Das muss Liebe sein! Robbie Williams, Ex-Boyband-Mitglied und Rockstar (mit der in diesem Bereich üblichen Drogenvergangenheit), bekam zum Jahrestag von seiner Ehefrau Ayda Field eine komplett ausgestattete Cannabis-Aufzucht geschenkt, wie verschiedene Medien berichteten.

 

Diese wurde im Keller des Wohnhauses der Familie installiert. Da sich das Anwesen in Los Angeles befindet, ist dies ein komplett legales Unterfangen. Der Sänger, der sich im Lauf seiner Karriere schon jede verfügbare Droge eingeschmissen hat, dürfte mit dem nun endlosen Cannabis-Nachschub aus eigener Produktion nun noch leichter auf seinem inzwischen eingeschlagenen ruhigeren Lebensweg bleiben.

Ein deutsches Gericht hat entgegen der Rechtslage einen 58-jährigen Mann freigesprochen, der für seinen Freund illegalerweise Cannabis angebaut hatte, um daraus Medizin herzustellen. Der Mann musste sich aktuell vor dem Amtsgericht Grimma verantworten. Sein ebenfalls 58-jähriger Mitbewohner und langjähriger Freund leidet seit Jahren unter einer bislang nicht genau zu diagnostizierenden Erkrankung, die bei ihm heftige Schmerzen verursacht.

 

Bereits vor zehn Jahren entdeckte er, dass Cannabis ihm dabei hilft, diese Symptome in den Griff zu bekommen. Jahrelang importierten die beiden daher Cannabis illegal nach Deutschland, um daraus eine Cannabispaste herzustellen – denn das Rauchen oder Vaporisieren ist körperlich zu anstrengend für den Erkrankten. Ohne eine Rauschwirkung zu veranlassen, half ihm diese Salbe bislang immer gut gegen die Schmerzen. Doch dafür war bis zu 5.000 Euro im Monat für illegales Cannabis notwendig – ein unhaltbarer Zustand.

 

Also beschloss der Gesunde, seinem kranken Freund zu helfen und für ihn Cannabis anzubauen, um so die horrenden Kosten zu regulieren. Doch 2016 kam es zu einer Hausdurchsuchung, da die Polizei Kundendaten eines Growshops einkassiert und durchforstet hatte.

 

So stand der Mann nun vor Gericht. Doch dieses ließ Gnade vor Recht ergehen und sprach den Mann frei: Ein Gutachter bestätigte den schlechten Gesundheitszustand des Freundes vor Gericht und legte glaubwürdig die Tragödie und die Hilflosigkeit der Medizin in diesem ganz konkreten Fall dar, sodass die Richterin keine Zweifel an der Notwendigkeit des Handelns sehen konnte, wie die „Sächsische Zeitung“ meldete. Da die Staatsanwaltschaft keine Rechtsmittel eingelegt hat, ist das Urteil inzwischen rechtskräftig. Dies ist in Deutschland ein absoluter Sonderfall.

 

„Ich bin zwar freigesprochen worden, kann deswegen aber noch lange nicht legal Cannabis anbauen“, sagte der Freigesprochene. Bei einem weiteres Gesetzesbruch würde die nächste Verhandlung vermutlich nicht so glimpflich ablaufen. Nun suchen die beiden nach einem Arzt, der Marihuana verschreibt...

Ein interessantes Urteil des Amtsgerichts Radolfzell: eine 34-jährige Frau musste sich dort wegen vorsätzlicher Beihilfe zum Anbau von Cannabis verantworten. Ihr Freund, mit dem sie sich eine Wohnung teilt, hatte in ebendieser Wohnung drei Cannabispflanzen aufgezogen, Ertragswert: 64 Gramm.

 

Die Frau argumentierte vor Gericht, sie hätte zwar von den Pflanzen gewusst, aber absolut nichts damit zu tun gehabt, ja nicht einmal gekifft. Den Anbau und Konsum ihres Partners habe sie zwar toleriert, aber nie für gut befunden.

 

Aufgeflogen war der Anbau, da ein Polizeibeamter, der gelegentlich Verwandtschaft im selben Haus besuchte, die Pflanzen auf einem Balkon entdeckte. Für die Polizei war der Fall auch klar: gemeinsame Wohnung, gemeinsame Pflanzen. Das Amtsgericht sah dies aber erfreulicherweise anders, wie der „Südkurier“ berichtet:

 

„Weil durch die Aussage des Polizeibeamten und die des Lebensgefährten keine Beweise geliefert werden konnten, dass die Angeklagte tatsächlich bei der Pflege der Marihuana-Pflanzen geholfen hatte – also durch Topfen, Gießen oder andere pflegende oder unterstützende Handlungen – wurde die Angeklagte freigesprochen. Es sei lediglich eine Duldung des Anbaus von Marihuana gegeben. Dies reiche aber für eine Verurteilung wegen des Tatbestandes der Beihilfe zum Anbau von Marihuana nicht aus, hieß es bei der Verkündung des Urteils.“

Update vom 2.4.: Viele haben es schon geahnt... April, April!

 

Glück im Unglück – oder doch eher Unglück im Glück? Ein Cannabis-Grower im beschaulichen Rodaun bei Wien erlebte etwas, was vermutlich noch nicht vielen vor ihm passiert ist: er sperrte sich versehentlich in seinem selbst gebauten Grow-Schrank ein – und das für über zwei Monate und drei Wochen.

 

Was sich im ersten Moment wie ein großer Spaß anhört, war tatsächlich ein großer Schock: „Nach zwei, drei Tagen bekam ich Todesangst. Aber schon nach einer Woche war mir nur noch langweilig – ab der Blütephase gab es dann auch zwölf Stunden am Tag Dunkelheit, einfach nur ätzend“, so der 43-jährige Grower Kai W.

 

Eigentlich wird die Anlage komplett automatisch betrieben, Grower Kai wollte sich nur an seinen jungen Pflanzen ergötzen, die er kurz zuvor eingesetzt hatte. Eigentlich ist er auf seinen Grow-Schrank Marke Eigenbau immer ziemlich stolz gewesen, doch die Türen mit den magnetischen Verschlüssen erwiesen sich im Nachhinein als reichlich schlechte Idee.

 

Als diese zufielen, begann Kais Leben mit den Pflanzen. Und die große Langeweile. Denn mit im Grow-Schrank hatte er nur Ed Rosenthals „Marijuana Grower’s Handbook“, zwei Tafeln Ritter Sport und ein paar Gramm Gras. „Feuer hatte ich in der Tasche, aber keine Papers. So musste ich das gute Grow-Buch Stück für Stück zum Joint-Rauchen nehmen – und natürlich auch noch für etwas anderes...“

 

Die Versorgung mit Trinkwasser war immerhin sichergestellt: „Aber ich konnte nur alle sechs Stunden trinken, wenn die Bewässerung einsetzte. Gott sei Dank dünge ich direkt die Erde und nicht über das Wasser.“ Die Schokolade teilte er sich von Anfang an sehr gut ein: „Ach das war kein Problem, ich war noch nie ein großer Esser.“

 

Aber das Gras reichte nicht so lange: „In der Blütephase habe ich dann immer Stück für Stück die Blüten schon abgebrochen und stundenlang unter die Lampen gehalten, damit sie ein bisschen trocknen. So konnte ich immer ein bisschen kiffen.“

 

Seine Ehefrau hatte Kai W. als vermisst gemeldet: „Dass er die ganze Zeit in der Wohnung war! In diesem Schrank da! Das konnte doch keiner ahnen. Ich wusste ja auch gar nicht wofür der Schrank gut war.“

 

Kais Pech, dass der Grow-Schrank komplett schallisoliert war – so konnte er sich nicht bemerkbar machen. Entdeckt wurde er schließlich, als die Polizei noch einmal zur Befragung der Ehefrau in der Wohnung war und dabei den Grow-Schrank entdeckte und fragte, ob sie einen Blick hinein werfen dürfe. Die nur von außen zu öffnenden Türen befreiten endlich den armen Grower – fast drei Monate waren seitdem vergangen.

 

Deutlich unterernährt und schwer genervt wurde Kai W. zunächst in ein Krankenhaus gebracht, das er aber nach einer Untersuchung gleich wieder verlassen durfte. Eine Anzeige von der Polizei muss er auch nicht befürchten: alle Blüten hatte er aufgeraucht, Blätter und Zweige in seiner Verzweiflung aufgegessen.

 

James Franco sicherte sich bereits die Filmrechte an dieser Geschichte und kündigte bereits an, den unglückseligen Grower in einer möglichen Verfilmung selbst spielen zu wollen.

Unser Do-it-yourself- und Anbau-Experte Chuck Lore schraubt nicht nur gerne selbst Dinge zusammen, sondern prüft auch die Arbeiten anderer auf Herz und Nieren. Dieses Mal stand ein Test der neuen LED „Rail 120“ der Firma Growking an, die nach einer intensiven Entwicklungsphase nun zur Marktreife gelangt ist.

 

Als ich von der Existenz der zu testenden Leuchte erfuhr, war ich zunächst ein wenig gelangweilt. Ich fragte mich, warum es schon wieder eine neue Speziallampe geben sollte, zahlreiche Modelle warten ja bereits auf Käufer und ihren Einsatzzweck. Doch das Datenblatt, das mir vorab via E-Mail zugesandt wurde, ließ mich neugierig werden. Das Messprotokoll zeigte Leistungsmerkmale, die erstaunlich gut waren. Die Messwerte waren im Prüflabor eines namhaften Herstellers ermittelt worden, also mit hoher Wahrscheinlichkeit korrekt. Dennoch hatte ich Zweifel und unterdrückte meine Vorfreude. Wenige Tage später war dann ein Paket für mich in der Post. Ordentlich verpackt, mit einer durchdachten Aufhängevorrichtung und allem nötigen Zubehör ausgestattet, lag die optisch ansprechende Lampe vor mir. Sogleich nahm ich sie in Betrieb, weil ich zumindest die Werte, die ich selbst messen konnte, überprüfen wollte. Und tatsächlich hielten die Fakten des Datenblatts der Kontrolle stand, mein Vertrauen in die neue Lampe war deutlich gestärkt. Bevor ich in Folge die Leistungsmerkmale der LED-Spezialleuchte erörtere, möchte ich zum besseren Verständnis noch etwas zu den Maßeinheiten anmerken. Der Lichtstrom, der von dem menschlichen Auge wahrgenommen wird, hat als Einheit Lumen. Dieser Wert sagt aus, wie hell oder dunkel eine Leuchte uns Menschen erscheint beziehungsweise wie viel Licht sie emittiert. Die Angabe bezieht sich auf ein gewichtetes Spektrum, weil die grün-gelben Anteile im Licht verstärkt wahrgenommen werden. Für Pflanzen ist dieser Wert weniger wichtig, weil diese hauptsächlich die roten und blauen Spektren des Lichts für die Photosynthese benötigen. Darum wird der verwertbare photosynthetisch aktive Photonenfluss, der in µmol/s angegeben wird, gemessen. Dabei werden die Lichtanteile auch gewichtet, sodass die für die Photosynthese nutzbaren Photonen aufgeführt sind.

 


Auch ist es wichtig zu wissen, wie viel Licht auf eine bestimmte Fläche projiziert wird, weil dies für das Lichtempfinden beziehungsweise das Wachstum der Pflanzen entscheidend ist. Daher wird für normales Licht die Beleuchtungsstärke in Lux angegeben. Ein Lux entspricht genau einem Lumen, das eine Fläche von einem Quadratmeter erleuchtet. Analog dazu wird bei Pflanzen die photosynthetisch aktive Photonenstromdichte verwendet, die in µmol/(m²s) angegeben wird. Wenn also eine Leuchte, die 500 µmol/s emittiert, eine Fläche von zwei Quadratmeter erhellt, dann können die dort stehenden Pflanzen sich auf 250 µmol/(m²s) photosynthetisch verwertbare Photonenstromdichte freuen. Natürlich gibt es auch einen Zusammenhang zwischen Lumen bzw. Lux und µmol/s bzw. µmol/(m²s). Für LED-Pflanzlampen gilt ganz grob folgender Zusammenhang:

1.000 Lumen entsprechen etwa 30,30 µmol/s
1.000 Lux entsprechen etwa 30,30 µmol/(m²s)

Die Umrechnung ist allerdings nur annähernd möglich. Das liegt daran, dass das genaue Spektrum der photosynthetisch aktiven Strahlung nicht endgültig bestimmt werden kann. Es weicht in der Literatur von Quelle zu Quelle, manchmal sogar im Laufe der Jahre verändert, ab. Dazu kommen die Unterschiede, die je nach Alter und Nährmittelversorgung sogar bei Pflanzen gleicher Art auftreten. Darum ist es wichtig, dass das emittierte Spektrum möglichst gut zu den Pflanzen passt, die damit bestrahlt werden. Harmoniert es nicht, wird das Licht trotz guter Messwerte nicht optimal verwertet.

 

 


Doch genug der allgemeinen Erklärungen, zurück zur neuen LED-Pflanzleuchte. Diese weist bei einer Leistungsaufnahme von etwa 120 Watt einen Lichtstrom von rund 6.800 Lumen auf. Dies sind errechnete 206 µmol/s, ein sehr guter Wert. Gemessen wurde gemäß DIN 5031-10 (2000) ein nur unwesentlich geringerer Photonenfluss von 203 µmol/s. Wird das Ergebnis auf die aufgenommene Leistung umgerechnet, ergeben sich 1,80 µmol/s je Watt. Gute Konkurrenzprodukte liefern immerhin 1,50 µmol/s je aufgenommenes Watt, andere LED-Pflanzleuchten kommen zum Teil lediglich auf 1,00 µmol/s pro Watt. Somit setzt die Rail 120 mit diesem tatsächlich gemessenen Wert neue Maßstäbe, zumal schon mit einer bestrahlten Fläche von nur 0,80 x 0,30 Metern die Lichtsättigung von Cannabispflanzen erreicht ist. Aus diesem Grund muss die LED-Lampe auch mindestens 25 Zentimeter über den Pflanzen hängen, sonst kann es wegen Überschreitung des Lichtsättigungspunkts zu Sauerstoffstress kommen, der dann die oberen Blätter zerstört. Neben den hervorragenden Lichtwerten bietet diese Lampe ein Spektrum, das die Bedürfnisse der Pflanze gut abbildet. Ein starkes, tiefes Rotlicht ist besonders für blühende Sorten geeignet und der Blauanteil, der ein Viertel des Rotanteils ausmacht, sorgt für stämmiges Wachstum. Kurz gesagt: Die neue Rail 120 ist eine Wucht. Sicher wird sie vielen Züchtern große Freude bereiten. Ihr Aufbau ist stabil und jedes Detail wirkt professionell. Die angegebenen Werte entsprechen den Tatsachen und ich konnte keinen technischen Mangel feststellen.

 

Weitere Informationen zur Rail 120 gibt es beim Hersteller unter www.growking.de/rail

Oft liest man von Cannabis-„Plantagen“, wenn tatsächlich Growboxen oder auch mal größere Räume mit einigen Hundert Cannabispflanzen gemeint sind. Mit dem Wort Plantage werden allerdings eigentlich deutlich größere landwirtschaftliche Betriebe bezeichnet. Inzwischen, im Jahr 2018, gibt es jedoch auch tatsächlich Cannabis-Plantagen, die diese Bezeichnung auch verdient haben.

 

Auch wenn dieser Titel in der letzten Zeit öfter mal wechselt, darf sich nun Canopy Growth aus Kanada damit schmücken – gerade rechtzeitig zur Legalisierung, die voraussichtlich am 1. Juli 2018 in Kanada in Kraft treten wird. Wie die „Rheinische Post“ berichtet, bietet die 100.000 Quadratmeter große Anlage in Langley nahe Vancouver Platz für 350.000 Cannabispflanzen. Die Lampen und Wärmestrahler der staatlich geprüften Cannabis-Plantage verbrauchen mehr (von dem aus Wasserkraft gewonnenem) Strom als eine komplette Großstadt.

 

Pro Jahr sollen in Langley mehr als 40 Tonnen geerntet werden – die erste Ladung gerade rechtzeitig zur Legalisierung in drei Monaten.

Im Folgenden präsentieren wir einen Auszug aus einem Artikel, der in Highway – Das Cannabismagazin 02/2018 erschienen ist – den kompletten Text lest ihr in unserem Printmagazin, das gerade frisch erschienen ist und ab sofort in allen gut sortierten Kiosken, Bahnhofsbuchhandlungen und Head- und Growshops in Deutschland, Österreich und der Schweiz für schlappe 2,60 Euro (2,99 Euro, 4,20 SFr) erworben werden kann.

 

 

 

 

Willkommen zu unserer Serie über Schädlinge und Krankheiten, die viele Pflanzen befallen – leider natürlich auch Cannabis. In jeder Ausgabe von Highway werden wir verschiedene Arten von Schädlingen und Krankheiten vorstellen und zeigen, wie sie sich verbreiten und wie man ihr Auftreten verhindert beziehungsweise wie man sie wieder loswerden kann. In Ausgabe 01/2018 haben wir die Serie mit den Blattläusen begonnen und führen sie in Ausgabe 02/2018 mit einem Intimfeind vieler Grower weiter: den Spinnmilben.



Ein Biologe würde sagen, dass Spinnmilben zur Überfamilie der Tetranychoidea gehören, zur Ordnung Trombidiformes mit der Unterordnung Prostigmata und Überordnung Acariformes. Doch das muss uns nicht interessieren: für Normalsterbliche bedeutet das einfach nur, dass Spinnmilben mit Spinnen verwandt sind und zu den Milben gehören. Im Gegensatz zu Spinnen haben Spinnmilben keine Gelenke – ihre acht Beine bestehen im Endeffekt aus einem Stück. Die beiden am häufigsten anzutreffenden Arten von Spinnmilben sind Tetranychus urticae (Gemeine Spinnmilbe oder Bohnenspinnmilbe) und Panonychus ulmi (Rote Spinne oder Obstbaumspinnmilbe). Spinnmilben sind winzig klein – die ausgewachsene weibliche Gemeine Spinnmilbe wird nicht größer als 0,5 Millimeter, die Männchen sind noch kleiner und schmaler. Erwachsene Obstbaumspinnmilben erreichen bis zu 0,7 Millimeter, sind damit aber immer noch klein genug, um vor den neugierigen Blicken der Grower verborgen zu bleiben.


Ein grundlegender Unterschied zwischen den Lebenszyklen dieser beiden Arten von Spinnmilben besteht darin, dass Panonychus ulmi vor dem Winter Eier legen, aus denen dann Ende April Larven schlüpfen, während die Tetranychus-urticae-Weibchen im Winter versteckt unter Rinde, Steinen oder im Boden überleben und ihre Eier erst im Frühjahr legen. Spinnmilbenpopulationen weisen ein 3-zu-1-Verhältnis zwischen Weibchen und Männchen auf. Dieses Missverhältnis führt unter anderem zu einem raschen Bevölkerungswachstum. Ein Weibchen der Art Tetranychus urticae kann bis zu 200 Eier ablegen, die daraus geschlüpften Spinnmilben können sich bereits nach 15 Tagen selbst fortpflanzen. Das bedeutet, dass, wenn 20 Spinnmilben (15 weibliche und 5 männliche) im Garten oder Grow-Raum auftauchen (was übrigens viel zu wenige Spinnmilben sind, um sie entdecken zu können), bereits nach 15 Tagen etwa 3.000 Spinnmilben die Pflanzen bewohnen. Wenn man dann nicht reagiert, werden nach weiteren 15 Tagen 453.000 Spinnmilben den Garten beziehungsweise den Grow-Raum unsicher machen. Unglaublich, nicht wahr? Panonychus ulmi vermehren sich zumindest ein bisschen langsamer. Ein warmes und trockenes Klima begünstigt die Fortpflanzung der Spinnmilben, deshalb begegnet man ihnen im Freien meist im Sommer. Indoor sind sie jedoch ungern gesehene Begleiter über das ganze Jahr hinweg. Eine höhere Luftfeuchtigkeit kann den Populationsboom der Spinnmilben vermindern, wird aber keine Auswirkungen auf bereits lebende Individuen haben.


Wie schaden Spinnmilben den Pflanzen?

Spinnmilben gehören zu den saugenden Schädlingen. Das heißt, sie stecken ihren Saugapparat in das Gewebe einer Pflanze und saugen daraus Saft. Dadurch wird der Pflanze Energie entzogen. Ein solcher Angriff führt zu einem gestörten Wachstum und einer verminderten Fähigkeit, Blüten und Früchte auszubilden. Spinnmilben konzentrieren sich vor allem auf Blätter, auf denen sie dann kleine, helle Flecken hinterlassen. Sie können aber auch die Blüten direkt attackieren. Wenn größere Mengen von Spinnmilben auftauchen, beginnen sie mit dem Weben von Netzen, die sie bei der Bewegung zwischen verschiedenen Teilen der befallenen Pflanze unterstützen. Diese feinen und festen Netze begrenzen das Wachstum von kleinen Blättern und Trieben, werden von den Spinnmilben aber auch auf größeren und stärkeren Pflanzenteilen angelegt. Ein weiteres Problem im Zusammenhang mit der Anwesenheit von Spinnmilben ist ein erhöhtes Risiko für Pflanzenkrankheiten. Da die Spinnmilben den Saft aus den Blättern saugen, können sie auch Krankheiten verbreiten, die von anderen Pflanzen stammen – sowohl beim Outdoor-Anbau als auch beim Grow unter künstlichem Licht.

 

Wie erkennt man Spinnmilben?

Erste Anzeichen für das Vorhandensein von Spinnmilben sind helle Flecken auf den Blättern, die auch von oben sichtbar sind, obwohl Spinnmilben meistens von der Unterseite der Blätter aus saugen. Manchmal sieht es so aus, als ob die Blätter von Weißfäule befallen wurden, da sie sich blass färben und es so scheint, als ob sich eine weiße Schicht auf ihnen bilden würde. Spinnmilben befallen in der Regel zuerst die Blätter im unteren Bereich der Pflanzen. Ihre Anwesenheit zu erkennen ist recht schwierig, da sie sich auf der Unterseite der Blätter fortbewegen. Die überwiegende Mehrheit saugender Schädlinge wendet diese Strategie an, um ein Entdecktwerden zu vermeiden. Wenn einem also merkwürdige Flecken oder kleine Punkte auf den Pflanzen auffallen, sollte man sich zuerst die Unterseite der betroffenen Blätter näher anschauen. Wenn man winzige, sich bewegende Flecken entdeckt, handelt es sich höchstwahrscheinlich um Spinnmilben. Die Farben der Spinnmilben können dabei durchaus variieren, von orange über gelb-grün bis rot. Letzteres ist typisch für Panonychus ulmi. Tetranychus urticae zeigen zwei markante Flecken an den Seiten. Sie sind etwas behaart, was durch ein Mikroskop oder eine Lupe gut zu erkennen ist. Spinnmilben sind leicht an ihren acht Beinen von anderen Störenfrieden zu unterscheiden, denn diese Anzahl Beine ist bei Pflanzenschädlingen eher selten. Ihre Netze können ebenfalls dabei helfen, sie zu identifizieren. Diese sind weiß und fein, aber dennoch ziemlich kräftig.

Doch nicht nur wegen der Anzahl ihrer Beine sind Spinnmilben ziemlich schwer mit anderen Schädlingen zu verwechseln, denn sie sind besonders klein und tauchen dazu im Überfluss auf. Die einzige Art, die ihnen ähnelt und an denselben Pflanzen vorkommt, ist die Phytoseiulus persimilis – eine Raubmilbe mit acht Beinen und einem roten Körper. Sie ist allerdings ein natürlicher Feind der Spinnmilbe: sowohl die Larven als auch die ausgewachsenen Tiere ernähren sich ausschließlich von Tetranychus urticae. Sie leben jedoch nicht in besonders großen Populationen. Wer also eine kleine rote Spinne findet, die auf den Pflanzen umherwandert, kann sich freuen, dass es keine Spinnmilbe ist, sondern im Gegenteil einer ihrer größten Feinde.

 

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Um den Artikel weiterzulesen, müssten wir euch bitten, für kleines Geld die aktuelle Ausgabe 02/2018 unseres Print-Magazins Highway am Kiosk oder als E-Paper zu erwerben. Im weiteren Verlauf des Artikels ist zu erfahren, wie man sich am besten vor Spinnmilben schützt und wie man diese am besten beseitigt, wenn sie doch einmal auftreten...

 

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Das mag komisch klingen, aber auch beim Indoor-Grow kann einem das Wetter einen Strich durch die Rechnung machen. So geschehen vergangenen Freitag in West Yorkshire, wo die Polizei eine Plantage mit Pflanzen im Wert von rund 90.000 Euro hochnahm.



Einen Strich durch die Rechnung machte den Growern sozusagen Sturmtief Emma, das zu der Zeit über Großbritannien hinwegfegte und in einigen Regionen bis zu sechzig Zentimeter Schnee mitbrachte. Dadurch fiel den Gesetzeshütern auf, dass auf dem Dach des betroffenen Hauses, in dem sich die Plantage befand, im Gegensatz zu den Häusern in der Nachbarschaft seltsamerweise nur wenig Schnee lag.



Durch die Hitzeentwicklung der Growlampen, die die rund 322 Pflanzen mit ausreichend Licht versorgen sollten, blieb auf dem Hausdach so gut wie kein Schnee liegen. Als die Polizei zudem auf dem Grundstück einen starken Cannabisgeruch witterte, war der Fall klar und das Haus wurde gestürmt.

 

Da dort jedoch niemand angetroffen werden konnte, läuft nun eine Fahndung nach den Mietern, Angaben der Nachbarn zufolge handelt es sich um zwei etwa dreißigjährige Männer.

Nach zwei langen Monaten Wartezeit ist ab heute endlich die neue Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin an allen (Bahnhofs-)Kiosken, Grow- und Headshops erhältlich. Für schlappe 2,60 Euro (2,99 Euro in Österreich, 4,20 Franken in der Schweiz oder sogar nur 1,89 als E-Paper, beispielsweise bei Amazon) erhaltet ihr die volle Ladung Infos zu Cannabis, Legalisierung, Anbau indoor und outdoor und vieles mehr.

 

Eine Auswahl der Artikel der aktuellen Ausgabe:

 

Titelstory Die 10 besten Outdoor-Strains 2018 Das neue Jahr ist noch jung, doch wer in unseren Breitengeraden plant, sich auf sichere, gesunde und kostenschonende Art und Weise selbst mit Marihuana zu versorgen muss sich langsam an die Vorbereitungen machen. Highway stellt die 10 besten Outdoor-Cannabissorten für das Jahr 2018 vor.

 

 

Interview Trettmann – Inzwischen bereits seit einigen Jahren als Dancehaller-Sänger und Rapper (teilweise sogar mit ostdeutschem Akzent) unterwegs, kommt Trettmann gerade zu großer Berühmtheit und Features mit vielen bekannten Künstlern, etwa der 187 Straßenbande. Highway traf sich mit dem Musiker und Cannabisaktivisten zum Interview.

 

 

TV-Tipp Die Cannabis-Serie: Disjointed – Cannabis ist in aller Munde und wird nach und nach immer breiter akzeptiert. Dies äußert sich nicht zuletzt in einigen neuen Kiffer Serien, die von verschiedenen Sendern und Firmen produziert werden. Chuck Lorre (Two and a Half Man, Big Bang Theory) produzierte für Netflix Disjointed. Eine Kritik.

 

 

High School Moonrocks – Die weltweite Cannabisszene entwickelt sich immer schneller immer weiter und kreiert in den verschiedensten Bereichen neue Produkte. Moonrocks sind zum Konsum gedacht und bestehen aus Marihuana, Cannabisöl und Kief eine potente und auch teure Mischung, die von Highway in Amsterdam unter die Lupe genommen wurde.

 

 

Growing Gefahr im Garten – Was bringen die besten Outdoor-Strains, die in der Titelstory vorgestellt werden, wenn Schädlinge die Pflanzen peinigen? Im zweiten Teil der Serie „Gefahr im Garten“ wird ein ganz besonderer Feind der Cannabis-Grower vorgestellt und analysiert: die Spinnmilbe, die schon ganze Plantagen dem Untergang geweiht hat.

 

 

Story Mein erstes Mal – Innerhalb weniger Ausgaben konnte Autor und Lebenskünstler Donald Denzler mit seinen Erlebnisberichten aus 40 Jahren kiffen und dealen bereits viele Fans unter den Lesern gewinnen – dieses Mal geht er ganz zurück an den Anfang seiner Lebensgeschichte und berichtet von seiner Jugend und seinem ersten Joint überhaupt.

 

 

Kiffertypen Die Kifferfreundin – Unsere beliebte Serie der Kiffertypen widmet sich heute erstmals einer rein weiblichen Variante, nachdem der männliche Autor bislang nur männliche Kiffertypen vorstellte: der Kifferfreundin, die schon per Definition zum nachgeordneten Anhang des Mannes zu werden droht – sicher eine Verdrehung von gelebter Beziehungswirklichkeit.

 

 

Weitere Artikel Film: Das große Fressen +++ Sortenportrait: Sour Diesel +++ Goodies: Hanf-Liquid mit CBD +++ Produkttest: LED-Leuchte Rail 120 +++ High Five: Historische Kiffer +++ und vieles mehr...

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Eine Auswahl der Artikel der aktuellen Ausgabe:

 

Titelstory Aus dem Alltag eines Coffeeshop-Chefs Viele Cannabiskonsumenten haben eines Abends auf dem Sofa schon einmal beschlossen: „Ich mache einen Coffeeshop auf!“ Aber wie ist es, wenn man tatsächlich Chef eines solchen ist? Wir haben einen Shop-Besitzer aufgetrieben, der uns Rede und Antwort stand und aus seinem Leben berichtet.

 

 

Vor Ort Cannabis Normal! – Die Konferenz – Der Deutsche Hanfverband veranstaltete seine erste Konferenz und viele namhafte Experten in Form von Politikern, Kriminalbeamten, Juristen, Aktivisten, Wissenschaftlern und Medizinern kamen nach Berlin, um die Legalisierung und die Professionalisierung der Szene voranzutreiben.

 

 

Interview André Schulz, Bundesvorsitzender des Bunds Deutscher Kriminalbeamter – André Schulz ist Vorsitzender einer der drei deutschen Polizei-Gewerkschaften und spricht sich für eine Entkriminalisierung von Cannabis aus. Wir haben ein aufschlussreiches Interview mit ihm geführt und auch etwas über Marihuana in Polizeikasernen gelernt.

 

 

Growing One Woman Show – Uns erreichte interessante Post, die wir niemandem vorenthalten möchten: Einer unserer Leser hat ein System entwickelt, mit dem eine einzelne Cannabispflanze ganz einfach selbst aufgezogen werden kann – und das mithilfe einer halben Stunde Bastelarbeit anstelle von dreistelligen Investitionen in Grow-Zubehör.

 

 

Story Die Weed-Insel im Schilf – Donald Denzler berichtet erneut aus seiner Zeit in den Niederlanden. Die holländische Polizei verlangte in einem Jahr ausnahmsweise, sich an das erlaubte Anbau-Maximum von fünf Cannabispflanzen zu halten und gab Donald eine Woche, die überschüssigen verschwinden zu lassen. Die Lösung: eine schwimmende Insel.

 

 

Growing Gefahr im Garten – In unserer neuen Serie beschäftigt sich Grow-Guru Mr José mit den Plagegeistern des Cannabisgartens: Schädlinge und Krankheiten werden betrachtet und Hinweise gegeben, wie man sich (im Vorfeld und bei akutem Befall) gegenüber diesen Ärgernissen wehrt. Die Serie startet mit einem Dauergast in vielen Gärten – der Blattlaus.

 

 

Recht Haschisch an Bord – Ein Haschisch-Kurier muss regelmäßig davon ausgehen, dass ihm mehr Haschisch zum Transport übergeben wird als behauptet – sagt der Bundesgerichtshof. Rechtsanwalt Steffen Dietrich aus Berlin schaut sich den Sachverhalt für Highway anhand eines Fallbeispiels genauer an und klärt auf, was das bedeutet.

 

 

Weitere Artikel Film: Beim ersten Mal +++ Sortenportrait: Kosher Kush +++ Goodies: Rauch-Ringe +++ Kiffertypen: Der Medizinalhanf-Kiffer +++ Growing: Verschiedene Wege, Samen keimen zu lassen +++ High Five: Dichte Weihnachten +++ u. v. m.

 

 

 

 

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