Ein 35-jähriger Mann aus Österreich, der schon länger im Zentrum polizeilicher Ermittlungen gestanden hatte, wurde vergangene Woche verhaftet und der Justizanstalt Salzburg überstellt. Der junge Mann wurde verdächtigt, rund um den Salzburger Hauptbahnhof große Mengen Marihuana verkauft zu haben, wurde von der Polizei zeitweise beobachtet. Bei einer Personenkontrolle wurden bei ihm dann 500 Gramm Cannabis gefunden.

 

Laut Polizeiangaben kam es zu einer „freiwilligen Nachschau“ in der Wohnung des Mannes, nachdem dieser angegeben hatte, zusätzlich zu dem bereits gefundenen halben Kilo noch weitere zwei Kilos daheim zu lagern. Wie sich vor Ort herausstellte, waren es aber tatsächlich noch ein paar Kilo mehr: ganze 56 Kilo konnten die Beamten insgesamt in der Wohnung finden.

In Großbritannien sorgt gerade ein neues, zweiteiliges Doku-Format für Gesprächsstoff. Die Sendung mit dem vielsagenden Titel „High Society: Cannabis Café“ ist für Cannabisenthusiasten besonders interessant. Das Konzept besteht darin, Cannabisneulinge in einem Coffeeshop in Amsterdam ganz in Ruhe einen rauchen zu lassen und sie dabei mit der Kamera zu beobachten und ihre Gespräche und Erfahrungen aufzuzeichnen. Ein besonderes Schmankerl bietet gleich die erste Folge, die mit zwei ganz besonderen Teilnehmern aufwarten kann: Ronnie und Des, zwei ehemalige Drogenfahnder haben beschlossen, selbst einmal das „Teufelszeug“ auszuprobieren, wofür sie andere jahrelang verfolgen mussten. Während der eine der beiden sich sicher ist, das Marihuana niemals legalisiert werden darf, hat der andere, Des, einen etwas offeneren Ansatz, und ist erst einmal einfach gespannt darauf, wie sich der Rausch anfühlt. Schade, dass seine Neugier nicht belohnt wurde und auch die leichten Anflüge von Toleranz nicht lange anhielten.

 

Denn Des, man kann es leider nicht anders sagen, erleidet vor laufender Kamera einen klassichen Abscheißer, im englischsprachigen Raum und neudeutsch auch „Whitey“ genannt. Nach ein paar Zügen wird die Gesichtsafrbe merklich blasser, der Mann wird immer schweigsamer, bis er schließlich seinen Kopf auf der Tischplatte abstützt und sich übergibt. Ob das wohl dieses Karma ist, das nun, nach unzähligen Verhaftungen kleiner Kiffer, mit aller Kraft zurückschlägt? Oder liegt es doch einfach nur an der berühmt-berüchtigten Amsterdamer-Coffeeshop-Hecke, die schon weitaus erfahrenere Stoner in die Knie gezwungen hat (der Autor, weiß, wovon er redet)? Wie dem auch sei, nachdem sich der Rentner wieder einigermaßen gefangen hat, ist sein Urteil ebenso unvernünftig wie klar: „Niemandem sollte es erlaubt sein fünf Gramm von diesem Zeug zu kaufen“. Hier könnt ihr euch das Video in Ruhe anschauen und eurer Schadenfreude freien Lauf lassen.

Auf einem schwer einsehbaren Grundstück nahe Wangen fanden Polizeibeamte mehrere Hanfpflanzen mit einer beachtlichen Größe von bis zu 3,5 Metern. Bei dem Besitzer und Bewohner handelt es sich um einen 85-jährigen Mann, der angab, die Pflanzen seien aus den Resten von Vogelfutter rein zufällig und ohne sein Zutun gewachsen. Bekannte des Senioren hatten den Mann davor gewarnt die Pflanzen einfach sprießen zu lassen.

 

Doch dem Hanf-Opa war das egal, er mochte die Pflanzen und statt sie abzuschlagen, hegte und pflegte er sie nach bestem Wissen und Gewissen. Ob die Geschichte des Verdächtigen so stimmt, bleibt unklar, wilder Hanf aus Vogelsamen ist jedenfalls keine Seltenheit, alte Menschen, die ein paar Pflanzen zur Schmerzlinderung hochziehen aber natürlich auch nicht. Wer sollte es ihnen auch verdenken? Ach ja, der deutsche Staat zum Beispiel, der auch in diesem Fall hart blieb und Polizisten schickte, um die Gewächse restlos abzuernten und dem Rentner ein Ermittlungsverfahren anzuhängen...

Die Titelstory der aktuellen Highway-Ausgabe beschäftigt sich mit dem Themenkomplex des unauffälligen Anbaus. Denn viel zu oft werden durch die Nichtbeachtung einfachster Sicherheitsmaßnahmen ohne Not Unbeteiligte auf die Cannabis-Anlage aufmerksam gemacht, die sich anschließend nur allzu oft dafür entscheiden, die Polizei zu informieren. Es kann allerdings auch ganz anders laufen und die Entdeckung einer Pflanzung auf sehr überraschendem, gar kuriosem Wege geschehen. Regelmäßige Leser des Highway-Magazins werden nur zu gut verstehen, was gemeint ist.

 

Der heutige Fall gehört auf jeden Fall in die letztere Kategorie, wenn auch hier wohl ebenso eine große Portion Leichtsinn auf Seiten der Grower im Spiel gewesen ist. Die diesjährige Vuelta, eines der wichtigsten Radrennen der Welt, sozusagen die spanische Version der legendären „Tour de France“, erlebte vergangenen Samstag ihre achte Etappe, die Route führte durch die nahe Barcelona gelegene Stadt Igualada. Radsportfans wissen, dass die TV-Berichterstattung eines solchen Events auf mit dem Hubschrauber aufgenommene Bilder aus der Vogelperspektive setzt, um das Fahrerfeld und die teilweise spektakulären Landschaften adäquat einzufangen und dem Zuschauer einen optimalen Überblick über das Renngeschehen zu verschaffen. So natürlich auch bei der Fahrt quer durch Igualda. Aufmerksamen Zuschauern rund um den Globus fielen dabei merkwürdige Pflanzen auf dem Dach eines Hauses auf, das unmittelbar am Rand der Rennstrecke lag.

 

Es dauerte nicht lange, bis die entsprechenden Szenen viral gingen und die Polizei Wind von der Sache bekam, das besagte Haus auf- und durchsuchte, und bestätigte, dass es sich tatsächlich, wie bereits vermutet, um Cannabispflanzen handelte. Etwa vierzig Gewächse wurden beschlagnahmt, zu einer Anzeige kam es allerdings nicht, da bisher keiner der Betreiber aufgefunden werden konnte.

Gerade erst haben wir über das neue Pokémon „Galarian Weezing“ berichtet, dass (aller Wahrscheinlichkeit nach) unfreiwillig an eine Bong erinnert, nun haben wir schon wieder eine Videospiel-Nachricht zu vermelden. Allerdings eine ziemlich unerfreuliche: denn in Australien wurde nun das beliebte Computerspiel „DayZ“, das bereits 2013 erschien, durch die australische Behörde ACB (Australian Classification Board) für illegal erklärt. Physische Verkaufsexemplare dürfen nicht mehr angeboten werden, auch die digitalen Versionen sollen in Kürze verboten werden.

 

Als Grund nennen die Verantwortlichen den „illegalen oder verbotenen Drogenkonsum im Zusammenhang mit Anreizen oder Belohnungen“ im Spiel. Genau genommen geht es um Marihuana, das man im Spiel als Heilmittel nutzen kann. „Im Laufe des Spiels ist der Spieler in der Lage, eine Vielzahl von Ausrüstungsgegenständen, Materialien und Waffen zu sammeln und zu benutzen“ heißt es in der offiziellen Erklärung. „Eine der Möglichkeiten, die Gesundheit des Spielers wiederherzustellen, ist das Rauchen eines Joints, das mit einem Symbol in Form einer Blüte im Inventar des Spielers dargestellt wird.“

 

Wie es in dem Bericht weiter heißt, erlauben die Klassifizierungsrichtlinien im Bereich „ab 18 Jahren“ die Darstellung von Drogenkonsum. Dieser darf allerdings nicht „detailliert oder realistisch“ dargestellt werden. „Wenn der Konsum von Cannabis im Rahmen dieses Spiels nicht als Anreiz oder Belohnung gewirkt hätte“, wäre eine Einstufung „ab 18“ drin gewesen, heißt es in der Erklärung. „Der Konsum von Drogen (Marihuana) als Anreiz oder Belohnung während des Spiels übersteigt aber die in der Klassifikation „ab 18“ zulässigen Werte und muss aus diesem Grund abgelehnt werden“, so das ACB.

 

DayZ“ ist nicht das erste Spiel, das mit dieser Begründung in Australien verboten wurde. Auch „Fallout 3“ wurde dort aus dem gleichen Grund aus dem Verkauf genommen. Dass man sich in „DayZ“ erst mit anderen Spielern anfreunden kann, um sie dann hinterrücks zu erschießen, scheint für das ACB jedoch keinerlei Problem darzustellen. So sind in der australischen Computerspielewelt anscheinend Drogen das, was hierzulande übermäßige Gewaltdarstellungen und in Amerika nacktes Fleisch sind. Darauf erst einmal einen Kopf durch das Smokémon!

 

„Solange, bis es jemand schafft, uns davon zu überzeugen, dass es einen vernünftigen Grund dafür gibt, dass Cannabis verboten ist, solange werden wir weiter machen und bis an die Grenze gehen." Mit diesem Mantra zweier Cannabis-Aktivisten aus England können sich sicherlich auch hierzulande viele Legaliesierungskämpfer identifizieren. Die außergewöhnliche Aktion hingegen, die die beiden Aktivisten, von denen einer nur als „Outlaw“ bekannt ist, durchgeführt haben, dürfte den meisten Cannabisfreunden etwas zu waghalsig sein.
 

Mitten in einer der beliebtesten Grünflächen von Manchester, Picadilly Gardens, bezogen „Outlaw“ und sein Mitstreiter, beide komplett vermummt, Position und verteilten kostenlose Marihuanablüten an die interssierten Passanten. Ein Banner mit der Botschaft „FREE BUD“ (etwa: GRATIS BUDS) verkündete die frohe Botschaft und sicherte den beiden schnell die ungeteilte Aufmerksamkeit vieler Parkbesucher. Nach Angaben der Initiatoren wechselten auf diese Weise Cannabisblüten im Wert von insgesamt mindestens 900 Euro die Besitzer.
 

Nach der Aktion, die erwartungsgemäß für ein großes Medienecho sorgte, verkündete Outlaw, dem es im Gegensatz zu seinem Kollegen gelang, sich der staatlichen Autorität zu entziehen, dass die gewagte Aktion „nur der Anfang“ gewesen sei. Man darf also gespannt sein, was da noch kommt!

 

Darf es noch ein Tässchen mehr sein? Gerade kursiert ein etwas kurioser Produktrückruf im Web, der Cannabisfreunde zum Schmunzeln bringen dürfte. Bio-Großhändler Dennree hat am gestrigen Mittwoch eine Charge seines Hanf-Grüntees zurückgerufen und alle Käufer dazu aufgefordert, das Produkt nicht zu konsumieren. Der Grund: es wird doch tatsächlich befürchtet, dass möglicherweise zu viel THC im Tee stecke. Aus Angst vor gesundheitlichen Schäden bei der Einnahme größerer Mengen werden Käufer nun gebeten, ihr Produkt, auch ohne Kassenbeleg, umgehend umzutauschen. Betroffen sei ausschließlich die Charge mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 6. Februar 2022.

 

Cannabisfreunde, die jetzt schon mit dem Gedanken spielen, noch Exemplare der vom Rückruf betroffenen Charge zu ergattern und 20 Beutel auf einmal aufzubrühen, sei gesagt, dass nicht bekannt gemacht wurde, um wie viel mehr THC es sich wirklich handelt. Vielleicht ist das Ganze ja auch nur ein ausgefuchster PR-Trick, um Cannabisliebhaber auf das Produkt aufmerksam zu machen und auch in Zukunft zum Kauf zu ermutigen. Amüsant ist jedenfalls der Kontrast zwischen der Rückrufaktion und dem fetten "Higher Living-Aufdruck auf der Verpackung des Tees.

 

Immer Ärger mit den Nachbarn! Jeder, der Cannabis anbaut weiß: neben technischen Unfällen stellen die eigenen Nachbarn oft den größten Risiko-Faktor dar. Ein nerviges Surren hier, ein merkwürdig würziger Geruch dort, und die Polizei ist schneller alarmiert, als man „Denunziant“ buchstabieren kann.

 

Doch egal, wie sorgfältig man die Cannabisanlage einrichtet und betreibt, es bleibt immer das Restrisiko Zufall. Das musste nun ein Grower aus Hürth am eigenen Leib erfahren. Doch der Reihe nach: einem 66-jährigen Nachbarn wurde es mit dem Unkraut in der Hauseinfahrt zu viel, deshalb beschloss er dem Gewächs mit einem Brenner auf die Pelle zu rücken. Unglücklicherweise fing dabei nicht nur das Unkraut Flammen, sondern auch ein Teil der Fassadendämmung des Hauses. Die Feuerwehr wurde gerufen, untersuchte das Haus von oben bis unten und entdeckte in der Dachwohnung die Cannabisanlage des erwähnten Cannabisliebhabers und Growers. Die 50 Pflanzen seien nach Angaben des 29-Jährigen ausschließlich für den Eigenanbau gedacht gewesen.

Normalerweise ist sie es, die eine Cannabisplantage aberntet und abtransportiert, doch in diesem Fall, der sich Anfang der Woche in Hessen abspielte, läuft für die Polizei alles anders herum. In der Nacht zum Montag verschafften sich Unbekannte Zutritt zu einem 60 Quadratmeter großen Cannabisfeld, rissen die Pflanzen heraus, schnitten sie ab und luden sie in einen Lieferwagen, mit dem sie, nachdem sie die komplette Anbaufläche dem Erdboden gleichgemacht hatten, vom Schauplatz des Diebstahls flüchteten.

 

Dass sich nun die Polizei tatsächlich einmal mit der Wiederbeschaffung und nicht mit der Vernichtung von Hanfpflanzen beschäftigen muss, mag für den Cannabisliebhaber zwar eine amüsante Randnotiz darstellen, der hessische Jungbauer, dem die Pflanzen gehörten, hat hingegen wenig Grund zur Freude. Auf zwölf Hektar Ackerfläche hatte der Landwirt im April Nutzhanf gesät, auf der geplünderten Fläche wuchs eine spezielle, CBD-reiche Sorte, von der er sich besonders viel versprochen hatte. Der entstandene finanzielle Schaden wird auf etwa 50.000 – 100.000 Euro geschätzt. Was genau die Diebe mit den geraubten Pflanzen vorhaben, ist fraglich. Daran berauschen können sie sich jedefalls nicht.

 

 

 

Angesichts des CBD-Booms in der Schweiz kann man leicht übersehen, dass bei den Eidgenossen in puncto medizinischem Cannabis noch einiges im Argen liegt. Will heißen, dass man eine besondere Ausnahmegenehmigung des Bundesamts für Gesundheit benötigt, um es zu nutzen. Die wird nur bei besonders schweren Erkrankungen wie Krebs oder Multipler Sklerose (MS) erteilt, nur wessen Lebensqualität schwer beeinträchtigt ist, bekommt die Chance, Cannabis zu medizinischen Zwecken einzunehmen. Und auch nur dann, wenn andere Therapien keine Wirkung geszeigt haben oder aus anderen Gründen unmöglich sind. Dementsprechend konnten sich bisher nur etwa 3.000 Patienten mit ihrem Antrag durchsetzen.

 

Doch in den letzten Jahren ist das Interesse (und da kommt auch wieder der CBD-Boom ins Spiel) an den Sonderbewilligungen konstant angestiegen. Das hat durchaus auch etwas damit zu tun, dass Cannabis, wenn auch nur THC-armes, in der Schweiz eben in aller Munde ist. Selbst in Supermärkten wie Lidl sind CBD-Produkte und -Blüten inzwischen ein ganz normaler Anblick geworden. Das baut natürlich Berührungsängste ab und schafft Akzeptanz.

 

Sicher hat auch der Blick nach Deutschland und sein 2017 in Kraft getretenes Medizin-Gesetz mit dazu beigetragen, dass die Schweizer Regierung nun konkrete Schritte einleitet, um den Zugang zu Cannabismedizin zu erleichtern. Die alten Regelungen seien mittlerweile veraltet und entsprächen nicht mehr dem aktuellen Forschungsstand, teilte das Bundesamt für Gesundheit mit. Wie in der Bundesrepublik werden die Krankenkassen allerdings nicht verpflichtet sein, für die Behandlung mit Cannabis zu zahlen.