Schon zu anderen Gelegenheiten haben wir vor der Extraktion mittels Butangas gewarnt. Aufgrund der Explosionsgefahr ist diese Vorgehensweise bei der Herstellung von Cannabisextrakten nur etwas für Profis in demenstprechend augestatteten Räumlichkeiten, idealerweise TÜV-geprüft. Unsere Sorgen wurden traurigerweise einmal mehr von drei jungen Männern bestätigt, die vergangenen Montag beim Herumhantieren mit Butan ihr Wohnhaus und vor allem sich selbst schwer beschädigten. Zwei der drei Männer zogen sich schwere Verbrennungen zu, während der Dritte im Bunde von bei der Explosion herumfliegenden Trümmerteilen glücklicherweise nur leicht verletzt wurde. Zu seinem Glück hatte er sich zum Unfallzeitpunkt in einem anderen Raum aufgehalten. Die Ermittlungen dauern an.

 

Während in Deutschland und den Nachbarländern noch immer der Haze-Hype um sich greift, wurde dieser in anderen Ländern schon längst durch ein Überangebot an Kush-Knollen ersetzt. Die Kush-Strains gehen zurück auf die legendäre Hindu Kush, die natürlich aus der gleichnamigen Bergregion zwischen Afghanistan und Pakistan stammt. Die ursprüngliche Purple Kush ist schon länger auf dem Markt und wurde nun von der spanischen Samenbank Kannabia Seed Company mit der Black Domina gekreuzt und nach vielen Jahren Forschung und Entwicklung von Kannabia neu auf den Markt gebracht.

 

 

 

So ist ein Indica-Hybrid entstanden, der seinem Namen alle Ehre macht: Die Farbe der Pflanzen ist unglaublich violett, ja bis auf die großen Blätter sind kaum grüne Stellen auszumachen. Der Geschmack ist erdig und erinnert an verschiedene Kräuter, aber auch fruchtig-süße Nuancen sind auszumachen. Die vorherrschende Marschrichtung ist ganz dem Indica-Vorvater mit dem gleichen Namen zu verdanken, allerdings kann der nun vorhandene Sativa-Anteil einem ganz plötzlich die Gedanken umherwirbeln. Dies wird wohl auch der Tatsache geschuldet sein, dass der CBD-Gehalt dieser Pflanze nur knapp über null liegt. Die THC-Werte können hingegen auf die zwanzig Prozent zugehen.

Indoor beträgt die Blütezeit der aus den nur feminisiert erhältlichen Samen gewachsenen Damen etwa 60 Tage, outdoor wird als Erntezeitpunkt die Mitte des Oktobers empfohlen, was in Deutschland und Österreich unter Umständen risikobehaftet sein kann. Die Pflanzenpflege ist unkompliziert, allerdings sollte nicht zu viel Dünger gegeben werden. Sollte dies doch der Fall sein, macht sich dies direkt an den Blättern bemerkbar, sodass man spätestens dann die Gabe zurückfahren muss.

 

In den vergangenen und kommenden Wochen stellen wir einige Ganja-Goodies auf unserer Website und bei Facebook vor, die wir teilweise auch verlosen. Heute gibt es den Test zum Crafty Vaporizer, der in der kommenden Woche bei uns auf der Facebook-Seite verlost werden wird!

 

Crafty Vaporizer von Storz & Bickel - der Volcano für die Hosentasche

Der deutsche Hersteller Storz & Bickel mit Sitz in Tuttlingen ist inzwischen mit zwei mobilen Vaporizern am Markt unterwegs. Zum einen gibt es den robusten Mighty mit einer üppigen Batteriekapazität und LED-Display, zum anderen den hier vorgestellten Crafty, der vor allem durch seine Kompaktheit besticht. Diese Review soll allen Interessierten einen guten Überblick über den Crafty verschaffen, der inzwischen auch über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt ist und sich international einen Namen machen konnte.

 

 

Optik und Design

Wie auch beim großen Bruder, dem Mighty, ist der Crafty Vaporizer in einem futuristisch anmutenden Kunststoffgehäuse mit Kühlrippen untergebracht. Alle Gehäuseteile zeugen von hoher Qualität. Alle wichtigen Bedienelemente sind in einem, für Storz & Bickel typischen Orange gehalten und leicht zu erreichen. Der Crafty wiegt nur knapp 135 Gramm und ist mit 11 mal 6 Zentimeter besonders klein.

 

Funktionsumfang

Wie es sich für einen namhaften deutschen Hersteller gehört, hat Storz & Bickel dem Crafty Vaporizer eine vorbildliche Bedienungsanleitung und eine stabile Verpackung spendiert. Im Lieferumfang befinden sich eine Kräutermühle und eine Einfüllhilfe sowie Ersatzteile wie Siebe und Dichtungsringe. Ebenfalls enthalten sind ein Tropfenkissen und ein Pinsel zur Reinigung. Die Einfüllhilfe erleichtert die Handhabung des Vaporizers vor allem durch die Möglichkeit, diese auch als Aufbewahrungsbox für die vorbereiteten Kräutermischungen zu nutzen. Das erleichtert die Portionierung ungemein. Sämtliche im Lieferumfang enthaltenen Teile haben einen neutralen Geruch. Ein übler Plastikgestank ist trotz der Verwendung etlicher Kunststoffteile glücklicherweise nicht wahrzunehmen. Auch hier wurde anscheinend deutsche Qualitätsarbeit geleistet.

 

Der Crafty Vaporizer erhitzt die zugefügten Kräuter durch eine Kombination von Luft- sowie Strahlungserhitzung bei einer Temperatur zwischen 180 und 195 Grad Celsius. Dies ermöglicht ab dem ersten Zug einen rasch produzierten und dichten Dampf. Verdampfen lässt sich mit dem Crafty Vaporizer fast alles – nicht nur Kräuter, sondern auch Harze oder Öle verdampft das Handgerät problemlos. Die Füllkammer des Crafty Vaporizers ist für ein Taschengerät verhältnismäßig groß. Ganze 0,2 Gramm an Material passen in den Crafty.

 

 

Eine integrierte Abschaltautomatik setzt bereits nach einer Minute ein. Diese lässt sich jedoch per Knopfdruck problemlos um eine weitere Minute verzögern. Durch ein ausgefeiltes Kühlungssystem im Oberteil des Geräts bleibt der Crafty auch nach längeren Sessions kühl. Das Mundstück des Crafty ist ausklappbar und macht einen stabilen Eindruck. Dem Crafty Vaporizer wurde von Storz & Bickel eine Ein-Tasten-Steuerung verpasst. Durch zweimaliges Drücken des orangenen Knopfs heizt er auf eine voreingestellte Boost-Temperatur (195 Grad Celsius), mit der man den Kräutern so richtig einheizen kann. Auch wenn es an dem Crafty kein volles LED-Display gibt, so ist ein LED-Indikator verbaut, der durch verschiedene Farben den Heizvorgang (rot), die erreichte Temperatur (grün) und den Akkustand (blau) anzeigen kann.

 

Bedienung

Die Bedienung des Crafty Vaporizers geht leicht von der Hand. Alle wichtigen Elemente sind passgenau in das Gehäuse eingearbeitet und die Kräuterkammer schließt luftdicht ab. Das Öffnen und Schließen der Kräuterkammer funktioniert problemlos. Nach einem kurzen Aufheizen zwischen 60 bis 120 Sekunden ist der Crafty Vaporizer betriebsbereit. Ein kurzes Summen in Form eines Vibrationsalarms signalisiert, dass der Aufheizvorgang abgeschlossen ist. Die Inhalation geht bei dem Crafty Vaporizer fast widerstandslos vonstatten. Auch bei stärkeren Zügen wird es nicht zu anstrengend oder zu heiß am Mundstück. Lediglich der Akku des Geräts macht nach spätestens 45 Minuten schlapp und ist damit der Schwachpunkt in der Handhabung des Crafty.

 

Die Aufladung geschieht – wie bei fast allen mobilen Vaporizern inzwischen üblich – über ein MicroUSB-Kabel und ist nach etwa zwei Stunden abgeschlossen. Der Akku ist allerdings ohne Hinzuziehung des Herstellers nicht austauschbar. Jedoch kann der Crafty während des Ladevorgangs benutzt werden – das Gerät muss dafür nur mindestens 20 Prozent Akku haben.

 

 

Bluetooth App

Eine Besonderheit bietet der Crafty Vaporizer in Bezug auf seine Bedienung: auch wenn der Crafty Vaporizer sich durch seine Ein-Tasten-Steuerung klassisch bedienen lässt, so entfaltet er in Kombination mit einem Smartphone und einer entsprechenden Bluetooth-App (Android oder iOS), sein volles Potenzial. Die App ist professionell aufgemacht und bietet genaueste Einstellungsmöglichkeiten. Zum Beispiel kann man mithilfe der App die Temperatur zwischen 40 und 210 Grad Celsius präzise einstellen. Auch liefert die App einen genauen Überblick über den aktuellen Zustand des Geräts. So lassen sich Akkustand und Ist-Temperatur anzeigen, die Lichtstärke der eingebauten LED und die Soll-Temperatur anpassen. Die Boost-Temperatur der Ein-Tasten-Steuerung lässt sich ebenfalls verändern. Die Verbindung zum Vaporizer geschieht über die Bluetooth-Schnittstelle des Smartphones und Einstellungen werden fast in Echtzeit übernommen. Auch ist ein Handbuch in die App integriert worden. So kann man schnell einmal nachschlagen, welche Temperaturen für welche Kräuter von Nöten sind.

 

Garantie

Der Hersteller Storz & Bickel verspricht Käufern des Crafty Vaporizers eine zwei Jahre währende Garantie, die sich auf normale Nutzung bezieht. Des Weiteren bietet Storz & Bickel einen Reparaturservice an, sollte außerhalb der Garantieabdeckung einmal etwas schiefgehen.

 

Fazit

Der Crafty Vaporizer ist ein funktionsstarker und kompakter Vaporizer mit einer innovativen Smartphone-App, der jedoch leider nur mit einer durchschnittlichen Akkulaufzeit aufwarten kann. Nichtsdestotrotz sorgen die einfache Bedienung und eine sehr hohe Dampfqualität für ein hervorragendes Dampferlebnis. Es handelt sich bei dem Crafty Vaporizer definitiv um ein deutsches Qualitätsprodukt, vor dem sich so manch anderer tragbarer Vaporizer in Acht nehmen muss.

 

Diese Vaporizer können ganz einfach online, beispielsweise bei NamasteVapes Deutschland, bestellt werden: www.namastevapes.de

Weiter geht es mit den „Highway Test&Win-Wochen“. Heute im Test: der Volcano Vaporizer von Storz & Bickel!

 

Volcano Vaporizer

Die wohl bekanntesten Vaporizer für die Kräuterverdampfung sind die Volcano Vaporizer von Storz & Bickel. Diese Vaporizer werden direkt in Deutschland hergestellt und TÜV-getestet. Im Jahr 2014 sind die Volcano Vaporizer zu den ersten offiziellen medizinischen Vaporizern der Welt gekürt worden.

 

Edles Design

Von den Volcano-Vaporizer-Typen gibt es zwei Modelle, den Volcano Classic und den Volcano Digital. Der Volcano Digital ist das Nachfolgemodell des Volcano Classic. Beide sind Tisch-Vaporizer und von wirklich edlem Aussehen. Beide Verdampfer bestehen aus einem schönen Kegel aus gebürstetem Metall. Die genaue und sehr zuverlässig gesteuerte Temperaturregelung ist ein weiteres Highlight. Beide Volcano-Vaporizer haben keine Schlauchverwendung – die kontrollierte, aber doch sehr effiziente Verdampfung erfolgt über einen Ballon. Das ist wirklich ein Vorteil, denn der Dampf kann im Ballon abkühlen. Selbst wenn es fünf bis zehn Minuten dauert, kommt es zu keinerlei Geschmackseinbußen. Die beiden Volcano-Vaporizer, ob Volcano Classic oder Volcano Digital, sind vom deutschen Hersteller Storz & Bickel. Schon der Name verheißt Wertarbeit.

 

Die Volcano-Vaporizer sind einfach zu handhaben. Der Grund für die einfache Handhabung ist die neuartige Ventiltechnik. Sie sorgt dafür, dass Aromen und Duftstoffe vom Verdampfer produziert und anschließend im Ballon gesammelt werden. Wenn mehrere Ventile zur Verfügung stehen, kann der Volcano Vaporizer auch von mehreren Personen genutzt werden. Mit dem Volcano können sowohl Kräuter als auch Konzentrate verdampft werden. Beim Volcano wird hierfür ein Tropfenkissen aus Edelstahl benutzt, das in die Heizkammer passt. Dieses ist im Lieferumfang enthalten und muss nicht zusätzlich bestellt werden. Besonders hervorzuheben sind auch die Hochleistungspatrone und die starke Membranpumpe bei beiden Modellen – damit macht das Dampfen so richtig Laune. Für die unabhängige Temperatursicherung werden in die Verdampfer ein Luftfilter, ein Schalldämpfer und ein dafür konstruierter Aluminiumheizblock eingebaut. Letztendlich sorgt das für die saubere Luft. Rauchentwicklung gibt es bekanntermaßen keine.

 

 

Volcano Digital und Volcano Classic – worin liegt der Unterschied?

Da der Volcano Digital der Nachfolger des Volcano Classic ist, kann er ein paar kleine, aber feine Neuerungen und Verbesserungen vorweisen. Das Gerät ist ein technisch sehr hochwertiges Gerät, mit dem sowohl Kräuter als auch Konzentrate verdampft werden können. Der Unterschied zum Volcano Classic ist die elektronische Regelung – der Classic hat einen Bimetall-Regler. Die elektronische Reglung ist präziser als durch den Bimetall-Regler. Somit kann die Temperatur zwischen 40 und 230 Grad Celsius eingestellt werden, die Abschaltautomatik sorgt dafür, dass das Gerät nicht überhitzt wird. Praktisch bestehen jedoch keine Ungenauigkeiten bei der Regelung der Temperatur. Darüber hinaus hat der Volcano Digital eine große Digitalanzeige integriert. Hier kann man die genaue IST- und SOLL-Temperatur ablesen. Über die Tasten + und - kann die Temperatur präzise eingestellt werden.

 

Hochwertige Materialien und beste Funktionalität

Bei dem Volcano Digital haben die Hersteller Storz & Bickel nur die besten Materialien verwendet, allesamt lebensmittelecht und geschmacksneutral. Wie auch der Volcano Classic, besitzt der Volcano Digital eine Hochleistungspatrone, eine sehr starke Membranpumpe, einen Luftfilter und einen gut verarbeiteten Schalldämpfer. Der Aluminiumheizblock bringt die Luft auf die gewählte Temperatur und sorgt dafür, dass sie beibehalten wird. Nach 30 Minuten ohne Aktivität, kommt die Abschaltautomatik in Aktion und schaltet das Gerät ab. Der Benutzer muss nicht mehr daran denken – perfekt!

 

 

Ventilsystem: Easy-Valve-System

Ausgestattet ist der Volcano Digital mit zwei Ventilsystemen. Das Easy-Valve-System benötigt nur wenig Wartung. Ist die Zeit gekommen, kann es einfach durch ein neues Ventil ersetzt werden. Ballon und Ventil sind beim Volcano Digital miteinander verbunden und deshalb müssen einfach nur Ventil und Ballon ersetzt werden. Das Easy-Valve-System enthält im Lieferumfang immer fünf Ballone, ein Mundstück und die dazugehörige Füllkammer. Das System kommt praktischerweise fertig montiert. Das Aufziehen des Ballons auf das Ventil fällt also weg. Es muss nur noch die Füllkammer vor dem neuen Gebrauch gereinigt werden. Eine wirklich einfache Handhabung.

 

Die kleinen aber feinen Unterschiede

Der Volcano Digital ist wirklich ein Verdampfer der Premiumklasse. Er hat ein LED-Display und lässt sich gradgenau einstellen. Er nutzt das Easy-Valve-System und verdampft sowohl Kräuter als auch Öle. Das verbaute Material ist sehr hochwertig und äußerst strapazierfähig. Mit dem Volcano Vaporizer wird jeder Vaper glücklich werden, der einen Tisch-Vaporizer sucht. Wer sich den Volcano Digital Vaporizer anschafft, wird spätestens bei Benutzung feststellen, dass der Preis durchaus gerechtfertigt ist.

Diese Vaporizer können ganz einfach online, beispielsweise bei NamasteVapes Deutschland, bestellt werden: www.namastevapes.de

Auch in Österreich ist Cannabis verboten – und auch in Österreich scheint das komplett sinnlos zu sein. Allein die Konsumentenzahlen belegen schon: wer kiffen will, der kifft auch, unnötige und teure Strafverfolgung hin oder her. Erwischt wird man ja doch nicht (bis man dann doch erwischt wird – und aus Frust darüber erst mal einen rauchen muss).

 

Nichtsdestotrotz: der österreichische Staat möchte offenbar unglaubliche Mengen an Energie und Geld für die Strafverfolgung von Cannabiskonsumenten ausgeben, ohne damit irgendetwas von dem zu erreichen, was angeblich damit erzielt werden soll – man schämt sich noch nicht mal, das öffentlich zuzugeben:

 

Denn das Bundeskriminalamt meldete nun, dass 2017 zwei Drittel (28.549 von 42.610) aller angezeigten Vergehen nach dem Suchtmittelgesetz Cannabis-Delikte im Bereich von wenigen Gramm betrafen. Der „Kampf“ wird also auf dem Rücken derjenigen ausgetragen, die kaum über Cannabis verfügen, offensichtlich nichts verkaufen und auch sonst niemandem etwas getan haben (außer einen Joint zu rauchen anstatt besoffen in der Altstadt zu randalieren). Bravo!

 

2017 entdeckte die Polizei 948 Cannabis-Anbauanlagen, von denen allerdings bloß 133 mit mehr als 50 Pflanzen bestückt waren. Insgesamt wurden 1,6 Tonnen Cannabis beschlagnahmt – ein Witz gegenüber den geschätzt 250 Tonnen, die in Österreich vergangenes Jahr verbraucht wurden. Und was hat der Spaß gekostet?


„Die gesetzliche Verfolgung des einzigen opferlosen Verbrechens im österreichischen Strafrecht kostet den Staat nach unseren Schätzungen rund 430 Millionen Euro, denen gerade einmal beschlagnahmtes Cannabis im Wert von 20 Millionen Euro gegenübersteht“, kritisierte Toni Straka vom Hanf-Institut.

Bei einer ausgeprägten Verkehrskontrolle im Raum Frankfurt am Main überprüften Polizeibeamte eine ältere Mercedes-E-Klasse. Der Fahrer hatte angegeben, sich auf dem Weg zum Burg-Herzberg-Festival zu befinden, einem Hippie-Festival nähe Kassel. Ein Hippie in einem Mercedes (wenn auch ein alter), wie passt das denn zusammen? Gut möglich, dass sich den Gesetzeshütern diese eigentlich berechtigte Frage gar nicht erst stellte, da sie bereits beim Blick auf die Motorhaube des Fahrzeugs ins Stutzen gerieten. Dort prangte nämlich nicht einfach nur der begehrte Stern, nein, der Fahrer hatte seiner Kreativität freien lauf gelassen und das Markenzeichen mit einem schönen Joint verziert. Falls der betroffene Fahrer das hier liest: wir schicken dir gerne eine Ladung Highway-Sticker, mit denen du dein Joint-Mobil noch weiter dekorieren kannst!

Der ein- oder andere Cannabisfreund mag sich noch an den Wahlkampf 1998 erinnern, in dem die Grünen bei vielen jungen Menschen mit dem Versprechen, endlich die Legalisierung herbeizuführen, punkten und letztendlich zusammen mit der SPD eine rot-grüne Regierung stellen konnten. Leider versäumte man es, in der darauf folgenden Legislaturperiode, der vollmundigen Ankündigung Taten folgen zu lassen. Heute trommeln die Grünen, aus der Opposition heraus, wieder lautstark für eine Freigabe des beliebten Krauts, doch die Glaubwürdigkeit beim Pöbel hat natürlich gelitten...

 

Doch Rettung naht aus Rostock: In einem Lagerraum fanden Polizeibeamte gerade eine kleine, aber sorgfältig betriebene Cannabisanlage, die insgesamt acht Pflanzen umfasste. Die Beamten hatten den Raum aufgrund eines Lecks in der Wasserversorgung aufbrechen müssen. Wie sich herausstellte, gehörten Raum und Pflanzen dem Rostocker Bündnis-90/Die-Grünen-Mitglied Henning Wüstemann, seines Zeichens unter anderem Bürgerschaftsmitglied, Vorsitzender des Kulturausschusses und Mitglied des Finanzausschusses. Fraktionschef Flachsmeyer dazu: „Auch wenn die Grünen für eine begrenzte Legalisierung von Cannabis für den Eigenbedarf eintreten, gilt natürlich die bestehende Gesetzeslage.” Wüstemann, gegen den nun ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird, wird seine Ämter ruhen lassen und beteuerte, dass das Cannabis nur für den Eigenbedarf gedacht war. Wie dem auch sei, schön zu sehen, dass die Grünen ihren Worten zur Abwechslung auch mal Taten folgen lassen.

Dass die Stadien vieler Erstligisten wie etwa Bayern München, Borussia Dortmund oder FC Schalke 04, um nur ein paar zu nennen, nach ihren Firmensponsoren benannt sind, daran haben sich die Leute mittlerweile gewöhnt. Im liebsten Sport der Deutschen regiert eben der schnöde Mammon und nur noch wenige stören sich daran, samstags etwa der Allianz-Arena einen Besuch abzustatten (wenn sie denn überhaupt noch eine Karte bekommen). Auch im schottischen Fußball hat man sich eigentlich mit dieser Art Kommerzialisierung abgefunden. Die Betonung liegt auf eigentlich, denn zurzeit sorgt ein, sagen wir mal, ungewöhnlicher Sponsoring-Deal für Aufsehen:

 

Der schottische Erstligist Hamilton Academical wird seine Spielstätte von "New Douglas Park" in "Hope CBD Stadium" umbenennen. Das Unternehmen Hope CBD verkauft Öle, Sprays, Tees und Süßigkeiten auf CBD-Basis. Und das scheinbar recht erfolgreich, boten sie dem Fußballclub doch eine fünfstellige Summe für die Partnerschaft an. Auf Verlauten des Clubs heißt es, dass das Sponsoring ganz klar mit dem Vereinsethos vereinbar sei, da CBD keine süchtig machenden oder psychoaktiven Stoffe enthalte, man könne es mit alkoholfreiem Bier vergleichen. Die Meldung kommt nicht von ungefähr: erst vergangenen Donnerstag hat die britische Regierung die Verwendung von Medikamenten auf Cannabisbasis durchgesetzt. Die neue Regelung wird im Herbst dieses Jahres in Kraft treten.

Das kanadische Start-up Province Brands ist kurz davor, das erste Cannabis-Bier der Welt auf den Markt zu bringen. Wieso das erste? Hanfblütenbier gibt es doch schon länger, mag der geneigte Leser nun einwenden. Allerdings nicht so eins: während die Hanfbiere, die zum Beispiel oft auf Cannabismessen zur Erfrischung gereicht werden, nur mit Hanf gewürzt, ansonsten aber in herkömmlicher Weise aus Hopfen und Malz hergestellt werden, wird das kanadische Weed-Bier nur aus den Blättern, Stängeln und Wurzeln der Cannabispflanze sowie etwas Hopfen gebraut. Alkohol, der während des Fermentationsprozesses zwangsläufig entsteht, wird das Getränk nicht enthalten, er wird im weiteren Produktionsprozess herausgefiltert. Dafür aber gibt’s ordentlich THC auf den Schädel, und zwar etwa 6,5 mg THC pro Flasche. Der Geschmack wird als etwas weniger süß als herkömmliches Bier beschrieben und das High als ziemlich schnell eintretend, was für ein Edible eher ungewöhnlich ist.

Wer will noch mal, wer hat noch nicht? Nach den Querelen der letzten eineinviertel Jahre rund um den legalen Anbau von medizinischem Cannabis in Deutschland, wurde nun eine neue Runde eingeläutet – und zwar eine neue Ausschreibungsrunde!

 

Seit dem 10. März 2017 ist Cannabis in Deutschland als Medikament zugelassen. Zwar sind bis jetzt erst wenige Zehntausende als Patienten zugelassen, aber das bedeutet trotzdem, dass die Kilos nicht so schnell rangeschafft werden können, wie sie verbraucht werden.

 

Da bislang kein Anbau von Cannabis in Deutschland möglich ist (man lasse sich diesen Satz auf der Zunge zergehen: natürlich wäre er möglich, ein bisschen Erde und eine Gießkanne vorausgesetzt...), setzen die Apotheken also auf Importe.

 

Dies klappt aber nur leidlich und Lieferschwierigkeiten standen mehr oder weniger von Anfang an auf der Tagesordnung – diese seien nun angeblich behoben, meldete die Bundesregierung vergangenen Monat. Aber das ist auch dieselbe Bundesregierung, die behauptet, dass zwei, zweieinhalb Tonnen medizinisches Marihuana jährlich genügen würden, um den Bedarf der deutschen Cannabispatienten zu decken.

 

Um immerhin diese Menge statt durch Importe durch den Anbau im eigenen Land sicherzustellen, startete das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) vergangenes Jahr eine Ausschreibung. Doch das Vergabeverfahren benachteiligte viele Firmen extrem, vor allem diejenigen aus Deutschland. So wurde gegen das Verfahren geklagt, das seitdem auf Eis lag.

 

Geklagt wurde gegen die vorausgesetzten Erfahrungswerte beim Anbau, die zu kurzen Fristen bei der Suche nach einem geeigneten ausländischen Partner, fragwürdige Verpflichtungserklärungen ausländischer Unternehmen, fehlerhafte Referenzbewertungen ausländischer Unternehmen sowie die mangelhafte Transparenz bei den Zuschlagskriterien.

 

Hauptproblem deutscher Firmen, die sich für den medizinischen Cannabisanbau bewerben wollten, war, vereinfacht ausgedrückt, dass man nachweisen musste, (mindestens) schon einmal erfolgreich medizinisches Cannabis produziert zu haben. Für deutsche Firmen natürlich ein Ding der Unmöglichkeit.

 

Doch das war für das zuständige Oberlandesgericht kein Problem und nicht zuletzt die Klage gegen diese nicht erfüllbare Anforderung – die bedeutet, dass sich deutsche Firmen nicht ohne internationale Partner, die bereits fest im legalen Cannabishandel etabliert sind, für den Anbau im eigenen Land bewerben dürfen – wurde abgewiesen. Einzig der Klage gegen die zu kurzen Fristen wurde stattgegeben, was einen Stopp des Vergabeverfahrens zur Folge hatte.

 

Heute wurde nun vom BfArM bekanntgegeben, dass die neue Ausschreibung für den Anbau von Cannabis zu medizinischen Zwecken veröffentlicht wurde, die hier eingesehen werden kann. Die Ausschreibung umfasst ein Gesamtvolumen von 10.400 Kilogramm Cannabis, verteilt auf vier Jahre mit jeweils 2.600 Kilogramm.

 

Das BfArM plant die Zuschlagserteilung in diesem neuen Ausschreibungsverfahren für die erste Jahreshälfte 2019. Die neue Ausschreibung sieht 13 Lose zu je 200 Kilogramm Jahresmenge in einem Zeitraum von vier Jahren vor. Nach den Ausschreibungsbedingungen kann ein Bieter maximal für fünf Lose einen Zuschlag erhalten.

 

Insofern ist vorgesehen, mit mindestens drei Bietern jeweils einen Vertrag über Anbau, Ernte, Weiterverarbeitung und Lieferung von Cannabis in standardisierter pharmazeutischer Qualität zu schließen. Unternehmen, die den Zuschlag erhalten, müssen dann den Anbau unter betäubungs- und arzneimittelrechtlichen Vorgaben umsetzen.

 

Bei erfolgreichem Ablauf geht das BfArM davon aus, dass Cannabis voraussichtlich ab 2020 aus dem Anbau in Deutschland zur Verfügung stehen wird. Der Import von medizinischem Cannabis nach Deutschland wird auch über diesen Zeitpunkt hinaus rechtlich grundsätzlich möglich sein.

 

Bleibt die große Frage: was ist im neuen Verfahren mit deutschen Unternehmen? Tja, da sieht es wieder eher schlecht aus. Weiterhin muss ein gewisses Anbauvolumen aus der Vergangenheit nachgewiesen werden – der Deutsche Hanfverband prüfte augenblicklich die Möglichkeit, den Anbau einer anderen Heilpflanze statt von Cannabis als Referenz bei der Bewerbung anzuführen. Ergebnis:

 

„Anstelle einer Cannabis-Referenz laut Unterpunkt 4.3.2 kann auch ,mindestens eine Anbau- und eine Verarbeitungs-Referenz gemäß Ziffer 4.2.‘ genügen, um sich an der Ausschreibung zu beteiligen! Unter 4.2 wird neben der Cannabisreferenz auch die Referenz zum Anbau von Arzneipflanzen genannt. Damit scheint es so, dass eine Beteiligung an der Ausschreibung auch für Firmen möglich ist, die nie legal medizinisches Cannabis angebaut haben, dafür aber Arzneipflanzen. Das BfArM wollte uns diese Interpretation auf Anfrage nicht bestätigen, dementiert sie allerdings auch nicht!“

 

So oder so bedeutet dies also auch weiterhin, dass man einen legalen Anbau von medizinischem Marihuana für den deutschen Markt vergessen kann, sollte man nicht zufällig im Besitz eines pharmazeutischen Betriebs sein, der bereits Arzneipflanzen produziert. Und nein: eure Zelte gelten leider nicht...

 

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