Cannabis legal in Deutschland? Das wollen anscheinend nicht alle Bürger. Seit gestern geistert eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa durch die Medien, die danach fragte, ob Erwachsene Cannabis künftig als Rauschmittel zum Eigengebrauch in ausgewählten Fachgeschäften erwerben können sollten. Diese Frage wurde von 63 Prozent der Befragten abgelehnt.

 

Auch der Deutsche Hanfverband gab wie jedes Jahr im Herbst über Infratest dimap eine Umfrage in Arbeit, die mit der Aussage „Cannabis sollte für Volljährige legal und reguliert erhältlich sein, zum Beispiel über Fachgeschäfte wie in Colorado“ aufwartete. Dies wurde nur von 58 Prozent der Befragten abgelehnt, was aber dennoch keine Mehrheit für die Legalisierung bedeutet.

 

Eine Mehrheit konnte allerdings bei der Aussage „Der Besitz geringer Cannabis-Mengen zum Eigenverbrauch sollte nicht mehr strafrechtlich verfolgt werden“ erreicht werden. 52 Prozent der Befragten stimmten dieser Aussage zu. Zu dem Thema wurden 1.000 (Forsa) beziehungsweise 1.013 (Infratest dimap) Menschen befragt.

Zu den vielen Lügen der Legalisierungsgegner gehört ja auch immer das Kleinreden sowohl der Konsumentenzahlen als auch der Gruppe von Leuten, die eine Legalisierung befürworten (diese müssen dafür ja nicht mal Marihuana oder Haschisch konsumieren). In den USA gibt es schon eine Mehrheit derjenigen, die eine Freigabe von Cannabis befürworten. Diese Mehrheiten konnten in den letzten Jahren bei Volksabstimmungen auch in Legalisierungen in einzelnen Bundesstaaten umgewandelt werden, ein Mittel, das in Deutschland leider fehlt.

 

Dennoch ist es wichtig, einen Überblick über die Stimmung in Deutschland einzufangen: Im November 2015 sprachen sich 42 Prozent der Befragten für Cannabis-Fachgeschäfte nach dem Vorbild von Colorado aus. Ein Jahr zuvor waren es noch 30 Prozent. Ist das ein Trend, der sich fortsetzt? Diese Frage möchte der Deutsche Hanfverband in Zusammenarbeit mit Civey klären.

 

Civey ist ein neues Online-Umfragetool, das repräsentative Online-Umfragen erstellen und auswerten kann. Und das funktioniert, wie der Deutsche Hanfverband berichtet: „Damit die Ergebnisse repräsentativ werden, muss man sich vor der Abstimmung kurz registrieren und ein paar Angaben machen. Dadurch kann Civey die Stimmen unterschiedlich gewichten und dem Querschnitt der deutschen Gesellschaft anpassen. Klingt wie Zauberei, aber bei den Umfragen vor der Berlin-Wahl hat Civey tatsächlich kurz nach dem Start schon das zweitbeste Ergebnis geliefert.“ Die Umfrage taucht aber natürlich nicht nur beim Hanfverband auf, sondern auch beispielsweise auf wahl.de oder der Seite des „Tagesspiegels“.

 

Teilt Civey und ganz Deutschland eure Meinung hinsichtlich Cannabis und Legalisierung mit! Den Link zur Umfrage findet ihr hier: https://hanfverband.de/nachrichten/news/online-umfrage-cannabis-legalisieren-jetzt-mitmachen

Der Deutsche Hanfverband (DHV) meldet, dass bei der Weihnachtsspendenkampagne 2015/2016 genau 29.068 Euro an Spenden eingenommen werden konnten. Zu dieser Summe kamen noch einmal 4.722 Euro von DHV-Firmenmitgliedern und -sponsoren. Das DHV-Team warf zudem 264 noch nicht bezahlte Überstunden in den Topf.

 

Das Geld soll unter anderem dazu genutzt werden, das DHV-Team mit einer Grafikerin oder einem Grafiker zu unterstützen. Falls ihr euch für diesen Job interessieren solltet, schaut doch in der Originalmeldung vom Hanfverband nach: www.hanfverband.de