William Wrigley Jr II, Urenkel des Wrigley´s-Gründers, hatte sich bereits 2008 aus dem Süßigkeiten-Geschäft verabschiedet, als er den Verkauf des Familienunternehmens an den Mars-Konzern begleitete. Sein erstes Investment im Cannabusiness tätigte der Erbe bereits im September 2017, als er in das Medizinalcannabis-Startup Surterra Wellness aus Kalifornien investierte. „Als ich die enormen Vorteile [der Cannabispflanze] verstand, änderte sich meine Meinung über die Branche. Die Chance, als einer der ersten eine gerade erst entstehende Industrie maßgeblich zu prägen, kommt so schnell nicht wieder“, kommentierte Wrigley seine Entscheidung, sein Investment noch zu forcieren und zukünftig als Aufsichtsratsvorsitzender zu fungieren. Der Unternehmer ist davon überzeugt, dass die Legalisierung in Kanada auch zu einer weiteren Lockerung der Cannabisgesetze in den USA führen werde.

In Colorado, dem ersten US-Bundestaat, der neben der medizinischen Nutzung auch den Genusskonsum legalisiert hat, sind die Preise für ein amerikanisches Pfund (etwa 450 Gramm) Marihuana-Blüten erstmals auf unter 1.000 Dollar gesunken. Und zwar deutlich drunter: zum 1. Juli wird der Großhandelspreis bei 846 Dollar liegen. Zum Vergleich: in den Anfangstagen der freizeitlichen Legalisierung im Januar 2014 lag er noch bei 1.876 Dollar pro Pfund. Steve Ackermann, Dispensary-Besitzer, sieht darin eine Folge von Überproduktion aufgrund einer zu hohen Zahl an Marktteilnehmern und erwartet eine Marktbereinigung durch die fallenden Preise, die nur die am effizientesten wirtschaftenden Unternehmen der Branche überleben werden. Die genaue Preisentwicklung seit der Legalisierung zeigt unterstehende Tabelle. Beeindruckende Notiz am Rande: die Legalisierung hat der Cannabisbranche in Colorado von 2014 bis heute einen Umsatz von insgesamt knapp fünf Milliarden Dollar beschert.

Preisentwicklung von Marihuana-Blüten in Colorado von 2014 bis Juli 2018:

Januar 2014: 1.876 Dollar
Juli 2014: 1.876 Dollar
Januar 2015: 2.007 Dollar
Juli 2015: 1.868 Dollar
Januar 2016: 1.948 Dollar
Juli 2016: 1.816 Dollar
Januar 2017: 1.471 Dollar
Juli 2017: 1.298 Dollar
Januar 2018: 1.265 Dollar
Juli 2018: 846 Dollar

 

Du möchtest mehr Informationen über Cannabis und den Anbau von Cannabis? Wir können dir helfen: An jedem gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk sowie Head- und Growshop kannst du die brandneue Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin für lächerliche 2,60 Euro erwerben:

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Bereits zum dritten Mal wird vom 8. bis zum 10. Juni die deutsche Cannabismesse Mary Jane Berlin abgehalten. Abermals steht dabei ein Umzug zu einer neuen Location an, um die immer weiter wachsende Messe unterbringen zu können. In der Arena Berlin direkt an der Spree werden rund 200 Aussteller den Besuchern ihre Produkte vorstellen. Dabei geht es nicht nur um den Anbau und Konsum von Cannabis, auch Hanf als Lebensmittel, Kosmetikum, Baustoff und Medizin steht im Fokus. Vorträge, Konzerte und Food-Stände runden das Ganze ab.

 

Übrigens: Wir verlosen heute auf unserer Facebook-Seite Eintrittskarten für die Mary Jane Berlin!

 

Mary Jane Berlin

Termin: Freitag, 8. Juni 2018 bis Sonntag, 10. Juni 2018

Öffnungszeiten: Freitag und Samstag 11 bis 20 Uhr, Sonntag 11 bis 18 Uhr

Veranstaltungsort: Arena Berlin, Eichenstraße 4, 12435 Berlin

Preis: Tagesticket 15 Euro im Vorverkauf, 18 Euro regulär; 3-Tagesticket 30 Euro im Vorverkauf, 35 Euro regulär

Website: www.maryjane-berlin.com

Cannabis ist auf dem Vormarsch – auch in Deutschland. Die Nuuvera Deutschland GmbH aus Hamburg, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Aphria, einem der größten Cannabis-Konzerne Kanadas, erwarb nun zum Preis von 1,2 Millionen Euro 25,1 Prozent Anteile an der Berliner Klinik Schöneberg, wie „Cision Canada“ berichtet.

 

Durch den Erwerb soll nicht zuletzt die Strategie, deutsche Ärzte und Patienten besser über medizinisches Cannabis aufzuklären, verfolgt werden. Auch stellt dies den ersten Schritt des Plans dar, Schmerzbehandlungszentren in Deutschland einzurichten.

 

„Mit dieser Partnerschaft legen wir den Grundstein für eine Vorreiterrolle in der medizinischen Versorgung“, sagte Hendrik Knopp, Geschäftsführer von Nuuvera, dem kanadischen Medienunternehmen. „Wir konzentrieren uns darauf, einen patientenzentrierten Zugang zu medizinischem Cannabis in Deutschland zu schaffen und das Bewusstsein und die Aufklärung von Ärzten und Patienten hinsichtlich der therapeutischen Eigenschaften von medizinischem Cannabis zu verbessern.“

 

„Der deutsche Markt bietet mit die attraktivsten Chancen für medizinisches Cannabis überhaupt. Dieser Deal ist ein wichtiger Schritt, um die Präsenz von Nuuvera im Land zu stärken“, sagte Vic Neufeld, Geschäftsführer von Aphria. Bleibt zu hoffen, dass er recht behält und medizinisches Cannabis in Deutschland weiteren Rückhalt erfährt.

Oft liest man von Cannabis-„Plantagen“, wenn tatsächlich Growboxen oder auch mal größere Räume mit einigen Hundert Cannabispflanzen gemeint sind. Mit dem Wort Plantage werden allerdings eigentlich deutlich größere landwirtschaftliche Betriebe bezeichnet. Inzwischen, im Jahr 2018, gibt es jedoch auch tatsächlich Cannabis-Plantagen, die diese Bezeichnung auch verdient haben.

 

Auch wenn dieser Titel in der letzten Zeit öfter mal wechselt, darf sich nun Canopy Growth aus Kanada damit schmücken – gerade rechtzeitig zur Legalisierung, die voraussichtlich am 1. Juli 2018 in Kanada in Kraft treten wird. Wie die „Rheinische Post“ berichtet, bietet die 100.000 Quadratmeter große Anlage in Langley nahe Vancouver Platz für 350.000 Cannabispflanzen. Die Lampen und Wärmestrahler der staatlich geprüften Cannabis-Plantage verbrauchen mehr (von dem aus Wasserkraft gewonnenem) Strom als eine komplette Großstadt.

 

Pro Jahr sollen in Langley mehr als 40 Tonnen geerntet werden – die erste Ladung gerade rechtzeitig zur Legalisierung in drei Monaten.

Seit dem vergangenen Jahr darf Cannabis in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen als Medikament verschrieben werden. Die gesetzlichen Krankenkassen müssen die Kosten dafür übernehmen. Die Patientennachfrage steigt seitdem rapide an.

 

Welche Erfahrungen haben Unternehmen auf dem jungen Cannabis-Markt gemacht? Wie geht es mit der Anbaulizenzen-Vergabe durch die staatliche Cannabisagentur weiter und wie lässt sich das globale wirtschaftliche Potenzial von Marihuana optimal nutzen? Darüber diskutieren Experten aus Wirtschaft, Medizin und Politik vom 11. bis zum 13. April 2018 auf der Internationalen Cannabis Business Konferenz (ICBC) in Berlin.

 

„Deutschland ist mit der Neuregelung von 2017 an die Spitze der weltweiten Bewegung für den medizinischen Gebrauch von Cannabis gerückt“, sagt ICBC-Gründer Alex Rogers. „Nun gilt es, auch einen entsprechenden Markt zu etablieren.“ Die ICBC will zu diesem Zweck die führenden Köpfe der Cannabis-Industrie zum Austausch zusammenbringen.

 

Auf der Konferenz sind unter anderem Georg Wurth, Geschäftsführer des Deutschen Hanfverbands (DHV), der führende amerikanische Cannabis-Berater Nic Easley, der Anwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht Dr. Walter Späth sowie der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin e.V. (ACM), Dr. Franjo Grotenhermen, vertreten. Aus Kanada, Deutschlands Hauptlieferanten von Cannabis, haben sich unter anderem die Beraterin der Stadt Vancouver und Lobbyistin Jamie Shaw, Rechtsanwalt Robert Laurie und Clint Younge von der Cannabis-Apotheke MMJ Canada angekündigt. Rock-Ikone und Aktivist Henry Rollins wird die dreitägige Veranstaltung eröffnen.

 

Die ICBC startete im Jahr 2014 und hat sich – mit ausverkauften Events in den USA und Kanada – mittlerweile als weltweit führende Cannabis-Business-Konferenz etabliert. Nach dem überwältigenden Erfolg im Jahr 2017 (ausverkauft) kommt sie in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal nach Berlin.

 

Die Veranstaltung findet im Maritim proArte Hotel statt. Sie richtet sich nicht an Endverbraucher, sondern an Wirtschaft, Politik und Medizin sowie interessierte Unternehmer. Teilnehmer-Tickets und weitere Informationen gibt es unter www.internationalcbc.com oder der Nummer 001 888 920 6076.

 

Ansprechpartner:

Alex Rogers

Geschäftsführer ICBC (International Cannabis Business Conference)

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Tel.: 001 888 920 6076

Weitere Informationen finden Sie unter www.internationalcbc.com

 

Medienkontakt Deutschland

A. Heinrich

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Tel.: 030 300 144 125

Snoop Dogg hat seinem Namen schon mehr als einmal alle Ehre gemacht und einen richtigen Riecher bewiesen. Auch und gerade im Marihuana-Geschäft – wir berichteten mehrfach. Nun kann er einen weiteren Erfolg verbuchen: seine Risikokapitalfirma Casa Verde Capital hat nun 45 Millionen Dollar gesammelt, die in verschiedene Cannabis-Start-ups investiert werden sollen.

 

Die eine Hälfte der Kohle soll genutzt werden, um einige Start-ups mit jeweils etwa einer Millionen Dollar auszustatten. Die andere Hälfte des Geldes wird dann eingesetzt, um die sich positiv entwicklenden Firmen weiter zu unterstützen.

 

Besonders interessant: es soll ausschließlich in Cannabis-Firmen investiert werden, die nicht direkt in Anbau oder Verkauf von Gras und Co. involviert sind. Unter den Firmen, in die Snoops Firma bereits investiert hat, befindet sich etwa Leaflink, ein B2B-Marktplatz für die Cannabisindustrie, oder Eaze, eine Logistikplattform für Anbieter von medizinischem Marihuana.

Die Schweizer Cannabismesse CannaTrade findet nach etwa anderthalb Jahren wieder in Zürich statt. Bereits 2001 erstmals in Bern veranstaltet, wurde sie seit 2012 im Zweijahresrhythmus nahe Zürich durchgeführt. Dieses Jahr zieht sie jedoch ins Zentrum von Zürich und wird dort in der Halle 622 genannten Location abgehalten – ab sofort wechselt die CannaTrade dann auch wieder in den Jahresrhythmus: im Mai 2019 wird sie in Lausanne stattfinden. Und das kommt nicht von ungefähr – der Schweizer CBD-Hype, der seit Sommer 2016 grassiert, hat unzählige Cannabis-Unternehmen hervorgebracht, von denen sich sicherlich auch einige gerne auf der Messe präsentieren möchten. Doch auch viele internationale Firmen und Betriebe aus dem deutschsprachigen Umfeld haben sich bereits als Aussteller angekündigt, insgesamt sind bereits über 150 Aussteller angemeldet.

 

Am letzten Aprilwochenende lädt die CannaTrade also nach Zürich und öffnet ab Freitag, den 27. April ihre Pforten, um dann drei Tage lang interessierte Besucher und Fachbesucher in allen Facetten über das Thema Cannabis zu informieren. Der Eintritt ist ab einem Alter von 18 Jahren gestattet. Im Zuge der CannaTrade wird auch erstmals seit vielen Jahren wieder der CannaSwissCup abgehalten (wir berichteten), der aufgrund der Gesetzeslage die letzten Jahre nicht mehr stattfand. Nun ist er aber wiederbelebt, auf CBD-Produkte umgestellt und in die CannaTrade eingepflegt: 35 verschiedene CBD-Sorten der Kategorien indoor, outdoor und Gewächshaus werden von einer Jury bewertet und prämiert. Wer auch eine Jury-Box mit allen 35 Sorten bekommen und die Strains bewerten möchte, kann auch ein Kombi-Paket zusammen mit Eintrittskarten für die Messe ergattern. Mehr Informationen dazu und im Allgemeinen findet ihr auf der Website der CannaTrade.

 

Cannatrade

Termin: 27. April 2018 bis 29. April 2018

Öffnungszeiten: Freitag 11-19 Uhr, Samstag 11-20 Uhr, Sonntag 11-18 Uhr

Veranstaltungsort: „Halle 622“ in Zürich, Schweiz

Preis: Tagesticket 15 CHF im Vorverkauf, 19 CHF regulär; 3-Tagesticket 35 CHF im Vorverkauf, 39 CHF regulär (Vorverkauf: www.starticket.ch)

Website: www.cannatrade.ch

Die von Cannabis-Prohibitionisten angekündigten negativen Auswirkungen von Cannabis-Legalisierungen sind bislang nirgendwo eingetreten. Immer mehr Länder und amerikanische Bundesstaaten legalisieren Weed, ohne dass schädliche Folgen irgendwelcher Art eintreten. Nun ja, deutsche Politiker rechts der Mitte wird dies nicht darin hindern, weiterhin ihren erbärmlichen Schwachsinn in die Mikrofone zu quatschen. Aber gut, das deutsche Volk hat seine Stimme abgegeben und will die große Koalition – Glückwunsch noch einmal!

 

Die Amerikaner haben sich – dank des dortigen Wahlsystems: Hillary Clinton bekam etwa drei Millionen mehr Wählerstimmen – ebenfalls für Politik fernab der Realität entschieden und Donald Trump ins Amt gehievt. Dennoch hat dies bislang nichts an der De-facto-Cannabispolitik geändert: in 30 der 50 Bundesstaaten sowie im Regierungssitz Washington, D.C. ist der Gebrauch von Marihuana und Hasch in irgendeiner Form erlaubt.

 

Eine Studie von New Frontier Data, einem Analyse-Unternehmen für die Cannabis-Industrie, untersuchte, welche finanziellen Auswirkungen zu erwarten seien, falls Cannabis auf der Stelle in allen 50 Bundesstaaten der Vereinigten Staaten legal werden würde. Die Ergebnisse sind recht beeindruckend. Unter diesen Umständen wären bis zum Jahr 2025 eine Million Arbeitsplätze sowie Steuereinnahmen in Höhe von 105 Millionen Dollar zu erwarten.

 

Somit bleibt zu hoffen, dass die landesweite Legalisierung wahrscheinlicher ist, als ein diesbezüglicher Rückschritt, der von Trump und Justizminister Sessions angekündigt – aber bis auf Weiteres nicht umgesetzt – wurde.

Und der nächste Promi steigt ins Cannabusiness ein: Ex-Schwergewichts-Weltmeister Mike Tyson möchte auch am legalen Cannabis-Boom partizipieren und sicherte sich in Kalifornien, wo seit gestern die Legalisierung von Marihuana und Haschisch in die Tat umgesetzt wurde, eine Anbaufläche in der Größe von 35 Football-Feldern. Dort soll in Zukunft Marihuana angebaut werden, wie „sport.de“ berichtete. Außerdem soll auf dem Gelände auch eine Art Cannabis-Uni mit Anbau-Kursen ins Leben gerufen werden. Berührungsängste mit dem Thema Betäubungsmittel scheint der Ex-Boxer, der nach wie vor den Rekord als jüngster Schwergewichts-Weltmeister hält, sowieso nicht zu haben: In seiner Autobiografie gesteht Iron Mike, einige Profikämpfe unter dem Einfluss von Kokain und Marihuana bestritten zu haben.