17 Kilo Haschisch in den eigenen vier Wänden aufzubewahren, das kann einen auch ohne paranoide Neigung ganz schön nervös machen. Neugierige Nachbarn „lauern“ buchstäblich an jeder Ecke und selbst der vorsichtigste Cannabisfreund ist vor dem übermächtigen Zufall nicht gefeit.    

 

Wie oft schon haben Feuerwehrmänner und Polizisten etwa nach kleineren Ruhestörungen, Nachbarschaftsstreits oder Wohnungsbränden Cannabis-Anlagen oder Blütenmaterial entdeckt? Da macht es durchaus Sinn, sich einen anderes Plätzchen für die Ware zu suchen, mit dem man selbst nicht so ohne weiteres in Verbindung gebracht werden kann.    

 

Ein Mann aus Berlin sah das offenbar ähnlich und dachte wohl, eine zufriedenstellende, wenn auch geschmacklose Lösung für das Problem gefunden zu haben. Er hinterlegte das verbotene Gut einfach in der Wohnung einer alten Dame aus der entfernteren Verwandtschaft.    

 

Doch genutzt haben alle Vorsichtsmaßnahmen im Endeffekt nichts: nachdem die Wohnung der Seniorin aufgelöst wurde, fand die verdutzte Enkelin am vergangenen Dienstag das in Plastiktüten verpackte Haschisch. Sie informierte umgehend die Polizei, die etwas später in der leeren Wohnung einen Mann antraf, der nun als dringend tatverdächtig gilt. Der Mann, seinerseits Schwager eines Onkels der Finderin, befindet sich in Untersuchungshaft.

Bereits am frühen Sonntagmorgen ereignete sich bei Hösbach nähe Aschaffenburg eine filmreife Autoverfolgungsjagd, wie sie selbst Hollywood kaum spektakulärer hätte inszenieren können. Die Zutaten: jede Menge verbogenes Blech und kiloweise Marihuana.

 

Gegen 3.20 Uhr fiel Polizeibeamten auf der A3 ein verdächtiger Wagen auf, der in Richtung Nürnberg unterwegs war. Zu einer Kontrolle kam es aber erst gar nicht, da der 23-jährige Fahrer des BMW sämtliche Anweisungen der Polizisten ignorierte und stattdessen den Fuß aufs Pedal drückte. Es entbrannte eine Hetzjagd, in deren Verlauf noch weitere Polizeifahrzeuge zur Verstärkung herbeigerufen wurden.

 

Die Polizisten konnten beobachten, wie der 20-jährige Beifahrer des Fluchtwagens bei voller Fahrt einige Pakte aus dem Auto warf. Wie sich im Anschluss an die wilde Fahrt herausstellte, die nach mehreren Kollisionen mit Polizeifahrzeugen zum Glück sowohl für die Verdächtigen als auch die Beamten ohne schwere Verletzungen endete, enthielten die Pakete insgesamt 15 Kilogramm Marihuana, das sich über Teile der Autobahn verteilte. Nach einer Komplettsperrung der Fahrbahn in Richtung Süden und einigen Aufräumarbeiten dürfte das berauschende Gut aber inzwischen in den Regalen der Asservatenkammer verstaut worden sein.

 

Die beiden cannabisaffinen Bleifüße befinden sich derweil in Untersuchungshaft.

 

 

Eine merkwürdige Story, die sich da am Mittwoch in Bremen zugetragen hat!

 

Ein herrenloser blauer Trolley, der an Gleis 2/3 des Hauptbahnhofs abgestellt wurde, sorgte für große Aufregung. Wie bei derartigen Fällen üblich, ging die Polizei erst einmal vom Schlimmsten aus und ließ das verwaiste Gepäckstück von Spezialisten untersuchen. Derweil mussten mehrere Gleise stundenlang gesperrt werden, weshalb sich zum Unmut der Passagiere 18 Züge verspäteten. Zum Glück konnte ein versuchter Bombenanschlag schnell ausgeschlossen werden. Dass es sich trotzdem nicht einfach nur um ein x-beliebiges vergessenes Gepäckstück handelte, wurde nach Öffnung des Koffers schnell klar: denn neben diversen Kleidungstücken fanden die Beamten darin auch noch ganze drei Kilogramm Marihuana.

 

Ein Blick auf die Bänder der Überwachungskameras offenbarte, dass der Koffer von einem unbekannten Mann gegen 14.30 Uhr an besagtem Gleis abgestellt wurde. Der mutmaßliche Besitzer verließ das Bahnhofsgelände danach wieder schnurstracks in Richtung Innenstadt und konnte seitdem nicht ausfindig gemacht werden. Ob da wohl eine geplante Übergabe im Rahmen eines fetten Deals schief gegangen ist? Ob der Gesuchte wohl sozusagen auf halbem Wege kalte Füße bekam und lieber schnell das Weite suchte?

 

Schade jedenfalls um das ganze Weed, das nun wohl ein trauriges Dasein in irgendeiner Asservatenkammer fristen wird...

 

 

Ouch, das tut richtig weh! Da lässt man sich, angeblich im Auftrag eines Freundes, auf einen zwielichtigen 9.000-Euro-Weed-Deal in der Tiefgarage ein, macht natürlich ordentlich Paranoia durch, denn: was kann nicht alles schiefgehen bei so einer Angelegenheit? Und dann springen am Ende nur drei Kilogramm Blumenerde aus dem Baumarkt für den verdutzten Käufer dabei raus.

 

Bereits im Frühsommer 2017 ereignete sich diese bittere Story, wurde aber gerade erst in Dresden vor Gericht verhandelt. Hinter der Täuschung soll eine Unterweltgröße aus Coswig stehen, die mittlerweile schon wegen anderer Deals zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Der unglückliche Käufer bzw. Kurier, der seinerzeit das angebliche Marihuana im Parkhaus abgeholt hatte, bekam aufgrund seines jungen Alters und, weil sein Führungszeugnis keinerlei Vorstrafen aufwies, 200 Arbeitsstunden aufgebrummt.

 

Also, nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen, möchte man meinen. Aber vielleicht waren es auch zwei, denn kurz nach dem Tatzeitpunkt hatte er besagten Unterwelt-Macker auf einem Parkplatz zur Rede gestellt und sich dabei einen Schlag ins Gesicht eingefangen. Das Weed hat er aööerdings bis heute nicht bekommen.

Kiffen macht vergesslich – so lautet eines der gängigsten Stereotype über Cannabis (-konsum). Dass Studien mit Demenzpatienten nahelegen, dass es auch anders geht, soll an dieser Stelle ausnahmsweise mal nicht weiter interessieren. Darauf, dass das Kurzzeitgedächtnis, gerade bei unerfahrenen Nutzern, bei akutem Konsum manchmal nicht ganz das macht, was man von ihm erwartet, kann man sich wohl einigen.

 

Dass man aber seine 40 Gramm Cannabis auf der Sitzbank in der Bahn liegen lässt und seelenruhig aussteigt – das ist schon ein starkes Stück und eher nicht auf eventuell stattgefundenen Cannabiskonsum zu schieben. Einem 23-Jährigen aus Freudenstadt passierte genau das und bevor er merkte, was los ist, hatte ein Bahnmitarbeiter bei seinem Kontrollgang im leeren Abteil schon eine herrenlose Einkaufstasche mit merkwürdigem Inhalt (und Geruch) gefunden. Eine heikle Situation, die eine schnelle Entscheidung erfordert: sollte man trotz des Risikos, erwischt zu werden, nach dem vergessenen Objekt fragen oder lieber den Verlust akzeptieren und mit großer Wahrscheinlichkeit unbehelligt bleiben? Der junge Mann entschied sich für Option A (wer könnte es ihm verdenken): als er die fehlende Tasche endlich bemerkt hatte und an das Fenster der Lok klopfte, um nachzufragen, war das Bahnpersonal leider schon im Begriff, die Polizei zu informieren.

 

Vor Gericht wurde es dem jungen Mann dann zusätzlich zum Verhängnis, dass die 40 Gramm Weed nicht am Stück vorlagen, sondern in kleine Zwei-Gramm-Baggys abgepackt worden waren. Zuvor hatte der Angeklagte beteuert, dass es sich bloß um Eigenbedarf handele und er keinen Handel betreibe. Das Gericht glaubte seiner Version der Geschichte wohl nicht so ganz und folgte bei der Urteilsfindung der Linie der Staatsanwaltschaft. Das Resultat: eine einjährige Freheitsstrafe auf Bewährung sowie eine Geldstrafe über 2.000 Euro.

Wenn man den geneigten Cannabisdealer nach seinen Hass-Kunden fragt, dann hört man vielleicht vom berühmt-berüchtigten Fünfer-Käufer, der jeden Cent dreimal umdreht, vom ungeduldigen Telefonterroristen, der auf ewig den Weltrekord im Dauerklingeln hält, vom Klassiker, dem übervorsichtigen Paranoiker – oder eben von dessen noch schlimmeren Gegenteil, dem gedanken- und sorglosen Lautsprecher, für den Vorsicht ein Fremdwort ist. Das sind die Kunden, die einen echt in die Bredouille bringen können – wie zum Beispiel am gestrigen Donnerstagnachmittag in einer Grünanlage in Recklinghausen.

 

Nachdem die Polizei Hinweise über einen Drogendealer in dem Park erhalten hatte, checkte sie die Lage vor Ort und wurde bei einem 46-Jährigen fündig. Während der Kontrolle des Mannes kam es zu einer Durchsuchung seines Rucksacks und zum Vorschein kamen 30 gefüllte Zehner-Baggys sowie 195 Euro Bargeld. Einen Kunden, der sicherlich dem oben angesprochenen leichtsinnigen Typ angehören dürfte, konnte die Polizeiaktion aber nicht davon abhalten, den in dem Moment verständlicherweise unpässlichen Dealer aufdringlich nach etwas Ware zu fragen – und das obwohl die Beamten zu allem Überfluss auch noch klar erkennbar uniformiert waren. Die erstaunten Polizisten versäumten es zwar, den potenziellen Käufer festzuhalten, dennoch dürfte der Vorfall dem Dealer-Pechvogel nicht gerade zum Vorteil gereichen...

 

Toll, wenn Menschen auch im Alter noch aktiv bleiben! Ein 79-jähriger Mann aus Kärnten jedenfalls ließ sich von den Gebrechen des Alters nicht davon abhalten, den Gangster-Lifestyle zu leben. Dollar- und Euro-Bündel, Plastikbeutel voller Cannabis, etwas, das wie Haschisch aussieht, eine Digital-Waage sowie eine abgesägte Schrotflinte samt passender Munition fanden Ermittler im Anwesen des Senioren. Leider hapert es mit dem Growen wohl noch ein wenig, wenn man sich die fragwürde Qualität des gefundenen Blütenmaterials anschaut. Da verwundert es auch nicht weiter, dass der betagte Verdächtige in einem Fall etwa 20 Gramm Cannabis verschenkt haben soll. Bereits länger zurückreichenden Ermittlungen hatten ihn in Zusammenhang mit dem Anbau und Verkauf von Marihuana gebracht, zur Hausdurchsuchung war die Polizei mit Suchhunden und dem Sondereinsatzkommando EKO Cobra angerückt.

 

Ein ungewöhnlicher Cannabis-Fall wird gerade vor dem Landgericht in Chemnitz verhandelt. Dem Angeklagten, einem 49-jährigen Mann, wird vorgeworfen, in den Handel mit kiloweise Marihuana verwickelt gewesen zu sein – und das in elf Fällen. Dabei sei er, eigenen Angaben zufolge, an derartigen illegalen Geschäften eigentlich überhaupt nicht interessiert, er sei nur immer tiefer in die Geschäfte hineingeschlittert. Warum? Sozusagen aus Nächstenliebe – handelt es sich bei dem geständigen Angeklagten doch tatsächlich um einen Pfarrer.



Um einem jungen Mann mit finanziellen Problemen aus der Patsche zu helfen, ließ sich der Mann Gottes immer weiter in die verbotenen Deals hineinziehen, zunächst nur vorsichtig begleitend, später führte er dann geschäftliche Verhandlungen sogar selbst durch. Vor Gericht gab er reumütig an, die ganze Sache vielleicht unterschätzt zu haben und generell zu liberal gegenüber Cannabis eingestellt zu sein – es sei ihm einfach wichtig gewesen, dass keine harten Drogen im Spiel gewesen seien. Außer dem Glas Rotwein zum Feierabend sei er „nicht drogenaffin“, so der Pfarrer. Ob ihm das bei der Festsetzung des Strafmaßes hilft, bleibt vorläufig abzuwarten. Das Urteil wird erst in etwa einer Woche erwartet, ist aber vielleicht gar nicht so wichtig. Denn wir alle wissen ja, dass man sich in letzter Instanz immer vor dem Herrgott selbst verantworten muss...

Eine einigermaßen peinliche Story wurde gerade vor dem Augsburger Jugendgericht aufgerollt. Es ging um den (vermeintlichen) Verkauf von 30 Gramm Haschisch, Ausgangspunkt der Ermittlungen war eine Hausdurchsuchung gewesen, bei der die Beamten das Haschisch-Paket gefunden hatten. Allerdings, und das hatte der unglückliche 20-jährige Käufer erst im Nachhinein entdeckt, handelte es sich in Wirklichkeit gar nicht um Haschisch, sondern um handelsübliche Erde. Bezahlt wurde der Dreck aber nicht mit Spielgeld, nein, es wechselten 300 harte Euro den Besitzer. Tja, das einzige, was noch ärgerlicher ist, als auf so einen alten Trick hereinzufallen, ist wohl, solch eine unrühmliche Episode auch noch vor Gericht ausbreiten zu müssen.

 

Der 18-jährige Schlawiner, auf dessen Kappe der betrügerische Verkauf mutmaßlich ging, legte zwar kein Geständnis ab, doch der Gerichtsvorsitz sah seine Schuld als erwiesen an. Er muss nun ein Bußgeld von 600 Euro zahlen und darf ein Jahr lang nachweislich keine Drogen konsumieren. Die Richterin machte klar, dass die Tat als Drogengeschäft gewertet werde, obwohl genau genommen überhaupt keine illegalen Substanzen im Spiel gewesen sind.

Ein 35-jähriger Mann aus Österreich, der schon länger im Zentrum polizeilicher Ermittlungen gestanden hatte, wurde vergangene Woche verhaftet und der Justizanstalt Salzburg überstellt. Der junge Mann wurde verdächtigt, rund um den Salzburger Hauptbahnhof große Mengen Marihuana verkauft zu haben, wurde von der Polizei zeitweise beobachtet. Bei einer Personenkontrolle wurden bei ihm dann 500 Gramm Cannabis gefunden.

 

Laut Polizeiangaben kam es zu einer „freiwilligen Nachschau“ in der Wohnung des Mannes, nachdem dieser angegeben hatte, zusätzlich zu dem bereits gefundenen halben Kilo noch weitere zwei Kilos daheim zu lagern. Wie sich vor Ort herausstellte, waren es aber tatsächlich noch ein paar Kilo mehr: ganze 56 Kilo konnten die Beamten insgesamt in der Wohnung finden.