Cannabis und Führerschein – für Cannabisfreunde ein leidiges Thema, das nach einer zeitgemäßen Regelung schreit. Denn so wie es zurzeit noch geregelt ist, kann es nicht weitergehen, das weiß jeder (ob Kiffer oder nicht), der sich einmal mit der Problematik auseinandergesetzt hat. Es kann einfach nicht sein, dass man als nüchterner Fahrer dafür belangt werden kann, vor Tagen mal am Joint gezogen zu haben. Doch egal wie eine Lockerung letzendlich im Detail geregelt sein könnte – der 34-Jährige, der vergangenen Mittwoch Mittag auf einem Rastplatz am Rand der A81 Polizeibeamten auffiel, wäre wohl in kaum einem Fall straffrei davongekommen. Bei der Überprüfung des Fahrers fielen den Beamten Anzeichen für Drogenkonsum auf, die der Fahrer damit erklärte, lediglich am Vortag einige Joints geraucht zu haben.

 

Tja, genau die falsche Antwort, denn das machte die Polizisten erst recht neugierig. Der Verdächtige hätte es besser wissen sollen, zumal sich in seinem Gepäck neben einigen Gramm Marihuana stolze 72 vorgedrehte, konsumfertige Joints befanden. Man muss kein Hellseher sein, um zu erahnen, was mit der Fahrerlaubnis des jointliebenden Fahrers passieren wird. Das holländische Pärchen, das vor einiger Zeit mit über 2.000 Joints im Auto erwischt wurde, dürfte für den aktuellen Fall jedoch nur ein müdes Lächeln übrig haben...

Eine neue Studie der Stiftung Sucht Schweiz, die in Kooperation mit Wissenschaftlern der Uni Lausanne und  Unisanté erstellt wurde, hat eine der dringendsten Fragen überhaupt beantwortet. Wie viele Joints werden eigentlich in der Schweiz pro Tag geraucht? Doch der Reihe nach: anhand von Abwasserproben im Kanton Waadt wollen die Forscher herausgefunden haben, dass die Zahl der Cannabiskonsumenten, hochgerechnet auf das gesamte Land, wohl höher liegt, als bisher gedacht. Cannabisfreunde dürfte diese Erkenntnis nicht groß überraschen, aber nichtsdestotrotz ist es natürlich schön, dass nun ein paar handfeste Zahlen vorliegen.

 

Die Forscher gehen schweizweit von einem Cannabisverbrauch von etwa 40 bis 60 Tonnen pro Jahr aus und destillieren aus diesen Erkenntnissen die „Hausnummer“ von einer halben Million Joints, die sich die Eidgenossen angeblich pro Tag schmecken lassen. Diese Masse an Joints ist allerdings nicht gleichmäßig über die Bevölkerung verteilt, vielmehr soll die Hälfte der gerauchten Joints auf das Konto von weniger als einem Prozent der Gesamtbevölkerung gehen. Die Studie dürfte die seit Monaten in der Schweiz geführte Diskussion um Modellprojekte und Cannabislegalisierung neu befeuern. Frank Zobel, Vizedirektor der Stiftung Sucht Schweiz macht Nägel mit Köpfen: „Die Prohibition funktioniert nicht.“ Er gibt zu bedenken, dass nach einer Legalisierung viel mehr Instrumente zur Verfügung stehen würden, um den Markt zu kontrollieren.

 

Bereits Mitte Mai erlebte ein Pärchen aus den Niederlanden einen schwarzen Tag auf dem Weg von Den Haag nach Recklinghausen. Wie nun bekannt wurde, wurde die Polizei auf einem Autobahn-Rastplatz nahe Hamminkeln auf die 38-jährige Frau und ihren 56-jährigen Begleiter aufmerksam. Von den Beamten auf ihr Reiseziel angesprochen, zeigten sich die beiden sichtlich nervös. Den Polizisten fielen sogleich die zitternden Hände auf, als die Fahrzeug- und Ausweisdokumente zur Kontrolle überreicht wurden. Es kam, wie es kommen musste: der Wagen des Pärchens wurde einer Kontrolle unterzogen, wobei im Kofferraum ein gutes Kilogramm Haschisch sowie sage und schreibe 2787 Joints gefunden wurden. Für welchen Anlass beziehungsweise Zweck (abgesehen vom Konsum) insbesondere die enorme Menge an Joints bestimmt war, ist unklar. Für das Pärchen aus endete der Trip wenig überraschend mit einer Festnahme.

In Bayern nimmt die Cannabis-Repression bekanntlich oft absurde Formen an. Da muss man für das Rauchen eines Joints schon mal knapp 10.000 Euro latzen oder bekommt wegen des Verkaufs von Marihuana hinterrücks einen Kopfschuss verpasst. Naja, wo gehobelt wird, da fallen eben Späne und Gesetz ist und bleibt schließlich Gesetz, oder?

 

Das bekam jetzt auch ein 23-jähriger junger Mann aus Kempten zu spüren. Glücklicherweise ging die Sache für ihn im Vergleich zu oben genannten Beispielen eher glimpflich aus. Polizeibeamte, die eigentlich bloß zu Ermittlungen in einem Mehrfamilienhaus gerufen worden waren, nahmen vor der Wohnung des unbeteiligten jungen Mannes Marihuana-Geruch wahr. OMG! Der Mieter öffnete bereitwillig die Tür und gab an, kein Cannabis zu besitzen. Die Reste des Joints, den bis gerade noch genüsslich geraucht hatte, hatte er aus Angst einfach aufgegessen (kann man so machen, aber wieso dann der Polizei davon erzählen?) und ansonsten befänden sich keinerlei illegale Substanzen in seiner Wohnung. Die Beamten, die sogleich die gesamte Wohnung auf den Kopf stellten, mussten dem jungen Mann schließlich recht geben: sie hatten bei der Durchsuchung rein gar nichts gefunden.

 

Den 23-Jährigen erwartet nun nichtsdestotrotz ein kostenaufwändiges Strafverfahren. Und das für einen quasi nicht existenten Joint, dessen Reste höchstwahrscheinlich längst irgendwo in der Kemptener Kanalisation versickert sind

Da staunten die Beamten der Essener Polizeiwache am Hauptbahnhof nicht schlecht. „Guten Tag, ich möchte meine Drogen abgeben“, mit diesen Worten legte eine Frau am Montagabend 7,5 Gramm und einen (ziemlich verunglückten) vorgedrehten Joint auf den Tresen der Wache. Die Polizisten dachten nach eigenen Angaben zunächst an einen Scherz, aber die 28-Jährige meinte es offensichtlich ernst und bat zudem aufgrund sich selbst attestierter gesundheitlicher Probleme um einen Arzt. Die Beamten erfüllten der Frau den Wunsch und ließen sie in eine Essener Klinik einliefern, danach stellten sie gnadenlos eine Anzeige wegen Besitzes illegaler Betäubungsmittel. Ob es für die Dame vom Krankenhaus eventuell gleich direkt weiter in Richtung Psychiatrie ging, ist leider nicht bekannt.

Wer so hart arbeitet, der muss ab und zu auch mal ein wenig ausspannen. Das gilt natürlich nicht nur für den normalen Bürger, sondern sollte gerade auch für die CEOs milliardenschwerer Konzerne selbstverständlich sein. Deshalb gibt es auch eigentlich keinen Grund, Elon Musk, Chef des E-Auto-Herstellers Tesla, für seinen Auftritt in der Podcast-ShowThe Joe Rogan Experience“ zu kritisieren. Gastgeber Joe Rogan, ein populärer US-Stand-Up-Comedian, hatte seinem Gast gegen Ende der mehr als zweistündigen Sendung einen Blunt und ein Glas Whiskey angeboten. Musk zeigte sich zunächst verunsichert, doch nachdem der Moderator ihm versichert hatte, dass Cannabiskonsum in Kalifornien inzwischen komplett legal sei, nahm der Elektromobilitätsvisionär ein paar ordentliche Züge und zeigte sich durchaus angetan (siehe Bild). Leider steht zu befürchten, dass Investoren ihm sein Verhalten als Zeichen der Schwäche auslegen werden, nachdem in den letzten Wochen bereits Zweifel an seiner mentalen Verfassung gestreut wurden. Grund dafür waren verschiedene Aussagen des Unternehmers, unter übermäßigem Stress zu leiden sowie einige ziemlich fragwürdige Tweets. Highway meint: vielleicht wäre es dennoch gar nicht so schlecht, wenn auch andere „Performer“ mal dem Beispiel Musks folgen würden, um mal für ein paar Stunden dem Hamsterrad zu entfliehen, den Kopf frei zu kriegen und den Akku aufzuladen...

Bei einer ausgeprägten Verkehrskontrolle im Raum Frankfurt am Main überprüften Polizeibeamte eine ältere Mercedes-E-Klasse. Der Fahrer hatte angegeben, sich auf dem Weg zum Burg-Herzberg-Festival zu befinden, einem Hippie-Festival nähe Kassel. Ein Hippie in einem Mercedes (wenn auch ein alter), wie passt das denn zusammen? Gut möglich, dass sich den Gesetzeshütern diese eigentlich berechtigte Frage gar nicht erst stellte, da sie bereits beim Blick auf die Motorhaube des Fahrzeugs ins Stutzen gerieten. Dort prangte nämlich nicht einfach nur der begehrte Stern, nein, der Fahrer hatte seiner Kreativität freien lauf gelassen und das Markenzeichen mit einem schönen Joint verziert. Falls der betroffene Fahrer das hier liest: wir schicken dir gerne eine Ladung Highway-Sticker, mit denen du dein Joint-Mobil noch weiter dekorieren kannst!

Was für ein Horn! Um auf die Bedrohung des Bestands wild lebender Elefanten durch Wilderei und Elfenbeinhandel aufmerksam zu machen, hat sich das amerikanische Cannabis-Unternehmen Stone Road Farns etwas ganz Besonderes einfallen lassen: in Kooperation mit den Cannabis-Cup-Gewinnern von Team Elite Genetics und Soilgrown Solventless wurde ein Charity-Event der 420-Art auf die Beine gestellt. Im Mittelpunkt des Abends stand die Versteigerung eines ganz besonderen Joints. Der weltbekannte Jointbau-Artist Weaver „rollte“ zu diesem Anlass eine riesige Tüte (76,2 cm) in Form eines Elefantenstoßzahns, gefüllt mit knapp einem halben Kilo Marihuana, 56 Gramm Bubble Hash und, last but not least, etwa 170 Gramm Konzentrat. Wieso das berauschende Kunstwerk „nur“ 4.000 Dollar einbrachte, obwohl sein eigentlicher Wert auf mindestens 24.000 Dollar geschätzt wurde (allein die Blättchen aus 24-karätigem Blattgold, mit denen der Spliff gebaut wurde, haben einen Wert von etwa 5.000 Dollar)? Die Vermutung liegt nahe, dass es sich bei dem Event wohl eher um eine ausgefuchste PR-Aktion handelte, zumal der Zuschlag an Stone Road Farms’ größten Investor ging. Wie dem auch sei, jedenfalls wurde bereits angekündigt, die Verköstigung des Joints auf Video festzuhalten und bald zu veröffentlichen.

Österreichs Jung-Kanzler Sebastian Kurz und seine ÖVP haben bezüglich der Legalisierung von Cannabis einen klaren Standpunkt: als waschechte Konservative sprechen sie sich klar dagegen aus. Wie weit die Abneigung tatsächlich geht, macht nun eine kuriose Aktion von Kurz’ PR-Team deutlich.

 

Bei einem Treffen von Kurz mit Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ebenfalls ÖVP) in einem zünftigen Gasthaus entstand ein eigentlich völlig harmloses Pressefoto vom Typ „Mächtige Männer diskutieren beim Essen mit ausladenden Gesten die Geschicke der Nation“, wie man es schon ein Dutzend Mal gesehen hat. Eigentlich. Denn durch ein Detail des Fotos sah das PR-Team des Kanzlers anscheinend das Bild des jungen und dynamischen Weltpolitikers, das man so gern kommuniziert, über alle Maßen gefährdet. Denn an der Wand hinter Sebastian Kurz hing in der Originalversion des Bilds eine Fotografie, die etwas zeigt, das der ÖVP so gar nicht genehm ist und das man nicht anders als einen riesigen Joint bezeichnen kann. Vielleicht hatte man schon den Social-Media-Spott in den Ohren oder wollte kruden Verschwörungstheorien vorgreifen, jedenfalls entschied man sich zu der radikalen Maßnahme, das Foto wieder zurückzuziehen, zu bearbeiten und in einer sauberen Version neu zu veröffentlichen. Auf dem neuen Foto ziert nun ein beschauliches und komplett unverfängliches Alpenpanorama die Wand hinter Kurz.

 

Das unzensierte Original-Bild

 

Nun war das Original aber schon etwa eine Woche online und dementsprechend dauerte es nicht lange, bis ein aufmerksamer Nutzer die Cannabis-Zensur in dem retuschierten Bild bemerkte und der befürchtete Shitstorm letztendlich doch ausbrach. Die Social-Media-Community fühlte sich sogleich in ihrer Kreativität herausgefordert und so dauerte es nicht lange, bis unter dem Hashtag #bastishop noch weitere, natürlich nicht ganz ernstgemeinte Varianten der Abbildung den Weg ins Netz fanden.

Wer kennt es nicht: kaum im Hotel angekommen, wird der Feuermelder rausgedreht und dann erst einmal ein Joint geraucht. Hängt man aber andauernd in Hotels ab, merkt man irgendwann, dass viele Feuermelder gegen einen kleinen Joint gar nichts haben und nicht direkt mit dem Piepsen anfangen.

 

Wie auch immer: Bonez MC von der 187 Strassenbande rauchte sich vor einigen Tagen nach einem Konzert in einem Hotel in Oberhausen eine seiner Purtüten, als der Rauchmelder Alarm schlug. Wie „Bento“ berichtete, musste das gesamte Hotel geräumt werden. Doch kein Problem: die Rechnung für den Einsatz fällt für Bonez’ Verhältnisse moderat aus: 998 Euro für „Unterhaltungsmedien: Feuerwehreinsatz“.

 

Den ein oder anderen Joint im Hotelzimmer wird er sich also noch leisten können.