Legales Gras in der Schweiz – das ist seit dem Sommer 2016 wieder möglich. Gut, zugegeben, der THC-Gehalt darf ein Prozent nicht übersteigen, aber dennoch ist das Schweizer CBD-Weed ein riesiger Verkaufserfolg und das rauschfreie Kraut konnte viele Fans gewinnen. Unter den Produzenten tobt eine wahre Schlacht – Dutzende Unternehmen drängen auf den Markt. Der richtige Zeitpunkt also, um eine Schweizer Institution wiederzubeleben, die die letzten Jahre repressionsbedingt im Dornröschenschlaf verweilte: gemeint ist der CannaSwissCup.

 

Der CannaSwissCup geht zurück bis ins Jahr 1998. Damals waren in der Schweiz die Zeiten in Bezug auf Gras noch deutlich rosiger: „Duftkissen“ mit THC-haltiger Cannabisfüllung konnten frei ver- und gekauft werden und auch die Ausrichtung eines Wettbewerbs der besten Sorten war anfangs problemlos möglich. Doch das änderte sich schnell wieder und nach einigen Jahren musste der Cup pausiert werden – um nun, dank des CBD-Booms, mit leicht veränderten Vorzeichen wiederzukehren.

 

Am 1. Dezember startet der Vorverkauf für die Jury-Boxen des CannaSwissCups. Jede und jeder Volljährige kann zum Preis von 245 Schweizer Franken die Jury-Box anfordern und mitentscheiden, welche der Weed-Sorten eine Auszeichnung gewinnen sollen. Die Bestellung der Jury-Box ist über die Website des Cups, die unter cannaswisscup.ch zu erreichen ist, möglich. Allerdings wird eine Postanschrift in der Schweiz vorausgesetzt, da die Boxen ansonsten aus rechtlichen Gründen nicht zugestellt werden können.

 

In den Jury-Boxen sind insgesamt jeweils ein Gramm von 35 verschiedenen Cannabissorten von 18 verschiedenen Produzenten enthalten, die sich auf die Kategorien Indoor (15 Sorten), Outdoor (10 Sorten) und Treibhaus (10 Sorten) verteilen. Mit enthalten sind zwei Eintrittskarten für die Cannabismesse CannaTrade, die vom 27. bis 29. April 2018 in Zürich stattfindet und wo auch die Preisverleihung des CannaSwissCups abgehalten werden wird.

 

Weitere Informationen und Kauf der Jury-Box unter: cannaswisscup.ch

Ein völlig unbedeutender Schritt im „Kampf gegen die Drogen“, aber ein großes Ärgernis für alle illegal daran Beteiligten: Bereits am Dienstag wurden vom LKA Niedersachsen 180 Kilogramm Marihuana beschlagnahmt. In Zusammenarbeit mit Drogenfahndern aus Montenegro wartete man schon auf eine Großlieferung Weed aus Montenegro, wie die „Neue Presse“ berichtet.

 

So griffen die Beamten zu, als sich der 34-jährige Fahrer eines Sattelzugs und der gleichaltrige Fahrer eines Kleinlasters aus Hannover-Empelde zur Übergabe der Drogen trafen. Zunächst herrschte Verwirrung, als die Polizisten einem leeren Sattelauflieger vorfanden, aber ein Drogenhund interessierte sich sehr für den Tank des Lasters. In eingebauten Hohlräumen fanden die Beamten etwa 160 Kilogramm Marihuana.

 

Bei anschließenden Wohnungsdurchsuchungen traten noch einmal 20 weitere Kilogramm zutage. Ein weiterer 39 Jahre alter Mann wurde als Tatverdächtiger festgenommen. Die drei Beschuldigten wurden alle in Untersuchungshaft genommen.

 

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Das gibt eine fette Klage: ein Paar aus Pennsylvania in den USA verklagt die Polizei und die Versicherung „Nationwide Insurance“. Denn einer der Vertreter dieses Unternehmens besuchte Edward (69) und Audrey Cramer (66) zu Hause, um einen Versicherungsfall zu besprechen.

 

Dabei entdeckte er im Garten der beiden blühende Hibiskuspflanzen, die er für Cannabis hielt, und fotografierte diese, um sie der Polizei zuzusenden. Basierend auf diesen Fotos holte der zuständige Polizist, der behauptet „Erfahrung bei der Identifizierung von Marihuana“ zu haben, einen Durchsuchungsbefehl ein, wie die „New York Post“ berichtete.

 

Als Frau Cramer am nächsten Tag dem Klopfen an der Wohnungstür nachgab, blickte sie gleich in die Mündungen von einem Dutzend Sturmgewehren, die von einem Einsatzteam auf sie gerichtet wurden. Die beiden Verdächtigen wurden in Handschellen gelegt und viereinhalb Stunden lang in einem Polizeibus festgehalten – Audrey Cramer, die zum Zeitpunkt des Raids nur Unterwäsche anhatte, durfte sich trotz mehrfacher Bitten während dieser Zeit nicht anziehen und berichtete: „Ich wurde nicht als menschliches Wesen behandelt.“

 

Auch die Einwürfe von Edward Cramer, dass es sich bei den Pflanze ganz offensichtlich um Hibiskus handeln würde und sich die Polizisten doch bitteschön einmal die Blüten der Pflanze anschauen sollen, die nun wirklich gar nichts mit Marihuana zu tun haben, fruchteten nicht. Die Pflanzen wurden trotzdem konfisziert.

 

Irgendwann wurde dann auch wohl bei der Polizei entdeckt, dass es sich nicht um Cannabis handelte: die Cramers wurden nie angezeigt. Doch diese verklagen nun Polizei sowie das Versicherungsunternehmen, dessen Vertreter die beiden anschwärzte, unter anderem wegen übermäßiger Gewaltanwendung, falschen Anschuldigungen, fälschlicher Verhaftung, Verletzung der Privatsphäre und seelischer Belastung.

 

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Morgen endet die Frist, um noch online die Petition des Deutschen Hanfverbands zu unterschreiben, die eine Debatte erzwingt, bei der sich der deutsche Bundestag mit der Frage der Cannabis-Legalisierung beschäftigen muss.

 

Wie wir in Highway berichteten, wurden schon seit geraumer Zeit Unterschriften gesammelt – zunächst offline und anschließend auch online. In Papierform kamen so bereits knapp 50.000 Unterschriften zusammen, online bereits weit über 30.000.

 

Das macht die Petition dank der tollen Arbeit des Deutschen Hanfverbands zwar zur bislang erfolgreichsten und unterschriftenreichsten Petition des Jahres, aber es ist dennoch eine recht geringe Anzahl an Unterschriften, bedenkt man die vielen Millionen Cannabiskonsumenten in Deutschland.

 

Es ist allerdings auch gut möglich, dass einige Tausend Online-Unterschriften abhanden gekommen sind, denn der Petitionsserver des Deutschen Bundestags war eine Woche lang – ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, wo die Petition besonders viel öffentliche Aufmerksamkeit erfahren hat – gestört und es konnte nicht unterschrieben werden.

 

Das Internet ist für deutsche Politiker halt auch im Jahr 2017 immer noch Neuland... wie auch das Thema Cannabis und Cannabis-Legalisierung. Deswegen unser Aufruf, an alle die noch nicht unterschrieben haben:

 

NEHMT EUCH BITTE EINE MINUTE ZEIT, FOLGT DIESEM LINK UND UNTERZEICHNET DIE PETITION ZUR CANNABIS-LEGALISIERUNG!

 

Die gewünschte Mindestanzahl an 50.000 Unterschriften, die bedeutet, dass sich der Bundestag gezwungenermaßen mit der Petition beschäftigen muss, ist zwar bereits erreicht. Je mehr Unterschriften gesammelt werden, desto größer ist aber das Signal, das von der Petition ausgeht.

 

Die handschriftlichen Unterschriften wurden übrigens bereits am Dienstag beim Petitionsausschuss des Bundestags durch den Deutschen Hanfverband eingereicht – im untenstehenden Video könnt ihr dem DHV dabei zusehen:

Ein kiffender Jesus? Darüber würden sich wohl hierzulande nur ein paar verwirrte Zeugen Jehovas ernsthaft aufregen.

 

In den USA hingegen, wo die Religion gerade in den ländlichen Gebieten immer noch eine sehr wichtige Rolle im Leben vieler Bürger spielt, ist das anders: Das Werbevideo, das einen Bong rauchenden Stoner-Jesus zeigt, sorgt in San Jose, Kalifornien derzeit für erhitzte Gemüter. Produziert hat den Clip die Coachella Valley Church, eine Gemeinde, die den Rastafari-Glauben praktiziert.

 

Doch es ist nicht nur das Filmchen selbst, das den Unmut der (Justiz-)Behörden auf sich zieht: In den Räumlichkeiten der Coachella Valley Church können Mitglieder nach den Gottesdiensten unter anderem auch Cannabisprodukte kaufen. Das Problem daran ist, dass der Handel mit Cannabis in Kalifornien nur in Geschäften mit spezieller Lizenz, sogenannten Dispensaries, gestattet ist. Die Kirche argumentiert dagegen, dass Cannabis ein Sakrament sei und damit unerlässlich für die praktische Ausübung ihres Glaubens.

 

Dass die Coachella Valley Church an der Aushebelung der Verkaufsregeln natürlich auch hervorragend verdient, steht außer Frage und gibt dem Ganzen einen etwas faden Beigeschmack. Zumindest dürfte somit auch in der Zukunft immer genug Kleingeld für trashige Werbeclips übrig sein...

 

Den Clip könnt ihr euch übrigens unten auf der Seite in voller Länge ansehen.

 

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„Mortler verteufelt Cannabis und bringt Schande über Deutschland“ – mit diesem Titel machte hanfjournal.de am 21. August 2017 auf und servierte seiner Leserschaft eine Polemik, die nicht mit Angriffen auf die deutsche Drogenbeauftrage Marlene Mortler geizte.

 

Marlene Mortler ist jedem, der sich in Deutschland mit Drogen beschäftigt, bekannt und im gleichen Zug ein Dorn im Auge. Ihr Kreuzzug gegen Cannabis nimmt teilweise sehr merkwürdige Züge an und ihre Argumentationen gegen Cannabis und eine Legalisierung scheinen in der Regel gut und gerne 80 Jahre alt zu sein – und dementsprechend auf alten Lügen und Märchen zu basieren.

 

Das sieht man wenig überraschend auch bei der in Berlin herausgegebenen Zeitung „Hanf Journal“ so, die etwa in Head- und Growshops kostenlos verteilt wird. Daher beschwert man sich beim „Hanf Journal“ (so wie auch wir bei Highway und bei anderen Magazinen und Legalisierungsbefürwortern) immer wieder über Drogen-Mortler.

 

Nun gab es allerdings einen Strafantrag wegen Beleidigung gegen das „Hanf Journal“, wie heute auf dessen Website bekanntgegeben wurde. Auslöser war der oben genannte Artikel „Mortler verteufelt Cannabis und bringt Schande über Deutschland“, der tatsächlich nicht mit deutlichen Worten gegenüber Frau Mortler geizt:

 

„Das kriegslüsterne Flintenweib“, „Seehofers Mädchen“, „ein bis ins Mark verdorbener und böser Mensch“ wird sie im Artikel genannt und als Lügnerin charakterisiert, die „mehr Blut und Tote“ sehen möchte. Zum Abschluss fallen dann noch einmal weitere deutliche Worte: „Sie hat in nur vier Jahren so viel Schuld auf ihre schwarze Seele geladen wie sonst nur Berufsverbrecher. Es wäre nur gerecht, wenn die Vollstreckerin des Bösen für all ihre Missetaten zu einer hohen Haftstrafe und Aberkennung der Bürgerrechte verurteilt würde.“

 

Ein köstlicher Artikel vom „Hanf Journal“, der sicherlich vielen Menschen ein Lachen entlockt hat. Bloß bei Frau Mortler kam er nicht so gut an. Daher wurden gegen den Autor des als Polemik gekennzeichneten Artikels, Sadhu von Hemp, der laut „Hanf Journal“ auch für das Satiremagazin „Eulenspiegel“ schreibt, ein Strafantrag wegen Beleidigung gestellt. Herausgeber Emanuel Kotzian wurde zudem aufgefordert, den entsprechenden Artikel aus dem Netz zu nehmen. Doch dieser ließ die Frist verstreichen, sodass der Strafantrag wegen Beleidigung nun auch auf ihn ausgeweitet wurde.

 

Auch wenn erst heute publik geworden, spielte sich das alles bereits im September ab. Doch seitdem ist auch nichts mehr passiert: die Staatsanwaltschaft hat sich bislang nicht um den Fall gekümmert und nicht einmal den Klarnamen des Verfassers der Polemik angefragt. Daher rechnet man Emanuel Kotzian vom „Hanf Journal“ auch mit einer Einstellung des Verfahrens. Ansonsten sei man aber bereit, die Angelegenheit auszufechten und „gerichtlich klären zu lassen, inwiefern im Fall von Frau Mortler die Überzeichnung menschlicher und politischer Schwächen eine Herabwürdigung darstellt.“

 

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Nun war es mal wieder so weit: Jemand wollte ganz dringend, dass die Polizei sein Cannabis findet. Beinahe im wöchentlichen Rhythmus berichten wir von Spezialisten, die sich durch Randale, Feuer, Prügeleien oder Ähnliches selbst mit der Polizei in Kontakt bringen und ihre Cannabis-Vorräte oder Aufzuchtanlagen offenbaren – gerne auch im Kilobereich.

 

Heutiger Anwärter ist ein 33-jähriger Frankfurter. Der geriet Donnerstagabend in eine Verkehrskontrolle, wie „Focus Online“ berichtet, und konnte keinen Führerschein vorzeigen. Den Beamten gegenüber gab er an, seinen Führerschein lediglich zu Hause vergessen zu haben. Darauf fuhren die Polizisten mit ihm zur Wohnanschrift.

 

Als der 33-Jährige die Wohnungstür öffnete, drang heftiger Marihuanageruch aus der Wohnung. Dies nahm er zum Anlass, den Polizisten die Tür vor der Nase zuzuschlagen – was diese zum Anlass nahmen, die Tür einzutreten. Im Inneren fand die Polizei dann eine Indoor-Growanlage für Weed und fünf Kilo Cannabis vor. Teile davon versuchte der Mann zuvor noch über den Balkon zum Nachbarn zu werfen. Der Führerschein wurde übrigens trotz gründlicher Hausdurchsuchung nicht gefunden.

 

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Es ist schon selten, dass die deutsche Polizei mal ihre Schusswaffen bemüht – und das ist auch gut so. Aber dennoch werden dann und wann die Pistolen ausgepackt und sogar auch mal auf wegrennende Cannabis-Händler geschossen – eine absolute Unverschämtheit und Frechheit, denn es ist kein Fall bekannt, wo dies jemals nötig gewesen wäre. Ja, in Bayern tötet die Polizei sogar unbewaffnete Cannabis-Händler per Kopfschuss von hinten, behauptet anschließend, man hätte auf die Beine gezielt, und wird dann von den Kollegen beschützt: Verfahren eingestellt. Ekelig!

 

Aber auch die Polizei in Thüringen ballert gerne auf flüchtende Cannabis-Dealer: Am Mittwoch kam es zu einem Einsatz gegen einen mutmaßlichen Weed- und Hasch-Dealer am Erfurter Hauptbahnhof. Wie die „Frankfurter Rundschau“ berichtet, wurden dabei ein 28-jähriger Mann und eine 34-jährige Frau verhaftet. Der Mann riss sich allerdings los und gab Fersengeld – daraufhin gaben die beteiligten Polizisten vier Schüsse ab: drei Warnschüsse und einen Schuss in den Oberkörper des Mannes, der ihn in der Schulter traf. Die Polizei behauptet, vorher per Funk darauf hingewiesen worden zu sein, dass der Mann eine Schusswaffe bei sich trage – das stimmte allerdings nicht.

 

Im Auto der Frau wurden etwa 25 Kilogramm Marihuana und Haschisch gefunden. Zwei weitere Männer im Alter von 23 und 25 Jahren wurden im Zuge der Ermittlungen ebenfalls festgenommen. Gegen den Polizisten, der den Flüchtenden anschoss, wurde nun ein Ermittlungsverfahren mit dem Anfangsverdacht der Körperverletzung im Amt eingeleitet – aber wie das wohl ausgehen wird, ist nicht schwer zu erraten. Das Ermittlungsverfahren stellt somit genauso eine Steuerverschwendung dar wie Ermittlungen gegen per Gesetz kriminalisierte Cannabis-Händler.

Diese Zeilen werden mit Tränen in den Augen geschrieben. Nicht etwa Tränen, weil sich unsere herrschenden Politiker mal wieder komplett unprofessionell zu Cannabis äußern, nein Lachtränen, weil das hier vorgestellte Video einfach zu hart ist.

 

Der amerikanische Cannabis-Lieferservice Briteside hat einen Werbespot für das US-Fernsehen abgedreht, der die Dienste des Unternehmens bewirbt, dabei aber auch vergleichbare Werbespots für herkömmliche Medizin auf die Schippe nimmt – und sich selbst nicht zu ernst.

 

Ja, sogar überhaupt nicht ernst: die Familie, die in der Werbung die Hauptrollen einnimmt, wird in den anderthalb Minuten des Spots als völlig zugedröhnte, aber äußerst zufriedene Kundschaft dargestellt.

 

Besonders genial sind allerdings die Feinheiten des Spots: die schreiende Soccer-Mom am Anfang, das entrückte Gesicht der Familienmutter, die die Gras-Lieferung an der Haustür annimmt – und der dort stehende Lieferant, der leicht irritiert die Augenbraue hebt, da er das Strahlen der Frau nicht ganz zu deuten weiß. Dazu der Familienvater, der in höchster Ekstase sein Müsli reinschaufelt...

 

...das Ganze am Ende gekrönt mit Hinweisen auf die Nebenwirkungen, etwa Fressflashs, Kicheranfällen oder ein besonderes Gespür für coole Musik. Kein Wunder, dass im Werbespot noch schnell erwähnt wird: „Dies ist eine echte Firma.“ Doch seht selbst:

Cannabis legal in Deutschland? Das wollen anscheinend nicht alle Bürger. Seit gestern geistert eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa durch die Medien, die danach fragte, ob Erwachsene Cannabis künftig als Rauschmittel zum Eigengebrauch in ausgewählten Fachgeschäften erwerben können sollten. Diese Frage wurde von 63 Prozent der Befragten abgelehnt.

 

Auch der Deutsche Hanfverband gab wie jedes Jahr im Herbst über Infratest dimap eine Umfrage in Arbeit, die mit der Aussage „Cannabis sollte für Volljährige legal und reguliert erhältlich sein, zum Beispiel über Fachgeschäfte wie in Colorado“ aufwartete. Dies wurde nur von 58 Prozent der Befragten abgelehnt, was aber dennoch keine Mehrheit für die Legalisierung bedeutet.

 

Eine Mehrheit konnte allerdings bei der Aussage „Der Besitz geringer Cannabis-Mengen zum Eigenverbrauch sollte nicht mehr strafrechtlich verfolgt werden“ erreicht werden. 52 Prozent der Befragten stimmten dieser Aussage zu. Zu dem Thema wurden 1.000 (Forsa) beziehungsweise 1.013 (Infratest dimap) Menschen befragt.