Cannabis kann einfach nicht verdrängt werden. In den etwa 80 Jahren seiner Verbannung und Illegalisierung war es immer und überall verfügbar. Nun ändern die ersten Länder wieder ihre Gesetze und Cannabis wird nach und nach wieder in die westlichen Kulturen integriert. Wenn auch nur mit kleinen Schritten.

 

Große Schritte macht hingegen das internationale Cannabusiness. In allen Ländern dieser Erde, allen voran natürlich in Nordamerika, sprießen die Cannabisfirmen aus dem Boden. Die Geschäftsfelder sind vielfältig: vom Samen über Anbauzubehör zum Anbau selbst. Dann kommen Hersteller diverser Ernte-, Trocken- und Aufbewahrungshilfen ins Spiel, natürlich die Verkaufsstellen und dann die Hersteller von Papers, Pfeifen, Vaporizern.

 

Doch mit dieser „Lieferkette“ ist noch lange nicht jeder Bereich abgedeckt, in dem mit dem Produktfeld Cannabis Geld verdient werden kann. Die Möglichkeiten sind zahlreich und oft auch lohnend. In Deutschland interessiert gerade viele Menschen die Frage, ob sich nun mit dem Anbau von Cannabis für die Apotheken-Ausgabe Geld verdienen lassen kann – beziehungsweise, wie man in naher Zukunft an eine solche Anbaulizenz von der ganz frisch gegründeten Cannabisagentur gelangen kann.

 

Dies ist eins der Themen, dass am 11. und 12. April in Berlin auf der Internationalen Cannabis Business Conferenz – kurz ICBC – besprochen werden wird. Unter dem Titel „Medizinisches Cannabis in Deutschland: Die Regeln für Produzenten, Apotheken und Patienten“ wird Georg Wurth vom Deutschen Hanfverband die Diskussion dieses Blocks leiten. Dort werden sowohl die Voraussetzungen zur Cannabis-Produktion in Deutschland erläutert als auch auf die Rolle der Produzenten im zukünftigen Zusammenspiel von Apotheken und Patienten eingegangen.

 

Die zweitägige Konferenz im Berliner Maritim Pro Arte Hotel, die auch schon in San Francisco, Vancouver und Hawaii stattfand, bietet an beiden Tagen ein vollgepacktes Programm und die Referenten sind hochklassig: Den meisten Lesern dürfte etwa Tommy Chong, die eine Hälfte des Komiker-Duos Cheech und Chong, ein Begriff sein. Zuletzt berichteten wir im Januar über ihn, als er ein Pfund Marihuana an den „Hollyweed-Guy“ verschenkte.

 

Dann kommt die Cannabisanbau-Legende Ed Rosenthal in Berlin vorbei – Autor diverser Cannabis-Bücher und Autor des einzigen Anbau-Buchs, das jemals von der „New York Times“ besprochen wurde. Doch nicht nur das: Die bekannte Samenbank Sensi Seeds benannte den ebenso bekannten Cannabis-Strain Ed Rosenthal Super Bud nach ihm.

 

Alan Dronkers, der älteste Sohn des Chefs eben dieser Samenbank, wird ebenfalls bei der ICBC als Redner anzutreffen sein. Auch der berühmte Grower Kevin Jodrey aus Humboldt County wird von seinem bewegten Leben an der Spitze des amerikanischen Green Rushs berichten. Ein Artikel über ihn aus der „Washington Post“ gewann sogar den Pulitzer-Preis. Auch der aus Fernsehen und YouTube bekannte Cannabist-Aktivist Steve DeAngelo wird sich zu Wort melden.

 

Aus Deutschland werden auch einige Gäste anzutreffen sein, etwa der vermutlich bekannteste Cannabispatient des Landes, Günter Weiglein, oder auch Deutschlands garantiert bekanntester Cannabis-Arzt, Franjo Grotenhermen.

 

Aber auch die Liste der Referenten, deren Namen einem erst einmal nichts sagen, ist lang und gut aufgestellt. Als Beispiele seien hier noch Dana Rohrabacher, US-Republikaner, der Kalifornien im amerikanischen Kongress vertritt, oder Dr. Ingo Michels, der Leiter der Geschäftsstelle der Drogenbeauftragten beim Bundesministerium für Gesundheit, genannt.

 

Die Vorträge werden übrigens größtenteils auf englisch abgehalten, jedoch stehen Simultandolmetscher über Kopfhörer zur Verfügung. Die deutschen Vorträge werden umgekehrt ebenso ins Englische übersetzt.

 

Am Vorabend der zweitägigen Konferenz findet noch ein VIP-Empfang statt, richtig los geht es dann am Dienstag, den 11. April. Mehr oder weniger im Stundentakt gibt es dann an beiden Tagen von morgens bis abends Vorträge, beispielsweise zu den Themen „Extraktion und Konzentrate“, „Testverfahren und Standardisierung“, „Der Entourage-Effekt von Cannabinoidsäuren“, „Cannabis in den Medien“, „Zielgruppenfindung und Markenentwicklung“, „Sorten, Globalisierung und Patente“, „High-Tech beim Cannabisanbau“ und dergleichen mehr.

 

Karten für die Konferenz sind noch über die Website internationalcbc.com/deutschland/ zu beziehen. Allerdings handelt es sich bei der ICBC tatsächlich um eine reine Business-Konferenz. Dies spiegelt sich auch in den Preisen wieder: Das Ticket inklusive Eintritt zur After-Show-Party am Dienstag kostet 499 Dollar, das Ticket mit Zugang zum VIP-Empfang schlägt mit 649 Dollar zu Buche.

 

Wem das zu teuer ist, der kann sich auf Highway – Das Cannabismagazin verlassen: wir sind vor Ort und berichten euch von den Highlights!

 

ICBC Berlin

Termin: 11. und 12. April 2017 (VIP-Empfang am 10. April)

Öffnungszeiten: jeweils 8.30 bis 17 Uhr, VIP-Empfang am Montagabend

Veranstaltungsort: Maritim Pro Arte Hotel Berlin

Preis: 499 Dollar, inkl. VIP-Empfang 649 Dollar

Website: internationalcbc.com/deutschland/

Die Highway-Redaktion wurde eingeladen, sich schon einmal im Vorfeld die neue Kiffer-Komödie Lommbock anzuschauen, die ab dem 23. März in den Kinos läuft. Da haben wir uns natürlich nicht zweimal bitten lassen und sind direkt nach Hamburg gefahren, um uns Lommbock, den Nachfolger der legendären Kiffer-Komödie Lammbock, mit Moritz Bleibtreu und Lucas Gregorowicz reinzuziehen.

 

Doch das war nicht alles, was wir uns reingezogen haben: Denn nach dem Film haben wir uns mit Moritz Bleibtreu und Lucas Gregorowicz getroffen in einem Hamburger Hotel getroffen. Unmittelbar nachdem wir von Lucas und Moritz freundlich begrüßt wurden, verschwindet Moritz Bleibtreu kurz im Nebenraum und kehrt mit einem Stück schwarzen Haschisch wieder – „endlich einmal fachkundige Interviewer“, freut er sich und beginnt einen Hasch-Joint zu drehen.

 

Da aber große Teile der Highway-Redaktion nur pur rauchen, beschließen wir, einen Joint aus den Highway-Reserven zu drehen, damit auch jeder daran ziehen kann. Rein zufällig haben wir Gras der Marke „genmanipulierte Haze-Scheiße“ am Start – eine Formulierung, wie sie im neuen Film Lommbock des Öfteren vorkommt. Denn Kai (Moritz Bleibtreu) und Stefans Vater (gespielt von Elmar Wepper) beschweren sich in der neuen deutschen Kifferkomödie des Jahres 2017 mehrfach über die „genmanipulierte Haze-Scheiße“ und reminiszieren über Cannabissorten vergangener Tage, die nur einen geringeren THC-Anteil aufwiesen.

 

Sollten wir uns eigentlich wundern, dass einer der größten deutschen Schauspieler einen Joint mit uns raucht? Nein, sollten wir nicht, wir gehen eigentlich davon aus, dass das Kiffen unter Filmstars mindestens so stark verbreitet ist wie in der restlichen Bevölkerung und machen uns daher direkt daran, mit unserem Interview loszulegen.

 

Highway: Jungs, ihr verkörpert in Lommbock zwei „klassische“ Cannabiskonsumenten. Was macht für euch denn einen Kiffer aus?

 

Lucas Gregorowicz: Der muss auf jeden Fall kiffen.

 

Moritz Bleibtreu: Lucas hat so einen Lauf, du ahnst nicht, was er eben rausgehauen hat...

 

Highway: Das stimmt natürlich, aber seht ihr auch noch andere Konstanten? Uns ist vor allem aufgefallen, dass der „Klischee-Kiffer“ in beiden Filmen angesprochen wird – und nicht all zu gut dabei wegkommt.

 

Moritz Bleibtreu: Also, ich persönlich war noch nie ein Freund des Klischee-Kiffer-Bildes. Das Bild an sich kommt bestimmt auch dadurch zustande, dass das Kiffen eben durch die Art und Weise, wie es wirkt, eher eine introvertierte Droge ist – eine Droge, die eher nachdenklich macht, manche Leute auch paranoid oder wer weiß, was alles. Es ist keine Droge, die zu Selbstüberschätzung führt oder die dich hemmungslos macht oder dir ein falsches Selbstwertgefühl vermittelt, so wie beispielsweise Alkohol. Und ich glaube, das ist auch der große Unterschied zwischen Cannabis und eigentlich allen anderen Drogen: es ist eine Droge, die dich mehr zu dir selbst führt und dir nichts vorspielt. Und deswegen ist Cannabis im Gesamtkontext nicht besonders beliebt in der profitorientierten Gesellschaft. Sicher auch, weil es eine Droge ist, die eher dazu führt, dass man auf der Couch sitzen bleibt und Fünfe gerade sein lässt.

 

Lucas Gregorowicz: Cannabis macht halt meist nicht gerade effizient.

 

Moritz Bleibtreu: Genau! Anstatt dass du wie auf Kokain oder Crystal Meth vier Tage durchballerst und arbeitest und ein produktives Mitglied dieser Gesellschaft bist. Ich glaube, es hat auch viel damit zu tun, dass Cannabiskonsumenten stigmatisiert werden.

 

Moritz Bleibtreu zeigt seine Jointbau-Fähigkeiten

 

Highway: Natürlich hätten wir auch direkt gefragt, ob ihr selbst Cannabis konsumiert. Moritz, dass du es tust, sehen wir gerade – aber wie sieht es bei dir aus, Lucas? Kiffst du gar nicht oder nur selten?

 

Lucas Gregorowicz: Also ich habe kurz vor dem Drehbeginn des ersten Teils aufgehört zu kiffen – und seitdem, bis auf ein paar Versuche, die auch mächtig schief gegangen sind, einfach beschlossen, dass das keine Droge für mich ist. Weil sie mit mir Dinge macht, die ich nicht gut finde und über die ich keine Kontrolle habe. Ich kann es einfach nicht, ich komm davon nicht gut drauf. Trotzdem finde ich ein Verbot und eine Verteufelung überhaupt nicht gut, da so eine verruchte Aura entsteht, wo Jugendliche sich vielleicht genötigt fühlen, mitzumachen, um dazuzugehören. Und das macht es den Leuten, die damit nicht klarkommen, schwerer, sich das einzugestehen. Und solche Leute gibt es ja. Ich habe jedenfalls irgendwann beschlossen, dass das nicht meine Droge ist. Also ich kenne Leute, die werden dann irgendwie entspannt, denen tut das gut, denen macht es Spaß und die werden wirklich lustig. Und ich denke mir währenddessen: Oh Mann, der einzige Ausweg aus dieser Situation ist der Freitod. Und daher habe ich überhaupt kein Problem damit, auch damals schon, einfach zu sagen: ich mach es halt nicht. Weil es mir nicht guttut. Und diese Freiheit muss man haben, aber im Gegenzug sollte auch jeder die Mündigkeit haben dürfen, sich dafür zu entscheiden.

 

Highway: Das wäre auch im weiteren Verlauf eine unserer Fragen gewesen, ob Ihr auch schon mal schlechte Erlebnisse mit Cannabis gehabt habt.

 

Lucas Gregorowicz: Also ich kann das leider gar nicht, auch wenn ich es eigentlich super fände – ich rieche es gerne, ich finde den Vorgang toll, ich würde theoretisch auch ganz gerne mal ab und zu kiffen...

 

Moritz Bleibtreu: Also Lucas hat es jetzt beim zweiten Teil wieder ein paar Mal probiert. Wir haben den Film gedreht und ein, zwei Mal hab ich ihm dann ein kleines Eckchen mitgegeben, aber es ging nicht. Lucas kam dann am nächsten Morgen, ich hab ihn gefragt, wie es war – und er nur wieder so: „Kurz vor Freitod!“ Also, ich glaub wir lassen das. (Beide lachen)

 

...all zu viel wollen wir aber an dieser Stelle natürlich nicht verraten, da ihr das komplette sechsseitige Interview in der neuen Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin lesen könnt. Im weiteren Verlauf des Interviews geht es weiter rund um Cannabis und Lommbock: Moritz Bleibtreu verrät, was und wo er am liebsten raucht, wieso Kiffen für ihn gut ist (und Lucas Gregorowicz verrät ausführlich, warum es für ihn nicht gut ist), wie er zur Legalisierung von Cannabis steht, seine Erfahrungen mit Oral konsumiertem Marihuana, wie es ist, wenn man vor der Schule schon Bong raucht – und natürlich, ob die beiden bei den Dreharbeiten für Lammbock und Lommbock echtes Gras geraucht haben.

 

Das ganze Interview sowie unser kleines Lommbock-Spezial inklusive unserer Film-Besprechung findet ihr ab sofort für lächerliche 2,60 Euro an jedem gutsortierten (Bahnhofs-)Kiosk, Grow- und Headshop.

Weblink: Highway am Kiosk finden

Das neue Heft ist da! Die neue Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin ist ab sofort für schlappe 2,60 Euro an jedem gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk, Head- und Growshop in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich.

 

Und was ist das für eine Ausgabe! Eines der Highlights: Wir haben zusammen mit Moritz Bleibtreu in einem Hamburger Hotel gekifft und uns mit ihm und Lucas Gregorowicz über ihre neue Kiffer-Komödie Lommbock unterhalten, die ab März im Kino läuft.

Eine Übersicht der deutschen Kioske, die Highway führen findet ihr bei mykiosk.com – alternativ könnt ihr Highway auch preisgünstig als E-Paper erwerben.

 

Inhalte von Highway 02/2017 (Auswahl):

 

Titelstory Cannabis auf Rezept Derzeit beschäftigt ein Thema ganz Deutschland: Cannabis auf Rezept! Der Bundestag bereitete Ende Januar den Weg für vom Arzt verschriebenes Cannabis – mit Start in diesem Frühling! Wir präsentieren die wichtigsten Fakten und zudem einige der offenen Fragen, die bislang noch nicht beantwortet wurden.

 

 

Film Lommbock – Über 15 Jahre mussten Millionen Kinofans auf den Nachfolger von „Lammbock“ mit Moritz Bleibtreu und Lucas Gregorowicz warten. Wir waren als einziges Cannabismagazin zum Pressescreening eingeladen und besprechen ausführlich die neue und langersehnte Kifferkomödie, die am 23. März in die deutschsprachigen Kinos kommt.

 

 

Interview Moritz Bleibtreu und Lucas Gregorowicz – „Ich rauche gerne mal einen Joint“, sprach Moritz Bleibtreu und tat es auch: Wir haben uns mit ihm und Lucas in Hamburg auf einen Joint getroffen und über die Vor- und Nachteile des Kiffens, eine mögliche Cannabislegalisierung und natürlich ihren neuen Film „Lommbock“ gesprochen.

 

 

High School Cannabis richtig bewässern Cannabis bewässern – klingt eigentlich wie ein einfaches Thema: Wasser rein und fertig Nicht ganz! Um am Ende eine gesunde und kräftige Cannabispflanze großgezogen zu haben, muss ein Grower bei der Bewässerung einige Dinge beachten. Unser Grow-Guru Junior Gong zeigt auf, welche Dinge dies sind.

 

 

Nachruf Franco Loja – Eine der absoluten Größen der weltweiten Cannabisbranche, Franco Loja, verstarb im Januar mit nur 42 Jahren an den Folgen einer Malariainfektion. Wir werfen einen Blick auf das Leben des Züchters, Growers und Strain Hunters und befassen uns in einem Portrait mit einer seiner Cannabis-Kreationen – der Hawaiian Snow.

 

 

Growing Frühlingserdwachen – Die ersten zarten Sonnenstrahlen lassen sich blicken. Da juckt es den ein oder anderen Hobbygärtner bereits in den grünen Daumen. Auch wenn es noch ein paar Wochen bis zum Start der Outdoor-Saison sind, kann man bereits jetzt schon erste Vorbereitungen treffen – etwa die Erde für das Frühjahr vorbereiten.

 

 

Do-it-yourself Fermentation – Cannabis-Humidor selbst gemacht – Was ist eigentlich Fermentation? Und was kann die so genau? Außerdem: eine Bauanleitung von unserem Do-it-yourself-Experten Chuck Lore für einen einfachen und leicht umzusetzenden Cannabis-Humidor, der Marihuana je nach Bedarf an- beziehungsweise befeuchtet.

 

 

Weitere Artikel Growing: Schimmelprophylaxe +++ Recht: Ist der Cannabisanbau durch Patienten Notstand? +++ Galerie: Die neuen Cannabissorten von Kannabia Seeds +++ Kiffertypen: Der Esoteriker +++ Sortenportrait: Lambo OG +++ und viel mehr...

 

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Weblink: Highway 02/2017 als E-Paper (PDF) kaufen

Anfang des Monats berichteten wir von dem kleinen Scherz, der zum Jahreswechsel die gesamte Cannabis-Welt (und auch darüber hinaus) verzückte: Der weltberühmte Hollywood-Schriftzug wurde in der Nacht zum 1. Januar 2017 von einem großen Cannabis-Fan von Hollywood in Hollyweed umgeändert. Dass Weed nicht nur in Amerika für Marihuana steht, müssen wir unseren Lesern dabei wohl nicht mehr erklären.

 

Jetzt gibt es zwei neue Erkenntnisse im Hollyweed-Vorfall: Und zwar bekannte sich der Verursacher dieser Aktion – es war der 30-jährige Zachary Cole Fernandez, der das „WOOD“ mithilfe einiger Plastikfolien in „WEED“ umänderte. Er erschien in Begleitung seines Anwalts auf dem Polizeirevier. Am 15 Februar muss Zach Fernandez nun vor Gericht erscheinen und sich dort vermutlich zunächst wegen unerlaubtem Betreten fremder Grundstücke rechtfertigen. Als Gründe für seine Tat gab Fernandez an, etwas Positives in die Welt bringen und an die praktisch gleiche Aktion des Kunststudenten Daniel Finegood aus dem Jahr 1976 erinnern zu wollen.

 

Twitter

 

Unterm Strich wird sich diese Weed-Aktion für ihn aber gelohnt haben – denn die Strafe wird nicht all zu hoch ausfallen. Die Belohnung hingegen schon: Nicht nur, dass Cannabis-Schwergewicht Tommy Chong den jungen Mann zum Weed rauchen eingeladen hat, was schon Belohnung genug wäre, nein, außerdem schenkte Chong dem Hollyweed-Guy auch noch ein Pfund Marihuana. Na wenn sich der Ausflug mal nicht gelohnt hat...

Weed in Hollywood – Dank der kalifornischen Bürger wurde im November 2016 beschlossen, dass dies nun eine legale Angelegenheit ist. Zum Neujahrswechsel hat das ein Unbekannter zum Anlass genommen, den weltberühmten Hollywood-Schriftzug mithilfe schwarzer und weißer Folien abzuändern. Und so wurde aus Hollywood Hollyweed – im Gegensatz zum Gras selbst ist diese Aktion allerdings illegal und so wird derzeit nach dem Verursacher gefahndet.

 

Der Hollywood-Schriftzug besteht seit 1923 und war damals der größte und teuerste Werbebanner der Welt. Übrigens wurde genau der gleiche Scherz schon einmal im Jahr 1976 gemacht – der Unbekannte damals wurde nicht erwischt. Vielleicht hat der Scherzbold aus diesem Jahr ja ebenfalls Glück... oder war es eventuell sogar dieselbe Person?

 

DU WILLST MEHR CANNA-NEWS?

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Heute präsentieren wir den zweiten Teil der „High Society“, die Galerie der kiffenden Superpromis. Der erste Teil erschien vergangenen Samstag und kann hier betrachtet werden.

 

In Europa noch größtenteils Tabuthema, in Amerika für viele kein Problem mehr: zum Cannabiskonsum stehen. Die amerikanischen Promis machen es vor und verstecken sich nicht dafür, dass sie gerne Gras rauchen. Aber kein Wunder, die allgemeine Akzeptanz ist in Amerika nochmals deutlich höher, die Gesetzeslage ist in der Regel neuerdings deutlich freundlicher und viele Promis haben eine Erlaubnis für medizinisches Marihuana.

 

In diesem Jahr wird nun auch in Kalifornien über eine vollständige Legalisierung von Cannabis abgestimmt werden – in dem Bundesstaat also, dessen Bürger 1996 als erste für den Einsatz von „Medical Marijuana“ stimmten, und der Bundesstaat, in dem auch Hollywood liegt. Wenn dort nun eine vollständige Legalisierung durchgeführt wird, werden die Auswirkungen weltweit zu spüren sein.

 

Doch schauen wir uns bis dahin noch eine Auswahl der „True Stoner“ an, derjenigen, die schon seit Langem zu ihrem Cannabiskonsum stehen und sich für eine Legalisierung stark machen. Die Riege der Rapper lassen wir an dieser Stelle einmal außen vor, da diese derart geschlossen und öffentlich für den Cannabis-Konsum einstehen, dass wir praktisch jeden einzelnen aufzählen müssten. Daher haben wir für die Rap-Musiker Snoop Dogg als Stellvertreter gewählt, da er nicht nur mit zu den größten Konsumenten gehört, sondern auch weil er seit Jahrzehnten für die Legalisierung kämpft und schon diverse Cannabisfirmen aufgemacht hat.

 

Juliette Lewis

Auch wenn sie seit vielen Jahren kein Cannabis mehr zu sich genommen hat, hat sie dies nach eigenen Aussagen in der Vergangenheit ausgiebig getan – und zwar mit ihrem Ex Brad Pitt.

 

 

Brad Pitt

Brad Pitt raucht allerdings kein Cannabis mehr, seitdem er Vater geworden ist, wie er bei Bill Maher im TV erzählte: „Als Vater will ich immer wachsam bleiben.“

 

 

Jack Black

So ähnlich sieht es Comedian Jack Black, der seinen Weed-Konsum schwer runtergefahren hat, seitdem er Vater ist: „Ich rauche eigentlich nur noch zu besonderen Anlässen.“

 

 

Cameron Diaz

Cameron Diaz steht schon lange zu ihrem Weed-Konsum und kaufte früher ihr Gras von keinem Geringeren als Snoop Dogg, der auf die gleiche High School ging wie sie.

 

Bildquelle: Columbia Pictures

 

Drew Barrymore

Cameron Diaz und Weed... da war doch noch was? Genau, sie wurde zusammen mit ihrer Freundin Drew Barrymore beim Joint rauchen abgelichtet.

 

 

Whoopie Goldberg

Whoopie Goldberg hat auch noch nie ihre Vorliebe für Cannabis versteckt, anscheinend baut sie auch selbst an. Neuerdings bringt sie Cannabisprodukte gegen Menstruationsbeschwerden auf den Markt.

 

 

Seth Rogen

Seth Rogen ist scheinbar fürs Kiffen geboren, selten sieht man ihn ohne Weed am Mann und die meisten seiner Filme haben etwas mit Gras zu tun.

 

Bildquelle: Columbia Pictures

 

James Franco

Ein guter Freund von Seth Rogen (und genau so verkifft wie dieser) ist James Franco. Auch seine Filme sprechen für sich, unter anderem Pineapple Express und Your Highness.

 

Charlize Theron

Charlize Theron hat ihren eigenen kleinen Kiffer-Skandal schon 2001 hinter sich gebracht, als sie von Fotografen beim Rauchen einer Apfel-Bong erwischt wurde.

 

 

Megan Fox

Der „GQ“ sagte der Tranformers-Star: „Ich hoffe, sie legalisieren es, und wenn sie es tun, bin ich die erste in der Schlange, um sich eine Packung Joints zu kaufen.“

 

 

Justin Timberlake

Sänger Justin Timberlake ist für eine Cannabislegalisierung: „Es würde die Verbrechensrate halbieren. Alle Stoner die ich kenne, sind zu paranoid, um etwas Dummes zu tun.“

 

 

Roseanne Barr

Comedian und ehemaliger Sitcom-Superstar Roseanne Barr ist Marihuana-Patientin und entschieden für die Legalisierung. Anfang 2016 verputzte ihre Mutter versehentlich 26 Einheiten ihrer THC-Snacks, wie Highway berichtete.

 

 

Sarah Silverman

Comedian Sarah Silverman hat noch nie mit Informationen zu sich selbst gegeizt und ihr scheint auch nichts peinlich zu sein. Warum also sollte sie nicht zu ihrem Cannabiskonsum stehen?

 

 

Madonna

Auch Weltstar Madonna ist schon oft dahingehend zitiert worden, dass sie nichts gegen die ein oder andere Tüte einzuwenden habe.

 

 

Hugh Hefner

Der Playboy-Boss Hugh Hefner ist ein ausgesprochener Freund von Marihuana: „Es ist keine Frage, ob Marihuana legalisiert werden sollte oder nicht. Wir bezahlen denselben Preis wie bei der Alkohol-Prohibition.“

 

 

Das war der zweite Teil der „High Society“, der Galerie der kiffenden Superpromis. Der erste Teil erschien vergangenen Samstag und kann hier betrachtet werden.

 

Fotos: Wikipedia (soweit nicht anders gekennzeichnet)

Roseanne Barr, die berühmte Schauspielerin die sich in der TV-Serie „Roseanne“ mehr oder weniger selbst spielte, war dort oft als überforderte Mutter, die sich nicht immer ideal gegenüber ihren Kindern verhält, zu sehen. Roseanne erzählte vergangene Woche in einem Interview in der Late-Night-Show „Conan“ von Conan O’Brien, dass es nun allerdings die 83-jährige Mutter von Roseanne war, die Grund zur Klage über ihre Tochter hatte.

 

Denn Roseanne lagert in ihrem Kühlschrank diverse medizinische Cannabiszubereitungen in Form von Lebensmitteln (Edibles). Sie ist, wie so viele Menschen in Kalifornien, „Medical-Marijuana-Patient“ – und da besteht die Medizin auch schon mal aus einem Cheesecake. Und woher soll die arme Mutter das wissen? Also snackte sich die hungrige 83-Jährige einen kompletten medizinischen THC-Cheesecake und weil ihr der Geschmack nicht passte, versuchte sie, diesen mit einem Schokoriegel wieder loszuwerden. Doch dieser Riegel war leider ebenfalls ein Cannabis-Riegel.

 

Es kam wie es kommen musste: Die arme Dame, die nach eigenen Aussagen in ihrem ganzen Leben bisher nicht einmal Alkohol probiert hatte, musste nun 26 Einheiten THC verdauen. Anfangs war das noch ganz lustig, allerdings war das doch deutlich zu viel und die arme Comedian-Mutter musste sich übergeben und ihr Bluthochdruck schoss in die Höhe. Daher endete der Trip für den Cannabis-Neuling dann leider im Krankenhaus, wo man sie wieder aufpeppelte.

 

Roseanne, die sich schon lange für Cannabis einsetzt, lässt sich von diesem Erlebnis aber nicht beirren und plant weiterhin die Eröffnung ihres eigenen Weed-Shops, der noch dieses Jahr eröffnen soll.

 

Das Video mit der Passage aus dem Interview mit Conan O’Brian findet ihr hier:

Hawaii hat nun entschieden, wer die acht heißbegehrten Lizenzen für die Eröffnung von Ausgabestellen für medizinisches Marihuana (Dispensaries) bekommt. Wer eine Lizenz ergattern konnte, darf zwei Produktionsstätten und zwei Verkaufsstellen errichten. Inzwischen haben über die Hälfte der amerikanischen Bundesstaaten Marihuana zu medizinischen Zwecken legalisiert, so auch kürzlich Hawaii. Einer der über 60 Bewerber auf eine solche Lizenz ist niemand anderes als Schauspieler Woody Harrelson höchstpersönlich gewesen (wir berichteten).

 

Doch die Lizenzen wurden nun vergeben und Woody ging leer aus, wie auch der Videospiel-Entrepeneur Henk Rogers, Mitgründer von The Tetris Company. Ein vierköpfiges Gremium entschied über die Lizenz-Vergabe, kommentierte die Entscheidungen aber nicht.

 

Die Bewerber für die Dispensary-Plätze mussten vorweisen, über eine Millionen Dollar in bar zu verfügen, plus noch einmal 100.000 Dollar für jede zu eröffnende Filiale. Alle lizenzierten Betreiber müssen zudem innerhalb von sieben Tagen die Lizenzgebühr von 75.000 Dollar an das Gesundheitsministerium Hawaiis überweisen. Das Ministerium inspiziert zudem alle Geschäfte vor Eröffnung.

 

Experten erwarten einige Schwierigkeiten für die Grower Hawaiis, da die Elektrizitätskosten auf Hawaii so hoch sind wie nirgends sonst in Amerika und auch weil der Transport von Marihuana zwischen den Inseln eigentlich nicht erlaubt ist. Sechs Dispensaries werden auf Oahu eröffnet, vier auf Hawaii Island, zwei auf Kauai und vier auf Maui – apropos, kennt ihr schon unser Sortenportrait von Maui Waui? Startschuss für die Ausgabestellen ist bereits der 15. Juli.

 

Wir in der Redaktion bedauern Woody. Er hätte es verdient, denn Harrelson ist nicht nur bekennender Cannabiskonsument, sondern auch Cannabisaktivist und Mitglied der amerikanischen Legalisierungsbewegung NORML. Bereits vor zwanzig Jahren setzte er sich öffentlichkeitswirksam für Hanf und Cannabis ein.

 

Wollt ihr mehr über Woody Harrelson, seine Aktivitäten und sein Faible für Cannabis erfahren? In der aktuellen Ausgabe von Highway (Highway 02/2016) beleuchten wir Woody in unserer Rubrik „High Society“ ganz genau.

 

Weblink: Highway – Das Cannabismagazin am Kiosk finden

Weblink: Highway – Das Cannabismagazin als E-Paper kaufen

Hierzulande ist es schon eine Sensation, wenn Maria Furtwängler bekanntgibt, vor ein paar Hundert Jahren mal am Joint gezogen zu haben (Highway berichtete). Da bleibt nur wieder der neidvolle Blick nach Amerika, wo die Jungs schon lange zu ihrem Cannabiskonsum stehen und die Mädels auch immer offener mit ihrem Pot-Faible umgehen.

 

Film- und Serien-Schauspielerin Olivia Wilde (unter anderem bekannt aus Tron: Legacy, Cowboys & Aliens oder Dr. House) ist schon länger als Mitglied der „High Society“ bekannt. Ihr Verlobter und der Vater des gemeinsamen Sohns, Schauspiel-Kollege Jason Sudeikis (Saturday Night Live, Wir sind die Millers), scheint damit auch keine Probleme zu haben. Denn nun kündigte er an, dass Olivia Wilde und er ihr Heiratsversprechen erst einlösen möchten, wenn Marihuana in allen Bundesstaaten Amerikas legalisiert wurde. Dies verriet Sudeikis am Donnerstag in der Show „Watch What Happens Live“. Hoffen wir also gemeinsam mit den beiden, dass sie schon so bald wie möglich vor den Traualtar treten können.

Traurige Nachrichten für alle Fans des größten und vermutlich nettesten Haschisch-Exporteurs aller Zeiten: Der Dope-Dealer überhaupt – Howard Marks – ist gestern im Alter von 70 Jahren an seinem Krebsleiden gestorben, das er vergangenes Jahr publik machte. In einem Interview mit dem englischen „Observer“ sagte er zu diesem Anlass: „Natürlich ist die Legalisierung von Marihuana zu medizinischen Zwecken begrüßenswert. Ich persönlich habe aber nie darauf warten wollen, bis ich Krebs kriege, um es rauchen zu können.“

 

Jeder der den Namen Howard Marks oder den seines berühmtesten Alias „Mr. Nice“ schon einmal gehört hat, weiß, dass er auch tatsächlich ganz bestimmt nicht darauf wartete. Im Gegenteil: Marks war nicht nur begabt darin, sich rund um die Uhr an den unmöglichsten Orten dieser Erde Haschisch zuzuführen, er war in den 1970er- und 1980er-Jahren auch für bis zu 30 Prozent des Welt-Cannabis-Schmuggels verantwortlich.

 

„Mr. Nice“ wurde Marks aber nicht etwa genannt, weil er niemals mit anderen Drogen handelte und auch niemals Waffengewalt einsetzte – und das obwohl er tonnenweise Cannabis durch die Weltgeschichte befehligte –, sondern aufgrund einer seiner mehr als 40 verschiedenen Identitäten, die er für seine Schmuggel-Aktivitäten benötigte: Um den Pass mit seiner Identität als Donald Nice rankten sich viele Legenden. Es gab sogar verschiedenste Bemühungen von Privatpersonen, den in der Schweiz verbuddelten Pass aufzutreiben und sogar eine Film-Dokumentation, die dieses Unterfangen begleitet.

 

Geboren wurde Marks 1945 in Wales und studierte Philosophie und Physik am Balliol College in Oxford. Verschiedene Zufälle sowie die Lust auf Abenteuer ließen Marks allerdings eine Karriere als Super-Drogenhändler einschlagen. Anfangs brachte Marks Haschisch aus Pakistan über Irland auf das britische Festland. Hierzu bediente er sich der Kontakte von James Joseph McCann, einem vermeintlichen Mitglied und Waffenlieferant der IRA. Gleichzeitig arbeitete er mit dem MI6 gegen die IRA zusammen.

 

1981 wurde er in Großbritannien angeklagt, Marihuana nach Großbritannien importiert zu haben, dann aber aufgrund seiner Behauptung, für den MI6 gegen die IRA gearbeitet zu haben, durch eine Jury freigesprochen. Für die Einfuhr der Drogen in die Vereinigten Staaten und die Verwendung gefälschter Ausweise wurde er jedoch zu drei Jahren Haft verurteilt. Diese drei Jahre hat er abgesessen. Anfang 1980 wurde er verhaftet und am 6. Mai 1982 entlassen.

 

Im Zuge einer breit angelegten Fahndungsaktion, die von DEA-Agent Craig Lovato koordiniert wurde, wurde Marks 1988 in Spanien festgenommen, an die Vereinigten Staaten ausgeliefert und dort zu 25 Jahren Haft verurteilt. Er verbrachte sieben Jahre im Terre-Haute-Bundesgefängnis. 1995 wurde er vorzeitig nach England abgeschoben.

 

In Deutschland erreichte Howard Marks seit 1996 besondere Berühmtheit, als er seine Autobiografie „Mr. Nice“ veröffentlichte, die unter vielen Potheads als die Bibel durchgeht und die weltweit über eine Millionen Mal veröffentlicht wurde. Dieses unglaublich spannende und aufschlussreiche Buch wird nach wie vor immer wieder nachgedruckt und ist eine unbedingte Kaufempfehlung! 2010 wurde die Biografie zudem mit Rhys Ifans verfilmt. Hier gilt aber mehr denn je: Unbedingt das Buch vorziehen!

 

Die letzten 20 Jahre setzte sich Marks unermüdlich für die Legalisierung von Cannabis ein, verfasste Bücher und tourte auf Lesereisen durch die Welt. Gemeinsam mit dem Breeder-Guru Shantibaba betrieb Howard Marks in den vergangenen Jahren die Mr. Nice Seedbank, um viele tolle Cannabiskreationen zu entwickeln und zu verbreiten.

 

Praktisch jeder westliche Cannabiskonsument hat Howard Marks alias Mr. Nice etwas zu verdanken – seien es seine tollen Geschichten, die zarten Früchte seiner Legalisierungsbemühungen, die zarten Früchte seiner Seeds oder aber auch die ein oder andere Tonne Haschisch bester Qualität, die er in vergangenen Zeiten ausgeliefert hat. Ruhe in Frieden, Howard Marks. Nun werden im Himmel sicherlich noch einige Wölkchen mehr zu finden sein...

 

Weblink: Biographie „Mr. Nice“ bei Amazon

Weblink: Website von Howard Marks

Weblink: Mr. Nice Seedbank

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