Die verschiedenen Formen der Cannabisextrakte von Wax bis Öl erfreuen sich auch in Deutschland zunehmender Beliebtheit. Nachdem diese besonderen Zubereitungs- und Konsummethoden noch bis vor einigen Jahren im deutschsprachigen Raum nur dem harten Kern der Szene ein Begriff waren, interessieren sich auch hierzulande immer mehr Cannabisfreunde, auch bedingt durch den Dabbing-Hype in den USA der vergangenen Jahre und den globalen CBD-Siegeszug für „ausgefallenere“ Konsumformen jenseits von Rauchen und Essen. Soweit so gut, schließlich dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben, dass das Cannabisrauchen (mit Tabak) unnötige Gesundheitsrisiken mit sich bringt und auch der Genuss von Edibles aufgrund der Dosierbarkeit und dem zeitverzögerten Wirkungseintritt so seine Tücken haben kann. Cannabisöl zum Beispiel lässt sich mit ein wenig Erfahrung hingegen punktgenau dosieren und jederzeit äußerst diskret einnehmen.

 

Ein Weg, es selbst herzustellen, vor dem auch Highway immer wieder warnt, ist die Extraktion mittels Butangas: theoretisch zwar schnell und günstig durchführbar, birgt die Methode aufgrund der Explosivität des Gases hohe Risiken, insbesondere für naturwissenschaftlich weniger bewanderte Zeitgenossen. In Düren hat sich ein Mann dennoch an diese Art der Extraktion herangewagt, leider mit empfindlichen Folgen: bei dem Versuch kam es zu einer Explosion, die das Hausdach über der Wohnung des 42-Jährigen schwer beschädigte und darüber hinaus mehrere kleinere Brände in den umliegenden Häusern verursachte. Zum Glück kam bei der Aktion jedoch niemand ernsthaft zu Schaden. Ein Glück, dass etwa der deutschsprachige Rapper Dr. Knarf nicht hatte: Anfang 2017 sprengte er sich selbst und einen Freund beim Versuch einer BHO-Extraktion in die Luft und erlitt dabei allerschwerste Verletzungen, unter denen er wohl sein Leben lang leiden wird.

 

Wem die mediale Dauerbeschallung zum Thema Corona-Virus mittlerweile zum Hals raushängt, dem sei die Instagram-Seite von Lloyd Kanchan wärmstens ans Herz gelegt. Unter dem Künstlernamen „rapoleon_dynamite“ betreibt der Diorama-Künstler aus San Bernadino, USA, einen der nostalgischsten und kreativsten Cannabis-Accounts überhaupt. In seinen gewitzten Miniatur-Szenarien treffen Ikonen der Popkultur, wie zum Beispiel die „Ninja Mutant Hero Turtles“, „Rick und Morty“ und diverse Horrorfilm-Bösewichte (von Michael Myers bis zum guten alten Candyman) auf übergroße Buds und riesige Joints. Da kann es schon mal passieren, dass Ash aus dem Horrorklassiker „The Evil Dead“ und Auftragskiller Jules aus „Pulp Fiction“ nebeneinander auf der Couch chillen und die Qualität einer Cannabis-Blüte begutachten. Und auf dem Couchtisch liegt der sagenumwobene schwarze Aktenkoffer aus Quentin Tarantinos großem Kinoerfolg von 1994.

 

Diese inhaltliche Liebe zum Detail ist es, die einen Großteil der Faszination von Kanchans Bildern ausmacht, aber auch rein von handwerklicher Seite sind sie absolut sehenswert und eine wohltuende Abwechslung vom üblichen 420-Einerlei. Außerdem dürften sich die Liebhaber von Action-Spielfiguren gar nicht satt sehen können an den Plastik-Protagonisten seiner Inszenierungen. Willkommener Nebeneffekt: beim Scrollen durch Lloyds Profil kann man das ganze Corona-Chaos einfach mal für ein paar Minuten vergessen und sich an vergangene, einfachere Zeiten zurückerinnern.

 

Vor knapp drei Jahren sorgte eine gewaltige Explosion in einem kleinen Berliner Tonstudio für Schlagzeilen. Schnell wurde bekannt, dass sich der deutsche Rapper Niko Brenner, besser bekannt unter dem Namen Dr. Knarf sowie ein Freund zum Unglückszeitpunkt im Gebäude aufhielten und wohl für den Unfall verantworlich waren. Die Presse berichtete von einer schief gegangenen Cannabisextraktion mithilfe von Gas, durch die die Explosion fahrlässigerweise herbeigeführt wurde. Danach warteten Fans des Rappers, der schwer verletzt im Koma lag, jahrelang vergeblich auf ein Lebenszeichen.



Nun meldet sich Brenner auf seiner Facebook-Seite mit einer beindruckenden Video-Botschaft an seine Fans zurück, die nicht nur der ganzen Highway-Redaktion und dem Autor dieser Zeilen unheimlichen Respekt einflößt, ganz unabhängig vom Strafverfahren, das gerade gegen den Musiker läuft. Das knapp zweiminütige Video offenbart, dass der 35-Jährige schwerste Verletzungen davon getragen hat: 40 % seines Körpers wurden verbrannt, im Koma erlitt er mehrere Schlaganfälle, Teile seines Schädelknochens mußten aufgrund einer Gehirnschwellung entfernt werden, durch eine halbseitige Lähmung ist er auf einen Rollstuhl angewiesen. Dennoch lässt er sich nicht unterkriegen und zeigt sich kämpferisch.

 



Zur Strafsache können und wollen wir uns, genau wie der Betroffene selbst, zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiter äußern, um keine Spekulationen zu befördern und Gerüchte zu verbreiten. Kurz nach dem Unfall brodelte die Gerüchteküche und auch Highway verstieg sich zu der Aussage, dass der Rapper bei der Explosion beide Hände verloren hatte. Wie Brenner in seinem Video klar macht, war das nicht der Fall.



Klar ist, dass Dr. Knarf in irgendeiner Form Scheiße gebaut hat, genauso klar ist aber auch, dass er die Eier hat, das klipp und klar einzugestehen. Davon könnten sich viele Menschen eine Scheibe abschneiden. Ebenso bewundernswert ist, dass Dr. Knarf auch weiterhin Musik macht und schon im nächsten Jahr der Release seines neuen Albums namens Prometheus ansteht.

Was war das für ein großes Hallo, als Anfang 2018 die Nachricht die Runde machte, dass die Drogeriemarktriesen dm und Rossman CBD-Produkte in ihr Sortiment aufnehmen. Was einige Jahre zuvor noch undenkbar schien, war Realität geworden. Cannabisextrakte, wie man sie höchstens von Cannabismessen und aus dem gut sortierten Head-Shop kannte, hatten sich ihren Weg in die Mitte der Gesellschaft gebahnt, mehr noch, in die Wellness- und Gesundheits-Tempel der deutschen Innenstädte.

 

Zwar gab es keine Blüten zu kaufen, doch insbesondere die CBD-Öle erfreuten sich bei den Kunden großer Beliebtheit. Doch damit ist jetzt erst einmal Schluss! In einer Entscheidung, die nur als Reaktion auf die Münchener CBD-Razzien vergangener Woche gewertet werden kann, schmeißen die beiden Branchenriesen einen Großteil ihrer CBD-Produkte wieder aus dem Sortiment. Übrig blieben, zumindest bei dm, CBD-Kaugummis aus der Schweiz und cannabidiolhaltige Weichkapseln. Bei Rossman konnten sich sogar nur die Kaugummis halten.

 

Kontrollen hatte es zwar nicht gegeben, aber anders als die vielen CBD-Start-ups, die in den letzten Monaten wie Pilze aus dem Boden geschossen waren, wollen die Drogerien es wohl nicht darauf ankommen lassen und gehen mit der CBD-Öl-Verbannung auf Nummer sicher.

 

Wer sich in Sachen CBD-Gesetzgebung nochmal genauer informieren möchte, findet hier und hier Material zur momentanen Gesetzeslage.

 

Nach zwei langen Monaten Wartezeit ist ab heute endlich die neue Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin an allen (Bahnhofs-)Kiosken, Grow- und Headshops erhältlich. Für schlappe 2,60 Euro (2,99 Euro in Österreich, 4,20 Franken in der Schweiz oder 2,60 Euro als E-Paper, beispielsweise bei United Kiosk oder für Kindle bei Amazon) erhaltet ihr die volle Ladung Infos zu Cannabis, Legalisierung, Anbau indoor und outdoor und vieles mehr.

 

Eine Auswahl der Artikel der aktuellen Ausgabe:

 

Titelstory Cannabis-Extrakte Druck, Zeit und Temperatur: schon hat man die drei benötigten Voraussetzungen zum Pressen lösemittelfreier Konzentrate, besser bekannt unter dem Namen Rosin, beisammen. Unsere Titelstory verrät alles über Druck, Hitzepressen und empfehlenswertes Zubehör für die Produktion von Rosin.

 

 

Interview Open Mind / Simon Ruane – Über 200 Videos zu und über die verschiedensten Drogen, Tripberichte inklusive, wurden von Simon Ruane bereits bei YouTube veröffentlicht, über 400.000 Abonnenten folgen dem jungen Mann. Wir trafen uns mit ihm und haben mal ein ernstes Wörtchen mit ihm über seinen Drogenkonsum geredet...

 

 

Patientenbericht Morbus CrohnCannabis ist kein Allheilmittel, das garantiert jede Krankheit kuriert, wie manch Scharlatan behauptet, aber in manchen Fällen ist es auch tatsächlich die letzte Rettung. Wir schildern den Fall eines Cannabispatienten, erkrankt an Morbus Crohn, einer chronisch-entzündlichen Darmentzündung.

 

 

Musik Weed-Rapper Herzog: OG mit Herz Herzog, Deutschlands erster Rapper mit eigenem THC-haltigem Strain, veröffentlicht nächsten Monat sein viertes Album „OG mit Herz“. Wer zur Spannabis reist, kann ihn dort persönlich antreffen, für alle anderen haben wir stellvertretend mit ihm geplaudert...

 

 

Growing Gefahr im Garten Teil 8 – Im letzten Teil der Reihe Gefahr im Garten von Grow-Guru Mr. José stehen weitere Gefahren im Garten im Vordergrund, die nicht durch Tiere verursacht werden. Im Fokus stehen dieses Mal Algen und verschiedene Pilzerkrankungen, die gehörigen Schaden anrichten können.

 

 

Grow-Report Royal DwarfAch man würde ja so gerne. Nur ein bisschen Gras auf dem Balkon ziehen. An manchen Orten ist das ja sogar erlaubt. Warum nicht ein Bonsai-Bäumchen mit nur ein paar Gramm dran, ganz zweifelsfrei Eigenbedarf? Taugen solche Sorten? Autorin Alice Wunder hat zum Test Royal Dwarf auf dem Balkon blühen lassen.

 

 

Weitere Artikel TV-Tipp: Murder Mountain ++ News: 79 Firmen im Kampf um die Anbau-Lizenzen für Deutschland ++ Goodies: CBD-Test.ch ++ High Court: § 31 BtMG: Verräter-Paragraph oder sinnvolle Regelung? ++ Sortenportrait: Herz OG ++ uvm.

Spektakulärer Fund am internationalen Hafen Malta Freeport! Der Container, um den es geht, war aus Spanien gekommen und dem Zoll gleich als verdächtig aufgefallen. Mit verschiedenen Scannern war die Fracht durchleuchtet worden, wobei den zuständigen Zollbeamten einige Unstimmigkeiten sozusagen „spanisch“ vorgekommen waren. Der Verdacht erwies sich als berechtigt, denn in der physischen Untersuchung, die folgte, konnte man nichts Geringeres als den zweitgrößten Fall von Drogenschmuggel aufdecken, den Malta jemals erlebt hat. Ganze fünf Tonnen Cannabis-Resin, sorgfältig in Schaumstoff eingewickelt und im Inneren von mehreren großen Plastikrohren verstaut wurden von den Zollbeamten zu Protokoll gegeben. Wie man in den lokalen Medien allerdings auf den angegebenen Warenwert von 450.000 Euro kommt, bleibt schleierhaft. Der wahre Wert der Cannabisextrakte dürfte wohl um einiges darüber liegen. Bleibt zu hoffen, dass zu den Feiertagen trotzdem niemand auf seinen Weihnachts-Dab verzichten muss.

Schon zu anderen Gelegenheiten haben wir vor der Extraktion mittels Butangas gewarnt. Aufgrund der Explosionsgefahr ist diese Vorgehensweise bei der Herstellung von Cannabisextrakten nur etwas für Profis in demenstprechend augestatteten Räumlichkeiten, idealerweise TÜV-geprüft. Unsere Sorgen wurden traurigerweise einmal mehr von drei jungen Männern bestätigt, die vergangenen Montag beim Herumhantieren mit Butan ihr Wohnhaus und vor allem sich selbst schwer beschädigten. Zwei der drei Männer zogen sich schwere Verbrennungen zu, während der Dritte im Bunde von bei der Explosion herumfliegenden Trümmerteilen glücklicherweise nur leicht verletzt wurde. Zu seinem Glück hatte er sich zum Unfallzeitpunkt in einem anderen Raum aufgehalten. Die Ermittlungen dauern an.

Dass selbst hergestelltes Öl eine schnelle und praktische Möglichkeit darstellt, Cannabis ohne Tabak und sonstige gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe zu konsumieren, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Je nach gewählter Extraktionsmethode ist auch die Ölherstellung selbst vollkommen risikofrei. Das gilt allerdings nicht für die Extraktion mittels Gas, denn dieses ist bekannterweise hochentzündlich.

 

Dementsprechend sollte man beim Extraktionsprozess höchste Sorgfalt walten lassen. Wenn man nun unbedingt darauf besteht, sein Öl mithilfe von Gas zu gewinnen, sollte auf zwei Dinge besonders geachtet werden: der Vorgang sollte erstens nicht in geschlossenen Räumen durchgeführt werden und zweitens, die wichtigste Regel überhaupt, sollte man in der Nähe von Gas kein Feuer entzünden.



Jetzt mag der ein- oder andere einwenden, dass das doch wohl selbstverständlich sei und niemand auf derartig leichtsinnige Ideen komme. In der Realität kommt es aber leider immer wieder zu Explosionen infolge von Gasextraktion, so wie auch vergangenen Oktober in Dresden, als zwei Männer um die dreißig sich an der Ölherstellung mit Propangas versuchten. Es handelte sich bei den Beiden aber wohl nicht um Highway-Leser, da sie es nicht für nötig hielten, für die Aktion die Wohnung zu verlassen oder wenigstens währenddessen aufs Joint rauchen zu verzichten. In der Wohnung ereignete sich dementsprechend eine derart heftige Explosion, dass die Nachbarn an ein Erdbeben glaubten. Mit Verbrennungen wurden die Verursacher in der Folge umgehend ins Krankenhaus eingeliefert.



Nun mussten sie sich für ihre unbedachte Aktion vor dem Amtsgericht verantworten: da außer den Tätern selbst glücklicherweise niemand verletzt wurde, fiel die verhängte Strafe mit einer Geldbuße von 40.000 Euro noch einmal glimpflich aus.