Dass die Stadien vieler Erstligisten wie etwa Bayern München, Borussia Dortmund oder FC Schalke 04, um nur ein paar zu nennen, nach ihren Firmensponsoren benannt sind, daran haben sich die Leute mittlerweile gewöhnt. Im liebsten Sport der Deutschen regiert eben der schnöde Mammon und nur noch wenige stören sich daran, samstags etwa der Allianz-Arena einen Besuch abzustatten (wenn sie denn überhaupt noch eine Karte bekommen). Auch im schottischen Fußball hat man sich eigentlich mit dieser Art Kommerzialisierung abgefunden. Die Betonung liegt auf eigentlich, denn zurzeit sorgt ein, sagen wir mal, ungewöhnlicher Sponsoring-Deal für Aufsehen:

 

Der schottische Erstligist Hamilton Academical wird seine Spielstätte von "New Douglas Park" in "Hope CBD Stadium" umbenennen. Das Unternehmen Hope CBD verkauft Öle, Sprays, Tees und Süßigkeiten auf CBD-Basis. Und das scheinbar recht erfolgreich, boten sie dem Fußballclub doch eine fünfstellige Summe für die Partnerschaft an. Auf Verlauten des Clubs heißt es, dass das Sponsoring ganz klar mit dem Vereinsethos vereinbar sei, da CBD keine süchtig machenden oder psychoaktiven Stoffe enthalte, man könne es mit alkoholfreiem Bier vergleichen. Die Meldung kommt nicht von ungefähr: erst vergangenen Donnerstag hat die britische Regierung die Verwendung von Medikamenten auf Cannabisbasis durchgesetzt. Die neue Regelung wird im Herbst dieses Jahres in Kraft treten.

Die mit Spannung erwarteten Untersuchungsergebnisse der beschlagnahmten CBD-Hanfblüten aus der Hanfbar (Mühlenpfordtstraße) in Braunschweig wurden nun gestern endlich veröffentlicht. Highway berichtete bereits vergangene Woche über die Razzien in den beiden Filialen des Hanf- und CBD-Ladens „Hanfbar“, wo bis letzte Woche unter anderem nicht berauschende CBD-Blüten als Tee verkauft wurden. Was in Anbetracht der teilweise sehr rückständigen und ignoranten deutschen Haltung bezüglich Cannabis leider wenig überrascht, ist das vorläufige Untersuchungsergebnis der Staatsanwaltschaft Braunschweig, die das konfiszierte Material nun als illegal einstuft.

 

Warum? Zuerst einmal enthielt etwa die Hälfte der untersuchten Blüten einen THC-Gehalt von 0,57 Prozent und damit in etwa dreimal so viel wie es der kritische Grenzwert von 0,2 Prozent zuließe. Dazu muss allerdings auch ganz klar festgehalten werden: beide Konzentrationen sind keinesfalls berauschend, auch für unerfahrene Konsumenten. Es ist physisch nicht möglich, davon „bekifft“ zu werden. Das weiß wohl auch der Staatsanwalt, denn er führt außerdem an, dass es letztlich gar nicht auf die THC-Menge ankäme, sondern zu welchem Zweck das Produkt verkauft und wie es vermarktet würde. Ein (versuchter) Missbrauch zu Rauschzwecken müsse klar ausgeschlossen werden. Dies sei jedoch nur dann der Fall, wenn auch auf der Käuferseite eine derartige Nutzung ausgeschlossen werden könne, was allerdings nur bei gewerblichen oder wissenschaftlichen Einsatzzwecken gegeben sei. Diese Auslegung dürfte bei den zahlreichen CBD-Händlern, die inzwischen auch in Deutschland nach dem Vorbild Österreichs und der Schweiz immer mutiger wurden, auf reges Interesse stoßen. Es bleibt zu hoffen, dass ein Gericht (endgültig) die Frage klärt, wie man denn Hanfblüten, die aufgrund von so gut wie nicht vorhandenem THC gar nicht berauschend sein können, zu Rauschzwecken nutzen kann...

Vor etwa eineinhalb Wochen erst berichteten wir über die Maßnahmen von Polizei und Staatsanwaltschaft gegen die Braunschweiger Hanfbar, die legale Hanfblüten zwecks Teegewinnung verkauft, welche natürlich einen THC-Gehalt von unter 0,2 Prozent aufweisen – so wie es der deutsche Staat gerne hat.

 

Doch der deutsche Staat hat es auch gerne, seine Bürger so richtig fertigzumachen, sobald sie sich nicht in Reih und Glied aufstellen. Schlimmer noch, wenn irgendwelche Hanf-Freaks sich erlauben, Geschäfte aufzumachen oder diese sogar öffentlichkeitswirksam bewerben.

 

Also wurde Anfang des Monats bereits die Hauptfiliale der Braunschweiger Hanfbars durchsucht, drei Kilo mega-bösen Tees (mit unter 0,2 Prozent THC natürlich) wurden einkassiert. Welch Erfolg gegen die Drogenkriminalität! Welch Sieg für den Jugendschutz! Für mehr Sicherheit wäre nur gesorgt gewesen, hätte man „versehentlich“ Personal und Kundschaft der Hanfbar in den Hinterkopf geschossen.

 

Da Polizisten allerdings nur in Bayern Kiffer hinterrücks erschießen dürfen, war dies wohl keine Möglichkeit. Und so wartete die Polizei die Eröffnung der zweiten Braunschweiger Filiale am Samstag ab und marschierte kurz danach auch dort ein. Denn man hat beim ersten Raid noch nichts dazugelernt (der Tee wurde also vermutlich noch nicht als Tee identifiziert, wahrscheinlich muss erst ein Tee-Sommelier aus der chinesischen Sichuan-Region zurate gezogen werden).

 

Daher galt auch am Samstag wieder: „Die verkaufen Gras! In einem angemieteten Geschäft! Mitten in der Braunschweiger Innenstadt! Auch noch versteuert! So blöde Dealer haben wir ja noch nie gesehen! Da gehen wir hin und konfiszieren alles!“

 

Aber gut, wenn Polizei und Staatsanwaltschaft in Deutschland sonst nichts zu tun haben, dann wird wohl auch diese zweite Aktion dem Wohle der Menschheit dienen. Die Menschheit freute sich übrigens gar nicht über den Polizei-Einsatz und protestierte zu Hunderten vor der neuen Hanfbar-Filiale, wie dieses Video zeigt.

Im Schweizer CBD-Business wird anscheinend mit harten Bandagen gekämpft, nichts anderes lässt diese unschöne Meldung vermuten: wie nun bekannt wurde, wurde bereits vor etwa einer Woche ein komplettes Hanffeld des CBD-Hanf-Produzenten Tell Hemp zerstört. „Es wurden über 4.000 Hanfpflanzen ausgerissen und auf der Erde liegen gelassen“, so Geschäftsführer Tony Peruzzo. Schlimm genug, doch das ist leider längst nicht alles. Auf dem betroffenem Feld, das etwa ein Drittel der unternehmenseigenen Anbaufläche ausmacht, wurden außerdem unzählige Samen männlicher Hanfpflanzen gesät. Wer sich ein wenig mit dem Thema Growing auskennt, weiß, dass nur weibliche Pflanzen die begehrten Blüten ausbilden, die aber durch eine Befruchtung durch die männlichen Pflanzen letztlich genau so unbrauchbar werden, wie die Männchen selbst. Seit Peruzzo, der erst Hanfgegner im Verdacht hatte, die nachwachsenden männlichen Pflanzen entdeckt hat, ist er sich sicher, dass nur seine Konkurrenz für die Sabotage verantwortlich sein kann. Seine Theorie ist angesichts des Umstands, dass die Luft auf dem CBD-Markt nach dem ersten großen Boom so langsam dünner wird, nicht ganz von der Hand zu weisen. Interessant: auf sachdienliche Hinweise, die zur Aufklärung des Falls beitragen, setzt Tell Hemp eine Belohnung von 10.000 Schweizer Franken aus.

 

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Wie unschwer zu bemerken ist, entwickelt sich nach dem Vorbild der Schweiz auch in Deutschland (trotz Grauzonen-Regelung) ein regelrechter CBD-Boom. CBD-Shops wie die Hanfbar sprießen aus dem Boden und locken die cannabisaffine Kundschaft an. Leider kann man aber nicht an jedem beliebigen Ort einen Laden eröffnen, weshalb es zumindest in Österreich auch CBD aus dem Automaten zu kaufen gibt. Für einen Automaten ist schließlich noch in der kleinsten Hütte Platz, denkt sich der findige Unternehmer. In der kleinsten Hütte vielleicht, aber direkt gegenüber einer Volksschule ist das Aufstellen vielleicht keine so gute Idee. In Feldbach, gleich bei der Volksschule II, steht nun allerdings so ein Automat. Interessanterweise genau an der Stelle, an der sich bis vor Kurzem ein Zigarettenautomat befand, der aber aufgrund von Elternprotesten wieder entfernt wurde. Dass der Konsum von CBD-Marihunana ja deutlich gesundheitsfördernder ist, als der von Zigaretten, damit braucht man den entsetzten Müttern und Vätern wohl gar nicht erst zu kommen. Die Grazer Firma, die hinter den Geräten steckt, Dr. Greenthumb, versucht es zum Glück auch erst gar nicht auf die Tour, sondern schiebt den schwarzen Peter direkt der Gemeinde und dem Bürgermeister zu, mit denen der Aufstellungsort im Vorfeld abgesprochen worden war. Da sich der Gras-Automat auf einem Privatgrundstück befindet, wird eine Entfernung ohne Einverständnis des Aufstellers wohl nicht ohne Weiteres möglich sein.

Ein aufregender Tag für die Polizei Braunschweig: da sind doch tatsächlich ein paar Typen, die seit einem Jahr ein legales Hanfgeschäft betreiben – die Hanfbar – und nun, endlich, oh endlich, der Beweis: dort wird illegales Psychosen und Flug-Halluzinationen auslösendes Marihuana verkauft.

 

Die Staatsanwaltschaft hatte glaubhafte Hinweise erhalten, dass man in der Hanfbar Marihuana zum Rauschkonsum erwerben könne. Deshalb wurde beim Amtsgericht ein schriftlicher Durchsuchungsbeschluss beantragt“, so Julia Meyer von der Staatsanwaltschaft Braunschweig gegenüber der „Braunschweiger Zeitung“. War doch klar, dass die Hanf-Heinis es nicht lassen können! Wo Hanf draufsteht, da werden Drogen verkauft.

 

Also schnell sieben Polizisten in den Bus und ab, das Ladengeschäft in Braunschweig kontrollieren. Die beiden Betreiber zeigten sich der „Braunschweiger Zeitung“ gegenüber überrascht über die Aktion. Denn natürlich werden in der Hanfbar nur legale CBD-Blüten, zur Tee-Zubereitung empfohlen, verkauft.

 

Es wäre wohl auch eine selten dämliche Idee, einen CBD-Laden aufzumachen und dort dann THC-haltiges Marihuana zu verkaufen. Dämlicher eigentlich nur, davon auszugehen, dass jemand genau dies tun würde. Von dieser Idee abzubringen ist die Staatsanwaltschaft trotz vorgelegter Dokumente über den legalen THC-Gehalt der Blüten von unter 0,2 Prozent jedoch nur durch eigene Tests.

 

Und so kassierte die Polizei drei Kilogramm Hanf-Tee aus dem Lager, für das noch schnell ein nachträglicher Durchsuchungsbeschluss per Telefon organisiert wurde. Auch die Privaträume der Hanfbar-Chefs wurden anschließend durchsucht, wie das Braunschweiger Portal „news38“ berichtet. Für den Moment bleibt unklar, ob und wann die Ware zurückgegeben wird – eine äußerst unbefriedigende Situation für das junge Start-up, das übernächste Woche eine zweite Filiale in Braunschweig eröffnen will.

 

Dies wäre insgesamt schon die dritte Filiale, denn im Mai wurde auch in Berlin eine Hanfbar eröffnet. Zu zusätzlicher Bekanntheit kam das Unternehmen kürzlich durch die Kooperation mit dem Berliner Rapper Marvin Game, der seine Cannabissorte Obstsalat über die Hanfbar auf den Markt gebracht hat.

 

Unterkriegen lassen will man sich durch die sinnlose Polizei-Aktion jedenfalls nicht, die Eröffnung der neuen Hanfbar-Filiale soll nicht verschoben werden. Wir drücken die Daumen, dass alles reibungslos gelingt.

 

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Unter allen europäischen Ländern hat Frankreich eine der rigidesten Cannabis-Gesetzgebungen. Da es aber gleichzeitig zu den Ländern mit den höchsten Konsumentenzahlen überhaupt zählt, war es nur eine Frage der Zeit, bis findige Cannabis-Unternehmer das THC-freie CBD-Weed für sich entdecken würden. Im elften Arrondissement in Paris hat nun der sogenannte „Cofyshop“ seine Pforten geöffnet. In den Regalen finden sich allerlei Cannabis-Produkte wie Öle, Tinkturen, Salben und eben auch Blütenmaterial – alles ohne THC. Und wie das Artikelfoto deutlich macht, war der Andrang am Eröffnungstag ziemlich stark. Dass es überhaupt zu einer Eröffnung kam, liegt auch an den versöhnlicheren Tönen, die Frankreichs Gesundheitsminister Buzyn in letzter Zeit anschlägt. Vergangenen November verkündete der Minister, dass der Verkauf und Konsum von CBD-Cannabis unter zwei Bedingungen legal sei: die Produkte dürfen erstens unter keinen Umständen mehr als 0,2 Prozent THC enthalten und zweitens nicht mit einem Gesundheitsversprechen beworben werden. Trotz allen Entgegenkommens muss Shop-Betreibern wie auch Käufern und Konsumenten eines klar sein: die französische Strafverfolgung wird mit Argusaugen darüber wachen, dass niemand auf die Idee kommt, die Shops für den Verkauf illegaler Produkte zu nutzen…

Unsere liebste Drogenbeauftragte meldet sich mal wieder zu Wort, um in einem Interview mit der „Welt“ vor den riesigen Gefahren des Cannabiskonsums zu warnen. Wie zu erwarten war, hat sich an Mortlers vorgestriger Einstellung bezüglich Marihuana wenig geändert. Zu jeder Gelegenheit brüstet sie sich mit dem Medizin-Gesetz von 2017, das aber auch gerne als Anbauverhinderungsgesetz verschmäht wird und auch davon unabhängig noch ausbaufähig wäre. Einer kompletten Legalisierung stellt sie sich nach wie vor mit ebenso altbekannten wie widerlegten „Argumenten“ entgegen.

 

Das CSU-Mitglied, immer das Wohl der Bevölkerung im Blick und niemals Lobbyinteressen, befürchtet eine gefährliche Verharmlosung des Rausch- und Arzneimittels als trendiges Lifestyle-Produkt. Als Beispiel dafür nennt Mortler den CBD-Hype in der Schweiz, wo man die THC-freien Blüten problemlos in Kiosk und Supermarkt erstehen kann. Die Bundestagsabgeordnete und Meisterin der Hauswirtschaft gibt weiterhin zu bedenken, dass „wegen keiner anderen illegalen Droge heute so viele Menschen behandelt werden müssen wie wegen Cannabis“. Hmm, okay. Eine schwammige Feststellung, die leider im Zuge des kritiklosen Wiederkäuens in anderen Blättern der Mainstream-Presse über die nächsten Tage sicher noch öfter auftauchen wird. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich natürlich, wie schwachbrüstig und irreführend ein solcher Satz ist. Zum einen ist die Zahl derjenigen Suchtpatienten, die durch gerichtliche Maßnahmen zu einer Therapie gezwungen oder gedrängt werden, obwohl diese eigentlich nicht nötig wäre, nicht zu unterschätzen. Zum anderen ist Cannabis aber auch die mit großem Abstand weitverbreitetste illegale Droge, da sollte es nicht wundern, dass eben auch dementsprechend mehr Menschen Suchtproblematiken entwickeln.

 

Bei all dieser geballten Unkenntnis (oder Verleumdung) kann man als Cannabisliebhaber ja schon fast froh sein, dass Marlene Mortler sich in ihrer zweiten Amtszeit verstärkt dem Thema Medikamentenmißbrauch widmen möchte. Obwohl, Cannabis ist ja nun auch Medizin…

Das muss Liebe sein! Robbie Williams, Ex-Boyband-Mitglied und Rockstar (mit der in diesem Bereich üblichen Drogenvergangenheit), bekam zum Jahrestag von seiner Ehefrau Ayda Field eine komplett ausgestattete Cannabis-Aufzucht geschenkt, wie verschiedene Medien berichteten.

 

Diese wurde im Keller des Wohnhauses der Familie installiert. Da sich das Anwesen in Los Angeles befindet, ist dies ein komplett legales Unterfangen. Der Sänger, der sich im Lauf seiner Karriere schon jede verfügbare Droge eingeschmissen hat, dürfte mit dem nun endlosen Cannabis-Nachschub aus eigener Produktion nun noch leichter auf seinem inzwischen eingeschlagenen ruhigeren Lebensweg bleiben.

 

 

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Online-Versandhäuser verfügen über umfangreiche Retouren-Abteilungen. Immer wieder mal liegen den zurückgeschickten Paketen Dinge bei, die eigentlich besser bei ihren Besitzern geblieben wären, etwa Schlüssel oder Geldbörsen.

 

Doch dieses Mal wunderten sich die Angestellten des Lehner Versands, einem Shop aus der Schweiz, doch sehr: ein Retouren-Paket landete bei ihnen und nach dem Öffnen kamen zwei riesige Beutel Marihuana zum Vorschein, insgesamt 3,4 Kilogramm.

 

Die herbeigerufene Polizei konnte aber recht schnell ermitteln, dass es sich bei den Blüten um in der Schweiz legales CBD-Weed handelte. Auch wie das Paket bei dem Versandhandel – statt beim richtigen Empfänger – landen konnte, wurde aufgeklärt:

 

der Versender nutzte einen alten Karton des Versandhandels, auf dem er die ursprünglichen Etiketten nicht entfernte. Der eigentliche Empfänger wunderte sich über das – anscheinend nicht bestellte – Paket und schickte dieses an den Lehner Versand zurück. Inzwischen wurde ihm das bestellte und völlig legale Gras aber zugestellt.