Eine wunderbar blöde Cannabis-Story erreichte uns mal wieder aus den USA, genauer aus Teller County, Colorado. Stephen H. schaute sich gerade auf der Kleinanzeigen-Website Craigslist um, als sein Blick auf ein schickes Dirt-Bike fiel, das von einem jungen Mann in der Nähe angeboten wurde. Da es dem 26-jährigen Interessenten aber wohl gerade am nötigen Kleingeld mangelte, nicht aber an einem ordentlichen Vorrat Marihuana, bot er dem 17 Jahre alten Verkäufer einfach dieses zum Tausch gegen das Fahrzeug an. Man einigte sich auf einen „Verkaufspreis“ von 8,5 Unzen, was etwa 240 Gramm Weed entspricht.

 

Blöd für Käufer Stephen H., dass der junge Verkäufer gleichzeitig der Sohn des örtlichen Sheriffs ist und seinem Vater in puncto Gesetzestreue gewissenhaft nacheiferte. Will heißen, er informierte seinen Papa über das illegale Angebot, der seinerseits sofort Maßnahmen in die Wege leitete und ein Verkaufstreffen arrangierte, das natürlich von verdeckten Ermittlern observiert wurde. So kam es, wie es kommen musste: bei der Übergabe des Krauts schlugen die Beamten zu und Stehphen H. durfte sich von seinem Dirt-Bike ziemlich schnell wieder verabschieden. Interessanterweise sind Tauschangebote wie dieses in Colorado scheinbar nicht selten. Besagter Sheriff deckte bereits vor etwa einem Jahr einen ähnlich unsauberen Cannabis-Deal über Craigslist auf. Cannabis wurde in Colorado Anfang 2014 zwar komplett legalisiert, Privatpersonen jedoch ist der Besitz von mehr als einer Unze (etwa 28 Gramm) Marihuana allerdings gesetzlich untersagt.

 

 

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In Colorado, dem ersten US-Bundestaat, der neben der medizinischen Nutzung auch den Genusskonsum legalisiert hat, sind die Preise für ein amerikanisches Pfund (etwa 450 Gramm) Marihuana-Blüten erstmals auf unter 1.000 Dollar gesunken. Und zwar deutlich drunter: zum 1. Juli wird der Großhandelspreis bei 846 Dollar liegen. Zum Vergleich: in den Anfangstagen der freizeitlichen Legalisierung im Januar 2014 lag er noch bei 1.876 Dollar pro Pfund. Steve Ackermann, Dispensary-Besitzer, sieht darin eine Folge von Überproduktion aufgrund einer zu hohen Zahl an Marktteilnehmern und erwartet eine Marktbereinigung durch die fallenden Preise, die nur die am effizientesten wirtschaftenden Unternehmen der Branche überleben werden. Die genaue Preisentwicklung seit der Legalisierung zeigt unterstehende Tabelle. Beeindruckende Notiz am Rande: die Legalisierung hat der Cannabisbranche in Colorado von 2014 bis heute einen Umsatz von insgesamt knapp fünf Milliarden Dollar beschert.

Preisentwicklung von Marihuana-Blüten in Colorado von 2014 bis Juli 2018:

Januar 2014: 1.876 Dollar
Juli 2014: 1.876 Dollar
Januar 2015: 2.007 Dollar
Juli 2015: 1.868 Dollar
Januar 2016: 1.948 Dollar
Juli 2016: 1.816 Dollar
Januar 2017: 1.471 Dollar
Juli 2017: 1.298 Dollar
Januar 2018: 1.265 Dollar
Juli 2018: 846 Dollar

 

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Wie es bis Jahresanfang schien, ist der Vormarsch von Cannabis in den USA nicht mehr aufzuhalten (nun gab es jedoch nach wenigen Tagen im Jahr doch auch schlechte Nachrichten zu vermelden). Seit dem 1. Januar dürfen jedenfalls auch die Bürger des größten US-Bundesstaats Kaliforniens ganz legal ihrer Vorliebe für Marihuana frönen. Wie zu erwarten war, ist der Andrang riesig und Tausende neue Arbeitsplätze (sind im Begriff zu) entstehen. Unzählige Stars und Promis haben in den letzten Jahren Flagge gezeigt und kräftig mitgeholfen, das durch konservative Propaganda angekratzt Image der vielfältigen Nutz- und Heilpflanze Hanf wieder geradezurücken.

 


Dies tat auch CNN-Nachrichtensprecherin Randi Kaye aus Denver in Colorado, als sie während einer Live-Schaltung am Silvesterabend von den Feierlichkeiten berichtete: denn in ihrer Hand hielt die gut gelaunte Moderatorin einen schönen Joint, den sie auch noch demonstrativ in Richtung der Fernsehzuschauer reichte. Wie zu erwarten war, gab es für die Aktion aus rechter Ecke einigen Gegenwind. So verkündete unter anderem beispielsweise Fox-News-Moderatorin Laura Ingraham auf Twitter öffentlich ihren Unmut, was in Anbetracht des zutiefst reaktionären Senderprofils aber keinen überraschen dürfte. Letztendlich sollten sich alle Beteiligten mal wieder etwas beruhigen, schließlich hat Kaye ja noch nicht mal einen Zug genommen.

 

Und wenn doch, hätte sie bestimmt nicht inhaliert…

Aurora, die drittgrößte Stadt des amerikanischen Staats Colorado, kann dank der dortigen Legalisierung von Cannabis auf jährliche Steuereinnahmen von über fünf Millionen Dollar bauen. Diese werden nun (wie auch von praktisch allen anderen betroffenen Städten ebenfalls angekündigt) zu großen Teilen für soziale Zwecke eingesetzt. 1,5 Millionen Dollar sollen für verschiedene Projekte verfügbar gemacht werden, die sich für Obdachlose und für Familien, die in Motels hausen müssen, stark machen. 680.000 Dollar werden für städtische gemeinnützige Zwecke verwendet und 2 Millionen Dollar werden zum Bau eines städtischen Erholungszentrums eingesetzt, wie die amerikanische Ausgabe der „Huffington Post“ meldete.

 

In Los Angeles wird derzeit eine zusätzliche Steuer von bis zu 15 Prozent auf medizinisches Cannabis besprochen, das dort (im Gegensatz zu Cannabis für den Freizeitgebrauch) legalisiert ist. Die möglichen Einnahmen von bis zu 17 Millionen Dollar jährlich sollen ebenfalls dazu genutzt werden, um in der zweitgrößten Stadt der Vereinigten Staaten die Situation der Obdachlosen zu verbessern. Sollte Marihuana in Kalifornien, wo Los Angeles liegt, auch für den Freizeitgebrauch freigegeben werden, was eventuell schon im November so entschieden werden könnte, ist sogar noch ein Vielfaches an Steuereinnahmen zu erwarten.

Jeder kennt das Problem: Überall wird zu viel Gras angeboten. Permanent machen neue Coffeeshops in der Nachbarschaft auf. Nein? Nicht jeder kennt das Problem? Das sind dann wohl doch nur die Einwohner von Denver.

 

Am Montag beschloss die Stadtverwaltung von Denver, Hauptstadt Amerikas derzeitiger Cannabis-Hauptregion Colorado, dass vorerst keine neuen Marihuana-Shops und Grow-Läden eröffnen dürfen. Warum? Weil es zu viele gibt!

 

Interessierte, die dennoch einen cannabiskonnotierten Shop eröffnen möchten, können sich nun in einer Warteliste eintragen lassen. Neue Lizenzen werden allerdings nur vergeben, wenn ein bestehender Shop sein Geschäft aufgibt. Aber die Stadtverwaltung behält sich in diesem Fall vor, den neuen Shops ein bestimmtes Gebiet zuzuweisen, wo ein Laden eröffnet werden darf. Denn zwar ist Cannabis in Denver allgegenwärtig – allerdings gibt es bestimmte Stadtteile, in denen Weed wirklich das Leben aller mitbestimmt, wie die amerikanischen Kollegen von „High Times“ berichten. Daher sollen die Grasshops zukünftig ein wenig besser verteilt werden. Dadurch soll außerdem verhindert werden, dass sich die Weed-Geschäfte vor allem in den einkommensschwachen Wohngebieten ausbreiten, wie man es in Denver von den Schnaps- und Tabakläden gewohnt ist.

 

Wie es in einer solchen Marihuana-Ausgabestelle in Denver wohl zugeht, fragt ihr euch? Dann schaut euch einfach das Video vom Deutschen Hanfverband (DHV) an, das unter diesem Artikel zu finden ist. Denn in diesem führt euch Florian Rister vom DHV durch die Dispensary „Ganja Gourmet“ in Denver, Colorado.