. Auch muss man im Growmedium eine Umgebung herstellen, bei der die Pflanze Nährstoffe überhaupt aufnehmen kann. In der vorherigen Ausgabe von Highway hat Grow-Guru Junior Gong daher den pH-Wert genau unter die Lupe genommen. Doch ebenso wichtig für die Nährstoffaufnahme ist der EC-Wert, der in dieser Ausgabe genauer beleuchtet wird.

 

In der aktuellen Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin (seit vergangener Woche am Kiosk oder als E-Paper erhältlich) befasst sich unser Grow-Guru Junior Gong mit dem EC-Wert und Allem, was dazugehört. Ein kleiner Ausblick:

 

Die Abkürzung EC steht für „electric conductivity“, was übersetzt soviel heißt wie elektrische Leitfähigkeit. Aber keine Sorge, es geht nicht darum, Cannabispflanzen unter Strom zu setzen. Vielmehr ist diese messbare Eigenschaft eine bewährte Methode, um den Salzgehalt eines Substrats zu bestimmen. Grundsätzlich gilt: Je mehr Salz in einem Substrat enthalten ist, desto leitfähiger ist es. Der EC-Wert wird in Europa in Siemens pro Meter (S/m) gemessen. Da sich die Werte im Rahmen von Gartenaktivitäten in sehr niedrigen Bereichen bewegen, arbeitet man dort mit mS/cm (Millisiemens pro Zentimeter), wobei das „cm“ der Einfachheit halber in der Regel weggelassen wird, beispielsweise auf Messgeräten.

 

Beispiele für EC-Werte

 

Ideale EC-Werte

 

Beim Cannabisanbau ist der EC-Wert bedeutend für die Nährstoffaufnahme der Pflanze. Da die Pflanze kein Wasser (und damit auch nicht die darin gelösten Nährstoffe) „ansaugen“ kann, nutzt sie einen Trick der Natur: Osmose. Die Zellwände der Pflanze können nur Wasser durchlassen, aber keine Salze (sie ist semipermeabel, sprich halbdurchlässig). Ergibt sich nun eine Ungleichheit in der Salzkonzentration auf beiden Seiten der Zellwände, wollen beide Seiten gemäß der bestehenden Naturgesetze die Konzentration ausgleichen und sich „vermischen“. Da die Zellwand aber nur Wasser durchlässt und kein Salz, wird das Wasser automatisch durch die Membran auf die „salzigere“ Seite angesaugt.

 

Ein typisches Beispiel der Osmose im Alltag findet man in der Küche. Beim Kochen von Gemüse hilft ein wenig Salz im Wasser, um den Einstrom von Wasser in das (leicht salzhaltige) Gemüse zu verhindern. Ohne Salzzugabe würde das einströmende Wasser den Geschmack buchstäblich verwässern. Bei der Cannabispflanze funktioniert Osmose so: Im Optimalfall ist der Salzgehalt in den Wurzeln höher als im Growmedium drumherum. Durch diese Ungleichheit des Salzgehalts wandert das Wasser (samt der darin gelösten Nährstoffe) aus dem Growmedium automatisch in die Wurzeln.

 

Steigt der EC-Wert in den Wurzeln, sinkt die Wasseraufnahme. Damit sinkt zugleich auch auch die Nährstoffaufnahme. Ist der EC-Wert des Growmediums höher als derjenige der Wurzeln, setzt die Umkehrosmose ein, bedeutet, das Wasser aus den Wurzeln wandert ins Growmedium – die Pflanze droht auszutrocken! Kurzum: Grower müssen sicherstellen, dass der EC-Wert im Growmedium stets niedriger bleibt als in den Wurzeln der Pflanze. Je nach Growmedium (Erde, Coco, Hydro) und je nach Phase (Anzucht, Wachstum, Blüte) und sogar je nach Woche des Grows ist ein anderer EC-Wert für das Growmedium optimal. Für das Gießwasser muss hingegen immer ein konstanter Wert eingehalten werden. Je nachdem, welches Growmedium verwendet wird, ergibt sich ein anderer Aufwand, um den EC-Wert zu regulieren.

 

...mehr zum EC-Wert findet ihr in Ausgabe 04/2016 von Highway – Das Cannabismagazin. Der Artikel zum EC-Wert beschäftigt sich in Highway 04/2016 weiterführend mit folgenden Themen:

 

Der richtige EC-Wert zur richtigen Zeit, EC-Werte für Gießwasser, EC-Werte für Erde und Coco, EC-Werte für Hydroponik, Maximale EC-Werte, Was beeinflusst den EC-Wert?, Wie wird der EC-Wert reguliert?, Tipps & Tricks

 

Highway 04/2016 ist ab sofort für schlappe 2,30 Euro am Kiosk oder im Head-/Growshop erhältlich. Alternativ kann Highway auch für 1,89 als E-Paper erworben werden.

 


 

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Damit Cannabispflanzen füllige und potente Buds entwickeln, müssen sie optimal mit Nährstoffen versorgt werden. Doch nicht nur die bloße Versorgung spielt eine Rolle. Auch muss man im Growmedium eine Umgebung herstellen, bei der die Pflanze Nährstoffe überhaupt aufnehmen kann. Genau da spielt der pH-Wert eine wichtige Rolle.

 

In der aktuellen Ausgabe von Highway (seit Freitag am Kiosk oder als E-Paper erhältlich) befasst sich unser Grow-Guru Junior Gong mit dem pH-Wert und Allem, was dazugehört. Ein kleiner Ausblick:

 

Jeder Grower kennt es: Die Cannabispflanze zeigt Mangelerscheinungen, die einfach nicht verschwinden wollen. Und obwohl die Dünger-Dosis erhöht wird, leiden die Pflanzen weiterhin, als ob sie in den Hungerstreik getreten wären. Gerade Anfänger tappen in diese „mehr hilft mehr“-Falle und vergessen dabei, sich zunächst zu fragen, warum die Pflanze die Nährstoffe nicht aufnimmt. Im gerade genannten Fall hätte der Grower mit einem fünf Euro teuren pH-Test-Kit und fünf Minuten Zeit den pH-Wert messen können, der in den meisten Fällen für einen Nährstoffmangel verantwortlich ist.

 

Was ist der pH-Wert überhaupt?

 

Der pH-Wert gibt an, ob eine Substanz eher sauer (niedriger Wert) oder basisch (höherer Wert) ist. Die Skala reicht von 1 bis 14 und ist logarithmisch aufgeteilt. Ein pH-Wert von 7 gibt an, dass eine Substanz neutral ist. Der Bereich 7 bis 14 gibt an, dass eine Substanz eher basisch ist. Der Bereich 0 bis 7 gibt an, dass eine Substanz eher sauer ist. In der Pflanzenwelt bestimmt der pH-Wert im Boden, welche Nährstoffe in welcher Menge von der Pflanze aufgenommen werden können. Das Maß dieser Aufnahmefähigkeit ist als Bioverfügbarkeit bekannt. Manche Nährstoffe werden in sauren Böden besser aufgenommen, andere wiederum in eher basischen. Da jede Pflanzenart einen unterschiedlichen Mix an Nährstoffen braucht, hat jede Art auch einen eigenen „Lieblings-pH-Wert“-Bereich. Beim Cannabisanbau ist der Boden das Growmedium (beispielsweise Blumenerde), auf dem man growt. Auch zu beachten ist das Gießwasser, das auch einen eigenen pH-Wert hat und damit den pH-Wert des Growmediums bei der Bewässerung beeinflusst.

 

 

Optimaler pH-Wert beim Grow

 

Alle Nährstoffe, die die Cannabispflanze braucht, haben dabei einen eigenen optimalen Bereich auf der pH-Wert-Skala, in dem sie optimal aufgenommen werden. Ist der pH-Wert rund um die Wurzeln zu hoch oder zu niedrig, können manche Nährstoffe nicht richtig aufgenommen werden. Ab einem bestimmten Wert kann die Aufnahme sogar komplett blockiert werden. Beispielsweise wird Stickstoff bei einem Grow auf Erde am besten bei einem pH-Wert von 7,0 aufgenommen. Mangan dagegen wird bei etwa 5,0 am besten aufgenommen – ein Wert bei dem Stickstoff allerdings nur noch in geringen Mengen in die Pflanze gelangt. Bei einem Hydroponik-Grow, also ohne Growmedium, weicht die Bioverfügbarkeit je nach pH-Wert etwas ab. Da man natürlich den Kleinen alle nötigen Nährstoffe zuführen möchte, muss ein Kompromiss-Wert her. Und da manche Nährstoffe nur in Kleinstmengen gebraucht werden, kann man einen optimalen Bereich für den pH-Wert wählen, bei dem noch genug von allem durchkommt. Insgesamt mag die Cannabispflanze eine leicht saure Umgebung rund um die Wurzeln. Damit können alle nötigen Nährstoffe aus dem Growmedium in ausreichender Menge aufgenommen und zur Pflanze transportiert werden. Je nachdem ob man mit Erde, Cocos oder Hydroponik growt, ist der optimale Bereich für den pH-Wert unterschiedlich (siehe Kasten).

 

...mehr zum pH-Wert findet ihr in Ausgabe 03/2016 von Highway. Der Artikel zum pH-Wert beschäftigt sich in Highway 03/2016 weiterführend mit folgenden Themen:

 

Den pH-Wert während des Grows regulieren

Wie den pH-Wert messen?

PH-Wert korrigieren

Was wird benötigt?

Gießmischung und Gabe

 

Highway 03/2016 ist ab sofort für schlappe 2,30 Euro am Kiosk oder im Head-/Growshop erhältlich. Alternativ kann Highway auch für 1,89 als E-Paper erworben werden.

 

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Die Ernte der Cannabispflanze ist der spannendste Teil eines jeden Grows. Nach all den Wochen mühsamer Arbeit und Pflege bei der Aufzucht der Pflanzen kann endlich Hand angelegt und geerntet werden, sobald die Pflanzen ihren Zenit erreicht haben. Es ist nachvollziehbar, dass dieser aufregende Moment einige Grower, allen voran Anfänger, nervös machen kann. Schließlich will jeder alles richtig machen, um am Ende nicht enttäuscht zu werden. Doch wann ist der perfekte Erntezeitpunkt? Wie wird die Ernte eingeleitet? Sollte man noch düngen? Das sind nur einige der typischen Fragen, die Growern im Kopf rumschwirren.

 

In der aktuellen Ausgabe von Highway (seit dem 1. April am Kiosk oder als E-Paper erhältlich) befasst sich unser Grow-Guru Junior Gong mit dem perfekten Zeitpunkt der Ernte von Cannabispflanzen. Ein kleiner Ausblick:

 

Die meisten Fragen zur Ernte drehen sich um den perfekten Erntezeitpunkt. Als Eigenversorger hat der Grower den großen Vorteil, dass er der Pflanze genug Zeit geben kann heranzureifen, was beim Gras aus den Coffeeshops (und erst recht von der Straße) nur selten der Fall ist. Ein typischer Anfängerfehler ist eine zu frühe Ernte der Pflanzen. Ist der Grower ungeduldig und erntet zu früh, ist die Konzentration von THC und Terpenen (das sind die Geschmacksstoffe in der Pflanze) in den Buds noch niedrig. Die Folge: Der Geschmack erinnert an Gras oder Heu und es kommt nur zu wenigen oder gar keinen psychoaktiven Effekten. Teilweise sind auch die Angaben der Seedbanks zur Dauer der Blütephase der einzelnen Strains zu niedrig angesetzt, um die Grower zum schnelleren Nachkauf zu animieren.

 

Der besten Indikatoren für den richtigen Zeitpunkt der Ernte sind die Trichome an der Pflanze. Trichome sind die kleinen Harzdrüsen an den Buds und an den Blättern der Pflanze. Dort werden die Cannabiniode gebildet, darunter auch THC und CBD. Wann die Pflanze erntereif ist, kann der Grower bestimmen, indem er die Entwicklung der Trichome mit einem Taschenmikroskop beobachtet. Sie verfärben sich zum Ende der Blütephase von milchig-weiß zu bernsteinfarben-braun.

 

Dazu sei gesagt: Es gibt nicht den perfekten Erntezeitpunkt. Wann man genau erntet, hängt auch von den persönlichen Vorlieben ab. Je nach Fortschritt der THC-Bildung zum Ende der Blütephase werden Pflanzen nach der Ernte beim Rauchen unterschiedlich wirken:

 

Durchsichtige Trichome: Die Pflanze ist noch nicht erntereif. Das psychoaktive THC ist noch kaum ausgebildet.

 

Milchige Trichome: Die THC-Konzentration ist nun am höchsten. Der Grower kann bei der Ernte tendenziell Gras mit einem kopflastigen psychoaktiven High erwarten.

 

Bernsteinfarbene Trichome: THC wird in CBN umgewandelt. Der Grower erhält bei einer Ernte Gras mit einem tendenziell eher körperlastigen und beruhigenden High.

 

Graue/verwelkte Trichome: Die Pflanze stirbt langsam und Cannabinoide werden abgebaut. Psychoaktive Effekte sind nun wieder minimal und der perfekte Erntezeitpunkt ist vorbei.

 

Die meisten Grower bevorzugen in etwa eine 50/50-Mischung aus bernsteinfarbenen und milchigen Trichomen als Erntezeitpunkt. Als Anfänger macht es Sinn, die eigenen Vorlieben herauszufinden, indem einzelne Buds zu verschiedenen Zeitpunkten abgetrennt und gekostet werden...

 

...mehr zum richtigen Erntezeitpunkt in Ausgabe 02/2016 von Highway. Highway 02/2016 ist ab sofort für schlappe 2,30 Euro am Kiosk oder im Head-/Growshop erhältlich. Alternativ kann Highway auch für 1,89 als E-Paper erworben werden.

 

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