Black Russian kann man nicht nur trinken – nein, wer weniger auf Alkohol, aber dafür mehr auf den angenehmen und friedlichen Rausch der Cannabispflanze steht, kann sich dennoch mit einem Black Russian berauschen. Die Samenbank Delicious Seeds kreuzte den Strain dieses Namens aus den berühmten Elternpflanzen Black Domina und White Russian (bekanntlicherweise existiert unter diesem Namen ebenfalls ein beliebter Cocktail).

 

 

Die Black Russian ist indica-dominant und das nicht zu knapp. Den 80-prozentigen Anteil merkt man doch deutlich – Black Russian ist eher für den Feierabend oder eine gemütliche Runde im Bett gedacht, die Wirkung ist dabei recht lang anhaltend und bei THC-Werten zwischen 15 und über 20 Prozent auch recht stark – einen Gegenpol in Form von einer guten Ladung CBD kann man bei der Black Russian nicht erwarten.

Beim Riechen erwartet man auch eher einen schwächeren Geschmack, doch dieser ist ungleich stärker und bietet eine ganze Palette tropischer Früchte, Süße, aber auch strengere Aromen. Die Pflanze verzeiht Anbaufehler relativ gnädig und kann im heimischen Garten wie auch unter Kunstlicht gezogen werden. Die geernteten Blüten haben eine hellgrüne Farbe mit hellorangen Haaren.

 

 

 

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Wir freuen uns mit Donald Denzler einen neuen Autor an Bord begrüßen zu dürfen, der über einige Jahre an internationaler Cannabis-Erfahrung verfügt und sich uns und euch in der aktuellen Ausgabe unseres Magazins Highway – Das Cannabismagazin zur Begrüßung mit einer Passage aus seinem Leben vorstellt, die er Gras anbauend in den Niederlanden verbracht hat. An dieser Stelle präsentieren wir euch einen kleinen Auszug – den ganzen Artikel könnt ihr in der aktuellen Ausgabe von Highway lesen.

 

Während meiner Flucht vor den deutschen Behörden habe ich von 2003 bis Ende 2005 in Helmond gewohnt, erst bis 2004 in einem kleinen und dann bis Dezember 2005 in einem größeren Bauernhof. Wie überall habe ich auch in Helmond zunächst indoor unter Lampen und dann später auch im Garten mein Ganja angebaut. Der Bauernhof hatte etwa 80 bis 100 Quadratmeter Fläche und hatte einen ersten Stock.


Fred, der zuständige Wijkagent, so etwas wie ein Kontaktbereichsbeamter oder Revieroberkommisar, war ein freundlicher Mann der seine ersten 17 Jahre in Deutschland verbracht hatte – sein Vater war dort stationiert. Seine Meinung zur deutschen Drogenpolitik war ausgesprochen deutlich und er fand das Verhalten seiner „Kollegen“ äußerst unbegreiflich und schien selbst sehr tolerant. Er kam alle drei bis vier Wochen mal zum Kaffee vorbei und wir haben auf der Terrasse gesessen und geklönt. Ich habe ihm von Rastafari und meinem Verhältnis zu Cannabis erzählt und von den deutschen Grundrechtsverletzungen, wegen denen ich in den Niederlanden Asyl suche, doch da konnte er mir nicht weiterhelfen – zumindest auch kein Gedanke daran, mich auszuliefern; er erklärte sich sogar bereit, meinen Pass zu checken, um mich wegen möglicher Kontrollen in Holland eventuell beruhigen zu können. Da damals noch kein internationaler Haftbefehl gegen mich vorlag, kam er mit der freudigen Nachricht, dass ich in Holland keine Probleme haben werde, wenn ich kontrolliert werde – er habe persönlich alle drei Datenbanken gecheckt. Normalerweise checkt die Polizei nur zwei davon – alles clean.


Im Winter 2004/2005 hatte ich in einem großen Zimmer im Erdgeschoss sieben Lampen hängen und acht Kübel mit je fünf bis sieben Pflanzen von etwa einem Meter Höhe drunter, alles in der Blüte. Eines Tages kommt Fred und fragt, ob ich Weed hab, es sei so ein Geruch wahrzunehmen auf der Straße. Ich sage: „Ja, heb ik“. Ob er das mal sehen darf. Klar, sage ich. Vor der Tür wurde mir bewusst, dass Fred als Cop eine Knarre trägt. Ich teilte ihm mit, dass ich keine Waffen im Haus haben will und schlug vor, ihm den Vorhang vor dem Fenster von innen zu öffnen, damit er die Pflanzen durchs Fenster sehen könne. Doch das war ihm nicht genug und er schlug vor, seine Waffe zu entladen und das Magazin in seiner Aktentasche zu bewahren. Und so habe ich dem Vorschlag zugestimmt und wir sind in den Growroom. Er schaute sich die hängenden Lampen und die Kübel an und sah darin keine professionelle Anlage, so kam er denn auch zu dem Schluss: „Das ist privat, das ist kein Problem.“ Wir tranken Kaffee und er ging.


Mit dem heranrückenden Frühjahr 2005 habe ich ihn einmal gefragt, ob er damit ein Problem habe, wenn ich im Garten anpflanze. Er meinte nur, solange es nicht mehr ist als drinnen, wäre das okay. Um die nötige Erde und so weiter herbeizuschaffen, habe ich mir einen Anhänger für das Fahrrad gebaut. Da mir als Material nur Holzbretter von Paletten und Nägel zur Verfügung standen, habe ich also aus diesen Brettern einen Hänger mit Mittelachse von zwei Metern Länge und 80 Zentimetern Breite gebaut. Zwei Vorderräder sind in Holland nicht schwer zu finden. Als Anhängerkupplung ein dickes Tau durch ein Loch in einer Holzplatte am Hänger und am Gepäckträger des Fahrrades und oben und unten einen Knoten – funktioniert vorzüglich. Damit habe ich in tagelanger Arbeit von einer benachbarten Farm alten Pferdemist geholt. Immer vier bis fünf dicke Kübel voll und feste strampeln. Dazu Algenkalk, Brenneseln, Kombucha-Algensud und Urin in die Erde eingearbeitet. Kurz: der Acker war bereit und das Frühjahr konnte kommen – Growen mit polizeilicher Erlaubnis!


Durch meine eigenen Kreuzungen und selbstgemachten Steckis hatte ich Anfang 2005 rund 50 Jungpflanzen von sieben verschiedenen Sorten: Amnesia Haze, Lavender, Diesel sowie meine Kreuzungen K1, K3, K4 und Sweedish Summer. Wenn ich aus Samen growe, mache ich von jeder Pflanze schon ganz früh zwei oder drei Stecklinge, die ich zur Bestimmung des Geschlechtes benutze. Sobald die Wurzeln gezogen haben, setze ich sie unter eine Lampe mit zehn Stunden Licht und in wenigen Tagen sehe ich so, ob es sich bei der Mutter um eine Mutter oder einen Vater handelt. So muss ich nicht bis zum Herbst ein Männchen pflegen. Auf diese Weise konnte ich schnell die männlichen Pflanzen bereits im Frühjahr aussortieren. Es blieben 47 Pflanzen, eine erwies sich später als Zwitter...

 

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Seit März dürfen deutsche Apotheken Cannabis auf Rezept herausgeben – ein Themenkomplex, über den wir in diesem Jahr schon oft berichtet haben. Doch gefällt den Apothekern, dass sie nun Cannabis in Form von Marihuana und anderen Produkten an Kranke abgeben dürfen?

 

Mehr als die Hälfte (51,1 %) der etwa 200 befragten Apotheker einer Umfrage des Instituts für Handelsforschung Köln befürworteten den Erlass des Cannabis-als-Medizin-Gesetzes. Ein knappes Fünftel (18,6 %) sprach sich dagegen aus, der Rest zeigte sich unentschlossen.

 

Die (durch Ärzte und Krankenkassen gesteuerte) „Nachfrage“ nach Cannabisprodukten sei aber nach Aussage von 68,1 Prozent der befragten Apotheker nicht gestiegen. 1,5 Prozent gaben sogar einen Rückgang an – 30,4 Prozent der Befragten gaben hingegen gesteigerte Verkäufe an.

 

Einig waren sich (so gut wie) alle (98 %) der Apotheker, dass die geforderte Prüfung der Cannabisblüten nach der Apothekenbetriebsordnung für sie mit einem (zu) hohen Aufwand verbunden sei. Rund 80 Prozent der Apotheker wünschen sich zudem Fortbildungsangebote, um ihre Mitarbeiter vernünftig in Bezug auf Cannabis zu schulen.

Die deutsche Cannabispolitik ist mehr als weltfremd und so sind es praktisch von Berufs wegen auch viele deutsche Richter. Dieser Umstand kam nun am Dienstag einen 28-jährigen Mann teuer zu stehen, der vor Gericht angeklagt war, im Landkreis Aichach-Friedberg Marihuana und Haschisch verkauft zu haben.

 

Wie bei der „Augsburger Allgemeinen“ zu lesen war, gab es um die Größe seiner Einkäufe wohl keine Zweifel (dreimal 50 Gramm Marihuana, je einmal 150 und 180 Gramm Marihuana sowie zweimal 100 Gramm Haschisch). Dies wurde wohl vom Angeklagten, der angab etwa drei Joints täglich zu rauchen, auch eingeräumt.

 

Doch die Staatsanwaltschaft wollte ihm Dealerei unterstellen, während er auf Eigenbedarf plädierte. Und mal ganz im ernst: viele Leute, die ein halbwegs passables Einkommen haben, kaufen sich 50 oder 100 Gramm zum Eigenbedarf. Es geht ja auch niemand jeden Tag in den Supermarkt (okay – niemand unter 70 Jahren), um sich mit Lebensmitteln für nur einen einzigen Tag einzudecken. Ganz davon abgesehen, dass der Kurs für Marihuana und Haschisch sich schon mal um das Doppelte unterscheiden kann, abhängig davon, ob man sich nun ein oder hundert Gramm kauft.

 

Doch einen riesigen Fehler hat der Angeklagte gemacht: er wohnt in Bayern! Hier wird nicht die Realität verhandelt, sondern unerträgliche Sinnlosigkeiten. Der junge Cannabiskonsument verstaute, wie so viele, sein Gras in einer Box. Und das wurde ihm zum Verhängnis.

 

Der vorsitzende Richter Walter Hell verurteilte ihn, obwohl laut dem Bericht der „Augsburger Allgemeinen“ ansonsten keinerlei Beweise dafür vorlagen, wegen einer angeblichen Tätigkeit als Dealer und nicht etwa als vorausschauenden Cannabisraucher. Begründung: „Größere Mengen Marihuana gehören in den Kühlschrank oder in den Tiefkühlschrank, so was weiß man. Es sei denn, man verkauft es gleich wieder weiter.“ Für diese völlig abstruse Behauptung gab es dann 2 Jahre und 6 Monate Haft – ohne Bewährung.

 

Der gleiche Richter verurteilte übrigens im März einen 33-Jährigen, der einem 15-jährigen Mädchen Masturbationsvideos und Ähnliches schickte zu 16 Monaten auf Bewährung – und vergangenen Monat ließ er einen 34-Jährigen, der mit 2,3 Promille zwei Autos anfuhr und versuchte, eine komplette Polizeiwache auseinanderzunehmen, zu einer lächerlichen Geldstrafe von 3.900 Euro – und das, obwohl der Richter selbst anmerkte, dass es bei seiner Aktion durchaus Tote hätte geben können.

 

Also alles wie gehabt in Bayern: Sexuelle Kontakte mit Kindern und Leute fast totfahren – nicht so schlimm, ein bisschen Gras kaufen – Knast!

Cannabis aus dem World Wide Web? Wie lange wird es wohl noch dauern, bis auch Amazon Weed und Hasch versendet – am besten mit ordentlich Rabatt am Prime Day? Bis dahin muss man sich noch auf andere Quellen aus dem Netz verlassen, doch auch diese scheinen teilweise recht zuverlässig zu liefern, sogar bei größeren Mengen Cannabiskraut.

 

Die Kriminalpolizei Würzburg überwachten Ende vergangener Woche aufgrund von „vorliegenden Ermittlungserkenntnissen“ einen Paketautomaten an der Rottendorfer Straße. Als ein 21-Jähriger zwei große Pakete aus der Paketstation entnahm, gaben sich die Polizisten als solche zu erkennen. Nach einem kurzen Fluchtversuch ließ sich der junge Mann widerstandslos festnehmen.

 

Die Pakete enthielten anderthalb Kilogramm Weed, die anschließende Wohnungsdurchsuchung brachte noch ein bisschen Gras, 2.000 Euro und „umfangreiche Unterlagen“ über seine Geschäfte zutage, wie die „Fränkischen Nachrichten“ berichteten. Die Polizei geht davon aus, dass der junge Mann schon seit Jahren derartige Weed-Sendungen empfangen hat – es wurde Haftbefehl erlassen.

 

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In der berühmten Stadt Oxford im Südosten Englands wurde am Freitag eine kleinere Cannabis-Aufzucht in einem Wald entdeckt und die Polizei verständigt. Als diese anrückte, waren der oder die Besitzer der Cannabispflanzen natürlich nicht zugegen. Was macht man also als guter (und wohlerzogener) Polizist? Man holzt die Cannabispflanzen ab und hinterlässt eine Nachricht für die Grower:

 

Oops! Tut uns leid, dass wir uns verpasst haben, aber ruft uns einfach jederzeit unter 101 an, um einen Deal auszuhandeln. Viel liebe, Küsschen – eure Polizei“

 

Trotz der netten Nachricht meldete sich allerdings bislang komischerweise kein Besitzer...

 

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Ein Thema, zwei Meinungen und 90 Minuten Zeit um zu überzeugen: Die österreichische Fernsehsendung „Im Namen des Volkes“ mit Ex-OGH-Präsidentin Irmgard Griss ging am Wochenende in die dritte Runde. Das Thema war dieses Mal die Legalisierung von Cannabis. Dabei wurden medizinische, psychologische und strafrechtliche Aspekte diskutiert, um den Zuschauern die beste Entscheidungsgrundlage zu liefern. Denn das besondere an diesem TV-Format: die Zuschauer stimmen am Ende der Diskussion darüber ab, welche der beiden vortragenden Parteien sie überzeugt (oder ihre bereits bestehende Meinung bestätigt) hat.

 

Das „Ja“-Lager, die Befürworter einer Cannabis-Legalisierung, wurden von Toni Straka, dem Obmann des Hanfinstituts angeführt. Er war jahrelang Finanz-Journalist und -Analyst, wurde dann wegen Cannabisbesitz zu zwei Jahren bedingter Haft verurteilt. Cannabis-Rauchen ist für ihn eine opferlose Tätigkeit und harmlos im Vergleich zu Alkohol. Er bekam Unterstützung von Anwalt Gottfried Hudl und der Ärztin Dagmar Zidek.

 

Das „Nein“-Lager wurde angeführt von Eleonore Hübner, Assistenz-Professorin am Institut für Strafrecht der Uni Salzburg und Co-Autorin des Berichts „Soziale Kosten des Drogenmissbrauchs“. Sie hält Cannabis-Konsum für wesentlich gefährlicher als dargestellt. Ihre Experten sind der Richter Helmut Wlasak und der Psychiater und Autor Kurosh Yazdi, der vor Kurzem das unsägliche Buch „Die Cannabis-Lüge: Warum Marihuana verharmlost wird und wer daran verdient“ veröffentlicht hat, das völlig zu Recht bei Amazon auf ziemlich knappe 2 von 5 Sternen Durchschnittsbewertung kommt (hier klicken, um das Buch zu bestellen oder zu bewerten).

 

Ex-OGH-Präsidentin und Ex-Bundespräsidentschaftskandidatin Irmgard Griss führte durch den Wettkampf der Argumente. Mit Hilfe von Experten, Kreuzverhören und Video-Zuspielern versuchen Straka und Hübner die Zuschauer von ihrer Sicht der Dinge zu überzeugen. Das von OGM repräsentativ ausgewählte Österreich-Panel entschied am Ende darüber, welche Seite die besseren Argumente hatte. Und per Social Media und Telefon-Hotline konnte ganz Österreich seine Meinung kundtun.

 

Die komplette, 90-minütige Sendung kann auf der Website des Fernsehsenders Puls 4 eingesehen werden (klick!).

 

Wer sich nicht die ganze Sendung oder nur Auszüge anschauen möchte, kann im Folgenden auch unsere Zusammenfassung sowie die Ergebnisse der Zuschauerabstimmung erfahren (Achtung Spoiler).

 

Die beiden Parteien wurden hauptsächlich von den „Anführern“ Toni Straka und Eleonore Hübner vertreten, die einzelne Fragen der Moderatorin beantworteten und sich redlich bemühten, sich nicht gegenseitig ins Wort zu fallen. Toni Straka gebührt an dieser Stelle das weitaus größere Lob, denn er musste sich den ganzen alten Quatsch anhören, den selbst unsere Großmütter nicht mehr glauben.

 

Eleonore Hübner kramte so tief wie möglich in der Schwachsinnskiste und präsentierte halt den üblichen Schmarrn, den man ansonsten von Alkohol- und Pharma-Lobbyisten hört: Cannabis löst überall und dauern Psychosen aus, Cannabis ist eine Einstiegsdroge und der Jugendschutz kann nur durch ein Verbot aufrecht erhalten „bleiben“. Jeder, der sich anständig mit dieser Thematik beschäftigt, kann bei diesen Passagen nur müde lächeln – oder aber auch herzergreifend weinen.

 

Doch es kam noch schlimmer: Sogar das Flashback-Argument, das wir eigentlich seit Mitte der Neunzigerjahre für ausgestorben hielten, wurde angeführt (und wie auch in den Neunzigern, wurde gerne mal von Flashback, mal von Backflash geschwafelt). Lächerlich bis zum geht nicht mehr. Aber was soll man von einer Person erwarten, die des Weiteren ernsthaft behauptete, dass man nicht arbeiten gehen könne, wenn man ein Kiffer ist oder von Cannabis als „das Gift, das das Leben zerstört“ faselt.

 

Toni Straka entgegnete eigentlich schon zu Beginn alles, was man dazu sagen müsste, wenn ein guter Teil der Menschheit nicht seit Anfang des letzten Jahrhunderts durch solch miese Gehirnwäsche schon auf dumm gepolt worden wäre. Denn er führte an, dass sich die Cannabis-Prohibition auf Jahrzehnte alte Gesetze stützt, deren Grundlagen seit Mitte des letzten Jahrhunderts nicht mehr überprüft wurden – beziehungsweise nicht vom Gesetzgeber überprüft wurden, denn die Gegenargumente Strakas trafen alle ins Schwarze.

 

Und so sah Eleonore Hübner nur noch eine Möglichkeit, ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen: den Rest der Sendung darauf hinweisen, dass Tausende Leben von Jugendlichen durch Cannabis zerstört würden – immer und immer wieder. So wurde die Diskussion leider kaputt gemacht, aber Frau Hübner konnte so vermutlich noch einige Stimmen aus der nicht zu vernachlässigenden Gruppe der Eltern auf ihre Seite ziehen. Alle anderen, die nicht emotional an die Sache herangingen, konnten sehen, dass sie keinerlei stichhaltigen Argumente hatte, die gegen eine Cannabislegalisierung sprechen würden.

 

Das Ergebnis fiel dann interessant aus: Nur Sekunden, nachdem ein Moderator verkündete, dass im äußerst unwahrscheinlichen Fall, dass die Abstimmung der Österreicher über die Cannabis-Frage 50 zu 50 ausgehen würde, die Nein-Fraktion gewonnen hätte, da die Befürworter einer Gesetzesänderung die Mehrheit der Bevölkerung überzeugen müssten, wurde das Ergebnis bekanntgegeben: 50 zu 50!

 

Auch wenn es nach dem Reglement die denkbar knappste Niederlage für die Cannabis-Befürworter war, war es im Endeffekt doch ein riesiger Erfolg: dass 50 Prozent der Österreicher für eine Cannabislegalisierung stimmen würden, wurde von großen Teilen beider Seiten wohl nicht unbedingt vermutet.

 

Die Abstimmung mit 50 Prozent Ja- und 50 Prozent Nein-Stimmen schlüsselte sich im Detail unter anderem so auf:

 

Frauen: 46 % JA, 54 % NEIN

Männer: 56 % JA, 44 % NEIN

16 – 29 Jahre alt: 54 % JA, 46 % NEIN

30 – 49 Jahre alt: 47 % JA, 53 % NEIN

Über 50 Jahre alt: 51 % JA, 49 % NEIN

Eltern mit Kindern bis 18 Jahren: 42 % JA, 58 % NEIN

Städte über 50.000 Einwohner: 46 % JA, 54 % NEIN

Gemeinden bis 2.000 Einwohner: 70 % JA, 30 % NEIN

 

Damit stach einzig das Abstimmungsergebnis der Gemeinden bis 2.000 Einwohner heraus, alle anderen Werte pendelten grob in der Mitte. Von den Moderatoren befragt, wie dies wohl zustande kommen könne, antwortete Toni Straka, dass man sich in so kleinen Dörfern halt besser gegenseitig kenne als in den Städten und daher auch genauer wisse, dass die Kiffer auch nicht dümmer oder fauler sind als die Nicht-Kiffer.

 

Auf der Facebook-Seite des Senders Puls 4 war die Entscheidung übrigens noch deutlich deutlicher: 86 Prozent stimmten hier für eine Legalisierung von Cannabis, nur 14 Prozent störten sich an dem Gedanken.

 

Die komplette, 90-minütige Sendung kann auf der Website des Fernsehsenders Puls 4 eingesehen werden (klick!).

 

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Der Wirtschaftsphilosoph und Autor Anders Indset, unter anderem Gründungs- und Aufsichtsratmitglied des German Tech Entrepreneur Center, setzt große Stücke auf die Cannabisbranche, wie „Business Insider“ berichtet.


Der Norweger, der bereits vor einigen Jahren den Verfall des Ölpreises prognostizierte (und sich heute bestätigt findet), sieht dagegen im Cannabisöl „das einzige wertvolle Öl der Zukunft“. Indset ist sich sicher, dass Cannabis ein größerer Wirtschaftsfaktor als Erdöl werden könne, sofern der Ölpreis weiter sinke (wovon er ausgeht) und die Cannabisbranche weiter wachse.


Eine begünstigende Gesetzeslage und Investitionsbereitschaft der Wirtschaft seien auf lange Sicht die wichtigsten Erfolgsfaktoren, die dazu führen würden, dass die weltweite Abhängigkeit vom Erdöl zugunsten der Cannabisindustrie immer weiter abnehme.


Doch Indset erhofft sich neben ökonomischen Erfolgen auch eine Deeskalation der angespannten Lage zwischen den großen Öllieferanten im Mittleren Osten, wenn die wirtschaftliche Bedeutung des „schwarzen Golds“ in Zukunft weiter abnimmt.

Seit Monatsbeginn sind Cannabisprodukte im amerikanischen Bundesstaat Nevada, in dem auch die Zockermetropole Las Vegas liegt, legal. Marihuana und Haschisch können nun in einem der 47 lizenzierten Shops, den sogenannten Dispensaries, erworben werden.

 

Doch die Freude war wohl zu groß: Über das Wochenende wurden praktisch alle Dispensaries – vor denen die Käufer stundenlang anstanden – leergekauft, wie „USA Today“ meldete. Nun plant man in Nevada bereits eine neue Regelung, die weiteren Geschäften den Verkauf von Marihuana erlauben soll und über die bereits am Donnerstag abgestimmt werden wird.

 

Ersten Berechnungen der Nevada Dispensary Association zufolge nahm der Staat Nevada allein in den ersten vier Tagen zwischen Samstag und Dienstag über eine Million Dollar an Steuereinnahmen ein. Offizielle Zahlen werden allerdings erst Ende September erstmals präsentiert.

 

Die Einnahmen der Anbausteuer (15 Prozent) gehen an die Schulen des Staates, die Einnahmen der Verkaufssteuer (10 Prozent) werden im sogenannten „Rainy day fund“ eingespeist und können für beliebige Zwecke genutzt werden.

 

Auch ein Hochzeitspaar nutzte den 1. Juli – sogleich Hochzeitstag und erster Tag der Legalisierung von Cannabis in Nevada – auf eine interessante Weise und heiratete in einem Growroom, wie das untenstehende Video zeigt:

 

 

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Viele haben nicht daran geglaubt, dass das Crowdinvestment-Projekt der DCI Cannabis Institut GmbH um Wenzel Vaclav Cerveny die benötigte Schwelle von 100.000 Euro erzielen kann. Doch gestern wurde dieses vorläufige Ziel tatsächlich erreicht. Wir präsentieren an dieser Stelle die Pressemitteilung, die uns zu diesem Anlass erreicht hat:

 

Private und institutionelle Anleger haben sich mit 108.550 Euro über die Plattform Transvendo beteiligt/Lukratives Nachrangdarlehen mit 5,0 Prozent p. a. Verzinsung und 10 Prozent freiwilligem Bonus nach fünfjähriger Laufzeit/Crowdinvestment läuft weiter.

 

MÜNCHEN (06.07.17) – Erfolgreiches Crowdinvestment-Projekt: Das Cannabis-Start-up-Unternehmen DCI Cannabis Institut GmbH (München) hat die erste Fundingschwelle von 100.000 Euro erreicht. Private und institutionelle Anleger haben sich nach Angaben der Plattform Transvendo mit Stand vom 6. Juli 2017 mit einem klassischen Nachrangdarlehen in Höhe von 108.550 Euro an der DCI beteiligt. „Damit rückt die Finanzierung des bundesweit ersten Cannabis-Therapie-Zentrums in greifbare Nähe“, betonte Wenzel Vaclav Cerveny, geschäftsführender Gesellschafter der DCI Cannabis Institut GmbH (www.cannabis-institut.de).

 

Nach dem Start des „Cannabis als Medizin“-Gesetzes am 10. März 2017 haben laut Cerveny viele Patienten Hoffnung geschöpft und sind bitter enttäuscht worden. Nur für 20 Prozent der 1.000 Patienten mit früherer Ausnahmeerlaubnis der Bundesopiumstelle hätten die Krankenkasse die Kosten übernommen. Der jetzige Zustand kommt, so Cerveyn, „unterlassener Hilfeleistung gleich“: „Es wird Zeit, dass Cannabis-Patienten eine kompetente Anlaufstation bekommen.“ Das bundesweit erste Cannabis-Therapie-Zentrum soll Mitte September 2017 im Raum München eröffnet werden.

 

Das Geschäftsmodell der DCI Cannabis Institut GmbH sieht als bundesweiter Vorreiter ein komplementäres und synergetisches Angebot rund um die Therapie von Cannabis-Patienten vor. Dazu gehört als Zentrum der Aktivitäten ein Cannabis-Therapie- und Informations-Center (CTIC). Auf 600 bis 1.000 Quadratmetern soll eine Arztpraxis mit Schwerpunkt Allgemeinmedizin und Schmerztherapie die Patienten mit Cannabis-basierter Medizin betreuen. Ein Informationszentrum mit Bistro, Show- und Produktionsküche soll über den Rohstoff „Hanf“ informieren. Ein Rechtsanwalt steht für rechtliche Fragen rund um Cannabis zur Verfügung. Angeschlossen ist ein Einzelhandel für Hanfprodukte.

 

Ziel ist der Aufbau von Cannabis-Therapie-Zentren in allen deutschen Landeshauptstädten. Nach Expertenschätzung benötigen in Deutschland bis zu 1,6 Millionen Menschen eine Cannabis-basierte Medizin. Schmerztherapie, neurologische und psychische Erkrankungen, Übelkeit und Erbrechen bei AIDS oder Krebs sowie chronisch-entzündliche Leiden wie Rheuma oder Morbus Crohn seien Einsatzgebiete von Cannabis.

 

Die am 1. März 2017 gestartete Crowdinvestment-Kampagne läuft unter www.transvendo.de/dci weiter. Die Expansionspläne der DCI GmbH sehen Investitionen in Höhe von einer Million Euro vor. Anleger können sich mit einem klassischen Nachrangdarlehen ab einer Mindestanlagesumme von 100 Euro beteiligen. Das Darlehen wird mit 5,0 Prozent p. a. verzinst, am Ende der fünfjährigen Laufzeit wird ein freiwilliger Bonus von 10 Prozent ausgeschüttet.