Bei eurem nächsten Amerika-Besuch solltet ihr auf jeden Fall auch einen Zwischenstopp in Seattle einplanen. Denn dort sitzen wahre Cannabis-Künstler und fertigen sogenannte „Dragon Balls“ an – benannt nach dem gleichnamigen Manga und wohl dank des Inhalts auch dazu geeignet, möglichen Konsumenten die Berge zu Haare stehen zu lassen wie Son-Goku persönlich.

 

Denn im Inneren dieser Bälle warten jeweils 3.000 Gramm Cannabisöl mit einem THC-Anteil von bis zu möglichen 99 Prozent. Eine Apparatur aus Kesseln, Spiralen und ähnlichen Gerätschaften, die einem noch aus dem Chemieunterricht in dunkler Erinnerung sind, verwandeln Kohlenwasserstoff und Cannabis in pure Magie, die wirklich umwerfend aussieht. Bis auf verschiedene Cannabinoide bleibt von den genutzten Cannabispflanzen nichts weiter übrig – so entstehen also Dragon Balls.

 

 

Der THC-Gehalt und die Optik sind vermutlich schon Grund genug, um alle Cannaseure zu begeistern, allerdings wurde der wirkliche Clou bislang noch gar nicht angesprochen: Das herstellende Unternehmen X-tracted Labs (Link zur Homepage) aus Seattle kann die Dragon Balls pimpen – und zwar durch die Beigabe verschiedener Terpene. So kann aber nicht nur Aroma und Geschmack des Öls den Wünschen angepasst werden. Terpene sind auch bekannt dafür, die Effekte von THC und anderen Cannabinoiden zu modifizieren.

 

 

Die meisten Extraktionsprozesse lassen die Terpene allerdings verschwinden. Das Team von X-tracted Labs hat daher eine Möglichkeit entwickelt, um die Terpene nach der Extraktion wieder ins Öl zu geben. So können auch die Wirkungen des Öls angepasst, ja fast schon programmiert werden – so ist es durch Terpenbeigabe möglich, bestimmte Strain-Eigenschaften anzupassen, etwa dafür zu sorgen, dass ein Extrakt mehr pusht als es die zugrundeliegende Sorte eigentlich erlauben würde. So können auch beispielsweise ganze Wirkungsprofile von Weedsorten eindeutig „nachgebaut“ werden. Aber auch der Geschmack kann durch die Terpene verändert werden, sodass die Firma beispielsweise Öle mit Bananen- oder Grapefruit-Geschmack offerieren kann.

Ende Mai findet in Berlin die deutsche Cannabismesse Mary Jane Berlin statt und es wird mit vielen Besuchern gerechnet. Nun hat die Messeleitung bekannt geben, dass die Messe vonseiten der Aussteller komplett ausgebucht worden ist. Die Cannabismesse in der deutschen Bundeshauptstadt findet am Wochenende vom 27. bis zum 29. Mai statt und informiert über alles Wissenswerte zu Cannabis, Hanf, CBD, Headshop-Utensilien oder Zubehör zur Pflanzenzucht.

 

Bis im vergangenen Jahr die Münchner Cannabis XXL erstmals ihre Pforten öffnete, gab es über zehn Jahre keine deutsche Cannabismesse. Umso erstaunter die Reaktionen, als eine weitere deutsche Messe – die Mary Jane Berlin – angekündigt wurde. Doch inzwischen sieht es so aus, als hätte diese Messe das Potential, ein großer Erfolg zu werden. Die Meldung, dass das Messegelände am Postbahnhof im Ostbahnhof nun ausgebucht ist, bestätigt diesen Eindruck.

 

Es haben sich zahlreiche nationale Hersteller, Händler und Szenegrößen angekündigt. Aber auch aus den umliegenden Ländern kommen viele Aussteller und Referenten. Beispielsweise reist aus den Niederlanden Advanced Hydroponics an, Bushplanet macht sich aus Österreich auf den Weg und Mr. José stattet der Hauptstadt einen Besuch aus Tschechien ab. Sogar Samenbanken wie Barney’s Farm und Dinafem sind mit von der Partie, auch wenn diese in Deutschland aufgrund der Gesetzeslage nicht wie aus anderen Ländern gewohnt ihre Ware verschenken und verkaufen können.

 

Mary Jane Berlin

Termin: 27. Mai 2016 bis 29. Mai 2016

Veranstaltungsort: Berlin, Postbahnhof im Ostbahnhof

Preis: Tagesticket 10 Euro im Vorverkauf, 15 Euro regulär; 3-Tagesticket 20 Euro im Vorverkauf, 30 Euro regulär

Website: www.maryjane-berlin.com

 

In der aktuellen Ausgabe von Highway (an jedem gut sortierten Kiosk oder als E-Paper erhältlich) werden bis zum 6. Mai 20 Eintrittskarten für das gesamte Messewochenende verlost.

Die Europäer gaben im Jahr 2013 über 24 Milliarden Euro für illegale Drogen aus, ein Großteil (38 %) entfiel dabei auf Cannabis (9,3 Milliarden Euro). Dies geht aus einem heute vorgestellten Bericht von Europol und der Europäischen Drogenbeobachtungsstelle hervor, der keinen Zweifel daran lässt, dass die aktuelle europäische Drogenpolitik weitaus besser laufen könnte.

 

Zahl und Situation der Konsumenten sind stabil. Drahtzieher hinter den illegalen Drogengeschäften sind internationale und organisierte Banden, die Beamte schmieren und die Gelder waschen können. Der Bericht spricht von einer Globalisierung des Drogenhandels, Fachwissen und Kapital würden unter den Kriminellen weltweit ausgetauscht. Auch einige Hinweise auf Verbindungen zwischen Drogenhändlern und Terrornetzwerken seien vorhanden, wie „derStandard.at“ berichtet.

 

„Der Bericht zeigt deutlich die Auswirkungen der Drogenmärkte, wie sie mit anderen kriminellen Aktivitäten in Verbindung stehen, eine Belastung für Regierungsbehörden darstellen und schwere Auswirkungen auf die legale Wirtschaftstätigkeit und die Makroökonomie abseits der Auswirkungen auf Nachbarschaft, Familien und Personen haben“, heißt es im Vorwort des Berichts.

 

Bezüglich der Versorgungslage mit Cannabisprodukten in Europa wird gemeldet, dass in Europa konsumiertes Gras auch in der Regel in europäischen Indoor-Zuchtanlagen gegrowt wird. Haschisch komme aber nach wie vor überwiegend aus Marokko. Ein Prozent aller volljährigen Europäer soll laut dem Bericht zu den täglichen Cannabiskonsumenten gehören. Mindestens einmal im Leben sollen über 80 Millionen volljährige Europäer Cannabis konsumiert haben, im vergangen Jahr sollen 22 Millionen Erwachsene Gras und Haschisch genutzt haben.

Endlich ist die Sonne da! Aber genauso wie beim Anbau von anderen Pflanzen muss auch beim Cannabisanbau vor allem im Garten mit Schädlingen gerechnet werden, die die Ernte bedrohen könnten. Es gibt eine ganze Reihe von ihnen. Sie sind schwer zu entdecken und ihre Bekämpfung kann noch schwerer sein. Jedoch gibt es für jedes Problem auch eine Lösung.

 

In der aktuellen Ausgabe von Highway (seit dem 1. April am Kiosk oder als E-Paper erhältlich) befasst sich unser Grow-Guru Mr. José auf acht Seiten mit den verschiedensten Schädlingen, die den heimischen Garten infiltrieren können und gibt Ratschläge zur Identifizierung (inklusive Zeichnungen), zur Vorbeugung und zur Bekämpfung. Zu den bekanntesten Störenfrieden gehören die Blattläuse, Ameisen, Trauermücken, Mottenschildläuse, Fransenflügler, Nacktschnecken und natürlich auch die berühmt-berüchtigten Spinnmilben.

 

 

Als kleinen Ausblick auf unseren angesprochenen Artikel in Highway 02/2016 präsentieren wir euch hiermit den Beginn des Artikels sowie alle relevanten Infos zu den gemeinen Spinnmilben:

 

Cannabispflanzen haben viele Feinde aus dem Bereich der Schädlinge. Daher sollen diese einmal detailliert vorgestellt werden, um ihre Identifizierung und Bekämpfung durchzugehen. Vorab ist zu erwähnen, dass es viele verschiedene Mittel zum Schutz gegen Schädlinge gibt. Zu empfehlen ist hier eine Anwendung von Biopräparaten, die versprüht werden. Biopräparate sind Pflanzenschutzmittel, die hundertprozentig natürliche Stoffe enthalten. Das verhindert eine Kontamination von Pflanzen durch unerwünschte Giftstoffe. Biopräparate nutzen natürliche Feinde der Parasiten oder fungieren als nicht passierbare Hindernisse. Sie haben in der Regel keine Schutzfrist zum Abbau des im Mittel enthaltenen Stoffes. Deshalbkann solch ein Pflanzenschutzmittel bis zum Tag der Ernte angewandt werden, ohne zu riskieren, dass die geernteten Pflanzen irgendwelche Rückstände gefährlicher Stoffe enthalten könnten.

 

Bekämpfung durch Besprühen

Bekämpfung durch Besprühen, ob mit chemischen oder biologischen Mitteln, ist am besten abends durchzuführen, wenn die Sonneneinstrahlung nicht mehr so intensiv ist. Würde man die Pflanzen bei intensiver Sonneneinstrahlung besprühen, könnten ihre Blätter verbrannt werden. Das Besprühen sollte bei trockenem Wetter durchgeführt werden. Dies bedeutet, dass die Pflanzen nicht nass sein sollten und es auch innerhalb der nächsten 24 Stunden nicht regnen sollte. Das gleiche gilt auch bei anderen Anwendungen von Düngemitteln oder unterstützenden Präparaten. Bei der Behandlung ist auch wichtig, die Pflanzen komplett zu besprühen, das heißt, so zu besprühen, dass sie gänzlich nass werden. An den unteren Blattseiten finden Parasiten häufig eine Zuflucht. Bei der Nutzung von Biopräparaten muss mehr versprüht werden als bei chemischen Mitteln. Naturpräparate enthalten nämlich weniger aggressive Wirkstoffe und deshalb muss die Behandlung sorgfältiger durchgeführt werden. Chemische Präparate belasten die Pflanze und haben einen negativen Einfluss auf ihre Entwicklung. Obwohl chemische Präparate Schädlinge und Krankheiten gezielt bekämpfen, wurde bewiesen, dass Bio- Pflanzenschutzpräparate freundlicher zu den Pflanzen sind.

 

Hoher Wuchs – ein Platz für nützliche Prädatoren

Im Kampf gegen Schadinsekten kann die Natur selbst helfen. Jeder Schädling hat nämlich seine natürlichen Feinde. Diese halten sich aber am liebsten in hochgewachsenem Gras auf. Wenn man also den Garten regelmäßig mäht und einen perfekten Rasenschnitt zu erhalten versucht, dann sollte eine kleine Veränderung vorgenommen werden: Das Gras um das Cannabisfeld sollte höher wachsen, aber man sollte dort natürlich nicht Distel und Quecke wachsen lassen. Eine gewöhnliche Wiesenmischung bietet guten Schutz für Heuschrecken, Marienkäfer und weitere Prädatoren, die gerne und kostenfrei vor unerwünschten Eindringlingen schützen werden.

 

Chemische Pflanzenschutzmittel

Neben biologischen Pflanzenschutzmitteln wird auf dem Markt eine breite Palette an chemischen Produkten angeboten. Bei diesen Produkten genügt schon oft eine relativ kleine Menge des entsprechenden Wirkstoffs. Sie lassen sich nach ihrer Einwirkungsart unterteilen: Kontaktmittel beseitigen Schimmelpilze, Krankheiten und Schädlinge durch den Kontakt mit dem aktiven Wirkstoff. Diese Pestizide können anschließend von der Pflanze abgespült werden, um die Menge der Giftstoffe, die in die Pflanze gelangen können zu reduzieren. Systemmittel behandeln Krankheiten und Schimmelpilze. Die Spritzmittel werden von der Pflanze aufgenommen und gelangen in ihren „Kreislauf“. Somit kann der Wirkstoff in jedem Teil der Pflanze einwirken. Systemmittel bleiben in der Pflanze relativ lang erhalten und ihr Abbau ist komplizierter als bei den Kontaktmitteln.

 

 

Spinnmilben (Tetranychidae)

Zu den am häufigsten auftretenden und gefürchtetsten Cannabis-Schädlingen gehören zweifellos Spinnmilben. Diese achtbeinigen und einen halben Millimeter großen Spinnen schaffen es recht schnell, den ganzen Bestand zu vernichten. Am wohlsten fühlen sie sich in einem warmen und trockenen Klima, in dem sie sich radikal schnell vermehren. Bei Temperaturen von über 30 °C kann eine neue Generation von Spinnmilben bereits innerhalb von dreieinhalb Tagen entstehen. Jedes Weibchen legt im Laufe ihres Lebens etwa einhundert Eier. Es ist unglaublich, aber bei den erwähnten Temperaturen von über 30 °C kann aus einer einzigen schwangeren Spinnmilbe eine Population mit 13 Millionen Einzelwesen entstehen – und dies innerhalb eines Monates. Bei einer Temperatur von etwa 21 °C bilden sich innerhalb eines Monats immerhin ein Tausendstel davon, also 13.000 Einzelwesen.

 

Wie sind Spinnmilben zu erkennen?

Wegen ihrer Größe sind Spinnmilben sehr schwer zu entdecken. Im Allgemeinen leben sie an der Unterseite von Blättern, auf denen sich weiße Punkte bilden – sie sehen dann gesprenkelt aus. Dies wird durch ein Aussaugen des Safts aus den Blättern verursacht. Eine Lupe kann bei der Untersuchung von gesprenkelten Blättern sehr hilfreich sein. Die Spinnmilbe hat acht Beine – die meisten vorkommenden Schädlinge haben hingegen nur sechs Beine. Ihre Farbe kann rot, braun, weiß, schwarz oder hellgrün ausfallen. Ein klares Zeichen der Anwesenheit von Spinnmilben ist auch das Auftreten von feinen, aber festen Netzen. In diesem Stadium gibt es bereits eine große Menge an Spinnmilben, eine geeignete Maßnahme muss also schon viel früher durchgeführt werden.

 

Vorbeugung gegen Spinnmilben

Zusätzlich zu den grundlegenden Vorbeugungsmaßnahmen können Pflanzen mit geeigneten Biopräparaten präventiv behandelt werden. Es sollte sich um Mittel zur Bekämpfung von saugenden und beißenden Insekten handeln, z. B. Biool, Diamond Shield, Rock Effect, Produkte der Firma Neudorff oder aber um Phytoseiulus persimilis – eine Raubmilbe, die Spinnmilben frisst. Bio-Präparate und Raubmilben helfen effektiv in den Anfangsphasen des Befalls, bei großem Befall bleibt jedoch nichts anderes übrig, als zu chemischen Mitteln wie etwa Omite (Wirkstoff Propargit), Magus (Wirkstoff Fenazaquin) oder Karate (Wirkstoff Lambda-Cyhalotrin) zu greifen. Bei der Auswahl von chemischen Mitteln muss die Schutzfrist beachtet werden. Sie sollte immer kürzer als der Zeitraum zwischen der Behandlung und der Ernte sein.

 

Highway 02/2016 ist ab sofort für schlappe 2,30 Euro am Kiosk oder im Head-/Growshop erhältlich. Alternativ kann Highway auch für 1,89 als E-Paper erworben werden.

 

Weblink: Highway am Kiosk finden

Weblink: Highway 02/2016 als E-Paper kaufen

Gras ist in Österreich wie in den meisten Ländern verboten. Die Produktion von Marihuana daher folgerichtig auch. Allerdings sind Samen und Stecklinge und auch der Vertrieb von diesen erlaubt. Einer der Vorreiter in Sachen Cannabis in Österreich ist zweifelsohne Alexander Kristen mit seinem Unternehmen Flowery Field, das legale Stecklinge verkauft und demnächst die fünfte Filiale eröffnen wird.

 

Wie in einem Artikel auf „derStandard.at“ ausführlich dargelegt wird, würde Kristen aber gerne auch im Auftrag der staatlichen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) Cannabis anbauen. Diese dem Gesundheitsministerium unterstellte Agentur benötigt durchschnittlich 90 Kilo pro Jahr, baut ihr Marihuana aber lieber selbst an. Und der Exklusivabnehmer Bionorica, ein deutsches Pharma-Unternehmen mit Forschungsbereich in Innsbruck, erwirtschaftet mit diesem Marihuana Einnahmen. Dadurch, dass private Gewinne anfallen, verliere das staatliche Cannabismonopol seine Berechtigung, so Kristen. In einer Beschwerde an die Bundeswettbewerbsbehörde heißt es, die AGES könne problemlos einen Wettbewerb auf dem Markt des Cannabisanbaus für die Herstellung von Arzneimitteln verhindern und frei über Mengen und Preise verfügen. Daher wandte sich die Flowery Field GmbH nun an den Verfassungsgerichtshof, um gegen das staatliche Marihuana-Monopol vorzugehen, und beantragte die Prüfung der Suchtmittelgesetz-Paragrafen, auf denen es basiert.

 

Weiterführende Informationen findet ihr auf www.derStandard.at

Immerhin: Auch wenn Krankenkassen in Deutschland bislang nicht grundsätzlich verpflichtet werden können, die Kosten für eine Behandlung mit Cannabis zu übernehmen, liegt nun eine interessante Entscheidung des Sozialgerichts Dortmund vor: Krankenkassen sind verpflichtet, die Kosten für Cannabisblüten zur Schmerztherapie zu tragen, wenn sie über einen entsprechenden Leistungsantrag des Versicherten verspätet entscheiden. So heißt es in der gestrigen Pressemitteilung der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen.

 

Im konkreten Fall ging es um einen Schmerzpatienten aus Witten, der über eine betäubungsmittelrechtliche Sondergenehmigung zum Erwerb von Medizinal-Cannabisblüten verfügt. Der Antrag auf eine Kostenübernahme durch seine Krankenkasse Barmer GEK wurde mit der Begründung abgelehnt, bei Marihuana handele es sich weder um Arzneimittel noch um eine Rezepturvorbereitung. Auch stünden weitere wirksame Medikamente zur Verfügung.

 

Nun verurteilte das Sozialgericht Dortmund allerdings die Barmer GEK, die anfallenden Kosten für den Bedarf von monatlich 56 Gramm Cannabisblüten des Klägers zu übernehmen. Begründet wurde dies allerdings leider nicht etwa durch die plötzliche Erkenntnis, Cannabis sei ein ausgezeichnetes Medikament, sondern mit deutscher Gründlichkeit: Die Barmer GEK habe die gesetzliche 5-Wochenfrist des § 13 Abs. 3a SGB V zur Entscheidung über den Leistungsantrag des Klägers nicht eingehalten und ihn nicht über die Gründe hierfür rechtzeitig schriftlich informiert. Damit trete eine Genehmigungsfiktion ein, unabhängig davon, ob die Krankenkasse tatsächlich leistungspflichtig sei.

 

In den letzten Wochen ist Cannabis auf Rezept wieder ein deutliches Thema in der deutschen Öffentlichkeit geworden. So veröffentlichte gestern etwa Heike Le Ker auf „Spiegel Online“ einen vieldiskutierten Kommentar zu dieser Thematik.

Augenscheinlich nach einer der berühmtesten Waffen der Welt benannt, hat es auch die Grassorte AK-47 (oder AK47) zu beachtlicher Verbreitung gebracht. Den Namen verdankt die Sorte ihren Qualitäten als schnellem Ausschalter – sei es von Schmerzen oder aber auch von unvorsichtigen Coffeeshop-Besuchern in den Niederlanden. Zu den Vorfahren der AK-47 zählen klassische Afghani-, Thai-, Columbian- und Mexican-Strains. Diese Hybrid-Sorte (65 % Sativa, 35 % Indica) wurde im Jahr 1992 von der niederländischen Samenbank Serious Seeds entwickelt und ruft einen vornehmlich Sativa-lastigen Zustand hervor. Diese Sorte sowie zahlreiche Varianten sind aber auch von vielen anderen Samenbanken erhältlich.

 Relativ einfach zu growen, erreicht AK-47 eine durchschnittliche Höhe und blüht nach grob 60 Tagen. Der CBD-Gehalt liegt zwischen 0 und 2 Prozent. Mit einem THC-Gehalt um die 20 Prozent ist AK-47 ein wahres „One-Hit-Wonder“. Der hohe THC-Anteil und das beim Rauchen zum Tragen kommende fruchtige Aroma sind zwei Gründe für die weltweite Beliebtheit. Insgesamt konnte diese Sorte schon zwanzig verschiedene Preise einheimsen, etwa den dritten Platz für Hybride beim Amsterdamer Cannabis Cup 2011. Bei AK-47 handelt es sich um eine klassische Indoor-Sorte, die aber theoretisch auch draußen angebaut werden kann und dort im Laufe des Oktobers fertig werden müsste.

 

 

Weitere, ausführlichere Sortenportraits findest du in der aktuellen Ausgabe von Highway: Für nur 2,60 Euro an jedem gut sortierten Kiosk oder für 1,89 Euro als E-Paper erhältlich.

Bis heute wird der Ursprung der White Widow in den 1990er-Jahren diskutiert, erhältlich sind Samen von den verschiedensten Samenbanken. Die Pflanze auf unserem Foto stammt aus dem Hause Dutch Passion. Die Samenbank Green House Seed Company gewann 1995 mit White Widow den High Times Cannabis Cup. Unbestritten ist diese Sorte eine der berühmtesten der Welt – wenn nicht sogar die berühmteste. Da verschiedene Züchter die White Widow anbieten, schlägt mal mehr der Indica- und mal mehr der Sativa-Part durch, die meisten großen Samenbanken bieten jedoch eine genetisch betrachtet indica-dominante Witwe an. Die Wirkung bedient sich jedoch kräftig auf beiden Seiten. Der Anbau kann auch outdoor erfolgen, den Meisten ist White Widow jedoch als klassische Indoor-Sorte bekannt – bei versierten und unerfahrenen Growern gleichmaßen beliebt. Die Blütezeit liegt bei 60 Tagen. Ihren Namen verdankt sie dem Überzug aus Trichomen, der schon einiges von der Wirkung ahnen lässt. Bei den Elternpflanzen handelt es sich um brasilianische und indische Landrassen. Die White Widow selbst hat ihre Gene an eine Vielzahl von Sorten weitergegeben.

 

White-Widow-Pflanzen

Alle Fotos von Dutch Passion: www.dutchpassion.nl/de/

In der ersten Ausgabe (1/2016) unseres Magazins Highway betrachten wir den Mythos, Mangos könnten das Cannabis-High ausdehenen oder verlängern. Unabhängig davon ist zu beobachten, dass viele Sorten das Wort Mango im Namen tragen. Bereits seit den 1960er-Jahren wird eine Cannabissorte angebaut, die sich einzig und allein Mango nennt. Diese ist wohl eine der beiden Elternpflanzen der Mango Dream (auch wenn die genaue Herkunft nicht ganz geklärt ist) und damit auch verantworlich für den starken Mango-Geschmack. Der andere Genetik-Spender hört auf den Namen Blue Dream und ist als sativa-lastiger Hybrid für die starke Sativa-Ausprägung der Mango Dream verantwortlich. Zu finden ist diese Sorte hauptsächlich in amerikanischen Dispensaries.

 

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