Das Oberverwaltungsgericht des Saarlandes hat endlich einen Schlusspunkt unter eine unrühmliche, seit 2006 laufende Verhandlung gesetzt. In dem ungewöhnlichen Fall ging es um den 45-jährigen Polizeiobermeister Ralf S., der bereits vor zwölf Jahren aufgrund von Drogendelikten und der Verletzung der Verschwiegenheitspflicht festgenommen und in der Folge suspendiert worden war.

 

In seinem Spind in der Dienststelle in Saarbrücken wurde zudem eine geringe Menge Haschisch gefunden. Die Untersuchungshaft blieb dem Staatsdiener aufgrund seiner Geständigkeit aber bisher erspart. Der Prozess hingegen dehnte sich über die Jahre immer weiter aus, wichtige Akten verschwanden ungeklärterweise und tauchten unter ebenso mysteriösen Umständen wieder auf – und die Liste der Vorwürfe gegen Ralf S. wurde zwischenzeitlich immer länger.

 

Vor dem Strafgericht wurde er bereits von 2007 bis 2009 in diversen Prozessen wegen unerlaubten Erwerbs von Betäubungsmitteln in 25 Fällen zu acht Monaten auf Bewährung und einer Geldstrafe von 3.000 Euro verurteilt. Nichtsdestotrotz durfte sich der Polizist noch bis zum aktuellen Prozess vor dem Oberverwaltungsgericht über sein volles Gehalt von monatlich etwa 2.000 Euro netto freuen. Dem haben die zuständigen Richter nun ein spätes Ende gemacht.

35 Kilogramm Haschisch in Hamm entdeckt: die Polizei hat nach umfangreichen Ermittlungen zusammen mit Zollfahndern aus Frankfurt am Main bereits am 12. Januar einen 35-jährigen Mann festgenommen, in dessen Auto 35 Kilo Hasch entdeckt wurden. Bei dem Mann handelt es sich voraussichtlich um einen Drogenkurier, nach dem 36-jährigen Auftraggeber, der seitdem mit Haftbefehl gesucht wird, wird gefahndet. Das Cannabisharz sollte laut Polizei vermutlich an Zwischenhändler im östlichen Ruhrgebiet weitergegeben werden. Tragisch für das östliche Ruhrgebiet: dort gibt es nun fünf Minuten lang nichts zu kiffen!

So eine Hausdurchsuchung ist nichts Schönes – erst recht, wenn man in der heimischen Garage 70 Kilogramm Cannabisprodukte lagert. Wie die Kantonspolizei Bern erst jetzt bekanntgab, hatte sie bereits im September 2017 bei einer Hausdurchsuchung in Madiswil rund 70 Kilo Haschisch und Marihuana aufgefunden.

 

Wie etwa die „Aargauer Zeitung“ berichtete, gerieten zwei Männer durch ein anderes Ermittlungsverfahren in den Verdacht, sich als Cannabis-Dealer zu betätigen. Mehrmonatige Ermittlungen bestätigten dies und führten zu der Durchsuchung und der Beschlagnahmung der Ware. Die beiden Männer im Alter von 46 sowie 48 Jahren wurden in Untersuchungshaft genommen und sind geständig beziehungsweise teilweise geständig, in der Region Bern kiloweise Cannabis verkauft zu haben. Inzwischen wurden die beiden wieder aus der U-Haft entlassen und warten auf ihre Verhandlung.

So ziemlich jeden Cannabis-Liebhaber aus Westdeutschland verschlägt es früher oder später mal in die niederländische Grenzstadt Venlo, um die Freuden der Coffeshopkultur zu genießen. Manch ein Schlingel versucht vielleicht sogar mal einen Zwanni über die Grenze zurück nach Deutschland zu schmuggeln, aber was sich am Montag vergangener Woche im Regionalexpress aus Venlo abspielte, ist schon etwas Besonderes. Dort fiel Zöllnern aus Krefeld im vorletzten Abteil eine vermeintlich herrenlose Sporttasche auf. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten in der Tasche zwei Plastiktüten mit brisantem Inhalt: Rund 8.700 Gramm Haschisch. Des Weiteren fanden sich einige Kleidungsstücke in der Tasche, von denen ein paar mit einem auffälligen Firmenlogo bedruckt waren.


Den Zollbeamten fiel beim Blick durch das Abteil ein junger Mann auf, auf dessen Brust ebenfalls das soeben erwähnte Logo prangte. Damit konfrontiert, gab der 28-Jährige gegenüber den Zöllnern zu, dass es sich um seine Sporttasche handele. Die Festnahme und eine Vorladung bei der Staatsanwaltschaft folgten sogleich.


Der Pressesprecher des Hauptzollamtes Krefeld, Rainer Wanzke, ließ sich bezüglich des Falls zu einer merkwürdigen Äußerung hinreißen: „Mit dem sichergestellten Haschisch, das einen Straßenverkaufswert von fast 70.000 Euro aufweist, könnte sich eine einzelne Person über 20 Jahre lang jeden Tag in einen Rausch versetzen.“

Nach zwei langen Monaten Wartezeit ist ab heute endlich die neue Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin an allen (Bahnhofs-)Kiosken, Grow- und Headshops erhältlich. Für schlappe 2,60 Euro (2,99 Euro in Österreich, 4,20 Franken in der Schweiz oder sogar nur 1,89 als E-Paper, beispielsweise bei Amazon) erhaltet ihr die volle Ladung Infos zu Cannabis, Legalisierung, Anbau indoor und outdoor und vieles mehr.

 

Eine Auswahl der Artikel der aktuellen Ausgabe:

 

Titelstory Aus dem Alltag eines Coffeeshop-Chefs Viele Cannabiskonsumenten haben eines Abends auf dem Sofa schon einmal beschlossen: „Ich mache einen Coffeeshop auf!“ Aber wie ist es, wenn man tatsächlich Chef eines solchen ist? Wir haben einen Shop-Besitzer aufgetrieben, der uns Rede und Antwort stand und aus seinem Leben berichtet.

 

 

Vor Ort Cannabis Normal! – Die Konferenz – Der Deutsche Hanfverband veranstaltete seine erste Konferenz und viele namhafte Experten in Form von Politikern, Kriminalbeamten, Juristen, Aktivisten, Wissenschaftlern und Medizinern kamen nach Berlin, um die Legalisierung und die Professionalisierung der Szene voranzutreiben.

 

 

Interview André Schulz, Bundesvorsitzender des Bunds Deutscher Kriminalbeamter – André Schulz ist Vorsitzender einer der drei deutschen Polizei-Gewerkschaften und spricht sich für eine Entkriminalisierung von Cannabis aus. Wir haben ein aufschlussreiches Interview mit ihm geführt und auch etwas über Marihuana in Polizeikasernen gelernt.

 

 

Growing One Woman Show – Uns erreichte interessante Post, die wir niemandem vorenthalten möchten: Einer unserer Leser hat ein System entwickelt, mit dem eine einzelne Cannabispflanze ganz einfach selbst aufgezogen werden kann – und das mithilfe einer halben Stunde Bastelarbeit anstelle von dreistelligen Investitionen in Grow-Zubehör.

 

 

Story Die Weed-Insel im Schilf – Donald Denzler berichtet erneut aus seiner Zeit in den Niederlanden. Die holländische Polizei verlangte in einem Jahr ausnahmsweise, sich an das erlaubte Anbau-Maximum von fünf Cannabispflanzen zu halten und gab Donald eine Woche, die überschüssigen verschwinden zu lassen. Die Lösung: eine schwimmende Insel.

 

 

Growing Gefahr im Garten – In unserer neuen Serie beschäftigt sich Grow-Guru Mr José mit den Plagegeistern des Cannabisgartens: Schädlinge und Krankheiten werden betrachtet und Hinweise gegeben, wie man sich (im Vorfeld und bei akutem Befall) gegenüber diesen Ärgernissen wehrt. Die Serie startet mit einem Dauergast in vielen Gärten – der Blattlaus.

 

 

Recht Haschisch an Bord – Ein Haschisch-Kurier muss regelmäßig davon ausgehen, dass ihm mehr Haschisch zum Transport übergeben wird als behauptet – sagt der Bundesgerichtshof. Rechtsanwalt Steffen Dietrich aus Berlin schaut sich den Sachverhalt für Highway anhand eines Fallbeispiels genauer an und klärt auf, was das bedeutet.

 

 

Weitere Artikel Film: Beim ersten Mal +++ Sortenportrait: Kosher Kush +++ Goodies: Rauch-Ringe +++ Kiffertypen: Der Medizinalhanf-Kiffer +++ Growing: Verschiedene Wege, Samen keimen zu lassen +++ High Five: Dichte Weihnachten +++ u. v. m.

 

 

 

 

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Kiffen und Sex – für diese beiden wunderbaren Tätigkeiten hat der (und die) ein oder andere schon einige Risiken in Kauf genommen. Beides kann natürlich auch wunderbar kombiniert werden. So oder so ähnlich dachte wohl auch ein 28-Jähriger vergangene Woche Mittwoch in Essen.

 

In einer Drogerie am Essener Hauptbahnhof öffnete er eine Packung Kondome und entnahm zwei Kondome, die er in seine Tasche steckte, ohne sie zu bezahlen. Dies blieb nicht unbemerkt, sodass ein Mitarbeiter des Geschäfts den 28-Jährigen festhielt, bis die Polizei eintraf.

 

Während der Überprüfung des Kondom-Diebs versuchte der Mann dann das von ihm mitgeführte Haschisch – immerhin 6,9 Gramm – diskret zu entsorgen, was aber nicht funktionierte. Zu allem Überfluss stellte sich heraus, dass er im August 2016 wegen Erwerb von Betäubungsmitteln zu einer Geldstrafe von 600 Euro verurteilt wurde, die er aber niemals gezahlt hatte.

 

Da er kein Geld mit sich führte, wurde er direkt in die JVA Essen verfrachtet, wo er nun die Alternativstrafe von 40 Tagen absitzen muss. Obendrein wurden Strafverfahren wegen Diebstahls und unerlaubten Drogenbesitzes eingeleitet. Und auf die vermutlich geplante Nummer musste er auch verzichten...

Haschisch ist ein Produkt, das überall auf der Welt sehr beliebt ist. Eines der klassischen Herkunfts- und Exportländer ist Marokko. Das weiß auch Algeriens Außenminister Abdelkader Messahel. Wie man sich auf dem internationalen Parkett benimmt, weiß er aber anscheinend nicht – oder er ist bei Donald Trump in die Lehre gegangen.

 

Denn am Freitag deutete der algerische Außenminister bei einem Wirtschaftsforum in Algier so einiges an – etwa, dass Marokko seine steigenden Investitionen in afrikanischen Ländern durch den Verkauf von in Marokko angebautem Haschisch finanziere.

 

Wie die „Aargauer Zeitung“ meldete, sagte Messahel wörtlich: „Bei den marokkanischen Banken geht es um Geldwäsche aus dem Haschischgeschäft, das weiß doch jeder. Afrikanische Staatschefs haben mir das gesagt.“ Außerdem: „Dass die Royal Air Maroc auch anderes als Passagiere transportiert, weiß die ganze Welt.“

 

Diese Äußerungen sorgten nicht gerade für eine Besserung des angespannten Verhältnisses zwischen den beiden Nachbarländern. Marokkos Außenministerium sprach von einer „Ignoranz, die ebenso tief wie unentschuldbar“ sei und zog seinen Botschafter aufgrund der „unverantwortlichen und kindischen“ Bemerkungen des algerischen Außenministers aus dem Land ab.

Cannabis ist eine im Verhältnis zu praktisch allen anderen Drogen harmlose Pflanze und völlig zu Recht fordern Millionen Menschen weltweit eine vollständige Legalisierung von Cannabis für erwachsene Konsumenten. Auch viele Polizisten können an ihre Aufgabe, Cannabiskonsumenten zu verfolgen, nicht richtig glauben und führen ihren Job mit einem Magengrummeln aus.

 

Es gibt allerdings auch Polizisten, die noch einen ganzen Schritt weitergehen: Anfang des Jahres berichteten wir bei Highway unter anderem über eine Kleinstadt in Spanien, in der die Hälfte aller angestellten Polizisten wegen dem Schmuggel von Haschisch verhaftet wurden sowie über den Leiter einer Anti-Drogen-Einheit in Finnland, welcher der Einfuhr von 800 Kilo Haschisch überführt wurde – und dies mit einer Gefängnisstrafe von zehn Jahren bezahlen musste.

 

Jetzt wurde ein Fall publik, der den letzten noch einmal deutlich in den Schatten stellt: Der norwegische Polizist und Star-Ermittler Eirik Jensen wurde vom Bezirksgericht Oslo wegen Schmuggels von knapp 14 Tonnen Haschisch verurteilt – und zwar zu einer Freiheitsstrafe von 21 Jahren. Bitter für einen Mann von 60 Jahren.

 

Eirik Jensen soll in kriminelle Aktivitäten verstrickt gewesen sein, Geld und Geschenke angenommen haben und die Drogenschmuggel-Aktivitäten eines seiner Informanten stillschweigend hingenommen haben. Ein Drogenhändler, der mit Jensen zusammenarbeitete, sagte in seinem Prozess gegen Jensen aus, der seit seiner Festnahme im Februar 2014 suspendiert war und nun verurteilt wurde.

 

Bis zu seiner Verhaftung galt der Polizist als unkonventioneller Ermittler mit hervorragenden Kontakten, wie Spiegel Online berichtet: er klärte etwa einen Einbruch in ein Schloss der norwegischen Königsfamilie auf und wurde dafür mit einem Dankesbrief der Königsfamilie bedacht. Für seine Schmuggelaktivitäten, immerhin dem größten Drogendelikt in der Geschichte Norwegens, hat er jedoch – außer von Tausenden Kiffern, die von seinem durchgewunkenen Haschisch gekostet haben – wohl keinen Dank zu erwarten.

Mal wieder eine Meldung, bei der man sich die Haare rauft: im römischen Bezirk Ostia hat ein 23-Jähriger die Obst- und Gemüse-Waage eines Carrefour-Supermarkts genutzt, um in aller Ruhe sein Haschisch abzuwiegen. Insgesamt handelte es sich um 94 Gramm.

 

Wie die italienische Zeitung „La Repubblica“ berichtete, sagte der Festgenommene vor Gericht aus, das Haschisch in einem Park gefunden zu haben. Da er keine Waage habe, habe er den Wert halt im Supermarkt ermitteln wollen.

Cannabis in Deutschland? Zeit für die Legalisierung! Die Entwicklungen der letzten Jahre, ob in Europa oder dem Rest der Welt, scheinen sich auch auf den Gemütszustand der Deutschen ausgewirkt haben – oder liegt es daran, dass die ganzen alten Eierköpfe langsam, aber sicher aussterben?

 

Jedenfalls hat eine vom Meinungsinstitut Mafo.de für das Magazin „Playboy“ getätigte und gestern vorab veröffentlichte Umfrage unter der deutschen Bevölkerung ergeben, dass 57 Prozent der Deutschen für eine Legalisierung von Cannabis sind. Neun von zehn Befragten erklärten, dass das Cannabis-Verbot wohl niemanden davon abhalten könne, dennoch Marihuana oder Haschisch zu konsumieren.