Jeden Dezember das gleiche Spiel: So ganz plötzlich ist wieder Weihnachten und Geschenke für die Liebsten müssen her. Und wer dieses Jahr einem ganz besonderen Stoner eine Freude machen möchte, der durchstöbert früher oder später vielleicht die Paraphernalia-Kataloge der Headshops. Schließlich müssen es ja auch nicht jedes Jahr die Strümpfe oder das Goldkettchen sein.

 

Wie man aber einen Geschenke-Klassiker und praktisches Kifferzubehör unter einen Hut bringen kann, das zeigt uns nun das hippe französische Designer-Label Vetements mit einer seiner neuesten Kreationen. Halb Halskettchen, halb Marihuana-Mahlwerk: Das Grinder-Necklace sieht nicht nur ordentlich prollig aus, es hilft einem auch noch dabei, schön dicht zu werden.

 

Das gute Stück ist nur der neueste Ausläufer eines Straßentrends, der sich spätestens seit den letzten Herbst-Kollektionen von angesagten Designern wie Alexander Wang oder Baja East auch in der Haute Couture etablieren konnte. Symbole aus der Cannabisszene und Potkultur sind schon seit Längerem aus der alltäglichen Jugendmode nicht mehr wegzudenken, doch haben sie nun auch ihren Weg auf die Laufstege dieser Welt gefunden.

 

Doch Obacht: Das schwer angesagte Label, das schon oft Alltagsbekleidung wie Jeans oder Hoodies veredelt und zu Mondpreisen in die Regale der Boutiquen gebracht hat, bleibt auch diesmal seiner Preispolitik treu. Das Grinder-Necklace kostet, wahlweise in Silber oder Gold erhältlich, steinharte 750 Dollar und dürfte damit einer der teuersten Grinder der Welt sein.

 

Lange Blättchen aus lebensmittelechtem Blattgold von Shine

 

Und wer schon einen Grinder für bald 1.000 Dollar kauft, der kann auch gleich noch ein paar Papers aus Blattgold für 55 Dollar dazulegen, oder? Man will ja schließlich nicht an der falschen Stelle sparen...

Wie das wohl zustande gekommen ist... neu im Sortiment des umstrittenen Kleidungsdiscounters Kik sind diverse Socken für Kinder mit verschiedenen Mustern. Klar, die Socken haben viele Vorteile: Hoher Baumwollanteil, elastischer Bund, geprüfte Qualität und das Vierer-Pack kostet nur 3,99 Euro. Doch besondere Aufmerksamkeit zieht das Sockenmuster „Pflanzen“ auf sich:

 

 Screenshot aus dem Online-Shop von Kik

 

Der Kik-Onlineshop verspricht: „Ein hübsches Muster aus Pflanzen ziert die ansonsten schlicht designten Socken. Aber auch wegen des feinen Baumwollmixes und der geprüften Qualität werden Ihre Kinder diese Socken garantiert lieben. Praktischerweise sind diese Allrounder gleich in einem 4er-Pack erhältlich.

 

Und es besteht kein Zweifel, dass diese Socken nicht für Erwachsene gedacht sind. Die Größen starten bei 23/26. Es handelt sich also nicht um modische Accessoires für junge Damen, die eigentlich die Hauptzielgruppe für Socken mit aufgedruckten Cannabisblättern sind.

 

 Junge Kiffer-Dame mit Huf-Socken

 

Jetzt stellt sich nur die Frage, wie Kik an einen Container mit Kindersocken im Kiffer-Style gekommen ist. Wollte jemand die angesagten HUF-Socken in China kopieren und hat sich in der Größe vertan? Kam dann die 70 Jahre Chefeinkäuferin von Kik und dachte sich, wie in der Produktbeschreibung zu lesen: „Ein hübsches Muster aus Pflanzen!“ Oder raucht man in der Sockenabteilung von Kik einfach gerne Weed, unabhängig vom Alter? Und warum kosten die eigentlich 3,99 und nicht etwa 4,20 Euro? Wir werden es wohl nie erfahren. Fakt ist jedoch, dass Kik trotz inzwischen einiger aufgekommener Kritik nicht daran denkt, die guten Socken aus dem Sortiment zu nehmen.