Wie die Polizei Bielefeld mitteilte, wurde im sogenannten „Horrorhaus von Höxter“ eine professionelle Zuchtanlage für die Produktion von Cannabis ausgehoben. Es handelt sich dabei genau um das Wohnhaus, das seit vergangenem Jahr für Schlagzeilen sorgt, da dort das Paar Angelika W. und Wilfried W. Lebte, Frauen in das Haus lockte und dort quälte – zwei von Ihnen sogar bis zum Tod.

 

Der Prozess gegen Angelika W. und Wilfried W., die sich derzeit gegenseitig beschuldigen, die treibende Kraft gewesen zu sein, läuft nach wie vor. Das „Horrorhaus“ wurde zwischenzeitlich (laut „Bild“ für nur 5.000 Euro) verkauft – und zum Schauplatz eines Verbrechens anderer Art: Laut Ermittlungen des Kommissariats für Organisierte Kriminalität wurde im Haus unter der Anleitung eines 42-jährigen Niederländers eine professionelle Cannabiszucht aufgezogen. Als die Polizei gestern Morgen zugriff, wurden dort mehr als 1.000 Cannabispflanzen entdeckt.

 

Insgesamt wurden zwölf Personen festgenommen – der Betreiber und Komplizen, der neue Hauseigentümer sowie Fahrer und Erntehelferinnen der Cannabisanlage. Gegen die Festgenommenen wurde Haftbefehl beantragt.

 

Schauen wir mal, wer am Ende die größere Strafe bekommt: die beiden Freaks, die in ihrer Wohnung zwei Frauen zu Tode quälten, oder der Zusammenschluss von Growern, die sich ein bisschen Geld mit einer weichen Droge dazuverdienen wollten.

Cannabis ist eine im Verhältnis zu praktisch allen anderen Drogen harmlose Pflanze und völlig zu Recht fordern Millionen Menschen weltweit eine vollständige Legalisierung von Cannabis für erwachsene Konsumenten. Auch viele Polizisten können an ihre Aufgabe, Cannabiskonsumenten zu verfolgen, nicht richtig glauben und führen ihren Job mit einem Magengrummeln aus.

 

Es gibt allerdings auch Polizisten, die noch einen ganzen Schritt weitergehen: Anfang des Jahres berichteten wir bei Highway unter anderem über eine Kleinstadt in Spanien, in der die Hälfte aller angestellten Polizisten wegen dem Schmuggel von Haschisch verhaftet wurden sowie über den Leiter einer Anti-Drogen-Einheit in Finnland, welcher der Einfuhr von 800 Kilo Haschisch überführt wurde – und dies mit einer Gefängnisstrafe von zehn Jahren bezahlen musste.

 

Jetzt wurde ein Fall publik, der den letzten noch einmal deutlich in den Schatten stellt: Der norwegische Polizist und Star-Ermittler Eirik Jensen wurde vom Bezirksgericht Oslo wegen Schmuggels von knapp 14 Tonnen Haschisch verurteilt – und zwar zu einer Freiheitsstrafe von 21 Jahren. Bitter für einen Mann von 60 Jahren.

 

Eirik Jensen soll in kriminelle Aktivitäten verstrickt gewesen sein, Geld und Geschenke angenommen haben und die Drogenschmuggel-Aktivitäten eines seiner Informanten stillschweigend hingenommen haben. Ein Drogenhändler, der mit Jensen zusammenarbeitete, sagte in seinem Prozess gegen Jensen aus, der seit seiner Festnahme im Februar 2014 suspendiert war und nun verurteilt wurde.

 

Bis zu seiner Verhaftung galt der Polizist als unkonventioneller Ermittler mit hervorragenden Kontakten, wie Spiegel Online berichtet: er klärte etwa einen Einbruch in ein Schloss der norwegischen Königsfamilie auf und wurde dafür mit einem Dankesbrief der Königsfamilie bedacht. Für seine Schmuggelaktivitäten, immerhin dem größten Drogendelikt in der Geschichte Norwegens, hat er jedoch – außer von Tausenden Kiffern, die von seinem durchgewunkenen Haschisch gekostet haben – wohl keinen Dank zu erwarten.

Da sitzt man gerade nichts Böses ahnend gemütlich auf dem Wohnzimmersofa, doch plötzlich geht die Türklingel – dein Freund und Helfer steht naserümpfend und neugierig vor der Wohnungstür. Es ist der Alptraum eines jeden Cannabis-Growers: Unzählige Male hat man den Worst Case im Kopf bereits durchgespielt. Wenn es dann aber tatsächlich passiert und die Staatsmacht einem an der Türschwelle Aug in Aug gegenüber steht, knallen bei dem ein oder anderen dann verständlicherweise doch die Sicherungen durch.


So ähnlich geschehen am Montagnachmittag in Braunau am Inn. Alarmiert durch Marihuanageruch, der ihnen aus einem geöffneten Fenster entgegenschlug, suchten die Beamten unverzüglich die entsprechende Wohnung auf und stellten den offensichtlich nervösen Mieter zur Rede. Was dann folgte, lässt an die ein oder andere Kifferkomödie denken: Der bedrängte Grower gab zu, gerade einen Joint geraucht zu haben, nur um sich dann Sekunden später, die Antwort wohl bereits zutiefst bereuend, im Schlafzimmer zu verbarrikadieren. Dort machte sich der 28-jährige in großer Verzweiflung sofort über seine Pflanzen- und Marihuanavorräte her. Wie die Beamten von einem anderen Fenster aus beobachteten, wurde ein Teil des belastenden Materials aus dem Fenster geworfen, ein anderer Teil im Klo heruntergespült und der Rest kurzerhand verspeist.


Trotz größter Anstrengungen blieben immerhin 15 Cannabispflanzen und 120 Gramm Marihuana vor der oralen Vernichtung verschont, allerdings nur, um dann bei der anschließenden Hausdurchsuchung von der Polizei eingesammelt zu werden. Doof gelaufen!

 

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Cannabis aus der Apotheke – bis Frühjahr dieses Jahres war dies in Deutschland nur mit einer Ausnahmegenehmigung möglich, inzwischen dürfen Ärzte – zumindest theoretisch – Cannabis auf Rezept verschreiben. Wie wir in den zurückliegenden Monaten mehrfach berichteten, läuft dies aber aus den verschiedensten Gründen nicht rund: Ärzte weigern sich Rezepte auszustellen, Krankenkassen wollen die Kosten nicht übernehmen und die Apotheken sehen sich Lieferschwierigkeiten gegenüber.

 

Dennoch ist der Trend eindeutig: im Fachblatt „Deutsche Apotheker Zeitung“ wurden nun die Cannabis-Verkäufe der deutschen Apotheken des ersten Halbjahrs bekanntgegeben. Zwischen dem 10. und Ende März wurden 564 Abgabeeinheiten Cannabis (Cannabis-haltige Zubereitungen oder unverarbeitete Cannabisblüten) ausgegeben, im April 1.468, im Mai 3.666 und im Juni 4.921. Insgesamt sind mehr als 5.100 Rezepte eingelöst worden (März: 488 Rezepte, April: 884, Mai: 1.518, Juni: 2.213). Wie viele Patienten somit mit Cannabisblüten versorgt wurden, ist jedoch nicht durch Zahlen belegt. Zu den unverarbeiteten Blüten und den Zubereitungen kamen zwischen März und Juni zudem noch 12.500 verkaufte Fertigarzneimittel mit Cannabis-Inhaltsstoffen.

 

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Cannabis aus Kanada – jetzt auch in der EU: Das Unternehmen Tilray, weltweit ganz vorne mit dabei, wenn es um die Erforschung und Entwicklung (und den Verkauf) von medizinischem Cannabis geht, wird eine 25.000 Quadratmeter große Cannabisplantage (mit zusätzlichen 3.000 Quadratmetern Produktionsfläche) in Portugal errichten, um den wachsenden Bedarf an medizinischem Cannabis in Europa zu decken. Die portugiesische Regierung hatte Tilray zuvor nationale Lizenzen für den Import und Anbau von Cannabis erteilt.

 

Rund 20 Millionen Euro wird Tilray nun in die Errichtung seiner Anlage in Cantanhede in Portugal investieren, bereits diesen Monat beginnen die Bauarbeiten. Nach Fertigstellung werden mehr als 100 Arbeitsplätze geschaffen sein. Die erste Phase des Projekts wird Tilrays weltweite Gesamtproduktion auf 62 Tonnen Cannabis jährlich erhöhen.

 

Brendan Kennedy, der CEO von Tilray erklärte: „Der neue EU-Campus in Portugal ist ein weiterer strategischer Meilenstein auf unserem Weg, die führende Marke für medizinisches Cannabis weltweit zu werden. Zwei Jahre lang haben wir intensiv nach einem passenden Standort in Europa gesucht, von dem aus wir den stark wachsenden europäischen Markt für qualitativ hochwertige, streng geprüfte medizinische Cannabis-Produkte bedienen können. Portugal besitzt ein ideales Klima für den Anbau von Cannabis, eine Vielzahl qualifizierter Fachkräfte und eine große wissenschaftliche Community.“

 

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Anfang der Woche wurde Martin Schulz, Kanzlerkandidat der SPD, von YouTubern zu verschiedenen Themen befragt. Das ganze war ähnlich langatmig wie das nur kurz zuvor stattgefundene „Kanzlerduell“ mit Schulz und Angela Merkel (CDU). Medienübergreifend war das „Highlight“ der YouTuber-Fragerunde, auf das sich alle stürzten, Schulz’ Aussage, er würde sich als Kanzler dafür einsetzen, dass nach der Wahl die Abgeordneten im Bundestag ohne Rücksicht auf ihre Parteilinie abstimmen könnten, ob die Cannabis-Prohibition aufrecht erhalten bleiben soll oder nicht.

 

Ob er das tatsächlich tun würde, ist dahingestellt – genau wie die Frage, ob solch eine Abstimmung überhaupt die von den Legalisierungsbefürwortern erwünschten Ergebnisse bringen würde. Allein schon eine Kanzlerschaft von Martin Schulz ist nach den aktuellen Prognosen nicht die wahrscheinlichste Variante.

 

Heiße Luft oder nicht – ein Kommentar der deutschen Drogenbeauftragten Marlene Mortler (CSU), die erst vor wenigen Tagen vom Deutschen Hanfverband (DHV) erst wieder der Lüge und Lobbyarbeit überführt worden war, ließ nicht lange auf sich warten: „Die Entscheidung über den richtigen Umgang mit Cannabis ist nun wirklich keine Gewissensfrage, Ich habe keine Ahnung, was die SPD beim Thema Cannabis eigentlich will. Manche treten für die Legalisierung ein, andere sind dagegen, und Herr Schulz weiß nicht, wie er entscheiden soll“, zitiert die „Pharmazeutische Zeitung“ Frau Mortler.

 

Na, liebe Leserinnen und Leser – Lust auf noch ein paar Jahre Frau Mortler? Nein, nicht? Dann geht bloß am 24. zur Bundestagswahl und wählt irgendwen außer CDU/CSU. Ihr wisst nicht wen? In der aktuellen Ausgabe von Highway haben wir die größten deutschen Parteien hinsichtlich ihrer Einstellung zu Cannabis überprüft:

 

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Einer der größten Nachteile der Prohibitionspolitik ist die Tatsache, dass man oft keine Garantie hat, dass das gerade gekaufte Cannabis frei von verunreinigenden Stoffen ist. Denn immer wieder gerät Marihuana in Umlauf, das mit teilweise stark gesundheitsschädlichen Stoffen versetzt ist. Unser Autor Chuck Lore kennt die gängigsten Streckmittel und hilft dabei, die schädlichen Streckmittel zu identifizieren.

 

Im Folgenden erhaltet ihr einen Einblick in den Streckmittel-Artikel der gerade frisch erschienenen Ausgabe 05/2017 von Highway – Das Cannabismagazin:

 

Immer wieder kommt es vor, dass Marihuana durch Streckmittel verunreinigt ist. Dies machen Hersteller und Zwischenhändler, um entweder eine bessere Qualität vorzutäuschen, oder aber um die Masse des Materials auf Kosten der Güte künstlich zu erhöhen. Gängige Streckmittel sind Sand, Zucker, Haarspray, Glassplitter, Gewürze oder Talkum. Manchmal finden sich auch Bleiverbindungen, Brix oder andere, undefinierbare Stoffe in dem begehrten Gras. Das Problem ist nun, dass der Hanffreund die angebotene Probe kaum auf alle Stoffe untersuchen kann. Die wenigsten haben ein entsprechendes Labor mit den nötigen Reagenzien und Apparaturen. Was hilft, sind verschiedene Versuche, die auf eine eventuelle Verunreinigung hinweisen. Der Schwerpunkt der hier vorgestellten Testverfahren liegt daher auf sensorische Kontrollen, insbesondere durch Sehen, Riechen, Schmecken und Fühlen. Zwar sagen die aufgezeigten Verfahren nur grob etwas über die möglichen Verschnittstoffe aus, sie helfen aber dennoch, die Reinheit zu bestimmen. Darüber hinaus lassen sich die allermeisten Verunreinigungen mit ihnen zuverlässig erkennen. Besonders aussagekräftig ist übrigens die Brennprobe. Sie zeigt die meisten Unregelmäßigkeiten bereits im ersten Versuch. Für die folgenden Verfahren ist es zudem sehr hilfreich, wenn der Prüfer weiß, wie reines Marihuana aussieht, wie es sich anfühlt und wie es riecht. So kann er vergleichen und das verdächtige Material mit höherer Sicherheit aussortieren.

 

Sichtprüfung

Jeder Konsument sollte wissen, wie gutes Marihuana aussieht. Es ist meist grün mit bräunlichen Blütenstempeln und die hellen Trichome sind mit der Lupe gut erkennbar. Finden sich Objekte, die zu groß, zu klein oder gar eckig sind, ist das ein sicheres Indiz für Verunreinigungen. Das Gleiche gilt für unnatürlich wirkende Überzüge, die auf Haarspray oder Mehl hinweisen. Besonders hilfreich ist bei der Untersuchung eine starke Lupe oder ein Taschenmikroskop, die Anschaffung lohnt sich definitiv! Als weitere Methode der Sichtprüfung hat sich das einfache Fallenlassen einer Blüte aus geringer Höhe auf ein weißes Blatt Papier bewährt. Purzeln aus der Probe Stoffe, die nicht zu der Pflanze gehören, dann hat man das Streckmittel schon gefunden. Feines Pulver, grobe Kristalle oder gar Metallspäne zählen in jedem Fall dazu.

 

Geruchsprüfung

Reines Marihuana riecht angenehm nach Hanf. Es ist ein frischer, einladender Geruch, der sehr markant ist. Stören Aromen, ist definitiv etwas nicht in Ordnung. Muffiger Gestank deutet auf Schimmel hin und chemisches Aroma auf irgendeine Substanz, die sicherlich nicht konsumiert werden sollte. Auch säuerliche oder penetrant süße Gerüche verraten das gestreckte Material. Ebenso ist bei völliger Geruchslosigkeit Obacht geboten, denn dies deutet auf mit Kunststoff überzogenes oder durch Ausspülen gereinigtes Marihuana hin (siehe Highway-Magazin 02/2017).

 

Geschmacksprüfung

Auch hier gilt äußerste Vorsicht, wenn die Probe bitter, säuerlich oder süßlich schmeckt. Knirscht es beim Zerkauen zwischen den Zähnen, befindet sich mit großer Wahrscheinlichkeit Sand oder Glas in dem Marihuana, was beim Rauchen die Lunge enorm schädigt.

 

Tastprüfung

Wenn beim Zerkleinern mit den Fingern ein unnatürliches Knirschen zu hören ist, stimmt auch etwas nicht. Ebenso, wenn sich das Gras beim Anfassen nicht klebrig anfühlt. Fehlt jedes klebrige Gefühl, obwohl Trichome sichtbar sind, ist die Probe mit einem bereits getrockneten Streckmittel überzogen. Klebt es hingegen unnatürlich stark, ist der Überzug noch frisch oder von Natur aus harzig. Kunstharz macht das Gras schmierig und auch eine Behandlung mit Haarspray ist fühlbar.

 

Brennprobe/Aschetest

Dieser Test ist der wichtigste und sollte bei dem kleinsten Zweifel an der Qualität in jedem Fall durchgeführt werden. Dazu wird eine kleine Probe des Materials genommen und auf einen Streifen Aluminiumfolie gelegt. Diese Probe wird von unten mit einer Flamme, Feuerzeug oder Kerze so lange erhitzt, bis sich das pflanzliche Material komplett zersetzt hat. Schon der aufsteigende Rauch und besonders die zurückbleibende Asche geben vielerlei Hinweise auf die Bestandteile der Probe. Ist der Rauch nicht hell und riecht er nicht aromatisch nach Hanf, ist ein begründeter Anfangsverdacht auf Verunreinigungen gegeben. Bei deutlich erkennbarem dunklen Qualm und auffälligem Geruch sollte das Gras in keinem Fall konsumiert werden, eine Verunreinigung ist sehr wahrscheinlich. Ähnliches gilt für die zurückbleibende Asche: ist diese nicht nahezu weiß und fluffig, oder fühlt sie sich beim Verteilen in der Handfläche nicht weich und luftig an, ist äußerste Vorsicht geboten. Finden sich gar Körner oder harte Teile in der Asche, dann ist der Befund auf Streckmittel eindeutig.

 

...an dieser Stelle müssen wir leider abbrechen, aber keine Sorge: den vollständigen Artikel mitsamt allen Informationen zu den Streckmitteln Blei, Brix, Düngemittel, Glas, Haarspray, Pflanzenmaterial wie Gewürzen, Mehl, Pilzen und anderen Drogen, Sand, Schimmel, Talkum und Zucker sowie viele weitere Inhalte und News rund ums Kiffen und den Cannabisanbau findet ihr in der aktuellen Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin:

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In unserer Titelstory von Highway – Das Cannabismagazin 05/2017 berichtet Mr. Haze Amaze von der BHO-Kultur in Amsterdam, zu denen die Gruppe von BHO-Produzenten namens Ambrosia Extracts zu einem guten Teil beiträgt. In den USA ist BHO schon seit einigen Jahren einer größeren Konsumentengruppe bekannt und in den Legalisierungs-Staaten ein beliebtes und viel produziertes Produkt. Doch nicht alle Konsumenten wollen BHO rauchen, aber dennoch Cannabisextrakte konsumieren – auch schrecken viele Konsumenten aufgrund der möglichen Gefahren davor zurück, BHO selbst herzustellen. Abhilfte schafft hier beispielsweise die Rosin-Technologie, die unser Autor Light Addict in diesem Artikel näher betrachtet.

 

Im Folgenden erhaltet ihr einen Einblick in den Rosin-Artikel der gerade frisch erschienenen Ausgabe 05/2017 von Highway – Das Cannabismagazin:

 

Rosin ist eine weitere Form von Cannabisextrakt, die sich im Endergebnis nicht groß von anderen Extraktionsformen unterscheidet, dafür aber schon mit einfachen Mitteln umgesetzt werden kann und dabei sehr sicher ist. Die Extraktion geschieht völlig ohne Lösungsmittel und erzeugt innerhalb von Minuten ein brauchbares Produkt. Die Extraktion mit der Rosin-Technik hat sich in den letzten Jahren daher weit verbreitet. Dabei wird nur Hitze und Druck genutzt, um das Harz aus dem Cannabismaterial zu pressen. Mit dieser einfachen Methode kann man schnell und mit simplem und kostengünstigem Equipment gute Erfolge erzielen. Die folgenden Erläuterungen sollen nur als grobe Informationsgrundlage dienen – die Herstellung von Rosin ist immer noch ein mechanischer Prozess mit verschiedenen Variablen, bei dem Interessierte viel Zeit mit Herumexperimentieren verbringen können.

 

Benötigte Materialien:

  • Backpapier, um das Extrakt aufzufangen (darf auf keinen Fall gewachst sein)

  • Ein Glätteisen (günstig zu erstehen) oder jede andere Art aufheizbarer Zange oder Presse (als Hitzequelle)

  • Rasierklinge oder entsprechendes Dabbing-Zubehör (um das Extrakt einzusammeln)

  • Cannabis -- in welcher Form auch immer

  • Knoblauchpresse (um die Blüten zu komprimieren)*

  • Klemmzwinge (um zusätzlichen Druck zu erzeugen, nur bei Glätteisen nötig)*

  • Leere, feinmaschige Teebeutel (zur Vermeidung von Verunreinigungen)*

*die drei letztgenannten Materialien sind nicht zwingend notwendig.

 

Temperatur, Zeit und Druck

Wie bei den meisten Extraktionsverfahren kann die Hitze das fertige Produkt auch negativ beeinflußen. Daher muss nach der richtigen Balance gestrebt werden. Generell kann zu den Temperaturen gesagt werden, dass man niemals über 165 Grad gehen sollte. Bewegt man sich in niedrigeren Temperaturbereichen von etwa 115 bis 150 Grad, bleiben mehr Terpene und Cannabinoide erhalten, wodurch Geschmack und Potenz verbessert werden. Diese Temperaturen geben auch ein festeres Produkt mit hellerer Farbe, jedoch können die Erträge bei niedrigen Temperaturen leiden, sodass man eventuell etwas länger und wenn möglich auch fester pressen sollte. Eine etwas kürzere Zeitspanne pressen sollte man hingegen bei höheren Temperaturen zwischen 150 und 165 Grad. Diese erbringen höhere Erträge, allerdings wird die Qualität ein bisschen beeinträchtigt. Das Produkt wird etwas dunkler und saftiger als bei niedrigeren Temperaturen. Die Farbe des Rosins hängt aber auch davon ab, welche Art von Cannabis gepresst wird.

 

Blütenextraktion

Kleine Mengen Marihuana sind für die Blütenextraktion am besten geeignet, vor allem bei Nutzung eines Glätteisens. Andere Arten von Pressen können natürlich gegebenenfalls weitaus größere Mengen an Material verarbeiten. Unglücklicherweise haben die meisten Glätteisen eine Minimumtemperatur von etwa 150 Grad, sodass das Pressen mit niedrigen Temperaturen mit solch einem Gerät eventuell nicht möglich ist. Eine Möglichkeit ist es, das Gerät vor dem Pressen vom Strom zu trennen, damit es abkühlen kann, allerdings kann dies natürlich unterschiedlichste Ergebnisse liefern, sodass man damit herumexperimentieren muss.

 

Um zu starten, sollte man alle Stängel von dem Blütenmaterial entfernen. Ein halbes Gramm oder etwas mehr ist eine gute Menge zum Ausprobieren. Nun wird ein wenig (ungewachstes) Backpapier so in die Knoblauchpresse eingelegt, dass die Enden herausschauen. Die gewünschte Menge Marihuana wird dann eingelegt und feste gedrückt. An den Papierenden kann das halb zerdrückte Blütenmaterial aus der Knoblauchpresse entnommen werden: nun hat man eine kleine Scheibe kompressiertes und gleichmäßig verteiltes Marihuana. Dieser Zwischenschritt ist jedoch keine Voraussetzung, um Rosin herzustellen – auch ganz normale, nicht vorbereitete Blüten können genutzt werden.

 

Nach der Vorbereitung des Marihuanas... ...an dieser Stelle müssen wir leider abbrechen, aber keine Sorge: den vollständigen Artikel (Blütenextraktion, Exraktion aus Trim, Haschisch und Kief, Infos zu Erträgen, größeren Vorhaben, zur Qualität und den Vorteilen gegenüber BHO) sowie viele weitere Inhalte und News rund ums Kiffen und den Cannabisanbau findet ihr in der aktuellen Ausgabe von Highway – Das Cannabismagazin:

 

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Die meisten Cannabiskonsumenten reagieren allergisch auf Außenstehende, die sich an die Polizei wenden, nur weil sie bei jemandem ein bisschen Marihuana riechen oder weil der Nachbar ein paar Cannabispflanzen im Garten oder seinem Kabuff großzieht. Denn niemand kommt zu Schaden dadurch, dass manche Menschen gerne Cannabis rauchen. Der einzige Schaden entsteht den von der Polizei Aufgegriffenen: im allerschlimmsten Fall Führerschein weg, Arbeit weg, Wohnung weg, Familie weg.

 

Letzteres würden sich die beiden Akteure der heutigen News-Meldung eventuell sogar wünschen, zumindest für den Moment. Unglaublich, aber dennoch wahr: ein 13-jähriger Junge aus St. Leon-Rot (Baden-Württemberg) entdeckte im heimischen Garten 20 Pflanzen, die ihm komisch vorkamen. Ein Blick ins Internet bestätigte seinen Verdacht – das, was seine Mutter dort im Garten angepflanzt hatte, waren Cannabispflanzen.

 

Und was macht ein braver Junge nach so einer Entdeckung? Die Polizei rufen und die eigene Mutter verpfeifen? Auf diese Idee würden wohl nur die wenigsten kommen, doch der 13-Jährige aus St. Leon-Rot machte genau dies und schaltete die Beamten ein. Diese kamen gleich und bestätigten den Verdacht. Im Garten wuchsen 20 etwa anderthalb Meter große Cannabispflanzen, die nun von der Polizei geerntet wurden.

 

Gegen die Mutter des Jungen wird jetzt wegen Drogenbesitzes ermittelt. Wie die „Deutsche Welle“ berichtet, reagierte sie über den Verrat ihres Sprösslings derart erbost und war nicht in der Lage, sich zu beruhigen, sodass die Polizei den 13-Jährigen „zu seiner eigenen Sicherheit“ mit aufs Revier nehmen musste.

 

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Einfach nur noch gruselig: Ein bayrisches Amtsgericht in Neumarkt steckt einen 34-jährigen Schmerzpatienten in den Knast. Der Mann war 2014 während eines Urlaubs überfallen und mit einer Schrotflinte angeschossen worden – einige Schrotkugeln sind immer noch in seinem Körper und können auch nicht herausoperiert werden, was bei dem Mann immer wieder zu heftigsten Schmerzattacken führt. Was ihm gegen die Schmerzen gut hilft: ein Joint.

 

Doch in Bayern fand er keinen Arzt, der ihm Cannabis verschreibt, auch wenn seine Ärztin ihm heftigste Schmerzattacken attestiert. Und so machte der Mann, was einem gelernten Gärtner wie ihm in solch einer Situation vermutlich relativ schnell durch den Kopf geht: Gras anbauen. Daher fand die Polizei bei einer Durchsuchung bei ihm kürzlich 23 Cannabispflanzen sowie 170 Gramm Marihuana. Auch 2.300 Euro Bargeld wurden gefunden und so stand der junge Mann vergangene Woche mit einer Anklage wegen Drogenhandel vor Gericht.

 

Die Anklage wegen Drogenhandel konnte jedoch abgewendet werden: das Geld gehört seiner Verlobten, die bei ihm wohnt, und sie bekommt das Geld zurückgezahlt. Das war aber auch die einzige freudige Meldung für den Angeklagten, auch wenn sogar der Staatsanwalt laut „nordbayern.de“ einige Argumente aufzählte, die für den Angeklagten sprachen: die Verletzung, sein Geständnis, der Anbau als Schmerzmittel und nicht nur zum Spaß.

 

Doch da der Angeklagte bereits zum zweiten Mal beim Cannabisanbau erwischt wurde und die Tat somit in seine offene Bewährungszeit fiel, bestand die Staatsanwaltschaft auf einem Jahr Gefängnis ohne Bewährung. Die Verteidigung forderte aufgrund der Umstände die eine Ausnahme unter Tausend ein – doch der Richter, der dem Angeklagten seine Umstände und die Schmerzen nach eigenen Aussagen durchaus abnahm, verurteilte diesen zu einem halben Jahr Gefängnis ohne Bewährung.

 

Unsere Meinung: Es ist einfach nur traurig, dass im Jahr 2017 Staatsanwaltschaft und Richter einem (illegalen) Cannabispatienten glauben, dass dieser Cannabis anbaut, nur um seine Schmerzen zu lindern, aber ihn aufgrund der geltenden Rechtslage dennoch ins Gefängnis stecken (müssen). Wer mithelfen möchte, zumindest irgendetwas daran zu ändern, sollte bei der kommenden Bundestagswahl am 24. September bloß nicht CDU/CSU wählen, sondern irgendjemand anderem seine Stimme schenken.