Es sei an dieser Stelle noch einmal festgehalten, nur um alle Klarheiten zu beseitigen: Gras anzubauen ist in den meisten Ländern nach wie vor illegal. Diese bittere Erfahrung musste kürzlich leider auch eine 50-jährige Italienerin aus der Provinz Nero in Sardinien machen, nachdem sie aufgrund der Pflanzung von Cannabis angezeigt wurde. Nach der Durchsuchung ihres Gartens durch die Carabinieri hatte die unauffällig wirkende Frau zugegeben, dass sie selbst für die Pflanzung verantwortlich gewesen sei und dass sie die benötigten Samen zuvor via Internet bestellt hatte. Kurios: die Cannabis-Liebhaberin zeigte sich ernsthaft überrascht darüber, dass sie nun mit einer Strafe zu rechnen habe und dass ihre Pflanzen beschlagnahmt wurden. Sie war nach eigenen Angaben fest davon ausgegangen, der Anbau von Gras sei mittlerweile ganz legal. Eine Erklärung, die durchaus glaubhaft wäre, wenn es sich um ein, zwei Pflänzchen auf dem Balkon gehandelt hätte und nicht, wie im vorliegenden Fall, um eine ausgewachsene Outdoor-Anlage, die knapp 450, etwa eineinhalb Meter hohe Cannabispflanzen umfasste…

 

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Mal wieder eine Meldung, bei der man sich die Haare rauft: im römischen Bezirk Ostia hat ein 23-Jähriger die Obst- und Gemüse-Waage eines Carrefour-Supermarkts genutzt, um in aller Ruhe sein Haschisch abzuwiegen. Insgesamt handelte es sich um 94 Gramm.

 

Wie die italienische Zeitung „La Repubblica“ berichtete, sagte der Festgenommene vor Gericht aus, das Haschisch in einem Park gefunden zu haben. Da er keine Waage habe, habe er den Wert halt im Supermarkt ermitteln wollen.

Rückt auch in Italien eine Legalisierung von Cannabis immer näher? Italien ist nicht nur das Land von Fußball, Pasta und Mafia, sondern auch das Land, in dem die Armee Marihuana für Schwerkranke anbaut.

 

Dies reicht dem Trienter Rechtsanwalt Fabio Valcanover aber nicht, der schon seit Jahren für die Cannabislegalisierung in Italien kämpft. Nun hat er gemeinsam mit anderen einen Gesetzesvorschlag ausgearbeitet, für den nun landesweit Unterschriften gesammelt werden, berichtet „Die neue Südtiroler Tageszeitung“. Die Unterschriften-Aktion steht unter dem Motto „Legalisieren wir Cannabis. Gegen den Schwarzmarkt, für einen legalen Markt.“

 

Der Gesetzesvorschlag sieht vor, dass Privatpersonen fünf Cannabispflanzen anbauen dürfen, bei entsprechender Mitteilung an die Behörden auch zehn Pflanzen. Auch sollen Cannabis Social Clubs dem Zusammenschluss von Gärtnern dienen. Der private Besitz und Konsum soll legalisiert werden.

 

Die Gesetzesinitiative benötigt zunächst 50.000 Unterschriften bis zum Juli. Ab Montag liegen die Listen aus, so auch in Südtirol – dort in den Rathäusern von Bozen, Meran, Brixen und Bruneck. Parallel findet derzeit übrigens auch eine parlamentarische Initiative für eine Cannabislegalisierung statt.