Wenn ein Bundesminister nach seinem Rücktritt ein gut dotiertes Pöstchen in der freien Wirtschaft erhascht, gilt das vielen kritischen Zeitgenossen als Zeichen von Kungelei und Lobbyismus. Wenn die Parallelen zwischen aktiver politischer Laufbahn und dem danach angebotenen Posten zu augenfällig sind, bekommt das Ganze schnell einen faden Beigeschmack.

 

Wenn nun bekannt wird, dass der ehemalige Gesundheits- und Wirtschaftsminister Philipp Rösler in den Verwaltungsrat des Schweizer Cannabisunternehmens Pure Holding wechselt, dann klappt dem erfahrenen Legalisierungsaktivist und Cannabisfreund wohl als erstes die Kinnlade runter. Ein ehemaliger Bundesminister im deutschsprachigen Cannabusiness, wer hätte das noch vor ein paar Jahren für möglich gehalten?

 

Als zweites schaut man dann ganz automatisch mal nach, was der gute Herr Dr. Rösler in seiner Ministerzeit denn so zum Thema Cannabis verzapft hat. Und, siehe da, in Sachen Medizinalcannabis hat er, schon vor seiner Ministerzeit, als er noch im niedersächsischen Landtag saß, durchaus stark gemacht. Besonders um die Palliativ- und Schmerztherapie ging es damals, aber zum Beispiel auch um die Behandlung von MS. Zu einer Zeit, als das Thema Cannabis, ob medizinisch oder nicht, noch so gar nicht im Trend lag.

 

Mag sein, dass die hier beschriebenen Vorgänge schon ein knappes Jahrzehnt her sind und Rösler in der Zwischenzeit bereits zahlreiche andere „Jobs“ angetreten hat: ein Zusammenhang zwischen seiner damaligen politischen Arbeit und seinem neuen Feld dürfte nichtsdestotrotz bestehen. Also zurück zur eingangs angeschnittenen moralischen Frage: welcher übellaunige Cannabisfreund würde jetzt bitteschön hergehen und Rösler verurteilen?

 

Ist es also nun vielmehr an der Zeit ein Loblied auf den FDP-Mann anzustimmen? Wohl kaum, denn Rösler hatte natürlich nie den „kleinen Kiffer“ im Kopf als vielmehr die Anliegen der Pharmaindustrie, ging es doch immer um verabeitete oder synthetische THC-Arzneimittel. Legale Blüten und Eigenanbau lagen, von den spärlich gesäten Ausnahmegenehmigungen einmal abgesehen, damals noch in weiter Ferne. Trotzdem kann man davon ausgehen, dass Rösler auch der gesamten Medizinalcannabis-Bewegung, ob unbeabsichtigt oder nicht, einen Dienst erwiesen hat. Zumal auch die synthetischen Präparate wie Dronabinol ihre Wirkung nicht verfehlten, wurde das Thema seinerzeit medial immer mehr aufgeriffen und fand verstärkt Eingang in die kollektive Debatte.

 

Warum beispielsweise das Highway-Magazin Philipp Rösler trotzdem niemals einstellen würde (mal abgesehen davon, dass wir ihm nicht genug zahlen könnten), liegt, und da sind wir dann doch mal wieder beim Thema Moral, besonders an einem Skandälchen, das Röslers Ansehen als Minister nachhaltig geschadet hat: 2012 wurde auf sein Drängen hin der jährlichen Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung geschönt, um die damals schon grassierende Ungleichheit der Vermögensentwicklung in Deutschland zu verharmlosen. So wurde beispielsweise eine kritische Passage zur sozialen Schere in der Art umgedeutet, dass sinkende Reallöhne eigentlich gar nichts Problematisches seien, sonderm vielmehr „Ausdruck struktureller Verbesserungen“. Wäre das nicht eine Diskriminierung von Cannabiskonsumenten, müsste man jetzt fragen: welches Kraut hat der denn..., aber lassen wir das. 

Na, wer von euch hat denn auch schon wieder so richtig Bock auf Weihnachten?

 

Okay, okay, wahrscheinlich eher die Minderheit, schließlich ist erstens noch fast Sommer und zweitens ist das familiäre Fressfest auch immer ganz schön anstrengend, zumindest, wenn man seine Familie anstrengend findet. Und trifft das nicht auf uns alle irgendwie zu?

 

Aber Weihnachten hat natürlich auch seine guten Seiten, die Ferien zum Beispiel oder den obligatorischen Adventskalender. Jeden Morgen erst mal ein kleines Geschenk, das macht Laune und erleichtert das frühe Aufstehen bzw. überhaupt irgendwann mal aufzustehen. Vor allem, wenn der Kalender so randvoll steckt mit den verschiedensten Hanf-Produkten, wie die neuen Adventskalender des Hanf Magazins. Ja, ihr habt richtig gelesen, in diesem Jahr wird es gleich mehrere Kalender geben, da wird bestimmt jeder Typ Cannabisfreund fündig. Egal ob Stoner, Grower oder Hanf- und CBD-Enthusiast, hier ist für alle etwas dabei.

 

Den klassischen Hanf-Kalender, der mit der letztjährigen Ausgabe vergleichbar ist und der von Lebensmitteln bis Kosmetika alles mögliche enthält, wo Hanf oder CBD draufsteht, gibt es übrigens in diesem Jahr in gleich zwei Ausführungen: die große, aufklappbare Gold-Version enthält nach Angaben des Herstellers Produkte im Warenwert von stolzen 700 Euro, die Silber-Variante immer noch für lohnenswerte 230 Euro. Versprochen werden Waren von namhaften Herstellern wie Marry Jane CBD, Vaay, Hans Brainfood, Hempamed und vielen weiteren.

 

Neu sind in diesem Jahr auch die Kalender für Stoner und Grower, die, wie die Bezeichnungen schon charmant unsubtil andeuten, vollgestopft sind mit Head- und Growshop-Artikeln, von Herstellern wie Black Leaf, Lumatek, Piecemaker, Bio Nova und Dipse. Gekrönt wird das Ganze mit einem einzigartigen Verpackungsdesign von Illustrator und Karikaturist Steve Stoned.

 

 Oben der Grower-Kalender, unten der für Stoner

 

Jeder der vier Kalender wird limitiert sein, schnell zuschlagen lohnt sich also. Mit dem Kauf eines Kalenders erhält man außerdem die Möglichkeit, an der großen Silvester-Tombola des Hanf Magazins teilzunehmen, die mit Preisen im Gesamtwert von 30.000 Euro aufwarten kann. Zu den Kalendern wird des Weiteren eine App gehören, mit deren Hilfe man sich über die Verwendungsmöglichkeiten der einzelnen Produkte informieren kann, was natürlich besonders dann Sinn macht, wenn man vor hat, das gute Stück an Freunde oder Verwandte zu verschenken, die bisher nur wenige Berührungspunkte mit dem Thema hatten.

 

Derartig ausgerüstet kann man sich dann im Dezember ganz entspannt zurücklehnen und selbst wenn Großtante Renate wieder einmal etwas zu tief ins Eierlikör-Glas geschaut hat und ihre beste Tom-Jones-Interpretation auspackt, dann gönnt man sich einfach ein paar beruhigende CBD-Tropfen aus dem Hanf-Kalender. Und vielleicht, aber nur vielleicht, schunkelt man ja insgeheim doch ein bisschen mit...

Das amerikanisch-mexikanische Grenzgebiet rund um Brownsville, Süd-Texas, ist ein beliebter Anlaufpunkt für Schmuggler und illegale Einwanderer aus Lateinamerika. Aus Geldnot und Verzweiflung versuchen die Menschen nicht selten, den Golf von Mexiko in improvisierten Flößen, zum Beispiel aus alten Autoteilen und Plastikflaschen, zu überqueren und hoffen, auf diesem riskanten Weg unentdeckt in die Vereinigten Staaten zu gelangen, um ein neues Leben zu beginnen.

 

Die US-Küstenwache berichtet nun von einer ungewöhnlichen Überfahrt, in der abermals eine Art selbst gebautes „Floß“ eine wichtige Rolle spielte. Die vier Männer aus Mexiko und Honduras, die von den Beamten aufgegriffen wurden, nutzten als Schwimmkörper große, mit Marihuana gefüllte Behälter, die laut Polizeibericht einen eindeutigen Geruch verströmten. Insgesamt befanden sich in den Behältnissen etwa 146 Kilogramm Weed. Die Festgenommenen gaben an, man habe ihnen ein paar hundert Dollar für den Schmuggel des Marihuana in Aussicht gestellt. Falls die Angaben korrekt sind, muss man sich ernsthaft die Frage stellen, wie verzweifelt diese Menschen sind, um ein solches Wagnis für Leib und Leben einzugehen – und das für ein paar lächerliche Kröten. Wie schlimm muss es um ihre Heimat stehen, dass selbst die USA unter Trump ein derart verlockendes Ziel darstellen?

Und wieder eine Cannabis-Anlage, die es leider nicht geschafft hat. Im Stadtteil Lank-Latum in Meerbusch zwischen Düsseldorf und Krefeld wandte sich der Vermieter eines Einfamilienhauses an die Polizei, nachdem er bei einem Besuch des Objekts starken Cannabisgeruch und abgeklebte Fenster bemerkt hatte. Da wird man als Eigentümer natürlich schnell mal ein bisschen nervös, zumal das Haus erst seit Anfang dieses Jahres belegt gewesen sein soll.

 

Im Inneren des Wohnhauses fanden die Beamten dann auch tatsächlich etwa 700 Pflanzen, die, nach dem Polizeifoto zu urteilen, gerade erntereif waren oder zumindest kurz davor standen. In Presseberichten wird die Ausstattung der Pflanzung als professionell beschrieben, inklusive einer extra verlegten Starkstromleitung für das Belüftungs- und Beleuchtungssystem. Ersteres war dann wohl aber trotzdem nicht leistungsfähig genug, um eine Enttarnung zu verhindern. Das Abkleben der Fenster, die vielleicht kontraproduktivste aller Vorsichtsmaßnahmen, hat sich in diesem Fall einmal mehr als fatal für den Anlagen-Betreiber erwiesen. Zur Lage des Gebäudes äußerte sich die Polizei in nichtssagender Weise: weder befinde es sich abgelegener Lage noch in belebter Nachbarschaft.

 

 

Anfang Juni traf sich die Highway- Redaktion – natürlich mit anderthalb Metern Abstand – mit Philipp Frost, der durch die Erfindung der Hazelbox Teil der legalen Unternehmer, die Grow-Zubehör anbieten, geworden ist. Wie ist das so, dazu noch wenn man sein Geschäft in Bayern unterhält? Wir möchten mehr über ihn und sein Geschäft in Erfahrung bringen. Dazu gehört natürlich auch sein Produkt, das im Lauf der Zeit immer weiter entwickelt wurde – ein abschließbarer und möglichst leicht zu bedienender Growschrank, über dessen erstes Modell wir in der Erstausgabe von Highway vor bald fünf Jahren berichteten. Stilecht um 16:20 Uhr beginnt das Interview auf dem Throne of Weed...

 

Hallo Philipp, du bist Anfang 30, Gründer und Erfinder der Hazelbox, einem Grow-Schrank für Zuhause, und damit selbstständig auch im legalen Cannabusiness unterwegs. Erzähl uns doch, wie kam es dazu? 

Also ich fand es schon immer sehr interessant, zuhause eigene Früchte anzubauen, und hab das auch bei Freunden gesehen. Und ich habe mir gedacht, das kann doch eigentlich nicht sein, dass es da nicht einfach einen Kasten für gibt, mit dem man sofort loslegen kann, ohne sich selbst ein Set zusammenzustellen und eventuell noch was löten zu müssen oder so. Ich hab da mal ein bisschen in den Shops geschaut und hab gemerkt, dass man da auch ein gewisses Vorwissen braucht und dachte, das muss doch auch besser gehen. 

Wann war das? 

Angefangen mir Gedanken zu machen, habe ich so im Jahr 2013. Und zu der Zeit habe ich auch noch in einem WG-Zimmer gewohnt. Das heißt, ich hatte dabei auch die Überlegung: was ist, wenn ich mal nicht zuhause bin und Besuch in der Wohnung ist, kann man das auch irgendwie abschließen? So habe ich darüber nachgedacht, was sind denn so die Sachen, die die Leute von der Eigenversorgung abhalten? Thema Lautstärke, Thema Geruch, Thema Auffälligkeit, also dass da so ein komisches Zelt dann steht. Normalerweise geht ja auch kein Fremder einfach an einen Schrank dran, aber bei einem Zelt mitten im Raum kommen vielleicht schon Fragen auf. Diese ganzen Probleme haben wir versucht wegzubekommen und ein einfaches System für Leute zu entwickeln, die sich gar nicht so lang mit der technischen Thematik auseinandersetzen wollen oder können. Daraus ist dann die erste Version der Hazelbox entstanden – und die ist jetzt seit 2015 am Markt.

Welcher Aspekt war für dich der dringlichste an einer neuen Growschrank-Lösung? Das All-in-one-Paket? 

Ja schon, das hat sich Schritt für Schritt entwickelt, in der ersten Hazelbox war das noch nicht ganz so gegeben. Es war zwar schon etwas einfacher als bei einem Growzelt, aber man musste schon noch beispielsweise den Aktivkohlefilter und den Lüfter verbinden und die Lampe einzeln einhängen, bevor man starten konnte, also da waren auch schon noch ein paar Schritte nötig. Ich habe am Anfang teilweise auch noch mit einem kleinen Caddy selbst ausgeliefert und gesehen, dass die Kunden nicht nur aus 18-Jährigen Skatern mit Baseballcaps bestehen. Eine frühe Kundin war eine Dame über 60, die mit der Inbetriebnahme nicht ganz zurechtkam und da habe ich überlegt, wie man es noch einfacher gestalten kann, Stichwort All-in-one. Da haben wir mit den Kollegen von Lientec in Quickborn, die mit uns schon von Anfang an zusammenarbeiten, die Hazelbeam 2 entwickelt, die seit zwei Jahren auch automatisch in der neuen Hazelbox-Variante verbaut ist. 

Was darf man sich darunter vorstellen? 

Die Hazelbeam 2 ist ein komplettes System, das es so vorher noch nie gab und bei dem du Lüfter, Aktivkohlefilter, Timer und LED in einem verbaut hast.

Also in dem Fall ist kein Schrank drumrum? 

Sie ist zwar auch in unserer Hazelbox, unserem abschließbarem Growschrank, als Herzstück enthalten. Aber man kann sie auch autonom sehen und verwenden. Man könnte sie also auch einem Zelt oder einem alten Holzschrank verwenden, weil die Hazelbeam 2 einfach alles für einen macht, was man da so braucht – Luftdurchsatz, Filterung, Licht in verschiedenen Phasen vorprogrammiert, sodass man da keine verschiedenen Lampen oder Zeitschaltuhren bemühen muss und so weiter. Man muss im Prinzip die Hazelbeam nur einhängen, Netzstecker rein – und los geht’s. 

 

Hazelbox-Modelle im Vergleich (Klicken zum Vergrößern)

 

Wo kommen eure Kunden her? Was sind das so für welche, du sagtest gerade schon, ganz so klassisch (männlich, um die 20, Joint im Mund) wäre die Klientel nicht? 

Richtig, richtig, das sind weniger Skater in ihren Zwanzigern, die sich mal nebenbei so eine Box bestellen, grundsätzlich sind es eher Leute, von denen man gar nicht erwarten würde, dass sie sich mit dem Thema Eigenanbau daheim beschäftigen. Viele Leute, die eher im Alter meiner Eltern sind. 

Und sind die eher auf Anonymität bedacht oder gibt es persönlichen Kontakt? 

Also ausliefern tun wir seit geraumer Zeit europaweit mit Spedition, da kommt nicht mehr so viel Kontakt zustande. Aber dass sich da mal einer Sorgen macht wegen Datenschutz oder ähnlichem, das ist vielleicht einer von Zweihundert Fällen. Von Kundenseite kommen da eigentlich keine Bedenken oder Fragen in die Richtung. Wir haben aber auch eine sichere Seite, es gab noch nie Probleme. Wir achten sehr auf den Datenschutz, alle Daten werden nach Abschluss der Bestellung gelöscht. Der Kunde hat nur eine Kundennummer für Garantiezwecke. Newsletter wird man auch keinen bekommen. 

Wozu wird die Hazelbox eigentlich alles so genutzt – in manchen europäischen Staaten ist die Gesetzgebung ja auch lockerer, wird da viel Cannabis mit angebaut? 

Ja, das Thema Eigenanbau hat tatsächlich eine riesige Bandbreite. Urban Gardening, alles mögliche einfach zuhause anbauen, das ist natürlich mit der Hazelbox möglich. Wir hatten auch schon Universitäten als Kunden, um Kreuzungen zu züchten. Im befreundeten Ausland, wo die Gesetze es schon ermöglichen, sich seine tropischen Pflanzen mit erhöhtem Energiebedarf in kleinerer Stückzahl zu halten, wird die Box natürlich auch dafür genutzt. 

 

 

Eigenanbau in Europa (Klicken zum Vergrößern)

 

 

Und was Cannabis angeht – rauchst du es auch? 

Ja, ich bin seit 2017 Cannabispatient und fühle mich sehr gut damit. Derzeit kämpfe ich darum, dass die Kostenübernahme durch meine Krankenkasse gewährleistet wird.  Fährst du Auto, wenn du geraucht hast?  Bei mir ist es so, dass ich am Tag zuvor geraucht haben darf, nach dem Konsum selbst fahre ich nicht mehr Auto. 

Firmen- und Wohnsitz hast du in München. Spürst du da Vorbehalte der Behörden oder Institutionen gegenüber dir persönlich oder gegenüber der Firma? Und glaubst du, es wäre ein Unterschied, wenn du in einer anderen Stadt wie Hamburg oder Frankfurt wärst? 

Überhaupt nicht, muss ich sagen, was ich anfangs auch echt anders erwartet hätte. Man muss ja auch mit den verschiedensten Leuten zusammenarbeiten. Neulich sind wir beispielsweise in ein größeres Lager umgezogen, der Vermieter ist auch eher ein älterer Herr. Der hat sich aber unsere Website angeschaut und gesagt: „Sauber, das ist eine gute Idee, herzlich Willkommen!“ Und wir haben sofort die Halle bekommen. Ja irgendwie ist es fast schon so, als wäre das Gegenteil der Fall. Als ich vor ein paar Jahren einen Kredit für die Firma gebraucht habe, habe ich sofort das Geld bekommen, das Ganze sogar mit Förderung von einer Bank, die im bayrischen Wald ansässig ist. Der zuständige Sachbearbeiter lobte mich sogar noch für die innovative Idee. Auf Unfreundlichkeit oder Ablehnung stoße ich eigentlich nie. 

Und ganz allgemein gesprochen, auch abseits des bayrischen Raums, siehst du Probleme für junge Unternehmen im Cannabis-Sektor, die es nur für solche gibt, oder ist es ein Geschäft wie jedes andere?

Ich glaube, für einige ist das größte Problem erst einmal die Angst, mit ihrem Lebenslauf diese Richtung einzuschlagen. Man muss es natürlich auch irgendwann mal seinen Eltern erzählen, sag ich mal. Aber es birgt selbstverständlich auch Chancen, in unserem Fall sieht das so aus, dass fast der ganze Markt noch mit Zelten abgedeckt wird, allein in Deutschland, Österreich und Schweiz, so schätze ich, dürften das Hundert- bis Zweihunderttausend Zelte sein, die jährlich verkauft werden. Solche Zahlen machen es natürlich interessant, etwa ein Geschäft im Growtechnik-Bereich zu starten. Unsere Firma hat beispielsweise auch schon Anfragen von Investoren aus ganz anderen Branchen, die auch ein Auge auf den Bereich geworfen haben. 

Wie sieht die Zukunft der Growboxen aus? Was euch betrifft und allgemein gesprochen? Gibt es vielleicht auch Trends aus Amerika, deren Ankunft du erwartest? 

Andersherum! Die Trends werden von uns aus nach Amerika rüberschwappen. Denn auch in Amerika gibt es so etwas wie die Hazelbeam 2 noch nicht und wir sind dabei, das alles auf den Weg zu bringen und da rüberzubringen. Allgemein gesehen wird es vermutlich so sein, dass immer mehr Leute auf Eigenanbau setzen oder anfangen, sich dafür zu interessieren. Wir haben jetzt auch gesehen, dass wir aufgrund von Corona viel mehr Bestellungen als sonst hatten. Die Leute werden in Zukunft vermutlich auch mehr im Blick haben, dass eventuell mal wieder Zeiten kommen könnten, wo nicht immer alles gleich verfügbar ist. Und fast kein anderes Produkt wie unseres steht so für die Selbstversorgung zuhause wie unseres. Ich möchte in Zukunft alle Produkte noch einfacher machen, noch effektiver, noch zugänglicher. Wir sind auf dem richtigen Weg, aber es gibt im Detail natürlich immer etwas zu verbessern. 

Eine Cannabis-Legalisierung in Deutschland wäre vermutlich auch für euer Geschäft zuträglich. Meinst du, da wird sich in näherer Zukunft etwas tun? 

Eigentlich bin ich ja grundsätzlich  optimistisch und auch gerade hier im bayrischen Raum hat sich total viel getan in den letzten Jahren. Deutschlandweit gesehen gibt es nun Rezepte und den CBD-Boom. Das kann man vielleicht auch etwas mit den Vorjahren der Cannabislegalisierungen in den USA vergleichen. Auf der anderen Seite ist es natürlich schwierig, da die Politik leider nicht immer so flexibel ist. In Baden-Württemberg haben wir jetzt die Grünen in der Regierung, da passiert trotzdem nichts. 

Zum Abschluss erkundigen wir uns bei einem Interview immer gerne nach der Lieblingssorte. Wie sieht es da bei dir aus? 

Als ich zum ersten Mal Bedrocan geraucht habe, war ich total fasziniert, wie gut es mir gefällt und wie gut und funktionstüchtig ich mich fühle. Das ist auch nach wie vor so.

Im Jahr 2016 sah eine Gruppe von Cannabis-Enthusiasten aus Humboldt, Kalifornien, eine einzigartige Gelegenheit, auf dem Markt, der hauptsächlich von Blüten, Vapes und Edibles dominiert wird, ein neuartiges Produkt einzuführen. Die Idee, inspiriert von den in nordischen Ländern weit verbreiteten Snus-Tabakbeuteln, war einfach, aber zu dieser Zeit überraschenderweise noch nicht existent. Die Gründer erkannten das Potenzial und begannen schnell mit der Entwicklung des ersten rauchfreien CBD-Beutels (Pouch), das THC-, tabak- und nikotinfrei ist – heute bekannt als Cannadips.

 

Was sind CBD-Pouches von Cannadips?

Cannadips CBD-Pouches sind kleine Faserbeutel, die zwischen der oberen Innenlippe und dem Zahnfleisch eingeklemmt werden, wobei die durchlässige Oberfläche die Freisetzung des Inhalts ermöglicht. Die Inhaltsstoffe im Inneren bestehen aus Breitspektrum-CBD, gepaart mit sorgfältig entwickelten Aromastoffen, die rein natürlich, gentechnikfrei, vegan und frei von Pestiziden sind. Die empfohlene Anwendungsdauer beträgt mindestens 30 bis 45 Minuten, um die Freisetzung des gesamten CBD zu ermöglichen, während die Aromen sogar bis zu zwei Stunden anhalten können. Die CBD-Pouches von Cannadips sind derzeit in den Sorten Natural Mint, Tangy Citrus und American Spice erhältlich – jeder dieser Pouches bietet ein geschmackliches Profil getreu seinem Namen, um den vollen Genuss sicherzustellen.

 

Warum Pouches?

Die in Cannabis enthaltenen Cannabinoide sind fettlöslich, was bedeutet, dass die Verbindungen entweder verbrannt oder in eine einnehmbare Form gebracht werden müssen, damit sie vom Konsumenten auch tatsächlich aufgenommen werden können. Methoden wie Rauchen und auch Vapen sind jedoch im Allgemeinen mit schädlichen Auswirkungen konnotiert und eine solche Einnahme erfordert eine längere Verarbeitung durch den Körper, wodurch gegenüber einem oralen Konsum Wirksamkeit verloren gehen kann.

Um also Abhilfe zu schaffen, arbeitete Cannadips eng mit ausgewählten Chemikern zusammen, die eine Methode entwickelten, um die Cannabinoide in den Pouches wasserdispergierbar zu machen. Mit anderen Worten, der CBD-Gehalt in Cannadips ist in Flüssigkeit bzw. in diesem Fall in Speichel löslich. Dieses wasserlösliche Format steigert die Bioverfügbarkeit des CBD und die Wirksamkeit der Absorption noch weiter. Tatsächlich ist die Bioverfügbarkeit von Cannadips CBD laut Cannadips etwa drei- bis viermal so hoch wie die von traditionellen CBD-Ölen oder -Tinkturen. Ein Beutel mit 10 Milligramm wasserdispergierbarem (oder wasserlöslichem) CBD, das im Mund absorbiert wird, ist demzufolge wirksamer als eine gleiche Menge CBD auf Ölbasis, die über den Mund eingenommen wird.

 

Die Vorteile des Pouch-Formats

Auch wenn die CBD-Pouches von Cannadips ursprünglich vom Snus-Tabakbeutel inspiriert wurden, wurde lediglich das Konzept des Beutels im Mund vollständig übernommen. Durch den Einsatz eines Beutels (Pouches) definierte Cannadips eine neue Marktnische für diejenigen, die CBD ohne jegliche Form der Inhalation und ohne unnötige Kalorienzufuhr (mit Essbarem) genießen möchten oder vielleicht einfach kein Liebhaber des Geschmacks oder der Einnahmeform von Ölen und Tinkturen sind. Die diskrete Verwendung von Beuteln gibt den Benutzern auch die Freiheit, sie jederzeit und überall zu nutzen, ohne jemanden in der Umgebung dadurch zu stören. Darüber hinaus können die Benutzer ihren CBD-Konsum nach eigenem Ermessen besser steuern, da sie die Dosierung jedes Pouches genau kennen.

 

THC-frei und laborgeprüft – bei voller Transparenz

Cannadips verwendet ein firmeneigenes Verfahren, das die wertvollen Terpen- und Flavonoidverbindungen, die in dem genutzten amerikanischen Hanf enthalten sind, bewahrt, und das enthaltene THC vollständig extrahiert, um ein hochwertiges, breitbandiges und THC-freies Endprodukt zu gewährleisten. Jede CBD-Dose von Cannadips wird mit 15 Beuteln geliefert, wobei jeder Beutel 10 Milligramm CBD enthält.

Für Cannadips ist es äußerst wichtig, die Verbraucher umfassend darüber zu informieren, was sich in jedem Beutel befindet. Daher wird jede Charge von Cannadips-CBD-Produkten ausführlich getestet, um das Cannabinoidprofil und die Potenz der Wirkstoffe zu bestimmen. Die Laborergebnisse sind online unter Cannadips.eu anhand der Chargennummer, die auf der Rückseite jeder Dose zu finden ist, leicht zu finden und jederzeit einsehbar. Jeder Laborbericht enthält auch detaillierte Angaben zu allen Inhaltsstoffen und ihren Herstellern, um den Verbrauchern vollständige Transparenz zu bieten.

 

Ein SpectrumLeaf-Unternehmen in Europa

Cannadips Europe gehört in Europa zu SpectrumLeaf, einem Unternehmen, das sich der Auswahl und Beschaffung hochwertiger CBD-Produkte verschrieben hat und sich ständig den Kundenbedürfnissen anpasst.

„Nur weil Alkohol gefährlich ist (...), ist Cannabis kein Brokkoli. Okay?“

 

Bundesdrogenbeauftragte Ludwig – die deutsche Cannabiscommunity hat sie spätestens seit diesem Statement gegenüber Journalist Tilo Jung so richtig ins Herz geschlossen – verwies kürzlich gemeinsam mit Heidrun Thaiss von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in einer Pressekonferenz auf ein Informationsportal, das ihre neue „Kiffen ist nicht cool“-Kampagne unterstützen soll: www.cannabis-fakten.de.

 

Ein „Informationsportal“ über Cannabis aus der „Feder“ einer CSU-Drogenbeauftragten? Da schrillen nicht nur bei erfahrenen Legalisierungsbefürwortern und –aktivisten zurecht sämtliche Alarmglocken. Das beste, was dabei herauskommen kann, ist, dass sich die CSU bei den Ü-50-Jährigen (einmal mehr) komplett blamiert. Im schlimmsten Fall jedoch entsteht hier eine professionelle Des-Informationsplattform voller Negativpropaganda und Halbwahrheiten, die die Klippen des Trashs gerade noch so umschiffen kann.

 

Am besten erst gar kein Risiko eingehen, dachte sich da wohl der Deutsche Hanfverband (DHV) und hat kurzerhand selbst ein Info-Portal aus dem Boden gestampft, das im Gegensatz zu Ludwigs Seite nicht nur längst online steht (wie war das nochmal mit den antriebslosen Kiffern?), sondern auch tatsächlich sachliche und neutrale Fakten zum Thema Cannabis präsentiert. Umso besser ist, dass www.cannabisfakten.de auch noch mit einem cleanen Design fernab von Rasta-Klischees und dicken Tüten punkten kann. Da kann man nur gratulieren und den CDU/CSU-Abgeordneten empfehlen, direkt mal einen Blick auf die neue Website zu werfen. Und wer weiß, vielleicht lässt sich ja selbst Drogen-Dani von dem ein oder anderen DHV-geprüften Cannabisfakt inspirieren.

 

Begleitet wird das neue DHV-Projekt übrigens von einer Großplakat-Kampagne, die im Oktober startet. Also Cannabisfreunde – Augen offen halten und allen Interessierten (und Uninteressierten) von „cannabisfakten.de“ erzählen!

Angesichts der andauernden Gegenüberstellung von Alkohol und Cannabis, die sowohl von Legalisierungsbefürwortern als auch -Gegnern immer wieder vorgebracht wird (mit unterschiedlichen Stoßrichtungen freilich) und die man durchaus als absurde Substanz-Rivalität bezeichnen könnte, entbehrt es nicht einer gewissen Ironie wie nah Cannabis- und Hopfengewächse sich verwandtschaftlich eigentlich stehen: denn botanisch gesehen sind sie sozusagen „Geschwister“ unter dem Dach der Familie der Hanfgewächse. 

 

Es darf allerdings bezweifelt werden, dass der Grower, der sich das seit 1968 vor sich hin rottende Ibing-Brauereigebäude aus diesem Grund aussuchte, um dort in Ruhe sein Cannabis anzubauen. Vielmehr interessierte ihn wohl die auf den Bildern erkennbare Abgeschiedenheit der Anlage mitten in einer Bauruine in Mülheim an der Ruhr nahe Duisburg. Leider war der Ort dann wohl doch nicht abgeschieden genug, zumindest einem anonymen Hinweisgeber schien der Anbau dort ein Dorn im Auge gewesen zu sein.

 

Elf Pflanzen wurden bei dem Polizeieinsatz gefunden, der Betreiber konnte laut Presseberichten bisher glücklicherweise nicht ermittelt werden. Und auch wenn seine Pflanzen nun zerstört werden: junge Cannabispflanzen, die auf einem verrosteten Bier-Braukessel gen Himmel wachsen (siehe oben rechts auf dem Artikelfoto) – damit hat der Unbekannnte (ob nun bewusst oder nicht) ein schönes Bild für einen längst überfälligen Paradigmenwechsel in der Drogenpolitik kreiert. Nichtsdestotrotz ist es natürlich schade, dass es nach dem Aus des Ibing-Pils nun bis auf Weiteres auch kein Ibing-Weed gibt...

Auf den Dachböden und in den Kellern der Republik verstauben bekanntlich so einige Perlen. Nicht umsonst existieren zahlreiche beliebte Unterhaltungssendungen rund um das Thema Trödel. Und auch, wenn es höchst unwahrscheinlich ist: wer hat sich nicht schon einmal ausgemalt, was wäre, wenn sich das kitschige Ölgemälde vom Flohmarkt vom heimischen Speicher doch als bisher unbekanntes Frühwerk Vincent Van Goghs entpuppte?

 

Einen echten Kellerschatz der etwas anderen Art, mit dem man sich bei Horst Lichter und Konsorten wohl eher keine Freunde machen würde, hat kürzlich ein Hausmeister aus Frankfurt entdeckt. Der hohe Wert des „Schatzes“ wurde dementsprechend auch nicht von den Experten des ZDF bestätigt, sondern von der hessischen Polizei. Die wurde von dem Handwerker kontaktiert, der eigentlich gerade mit der Reparatur eines Wasserschadens in einem Frankfurter Mehrfamilienhaus beschäftigt war. Um die anstehenden Arbeiten durchführen zu können, war der Zugang zu einem nicht zugewiesenen, aber verschlossenen Kellerraum von Nöten.

 

Also verschaffte sich der Mann kurzerhand mit Gewalt Eintritt und fand im Innern eine zehn-Kilo-Ladung Haschisch sowie außerdem noch 135 Gramm Marihuana. Die Durchsuchung des Raums förderte Hinweise zu einem ehemaligen Mieter des Hauses zu Tage, dem die Beamten auch sogleich einen Besuch abstatteten. Hinweise auf einen Zusammenhang zum Hasch-Schatz konnten nicht gefunden werden, sondern nur eine Kleinstmenge Weed und Amphetamine.

Fake-News-Alarm! Diesmal trifft es den Tagesspiegel, der sich nicht zu schade war, ein starkes Stück Anti-Cannabis-Lektüre unter die Leute zu bringen, die im besten Fall einfach „nur“ schlecht recherchiert wurde oder, schlimmer noch, tatsächlich mutwillig zur Desinformation der Leserschaft beitragen soll. Von Wissenschaftsredakteur Patrick Eickemeier, studierter Journalist und Biologe, sollte man so oder so etwas Wertigeres erwarten dürfen – ansonsten kann es nur heißen: sorry, Beruf verfehlt!

 

Unter dem alarmierenden Titel „Hochkonzentrierte Cannabisprodukte gefährden geistige Gesundheit“ wird zur Einstimmung einmal mehr das Lied vom angeblich immer stärker werdenden Cannabis gespielt: „Mittlerweile sind Sorten erhältlich, die sich zum Hippiekraut von anno dazumal so verhalten, wie Schnaps zu Alsterwasser mit Limo: bis zu 50 Prozent THC-Gehalt gegenüber einem Prozent“, heißt es da etwa an einer Stelle. 

 

50 Prozent THC? Wow, wo kriegt man das Kraut? Spaß beiseite, an dieser Aussage ist gleich so viel falsch, dass man gar nicht weiß, wo man mit der Richtigstellung anfangen soll! Zunächst einmal kann ganz unumwunden festgehalten werden, dass das amerikanische Szene-Urgestein, das „High Times“-Magazin, die Sorte „Godfather OG“ als die THC-reichste im Jahr 2020 erhältliche Sorte darstellt. Ohne Frage, eine hochqualitative und auch starke Cannabissorte, aber mit einem THC-Wert von (je nach Messverfahren) knapp über 30 Prozent doch weit unter dem im Tagesspiegel genannten Level. Einmal abgesehen davon, dass Samenbanken bekannterweise die Cannabinoid-Werte ihrer Kreationen gerne mal etwas zu optimistisch angeben, liegen die 50 Prozent so weit vom Machbaren entfernt, dass sich Breeder mit einer Angabe in dieser Größenordnung wohl einfach nur lächerlich machen würden und in der Branche ziemlich schnell als unseriös wahrgenommen werden dürften. Wo der Tagesspiegel und Herr Eickemeier die hohe Zahl her nehmen, bleibt unklar. Außerdem muss klar sein, dass ein derartiges hochprofessionell angebautes Top-Shelf-Produkt wie „Godfather OG“ für den deutschsprachigen Durchschnittskonsumenten überhaupt nicht leicht (wenn überhaupt) zu bekommen ist. Papperlapapp, beim Tagesspiegel weiß man: wenn sich der Ottonormalkiffer in Klein-Oberurselbach an der Straßenecke beim Dealer mit der sprichwörtlichen „deutschen Hecke“ eindeckt, dann purzeln die THC-Rekorde nur so.  

 

Nochmal so richtig die Blöße gibt man sich dann im letzten Teil des Textes, der sich um die Eigenschaften von Cannabis- und Tabakrauch dreht: „Ein weiteres Problem sind Erkrankungen der Atemwege bei Cannabisrauchenden: gehäufte Auftreten von Bronchitis sowie Entzündungen der Nasen- und Rachenschleimhaut sind dokumentiert, könnten aber auf den inhalierten Tabakrauch zurückzuführen sein. Cannabisrauch enthält mehr Teer und krebserregende Stoffe als Tabakrauch. Auftretende Krebserkrankungen könnten aber auch auf das Tabakrauchen zurückzuführen sein.“ 

 

Tatsächlich hat der Leser hier einen Absatz vor sich, der überhaupt gar nichts, einfach Nullkommanix, aussagt und dementsprechend eigentlich in der Korrektur hätte entfernt werden müssen. Aber, was soll’s, ein Lektorat kostet viel Geld und so genau schauen die Leser ja doch nicht hin, nicht wahr, lieber Tagesspiegel? Die Leserkommentare unter dem Artikel sprechen allerdings eine andere Sprache. Dass das Geschriebene dem aktuellen Stand der Wissenschaft eindeutig widerspricht, haben sie dann offenbar doch erkannt. Kein Wunder, dazu reicht eine viertelstündige Google-Recherche. Beispielhaft soll an dieser Stelle auf den Artikel der neuseeländischen „Drug Foundation“ und auf diese US-Studie aus Colorado verwiesen werden. Zum Thema Vaporizer, der die Diskussion um die gesundheitsschädliche Qualität des Rauche(n)s komplett ad absurdum führt, schweigt der Autor lieber gleich ganz.