Cannabisfreunden wird ja generell (durchaus nicht immer zurecht) nachgesagt, nur ungern die heimische Couch zu verlassen, es sei denn, es steht der obligatorische Gang zum Dealer beziehungsweise der Dispensary an.

 

Doch sogar diesen können sich zumindest einige amerikanische Stoner in Zukunft vielleicht sparen. Denn mit der Virtual-Reality-App Weed VR soll die Shopping-Tour in der Cannabisausgabestelle möglich werden, ohne dafür extra das Haus verlassen zu müssen. In einer virtuellen Dispensary kann man sich nicht nur über verschiedenste Cannabissorten informieren und diese dank einer hochwertigen Grafik im Detail begutachten, wie unten stehendes Video zeigt – Der Clou an der Sache ist, dass man sein Lieblingsweed dann auch direkt über die App tatsächlich bestellen kann. Zu diesem Zweck arbeiten die Entwickler von Weed VR an Kooperationen mit real existierenden Weed-Shops, die sich sozusagen ein virtuelles Regal für ihre Ware innerhalb der virtuellen Realität mieten können.

 

Nun muss sich zeigen, ob dieses innovative Konzept die Szene überzeugen kann, denn schließlich ist die Auswahl und der Kauf des geliebten Marihuanas auch ein Erlebnis für die Sinne, auf das manch einer wohl nur ungern verzichten will. Weed VR steht in den USA kurz vor der Veröffentlichung und wird für Oculus Rift und HTC Vive erscheinen. Tja, so kann es aussehen, wenn zwei Zukunftsmärkte verschmilzen…

Ja liebe Leser, heute ist der 18. – und nicht etwa der 1. April. An dem haben wir euch, wie es sich gehört, mit einem schönen Aprilscherz versorgt. Aber heute (und allen anderen 363 Tagen) ist es mal wieder bitterer Ernst. Auch wenn es zum Lachen ist.

 

Aber von vorne: Vergangenen Mittwoch begab es sich, dass in einer Indoor-Cannabis-Aufzucht in Wien ein 40-jähriger Mann bei der Cannabisernte war. Irgendwie scheint er aber nicht ganz bei der Sache gewesen zu sein, denn wie „heute.at“ berichtete, muss er sich dabei seine Ernte-Schere versehentlich in den Oberschenkel gerammt haben.

 

Das war schon mal dämlich. Noch dämlicher war es aber, aufgrund der Schmerzen wie ein Bekloppter zu brüllen. Denn das rief die Nachbarn auf den Plan, welche die Polizei über das große Geschrei informierten.

 

Diese rückte an, fand den blutenden Schreihals – und aber leider auch 65 Cannabispflanzen sowie 3,5 Kilogramm Marihuana. An der Wohnanschrift des Manns wurden weitere 30 Pflanzen und 600 Gramm Cannabis aufgefunden, sodass er sich nun in Untersuchungshaft befindet.

 

Messer, Gabel, Schere, Licht... na ihr wisst schon Bescheid.

Legales Cannabis in Kanada? Erst vor einem Monat berichteten wir davon, dass Marc Emery und Jodie Emery, die beiden bekanntesten Cannabis-Aktivisten Kanadas, verhaftet wurden, da sie die von Premierminister Justin Trudeau versprochene, aber bislang nicht umgesetzte Cannabis-Legalisierung einfach kurzerhand selbst ausgerufen haben und in Ladengeschäften Marihuana an Volljährige verkauften.

 

Ob damit im Zusammenhang stehend oder nicht – nun meldete sich die kanadische Regierung zu Wort und verkündete ein amtliches Datum für die bevorstehende Cannabis-Legalisierung. Oder besser gesagt, ein Datum, bis zu dem die Legalisierung spätestens umgesetzt werden wird: bis zum 1. Juli 2018. Die entsprechende Gesetzesvorlage wurde vergangenen Donnerstag eingereicht.

 

Erwachsene ab 18 Jahren dürfen vier Pflanzen anbauen und bis zu 30 Gramm Cannabis kaufen. Den einzelnen Provinzen bleibt es überlassen, die Altersgrenze auch anzuheben. Wer Minderjährigen Marihuana verkauft, wird mit bis zu 14 Jahren Haft bestraft.* Wie in der „taz“ zu lesen war, sagte Kanadas Premierminister Trudeau: „Es ist für unsere Jugendlichen zu leicht, an Marihuana zu kommen. Wir werden das ändern.“

 

Ralph Goodale, Kanadas Minister für öffentliche Sicherheit, räumte ein, dass die Cannabis-Prohibition in Kanada komplett versagt hat: Die Polizei wende jedes Jahr umgerechnet etwa zwischen 1,5 und 2 Milliarden Euro auf, um gegen Cannabiskonsumenten zu ermitteln „und trotzdem zählen kanadische Teenager zu den eifrigsten Konsumenten in der westlichen Welt.“

 

* Wer Tabak oder Alkohol an Minderjährige verkauft, kommt aber weiterhin mit einer Geldstrafe davon.

Cannabis-Anbau in Deutschland, ganz legal? Dies ist die Zukunft, denn wie wir berichteten, gibt es in Deutschland seit einigen Wochen Cannabis auf Rezept. Dieses stammt derzeit noch aus Importen, doch bereits im Jahr 2020 sollen die angeblich bloß zwei Tonnen Cannabis, die laut der staatlichen Cannabisagentur pro Jahr benötigt werden sollen, in Deutschland produziert werden.

 

Seit Anfang der Woche ist das Vergabeverfahren für die Bewerbung für Lizenzen zum legalen Anbau von medizinischem Cannabis in Deutschland veröffentlicht worden. Und das sorgt bei vielen deutschen Firmen, die nun auf das Cannabisgeschäft setzen wollten, für großen Unmut.

 

Denn: Es werden zehn Lizenzen für zehn verschiedene Sorten Cannabis vergeben. Eine Firma kann sich maximal auf sieben Lizenzen bewerben, das bedeutet, dass die zehn Lizenzen an zwei bis zehn Firmen vergeben werden. Grundvoraussetzung für eine Bewerbung zum Cannabisanbau ist durch ein Punktesystem in der Praxis jedoch der Nachweis, bereits legal medizinisches Cannabis angebaut zu haben. Und das ist in Deutschland bislang nicht möglich gewesen.

 

Das Vergabeverfahren sieht ein Punktesystem vor, bei dem die Lizenzen an die Bewerber mit den meisten Punkten vergeben werden (wenn diese im Anschluss auch alle weiteren Bedingungen erfüllen). Je mehr 50-Kilo-Lieferungen man von legalem medizinischem Cannabis produziert und geliefert hat, desto mehr Punkte bekommt man. Somit ist praktisch ausgeschlossen, dass eine rein deutsche Firma eine Lizenz für den staatlichen Cannabisanbau bekommen kann, da sie noch niemals Cannabis produzieren konnte. Eine Ausnahme wäre, wenn es für eine oder mehrere der zehn Lizenzen nur Bewerber gäbe, die alle noch nie Cannabis angebaut hätten.

 

Andernfalls besteht die einzige Aussicht auf Erfolg darin, eine Kooperation mit einem entsprechenden ausländischen Unternehmen, das diese Bedingungen erfüllt, – etwa aus Kanada – einzugehen. Was das ganze nicht leichter macht: Die Bewerbung muss bis zum 5.6. dieses Jahres eingereicht werden – ein bisschen wenig Zeit, um internationale Kontakte zu knüpfen und dementsprechende Verträge aufzusetzen. Immerhin muss nicht direkt mit der Standortsuche und Ähnlichem begonnen werden, denn der nächste Schritt sieht vor, solche Pläne dann erst in der Theorie zu entwickeln und einzureichen. Allerdings müssen die ersten 200 Kilo pro Lizenz dann auch im Jahr 2020 geliefert werden – ansonsten ist die Lizenz vermutlich auch direkt wieder weg.

 

Weblink: Ausschreibung der Cannabisagentur zum medizinischen Anbau in Deutschland

Jedes Jahr im Sommer strömen Zehntausende Arbeitsuchende aus den USA und sogar aus dem Ausland nach Nordkalifornien, um in der Cannabisbranche Arbeit zu finden. Die meisten dieserTrimmingrants werden, wie der Name bereits andeutet, als Trimmer eingestellt. Bewaffnet mit kleinen Scheren befreien sie nach der Erntephase einige Wochen lang die noch nicht getrockneten Buds von Blättern und anderem unerwünschten Pflanzenmaterial. Was sich für den ein oder anderen Hobbygrower nach einer gemütlichen Spassveranstaltung anhört, ist in Wahrheit mühevolle Kleinarbeit im Akkord. Schließlich sind die Erntemengen enorm und die Buds müssen zwecks Schimmelvermeidung so schnell wie möglich weiterverarbeitet werden.


Doch wie „Business Insider“ berichtet, könnte sich bald die Anzahl der benötigten Trimmigrants deutlich verringern. Denn auch in der boomenden amerikanischen Cannabiswirtschaft wird zunehmend auf Automatisierung gesetzt. Die Firma Bloom Automation hat nun einen Trimroboter zur Marktreife gebracht, der den bereits seit einiger Zeit erhältlichen maschinellen Trimmern deutlich überlegen sein soll. Diese sind aufgrund ihrer oft unsauberen Arbeit bisher kein adäquater Ersatz für die menschliche Arbeitskraft. Die Trimroboter von Bloom Automation hingegen sollen dem Menschen dank Computervision und künstlicher Intelligenz in puncto Sorgfalt und Geschwindigkeit (ca. ein halbes Kilo am Tag) durchaus ebenbürtig sein. Es ist also durchaus wahrscheinlich, dass in den nächsten Jahren auch einige Arbeitsplätze im als Jobmotor angepriesenen Cannabusiness verloren gehen werden. Bloom Automation selbst gibt an, dass eine einzige menschliche Arbeitskraft ausreichen soll, um eine Anlage von mehreren Roboter-Trimmern zu steuern und zu überwachen.

 

Bleibt (für die cannabisaffinen Amerikaner) zu hoffen, dass dann auch die Preise von Marihuana für den Endverbraucher in Zukunft deutlich sinken werden…

Cannabis-Legalisierung in Uruguay – diese Meldung ging bereits Ende 2013 durch die ganze Welt. Als erstes lateinamerikanisches Land beschloss Uruguay die komplette Legalisierung von Marihuana und Haschisch. Doch gut Ding will Weile haben – erst vor etwa einem halben Jahr wurde der Verkaufspreis von Cannabis in Uruguay beschlossen. Dieser liegt umgerechnet etwa bei 1,20 Euro pro Gramm Marihuana.

 

Zwar ist bereits der Eigenanbau einiger Pflanzen oder die gemeinsame Zucht in einem angemeldeten Cannabis Social Club in Uruguay möglich, allerdings wartet die Bevölkerung nun seit über drei Jahren auf den Start des regulären Cannabishandels. Nun erklärte der stellvertretende Leiter der Präsidialadministration Uruguays, dass ab dem 1. Juli in den Apotheken Uruguays Marihuana gekauft werden kann. Zum Verkaufsstart soll eine landesweite Werbekampagne gestartet werden, die vor den möglichen Gefahren des Marihuanakonsums warnt.

 

Zunächst werden 16 Apotheken-Ketten das begehrte Kraut anbieten. Die Einwohner können bis zu 40 Gramm monatlich kaufen. Dazu müssen sie sich allerdings als Cannabiskonsumenten registrieren lassen – diese Registrierung wird ab dem 2. Mai möglich sein. Ausländer schauen übrigens in die Röhre: Cannabis wird nur an die Bewohner Uruguays ausgegeben.

 

Cannabis hat auf den amerikanischen Kontinenten in den letzten Jahren ordentlich an Boden gutgemacht. Auch Uruguays Nachbar Argentinien lockerte vor wenigen Tagen teile seiner Cannabispolitik: Dort kann nun Cannabisöl an schwer kranke Patienten verschrieben werden.

Zweieinhalb Monate sind nun seit der Amtseinführung von Donald Trump als Präsident der USA vergangen. Und wie wir berichteten, gab es bereits Ankündigungen seines Sprechers, gegen die bundesstaatlichen Legalisierungen von Cannabis in nun immerhin acht Bundesstaaten plus der Hauptstadt Washington, D.C. vorzugehen.

 

Bislang gab es aber noch keine staatlichen Aktionen gegen Cannabisbetriebe in den USA, die – obwohl die Cannabisfirmen und -shops legal sind – vereinfacht gesagt noch legaler wären. Denn Bundesgesetz sticht die Gesetze der einzelnen Bundesstaaten. So hält die Cannabisbranche derzeit den Atem an.

 

Doch an der Grenze hat ein ultrahartes Eingreifen gegen Cannabis, besser gesagt gegen Cannabiskonsumenten, schon Bestand. Bereits unter Barack Obama gab es diese Praxis: Wie Leafly vergangene Woche meldete, wurden Ausländern, Greencard-Besitzern sowie Menschen, die eine US-Staatsbürgerschaft beantragt haben, Touristen- und Business-Visa verweigert, wenn sie den Grenzschützern gegenüber Marihuanakonsum zugaben oder von diesen auf andere Weise überführt wurden. Sogar in den Fällen, in denen es sich um medizinisches oder legales Cannabis handelte.

 

Einreisende werden nicht nur gefragt, ob sie Cannabis konsumiert haben, sondern es wird gezielt nach den kleinsten Hinweisen gesucht. Dies umfasst auch die Sichtung von Fotos in Mobiltelefonen, Social-Media-Accounts, E-Mails und aller anderen digitalen Spuren, die auf PC oder Smartphone zu finden sind.

 

Unter Trump sind derartige Kontrollen von persönlichen Elektronikgeräten bereits auf über 5.000 Kontrollen im Monat gestiegen. Immigrations-Experten befürchten außerdem eine weitere starke Zunahme solcher Kontrollen und Einreiseverbote. Wer eine derartige Untersuchung verweigert, kann ebenfalls an der Einreise in die USA gehindert werden. Und das bloß wegen Cannabis. Zwar kann man theoretisch sein Smartphone-Passwort „vergessen“, aber diese Taktik ist nicht ernsthaft zu empfehlen.

 

Traurig, aber für den Moment nicht zu ändern. Wer in die USA reist, ist daher dringend aufgefordert, alle Marihuana-Spuren vom Smartphone zu tilgen. Denn die Einreiseverbote, die aufgrund von Cannabis – auf dem Smartphone! Nicht etwa im Koffer! – verhängt werden, können sogar lebenslange Gültigkeit aufweisen. Daher sollte auch die aktuelle Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin oder der Hanfblatt-Button am Hemd dringend daheim gelassen werden. Schon das kleinste Anzeichen kann offenbar genügen, um sich ein Einreiseverbot aufzuhalsen.

Update vom 2.4.: Viele haben es schon geahnt... April, April!

 

Cannabis sativa und Camelina sativa – nur ein paar Buchstaben Unterschied im Lateinischen, aber im Deutschen wird die Verwechslung doch offensichtlich: Cannabis sativa bleibt Cannabis und Camelina sativa wird zum Leindotter, einer Pflanzenart aus der Familie der Kreuzblütengewächse.

 

Diese Verwechslung führt bereits zu einigem Aufsehen in einer Baumarkt-Filiale in der deutschen Großstadt Münster (Nordrhein-Westfalen). Und das hat einen Grund: der dortige Marktleiter Marc O. hat auf dem Bestellschein bei der zuständigen österreichischen Lieferfirma die Häkchen falsch gesetzt. Dies berichtet uns Highway-Autor Christian Fromm, der lange Zeit selbst in dem Baumarkt gearbeitet hat und durch ehemalige Kollegen von dem Versehen informiert wurde.

 

Das Beste an der Geschichte ist aber: Marktleiter Marc O. wurde bislang nicht informiert und so findet der Verkauf der Cannabis-Stecklinge (ausgeschildert als Leindotter-Stecklinge) nach wie vor statt. Viele Baumarkt-Besucher bemerken den Unterschied nicht. Leindotter ist allerdings auch nicht gerade das gefragteste Produkt auf dem Markt, sodass viele Menschen gar nicht erst in die Blumentöpfe schauen.

 

Aber einige aufmerksame Kunden haben bereits zugegriffen: da die Stecklinge für 2,99 Euro angeboten werden, waren manche Käufer sogar schon zum zweiten oder dritten Mal dort, um sich einzudecken. Einige kauften wohl auch eine Handvoll Pflanzen zum Spaß, ohne vermutlich überhaupt über ein Grow-Zelt oder ähnliches Zubehör zu verfügen.

 

Welcher Strain den Pflanzen zugrunde liegt, ist leider nicht zu sagen, aber da der Lieferant nur vier verschiedene Sorten im Angebot hat, wovon zwei Sativa-Hybride sind, wird vermutet, dass es sich um Amnesia Haze handelt.

Cannabis ist weltweit auf dem Vormarsch – aber noch schnellere Schritte macht medizinisches Cannabis. Nachdem nun in Deutschland medizinisches Marihuana auf Rezept zugelassen wurde, zieht nun auch Argentinien nach.

 

Der argentinische Senat in Buenos Aires stimmte gestern – wie auch der Deutsche Bundestag – einstimmig für die Freigabe von medizinischem Cannabis: Schwerkranke dürfen dort nun von ihren Ärzten Cannabisöl verschrieben bekommen, allerdings bleibt auch dort der Eigenanbau der Cannabismedizin verboten.

 

Das Gesetz muss noch vom Präsidenten Mauricio Macri unterzeichnet werden. Dies ist aber bloß noch Formsache und wird unzweifelhaft geschehen. Die Entscheidung wurde von jubelnden Eltern schwerkranker Kinder begleitet, die während der Abstimmung im Senat anwesend waren.

Update: Die Drogen-Demo des grünen Abgeordneten Thomas Schremmer (Grüne) im Landtag bleibt ohne strafrechtliche Folgen. Der Politiker vermutet: „Draußen wäre das mit Sicherheit anders ausgegangen.“ (Quelle: neuepresse.de)

 

Cannabis ist überall zu finden – sogar in deutschen Landtagen. In Niedersachsen gab es dort am Donnerstag eine Sitzung des Sozialausschusses zum Thema Cannabis. Die Anhörung wurde von der niedersächsischen FDP mit der Forderung nach einem kontrollierten Verkauf von Marihuana und Haschisch an Volljährige beantragt.

 

Der Grünen-Politiker Thomas Schremmer geht mit dieser Forderung d’accord und hatte daher eine richtig gute Idee, um dem Landtag die nicht funktionierende Cannabis-Prohibition vor Augen zu führen. Zu diesem Zweck ging er vor der Landtagssitzung auf den Straßen Hannovers ein knappes Gramm Marihuana kaufen, dass er im Landtag auch vorzeigte.

 

„Ich habe eine Dreiviertelstunde gebraucht – obwohl ich in der Szene niemanden kenne“, äußerte sich der 56-jährige Thomas Schremmer. Obwohl dies eine äußerst gelungene Untermauerung seiner Forderung nach einem legalen und kontrollierten Verkauf von Cannabis an Erwachsene darstellt, gab es unverständlicherweise Kritik an seiner Methode.

 

Die sozialpolitische Sprecherin der Fraktion, Sylvia Bruns (FDP), beschwerte sich: „Das führt nicht zu einer Versachlichung der Diskussion.“ Christian Pantazis von der SPD blies ins gleiche Horn, wie bei der „Neuen Presse“ zu lesen war: „Wir wollen sachlich über Cannabis diskutieren. Das war dem Thema nicht angemessen.“

 

Soll vermutlich heißen, man will also lieber weiter im Kämmerchen seine Sprüchlein aufsagen und sich nicht mit der Realität konfrontieren lassen. Aus diesem Grund möchte die niedersächsische SPD auch weiterhin eine Freigabe von Marihuana verhindern.

 

Die CDU lebt sowieso in ihrer eigenen Welt, was deren Mitglied Max Matthiesen auch aufzeigte, der Schremmers Marihuana-Provokation so kommentierte: „Das ist eine Verharmlosung. Das ist nicht richtig.“