Die verbotene Ware möglichst schnell und unauffällig vernichten oder zumindest loswerden: Hat man gerade zufälligerweise einen ordentlichen Batzen Weed am Mann und bereits die Aufmerksamkeit der Gesetzeshüter auf sich gezogen, ist das natürlich ein naheliegender Gedanke. Und was, wenn man gerade bei voller Fahrt über den Highway heizt? Umso besser, mögen sich die Delinquenten an dieser Stelle gedacht haben, schließlich bringt man auf diese Weise ganz schnell kilometerweise Abstand zwischen sich und die brisanten Pakete. Dumm nur (aber auch durchaus zu erwarten), ist die Tatsache, dass der ganze Vorgang durch die eingebaute Kamera des Polizeiwagens festgehalten wurde... zu sehen im untenstehenden Video:

In der Frankfurter Oberwiesenstraße konnte ein Zivilbeamter am Donnerstagabend zufällig einen Cannabisdealer beobachten, wie er einen seiner Kunden belieferte. Dies war dem Zivilpolizisten möglich, da sich der Dealer bei der Transaktion innerhalb seiner Wohnung aufhielt, sein Kunde stand hingegen noch auf der Straße: dieser warf 20 Euro in den Briefkasten des 21-jährigen Dealers, woraufhin der dem 24-jährigen Käufer das somit bezahlte Gras aus dem Fenster auf die Straße warf.

 

Wie „Journal Frankfurt“ berichtet, wurden die beiden Männer daraufhin festgenommen und die Wohnung des 21-Jährigen durchsucht. Dabei wurden Cannabisprodukte im zweistelligen Grammbereich, Cannabissamen, Ecstasy-Tabletten und drei Schreckschusspistolen aufgefunden. Für beide Männer war es nicht der erste Kontakt mit der Polizei aufgrund von Betäubungsmitteln, nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durften sie aber wieder nach Hause.

 

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GESTERN IST HIGHWAY – DAS CANNABISMAGAZIN 01/2017 ERSCHIENEN

ZUM SPOTTPREIS VON 2,60 EURO AN JEDEM GUT SORTIERTEN (BAHNHOFS-)KIOSK UND GROWSHOP ERHÄLTLICH

(Österreich 2,99 Euro, Schweiz 4,20 Franken)

  Weblink: Highway am Kiosk finden

Ja, auch in der Heimatstadt von Highway – Das Cannabismagazin, Wuppertal, ist weedtechnisch immer einiges los. Vergangenen Freitag hat die Polizei einen Zufallsfund von 11 Kilo Marihuana gemacht. Auslöser der Geschehnisse war ein Auffahrunfall, wie unter anderem die „Wuppertaler Rundschau“ berichtet:

 

Freitagmorgen gegen 7:00 Uhr wollte eine 31-jährige Remscheiderin an der Theishahner Straße in die Hahnerberger Straße abbiegen und bremste ihren Twingo kurz vor der Kreuzung abrupt ab. Hinter ihr lenkte ein 37-Jähriger einen Mazda und bemerkte das Abbremsen der Autofahrerin zu spät, sodass er ihr auffuhr.

 

Noch bevor die Polizei am Unfallort eintraf, versteckte der 37-jährige Mann aus Würselen zwei große Sporttaschen in einem angrenzenden Waldstück. Ob die Polizei dies selbst bemerkte oder über diesen Umstand informiert wurde, ist nicht bekannt. Jedenfalls ließen es sich die Beamten nicht nehmen, nachzuschauen, was da im Wald versteckt wurde – es waren 11 Kilogramm Marihuana. Gegen den Unfallfahrer wurde ein Haftbefehl erlassen.

Als Lieferant hat man es oft mit den unterschiedlichsten Persönlichkeiten und Charaktertypen zu tun. Für eine kurze Zeitspanne taucht man ein in ein fremdes Leben und es entsteht eine Verbindung zu einem Menschen, den man unter normalen Umständen wahrscheinlich niemals kennengelernt hätte. Als, sagen wir, Pizzalieferant mag diese fragile Beziehung zwischen Lieferant und Empfänger nur kurz andauern und dementsprechend oberflächlich sein. Als Weed-Lieferant hingegen kann die Sache schon andere Ausmaße annehmen, schließlich erfordert diese spezielle Art von Lieferdienst höchste Diskretion und gegenseitiges Vertrauen. Zusammen gegen das Gesetz zu verstoßen (egal, wie unsinnig die Gesetzeslage in diesem Fall auch sein mag), das schweißt zusammen. So kann es dann auch mal passieren, dass man gemeinsam die ein oder andere Tüte raucht. Und vielleicht entwickelt sich mit der Zeit fast schon so etwas wie Freundschaft...

 

Das ist der Rote Faden der HBO-Serie High Maintenance, einem weiteren Vertreter der zur Zeit bei den großen Studios äußerst beliebten Weed-Serien (siehe Disjointed, Humboldt, Mary+Me, Budding Prospekts). In jeder der High-Maintenance-Episoden beliefert ein namenloser New Yorker Cannabis-Lieferant (the guy“) einen anderen Kunden mit dem begehrten Kraut. Und dass in einer Metropole wie dem Big Apple eine ganze Menge schräger und interessanter Typen wohnen, davon lebt diese Serie, die 2012 exklusiv als Web-Serie auf der Videoplattform vimeo.com startete und nun 2016 dank positiver Resonanz und guter Klickzahlen beim amerikanischen Pay-TV-Sender HBO ihren Platz gefunden hat. Fernsehkritiker zeigen sich vor allem von den schrägen, nichtsdestotrotz lebensechten Charakteren und der unkonventionellen Erzählweise der Show angetan. Die Hauptrolle des Lieferanten spielt Ben Sinclair, der übrigens neben Katja Blichfeld auch einer der Schöpfer der Serie ist.

 

Heute startet die Serie auch bei Sky Deutschland. Die komplette erste Staffel ist sowohl im Originalton als auch in der synchronisierten Fassung auf Sky On Demand, Sky Go und Sky Ticket abrufbar. Weitere Infos diesbezüglich unter www.sky.de

 

Und noch ein Fernsehtipp für heute: Von 21:45 bis 22:25 Uhr läuft auf ZDFinfo die Dokumentation Kriminelle Karrieren: Arjan Roskam – Der König des Cannabishandels über Arjan Roskam, den King of Cannabis“, Chef der Samenbank Green House Seeds und Partner des leider vor drei Wochen verstorbenen Strain Hunters Franco Loja.

Entwarnung aus Österreich. Im Juni berichteten wir an dieser Stelle vom Prozess gegen 13 Cannabishändler, denen in Wien der Prozess gemacht wurde. Laut Anklage hatten sie 2014 und 2015 an verschiedenen Orten in Österreich diverse Cannabis-Aufzuchtanlagen betrieben. Beim Zugriff durch die Polizei wurden unter anderem 81 Kilo Gras, 2.258 Pflanzen, 542 Lampen, 492 Vorschaltgeräte und 44 Großfilter sowie drei Autos beschlagnahmt.

 

Das Besondere an dem Prozess war die Forderung der Staatsanwaltschaft für die beiden Hauptangeklagten: Lebenslänglich! In Absatz Nr. 5 des Paragrafen 28a des österreichischen Suchtmittelgesetzes steht, dass wer gemeinsam mit „einer größeren Anzahl Menschen“ Drogengeschäfte begeht, zu zehn bis zwanzig Jahren bzw. lebenslanger Haft verurteilt werden kann.

 

Wie beim „Kurier“ zu lesen ist, formulierte einer der Verteidiger seinen Unmut über die Forderung der Staatsanwaltschaft so: „Der Staatsanwalt hat nicht mit einer Kanone auf Spatzen geschossen. Er hat eine Atombombe verwendet.“ – Doch das Gericht hat beim Prozess, der nach sieben Tagen in der Nacht zum Samstag abgeschlossen wurde, die Staatsanwaltschaft schön in ihre Grenzen verwiesen: Zwölf der 13 Angeklagten wurden zu Strafen zwischen 22 Monaten bedingt (auf Bewährung) und vier Jahren unbedingt (Haft) verurteilt.

 

Der angebliche Boss der ganzen Operation durfte den Gerichtssaal als freier Mann verlassen. Der unbedingte Teil seiner Haftstrafe von 24 Monaten wurde schon durch die Untersuchungshaft abgedeckt. Im Zuge des Prozesses wurde auch seine an Multipler Sklerose erkrankte Freundin angehört, die er mit Cannabis-Öl versorgt hatte – ein Auftritt, der dem „Kurier“ nach die Geschworenen in seinem Sinn überzeugt hatte.

So war das nicht geplant. Natürlich sind die Einwohner der Kopenhagener Freistadt Christiania für die Legalisierung von Haschisch und Marihuana – schon kurz nach der Gründung der alternativen Wohnsiedlung mitten in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen im Jahr 1971, die ursprünglich zum Protest gegen den Mangel an bezahlbaren Wohnung gegründet wurde, entwickelte sich die kleine Stadt in der Stadt in Richtung Hippietum. Die dänischen Behörden dulden die kleine Stadt mit heutzutage knapp 1.000 Bewohnern und erachten diese als autonome Gemeinde, die auch gewisse Freiheiten besitzt.

 

Und so ist Christiania schon lange ein Synonym für tolerierten Cannabishandel und daher auch ein riesiger Touristenmagnet. Das gefällt natürlich sogar der Regierung. In der sogenannten „Pusher Street“ standen bis vergangene Woche seit Jahrzehnten Dutzende von Verkaufsbuden, in denen Cannabis angeboten wurde. Doch die Einwohner von Christiania haben schon lange keine Hoheit mehr über den Cannabishandel. Schon seit spätestens Ende der 1980er-Jahre sind immer mehr Dealer von außerhalb auf die Pusher Street gekommen, jedes Mal, wenn doch einer verhaftet wurde, rückte ein anderer nach. Schon lange findet man keine Hippie-Dealer mehr in Christiania, sondern stattdessen organisierte Kriminelle. Wie „Spiegel Online“ berichtete, wurden die Umsätze in der Pusher Street von der Polizei auf über 100 Millionen Euro jährlich geschätzt.

 

Doch damit ist jetzt Schluss. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder mal gewalttätige Auseinandersetzungen – zuletzt 2005 ein Toter, 2009 explodiert eine Handgranate in der Pusher Street. Und am vergangenen Mittwoch kam es zu einer Schießerei. Wie die Print-Ausgabe der „taz“ heute berichtet, kontrollierte die Polizei an einem der Zugänge einen mutmaßlichen 25-jährigen Dealer, der tatsächlich mehrere Kilo Marihuana und 1.000 fertig gedrehte Joints bei sich führte. Dieser eröffnete das Feuer auf die Beamten, einer wurde leicht verletzt, ein weiterer wurde am Kopf getroffen und kämpft derzeit noch im Krankenhaus um sein Leben. Auch schoss der Dealer auf einen Besucher der Freistadt, er selbst wurde anschließend von den Polizisten niedergestreckt. Die Medienagentur „Amaq“, die dem „Islamischen Staat“ nahesteht, verkündete inzwischen, der Dealer sei angeblich ein Soldat des „Islamischen Staats“ gewesen und habe die Polizisten „zielgerichtet“ angegriffen.

 

Die Bewohner Christianias haben jetzt jedenfalls die Schnauze voll. Zwar sind dort nach wie vor praktisch alle Einwohner für eine flächendeckende Legalisierung von Cannabis, aber bitte nicht mehr in ihrer Stadt. 300 Einwohner schlossen sich daher am Donnerstag zusammen und rissen mit Baumaschinen bewaffnet alle Verkaufsstände auf der Pusher Street ein. Die Dealer schauten, da in der Unterzahl, tatenlos zu. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob sie sich nun aufs Straßengeschäft in der Stadt verteilen oder woanders hinziehen werden.

 

Wenn ihr mehr über die Geschichte von Christiania erfahren möchtet, könnt ihr euch bei Interesse das unten eingebundene YouTube-Video ansehen.

2,8 Millionen Euro Umsatz durch den Verkauf von Marihuana – das wird einer Familie aus Witten vorgeworfen, die sich nun auf der Anklagebank des Landgerichts Bochum wiederfindet. 15 Jahre lang sollen Vater (65), Mutter (64), Sohn (35) und auch dessen 29-jährige Freundin mit Gras gedealt haben. Angeklagt sind sie wegen 182 Fällen von Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge – insgesamt soll es sich um 700 bis 1.000 Kilo Cannabis handeln. Die „WAZ“ berichtete, dass zwei Abnehmer der Familie bereits zu Haftstrafen von 4,5 beziehungsweise 7,5 Jahren Haft verurteilt wurden. Vater und Sohn der Familienbande dürfen wohl mit noch empfindlicheren Strafen rechnen – beim Sohn wurden auch diverse Waffen aufgefunden, etwa eine scharfe Pistole und ein Gewehr. Einem anderen Bericht der „WAZ“ nach brauchte er die Waffen nach eigenen Aussagen, um sich in seinem „normalen“ Beruf als Münzhändler zu schützen. Er war vor einigen Jahren überfallen worden und trat damals sogar bei der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY“ auf.

 

Drahtzieher der ganzen Unternehmung soll der Sohn gewesen sein, für die Beschaffungsfahrten in den Niederlanden waren in der Regel der Vater oder gleich beide Eltern zuständig. Beweise gegen das seit Januar 2016 in Untersuchungshaft sitzende Quartett wurden zuhauf gesammelt: Einige Abnehmer packten aus, außerdem wurde der Sohn ein Jahr lang telefonisch und per Videokamera, die gegenüber seines Hauses installiert wurde, überwacht. Zu alledem verkaufte er auch noch verdeckten Ermittlern seine Ware. Die Beweislage ist also mehr oder weniger eindeutig, so sollen Vater und Sohn im Grunde auch geständig sein – um eine Gefängnisstrafe werden sie nicht herumkommen. Aber auch die Mutter, die gemeinsam mit dem Vater aus den Niederlanden einreiste und von der Polizei mit kiloweise Cannabis im Kofferraum erwischt wurde, sowie die Freundin des Sohns, die bei den Geschäften aushalf, werden wohl mit Haftstrafen versehen werden.

Mitten in Wien existierte ein Supermarkt der ganz besonderen Art. Zwei Wiener im Alter von 40 und 42 Jahren hatten sich als Geschäftsmodell wohl eine Mischung aus Coffeeshop und Walmart vorgestellt – und das ganze auch tatsächlich in die Tat umgesetzt, ungeachtet der Tatsache, dass auch in Österreich bis auf Alkohol und Tabak keine Drogen verkauft werden dürfen.

 

Kaum zu glauben, aber wahr: In der Grohgasse im Wiener Bezirk Margareten mieteten die beiden eine alte Fabrikhalle an und eröffnen ihren Drogen-Supermarkt – inklusive ganz normaler Öffnungszeiten: Montag, Dienstag und Freitag von 12 bis 18 Uhr, Donnerstags eine Stunde länger. Der Mittwoch war Ruhetag und wurde unter anderem genutzt, um neue Kundschaft in Clubs anzusprechen, wie „heute.at“ berichtet.

 

Und das Geschäft lief richtig gut! Teilweise standen Kunden bis zu 30 Minuten in der Schlange an, um die Einkäufe zu bezahlen. Die beiden Dealer verzichteten auf Handys und andere elektronische Kommunikation und operierten in beide Richtungen nur durch mündliche Absprachen. So ging das Ganze trotz riesigem Publikum tatsächlich über ein Jahr lang gut, auch niemand aus der Kundschaft verpfiff die beiden jemals. Aufgeflogen ist der Supermarkt, da die Polizei einige Kunden observierte und so zufällig auf den Supermarkt stieß.

 

Auch wenn andere Drogen verkauft wurden, bestand die größte Nachfrage doch nach Gras und Hasch. Beim Zugriff durch die Polizei wurden sieben Kilo Weed entdeckt, laut Ermittlern wanderten insgesamt etwa 27 Kilo Marihuana und 2,5 Kilo Haschisch über die Ladentheke. Und wie es sich für einen ordentlichen Supermarkt gehört, war natürlich auch das Sortiment nicht zu verachten: Permanent waren zwischen zehn und 15 verschiedene Sorten Gras auf Lager.

Ein paar Hände voll Gras für ein paar Dollar? Dafür muss man schon an andere Ecken der Welt fahren – und damit die Daheimgebliebenen auch etwas davon haben, kann man schon mal mit der GoPro (Helmkamera) auf dem Kopf rumlaufen, wenn man sein Weed kauft... eigentlich eine schlechte Idee, aber in Jamaika scheint man das an der ein oder anderen Straßenkreuzung etwas anders zu sehen.

 

YouTube-User Swagg Jones besuchte diesen Sommer die jamaikanische Kleinstadt Runaway Bay (6.742 Einwohner) und deckte sich mit einer kleinen Mülltüte voll Gras und Hasch ein – für umgerechnet etwa 20 Euro. Probleme an Gras zu kommen, scheint es in dem Städtchen nicht zu geben, im Gegenteil: die Verkäufer scheinen ihre Ware schon fast verzweifelt loswerden zu wollen, sogar an einen Typen mit einer riesigen Helmkamera auf dem Kopf. Dabei würde sich der ein oder andere Tourist vermutlich auch ohne Kamera nicht auf diesen Markt trauen.

 

Hier gibt es direkt das Video:

Das gab es noch nicht in Österreich – zwei Cannabis-Grower sollen nach dem Willen der Staatsanwaltschaft für den Rest ihres Lebens hinter Gitter: Im August beginnt ein Prozess in Wien, in dem einer 13-köpfigen Gruppe vorgeworfen wird, insgesamt sechs Wohnungen bzw. Häuser angemietet und dort Plantagen mit bis zu jeweils 850 Cannabispflanzen unterhalten zu haben. So sollen in einem Zeitraum von zwei Jahren 350 Kilogramm Marihuana produziert und verkauft worden sein, wie der „Kurier“ heute berichtet. Außerdem wurde der Strom für das Unterfangen abgezwackt, sodass auch noch Stromdiebstahl im Wert von 180.000 Euro auf den Deckel der beiden Hauptangeklagten kommt.

 

Diese sind 38 und 41 Jahre alt und haben nun, obwohl erstmals vor Gericht, ein riesiges Problem. Denn die Staatsanwaltschaft bedient sich eines Paragraphen, der damals geschaffen wurde, um internationale Drogenbosse für immer hinter Gitter zu sperren. In Absatz Nr. 5 des Paragrafen 28a des Suchtmittelgesetzes steht, dass wer gemeinsam mit „einer größeren Anzahl Menschen“ Drogengeschäfte begeht, zu zehn bis zwanzig Jahren bzw. lebenslanger Haft verurteilt werden kann. Und eben diesen bislang kaum genutzten Paragrafen zückt nun die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt. Die Drogenfahndung im Landeskriminalamt Niederösterreich freut sich derweil und hofft (garantiert vergebens – selbst in Ländern mit Todesstrafe wird Gras angebaut) auf eine abschreckende Wirkung für andere Grower.

 

Dass (auch wenn es um 350 Kilo Marihuana geht) relativ kleine Cannabis-Dealer für immer in den Knast sollen, und das in Österreich, ist ein wahrer Skandal. Die Anwälte der Angeklagten zeigten sich im „Kurier“ sichtlich schockiert: „Ich vertrete schon mein ganzes Berufsleben lang Drogendealer vor Gericht. Und da waren große Fische dabei. Aber so etwas ist mir noch nicht untergekommen“, lässt sich einer der Verteidiger zitieren.

 

Highway berichtet im August vom Prozess.

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