Alle Cannabisfreunde mit Netflix-Account aufgemerkt! Gestern startete mal wieder eine neue Serie auf dem beliebten Streaming-Dienst, das allein ist bei der aktuellen Film- und Serienflut natürlich noch nichts Besonderes. Bei „Joint Venture“ handelt es sich aber, wie das Wortspiel im Titel schon unsubtil preisgibt, um eine Comedyserie mit Cannabis-Hintergrund. Was das ganze für viele noch interessanter machen dürfte, ist die Tatsache, dass es sich um eine französische Produktion handelt. Und die sind bekanntlich nicht nur bei den Zuschauern in Deutschland extrem beliebt. Komödien stellen in der Tat einen der größten Exportschlager Frankreichs dar, man denke etwa an den riesigen Erfolg von Filmen wie „Willkommen bei den Schtis“ und „Ziemlich beste Freunde“, um nur zwei Bespiele aus der jüngeren Vergangenheit zu nennen.

 

„Joint Venture“ dreht sich um einen frisch gescheiterten App-Entwickler, der die familieneigene koschere Fleischerei in Frankreichs ersten Coffeeshop verwandeln will, nachdem er aus sicherer Quelle erfahren haben will, dass die Cannabislegalisierung kurz bevorsteht. Die Familie reagiert zunächst perplex, rauft sich letztendlich aber doch zusammen.

 

Der Trailer (siehe unten) macht mit seinem ungewöhnlichen Setting und vielen frischen Gesichtern auf jeden Fall schon einmal eindeutig Lust auf mehr. Fraglich ist allerdings die Qualität der deutschen Übersetzung und Synchronisierung. Im Gegensatz zu englischsprachigen Produktionen dürften nur die wenigsten Zuschauer Lust haben, die Serie im französischen Original zu schauen. Cannabisfreunde sollten der Produktion und sei es aus Ermangelung an Alternativen, dennoch unbedingt mal eine Chance geben.

Irland hat in der Frage der Akzeptanz von Cannabis einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung getan. Der irische Gesundheitsminister Simon Harris hat ein Pilotprogramm gestartet, das erstmals die Nutzung von Cannabis-basierten Medikamenten gestattet. Dies war in Irland bisher komplett verboten gewesen, doch das soll sich für Patienten, die an Multipler Sklerose, Epilepsie oder durch Chemotherapie bedingter Übelkeit leiden, jetzt endlich ändern. Medizinisches Cannabis soll aber nur dann eingesetzt werden, wenn konventionelle Arzneimittel keinen Erfolg bringen. Das Pilotprogramm ist auf fünf Jahre angesetzt.

 


Auch in Frankreich tut sich etwas. Eine renommierte Expertenkommission für Wirtschaftsanalysen, CAE, spricht sich öffentlich für die Legalisierung von Cannabis aus. Das bisherige Verbotssystem sei auf ganzer Linie gescheitert. Frankreich hat zwar eine der strengsten Cannabisgesetzgebungen der EU, die Konsumfreunde der Franzosen liegt dennoch auf einem konstant hohen Niveau. Die Wirtschaftsexperten stellen eigenen Berechnungen zufolge in der Folge einer Legalisierung Steuereinnahmen von bis zu 2,8 Milliarden in Aussicht. Vorgeschlagen wird ein öffentliches Monopol auf die Produktion und den Vertrieb von Cannabis, der von einer unabhängigen Behörde kontrolliert würde, die Qualität und Quantität regele.

 

Wer gerade am Mittagtisch sitzt, sollte diese Nachricht lieber mit Vorsicht genießen! Es war wahrlich ein schwarzer Tag für einen Mann aus Cashmere, Washington. Der bereits mehrfach vorbestrafte 27-Jährige durchlebte den Albtraum eines jeden Mannes: während er eine scharfe Pistole in seiner Hose verstauen wollte, löste sich ein Schuss und verletzte Hoden und Penis schwer. Stark blutend fuhr er mit seiner Freundin in ein Krankenhaus und lag nur wenig später auf dem Operationstisch. Glück im Unglück, könnte man jetzt sagen, doch die Pechsträhne des jungen Mannes riss nicht ab.

 

Denn während der Operation ploppte ein mit Marihuana gefüllter Ballon aus dem Anus des Patienten und fiel dem erstaunten Chirurgen sozusagen in Hände. Die eintreffende Polizei, die bei Schussverletzungen umgehend vom Krankenhauspersonal verständigt werden muss, konfiszierte das Cannabis und fand zu allem Überfluss noch weitere Drogen in der blutverschmierten Jacke des Verletzten.

 

Cannabisfreunde auf Reisen kennen das Problem: kifferfreundliche Hotels gibt es kaum, Raucherzimmer generell sind Mangelware und wenn es ganz blöd läuft, lassen sich aus Sicherheitsgründen noch nicht einmal die Fenster öffnen. Und dann sind da natürlich noch die Rauchmelder, die teilweise auch bei geringstem Qualmaufkommen stillen Alarm an der Rezeption auslösen.

 

Offenbar vollkommen unbeschwert von derlei Sorgen haben es sich zwei junge Männer im Alter von 21 und 25 in ihrem Hotelzimmer in Gremberghoven gemütlich gemacht. Ob sie in ihrem Zimmer Joints rauchten, ist nicht klar, in Anbetracht des Ausmaßes ihrer Verfehlungen aber auch vollkommen unerheblich. Selbst, wenn sie dort den größten Blunt aller Zeiten angezündet hätten, am weiteren Verlauf der Geschichte hätte das wohl recht wenig geändert. Denn anstatt bloß zu konsumieren, trockneten die beiden Männer ihr Marihuana im Hotelzimmer. Und wir reden hier nicht über ein paar Gramm, nein, stolze 14 Kilogramm Blütenmaterial lagen im ganzen Zimmer ausgebreitet auf dem Boden. Möbel stören in so einer Situation nur, das ist klar, und so wurde kurzerhand alles aus dem Weg geräumt. Das Treiben fiel natürlich auf, denn so eine Menge feuchten Weeds verströmt einen ziemlich intensiven Duft, wie eigentlich jeder, der schon mal einen Krümel Gras in der Hand hatte, wissen müsste.

 

Es kam, wie es kommen musste, andere Gäste beschwerten sich über die Geruchsbelästigung und eine Raumpflegerin verschaffte sich schließlich Zutritt zum Zimmer der Männer, um nach dem Rechten zu sehen. Die beiden befanden sich zu dem Zeitpunkt zwar nicht im Zimmer, aber das half ihnen auch nicht mehr. Die Polizei wurde verständigt, die Verdächtigen und ein Komplize, über den die Hotelbuchung lief, dürfen sich nun auf ein Verfahren einstellen.

Angezeigt von den eigenen Eltern! Vor dem Deggendorfer Landgericht musste sich gerade ein 21-Jähriger verantworten. Im Zimmer des jungen Mannes hatte die Polizei zum Jahreswechsel 3,7 Kilogramm Haschisch, 200 Gramm Marihuana, zwei Feinwaagen, ein Vakuumiergerät und eine Gaspistole gefunden.


Das Besondere an dem Fall: der Angeklagte lebte noch bei seinen Eltern, die die Utensilien selbst gefunden hatten. Beim Aufräumen stieß die Mutter auf eine Sporttasche, die sie nicht dem eigenen Haushalt bzw. dem Besitz ihres Sohnes zuordnen konnte. Der Blick ins Innere bestärkte die besorgten Eltern darin, dass der Inhalt unmöglich ihrem Sprössling, der sich zur Zeit des Fundes im Silvesterurlaub in Amsterdam befand, gehören könne. Sie waren sich dabei scheinbar so sicher, dass sie, ohne vorher Rücksprache zu halten, selbst die Polizei alarmierten.


Die sah das offenbar anders und verhaftete den Sohnemann noch auf der Rückreise aus den Niederlanden im Flixbus. Das Urteil, das Anfang Juni durch das Landgericht Deggendorf, erging, fiel vergleichsweise milde aus: mit einer zweijährigen Gefängnisstrafe, zur vierjährigen Bewährung ausgesetzt, sowie der Verpflichtung zum Antritt einer Therapie, kann sich der Verurteilte, gerade im (nieder-)bayrischen Raum, wohl noch einigermaßen glücklich schätzen.

Tja, die Cannabisanlage wäre wohl unentdeckt geblieben – wenn, ja, wenn sich der verantwortliche Grower nicht selbst bei der Polizei gemeldet hätte.

 

23 Cannabispflanzen plus Zubehör entdeckten die Kriminalbeamten bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung des Elmshorners. Doch aus welchem Grund hatte sich der 24-Jährige überhaupt selbst ans Messer geliefert? Als Rücktrittsgeschenk für Marlene Mortler? Wohl kaum. Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, war der Grund ein ganz anderer: der junge Mann hatte diverse (vielleicht selbst hergestellte?) Düngemittel zusammengekippt, bekam es dann aber mit der Angst zu tun. Die Befürchtungen, versehentlich ein giftiges oder gar explosives Gasgemisch hergestellt zu haben, trieb den verunsicherten Cannabisfreund schließlich dazu, sich selbst ans Messer zu liefern.

 

Völlig zu Unrecht, wie sich kurz darauf herausstellte: denn die hinzugerufene Feuerwehr stellte fest, dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung bestanden habe. Klingt nach einem klassischer Fall von Kiffer-Paranoia? Möglicherweise, doch ob der junge Mann zum Zeitpunkt des Notrufs akut berauscht gewesen ist, ist bisher unklar.

 

Der 1. Juli 2019 wird ein ganz besonderer Tag. Insbesondere Cannabisfreunde und Prohibitionsgegner sollten sich diesen Montag ganz dick im Kalender anstreichen. An diesem Tag wird die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler (CSU) offiziell ihr Amt niederlegen und als Agrarexpertin ins Europaparlament einziehen.

 

Wow, das muss man erst mal sacken lassen! Die ultimative Hassfigur all derer, die seit Jahren für eine progressive Drogen- und Suchtpolitik plädieren, nimmt ihren Hut. Und was bleibt ist gähnende Leere: denn wer Mortlers Platz einnehmen wird, ist bisher unklar. Ebenso, wer die Sozialarbeiter, Suchtexperten und Aktivisten des Landes in Zukunft mit heuchlerischen Argumenten, mangelndem Fachwissen und entwaffnender Ignoranz bei Laune halten soll. Ja, irgendwie gehörten sie mittlerweile schon fast dazu, die haarsträubenden Statements der gelernten Hauswirtschaftsmeisterin aus dem Freistaat. Mit Gaga-Sprüchen wie „Cannabis ist verboten, weil es illegal ist.“ oder „Äh, was für eine portugiesische Erfahrung? Meinen Sie Fussball?“ gelang es Mortler immer wieder, Cannabisfreunde und Satiriker im ganzen Land zu erheitern und zum leidenschaftlichen Widerspruch herauszufordern.

 

Schon geht die Angst um, mit Mortlers NacholgerIn könnte ein deutlich kompetenterer Widersacher das Amt des Drogenbeauftragten übernehmen, mit dem die Legalisierungsfraktion weniger leichtes Spiel haben wird. Doch wer wird gleich alles schwarzmalen wollen? Bekanntlich sind CDU/CSU ein natürliches Habitat für herzlose Karrieristen, aalglatte Lobbyisten und rückgratlose Emporkömmlinge aller Couleur. Da wird sich schon jemand finden, der der Hopfenbauern-Tochter Paroli bieten kann, ganz sicher. Doch genug der Spekulation. Jetzt ist erst einmal Zeit den Moment mit all seinen sich bietenden Chancen zu genießen und einen dicken Joint auf Marlene Mortlers Rücktritt zu rauchen!

 

Da hat ein Aldi-Kunde vergangenen Donnerstag aber nicht schlecht gestaunt! Der Gelsenkirchener, der eigentlich einfach nur einen Blumentopf zur Dekoration der heimischen Terrasse kaufen wollte, hatte wohl kaum damit gerechnet, sich ob seines harmlosen Kaufes alsbald mit der Polizei auseinandersetzen zu müssen.

 

Doch als der 52-Jährige zu Hause seinen Einkauf auspackte, endeckte er in dem Pflanzgefäß, das er soeben erstanden hatte, doch tatsächlich ein Tütchen mit Marihuana. Anstatt sich einen entspannten Abend mit dem Zufallsfund zu machen (für ein paar Joints hätte es bestimmt gereicht), rief der Mann umgehend die Polizei. Die erkannte den Ernst der Lage und machte sich gemeinsam mit der Marktleitung sogleich daran, die betroffene Filiale gründlich zu durchsuchen. Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn einem unbedarften Kunden zwischen Maternus-Edelpils aus der stilvollen Plastikflasche und Wodka Zaranoff ein paar Krümel Gras in die Hände fielen

 


Da nichts weiter gefunden wurde, schlussfolgerte der erleichterte Filialleiter, dass es sich bloß um einen „Einzelfall“ handeln müsse. Weil der Pflanzentopf unverpackt angeboten wurde, ist es durchaus möglich, dass sich ein cannabisfreundlicher Kunde einen kleinen Spaß erlaubt hat. Ist doch auch praktisch, wenn man zum Blumentopf gleich etwas zum Einpflanzen dazu bekommt. Wobei beim Blick auf das gefundene Baggy leider nicht zu erkennen ist, ob es tatsächlich auch Samen enthält (siehe Originalmeldung).

 

Green Thumb Industries (GTI), ein Produzent medizinischen Marihuanas aus Illinois, USA, sorgt gerade für großes Aufsehen unter US-Cannabisfreunden. Das Unternehmen hat einen neuen Strain kreiert, der in Sachen THC-Gehalt alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen soll: „Brownie Scout“, so der Name der Kreuzung aus „Platinum Girl Scout Cookies“ und einer GTI-exklusiven Sorte namens „Great Divide“. Das zuständige Testlabor ACT Laboratories gab an, die Blüten der Neukreation seien mit einem Gehalt von 37,5 Prozent THC (THCa) die potentesten, die man jemals getestet habe. Kate Denton, stellvertretende Marketingchefin von GTI, berichtete, dass die letzten vier Brownie-Scout-Ernten ausnahmslos im Enddreißiger-Bereich lagen.

 

Derartige Messungen sorgen oft für Skepsis, da in Zweifel gezogen wird, ob solch hohe Werte im rohen Blütenmaterial überhaupt möglich seien. Laut „Phylos Bioscience“ aber, einem renommierten Cannabis-Forschungsunternehmen, sind THC-Werte bis knapp unter vierzig Prozent zwar unwahrscheinlich, aber auf jeden Fall im Bereich des Möglichen. Und auch wenn sich mittlerweile in der Branche die Meinung durchgesetzt hat, dass dem THC-Gehalt bei Weitem nicht so viel Bedeutung beigemessen werden sollte und dass andere Cannabinoide und Terpene für die Potenz und Wirkung des Cannabis ebenfalls von zentraler Bedeutung seien: die THC-Bombe namens „Brownie Scout“ dürfte so einige Potheads ziemlich neugierig machen. Erhältlich ist der Strain bisher allerdings nur über die GTI-EigenmarkeRythm“ und in vorgedrehten Joints der Marke „Dogwalkers“.

 

Der vergangene April war für viele Cannabisfreunde ein aufregender Monat. Erst beschlagnahmte die Polizei Deutschlands ersten CBD-Automaten in Trier, dann wütete sie in zahlreichen Hanfshops Süddeutschlands und konfiszierte 370 Kilogramm Hanftee, 530 Gramm CBD-Haschisch, 40 Liter CBD-Öl und 60 Kilogramm CBD-Blüten. Warum bloß? Selbst, wenn man all diese CBD-Produkte auf einmal konsumieren würde, wäre man nicht berauscht! Kurz danach eine weitere schlechte Nachricht für den CBD-Markt: die Drogeriemarkt-Riesen dm und Rossman strichen entsprechende Produkte aus ihrem Sortiment. Es hieß, man wolle die Rechtslage prüfen.

 

Das ist nun offenbar geschehen, denn es kursieren Meldungen, nach denen zumindest dm wieder das CBD-Öl von Limucan (fünf Prozent) anbietet. Ein positives Signal für die gesamte CBD-Branche? Scheinbar schätzt die Rechtsabteilung der Drogeriekette das Verkaufsrisiko als gering genug ein, um die Produkte wieder zu listen. Die Entwicklungen markieren den vorläufigen Höhepunkt eines lächerlichen Hin und Her um das nicht berauschende Cannabinoid CBD. Was fehlt, sind klare Richtlinien, nach denen sich Geschäftstreibende und Konsumenten richten können, diese Erkenntnis scheint nun auch so langsam im Mainstream anzukommen.