Durch Zufall entdeckten Polizisten im Gewerbegebiet von Beckum eine Cannabisplantage, die etwa 1110 Pflanzen mit einer Höhe von 65 bis 75 Zentimeter umfasste. Die Pflanzen befanden sich in einem nur durch einen Zugang erreichbaren, etwa 10 mal 12 Meter großen Raum in einer leerstehenden Industriehalle. Die Plantage war professionell aufgezogen: Zeitschaltuhren regelten die Versorgung der Pflanzen und ein Dieselgenerator sorgte für die nötige Energie. Um den Betreiber zu stellen, legten sich die Gesetzeshüter in der Nähe der Halle auf die Lauer: Ermittlungen hatten ergeben, dass jeden Nachmittag eine Person vorbeischaut, um den Zustand der Anlage zu überprüfen. Der 30-jährige Mann aus Essen, der den Polizisten auch gleich ins Netz ging, sitzt nun in Untersuchungshaft. Die Anlage wurde abgebaut und die Pflanzen vorerst sichergestellt.

„Diese Menge hätte eine Ernte von rund 100 Kilo Rauschgift ergeben“, erklärte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt, Nadja Niesen. Nur durch einen anonymen Tipp kamen die Ermittler des Friedberger Rauschgiftdezernats auf die Spur der drei Grower aus dem Raum Hessen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft umfasste die Anlage stolze 3750 Pflanzen. Der Ort der Unternehmung, ein altes Anwesen samt Villa und Nebenhaus in Bad Vilbel, das direkt am nördlichen Stadtrand Frankfurts gelegen ist, wurde von den drei männlichen Tatverdächtigen in professioneller Weise für die Nutzung als Anbaufläche umgebaut. Das Amtsgericht Frankfurt erließ gegen die Männer mittleren Alters umgehend Untersuchungshaftbefehle.

 

Das sind Geschichten, die das Leben schreibt: eine 55-jährige Frau aus Neumarkt in der Oberpfalz benachrichtigte am Samstag die Polizei, da sie ihr etwa 7000 Euro teures Gebiss (!) verloren hatte. Die Beamten besuchten die Dame zu Hause, um den Sachverhalt aufzunehmen. Leider hatte die zahnlose Frau es versäumt, zuvor in der Wohnung klar Schiff zu machen und so fanden die Gesetzeshüter Cannabis und eine Aufzuchtanlage in ihrem Schlafzimmer. Auf einen Hinweis der Frau hin, der wohl unter Druck der Polizei getätigt wurde, schauten die Polizisten dann noch schnell in der Wohnung eines Bekannten vorbei.

 

Witzigerweise fanden die Ordnungshüter dort nicht nur weiteres Cannabis, nämlich elf Pflanzen, sondern auch das vermisste Gebiss. Ob es der Bekannte ob des hohen Wertes geklaut oder die 55-Jährige es einfach verlegt hatte, bleibt vorerst ungeklärt. Weiterhin bleibt auch die Frage, ob das Kauwerkzeug nun erst einmal bis auf Weiteres beschlagnahmt wurde oder endlich wieder da steckt, wo es hingehört…

Eine unglaubliche Szene hat sich in einer Ortschaft im englischen Kent zugetragen. Cameron Tucker, ein Lokalreporter der KMTV-Fersehnachrichten, berichtet gerade über ein ganz in der Nähe lebendes Pärchen, in dessen Wohnhaus 88 illegal angebaute Cannabispflanzen gefunden wurden. Der Reporter klärt die Zuschauer gerade über die Details des Falls auf: die Angeklagten hatten gegenüber der Polizei angegeben, aus den beschlagnahmten Pflanzen Cannabisöl für die Krebsbehandlung herstellen zu wollen, wurden aber nichtsdestotrotz zu einer zweijährigen Haftstrafe auf Bewährung und 150 Sozialstunden verurteilt. Doch plötzlich wird all dies zur Nebensache, als im linken Bildhintergrund hinter dem Reporter ein junger Mann hinter eine Hausecke hervortritt und entspannt die Straße entlang geht. Mit einem Mal erblickt der Mann die Kamera, schreckt auf und rennt wie von der Tarantel gestochen davon. Pikant: auf dem Arm trägt der Fußgänger eine große Topfpflanze, die einer Cannabispflanze doch sehr ähnelt.

 

Reporter Cameron Tucker, ganz Profi, versucht sich von dem kuriosen Flitzer nicht ablenken zu lassen und sagt unbeirrt weiter seinen Text auf. Im Nachhinein gab er an, dass es sich keinesfalls um eine gestellte Szene handelt, die Hintergründe der Aktion jedoch nach wie unklar sind, da der lauffreudige Herr bisher nicht aufgefunden und befragt werden konnte. Es dürfte nicht mehr lange dauern, bis sich der junge Mann mit der Topfpflanze in einigen Memes wiederfinden wird, das lustige Video jedenfalls hat längst das Netz erobert.

Das muss Liebe sein! Robbie Williams, Ex-Boyband-Mitglied und Rockstar (mit der in diesem Bereich üblichen Drogenvergangenheit), bekam zum Jahrestag von seiner Ehefrau Ayda Field eine komplett ausgestattete Cannabis-Aufzucht geschenkt, wie verschiedene Medien berichteten.

 

Diese wurde im Keller des Wohnhauses der Familie installiert. Da sich das Anwesen in Los Angeles befindet, ist dies ein komplett legales Unterfangen. Der Sänger, der sich im Lauf seiner Karriere schon jede verfügbare Droge eingeschmissen hat, dürfte mit dem nun endlosen Cannabis-Nachschub aus eigener Produktion nun noch leichter auf seinem inzwischen eingeschlagenen ruhigeren Lebensweg bleiben.

 

 

Du möchtest mehr Informationen über Cannabis und den Anbau von Cannabis? Wir können dir helfen: An jedem gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk sowie Head- und Growshop kannst du die brandneue Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin für lächerliche 2,60 Euro erwerben:

 

 

 Link: Highway am Kiosk finden (Deutschland) Link: Highway 03/2018 als E-Paper (PDF) kaufen Link: Highway 03/2018 für Kindle bei Amazon kaufen Link: Inhaltsvorschau von Highway 03/2018

Ein deutsches Gericht hat entgegen der Rechtslage einen 58-jährigen Mann freigesprochen, der für seinen Freund illegalerweise Cannabis angebaut hatte, um daraus Medizin herzustellen. Der Mann musste sich aktuell vor dem Amtsgericht Grimma verantworten. Sein ebenfalls 58-jähriger Mitbewohner und langjähriger Freund leidet seit Jahren unter einer bislang nicht genau zu diagnostizierenden Erkrankung, die bei ihm heftige Schmerzen verursacht.

 

Bereits vor zehn Jahren entdeckte er, dass Cannabis ihm dabei hilft, diese Symptome in den Griff zu bekommen. Jahrelang importierten die beiden daher Cannabis illegal nach Deutschland, um daraus eine Cannabispaste herzustellen – denn das Rauchen oder Vaporisieren ist körperlich zu anstrengend für den Erkrankten. Ohne eine Rauschwirkung zu veranlassen, half ihm diese Salbe bislang immer gut gegen die Schmerzen. Doch dafür war bis zu 5.000 Euro im Monat für illegales Cannabis notwendig – ein unhaltbarer Zustand.

 

Also beschloss der Gesunde, seinem kranken Freund zu helfen und für ihn Cannabis anzubauen, um so die horrenden Kosten zu regulieren. Doch 2016 kam es zu einer Hausdurchsuchung, da die Polizei Kundendaten eines Growshops einkassiert und durchforstet hatte.

 

So stand der Mann nun vor Gericht. Doch dieses ließ Gnade vor Recht ergehen und sprach den Mann frei: Ein Gutachter bestätigte den schlechten Gesundheitszustand des Freundes vor Gericht und legte glaubwürdig die Tragödie und die Hilflosigkeit der Medizin in diesem ganz konkreten Fall dar, sodass die Richterin keine Zweifel an der Notwendigkeit des Handelns sehen konnte, wie die „Sächsische Zeitung“ meldete. Da die Staatsanwaltschaft keine Rechtsmittel eingelegt hat, ist das Urteil inzwischen rechtskräftig. Dies ist in Deutschland ein absoluter Sonderfall.

 

„Ich bin zwar freigesprochen worden, kann deswegen aber noch lange nicht legal Cannabis anbauen“, sagte der Freigesprochene. Bei einem weiteren Gesetzesbruch würde die nächste Verhandlung vermutlich nicht so glimpflich ablaufen. Nun suchen die beiden nach einem Arzt, der Marihuana verschreibt...

Ein interessantes Urteil des Amtsgerichts Radolfzell: eine 34-jährige Frau musste sich dort wegen vorsätzlicher Beihilfe zum Anbau von Cannabis verantworten. Ihr Freund, mit dem sie sich eine Wohnung teilt, hatte in ebendieser Wohnung drei Cannabispflanzen aufgezogen, Ertragswert: 64 Gramm.

 

Die Frau argumentierte vor Gericht, sie hätte zwar von den Pflanzen gewusst, aber absolut nichts damit zu tun gehabt, ja nicht einmal gekifft. Den Anbau und Konsum ihres Partners habe sie zwar toleriert, aber nie für gut befunden.

 

Aufgeflogen war der Anbau, da ein Polizeibeamter, der gelegentlich Verwandtschaft im selben Haus besuchte, die Pflanzen auf einem Balkon entdeckte. Für die Polizei war der Fall auch klar: gemeinsame Wohnung, gemeinsame Pflanzen. Das Amtsgericht sah dies aber erfreulicherweise anders, wie der „Südkurier“ berichtet:

 

„Weil durch die Aussage des Polizeibeamten und die des Lebensgefährten keine Beweise geliefert werden konnten, dass die Angeklagte tatsächlich bei der Pflege der Marihuana-Pflanzen geholfen hatte – also durch Topfen, Gießen oder andere pflegende oder unterstützende Handlungen – wurde die Angeklagte freigesprochen. Es sei lediglich eine Duldung des Anbaus von Marihuana gegeben. Dies reiche aber für eine Verurteilung wegen des Tatbestandes der Beihilfe zum Anbau von Marihuana nicht aus, hieß es bei der Verkündung des Urteils.“

Update vom 2.4.: Viele haben es schon geahnt... April, April!

 

Glück im Unglück – oder doch eher Unglück im Glück? Ein Cannabis-Grower im beschaulichen Rodaun bei Wien erlebte etwas, was vermutlich noch nicht vielen vor ihm passiert ist: er sperrte sich versehentlich in seinem selbst gebauten Grow-Schrank ein – und das für über zwei Monate und drei Wochen.

 

Was sich im ersten Moment wie ein großer Spaß anhört, war tatsächlich ein großer Schock: „Nach zwei, drei Tagen bekam ich Todesangst. Aber schon nach einer Woche war mir nur noch langweilig – ab der Blütephase gab es dann auch zwölf Stunden am Tag Dunkelheit, einfach nur ätzend“, so der 43-jährige Grower Kai W.

 

Eigentlich wird die Anlage komplett automatisch betrieben, Grower Kai wollte sich nur an seinen jungen Pflanzen ergötzen, die er kurz zuvor eingesetzt hatte. Eigentlich ist er auf seinen Grow-Schrank Marke Eigenbau immer ziemlich stolz gewesen, doch die Türen mit den magnetischen Verschlüssen erwiesen sich im Nachhinein als reichlich schlechte Idee.

 

Als diese zufielen, begann Kais Leben mit den Pflanzen. Und die große Langeweile. Denn mit im Grow-Schrank hatte er nur Ed Rosenthals „Marijuana Grower’s Handbook“, zwei Tafeln Ritter Sport und ein paar Gramm Gras. „Feuer hatte ich in der Tasche, aber keine Papers. So musste ich das gute Grow-Buch Stück für Stück zum Joint-Rauchen nehmen – und natürlich auch noch für etwas anderes...“

 

Die Versorgung mit Trinkwasser war immerhin sichergestellt: „Aber ich konnte nur alle sechs Stunden trinken, wenn die Bewässerung einsetzte. Gott sei Dank dünge ich direkt die Erde und nicht über das Wasser.“ Die Schokolade teilte er sich von Anfang an sehr gut ein: „Ach das war kein Problem, ich war noch nie ein großer Esser.“

 

Aber das Gras reichte nicht so lange: „In der Blütephase habe ich dann immer Stück für Stück die Blüten schon abgebrochen und stundenlang unter die Lampen gehalten, damit sie ein bisschen trocknen. So konnte ich immer ein bisschen kiffen.“

 

Seine Ehefrau hatte Kai W. als vermisst gemeldet: „Dass er die ganze Zeit in der Wohnung war! In diesem Schrank da! Das konnte doch keiner ahnen. Ich wusste ja auch gar nicht wofür der Schrank gut war.“

 

Kais Pech, dass der Grow-Schrank komplett schallisoliert war – so konnte er sich nicht bemerkbar machen. Entdeckt wurde er schließlich, als die Polizei noch einmal zur Befragung der Ehefrau in der Wohnung war und dabei den Grow-Schrank entdeckte und fragte, ob sie einen Blick hinein werfen dürfe. Die nur von außen zu öffnenden Türen befreiten endlich den armen Grower – fast drei Monate waren seitdem vergangen.

 

Deutlich unterernährt und schwer genervt wurde Kai W. zunächst in ein Krankenhaus gebracht, das er aber nach einer Untersuchung gleich wieder verlassen durfte. Eine Anzeige von der Polizei muss er auch nicht befürchten: alle Blüten hatte er aufgeraucht, Blätter und Zweige in seiner Verzweiflung aufgegessen.

 

James Franco sicherte sich bereits die Filmrechte an dieser Geschichte und kündigte bereits an, den unglückseligen Grower in einer möglichen Verfilmung selbst spielen zu wollen.

Unser Do-it-yourself- und Anbau-Experte Chuck Lore schraubt nicht nur gerne selbst Dinge zusammen, sondern prüft auch die Arbeiten anderer auf Herz und Nieren. Dieses Mal stand ein Test der neuen LED „Rail 120“ der Firma Growking an, die nach einer intensiven Entwicklungsphase nun zur Marktreife gelangt ist.

 

Als ich von der Existenz der zu testenden Leuchte erfuhr, war ich zunächst ein wenig gelangweilt. Ich fragte mich, warum es schon wieder eine neue Speziallampe geben sollte, zahlreiche Modelle warten ja bereits auf Käufer und ihren Einsatzzweck. Doch das Datenblatt, das mir vorab via E-Mail zugesandt wurde, ließ mich neugierig werden. Das Messprotokoll zeigte Leistungsmerkmale, die erstaunlich gut waren. Die Messwerte waren im Prüflabor eines namhaften Herstellers ermittelt worden, also mit hoher Wahrscheinlichkeit korrekt. Dennoch hatte ich Zweifel und unterdrückte meine Vorfreude. Wenige Tage später war dann ein Paket für mich in der Post. Ordentlich verpackt, mit einer durchdachten Aufhängevorrichtung und allem nötigen Zubehör ausgestattet, lag die optisch ansprechende Lampe vor mir. Sogleich nahm ich sie in Betrieb, weil ich zumindest die Werte, die ich selbst messen konnte, überprüfen wollte. Und tatsächlich hielten die Fakten des Datenblatts der Kontrolle stand, mein Vertrauen in die neue Lampe war deutlich gestärkt. Bevor ich in Folge die Leistungsmerkmale der LED-Spezialleuchte erörtere, möchte ich zum besseren Verständnis noch etwas zu den Maßeinheiten anmerken. Der Lichtstrom, der von dem menschlichen Auge wahrgenommen wird, hat als Einheit Lumen. Dieser Wert sagt aus, wie hell oder dunkel eine Leuchte uns Menschen erscheint beziehungsweise wie viel Licht sie emittiert. Die Angabe bezieht sich auf ein gewichtetes Spektrum, weil die grün-gelben Anteile im Licht verstärkt wahrgenommen werden. Für Pflanzen ist dieser Wert weniger wichtig, weil diese hauptsächlich die roten und blauen Spektren des Lichts für die Photosynthese benötigen. Darum wird der verwertbare photosynthetisch aktive Photonenfluss, der in µmol/s angegeben wird, gemessen. Dabei werden die Lichtanteile auch gewichtet, sodass die für die Photosynthese nutzbaren Photonen aufgeführt sind.

 


Auch ist es wichtig zu wissen, wie viel Licht auf eine bestimmte Fläche projiziert wird, weil dies für das Lichtempfinden beziehungsweise das Wachstum der Pflanzen entscheidend ist. Daher wird für normales Licht die Beleuchtungsstärke in Lux angegeben. Ein Lux entspricht genau einem Lumen, das eine Fläche von einem Quadratmeter erleuchtet. Analog dazu wird bei Pflanzen die photosynthetisch aktive Photonenstromdichte verwendet, die in µmol/(m²s) angegeben wird. Wenn also eine Leuchte, die 500 µmol/s emittiert, eine Fläche von zwei Quadratmeter erhellt, dann können die dort stehenden Pflanzen sich auf 250 µmol/(m²s) photosynthetisch verwertbare Photonenstromdichte freuen. Natürlich gibt es auch einen Zusammenhang zwischen Lumen bzw. Lux und µmol/s bzw. µmol/(m²s). Für LED-Pflanzlampen gilt ganz grob folgender Zusammenhang:

1.000 Lumen entsprechen etwa 30,30 µmol/s
1.000 Lux entsprechen etwa 30,30 µmol/(m²s)

Die Umrechnung ist allerdings nur annähernd möglich. Das liegt daran, dass das genaue Spektrum der photosynthetisch aktiven Strahlung nicht endgültig bestimmt werden kann. Es weicht in der Literatur von Quelle zu Quelle, manchmal sogar im Laufe der Jahre verändert, ab. Dazu kommen die Unterschiede, die je nach Alter und Nährmittelversorgung sogar bei Pflanzen gleicher Art auftreten. Darum ist es wichtig, dass das emittierte Spektrum möglichst gut zu den Pflanzen passt, die damit bestrahlt werden. Harmoniert es nicht, wird das Licht trotz guter Messwerte nicht optimal verwertet.

 

 


Doch genug der allgemeinen Erklärungen, zurück zur neuen LED-Pflanzleuchte. Diese weist bei einer Leistungsaufnahme von etwa 120 Watt einen Lichtstrom von rund 6.800 Lumen auf. Dies sind errechnete 206 µmol/s, ein sehr guter Wert. Gemessen wurde gemäß DIN 5031-10 (2000) ein nur unwesentlich geringerer Photonenfluss von 203 µmol/s. Wird das Ergebnis auf die aufgenommene Leistung umgerechnet, ergeben sich 1,80 µmol/s je Watt. Gute Konkurrenzprodukte liefern immerhin 1,50 µmol/s je aufgenommenes Watt, andere LED-Pflanzleuchten kommen zum Teil lediglich auf 1,00 µmol/s pro Watt. Somit setzt die Rail 120 mit diesem tatsächlich gemessenen Wert neue Maßstäbe, zumal schon mit einer bestrahlten Fläche von nur 0,80 x 0,30 Metern die Lichtsättigung von Cannabispflanzen erreicht ist. Aus diesem Grund muss die LED-Lampe auch mindestens 25 Zentimeter über den Pflanzen hängen, sonst kann es wegen Überschreitung des Lichtsättigungspunkts zu Sauerstoffstress kommen, der dann die oberen Blätter zerstört. Neben den hervorragenden Lichtwerten bietet diese Lampe ein Spektrum, das die Bedürfnisse der Pflanze gut abbildet. Ein starkes, tiefes Rotlicht ist besonders für blühende Sorten geeignet und der Blauanteil, der ein Viertel des Rotanteils ausmacht, sorgt für stämmiges Wachstum. Kurz gesagt: Die neue Rail 120 ist eine Wucht. Sicher wird sie vielen Züchtern große Freude bereiten. Ihr Aufbau ist stabil und jedes Detail wirkt professionell. Die angegebenen Werte entsprechen den Tatsachen und ich konnte keinen technischen Mangel feststellen.

 

Weitere Informationen zur Rail 120 gibt es beim Hersteller unter www.growking.de/rail

Oft liest man von Cannabis-„Plantagen“, wenn tatsächlich Growboxen oder auch mal größere Räume mit einigen Hundert Cannabispflanzen gemeint sind. Mit dem Wort Plantage werden allerdings eigentlich deutlich größere landwirtschaftliche Betriebe bezeichnet. Inzwischen, im Jahr 2018, gibt es jedoch auch tatsächlich Cannabis-Plantagen, die diese Bezeichnung auch verdient haben.

 

Auch wenn dieser Titel in der letzten Zeit öfter mal wechselt, darf sich nun Canopy Growth aus Kanada damit schmücken – gerade rechtzeitig zur Legalisierung, die voraussichtlich am 1. Juli 2018 in Kanada in Kraft treten wird. Wie die „Rheinische Post“ berichtet, bietet die 100.000 Quadratmeter große Anlage in Langley nahe Vancouver Platz für 350.000 Cannabispflanzen. Die Lampen und Wärmestrahler der staatlich geprüften Cannabis-Plantage verbrauchen mehr (von dem aus Wasserkraft gewonnenem) Strom als eine komplette Großstadt.

 

Pro Jahr sollen in Langley mehr als 40 Tonnen geerntet werden – die erste Ladung gerade rechtzeitig zur Legalisierung in drei Monaten.