In den bisher erschienenen Ausgaben von Highway hat unser Autor Mr. José seinen Ruf als Spezialist fürs Growen unter Beweis gestellt und seine Gedanken zu den verschiedensten Aspekten des Anbaus mit den Lesern geteilt. Im aktuellen Artikel aus Highway 05/2016 soll jedoch nicht eine bestimmte Thematik des Cannabisanbaus betrachtet werden, sondern eine bestimmte Sorte – und zwar der Strain Wappa von Paradise Seeds, der durch Mr. José vom Samen bis zur Ernte begleitet und auf Herz und Nieren (beziehungsweise Blüte und Harz) geprüft wurde.

 

 

Der Strain Wappa ist angeblich aus der Sorte Sweet Skunk gezüchtet worden. Es handelt sich dabei um eine 60-prozentige Indica- und dementsprechend um eine 40-prozentige Sativa-Sorte. Paradise Seeds hat sie als eine ertragreiche und beim Züchten anspruchslose Sorte beschrieben. Weil Wappa schon mehrere Auszeichnungen erhalten hat, fiel die Wahl für den nachfolgend beschriebenen Indoor-Grow auf diese Sorte – inzwischen ist auch schon eine Automatik-Variante erschienen, die in diesem Test allerdings nicht berücksichtigt wurde.

 

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Die in der Liste ersichtliche Zusammenstellung der unterschiedlichen „Zutaten“ für den Grow hat sich auch bei anderen Grows bewährt. Es ist hilfreich, immer die gleiche Zusammenstellung zu benutzen, um so den Unterschied zwischen den einzelnen Sorten besser erkennen zu können. Die Bedingungen bezüglich Wachstum und Blüte sind dann sozusagen identisch. Zusammen mit den Sorten selbst wird somit auch gleichzeitig die Beständigkeit des Growsystems unter herkömmlichen Bedingungen getestet. An dieser Stelle sollte der Vorteil des gewählten Systems mit den AIR-POT-Töpfen hervorgehoben werden, da diese leicht sauber gehalten werden können und dank der Aluminiumkonstruktion nicht deformiert werden. Die Entladungslampen liefen schon den dritten Zyklus hintereinander und das ohne Schwierigkeiten. Für den Wachstum wurde eine Halogenlampe und für die Blüte eine Natriumdampflampe (NDL) genutzt.

 

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Keimen und Anpflanzen

Weil Wappa in Packungsgrößen zu drei, fünf und zehn Samen angeboten wird, wurden zwei Packungen mit jeweils zehn Stück gewählt. Zuerst wurden die Samen 24 Stunden in gewöhnlichem Wasser eingeweicht. In diesem Zeitraum sind bereits vier von ihnen aufgekeimt. Das war ein Zeichen dafür, dass die Samen in einer guten Verfassung sind, und daher wurden sie direkt in Torfrollen gesät. Die Samen hatten eine Keimfähigkeit von 100 Prozent und da dieser Grow auf 16 Pflanzen ausgelegt war, konnten also vier der Setzlinge noch in einem anderen System benutzt werden. Nach dem Aufkeimen wurden die Pflanzen noch in kleinere Blumentöpfe umgesetzt und erst nach einer Woche in die AIR-POTs eingepflanzt. Dieser Zwischenschritt sollte allerdings eigentlich besser übersprungen werden. Denn es ist immer besser, die Pflanzen so wenig wie möglich durch Umpflanzen zu belasten. Unter normalen Umständen würde man die Torfrollen mit den Setzlingen direkt in das System einpflanzen. Wegen technischer Probleme konnte in der Growbox jedoch zunächst nicht das optimale Klima hergestellt werden und daher wurden die kleinen Setzlinge zuerst in die Pflanzentöpfe eingepflanzt, die in eine kleinere und besser platzierte Box für Klone passten, wo sie bis zur Beseitigung des Mangels ausharren mussten.

 

Nach dem Einpflanzen in das System

Nach 20 Tagen seit dem Keimen wurden die Pflänzchen dann in das vorbereitete System umgesetzt und weil sie schon einen schönen Wurzelballen hatten, wurde die automatische Bewässerung angeschlossen. Die Probleme mit der Beheizung hatten fünf Tage gekostet, aber es ging leider nicht anders. Das Ziel des Grows war aber auch nicht ein revolutionär schnelles Züchten. Beim Züchten aus Samen sollte man im Vergleich mit dem Züchten aus Klonen immer mit einer Verlängerung der Wachstumszeit von minimal einer Woche rechnen, gewöhnlich aber bis zu zwei Wochen. Den Pflänzchen ging es sehr gut und sie sahen zufrieden aus. Die Temperaturen bewegten sich zwischen 18,5 °C nachts und 26 °C tagsüber. Die relative Luftfeuchtigkeit schwankte zwischen 48 und 90 Prozent, der EC-Wert lag bei 1,25, der pH-Wert bei 6,37.

 

 

...für den ganzen Artikel und weitere wertvolle Hinweise und Tipps sowie News und Unterhaltung, schaut einfach in die neuste Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin, die seit Dienstag für den Spottpreis von 2,30 Euro im gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk und Growshop erhältlich ist.

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Der Name Bubblelicious kommt bei dieser Cannabissorte nicht von ungefähr! Nicht nur, dass die Pflanzen dieser Sorte während des Grows ein starkes Kaugummi-Aroma verströmen – nach der Ernte nimmt der Kaugummi-Geruch und -Geschmack sogar nochmals zu. Und darüber hinaus sind einige Phänotypen dieses Strains nicht nur olfaktorisch und geschmacklich auf Kaugummi-Ebene: auch optisch kann diese Sorte ein unglaubliches, richtiggehendes Bubblegum-Pink entwickeln, das seinesgleichen sucht.

 

 

Die Genetik geht auf die Bubblegum aus Indiana in den USA zurück, die schon Anfang der 1990er-Jahre in die Niederlande gebracht und bei der Samenbank Nirvana zu Bubblelicious weiterentwickelt wurde. Der Hybrid hat ein leichtes Indica-Übergewicht und die Pflanzen bieten daher ein entspanntes, körperbetontes High. Der Anbau ist für Indoor-Gärten vorgesehen und hat eine Blühzeit von grob zehn Wochen vorzuweisen. Outdoor-Grower können allerdings auf die Variante der selbstblühenden Bubblelicious ausweichen.

 

 

 

 

Fotos von Nirvana: www.nirvanashop.com/de

Die Hawaiian Snow ist legendär und stolzer Gewinner des High Times Cannabis Cups 2003 und anderer Veranstaltungen. Geschmack und Geruch sind einzigartig hazig und gut wiederzuerkennen. Die THC-Werte liegen sehr hoch und es wurden schon bis zu 23 Prozent THC gemessen. Die CBD-Werte liegen bei dieser Sorte deutlich unter einem Prozent. Diese Sativa ist daher aus medizinischen Gesichtspunkten vor allem in der Schmerztherapie geeignet – oder aber auch als Antidepressivum.

 

 

Die starke Sativa-Wirkung ist allerdings nicht für jedermann geeignet, für Anfänger empfehlen sich vielleicht zunächst besser andere Sorten. Aber auch der Anbau dieser Sorte ist eher für erfahrenere Grower geeignet. Optimale Ergebnisse werden indoor erzielt, aber auch outdoor kann man sein Glück versuchen, jedoch sollte man sich dort besonders aufmerksam um die Pflanzen kümmern.

 

 

 

 

 

Alle Fotos von Green House Seeds: www.greenhouseseeds.nl

Damit Cannabispflanzen füllige und potente Buds entwickeln, müssen sie optimal mit Nährstoffen versorgt werden. Doch nicht nur die bloße Versorgung spielt eine Rolle. Auch muss man im Growmedium eine Umgebung herstellen, bei der die Pflanze Nährstoffe überhaupt aufnehmen kann. Genau da spielt der pH-Wert eine wichtige Rolle.

 

In der aktuellen Ausgabe von Highway (seit Freitag am Kiosk oder als E-Paper erhältlich) befasst sich unser Grow-Guru Junior Gong mit dem pH-Wert und Allem, was dazugehört. Ein kleiner Ausblick:

 

Jeder Grower kennt es: Die Cannabispflanze zeigt Mangelerscheinungen, die einfach nicht verschwinden wollen. Und obwohl die Dünger-Dosis erhöht wird, leiden die Pflanzen weiterhin, als ob sie in den Hungerstreik getreten wären. Gerade Anfänger tappen in diese „mehr hilft mehr“-Falle und vergessen dabei, sich zunächst zu fragen, warum die Pflanze die Nährstoffe nicht aufnimmt. Im gerade genannten Fall hätte der Grower mit einem fünf Euro teuren pH-Test-Kit und fünf Minuten Zeit den pH-Wert messen können, der in den meisten Fällen für einen Nährstoffmangel verantwortlich ist.

 

Was ist der pH-Wert überhaupt?

 

Der pH-Wert gibt an, ob eine Substanz eher sauer (niedriger Wert) oder basisch (höherer Wert) ist. Die Skala reicht von 1 bis 14 und ist logarithmisch aufgeteilt. Ein pH-Wert von 7 gibt an, dass eine Substanz neutral ist. Der Bereich 7 bis 14 gibt an, dass eine Substanz eher basisch ist. Der Bereich 0 bis 7 gibt an, dass eine Substanz eher sauer ist. In der Pflanzenwelt bestimmt der pH-Wert im Boden, welche Nährstoffe in welcher Menge von der Pflanze aufgenommen werden können. Das Maß dieser Aufnahmefähigkeit ist als Bioverfügbarkeit bekannt. Manche Nährstoffe werden in sauren Böden besser aufgenommen, andere wiederum in eher basischen. Da jede Pflanzenart einen unterschiedlichen Mix an Nährstoffen braucht, hat jede Art auch einen eigenen „Lieblings-pH-Wert“-Bereich. Beim Cannabisanbau ist der Boden das Growmedium (beispielsweise Blumenerde), auf dem man growt. Auch zu beachten ist das Gießwasser, das auch einen eigenen pH-Wert hat und damit den pH-Wert des Growmediums bei der Bewässerung beeinflusst.

 

 

Optimaler pH-Wert beim Grow

 

Alle Nährstoffe, die die Cannabispflanze braucht, haben dabei einen eigenen optimalen Bereich auf der pH-Wert-Skala, in dem sie optimal aufgenommen werden. Ist der pH-Wert rund um die Wurzeln zu hoch oder zu niedrig, können manche Nährstoffe nicht richtig aufgenommen werden. Ab einem bestimmten Wert kann die Aufnahme sogar komplett blockiert werden. Beispielsweise wird Stickstoff bei einem Grow auf Erde am besten bei einem pH-Wert von 7,0 aufgenommen. Mangan dagegen wird bei etwa 5,0 am besten aufgenommen – ein Wert bei dem Stickstoff allerdings nur noch in geringen Mengen in die Pflanze gelangt. Bei einem Hydroponik-Grow, also ohne Growmedium, weicht die Bioverfügbarkeit je nach pH-Wert etwas ab. Da man natürlich den Kleinen alle nötigen Nährstoffe zuführen möchte, muss ein Kompromiss-Wert her. Und da manche Nährstoffe nur in Kleinstmengen gebraucht werden, kann man einen optimalen Bereich für den pH-Wert wählen, bei dem noch genug von allem durchkommt. Insgesamt mag die Cannabispflanze eine leicht saure Umgebung rund um die Wurzeln. Damit können alle nötigen Nährstoffe aus dem Growmedium in ausreichender Menge aufgenommen und zur Pflanze transportiert werden. Je nachdem ob man mit Erde, Cocos oder Hydroponik growt, ist der optimale Bereich für den pH-Wert unterschiedlich (siehe Kasten).

 

...mehr zum pH-Wert findet ihr in Ausgabe 03/2016 von Highway. Der Artikel zum pH-Wert beschäftigt sich in Highway 03/2016 weiterführend mit folgenden Themen:

 

Den pH-Wert während des Grows regulieren

Wie den pH-Wert messen?

PH-Wert korrigieren

Was wird benötigt?

Gießmischung und Gabe

 

Highway 03/2016 ist ab sofort für schlappe 2,30 Euro am Kiosk oder im Head-/Growshop erhältlich. Alternativ kann Highway auch für 1,89 als E-Paper erworben werden.

 

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Weblink: Highway 03/2016 als E-Paper kaufen

Weblink: www.cannabisanbauen.net von Junior Gong

Je nach Region wird man durch Cannabisanbau ganz automatisch zum Outlaw. Aber mit dieser Sorte von Dutch Passion kann man auch in legalen Anbaugebieten den Outlaw zum Vorschein bringen. Die Elternpflanzen sind die Strains Super Haze und Amnesia. Das macht auch Outlaw zu einer potenten Pflanze mit starken Sativa-Anteilen und einem ordentlichen High. Geschmacklich sind die Vorfahren ebenfalls noch vertreten, hinzu kommt eine Note von Zitrusfrüchten. Der Anbau gelingt am besten in Hydrokultur. Die Blütezeit liegt bei etwa 12 Wochen. Outlaw ist eine klare Indoor-Pflanze. Für den Außenanbau ist der Strain weniger geeignet, wenn sollten die Pflanzen zumindest von einem Gewächshaus geschützt werden. 

 

 

Fotos von: www.dutchpassion.nl/de/