Vergangene Woche ist die neueste Print-Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin erschienen und kann ab sofort in allen gut sortierten Kiosken, Bahnhofsbuchhandlungen und Head- und Growshops für schlappe 2,60 Euro erworben werden. An dieser Stelle veröffentlichen wir einen Auszug eines Artikels der neuen Ausgabe 06/2017:

 

Rick Simpson – dieser Name ist Cannabisinteressierten schon seit einigen Jahren ein Begriff, vor allem, wenn sie oder Familienmitglieder oder Freunde an Krebs erkrankt sind. Denn Rick Simpson behauptet bereits seit gut 15 Jahren, dass mit dem nach seiner Formel hergestellten Cannabisöl („Rick-Simpson-Öl“) Krebs geheilt werden könne. Aktuell ist er im deutschsprachigen Raum recht aktiv, sein Buch („Nature’s Answer for Cancer“) wurde nun auf Deutsch herausgebracht und er hält derzeit vermehrt auf der ein oder anderen Cannabisveranstaltung Vorträge. Innerhalb der deutschsprachigen Cannabisszene wird Rick Simpson größtenteils sehr positiv besprochen, dabei gäbe es jedoch auch den ein oder anderen Kritikpunkt zu nennen. Daher veröffentlichen wir auf den folgenden Seiten den Offenen Brief von Dr. Franjo Grotenhermen, dem wohl bekanntesten Cannabis-Mediziner Deutschlands, an Rick Simpson.

 

Rick Simpson entdeckte Ende der 1990er-Jahre die wohltuende Wirkung von Cannabis, als er es einsetzte, um die Symptome, die nach einem Unfall auftraten, zu lindern. Im Jahr 2003 wurde bei ihm Hautkrebs festgestellt. Da er gehört hatte, dass THC Krebszellen bei Mäusen besiegen konnte, und da er von den sonstigen Wirkungen von Cannabis so überzeugt war, stellte er ein konzentriertes Cannabisöl her, das er auf Bandagen auftrug und um die erkrankten Hautpartien wickelte. Nach vier Tagen nahm er die Bandagen ab und die Karzinome waren verschwunden. Von diesem Zeitpunkt an gab es für ihn kein Zurück mehr – Rick Simpson begann selbst Cannabis anzubauen, Cannabiskonzentrat herzustellen und dieses auch kostenlos an Patienten zu verteilen, um ihnen bei ihren Krebserkrankungen zu helfen. Dies endete aber 2009, als die kanadische Polizei sein Heim durchsuchte und insgesamt über 2.600 Pflanzen konfiszierte und zerstörte. Inzwischen lebt er in Kroatien und verbreitet nun anstelle des Öls seine Botschaft, dass Cannabisöl in sehr vielen Fällen Krebs heilen könne. Diese Botschaft ist auch in seinem Buch enthalten, dass seit Ende 2016 unter dem Titel „Rick Simpson Öl: Die Antwort der Natur auf Krebs“ auf Deutsch erhältlich ist.

 

Leider krankt die deutsche Version von Rick Simpsons Buch unter extremen Rechtschreib- und sonstigen Fehlern, selbst die Wörter Cannabis und Marihuana werden mehrfach falsch geschrieben – am Anfang findet sich sogar ein Kommentar der Lektorin, der vergessen wurde zu entfernen. Gerade wenn man die Menschen von seiner von der Norm abweisenden Meinung überzeugen möchte, sollte man dringend mehr Sorgfalt walten lassen, wenn man ein solches Buch verfasst oder übersetzt. Aber auch das englischsprachige Original bietet viel Angriffsfläche. Diverse Verschwörungstheorien geben sich hier die Hand (Andeutungen zum 11. September und Behauptungen, Jesus hätte mithilfe von Cannabisöl geheilt, oder die US-Legalisierungsorganisation NORML versuche, Cannabis im illegalen Status zu halten) und zielgerichtete Informationen sind zwischen den vielen Seiten mit einigen Fallbeispielen rar gesät. Auch eine genaue Anleitung, wie denn nun das Öl herzustellen ist, ist nicht so richtig zu finden, hier hilft allerdings das Internet schnell weiter – für eine 60-tägige Behandlung mit Rick-Simpson-Öl wird übrigens ungefähr 500 Gramm Marihuana (Simpson empfiehlt möglichst reinrassige Indica-Sorten) benötigt.

 

Aber auch aus rein medizinischer Sicht scheint es an dem Buch Rick Simpsons einiges zu bemängeln zu geben: In dem dieses Jahr veröffentlichten Buch „Cannabis gegen Krebs“ von Dr. Franjo Grotenhermen ist ein Offener Brief an Rick Simpson erhalten, den wir an dieser Stelle daher gerne abdrucken möchten, um einen Kontrapunkt zu den vielen ausschließlich positiven Meldungen zu setzen, die in diesem Jahr von verschiedenen Stellen publiziert wurden.

 

 

Offener Brief an Rick Simpson

 

Lieber Rick Simpson,

 

Sie sind vermutlich die bekannteste Persönlichkeit, wenn es um die medizinische Verwendung von Cannabis bei Krebserkrankungen geht. Viele verzweifelte Menschen, die an Krebs und anderen schweren Erkrankungen leiden, vertrauen Ihnen und setzen große Hoffnungen in Ihre Ratschläge.

 

Ihnen ist die damit verbundene Verantwortung bewusst, wenn Sie in Ihrem Buch schreiben: „Ich finde, dass jeder, mich eingeschlossen, der in eine Position öffentlichen Vertrauens gesetzt wird, damit einverstanden sein sollte, dass seine Arbeit, da sie das Interesse der Bevölkerung vertritt, sehr genau beobachtet wird.“ (Seite 170 der deutschen Ausgabe). Dieser Verantwortung werden Sie nach meiner Auffassung aber nicht in dem notwendigen Maße gerecht, und ich hoffe, dass Sie das in der Zukunft besser machen können.

 

Ich teile Ihre Sichtweise, wenn Sie sagen: „Wie ich es schon mehrmals erklärt habe, gilt unsere Beobachtung und unsere heilige Pflicht, dafür zu sorgen, dass die Menschheit überlebt und gedeiht. Ärzte werden ihrem Hippokratischen Eid wirklich folgen und Regierungen setzen sich für das Wohl der Menschheit ein. Das ist der einzige Weg, der Sinn macht, und wenn wir das ignorieren, wird die menschliche Spezies nur untergehen“ (Seite 169). Auf Seite 217 heißt es: „Meine Mission ist es jetzt, jedem die Wahrheit zur Verfügung zu stellen, denn zusammen können wir etwas ändern“.

 

Ich stelle aber fest, dass Sie viele wichtige Fakten nicht zur Kenntnis nehmen – zum Schaden der Menschen. Sie gestehen ein, dass Sie „in Wahrheit ja kein Arzt“ sind und „auch nicht die notwendige Qualifikation dazu“ haben (Seite 104), nehmen sich jedoch die Freiheit zu übertriebenen Heilsversprechen, die keiner sachlichen Überprüfung standhalten können, heraus. Ich will meine notwendigerweise leider sehr harte Kritik an sechs Beispielen verdeutlichen.

 

[…]

 

Den vollständigen und umfassenden Artikel könnt ihr in Highway – Das Cannabismagazin 06/2017 lesen.

 

 

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Nach zwei langen Monaten Wartezeit ist ab heute endlich die neue Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin an allen (Bahnhofs-)Kiosken, Grow- und Headshops erhältlich. Für schlappe 2,60 Euro (2,99 Euro in Österreich, 4,20 Franken in der Schweiz oder sogar nur 1,89 als E-Paper, beispielsweise bei Amazon) erhaltet ihr die volle Ladung Infos zu Cannabis, Legalisierung, Anbau indoor und outdoor und vieles mehr.

 

Eine Auswahl der Artikel der aktuellen Ausgabe:

 

Titelstory Spezial: BHO und Rosin Dabbing erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Doch es gibt verschiedene Wege, um an das begehrte Extrakt zu gelangen. Wir haben uns mit Ambrosia Extracts in Amsterdam getroffen und uns über BHO unterhalten. Autor Light Addict hat währenddessen die Rosin-Technologie genauer unter die Lupe genommen.

 

 

Bundestagswahl 2017 Parteienvergleich – Am 24. September wird in Deutschland zur Bundestagswahl gebeten. Vieles spricht dafür, dass Merkel in eine weitere Runde geht. Gerade aus Sicht von Cannabiskonsumenten ist dies jedoch die schlechteste Wahl überhaupt. Doch wen denn wählen? Ein Parteienvergleich hinsichtlich der Cannabispolitik.

 

 

Interview Dr. Harald Terpe – Anlässlich der anstehenden Wahl haben wir uns mit dem drogen- und suchtpolitischen Sprecher sowie Obmann im Gesundheitsausschuss der grünen Bundestagsfraktion, Dr. Harald Terpe (Bündnis 90/Die Grünen), getroffen und ihn zu den Themen Cannabis, Legalisierung und Wahlversprechen befragt.

 

 

Growing Der richtige Erntezeitpunkt – Das Ende des Sommers macht viele Leute traurig – meist wegen der Aussicht auf einen nasskalten Herbst und Winter. Cannabiszüchter, vor allem Outdoor-Züchter, verbinden den Herbst jedoch auch mit einem frohen Ereignis – es wird geerntet! Doch wann exakt sollte die Ernte am besten stattfinden?

 

 

Recht „Nur“ Geldstrafe trotz sieben Kilo Marihuana – Unser Rechtsanwalt Steffen Dietrich betrachtet einen interessanten Fall, bei dem ein Angeklagter zwar sieben Kilo Marihuana anbaute, dies aber von dermaßen schlechter Qualität waren, dass er in der Revision mit einer Geld- statt Gefängnisstrafe davonkam.

 

 

Growing Hitze in der Grow-BoxDurch hohe Umgebungstemperaturen kann man als Indoor-Grower Schwierigkeiten mit der Hitze in der Growbox bekommen. Gerade bei Grows mit einer Metallhalogen- oder Natriumdampflampe können die Temperaturen sehr schnell zu stark ansteigen und die Pflanze schädigen. Wir zeigen Lösungen auf.

 

 

High School Achtung Streckmittel – Der größte Nachteil der Illegalität von Marihuana und Haschisch ist neben der Strafverfolgung die Unsicherheit, ob man „sauberes“ Cannabis erworben hat oder ob man sich durch den Konsum die Gesundheit ruiniert. Wir zeigen, wie die gängigsten Streckstoffe von Marihuana erkannt werden können.

 

 

 

Weitere Artikel Film: Savages +++ Sortenportrait: Crown Royale +++ Kiffertypen: Der High-Tech-Kiffer +++ High Five: Marihuana als Medizin +++ Messe-Bericht: Mary Jane Berlin 2017 +++ Cannabusiness: „High Times“ verkauft +++ und vieles mehr...

 

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HEUTE AM 18. DEZEMBER IM ADVENTSKALENDER: Cannabisöl-Presse T-REX von Tarik+Rosin

 

It’s dabbing time! Wer träumt nicht von seinem eigenen Cannabisöl? Doch solange manche Produzenten entsprechender Herstellungsgeräte noch mit Sprüchen wie „jetzt 30 % weniger explosiv“ werben, haben viele Leute kein gutes Gefühl dabei. Doch es muss nicht immer mit Gas extrahiert werden (aber wenn, dann bitte mit den EHLE-Extraktoren).

 

Ein äußerst einfaches Verfahren für kleinere Mengen, das keine Hilfsmittel außer Backpapier benötigt und nur mit Hitze und Druck arbeitet, ist im T-Rex von Tarik+Rosin umgesetzt: Mit dem Gerät, ein bisschen Gras und einem kleinen Stück Backpapier kann in Sekundenschnelle dabbares Material hergestellt werden. Schaut euch einfach das unter dem Artikel zu findende kurze Erklärungsvideo dazu an!

 

Wenn ihr den T-Rex im Wert von ungefähr 200 Euro gewinnen möchtet, müsst ihr nur folgende drei Fragen beantworten:

 

Gewinnfragen:

1. Wie teuer ist ein Kilo Weed in Nord-Korea?

2. Wie teuer ist ein Gramm Weed in Uruguay?

3. Was war am 1. Dezember im Highway-Adventskalender?

(Alle Antworten findet ihr hier auf unserer Website.)

 

Alle richtigen Antworten bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Extra-Gewinnchance: Jeder Teilnehmer, der uns seinen Facebook-Namen in der E-Mail mitteilt und unter unserem heutigen Adventskalender-Facebook-Post zwei bis fünf Freunde im Kommentarbereich verlinkt, steigert seine Gewinnchancen um das 2-, 3-, 4- oder sogar 5-fache!

 

Gestern gewonnen (Protube 125 M) hat: Lars K.

 

Viel Glück und eine frohe Weihnachtszeit an alle Leser!

Eure Highway-Redaktion

 

Teilnahmebedingungen: Alle Teilnehmer müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Außerdem sollten die Teilnehmer im Idealfall direkt ihre Anschrift mitsenden, andernfalls haben sie 48 Stunden Zeit auf die Gewinnbenachrichtigung zu reagieren, sonst geht der Preis an den nächsten. Die Teilnahme ist bis Mitternacht des heutigen Tages möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.