In Australien berührt gerade ein ungewöhnlicher Cannabis-Prozess die Menschen: um ihren massiven Schuldenberg von etwa 58.000 australischen Dollar abzuzahlen und gleichzeitig ihre Familie durchzubringen, begann die 58-jährige Großmutter Vicki D. aus Sydney im vergangenen Dezember Cannabis zu verkaufen. Nach eigenen Angaben versorgte sie um die 100 Kunden pro Tag, was ihr rund 2.000 Dollar pro Woche eingebracht habe. „Ich habe es getan, um Weihnachten durchzustehen und für meine Enkelkinder“, versuchte sich die Seniorin vor Gericht zu rechtfertigen.

 

Und dass die Dame von ihrem illegalen Verdienst nicht etwa eine Kreuzfahrt buchte, sondern tatsächlich in erster Linie Geschenke für die Enkel kaufte, wurde im Verlauf der Ermittlungen bestätigt. Neben vielen alltäglichen Rechnungen für Lebensmittel und Kleidung wurden vor allem Belege für ein Hochbett in Feuerwehrauto-Optik, kindertaugliche Motocross-Räder und ähnliches Spielzeug gefunden. Ob ihre Gutmütigkeit das Gericht davon überzeugen kann, das Strafmaß zu verringern, wird sich im weiteren Verlauf der Verhandlung zeigen. Bis dahin befindet sich Granny Spliff, wie sie inzwischen in den Medien genannt wird, dank Kaution auf freiem Fuß.

In Hamburg Allermöhe stürmte die Polizei vergangenen Freitag einen unterirdischen „Drogenbunker“, den zwei Cannabisdealer in einem zentral gelegenen, aber dicht bewachsenen Waldstück angelegt hatten. Die beiden Brüder schlugen sich durchs Dickicht, fällten sogar ein paar Bäumchen, und gruben sich etwa zwei bis drei Meter tief in den Erdboden. Durch den Eingang der Drogenhöhle (siehe Bild) gelangte man über einen etwa zwei Meter langen Gang in den Hauptraum, der mit einer Couch, einer Matratze und ein paar Stühlen gemütlich eingerichtet war. Der Aufwand, den die Beamten trieben (inkl. Drogenspürhund und Helikopter) hat sich allerdings nicht ausgezahlt. Außer einer geringen Menge Marihuana und etwas Drogengeld konnten eine Feinwaage und ein Springmesser sichergestellt werden. Die Beschuldigten befinden sich aus diesem Grund mittlerweile wieder auf freiem Fuß.

 

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Eine Cannabis-Dealerin ungewöhnlichen Formats musste sich dieser Tage vor dem Amtsgericht München verantworten. Über einen Zeitraum eines Jahres (Juni 2016–2017) verkaufte die Angeklagte Marihuana in ihrer Wohnung. Das Bemerkenswerte daran: bei der Dealer handelte es sich nicht wie gewöhnlich um einen jungen Mann, sondern um eine 72-jährige alte Frau. Die Ermittler konnten belegen, dass die betagte Dame ihren Kunden in mindestens 24 Fällen Ein-Gramm-Portionen Marihuana zu einem Verkaufspreis von 15 Euro feilbot. Nach eigenen Angaben hatte sie selbst zehn Euro pro Gramm bezahlt.

 

Abgesehen davon fand die Polizei im Keller der Frau noch weitere 260 Gramm Marihuana und Haschisch. Auf die Spur der Weed-Oma kamen die Beamten zufällig durch einen am Flughafen festgenommenen Mann, der offenbar zum Kundenkreis der Dealerin zählte. Das zuständige Schöffengericht verurteilte die 72-Jährige jetzt zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten bei einer Bewährungsauflage von 2.000 Euro.

Nach Hinweisen und mit einem ausgestelltem richterlichem Beschluss ausgestattet, drangen Polizeibeamte vergangenen Freitagmorgen in die Wohnung eines 63-jährigen Manns und seiner 66-jährigen Ehefrau in Moers ein. Dort fand sich neben verschiedenen Waffen auch eine Cannabis-Aufzucht im Keller. Des Weiteren war in der Wohnung über ein Kilo Marihuana, teilweise verkaufsbereit portioniert. Der Mann wurde verhaftet. Seine Ehefrau erschreckte sich laut „Rheinischer Post“ bei dem Einsatz so sehr, dass sie in ein Krankenhaus gebracht werden musste.

 

Währenddessen wurde nach fast zweijähriger Verhandlung am Wieder Landgericht ein 61-jähriger Mann zu 15 Jahren Haft verurteilt, da er als führendes Mitglied einer kriminellen Organisation seit 2004 mehr als 500 Kilogramm Cannabisprodukte von Spanien nach Österreich geschmuggelt haben soll.

Der Cannabisverkauf ist zwar tendenziell eher eine Männerdomäne, doch dieser spektakuläre Fall aus Burgenland zeigt, dass es auch anders geht. Durch Hinweise gelangte die Polizei auf die Spur einer Cannabishändlerin, einer erst 16-jährigen Handelsschülerin aus Eisenstadt. Stilecht gelang der Polizei der Zugriff im Klassenzimmer (!), wo das Mädchen mit etwa fünf Gramm Cannabis, einer Feinwaage und 1.400 Euro in kleinen Scheinen dingfest gemacht wurde. Ein aufgegriffener Kunde hatte die Gesetzeshüter auf die Spur der Heranwachsenden gebracht.



In ihrem Kinderzimmer fand man dann doch tatsächlich eine Abnehmerliste mit mehr als 50 Kunden, alle zwischen 16 und 20 Jahre alt, weitere Drogen und dazugehöriges Verpackungsmaterial. Mit dem Verkauf von Cannabis, Amphetaminen und Ecstasy soll die junge Frau im Sommer 2017 rund 200.000 Euro verdient haben. Besonders pikant macht den Fall aber eine brisante Entdeckung am Rande: auf der beschlagnahmten Kundenliste fanden sich Angaben zufolge auch die Namen von Kindern bekannter österreichischer Politiker. Wer weiß, vielleicht wird dieser Fall noch größere Kreise ziehen als auf den ersten Blick vermutet

So eine Hausdurchsuchung ist nichts Schönes – erst recht, wenn man in der heimischen Garage 70 Kilogramm Cannabisprodukte lagert. Wie die Kantonspolizei Bern erst jetzt bekanntgab, hatte sie bereits im September 2017 bei einer Hausdurchsuchung in Madiswil rund 70 Kilo Haschisch und Marihuana aufgefunden.

 

Wie etwa die „Aargauer Zeitung“ berichtete, gerieten zwei Männer durch ein anderes Ermittlungsverfahren in den Verdacht, sich als Cannabis-Dealer zu betätigen. Mehrmonatige Ermittlungen bestätigten dies und führten zu der Durchsuchung und der Beschlagnahmung der Ware. Die beiden Männer im Alter von 46 sowie 48 Jahren wurden in Untersuchungshaft genommen und sind geständig beziehungsweise teilweise geständig, in der Region Bern kiloweise Cannabis verkauft zu haben. Inzwischen wurden die beiden wieder aus der U-Haft entlassen und warten auf ihre Verhandlung.

Immer wieder berichten wir von den unmöglichsten Arten, sich selbst mit der Polizei in Zusammenhang zu bringen und Ärger für kleinere oder auch größere Mengen Weed zu bekommen. Interessanterweise werden oft Cannabis-Vorräte oder -Grows bei Personen entdeckt, die sinnlos Dinge aus dem Fenster werfen. Aber auch mangelnde Belüftungsanlagen oder andere Varianten von „Gehirn aus“ sorgen immer wieder für fast schon nicht mehr unfreiwillig zu nennende Weed-Funde.

 

Aber warum so viel Mühe machen und nicht einfach direkt selbst zur Polizei gehen? So geschehen vorgestern in Rostock: ein 43-Jähriger ging zur Polizeiwache und zeigte dort seinen Weed-Dealer an, weil dieser ihm bloß ein Tütchen mit Grünschnitt statt des vereinbarten Marihuanas überreichte. Dafür hatte der 43-Jährige immerhin mit seiner Smartwatch bezahlt.

 

Da die deutsche Polizei sehr gründlich ist, wurde die Anzeige natürlich aufgenommen und gegen den Dealer, von dem allerdings bislang nur der Vorname bekannt ist, wird nun wegen Betrugs ermittelt. Aber auch der Betrogene bekommt nun selbstverständlich seine eigene Ermittlung wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetzes.

Das geltende Cannabis-Verbot ist dumm und widersinnig. Und teuer in jeder Hinsicht, vor allem für die Steuerzahler: nicht nur werden durch die Prohibition keine Steuereinnahmen eingenommen, schlimmer noch – allein durch die Strafverfolgung werden jedes Jahr viele Millionen Euro sinnlos verplempert.

 

Das müssten selbst eingefleischte Prohibitionisten eigentlich anerkennen, richten sich doch praktisch alle Maßnahmen der Polizei gegen Endkonsumenten. Zwar werden deren Leben dadurch teilweise zerstört, aber der Konsum von Marihuana und Haschisch kann durch solche Aktionen dennoch nicht im Ansatz unterbunden werden.

 

Ein besonders peinliches Exempel für den sinnlosen Kampf gegen Drogen im Allgemeinen und Cannabis im Speziellen wurde zum Jahresbeginn, genauer gesagt am 4. Januar, von der Dresdner Polizei statuiert: pünktlich um 12 Uhr rückten insgesamt 40 Beamte zum Großeinsatz zur „Bekämpfung der Straßen- und Betäubungsmittelkriminalität“ aus. Jeder der Beamten war laut der Pressestelle der Polizei Sachsen acht Stunden lang im Dienst.

 

Interessanterweise schafften die 40 Beamten in acht Stunden jedoch bloß, 14 Personen zu kontrollieren. Dabei wurden bei fünf Personen insgesamt 12 Gramm Cannabisprodukte konfisziert. Die „Huffington Post“ rechnete aus, dass dieser Einsatz den Steuerzahler vermutlich 17.000 Euro gekostet hat. Sollten gegen die fünf Personen Gerichtsverfahren eröffnet werden, kommen noch einige weitere Tausend Euro dazu.

 

Wir sagen: schämt euch. 17.000 Euro ausgeben, um 12 Gramm Cannabis zu beschlagnahmen. Was ist los mit euch?

Blinkendes Licht auf dem Dach? Das muss doch eigentlich ein Taxi sein – so oder so ähnlich muss wohl der Gedankengang eines Cannabishändlers aus Kopenhagen am vergangenen Donnerstag gewesen sein. Doch kaum setzte er sich in den Wagen, stellte er fest, dass dies eine schlechte Idee war: die Polizisten beschäftigten sich direkt näher mit dem Überraschungsgast im Polizeiauto und konnten bei ihm circa 1.000 fertige Joints beschlagnahmen, die wohl für den Cannabismarkt in der Kopenhagener Freistadt Christiania bestimmt waren.

 

Am Tag danach gab es dann mal wieder eine Razzia in Christiania – dabei wurde allerdings für dortige Verhältnisse bloß eine recht kleine Menge Cannabis von der Polizei konfisziert: fünf Kilogramm Haschisch und vier Kilogramm Marihuana werden in Christiania wohl nur kurz vermisst werden.

 

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Ach ja, die Gartenarbeit. Nicht nur unter Cannabis-Freunden ist sie beliebt, auch Nicht-Konsumenten frönen diesem Hobby und ergötzen sich an der Pflanzenvielfalt und dem ein oder anderen selbstgezogenen Gemüse. Doch was, wenn man beim Graben im Garten auf eine Metallkiste stößt? Vermutlich denkt man unter anderem unweigerlich an vergrabene Schätze...

 

...eine Art Schatz gruben am Mittwoch auch die Hauseigentümer eines Reihenhauses in Reutlingen aus: eine Metallkiste mit elf Kilo Marihuana fanden sie bei Renovierungsarbeiten in einer Gartenhütte vergraben, wie bei der „Südwest Presse“ zu lesen war.

 

Die Vermieter brachten die Kiste zur Polizei. Schnell standen auch Verdächtige fest: die neuen Mieter des Wohnhauses, ein 34-jähriger Reutlinger und seine 32-jährige Freundin. Bei den „weiteren Ermittlungen“ ergab sich dann außerdem ein Tatverdacht gegen einen 36-Jährigen, dessen Wohnung anschließend durchsucht wurde, wobei sich unter anderem ein Kilo Marihuana auffand.

 

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