Mit Edibles ist – gerade als unerfahrener Konsument – nicht zu spaßen, selbst alte Cannabis-Hasen muten sich häufig zu viel zu. Man kann, gerade bei gekauften Produkten, weniger präzise dosieren und die Aufnahme über den Verdauungstrakt wirkt einfach stärker. Wenn man aber in seinem Leben noch gar keine Erfahrung mit Weed gemacht hat, ja dann, sollte man tunlichst die Finger von Edibles lassen.

 

Diese bittere Lektion aus dem Stoner-Handbuch musste der kanadische Polizist V. Dominelli bereits im Januar dieses Jahres auf die harte Tour lernen. Der Ordnungshüter ließ bei einer Razzia in einem Weed-Shop in Toronto unbemerkt ein paar berauschende Schokoriegel mitgehen – um sie einige Stunden später während einer Observation zu snacken. Wie wir damals bereits berichtet hatten, ging die Verköstigung gründlich in die Hose und endete für den unglücklichen Protagonisten mit einem ausgewachsenen Paranoia-Trip. Nun wurden die unrühmlichen Ereignisse vor Gericht aufgearbeitet und einige peinliche Details kamen ans Licht: so war Dominelli nach dem Konsum von Teilen der Riegel fest davon überzeugt, nun sterben zu müssen, und ließ sich auch von einer Kollegin nicht davon abhalten, in „Todesangst“ den Polizeinotruf um Hilfe anzuflehen. Classic!

 

Der Richter fand die ganze Angelegenheit aber weniger lustig und bezeichnete Dominelli als „kompletten Idioten“. Dieser musste sich bereits ein für allemal aus dem Polizeidienst verabschieden und wartet nun auf die Anhörung der bei dem Vorfall anwesenden Kollegin.

Wie kann ich etwas be-, oder schlimmer noch verurteilen, wenn ich überhaupt keine Ahnung von der Materie habe?

Im Vorfeld einer Abstimmung über die Cannabisgesetzgebung im US-Bundesstaat Utah stellte sich der demokratische Senator Jim Dabakis genau diese Frage. Er selbst hatte Cannabis noch nie probiert, weder geraucht, noch gegessen. Um an der Abstimmung dennoch mit gutem Gewissen teilnehmen zu können, tat er etwas, was den meisten anderen Abstimmungsteilnehmer im Parlament nicht einmal im Traum einfallen würde. Er konsumierte Cannabis in Form eines halbierten THC-Gummibärchen.

Dabei ließ Dabakis sich filmen, und zwar gleich zweimal, einmal vor, beziehungsweise beim Testen (siehe unten stehendes Video), und einmal am nächsten Tag, um von seinen Erfahrungen zu berichten. Er habe durchaus eine leichte psychoaktive Wirkung feststellen können, aber nichts Weltbewegendes. „It’s not that big a deal!“, so sein nüchternes Urteil.

Der Senator rief alle Abstimmungsteilnehmer, insbesondere die aus den Reihen der ultrakonservativen Prohibitionisten, dazu auf, es ihm gleichzutun, und die Abstimmung nicht auf der Basis ideologischer Vorurteile durchzuführen.

Ach, was würden wir dafür geben, ein solches Video auch mal von dem ein oder anderen CDU/CSU-Politiker zu sehen?

Es gibt wenig, dass nach einem anstrengenden Tag so entspannend wirkt, wie ein schöner Joint oder ein tiefer Zug aus dem Vapo. Daran dachte wohl auch eine kanadische Restaurantbesitzerin, die sich auf die Zubereitung von Hummer spezialisiert hat. Nachdem die Geschäftsfrau gelesen hatte, dass es nach neuestem Stand der Wissenschaft höchstwahrscheinlich so sei, dass auch Hummer Schmerzen empfinden, überkam sie vielleicht das schlechte Gewissen. Neugierig informierte sie sich über die Gesetzeslage in der Schweiz, wo es verboten ist, Krustentiere bei lebendigem Leib ins kochende Wasser zu tauchen. Wie also könnte man den Tieren unnötiges Leiden ersparen, ohne gleich ihr Gehirn zerschmettern zu müssen (wie es bei den Eidgenossen inzwischen Pflicht ist)? Die gefundene Lösung erscheint ebenso fragwürdig wie öffentlichkeitswirksam: die Meerestiere werden vor ihrer Reise in die ewigen Jagdgründe zum Hotboxen gezwungen. Ja, richtig gelesen, vor dem Kochen werden die Hummer in eine Box gesteckt, in die dann Marihuana-Qualm gepumpt wird. Nach Angaben des Restaurants wird dadurch nicht nur das Leid gemindert, nein, auch der Geschmack des Fleischs soll stark profitieren. Es ist zwar völlig unklar, ob Hummer Cannabinoidrezeptoren besitzen, das heißt, ob sie überhaupt dicht werden können, aber vielleicht kam es der cleveren Restaurantbesitzerin dann doch eher darauf an, von dem anstehenden Legalisierungs- und Cannabishype in Kanada zu profitieren

Angesichts der unaufhaltsam näher rückenden vollständigen Cannabis-Legalisierung in Kanada und des immer weiter um sich greifenden Umschwungs in den USA kristallisieren sich Edibles als das große Ding heraus. Innerhalb dieses Bereichs weist immer mehr darauf hin, dass Cannabisgetränke zum veritablen Trend werden könnten. Namhafte Lebensmittel-, Getränkekonzerne und Bierbrauer wie Constellation Brands und Heineken haben bereits Vorstöße in diese Richtung getätigt. Nun klopft ein weiterer Riese an die Tür der Cannabisbranche: die Coca-Cola Company.

 

Cannabis und Coca-Cola? Ein Joint und ein schönes kaltes Glas Cola passen sicherlich gut zusammen. Doch der größte Getränkehersteller der Welt im Geschäft mit Cannabis? Das war noch vor kurzer Zeit völlig undenkbar. Doch die Welt dreht sich schnell und so heißt es heute plötzlich in einer E-Mail von Coca-Cola-Sprecher Kent Landers an die Nachrichtenagentur Bloomberg News, man sei an Getränken mit Cannabidiol (CBD) interessiert:

 

„Wir beobachten intensiv das Wachstum von nicht-psychoaktivem CBD als Bestandteil von funktionellen Wellnessgetränken auf der ganzen Welt. Der Bereich entwickelt sich schnell. Derzeit sind noch keine Entscheidungen getroffen worden.“

 

Wie Bloomberg Television berichtete, ist Coca-Cola momentan in Gesprächen mit dem kanadischen Cannabisproduzenten Aurora Cannabis. Dennoch konnte heute bislang vor allem die Tilray-Aktie von der Meldung profitieren und bereits sieben Prozent steigen (zusätzlich zu den unglaublichen 40 Prozent der Vorwoche).

 

Coca-Cola wäre, wie bereits eingangs erwähnt, nicht das erste Getränke-Unternehmen, das in den Cannabissektor einsteigt. Der weltgrößte Weinproduzent Constellation Brands kaufte sich zu 38 Prozent beim größten kanadischen Cannabisproduzenten Canopy Growth ein und plant die Entwicklung sogar THC-haltiger Getränke, viele weitere Firmen haben den Markt ebenfalls im Auge.

 

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Die traditionsreiche österreichische Konditorei Aida versorgt die Wiener schon seit über 100 Jahren mit erlesenen Torten und Kuchen. Nun sorgt eine überraschende Erweiterung des Naschwaren-Sortiments für Aufsehen, mit der das Unternehmen nach eigenen Angaben „mit der Zeit gehen will“. Ab dem 8. September werden in den Wiener Filialen CBD-Brownies über die Theke gehen (siehe Bild). Klar ist, dass der Käufer von dem Gebäck keinen Rauschzustand zu erwarten hat, da der THC-Gehalt des Schokoküchleins unter 0,2 Prozent liegen wird. Nichtsdestotrotz wird bei der Vermarktung des Produkts mit Hanfblatt-Symbol und bekannten Marihuana-Sortenbezeichnungen natürlich voll und ganz auf den „Schock-und-Schumzel“-Faktor von Cannabis gesetzt, damit auch die Turngruppe von Tante Erika sich beim wöchentlichen Treffen mal so richtig „bekifft“ vorkommen kann. Vielleicht ist das auch der Grund dafür, warum die sogenannten „Orange-Kush“-Brownies nur an Kunden ab 16 Jahren verkauft werden.

Das kanadische Start-up Province Brands ist kurz davor, das erste Cannabis-Bier der Welt auf den Markt zu bringen. Wieso das erste? Hanfblütenbier gibt es doch schon länger, mag der geneigte Leser nun einwenden. Allerdings nicht so eins: während die Hanfbiere, die zum Beispiel oft auf Cannabismessen zur Erfrischung gereicht werden, nur mit Hanf gewürzt, ansonsten aber in herkömmlicher Weise aus Hopfen und Malz hergestellt werden, wird das kanadische Weed-Bier nur aus den Blättern, Stängeln und Wurzeln der Cannabispflanze sowie etwas Hopfen gebraut. Alkohol, der während des Fermentationsprozesses zwangsläufig entsteht, wird das Getränk nicht enthalten, er wird im weiteren Produktionsprozess herausgefiltert. Dafür aber gibt’s ordentlich THC auf den Schädel, und zwar etwa 6,5 mg THC pro Flasche. Der Geschmack wird als etwas weniger süß als herkömmliches Bier beschrieben und das High als ziemlich schnell eintretend, was für ein Edible eher ungewöhnlich ist.

Wenn der eigene Stash immer kleiner wird, obwohl man selbst gar nicht so viel gepafft hat, stellt sich natürlich die Frage, welche Naschkatze sich denn da heimlicherweise bedient.

 

Überträgt man diese Ausgangsituation auf die Asservatenkammer einer Polizeistation, ergibt sich natürlich ein reges Interesse seitens Presse und Dienstaufsicht. So geschehen im argentinischen Pilar, einer Provinz bei Buenos Aires. Im Zuge der Inventur im Rahmen der Übergabe einer Polizeistation entdeckte der zuständige Kommissar, dass eine nicht unbeträchtliche Menge Marihuana aus der Asservatenkammer verschwunden war. Die fehlende Menge belief sich auf handfeste 540 Kilogramm Weed. Während der sich entfaltenden Untersuchung des Falls gaben Experten zu bedenken, dass sich die fehlenden Kilos infolge eines Trocknungsprozesses quasi in Luft aufgelöst haben könnten. Andere Mitglieder der Untersuchungskommission halten diesen Hergang in Anbetracht der verschwundenen Menge an Cannabis für äußerst unwahrscheinlich.

 

Allerdings ist diese Theorie wohl immer noch wahrscheinlicher als die unglaubliche, von den Sprechern der betroffenen Polizeiwache tatsächlich im Ernst veröffentlichte Erklärung, dass Ratten das getrocknete Blütenmaterial verspeist hätten. Obwohl die Untersuchung weitergeführt wird, ist zu bezweifeln, dass der Fall jemals zu einer befriedigenden Aufklärung gebracht wird.

 

Update vom 12.4.2018: Es wurden mittlerweile acht der Polizisten entlassen, die behaupteten, dass Ratten das Gras gefressen hätten. Des Weiteren haben Experten der Universität Buenos Aires erklärt, dass Ratten die Drogen nicht mit Nahrung verwechseln würden und dass, wenn eine große Gruppe von Ratten das Cannabis gefressen hätte, eine Menge Kadaver gefunden worden wären.

Mal wieder was zum Lachen – erfreulicherweise müssen dieses Mal nicht schon wieder Grower oder Konsumenten, die sich selbst ans Messer geliefert haben, als Quell des Amüsements herhalten. Stattdessen haben zwei Polizisten aus Toronto in Kanada einen der Fehler ihres Lebens gemacht:

 

Wie die „High Times“ berichtet, haben zwei Polizisten während einer Razzia bei einer medizinischen Dispensary unerlaubterweise einige Edibles entwendet, beziehungsweise direkt verschnabuliert, während sie noch im Dienst waren!

 

Doch das Karma schlug direkt zu(rück): da die beiden sich anscheinend nicht besonders gut mit Edibles auskannten, verschlangen sie noch weitere Cannabis-Köstlichkeiten, als sie keine Wirkung verspürten. Ein klassischer Anfängerfehler. Es kam, wie es kommen musste: Paranoia, Angstzustände... und ein Anruf beim Notruf. Der herbeieilende Krankenwagen brachte dann direkt die Kollegen der beiden Weed-Polizisten mit.

 

Mike McCormack, Vorsitzender der Polizeigewerkschaft von Toronto, bestätigte, dass gegen die beiden wegen Drogenkonsum während der Arbeit ermittelt werde und diese derweil vom Dienst suspendiert sind.

 

Aber auch, wenn die Polizisten noch bis zur im Sommer in Kanada stattfindenden Legalisierung von Cannabis gewartet hätten, ist dennoch nicht davon auszugehen, dass die Beamten dann während des Diensts Marihuana hätten konsumieren dürfen.

Diese Woche berichtete die „Washington Post“ von einem Vorfall aus New Mexico in den USA: eine neunjährige Schülerin brachte Bonbons mit in die Schule – doch nicht irgendwelche, sondern THC-haltige, die den Eltern der Fünftklässlerin verschrieben wurden (was in New Mexico seit 2007 möglich ist).

 

Nicht, dass die Eltern ihr die Bonbons gegeben hätten, aber als die Schülerin diese entdeckte, nahm sie sie mit in die Schule, ohne zu wissen, dass es sich um Cannabisprodukte handelte. Einige der Edibles verschenkte sie an insgesamt fünf Mitschüler, sie selbst gönnte sich gleich fünf der THC-Fruchtgummis.

 

Damit hatte sie auch am meisten intus und so wurde ihr während des Unterrichts recht schnell schwindelig, sodass sie zur Schulkrankenschwester musste, die den Zusammenhang dann herstellte. Das war aber erfreulicherweise auch schon die schlimmste Nebenwirkung, die die Kinder erleiden mussten.

 

Denn von den anderen fünf Kindern, die ausgemacht und befragt wurden, äußerte sich nur ein weiteres über Unwohlsein, die anderen vier merkten erstaunlicherweise entweder überhaupt nichts oder waren lediglich ein wenig alberner als üblich.

 

Wir hoffen, wir müssen niemandem unserer Leser erklären müssen, dass das nicht lustig ist und erst recht nicht, dass man seine (in Mitteleuropa ja eh rar gesäten) Edibles auf keinen Fall dort lagern sollte, wo Kinder rankommen könnten.

Marihuana sorgt ja doch immer wieder für teils merkwürdige Meldungen: gestern erreichte die deutschsprachigen Medien eine Geschichte aus Tschechien, die sich dort an Weihnachten zugetragen hat. Die Großmutter einer Familie, die Marihuana zu medizinischen Zwecken konsumiert, richtete das Weihnachtsmal an – Entenbraten.

 

Doch leider sorgt Marihuana in der Regel nicht dafür, dass auch die Augen besser werden. Und so verwechselte die gute Dame Majoran und Marihuana und setzte ihren Lieben eine ziemlich psychoaktive Ente vor. Besonders blöd dabei, dass auch zwei Kinder im Alter von drei und sechs Jahren mit am Tisch saßen.

 

Nach dem Essen klagten alle Anwesenden (außer der Oma) über Übelkeit, Schwindel, Erbrechen, Kopfschmerzen und „Halluzinationen“ – nicht nur ein Krankenwagen musste anrücken, auch ein Expertenteam kam, um sich auf die Suche nach einem Gasleck zu machen, das die Symptome eventuell hätte auslösen können. Schlussendlich stand aber doch recht schnell fest, dass die Ente für den Schreck sorgte. Die tschechische Staatsanwaltschaft leitete ein Ermittlungsverfahren gegen die Großmutter ein.

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