Black Russian kann man nicht nur trinken – nein, wer weniger auf Alkohol, aber dafür mehr auf den angenehmen und friedlichen Rausch der Cannabispflanze steht, kann sich dennoch mit einem Black Russian berauschen. Die Samenbank Delicious Seeds kreuzte den Strain dieses Namens aus den berühmten Elternpflanzen Black Domina und White Russian (bekanntlicherweise existiert unter diesem Namen ebenfalls ein beliebter Cocktail).

 

 

Die Black Russian ist indica-dominant und das nicht zu knapp. Den 80-prozentigen Anteil merkt man doch deutlich – Black Russian ist eher für den Feierabend oder eine gemütliche Runde im Bett gedacht, die Wirkung ist dabei recht lang anhaltend und bei THC-Werten zwischen 15 und über 20 Prozent auch recht stark – einen Gegenpol in Form von einer guten Ladung CBD kann man bei der Black Russian nicht erwarten.

Beim Riechen erwartet man auch eher einen schwächeren Geschmack, doch dieser ist ungleich stärker und bietet eine ganze Palette tropischer Früchte, Süße, aber auch strengere Aromen. Die Pflanze verzeiht Anbaufehler relativ gnädig und kann im heimischen Garten wie auch unter Kunstlicht gezogen werden. Die geernteten Blüten haben eine hellgrüne Farbe mit hellorangen Haaren.

 

 

 

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Der Weed-Strain, den wir heute betrachten, lässt vom Namen her schon einmal Gutes erahnen: Haoma heißt die Kreation aus dem Hause der kanadischen Seedbank House of the Great Gardener. Haoma ist ein anderes Wort für „Soma“ – Rauschtrank der Götter aus den indischen Veden. Der Soma-Kult in Indien und Persien ist inzwischen ausgestorben, nicht aber die Vorliebe der Menschen für den Rausch.

 

 

Diese kanadische Kreuzung vereint Mendocino Purps und die klassische Afghani-Indica, die bei House of the Great Gardener unter dem Namen GG1 läuft. Im Ergebnis haben wir mit Haoma eine 70-prozentige Indica vorliegen, die kleine, aber dichte und schwere Blüten hervorbringt. Die Wirkung ist entsprechend beruhigend und entspannend und wird nicht nur für den bereits im Namen enthaltenen Rausch genutzt, sondern auch zur Linderung diverser Beschwerden wie Schmerzen und Spastiken.

 

 

Getestet haben die Sorte nämlich die Mitglieder des Medical Cannabis Clubs der Züchter von House of the Great Gardener. Diesen wurden die besten Phänotypen der Haoma-Experimente gegeben, damit sie ihre Favoriten auswählen konnten. Die Sorte blüht sehr schnell und lässt sich auch von Neulingen gut anbauen. Der CBD-Gehalt ist bei Haoma deutlich unter einem Prozent gehalten und damit sehr niedrig. Samen sind feminisiert oder regulär erhältlich.

Diese Sorte der Samenbank Green House Seeds knallt ordentlich rein, der Name ist Programm. Am besten schnappt man sich eine Staffel Big Bang Theory und guckt eine Folge nach der anderen, denn wirklich viele Alternativen hat man nach der zweiten Tüte nicht mehr. Die Vorfahren des Strains sind Skunk, Northern Lights und El Niño. Big Bang selbst ist eine 80-prozentige Indica und das merkt man auch. Auch gibt es eine Big Bang Autoflowering, die sich aus 70 Prozent aus Indica, 20 Prozent Sativa und 10 Prozent Ruderalis zusammensetzt. Sowohl Big Bang als auch Big Bang Autoflowering sind feminisiert.

 

Big Bang (Feminisiert)

 

Big Bang Autoflowering (Feminisiert)

 

Die starke, indicalastige Wirkung ist aber gewollt, denn dieser Strain wurde vor allem für medizinische Zwecke erschaffen und ist somit auch ein offizielles niederländisches Apothekenprodukt, das vor allem gegen Schmerzen und verschrieben wird. Der Anbau endet drinnen nach etwa neun Wochen Blütezeit, draußen im September. Die Auto-Version blüht etwa sechs Wochen und eignet sich drinnen vor allem beim Sea-of-Green-Anbau.

 

Die Peyote Purple ist eine sehr eigentümliche Pflanze, die aus Abkömmlingen einer Bubba Kush selektiert wurde. Besonders auffällig ist die sehr starke Ausprägung der Farbe Lila, die die ganze Pflanze betrifft. Erdig-würzige, aber auch süße Töne bestimmen Geruch und Geschmack dieser Pflanze, die teilweise auch ein Aroma von Kaffee und Schokolade hinterlässt.

 

Die Wirkung ist stark und kann einen schon gelegentlich kalt erwischen, denn mit Peyote Purple liegt ein absolutes Indica-Schwergewicht vor. Kultiviert werden kann diese Sorte der relativ unbekannten Samenbank Cannabiogen, die zum Umfeld von ACE Seeds gehört, nicht nur indoor, sondern auch gut im heimischen Garten. Erntezeit ist hier Ende September.

Bei Kalashnikova handelt es sich um echtes Mörderzeug – der Name geht aber wohl auch auf die Elternpflanzen zurück, denn Kalashnikova ist eine Kreuzung aus den beiden Weed-Größen AK-47 und White Widow, die auch schon beide im Zuge unserer „Cannabis Checks“ auf unserer Website vorgestellt wurden. Wer jetzt dennoch daran glaubt, nach dem Konsum von Kalashnikova den Dancefloor unsicher machen zu können, dem sei noch mit auf den Weg gegeben, dass es sich um eine 80-prozentige Indica handelt, deren Körpereffekte recht heftig sein können, auch wenn der Kopf noch mitmacht: Ruhigere Aktivitäten sind also eher zu empfehlen.

 

 

Die feminisierte (und auch als Automatic-Variante erhältliche) Sorte Kalashnikova stammt von der Samenbank Green House Seeds und kommt auf THC-Werte von bis zu 15 Prozent, während CBD- und CBN-Anteile jeweils gegen Null tendieren. Medizinisch ist dieser Strain daher am besten als Schmerzmittel beziehungsweise Appetitanreger einsetzbar. Ein Anbau kann indoor (acht Wochen Blütezeit) wie outdoor (Ernte Ende September) durchgeführt werden. Der Geruch wird eher von Fruchttönen bestimmt, während der Geschmack in Richtung Moschus und Haschisch abdriftet.