Das Bundesgericht hat ein wegweisendes Urteil für alle CBD-Cannabiskonsumenten und –händler in der Schweiz gefällt: ab sofort dürfen THC-arme Blüten nicht mehr mit der Tabaksteuer belegt werden. Gegen die Steuer von 25 Prozent auf den Endverkaufspreis  hatten drei Schweizer Firmen (Swiss Cannabis, Canway Schweiz und Artemis) Klage eingereicht.

 

Das Gericht stellte fest, dass es sich bei Hanfblüten nicht um Tabakersatzprodukte handele, ein Konsum anstelle von Tabak sei seitens der Konsumenten nicht zu erwarten. Zudem grenze auch der medizinische Einsatz die Blüten von Tabakprodukten ab, die keinesfalls zur Gesundheitsförderung konsumiert werden können. Aus diesen Gründen halten die Richter die Neuerschaffung einer speziellen Steuer für Hanfblüten und der damit einhergehenden gesetzlichen Legitimierung für notwendig.

 

Das Bundesgericht korrigiert mit dem Urteil die Entscheidungen zweier untergeordneter Instanzen: noch 2017 und 2019 hatten die Oberlandesdirektion bzw. das Bundesverwaltungsgericht die Tabaksteuer auf Hanfblüten für angemessen erklärt. Die Kläger begrüßen die Entscheidung und pochen nun auf eine zügige Erneuerung der entsprechenden Cannabis-Gesetzgebung.

 

 „Wenn die Bienen verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben." Dieses alarmierende Zitat, das Albert Einstein zugerechnet wird, hört man in letzter Zeit immer häufiger. Denn weltweit warnen Entomologen, aber auch Wissenschaftler verwandter Fachrichtungen vor einem zunehmenden Insektensterben. Insbesondere bereitet das Verschwinden der Bienen große Sorgen, denn die erfüllen durch den Akt der Bestäubung bekanntermaßen eine besonders wichtige Funktion innerhalb eines Ökosystems.

 

Monokulturen, der Einsatz von Pestiziden, zunehmende Betonierung, Lichtverschmutzung: das sind nur einige der zahlreichen Faktoren der modernen Agrarwirtschaft, die es den Bienen zunehmend schwerer machen, ihrer Aufgabe nachzugehen.

 

Doch eine neue Studie der Cornell Universität New York, veröffentlicht im wissenschaftlichen Fachmagazin „Environmental Entomology“, sieht Grund zur Hoffnung. Im Zuge der Legalisierung und anschließenden schnellen Verbreitung von Industriehanfkulturen in den Vereinigten Staaten haben Forscher untersucht, wie verschiedene Bienenarten auf Hanfpflanzen reagieren. Zu diesem Zweck wurden im Sommer 2018 elf Hanffarmen unterschiedlicher Größe (vom Acker bis zur zehntausende Quadratmeter umfassenden Plantage) untersucht. Das Ergebnis: Bienen lieben Hanf. Und zwar vor allem männlichen Hanf, der zwar keine Blüten ausbildet, aber eine ganze Menge Pollen produziert. Gleich 16 verschiedene Bienenarten konnten auf den untersuchten Kulturen nachgewiesen werden. Wie beliebt die einzelnen Kulturen bei den Bienen waren, hing vor allem von der Beschaffenheit der umgebenden Landschaft ab (je intensiver die Landschaft agrarwirtschaftlich genutzt wurde, desto weniger attraktiv war sie für die Bienen) und der Größe der Pflanzen ab (je größer, desto mehr Pollen). Die Wirkung der Cannabinoide stellt für die Bienen übrigens keinerlei Beeinträchtigung dar, da Insekten kein Endocannabinoidsystem besitzen.

 

Die federführenden Wissenschaftler warnen Farmer und Politiker davor, sich die aufkeimende Chance zur Regeneration des Bienenvorkommens durch die Entwicklung angepasster Pestizide nicht direkt wieder zu verbauen.

 

Auch wenn die USA in den letzten Jahren von Legalisierungsbefürwortern rund um den Globus verstärkt als Positivbeispiel für einen liberalen Umgang mit Cannabis herangezogen werden und die gesellschaftliche Akzeptanz in vielen Bundesstaaten schon weit fortgeschritten ist, hat auch die dortige Szene immer wieder mit Hindernissen zu kämpfen, die ihnen von der Politik und der Justiz in den Weg gelegt werden.

 

Zuletzt sorgte ein großer Fang der New Yorker Polizei (NYPD) und das dazugehörige Polizeifoto für Ärger in der Cannabisbranche, aber, zugegeben, auch für den ein oder anderen Schmunzler. Auf der Facebook-Seite des NYPD brüstete man sich mit dem Fund und der Beschlagnahmung von knapp 50 Kilogramm Marihuana. Diese Zurschaustellung in den sozialen Netzwerken ist ja leider mittlerweile gängige Praxis, doch diesmal erntete die Truppe vor allem Hohn und Spott. Zu Recht, denn die fetten Baggies, zwischen denen sich vor allem einer der beiden Cops in cooler Pose in Szene setzt, so als sei er die Reinkarnation von Charlie Bronson höchstpersönlich, enthielten gar kein Marihuana, sondern völlig legalen, komplett THC-freien Hanf des lizenzierten Produzenten Fox Holler Farms aus Vermont.

 

Das pikierte Unternehmen ließ mit einer Reaktion nicht lange auf sich warten und verlautete, ebenfalls über Facebook, unter anderem das Folgende: „Dieses Bild frustriert uns und macht uns Sorgen. (…) Warum sind sich die Menschen der Gesetze, mit deren Schutz sie betraut sind, nicht bewusst?“ Tja, eine durchaus berechtigte Frage, zumal die im „Hemp Farming Act“ bundesweit geregelte Legalisierung von Hanf erst vor einigen Monaten prominent durch alle US-Medien ging.

Die CBD-Unternehmen in Deutschland befinden sich momentan (mal wieder muss man ja leider sagen) in erhöhter Alarmbereitschaft. Eine Serie von Polizeirazzien, die sich diesmal quer durch Deutschland zieht, bereitet zu Recht große Sorgen. Von richterlichen Durchsuchungsbeschlüssen in Bamberg, Erfurt und Coburg, Schweinfurt und Würzburg, die teilweise auch die Privatwohnsitze der einzelnen Geschäftsführer miteinbezogen, ist die Rede.



Betroffen ist unter anderem der noch frische CBD-Shop Cannameleon mit Filialen in Schweinfurt und Würzburg, die erst im August 2019 eröffnet worden waren. Laut Polizeisprechern hatte es Hinweise auf überschrittene Grenzwerte und Verkauf an Minderjährige gegeben, was der Betreiber aber heftig abstreitet und auf regelmäßige Laborkontrollen und eine strikte Geschäftspolitik verweist. Beteiligt war alleine am Cannameleon-Fall eine zweistellige Zahl an Beamten. Magdalena Laier, die Grüne Kandidatin für den Würzburger Stadtrat, kritisiert das Vorgehen der Polizei. Schon bei früheren Durchsuchungen in Bayern sei klar geworden, „dass die legalen Grenzen meist nicht überschritten wurden“.



Besonders alarmierend sind Anzeichen, dass nun auch die CBD-Shops in der deutschen Hauptstadt, die sich bisher äußerst tolerant gezeigt hatte, verstärkt in den Fokus rücken. Durch das soziale Netzwerk Instagram geistern seit Kurzem etwa Storys von Razzien in den Berliner Ladengeschäften von Tom Hemp´s und Hempvizer. Erstere ließen in einem Statement verlauten, dass man gerade „durch eine schwere Zeit gehe“ und beschuldigten die Berliner Polizei des Machtmissbrauchs. Zudem wurde eine Liste an beschlagnahmten Waren veröffentlicht: kiloweise CBD-Blüten, Crumbles und Wax, aber auch Badezusätze und Seifen, in einem Gesamtwert von über 100.000 Euro seien durch die Beamten beschlagnahmt worden.



Highway fragt sich: wie passen diese Aktionen zusammen mit den scheinbar versöhnlichen Tönen der neuen Drogenbeauftragten Ludwig, die seit ihrem Amtsantritt von Entkriminalisierung und Dialog schwafelt, zusammen? Und warum zur Hölle hört eigentlich niemand auf die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die CBD als nicht berauschend einstuft und eine Klassifizierung als Droge aufgehoben hat. Doch nicht nur das, den UN-Mitgliedsstaaten (und dazu gehört natürlich auch Deutschland) wird klipp und klar empfohlen, die CBD-Jagd aufzugeben und entsprechende Gesetze neu zu gestalten. Also, warum hört der deutsche Bundestag nicht endlich mal zu?

Ja, tatsächlich, bald ist es schon wieder so weit, die Adventszeit steht vor der Tür. Ob man nun Bock darauf hat oder nicht, dem langsam, aber sicher aufkommenden Weihnachtstrubel kann sich niemand entziehen. Damit alle Weihnachtsmuffel die stark „Last-Christmas“-haltige Zeit bis zum Heiligabend einigermaßen entspannt durchstehen können, bietet sich der Adventskalender der Kollegen des Hanf Magazins an: hinter 25 Türchen warten hochwertige CBD- und Hanfprodukte im Gesamtwert von 400 Euro auf die neugierigen Cannabisfreunde.

 

Damit würde dem ersten beschaulich-ruhigen Weihnachtsfest seit Menschengedenken ja im Prinzip nichts mehr im Wege stehen, vorrausgesetzt man schafft es, sich bis zusammenzureißen und auch wirklich nur ein Türchen pro Tag zu öffnen. Aber moment mal, wieso denn 25 Türchen? Richtig gelesen, denn eine Silvester-Überraschung gibt es auch noch. Den ansprechend gestalteten Kalender, der auf 1.000 Exemplare limitiert ist, kann man für 149,90 Euro (versandkostenfrei) ausschließlich über den Online-Shop des Hanf Magazins bestellen. Ho Ho Ho...äh...High High High!

Branchenkenner prognostizieren Cannabis-Getränken eine große Zukunft. Besonders die Biermischgetränke sind offenbar vielversprechend, einige große internationale Hersteller haben bereits mit entsprechenden Produktentwicklungen für Aufsehen und Gesprächsstoff gesorgt. Nicht umsonst hat sich Constellation Brands, einer der größten Weinbrand-Hersteller der Welt und Eigner zahlreicher Brauereien, bereits ein gutes Stück vom kanadischen Cannabisproduzenten Canopy Growth einverleibt. Das große Geschäft mit dem Rauschmittel der Zukunft will sich natürlich keiner entgehen lassen, denn eines haben Studien aus „legalisierten“ Ländern schon zeigen können: junge Menschen sind ausgesprochen offen für Cannabis, während der Absatz von alkoholischen Produkten in den betroffenen Regionen merklich zurückgeht.



Auch in Deutschland hat sich jetzt die erste große Brauerei an das Thema Cannabis gewagt und im Sommer ein Hanfbier in die Testmärkte gebracht: dasHanfkiss“ aus dem Hause Oettinger soll dort aber so überzeugend gelaufen sein, das schon bald eine bundesweite Einführung anstehen soll. „Hanfprodukte sind in Deutschland noch eine Seltenheit am Point of Sale und damit automatisch aufmerksamkeitsstarke Produkte. Sie wecken die Neugier der Verbraucher, denn der Geschmack von Hanf dürfte vielen Menschen noch weitgehend unbekannt sein", zeigt sich Peter Böck, Betriebsgeschäftsführer von Oettinger, zuversichtlich.



THC enthält eine Dose Hanfkiss natürlich so gut wie gar nicht (höchstens 0,2 Prozent), dafür aber 2,5 Prozent Alkohol und ist in dieser Hinsicht mit einem gewöhnlichen Radler/Alsterwasser zu vergleichen. Dass ausgerechnet die süddeutsche Firma Oettinger, deren Eigenmarke ein Billigbier-Ruch anhaftet, den Vorstoss wagt, mag überraschen. Doch das Unternehmen mit Sitz in Bayern, das fast komplett auf Marketing verzichtet und daher immer etwas unter dem Radar fliegt, zählt schon lange zu den umsatzstärksten Brauereien in ganz Deutschland.

Auf einem schwer einsehbaren Grundstück nahe Wangen fanden Polizeibeamte mehrere Hanfpflanzen mit einer beachtlichen Größe von bis zu 3,5 Metern. Bei dem Besitzer und Bewohner handelt es sich um einen 85-jährigen Mann, der angab, die Pflanzen seien aus den Resten von Vogelfutter rein zufällig und ohne sein Zutun gewachsen. Bekannte des Senioren hatten den Mann davor gewarnt die Pflanzen einfach sprießen zu lassen.

 

Doch dem Hanf-Opa war das egal, er mochte die Pflanzen und statt sie abzuschlagen, hegte und pflegte er sie nach bestem Wissen und Gewissen. Ob die Geschichte des Verdächtigen so stimmt, bleibt unklar, wilder Hanf aus Vogelsamen ist jedenfalls keine Seltenheit, alte Menschen, die ein paar Pflanzen zur Schmerzlinderung hochziehen aber natürlich auch nicht. Wer sollte es ihnen auch verdenken? Ach ja, der deutsche Staat zum Beispiel, der auch in diesem Fall hart blieb und Polizisten schickte, um die Gewächse restlos abzuernten und dem Rentner ein Ermittlungsverfahren anzuhängen...

Da hat die Bundespolizei aber mal echt einen ordentlichen Fang gemacht! Im Zug von Prag nach München erwischten Zollbeamte zwei junge Männer mit wahrlich gefährlicher Fracht. Ein Glück, haben die Fahnder das richtige Näschen bewiesen und konnten durch eine Kontrolle der beiden Reisenden Schlimmeres gerade noch abwenden. Nicht auszudenken, wenn die beiden 18- und 19-Jährigen mit ihrem Gepäck unentdeckt nach Deutschland hätten einreisen dürfen! Mit THC-freien Hanf-Lollis und Cannabis-Eistees haben sich ja bekanntlich schon viele Jugendliche ins Cannabiskoma befördert, auch der Weg zum Heroin wäre quasi schon vorgezeichnet. Und das schlimmste kommt ja erst noch: ganze vier Gramm Suchtgift in Form von Marihuanablüten trug der Jüngere zu allem Überfluss auch noch bei sich.

 

Es wird also einmal mehr deutlich, die Steuergelder der deutschen Staatsbürger werden von der Exekutive anscheinend überaus sinnvoll eingesetzt. Und damit wir alle in Zukunft ruhiger schlafen können, müssen sich die beiden Verbrecher nun mit einer Anzeige wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz auseinandersetzen. Alles in allem kann man also froh sein, dass der Fall dank des beherzten Einsatzes der Ordnungshüter noch einmal glimpflich ausgegangen ist …

Darf es noch ein Tässchen mehr sein? Gerade kursiert ein etwas kurioser Produktrückruf im Web, der Cannabisfreunde zum Schmunzeln bringen dürfte. Bio-Großhändler Dennree hat am gestrigen Mittwoch eine Charge seines Hanf-Grüntees zurückgerufen und alle Käufer dazu aufgefordert, das Produkt nicht zu konsumieren. Der Grund: es wird doch tatsächlich befürchtet, dass möglicherweise zu viel THC im Tee stecke. Aus Angst vor gesundheitlichen Schäden bei der Einnahme größerer Mengen werden Käufer nun gebeten, ihr Produkt, auch ohne Kassenbeleg, umgehend umzutauschen. Betroffen sei ausschließlich die Charge mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 6. Februar 2022.

 

Cannabisfreunde, die jetzt schon mit dem Gedanken spielen, noch Exemplare der vom Rückruf betroffenen Charge zu ergattern und 20 Beutel auf einmal aufzubrühen, sei gesagt, dass nicht bekannt gemacht wurde, um wie viel mehr THC es sich wirklich handelt. Vielleicht ist das Ganze ja auch nur ein ausgefuchster PR-Trick, um Cannabisliebhaber auf das Produkt aufmerksam zu machen und auch in Zukunft zum Kauf zu ermutigen. Amüsant ist jedenfalls der Kontrast zwischen der Rückrufaktion und dem fetten "Higher Living-Aufdruck auf der Verpackung des Tees.

 

Auch in Österreich wächst in der Bevölkerung immer mehr das Interesse an Cannabis, auch wenn die Regierung mal wieder ihr eigenes Süppchen kocht. Um weiter Berührungsängste abzubauen, haben nun drei Österreicher in Klagenfurt das erste Hanf-Selbstpflückfeld angelegt. Auf dem zuvor ausschließlich biologisch genutzten etwa ein Hektar großem Feld wachsen derzeit ganz grob 30.000 Pflanzen. Die genaue Zahl ist unbekannt, da die Pflanzen mittels Samen gezogen wurden. Angebaut wird die Nutzhanfsorte Finola.

 

Hinter dem Projekt steht der Verein United Hemp Association. Dabei handelt es sich um eine eingetragene Non-Profit-Organisation, die das Ziel verfolgt, dass bis 2021 in jedem Bundesland Österreichs ein solches Hanffeld steht. So soll nicht nur das Wissen um die Pflanze vertieft und weitergegeben werden, sondern auch die Allgemeinheit an den Anblick von Hanfplanzen und den Umgang mit ihnen gewöhnt werden.

 

Gestemmt wird das Projekt durch ehrenamtliche Mitarbeiter und Spenden – sowie auch den Erträgen des Selbstpflückfelds. Wie man es vielleicht von Erdbeerfeldern zum Selbstpflücken kennt, wird die gepflückte Ware an der Kasse abgewogen. Bei dem Hanffeld setzt man sogar komplett auf Vertrauen: das Geld wird selbstständig in der Kasse eingeworfen.

 

Übrigens gibt es auch in Deutschland - in Bernsroth - ein Hanffeld zum Selbstpflücken. Aufgrund der hiesigen Gesetzeslage darf Betreiber und Landwirt Josef Bayer aber ausschließlich Gewerbetreibende auf seinem Feld zulassen.