In den USA setzt sich der Paradigmenwechsel bezüglich der Cannabispflanze auch unter der Regierung Trump unaufhaltsam fort. Ein weiterer großer Schritt in die richtige Richtung wurde am Dienstag getätigt.

 

Die „Farm Bill 2018“, ein fettes Paket voller größtenteils agrarpolitischer Gesetzesänderungen, das etwa alle fünf Jahre neu aufgelegt wird, hat sowohl den Senat als auch das Repräsentantenhaus passiert. Der Entwurf, der jetzt nur noch auf die Unterzeichnung durch Präsident Trump wartet, beinhaltet eine lang ersehnte Wohltat für Cannabisfreunde. Der Anbau von Nutzhanf (der laut Definition nicht mehr als 0,3 % THC enthalten darf), wird demnach auf nationaler Ebene endlich legalisiert. Hanfbauern wären dann erstmals seit Jahrzehnten wieder in der Lage, sich gegen eventuelle Ernteausfälle versichern zu können, so wie es beim Anbau von, beispielsweise Mais, problemlos möglich ist. Außerdem wird nach Inkrafttreten der Farm Bill auch ein bundesstaatenübergreifender Nutzhanf-Handel möglich sein. Auch wird besagter Hanf nicht mehr als Schedule-1-Substanz im "Controlled Substances Act (CSA)" eingestuft und damit in Zukunft nicht mehr mit sogenannten harten Drogen wie Heroin gleichgesetzt. Das widerum ermöglicht eine deutliche Verbesserung der Forschungssituation.

 

Klar ist, dass Donald Trump immer für eine unangenehme Überraschung gut ist, allerdings gilt seine Unterschrift, die nächste Woche erwartet wird, als reine Formsache.

Die Posse um die Hanfbar, ein beliebter Hanf- und Bioladen mit zwei Filialen in Braunschweig, erreicht eine neue Eskalationsstufe. Seit Juli war es an beiden Standorten zu drei Razzien gekommen. Stein des Anstoßes war der Verkauf von CBD-Hanfblüten als Tee-Produkt. Highway berichtete bereits mehrfach über die Vorkommnisse rund um die Hanfbar, zum Beispiel hier und hier. Die Betreiber und Geschäftsführer Marcel Kaine und Badia Hatefi ließen sich durch die teilweise recht martialisch durchgeführten Aktionen der Staatsmacht aber nicht einschüchtern, sondern verkauften munter weiter CBD-Ware.

 

Nun kam es, wie es leider kommen musste: Einer der beiden Chefs, Kaine, wurde am gestrigen Donnerstag verhaftet und sitzt seitdem in Untersuchungshaft, da die Staatsanwaltschaft Braunschweig, wohl nicht zu Unrecht, von einer Wiederholungsgefahr ausgeht. Der Anwalt des festgenommenen Hanf-Enthusiasten hingegen sieht die Behörde ganz allgemein im Unrecht und hat bereits Strafbeschwerde eingereicht.

Wir läuten mit dem aktuellen Artikel der „Highway Test&Win-Wochen“ so langsam schon mal das Wochenende ein. Heute im Test: der Flowermate V5.0 Pro Mini Vaporizer

 

Flowermate V5.0 Pro Mini Vaporizer

Bei dem Flowermate V5.0 Pro Mini handelt es sich um eine überarbeitete Version des V5.0 Mini, den es inzwischen in vier verschiedenen Ausführungen gibt. Hergestellt wird auch dieses Gerät vom Unternehmen Smiss, das inzwischen eine Vielzahl von Vaporizern unter der Marke Flowermate auf den Markt gebracht hat. Die Produkte des Unternehmens gehören zu den aktuell beliebtesten und besten auf dem Vaporizer-Markt. Neben den klassischen Vaporizern zum Verdampfen von Kräutern gehören inzwischen auch Vaporizer speziell zur Anwendung mit Öl und Wachs zur Produktpalette des Unternehmens.

 

 

Optik

Der Flowermate V5.0 Pro Mini ist genauso groß wie die Standardmodelle des Geräts. Auch sind das Mundstück und sämtliche beim Hersteller erhältlichen Zubehörteile mit allen vier Standardgeräten kompatibel. Der Vaporizer ist in schwarz erhältlich. Das Gehäuse besteht aus sauber verarbeitetem Aluminium. Mit den Maßen von 8,5 x 4,5 Zentimetern ist das Gerät unauffällig und kompakt. Das gemeinsam mit den Bedienelementen an der Seite angebrachte OLED-Display bietet eine gute Lesbarkeit.

 

Funktionsumfang

Den größten Unterschied zwischen dem Flowermate V5.0 in der Pro-Ausführung und den anderen Ausführungen des Geräts macht die Temperatureinstellung aus. Im Gegensatz zu den anderen Modellen, bei denen nur vorgegebene Temperaturstufen zur Auswahl stehen, ermöglicht der Flowermate V5 Pro Mini eine gradgenaue Temperatureinstellung von 40 bis 230 °C. Das Heizelement wird vollständig digital gesteuert.

 

Sowohl die aktuelle als auch die eingestellte Temperatur lassen sich am OLED-Display des Vaporizers ablesen. Das Gerät lässt sich bei Bedarf auch ohne Weiteres von Celsius auf Fahrenheit umstellen. Darüber hinaus zeigt das Display den Ladezustand des Akkus an. Als Nutzer weiß man so jederzeit über den Zustand seines Geräts Bescheid und ein kurzer Blick auf das Display genügt, um herauszufinden, ob der Ladezustand noch eine Session hergibt oder eine Aufladung erforderlich ist.

 

Doch nicht nur bei der Bedienoberfläche des Flowermate V5.0 Pro Mini wurden keine Kosten und Mühen gescheut. Bei dem Mundstück des Vapos handelt es sich um ein geschmacksneutrales Glasmundstück. Außerdem befindet sich an der Unterseite des Geräts ein Fach, in dem sich das Mundstück verstauen lässt. So lässt sich der Vaporizer nicht nur deutlich komfortabler, sondern auch sicherer in der Hosentasche transportieren. Das Heizelement des Vaporizers besteht aus hochwertiger Keramik, was eine lange Lebensdauer verspricht. Der Akku des Flowermate V5.0 Pro Mini besitzt eine Kapazität von 1800 mAh und wird durch den Mikro USB-Anschluss in drei bis vier Stunden komplett aufgeladen. Eine Akkuladung reicht für etwa vier bis fünf Dampf-Sessions.

 

 

Überdies kommt der Flowermate V5.0 Pro Mini wie auch seine Schwestermodelle mit einer Abschaltautomatik daher. Das Highlight des Pro Mini ist jedoch die Powerbank-Funktion, die es ermöglicht ein Smartphone oder andere elektrische Geräte mit dem Akku des Vaporizers aufzuladen. Dies funktioniert problemlos über einen USB-Anschluss, der an der Unterseite des Geräts integriert ist. Wenngleich die Kapazität des Akkus keine vollständige Aufladung eines heutzutage üblichen Smartphones erlaubt, doch etwa zwei Drittel. Jedenfalls hat man so mit dem Flowermate V5.0 Pro Mini immer eine kleine „Not-Reserve“ in der Hosentasche, die auf jeden Fall noch ein paar Minuten Akkulaufzeit aus dem Handy herauskitzeln kann. Mit im Lieferumfang enthalten ist auch ein Bong-Adapter, der es ermöglicht, den Vaporizer mit einer Wasserpfeife zu verbinden und den Dampf so zu genießen.

 

Einen Abstrich in der Funktionalität des Flowermate V5.0 Pro Mini muss allerdings hinsichtlich der Nutzung während des Ladevorgangs gemacht werden. Nach Herstellerangaben ist es nicht möglich, den Vaporizer während des Ladens zu benutzen, da dies dem Lithium-Ionen-Akku vor allem in Hinblick auf seine Langlebigkeit schaden könne. Theoretisch ist dies zwar trotzdem möglich, demnach jedoch nicht zu empfehlen.

 

Auch wenn der Flowermate V5.0 Pro Mini ursprünglich auf den Gebrauch von Kräutern ausgelegt war, sind im Lieferumfang der neuesten Versionen nun zwei Kapseln enthalten, die auch das Verdampfen von Öl beziehungsweise Wachs ermöglichen. Das Fassungsvermögen der Kräuterkammer entspricht etwa der Menge von 0,3 Gramm an getrockneten Kräutern.

 

Bedienung

Nach dem Anschrauben des Mundstücks, dem Einschalten durch fünfmaliges Drücken des Power-Buttons und einer anschließenden Aufheizzeit von 30 Sekunden ist der Flowermate V5.0 Pro Mini einsatzbereit. Luftzufuhr und Luftwiderstand lassen sich über eine Schiebeklappe auf der Unterseite des Vaporizers regulieren. Die Reinigung und Pflege des Vaporizers ist ebenfalls unkompliziert und in der Bedienungsanleitung detailliert beschrieben. Eine geeignete Reinigungsbürste ist im Lieferumfang enthalten.

 

 

Garantie

Das Gerät selbst kommt mit einer einjährigen Herstellergarantie. Der enthaltene Samsung-Akku wird hingegen von einer nur drei Monate währenden Garantie abgedeckt.

 

Fazit

Unter allen Flowermate-Modellen ist der Flowermate V5.0 Pro Mini das beste tragbare Gerät. Für einen relativ günstigen Preis erhält man einen handlichen Vaporizer, der mit einem wertigen Glasmundstück und gradgenauer Temperatureinstellung versehen ist. Auch bedeutet der integrierte Mikro-USB-Anschluss eine hohe Flexibilität, da sich der Vaporizer damit in vielen Fällen mit dem bereits vorhanden Handy-Ladegerät aufladen lässt und man kein Ladegerät eigens für den Vaporizer mitführen muss. Lediglich hartgesottene Dampfer, die längere und häufigere Dampf-Sessions bevorzugen, werden diesen kleinen Verdampfer an seine Grenzen bringen und eventuell ein Gerät mit längerer Akkulaufzeit dem Flowermate V5.0 Pro Mini vorziehen.

Diese Vaporizer können ganz einfach online, beispielsweise bei NamasteVapes Deutschland, bestellt werden: www.namastevapes.de

Die mit Spannung erwarteten Untersuchungsergebnisse der beschlagnahmten CBD-Hanfblüten aus der Hanfbar (Mühlenpfordtstraße) in Braunschweig wurden nun gestern endlich veröffentlicht. Highway berichtete bereits vergangene Woche über die Razzien in den beiden Filialen des Hanf- und CBD-Ladens „Hanfbar“, wo bis letzte Woche unter anderem nicht berauschende CBD-Blüten als Tee verkauft wurden. Was in Anbetracht der teilweise sehr rückständigen und ignoranten deutschen Haltung bezüglich Cannabis leider wenig überrascht, ist das vorläufige Untersuchungsergebnis der Staatsanwaltschaft Braunschweig, die das konfiszierte Material nun als illegal einstuft.

 

Warum? Zuerst einmal enthielt etwa die Hälfte der untersuchten Blüten einen THC-Gehalt von 0,57 Prozent und damit in etwa dreimal so viel wie es der kritische Grenzwert von 0,2 Prozent zuließe. Dazu muss allerdings auch ganz klar festgehalten werden: beide Konzentrationen sind keinesfalls berauschend, auch für unerfahrene Konsumenten. Es ist physisch nicht möglich, davon „bekifft“ zu werden. Das weiß wohl auch der Staatsanwalt, denn er führt außerdem an, dass es letztlich gar nicht auf die THC-Menge ankäme, sondern zu welchem Zweck das Produkt verkauft und wie es vermarktet würde. Ein (versuchter) Missbrauch zu Rauschzwecken müsse klar ausgeschlossen werden. Dies sei jedoch nur dann der Fall, wenn auch auf der Käuferseite eine derartige Nutzung ausgeschlossen werden könne, was allerdings nur bei gewerblichen oder wissenschaftlichen Einsatzzwecken gegeben sei. Diese Auslegung dürfte bei den zahlreichen CBD-Händlern, die inzwischen auch in Deutschland nach dem Vorbild Österreichs und der Schweiz immer mutiger wurden, auf reges Interesse stoßen. Es bleibt zu hoffen, dass ein Gericht (endgültig) die Frage klärt, wie man denn Hanfblüten, die aufgrund von so gut wie nicht vorhandenem THC gar nicht berauschend sein können, zu Rauschzwecken nutzen kann...

Vor etwa eineinhalb Wochen erst berichteten wir über die Maßnahmen von Polizei und Staatsanwaltschaft gegen die Braunschweiger Hanfbar, die legale Hanfblüten zwecks Teegewinnung verkauft, welche natürlich einen THC-Gehalt von unter 0,2 Prozent aufweisen – so wie es der deutsche Staat gerne hat.

 

Doch der deutsche Staat hat es auch gerne, seine Bürger so richtig fertigzumachen, sobald sie sich nicht in Reih und Glied aufstellen. Schlimmer noch, wenn irgendwelche Hanf-Freaks sich erlauben, Geschäfte aufzumachen oder diese sogar öffentlichkeitswirksam bewerben.

 

Also wurde Anfang des Monats bereits die Hauptfiliale der Braunschweiger Hanfbars durchsucht, drei Kilo mega-bösen Tees (mit unter 0,2 Prozent THC natürlich) wurden einkassiert. Welch Erfolg gegen die Drogenkriminalität! Welch Sieg für den Jugendschutz! Für mehr Sicherheit wäre nur gesorgt gewesen, hätte man „versehentlich“ Personal und Kundschaft der Hanfbar in den Hinterkopf geschossen.

 

Da Polizisten allerdings nur in Bayern Kiffer hinterrücks erschießen dürfen, war dies wohl keine Möglichkeit. Und so wartete die Polizei die Eröffnung der zweiten Braunschweiger Filiale am Samstag ab und marschierte kurz danach auch dort ein. Denn man hat beim ersten Raid noch nichts dazugelernt (der Tee wurde also vermutlich noch nicht als Tee identifiziert, wahrscheinlich muss erst ein Tee-Sommelier aus der chinesischen Sichuan-Region zurate gezogen werden).

 

Daher galt auch am Samstag wieder: „Die verkaufen Gras! In einem angemieteten Geschäft! Mitten in der Braunschweiger Innenstadt! Auch noch versteuert! So blöde Dealer haben wir ja noch nie gesehen! Da gehen wir hin und konfiszieren alles!“

 

Aber gut, wenn Polizei und Staatsanwaltschaft in Deutschland sonst nichts zu tun haben, dann wird wohl auch diese zweite Aktion dem Wohle der Menschheit dienen. Die Menschheit freute sich übrigens gar nicht über den Polizei-Einsatz und protestierte zu Hunderten vor der neuen Hanfbar-Filiale, wie dieses Video zeigt.

Im Schweizer CBD-Business wird anscheinend mit harten Bandagen gekämpft, nichts anderes lässt diese unschöne Meldung vermuten: wie nun bekannt wurde, wurde bereits vor etwa einer Woche ein komplettes Hanffeld des CBD-Hanf-Produzenten Tell Hemp zerstört. „Es wurden über 4.000 Hanfpflanzen ausgerissen und auf der Erde liegen gelassen“, so Geschäftsführer Tony Peruzzo. Schlimm genug, doch das ist leider längst nicht alles. Auf dem betroffenem Feld, das etwa ein Drittel der unternehmenseigenen Anbaufläche ausmacht, wurden außerdem unzählige Samen männlicher Hanfpflanzen gesät. Wer sich ein wenig mit dem Thema Growing auskennt, weiß, dass nur weibliche Pflanzen die begehrten Blüten ausbilden, die aber durch eine Befruchtung durch die männlichen Pflanzen letztlich genau so unbrauchbar werden, wie die Männchen selbst. Seit Peruzzo, der erst Hanfgegner im Verdacht hatte, die nachwachsenden männlichen Pflanzen entdeckt hat, ist er sich sicher, dass nur seine Konkurrenz für die Sabotage verantwortlich sein kann. Seine Theorie ist angesichts des Umstands, dass die Luft auf dem CBD-Markt nach dem ersten großen Boom so langsam dünner wird, nicht ganz von der Hand zu weisen. Interessant: auf sachdienliche Hinweise, die zur Aufklärung des Falls beitragen, setzt Tell Hemp eine Belohnung von 10.000 Schweizer Franken aus.

 

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Ein aufregender Tag für die Polizei Braunschweig: da sind doch tatsächlich ein paar Typen, die seit einem Jahr ein legales Hanfgeschäft betreiben – die Hanfbar – und nun, endlich, oh endlich, der Beweis: dort wird illegales Psychosen und Flug-Halluzinationen auslösendes Marihuana verkauft.

 

Die Staatsanwaltschaft hatte glaubhafte Hinweise erhalten, dass man in der Hanfbar Marihuana zum Rauschkonsum erwerben könne. Deshalb wurde beim Amtsgericht ein schriftlicher Durchsuchungsbeschluss beantragt“, so Julia Meyer von der Staatsanwaltschaft Braunschweig gegenüber der „Braunschweiger Zeitung“. War doch klar, dass die Hanf-Heinis es nicht lassen können! Wo Hanf draufsteht, da werden Drogen verkauft.

 

Also schnell sieben Polizisten in den Bus und ab, das Ladengeschäft in Braunschweig kontrollieren. Die beiden Betreiber zeigten sich der „Braunschweiger Zeitung“ gegenüber überrascht über die Aktion. Denn natürlich werden in der Hanfbar nur legale CBD-Blüten, zur Tee-Zubereitung empfohlen, verkauft.

 

Es wäre wohl auch eine selten dämliche Idee, einen CBD-Laden aufzumachen und dort dann THC-haltiges Marihuana zu verkaufen. Dämlicher eigentlich nur, davon auszugehen, dass jemand genau dies tun würde. Von dieser Idee abzubringen ist die Staatsanwaltschaft trotz vorgelegter Dokumente über den legalen THC-Gehalt der Blüten von unter 0,2 Prozent jedoch nur durch eigene Tests.

 

Und so kassierte die Polizei drei Kilogramm Hanf-Tee aus dem Lager, für das noch schnell ein nachträglicher Durchsuchungsbeschluss per Telefon organisiert wurde. Auch die Privaträume der Hanfbar-Chefs wurden anschließend durchsucht, wie das Braunschweiger Portal „news38“ berichtet. Für den Moment bleibt unklar, ob und wann die Ware zurückgegeben wird – eine äußerst unbefriedigende Situation für das junge Start-up, das übernächste Woche eine zweite Filiale in Braunschweig eröffnen will.

 

Dies wäre insgesamt schon die dritte Filiale, denn im Mai wurde auch in Berlin eine Hanfbar eröffnet. Zu zusätzlicher Bekanntheit kam das Unternehmen kürzlich durch die Kooperation mit dem Berliner Rapper Marvin Game, der seine Cannabissorte Obstsalat über die Hanfbar auf den Markt gebracht hat.

 

Unterkriegen lassen will man sich durch die sinnlose Polizei-Aktion jedenfalls nicht, die Eröffnung der neuen Hanfbar-Filiale soll nicht verschoben werden. Wir drücken die Daumen, dass alles reibungslos gelingt.

 

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Erst vor ein paar Tagen berichteten wir über eine cannabisaffine 72-jährige Rentnerin, die in ihrer Wohnung kleine Portionen Marihuana verkaufte. Nun erreichen uns aus Süddeutschland, genauer gesagt aus Füssen, erneut Nachrichten über eine betagte, allerdings ungewollte Cannabisliebhaberin.

 

Doch der Reihe nach: Polizeibeamten fiel während einer Streife ein Balkon auf, auf dem ohne jeden Sichtschutz oder dergleichen ein paar Cannabispflanzen seelenruhig vor sich hin wuchsen. Erstaunt über den Leichtsinn des Growers, klingelten die Beamten in der entsprechenden Wohnung und staunten nicht schlecht, wer ihnen da die Tür öffnete. Eine 72-jährige Seniorin nämlich, die so gar nicht nicht die Erwartungen der Gesetzeshüter erfüllen konnte. Doch dem Anschein nach lag der Dame nichts ferner, als Profit aus ihrer Ernte zu schlagen, vielmehr war sie sich gar nicht darüber bewußt, was da in ihren Blumenkübeln heranwuchs. Die Frau hatte lediglich die Gewohnheit, Reste von Vogelfutter, das Nutzhanfsamen enthalten kann, in ihrer Blumenerde zu entsorgen.

 

Dementsprechend hatte das gefundene Cannabis auch keine berauschende Wirkung und die Polizisten konnten sich mit der Entsorgung der Pflanzen begnügen. Die rüstige Rentnerin kam mit dem Schrecken davon.

Gestern noch berichtete Highway darüber, dass Lidl Schweiz jetzt CBD-Cannabis in das Produktsortiment aufnimmt. Nun bedient sich ein weiterer renommierter deutschsprachiger Konzern der Cannabis-Thematik und sorgt damit in der Mainstream-Presse für großes Aufsehen.

 

Pünktlich zum Weltkiffertag am 20. April brachte Ritter Sport eine auf 100.000 Stück limitierte Sondersorte für Cannabis-Freunde (und alle, die es werden wollen) heraus: „Schoko & Gras“. THC oder CBD enthält die Süßigkeit zwar natürlich nicht, aber dafür crunchy Hanfsamen aus kontrolliert biologischem Anbau. Auf der Verpackung bedient man sich eines Drogenvokabulars (wie originell), um die Sorte zu umschreiben: da befinden sich beispielsweise „Hanfsamen im Vollmilchrausch“, von einem „einzigartigen Schokotrip“ ist gar die Rede.

 

Worüber ernsthafte Cannabis-Liebhaber, Patienten und Aktivisten vielleicht eher die Augen verdrehen, kann durchaus als gutes Zeichen für die Legalisierungsbewegung gewertet werden. Wenn große, namhafte Unternehmen wie Lidl oder nun eben die Alfred Ritter GmbH & Co. KG. die Berührungsangst vor dem Thema Cannabis verlieren und zu diesem Zweck auch den Four-Twenty-Day aufgreifen und damit bekannter machen, dann könnte das in Sachen gesellschaftlicher Akzeptanz mehr bringen als jeder Global Marijuana March.

 

Wer sich noch eine Tafel sichern will, muss leider kreativ werden oder finanziell schmerzfrei sein: im Online-Shop von Ritter Sport ist die Tafel in der grasgrünen Verpackung bereits ausverkauft, auf eBay wird sie schon zu völlig überteuerten Preisen angeboten. Falls es jemandem die Kaufentscheidung erleichtern kann: rein geschmacklich lohnt sich der Aufpreis jedenfalls nicht...

Ach, die Schweizer! Sie bekommen einfach nicht genug vom CBD-Weed.

 

Nun setzt auch die Supermarktkette Lidl auf das rauschfreie Cannabis und bringt in Kooperation mit dem Thurgauer CBD-Start-Up „The Botanicals“ zwei Cannabisprodukte (fast) ohne THC in die (schweizer) Regale. Lidl bezeichnet die Hanfblüten, die seit dem 19. April zum Preis von 17,99 (für 1,5 Gramm Indoor-Hanf) beziehungsweise 19,99 Franken (für drei Gramm Gewächshaus-Hanf) angeboten werden, als Tabakersatz. Gemeinsam haben beide Produkte, dass sie ausschließlich aus in der Schweiz angebautem Hanf bestehen und wohl den ein oder anderen deutschen Lidl-Kunden neidisch machen werden.

 

Fragt sich noch, warum man anstatt dem 19. April dann nicht konsequenterweise direkt den Four-Twenty-Day für die offizielle Produkteinführung gewählt hat.