Was war das für ein großes Hallo, als Anfang 2018 die Nachricht die Runde machte, dass die Drogeriemarktriesen dm und Rossman CBD-Produkte in ihr Sortiment aufnehmen. Was einige Jahre zuvor noch undenkbar schien, war Realität geworden. Cannabisextrakte, wie man sie höchstens von Cannabismessen und aus dem gut sortierten Head-Shop kannte, hatten sich ihren Weg in die Mitte der Gesellschaft gebahnt, mehr noch, in die Wellness- und Gesundheits-Tempel der deutschen Innenstädte.

 

Zwar gab es keine Blüten zu kaufen, doch insbesondere die CBD-Öle erfreuten sich bei den Kunden großer Beliebtheit. Doch damit ist jetzt erst einmal Schluss! In einer Entscheidung, die nur als Reaktion auf die Münchener CBD-Razzien vergangener Woche gewertet werden kann, schmeißen die beiden Branchenriesen einen Großteil ihrer CBD-Produkte wieder aus dem Sortiment. Übrig blieben, zumindest bei dm, CBD-Kaugummis aus der Schweiz und cannabidiolhaltige Weichkapseln. Bei Rossman konnten sich sogar nur die Kaugummis halten.

 

Kontrollen hatte es zwar nicht gegeben, aber anders als die vielen CBD-Start-ups, die in den letzten Monaten wie Pilze aus dem Boden geschossen waren, wollen die Drogerien es wohl nicht darauf ankommen lassen und gehen mit der CBD-Öl-Verbannung auf Nummer sicher.

 

Wer sich in Sachen CBD-Gesetzgebung nochmal genauer informieren möchte, findet hier und hier Material zur momentanen Gesetzeslage.

 

Nach zwei langen Monaten Wartezeit ist ab heute endlich die neue Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin an allen (Bahnhofs-)Kiosken, Grow- und Headshops erhältlich. Für schlappe 2,60 Euro (2,99 Euro in Österreich, 4,20 Franken in der Schweiz oder 2,60 Euro als E-Paper, beispielsweise bei United Kiosk oder für Kindle bei Amazon) erhaltet ihr die volle Ladung Infos zu Cannabis, Legalisierung, Anbau indoor und outdoor und vieles mehr.

 

Eine Auswahl der Artikel der aktuellen Ausgabe:

 

Titelstory Cannabis-Extrakte Druck, Zeit und Temperatur: schon hat man die drei benötigten Voraussetzungen zum Pressen lösemittelfreier Konzentrate, besser bekannt unter dem Namen Rosin, beisammen. Unsere Titelstory verrät alles über Druck, Hitzepressen und empfehlenswertes Zubehör für die Produktion von Rosin.

 

 

Interview Open Mind / Simon Ruane – Über 200 Videos zu und über die verschiedensten Drogen, Tripberichte inklusive, wurden von Simon Ruane bereits bei YouTube veröffentlicht, über 400.000 Abonnenten folgen dem jungen Mann. Wir trafen uns mit ihm und haben mal ein ernstes Wörtchen mit ihm über seinen Drogenkonsum geredet...

 

 

Patientenbericht Morbus CrohnCannabis ist kein Allheilmittel, das garantiert jede Krankheit kuriert, wie manch Scharlatan behauptet, aber in manchen Fällen ist es auch tatsächlich die letzte Rettung. Wir schildern den Fall eines Cannabispatienten, erkrankt an Morbus Crohn, einer chronisch-entzündlichen Darmentzündung.

 

 

Musik Weed-Rapper Herzog: OG mit Herz Herzog, Deutschlands erster Rapper mit eigenem THC-haltigem Strain, veröffentlicht nächsten Monat sein viertes Album „OG mit Herz“. Wer zur Spannabis reist, kann ihn dort persönlich antreffen, für alle anderen haben wir stellvertretend mit ihm geplaudert...

 

 

Growing Gefahr im Garten Teil 8 – Im letzten Teil der Reihe Gefahr im Garten von Grow-Guru Mr. José stehen weitere Gefahren im Garten im Vordergrund, die nicht durch Tiere verursacht werden. Im Fokus stehen dieses Mal Algen und verschiedene Pilzerkrankungen, die gehörigen Schaden anrichten können.

 

 

Grow-Report Royal DwarfAch man würde ja so gerne. Nur ein bisschen Gras auf dem Balkon ziehen. An manchen Orten ist das ja sogar erlaubt. Warum nicht ein Bonsai-Bäumchen mit nur ein paar Gramm dran, ganz zweifelsfrei Eigenbedarf? Taugen solche Sorten? Autorin Alice Wunder hat zum Test Royal Dwarf auf dem Balkon blühen lassen.

 

 

Weitere Artikel TV-Tipp: Murder Mountain ++ News: 79 Firmen im Kampf um die Anbau-Lizenzen für Deutschland ++ Goodies: CBD-Test.ch ++ High Court: § 31 BtMG: Verräter-Paragraph oder sinnvolle Regelung? ++ Sortenportrait: Herz OG ++ uvm.

Spektakulärer Fund am internationalen Hafen Malta Freeport! Der Container, um den es geht, war aus Spanien gekommen und dem Zoll gleich als verdächtig aufgefallen. Mit verschiedenen Scannern war die Fracht durchleuchtet worden, wobei den zuständigen Zollbeamten einige Unstimmigkeiten sozusagen „spanisch“ vorgekommen waren. Der Verdacht erwies sich als berechtigt, denn in der physischen Untersuchung, die folgte, konnte man nichts Geringeres als den zweitgrößten Fall von Drogenschmuggel aufdecken, den Malta jemals erlebt hat. Ganze fünf Tonnen Cannabis-Resin, sorgfältig in Schaumstoff eingewickelt und im Inneren von mehreren großen Plastikrohren verstaut wurden von den Zollbeamten zu Protokoll gegeben. Wie man in den lokalen Medien allerdings auf den angegebenen Warenwert von 450.000 Euro kommt, bleibt schleierhaft. Der wahre Wert der Cannabisextrakte dürfte wohl um einiges darüber liegen. Bleibt zu hoffen, dass zu den Feiertagen trotzdem niemand auf seinen Weihnachts-Dab verzichten muss.

Schon zu anderen Gelegenheiten haben wir vor der Extraktion mittels Butangas gewarnt. Aufgrund der Explosionsgefahr ist diese Vorgehensweise bei der Herstellung von Cannabisextrakten nur etwas für Profis in demenstprechend augestatteten Räumlichkeiten, idealerweise TÜV-geprüft. Unsere Sorgen wurden traurigerweise einmal mehr von drei jungen Männern bestätigt, die vergangenen Montag beim Herumhantieren mit Butan ihr Wohnhaus und vor allem sich selbst schwer beschädigten. Zwei der drei Männer zogen sich schwere Verbrennungen zu, während der Dritte im Bunde von bei der Explosion herumfliegenden Trümmerteilen glücklicherweise nur leicht verletzt wurde. Zu seinem Glück hatte er sich zum Unfallzeitpunkt in einem anderen Raum aufgehalten. Die Ermittlungen dauern an.

Dass selbst hergestelltes Öl eine schnelle und praktische Möglichkeit darstellt, Cannabis ohne Tabak und sonstige gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe zu konsumieren, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Je nach gewählter Extraktionsmethode ist auch die Ölherstellung selbst vollkommen risikofrei. Das gilt allerdings nicht für die Extraktion mittels Gas, denn dieses ist bekannterweise hochentzündlich.

 

Dementsprechend sollte man beim Extraktionsprozess höchste Sorgfalt walten lassen. Wenn man nun unbedingt darauf besteht, sein Öl mithilfe von Gas zu gewinnen, sollte auf zwei Dinge besonders geachtet werden: der Vorgang sollte erstens nicht in geschlossenen Räumen durchgeführt werden und zweitens, die wichtigste Regel überhaupt, sollte man in der Nähe von Gas kein Feuer entzünden.



Jetzt mag der ein- oder andere einwenden, dass das doch wohl selbstverständlich sei und niemand auf derartig leichtsinnige Ideen komme. In der Realität kommt es aber leider immer wieder zu Explosionen infolge von Gasextraktion, so wie auch vergangenen Oktober in Dresden, als zwei Männer um die dreißig sich an der Ölherstellung mit Propangas versuchten. Es handelte sich bei den Beiden aber wohl nicht um Highway-Leser, da sie es nicht für nötig hielten, für die Aktion die Wohnung zu verlassen oder wenigstens währenddessen aufs Joint rauchen zu verzichten. In der Wohnung ereignete sich dementsprechend eine derart heftige Explosion, dass die Nachbarn an ein Erdbeben glaubten. Mit Verbrennungen wurden die Verursacher in der Folge umgehend ins Krankenhaus eingeliefert.



Nun mussten sie sich für ihre unbedachte Aktion vor dem Amtsgericht verantworten: da außer den Tätern selbst glücklicherweise niemand verletzt wurde, fiel die verhängte Strafe mit einer Geldbuße von 40.000 Euro noch einmal glimpflich aus.