Es ist schon selten, dass die deutsche Polizei mal ihre Schusswaffen bemüht – und das ist auch gut so. Aber dennoch werden dann und wann die Pistolen ausgepackt und sogar auch mal auf wegrennende Cannabis-Händler geschossen – eine absolute Unverschämtheit und Frechheit, denn es ist kein Fall bekannt, wo dies jemals nötig gewesen wäre. Ja, in Bayern tötet die Polizei sogar unbewaffnete Cannabis-Händler von hinten mit Schüssen in den Kopf, behauptet anschließend, man hätte auf die Beine gezielt, und wird dann von den Kollegen beschützt: Verfahren eingestellt. Ekelig!

 

Aber auch die Polizei in Thüringen ballert gerne auf flüchtende Cannabis-Dealer: Am Mittwoch kam es zu einem Einsatz gegen einen mutmaßlichen Weed- und Hasch-Dealer am Erfurter Hauptbahnhof. Wie die „Frankfurter Rundschau“ berichtet, wurde dabei ein 28-jähriger Mann und eine 34-jährige Frau verhaftet. Der Mann riss sich allerdings los und gab Fersengeld – daraufhin gaben die beteiligten Polizisten vier Schüsse ab: drei Warnschüsse und einen Schuss in den Oberkörper des Mannes, der ihn in der Schulter traf. Die Polizei behauptet, vorher per Funk darauf hingewiesen worden zu sein, dass der Mann eine Schusswaffe bei sich trage – das stimmte allerdings nicht.

 

Im Auto der Frau wurden etwa 25 Kilogramm Marihuana und Haschisch gefunden. Zwei weitere Männer im Alter von 23 und 25 Jahren wurden im Zuge der Ermittlungen ebenfalls festgenommen. Gegen den Polizisten, der den Flüchtenden anschoss, wurde nun ein Ermittlungsverfahren mit dem Anfangsverdacht der Körperverletzung im Amt eingeleitet – aber wie das wohl ausgehen wird, ist nicht schwer zu erraten. Das Ermittlungsverfahren stellt somit genauso eine Steuerverschwendung dar wie Ermittlungen gegen per Gesetz kriminalisierte Cannabis-Händler.

Ob riesige Mauer oder nicht – mexikanische Drogenbanden werden vermutlich niemals aufhören, Weed und andere Dinge über die amerikanische Grenze zu schmuggeln. Das Geschäft ist einfach zu lukrativ und die sonstigen Verdienstmöglichkeiten auf der mexikanischen Seite der Grenze zu schlecht.

 

Anfang des Jahres berichteten wir hier über einen Katapult, mit dem Marihuana von Mexiko in die Vereinigten Staaten geschossen wurde. Wie „El Universal“ meldete, haben die mexikanischen Weed-Lieferanten nun anscheinend aufgerüstet und eine Kanone zusammengezimmert, die das Weed über die Grenze ballert.

 

In der mexikanischen Stadt Agua Prieta konfiszierten Generalstaatsanwaltschaft und Militär eine an eine Bazooka erinnernde Kanone, die in einem Auto installiert wurde. Auf der anderen Seite der Stadt liegt die amerikanische Stadt Douglas. Fürs Erste brauchen die Einwohner dort nun keine Sorge zu haben, von riesigen Gras-Paketen erschlagen zu werden. Auch 825 Kilogramm Munition in Form von Marihuana wurden einkassiert.

 

Allein auf der amerikanischen Seite sind inzwischen 20.000 Grenzwächter im Einsatz, die auf Jagd nach Drogenschmugglern sind.

 

Bereits im Jahr 2016 war in Mexiko eine in einem Auto installierte Gras-Bazooka entdeckt worden, wie dieses Video von „ABC News“ zeigt:

Haschisch ist ein Produkt, das überall auf der Welt sehr beliebt ist. Eines der klassischen Herkunfts- und Exportländer ist Marokko. Das weiß auch Algeriens Außenminister Abdelkader Messahel. Wie man sich auf dem internationalen Parkett benimmt, weiß er aber anscheinend nicht – oder er ist bei Donald Trump in die Lehre gegangen.

 

Denn am Freitag deutete der algerische Außenminister bei einem Wirtschaftsforum in Algier so einiges an – etwa, dass Marokko seine steigenden Investitionen in afrikanischen Ländern durch den Verkauf von in Marokko angebautem Haschisch finanziere.

 

Wie die „Aargauer Zeitung“ meldete, sagte Messahel wörtlich: „Bei den marokkanischen Banken geht es um Geldwäsche aus dem Haschischgeschäft, das weiß doch jeder. Afrikanische Staatschefs haben mir das gesagt.“ Außerdem: „Dass die Royal Air Maroc auch anderes als Passagiere transportiert, weiß die ganze Welt.“

 

Diese Äußerungen sorgten nicht gerade für eine Besserung des angespannten Verhältnisses zwischen den beiden Nachbarländern. Marokkos Außenministerium sprach von einer „Ignoranz, die ebenso tief wie unentschuldbar“ sei und zog seinen Botschafter aufgrund der „unverantwortlichen und kindischen“ Bemerkungen des algerischen Außenministers aus dem Land ab.

Mal wieder recht herzlich willkommen zu unserer beliebten Rubrik: „Selbst verarscht – mit Cannabis.“ Dieses Mal berichten wir über den 20 Jahre alten Jeffery Kirk aus Milwaukee, USA. Dieser postete über 40 Minuten lang ein Facebook-Live-Video, in dem zu sehen war, wie er mit seinem Auto durch die Gegend fuhr und Weed verkaufte und zwischendurch mit seinen Zuschauern interagierte.

 

Wie die „High Times“ berichtete, zeigte das Video zu allem Überfluss nicht nur seine Gras-Deals, sondern auch direkt am Anfang eine halbautomatische 9-Millimeter, eine Kel-Tec SUB-2000. Über Facebook Live gab er seine Standorte durch, die er mit dem Auto abfuhr, und verkaufte dort mehrere Päckchen mit Marihuana. Nach dem dritten Deal ist zu sehen, wie er eine weibliche Person anruft, die er „Mom“ nennt und die ihm weiteres Weed zum Verkaufen bringen soll.

 

Und ja: jemand meldete den Vorgang an die Polizei. Aber eigentlich kann man nicht anders als zu behaupten, dass die folgende Verhaftung ganz alleine auf die Kappe des 20-Jährigen ging. Diese zog sich übrigens einen ganzen Monat hin, obwohl der Facebook-Account alle Informationen zum Verdächtigen lieferte. Bei der Hausdurchsuchung wurden dann zwei Waffen, 1.400 Dollar und weiteres Marihuana gefunden.

Gras und Hasch im Knast – das ist Alltag in deutschen Gefängnissen (und vermutlich auch in vielen anderen Ländern). Wege in den Bau gibt es dabei viele. In Dresden steht nun ein Pärchen vor Gericht, weil die 36-jährige Mandy M. ihrem 40-jährigen Freund Maik S. in neun Fällen Cannabis und einmal Crystal Meth ins Gefängnis mitgebracht haben soll. Versteckt hatte sie pro Besuch jeweils zwei Gramm Cannabis in jeweils zwei Labellos, berichtet „tag24.de“. Dies funktionierte zwischen dem 15. März und dem 31. Mai neunmal reibungslos und Maik S. nutzte die Schmuggelware wohl, um sie gegen Tabak, SD-Karten und ähnliches einzutauschen.

 

Allerdings wurden die Telefonate von Maik S abgehört, da die Polizei wegen einer anderen Sache – Bestechlichkeit im Dresdner Gefängnis – ermittelte. Dabei erfuhr sie von Mandys Mitbringseln und entdeckte bei der Zellendurchsuchung am 31. Mai ein Handy und drei Gramm Cannabis. Nun wird gegen die beiden verhandelt – ihr Anwalt Michael Sturm moniert dabei die Zulässigkeit der Telefonüberwachung: Da aus den Telefonaten keine Verkaufsabsicht hervorgehen würde, läge keine Straftat vor und damit wäre die Überwachung als Beweismittel unzulässig.

Vor dem Klever Landgericht wurde diese Woche ein interessanter Fall verhandelt: ein 52-Jähriger Mann aus Goch wurde wegen bandenmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und neun Monaten verurteilt, wie „RP Online“ berichtete.

 

Seit Anfang 2015 hatte der Angeklagte gemeinsam mit anderen in einem Wohnhaus mit Nebengebäuden eine professionelle Marihuana-Aufzucht betrieben, die dieses Jahr nach einem Hinweis des BKA entdeckt wurde. Das Interessante an dem Fall ist aber die Story des Angeklagten, von der aus der Ferne nicht gesagt werden kann, ob es sich wohl um eine vermeintlich clevere Schutzbehauptung oder tatsächlich um die Realität handelt.

 

Vor Gericht legte er direkt zu Beginn ein Geständnis ab, wollte aber keine weiteren Personen nennen: „Ich sitze lieber ein oder zwei Jahre länger, als den Rest meines Lebens in Angst leben zu müssen“, äußerte er sich vor Gericht. Denn die Mittäter hätten ihn auch schon während des laufenden Geschäfts mit Waffen bedroht und ihn sogar im Streit verprügelt. Kennengelernt habe er seine späteren Komplizen in den Niederlanden – allerdings nicht bei Drogengeschäften, sondern beim Pokern. An nur einem einzigen Abend will er 38.000 Euro verloren haben, die er allerdings nicht zahlen konnte.

 

Daher hätten ihn die Niederländer gezwungen, eine Marihuana-Aufzucht anzulegen und zu betreiben. Dafür seien ihm die Pokerschulden erlassen und auch ein „Gehalt“ in Höhe von 5.000 Euro monatlich, von denen allerdings auch die Betriebskosten gezahlt werden mussten, ausgehändigt worden.

 

Bei der Durchsuchung wurden 7,1 Kilogramm Marihuana vorgefunden, beim Urteil wurde jedoch von sechs Ernten mit jeweils 1.100 Cannabispflanzen ausgegangen – daher auch das hohe Strafmaß: sechs Jahre und neun Monate Haft, zudem wurden die angeblichen 120.000 Euro „Gehalt“ eingezogen. Das Gericht äußerte zwar keine Zweifel an der Geschichte des Angeklagten, zeigte aber dennoch keine Milde, was der Vorsitzende Richter derart begründete: „Der Angeklagte hätte sich an die Polizei wenden können, hat aber trotzdem mitgemacht und zwei Jahre lang mehr schlecht als recht von dem Betrieb der Plantage gelebt.

Verräter und Denunzianten gibt es überall – auch im Oberhausener Grillopark. Zwei junge Menschen sprachen dort Donnerstag Nachmittag einen 20-Jährigen auf der Suche nach Weed an, was von einem Passanten bemerkt wurde. Anstatt sich um seinen eigenen Scheiß zu kümmern, wählte dieser die 110.

 

Doch es kam noch besser: mit einem weiteren Passanten als Unterstützung stürzte er sich auf den vermeintlichen Dealer und hielt diesen so lange fest, bis die Polizei eintraf. Diese wurde dann auch tatsächlich fündig: sage und schreibe „ein Tütchen mit Marihuana“ konnte die Polizei beim dem 20-Jährigen vorfinden.

 

Anstatt, den Denunzianten wegen der Verschwendung von Zeit und Steuergeldern anzuzeigen, bedankte sich die Polizei Oberhausen auch noch bei diesem für das „aufmerksame und couragierte Verhalten“...

Marihuana für 10.000 Dollar zu kaufen ist auch nach wie vor in Florida illegal, auch wenn dort neuerdings ein legaler Markt für medizinisches Cannabis existiert. Daneben floriert aber auch weiterhin der Schwarzmarkt, denn nicht jeder kann ein Rezept vorweisen. Und daher wollten zwei Männer in der Stadt Aurora Marihuana für 10.000 Dollar erwerben.

 

Dazu knüpften sie Kontakt mit Tercell D., mit dem sie sich auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums trafen. Dieser bekam die 10.000 Dollar... und die beiden bekamen eine schöne große Tüte randvoll mit Brokkoli. Als sie dies bemerkten, war es allerdings bereits zu spät. Um ihr Geld wieder einzufordern, vereinbarten sie später unter neuem Namen erneut ein Treffen mit Tercell D., der gemeinsam mit seinem Kollegen Sababu C. anrückte – wieder mit einer großen Tüte Brokkoli im Gepäck.

 

Es kam, wie es kommen musste: der Streit eskalierte. Doch die beiden Brokkoli-Dealer waren so voller Vitamine, dass sie zu allem Überfluss gleich elfmal auf die beiden Opfer schossen (und immerhin einen der beiden mit einer Kugel in den Körper trafen). Sababu C. wurde dafür nun bereits zu 16 Jahren Gefängnis verurteilt, Tercell D. wird kommende Woche sein Urteil erwarten.

 

„Dies ist wahrscheinlich das erste Mal, dass Brokkoli die Gesundheit eines Menschen gefährdet hat“, sagte Staatsanwalt George Brauchler.

Die deutsche Cannabispolitik ist mehr als weltfremd und so sind es praktisch von Berufs wegen auch viele deutsche Richter. Dieser Umstand kam nun am Dienstag einen 28-jährigen Mann teuer zu stehen, der vor Gericht angeklagt war, im Landkreis Aichach-Friedberg Marihuana und Haschisch verkauft zu haben.

 

Wie bei der „Augsburger Allgemeinen“ zu lesen war, gab es um die Größe seiner Einkäufe wohl keine Zweifel (dreimal 50 Gramm Marihuana, je einmal 150 und 180 Gramm Marihuana sowie zweimal 100 Gramm Haschisch). Dies wurde wohl vom Angeklagten, der angab etwa drei Joints täglich zu rauchen, auch eingeräumt.

 

Doch die Staatsanwaltschaft wollte ihm Dealerei unterstellen, während er auf Eigenbedarf plädierte. Und mal ganz im ernst: viele Leute, die ein halbwegs passables Einkommen haben, kaufen sich 50 oder 100 Gramm zum Eigenbedarf. Es geht ja auch niemand jeden Tag in den Supermarkt (okay – niemand unter 70 Jahren), um sich mit Lebensmitteln für nur einen einzigen Tag einzudecken. Ganz davon abgesehen, dass der Kurs für Marihuana und Haschisch sich schon mal um das Doppelte unterscheiden kann, abhängig davon, ob man sich nun ein oder hundert Gramm kauft.

 

Doch einen riesigen Fehler hat der Angeklagte gemacht: er wohnt in Bayern! Hier wird nicht die Realität verhandelt, sondern unerträgliche Sinnlosigkeiten. Der junge Cannabiskonsument verstaute, wie so viele, sein Gras in einer Box. Und das wurde ihm zum Verhängnis.

 

Der vorsitzende Richter Walter Hell verurteilte ihn, obwohl laut dem Bericht der „Augsburger Allgemeinen“ ansonsten keinerlei Beweise dafür vorlagen, wegen einer angeblichen Tätigkeit als Dealer und nicht etwa als vorausschauenden Cannabisraucher. Begründung: „Größere Mengen Marihuana gehören in den Kühlschrank oder in den Tiefkühlschrank, so was weiß man. Es sei denn, man verkauft es gleich wieder weiter.“ Für diese völlig abstruse Behauptung gab es dann 2 Jahre und 6 Monate Haft – ohne Bewährung.

 

Der gleiche Richter verurteilte übrigens im März einen 33-Jährigen, der einem 15-jährigen Mädchen Masturbationsvideos und Ähnliches schickte zu 16 Monaten auf Bewährung – und vergangenen Monat ließ er einen 34-Jährigen, der mit 2,3 Promille zwei Autos anfuhr und versuchte, eine komplette Polizeiwache auseinanderzunehmen, zu einer lächerlichen Geldstrafe von 3.900 Euro – und das, obwohl der Richter selbst anmerkte, dass es bei seiner Aktion durchaus Tote hätte geben können.

 

Also alles wie gehabt in Bayern: Sexuelle Kontakte mit Kindern und Leute fast totfahren – nicht so schlimm, ein bisschen Gras kaufen – Knast!

Cannabis aus dem World Wide Web? Wie lange wird es wohl noch dauern, bis auch Amazon Weed und Hasch versendet – am besten mit ordentlich Rabatt am Prime Day? Bis dahin muss man sich noch auf andere Quellen aus dem Netz verlassen, doch auch diese scheinen teilweise recht zuverlässig zu liefern, sogar bei größeren Mengen Cannabiskraut.

 

Die Kriminalpolizei Würzburg überwachten Ende vergangener Woche aufgrund von „vorliegenden Ermittlungserkenntnissen“ einen Paketautomaten an der Rottendorfer Straße. Als ein 21-Jähriger zwei große Pakete aus der Paketstation entnahm, gaben sich die Polizisten als solche zu erkennen. Nach einem kurzen Fluchtversuch ließ sich der junge Mann widerstandslos festnehmen.

 

Die Pakete enthielten anderthalb Kilogramm Weed, die anschließende Wohnungsdurchsuchung brachte noch ein bisschen Gras, 2.000 Euro und „umfangreiche Unterlagen“ über seine Geschäfte zutage, wie die „Fränkischen Nachrichten“ berichteten. Die Polizei geht davon aus, dass der junge Mann schon seit Jahren derartige Weed-Sendungen empfangen hat – es wurde Haftbefehl erlassen.

 

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