Was die Champions League für die Fußballer ist, das ist die National Joint League (kurz NJL) für Joint-Künstler. Hier treten die fantasievollsten, kreativsten und geschicktesten Bauer gegeneinander an und kämpfen mit Weed und Blättchen um die Gunst der anspruchsvollen Cannabis-Fans. Und trotz des "National" im Namen darf von jedem Land aus teilgenommen werden.

 

Denn im Rahmen eines gut besuchten Instagram-Accounts kann hier jeder durch Kommentieren zum Jury-Mitglied werden und seine Stimme für den favorisierten Joint abgeben. Das Werk, das die meisten Stimmen für sich verbuchen kann, kommt eine Runde weiter und muss sich einem neuen Joint-Gegner stellen. Über 30.000 Fans verfolgen die NJL auf Instagram, an den Abstimmungen beteiligen sich regelmäßig hunderte Joint-Kritiker. Den NJL-Instagram-Account, über den ihr auch an den Abstimmungen teilnehmen könnt, findet ihr hier. (Übrigens hat auch Highway einen Instagram-Account, den ihr hier begutachten könnt.)

 

Vor gut einem Monat wurde übrigens der Gewinner von Saison 7 der National Joint League bekanntgegeben: Eine kunstvoller Iron-Man-Joint von Artist „FlipU4Real“ (siehe unten).

 

Der Gewinner-Joint von Saison 7

 

Ein weiters Kunstwerk von FlipU4Real

 

 

 

Jointbau-Profis bei der Arbeit

Joint drehen im Zug? Das hat bestimmt schon mal der ein oder andere gemacht. Nach so einer langen Fahrt will man schließlich direkt losrauchen und nicht erst draußen auf dem kalten Bahnsteig eine Tüte drehen müssen...

 

So oder so ähnlich hat es sich vermutlich ein Fahrgast auf dem Weg nach Differdingen (Luxemburg) vorgestern gedacht: Seelenruhig drehte er sich vor den Augen aller Fahrgäste einen Joint. Eigentlich hat dies auch niemanden gestört, wieso auch – so ein selbstgedrehter Joint ist schließlich was Feines und tut niemandem weh.

 

Doch dann kam die Polizei, die im Zug eine Kontrolle durchführte, und erspähte den jungen Mann beim Joint drehen. Darauf angesprochen, händigte der Fahrgast den Beamten direkt den Joint aus und dazu noch ein Tütchen mit Marihuana.

 

Wie „lokalo.de“ meldete, kam dies den Polizisten aber ein wenig zu kooperativ vor. Daher nahmen sie den Joint-Dreher mit auf die Wache und untersuchten ihn gründlich. Dabei tauchten noch weitere 14 Tütchen mit Marihuana auf – insgesamt 60 Gramm, also genug Gras für einige Joints.

 

Und so ging die Geschichte weiter, die mit einem harmlosen Joint im Zugabteil angefangen hatte: Denn nun ordnete die Staatsanwaltschaft eine Hausdurchsuchung an. Neben einigen Waffen wurden dabei knapp zwei Kilo Marihuana gefunden.

 

Die vorerst letzte Station für den Fahrgast ist somit seit gestern die Untersuchungshaft. Wir lernen daraus: Einen Joint im Zug zu drehen ist nicht immer so schlau. Aber es geht auch noch dämlicher – und zwar wenn man, wie kürzlich geschehen, direkt seine Cannabispflanzen mit in die Bahn nimmt...

Marihuana gratis! Und zwar nicht zu knapp! Mindestens ein Kilo des edlen Krauts der Cannabispflanze wird am Tag der Amtseinführung von Donald Trump als Präsident der Vereinigten Staaten (am 20. Januar) verschenkt. Aus diesem Kilo werden exakt 4.200 Joints gedreht, die dann durch die Legalisierungs-Initiative DCMJ auf dem Dupont Circle, einem Platz in der Innenstadt von Washington, D.C. kostenlos verteilt werden.

 

Die Initiative DCMJ ist maßgeblich für die Legalisierung in der Bundeshauptstadt Washington, D.C. (nicht zu verwechseln mit dem Bundesstaat Washington, wo Cannabis ebenfalls legalisiert wurde) verantwortlich. Allerdings ist in Washington, D.C. der Verkauf immer noch nicht gestattet – der Anbau und das Verschenken allerdings schon, sodass die Aktion bis zu dieser Stelle komplett legal ist.

 

Allerdings wird auf der oben verlinkten Website von DCMJ dazu aufgefordert, genau wenn die Rede des neuen Präsidenten Trump bei 4 Minuten und 20 Sekunden angelangt ist, die Joints dann auch anzuzünden (übrigens um etwa 10 Uhr morgens). Dies ist dann allerdings illegal, da der Konsum von Cannabis in der Öffentlichkeit verboten ist.

 

Sinn und Zweck dieser Aktion ist das Aufmerksammachen auf den schweren Stand, den Cannabis trotz vieler Erfolge in den letzten paar Jahren in Amerika immer noch hat. Denn auch wie Trumps Meinung zu Cannabis aussieht, ist noch unklar – medizinisches Marihuana scheint er in Ordnung zu finden, Cannabis zum Freizeitspaß ist ihm aber anscheinend doch nicht so geheuer. Auch die Benennung von Jeff Sessions zum Justizminister ist ein schlechtes Zeichen für Cannabis in den USA.

 

In der aktuellen und gerade erschienenen Print-Ausgabe unseres Magazins Highway – Das Cannabismagazin widmen wir uns zu großen Teilen den neuen Cannabis betreffenden Entwicklungen in den USA, etwa mit den Ergebnissen der Volksabstimmungen aus dem November, den neuen Legalisierungsstaaten, die 2017 Cannabis legalisieren, oder wie man sich in einer amerikanischen Cannabis-Dispensary benimmt (und wie besser nicht). Eine solche Dispensary haben wir auch in Oregon für euch besucht und berichten im aktuellen Magazin ausführlich für euch darüber. Dies und vieles mehr findet ihr hier:

 

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Ach ja, die Amis: So sehr sie unter Volltrotteln wie Donald Trump leiden müssen, so sehr beneiden wir sie auf der anderen Seite um ihre Cannabisgesetze der letzten Jahre. In den Bundesstaaten mit legalisiertem Cannabis gehen nicht nur die Verbrechensraten und Krankmeldungen zurück, auch steigen die Steuereinnahmen und das subjektive Wohlbefinden. Und außerdem entstehen viele neue Jobs in der Cannabisbranche: Grower, Verkäufer, Wachmänner – aber den Vogel abgeschossen hat wohl Tony Greenhand, dem wir nicht unbedingt glauben, dass dies tatsächlich sein echter Name ist.

 

 

Frustriert durch seinen ersten selbst gedrehten Joint, besorgte er sich vor vielen Jahren eine Unze (28 Gramm) Marihuana und investierte ein komplettes Wochenende in die Perfektionierung des klassischen konischen Joints, wie er dem US-Portal „vocativ“ berichtete. Das war ihm aber nicht genug und so experimentierte er mit diversen äußerst unüblichen Joint-Formen. Zu seinen ersten Kreationen gehörten ein Raketenschiff, kleine Drachen und die Pfeife von Sherlock Holmes. Einer von Tonys Freunden ermutigte ihn die Pfeife bei „reddit“ hochzuladen – und die Internetuser rasteten aus vor Begeisterung.

 

 

So lud Tony immer mehr von seinen Werken hoch und erschuf immer neuere Modelle, teilweise auch mit immer größeren Mengen enthaltenem Gras. Und sein elektronisches Postfach war auf einmal voll mit Anfragen, diesen oder jenen Joint zu drehen: Eine Geschäftsidee wurde geboren. Und so ist Tony Greenhand inzwischen tatsächlich ein professioneller und hauptberuflicher Joint-Dreher, der den ganzen Tag Joints auf Kundenwunsch anfertigt – angeblich alle rauchbar. Zu seinen Kunden gehören natürlich auch der ein oder andere Rapstar, etwa B-Real von Cypress Hill.

 

 

Wie viel er mit seinem Beruf verdient, verrät er nicht, nur dass es reicht, davon ein gutes Leben zu führen. Sein durchschnittlich veranschlagter Lohn liegt bei 50 Dollar pro Stunde, hinzu kommen natürlich noch die Kosten für das Gras. Das kann aber auch vom Kunden selbst angeliefert werden. Für manche Joint-Skulpturen benötigt er nur eine Stunde, für andere geht auch schon einmal eine ganze Woche drauf. Aufgrund herrschender Gesetze müssen die fertigen Produkte persönlich bei Tony in Oregon abgeholt werden, allerdings besteht auch je nach gewünschter Form die Möglichkeit, dass er die Joints ohne Füllung dreht und der Kunde diesen Schritt selbst übernimmt. So kann er die Hüllen dann auch per Post verschicken.

 

Die nächsten Ziele von Tony? Er wird sehen, was sich ergibt und träumt von einem 5-Kilo-Joint oder einem Joint, der Mike Tyson darstellt, der eine Avocado isst. Wir sind gespannt.

 

Weblink: Instagram-Account von Tony Greenhand

Schaut euch hier das YouTube-Video von den Kollegen von „vocativ“ an:

Der Darwin-Award prämiert jedes Jahr unabsichtliche Selbsttötungen, die eindeutig zu vermeiden gewesen wären. Gäbe es einen vergleichbaren Award für die sinnlosesten Anzeigen für den Besitz von Cannabis, dann wäre ein heißer Anwärter für dieses Jahr ein 19-Jähriger Student aus dem Schwäbischen, der zu Besuch in München war und der sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag gegen drei Uhr mehr oder weniger selbst anzeigte.

 

Doch eine Viertelstunde zurück: Ein 21-jähriger Münchener wird von zwei Einsatzkräften der Münchener Zivilstreife beobachtet, wie er einen Joint dreht. Also wird der junge Mann angesprochen und zwecks Anzeige in das – ebenfalls zivil getarnte – Einsatzfahrzeug (ein Kleinbus) der beiden Zivilpolizisten gebeten, wie die Polizei Bayern mitteilte.

 

Während also gerade die Personalien aufgenommen werden, schaut der kontaktfreudige 19-Jährige auf Münchenbesuch in den geöffneten Bus und fragt die drei Insassen, ob er sich vielleicht dazugesellen dürfe – er habe zwei Joints dabei und würde diese gerne im Warmen und nicht auf der Straße rauchen... wäre das nicht schön? Die Idee fand aber höchstens einer der drei im Inneren Wartenden interessant und so durfte der 19-Jährige zwar in den Bus einsteigen, allerdings nur um ebenfalls angezeigt zu werden – die Joints hat die Münchener Polizei lieber einkassiert anstatt sie anzuhauen.

Kurioses aus Würzburg. Am Vatertag feierte ein 30-jähriger Mann ausgiebig mit Alkohol, um nach eigenen Aussagen abends mit einem ihm unbekannten Holländer ins Gespräch zu kommen. Angeblich gab man sich gegenseitig eine Zigarette aus, wobei ihm von der Zigarette des Unbekannten schlecht geworden sein soll. So bewahrte er den Stummel auf, um ihn in der Nacht zu Samstag zur Polizei zu bringen – er wolle die Reste auf gesundheitsschädliche Substanzen überprüfen lassen.

 

Laut Polizei Würzburg identifizierte diese den Stummel als Rest eines Marihuana-Joints. Vermutlich ohne eine genauere Überprüfung wurde dies festgestellt, dabei könnten natürlich auch diverse „Legal Highs“ oder sonstwas in der Tausch-Zigarette gewesen sein. Um dem Ganzen dann die Krone aufzusetzen, schrieb die Polizei dem jungen Mann auch gleich noch eine Anzeige – Jointbesitz ist schließlich illegal.

 

Und die Moral von der Geschicht? Geh nicht zur Polizei – ob dicht oder nicht.

Konsumenten berichten immer wieder davon, der Genuss von Cannabisprodukten beflügle das Vorstellungsvermögen und steigere die Kreativität. In Wissenschaftskreisen umstritten, scheinen unzählige im Cannabisrausch angefertigte (vorzugsweise surrealistische) Scribbels und Zeichnungen diese Theorie zu belegen. Eine andere, noch direkter mit dem Cannabiskonsum verknüpfte Kunstfertigkeit, die sich immer größerer Beliebtheit erfreut, ist das Bauen außergewöhnlicher Joints und Blunts. Wie aus hauchdünnem Blättchenpapier, einem kleinen Stück Karton und etwas (teilweise auch etwas mehr) Weed verschiedenste Formen und Figuren aus Popkultur, Religion und Technik regelrecht konstruiert werden, ist beeindruckend und zeugt in vielen Fällen von hoher Geschicklichkeit und sorgfältiger Detailverliebtheit. Nur für ihren eigentlichen Zweck, den Konsum, sind die Joint-Kunstwerke dann doch vielleicht fast zu schade... na ja, oder auch nicht.

      

 

      

 

  

 

  

Rolling with Rogen – In diesem Video zeigt Stoner-Celeb Seth Rogen wie man einen anständigen Joint dreht. Keine Windmühle, Tulpe oder Zwölfblatt, nein – ein schlichter, gut brennender Joint ist hier gefragt.

 

Seth Rogen benutzt für seinen Joint folgende vier Zutaten: Grinder, Filtertip, Blättchen und Marihuana. Dem ein oder anderen mag hier etwas fehlen, aber die Europäer stehen mit ihrer Tabakbeimengung ziemlich alleine da, falls das noch nicht bekannt sein sollte. Übrigens drehen auch nur die wenigsten Amerikaner konische Joints, ebenfalls ein Unterschied zu Europäern.

 

In der aktuellen Ausgabe unseres Cannabismagazins Highway kann man übrigens alles zum derzeitigen Stand von Cannabis in Amerika erfahren. Und auch ein Film von Seth Rogen – Ananas Express – wird im Magazin vorgestellt. Highway ist für schlappe 2,30 Euro an jedem gut sortierten Kiosk oder als E-Paper sogar für nur 1,89 Euro erhältlich.