Die von Cannabis-Prohibitionisten angekündigten negativen Auswirkungen von Cannabis-Legalisierungen sind bislang nirgendwo eingetreten. Immer mehr Länder und amerikanische Bundesstaaten legalisieren Weed, ohne dass schädliche Folgen irgendwelcher Art eintreten. Nun ja, deutsche Politiker rechts der Mitte wird dies nicht darin hindern, weiterhin ihren erbärmlichen Schwachsinn in die Mikrofone zu quatschen. Aber gut, das deutsche Volk hat seine Stimme abgegeben und will die große Koalition – Glückwunsch noch einmal!

 

Die Amerikaner haben sich – dank des dortigen Wahlsystems: Hillary Clinton bekam etwa drei Millionen mehr Wählerstimmen – ebenfalls für Politik fernab der Realität entschieden und Donald Trump ins Amt gehievt. Dennoch hat dies bislang nichts an der De-facto-Cannabispolitik geändert: in 30 der 50 Bundesstaaten sowie im Regierungssitz Washington, D.C. ist der Gebrauch von Marihuana und Hasch in irgendeiner Form erlaubt.

 

Eine Studie von New Frontier Data, einem Analyse-Unternehmen für die Cannabis-Industrie, untersuchte, welche finanziellen Auswirkungen zu erwarten seien, falls Cannabis auf der Stelle in allen 50 Bundesstaaten der Vereinigten Staaten legal werden würde. Die Ergebnisse sind recht beeindruckend. Unter diesen Umständen wären bis zum Jahr 2025 eine Million Arbeitsplätze sowie Steuereinnahmen in Höhe von 105 Millionen Dollar zu erwarten.

 

Somit bleibt zu hoffen, dass die landesweite Legalisierung wahrscheinlicher ist, als ein diesbezüglicher Rückschritt, der von Trump und Justizminister Sessions angekündigt – aber bis auf Weiteres nicht umgesetzt – wurde.

Ein kurioser Aushang, scheinbar verfasst von der Hausverwaltung, dürfte einigen Bewohnern eines Heidelberger Studentenwohnheims am Wochenende die Schweißperlen auf die Stirn getrieben haben.

In dem Schreiben wurden die Studenten darauf hingewiesen, dass vom 12. bis zum 14. März im Wohnheim im Auftrag der Staatsanwaltschaft polizeiliche Hausdurchsuchungen aufgrund von "wiederholtem Cannabiskonsum" stattfinden würden. Wer zum Zeitpunkt der Durchsuchung nicht anwesend sei, müsse damit rechnen, dass sich die Polizei eigenmächtig Zutritt verschaffe.

 



Das Schreiben wirkt zwar durchaus professionell und trägt das Logo der Hausverwaltung, spätestens bei dem Hinweis aber, dass Verstöße, die nichts mit Cannabiskonsum zu tun hätten, nicht geahndet würden, sollte einem cleveren Studenten vielleicht dämmern, dass an der ganzen Sache etwas faul sein könnte.

Sowohl die Polizei als auch die Hausverwaltung, die sogleich Anzeige gegen den Ersteller des Aushangs erstattete, wiesen jede Verbindung zu dem Vorfall zurück.

Marlene Mortler bleibt weiterhin Drogenbeauftragte Deutschlands (wir berichteten). Zeit also, um mal wieder Signale gegen „die Szene“ zu setzen und der schlimmbösen Rauschgiftkriminalität Einhalt zu gebieten! Also: 60 Polizisten teilweise mit Sturmhauben versehen und in Bremen in die Friedrich-Klippert-Straße schicken, das Grasdealer-Pack ein bisschen aufmischen.

 

Wie „Bild“ berichtet, wurden ein Café, eine Teestube und ein Kiosk sowie 30 Personen durchsucht. Der Kiosk eines hart arbeitenden Mannes wurde verwüstet und so hinterlassen, auch ohne dass Drogen gefunden werden. Insgesamt fand die Polizei auf fünf Tatverdächtige verteilt 100 Gramm Cannabis (oder 100 Gramm Cannabis und Marihuana, wie es bei der Polizei heißt) sowie ein gestohlenes Tablet. Das sind immerhin 1,67 Gramm von diesem Cannabismarihuana, von dem man so viel hört, pro Polizist (sowie 0,0167 gestohlenes Tablet pro Polizist). Festnahmen: keine.

 

Jeder Mensch, der seine Sinne beisammen hat, wird sich für diese schöne, Zigtausende Euro teure und komplett sinnlose Razzia bei der Polizei und der Bundesregierung bedanken. Die Polizei jedoch feiert sich selbst für diesen gelungenen Coup: Laut Polizeiführer Jens Körber war die Razzia „ein weiterer Baustein zur Verunsicherung der Szene“ und „ein wichtiges Signal dafür, dass die Polizei konsequent gegen Straftäter vorgeht.“ Na dann. Applaus!

Im Folgenden präsentieren wir einen Auszug aus einem Artikel, der in Highway – Das Cannabismagazin 02/2018 erschienen ist – den kompletten Text lest ihr in unserem Printmagazin, das gerade frisch erschienen ist und ab sofort in allen gut sortierten Kiosken, Bahnhofsbuchhandlungen und Head- und Growshops in Deutschland, Österreich und der Schweiz für schlappe 2,60 Euro (2,99 Euro, 4,20 SFr) erworben werden kann.

 

 

 

 

Willkommen zu unserer Serie über Schädlinge und Krankheiten, die viele Pflanzen befallen – leider natürlich auch Cannabis. In jeder Ausgabe von Highway werden wir verschiedene Arten von Schädlingen und Krankheiten vorstellen und zeigen, wie sie sich verbreiten und wie man ihr Auftreten verhindert beziehungsweise wie man sie wieder loswerden kann. In Ausgabe 01/2018 haben wir die Serie mit den Blattläusen begonnen und führen sie in Ausgabe 02/2018 mit einem Intimfeind vieler Grower weiter: den Spinnmilben.



Ein Biologe würde sagen, dass Spinnmilben zur Überfamilie der Tetranychoidea gehören, zur Ordnung Trombidiformes mit der Unterordnung Prostigmata und Überordnung Acariformes. Doch das muss uns nicht interessieren: für Normalsterbliche bedeutet das einfach nur, dass Spinnmilben mit Spinnen verwandt sind und zu den Milben gehören. Im Gegensatz zu Spinnen haben Spinnmilben keine Gelenke – ihre acht Beine bestehen im Endeffekt aus einem Stück. Die beiden am häufigsten anzutreffenden Arten von Spinnmilben sind Tetranychus urticae (Gemeine Spinnmilbe oder Bohnenspinnmilbe) und Panonychus ulmi (Rote Spinne oder Obstbaumspinnmilbe). Spinnmilben sind winzig klein – die ausgewachsene weibliche Gemeine Spinnmilbe wird nicht größer als 0,5 Millimeter, die Männchen sind noch kleiner und schmaler. Erwachsene Obstbaumspinnmilben erreichen bis zu 0,7 Millimeter, sind damit aber immer noch klein genug, um vor den neugierigen Blicken der Grower verborgen zu bleiben.


Ein grundlegender Unterschied zwischen den Lebenszyklen dieser beiden Arten von Spinnmilben besteht darin, dass Panonychus ulmi vor dem Winter Eier legen, aus denen dann Ende April Larven schlüpfen, während die Tetranychus-urticae-Weibchen im Winter versteckt unter Rinde, Steinen oder im Boden überleben und ihre Eier erst im Frühjahr legen. Spinnmilbenpopulationen weisen ein 3-zu-1-Verhältnis zwischen Weibchen und Männchen auf. Dieses Missverhältnis führt unter anderem zu einem raschen Bevölkerungswachstum. Ein Weibchen der Art Tetranychus urticae kann bis zu 200 Eier ablegen, die daraus geschlüpften Spinnmilben können sich bereits nach 15 Tagen selbst fortpflanzen. Das bedeutet, dass, wenn 20 Spinnmilben (15 weibliche und 5 männliche) im Garten oder Grow-Raum auftauchen (was übrigens viel zu wenige Spinnmilben sind, um sie entdecken zu können), bereits nach 15 Tagen etwa 3.000 Spinnmilben die Pflanzen bewohnen. Wenn man dann nicht reagiert, werden nach weiteren 15 Tagen 453.000 Spinnmilben den Garten beziehungsweise den Grow-Raum unsicher machen. Unglaublich, nicht wahr? Panonychus ulmi vermehren sich zumindest ein bisschen langsamer. Ein warmes und trockenes Klima begünstigt die Fortpflanzung der Spinnmilben, deshalb begegnet man ihnen im Freien meist im Sommer. Indoor sind sie jedoch ungern gesehene Begleiter über das ganze Jahr hinweg. Eine höhere Luftfeuchtigkeit kann den Populationsboom der Spinnmilben vermindern, wird aber keine Auswirkungen auf bereits lebende Individuen haben.


Wie schaden Spinnmilben den Pflanzen?

Spinnmilben gehören zu den saugenden Schädlingen. Das heißt, sie stecken ihren Saugapparat in das Gewebe einer Pflanze und saugen daraus Saft. Dadurch wird der Pflanze Energie entzogen. Ein solcher Angriff führt zu einem gestörten Wachstum und einer verminderten Fähigkeit, Blüten und Früchte auszubilden. Spinnmilben konzentrieren sich vor allem auf Blätter, auf denen sie dann kleine, helle Flecken hinterlassen. Sie können aber auch die Blüten direkt attackieren. Wenn größere Mengen von Spinnmilben auftauchen, beginnen sie mit dem Weben von Netzen, die sie bei der Bewegung zwischen verschiedenen Teilen der befallenen Pflanze unterstützen. Diese feinen und festen Netze begrenzen das Wachstum von kleinen Blättern und Trieben, werden von den Spinnmilben aber auch auf größeren und stärkeren Pflanzenteilen angelegt. Ein weiteres Problem im Zusammenhang mit der Anwesenheit von Spinnmilben ist ein erhöhtes Risiko für Pflanzenkrankheiten. Da die Spinnmilben den Saft aus den Blättern saugen, können sie auch Krankheiten verbreiten, die von anderen Pflanzen stammen – sowohl beim Outdoor-Anbau als auch beim Grow unter künstlichem Licht.

 

Wie erkennt man Spinnmilben?

Erste Anzeichen für das Vorhandensein von Spinnmilben sind helle Flecken auf den Blättern, die auch von oben sichtbar sind, obwohl Spinnmilben meistens von der Unterseite der Blätter aus saugen. Manchmal sieht es so aus, als ob die Blätter von Weißfäule befallen wurden, da sie sich blass färben und es so scheint, als ob sich eine weiße Schicht auf ihnen bilden würde. Spinnmilben befallen in der Regel zuerst die Blätter im unteren Bereich der Pflanzen. Ihre Anwesenheit zu erkennen ist recht schwierig, da sie sich auf der Unterseite der Blätter fortbewegen. Die überwiegende Mehrheit saugender Schädlinge wendet diese Strategie an, um ein Entdecktwerden zu vermeiden. Wenn einem also merkwürdige Flecken oder kleine Punkte auf den Pflanzen auffallen, sollte man sich zuerst die Unterseite der betroffenen Blätter näher anschauen. Wenn man winzige, sich bewegende Flecken entdeckt, handelt es sich höchstwahrscheinlich um Spinnmilben. Die Farben der Spinnmilben können dabei durchaus variieren, von orange über gelb-grün bis rot. Letzteres ist typisch für Panonychus ulmi. Tetranychus urticae zeigen zwei markante Flecken an den Seiten. Sie sind etwas behaart, was durch ein Mikroskop oder eine Lupe gut zu erkennen ist. Spinnmilben sind leicht an ihren acht Beinen von anderen Störenfrieden zu unterscheiden, denn diese Anzahl Beine ist bei Pflanzenschädlingen eher selten. Ihre Netze können ebenfalls dabei helfen, sie zu identifizieren. Diese sind weiß und fein, aber dennoch ziemlich kräftig.

Doch nicht nur wegen der Anzahl ihrer Beine sind Spinnmilben ziemlich schwer mit anderen Schädlingen zu verwechseln, denn sie sind besonders klein und tauchen dazu im Überfluss auf. Die einzige Art, die ihnen ähnelt und an denselben Pflanzen vorkommt, ist die Phytoseiulus persimilis – eine Raubmilbe mit acht Beinen und einem roten Körper. Sie ist allerdings ein natürlicher Feind der Spinnmilbe: sowohl die Larven als auch die ausgewachsenen Tiere ernähren sich ausschließlich von Tetranychus urticae. Sie leben jedoch nicht in besonders großen Populationen. Wer also eine kleine rote Spinne findet, die auf den Pflanzen umherwandert, kann sich freuen, dass es keine Spinnmilbe ist, sondern im Gegenteil einer ihrer größten Feinde.

 

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Am 10. März feiert die medizinische Freigabe von Cannabis in Deutschland ihren ersten Geburtstag. Von der ABDA, der Bundesvereinigung deutscher Apothekerverbände, gibt es zu diesem grundsätzlich schönen Anlass jetzt ein paar Zahlen und Statistiken über die Nachfrage im ersten Jahr.



Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 44.000 „Einheiten“ von Cannabis-Blüten an den Mann gebracht. Die Nachfrage sei von Quartal zu Quartal gestiegen, so Dr. Andreas Kiefer, Präsident der deutschen Bundesapothekerkammer. Während im zweiten Quartal 2017 noch 4.615 Rezepte (10.055 Abgabeeinheiten) ausgestellt wurden, waren es im vierten Quartal bereits 12.717 Rezepte (18.828 Abgabeeinheiten). Nach Schätzungen liegt die Zahl der Patienten mit Zugang zu Marihuana aktuell zwischen 20.000 und 30.0000. Angaben des AOK-Bundesverbandes und der Barmer zufolge ist das Bundesland, in dem die meisten Anträge auf medizinisches Cannabis gestellt werden, übrigens das restriktive Bayern.



Der Geschäftsführer des Deutschen Hanfverbands (DHV), Georg Wurth, übte dennoch Kritik und sieht nach wie vor großen Nachholbedarf im Gesundheitsministerium: „Völlig überzogene Preise, ein vermurkstes Lizenzverfahren und Willkür bei den Krankenkassen“ sieht der Cannabis-Lobbyist momentan als die drängendsten Probleme in Sachen medizinischem Cannabis an.

Gute Nachrichten für alle Cannabispatienten, die sich bereits Tickets für die baldige Fußballweltmeisterschaft in Russland (14. Juni bis 15. Juli 2018) gesichert haben.

 

Das Organisationskomitee der WM hat angekündigt, die Einfuhr und den Konsum von Cannabis in den Spielstätten und drumherum zu gestatten, solange ein entsprechendes medizinisches Dokument, das Auskunft über die mitgebrachte Menge gibt, vorliegt. Dieses Papier muss entweder in russischer oder englischer Sprache geschrieben sein. Polizisten werden rund um die Stadien die Authentizität der Papiere überprüfen.

 

Die Maßnahmen überraschen umso mehr, da Russland nicht gerade als tolerant gegenüber Drogendelikten gilt: der Besitz von gerade einmal sechs Gramm Marihuana beispielsweise kann in Russland schon zu einer Freiheitsstrafe führen. Wer weiß, vielleicht erhofft sich die WM-Organisation von der temporären Lockerung insgeheim ein niedrigeres Aggressionspotenzial in den Stadien und Austragungsorten.

 

Die Liste der erlaubten Substanzen beinhaltet neben Cannabis übrigens auch Kodein, Morphium, Kokain, Amphetamin und Heroin – wobei zumindest fraglich ist, welcher Arzt Kokain verschreibt…

Dass man sich als Cannabisfreund in Deutschland so einiges an Vorurteilen und Halbwahrheiten in Bezug auf das bevorzugte Genussmittel anhören muss, daran haben sich die meisten Kiffer mittlerweile gewöhnt. Im sicheren Bewusstsein, die besseren Argumente auf ihrer Seite zu haben, wird inzwischen vieles mit Humor genommen, um die Gegenseite und ihre veralteten Ansichten der Lächerlichkeit preiszugeben. Mit einer Drogenbeauftragten wie Marlene Mortler, CSU, hat die Szene in dieser Hinsicht natürlich auch einen dankbaren, weil erstaunlich ahnungslosen, Gegenpart.

 

Doch auch in einem Land, dass in Sachen Cannabispolitik und –akzeptanz schon deutlich weiter ist, ja, wo sogar noch dieses Jahr die vollständige Legalisierung in Kraft treten wird, halten sich selbst ziemlich abwegige Vorurteile scheinbar hartnäckig. Wir sprechen hier natürlich von Kanada und im Speziellen von einem Vorfall, der sich auf einer Schulversammlung im Bezirk York ereignete. Ein speziell dafür ausgebildeteter Polizeibeamter sprach dort vor der interessierten, katholischen Schülerschaft angesichts der nahenden Freigabe über die Gefahren von Cannabis.

 

Der gute Mann ließ es sich im Rahmen dieser Veranstaltung doch tatsächlich nicht nehmen auf eine Studie zu verweisen, nach der „(…) Marihuana das Testosteronlevel senkt (…)“ und als Folge dessen rund 60 % der jugendlichen Konsumenten „Männerbrüste“ entwickeln würden. „Doobies make boobies“, so die eindringliche Warnung des polizeilichen Drogenbeauftragten. Dumm nur, dass es Studien mit derartigen Ergebnissen niemals gegeben hat und es sich viel mehr um eine Art „Urban legend“ handelt, wie Experten korrigieren.

 

Das ist mittlerweile wohl auch der Polizei von York klar geworden, die sich kurze Zeit später mit einem viel beachteten Tweet für die misslungene Aufklärungsveranstaltung entschuldigte.

Zwar sind Umfragen in Deutschland oft gefälscht und so gar nicht zuverlässig, wie „Der Spiegel“ kürzlich ermittelte, aber dennoch sind dies immer wieder gern gebrachte Meldungen, zeigen sie doch angeblich, wie die Bevölkerung tickt. Heute wurde eine Yougov-Umfrage in diversen Medien veröffentlicht, die recht interessant ausfällt. Das Thema: Cannabis und Kiffen.

 

68 Prozent der Befragten (und sogar 71 Prozent der befragten Frauen) gaben an, dass sie noch niemals gekifft hätten. Bei solchen Ergebnissen fragt man sich als rechtschaffener Kiffer schon, ob man vielleicht doch in einer Blase lebt... aber es kommt noch besser: zwei von drei Bürgern behaupten angeblich, dass sie nicht glauben, dass irgendjemand in ihrem Freundeskreis Marihuana oder Haschisch konsumieren würde. Besonders süß: 82 Prozent der befragten Eltern berichteten, dass Cannabis im Alltag ihrer Kinder unter 18 Jahren keine größere Rolle spiele – auch nicht durch Freunde, Medien oder Musik.

 

Auch die Frage nach einer Legalisierung von Cannabisprodukten wurde mal wieder gestellt – dieses Mal kam dabei Folgendes heraus: 35 Prozent dafür, 33 Prozent dagegen, 22 Prozent egal. Na dann bis zur nächsten Umfrage!

Highway-Leser und Cannabis-Interessierte wissen es schon länger: Cannabis mit seinen Cannabinoiden, allen voran das psychoaktive THC und das nicht psychoaktive CBD, ist in vielen Fällen ein wirksames Mittel, wenn es darum geht, Leiden verschiedener Art zu lindern.

 

Die Herbal Medicinal Products Platform Austria (HMPPA), ein einzigartiges neues wissenschaftliches Netzwerk mit höchster Kompetenz im Bereich pflanzlicher Arzneimittel und Naturstoffforschung, das 2006 gegründet wurde, kürte nun die Arzneipflanze des Jahres 2018: Cannabis. Auswahlkriterien waren etwa der Bezug zu Österreich, neue Studienlagen und die wirtschaftliche Bedeutung.

Glücklich der, der ein gutes Verhältnis zu seiner Mutter hat und immer auf ihre Unterstützung zählen kann. So auch, zumindest bis vor Kurzem, ein 36-jähriger Mann aus der Steiermark. Dieser hatte hohe Kreditschulden und wollte diese vorzeitig tilgen. Die 57-jährige Mama hätte vermutlich auch gerne mit Geld ausgeholfen, wenn möglich, bot aber stattdessen andere Dienste an: sie stellte ihren Garten und ein Zimmer ihrer Wohnung in Leibnitz zur Verfügung, um dort Marihuana anzubauen.

 

So soll das Mutter-Sohn-Duo laut „heute.at“ innerhalb von drei Jahren 11,3 Kilogramm Weed produziert und teilweise verkauft haben. Dazu bedienten sie sich zweier Sub-Dealer, die das Gras klein-klein im Grazer Stadtpark verkauften. Alle vier Personen wurden nach monatelangen Ermittlungen der Polizei festgenommen, nach Geständnissen aber vorläufig auf freien Fuß gesetzt. Zudem wurden etwa 20 Abnehmer der Ware ermittelt.