Auf den Dachböden und in den Kellern der Republik verstauben bekanntlich so einige Perlen. Nicht umsonst existieren zahlreiche beliebte Unterhaltungssendungen rund um das Thema Trödel. Und auch, wenn es höchst unwahrscheinlich ist: wer hat sich nicht schon einmal ausgemalt, was wäre, wenn sich das kitschige Ölgemälde vom Flohmarkt vom heimischen Speicher doch als bisher unbekanntes Frühwerk Vincent Van Goghs entpuppte?

 

Einen echten Kellerschatz der etwas anderen Art, mit dem man sich bei Horst Lichter und Konsorten wohl eher keine Freunde machen würde, hat kürzlich ein Hausmeister aus Frankfurt entdeckt. Der hohe Wert des „Schatzes“ wurde dementsprechend auch nicht von den Experten des ZDF bestätigt, sondern von der hessischen Polizei. Die wurde von dem Handwerker kontaktiert, der eigentlich gerade mit der Reparatur eines Wasserschadens in einem Frankfurter Mehrfamilienhaus beschäftigt war. Um die anstehenden Arbeiten durchführen zu können, war der Zugang zu einem nicht zugewiesenen, aber verschlossenen Kellerraum von Nöten.

 

Also verschaffte sich der Mann kurzerhand mit Gewalt Eintritt und fand im Innern eine zehn-Kilo-Ladung Haschisch sowie außerdem noch 135 Gramm Marihuana. Die Durchsuchung des Raums förderte Hinweise zu einem ehemaligen Mieter des Hauses zu Tage, dem die Beamten auch sogleich einen Besuch abstatteten. Hinweise auf einen Zusammenhang zum Hasch-Schatz konnten nicht gefunden werden, sondern nur eine Kleinstmenge Weed und Amphetamine.

So ziemlich jeder erfahrene Cannabisfreund hat leider irgendwann schon einmal unliebsame Erfahrungen damit gemacht: verunreinigtes Marihuana. Ist ja auch kein Wunder, solange der Eigenanbau verboten ist und der unkontrollierte Schwarzmarkt für das Gros der Konsumenten die einzige Bezugsquelle darstellt.

 

Momentan lohnt es sich, insbesondere im süddeutschen Raum, gut aufzupassen und die aktuellen Meldungen zu verfolgen: das Forensische Institut Zürich (FOR) warnt vor mit synthetischen Cannabinoiden versetztem Marihuana und Haschisch, das sich seit Anfang 2020 angeblich wieder verstärkt im Umlauf befände. Im Gegensatz zu Kräutermischungen á la Spice etc., die in der Regel leicht erkennbar sind, warnen Experten auch vor synthetischen Zusätzen, die mit bloßem Auge oft nicht auszumachen sind, da sie in flüssiger Form auf die verkaufsfertigen Blüten aufgesprüht werden.

 

Cannabisfreunden bleibt leider nichts weiter übrig, als unsere Drogenbeauftragte Daniela Ludwig immer wieder auf die Missstände hinzuweisen, neu erstandenes Cannabis (vor allem, wenn es aus ungewohnter Quelle stammt) mit einer gesunden Portion Skepsis zu begutachten und vor allem mit Vorsicht zu genießen: im Zweifel ist es ratsam, den Joint nach zwei, drei Zügen erst mal für eine halbe Stunde Beiseite zu legen und auf Unregelmäßigkeiten bei Wirkung, Rauchgefühl und Geschmack zu achten.

Neues aus der total unnötigen Rubrik „Geschichten, die die Prohibition schreibt“: in Mainz erlebte ein 40-Jähriger auf die harte Tour, warum der Kauf auf der Straße nicht unbedingt die beste Möglichkeit darstellt, an Cannabisprodukte zu kommen. Was hat man nicht schon alles lesen müssen über verunreinigtes oder gar synthetisches Cannabis. Haarspray, Zucker, Glas, Blei, Fäkalien – böse Erinnerungen an die 2000er-Jahre kommen auf und an das Wunderkerzen-Weed, das bei jedem Zug mehr Funken versprüht hat als das jährliche Silvester-Feuerwerk. Oder an die gute alte Vogelsand-Zeit, als man beim Jointrauchen das Gefühl hatte, man lutscht eine Handvoll Kieselsteine. Ach ja, gar nicht so lang ist´s her!

Mit derartigen Problemen musste sich der Mainzer zwar nicht rumschlagen, dafür aber mit seinen Dealern, die ihn, nachdem sich herausgestellt hatte, dass es sich bei dem gekauften „Haschisch“ um handelsübliches Kaffeepulver handelte, mit Holzlatten bearbeiteten. Wirklich nicht gerade die feine englische Art. Das wäre dann wohl das, was Bundesdrogenbeauftragte Ludwig mit ihrer Feststellung „Cannabis tötet vielleicht nicht direkt, aber...“ meinte. Aber wer kann schon sagen, was dem unglücklichen Kunden passiert wäre, wenn er sich sein Cannabis ganz regulär in einem zertifizierten Geschäft gekauft hätte? Vielleicht wäre dem Pechvogel da das Hängeregal auf den Kopf gefallen...

 

Eine einigermaßen peinliche Story wurde gerade vor dem Augsburger Jugendgericht aufgerollt. Es ging um den (vermeintlichen) Verkauf von 30 Gramm Haschisch, Ausgangspunkt der Ermittlungen war eine Hausdurchsuchung gewesen, bei der die Beamten das Haschisch-Paket gefunden hatten. Allerdings, und das hatte der unglückliche 20-jährige Käufer erst im Nachhinein entdeckt, handelte es sich in Wirklichkeit gar nicht um Haschisch, sondern um handelsübliche Erde. Bezahlt wurde der Dreck aber nicht mit Spielgeld, nein, es wechselten 300 harte Euro den Besitzer. Tja, das einzige, was noch ärgerlicher ist, als auf so einen alten Trick hereinzufallen, ist wohl, solch eine unrühmliche Episode auch noch vor Gericht ausbreiten zu müssen.

 

Der 18-jährige Schlawiner, auf dessen Kappe der betrügerische Verkauf mutmaßlich ging, legte zwar kein Geständnis ab, doch der Gerichtsvorsitz sah seine Schuld als erwiesen an. Er muss nun ein Bußgeld von 600 Euro zahlen und darf ein Jahr lang nachweislich keine Drogen konsumieren. Die Richterin machte klar, dass die Tat als Drogengeschäft gewertet werde, obwohl genau genommen überhaupt keine illegalen Substanzen im Spiel gewesen sind.

Angezeigt von den eigenen Eltern! Vor dem Deggendorfer Landgericht musste sich gerade ein 21-Jähriger verantworten. Im Zimmer des jungen Mannes hatte die Polizei zum Jahreswechsel 3,7 Kilogramm Haschisch, 200 Gramm Marihuana, zwei Feinwaagen, ein Vakuumiergerät und eine Gaspistole gefunden.


Das Besondere an dem Fall: der Angeklagte lebte noch bei seinen Eltern, die die Utensilien selbst gefunden hatten. Beim Aufräumen stieß die Mutter auf eine Sporttasche, die sie nicht dem eigenen Haushalt bzw. dem Besitz ihres Sohnes zuordnen konnte. Der Blick ins Innere bestärkte die besorgten Eltern darin, dass der Inhalt unmöglich ihrem Sprössling, der sich zur Zeit des Fundes im Silvesterurlaub in Amsterdam befand, gehören könne. Sie waren sich dabei scheinbar so sicher, dass sie, ohne vorher Rücksprache zu halten, selbst die Polizei alarmierten.


Die sah das offenbar anders und verhaftete den Sohnemann noch auf der Rückreise aus den Niederlanden im Flixbus. Das Urteil, das Anfang Juni durch das Landgericht Deggendorf, erging, fiel vergleichsweise milde aus: mit einer zweijährigen Gefängnisstrafe, zur vierjährigen Bewährung ausgesetzt, sowie der Verpflichtung zum Antritt einer Therapie, kann sich der Verurteilte, gerade im (nieder-)bayrischen Raum, wohl noch einigermaßen glücklich schätzen.

Ein 47-jähriger Mann, der bereits vor Jahrzehnten wegen Raubmordes zu lebenslänglicher Haft verurteilt wurde, ist vor Gericht in schallendes Gelächter ausgebrochen.

 

Obwohl er seit bereits 26 Jahren hinter schwedischen Gardinen sitzt, musste der Mann erneut vor dem Werler Amtsgericht erscheinen. Verantworten musste er sich diesmal aber nur für den Besitz von 0,05 (!) Gramm Haschisch. Als von der Richterin das Urteil lebenslänglich plus vier Wochen ausgesprochen wurde, konnte der Mann nicht mehr an sich halten und fing an, lauthals zu lachen.

 

Aus Sicht des Angeklagten muss die Situation tatsächlich einigermaßen absurd gewesen sein, das Gericht rechtfertigte die Verhandlung damit, dass eben auch für das erneute Vergehen, so gering es auch gewesen sein möge, eine angemessene Strafe verhängt werden müsse. In Anbetracht der Tatsache, dass es in deutschen Gefängnisses mindestens so einfach ist, sich Drogen zu beschaffen, wie im Görlitzer Park in Berlin, geht das Lachanfall-Urteil aber schon ein ganzes Stück an der Lebensrealität vorbei. Ohne hier vorschnell Partei ergreifen zu wollen, scheint die Frage des offenbar schwarzhumorigen Verurteiltenwie viel denn die Verhandlung gekostet habe“ allerdings nicht vollkommen unberechtigt

 

Die Hecke stets akkurat getrimmt und möglichst ebenmäßig im Wuchs, grenzt sie das eigene Grundstück von den Nachbarn und der Straße ab und gibt durch ihren Zustand gleichzeitig aufschlussreiche Kunde über den Fleiß und die Ordnungsliebe des Grundstückseigners. In Groß-Gerau fand ein Mann dieses Symbol deutscher Spießbürgerlichkeit aufs Widerlichste geschändet vor: ein Unbekannter hatte es doch tatsächlich gewagt, das Gewächs durch eine weggeworfene Plastiktüte zu besudeln. Dies allein muss schon ein großer Schock gewesen sein. Doch es kam noch schlimmer, denn bei genauerer Betrachtung des vermeintlichen Plastikmülls fanden sich im Innern der Tüte doch tatsächlich viereinhalb Kilo Haschisch, die in sieben mit Paketband umwickelte Päckchen abgepackt war. Da wurde es dem Finder dann endgültig zu viel, er informierte umgehend die Polizei über sein kurioses Fundstück. Die Ermittlungen dauern an, der Hecke geht es den Umständen entsprechend gut.

 

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Was für ein Horn! Um auf die Bedrohung des Bestands wild lebender Elefanten durch Wilderei und Elfenbeinhandel aufmerksam zu machen, hat sich das amerikanische Cannabis-Unternehmen Stone Road Farns etwas ganz Besonderes einfallen lassen: in Kooperation mit den Cannabis-Cup-Gewinnern von Team Elite Genetics und Soilgrown Solventless wurde ein Charity-Event der 420-Art auf die Beine gestellt. Im Mittelpunkt des Abends stand die Versteigerung eines ganz besonderen Joints. Der weltbekannte Jointbau-Artist Weaver „rollte“ zu diesem Anlass eine riesige Tüte (76,2 cm) in Form eines Elefantenstoßzahns, gefüllt mit knapp einem halben Kilo Marihuana, 56 Gramm Bubble Hash und, last but not least, etwa 170 Gramm Konzentrat. Wieso das berauschende Kunstwerk „nur“ 4.000 Dollar einbrachte, obwohl sein eigentlicher Wert auf mindestens 24.000 Dollar geschätzt wurde (allein die Blättchen aus 24-karätigem Blattgold, mit denen der Spliff gebaut wurde, haben einen Wert von etwa 5.000 Dollar)? Die Vermutung liegt nahe, dass es sich bei dem Event wohl eher um eine ausgefuchste PR-Aktion handelte, zumal der Zuschlag an Stone Road Farms’ größten Investor ging. Wie dem auch sei, jedenfalls wurde bereits angekündigt, die Verköstigung des Joints auf Video festzuhalten und bald zu veröffentlichen.

Sich neben dem Hauptberuf noch ein kleines Taschengeld dazuzuverdienen, das ist für viele Bundesbürger Alltag. Eine bunt gemischte Gruppe aus Speditionsunternehmern, die mithilfe ihrer Firmen-LKW genau das versucht haben, sind wohl für einen der spektakulärsten Fälle von Drogenschmuggel der letzten Zeit verantwortlich. Die Transporteure kutschierten in den Fahrzeugen auf dem Weg durch Europa nicht weniger als 375 Kilo Marihuana und 326 Kilo Haschisch herum. Hinzu kamen noch 26 Kilogramm Amphetmanine, 49.000 Ecstasy-Tabletten und ein Kilogramm MDMA. Und, last but not least, die größte Menge an LSD-Trips, die jemals in der Geschichte der Bundesrebublik gefunden wurde (49.500 Stück). Die elf Gruppenmitglieder verschiedenster Herkunft (darunter fünf Deutsche) wurden nach Hinweisen aus Schweden bereits Mitte und Ende Januar festgenommen. Der Fall wurde nun erst publik gemacht. Das BKA schätzt den Wert des Drogenfundes auf 9,8 Millionen Euro, Staatsanwalt Thorsten Kahl glaubt, dass das international agierende Team seit 2016 etwa sieben Tonnen Drogen durch Europa geschmuggelt hat.

Sich neben dem Hauptberuf noch ein kleines Taschengeld dazuzuverdienen, das ist für viele Bundesbürger Alltag. Eine bunt gemischte Gruppe aus Speditionsunternehmern, die mithilfe ihrer Firmen-LKW genau das versucht haben, sind wohl für einen der spektakulärsten Fälle von Drogenschmuggel der letzten Zeit verantwortlich. Die Transporteure kutschierten in den Fahrzeugen auf dem Weg durch Europa nicht weniger als 375 Kilo Marihuana und 326 Kilo Haschisch herum. Hinzu kamen noch 26 Kilogramm Amphetmanine, 49.000 Ecstasy-Tabletten und ein Kilogramm MDMA. Und, last but not least, die größte Menge an LSD-Trips, die jemals in der Geschichte der Bundesrebublik gefunden wurde (49.500 Stück). Die elf Gruppenmitglieder verschiedenster Herkunft (darunter fünf Deutsche) wurden nach Hinweisen aus Schweden bereits Mitte und Ende Januar festgenommen. Der Fall wurde nun erst publik gemacht. Das BKA schätzt den Wert des Drogenfundes auf 9,8 Millionen Euro, Staatsanwalt Thorsten Kahl glaubt, dass das international agierende Team seit 2016 etwa sieben Tonnen Drogen durch Europa geschmuggelt hat.