Wenn ein Bundesminister nach seinem Rücktritt ein gut dotiertes Pöstchen in der freien Wirtschaft erhascht, gilt das vielen kritischen Zeitgenossen als Zeichen von Kungelei und Lobbyismus. Wenn die Parallelen zwischen aktiver politischer Laufbahn und dem danach angebotenen Posten zu augenfällig sind, bekommt das Ganze schnell einen faden Beigeschmack.

 

Wenn nun bekannt wird, dass der ehemalige Gesundheits- und Wirtschaftsminister Philipp Rösler in den Verwaltungsrat des Schweizer Cannabisunternehmens Pure Holding wechselt, dann klappt dem erfahrenen Legalisierungsaktivist und Cannabisfreund wohl als erstes die Kinnlade runter. Ein ehemaliger Bundesminister im deutschsprachigen Cannabusiness, wer hätte das noch vor ein paar Jahren für möglich gehalten?

 

Als zweites schaut man dann ganz automatisch mal nach, was der gute Herr Dr. Rösler in seiner Ministerzeit denn so zum Thema Cannabis verzapft hat. Und, siehe da, in Sachen Medizinalcannabis hat er, schon vor seiner Ministerzeit, als er noch im niedersächsischen Landtag saß, durchaus stark gemacht. Besonders um die Palliativ- und Schmerztherapie ging es damals, aber zum Beispiel auch um die Behandlung von MS. Zu einer Zeit, als das Thema Cannabis, ob medizinisch oder nicht, noch so gar nicht im Trend lag.

 

Mag sein, dass die hier beschriebenen Vorgänge schon ein knappes Jahrzehnt her sind und Rösler in der Zwischenzeit bereits zahlreiche andere „Jobs“ angetreten hat: ein Zusammenhang zwischen seiner damaligen politischen Arbeit und seinem neuen Feld dürfte nichtsdestotrotz bestehen. Also zurück zur eingangs angeschnittenen moralischen Frage: welcher übellaunige Cannabisfreund würde jetzt bitteschön hergehen und Rösler verurteilen?

 

Ist es also nun vielmehr an der Zeit ein Loblied auf den FDP-Mann anzustimmen? Wohl kaum, denn Rösler hatte natürlich nie den „kleinen Kiffer“ im Kopf als vielmehr die Anliegen der Pharmaindustrie, ging es doch immer um verabeitete oder synthetische THC-Arzneimittel. Legale Blüten und Eigenanbau lagen, von den spärlich gesäten Ausnahmegenehmigungen einmal abgesehen, damals noch in weiter Ferne. Trotzdem kann man davon ausgehen, dass Rösler auch der gesamten Medizinalcannabis-Bewegung, ob unbeabsichtigt oder nicht, einen Dienst erwiesen hat. Zumal auch die synthetischen Präparate wie Dronabinol ihre Wirkung nicht verfehlten, wurde das Thema seinerzeit medial immer mehr aufgeriffen und fand verstärkt Eingang in die kollektive Debatte.

 

Warum beispielsweise das Highway-Magazin Philipp Rösler trotzdem niemals einstellen würde (mal abgesehen davon, dass wir ihm nicht genug zahlen könnten), liegt, und da sind wir dann doch mal wieder beim Thema Moral, besonders an einem Skandälchen, das Röslers Ansehen als Minister nachhaltig geschadet hat: 2012 wurde auf sein Drängen hin der jährlichen Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung geschönt, um die damals schon grassierende Ungleichheit der Vermögensentwicklung in Deutschland zu verharmlosen. So wurde beispielsweise eine kritische Passage zur sozialen Schere in der Art umgedeutet, dass sinkende Reallöhne eigentlich gar nichts Problematisches seien, sonderm vielmehr „Ausdruck struktureller Verbesserungen“. Wäre das nicht eine Diskriminierung von Cannabiskonsumenten, müsste man jetzt fragen: welches Kraut hat der denn..., aber lassen wir das. 

Na, wer von euch hat denn auch schon wieder so richtig Bock auf Weihnachten?

 

Okay, okay, wahrscheinlich eher die Minderheit, schließlich ist erstens noch fast Sommer und zweitens ist das familiäre Fressfest auch immer ganz schön anstrengend, zumindest, wenn man seine Familie anstrengend findet. Und trifft das nicht auf uns alle irgendwie zu?

 

Aber Weihnachten hat natürlich auch seine guten Seiten, die Ferien zum Beispiel oder den obligatorischen Adventskalender. Jeden Morgen erst mal ein kleines Geschenk, das macht Laune und erleichtert das frühe Aufstehen bzw. überhaupt irgendwann mal aufzustehen. Vor allem, wenn der Kalender so randvoll steckt mit den verschiedensten Hanf-Produkten, wie die neuen Adventskalender des Hanf Magazins. Ja, ihr habt richtig gelesen, in diesem Jahr wird es gleich mehrere Kalender geben, da wird bestimmt jeder Typ Cannabisfreund fündig. Egal ob Stoner, Grower oder Hanf- und CBD-Enthusiast, hier ist für alle etwas dabei.

 

Den klassischen Hanf-Kalender, der mit der letztjährigen Ausgabe vergleichbar ist und der von Lebensmitteln bis Kosmetika alles mögliche enthält, wo Hanf oder CBD draufsteht, gibt es übrigens in diesem Jahr in gleich zwei Ausführungen: die große, aufklappbare Gold-Version enthält nach Angaben des Herstellers Produkte im Warenwert von stolzen 700 Euro, die Silber-Variante immer noch für lohnenswerte 230 Euro. Versprochen werden Waren von namhaften Herstellern wie Marry Jane CBD, Vaay, Hans Brainfood, Hempamed und vielen weiteren.

 

Neu sind in diesem Jahr auch die Kalender für Stoner und Grower, die, wie die Bezeichnungen schon charmant unsubtil andeuten, vollgestopft sind mit Head- und Growshop-Artikeln, von Herstellern wie Black Leaf, Lumatek, Piecemaker, Bio Nova und Dipse. Gekrönt wird das Ganze mit einem einzigartigen Verpackungsdesign von Illustrator und Karikaturist Steve Stoned.

 

 Oben der Grower-Kalender, unten der für Stoner

 

Jeder der vier Kalender wird limitiert sein, schnell zuschlagen lohnt sich also. Mit dem Kauf eines Kalenders erhält man außerdem die Möglichkeit, an der großen Silvester-Tombola des Hanf Magazins teilzunehmen, die mit Preisen im Gesamtwert von 30.000 Euro aufwarten kann. Zu den Kalendern wird des Weiteren eine App gehören, mit deren Hilfe man sich über die Verwendungsmöglichkeiten der einzelnen Produkte informieren kann, was natürlich besonders dann Sinn macht, wenn man vor hat, das gute Stück an Freunde oder Verwandte zu verschenken, die bisher nur wenige Berührungspunkte mit dem Thema hatten.

 

Derartig ausgerüstet kann man sich dann im Dezember ganz entspannt zurücklehnen und selbst wenn Großtante Renate wieder einmal etwas zu tief ins Eierlikör-Glas geschaut hat und ihre beste Tom-Jones-Interpretation auspackt, dann gönnt man sich einfach ein paar beruhigende CBD-Tropfen aus dem Hanf-Kalender. Und vielleicht, aber nur vielleicht, schunkelt man ja insgeheim doch ein bisschen mit...

Im Jahr 2016 sah eine Gruppe von Cannabis-Enthusiasten aus Humboldt, Kalifornien, eine einzigartige Gelegenheit, auf dem Markt, der hauptsächlich von Blüten, Vapes und Edibles dominiert wird, ein neuartiges Produkt einzuführen. Die Idee, inspiriert von den in nordischen Ländern weit verbreiteten Snus-Tabakbeuteln, war einfach, aber zu dieser Zeit überraschenderweise noch nicht existent. Die Gründer erkannten das Potenzial und begannen schnell mit der Entwicklung des ersten rauchfreien CBD-Beutels (Pouch), das THC-, tabak- und nikotinfrei ist – heute bekannt als Cannadips.

 

Was sind CBD-Pouches von Cannadips?

Cannadips CBD-Pouches sind kleine Faserbeutel, die zwischen der oberen Innenlippe und dem Zahnfleisch eingeklemmt werden, wobei die durchlässige Oberfläche die Freisetzung des Inhalts ermöglicht. Die Inhaltsstoffe im Inneren bestehen aus Breitspektrum-CBD, gepaart mit sorgfältig entwickelten Aromastoffen, die rein natürlich, gentechnikfrei, vegan und frei von Pestiziden sind. Die empfohlene Anwendungsdauer beträgt mindestens 30 bis 45 Minuten, um die Freisetzung des gesamten CBD zu ermöglichen, während die Aromen sogar bis zu zwei Stunden anhalten können. Die CBD-Pouches von Cannadips sind derzeit in den Sorten Natural Mint, Tangy Citrus und American Spice erhältlich – jeder dieser Pouches bietet ein geschmackliches Profil getreu seinem Namen, um den vollen Genuss sicherzustellen.

 

Warum Pouches?

Die in Cannabis enthaltenen Cannabinoide sind fettlöslich, was bedeutet, dass die Verbindungen entweder verbrannt oder in eine einnehmbare Form gebracht werden müssen, damit sie vom Konsumenten auch tatsächlich aufgenommen werden können. Methoden wie Rauchen und auch Vapen sind jedoch im Allgemeinen mit schädlichen Auswirkungen konnotiert und eine solche Einnahme erfordert eine längere Verarbeitung durch den Körper, wodurch gegenüber einem oralen Konsum Wirksamkeit verloren gehen kann.

Um also Abhilfe zu schaffen, arbeitete Cannadips eng mit ausgewählten Chemikern zusammen, die eine Methode entwickelten, um die Cannabinoide in den Pouches wasserdispergierbar zu machen. Mit anderen Worten, der CBD-Gehalt in Cannadips ist in Flüssigkeit bzw. in diesem Fall in Speichel löslich. Dieses wasserlösliche Format steigert die Bioverfügbarkeit des CBD und die Wirksamkeit der Absorption noch weiter. Tatsächlich ist die Bioverfügbarkeit von Cannadips CBD laut Cannadips etwa drei- bis viermal so hoch wie die von traditionellen CBD-Ölen oder -Tinkturen. Ein Beutel mit 10 Milligramm wasserdispergierbarem (oder wasserlöslichem) CBD, das im Mund absorbiert wird, ist demzufolge wirksamer als eine gleiche Menge CBD auf Ölbasis, die über den Mund eingenommen wird.

 

Die Vorteile des Pouch-Formats

Auch wenn die CBD-Pouches von Cannadips ursprünglich vom Snus-Tabakbeutel inspiriert wurden, wurde lediglich das Konzept des Beutels im Mund vollständig übernommen. Durch den Einsatz eines Beutels (Pouches) definierte Cannadips eine neue Marktnische für diejenigen, die CBD ohne jegliche Form der Inhalation und ohne unnötige Kalorienzufuhr (mit Essbarem) genießen möchten oder vielleicht einfach kein Liebhaber des Geschmacks oder der Einnahmeform von Ölen und Tinkturen sind. Die diskrete Verwendung von Beuteln gibt den Benutzern auch die Freiheit, sie jederzeit und überall zu nutzen, ohne jemanden in der Umgebung dadurch zu stören. Darüber hinaus können die Benutzer ihren CBD-Konsum nach eigenem Ermessen besser steuern, da sie die Dosierung jedes Pouches genau kennen.

 

THC-frei und laborgeprüft – bei voller Transparenz

Cannadips verwendet ein firmeneigenes Verfahren, das die wertvollen Terpen- und Flavonoidverbindungen, die in dem genutzten amerikanischen Hanf enthalten sind, bewahrt, und das enthaltene THC vollständig extrahiert, um ein hochwertiges, breitbandiges und THC-freies Endprodukt zu gewährleisten. Jede CBD-Dose von Cannadips wird mit 15 Beuteln geliefert, wobei jeder Beutel 10 Milligramm CBD enthält.

Für Cannadips ist es äußerst wichtig, die Verbraucher umfassend darüber zu informieren, was sich in jedem Beutel befindet. Daher wird jede Charge von Cannadips-CBD-Produkten ausführlich getestet, um das Cannabinoidprofil und die Potenz der Wirkstoffe zu bestimmen. Die Laborergebnisse sind online unter Cannadips.eu anhand der Chargennummer, die auf der Rückseite jeder Dose zu finden ist, leicht zu finden und jederzeit einsehbar. Jeder Laborbericht enthält auch detaillierte Angaben zu allen Inhaltsstoffen und ihren Herstellern, um den Verbrauchern vollständige Transparenz zu bieten.

 

Ein SpectrumLeaf-Unternehmen in Europa

Cannadips Europe gehört in Europa zu SpectrumLeaf, einem Unternehmen, das sich der Auswahl und Beschaffung hochwertiger CBD-Produkte verschrieben hat und sich ständig den Kundenbedürfnissen anpasst.

Immer wieder gibt es gute Gründe, wegen denen Cannabisenthusiasten enthaltsam sein müssen oder es freiwillig sein möchten. Sei es vielleicht, weil der Dealer gerade einen Lieferengpass hat oder vielleicht auch, weil einem der eigene Konsum zu hoch erscheint. Normalerweise fällt ein Stopp oder eine vorübergehende Unterbrechung des Konsums leicht und es baut sich auch kein nennenswerter Konsumdruck auf. Aber es gibt auch einen kleinen Teil von Cannabiskonsumenten, der nach langen Konsumphasen ohne Cannabis dann plötzlich Probleme bekommt. Unruhe, Schweißausbrüche und andere Symptome erschweren dann vor allem in den Anfangstagen die Abstinenz und lassen viele erneut resigniert zu Marihuana oder Haschisch greifen. Nicht nur Friedbert Weiss, der zurzeit als ordentlicher Professor die Abteilung für Neurowissenschaften an einer Universität in Kalifornien leitet, sondern auch viele Freizeitkonsumenten, haben nun ein Mittel gefunden, das da Abhilfe schaffen kann. Es ist kaum zu glauben, aber es ist ein Bestandteil des Harzes der weiblichen Cannabispflanze – und zwar das in letzter Zeit zu einiger Berühmtheit gekommene Cannabinoid CBD (Cannabidiol). Wie dieses beim Beenden des Cannabiskonsums zu Rauschzwecken helfen kann, soll im Folgenden beleuchtet werden.   

 

Dazu vorab ein paar Informationen zu CBD und THC (Tetrahydrocannabinol). Diese beiden wichtigen Cannabinoide sind in unterschiedlichen Konzentrationen vorwiegend im Harz der weiblichen Cannabispflanze enthalten. Während THC hauptsächlich für den Rausch verantwortlich ist, wird CBD in der Wirkung unterschätzt. Es ist durchaus ein hochwirksames Cannabinoid, das aber alleine eingenommen keine bewusstseinsverändernde Wirkung zeigt. Erst in Kombination mit THC beeinflusst es den Rausch und es wird vermutet, dass ein Cannabisrausch ohne kleine Anteile CBD eher unangenehm ist. Leider sind die Wechselwirkungen nur ungenügend untersucht, sodass noch keine allumfassenden Aussagen getroffen werden können. Bekannt ist aber, dass CBD, wie auch THC, das körpereigene Endocannabinoidsystem beeinflusst – allerdings ohne einen Rausch zu erzeugen. Und das ist jetzt der Clou, der den Entzug von Cannabis erleichtert. Durch die Gabe von CBD wird der Stoffwechsel in unserem Denkorgan so verändert, dass es dem Körper nicht mehr so stark das Fehlen von THC signalisiert, wie es bei manchen Personen der Fall ist. Und damit sind die meisten psychisch begründeten Schwierigkeiten beim Cannabis-Stopp bereits nahezu verschwunden. Sicherlich fragen sich jetzt einige, wie sie ihre Abkehr von THC mit CBD denn in der Praxis gestalten können.

Das ist, wenn der feste Wille vorhanden ist, eigentlich recht einfach: als erste Maßnahme wird dafür gesorgt, dass sich ein gewisser Grundpegel von CBD im Körper einstellt. Dazu empfiehlt sich die Einnahme von Kapseln. Diese wirken zwar erst nach einer Weile, in der Regel nach einer bis zwei Stunden, dafür aber für eine längere Zeit. Sechs bis acht Stunden hält die Wirkung an, also wird morgens und nachmittags je eine Kapsel eingenommen. Die Tagesdosis ist individuell verschieden, liegt bei den meisten Menschen aber bei 25 Milligramm. Wird ein schnellerer Effekt gewünscht, dann können CBD-Öl, CBD-Kristalle oder ein alkoholischer CBD-Extrakt unter die Zunge geträufelt werden. Dort belässt man es für 60 Sekunden und nach etwa 15 Minuten setzt dann die Wirkung ein. Noch rascher wirkt CBD, wenn es inhaliert wird. Vermutlich gesundheitlich besser als das Rauchen ist es, die Blüten in einem entsprechenden Gerät zu erhitzen und den Dampf zu inhalieren. Alternativ kann auch eine elektrische Zigarette mit einem Liquid befüllt werden, das CBD enthält. Mit diesen Verdampfern wird dann plötzlich auftretendes Verlangen in der Regel rasch befriedigt.  

 

Doch mit welchen „Entzugserscheinungen“ muss man als Cannabiskonsument überhaupt rechnen? Normalerweise mit keinen wirklich schlimmen oder gar schmerzhaften Beeinträchtigungen. Im Verhältnis zum Alkohol- oder Opiatentzug sind die Symptome lächerlich und die allermeisten Konsumenten schaffen eine Konsumunterbrechung problemlos und ohne Hilfe.

 

Psychisch begründete Auffälligkeiten können sich in Schlafproblemen, gelegentlichen Alpträumen und manchmal sogar in Angst, Unruhe oder Aggressionen äußern. Dies liegt daran, dass das Gehirn bei regelmäßigem Konsum der betäubenden Wirkung der Droge entgegensteuert, um seine Funktion sicherzustellen. Dazu produzieren die Synapsen zusätzliche Botenstoffe. Fällt der Wirkstoff weg, sind zu viele dieser Stoffe aktiv und das führt zu übersteigerter Hirnaktivität. Der ehemalige Konsument fühlt sich fahrig und ist unruhig. Eine ganz normale Sache, die aber durch weitere Gabe von CBD ausgeglichen werden kann. Treten hingegen Müdigkeit und Depressionen auf, ist die Sachlage eine andere. Manche nehmen ja Cannabis, um ihre chronische Niedergeschlagenheit selbst zu behandeln. Und diese kehrt nach dem Absetzen der Droge natürlich zurück. Dauert dieser Zustand längere Zeit an, sollte vielleicht ein fachkundiger Arzt aufgesucht werden. Cannabis macht kaum physisch abhängig, doch in Ansätzen ist dies gelegentlich zu beobachten. Beispielsweise können sich Schwitzen und verminderter Appetit einstellen. Die Symptome verdienen jedoch keine sonderliche Beachtung, sie vergehen meist binnen weniger Tage.  

 

CBD kann übrigens kaum überdosiert werden, eine Dosis von bis zu 1.500 Milligramm täglich gilt als gesundheitlich absolut unbedenklich. Das ist rund das 60-fache von dem, was für die meisten Menschen als tägliche Dosis ausreicht. Theoretisch gibt es natürlich auch eine Überdosis, wie bei jedem anderen Stoff auch, aber in der Realität stirbt kein Mensch an einer Überdosis CBD. Auch die Nebenwirkungen sind zu vernachlässigen. Außerdem haben frisch gebackene Ex-Kiffer ja auch beim herkömmlichen Cannabisgenuss bereits beachtliche Mengen CBD konsumiert. Je Joint werden etwa zwischen zwei und zwanzig Milligramm aufgenommen, je nach Sorte sogar noch mehr. Alles in allem ist die Einnahme von CBD ungefährlich, gesund und hilft bei der THC-Entwöhnung.

Im Warschauer Zoo wagt man sich derzeit an einen ungewöhnlichen Therapieversuch. Patientin ist eine junge afrikanische Elefantenkuh, die nach dem Tod einer Artgenossin unter starkem Stress steht. Die einzelnen Mitglieder von Elefantenherden bauen enge Bindungen zueinander auf, dementsprechend hart trifft sie der Verlust eines langjährigen Mitstreiters. Gemäß der Redewendung, dass Elefanten „niemals vergessen“ führen solche Trennungen häufig zu langen Trauerphasen, die für die Betroffenen nicht leicht zu verkraften sind. Im Kontrast zu ihrer mächtigen Erscheinung kann es unter Umständen Jahre dauern, bis die sensiblen und intelligenten Dickhäuter mit dem guten Gedächtnis über derartige (Schicksals-)Schläge hinweg kommen.

 

Die für den Zoo zuständige Tierärztin hat sich nun dazu entschieden, Fredzia, so der Name des leidenden Tieres, für die nächsten ein bis zwei Jahre zweimal täglich CBD-Öl zu verabreichen. Anhand von Kotproben soll dabei stetig überprüft werden, wie sich Fredzias Cortisol-Spiegel, ein Indikator für Stress, entwickelt. Sollte er absinken, würde man dies als Therapieerfolg werten, der sich auf die Wirkung des CBD zurückzuführen ließe.

 

Speziell für die Wehwechen von Haustieren wie Hunden, Katzen und Pferden gibt es bekanntlich schon länger diverse CBD-Produkte am Markt, die Anwendung bei Elefanten stelle nach Meinung der Tierärztin aber eine weltweite Neuerung dar. Ein wenig stutzig macht aber die Dosis, die man Fredzia verabreicht: gerade einmal zehn Tropfen, zweimal am Tag, werden dem 2-Tonnen schweren Tier laut Presseberichten verabreicht. Das legt den Verdacht einer (medizinsich wirkungslosen) PR-Aktion des Zoos nahe, aber vielleicht will man auch einfach kein Risiko eingehen und sich aufgrund fehlender Erfahrungswerte langsam an die korrekte Dosierung herantasten.

Nach langen vier Monaten Corona-Pause ist es endlich wieder so weit: Deutschlands größtes Cannabismagazin steht endlich wieder in den Zeitungsregalen. Mit einem neuen, noch günstigeren Verkaufspreis von nur 1,90 Euro, einem frischen Layout und neuen Rubriken. Ach ja, und wie ihr anhand der Covervorschau sehen könnt, kriegt unsere Drogenbeauftragte diesmal so richtig ihr Fett weg.

 

Wir freuen uns natürlich riesig über euren Support, aber wenn ihr die 1,90 Euro lieber für Weed sparen möchtet, verstehen wir das natürlich auch. Deswegen haben wir uns dazu entschieden, das E-Paper auch weiterhin kostenlos zur Verfügung zu stellen, ganz so wie wir es bei den letzten beiden HIghway-Ausgaben gehalten haben.

 

Unter diesem Link (und unten auf dieser Seite im Player) gibt es die neue Ausgabe 05/20 in der E-Paper-Version zum lesen und downloaden. Und jetzt viel Spaß bei der Lektüre, ob nun virtuell oder gedruckt!

Was für eine starke Aktion! Wer in der letzten Tagen mit dem Flugzeug über den US-Bundesstaat Kansas gedüst ist, konnte mit ein bisschen Glück eine wunderbare Aussicht genießen. Im Rahmen ihrer großangelegten „Trust the Earth“-Kampagne des weltbekannten US-CBD-Unternehmens Charlotte´s Web, die bereits im Oktober 2019 ins Leben gerufen wurde, wurde ein Feld als „Leinwand“ für ein riesiges Cannabis-Kunstwerk umfunktioniert. Es wurden wahrlich keine Kosten und Mühen gescheut: ein Farmer, geleitet von einem GPS-System, hatte eine ganze Woche lang damit zu tun, die gut 30 Hektar große Fläche entsprechend zu mähen.

 

 

Die fertige „Feldkunst“ geriet so groß und beeindruckend, dass eine adäquate Abbildung nur aus dem Flugzeug heraus möglich ist. Jared Stanley, Co-Gründer von „Charlottes Web“ hebt besonders die „Partnerschaft von Erdboden und Mensch“ hervor, die durch das Kunstwerk transportiert wird. Deanie Elsner, CEO, fügt hinzu: „Dieses Feld zelebriert jeden einzelnen Menschen auf diesem Planeten, dessen Lebensqualität durch CBD-Produkte verbessert wurde.“

Es sind Aktionen wie diese, die in dieser Größenordnung zur Zeit so wohl nur in den Vereinigten Staaten möglich sind. Kritische Cannabisfreunde aus dem deutschsprachigen Raum mögen solche Bemühungen vielleicht als „Marketing-Firlefanz“ abtun, doch letztendlich sind es häufig doch genau solche öffentlichkeitswirksamen, bildstarken Aktionen, die ohne viele Worte auskommen und die Kraft haben, den Mainstream zu erreichen und für bestimmte Themen sensibilisieren.

 

Ein kleiner Wermutstropfen bleibt: bei dem gemähten Feld handelte es sich übrigens nicht um eine Hanf-Kultur, sondern um handelsüblichen Weizen.

 

Ganz nach US-Vorbild hatte die neue CBD-Firma Vaay, die momentan bundesweit mit reichweitenstarken Werbeaktionen auf sich aufmerksam macht, eine PR-Kooperation mit einem trendigen Burger-Franchise in Planung. Einen CBD-Burger sollte es für die hungrigen Gäste in den Hamburger und Kölner „Ottos -Burger“-Filialen geben. Lecker, sättigend und mit der Extradosis Entspannung – so oder so ähnlich hatte man sich das wohl gedacht.

 

Also, im Grunde gab es nur einen ganz normalen Burger wie sonst auch, nur sollte nun eben noch ein Spritzer CBD-Öl draufgesprüht werden. Als erfahrener Cannabisfreund kann man von derlei Eskapaden natürlich halten, was man will – für den Autor dieser Zeilen gehen CBD und Burger jedenfalls nicht so richtig gut zusammen. Nicht, dass es nicht vielleicht schmecken würde, aber das beim CBD immer mehr oder weniger mitschwingende Gesundheitsversprechen beißt sich auch ein wenig mit dem fettigen Hackfleisch-Bun. Zwei Produkte aus komplett unterschiedlichen Themenwelten – auf Teufel komm raus in ein enges Marketing-Konzept gepresst. Aber gut, im Grunde kann es im Sinn aller Legalisierungsbefürworter nicht genug öffentlichkeitswirksame Cannabis-Aktionen geben – und, natürlich, die Presse sprang auf den Zug auf und machte mit kleinen Artikeln ordentlich Werbung für den ungewöhnlichen Neuzugang auf „Ottos“ Speisekarte.

 

Nun machen jedoch die Behörden den Beteiligten einen Strich durch die Rechnung – im Einklang mit der neuen Richtlinie bezüglich CBD-Lebensmitteln erklärte man die aufmerksamkeitsstarke Aktion quasi in letzter Minute für rechtswidrig. Eigentlich müsste dem Team hinter Vaay im Planungsprozess das schlechte Timing aufgefallen sein: erst einige Wochen ist es her, dass Behördenschreiben davon kündeten, jetzt mit der sogenannten Novel-Food-Verordnung ernst zu machen und den Verkauf von CBD-Lebensmitteln zu untersagen – da kommt der CBD-Burger einfach zu einer ganz schlechten Zeit. Aber wer weiß, vielleicht haben die Marketing-Gurus aber auch genau damit gerechnet und die doppelten Artikel in den Zeitungen (einmal Ankündigung, einmal Absage) einfach mal mitgenommen.

 

Wie auch immer, nun bleibt den enttäuschten Gästen wohl nix anderes übrig, als sich selbst auf vollkommen legalem Weg im Laden ein Fläschchen CBD-Öl zu besorgen und es in Eigenregie auf den Burger zu träufeln...

 

Als CBD-Händler hat man es in Deutschland nicht leicht, so viel dürfte sich mittlerweile bis in die letzte Reihe der Cannabis-Entrepreneure herumgesprochen haben: Razzien, Beschlagnahmungen und Drangsalierungen gehören leider fast schon zur Tagesordnung. Viel war von Händlerseite schon zu hören über die unnötig raue Gangart von Polizei und Staatsanwaltschaft, von konfiszierten Chargen, die weit über das Haltbarkeitsdatum hinaus einbehalten und damit quasi wertlos wurden, von einem überaus martialischen Auftritt der eingesetzten Sondereinsatzkommandos.

 

Man muss sich selbst nicht einmal als Cannabisfreund geschweige denn als Legalisierungsaktivist bezeichnen, um zu merken, dass hier etwas gehörig falsch läuft. Wenn ein solcher Aufwand betrieben wird, um den Handel mit einem Stoff zu unterbinden, der nachgewiesenermaßen vollkommen unberauschend wirkt und dem von der Weltgesundheitsorganisation WHO die völlige gesundheitliche Unbedenklichkeit bescheinigt wird, dann entsteht eine Kluft zwischen staatlicher Agenda und der Lebenswirklichkeit vieler Menschen, die viele verdrossen und misstrauisch zurücklässt.

 

Nun könnte man entgegnen, dass man als CBD-Händler von Anfang an über die unklare gesetzliche Regelung und das daraus resultierende Risiko Bescheid wusste; dass man durch die bewusste Inkaufnahme dessen sich gar als einer der wenigen Player eine einträgliche Postion auf einem jungen, boomenden Markt einnehmen konnte; dass freilich niemand dazu gezwungen wird, CBD-Produkte zu verkaufen. Dabei geht es im Kern aber mal wieder um die grundlegende Frage, in welcher Weise sich der Staat in den Alltag seiner Bürger einmischen sollte.

 

 

CBD-Verbot in Köln?


In das Klima der allgemeinen Unsicherheit stößt nun eine Meldung deren vermeintliche Sprengkraft deutsche CBD-Händler aufhorchen ließ – und die reißerische Überschrift einer gestrigen Meldung des WDR ließ tatsächlich Schlimmstes erahnen: „Hanf im Visier: Köln verbietet CBD-Produkte“, so hieß es. Verbietet nun etwa jede deutsche Stadt CBD auf eigene Faust? Wieso ist so ein Alleingang überhaupt möglich?

 

Nun, die Antwort ist überraschend einfach: es gibt keinen Alleingang der Stadt Köln und auch werden nicht alle CBD-Produkte verboten. Offenbar entspricht die Meldung des WDR nicht ganz den Tatsachen. Dafür spricht auch, dass kein einziges anderes Medium diese Nachricht seit gestern aufgegriffen hat. Ebenfalls für unsaubere Arbeit spricht, dass das Bild, mit dem der WDR seine Nachricht geschmückt hat, anscheinend ohne zu fragen von der Website der Kölner Hanfbar entnommen wurde, ohne sich um die Bildrechte zu scheren, wie die Hanfbar unter einem DHV-Post von heute öffentlich machte.

 

Im städtischen Amtsblatt Kölns wurde die vom WDR gemeinte Maßnahme, die ab dem 18. Juni in Kraft tritt, öffentlich angekündigt: und zwar die (Neu-)einstufung von CBD-Produkten als sogenanntes „Novel Food“ und der (damit einhergehende) Mangel an Lebensmittelzulassungen seitens der Händler. An diese Stelle soll nicht vertieft werden, inwieweit die neue Kategorisierung für CBD-Produkte gerechtfertigt oder bürokratischer Blödsinn ist. Die EIHA (European Industrial Hemp Association) stellte nach mehrfacher Konsultation mit dem Bundesamt für Lebenmittelsicherheit (BVL) jedenfalls fest, dass die Einordnung nur für CBD-Isolate oder Anreicherungen gelten könne, nicht aber für Vollspektrum-Produkte.

 

Vor allem aber, und das bestätigte das Kölner Presseamt heute Mittag telefonisch gegenüber Highway, habe die „Novel Food“ nur Auswirkungen auf CBD-Produkte, die auch ausdrücklich als Lebensmittel eingetragen und verkauft werden. „Aromaöle“, „Mundpflegeöle“ etc. seien von der Regelung ausdrücklich nicht betroffen. Auch die Verkehrsfähigkeit von CBD-Blüten sollte somit eigentlich nicht durch die Novel-Food-Verordnung geregelt werden, wenn diese nicht als Lebensmittel angeboten werden.

 

Ebenfalls war zu erfahren, dass es sich mitnichten um einen alleinigen Vorstoß der Stadt Köln handelt (wie der WDR in seiner Nachricht nahelegt), sondern um ein Vorgehen, das ganz Nordrhein-Westfalen betrifft. Aus Juristen-Kreisen heißt es nichtsdestotrotz, dass ein derartiges Vertriebsverbot per Allgemeinverfügung absolut unüblich und ungewöhnlich sei.

 

Update 17:16: Vor wenigen Minuten hat die Stadt Köln eine Pressemitteilung herausgegeben, die das Obenstehende bestätigt und die Meldung des WDR somit als nicht faktenbasiert zurückweist. Der Wortlaut:

 

Verkaufsverbot von Lebensmitteln mit CBD-Zusätzen: Städtische Allgemeinverfügung setzt bestehende EU-Regelung für Köln um

Die am 17.Juni 2020 im Amtsblatt der Stadt Köln veröffentlichte Allgemeinverfügung untersagt den Verkauf von Lebensmitteln, denen Cannabidiol (CBD), also als Cannabidiol-Isolate oder mit Cannabidiol angereicherte Hanf-Extrakte, zugesetzt wurden.

 

Zum Hintergrund: CBD und CBD-Extrakte werden gemäß Novel-Food-Katalog der Europäischen Union als neuartig eingestuft. Nachzulesen im Internet mit dem Eintrag „Cannabinoids“ auf der Seite https://ec.europa.eu/food/safety/novel_food/catalogue/search/public/index.cfm. Neuartige Lebensmittel dürfen gemäß einer EU-Verordnung (Nummer 2015/2283) in der Europäischen Union jedoch nur in den Verkehr gebracht werden, wenn sie eine Zulassung besitzen.

 

Da für CBD keine Zulassung vorliegt, dürfen solche Extrakte nicht als Lebensmittel in den Verkehr gebracht werden. Das gilt auch, wenn diese Extrakte Lebensmitteln zugesetzt werden. Die städtische Allgemeinverfügung setzt damit die ohnehin in der Europäischen Union geltenden Regelungen um, die sich aus der erwähnten EU-Verordnung über neuartige Lebensmittel ergeben.

 

Nicht erlaubt sind damit so genannte CBD-Öle (also Öle, denen CBD-reiche Hanf-Extrakte zugesetzt werden), sofern sie als Lebensmittel (und dazu zählen auch Nahrungsergänzungsmittel) in den Verkehr gebracht werden.

 

Weiterhin erlaubt bleiben beispielsweise Hanfsamenöl, Hanfsamenmehl oder Hanfsamenprotein, die aus Nutzhanfpflanzen gewonnen werden. Produkte, die keine Lebensmittel sind, sind von der Allgemeinverfügung ebenfalls nicht betroffen, beispielsweise Produkte, die von Tier-Heilpraktikern eingesetzt werden.

 

Zusätzlich zur Bekanntmachung im Amtsblatt der Stadt Köln erfolgt durch die Stadt eine aktive Information der Betriebe, die nach Kenntnis der städtischen Lebensmittelüberwachung mit solchen Produkten handeln.

Junge, Junge, eine doch recht beeindruckende, vermeintlich illegale Cannabis-Anlage hat die Polizei im Kanton Thurgau in der Schweiz entdeckt.

 

Der mutmaßliche Betreiber der knapp 4.000 Pflanzen starken Indoor-Pflanzung erwies sich jedoch nicht als Eidgenosse, sondern als Niederländer, der wohl bereits seit Mitte Februar unter polizeilicher Beobachtung stand. Fündig wurden die Beamten auf dem verlassenen Gelände einer stillgelegten Liegenschaft in Rothenhausen.

 

Der 42-Jährige Holländer gab zu seiner Verteidigung an, dass es sich bei den Cannabispflanzen um eine legale, THC-arme CBD-Sorte handele. In der Schweiz sind Cannabisprodukte, die einen THC-Gehalt bis zu einem Prozent aufweisen, legal.

 

Zwar fand man tatsächlich auch geernteten und verarbeiteten CBD-Hanf, die Tests bezüglich der Inhaltsstoffe der Pflanzen selbst und der noch zusätzlich gefundenen 12 Kilo abgepackten Marihuanas sprechen nach Polizeiangaben aber eine andere Sprache. Allerdings kommt es auch immer mal wieder vor, dass der Wirkstoffgehalt je nach verwendeter Testmethode signifikant abweichen kann. Nichtsdestotrotz muss sich der Pechvogel nun auch auf eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz einstellen.