Cannabis-Edibles liegen, zumindest dort, wo sie legal sind, schwer im Trend: Gummibärchen, Cookies, Hundeleckerli, Kuchen, ja sogar mit THC oder CBD versetztes Wasser – die (insbesondere US-amerikanische Cannabisbranche) gibt sich alle Mühe, jedwede Geschmäcker und Erscheinungsformen zu befriedigen und zu bedienen.

 

Gerade medizinische Konsumenten legen natürlich häufig großen Wert darauf, ihre Medizin in möglichst gesundheitsschonender Wirkung einzunehmen – und da sind Edibles natürlich eine gute Wahl. Doch leider haben die ess- beziehungsweise trinkbaren Cannabisleckereien auch einen gewaltigen Haken. Jeder, der schon mal vom Space-Brownie genascht hat, wird das Problem kennen: Edibles wirken oft sehr stark und die richtige Dosierung ist daher schwierig. Verschreibt der Arzt eine tägliche Dosis von beispielsweise 7,5 mg THC täglich, ist es für den Patienten, der darauf besteht, sein Cannabis oral zu sich zu nehmen, nicht so einfach, diese Vorgabe auch einzuhalten.

 

Hier kommt nun Potent Rope ins Spiel, ein lebensmitteltaugliches Cannabis-Filament, mit dem derartige Problematiken endgültig der Vergangenheit angehören könnten. Besagtes Filament (also das Material, aus dem der Drucker das Objekt erstellt) besteht aus getrocknetem Cannabisöl, lebensmitteltauglichem, wasserlöslichem Kunststoff und Freisetzungsmitteln, die für eine rasche Aufnahme im Körper sorgen. Abgesehen davon, dass eine genaue Dosierung nun keine Hürde mehr darstellt, lässt sich das Filment auch in den verschiedensten Formen ausdrucken. Kranken Kindern zum Beispiel kann mit einer Tablette in, sagen wir, Katzengestalt, die Einnahme erleichtert werden.

 

Potent Rope durchläuft in diversen US-Bundesstaaten derzeit den Lizensierungsprozess und werkelt schon, so wird verlautbart, bereits an weiteren Innovationen im Bereich der Edibles.

 

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Die TV-Show Die Höhle der Löwen, in der Start-ups finanzstarke Investoren vor laufender Kamera von ihrer Idee überzeugen müssen, erfreut sich in Deutschland großer Beliebtheit. Auch in Österreich läuft inzwischen ein Ableger des Formats unter dem Namen 2 Minuten 2 Millionen: Hier stand vergangenen Dienstag Roland Birner, seines Zeichens Geschäftsführer des Österreichischen Growshops und Stecklingshändlers Plants4friends, für besagte zwei Minuten im Mittelpunkt des Geschehens und stellte sein Unternehmenskonzept vor.

 

Mit einem professionellen Auftritt verschaffte Birner, der nach eigenen Angaben schon Wochen vor seinem Auftritt aus Lampenfieber nicht mehr richtig durchschlafen konnte, seiner Firma eine gehörige Portion Öffentlichkeit. „Seit dem Tag der Ausstrahlung stehen unsere Telefone nicht mehr still“, so der gelernte Ingenieur gegenüber dem Highway-Magazin.

 

Zwar gingen Birner und Plants4friends letztendlich ohne Investment nach Hause, doch die Investoren lobten den versierten Auftritt, zeigten sich durchweg interessiert an der Thematik und ließen sich sogar zu einem Statement pro Legalisierung hinreißen. Doch wer weiß, vielleicht war ein Investment auch gar nicht Birners eigentliches Ziel. Allein die geballte Aufmerksamkeit eines Millionenpublikums konnte schließlich schon einige junge Unternehmen beflügeln.

 

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Dass man aus Hanfpflanzen allerlei Nützliches herstellen kann, dürfte für Cannabis-Liebhaber nichts neues sein. Von Tauwerk über Kleidung bis hin zu Kosmetikprodukten, die Verarbeitungsmöglichkeiten der Cannabispflanze sind vielfältig und in vielen Fällen ökologisch nachhaltiger als die Nutzung handelsüblicher Industrierohstoffe.

 

Das findet auch Bruce Michael Dietzen aus Florida, ehemaliger Verkaufsmanager beim IT-Konzern Dell: „Cannabis/Hanf wird von der US-Regierung immer noch als gefährliche Droge angesehen – auf einem Level mit Kokain und Heroin. Das ist Wahnsinn!“ Dietzen weiß um die Vorteile der Verarbeitung von Hanf, denn er ist Ingenieur des schnittigen Hanf-Flitzers, der zurzeit in den USA für Gesprächsstoff sorgt. Inspiriert vom weltweit ersten „Hemp Car“, das bereits 1941 von Automobil-Pionier Henry Ford erbaut wurde, verarbeitete Dietzen gewobene Hanffasern aus China, die die Karosserie einerseits besonders leicht, aber gleichzeitig auch sehr widerstandsfähig und robust machen.

 

Hemp Car von Henry Ford

 

Der Tüftler investierte bis jetzt bereits 200.000 Dollar in die Entwicklung des schicken, mit Biokraftstoff betriebenen Sportwagens und sein Engagement und sein handwerkliches Know-how scheinen sich auszuzahlen: Zur Zeit arbeitet er an einer Doku-Serie namens „Hempsters Cannabis Car Tour“, die unter anderem bereits das Interesse von Netflix, iTunes und Amazon wecken konnte.

Der Football-Verein und Super-Bowl-Sieger Denver Broncos muss sich in Kürze womöglich nach einem neuen Namenspaten für sein Stadion umsehen. Der bisherige Sponsor Sports Authority meldete kürzlich Konkurs an und kann daher unter Umständen nicht mehr den finanziellen Verpflichtungen nachkommen, die vertraglich eigentlich noch bis 2021 festgehalten wurden. Vonseiten der Denver Broncos betonte man zwar, Sports Authority gerne weiterhin als Partner behalten zu wollen, allerdings sieht dies bei ausbleibenden Zahlungen garantiert anders aus.

 

Daher brachte sich nun die Marihuana-Dispensary-Kette Native Roots ins Gespräch, die am 1. April verkündete, sich nun aktiv zu bemühen, die Namensrechte am Broncos-Stadion zu erwerben. Zugleich wurde betont, dass es sich nicht um einen Aprilscherz handele und das nötige Kleingeld für dieses Unterfangen auch zur Verfügung stehe. Im letzten Jahr expandierte die legale Marihuana-Ausgabestelle mit Sitz in Denver und baute gleich 13 neue Filialen in der Stadt. Die Firma möchte nicht nur gerne ihr ansässiges Football-Team unterstützen, sondern natürlich auch Werbung machen. Dafür bietet sich das Denver-Broncos-Stadion besonders gut an, denn der Name des ursprünglichen Stadions lautete Mile High Stadium (inzwischen Sports Authority Field at Mile High).

 

Das letzte Wort in dieser Angelegenheit wird allerdings der Football-Verband NFL behalten, der sein Veto einlegen kann. Zudem ist auch fraglich, ob die Broncos überhaupt Interesse an einem solchen Namenspaten hätten. Auch unterliegt Marihuana im Bundesstaat Colorado Werbeeinschränkungen, sodass auch hier noch Hindernisse lauern können.

 

Weblink: Pressemitteilung von Native Roots