Enttäuschung unter Legalisierungsbefürwortern aus aller Welt. Schon im Februar 2019 empfahl die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den UN-Staaten eine Neuklassifizierung von Cannabis. Diese, so sah es der Ablauf vor, sollten eigentlich bereits vor genau einem Jahr über den Sachverhalt abstimmen. Das ging den Mitgliedsländern dann aber doch etwas zu schnell und so entschied man sich, die Abstimmung um zwölf Monate auf den März 2020 zu verschieben.

 

Im Rahmen der in Wien tagenden Suchtstoffkommisssion sollte nun endlich das Thema Cannabis auf den Tisch kommen. Aber Pustekuchen! Statt einer Neubewertung gab es eine Neuverschiebung und zwar auf den Dezember dieses Jahres. Das bedeutet cannabispolitisch weitere Monate Stillstand. Zugegeben, das Dokument, anhand dessen sich die Abstimmungsteilnehmer über die Sachlage informiern sollen, umfasst stolze 90 Seiten, das ist innerhalb eines Jahres ja auch kaum zu schaffen!

 

Besonders die USA zeigten sich verstimmt über die erneute Verschiebung und drängen auf eine zügige Entscheidung ohne weitere Verzögerungen. Wir bedauern, dass der CND diese Woche nicht in der Lage war, Maßnahmen bezüglich der Cannabisempfehlungen der WHO zu ergreifen, da die Mitgliedstaaten seit Februar 2019 bereits hart daran gearbeitet haben, einen eingehenden Konsultationsprozess in den Bereichen Recht, Verwaltung, Soziales und ökonomische Auswirkungen der Empfehlungen einzuleiten“, so der stellvertretende Hauptsekretär des Büros für internationale Drogen- und Strafverfolgungsangelegenheiten James A. Walsh.

 

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Das Bundesgericht hat ein wegweisendes Urteil für alle CBD-Cannabiskonsumenten und –händler in der Schweiz gefällt: ab sofort dürfen THC-arme Blüten nicht mehr mit der Tabaksteuer belegt werden. Gegen die Steuer von 25 Prozent auf den Endverkaufspreis  hatten drei Schweizer Firmen (Swiss Cannabis, Canway Schweiz und Artemis) Klage eingereicht.

 

Das Gericht stellte fest, dass es sich bei Hanfblüten nicht um Tabakersatzprodukte handele, ein Konsum anstelle von Tabak sei seitens der Konsumenten nicht zu erwarten. Zudem grenze auch der medizinische Einsatz die Blüten von Tabakprodukten ab, die keinesfalls zur Gesundheitsförderung konsumiert werden können. Aus diesen Gründen halten die Richter die Neuerschaffung einer speziellen Steuer für Hanfblüten und der damit einhergehenden gesetzlichen Legitimierung für notwendig.

 

Das Bundesgericht korrigiert mit dem Urteil die Entscheidungen zweier untergeordneter Instanzen: noch 2017 und 2019 hatten die Oberlandesdirektion bzw. das Bundesverwaltungsgericht die Tabaksteuer auf Hanfblüten für angemessen erklärt. Die Kläger begrüßen die Entscheidung und pochen nun auf eine zügige Erneuerung der entsprechenden Cannabis-Gesetzgebung.

 

Riesige Ströme von legal verdientem Cannabisgeld aus Nordamerika sickern auf den verschiedensten Wegen Richtung Europa. Klar, gilt der Kontinent doch als nächste Riesen-Chance für die Cannabisindustrie, in den USA und Kanada ist dagegen schon viel abgegrast. Sei es der Kauf der größten Cannabismesse Spannabis in Barcelona durch die High Times samt dortiger Installierung des weltberühmten Cannabis Cup oder die Übernahme des deutschen Vapo-Herstellers Storz & Bickel aus dem beschaulichen Tuttlingen durch den kanadischen Produzenten Canopy Growth. Der Dollarfluss bahnt sich unermüdlich seinen Weg, die europäischen Cannabisgesetzgebungen als möglichen Staudamm aber immer im Blick.

 

Zur Riege der Investoren gehören auch viele Pop- und Filmstars, die nach Anlagemöglichkeiten abseits von Immobilien und Sportwagen suchen. Wie zum Beispiel Snoop Dogg und Justin Bieber, die, wie nun bekannt wurde, auf das norddeutsche Start-Up Sanity Group setzen. Mit rund 20 Millionen Euro konnten sich die Gründer aus Flensburg und Ellerau bei Hamburg die dickste Finanzspritze sichern, die jemals in Europa für ein Cannabis-Unternehmen angesetzt wurde. Unter dem Markennamen Vaay sollen künftig medizinische und Wellness-Produkte auf CBD-Basis vertrieben werden, sowohl im Online-Shop als auch in Filialen in der Fußgängerzone.

 

Als ungewöhnlich ist die politische Herkunft von Finn Age Hänsel, einem der beiden Gründer zu bezeichnen: wer hätte vor 20 Jahren gedacht, dass Snoop Dogg einmal Millionen in das deutsche Cannabisunternehmen eines ehemaligen Vorsitzenden der Jungen Union (JU), der Nachwuchsorganisation der CDU, investieren würde?

 

Millionen Menschen in Deutschland sehnen die Cannabis-Legalisierung herbei, viele jedoch nur im stillen Kämmerlein. Es gibt jedoch auch einige Vorkämpfer, die sich offensiv und vor allem öffentlich für die Legalisierung einsetzen – teilweise auch in Gruppierungen und Vereinen wie dem Schildower Kreis odeLaw Enforcement Against Prohibition Deutschland (LEAP) organisiert. Besonders bekannt unter deutschen Cannabisfreunden ist natürlich auch der Deutsche Hanfverband (DHV), der auch ursprünglich im Jahr 2002 eher als Wirtschaftsvertretung konzipiert war, aber sich auch entschloss, private Mitglieder aufzunehmen und zu vertreten – und das auch immer intensiver.
 
 
So fuhr der DHV also bislang zweigleisig und versuchte die Interessen von Cannabiskonsumenten und zu Straftätern abgestempelten Menschen, die sich für die harmloseste aller illegalen Drogen interessieren, zusammen mit den Interessen der aufstrebenden deutschen Cannabisindustrie unter einen Hut zu bringen. Der Spagat, Anti-Prohibitionisten und Unternehmer zu vereinen und zu repräsentieren, wurde immer schwieriger und aufwendiger und so will sich der Deutsche Hanfverband nun vorrangig auf die Belange von Konsumenten konzentrieren.
 
 
Ausschließlich für Unternehmen wurde also nun ganz frisch in Berlin der Branchenverband Cannabiswirtschaft e.V. (BvCW) gegründet. Dieser will sich als kommende Stimme der Cannabisbranche in Deutschland positionieren, versteht sich als Interessenvertretung der gesamten Cannabiswirtschaft in Deutschland und wird als Ansprechpartner für Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien fungieren.
 
 
Die Gründung des Bundesverbands Cannabiswirtschaft ist ein längst überfälliger Schritt, mit dem beide Interessensgruppen ihr Profil schärfen. Der neue Verband wird die Vertretung der Branche übernehmen, während sich der Hanfverband vor allem als Bürgerrechtsbewegung versteht“, so DHV-Chef Georg Wurth.
 
 
Vertreten im Bundesverband Cannabiswirtschaft sind alle Bereiche der aufstrebenden Branche: Medizinalcannabis, Nutzhanf, CBD, Import, Dienstleistungen, Handel und Technik. 14 Unternehmen aus der Cannabiswirtschaft nahmen an der Gründungsversammlung teil und initiierten den Verein, beitreten kann jedes Cannabisunternehmen.
 
 
Die Jahresbeiträge (wie auch Anzahl der Vertreter in der Mitgliederversammlung) sind nach Anzahl der Mitarbeiter gestaffelt und beginnen bei jährlich 2.000 Euro für bis zu fünf Mitarbeiter und enden bei 20.000 Euro per annum für Unternehmen mit mehr als Hundert Mitarbeitern.
 
 
Als Präsident des BvCW wurde Stefan Meyer von der Neo-Livia GmbH gewählt. Für den Bereich Medizinalcannabis wurde Armin Prasch von der Fidelio Healthcare GmbH & Co. KG zum Vizepräsidenten ernannt, für den Bereich Nutzhanf Marijn Roersch van der Hoogte von der Hanffaser Uckermark eG. Als Geschäftsführer wurde der zuletzt beim Deutschen Hanfverband tätige Jürgen Neumeyer bestimmt.
 
 
Als weitere Präsidiumsmitglieder wurden gewählt: Lisa Haag (MJ Universe GmbH), Michael Greif (Drapalin Pharmaceuticals GmbH), Sven Kallies (Thankyoujane GmbH), Benjamin Patock (Bovida Inc.), Philipp Weber (Cannamigo GmbH), Joscha Krauß (MH medical hemp GmbH), Maximilian Moosbrugger (Cannamigo GmbH) und Ulrich Thibaut (TherCanni GmbH)
 
 
Der Präsident des BvCW, Stefan Meyer, erklärte zur Gründung: „Eine Interessenvertretung für die Cannabiswirtschaft in Deutschland war überfällig. Der BvCW will die starke Stimme für alle in Deutschland bereits aktiven Unternehmen im Bereich Cannabis werden. Viele regulatorische Fragen müssen besprochen und vernünftig gestaltet werden. Im internationalen Vergleich muss Deutschland im Bereich Forschung, Gesetzgebung und in marktkonformen Regularien aufholen. Wir werden als Cannabiswirtschaft dabei helfen!“
 
 
Für den Bereich Medizinalhanf erklärt der Vizepräsident des BvCW, Dr. Amin Prasch: „Das 2017 beschlossene ,Cannabis als Medizin‘-Gesetz eröffnet gute Voraussetzungen für medizinisch angewendetes Cannabis in Deutschland. Hierzu erscheint es erforderlich, dass sowohl geltende Regulierungen und Qualitätsstandards eingehalten werden als auch, dass diese, beispielsweise durch Standardisierung und Zertifizierung, durchaus neu definiert und angepasst werden können. Dies mit dem Ziel, einerseits die Produktsicherheit zu erhöhen und sicherzustellen und andererseits, derzeit noch bestehende Vorurteile und Bedenken bei allen Beteiligten zu korrigieren und abzubauen.“
 
 
Für den Bereich Nutzhanf erklärt der Vizepräsident des BvCW, Marijn Roersch van der Hoogte: „Hanf wird als nachwachsender Rohstoff und als Lebensmittel in Deutschland und Europa eine wichtige Rolle spielen. Überholte Grenzwerte und offene Fragen in der vielfältigen Anwendung von Cannabis als Rohstoff, als Lebensmittel und als Nahrungsergänzungsmittel werden von uns gegenüber der Politik angesprochen. Wir haben viel Aufklärungsarbeit vor uns und sollten uns auf einen internationalen Wettbewerb sinnvoll vorbereiten.“
 
 
So ist also davon auszugehen, dass wir in Zukunft noch häufig vom BvCW hören werden. Interessierte können sich auf der Website www.cannabiswirtschaft.de informieren oder gleich alle Unterlagen herunterladen, um ihr eigenes Cannabisunternehmen anzumelden.

Wenn der britische Star-Regisseur Guy Ritichie ruft, dann kommen die Stars aus den Löchern bzw. aus ihren Villen gekrochen. Das war nicht immer so, denn den Ruf als der kultigste Tarantino-Verschnitt von der Insel, den Richtie sich mit seinem Debütfilm „Bube, Dame, König, GrAS“ und dem artverwandten Nachfolger „Snatch“ erarbeitet hatte, versenkte er wenig später mit der mediterranen Liebeskomödie „Swept Away“ (nominiert für zahlreiche Razzie Awards als schlechtester Film des Jahres) in den Untiefen des Mittelmeers.

 

Doch spätestens seit seinem Sherlock Holmes-Revival mit Rober Downey Jr. gilt Ritchie in Hollywood als rehabilitiert, was ein Blick auf das Ensemble seiner neuen Gangsterkomödie „The Gentleman“ eindrucksvoll unterstreicht. Die Teilnahme von Darstellern wie Hugh Grant, Charlie Hunnam, Colin Farrell, Henry Golding und nicht zuletzt Matthew McConaughey in der Hauptrolle lassen auf ein stargespicktes Filmvergnügen schließen.

 

Aus Stoner-Perspektive ebenfalls sehr zu begrüßen ist die Tatsache, dass Ritchie thematisch wieder back to the roots geht. Das ist durchaus wörtlich zu nehmen, denn nachdem auch in „Bube, Dame, König, GrAS" das grüne Kraut eine zentrale Rolle spielte stehen auch hier die Geschäfte und Verwicklungen eines Cannabis-Barons (McConaughey) im Mittelpunkt des, vermutlich mal wieder recht wendungsreichen, Plots. Der Trailer, den man unten auf dieser Seite begutachten kann, macht auf jeden Fall schon einmal Lust auf mehr! Als deutscher Kinostart ist übrigens der 27. Februar 2020 anvisiert.

Manchmal kann man echt neidisch werden auf die Amis, zumindest auf die, die in den Legalisierungs-Bundestaaten leben. Einmal mehr schwappt eine kuriose Stellenausschreibung über den großen Teich, die alle deutschsprachigen Cannabisfreunde vor Neid erblassen lassen dürfte.

 

Das Cannabis-Unternehmen mit dem klingenden Namen „American Marijuana“ sucht Leute, deren Passion Cannabis ist und die sich bereiterklären, eine große Bandbreite an Cannabisprodukten aus dem Sortiment zu testen und darüber zu schreiben, zu bloggen, zu filmen. Puh, das klingt ja echt nach einer langweiligen Plackerei! Spaß beiseite, welcher Kiffer wird hier nicht hellhörig, zumal ein Jahresgehalt von bis zu 36.000 US-Dollar im Raum steht? Dafür erhält man einmal im Monat ein fettes Paket mit Cannabisprodukten, die man nach Herzenslust austesten kann. Der „Arbeitsalltag“ besteht dann daraus, die ehrliche Meinung über das jeweilige Testobjekt sowohl in schriftlicher, als auch in Form eines Videoclips zu artikulieren und einzuschicken.

 

Na gut, wenn es weiter nichts ist, wo kann ich mich bewerben? Tja, und da steckt auch leider der Haken, denn es werden wie so oft nur Bewerber mit Wohnsitz in den USA und Kanada akzeptiert. Außerdem fällt beim Blick ins Kleingedruckte auf, dass sich ausgerechnet die Regelung des Gehalts etwas schwammig anhört und sich scheinbar nach der Anzahl der eigenen Social-Media-Follower richtet (speziell hervorgehoben werden die Netzwerke Facebook und Twitter).

 

Wer sich jetzt trotzdem bewerben will oder vielleicht jemanden kennt, der die richtigen Voraussetzungen mitbringt, der sollte noch die, etwas speziellen, Applikationsbedingungen beachten: neben einem regulären Lebenslauf und einem 60-sekündigen Video, das klarmacht, warum man die richtige Person für den Job ist, wird auch noch die Aufzählung von sechs Slang-Begriffen für Marihuana verlangt.

 

Hmm, ok, wie wäre es damit? Ganja, Ott, Mary Jane, Weed, Kraut und Kaya. Also, wann kann ich anfangen? ich zieh auch sofort in die USA...

Branchenkenner prognostizieren Cannabis-Getränken eine große Zukunft. Besonders die Biermischgetränke sind offenbar vielversprechend, einige große internationale Hersteller haben bereits mit entsprechenden Produktentwicklungen für Aufsehen und Gesprächsstoff gesorgt. Nicht umsonst hat sich Constellation Brands, einer der größten Weinbrand-Hersteller der Welt und Eigner zahlreicher Brauereien, bereits ein gutes Stück vom kanadischen Cannabisproduzenten Canopy Growth einverleibt. Das große Geschäft mit dem Rauschmittel der Zukunft will sich natürlich keiner entgehen lassen, denn eines haben Studien aus „legalisierten“ Ländern schon zeigen können: junge Menschen sind ausgesprochen offen für Cannabis, während der Absatz von alkoholischen Produkten in den betroffenen Regionen merklich zurückgeht.



Auch in Deutschland hat sich jetzt die erste große Brauerei an das Thema Cannabis gewagt und im Sommer ein Hanfbier in die Testmärkte gebracht: dasHanfkiss“ aus dem Hause Oettinger soll dort aber so überzeugend gelaufen sein, das schon bald eine bundesweite Einführung anstehen soll. „Hanfprodukte sind in Deutschland noch eine Seltenheit am Point of Sale und damit automatisch aufmerksamkeitsstarke Produkte. Sie wecken die Neugier der Verbraucher, denn der Geschmack von Hanf dürfte vielen Menschen noch weitgehend unbekannt sein", zeigt sich Peter Böck, Betriebsgeschäftsführer von Oettinger, zuversichtlich.



THC enthält eine Dose Hanfkiss natürlich so gut wie gar nicht (höchstens 0,2 Prozent), dafür aber 2,5 Prozent Alkohol und ist in dieser Hinsicht mit einem gewöhnlichen Radler/Alsterwasser zu vergleichen. Dass ausgerechnet die süddeutsche Firma Oettinger, deren Eigenmarke ein Billigbier-Ruch anhaftet, den Vorstoss wagt, mag überraschen. Doch das Unternehmen mit Sitz in Bayern, das fast komplett auf Marketing verzichtet und daher immer etwas unter dem Radar fliegt, zählt schon lange zu den umsatzstärksten Brauereien in ganz Deutschland.

Das gab es noch nie! Ein ganz normales Mainstream-Musikfestival – Outside Lands 2019 – richtete, da in Amerika gelegen, am vergangenen Wochenende ein legales Areal zum Cannabisverkauf an Personen ab 21 Jahren ein, wo über 20 Händler ihrer Arbeit nachgingen.

 

Auch wenn auf Musikfestivals der Nachschub an Gras vermutlich schon immer geregelt war, auch bereits Jahrezehnte vor der Re-Legalisierung, ist es doch das erste Mal, dass das Ganze völlig legal geschah. Und: gefiel das den Besuchern?

 

Und wie das den Besuchern gefiel! Innerhalb der drei Tage, die das Festival dauerte, gingen Cannabisprodukte im Wert von über einer Million Dollar über die Theken. Wow!

 

Und da ist Deutschlands erster Cannabisautomat leider auch schon wieder Geschichte! Zumindest vorerst. Mit ganzen zehn Beamten verteilt auf drei Einsatzfahrzeuge rückte die Polizei am vergangenen Donnerstag an der Jüdemerstraße in Trier an, um den Automaten der Grow- und Headshop-KetteThe Jeffrey“ zu beschlagnahmen und abzutransportieren.

 

Grund waren die im Automaten enthaltenen CBD-Blüten, die laut Staatsanwaltschaft Trier klar zu Konsumzwecken angeboten wurden. Die verschiedenen Standorte der Jeffrey-Läden in Trier, Heidelberg, Kassel und Bonn bekamen dann auch gleich noch Besuch von der Staatsmacht. Auch dort wurden Produkte beschlagnahmt, in denen die Polizei Cannabispflanzenmaterial vermutet. Das Team um „The Jeffrey“ gibt sich auf seinem Instagram-Account kämpferisch und kündigt nichtsdestotrotz weitere Automaten an. Die Hoffnung, wenigstens ihren gelehrten Automaten wieder zurückzubekommen, haben sie allerdings bis auf Weiteres aufgegeben.

 

Die deutsche Polizei geht immer wieder gegen vereinzelte CBD-Anbieter vor, vor allem Lebensmittel, die das nicht berauschende Cannabinoid enthalten, sowie das Blütenmaterial selbst sind den Behörden ein Dorn im Auge. Das bekamen zum Beispiel auch die Betreiber der „Hanfbar“ aus Braunschweig zu spüren, die sich anschließend einen erbitterten medialen Schlagabtausch mit Polizei und Staatsanwaltschaft lieferten.

 

Es bleibt zu hoffen, dass sich die Lage auf lange Sicht wieder beruhigen wird. Die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), CBD zukünftig nicht mehr als Droge zu klassifizieren, könnte sich diesbezüglich wie ein Befreiungsschlag für das globale Cannabusiness auswirken. Bis die UN-Mitglieder allerdings über die Empfehlung der WHO abstimmen werden dürfte allerdings noch mindestens ein Jahr vergehen