Joint drehen im Zug? Das hat bestimmt schon mal der ein oder andere gemacht. Nach so einer langen Fahrt will man schließlich direkt losrauchen und nicht erst draußen auf dem kalten Bahnsteig eine Tüte drehen müssen...

 

So oder so ähnlich hat es sich vermutlich ein Fahrgast auf dem Weg nach Differdingen (Luxemburg) vorgestern gedacht: Seelenruhig drehte er sich vor den Augen aller Fahrgäste einen Joint. Eigentlich hat dies auch niemanden gestört, wieso auch – so ein selbstgedrehter Joint ist schließlich was Feines und tut niemandem weh.

 

Doch dann kam die Polizei, die im Zug eine Kontrolle durchführte, und erspähte den jungen Mann beim Joint drehen. Darauf angesprochen, händigte der Fahrgast den Beamten direkt den Joint aus und dazu noch ein Tütchen mit Marihuana.

 

Wie „lokalo.de“ meldete, kam dies den Polizisten aber ein wenig zu kooperativ vor. Daher nahmen sie den Joint-Dreher mit auf die Wache und untersuchten ihn gründlich. Dabei tauchten noch weitere 14 Tütchen mit Marihuana auf – insgesamt 60 Gramm, also genug Gras für einige Joints.

 

Und so ging die Geschichte weiter, die mit einem harmlosen Joint im Zugabteil angefangen hatte: Denn nun ordnete die Staatsanwaltschaft eine Hausdurchsuchung an. Neben einigen Waffen wurden dabei knapp zwei Kilo Marihuana gefunden.

 

Die vorerst letzte Station für den Fahrgast ist somit seit gestern die Untersuchungshaft. Wir lernen daraus: Einen Joint im Zug zu drehen ist nicht immer so schlau. Aber es geht auch noch dämlicher – und zwar wenn man, wie kürzlich geschehen, direkt seine Cannabispflanzen mit in die Bahn nimmt...

Dealer im Drive-in: Wer träumt nicht gelegentlich davon, zwei Arbeiten gleichzeitig auszuführen – und im Idealfall auch für beide entlohnt zu werden? Wenn es um zwei reguläre Jobs geht, ist dies unter Umständen ganz schön nervenaufreibend. Einfacher, wenn einer der beiden Jobs aus dem Dealen von Cannabisprodukten besteht. Gerade in Kombination mit einer Essensausgabe bieten sich hier verschiedene Möglichkeiten – besonders die deutsche Kifferkomödie Lammbock zeigte hier mit dem Weed-Päckchen unter der Salamischeibe der „Pizza Gourmet“ eine schöne Version auf. (Im März kommt übrigens der Nachfolger „Lommbock“ in die Kinos.)

 

Doch vom Film in die Realität und von der Pizzeria Lammbock (beziehungsweise dem Asia-Imbiss Lommbock) zu Burger King: Wie „The Portsmouth Herald“ meldete, konnte man in der amerikanischen Stadt Epping beim Burger-King-Drive-in bis vor Kurzem eine ganz spezielle Bestellung aufgeben: Wer sich erkundigte, ob „Nasty Boy“ arbeitet und im Anschluss Pommes orderte – und zwar „extra crispy“ (extra knusprig) –, der bekam zu seiner normalen Bestellung auch einen Kaffeebecher mit Weed dazu.

 

Irgendwann hörte auch die örtliche Polizei von diesem speziellen Weed-Drive-in und tätigte eine Probebestellung, die auch sogleich erfüllt wurde. Der 20-jährige „Nasty Boy“ und die 19-jährige Schichtleitung wurden festgenommen und gegen 2.500 Dollar Kaution wieder freigelassen. Unklar ist, wie lange sie schon das Geschäft mit Weed und Whoppern betrieben haben.

Vier Personen, Cannabis schmuggelnde Personen wohlgemerkt, machten sich am vergangenen Dienstag auf den Weg von den Niederlanden nach Deutschland. Mit an Bord des extra für Schmuggeleien umgebauten Fahrzeugs: 12 Kilogramm Marihuana.

 

Blöd für die Herrschaften: Ein anonymer Anrufer informiert das Hessische LKA und das Zollfahndungsamt Frankfurt über den anstehenden Cannabis-Schmuggel. Die Damen und Herren Beamten ließen sich nicht zweimal bitten, suchten das genannte Fahrzeug auf der Autobahn und verfolgen es schließlich bis in einen Frankfurter Hinterhof.

 

Als zwei Personen beginnen, die Ware auszuladen, schlagen die Beamten zu und beschlagnahmen die nach Deutschland eingeführten 12 Kilo Weed. Auf dem Hinterhof fand sich aber noch ein weiteres Cannabisprodukt – 10 Kilogramm Haschisch, die in einem anderen Fahrzeug gelagert waren. Ebenfalls durch die Polizisten erbeutet: 7.000 Euro Bargeld, mehrere Mobiltelefone sowie ein Totschläger. Wie „op-online.de“ berichtet, wurden alle vier Personen wegen Cannabisdelikten verhaftet, drei von ihnen wurden dem Haftrichter vorgeführt.

 

Bleibt die Frage offen, wer die Polizei über den anstehenden Cannabis-Schmuggel informiert hat. War es eine enttäuschte Ex-Freundin, die Konkurrenz der Schmuggler oder haben etwa die holländischen Verkäufer während des so provozierten Einsatzes direkt einen ganzen LKW voller Marihuana über die Grenze geschickt? Wir werden es wohl nie erfahren...

Die verbotene Ware möglichst schnell und unauffällig vernichten oder zumindest loswerden: Hat man gerade zufälligerweise einen ordentlichen Batzen Weed am Mann und bereits die Aufmerksamkeit der Gesetzeshüter auf sich gezogen, ist das natürlich ein naheliegender Gedanke. Und was, wenn man gerade bei voller Fahrt über den Highway heizt? Umso besser, mögen sich die Delinquenten an dieser Stelle gedacht haben, schließlich bringt man auf diese Weise ganz schnell kilometerweise Abstand zwischen sich und die brisanten Pakete. Dumm nur (aber auch durchaus zu erwarten), ist die Tatsache, dass der ganze Vorgang durch die eingebaute Kamera des Polizeiwagens festgehalten wurde... zu sehen im untenstehenden Video:

In der Frankfurter Oberwiesenstraße konnte ein Zivilbeamter am Donnerstagabend zufällig einen Cannabisdealer beobachten, wie er einen seiner Kunden belieferte. Dies war dem Zivilpolizisten möglich, da sich der Dealer bei der Transaktion innerhalb seiner Wohnung aufhielt, sein Kunde stand hingegen noch auf der Straße: dieser warf 20 Euro in den Briefkasten des 21-jährigen Dealers, woraufhin der dem 24-jährigen Käufer das somit bezahlte Gras aus dem Fenster auf die Straße warf.

 

Wie „Journal Frankfurt“ berichtet, wurden die beiden Männer daraufhin festgenommen und die Wohnung des 21-Jährigen durchsucht. Dabei wurden Cannabisprodukte im zweistelligen Grammbereich, Cannabissamen, Ecstasy-Tabletten und drei Schreckschusspistolen aufgefunden. Für beide Männer war es nicht der erste Kontakt mit der Polizei aufgrund von Betäubungsmitteln, nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durften sie aber wieder nach Hause.

 

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GESTERN IST HIGHWAY – DAS CANNABISMAGAZIN 01/2017 ERSCHIENEN

ZUM SPOTTPREIS VON 2,60 EURO AN JEDEM GUT SORTIERTEN (BAHNHOFS-)KIOSK UND GROWSHOP ERHÄLTLICH

(Österreich 2,99 Euro, Schweiz 4,20 Franken)

  Weblink: Highway am Kiosk finden

Ja, auch in der Heimatstadt von Highway – Das Cannabismagazin, Wuppertal, ist weedtechnisch immer einiges los. Vergangenen Freitag hat die Polizei einen Zufallsfund von 11 Kilo Marihuana gemacht. Auslöser der Geschehnisse war ein Auffahrunfall, wie unter anderem die „Wuppertaler Rundschau“ berichtet:

 

Freitagmorgen gegen 7:00 Uhr wollte eine 31-jährige Remscheiderin an der Theishahner Straße in die Hahnerberger Straße abbiegen und bremste ihren Twingo kurz vor der Kreuzung abrupt ab. Hinter ihr lenkte ein 37-Jähriger einen Mazda und bemerkte das Abbremsen der Autofahrerin zu spät, sodass er ihr auffuhr.

 

Noch bevor die Polizei am Unfallort eintraf, versteckte der 37-jährige Mann aus Würselen zwei große Sporttaschen in einem angrenzenden Waldstück. Ob die Polizei dies selbst bemerkte oder über diesen Umstand informiert wurde, ist nicht bekannt. Jedenfalls ließen es sich die Beamten nicht nehmen, nachzuschauen, was da im Wald versteckt wurde – es waren 11 Kilogramm Marihuana. Gegen den Unfallfahrer wurde ein Haftbefehl erlassen.

Als Lieferant hat man es oft mit den unterschiedlichsten Persönlichkeiten und Charaktertypen zu tun. Für eine kurze Zeitspanne taucht man ein in ein fremdes Leben und es entsteht eine Verbindung zu einem Menschen, den man unter normalen Umständen wahrscheinlich niemals kennengelernt hätte. Als, sagen wir, Pizzalieferant mag diese fragile Beziehung zwischen Lieferant und Empfänger nur kurz andauern und dementsprechend oberflächlich sein. Als Weed-Lieferant hingegen kann die Sache schon andere Ausmaße annehmen, schließlich erfordert diese spezielle Art von Lieferdienst höchste Diskretion und gegenseitiges Vertrauen. Zusammen gegen das Gesetz zu verstoßen (egal, wie unsinnig die Gesetzeslage in diesem Fall auch sein mag), das schweißt zusammen. So kann es dann auch mal passieren, dass man gemeinsam die ein oder andere Tüte raucht. Und vielleicht entwickelt sich mit der Zeit fast schon so etwas wie Freundschaft...

 

Das ist der Rote Faden der HBO-Serie High Maintenance, einem weiteren Vertreter der zur Zeit bei den großen Studios äußerst beliebten Weed-Serien (siehe Disjointed, Humboldt, Mary+Me, Budding Prospekts). In jeder der High-Maintenance-Episoden beliefert ein namenloser New Yorker Cannabis-Lieferant (the guy“) einen anderen Kunden mit dem begehrten Kraut. Und dass in einer Metropole wie dem Big Apple eine ganze Menge schräger und interessanter Typen wohnen, davon lebt diese Serie, die 2012 exklusiv als Web-Serie auf der Videoplattform vimeo.com startete und nun 2016 dank positiver Resonanz und guter Klickzahlen beim amerikanischen Pay-TV-Sender HBO ihren Platz gefunden hat. Fernsehkritiker zeigen sich vor allem von den schrägen, nichtsdestotrotz lebensechten Charakteren und der unkonventionellen Erzählweise der Show angetan. Die Hauptrolle des Lieferanten spielt Ben Sinclair, der übrigens neben Katja Blichfeld auch einer der Schöpfer der Serie ist.

 

Heute startet die Serie auch bei Sky Deutschland. Die komplette erste Staffel ist sowohl im Originalton als auch in der synchronisierten Fassung auf Sky On Demand, Sky Go und Sky Ticket abrufbar. Weitere Infos diesbezüglich unter www.sky.de

 

Und noch ein Fernsehtipp für heute: Von 21:45 bis 22:25 Uhr läuft auf ZDFinfo die Dokumentation Kriminelle Karrieren: Arjan Roskam – Der König des Cannabishandels über Arjan Roskam, den King of Cannabis“, Chef der Samenbank Green House Seeds und Partner des leider vor drei Wochen verstorbenen Strain Hunters Franco Loja.

Entwarnung aus Österreich. Im Juni berichteten wir an dieser Stelle vom Prozess gegen 13 Cannabishändler, denen in Wien der Prozess gemacht wurde. Laut Anklage hatten sie 2014 und 2015 an verschiedenen Orten in Österreich diverse Cannabis-Aufzuchtanlagen betrieben. Beim Zugriff durch die Polizei wurden unter anderem 81 Kilo Gras, 2.258 Pflanzen, 542 Lampen, 492 Vorschaltgeräte und 44 Großfilter sowie drei Autos beschlagnahmt.

 

Das Besondere an dem Prozess war die Forderung der Staatsanwaltschaft für die beiden Hauptangeklagten: Lebenslänglich! In Absatz Nr. 5 des Paragrafen 28a des österreichischen Suchtmittelgesetzes steht, dass wer gemeinsam mit „einer größeren Anzahl Menschen“ Drogengeschäfte begeht, zu zehn bis zwanzig Jahren bzw. lebenslanger Haft verurteilt werden kann.

 

Wie beim „Kurier“ zu lesen ist, formulierte einer der Verteidiger seinen Unmut über die Forderung der Staatsanwaltschaft so: „Der Staatsanwalt hat nicht mit einer Kanone auf Spatzen geschossen. Er hat eine Atombombe verwendet.“ – Doch das Gericht hat beim Prozess, der nach sieben Tagen in der Nacht zum Samstag abgeschlossen wurde, die Staatsanwaltschaft schön in ihre Grenzen verwiesen: Zwölf der 13 Angeklagten wurden zu Strafen zwischen 22 Monaten bedingt (auf Bewährung) und vier Jahren unbedingt (Haft) verurteilt.

 

Der angebliche Boss der ganzen Operation durfte den Gerichtssaal als freier Mann verlassen. Der unbedingte Teil seiner Haftstrafe von 24 Monaten wurde schon durch die Untersuchungshaft abgedeckt. Im Zuge des Prozesses wurde auch seine an Multipler Sklerose erkrankte Freundin angehört, die er mit Cannabis-Öl versorgt hatte – ein Auftritt, der dem „Kurier“ nach die Geschworenen in seinem Sinn überzeugt hatte.

So war das nicht geplant. Natürlich sind die Einwohner der Kopenhagener Freistadt Christiania für die Legalisierung von Haschisch und Marihuana – schon kurz nach der Gründung der alternativen Wohnsiedlung mitten in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen im Jahr 1971, die ursprünglich zum Protest gegen den Mangel an bezahlbaren Wohnung gegründet wurde, entwickelte sich die kleine Stadt in der Stadt in Richtung Hippietum. Die dänischen Behörden dulden die kleine Stadt mit heutzutage knapp 1.000 Bewohnern und erachten diese als autonome Gemeinde, die auch gewisse Freiheiten besitzt.

 

Und so ist Christiania schon lange ein Synonym für tolerierten Cannabishandel und daher auch ein riesiger Touristenmagnet. Das gefällt natürlich sogar der Regierung. In der sogenannten „Pusher Street“ standen bis vergangene Woche seit Jahrzehnten Dutzende von Verkaufsbuden, in denen Cannabis angeboten wurde. Doch die Einwohner von Christiania haben schon lange keine Hoheit mehr über den Cannabishandel. Schon seit spätestens Ende der 1980er-Jahre sind immer mehr Dealer von außerhalb auf die Pusher Street gekommen, jedes Mal, wenn doch einer verhaftet wurde, rückte ein anderer nach. Schon lange findet man keine Hippie-Dealer mehr in Christiania, sondern stattdessen organisierte Kriminelle. Wie „Spiegel Online“ berichtete, wurden die Umsätze in der Pusher Street von der Polizei auf über 100 Millionen Euro jährlich geschätzt.

 

Doch damit ist jetzt Schluss. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder mal gewalttätige Auseinandersetzungen – zuletzt 2005 ein Toter, 2009 explodiert eine Handgranate in der Pusher Street. Und am vergangenen Mittwoch kam es zu einer Schießerei. Wie die Print-Ausgabe der „taz“ heute berichtet, kontrollierte die Polizei an einem der Zugänge einen mutmaßlichen 25-jährigen Dealer, der tatsächlich mehrere Kilo Marihuana und 1.000 fertig gedrehte Joints bei sich führte. Dieser eröffnete das Feuer auf die Beamten, einer wurde leicht verletzt, ein weiterer wurde am Kopf getroffen und kämpft derzeit noch im Krankenhaus um sein Leben. Auch schoss der Dealer auf einen Besucher der Freistadt, er selbst wurde anschließend von den Polizisten niedergestreckt. Die Medienagentur „Amaq“, die dem „Islamischen Staat“ nahesteht, verkündete inzwischen, der Dealer sei angeblich ein Soldat des „Islamischen Staats“ gewesen und habe die Polizisten „zielgerichtet“ angegriffen.

 

Die Bewohner Christianias haben jetzt jedenfalls die Schnauze voll. Zwar sind dort nach wie vor praktisch alle Einwohner für eine flächendeckende Legalisierung von Cannabis, aber bitte nicht mehr in ihrer Stadt. 300 Einwohner schlossen sich daher am Donnerstag zusammen und rissen mit Baumaschinen bewaffnet alle Verkaufsstände auf der Pusher Street ein. Die Dealer schauten, da in der Unterzahl, tatenlos zu. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob sie sich nun aufs Straßengeschäft in der Stadt verteilen oder woanders hinziehen werden.

 

Wenn ihr mehr über die Geschichte von Christiania erfahren möchtet, könnt ihr euch bei Interesse das unten eingebundene YouTube-Video ansehen.

2,8 Millionen Euro Umsatz durch den Verkauf von Marihuana – das wird einer Familie aus Witten vorgeworfen, die sich nun auf der Anklagebank des Landgerichts Bochum wiederfindet. 15 Jahre lang sollen Vater (65), Mutter (64), Sohn (35) und auch dessen 29-jährige Freundin mit Gras gedealt haben. Angeklagt sind sie wegen 182 Fällen von Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge – insgesamt soll es sich um 700 bis 1.000 Kilo Cannabis handeln. Die „WAZ“ berichtete, dass zwei Abnehmer der Familie bereits zu Haftstrafen von 4,5 beziehungsweise 7,5 Jahren Haft verurteilt wurden. Vater und Sohn der Familienbande dürfen wohl mit noch empfindlicheren Strafen rechnen – beim Sohn wurden auch diverse Waffen aufgefunden, etwa eine scharfe Pistole und ein Gewehr. Einem anderen Bericht der „WAZ“ nach brauchte er die Waffen nach eigenen Aussagen, um sich in seinem „normalen“ Beruf als Münzhändler zu schützen. Er war vor einigen Jahren überfallen worden und trat damals sogar bei der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY“ auf.

 

Drahtzieher der ganzen Unternehmung soll der Sohn gewesen sein, für die Beschaffungsfahrten in den Niederlanden waren in der Regel der Vater oder gleich beide Eltern zuständig. Beweise gegen das seit Januar 2016 in Untersuchungshaft sitzende Quartett wurden zuhauf gesammelt: Einige Abnehmer packten aus, außerdem wurde der Sohn ein Jahr lang telefonisch und per Videokamera, die gegenüber seines Hauses installiert wurde, überwacht. Zu alledem verkaufte er auch noch verdeckten Ermittlern seine Ware. Die Beweislage ist also mehr oder weniger eindeutig, so sollen Vater und Sohn im Grunde auch geständig sein – um eine Gefängnisstrafe werden sie nicht herumkommen. Aber auch die Mutter, die gemeinsam mit dem Vater aus den Niederlanden einreiste und von der Polizei mit kiloweise Cannabis im Kofferraum erwischt wurde, sowie die Freundin des Sohns, die bei den Geschäften aushalf, werden wohl mit Haftstrafen versehen werden.