Spektakulärer Fund am internationalen Hafen Malta Freeport! Der Container, um den es geht, war aus Spanien gekommen und dem Zoll gleich als verdächtig aufgefallen. Mit verschiedenen Scannern war die Fracht durchleuchtet worden, wobei den zuständigen Zollbeamten einige Unstimmigkeiten sozusagen „spanisch“ vorgekommen waren. Der Verdacht erwies sich als berechtigt, denn in der physischen Untersuchung, die folgte, konnte man nichts Geringeres als den zweitgrößten Fall von Drogenschmuggel aufdecken, den Malta jemals erlebt hat. Ganze fünf Tonnen Cannabis-Resin, sorgfältig in Schaumstoff eingewickelt und im Inneren von mehreren großen Plastikrohren verstaut wurden von den Zollbeamten zu Protokoll gegeben. Wie man in den lokalen Medien allerdings auf den angegebenen Warenwert von 450.000 Euro kommt, bleibt schleierhaft. Der wahre Wert der Cannabisextrakte dürfte wohl um einiges darüber liegen. Bleibt zu hoffen, dass zu den Feiertagen trotzdem niemand auf seinen Weihnachts-Dab verzichten muss.

Schon zu anderen Gelegenheiten haben wir vor der Extraktion mittels Butangas gewarnt. Aufgrund der Explosionsgefahr ist diese Vorgehensweise bei der Herstellung von Cannabisextrakten nur etwas für Profis in demenstprechend augestatteten Räumlichkeiten, idealerweise TÜV-geprüft. Unsere Sorgen wurden traurigerweise einmal mehr von drei jungen Männern bestätigt, die vergangenen Montag beim Herumhantieren mit Butan ihr Wohnhaus und vor allem sich selbst schwer beschädigten. Zwei der drei Männer zogen sich schwere Verbrennungen zu, während der Dritte im Bunde von bei der Explosion herumfliegenden Trümmerteilen glücklicherweise nur leicht verletzt wurde. Zu seinem Glück hatte er sich zum Unfallzeitpunkt in einem anderen Raum aufgehalten. Die Ermittlungen dauern an.

Dass selbst hergestelltes Öl eine schnelle und praktische Möglichkeit darstellt, Cannabis ohne Tabak und sonstige gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe zu konsumieren, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Je nach gewählter Extraktionsmethode ist auch die Ölherstellung selbst vollkommen risikofrei. Das gilt allerdings nicht für die Extraktion mittels Gas, denn dieses ist bekannterweise hochentzündlich.

 

Dementsprechend sollte man beim Extraktionsprozess höchste Sorgfalt walten lassen. Wenn man nun unbedingt darauf besteht, sein Öl mithilfe von Gas zu gewinnen, sollte auf zwei Dinge besonders geachtet werden: der Vorgang sollte erstens nicht in geschlossenen Räumen durchgeführt werden und zweitens, die wichtigste Regel überhaupt, sollte man in der Nähe von Gas kein Feuer entzünden.



Jetzt mag der ein- oder andere einwenden, dass das doch wohl selbstverständlich sei und niemand auf derartig leichtsinnige Ideen komme. In der Realität kommt es aber leider immer wieder zu Explosionen infolge von Gasextraktion, so wie auch vergangenen Oktober in Dresden, als zwei Männer um die dreißig sich an der Ölherstellung mit Propangas versuchten. Es handelte sich bei den Beiden aber wohl nicht um Highway-Leser, da sie es nicht für nötig hielten, für die Aktion die Wohnung zu verlassen oder wenigstens währenddessen aufs Joint rauchen zu verzichten. In der Wohnung ereignete sich dementsprechend eine derart heftige Explosion, dass die Nachbarn an ein Erdbeben glaubten. Mit Verbrennungen wurden die Verursacher in der Folge umgehend ins Krankenhaus eingeliefert.



Nun mussten sie sich für ihre unbedachte Aktion vor dem Amtsgericht verantworten: da außer den Tätern selbst glücklicherweise niemand verletzt wurde, fiel die verhängte Strafe mit einer Geldbuße von 40.000 Euro noch einmal glimpflich aus.