Auch wenn die USA in den letzten Jahren von Legalisierungsbefürwortern rund um den Globus verstärkt als Positivbeispiel für einen liberalen Umgang mit Cannabis herangezogen werden und die gesellschaftliche Akzeptanz in vielen Bundesstaaten schon weit fortgeschritten ist, hat auch die dortige Szene immer wieder mit Hindernissen zu kämpfen, die ihnen von der Politik und der Justiz in den Weg gelegt werden.

 

Zuletzt sorgte ein großer Fang der New Yorker Polizei (NYPD) und das dazugehörige Polizeifoto für Ärger in der Cannabisbranche, aber, zugegeben, auch für den ein oder anderen Schmunzler. Auf der Facebook-Seite des NYPD brüstete man sich mit dem Fund und der Beschlagnahmung von knapp 50 Kilogramm Marihuana. Diese Zurschaustellung in den sozialen Netzwerken ist ja leider mittlerweile gängige Praxis, doch diesmal erntete die Truppe vor allem Hohn und Spott. Zu Recht, denn die fetten Baggies, zwischen denen sich vor allem einer der beiden Cops in cooler Pose in Szene setzt, so als sei er die Reinkarnation von Charlie Bronson höchstpersönlich, enthielten gar kein Marihuana, sondern völlig legalen, komplett THC-freien Hanf des lizenzierten Produzenten Fox Holler Farms aus Vermont.

 

Das pikierte Unternehmen ließ mit einer Reaktion nicht lange auf sich warten und verlautete, ebenfalls über Facebook, unter anderem das Folgende: „Dieses Bild frustriert uns und macht uns Sorgen. (…) Warum sind sich die Menschen der Gesetze, mit deren Schutz sie betraut sind, nicht bewusst?“ Tja, eine durchaus berechtigte Frage, zumal die im „Hemp Farming Act“ bundesweit geregelte Legalisierung von Hanf erst vor einigen Monaten prominent durch alle US-Medien ging.

Die CBD-Unternehmen in Deutschland befinden sich momentan (mal wieder muss man ja leider sagen) in erhöhter Alarmbereitschaft. Eine Serie von Polizeirazzien, die sich diesmal quer durch Deutschland zieht, bereitet zu Recht große Sorgen. Von richterlichen Durchsuchungsbeschlüssen in Bamberg, Erfurt und Coburg, Schweinfurt und Würzburg, die teilweise auch die Privatwohnsitze der einzelnen Geschäftsführer miteinbezogen, ist die Rede.



Betroffen ist unter anderem der noch frische CBD-Shop Cannameleon mit Filialen in Schweinfurt und Würzburg, die erst im August 2019 eröffnet worden waren. Laut Polizeisprechern hatte es Hinweise auf überschrittene Grenzwerte und Verkauf an Minderjährige gegeben, was der Betreiber aber heftig abstreitet und auf regelmäßige Laborkontrollen und eine strikte Geschäftspolitik verweist. Beteiligt war alleine am Cannameleon-Fall eine zweistellige Zahl an Beamten. Magdalena Laier, die Grüne Kandidatin für den Würzburger Stadtrat, kritisiert das Vorgehen der Polizei. Schon bei früheren Durchsuchungen in Bayern sei klar geworden, „dass die legalen Grenzen meist nicht überschritten wurden“.



Besonders alarmierend sind Anzeichen, dass nun auch die CBD-Shops in der deutschen Hauptstadt, die sich bisher äußerst tolerant gezeigt hatte, verstärkt in den Fokus rücken. Durch das soziale Netzwerk Instagram geistern seit Kurzem etwa Storys von Razzien in den Berliner Ladengeschäften von Tom Hemp´s und Hempvizer. Erstere ließen in einem Statement verlauten, dass man gerade „durch eine schwere Zeit gehe“ und beschuldigten die Berliner Polizei des Machtmissbrauchs. Zudem wurde eine Liste an beschlagnahmten Waren veröffentlicht: kiloweise CBD-Blüten, Crumbles und Wax, aber auch Badezusätze und Seifen, in einem Gesamtwert von über 100.000 Euro seien durch die Beamten beschlagnahmt worden.



Highway fragt sich: wie passen diese Aktionen zusammen mit den scheinbar versöhnlichen Tönen der neuen Drogenbeauftragten Ludwig, die seit ihrem Amtsantritt von Entkriminalisierung und Dialog schwafelt, zusammen? Und warum zur Hölle hört eigentlich niemand auf die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die CBD als nicht berauschend einstuft und eine Klassifizierung als Droge aufgehoben hat. Doch nicht nur das, den UN-Mitgliedsstaaten (und dazu gehört natürlich auch Deutschland) wird klipp und klar empfohlen, die CBD-Jagd aufzugeben und entsprechende Gesetze neu zu gestalten. Also, warum hört der deutsche Bundestag nicht endlich mal zu?

Ja, tatsächlich, bald ist es schon wieder so weit, die Adventszeit steht vor der Tür. Ob man nun Bock darauf hat oder nicht, dem langsam, aber sicher aufkommenden Weihnachtstrubel kann sich niemand entziehen. Damit alle Weihnachtsmuffel die stark „Last-Christmas“-haltige Zeit bis zum Heiligabend einigermaßen entspannt durchstehen können, bietet sich der Adventskalender der Kollegen des Hanf Magazins an: hinter 25 Türchen warten hochwertige CBD- und Hanfprodukte im Gesamtwert von 400 Euro auf die neugierigen Cannabisfreunde.

 

Damit würde dem ersten beschaulich-ruhigen Weihnachtsfest seit Menschengedenken ja im Prinzip nichts mehr im Wege stehen, vorrausgesetzt man schafft es, sich bis zusammenzureißen und auch wirklich nur ein Türchen pro Tag zu öffnen. Aber moment mal, wieso denn 25 Türchen? Richtig gelesen, denn eine Silvester-Überraschung gibt es auch noch. Den ansprechend gestalteten Kalender, der auf 1.000 Exemplare limitiert ist, kann man für 149,90 Euro (versandkostenfrei) ausschließlich über den Online-Shop des Hanf Magazins bestellen. Ho Ho Ho...äh...High High High!

Branchenkenner prognostizieren Cannabis-Getränken eine große Zukunft. Besonders die Biermischgetränke sind offenbar vielversprechend, einige große internationale Hersteller haben bereits mit entsprechenden Produktentwicklungen für Aufsehen und Gesprächsstoff gesorgt. Nicht umsonst hat sich Constellation Brands, einer der größten Weinbrand-Hersteller der Welt und Eigner zahlreicher Brauereien, bereits ein gutes Stück vom kanadischen Cannabisproduzenten Canopy Growth einverleibt. Das große Geschäft mit dem Rauschmittel der Zukunft will sich natürlich keiner entgehen lassen, denn eines haben Studien aus „legalisierten“ Ländern schon zeigen können: junge Menschen sind ausgesprochen offen für Cannabis, während der Absatz von alkoholischen Produkten in den betroffenen Regionen merklich zurückgeht.



Auch in Deutschland hat sich jetzt die erste große Brauerei an das Thema Cannabis gewagt und im Sommer ein Hanfbier in die Testmärkte gebracht: dasHanfkiss“ aus dem Hause Oettinger soll dort aber so überzeugend gelaufen sein, das schon bald eine bundesweite Einführung anstehen soll. „Hanfprodukte sind in Deutschland noch eine Seltenheit am Point of Sale und damit automatisch aufmerksamkeitsstarke Produkte. Sie wecken die Neugier der Verbraucher, denn der Geschmack von Hanf dürfte vielen Menschen noch weitgehend unbekannt sein", zeigt sich Peter Böck, Betriebsgeschäftsführer von Oettinger, zuversichtlich.



THC enthält eine Dose Hanfkiss natürlich so gut wie gar nicht (höchstens 0,2 Prozent), dafür aber 2,5 Prozent Alkohol und ist in dieser Hinsicht mit einem gewöhnlichen Radler/Alsterwasser zu vergleichen. Dass ausgerechnet die süddeutsche Firma Oettinger, deren Eigenmarke ein Billigbier-Ruch anhaftet, den Vorstoss wagt, mag überraschen. Doch das Unternehmen mit Sitz in Bayern, das fast komplett auf Marketing verzichtet und daher immer etwas unter dem Radar fliegt, zählt schon lange zu den umsatzstärksten Brauereien in ganz Deutschland.

Auf einem schwer einsehbaren Grundstück nahe Wangen fanden Polizeibeamte mehrere Hanfpflanzen mit einer beachtlichen Größe von bis zu 3,5 Metern. Bei dem Besitzer und Bewohner handelt es sich um einen 85-jährigen Mann, der angab, die Pflanzen seien aus den Resten von Vogelfutter rein zufällig und ohne sein Zutun gewachsen. Bekannte des Senioren hatten den Mann davor gewarnt die Pflanzen einfach sprießen zu lassen.

 

Doch dem Hanf-Opa war das egal, er mochte die Pflanzen und statt sie abzuschlagen, hegte und pflegte er sie nach bestem Wissen und Gewissen. Ob die Geschichte des Verdächtigen so stimmt, bleibt unklar, wilder Hanf aus Vogelsamen ist jedenfalls keine Seltenheit, alte Menschen, die ein paar Pflanzen zur Schmerzlinderung hochziehen aber natürlich auch nicht. Wer sollte es ihnen auch verdenken? Ach ja, der deutsche Staat zum Beispiel, der auch in diesem Fall hart blieb und Polizisten schickte, um die Gewächse restlos abzuernten und dem Rentner ein Ermittlungsverfahren anzuhängen...

Da hat die Bundespolizei aber mal echt einen ordentlichen Fang gemacht! Im Zug von Prag nach München erwischten Zollbeamte zwei junge Männer mit wahrlich gefährlicher Fracht. Ein Glück, haben die Fahnder das richtige Näschen bewiesen und konnten durch eine Kontrolle der beiden Reisenden Schlimmeres gerade noch abwenden. Nicht auszudenken, wenn die beiden 18- und 19-Jährigen mit ihrem Gepäck unentdeckt nach Deutschland hätten einreisen dürfen! Mit THC-freien Hanf-Lollis und Cannabis-Eistees haben sich ja bekanntlich schon viele Jugendliche ins Cannabiskoma befördert, auch der Weg zum Heroin wäre quasi schon vorgezeichnet. Und das schlimmste kommt ja erst noch: ganze vier Gramm Suchtgift in Form von Marihuanablüten trug der Jüngere zu allem Überfluss auch noch bei sich.

 

Es wird also einmal mehr deutlich, die Steuergelder der deutschen Staatsbürger werden von der Exekutive anscheinend überaus sinnvoll eingesetzt. Und damit wir alle in Zukunft ruhiger schlafen können, müssen sich die beiden Verbrecher nun mit einer Anzeige wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz auseinandersetzen. Alles in allem kann man also froh sein, dass der Fall dank des beherzten Einsatzes der Ordnungshüter noch einmal glimpflich ausgegangen ist …

Darf es noch ein Tässchen mehr sein? Gerade kursiert ein etwas kurioser Produktrückruf im Web, der Cannabisfreunde zum Schmunzeln bringen dürfte. Bio-Großhändler Dennree hat am gestrigen Mittwoch eine Charge seines Hanf-Grüntees zurückgerufen und alle Käufer dazu aufgefordert, das Produkt nicht zu konsumieren. Der Grund: es wird doch tatsächlich befürchtet, dass möglicherweise zu viel THC im Tee stecke. Aus Angst vor gesundheitlichen Schäden bei der Einnahme größerer Mengen werden Käufer nun gebeten, ihr Produkt, auch ohne Kassenbeleg, umgehend umzutauschen. Betroffen sei ausschließlich die Charge mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 6. Februar 2022.

 

Cannabisfreunde, die jetzt schon mit dem Gedanken spielen, noch Exemplare der vom Rückruf betroffenen Charge zu ergattern und 20 Beutel auf einmal aufzubrühen, sei gesagt, dass nicht bekannt gemacht wurde, um wie viel mehr THC es sich wirklich handelt. Vielleicht ist das Ganze ja auch nur ein ausgefuchster PR-Trick, um Cannabisliebhaber auf das Produkt aufmerksam zu machen und auch in Zukunft zum Kauf zu ermutigen. Amüsant ist jedenfalls der Kontrast zwischen der Rückrufaktion und dem fetten "Higher Living-Aufdruck auf der Verpackung des Tees.

 

Auch in Österreich wächst in der Bevölkerung immer mehr das Interesse an Cannabis, auch wenn die Regierung mal wieder ihr eigenes Süppchen kocht. Um weiter Berührungsängste abzubauen, haben nun drei Österreicher in Klagenfurt das erste Hanf-Selbstpflückfeld angelegt. Auf dem zuvor ausschließlich biologisch genutzten etwa ein Hektar großem Feld wachsen derzeit ganz grob 30.000 Pflanzen. Die genaue Zahl ist unbekannt, da die Pflanzen mittels Samen gezogen wurden. Angebaut wird die Nutzhanfsorte Finola.

 

Hinter dem Projekt steht der Verein United Hemp Association. Dabei handelt es sich um eine eingetragene Non-Profit-Organisation, die das Ziel verfolgt, dass bis 2021 in jedem Bundesland Österreichs ein solches Hanffeld steht. So soll nicht nur das Wissen um die Pflanze vertieft und weitergegeben werden, sondern auch die Allgemeinheit an den Anblick von Hanfplanzen und den Umgang mit ihnen gewöhnt werden.

 

Gestemmt wird das Projekt durch ehrenamtliche Mitarbeiter und Spenden – sowie auch den Erträgen des Selbstpflückfelds. Wie man es vielleicht von Erdbeerfeldern zum Selbstpflücken kennt, wird die gepflückte Ware an der Kasse abgewogen. Bei dem Hanffeld setzt man sogar komplett auf Vertrauen: das Geld wird selbstständig in der Kasse eingeworfen.

 

Übrigens gibt es auch in Deutschland - in Bernsroth - ein Hanffeld zum Selbstpflücken. Aufgrund der hiesigen Gesetzeslage darf Betreiber und Landwirt Josef Bayer aber ausschließlich Gewerbetreibende auf seinem Feld zulassen.

 

 

Normalerweise ist sie es, die eine Cannabisplantage aberntet und abtransportiert, doch in diesem Fall, der sich Anfang der Woche in Hessen abspielte, läuft für die Polizei alles anders herum. In der Nacht zum Montag verschafften sich Unbekannte Zutritt zu einem 60 Quadratmeter großen Cannabisfeld, rissen die Pflanzen heraus, schnitten sie ab und luden sie in einen Lieferwagen, mit dem sie, nachdem sie die komplette Anbaufläche dem Erdboden gleichgemacht hatten, vom Schauplatz des Diebstahls flüchteten.

 

Dass sich nun die Polizei tatsächlich einmal mit der Wiederbeschaffung und nicht mit der Vernichtung von Hanfpflanzen beschäftigen muss, mag für den Cannabisliebhaber zwar eine amüsante Randnotiz darstellen, der hessische Jungbauer, dem die Pflanzen gehörten, hat hingegen wenig Grund zur Freude. Auf zwölf Hektar Ackerfläche hatte der Landwirt im April Nutzhanf gesät, auf der geplünderten Fläche wuchs eine spezielle, CBD-reiche Sorte, von der er sich besonders viel versprochen hatte. Der entstandene finanzielle Schaden wird auf etwa 50.000 – 100.000 Euro geschätzt. Was genau die Diebe mit den geraubten Pflanzen vorhaben, ist fraglich. Daran berauschen können sie sich jedefalls nicht.

 

 

 

Das Jahr 2019 hat schon begonnen und wird wieder viel Veränderung in die Welt von Cannabis, Hanf, Weed, Marihuana, Haschisch – wie auch immer man es nutzen oder auch nur nennen möchte – bringen. Bereits das zurückliegende Jahr war wieder sehr aufregend für Cannabis-Befürworter auf der ganzen Welt, so auch in Deutschland, wo immer mehr Cannabis-Unternehmen entstehen und die ersten weiterführenden Schritte im Bereich CBD unternommen wurden. Cannabis-Patienten stehen zwar immer noch vor großen Problemen, aber es sind nochmals mehr geworden, und die Cannabis-Lobby findet immer mehr Gehör – und immer mehr Anhänger und Unterstützer. Und mit dem wachsenden Interesse und den wachsenden Umsätzen hat inzwischen fast jedes europäische Land auch seine eigene Cannabis-Messe. In Deutschland ist dies seit drei Jahren die Cannabis-Expo Mary Jane Berlin gewesen, die auch im Juni 2019 wieder in der Arena Berlin stattfindet.

 

Aber Deutschland ist mehr als groß genug für zwei Hanf-Messen, vor allem wenn das größte Bundesland NRW, direkt neben Holland gelegen, doch 500 Kilometer von Berlin entfernt ist. Und so findet nun am Wochenende vom 23. bis 25. August 2019 die Cannabis-Messe Cannafair 2019 in Düsseldorf statt. Veranstaltungsort ist die Mitsubishi Electric Halle, die nur fünf Minuten vom Düsseldorfer Hauptbahnhof entfernt liegt und über eine eigene U- und S-Bahn-Station verfügt und somit für alle Besucher perfekt zu erreichen ist. Der Freitag ist auf der Cannafair 2019 von 11 bis 15 Uhr ausschließlich für Fachbesucher zugänglich, also Menschen aus dem Cannabis-Business, die B2B-Geschäften frönen wollen – ab Freitagnachmittag wird dann für den Rest des Wochenendes für alle Messebesucher zu günstigen Eintrittspreisen geöffnet. Erste Infos und Aussteller sind unter www.cannafair.nrw zu finden, Tickets sind ab Frühsommer erhältlich.

 Cannafair 2019 – die Cannabismesse in Düsseldorf, NRW, Deutschland