Tja, die Cannabisanlage wäre wohl unentdeckt geblieben – wenn, ja, wenn sich der verantwortliche Grower nicht selbst bei der Polizei gemeldet hätte.

 

23 Cannabispflanzen plus Zubehör entdeckten die Kriminalbeamten bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung des Elmshorners. Doch aus welchem Grund hatte sich der 24-Jährige überhaupt selbst ans Messer geliefert? Als Rücktrittsgeschenk für Marlene Mortler? Wohl kaum. Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, war der Grund ein ganz anderer: der junge Mann hatte diverse (vielleicht selbst hergestellte?) Düngemittel zusammengekippt, bekam es dann aber mit der Angst zu tun. Die Befürchtungen, versehentlich ein giftiges oder gar explosives Gasgemisch hergestellt zu haben, trieb den verunsicherten Cannabisfreund schließlich dazu, sich selbst ans Messer zu liefern.

 

Völlig zu Unrecht, wie sich kurz darauf herausstellte: denn die hinzugerufene Feuerwehr stellte fest, dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung bestanden habe. Klingt nach einem klassischer Fall von Kiffer-Paranoia? Möglicherweise, doch ob der junge Mann zum Zeitpunkt des Notrufs akut berauscht gewesen ist, ist bisher unklar.

 

Da dürften die Beamten nicht schlecht gestaunt haben! In Altena nahe Hagen machten Zeugen die Polizei am späten Dienstagabend auf starken Cannabisgeruch in der Nähe eines Mehrfamilienhauses aufmerksam. Die Polizei verschaffte sich daraufhin Zutritt zu dem Haus im Stadtteil Mühlenrahmede und entdeckte schnell die Quelle des intensiven Geruchs: eine enorme Cannabis-Anlage, die sich über mehrere Stockwerke erstreckte.

 

 

Mehrere hundert Pflanzen in verschiedenen Wachstumsstadien fanden die Beamten, die zusammen mit dem entdeckten Grow-Equipment beschlagnahmt wurden. Eines fanden die Ordnungshüter allerdings nicht: und zwar den Betreiber der Anlage, deshalb wurde vorerst Anzeige gegen unbekannt erstattet. An diesem Fall zeigt sich mal wieder, wie wichtig es ist, für eine gute Ventilation im Grow-Raum zu sorgen, insbesondere natürlich bei einer Anlage diesen Ausmaßes. Immer wieder fliegen Grower auf, weil Passanten oder neugierige Nachbarn Cannabisgeruch wahrnehmen und (warum auch immer) melden.

 

Die kanadische Firma Nuuvera richtet sich im norddeutschen Neumünster offenbar heimisch ein. Der Cannabisproduzent hat gerade die Bodenarbeiten für eine 8000 Quadratmeter große Aufzuchthalle abgeschlossen. Da der Anbau von Medizinalcannabis in Deutschland ja bekanntlich immer noch nicht geregelt wurde, wird das Unternehmen dort vorerst Chili zu medizinischen Zwecken (beispielsweise für Wärmepflaster) hochziehen.

 

Nuuvera spekuliert auf gute Chancen bei der Neuauflage des Auswahlverfahrens für die Lizenzvergabe für den Cannabisanbau in Deutschland, nachdem es die Kanadier bereits in der letzten Runde unter die letzten zehn Bewerber (von insgesamt 120) geschafft hatten. Sollte der Plan aufgehen, soll die Produktion in Neumünster von Chili auf Cannabis umgestellt werden – beide Pflanzen haben im Anbau ähnliche Bedürfnisse. Das erneute Auswahlverfahren soll im zweiten Quartal dieses Jahres abgeschlossen werden, spätestens dann soll klar sein, ob in Neumünster das erste Cannabis aus deutscher Produktion wachsen wird.

Schlechte Nachrichten aus Österreich. Seitdem in der Alpenrepublik die rechtskonservative Koalition aus ÖVP und FPÖ regiert, ist das Thema Hanf ein heißes Eisen. Dies bekam nun auch der Betreiber eines Shops für Cannabis-Stecklinge am eigenen Leib zu spüren: der Tiroler wurde für den Verkauf von 1.300 Setzlingen zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt. Der 36-Jährige hatte sein Geschäft längere Zeit von der Polizei unbehelligt betrieben, geriet jedoch durch den Fund einer Pflanzung mit einem durchschnittlichen THC-Gehalt von 15 Prozent unter behördlichen Druck. Der Shopbetreiber hatte mit der Anlage ansonsten nichts zu tun – die verwendeten Setzlinge stammten aber aus seinem Sortiment. Zwar ist in Österreich erst das Abernten von Cannabispflanzen zur „Suchtgiftgewinnung“ strafbar – die Aufzucht an sich, zum Beispiel als Zierpflanze, ist (noch) legal. Doch eben daran wollte das Gericht in diesem Fall nicht glauben: Eine derart hohe Anzahl an Stecklingen würden nicht zur Zierde angebaut und angesichts des erhöhten THC-Levels wohl auch nicht zur Seilherstellung oder als Dämmmaterial. Aus dem ausgewerteten SMS-Verkehr zwischen Verkäufer und Käufer der 1.300 Pflanzen könne man eindeutig entnehmen, dass beide Seiten über den eigentlichen (illegalen) Zweck der Aufzucht Bescheid wussten. Zu diesem Schluss kam jedenfalls der Schöffensenat des Landgerichts. Der Betreiber der betroffenen Aufzucht, ein Hollönder, muss für vier Jahre hinter Gitter. Dem Stecklingsverkäufer half es letztendlich auch nicht, dass er seinem Geschäft einen medizinischen Anstrich gegeben hatte und jeder Käufer unterschreiben musste, dass mit den gekauften Pflanzen kein illegaler Zweck verfolgt werde.

Es ist doch immer wieder erstaunlich, wo sich in Deutschland überall ausgewachsene Indoor-Anlagen befinden. Im sogenannten "Horror-Haus" von Höxter wurde angebaut, ebenso in einem Weltkriegsbunker in Bremen. Vor wenigen Tagen wurde nahe der Highway-Redaktion in Wuppertal ein Grow mit 3000 Pflanzen gefunden. Nun wurde die Polizei in Norddeutschland fündig und entdeckte eine große, etwa 2000 erntefähige Cannabispflanzen umfassende Pflanzung in Kiel. In einer Tiefgarage hatten die Betreiber einen abgetrennten und zugemauerten Bereich zu einer Indoor-Plantage umfunktioniert, in der sich nach Polizeiangaben rund 35 Kilogramm Marihuana mit einem Straßenwert von 350.000 Euro befand. Die Betreiber der Anlage konnten Presseangaben zufolge bisher noch nicht ausgemacht werden.

Einen ungewöhnlichen Platz suchten sich die Betreiber einer riesigen Indoor-Plantage für ihr Unterfangen aus: einen Schutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg. Etwa 10.000 Cannabispflanzen und Anbauzubehör entdeckte die Polizei dort vergangenen Mittwoch bei einer Durchsuchung in Bremen. Über die Täter ist bisher noch nichts bekannt geworden, die Beamten vermuten jedoch, dass es sich um einen Fall von organisierter Kriminalität handelt. Na ja, Eigenbedarf wird’s wohl kaum sein…

Im Emsland an der holländischen Grenze, genauer im 1000-Seelen-Kaff Niederlangen, fanden Beamte der niederländischen Polizei bei einer Hausdurchsuchung eine Aufzuchtsanlage, die rund 300 Cannabispflanzen umfasste. Die Exemplare standen in voller Blüte und die ersten Ernteschritte waren von den Betreibern der Anlage bereits angegangen worden. Es handelte sich dabei interessanterweise um ein Senioren-Ehepaar im Alter von 71 und 76 Jahren, das offenbar schon Erfahrung im Anbau von Marihuana hatte: die Pflanzung war mithilfe von Lüftungsanlagen und Bewässerungssystem professionell eingerichtet und der benötigte Strom illegal abgezapft worden.

Nach zwei langen Monaten Wartezeit ist ab heute endlich die neue Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin an allen (Bahnhofs-)Kiosken, Grow- und Headshops erhältlich. Für schlappe 2,60 Euro (2,99 Euro in Österreich, 4,20 Franken in der Schweiz oder sogar nur 1,89 als E-Paper, beispielsweise bei United Kiosk oder für Kindle bei Amazon) erhaltet ihr die volle Ladung Infos zu Cannabis, Legalisierung, Anbau indoor und outdoor und vieles mehr.

 

Eine Auswahl der Artikel der aktuellen Ausgabe:

 

Titelstory YouTube gegen Cannabis Internationale Technik-Riesen wie Google und Facebook vertreten im Zweifel die vorherrschende Meinung – und die ist noch häufig gegen Cannabis eingestellt. Denn es kann solche Unternehmen durchaus Geld kosten, wenn sie zu liberal agieren. Neuestes (und besonders ärgerliches) Beispiel: YouTube...

 

Growing Sea of Green & Screen of Green Über eine große Ernte wird sich wohl niemand beschweren. Ein möglichst ertragreicher Indoor-Grow kann auch forciert werden: je nach Anbaubedingungen eignen sich dafür beispielsweise die beiden Technik- Klassiker „Sea of Green“ (SOG) und „Screen of Green“ (SCROG), über die dieser Artikel aufklärt.

 

Story Cannatoons – „Die Simpsons und das Kiffen – die perfekte Mischung“, so betitelten wir neulich einen Artikel über Cannabis-Referenzen bei den Simpsons. Dieses Mal wollen wir jedoch über den gelben Tellerrand schauen und uns ansehen, wie andere Cartoons mit der Cannabis-Thematik umgehen, beispielsweise Fritz the Cat, Futurama oder South Park.

 

Interview Plusmacher – Mit Plus kann man kein Minus machen, so verkündet es der Berliner Straßenrapper Plusmacher, der seit 2012 seine Musik unters Volk bringt. Vergangene Woche ist sein neues Album Hustlebach erschienen, das den Sommer-Soundtrack für alle Kush-Raucher liefert. Wir haben ihn im Vorfeld interviewt...

 

Growing Gefahr im Garten Teil 4: Trauermücken – In Teil 4 der Reihe konzentrieren wir uns auf einen der größten Feinde aus dem Insektenheer: die auch Sciaridae genannten Trauermücken. Die Kenntnis über den Feind ist entscheidend – wie man sich am besten gegen Sciaridae wappnet, kann daher in dieser Ausgabe von Highway erfahren werden.

 

Gesellschaft Weniger paffen, mehr machen? – Cannabis hat verhältnismäßig wenige Nebenwirkungen. Aber einige kennen sicherlich den Gedanken, dass es sich manchmal so anfühlt, als würde man übertreiben. Dann hilft beispielsweise eine Konsumpause weiter. Ein fiktiver Artikel, der auf wahren Begebenheiten und Erfahrungen beruht.

 

Story Odyssee ins Rif-Gebirge Teil 2 – In der vorherigen Highway-Ausgabe berichtete Donald Denzler von seiner überstürzten Flucht nach Amsterdam, da in Deutschland wieder Knast aufgrund Marihuana drohte. Nach einer temporären Zuflucht in einem besetzen Gebäude, macht er sich jedoch auf die Suche nach einer anderen Verweilmöglichkeit...

 

Weitere Artikel Film: The Big Lebowsky +++ Sortenportrait: S.A.G.E. +++ Kiffertypen: Der Verheimlicher +++ Goodies: Koko Nuggz +++ High Five: Geheimtipps: Weed-Serien +++ und vieles mehr...

Durch Zufall entdeckten Polizisten im Gewerbegebiet von Beckum eine Cannabisplantage, die etwa 1110 Pflanzen mit einer Höhe von 65 bis 75 Zentimeter umfasste. Die Pflanzen befanden sich in einem nur durch einen Zugang erreichbaren, etwa 10 mal 12 Meter großen Raum in einer leerstehenden Industriehalle. Die Plantage war professionell aufgezogen: Zeitschaltuhren regelten die Versorgung der Pflanzen und ein Dieselgenerator sorgte für die nötige Energie. Um den Betreiber zu stellen, legten sich die Gesetzeshüter in der Nähe der Halle auf die Lauer: Ermittlungen hatten ergeben, dass jeden Nachmittag eine Person vorbeischaut, um den Zustand der Anlage zu überprüfen. Der 30-jährige Mann aus Essen, der den Polizisten auch gleich ins Netz ging, sitzt nun in Untersuchungshaft. Die Anlage wurde abgebaut und die Pflanzen vorerst sichergestellt.

„Diese Menge hätte eine Ernte von rund 100 Kilo Rauschgift ergeben“, erklärte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt, Nadja Niesen. Nur durch einen anonymen Tipp kamen die Ermittler des Friedberger Rauschgiftdezernats auf die Spur der drei Grower aus dem Raum Hessen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft umfasste die Anlage stolze 3750 Pflanzen. Der Ort der Unternehmung, ein altes Anwesen samt Villa und Nebenhaus in Bad Vilbel, das direkt am nördlichen Stadtrand Frankfurts gelegen ist, wurde von den drei männlichen Tatverdächtigen in professioneller Weise für die Nutzung als Anbaufläche umgebaut. Das Amtsgericht Frankfurt erließ gegen die Männer mittleren Alters umgehend Untersuchungshaftbefehle.