Gerade erst haben wir über das neue Pokémon „Galarian Weezing“ berichtet, dass (aller Wahrscheinlichkeit nach) unfreiwillig an eine Bong erinnert, nun haben wir schon wieder eine Videospiel-Nachricht zu vermelden. Allerdings eine ziemlich unerfreuliche: denn in Australien wurde nun das beliebte Computerspiel „DayZ“, das bereits 2013 erschien, durch die australische Behörde ACB (Australian Classification Board) für illegal erklärt. Physische Verkaufsexemplare dürfen nicht mehr angeboten werden, auch die digitalen Versionen sollen in Kürze verboten werden.

 

Als Grund nennen die Verantwortlichen den „illegalen oder verbotenen Drogenkonsum im Zusammenhang mit Anreizen oder Belohnungen“ im Spiel. Genau genommen geht es um Marihuana, das man im Spiel als Heilmittel nutzen kann. „Im Laufe des Spiels ist der Spieler in der Lage, eine Vielzahl von Ausrüstungsgegenständen, Materialien und Waffen zu sammeln und zu benutzen“ heißt es in der offiziellen Erklärung. „Eine der Möglichkeiten, die Gesundheit des Spielers wiederherzustellen, ist das Rauchen eines Joints, das mit einem Symbol in Form einer Blüte im Inventar des Spielers dargestellt wird.“

 

Wie es in dem Bericht weiter heißt, erlauben die Klassifizierungsrichtlinien im Bereich „ab 18 Jahren“ die Darstellung von Drogenkonsum. Dieser darf allerdings nicht „detailliert oder realistisch“ dargestellt werden. „Wenn der Konsum von Cannabis im Rahmen dieses Spiels nicht als Anreiz oder Belohnung gewirkt hätte“, wäre eine Einstufung „ab 18“ drin gewesen, heißt es in der Erklärung. „Der Konsum von Drogen (Marihuana) als Anreiz oder Belohnung während des Spiels übersteigt aber die in der Klassifikation „ab 18“ zulässigen Werte und muss aus diesem Grund abgelehnt werden“, so das ACB.

 

DayZ“ ist nicht das erste Spiel, das mit dieser Begründung in Australien verboten wurde. Auch „Fallout 3“ wurde dort aus dem gleichen Grund aus dem Verkauf genommen. Dass man sich in „DayZ“ erst mit anderen Spielern anfreunden kann, um sie dann hinterrücks zu erschießen, scheint für das ACB jedoch keinerlei Problem darzustellen. So sind in der australischen Computerspielewelt anscheinend Drogen das, was hierzulande übermäßige Gewaltdarstellungen und in Amerika nacktes Fleisch sind. Darauf erst einmal einen Kopf durch das Smokémon!

 

„Solange, bis es jemand schafft, uns davon zu überzeugen, dass es einen vernünftigen Grund dafür gibt, dass Cannabis verboten ist, solange werden wir weiter machen und bis an die Grenze gehen." Mit diesem Mantra zweier Cannabis-Aktivisten aus England können sich sicherlich auch hierzulande viele Legaliesierungskämpfer identifizieren. Die außergewöhnliche Aktion hingegen, die die beiden Aktivisten, von denen einer nur als „Outlaw“ bekannt ist, durchgeführt haben, dürfte den meisten Cannabisfreunden etwas zu waghalsig sein.
 

Mitten in einer der beliebtesten Grünflächen von Manchester, Picadilly Gardens, bezogen „Outlaw“ und sein Mitstreiter, beide komplett vermummt, Position und verteilten kostenlose Marihuanablüten an die interssierten Passanten. Ein Banner mit der Botschaft „FREE BUD“ (etwa: GRATIS BUDS) verkündete die frohe Botschaft und sicherte den beiden schnell die ungeteilte Aufmerksamkeit vieler Parkbesucher. Nach Angaben der Initiatoren wechselten auf diese Weise Cannabisblüten im Wert von insgesamt mindestens 900 Euro die Besitzer.
 

Nach der Aktion, die erwartungsgemäß für ein großes Medienecho sorgte, verkündete Outlaw, dem es im Gegensatz zu seinem Kollegen gelang, sich der staatlichen Autorität zu entziehen, dass die gewagte Aktion „nur der Anfang“ gewesen sei. Man darf also gespannt sein, was da noch kommt!

 

Darf es noch ein Tässchen mehr sein? Gerade kursiert ein etwas kurioser Produktrückruf im Web, der Cannabisfreunde zum Schmunzeln bringen dürfte. Bio-Großhändler Dennree hat am gestrigen Mittwoch eine Charge seines Hanf-Grüntees zurückgerufen und alle Käufer dazu aufgefordert, das Produkt nicht zu konsumieren. Der Grund: es wird doch tatsächlich befürchtet, dass möglicherweise zu viel THC im Tee stecke. Aus Angst vor gesundheitlichen Schäden bei der Einnahme größerer Mengen werden Käufer nun gebeten, ihr Produkt, auch ohne Kassenbeleg, umgehend umzutauschen. Betroffen sei ausschließlich die Charge mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 6. Februar 2022.

 

Cannabisfreunde, die jetzt schon mit dem Gedanken spielen, noch Exemplare der vom Rückruf betroffenen Charge zu ergattern und 20 Beutel auf einmal aufzubrühen, sei gesagt, dass nicht bekannt gemacht wurde, um wie viel mehr THC es sich wirklich handelt. Vielleicht ist das Ganze ja auch nur ein ausgefuchster PR-Trick, um Cannabisliebhaber auf das Produkt aufmerksam zu machen und auch in Zukunft zum Kauf zu ermutigen. Amüsant ist jedenfalls der Kontrast zwischen der Rückrufaktion und dem fetten "Higher Living-Aufdruck auf der Verpackung des Tees.

 

Immer Ärger mit den Nachbarn! Jeder, der Cannabis anbaut weiß: neben technischen Unfällen stellen die eigenen Nachbarn oft den größten Risiko-Faktor dar. Ein nerviges Surren hier, ein merkwürdig würziger Geruch dort, und die Polizei ist schneller alarmiert, als man „Denunziant“ buchstabieren kann.

 

Doch egal, wie sorgfältig man die Cannabisanlage einrichtet und betreibt, es bleibt immer das Restrisiko Zufall. Das musste nun ein Grower aus Hürth am eigenen Leib erfahren. Doch der Reihe nach: einem 66-jährigen Nachbarn wurde es mit dem Unkraut in der Hauseinfahrt zu viel, deshalb beschloss er dem Gewächs mit einem Brenner auf die Pelle zu rücken. Unglücklicherweise fing dabei nicht nur das Unkraut Flammen, sondern auch ein Teil der Fassadendämmung des Hauses. Die Feuerwehr wurde gerufen, untersuchte das Haus von oben bis unten und entdeckte in der Dachwohnung die Cannabisanlage des erwähnten Cannabisliebhabers und Growers. Die 50 Pflanzen seien nach Angaben des 29-Jährigen ausschließlich für den Eigenanbau gedacht gewesen.

Normalerweise ist sie es, die eine Cannabisplantage aberntet und abtransportiert, doch in diesem Fall, der sich Anfang der Woche in Hessen abspielte, läuft für die Polizei alles anders herum. In der Nacht zum Montag verschafften sich Unbekannte Zutritt zu einem 60 Quadratmeter großen Cannabisfeld, rissen die Pflanzen heraus, schnitten sie ab und luden sie in einen Lieferwagen, mit dem sie, nachdem sie die komplette Anbaufläche dem Erdboden gleichgemacht hatten, vom Schauplatz des Diebstahls flüchteten.

 

Dass sich nun die Polizei tatsächlich einmal mit der Wiederbeschaffung und nicht mit der Vernichtung von Hanfpflanzen beschäftigen muss, mag für den Cannabisliebhaber zwar eine amüsante Randnotiz darstellen, der hessische Jungbauer, dem die Pflanzen gehörten, hat hingegen wenig Grund zur Freude. Auf zwölf Hektar Ackerfläche hatte der Landwirt im April Nutzhanf gesät, auf der geplünderten Fläche wuchs eine spezielle, CBD-reiche Sorte, von der er sich besonders viel versprochen hatte. Der entstandene finanzielle Schaden wird auf etwa 50.000 – 100.000 Euro geschätzt. Was genau die Diebe mit den geraubten Pflanzen vorhaben, ist fraglich. Daran berauschen können sie sich jedefalls nicht.

 

 

 

Angesichts des CBD-Booms in der Schweiz kann man leicht übersehen, dass bei den Eidgenossen in puncto medizinischem Cannabis noch einiges im Argen liegt. Will heißen, dass man eine besondere Ausnahmegenehmigung des Bundesamts für Gesundheit benötigt, um es zu nutzen. Die wird nur bei besonders schweren Erkrankungen wie Krebs oder Multipler Sklerose (MS) erteilt, nur wessen Lebensqualität schwer beeinträchtigt ist, bekommt die Chance, Cannabis zu medizinischen Zwecken einzunehmen. Und auch nur dann, wenn andere Therapien keine Wirkung geszeigt haben oder aus anderen Gründen unmöglich sind. Dementsprechend konnten sich bisher nur etwa 3.000 Patienten mit ihrem Antrag durchsetzen.

 

Doch in den letzten Jahren ist das Interesse (und da kommt auch wieder der CBD-Boom ins Spiel) an den Sonderbewilligungen konstant angestiegen. Das hat durchaus auch etwas damit zu tun, dass Cannabis, wenn auch nur THC-armes, in der Schweiz eben in aller Munde ist. Selbst in Supermärkten wie Lidl sind CBD-Produkte und -Blüten inzwischen ein ganz normaler Anblick geworden. Das baut natürlich Berührungsängste ab und schafft Akzeptanz.

 

Sicher hat auch der Blick nach Deutschland und sein 2017 in Kraft getretenes Medizin-Gesetz mit dazu beigetragen, dass die Schweizer Regierung nun konkrete Schritte einleitet, um den Zugang zu Cannabismedizin zu erleichtern. Die alten Regelungen seien mittlerweile veraltet und entsprächen nicht mehr dem aktuellen Forschungsstand, teilte das Bundesamt für Gesundheit mit. Wie in der Bundesrepublik werden die Krankenkassen allerdings nicht verpflichtet sein, für die Behandlung mit Cannabis zu zahlen.

 

Auf Facebook geht momentan das Bild einer ungewöhnlichen Geburtstagstorte viral. Doch nicht nur das Design der Torte sorgt für Lacher, auch die Geschichte, die dahinter steckt, ist kurios: eine Mutter aus dem US-Bundesstaat Georgia wollte ihre Tochter, ein großer Disney-Fan, mit einer tollen Motiv-Torte zum Geburtstag überraschen. Besonders beliebt bei der Tochter (25) sind die Filme um das polynesische Mädchen „Moana“ (in der deutschen Übersetzung „Vaiana“), deshalb sollte auch das Antlitz dieses Charakters den aufwändigen Kuchen zieren.

 

Leider muss bei der telefonischen Bestellung etwas Entscheidendes schiefgegangen sein, denn das Resultat entsprach so gar nicht den Erwartungen der Familie. Statt eines süßen Cartoon-Charakters mit großen Kulleraugen zierte ein riesiges Cannabis-Blatt das Backwerk. Anstatt „Moana“ hatte der zuständige Mitarbeiter am Telefon wohl „Marihuana“ verstanden – und dieser Wunsch wurde dann eben umgesetzt. Wie es zu dem joint rauchenden „My Little Pony“ auf der rechten Seite der Torte kam, ist unklar, dem trashigen Charme der Torte tut dies aber keinen Abbruch. Wahrscheinlich hatte der Bäckerangestellte auch noch den Wortfetzen „Disney" notiert – und dann der Kreativität freien Lauf gelassen. Wer weiß, vielleicht hat er sich vor der Gestaltung auch noch schnell einen Dübel genehmigt. Wie auch immer, laut Facebook-Post habe die Torte aber nichtsdestotrotz sehr gut geschmeckt.

 

„Wenn Cannabis legalisiert wird, dann wird die Zahl Jugendlicher Cannabiskonsumenten ins Unermessliche ansteigen!“, so oder so ähnlich tönt es regelmäßig aus der Ecke der Prohibitionsbefürworter. Da wird von einem „fatalen Signal“ geschwafelt und Horrorszenarien von Massen jugendlicher Cannabis-Zombies an die Wand gemalt. Derweil häufen sich die Studien aus den USA, die ganz klar in eine andere Richtung weisen. Schon mehrfach hat Highway das Thema aufgegriffen und Studien vorgestellt, zum Beispiel hier und hier.

 

Nun wurde eine neue Studie veröffentlicht, deren Ergebnisse ebenfalls nahelegen, dass eine Legalisierung des Freizeitkonsums den jugendlichen Konsum sinken und nicht steigen lässt. Die neueste Veröffentlichung nimmt für sich in Anspruch, die Ausführlichste und Glaubwürdigste zu sein und verweist auf die Auswertung von Umfragedaten von etwa 1.4 Millionen High-School-Schülern, die im Zeitraum von 1993 bis 2017 erhoben wurden. Die Ergebnisse lassen aufhorchen: während der Cannabiskonsum unter High-School-Schülern im landesweiten Durchschnitt im genannten Zeitraum um etwa sechs Prozent gestiegen ist, zeichent sich in den Legalisierungstaaten ein gegensätzlicher Trend ab.

 

Dort fiel die Zahl der Jugendlichen, die angegeben hatten, im zurückliegenden Monat mindestens einmal Marihuana konsumiert zu haben, innerhalb der letzten Jahre um acht Prozent. Die Zahl regelmäßiger Konsumenten sank mit einem Abfall von neun Prozent sogar noch signifikanter. Mark Anderson, einer der Co-Autoren der Arbeit, stellte auch klar, dass man in der Folge einer rein medizinischen Legalisierung keine derartigen Schwankungen bei jugendlichen Konsummustern feststellen konnte.

 

In Manchester, England, haben Polizisten die Überreste einer Cannabisanlage für etwa 1.000 Pflanzen entdeckt. Das Pikante dabei: die Anlage befindet sich in einem Haus, das noch vor rund sechs Jahren als Polizeistation genutzt wurde. Über dem Hauseingang prangt noch immer der Schriftzug „Lancaster County Police Station“. Nur zufällig betraten Beamte das leerstehende Gebäude, da sie aufgrund von Baufälligkeiten Sicherheitsrisiken für Passanten vermuteten.

 

Im Inneren des Hauses dann die große Überraschung: unzählige Pflanzentöpfe, teilweise leer, teilweise noch mit verdorrten Pflanzenresten befüllt, Wurzelballen, Reflektoren und Grow-Lampen ließen keinen Zweifel daran, dass hier vor nicht allzu langer Zeit eine ganze Menge an Cannabis hochgezogen wurde. Das Polizeirevier wurde vor sechs Jahren aufgrund von Budgetkürzungen geschlossen und daraufhin in einer Auktion versteigert. Seitdem befand sich das Gebäude in Privatbesitz. Die Polizei geht davon aus, dass die Grow-Anlage von den Betreibern, die den Überresten nach wohl auch bei ihren Pflanzen geschlafen haben, erst am Morgen geräumt worden war.

 

Eine große Menge Marihuana fand in Freiburg einen ungewöhnlichen Weg in die Hände der Polizei. Bereits Ende Mai war die Mieterin eines Mehrfamilienhauses in Freiburg-Weinhausen im Gemeinschaftskeller auf einige große Müllsäcke in einem leeren Kellerraum gestoßen. Da auch im Keller eines deutschen Mietshauses natürlich stets Ordnung herrschen muss, unterzog die Frau die Säcke einer genaueren Überprüfung. Der Inhalt kam ihr verdächtig vor und so wurde schnell die Polizei alarmiert.

 

Und tatsächlich, Müll befand sich in den Tüten keiner, ganz im Gegenteil: die Beamten fanden stattdessen stolze 60 Kilogramm Marihuanablüten. Die sich anschließenden Ermittlungen führten zu einem 45-jährigen Mann, der als mutmaßlicher Besitzer der Cannabisvorräte vergangene Woche festgenommen wurde und seitdem in Untersuchungshaft sitzt.