Das neue Heft ist da! Die neue Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin ist ab sofort für schlappe 2,60 Euro an jedem gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk, Head- und Growshop in Deutschland, Österreich und der Schweiz erhältlich.

 

Highway ist ein Lifestyle-Magazin, dessen vorherrschendes Thema Cannabis ist.  Ein junges und professionelles Team von Journalisten und Kommunikations-Designern treibt das Magazin voran. Dieses Magazin bedient keine Vorurteile – es räumt mit ihnen auf!

 

Titelstory SXTN im Interview „Sie denken, dass wir kiffen, weil wir blöde sind. Lass mal Gras über die Sache rauchen. Wir fühlen uns einfach wohl in dieser Höhle drin.“ – Die Lieder der zwei jungen Frauen des Rap-Duos SXTN behandeln auch immer wieder die schönste Nebensache der Welt: das Kiffen. Highway besuchte SXTN im Tonstudio.

 

 

Growing Cannabis pfropfenDas Pfropfen ist in der Welt der Blumen und Früchte ein beliebtes Verfahren. Die Cannabis-Community beschäftigt sich jedoch praktisch gar nicht mit diesem Thema. Dies ist merkwürdig, die Möglichkeiten sind groß: unser neuer Autor Light Addict erschuf so etwa eine Mutterpflanze, an der 14 verschiedene Sorten wachsen.

 

 

 Business International Cannabis Business Conference Berlin Eine Cannabis-Konferenz nur für Business-Teilnehmer, die auch noch um die 500 Euro Eintritt kostet – und das mitten in Berlin? Ein Flop? Mitnichten! Über 1.000 Teilnehmer und Referenten aus 32 verschiedenen Ländern reisten in die deutsche Hauptstadt, um sich auszutauschen.

 

 

Growing Klonen ohne Mutterpflanzen – Was tun, wenn der Platz zum Cannabisanbau extrem begrenzt ist, man den eigenen Nachschub aber dennoch aus eigenen Stecklingen züchten möchte? Dann muss man ohne Mutterpflanzen klonen. Dabei haben wir einem Dachbodenbewohner und passionierten Grower über die Schulter geschaut.

 

 

Story Wenn die Polizei beim Growing hilft – Unser zweiter Neuzugang dieser Ausgabe, Autor Donald Denzler, berichtet von seiner Flucht vor der deutschen Justiz, die ihn nach Holland führte, wo die Welt schon ganz anders aussieht: niederländische Beamte scheinen gerne dazu bereit zu sein, einen mittelgroßen Cannabis-Grow zu fördern und zu schützen.

 

 

 

Recht Ermittlung des THC-Werts – Wer bereits einmal Ärger mit dem Gesetz oder der Führerscheinstelle hatte, wird sich auch schon einmal mit den jeweiligen vorgeschriebenen THC-Grenzwerten beschäftigt haben, die für eine Verurteilung zugrunde gelegt werden. Doch was, wenn es zu Ungenauigkeiten bei der Messung des THC-Werts kommt?

 

 

Growing Umgruppieren von Indoor-Pflanzen – Ein Platz an der Sonne: Cannabispflanzen benötigen große Mengen Licht. Dies ist oft zum Nachteil der Pflanzen am Rand einer Cannabiszucht, die dementsprechend geringere Erträge abwerfen. Je nach Grow-System kann dieses Problem schnell und mit einfachen Mitteln gelöst werden.

 

 

 

 Weitere Artikel Film: Ted +++ Sortenportrait: Early Amnesia CBD +++ Kiffertypen: Der Künstler +++ High Five: Marihuana-Mythen +++ Grow-Goodies: Pflanzenleuchte LEDone +++ Sortenportrait: Blue Dream CBD +++ und vieles mehr...

 

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Vergangenes Jahr öffnete die Mary Jane Berlin erstmals ihre Pforten und erfreute sich bei den Ausstellern und vielen Tausend Besuchern bester Resonanz. Klar, dass dieses Jahr eine Neuauflage ansteht: Da Cannabis immer mehr zu einem Thema und vor allem auch zu einem Investitionsfeld wird, wundert es nicht, dass die Mary Jane bereits im zweiten Jahr den Standort wechselt, um allen Ausstellern Obdach zu gewähren. Dieses Jahr wird mit etwa 150 Messeständen gerechnet. Mit dabei sind etwa auch Samenbanken und Fachhändler von Cannabissamen, so zum Beispiel das Team von Samenwahl.com. Auch die Besucherzahlen sollen noch einmal einen Zuwachs erfahren – die Messeleitung um Duc Anh Dang geht von bis zu 15.000 Gästen aus, die sich am Wochenende vom 16. bis zum 18. Juni auf dem neuen Messegelände im und ums „Funkhaus Berlin“ an der Mary Jane erfreuen werden. Ein Bus-Shuttle fährt vom Ostkreuz aus im 10-Minuten-Takt zur Messe und von der Stadtmitte aus kann sogar kostenlos die „Mary-Jane-Fähre“ genutzt werden, die direkt am Messegelände andockt.

 

Nicht nur wohlbekannte Firmen und über 20 Start-ups aus Europa, Israel und den USA werden sich auf der Mary Jane präsentierten – auch nationale und internationale Cannabisexperten diverser Fachgebiete werden zum Austausch nach Berlin kommen. An allen drei Messetagen werden Vorträge von Szenebekanntheiten wie dem Chef des Deutschen Hanfverbands, Georg Wurth, unserem Grow-Autor Mr. José oder aber auch des berühmt-berüchtigten Rick Simpson (dem Entdecker des Rick-Simpson-Cannabisöls, von dem er sagt, dass es Krebs heilen könne) und vielen weiteren geboten. Auch abseits der Vorträge wird die sicherlich wie auch bereits vergangenes Jahr angenehme Atmosphäre zu einem Austausch unter allen interessierten Besuchern beitragen.

 

Für unsere Ticket-Verlosung in der aktuellen Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin haben wir bereits 5 x 2 Wochenend-Tickets an glückliche Gewinner verlost. Heute hauen wir noch einmal 10 x 1 Ticket raus, die natürlich ebenfalls an allen drei Tagen gültig sind.

 

Um zu gewinnen, müsst ihr uns nur bis spätestens morgen früh um 11 Uhr eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schicken, in der ihr uns die nachfolgende Preisfrage beantwortet. (Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Teilnahme ab 18 Jahren.)

 

Wie heißt der Grow-Autor von Highway – Das Cannabismagazin, der auf der Mary Jane Berlin einen Vortrag halten wird? Die Antwort findet ihr oben im Text.

 

Alternativ könnt ihr unseren Facebook-Post zur Mary Jane teilen, um an die Karten zu kommen. 5 Tickets gehen an E-Mail-Teilnehmer, 5 Tickets an Facebook-Teiler. Ihr könnt an beiden Verlosungen teilnehmen. Teilnahme ab 18 Jahren. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Die Mary Jane Berlin im Überblick:

Termin: 16. Juni 2017 bis 18. Juni 2017 (11 bis 20 Uhr, Sonntag bis 18 Uhr)

Veranstaltungsort: Berlin, Funkhaus Berlin (Nalepastraße 18)

Preis: Tagesticket 15 Euro, 3-Tagesticket 30 Euro

Website: www.maryjane-berlin.com

Aurora Cannabis Inc. hat bekanntgegeben, dass Aurora sämtliche Geschäftsanteile der Pedanios GmbH erworben hat. Pedanios ist der führende Großhändler, Importeur und Distributor für medizinisches Cannabis, nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten Europäischen Union.

 

Pedanios hält alle erforderlichen arzneimittelrechtlichen Zulassungen für den Großhandel und Import von medizinischem Cannabis und anderen Betäubungsmitteln und ist seit Dezember 2015 im Handel mit Medizinalcannabis aktiv.

 

Aurora ist ein lizenzierter Hersteller von Medizinalcannabis in Kanada mit einer Anbaufläche von insgesamt 8.800 Quadratmetern. Derzeit wird eine weitere Produktionsstätte gebaut, die 74.000 Quadratmeter reine Anbaufläche bieten und jährlich über 100.000 Kilogramm Cannabis abwerfen soll.

 

Seitdem in Deutschland das neue Cannabis-Medizin-Gesetz in Kraft trat, haben sich die monatlichen Umsätze von Pedanios überproportional gut entwickelt. Pedanios konnte bereits kurz nach dem Start die Position als Marktführer in Deutschland erobern und verkauft an über 750 Apotheken. Pedanios bietet 10 der 14 für den deutschen Markt zugelassenen Cannabissorten an. Der Kaufpreis betrug 15,7 Millionen Euro, die durch Geld und Aurora-Aktien geleistet wurden.

 

Terry Booth, Geschäftsführer von Aurora, äußerte sich begeistert: „Pedanios ist der Cannabis-Pionier in der EU und hat sich als vertrauenswürdiger und skalierbarer Importeur, Exporteur und Distributor von Medizinalcannabis etabliert. Patienten, Ärzte und Apotheken in ganz Europa erkennen in der Marke Pedanios die Quelle für hochwertiges und unter GMP-Bedingungen angebautes Cannabis für medizinische Zwecke.“

 

Der Geschäftsführer und Mitgründer von Pedanios, Patrick Hoffmann, der mit seinem Kompagnon Florian Holtzapfel weiter bei Pedanios verbleiben wird, freut sich ebenfalls auf die Zusammenarbeit mit Aurora: „Kanada und Deutschland sind die weltweit wichtigsten Märkte für medizinisches Cannabis, und als Pioniere in unseren jeweiligen Ländern sind Aurora und Pedanios jeweils bestens positioniert, um mit innovativen Produkten ihre Kundenbasis zu verbreitern und signifikante Marktanteile zu gewinnen.“

Das altehrwürdige amerikanische Cannabismagazin, ja gar das Cannabismagazin-Urgestein schlechthin, die „High Times“, wurde nun an ein Investorenteam verkauft, wie High-Times-Autor Ed Murrieta gestern dem „San Francisco Chronicle“ mitteilte. Die „High Times“ besteht inzwischen nicht mehr nur aus der seit über 40 Jahren monatlich herausgegebenen Printzeitschrift, sondern ist zu einem großen Medienkonzern herangewachsen, der auch die allseits beliebten Cannabis Cups veranstaltet.

 

Käufer des Unternehmens ist eine Investoren-Gruppe, die aus einigen Größen des legalen Cannabusiness besteht, unter ihnen etwa Besitzer der Dispensary-Kette Denver Relief, Mass-Roots-Gründer Isaac Dietrich oder auch Bob Marleys Sohn Damian Marley, der vergangenes Jahr für Aufsehen sorgte, als er bekanntmachte, ein ehemaliges Gefängnis in eine legale Cannabisfarm umbauen zu wollen.

 

„High Times ist die Coca-Cola des Cannabis“, äußerte sich Adam Levin, Geschäftsführer der beim Deal federführenden Investmentfirma Oreva Capital: „Wir als breit aufgestelltes Medienunternehmen sehen die Gelegenheit, High Times vom Flaggschiff der Gegenbewegung in einen modernen Medienkonzern zu überführen.“

 

„High Times“ hat durchschnittlich 236.000 Abonnenten und die diversen Online-Kanäle generieren jeden Monat über 20 Millionen Besucher. So verwundert der Preis von 70 Millionen US-Dollar, den die Investoren zahlen mussten, nur wenig. Haupt-Einnahmequelle sind jedoch die Cannabis Cups, die 80 Prozent des gesamten Umsatzes ausmachen sollen.

 

Mit-Investor Damian Marley sagte dem „San Francisco Chronicle“, dass seine eigene Cannabis-Karriere mit der „High Times“ begann: „Als ich in der High School war, habe ich ein bisschen Gras angebaut. Durch das Lesen der High Times lernte ich, die weiblichen und männlichen Pflanzen zu unterscheiden. Es ist eine Ehre, nun Teil davon zu sein, wovon ich so viele Jahre Fan war.“

 

Der Medien-Analyst Samir Husni wird derart zitiert: „High Times ist der Polarstern, dem alle anderen Magazine gefolgt sind. Als High Times zum ersten Mal publiziert wurde, war es das einzige Magazin seiner Art. Es hat FBI-Durchsuchungen seiner Anzeigenkunden überlebt. Es war der Wegbereiter.“

 

Wegbereiter des Wegbereiters war der Drogenschmuggler Tom Forçade, der das Magazin 1974 ins Leben rief und sich 1978 umbrachte, als „High Times“ schon ein voller Erfolg war (1977 warf es bereits über 10 Millionen Dollar ab) und mehr Exemplare verkaufte als das sehr beliebte Musikmagazin „Rolling Stone“.

 

„High Times“ wird nun als High Times Holding Co. mit Firmensitz in Los Angeles operieren. Das Magazin und seine Redaktion bleiben zunächst weitestgehend unverändert. Der Verkauf des Unternehmens geschieht anderthalb Jahre nach dem Tod von Michael Kennedy, langjährigem Vorstand, Anwalt und Motor von „High Times“.

 

Die bisherigen Unternehmenseigner halten weiterhin noch Anteile, so etwa Kennedys Witwe Eleanora Kennedy, die gegenüber der „New York Times“ sagte: „Wir haben 40 Jahre defensiv gespielt. Nun ist es Zeit für die Offensive.“ Diese Pläne unter dem High-Times-Banner umfassen wohl unter anderem auch Kleidung, Möbel, Konsumenten-Lounges sowie ein Hotel und Casino in Las Vegas, wo inzwischen auch Cannabis legalisiert wurde.

 

Bei all den Geschäften hoffen wir, dass das Herzstück der High Times Holding Co. – die „High Times“ selbst – weiterhin mit viel Liebe verfasst und gestaltet wird. Denn auch für Highway – Das Cannabismagazin ist die „High Times“ das leuchtende Vorbild. Außerdem erscheint bereits im Juli die 500. Ausgabe, die gebührend gefeiert sein will!

 

Leider gab es noch nie einen deutschen Vertreter der „High Times in Deutschland“. Wir hoffen, diese Lücke aber mit unserem eigenen Magazin Highway – Das Cannabismagazin würdig füllen zu können. Erhältlich für lächerliche 2,60 Euro an jedem gutsortierten (Bahnhofs-)Kiosk, Grow- und Headshop.

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Die TV-Show Die Höhle der Löwen, in der Start-ups finanzstarke Investoren vor laufender Kamera von ihrer Idee überzeugen müssen, erfreut sich in Deutschland großer Beliebtheit. Auch in Österreich läuft inzwischen ein Ableger des Formats unter dem Namen 2 Minuten 2 Millionen: Hier stand vergangenen Dienstag Roland Birner, seines Zeichens Geschäftsführer des Österreichischen Growshops und Stecklingshändlers Plants4friends, für besagte zwei Minuten im Mittelpunkt des Geschehens und stellte sein Unternehmenskonzept vor.

 

Mit einem professionellen Auftritt verschaffte Birner, der nach eigenen Angaben schon Wochen vor seinem Auftritt aus Lampenfieber nicht mehr richtig durchschlafen konnte, seiner Firma eine gehörige Portion Öffentlichkeit. „Seit dem Tag der Ausstrahlung stehen unsere Telefone nicht mehr still“, so der gelernte Ingenieur gegenüber dem Highway-Magazin.

 

Zwar gingen Birner und Plants4friends letztendlich ohne Investment nach Hause, doch die Investoren lobten den versierten Auftritt, zeigten sich durchweg interessiert an der Thematik und ließen sich sogar zu einem Statement pro Legalisierung hinreißen. Doch wer weiß, vielleicht war ein Investment auch gar nicht Birners eigentliches Ziel. Allein die geballte Aufmerksamkeit eines Millionenpublikums konnte schließlich schon einige junge Unternehmen beflügeln.

 

Schaut euch den Auftritt im untenstehenden Video einfach selbst an, gleich nach unserer kleinen Werbeeinblendung zur Dienstag erschienenen Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin ;-)

 

Weitere Cannabis-News und Cannabis-Entertainment sowie viele Informationen zum Anbau und zur Verarbeitung von Cannabis, Marihuana und Haschisch findet ihr ab sofort in der brandneuen Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin. Erhältlich für lächerliche 2,60 Euro an jedem gutsortierten (Bahnhofs-)Kiosk, Grow- und Headshop.

 

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Cannabis kann einfach nicht verdrängt werden. In den etwa 80 Jahren seiner Verbannung und Illegalisierung war es immer und überall verfügbar. Nun ändern die ersten Länder wieder ihre Gesetze und Cannabis wird nach und nach wieder in die westlichen Kulturen integriert. Wenn auch nur mit kleinen Schritten.

 

Große Schritte macht hingegen das internationale Cannabusiness. In allen Ländern dieser Erde, allen voran natürlich in Nordamerika, sprießen die Cannabisfirmen aus dem Boden. Die Geschäftsfelder sind vielfältig: vom Samen über Anbauzubehör zum Anbau selbst. Dann kommen Hersteller diverser Ernte-, Trocken- und Aufbewahrungshilfen ins Spiel, natürlich die Verkaufsstellen und dann die Hersteller von Papers, Pfeifen, Vaporizern.

 

Doch mit dieser „Lieferkette“ ist noch lange nicht jeder Bereich abgedeckt, in dem mit dem Produktfeld Cannabis Geld verdient werden kann. Die Möglichkeiten sind zahlreich und oft auch lohnend. In Deutschland interessiert gerade viele Menschen die Frage, ob sich nun mit dem Anbau von Cannabis für die Apotheken-Ausgabe Geld verdienen lassen kann – beziehungsweise, wie man in naher Zukunft an eine solche Anbaulizenz von der ganz frisch gegründeten Cannabisagentur gelangen kann.

 

Dies ist eins der Themen, dass am 11. und 12. April in Berlin auf der Internationalen Cannabis Business Conferenz – kurz ICBC – besprochen werden wird. Unter dem Titel „Medizinisches Cannabis in Deutschland: Die Regeln für Produzenten, Apotheken und Patienten“ wird Georg Wurth vom Deutschen Hanfverband die Diskussion dieses Blocks leiten. Dort werden sowohl die Voraussetzungen zur Cannabis-Produktion in Deutschland erläutert als auch auf die Rolle der Produzenten im zukünftigen Zusammenspiel von Apotheken und Patienten eingegangen.

 

Die zweitägige Konferenz im Berliner Maritim Pro Arte Hotel, die auch schon in San Francisco, Vancouver und Hawaii stattfand, bietet an beiden Tagen ein vollgepacktes Programm und die Referenten sind hochklassig: Den meisten Lesern dürfte etwa Tommy Chong, die eine Hälfte des Komiker-Duos Cheech und Chong, ein Begriff sein. Zuletzt berichteten wir im Januar über ihn, als er ein Pfund Marihuana an den „Hollyweed-Guy“ verschenkte.

 

Dann kommt die Cannabisanbau-Legende Ed Rosenthal in Berlin vorbei – Autor diverser Cannabis-Bücher und Autor des einzigen Anbau-Buchs, das jemals von der „New York Times“ besprochen wurde. Doch nicht nur das: Die bekannte Samenbank Sensi Seeds benannte den ebenso bekannten Cannabis-Strain Ed Rosenthal Super Bud nach ihm.

 

Alan Dronkers, der älteste Sohn des Chefs eben dieser Samenbank, wird ebenfalls bei der ICBC als Redner anzutreffen sein. Auch der berühmte Grower Kevin Jodrey aus Humboldt County wird von seinem bewegten Leben an der Spitze des amerikanischen Green Rushs berichten. Ein Artikel über ihn aus der „Washington Post“ gewann sogar den Pulitzer-Preis. Auch der aus Fernsehen und YouTube bekannte Cannabist-Aktivist Steve DeAngelo wird sich zu Wort melden.

 

Aus Deutschland werden auch einige Gäste anzutreffen sein, etwa der vermutlich bekannteste Cannabispatient des Landes, Günter Weiglein, oder auch Deutschlands garantiert bekanntester Cannabis-Arzt, Franjo Grotenhermen.

 

Aber auch die Liste der Referenten, deren Namen einem erst einmal nichts sagen, ist lang und gut aufgestellt. Als Beispiele seien hier noch Dana Rohrabacher, US-Republikaner, der Kalifornien im amerikanischen Kongress vertritt, oder Dr. Ingo Michels, der Leiter der Geschäftsstelle der Drogenbeauftragten beim Bundesministerium für Gesundheit, genannt.

 

Die Vorträge werden übrigens größtenteils auf englisch abgehalten, jedoch stehen Simultandolmetscher über Kopfhörer zur Verfügung. Die deutschen Vorträge werden umgekehrt ebenso ins Englische übersetzt.

 

Am Vorabend der zweitägigen Konferenz findet noch ein VIP-Empfang statt, richtig los geht es dann am Dienstag, den 11. April. Mehr oder weniger im Stundentakt gibt es dann an beiden Tagen von morgens bis abends Vorträge, beispielsweise zu den Themen „Extraktion und Konzentrate“, „Testverfahren und Standardisierung“, „Der Entourage-Effekt von Cannabinoidsäuren“, „Cannabis in den Medien“, „Zielgruppenfindung und Markenentwicklung“, „Sorten, Globalisierung und Patente“, „High-Tech beim Cannabisanbau“ und dergleichen mehr.

 

Karten für die Konferenz sind noch über die Website internationalcbc.com/deutschland/ zu beziehen. Allerdings handelt es sich bei der ICBC tatsächlich um eine reine Business-Konferenz. Dies spiegelt sich auch in den Preisen wieder: Das Ticket inklusive Eintritt zur After-Show-Party am Dienstag kostet 499 Dollar, das Ticket mit Zugang zum VIP-Empfang schlägt mit 649 Dollar zu Buche.

 

Wem das zu teuer ist, der kann sich auf Highway – Das Cannabismagazin verlassen: wir sind vor Ort und berichten euch von den Highlights!

 

ICBC Berlin

Termin: 11. und 12. April 2017 (VIP-Empfang am 10. April)

Öffnungszeiten: jeweils 8.30 bis 17 Uhr, VIP-Empfang am Montagabend

Veranstaltungsort: Maritim Pro Arte Hotel Berlin

Preis: 499 Dollar, inkl. VIP-Empfang 649 Dollar

Website: internationalcbc.com/deutschland/

Wird das Weiße Haus unter Donald Trump zum Angriff auf die in von verschiedenen Bundesstaaten legalisierte Cannabis-Industrie blasen? Trumps Sprecher Sean Spicer kündigte genau das Donnerstagabend an.

 

Viele Amerikaner dachten, Trump hätte bei dem ganzen rassistischen Verhalten, Lügen und Grabschen gar keine Zeit sich um Kleinigkeiten wie Gras wieder zu verbieten zu kümmern.

 

Aber das ist offenbar falsch: Auf einer Pressekonferenz am Donnerstag sprach sein Presse-Sprecher Sean Spicer schockierende Worte für die amerikanische Cannabisindustrie. Zwar im üblichen Trump-Duktus, also drohend, lügend und reichlich unkonkret, sodass noch Platz für Hoffnungen bleibt, aber dennoch sind dies äußerst schlechte Nachrichten.

 

Lange Zeit war unklar, welche Position Donald Trump als Präsident zu Cannabis einnehmen wird. Zwar ließ sein sonstiges Verhalten und die Wahl seiner Berater und Untergebenen nichts Gutes erwarten, allerdings war Trump schon einmal positiv bezüglich medizinischem Marihuana zitiert worden und Anfang der 1990er-Jahre hatte er sogar öffentlich die Legalisierung sämtlicher Drogen gefordert.

 

Zudem sorgt legales Marihuana für hohe Steuereinnahmen und erschafft neue Arbeitsplätze, während es praktisch keinerlei Probleme verursacht. Eigentlich alles Dinge, die jemandem wie Trump gefallen sollten.

 

Aber von wegen. Trumps Sprecher Sean Spicer kündigte nun an, dass mit umfassenden Razzien gegen die Freizeit-Cannabis-Industrie gerechnet werden müsse. „Recreational marijuana“ sei im Gegensatz zu medizinischem Marihuana vom Weißen Haus unerwünscht und man könne von Maßnahmen durch die Drogenbehörde DEA und das Justizministerium der USA ausgehen, auch wenn die letzte Entscheidung dort gefällt werden soll.

 

Der neue Justizminister Jeff Sessions, der seit dem 9. Februar im Amt ist, ist allerdings ein Wunschkandidat Trumps, der in letzter Zeit mit unangenehmen Äußerungen aufgefallen ist, so etwa: „Gute Menschen rauchen kein Marihuana.“ oder aber „Wir brauchen in Washington endlich Erwachsene, die sagen: Marihuana ist nichts, was legalisiert werden sollte, sondern ist in Wirklichkeit etwas sehr Gefährliches.“ Traurige Berühmtheit erlangte Jeff Sessions mit dieser Aussage: „Ich dachte der Ku-Klux-Klan wäre okay, bis ich herausgefunden habe, dass sie Marihuana rauchen.“

 

Der Hintergrund ist, dass auch wenn Cannabis – teilweise bereits seit 2014 – in acht der fünfzig amerikanischen Bundesstaaten sowie in der Bundeshauptstadt Washington, D.C. vollständig legalisiert wurde, dies auf Bundesebene nicht geschehen ist. Und die Bundesebene der Vereinigten Staaten von Amerika sticht in diesem Fall sozusagen die Entscheidungen der einzelnen Staaten. Theoretisch könnte (und konnte auch in der Vergangenheit) die Bundesdrogenbehörde DEA jederzeit in alle Unternehmen, die in direktem Zusammenhang mit der Produktion und dem Verkauf von Marihuana stehen, einfallen, alles konfiszieren und zerstören und damit das Experiment von legalem Cannabis in den USA um viele, viele Schritte zurückwerfen.

 

Dies wäre im Bereich des medizinischen Marihuanas nicht so ohne Weiteres möglich, allerdings trennte Spicer hier auch scharf und machte deutlich, dass seine Drohungen nicht das Thema medizinisches Marihuana betreffen würden. Das macht seine Aussagen aber kaum besser.

 

Im Gegenteil – es kam sogar noch schlimmer. Allen wissenschaftlichen Erkenntnissen zum Trotz behauptete er, dass Marihuana schuld an der derzeitigen landesweiten Heroin-Epidemie sei. Nicht die Industrie-finanzierte Ärzteschaft, die viel zu viele Opiate verschreibt, wird dafür verantwortlich gemacht, sondern Marihuana sei verantwortlich dafür, dass die Menschen ihre Schmerzmittel überdosierten und in die Heroin-Sucht rutschten. Solche Aussagen im 21. Jahrhundert sind wirklich zum Verzweifeln.

 

Eigentlich wäre unsere heutige Meldung auch gewesen, dass die Cannabis-Industrie in den Vereinigten Staaten neuesten Berechnungen zufolge in den nächsten drei Jahren 300.000 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen wird. Aber Donald Trump, der ankündigte zuhauf neue Arbeitsplätze zu schaffen, scheint diese lieber serienweise zerstören zu wollen.

 

Es bleibt zu hoffen, dass dies ein leeres Versprechen bleibt, auch wenn die Zeichen schlecht zu stehen scheinen. Die Marihuana-Industrie ist der mit Abstand am schnellsten wachsende Industriezweig der USA und produziert Millionen über Abermillionen an Steuereinnahmen. Auch gibt es Millionen von Cannabisrauchern, die sich dies mit Sicherheit nicht bieten lassen möchten. Und einige aus der Cannabis-Industrie würden mit Sicherheit vor die Gerichte ziehen, was zusammen mit zu erwartenden Protesten für einige längere Medienaufmerksamkeit sorgen könnte.

 

Umfragen zufolge sind 71 Prozent der Amerikaner für eine vollständige Legalisierung von Marihuana. Dies bedeutet, dass auch mindestens 40 Prozent der Trump-Wähler für eine Cannabislegalisierung sind. Und da die Zustimmungswerte des Präsidenten zuletzt bei mageren 41 Prozent standen, bleibt die Hoffnung, dass er diese durch solch wahnsinnigen Schritte nicht noch weiter senken lassen möchte.

 

Quellen:

Hightimes.com – White House Warns: Fed Crackdown on Recreational Marijuana Coming

Merryjane.com – Trump Administration Signals a Crackdown on Recreational Marijuana

Marijuana.com – Sean Spicer: Expect Greater Enforcement on Recreational Marijuana

Klar, als regelmäßige/r und langjährige/r Cannabiskonsument/in kennt man das Problem vermutlich im Grundsatz: Man hat gerade einen superdicken Joint geraucht und dann – das Telefon klingelt, jemand steht vor der Tür, der Briefkasten quillt über. Irgendjemand möchte etwas von einem, aber man selbst ist da gegenteiliger Meinung. Also: Klingel Klingel sein lassen, Telefon auf lautlos und am Briefkasten mit gesenktem Blick vorbeigeschlichen. Keine dauerhafte Lösung, aber für den Moment total praktisch.

 

Manch einer ignoriert sogar die Steuerbehörden auf diese Art. Doch das ist eine ziemlich schlechte Idee, wie ein aktuelles Beispiel aus dem US-Bundesstaat Washington zeigt: Eines der 955 Unternehmen, die eine Cannabisanbau-Lizenz erhalten haben, namentlich Nine Point Growth Industries, startete 2014 mit der Produktion von Marihuana. Es war erst die zweite Firma mit einer Lizenz zum Anbau von Cannabis in Washington und verdiente in der Anfangszeit ab 2014 einiges Geld mit dem Verkauf von Marihuana an die Dispensaries.

 

Auch bis letzten Monat liefen die Geschäfte bei Nine Point Growth Industries eigentlich gut. Aber ans Steuern zahlen hat sich dort anscheinend niemand gewöhnt: Laut der Zeitung „Kitsap Sun“ hatte die Firma insgesamt Schulden von 112.000 Dollar aus dem Verkauf von Marihuana im Wert von knapp einer Million Dollar. Man zahlte immer nur ein kleines bisschen davon und lies den Schuldenberg ansteigen – insgesamt gab es acht Verwarnungen für das Unternehmen von der Steuerbehörde.

 

Im Januar gab es dann eine vorletzte Verwarnung: 29.000 Dollar her oder der Laden wird dicht gemacht. Und? Genau... keine Reaktion von Nine Point Growth Industries. Also wurde die allerletzte Warnung verschickt: Verkauft alles, was ihr auf Lager habt und gebt uns das Geld. Aber auch das geschah nicht.

 

Also marschierten nun die Beamten in dem Unternehmen ein und nahmen 2.000 Cannabispflanzen mit, die anschließend wie in den besten Zeiten des Kriegs gegen die Drogen verbrannt wurden. Und die Moral von der Geschicht? Bist du dicht – zahl trotzdem.

 

Wir haben zwar kein Video von der Verbrennungs-Aktion aus Washington am Start, aber dafür können wir euch vielleicht mit diesem Video erheitern: der Grasberg, der verbrannt wird, ist zwar um einiges kleiner, aber dem Bullen fliegt trotzdem der Hut vom Kopf...

Mit dem Kiffen lässt sich gerade so richtig viel Geld verdienen – zumindest, wenn man in Amerika tätig ist. Am besten natürlich durch den Verkauf der Cannabisprodukte Marihuana, Haschisch, Extrakt und Edibles, aber auch mit dem Drumherum kann man viel Geld machen: Cannabis-Bustouren, Cannabis-Anbaukurse, Cannabis-Diplome, lange Blättchen mit Blattgold, was auch immer. Und natürlich mit Vaporizern – Verdampfer wie auch Händler der selbigen sprießen allenthalben aus dem Boden.

 

Nun ist ein Patent veröffentlicht worden, das für viel Spekulationen sorgt: Denn die weltberühmte Firma Apple hat ein Patent für einen Vaporizer angemeldet (Link zum Patent), also für so ein Gerät, das nicht zuletzt gerne für das Verdampfen von Marihuana eingesetzt wird. Im Patent selbst steht natürlich nicht, dass der Vaporizer für den Konsum von Cannabis gedacht ist, aber mit so einem Vaporizer kann man nicht nur kiffen, sondern natürlich auch so ziemlich jedes andere Kraut verdampfen. Aber auch nicht ausgeschlossen werden kann, dass der Apple-Vaporizer gar nicht zum Cannabiskonsum gedacht ist, sondern etwa zu Kühlzwecken eingesetzt werden soll. Natürlich ist auch eine „normale“ E-Zigarette (die aber im Endeffekt auch zum Konsum von Cannabisprodukten genutzt werden kann) denkbar.

 

Das Patent zeigt nur die Technik, sozusagen das Innenleben des Vaporizers – ein passendes Design gibt es noch nicht und würde auch bei Apple an anderer Stelle entworfen werden. Daher ist noch unklar, ob wir irgendwann mit sündhaft teuren Apple-Vaporizern unser Monsanto-Marihuana konsumieren werden. Komplett unwahrscheinlich ist es nicht. Auch das große Apple-Idol Steve Jobs kiffte gerne und sogar große Player wie Microsoft machen erste Gehversuche auf dem legalen Cannabismarkt.

 

Mindestens einen dürfte die Einführung eines Apple-Vaporizers jedoch gewaltig stören: Mark Williams, den Erfinder des hochpreisigen Vaporizers „Firefly“. Williams war selbst einige Jahre bei Apple in der Entwicklung angestellt, trennte sich dann aber von der Firma, um das „iPhone unter den Vaporizern“ zu entwickeln – den Vaporizer Firefly und dessen Nachfolger Firefly 2.

 

In der aktuellen Ausgabe unseres Print-Magazins Highway – Das Cannabismagazin, die an allen gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosken und Growshops erhältlich ist, haben wir den Firefly 2 vorgestellt und ein ausführliches Interview mit Mark Williams geführt. Auch präsentiert unser Do-it-yourself-Experte Chuck Lore in ebendieser Ausgabe die verschiedenen Vaporizer-Typen und zeigt eine Bauanleitung für einen praktisch kostenlosen Vaporizer auf (hier zur Textvorschau).

 

Außerdem findest du in Highway – Das Cannabismagazin weitere Infos über den Cannabis-Anbau, News und Entertainment. Die neue Ausgabe (01/2017) ist jetzt für schlappe 2,60 Euro im gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk und Growshop erhältlich.

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Nach Jahrzehnten der Prohibition hat die Legalisierung von Cannabis im US-Bundesstaat Oregon eine Goldgräberstimmung ausgelöst. Der Unternehmer Jeremy Plumb kifft seit seiner Jugend. Nun will er die Droge neu erfinden und damit weltweit eine medizinische Revolution auslösen. Eine Reportage von Dominik Wurnig.

 

Jeremy Plumb wandert mit schnellen Schritten zwischen den kleinen Tischen der Little-T-Bäckerei im Südosten von Portland hin und her. Am Handy spricht er hektisch mit seinem Geschäftspartner – es gilt, schnell Entscheidungen zu treffen. Mit seiner engen Hose, dem lockeren Hemd und der großen Hornbrille sieht er aus wie einer der vielen Hipster hier in Portland. Als er endlich das Telefon zur Seite legt und mich – den Journalisten aus Deutschland – begrüßt, wird er noch aufgeregter. Er will mich von seiner Vision überzeugen: der Neuerfindung von Cannabis. Wie ein Wasserfall strömen die Modeworte über mich (start healing yourself, enhancement drug, re-shaping the conversation, organic, sustainable, craft revolution, cannabis culture, once in a lifetime opportunity).

 

Während mein Eistee ausgetrunken und mein Mohnkuchen längst aufgegessen ist, hat Plumb sein Getränk noch nicht mal angerührt. Zu beschäftigt ist er damit, mir von seinem Plan zu erzählen. Jeremy Plumb ist kein 08/15-Unternehmer – er ist legaler Grasdealer, betreibt ein Cannabis-Labor, und ein hochmodernes Glashaus zum Marihuana-Anbau wird demnächst gebaut. Plumb hat als Start-up-Gründer gelernt, innerhalb kurzer Zeit sein Gegenüber von seinen Plänen zu überzeugen. „Ich habe alles andere aufgegeben, um an dieser Innovation zu arbeiten“, sagt Plumb. „Dieses Modell der kleinen, handwerklichen Marihuana-Bauern, das wir in Oregon erschaffen wollen, kann weltweit wiederholt und exportiert werden.“ Nach einer Stunde greift er schließlich wieder zum Telefon, um die eingegangen Nachrichten abzuarbeiten. Zu viel steht auf dem Spiel, um sich aufhalten zu lassen.

 

Kiffen ist in Oregon erlaubt

Nach der Legalisierung von medizinischem Marihuana dürfen seit Oktober 2015 Erwachsene im Westküsten-Bundesstaat Oregon Gras auch für die Freizeitnutzung (Englisch: recreational use) anbauen, verkaufen und konsumieren. Obwohl nun erlaubt, ist der Kampf aber noch nicht gewonnen. Denn was hier legal ist, bringt einen in den meisten Bundesstaaten der USA noch immer ins Gefängnis. Die Bundesregierung könnte auch theoretisch jederzeit ihre Haltung ändern und den Grasbauern und -dealern durch die Bundesdrogenpolizei DEA die Geschäftsgrundlage zerstören. Denn nach dem Bundesgesetz ist Marihuana nach wie vor strafbar. Die Cannabis-Verkaufsläden in Oregon sind mit enormen bürokratischen und steuerlichen Hürden konfrontiert, da die Bundesregierung sich weiter gegen die Freigabe von Marihuana stellt. Wie die Entwicklung im Jahr 2017 unter dem neuen Präsidenten Donald Trump weitergeht, wird sich noch zeigen. Parallel zu seiner Wahl wurde am 8. November in vielen weiteren Staaten Cannabis zu freizeitlichen und medizinischen Zwecken legalisiert (wir berichten in der aktuellen Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin ausführlich darüber), was den Druck auf die neue Regierung unter Trump, Marihuana flächendeckend zu legalisieren, erhöhen dürfte, beziehungsweise ihm diese Entscheidung leichter machen könnte.

 

Noch fehlt es an klaren Regeln, denn die ersten Erfahrungen im Umgang mit erlaubtem Cannabis werden nach Jahrzehnten der Prohibition gerade erst gemacht. Die nächsten Jahre werden entscheiden, ob die liberale Drogenpolitik einiger Bundesstaaten (neben Oregon auch Colorado, Alaska und Washington State sowie die Hauptstadt Washington, D.C.) erfolgreich ist und womöglich für die ganzen USA, aber auch Deutschland zum Vorbild werden könnte. Seit dem 8. November 2016 steht nun fest, dass auch Kalifornien, Maine, Massachusetts und Nevada Cannabis für Erwachsene freigeben. Wenn allerdings das liberale Experiment Probleme schaffen sollte, statt sie zu lösen, könnte es auch schnell wieder vorbei sein. Die Protagonisten der Cannabis-Szene in Portland sind sich des engen Zeitfensters bewusst: Jetzt oder nie gilt es, die Grundlagen zu schaffen für einen modernen Umgang mit der Droge. Ein biologisches, nachhaltiges und lokal produziertes Qualitätsprodukt schwebt Jeremy Plumb und seinen Partnern vor. Das Feld soll weder den großen Pharmakonzernen noch der Tabakindustrie überlassen werden. In der Hipster-Hauptstadt Portland, wo jeder Craftbeer trinkt, es zum guten Ton gehört, seine eigenen Bio-Hühner zu halten, wo Vintage-Kleidung sowie Bärte schick sind, da wird Gras wie ein guter Wein verkauft: Weg vom Kiffer-Image hin zum Lifestyle-Produkt, das die Gemütslage steuert und Spaß macht.

 

Gras aus der Edelboutique

Ein grün leuchtendes Kreuz im Schaufenster und ein kleines rotes Schild: Man könnte leicht an Farma“ vorbeifahren, denn das Understatement ist Programm. Die Dispensary (so heißen die lizenzierten Gras-Läden in den Vereinigten Staaten) von Plumb und seinen drei Partnern ist das Herzstück ihres Plans, Cannabis neu zu erfinden. Das Geschäft sieht anders aus, als es sich jemand ohne Berührungspunkte, aber dafür mit den gängigen Klischees im Kopf, vorstellen würde: Bob-Marley-Poster, Kiffer-Devotionalien, Reggaemusik und verruchte Atmosphäre sucht man hier vergeblich. Stattdessen weiße Wände, blitzblankes Glas, dunkles Holz, elektronische Musik: Farma erinnert eher an einen Apple-Laden. Die Verkäufer sind kompetent, redegewandt, freundlich, und nebenbei sehen sie auch noch ziemlich gut aus: bemalte Haut, getrimmte Bärte, gepiercte Haut. Die Wochenzeitung „Williamette Week“ beschreibt Farma so: Bring deine Babyboomer-Eltern an diesen Ort, dann verstehen sie, dass Cannabis tatsächlich eine Medizin ist – und werden es lieben.

 

Ziel all dieser Bemühungen ist es, das Image von Cannabis zu ändern. Im Narrativ der Prohibition war Cannabis etwas Trauriges, Gefährliches und Negatives, sagt der Mitbegründer von Farma, Sam Heywood: „Wir haben viel Zeit damit verbracht, den Schaden wieder gutzumachen.“ Dass es nun nicht mehr verboten und verpönt ist, macht Cannabis nur für kurze Zeit interessant. Aber Gras soll nicht darüber definiert werden, was es nicht ist. „Aber was ist Cannabis?“, fragt Heywood und gibt die Antwort direkt selbst: „Ein Werkzeug, um das Leben der Leute zu verbessern. Es soll helfen, ein gesünderes und glücklicheres Leben zu führen.“ Das neue Branding von Cannabis soll auch Spaß vermitteln. Und romantisch sein. „Cannabis bringt Leute zusammen, liefert tolle Erkenntnisse über sich und andere, Musik klingt damit besser. Es gibt viele Arten, wie Cannabis eine wunderbare Erfahrung hervorruft. Das ist der andere Teil des Narrativs“, sagt Heywood.

 

Im Eingangsbereich bei der Ausweiskontrolle – nur wer über 21 Jahre alt ist, darf in den Laden – kommt es an diesem Mittwochnachmittag bei Farma es immer wieder zu Warteschlangen. Nacheinander: Ein junges Touristenpärchen, ein einbeiniger Rollstuhlfahrer, ein bärtiger Mann in den Zwanzigern, zwei ältere Frauen mit Gehstock, ein Paar mit Hund. Die Kunden lassen sich grob in zwei Gruppen teilen: die Jungen, die Spaß suchen, und jene, die das Gras brauchen, weil sie Schmerzen haben, zum Beispiel, weil sie gerade eine Chemotherapie durchlaufen. „Was für ein Erlebnis suchst du?“, fragen die Farma-Verkäufer üblicherweise am Anfang des Verkaufsgesprächs. Die meisten Kunden wollen eine Sorte Gras, welches sie lustig stimmt, glücklich macht und zum Kichern anregt. Wichtig ist den Kunden auch, dass das Kraut keine Angstzustände hervorruft. „Purple Kush ist mein persönlicher Favorit. Es entspannt ein bisschen, zieht dich aber nicht zu sehr runter. Auch im Kopf macht es dich ein klein wenig high“, sagt der Verkäufer Sean Mager zu dem Kunden Joshua Justice, während er nie den Augenkontakt verliert. Drei Qualifikationen müssen die Verkäufer mitbringen: Menschen lieben, einen Bezug zu Marihuana haben und neugierig sein, mehr über die Pflanzen zu lernen. Jede Woche gibt es Fortbildungen, die Verkäufer sollen zu „Weed-Ninjas“ ausgebildet werden, wie es Heywood schmunzelnd nennt...

 

...dies stellt nur den Einstieg der kompletten Reportage dar. In Highway – Das Cannabismagazin 01/2017 berichten wir auf 10 Seiten ausführlichst und mit vielen Fotos über die Farma-Dispensary. Außerdem findest du in Highway – Das Cannabismagazin weitere Infos über den Cannabis-Anbau, News und Entertainment. Die neue Ausgabe (01/2017) ist seit vorgestern für schlappe 2,60 Euro im gut sortierten (Bahnhofs-)Kiosk und Growshop erhältlich.

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